Übersetzen in der medialen Welt: Neues Master-Studium in Hildesheim Zukunftsperspektiven in der freien Wirtschaft Einführung in das russische Recht

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1 Heft 02_11 August 2011 Zeitschrift des BDÜ Landesverbandes Bremen und Niedersachsen e. V. Übersetzen in der medialen Welt: Neues Master-Studium in Hildesheim Zukunftsperspektiven in der freien Wirtschaft Einführung in das russische Recht Gerd Altmann/PIXELIO

2 [ Editorial Richtigstellung Impressum ] Liebe Leser, es ist ein gutes Gefühl, gebraucht zu werden. Noch besser ist es, wenn man merkt, dass sich dadurch im Beruf auch neue Bereiche erschließen: Selbst in der global vernetzten Geschäftswelt, in der man davon ausgeht, dass sich Mitarbeiter auf Führungsebene mit Englisch ausreichend verständlich machen können, kann man sich immer mal wieder vom Gegenteil überzeugen. Ich wurde vor einiger Zeit zusammen mit einer deutschmuttersprachlichen Kollegin kurzfristig abgeordnet, bei einer Geschäftsführerkonferenz aus dem Englischen ins Deutsche simultan zu dolmetschen. Die organisierenden Kollegen waren davon ausgegangen, dass eine Verdolmetschung nicht notwendig sei, jeder könne ja Englisch. Es kamen jedoch Einwände von Teilnehmern aus osteuropäischen Ländern sowie sogar einigen (wenigen!) Deutschen! Also musste kurzfristig eine möglichst billige Lösung her. Wir hatten das zwar schon ein paar mal gemacht, jedoch auf sehr niedrigem Niveau, denn wir sind keine Dolmetscher, sondern festangestellte Übersetzerinnen. Jedoch stellte sich heraus, dass es (vor allem durch unser internes Firmenwissen) durchaus machbar war. Natürlich war die Qualität nicht mit der Arbeit professioneller Dolmetscher vergleichbar, aber die Teilnehmer waren überaus dankbar und das Feedback war nur positiv. Wir hatten das Gefühl, mit unserer Übertragung helfen zu können. Dass der Sprachmittlerberuf auch in Zukunft wichtig bleiben wird, sehen wir auch an den positiven Entwicklungen an der Uni Hildesheim. Ab dem Wintersemester startet ein neuer Studiengang, den wir in diesem Heft vorstellen. Außerdem lesen Sie ein Interview mit einem Vertreter eines Industrieunternehmens über die Zukunftschancen für Berufseinsteiger in den Bereichen Übersetzung/Technische Dokumentation. Lilia Bönnemann stellt das Handbuch Einführung in das russische Recht vor und gibt zahlreiche praktische Hinweise. Fer- [ Janna Burkart ] ner berichtet Dagmar Winzer von einer Veranstaltung zum Thema Literaturübersetzen in Oldenburg, die sie als fachfremde aber sprachbegeisterte Zuhörerin besuchte. Hier zeigt sich, dass das Übersetzen von Hause aus eher eine Tätigkeit im Hintergrund hin und wieder durchaus im Licht der Öffentlichkeit steht. Viel Spaß beim Lesen wünscht Janna Burkart Richtigstellung In der letzten Ausgabe von TransRelations wurde im Bericht über den Gerichtsdolmetschertag, bzw. über Dr. Radisoglous Vortrag über die Nürnberger Prozesse, der Name Göring fälschlicherweise mit h geschrieben. Wir bitten dies zu entschuldigen. Impressum Inhalt Jahresmitgliederversammlung des Landesverbandes... 3 Mit Kutschen durch s Watt... 4 ADÜ-Nord-Tage vom 20. bis 22. Mai in Hamburg... 5 Einführung in das russische Recht Firmen werben um Absolventen der Sprachstudiengänge... 8 Zukunftsperspektiven in der freien Wirtschaft... 9 Erweitertes Lehrangebot: Masterstudiengang Medientext und Medienübersetzung (MuM) Jede Übersetzung eine Verletzung? BDÜ: Mitgliederzahl klettert auf über Unsere Seminare auf einen Blick Neue Mitglieder unseres LV Übersetzer- und Dolmetschertreffen Herausgeber BDÜ Landesverband Bremen und Niedersachsen e. V. Adresse der Geschäftsstelle Weender Landstr , Göttingen, Planung und Redaktion Martina Korte, Leuschnerstr. 3, Oldenburg, Tel.: , bdue.de Janna Burkart, P.O. Box 41, NL-8260 AA Kampen, Tel.: +31 (0) , Anzeigenakquise BDÜ LV Bremen und Niedersachsen e. V., Barbara Crepon, Weender Landstr , Göttingen Tel.: , Layout, Satz und Druck satzwerk, Am Reinsgraben 3, Göttingen, Tel.: , Bildnachweis Gerd Altmann / PIXELIO (Titel) Peter Speijer (S. 2) Martina Korte (S. 3) Antje Günther (S. 4) Janna Burkart (S. 6) Christiane Zehrer (S. 8) Holger Thater (S. 9) TransRelations erscheint dreimal jährlich. Die nächste Ausgabe erscheint im Dezember Redaktionsund Anzeigenschluss: _2011

3 [ Unser Verband ] Jahresmitgliederversammlung des Landesverbandes am in Bremen Insgesamt 16 interessierte Mitglieder sowie der Vorstand des Landesverbandes hatten sich am Samstag, den , im Best Western Hotel zur Post am Bremer Hauptbahnhof eingefunden. Nachdem die einzelnen Vorstandsmitglieder über das Wirken des Verbandes im Allgemeinen und ihre jeweiligen individuellen Aufgaben im Speziellen berichtet hatten, der Jahresabschluss und der Bericht der Kassenprüferinnen gehört worden war, wurde der gesamte Vorstand einstimmig von den Anwesenden entlastet. Neben diesen Formalien gab es aber auch die Gelegenheit, verschiedene Themen zu besprechen, wie z.b. das neue Beeidigungsgesetz für Niedersachsen hier stand Jens Pape den Mitgliedern mit kompetentem Rat zur Seite, um Unsicherheiten auszuräumen. So kam beispielsweise die Frage auf, wie der Nachweis der Kenntnis der deutschen Rechtssprache zu erbringen sei (auch von Kolleginnen und Kollegen, die bereits seit Jahren als Gerichtsdolmetscher tätig sind). Nach Ermessen von Jens Pape lohne es sich nicht, gerichtlich gegen diese Regelung Einspruch zu erheben. Bedingungslos anerkannt sei jedoch die regelmäßig vom BDÜ Landesverband NRW ausgerichtete Summer School Rechtssprache sowie die Fachübersetzerprüfung der Universität Nürtingen-Geislingen. Zu den Bestrebungen, auch in Niedersachsen eine solche Summer School einzurichten, wurde von Vorstandsseite aus angemerkt, diese Schulung werde in NRW von erfahrenen Fachkräften mit gewisser Routine angeboten, und es sei möglicherweise ungünstig, hierzu eine Konkurrenzveranstaltung anzubieten. Rufe nach einer [ Der Vorstand, v.l.n.r.: Carol Hogg (Fortbildungsveranstaltungen), Jens Pape (Beeidigungen und JVEG), Gabriele Karstädt-Groß (1. Vorsitzende), Francisco Kuhlmann (Öffentlichkeitsarbeit), Antje Günther (Schatzmeisterin), Barbara Crepon (Geschäftsstelle) ] bundesweiten Vereinheitlichung des Beeidigungsgesetzes musste Jens Pape darauf verweisen, dass die Beeidigung von Dolmetschern und Ermächtigung von Übersetzern Landessache sei und mit dem föderalen Rechtssystem der Bundesrepublik zusammenhinge. Des Weiteren berichtete Carol Hogg von Schwierigkeiten, geeignete Räumlichkeiten für Seminare in Bremen zu finden Vorschläge hierzu werden weiterhin begrüßt. Auch für das nächste Neujahrstreffen des Verbandes werden gerne noch Anregungen entgegen genommen. Die JMV war außerdem eine tolle Gelegenheit zum Netzwerken: Das gemeinsame nebenbei bemerkt vorzügliche und ausgesprochen günstige Mittagessen bot beispielsweise einen schönen Rahmen zum Austauschen und Kennenlernen. So endete die Versammlung am Nachmittag in allgemein fröhlicher Stimmung. Martina Korte [ Mitglieder bei der JMV ] 02_2011 3

4 [ Unser Verband ] Mit Kutschen durch s Watt Sommerausflug nach Neuwerk Die schon zur Tradition gewordene Sommer-Exkursion führte uns in diesem Jahr auf die kleine Insel Neuwerk vor der Küste von Cuxhaven Am Samstag, den 25. Juni 2011 trafen sich ausflugsfreudige Kollegen samt Partnern und Kindern in Cuxhaven zu einer gemeinsamen Watt-Kutschenfahrt zur Insel Neuwerk. Nachdem die drei Kutschen nach einem ausgeklügelten System des Veranstalters bestiegen worden waren, startete der Treck pünktlich um 11:30 Uhr. Nach einer kurzen Sightseeing-Tour durch den Ortsteil Duhnen zogen die Pferde die Wagen am Duhner Sandstrand in das Watt. Während der anderthalbstündigen, dank anregender Unterhaltungen kurzweiligen Fahrt konnte man die Seeluft genießen, die spaghettiförmigen Sandhaufen der Wattwürmer zählen und kleine Krebse dabei beobachten, wie sie vor den Pferdekutschen und den zu Fuß durch das Watt wandernden Leuten Reißaus nahmen. Auf Neuwerk angekommen, musste sich selbstverständlich erst einmal gestärkt werden. Das Angebot der Inselgastronomie mit Bratwurst, Fischbrötchen, Erbsensuppe, selbstgebackenen Kuchen und warmen und kalten Getränken bot für jeden Geschmack das Passende. Einige Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, die Insel mit einem Rundgang zu erkunden, andere bestiegen den Leuchtturm, um sich einen Eindruck von oben zu verschaffen und den Ausblick auf die Küste zu genießen. Da sich das Wetter verschlechterte, trommelten die Kutscher die Teilnehmer nach knapp einer Stunde wieder zusammen und es ging zurück nach Cuxhaven. Trotz leichten Regens und starken Windes verrichteten die Pferde ihre Arbeit klaglos und alle kamen wohlbehalten wieder auf dem Festland an. Einige Teilnehmer nutzten die angebotene Gelegenheit, sich anschließend bei Kaffee und Kuchen im Strandhaus Döse aufzuwärmen und den schönen Tag ausklingen zu lassen. Uns allen hat der Tag an der See sehr gut gefallen und es zeigte sich einmal mehr, dass die Sommerveranstaltung immer eine gute Möglichkeit ist, mit den Kollegen abseits vom Berufsalltag in Kontakt zu kommen. Wir freuen uns auf eine Neuauflage im nächsten Jahr! Antje Günther 4 02_2011

5 [ Andere Verbände ] ADÜ-Nord-Tage vom 20. bis 22. Mai in Hamburg Köder sammeln in der Hansestadt Unter dem Motto Kompass ausrichten Frischer Wind oder bewährter Kurs? fanden vom 20. bis 22. Mai in Hamburg die 4. ADÜ-Nord-Tage statt. 165 Teilnehmer vorwiegend aus dem Norden der Republik, aber auch aus dem Ausland bevölkerten in diesen Tagen das Konferenzhotel im Hamburger Stadtteil Altona, um neue Impulse für den Beruf zu gewinnen. Translation is not about words translation is about what the words are about. Mit diesen Worten läutete Prof. Dr. Hans Schwarz aus Magdeburg-Stendal die Vortragsreihe ein. Demnach ist die zentrale Frage beim Übersetzen nicht Wie heißt das in der Zielsprache?, sondern Was ist das?. In diesem Sinne hat das Übersetzen eigentlich (fast) nichts mit Sprache zu tun, wie der Titel des Vortrags plakativ andeutete. In vielen Vorträgen und Workshops konnte man neue Tätigkeitsfelder kennen lernen, wie das eines interkulturellen Trainers oder technischen Redakteurs. Übersetzer und Dolmetscher verfügen bereits über viele Kompetenzen, die sie zusätzlich zum Übersetzen und/oder Dolmetschen anbieten können. Stellen wir uns mal die Frage: Wie können wir den Auftraggeber unterstützen?. Wenn wir im Ausgangsdokument formale, stilistische und/oder terminologische Inkonsistenzen feststellen, können wir dem Kunden beispielsweise anbieten, einen Styleguide zu erstellen so das Thema des Vortrags von Jörg Heinemann vom SprachKontor Hamburg. Neue Aufgabenbereiche aufzunehmen verlangt manchmal Mut, aber auch Neugierde sowie eine genaue Analyse der eigenen Kompetenzen, Fähigkeiten, Stärken, Qualifikationen etc. Verkaufs- und Persönlichkeits-Trainerin Petra Lehmann bezeichnete in ihrem Workshop Selbstmarketing dieses Bewusstwerden der eigenen Kompetenzen und Stärken als Köder sammeln. Wenn wir unsere Köder zusammen haben, können wir uns überlegen, welche Fische (potentielle Kunden) im Becken schwimmen, und welche davon wir angeln möchten. Dabei ist es wichtig, nur mit Ködern zu angeln, die dem Fisch schmecken. Es empfiehlt sich außerdem, 10 Minuten Zeit zu nehmen, um 40 seiner Erfolge aufzuschreiben. Denn wer andere von sich überzeugen will, muss zunächst von sich selbst überzeugt sein. Auch der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen kam nicht zu kurz. In den Pausen, beim Abendprogramm sowie im Netzwerk- Café gab es reichlich Gelegenheit, bekannte Gesichter zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. Eine Kollegin erzählte mir begeistert von der Betriebsbesichtigung bei Airbus am Freitag, dass sie nun weniger Angst hätte zu fliegen, da die Sicherheitsund Backupsysteme ausführlich erläutert wurden. An gutem Essen fehlte es in den Pausen nicht, und auf der Terrasse konnte man zwischendurch ein paar Sonnenstrahlen einfangen. Nach drei intensiven Tagen bin ich mit vielen neuen Impulsen, neuen Kontakten und neuer Motivation in den Berufsalltag zurückgekehrt. Dank an die Veranstalter für die hervorragende Organisation! Lone Møller Hensel 02_2011 5

6 [ Rezension ] Einführung in das russische Recht Der Anfrage des Landesverbandes Bremen und Niedersachsen, eine Rezension über das Buch Einführung in das russische Recht zu schreiben, bin ich mit großer Freude nachgekommen. Obwohl keine Juristin, habe ich dennoch über zwei Jahrzehnte immer wieder mit Interesse bei unterschiedlichen juristischen Angelegenheiten als Dolmetscherin und Übersetzerin mitgewirkt. Ob ein notarieller Kaufvertrag für den Erwerb von Häusern durch betuchte russische Bürger in Berlin, ein Rechtshilfeersuchen einer deutschen Staatsanwaltschaft bei Kollegen in Moskau, die Vernehmung eines jungen moldauischen Diebs in der JVA Hameln oder eine TKÜ-Maßnahme (Telefon- und Kommunikationsüberwachung) bei Strafverfahren gegen russischsprachige Bankräuber man hat in unserer Branche erstaunlich viel mit den rechtlichen Aspekten des Lebens zu tun. Ich würde sogar behaupten, dass sich der Beruf eines Dolmetschers und Übersetzers heutzutage mehr als die meisten anderen Berufe das Segment Recht tangiert. Unter vielen Dutzenden von Wörterbüchern, die noch aus der guten alten Zeit, von vor der Internet-Ära stammen, gehörte bei mir zu den meist strapazierten gerade das Deutsch- Russische Rechtswörterbuch... Vor diesem Hintergrund nahm ich sehr gerne das Buch, das Frau Prof. Dr. Nußberger herausgegeben hat, in die Hand und widmete mich mit großem Interesse der Aufgabe, das Buch meinen Kollegen im BDÜ vorzustellen. Zuerst erzählte ich meinem Sohn, der Recht studiert und sich für Russland interessiert, von dieser Aufgabe. Schnell stellte ich fest, dass der Name Nußberger ihm sehr gut vertraut ist. Sie ist ja gerade als Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gewählt worden, sagte er mit merklicher Achtung in der Stimme, und sie zählt zu sehr aufmerksamen Beobachtern und Kritikern der russischen Rechtskultur. Weitere Auskunft über die Herausgeberin und Mitautorin gab mir Wikipedia. Schon die erste Zeile sagt viel aus: Angelika Helene Anna Nußberger (* 1. Juni 1963 in München) ist eine deutsche Rechtswissenschaftlerin und Slawistin. Diese 6 Grundlage, diese Verbindung hat den umfassenden Überblick über das russische Recht möglich gemacht. Das Buch erschien im September 2010 im Beck-Verlag in der Schriftenreihe der Juristischen Schulung und wird auf der Homepage des Verlags als Lehrbuch und Studienliteratur präsentiert. Die Zeitgemäßheit dieser Publikation begründet die Herausgeberin damit, dass das gesamte Rechtssystem in der Russischen Föderation in den beiden letzten Jahrzehnten (nach der Unabhängigkeit im Jahr 1991) grundlegend reformiert wurde. Aufgrund dessen ist nunmehr der geeignete Zeitpunkt gekommen, um das russische Recht in seiner Gesamtheit dem deutschsprachigen interessierten Publikum vorzustellen. Dabei gilt es, einerseits einen Überblick über das geltende Recht zu geben, andererseits aber den Leser auch mit den Besonderheiten der russischen Rechtskultur vertraut zu machen. Mit der Einführung in das russische Recht haben die Verfasser versucht, eine Momentaufnahme der bestehenden Regelungen zu geben und auf Grundstrukturen und Besonderheiten zu verweisen, die aus rechtsvergleichender Perspektive von besonderem Interesse sind. Zu den Autoren des Buches zählen insgesamt sieben deutsche und russische Juristen, die sich bestens in der Materie auskennen; jeder von ihnen legt ein bestimmtes Rechtsgebiet dar. Die Gesamtregie der Ausgabe lag bei Frau Nußberger, die bis vor kurzem noch das Institut für Ostrecht an der Universität zu Köln leitete (zum wechselte sie nach Straßburg). Sie hat auch das Vorwort und die Schlussbetrachtung sowie die ersten fünf Kapitel geschrieben (Rechtsgeschichte, Rechtsquellen, Staats- und Verfassungsrecht und völkerrechtliche Bezüge). Einschließlich Einleitung und Schlussbetrachtung besteht das Buch insgesamt aus sieben Teilen, in denen öffentliches Recht, Lektüretipp Einführung in das russische Recht Lehrbuch / Studienliteratur Herausgegeben von Angelika Nußberger, Schriftenreihe der Juristischen Schulung, Bd. 156, Verlag C.H. Beck München 2010, Buch. XX, 357 Seiten, kartoniert, 49,90 Euro ISBN Zivilrecht, Wirtschaftsrecht, Zivilverfahrensrecht sowie Straf- und Strafprozessrecht erörtert werden. Es handelt sich hier um eine umfassende Darstellung und Analyse des geltenden russischen Rechts. Wenn man ein Faible für diese Materie hat, wenn man sich mit der russischen Geschichte und dem sowjetischen Staat aufgrund seiner Herkunft verbunden fühlt, wenn man berufl ich oft mit juristischen Themen zu tun hat, dann liest sich dieses Buch tatsächlich fast genauso spannend wie ein Krimi. Die Frage, die ich mir von Anfang an stellen musste, lautete: Wie kann dieses Buch Hunderten meiner Kollegen bei der Aus übung unseres Berufes helfen? Welchen Nutzen können wir aus diesem Werk ziehen? Der allerwichtigste Nutzen ist die geballte Information zum russischen Recht, und zwar Information in Form eines Nachschlagewerkes. Zum ersten Mal seit vielen Internet-Jahren hatte ich das befriedigende Gefühl, mit dem Buch eine Art Leitfaden in der Hand zu halten. Bei Tausenden von einzelnen Fragen, mit denen wir berufl ich tagtäglich konfrontiert werden, greifen wir auf Suchmaschinen oder Wikipedia zurück. Aber manchmal ist es nützlich, ein Buch in der Hand zu haben, dem man auch Vertrauen schenken kann. 02_2011

7 [ Rezension ] Wissenschaftliche Bücher wie dieses und der Beck-Verlag geben uns das Gefühl des Vertrauens zum Wissen, das wir auf diese schöne, traditionelle Weise beziehen können, im Gegensatz zum nicht strukturierten und bei weitem nicht immer verlässlichem Wissen aus dem Internet. Angelika Nußberger definiert in ihrem Vorwort den Nutzwert des Buches so: Die vorliegende Darstellung stellt die Strukturen der russischen Rechtsordnung vor, ermöglicht einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Informationen und soll mit Hilfe von detaillierten Verweisen auf weiterführende Literatur helfen, auch auf konkrete Fragen Antworten zu finden. Damit richtet sich das Buch gleichermaßen an Rechtspraktiker und Rechtstheoretiker, insbesondere auch an diejenigen, die an Rechtsvergleichung interessiert sind. Ein weiterer wichtiger Nutzaspekt für Übersetzer ist die zweisprachige juristische Terminologie. Wenn man nicht sehr genau mit der zu übersetzenden Materie vertraut ist, steht man oft vor dem Problem, welche der im Wörterbuch oder im Internet gefundenen Übersetzungen die fachlich richtige wäre. Dieses Problem wird mit der Einführung in das russische Recht behoben, vorausgesetzt, man weiß, wo und wonach man sucht. Denn das Buch enthält (leider!) kein Glossar, dafür werden alle erläuternden Begriffe in Deutsch und in Russisch (in der Transliteration) angegeben. Wenn jemand z.b. die adäquate russische Übertragung für vererblicher Erbgrundbesitz auf Lebenszeit wissen möchte, dann findet man hier eine zu 100% sichere Übersetzung, und zwar denjenigen Begriff, der im russischen Zivilgesetzbuch steht: požiznennoe nasleduemoe vladenie zemel nym učastkom (den Begriff Erbgrundbesitz habe ich übrigens weder im online-wörterbuch multitran noch bei Abbyy Lingvo noch im Deutsch-Russischen Rechtswörterbuch gefunden). Allerdings ergibt sich hier eine erhebliche Schwierigkeit: Da das zu besprechende Buch nicht für uns, die Übersetzer, sondern für Rechtsinteressierte bestimmt ist, enthält es eben wie schon erwähnt kein Glossar. Auch das Sachverzeichnis auf sechseinhalb Seiten ist für ein so umfassendes Werk nach meinem Gefühl viel zu kurz geraten es enthält zu wenig Begriffe zum Nachschlagen. Mit anderen Worten, in puncto Terminologie kann uns dieses Buch nur dann behilflich sein (aber dann richtig gut!), wenn die suchende Person sehr genau weiß, wo und wonach sie suchen muss. Im obigen Beispiel wäre also die Kette: Zivilrechtí Sachenrechtí dingliches Recht zu verfolgen, was, ehrlich gesagt, den realistischen Zeitrahmen bei Übersetzungen schon sprengen würde. Nichtdestotrotz sehe ich in der zweisprachigen Benennung von vielen Begriffen eine wichtige Stütze für uns, auf die man zurückgreifen sollte. Zu erwähnen wäre hier noch der Umstand, dass sich die Autoren nicht für die ISO-, sondern für die DIN-Norm der Transliteration entschieden haben. Als weiteren Nutzen sehe ich auch die Orientierungshilfe, die wir unseren Kunden (insbesondere denen aus den klein- und mittelständischen Unternehmen, die sich in Russland engagieren) bieten können. Schon alleine der Hinweis auf das Vorhandensein dieses Buches kann ein guter Tipp zur Orientierung in der komplizierten Russland-Materie sein! Für all diejenigen Kollegen, die nicht nur ein praktisches Interesse haben, sondern sich auch für geistige Motive begeistern können, vermittelt das Buch das schöne Gefühl neuer Erkenntnis, der Wissensaufnahme, die für mich persönlich ein reiner Genuss war. So habe ich z.b. das Kapitel Rechtsgeschichte und Rechtskultur in Russland, das dieses Buch eröffnet, wahrgenommen. Es ist eine Darstellung der Besonderheiten der russischen Rechtskultur, die aus den geschichtlichen, philosophischen, psychologischen und sozialen Wurzeln abgeleitet wird. Das, was ich bisher in meinem tiefen Inneren dem russischen Recht gegenüber stumpf empfunden habe, wurde endlich in Worte gefasst: Die Unterschiede zwischen dem russischen Recht und der kontinentaleuropäischen Tradition liegen in erster Linie in der Einstellung zum Recht sowohl von Seiten der Bürger als auch von Seiten des Staates... Recht hat erkennbar einen anderen Stellenwert in der gesellschaftlichen Wirklichkeit als in anderen Staaten, mag auch das Staatsziel des Rechtsstaates hier wie dort an prominenter Stelle in der Verfassung verankert sein. Kurz und verständlich wird z.b. der sogenannte Rechtsnihilismus, ein verbreitetes Phänomen der russischen Rechtskultur, charakterisiert: Recht ist nichts, das ist das Credo; Recht und Gerechtigkeit haben wenig oder nichts miteinander zu tun. Was in Gesetzen niedergeschrieben ist, braucht nicht befolgt zu werden, es sei denn, man wird dazu mit physischer Gewalt gezwungen. Ich musste richtig schmunzeln, als ich das gelesen hatte, denn genau das ist die Grundlage der komplizierten Beziehungsprobleme zwischen sehr vielen russischen Bürgern (egal in welchem Land der Erde sie wohnen) und dem jeweiligen Staat. Russlands Bürger hatten in der ganzen russischen Geschichte keine zu positiven Erfahrungen mit Recht machen können dem Recht, das sie auch vor dem Staat schützt. Das Wort Rechtschutz wurde und wird heute noch in Russland von niemandem besonders ernst genommen. Vielmehr herrscht tiefstes Misstrauen russischer Bürger gegenüber ihrem Staat und seiner Rechtsorgane. Der historische Abriss der Rechtsentwicklung ist ebenfalls lehrreich: Vom Recht der Kiewer Rus` über das Russische Imperium und bis zum heutigen Tage man erfährt viele rechtliche Grundlagen und kann so z.b. verstehen, welche rechtlichen Möglichkeiten Präsident Medwedew zur Verfügung standen, als er den allmächtigen Bürgermeister von Moskau Jurij Luschkow absetzte. Das Buch enthält kurze und verständliche Kommentare zu praktisch allen Rechtsgebieten. Ich nenne nur einige von ihnen, mit denen Übersetzer oft konfrontiert werden: Vertragsrecht, Sachenrecht (hierher gehört u.a. das Immobilienrecht), Erb- und Familienrecht, Handelsrecht, Registerrecht, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Kapitalmarktrecht, Zivilverfahrensrecht, Straf- und Strafprozessrecht. Zusammenfassend kann man sagen, dass dieses Buch dem Leser eine gute Darstellung des geltenden russischen Rechts in einer systematischen und verständlichen Form vermittelt. Die ruhige, klare und neutrale Darlegungssprache der Autoren verstärkt die positive Einstellung gegenüber dem Buch. Allen an rechtlichen Fragen interessierten Kolleginnen und Kollegen kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen: Ich selbst bin glücklich, es zu besitzen und möchte es nicht mehr missen! Lilia Bönnemann, Hannover 02_2011 7

8 [ Uni Hildesheim ] Firmen werben um Absolventen der Sprachstudiengänge Berufsinformationstag der tekom am Bühler-Campus in Hildesheim Über hochinteressanten Besuch konnten sich die Studierenden der Sprachstudiengänge und das Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation freuen. Am Dienstag, den 10. Mai richtete das Institut gemeinsam mit dem Fachverband für technische Kommunikation (tekom) und der FH Hannover einen Berufsinformationstag aus. Firmenvertreterinnen und -vertreter stellten ihre Arbeit als Technische Redakteur/-innen vor. Das Beste aber: Sie hatten auch eine große Anzahl von Stellenund Praktikumsangeboten im Gepäck! Unter den Vortragenden waren auch drei Absolventinnen der Uni Hildesheim. Hanna Brüning hat erst vor rund einem Jahr den Master Sprachen und Technik abgeschlossen. Jetzt erstellt sie bei Aerotec, einem Unternehmen für Ingenieur- und Dokumentationsdienstleistungen, Wartungsanleitungen für Airbus. Carola Loth war am Dienstag als Vertreterin der Firma Dräger zu Gast und ist Absolventin des Diplomstudienganges Internationale Fachkommunikation. Als Verantwortliche für das Übersetzungsund Terminologiemanagement schilderte sie den mehrsprachigen Dokumentationsprozess bei Dräger. Beide suchen händeringend neue Kolleginnen und Kollegen. Die Chancen für Absolvierende und abschlussnahe Studierende der Sprachstudiengänge stehen also gut! Doch auch wer noch nicht konkret nach einer Einstiegsposition suchte, konnte Einiges von der Veranstaltung mitnehmen. Anja Schunke, die dritte Hildesheimer Absolventin (Diplom IFK) berichtete, wie sie vom Übersetzen zur Technischen Redaktion kam, und freute sich über die mannigfaltigen Tätigkeitsbereiche, die sie sich damit erschlossen habe. Ein vielseitiges Bild von der Technischen Dokumentation zeichnete auch Ulrike Kavemann. Sie ist bei Volkswagen für Dokumentation und Übersetzung in der Technischen Entwicklung verantwortlich. Mit ihrer Diplomarbeit (IFK an der FH Flensburg) hatte sie sich das Ziel gesetzt, die Übersetzungsabteilung des Unternehmens professioneller zu machen. Heute leitet sie ein Team aus 7 internen und bis zu 30 externen Übersetzer/-innen. Kavemann koordiniert große Projekte, in denen manchmal 1000 Seiten Dokumentation in kürzester Zeit übersetzt werden müssen. Ihre Abteilung pflegt auch die VW-Terminologiedatenbank. Am nächsten dran an der Entwicklung sind Kavemann und ihr Team aber beim Produktdatenmanagement : Bemerkt ein Techniker oder Monteur ein Problem bei der Produktion, stellt er dies in eine große Datenbank ein. Kavemanns Team formuliert die Eingaben dann so um, dass sie irrtumsfrei zu verstehen sind tagesaktuell und wenn nötig an Produktionsstandorten rund um den Globus. Endverbraucher sehen Kavemanns Arbeit, wenn sie auf der VW-Website mit dem Konfigurator ihr Traumauto zusammenstellen: Viele Bezeichnungen für Ausstattungsoptionen hat ihr Team ersonnen. Den Abschluss machte Duane Eilertson, der über Simplified Technical English (STE) sprach. Diese kontrollierte Sprache wird in der Luftfahrtindustrie zur Beschreibung von Wartungsarbeiten und für Handbücher eingesetzt, um sich Übersetzungsaufwand zu sparen. Eilertson ist Mitglied der STE Maintenance Group, die die Sprache begründete und nun weiterentwickelt. An einigen Beispielen führte Eilertson vor, wie aus normalem simplified ( vereinfachtes ) Englisch wird: Jedes Wort nur als eine Wortart benutzen (z.b. work als Substantiv und nicht als Verb) um eventuelle Doppeldeutigkeiten auszuschließen. Substantive zwecks Verdeutlichung durch einen Artikel kennzeichnen ( the lower fasteners ist nicht dasselbe wie lower the fasteners aber lower fasteners lässt beide Interpretationen zu). Wenn möglich, komplizierte Sachverhalte in Tabellenform darstellen. Eilertson schloss mit dem Tipp, auch normale englische Texte in Anlehnung an STE zu schreiben um sie klarer und einfacher zu gestalten. An die Zuhörenden teilte er [ Stellte iheren Arbeitgeber ehemaligen Mitstudierenden vor: Hanna Brüning ] [ Jobangebote im Gepäck: IFK-Absolventin Carola Loth arbeitet jetzt bei Dräger ] einen entsprechenden Merkzettel aus eine augenzwinkernde und gleichzeitig nützliche Erinnerung. Christiane Zehrer, Institut für Übersetzungswissenschaft und FachKommunikation 8 02_2011

9 Zukunftsperspektiven in der freien Wirtschaft Absolventen des Studienganges Übersetzen sind nach wie vor gefragt [ Berufsperspektiven ] Interview mit Holger Thater, Technical Unit Manager für den Bereich Industrial Publications, bei AEROTEC Engineering GmbH, einem Ingenieur-Dienstleistungsunternehmen, dass neben Engineering-Aktivitäten Technische Dokumentationen für die Luftfahrtindustrie und den Maschinen- und Anlagenbau erstellt. Herr Thater hat neben seiner Tätigkeit als technischer Redakteur bei einigen Unternehmen die Schnittstelle Redaktion/Übersetzung aufgebaut, Translation Memory Systeme eingeführt und die so geschaffene Stelle an einen Übersetzungsmanager übergeben. Die eingestellten Mitarbeiter waren in vielen Fällen Absolventen der Uni Hildesheim. TransRelations: Herr Thater, Sie arbeiten seit mehr als 20 Jahren im Bereich der Technischen Dokumentation für verschiedene Unternehmen. Welche Tätigkeiten muss in Ihrem Unternehmen ein Übersetzungsmanager übernehmen? Holger Thater: Da wir als Dienstleitungsunternehmen tätig sind, ist ein wichtiger Punkt die Betreuung unserer Kunden im Übersetzungsbereich, insbesondere die Pflege einer guten Kundenbeziehung. Die Haupttätigkeiten vor der Auftragserteilung sind die Analyse der Kundendateien mit Hilfe der TM-Systeme Transit und Trados und Auftragsklärung, daraus resultierend die Angebotskalkulation und -erstellung sowie die Auswahl eines geeigneten Übersetzers nach Sprachrichtung und Fachgebiet. Nach der Auftragserteilung gehören die Beauftragung des Übersetzers und des Proofreaders, die Schnittstellenfunktion zwischen Übersetzer und Kunde zur Klärung von Fragen, Terminüberwachung, Prüfung, ggf. Layout und Auslieferung der Übersetzung zu den weiteren Aufgabengebieten. Ein weiterer Kernpunkt ist der Ausbau des Übersetzerpools anhand von bewerteten Probeübersetzungen sowie die Pflege der kundenspezifischen Translation Memories und Terminologie. TransRelations: Welche Kernqualifikationen muss in Ihren Augen ein Übersetzungsmanager in der Technischen Dokumentation mitbringen? Holger Thater: In erster Linie ist eine gute Kommunikationsfähigkeit in deutscher und englischer Sprache sowie möglichst praktische Erfahrung im Umgang mit einem der gängigen TM-Systeme, idealerweise auch mit einem der häufig vorkommenden DTP-Systeme (z.b. FrameMaker) wichtig. Weiterhin sind eine gute Selbstorganisation, effektives Projektmanagement und eine eigenständige Arbeitsweise von entscheidender Bedeutung. Auch ein gutes Verständnis von finanziellen Zusammenhängen schadet nicht, vor allem im Zusammenhang mit der Angebotserstellung sowie der Beurteilung von Einkaufspreisen in Bezug auf die aktuelle Marktsituation. TransRelations: Wie wichtig ist die Spezialisierung auf Technik? Holger Thater: Da der Übersetzungsmanager in unserem Hause nicht selber übersetzt, höchstens in Ausnahmefällen einmal ein Proofreading in seiner Muttersprache durchführt, ist die Technik-Spezialisierung an dieser Stelle nicht höchste Priorität. Da wir aber ausschließlich Kunden aus dem technischen Bereich haben, ist ein gutes Technikverständnis auf jeden Fall hilfreich bei der Klärung technischer Fragen von Seiten des Übersetzers. TransRelations: Sie haben bereits mehrmals Absolventen der Uni Hildesheim für die Tätigkeit des Übersetzungsmanagers eingestellt. Was hat diese Absolventen in Ihrer Erfahrung so qualifiziert? Holger Thater: Nicht nur im Bereich Übersetzungsmanagement. Bei der AEROTEC Engineering GmbH ist sogar die Mehrzahl der Absolventen der Uni Hildesheim, insgesamt derzeit elf, als Technische Redakteure im Bereich der Luftfahrtdokumentation tätig. In diesem Bereich sind neben einem guten Technik-Background mindestens gute Englischkenntnisse von entscheidender Bedeutung, da direkt in englischer Sprache (Simplified Technical English) dokumentiert wird. Der Studienzuschnitt der Uni Hildesheim, speziell im Masterstudiengang (früher Diplom), mit dem großen Technikschwerpunkt Maschinenbau/Elektrotechnik zusammen mit sehr guten Englischkenntnissen plus einer weiteren Fremdsprache passt sehr gut in unser Anforderungsprofil sowohl im Bereich des Übersetzungsmanagements als auch im redaktionellen Bereich. TransRelations: Kann man also sagen, die Uni Hildesheim bereitet ihre Studenten gut auf die Arbeitswelt vor? Holger Thater: Wir haben diesbezüglich gute Erfahrungen gemacht und sind daher oft zum Wiederholungstäter aus Überzeugung bei der Einstellung von Absolventen der Uni Hildesheim geworden. TransRelations: Was für ein Abschluss ist in Ihren Augen notwendig, um sich auf eine solche Stelle in Ihrem Unternehmen zu bewerben? Holger Thater: Auf jeden Fall der Masterstudiengang Sprachen und Technik, idealerweise mit Ergänzungsfach Technische Redaktion. TransRelations: Warum ist ein BA nicht ausreichend? Holger Thater: Die Technikausprägung fehlt deutlich im BA-Studienzuschnitt. Erst im Masterstudiengang wird der Technikbackground m.e. ausreichend ausgeprägt. TransRelations: Herr Thater, wir danken herzlich für dieses Gespräch! Janna Burkart 02_2011 9

10 [ Uni Hildesheim ] Erweitertes Lehrangebot: Masterstudiengang Medientext und Medienübersetzung (MuM) Übersetzen in der medialen Welt Übersetzen mit Zukunft! Zum Wintersemester 2011 / 2012 beginnt an der Uni Hildesheim ein deutschlandweit einzigartiger Studiengang, der Übersetzungswissenschaft, Medienlinguistik und Medienwissenschaft verbindet. Dank seiner berufs- und zugleich forschungsorientierten Ausrichtung qualifiziert er gleichermaßen für Berufe der Textarbeit und des Übersetzens für ein breites Spektrum von Medienprodukten wie auch für ein anschließendes Promotionsstudium oder eine Dozententätigkeit. In den letzten Jahren haben sich die Medien und die Rolle der Sprache darin entscheidend verändert. Texte treten immer häufiger in Kombination mit Bildern, Grafiken und Ton auf. Dies gilt für die klassischen Massenmedien ebenso wie für die Neuen Medien. Mit dieser Entwicklung gehen auch neue, spezifische Anforderungen an professionelle Übersetzer und Texter einher. Der Master Medientext und Medienübersetzung bietet die Möglichkeit, die dafür nötigen Kompetenzen zu erwerben: Er vermittelt vertiefte Einsichten in die besondere Beschaffenheit verschiedenartiger Medientexte und ein geeignetes analytisches Instrumentarium. Was diesen Studiengang auszeichnet, ist seine bundesweit einzigartige Verbindung von Übersetzungswissenschaft, Medienlinguistik und Medienwissenschaft. Neben Einblicken in Medienkulturgeschichte und Medienästhetik bilden Fragen der Medienlinguistik, der gesprochenen Sprache sowie der Theorie und Praxis der audiovisuellen Übersetzung die zentralen Gegenstände des Studiums. In praktischen Übungen und Workshops werden Untertitel angefertigt und mit professioneller Software gearbeitet. Im Rahmen einer Schreibwerkstatt wird textproduktive Kompetenz geschult. Fremdsprachlichen Fähigkeiten werden erweitert und wichtige Schlüsselqualifikationen erworben. Die derzeit angebotenen Fremdsprachen sind Englisch, Französisch und Spanisch, aus denen eine oder zwei Sprachen ausgewählt werden können. Die Zielsprache für alle Übersetzungen ist Deutsch. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen über fremdsprachliche Kompetenzen in einer oder mehreren der drei Arbeitssprachen mindestens auf Niveau B2 verfügen. Im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss eines BA-Studiums (in einem Übersetzungsstudiengang, einem fremdsprachlich-philologischen, medienwissenschaftlichen oder literaturwissenschaftlichen Studiengang) führt der akkreditierte Masterstudiengang in neun Modulen (aus 10 angebotenen) zu einem Master of Arts. Die Module und ihre Inhalte im Einzelnen: 1. Medienwissenschaft Kulturgeschichtliche Perspektive mit Medien und Medieninstitutionen, Medienprodukte in anderen Kulturräumen und Fragen der Medienästhetik. 2. Medienlinguistik Sprache und Kommunikationsformen in verschiedenen Medien und Bezüge zwischen Sprache, Bild und Ton _2011

11 [ Uni Hildesheim ] 3. Gesprochene Sprache und Übersetzen Vielfältige Erscheinungsformen gesprochener Sprache in audiovisuellen Medien und spezifi sche Fragen, die sich für das Übersetzen von gesprochenen Texten, z.b. Dialogen, stellen. 4. Theorie und Praxis der audiovisuellen Übersetzung Theoretische Fragen der audiovisuellen Übersetzung und das praktische Erstellen, insbesondere von Untertiteln, zu fremdsprachigen multimodalen Texten. 8. Perspektiven: Sprache Information Kultur Forschungsorientiertes Diskussionsforum mit Gastvorträgen und Kolloquien. 9. Praktikum Mindestens 6-wöchiges Praktikum in einer einschlägigen Institution oder Firma. Kann im In- oder Ausland absolviert werden. 10. Abschlussmodul Master-Arbeit und eine mündliche Prüfung zum Abschluss des Studiums. Mit der weltgrößten Messe für Technische Kommunikation! Bei Vorlage dieser Anzeige erhalten Sie eine kostenlose Eintrittskarte für die Messe. Jahrestagung mit 2011 Rhein-Main-Hallen, Wiesbaden Oktober Audiovisuelle Übersetzung und weitere Fremdsprache Modul für diejenigen, die sich nicht nur für das Übersetzen von Medientexten aus einer, sondern aus zwei der Fremdsprachen Englisch, Französisch oder Spanisch qualifi zieren wollen. 6. Theorie und Praxis der barrierefreien Kommunikation Übersetzen von gesprochenem in geschriebenen Text derselben Sprache, um z.b. Filme für Hörbehinderte zugänglich zu machen, und das Übersetzen von Bildelementen in gesprochene Sprache, damit Sehbehinderten visuelle Anteile von Medienprodukten vermittelt werden können. 7. Textarbeit in der internen Unternehmenskommunikation Multimodale und fragmentierte Texte, die in der fi rmeninternen Kommunikation zum Einsatz kommen darunter auch fachlich geprägte Texte, die aus anderen Sprachen übersetzt werden, wie z.b. in Schulungsvideos. Die Wahlmöglichkeit zwischen mehreren Studienschwerpunkten eröffnet den Absolventinnen und Absolventen vielfältige Berufsperspektiven in einer sich rasch entwickelnden Medienbranche: das Untertiteln von Spiel- und Dokumentarfi lmen sowie von Fernsehserien für unterschiedliche Trägermedien und Zielgruppen; die Erstellung von Untertiteln für Hörgeschädigte; die Live-Untertitelung von direkt übertragenen Fernsehsendungen oder auch die Übertitelung von Theaterproduktionen. Weitere interessante Tätigkeitsfelder sind die Audiodeskription das Erstellen von Filmbeschreibungen für Sehgeschädigte oder das Übersetzen von Drehbüchern sowie von Audioguides für Museen. Zusätzliche Perspektiven bieten sich in der zunehmend multimedial ausgerichteten Verlagsbranche, die neben dem klassischen Buchmedium digitalisierte und multimodale Produkte wie Games, Comics oder Hörbücher anbietet. Neben der Arbeit als Sprachmittler im Kultur- und JT11_TransRelations_4c.indd :50:55 Medienbereich qualifi ziert der Master Studiengang auch für Tätigkeiten in internationalen Unternehmen als Texter oder Übersetzer von audiovisuellen Dokumenten, die in der internen Unternehmenskommunikation genutzt werden. Janna Burkart Hinweis Weitere Informationen sind auf der Webseite erhältlich. Quelle: Universität Hildesheim TransRelations 02_

12 [ Anzeige ] Das neue Wörterbuch Übersetzen richtig und effektiv Der umfangreiche Anhang Fax-Coupon Bestellen Sie bei Ihrem Buchhändler oder bei: beck-shop.de 12 02_2011

13 [ Literatur ] Jede Übersetzung eine Verletzung? Lesung und Werkstattgespräch in Oldenburg Im Frühjahr 2011 erschien im Züricher Verlag Kein & Aber der Roman Zola Jackson von Gilles Leroy, aus dem Französischen übertragen von Xenia Osthelder. Das LiteraturKabinett für Frauen in Oldenburg hatte am zu Lesung und Werkstattgespräch mit der Übersetzerin eingeladen. Nach einer kurzen Einleitung und Vorstellung von Xenia Osthelder durch die Gastgeberin Dr. Uta Fleischmann folgte zunächst die Lesung des Romans Zola Jackson. Frau Osthelder begann mit einer kurzen Inhaltsangabe des Werkes und las dann aussagekräftige Ausschnitte des Buchs, für das der Autor die Erzählperspektive seiner weiblichen Protagonistin einnimmt. In dieser Geschichte erlebt die innerlich zerrissene Zola Jackson das Herannahen und den Verlauf des Hurrikans Katrina im Jahr Nach dem Verlust von Mann und Sohn hat sich die ehemalige Lehrerin von der Außenwelt zunehmend entfernt. Der Roman springt von Erinnerungen in Träume, von der Beschreibung der realen und zunehmenden Bedrohung des Hurrikans zu Tagträumen und Gedankenfetzen. Die Zuhörerinnen wurden während der Lesung mehr und mehr in die zerfaserte Existenz der Zola Jackson hineingezogen. Doch bevor der Vorläufi ge Schluss des Autors, so der Titel des Kapitels, zu viel verraten konnte, wurde die Lesung durch Xenia Osthelder beendet, und es schloss sich das Werkstattgespräch an. Für das Publikum hatte sich bereits während der Lesung ansatzweise erschlossen, wie komplex die Übersetzung eines solch vielschichtigen Romans sein muss. Durch das folgende intensive Gespräch konnten die Einblicke vertieft werden. Die erste zeitaufwändige Phase einer literarischen Übersetzung ist für Xenia Osthelder das mehrmalige Lesen des Originals. Entscheidend ist dabei, ein Gefühl für den Ton des Textes, seinen Rhythmus, seine Prosodie, seine sprachlichen Eigenheiten insgesamt und die Sprache der verschiedenen Figuren im Einzelnen zu erlangen. Die feinen Konnotationen, die Nebenbedeutungen, das Netz von Assoziationen gilt es zu erfassen, denn all dieses macht den Unterschied eines Alltags- oder Fachtextes zu literarischer Prosa aus und nicht zuletzt seine Faszination. So gilt es zu prüfen, ob beispielsweise deutsche Fassungen von Ortsnamen existieren. Wählt der englische Text den Begriff Christmas Island, überlegt die Übersetzerin, ob das Original zu übernehmen oder die vorhandene Bezeichnung Weihnachtsinseln einzusetzen ist, die einen ganz anderen Klang und andere Assoziationen mitbringt. Eine Entscheidung hierzu kann immer nur im Zusammenhang des zu übertragenden Werkes abgewogen werden. Kommen sich zwei Figuren im Laufe der Handlung näher, muss in einem englischsprachigen Text der Punkt einer solchen Veränderung gefunden werden, der den Wechsel vom Sie zum Du eröffnet, um der Entwicklung im Roman Rechnung zu tragen. Eine ähnliche Schwierigkeit stellen Metaphern oder Sprachbilder dar. Arbeitet der Autor in der Quellsprache damit, sind diese meist nur für den ursprünglichen Kulturkreis in vollem Umfang verständlich. Die Übertragung sucht also ein Bild, das dem deutschen Leser die Möglichkeit einer gleichwertigen Assoziation gibt. An dieser Stelle brachte Frau Fleischmann das Zitat von Matthias Kramer ( ) zur Sprache, der schon im 18. Jahrhundert bemerkte: [ ] ein übersetzt buch ist ein verletzt buch. 1 Diese Aussage spiegelt viel von der Zwangslage wider, in der sich jede Übersetzerin und jeder Übersetzer befi ndet, und die zu sehr individuellen Vorgehensweisen in der Arbeit führt. In jeder Übersetzung, sagt Xenia Osthelder, kommt der Punkt, an dem ich das Original vollkommen bei Seite schiebe. Erst ganz zum Schluss erfolgt dann noch einmal der Abgleich mit dem Originaltext. Das Ergebnis war für die Zuhörerinnen äußerst überzeugend. Fazit des Abends: Interesse an Kulturen, Zusammenhängen, Historie und Sprache ist offenbar Grundvoraussetzung für eine gelungene literarische Übersetzung. Ein immer spannungsreiches, weites Feld. Zur Person Dagmar Winzer M.A. Ägyptologin, PR-Referentin Inhaberin der Internetagentur Textfürsorge, Oldenburg Gilles Leroy Geboren 1958, ist französischer Schriftsteller. Leroy wurde 2007 für sein zwölftes Werk Alabama Song (Deutsch bei Kein & Aber, 2008) mit dem renommierten französischen Literaturpreis Prix Goncourt ausgezeichnet. Zola Jackson von Gilles Leroy. Bei Kein & Aber, 2011 Beide Titel wurden von Xenia Osthelder ins Deutsche übertragen. Xenia Osthelder Seit 1992 freiberufl iche literarische Übersetzerin. Sie übersetzt Belletristik, Biografi en und gelegentlich auch populärwissenschaftliche Sachbücher zu historischen Themen sowie zu Seefahrts- und Umweltthemen. Dr. Uta Fleischmann Literatur- und Sprachwissenschaftlerin; seit 1983 freiberufl ich tätig, u.a. Lehraufträge an der Universität Oldenburg und der Fachhochschule Wilhelmshaven, Leiterin des LiteraturKabinetts im Künstlerhaus STAUBLAU in Oldenburg. 1) lt. Grimms Wörterbuch eine Anmerkung in einem seiner ital./niederl. Wörterbücher. 02_

14 [ Unser Verband ] BDÜ: Mitgliederzahl klettert auf über (Berlin, 16. Juni 2011) Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) wächst kräftig weiter: Mitte Juni 2011 zählt der Verband erstmals in seiner Geschichte über Mitglieder. Somit hat der BDÜ seine Mitgliederzahl in den letzten zwei Jahren um gut Sprachmittler gesteigert das bedeutet einen Zuwachs von mehr als 15 Prozent seit Dieser Wachstumstrend hält schon seit einiger Zeit an. Im Jahr 2006 hatte der Verband noch gut Mitglieder; 2009 waren bereits über Dolmetscher und Übersetzer im Verband organisiert. Hinweis Hinweis: Seminarbeschreibungen und Anmeldeformulare erhalten Sie unter Diese Zahlen zeigen, dass der Verband auf dem richtigen Weg ist, so André Lindemann, Präsident des BDÜ. Als Gründe für das starke Wachstum nennt er insbesondere die guten Serviceleistungen für Dolmetscher und Übersetzer, die der Verband seit 2006 kontinuierlich ausgebaut hat. Lindemann: Das umfangreiche Fortbildungsangebot des BDÜ bringt viele neue Mitglieder. Mittlerweile biete der Verband über seine Mitgliedsverbände mehr als 200 Seminare in ganz Deutschland speziell für die Zielgruppe der Dolmetscher und Übersetzer. Auch die Datenbank des BDÜ im Internet sei für viele Sprachmittler ein Grund, Mitglied im Verband zu werden. Aus Befragungen sei bekannt, dass viele Mitglieder über die Datenbank Aufträge erhalten und die Mitgliedschaft somit auch der Akquise diene. Über spezielle Informationsangebote für Existenzgründer und Veranstaltungen für Studenten kämen außerdem immer mehr junge Leute in den Verband. Der BDÜ-Präsident betont: Dieser starke Zuwachs funktioniert nur über die gute regionale Arbeit unserer Mitgliedsverbände. Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer ist Dachverband von 13 Mitgliedsverbänden, die überall in Deutschland präsent sind. Der Verband nimmt die gute Entwicklung der Mitgliederzahlen als Ansporn. Lindemann: Wir werden die Leistungsangebote kontinuierlich ausbauen und uns weiterhin engagiert für die Belange von Dolmetschern und Übersetzern einsetzen. Quelle: Presseinformation des BDÜ Pressekontakt: Birgit Golms M.A. PR-Beraterin (DAPR) Tel.: Fax: Unsere Seminare auf einen Blick in Hannover Across Vertiefungsseminar Referentin: Renate Dockhorn, Docktrans in Hannover Muli Term Referentin: Renate Dockhorn, Docktrans in Hannover Übersetzen von Rechtstexten (Seminar) Referentin: Corinna Schlüter-Ellner in Hannover Urkunden übersetzen Referentin: Corinna Schlüter-Ellner in Hannover Mut zur Akquise: Erfolgreich neue Kunden gewinnen Referentin: Dr. Thea Döhler In Kooperation mit dem Landesverband NRW in Köln MemoQ Referentin: Renate Dockhorn in Köln Wordfast Referentin: Nicole Keller in Köln Transit Referentin: Renate Dockhorn 25. und in Göttingen Typisch Englisch typisch Deutsch I Referentin: Christiane Buchner 03. und in Hannover Je freier desto treu Anleitung für literarische Übersetzer Referentin: Christiane Buchner 14 02_2011

15 [ Unser Verband ] Neue Mitglieder unseres LV Hunter, Katharine (1.4.11) Übersetzerin, M.A. Engelbosteler Damm Hannover Tel.: Englisch (M), Deutsch Hoffmann, Annette (1.4.11) Dipl.-Übersetzerin (FH) Hemelinger Str Bremen Tel.: Deutsch (M), Englisch, Französisch Frize, Brigitte (1.4.11) Übersetzerin, Ärztin Donandtstr Bremen Tel.: Französisch (M), Deutsch Hummelt, Julia (1.5.11) Übersetzerin (B.A.) Kegelhofstr Hamburg Tel.: Deutsch (M), Englisch, Spanisch Fabeck, Claudia (1.5.11) staatl. gepr. Übersetzerin P.O.Box VAE-Dubai Tel.: Deutsch (M), Englisch Turanski, Edith (1.5.11) staatl. anerk. Übersetzerin Kötnerholzweg Hannover Tel.: Russisch (M), Deutsch Meyer, Margarita (1.5.11) Übersetzerin Bei dem Moor Hanstedt Tel.: Russisch (M), Deutsch Oukich, Youssef (1.6.11) Übersetzer u. Dolmetscher, LL.M. Neulandstr Bramsche Tel.: Arabisch (M), Französisch (M) Winzer, Brigitte (1.6.11) Dipl.-Übersetzerin Loger Str Osterholz-Scharmbeck Tel.: Deutsch (M), Französisch, Spanisch, Englisch Stössel, Melanie (1.6.11) Übersetzerin, M.A. Im Dorfe Bavendorf Tel.: Deutsch (M), Spanisch Beletsiotis, Konstantin (1.6.11) staatl. anerk. Dolmetscher u. Übersetzer Holser Str Bünde Tel.: Griechisch (M), Deutsch Ganijev, Echtibar (1.7.11) Übersetzer u. Dolmetscher, Dipl.-Math. (FH) Johannssen Str Hannover Tel.: Aserbaidschanisch (M), Deutsch Wir gratulieren unserer Vorgängerin Karolin Rizzo zur Geburt ihrer Tochter Marie Christine! Mit herzlichen Grüßen, das Redaktionsteam In 2011 verstorbene Mitglieder Boltz, Cornelia, verst. am Waldmann, Sandra, verst. am Sinclair, Derek, verst. am Neue -Adresse? Neue Bankverbin dung? Neue Rufnummer? Bitte halten Sie uns auf dem Laufenden! Aktualisieren Sie Ihre Daten direkt unter oder per Mitteilung an Vielen Dank! 02_

16 [ Termine ] Übersetzer- und Dolmetschertreffen Braunschweig Übersetzer- und Dolmetschertreff Seit über 5 Jahren treffen wir uns in lockerer, immer wieder neu gemischter Runde zum Austausch von nicht nur fachlichen Erfahrungen. Termin: Jeder 2. Dienstag im Monat Uhrzeit: Uhr Ort: Restaurant am Stadtpark, Jasperallee Ansprechpartnerin: Gabriele Karstädt-Groß, Tel.: , Hannover Übersetzer- und Dolmetschertreff Die Kollegen aus Hannover und Umland treffen sich in lockerer Runde Termin: Jeder 3. Montag im Monat Uhrzeit: Uhr Ort: HBX Stadtbrauerei am Aegi, Osterstr. 64, Hannover Ansprechpartnerin: Antje Günther, Tel.: 0511 Telefonische Rechtsberatung Jeden ersten und dritten Montag im Monat von bis Uhr durch Herrn Rechtsanwalt Dr. Wolfram Velten, Hamburg, Tel.: Bremen Übersetzer- und Dolmetschertreff in Bremen Termin: Jeder 1. Mittwoch in ungeraden Monaten und jeder 1. Donnerstag in geraden Monaten Uhrzeit: Uhr Ort: Leo s Restaurant und Bar, Parkallee 1, Bremen Ansprechpartnerinnen: Anke Wiersch, Tel.: , Nadja Grimm, Tel.: , Bitte vorher per bei Nadja Grimm oder Anke Wiersch anmelden, da sich kurzfristig Terminänderungen ergeben können. Göttingen Übersetzer- und Dolmetschertreff Der Stammtisch Göttingen ist eine gesellige Runde, wo sich Übersetzer/Dolmetscher näher kommen und in einer lockeren Atmosphäre Kontakte knüpfen und bei Bedarf Probleme/Neuigkeiten besprechen können. Termin: Dienstags am Monatsende Uhrzeit: Uhr Ort: Sambesi, Wendenstr. 8 (unterhalb der Stadthalle, Parkplätze an der Stadthalle) Ansprechpartner: Daniel F. Whybrew, Tel.: , Hamburg Übersetzer und Dolmetschertreff Offenes, verbandsunabhängiges Kollegentreffen für selbstständige Übersetzer/innen und Dolmetscher/innen. Termin: alle zwei Monate: immer am 5. eines geraden Monats. Uhrzeit und Ort: bitte bei den Ansprechpartnerinnen erfragen Ansprechpartnerinnen: Susanne Elfferding, Tel.: , Isabel Lama Dios, Tel.: , 16 Hildesheim Gemeinsamer Übersetzer- und Dolmetschertreff der BDÜ-Regionalgruppe Hildesheim und des iplus-alumni e.v. (ehemals Klartext e.v.) Wir treffen uns in ungezwungener Atmosphäre zur Pfl ege und zum Knüpfen von Kontakten sowie zum Austausch über berufl iche und andere Themen und Fragen. Nichtmitglieder sind herzlich willkommen. Termin: Jeder 2. Dienstag im Monat Uhrzeit: Uhr Ort: Cafe und Restaurant Amadeus, Marktstr. 17, Hildesheim Ansprechpartnerin: Stephanie Grammel, Tel.: , Oldenburg Übersetzerstammtisch Oldenburg Wir pfl egen in einem entspannten, informellen Rahmen den berufl ichen und privaten Austausch zwischen Kollegen. Termin: Jeder 2. Mittwoch im Monat Uhrzeit: Uhr Ort: Restaurant Kleine Burg, Burgstraße 2, Oldenburg Ansprechpartner: Hans Christian v. Steuber, Tel , Bitte vormerken! Das Neujahrstreffen unseres LV soll am Sa., in Göttingen stattfi nden. Die Termine fi nden Sie auch unter: Terminkalender.htm Osnabrück Verbandsunabhängiger Übersetzerstammtisch Wir wollen Kontakte knüpfen, Informationen und Tipps austauschen und ein gut funktionierendes Netzwerk (auch mit geografi sch benachbarten Stammtischen) bilden. Termin: Jeder letzte Dienstag in geraden Monaten und jeder letzte Donnerstag in ungeraden Monaten Uhrzeit: 19 Uhr Ort: Restaurant Blumenhalle, Blumenhaller Weg 86, Osnabrück, Tel.: Ansprechpartnerinnen: Gabriele François, Tel.: , Petra Hieronimus, Tel.: , Paderborn Übersetzer- und Dolmetschertreff Verbandsunabhängiges Treffen von Übersetzern und Dolmetschern in Ostwestfalen-Lippe. Termin: am letzten Freitag in geraden Monaten Uhrzeit: Uhr. Ort: Gaststätte Libori-Eck. Ansprechpartnerin: Gabriele Ginzkey, Tel.: , Schleswig-Holstein (Angeln/Schwansen/Hüttener Berge) Übersetzer- und Dolmetschertreff Verbandsunabhängiges Treffen von Übersetzern und Dolmetschern in Schleswig-Holstein. Termin: jeden 2. Donnerstag im Monat Uhrzeit: Uhr. Ort: Gasthaus Haddeby, Haddebyer Chaussee 13, Busdorf Ansprechpartnerin: Anne-Marie Lommel-Prieur, Tel.: , 02_2011

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