JPR. Studium Praxis Kompetenzen. Informationsbroschüre Studiengang Journalismus und Public Relations

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1 JPR Studium Praxis Kompetenzen n n n n Informationsbroschüre Studiengang Journalismus und Public Relations

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3 Vorwort Liebe Leserinnen und Leser, auf dem heutigen Arbeitsmarkt für Journalisten und Öffentlichkeitsarbeiter werden Kommunikationsexperten gebraucht, die praktische Erfahrung und fachliches Hintergrundwissen besitzen. An unserem Institut für Journalismus und Public Relations bilden wir Experten für die Kommunikationsbranche aus, die diesem Anspruch gerecht werden. Das Institut an der Fachhochschule Gelsenkirchen entstand im Jahre 2005, doch haben wir bereits zuvor im Studiengang Journalismus und Technik-Kommunikation erfolgreich Nachwuchs für Journalismus, PR und technische Redaktionen ausgebildet. Unsere Journalismus- und PR-Studierenden erhalten eine umfassende und praxisorientierte Ausbildung. Sie verfügen über wissenschaftliche Grundkenntnisse und zahlreiche praktische Erfahrungen. In Projekten mit der Wirtschaft können sie das Gelernte unter Marktbedingungen anwenden. In Schreibwerkstätten und Lehrredaktionen arbeiten sie medienübergreifend und erstellen Beiträge für Hörfunk, Fernsehen, Print- und Onlinemedien. Auch die erste Auflage dieser Broschüre wurde in einer Lehrredaktion von unseren Studierenden konzipiert und realisiert, die zweite Auflage von Ehemaligen überarbeitet. Unsere Absolventen und Absolventinnen können recherchieren, produzieren, redigieren, organisieren und präsentieren. Sie wissen, welche Aufgaben qualitativ guter Journalismus hat, aber auch wie eine effektive PR-Strategie funktioniert. Die vorliegende Broschüre gibt Ihnen einen Überblick über den Studiengang und die Lehrinhalte. Machen Sie sich ein Bild von unserem Institut und unseren Absolventen. Wir sind uns sicher, es ist auch jemand dabei, der gut in Ihre Redaktion oder zu Ihrem Unternehmen passt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre. Prof. Dr. Kurt Weichler Direktor des Instituts für Journalismus und Public Relations Inhaltsverzeichnis Vorwort 3 Studium Stark in Theorie und Praxis 5 Handwerk beherrschen Grenzen erkennen 6 Botschaften auf den Punkt gebracht 7 Studienverlaufsplan 8 Studieren an Fachhochschulen 9 Praxis Probieren geht über Studieren 11 Denn sie wissen, was sie tun: Projekte 12 Gut aufgestellt in allen Medien 15 Kompetenzen Cooperation for intercultural competences 16 Stimmen aus der Praxis 18 Gut angekommen Stimmen von Absolventen 20 Wilde Dank 23 Impressum 24 3

4 Ich kenne viele, jedoch keine andere Lehranstalt mit ähnlich hohen Standards und bin mir sicher, dass sich diese Qualität durchsetzen wird. Ernst Primosch, CEO Hill & Knowlton Studium

5 Studium Stark in Theorie und Praxis Kommunikationsstark, flexibel, selbstständig und teamfähig: Die Anforderungen der Praxis verlangen von Journalisten und Öffentlichkeitsarbeitern ein breit gefächertes Wissen und Können. Aus diesem Grund vermittelt das Studium Journalismus und Public Relations vielseitige Kompetenzen, um die Absolventen gezielt auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Schon zu Beginn erhalten Studierende grundlegende Kenntnisse über die Berufsfelder Journalismus und Public Relations. Sie verfassen journalistische Texte von der 15-Zeilen-Meldung bis zur mehrseitigen Reportage und bekommen dabei einen Überblick über die Darstellungsformen in den Printmedien. Zudem stellt das Studium Maßnahmen für erfolgreiche PR vor und vermittelt fachliches Hintergrundwissen. Später entwickeln die Studierenden strategisch und zielgruppengerecht PR-Kampagnen und setzen diese dann eigenständig um. Sie erwerben Grundkenntnisse des Medien- und Presserechts und trainieren den Umgang mit Sprache in Wort und Schrift. Eine Fremdsprache ist obligatorisch; die meisten Studierenden wählen Wirtschaftsenglisch. Das Fach Betriebswirtschaftslehre erfüllt eine doppelte Funktion: Es vermittelt die relevanten Kennziffern von Betrieben ebenso wie die Kompetenz, unternehmerisches Handeln zu verstehen und zu interpretieren. Dies befähigt die Absolventinnen und Absolventen, seriös mit Wirtschaftsdaten umzugehen, aber auch Unternehmen glaubwürdig in der Öffentlichkeit zu vertreten. Darüber hinaus erlernen die Studierenden Methoden, um Informationen fachgerecht beschaffen, aufbereiten und verwerten zu können. Auf dem Lehrplan stehen daher Veranstaltungen wie Recherche und Empirische Methoden. Das Seminar Projektmanagement befähigt die Studierenden, Zeitund Kostenpläne zu erstellen und Aufgaben termingerecht durchzuführen. Informationen müssen jedoch nicht nur präzise und leicht verständlich an den Leser gebracht werden auch der gestalterische Aspekt spielt eine Rolle. Daher fördert das Studium den kreativen Umgang mit Grafik- und Layout-Programmen. Während des gesamten Ausbildungszeitraums gestalten die Studierenden Seitenlayouts und Flyer, bearbeiten Fotos und erstellen animierte Filme sowie Webseiten. Realitätsnahe Projekte erleichtern den Spagat zwischen Theorie und Praxis: Die Studierenden konzipieren und realisieren in Eigenregie für externe Auftraggeber PR-Kampagnen, Broschüren, Artikelserien oder Hörfunkbeiträge. Soziale Kompetenzen wie Teamarbeit und Kommunikationsfähigkeit werden dabei gezielt gefördert. 5

6 Studium Handwerk beherrschen Grenzen erkennen Prof. Dr. Kurt Weichler Werdegang: Fachautor für Journalismus und Corporate Publishing; Chefredakteur der Zeitschriften Prinz und Wiener; Verlagsleiter im Heinrich-Bauer- Programmzeitschriftenverlag Lehrgebiete: Journalismus und Medien Journalisten, die am Institut für Journalismus und Public Relations in Gelsenkirchen ausgebildet wurden, sind neugierig und misstrauisch zugleich. Journalismus und Public Relations: Zwei Berufsfelder, die sich auf den ersten Blick schwer miteinander vereinbaren lassen. Fühlen sich Journalisten dem Gemeinwohl verpflichtet, so ist es Aufgabe der Öffentlichkeitsarbeiter, ihren Auftraggeber möglichst positiv zu positionieren. Kritiker befürchten daher, dass es zu einer problematischen Berufsauffassung führen könne, wenn Journalismus und Public Relations innerhalb eines Studiengangs gelehrt werden. Sie unterstellen, dass Absolventen nicht in der Lage seien, objektive Berichterstattung von PR zu unterscheiden. Doch Lehrende und Studierende des Instituts für Journalismus und Public Relations (JPR) sind da natürlich anderer Meinung: Sie haben die Erfahrung gemacht, dass gerade durch diese Kombination den angehenden Medienexperten immer wieder bewusst wird, wo Journalismus aufhört und PR anfängt. Für das Konzept des kombinierten Studienangebots spricht: Berufseinsteiger müssen das journalistische Handwerk sicher beherrschen, egal ob sie später als Redakteur oder als Pressesprecher arbeiten möchten. Das JPR-Studium berücksichtigt diese Anforderung ebenso wie den Ruf nach crossmedialer Kompetenz. Darüber hinaus erlangen die Studierenden innerhalb der ersten vier Semester einen Einblick in beide Kommunikationsberufe. Nach Praxisseminaren und Fachpraktika sind die Studierenden dann in der Lage, sich im fünften- Semester für eine der beiden Fachrichtungen zu entscheiden und sich zu spezialisieren. Der Leipziger PR-Experte Professor Günter Bentele erklärte 2002 auf einer Fachtagung: Strategien professioneller PR-Leute werden oft nicht durchschaut. JPR- Absolventen haben den Vorteil, auch komplexe PR-Konzepte zu verstehen und ihre journalistische Kompetenz dagegen zu setzen. Der Studiengang reagiert damit zugleich auf die Situation am Arbeitsmarkt: Gerade freie Journalisten leben davon, dass sie auch Tätigkeiten von Öffentlichkeitsarbeitern erledigen. Umgekehrt verlangen Auftraggeber, dass PR-Informationen in Aufbau und Stil journalistische Qualität erreichen. 6

7 Studium Botschaften auf den Punkt gebracht Verständlich, prägnant und anregend sollen publizierte Texte und Bilder sein. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Autoren und Autorinnen viele Regeln der Kommunikation beherrschen. Die Studierenden am Institut für Journalismus und Public Relations lernen deshalb, Informationen in Wort und Bild adressatengerecht zu vermitteln. Dies geschieht auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Fachmann auf diesem Gebiet ist Professor Steffen-Peter Ballstaedt. Er ist im Studiengang auch für die empirische Grundausbildung und wissenschaftliche Arbeitstechniken zuständig. Kommunikative Kompetenzen werden über das gesamt Studium hinweg eingeübt und gefördert. Das beginnt mit Veranstaltungen, welche die theoretischen Grundlagen der sprachlichen und visuellen Kommunikation vermitteln. Darauf aufbauend werden in übungsintensiven Werkstätten konkrete Schreibaufgaben bearbeitet und die verfassten Texte diskutiert. Die gibt es für journalistische Darstellungsformen, Pressemitteilungen, Fachtexte und den Einsatz von Bildern. Auch die rhetorischen Fähigkeiten für Präsentationen, Statements, Vorträge und Diskussionen kommen nicht zu kurz, sie werden in einer Veranstaltung zu Präsentationstechniken eingeübt. Überzeugendes Sprechen und Visualisieren verschafft den Absolventen später ein sicheres Auftreten im Beruf. Texte und Bilder sollen aber nicht nur adressatengerecht, sondern auch medien- spezifisch gestaltet sein. Für das Web muss man anders schreiben als für eine Tageszeitung., denn auch die Bedingungen des Lesens sind anders. Die kommunikativen Besonderheiten der verschiedenen Medien werden in einer Veranstaltung zur empirischen Medienpsychologie behandelt. Dort geht es um die jeweiligen kommunikativen Stärken und Schwächen eines Mediums. Es werden die zentralen Forschungsfelder vorgestellt: die Mediennutzung, die unmittelbare Medienrezeption, die langfristigen Medienwirkungen und die Medienkompetenzen. Die angehenden Kommunikationsexperten werden so in die Lage versetzt, ihre Botschaften adressaten- und medienspezifisch in Text und Bild umzusetzen. Prof. Dipl.-Psych. Steffen-Peter Ballstaedt Werdegang: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fernstudien der Universität Tübingen; Fachautor für sprachliche und visuelle Kommunikation; Industriedozent; Forschungstätigkeit im Bereich Medien Lehrgebiet: Angewandte Kommunikationswissenschaft Neue Formen der medialen Kommunikation erfordern eine Professionalisierung alter und den Erwerb neuer kommunikativer Kompetenzen. 7

8 Studium Studienverlaufsplan 1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester Schreibwerkstatt Schreibwerkstatt Lehrredaktion Praxisprojekt Berufsfeldbezogenes Grundwissen Redaktionelle Kompetenz Redaktionelle Kompetenz PR-Vertiefung Grundlagen der Kommunikation Arbeitsmarkt Kommunikation PR-Vertiefung Ressort-Journalismus Soft-Skills Mediale Rahmenbedingungen Ressort-Journalismus Fremdsprache Medienproduktion Gestaltungswerkstatt Fremdsprache Methodenkompetenz Medienproduktion Methodenkompetenz Wahlfächer Medienproduktion 5. Semester 6. Semester 5. Semester 6. Semester Schwerpunkt Journalismus Schwerpunkt Public Relations Praxisprojekt Bachelor-Arbeit Projekt Bachelor-Arbeit Wirtschaftsjournalismus Bachelor-Kolloquium Strategien und Instrumente der PR Bachelor-Kolloquium Wahlfächer Journalismus als Beruf PR als Beruf PR als Beruf Wahlfächer Managementwissen Managementwissen Wahlfächer Wahlfächer 8

9 Studium Studieren an Fachhochschulen Vielseitig, anwendungsorientiert und praxisnah das sind drei Eigenschaften, mit denen sich das Studium an Fachhochschulen (FH) gut beschreiben lässt. Diese Form der akademischen Ausbildung wartet mit einem breit gefächerten Angebot auf und deckt viele Berufssparten ab. Ziel der Fachhochschulen ist es, die Studierenden auf wissenschaftlicher Grundlage anwendungsorientiert auszubilden, so dass die im Studium erworbenen Kenntnisse in der beruflichen Praxis problemlos umgesetzt werden können. Vor Aufnahme eines FH- Studiums gilt es, ein Praktikum zu absolvieren, um einen Einblick in das jeweilige Berufsfeld zu bekommen. Aber auch während des Studiums sind Praktika an den meisten Fachhochschulen Pflicht. Dabei entstehen Kontakte und Kompetenzen, die den späteren Berufseinstieg erleichtern. Im Zuge des so genannten Bologna-Prozesses wächst das europäische Hochschulnetz dichter zusammen. Eine einheitliche Studienstruktur erleichtert Auslandsemester. Auch Studierende der Fachhochschulen profitieren von der Einführung des Bachelor- Abschlusses, der die Ausbildungsdauer bis zum ersten akademischen Abschluss verkürzt und somit einen früheren Einstieg in den Beruf ermöglicht. Prof. Dr. Reinhild Rumphorst Werdegang: Rechtsredakteurin bei der Stiftung Warentest; Pressesprecherin des Hessischen Justizministeriums; Fachreferentin für journalistische Aus- und Weiterbildung Lehrgebiete: Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit Öffentliche Kommunikation verlangt nicht nur Sach- und Vermittlungskompetenz, sondern auch Aufklärungswille, Integrität, Ehrlichkeit und Fairness. Unsere Absolventinnen und Absolventen sind sich dieser Verantwortung bewusst. 9

10 Hier erhalten Studierende eine breit angelegte, multimediale Ausbildung das unverzichtbare Rüstzeug für die heutige Medienwelt, die sich in geradezu atemberaubendem Tempo immer weiter entwickelt und verändert. Maria Lüning-Heyenrath, Leiterin der WAZ-Lokalredaktion Gladbeck Praxis

11 Praxis Probieren geht über Studieren Die verschiedenen Facetten des Arbeitsmarktes kennen, schon früh Kontakte zu Fachleuten aus der Branche knüpfen und sich in Netzwerken bewegen. All das sind wichtige Voraussetzungen für einen guten Einstieg in den Beruf, für die der Studienplan einer Hochschule im Allgemeinen nicht viel Zeit lässt. Die Zauberformel lautet also: selbst aktiv werden! Darum haben sich die Studierenden des Instituts für Journalismus und Public Relations in Fachgruppen organisiert. In kreativen Runden werden Projekte in Angriff genommen. Auf großen Fachtagungen der Branche sind die Studierendengruppen regelmäßig mit eigenen Ständen präsent, so beispielsweise auf dem Journalistentag des DJV in Nordrhein-Westfalen oder dem international besuchten Deutschen PR-Tag der DPRG. Dort stellen sie ihre Aktivitäten sowie ihren Studiengang mit Flyern und Broschüren vor und stehen Besuchern Rede und Antwort. In Eigenregie konzipierte die Journalistengruppe des Instituts die Zeitung Stärkebeilage. Mit diesem Printprodukt versorgt sie jetzt regelmäßig die Kommilitonen und Kommilitoninnen mit Neuigkeiten und Geschichten über die Fachhochschule, den Studienalltag und das Kulturleben im Ruhrgebiet. Prof. Dr. Karl-Martin Obermeier Werdegang: Freier Journalist für Print, Hörfunk, TV; Berater für Public Relations und Public Affairs; Studioleiter und Korrespondent von radio NRW; Direktor der Deutschen Hörfunkakademie; TV- Moderator Lehrgebiete: Public Relations und Journalismus Schlage die Trommel und fürchte dich nicht! (Heine) 11

12 Praxis Denn sie wissen, was sie tun: Projekte Grau ist alle Theorie! Auch wenn Johann Wolfgang von Goethe diese Erkenntnis seinem Mephistopheles in den Mund legte, bleibt ein wahrer Kern. Gerade in der Ausbildung für Kommunikationsberufe sollte die Praxis eine große Rolle spielen. Denn wird sich ein Absolvent problemlos in der Arbeitswelt zurechtfinden können, wenn er während seines Studiums kaum mit ihr zu Prof. Dr. Christine Fackiner Werdegang: Gymnasiallehrerin; Dozentin Erwachsenenbildung; Konzeptionistin, Beraterin und Projektleiterin mit Schwerpunkt elearning in der Multimedia-Agentur M.I.T, Friedrichsdorf Lehrgebiete: Informationsdesign und Projektmanagement Etwas zu schaffen, was wirklich gebraucht wird, ist für die Projekt-Teams eine starke Herausforderung. Deshalb sind auch die Auftraggeber fast immer begeistert. tun hatte? Das berücksichtigt der Studiengang Journalismus und Public Relations so oft wie möglich in seiner Studienordnung: angefangen beim Pflichtpraktikum schon vor Studienbeginn bis hin zur Option, die Bachelorarbeit in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen zu erstellen. Darüber hinaus haben die Studierenden in zwei Praxisprojekten die Chance, die Arbeitsabläufe in der PR- und der Medienbranche direkt kennen zu lernen. Bei den Projekten sind Medienunternehmen und andere Organisationen die Auftraggeber. Die Studierenden bearbeiten die Aufträge der kooperierenden Firmen in Kleingruppen. Die Aufgaben sind vielfältig: So produzieren die Projektgruppen etwa Artikelserien, Radiobeiträge, Imagefilme, Buchtexte, komplette PR- Konzepte oder entwickeln Ideen für Printprodukte und Onlineauftritte. Die Praxisprojekte stehen im vierten und fünften Semester auf dem Studienplan. So kann ein Journalismus- Student im vierten Semester eine Artikel-Serie für eine Regionalzeitung entwickeln und im fünften Semester hinter die Kulissen schauen, wenn er bei der Erstellung eines PR- Konzeptes für ein Unternehmen mitwirkt. PR-Studenten erleben redaktionelle Praxis, wenn sie Radio-Beiträge produzieren, und Agentur-Alltag, wenn sie über Slogans oder Websites brüten. Auf Seiten der Hochschule beginnt die Vorbereitung der Projekte mit der Lehrveranstaltung Projektmanagement. Professorin Christine Fackiner vermittelt das Wissen, um die notwendigen Planungs-, Umsetzungs- und Kontrollphasen erfolgreich zu absolvieren. Danach haben die Studierenden zweimal jeweils ein Semester lang Zeit, Praxisprojekte zu bearbeiten. Sie agieren weitgehend selbstständig, werden dabei jedoch von einem Hochschullehrer begleitet, der auch ihr Ansprechpartner bei Problemen ist. Die Gruppen müssen das Projekt professionell managen, also alle wichtigen Arbeitsschritte planen und Zeit und Kosten kalkulieren. Das bedeutet für ihren späteren Berufsalltag, dass sie Projektplanung in Theorie und Praxis beherrschen. Zusätzlich findet einmal im Jahr für alle JPR-Studierenden eine Projektwoche statt. Auch in der Projektwoche bearbeiten sie die Aufgabe eines externen Auftraggebers, diesmal jedoch in jahrgangsübergreifenden Gruppen. 12

13 Praxis Der besondere Reiz: Alle Gruppen bearbeiten dieselbe Aufgabe. Die Teams konkurrieren miteinander und am Ende der Projektwoche wird von einer Fachjury, bestehend aus Professoren und Vertretern des Auftraggebers, ein Sieger gekürt. In den vergangenen Jahren wurden Projektwochen in Kooperation mit dem RAG-Konzern, der Stadt Gelsenkirchen, dem NRW- Integrationsbeauftagten und der Deutschen Pfadfinderjugend durchgeführt. Im Auftrag der RAG sollten die Studenten eine Imagekampagne zum Thema erarbeiten: Wie kann man das Unternehmen in der Öffentlichkeit als ein Symbol für die Zukunftsfähigkeit des Reviers darstellen? Die Stadt Gelsenkirchen hatte den Wunsch, die gute Stimmung nach der Fußball-Weltmeisterschaft zu festigen. Unter dem Motto Keep the Spirit entwarfen die Studierenden hierfür freche Citylight-Plakate, die im gesamten Stadtgebiet zu sehen waren und mittlerweile Kultstatus erreicht haben. Projektwochen haben noch weitere wichtige Nebenaspekte: Sie fördern den Zusammenhalt aller Institutsangehörigen. Studierende aus verschiedenen Semestern lernen sich besser kennen. Die einzelnen Projektaufträge fordern die Studenten in allen Kompetenzen, zum Beispiel bei der Entwicklung eines Konzeptes, der grafischen Umsetzung und der Präsentation. Dies stärkt Teamfähigkeit und Teamgeist. Nur mit vereinten Kräften können die komplexen Aufgaben in so kurzer Zeit bewältigt werden. Anzeige Ruhr.2010 danach. Europäische Kulturhauptstadt Eindrücke Meinungen Ausblicke Liebe Grüße von Pottröschen Studierende am Institut für Journalismus und Public Relations der Fachhochschule Gelsenkirchen schreiben im Rahmen einer Übung zu Ruhr Und finden sich dank einer Idee ihres Dozenten überraschend als Buchautoren wieder. Zusammen mit gelernten Journalisten, Fachleuten zu bestimmten Themen sowie Augenzeugen des Kulturhauptstadtjahres. Begleitet von einem namhaften Karikaturisten. Alle Beteiligten beschäftigt, was übrig bleibt. Ein außergewöhnliches Buch informiert, kommentiert und unterhält über den Anlass hinaus. Zum Beispiel mit der Geschichte vom Pottröschen, gezeichnet von Thomas Plaßmann. Herausgegeben von Bertram von Hobe (Dozent an der FH Gelsenkirchen, vormals Chefredakteur und Geschäftsführer), Dr. Wilm Herlyn (langjähriger dpa-chefredakteur) und Michael Braun (freier Journalist und Autor). Ruhr.2010 danach. Europäische Kulturhauptstadt. Eindrücke Meinungen Ausblicke ist erschienen im ISB-Verlag Waltrop, ISBN Weitere Infos zum Verlagsprogramm und zu den verlegerischen Dienstleistungen unter 13

14 Die Studenten genießen einen wirklich guten Ruf. Das hilft später bei der Bewerbung in Agentur oder Unternehmen. Dazu haben sicher die Lehrenden, aber auch die Studenten selber mit ihrem vielfältigen Engagement beigetragen. Dr. Alexander Güttler, CEO komm.passion GmbH Kompetenzen

15 Praxis Gut aufgestellt in allen Medien Wer heute Journalist wird, muss mehr mitbringen als eine gute Schreibe. Vor allem multimediale Fähigkeiten werden immer wichtiger. Ein Kommunikationsprofi sollte beispielsweise auch in der Lage sein, Fotos zu bearbeiten, Statistiken auszuwerten und diese grafisch ansprechend umzusetzen. Ebenso will das Layout einer Zeitungsseite entworfen oder ein Hörfunk- oder Fernsehbeitrag geschnitten werden. Unabdingbar ist dabei der virtuose Umgang mit Software-Programmen wie Freehand, Photoshop, In- Design, Dreamweaver und einigen anderen. Für die Studierenden des Instituts für Journalismus und Public Relations gehören diese Werkzeuge von Beginn an zum Studienalltag. Das erste Semester dient der Einführung in die verschiedenen Programme. In den folgenden Semestern wird das Wissen durch Grundlagen in grafischer Gestaltung, Webdesign und Schnitt-Techniken erweitert. In Übungen, Lehrredaktionen und Projekten setzen die Studierenden schließlich ihre Kenntnisse und Fertigkeiten selbstständig um. Die angehenden Journalisten und Öffentlichkeitsarbeiter gestalten unter anderem einen Flyer, eine Website und produzieren einen animierten Flash-Film. Mit diesen geballten multimedialen Fähigkeiten etablierte Professor Martin Liebig mit Studierenden Buerpott, eine eigene lokale Online-Zeitung für den Stadtteil Gelsenkirchen-Buer. Er begleitet und unterstützt die praktische Arbeit und leitet die Lehrredaktion Online sowie die Lehrveranstaltung Website-Erstellung, die die Studierenden befähigt, einen eigenen Internetauftritt zu gestalten. Prof. Dr. Martin Liebig Werdegang: Freier Journalist, u. a. WAZ, WZ, RuhrNachrichten, Badische Zeitung, Radio NRW; Fachautor für Infografik; Freier Medienberater für Gestaltung und Redaktionskonzepte Lehrgebiete: Journalistische Mediengestaltung und Online- Journalismus Der Online-Journalismus gibt die Richtung vor: moderne Medien sind Multi-Medien. Das Video zum Text, die Statistik zum O-Ton, die CD zur Sendung - das ist Journalismus, der Spaß macht. 15

16 Kompetenzen Cooperation for intercultural competences Prof. Dr. Rainer Janz Werdegang: Berater und Führungskräftetrainer in zahlreichen Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Projektleiter für die Volkswagen Coaching Gesellschaft, Segment Handelsorganisation und Marketing. Autor diverser Beiträge im Bereich Kommunikation und Management. Reisen erweitert den Horizont insbesondere ein Studium in einem fremden Land. Deshalb wird den Studierenden des Instituts für Journalismus und Public Relations der Fachhochschule Gelsenkirchen ein Semester im Ausland angeboten. Solch ein Auslandsaufenthalt ist immer als Chance zu verstehen. Denn erst dadurch können die Studierenden neue Erfahrungen im englischsprachigen als auch im kulturellen Austausch sammeln. Entscheidend für ein Auslandssemester ist, dass die Studierenden an Projekten mit anderen Studierenden aus aller Welt teilnehmen und von diesen Erfahrungen in Zukunft profitieren. Das JPR-Institut pflegt seine Beziehungen nachhaltig und ist stets darauf bedacht, neue Universitäten als Kooperationspartner zu gewinnen. Belgium The Plantijn Hogeschool is an university college located in Antwerp.The Department of Communication has 30 years experience in communications education. It offers a range of communication courses from commercial communication, advertising and journalism to public relations and information. Ireland Situated between Belfast and Dublin the Dundalk Institute of Technology was founded in 1970 as a part of the University of Ireland. The main emphasis is put on PR courses. Lectures are given in PR Writing and Planning, Event Management and International PR, for instance. Lehrgebiete: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftskommunikation. The best way for students to gain intercultural competences is spending a semester aboad. 16

17 Kompetenzen Malta In 1991 the Centre of Communication Technology (CCT) was founded as a part of the University of Malta. The CCT has its main focus on Journalism and Public Relations. Students get the opportunity attend in courses in Public Relations, Ethics in the Media or Intercultural Communication. Romania In 1913 the Academia de Studii Economice was established in Bucharest. The priorities are set on Business and Public Relations. Lectures are delivered in subjects like Marketing, Business Studies and Project Management. The Media or Intercultural Communication. Switzerland The Zurich University of Applied Sience was founded in 2007 as a merger of four universities. The Institute of Applied Media Studies offers courses in Journalism and Organisational Communications. Students get the oppertuniy to pass courses like Economics, Storytelling or Marketing and Politics, among others. Turkey The Faculty of Economics and Administrative Sciences was set up in Istanbul. It belongs to the Yildiz Technical University by joining subjects such as Marketing, Financial Management and International Relations students may set priorities to Public Relations in combination with Marketing. USA The Juniata College is a private liberal arts college and was founded in Huntingdon, Pennsylvania in The main focus of the Communication Department is set on Intercultural Communication Theory, Qualitative Research Methods, Cultural Media Studies and Digital Media. 17

18 Kompetenzen Stimmen aus der Praxis Am JPR-Institut herrscht keine Massenabfertigung, sondern ein intensiver und engagierter Lehrbetrieb in kleinen Gruppen, der gerade auch im Bereich Hörfunk sehr konkret und praxisorientiert auf den späteren Berufsalltag vorbereiten will. Wir arbeiten mit den Studierenden ähnlich wie in einer echten Hörfunk- Redaktion, recherchieren und schreiben Nachrichten, üben Sprechen und Moderieren, vermitteln Einblicke in die Sendeplanung und die Sendeabläufe. Entsprechend motiviert sind die Studierenden, so dass die Lehraufträge auch mir als Lehrbeauftragte großen Spaß machen. Andrea Stullich, Chefredakteurin Radio RST Die Medienbranche ist gehörig in Bewegung: Zeitungskrise hier, Web-2.0-Boom da. Schlechte Zeiten für den (festangestellten) Journalismus hier, dadurch bedingt gute Zeiten für die PR da. Das kann man beklagen, muss man aber schlicht zur Kenntnis nehmen. Wie sich die Lage entwickelt, kann derzeit wohl keiner abschätzen. Wichtig ist, auf alles gut vorbereitet zu sein. Und genau das sind die Absolventinnen und Absolventen des Instituts für Journalismus und Public Relations der Fachhochschule Gelsenkirchen. Denn sie sind gefragte Generalisten durch das bundesweit einzigartige Angebot, das gleich beide Seiten des Schreibtisches in einem Studiengang unterbringt. Private Idee am JPR-Institut: 25 Absolventen der Schreibwerkstatt erleben Europas Kulturhauptstadt. Zusammen mit Profis schreiben sie ein Buch. Wo sonst geht so etwas? Ruhr.2010 danach. Eindrücke Meinungen Ausblicke. (ISBN ) Bertram von Hobe, seit 1969 Journalist, u. a. Chefredakteur Westfälische Nachrichten, Mitteldeutsche Zeitung. Lehraufträge an der FH Gelsenkirchen. Die Studenten genießen einen wirklich guten Ruf. Das hilft später bei der Bewerbung in Agentur oder Unternehmen. Dazu haben sicher die Lehrenden, aber auch die Studenten selber mit ihrem vielfältigen Engagement beigetragen. Dr. Alexander Güttler, CEO komm.passion GmbH Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen 18

19 Kompetenzen Verlage sind heute multimedial aufgestellt. Die Crossmedia-Ausbildung am JPR-Institut bereitet gut auf die Praxis vor. Ganz wichtig ist aber nach wie vor das journalistische Handwerk auch hier wird das nötige Rüstzeug vermittelt. Claudia Schneider, Chefin vom Dienst beim Wirtschaftsverlag Matchboxmedia. In Gelsenkirchen lernen junge Menschen, dass Journalisten und PR-Leute zwar in die gleiche Werkzeugkiste greifen, aber auf verschiedenen Seiten eines tiefen Grabens arbeiten. Leider geben sich heute viele Kräfte Mühe, diesen Graben zuzuschütten, zu überbrücken oder schlicht zu ignorieren. Zum Beispiel, indem nicht nur Berufseinsteiger - aber die vor allem sich gezwungen sehen, sowohl PR zu machen als auch journalistisch zu arbeiten, wenn sie nicht verhartzen wollen. Umso wichtiger ist die Stärkung ihrer Befähigung zu Selbstkritik und Reflexion. Uwe Knüpfer, Chefredakteur Vorwärts Learning by doing! Dieser Grundsatz gilt trotz aller notwendigen, theoretischen Kenntnisse nach wie vor im Journalismus und sicherlich auch in der PR. Der starke Praxisbezug im Lehrangebot des FH-Studiengangs bietet den Studierenden diese Möglichkeit. Zum einen durch das Angebot von Schreibwerkstätten und praxisnahen Projekten, zum anderen durch Lehrbeauftragte, die als Praktiker die Wirklichkeit und die Anforderungen aus der Berufswelt vermitteln. Hinzu kommt eine breit angelegte, multimediale Ausbildung das unverzichtbare Rüstzeug für die heutige Medienwelt, die sich in geradezu atemberaubendem Tempo immer weiter entwickelt und verändert. Das heißt: Die Absolventen des Instituts für Journalismus und Public Relations sind auf den Berufsalltag bestens vorbereitet. Die Studierenden werden am Institut für Journalismus und Public Relations mit der gesamten Bandbreite der Kommunikationsarbeit vertraut gemacht. Durch die Verbindung von Theorie und Praxis im Rahmen der Ausbildung ist der Nachwuchs sehr gut auf die Anforderungen in den Redaktionen und Unternehmen vorbereitet. Erik Walner, Leiter Kommunikation/ Vice President Business Area Stainless Global, ThyssenKrupp AG Maria Lüning-Heyenrath, Leiterin der WAZ-Lokalredaktion Gladbeck 19

20 Kompetenzen Gut angekommen Stimmen von Absolventen Redaktionsmanagement und Medienrecht - diese Seminare haben mir schon mehrfach geholfen, so manche Klippe zu umschiffen. Die Praxisorientierung des Studiengangs hat sich beim Berufseinstieg ausgezahlt. Als Chefredakteur bilde ich gerade meine erste Volontärin aus und kann auch in der Ausbildung viele Elemente des Studiums einsetzen. Kai Feyerabend, Motor Presse Stuttgart, Chefredakteur promobil und CARAVANING Ab und zu fühle ich mich wie im Museum. Beim Darmstädter Echo gibt es ein Volontariat, wie es früher üblich war, bei dem heutige Berufsanfänger hingegen feuchte Augen bekommen: Tarifbindung, feste Betreuer in jeder Redaktion, viel Anleitung, regelmäßige Ressortwechsel. Der Alltag ist Redigieren, gute Ideen darf ich aber jederzeit ausrecherchieren. Journalistische Grundprinzipien begegnen mir ständig, an vorderster Stelle exakte Recherche die Anwendung meiner JPR-Fächer in der Praxis. Also hat mich Gelsenkirchen gut vorbereitet. Nur die Schwarzmalerei beim Thema Berufschancen war zum Glück etwas überzeichnet. Johannes Büchl, Volontär Darmstädter Echo Durch die hohe Praxisorientierung nahezu aller Studienfächer wird das wesentliche Handwerkszeug für diverse kommunikative Disziplinen vermittelt. Darüber hinaus entwickeln die Studierenden auch strategische Fähigkeiten wie konzeptionelles Arbeiten und unternehmerisches Denken. Genau dieser Mix macht den Studiengang Journalismus und Public Relations aus meiner Sicht so attraktiv. Ich habe mich anschließend selbstständig gemacht und während eines berufsbegleitenden Master-Lehrgangs einige der Fächer vertiefen können, die ich bereits im JPR Studium kennengelernt hatte. Marcel Sekula, Agentur early and bird Die Kommunikationsspielregeln im digitalen Zeitalter haben sich in den letzten Jahren maßgeblich verändert und verlangen eine Vielfalt von grundlegenden Fähigkeiten. Es reicht nicht mehr, gute Texte zu verfassen, aussagekräftige Fotos beizufügen und diese dann online zu stellen. Kunden, Leser, Interessenten etc. wollen verstanden und ernst genommen werden. Hier spielt vor allem das Social Web eine bedeutende Rolle, denn Kommunikation wird immer mehr zum direkten nachhaltigen Dialog mit der Zielgruppe. Das Studium am Institut für Journalismus und Public Relations an der Fachhochschule Gelsenkirchen hat mich auf meinen heutigen Berufsalltag optimal vorbereitet. Neben den Grundlagen in Kommunikation, Redaktion und Gestaltung waren es vor allem die Marketing- und Online-Themen, die mir ein gutes Gesamtpaket an Fähigkeiten und Know-how mit auf den Weg gegeben haben. Laki Karavasilis, Assistent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.v. 20

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