Risikomanagement in öffentlichen Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Daseinsvorsorge und Steuerlast

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1 Andreas Oehler, Henrik Schalkowski und Stefan Wendt Risikomanagement in öffentlichen Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Daseinsvorsorge und Steuerlast Daseinsvorsorge; Fiskus; Öffentliche Unternehmen; Öffentlicher Auftrag; Risikomanagement; Risikomanagementprozess; Steuerzahler Öffentliche Unternehmen bewegen sich in einem Spannungsfeld zwischen dem öffentlichen Auftrag im Sinne einer öffentlichen und gemeinwohlorientierten Zweckerfüllung (Sachziel) und dem betriebswirtschaftlichen Ertragsdenken (Formalziel). Der Beitrag geht der Frage nach dem Erfordernis eines Risikomanagements in öffentlichen Unternehmen aus Sicht ausgewählter Interessengruppen nach und gibt Hinweise für die Ausgestaltung eines solchen Risikomanagements. Es zeigt sich, dass aufgrund des erheblichen Schadenpotenzials sowohl für den Staat als auch für die Bürger eine gezielte Risikosteuerung erforderlich ist. Je mehr das Unternehmen auf die Sachzielerreichung ausgerichtet ist, desto stärker steht eine weitgehende Risikoreduktion im Fokus. I. Einleitung Während in der Jurisprudenz zumindest Ansätze einer Auseinandersetzung mit der Thematik Risikomanagement in öffentlichen Unternehmen, d. h. in Unternehmen, auf die die öffentliche Hand aufgrund Eigentums, finanzieller Beteiligung, Satzung oder sonstiger Bestimmungen unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausüben kann, 1 zu finden sind, fehlen in der wirtschaftswissenschaftlichen Debatte bisher detaillierte Beiträge zur Ausgestaltung des Risikomanagements öffentlicher Unternehmen und zur Implementierung geeigneter Risikomanagementsysteme. 2 Somit fehlt auch die Grundlage für Empfehlungen hinsichtlich gegebenenfalls erforderlicher Anpassungen oder 1 Vgl. Art. 2 Abs. 1 lit b) der Richtlinie 2000/52/EG der Kommunen vom zur Änderung der Richtlinie 80/723/EWG über die Transparenz der finanziellen Beziehungen zwischen den Mitgliedsstaaten und den öffentlichen Unternehmen, ABIEG Nr /75h, in: Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften L 193/75 2 Diesbezügliche Forschung erfolgt bislang, neben vereinzelten Überlegungen in Verbindung mit jahresabschlussrelevanten Aspekten und Fragen der Wirtschaftsprüfung sowie Schnittstellen zu politischen Fragen, überwiegend aus einem juristischen (verwaltungs- und haushaltsrechtlichen) Blickwinkel heraus. Ansätze zur Implementierung eines Risikomanagements beschränken sich bislang auf die öffentliche Verwaltung; z.b. Trips (2003). 1

2 Weiterentwicklungen eines solchen Risikomanagements, gerade auch hinsichtlich der interessengeleiteten Differenzierung zwischen der reinen Daseinsvorsorge und der darüber hinausgehenden Wohlstandssicherung und -mehrung in Verbindung mit steigender Fokussierung der finanziellen Haushaltsdisziplin. Hinsichtlich des Stands der praktischen Umsetzung des Risikomanagement stellt Schwarting (2006) fest, dass ein Risikomanagement in den einzelnen Unternehmen der öffentlichen Hand wie auch in öffentlichen Verwaltungen eine nur untergeordnete Rolle spielt und Risiken und Leistungen sehr unterschiedlich gewichtet werden. Im einfachsten Fall existiert lediglich ein day-to-day-response. Zunehmende Beachtung findet das Risikomanagement lediglich bei öffentlich-privaten Partnerschaften (Public-Private- Partnerships), wobei die Implementierung Schwierigkeiten aufweist, da eine reine Adaptierung privatwirtschaftlicher Muster aufgrund differenter Bedingungen, Erfordernisse und Ziele nicht möglich erscheint. Zur Frage, ob für öffentliche Unternehmen überhaupt die Notwendigkeit zum Risikomanagement besteht, verweisen beispielsweise Offerhaus (2009) und Schütz (2009) auf die Notwendigkeit der Erfüllung des öffentlichen Auftrags, aber auch auf die Verpflichtung zum sorgsamen Umgang mit den Steuergeldern der Bürger. Auf gesetzlicher Ebene ergeben sich Anknüpfungspunkte aus 91 Abs. 2 Aktiengesetz auch in Verbindung mit der Einführung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, sofern unterstellt wird, dass dieser auch auf weitere Unternehmen(-formen) übertragbar ist, um Missmanagement zu verhindern und wirtschaftliche Schäden abzuwenden (Kumanoff/Schwarzkopf/Fröse 2001; Nipken 2001; Scholz/Schuler/Schwintowski 2009), sowie aus 53 Haushaltsgrundsätzegesetz (Preussner 2003). Eine einheitliche Pflicht der Implementierung ist jedoch nicht zwingend erkennbar (Birkholz 2009). Ziel dieses Beitrages ist es, die Frage nach dem Erfordernis eines Risikomanagements in öffentlichen Unternehmen aus Sicht ausgewählter Interessengruppen sowie entlang geeigneter Beurteilungskriterien näher zu beleuchten. Darüber hinaus werden Ansätze für die Ausgestaltung eines solchen Risikomanagements aufgezeigt. Der Beitrag erweitert die bisherige Literatur zum Risikomanagement öffentlicher Unternehmen in zweierlei Hinsicht. Zum einen erfolgt durch die interessengruppen- und kriteriengeleitete Sichtweise eine differenzierte Betrachtung der Relevanz eines Risikomanagements öffentlicher Unternehmen und zum anderen werden konkrete Empfehlungen zur praktischen Umsetzung 2

3 erarbeitet. Der Beitrag orientiert sich an verschiedenen Risikokategorien sowie den grundlegenden Überlegungen des Risikomanagementprozesses und damit an vier forschungsleitenden Teilfragen: - Welche Risiken existieren und inwiefern gefährden diese die Zielerreichung? (Risikoidentifikation und -messung) - Welche Bedeutung wird der Gefährdung beigemessen? (Risikobewertung) - Wie lässt sich der Umgang mit den Risiken praktisch umsetzen? (Risikosteuerung) - Welche Maßnahmen sind zur Überwachung und Weiterentwicklung des Risikomanagements erforderlich? (Risikokontrolle) Der Beitrag gliedert sich in folgende Abschnitte. Nach dieser Einleitung wird in Abschnitt 2 dargelegt, welche Ziele öffentliche Unternehmen verfolgen, welche Besonderheiten im Management bestehen und welche Überlegungen zu Risiken und zum Risikomanagement öffentlicher Unternehmen in der Literatur bisher existieren. Abschnitt 3 beleuchtet in einer interessengruppenorientierten Analyse die Schritte des Risikomanagementprozesses zur Beantwortung der forschungsleitenden Fragen. Abschnitt 4 rundet die Ausführungen mit einer kurzen Schlussfolgerung ab und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf. II. Management, Ziele und Interessengruppen Das Management öffentlicher Unternehmen steht vor dem Problem, dass diese Unternehmen im Vergleich zu privaten Unternehmen ein wesentlich komplexeres Zielsystem mit zumindest auf den ersten Blick zum Teil nicht miteinander kompatiblen Zielen aufweisen (Henke/Hillebrand/Steltmann 2005; Ganske 2005). Dieses Spannungsfeld erstreckt sich zwischen dem öffentlichen Auftrag im Sinne einer öffentlichen und gemeinwohlorientierten typischerweise nicht-monetär orientierten Zweckerfüllung (Sachziel) und dem betriebswirtschaftlichen monetär orientierten Ertragsdenken (Formalziel). Zahlreiche Autoren (z.b. Müller/Papenfuß 2007; Pestieau/Tulkens 1993; Siekmann 1995; Alsheimer/Jacob/von Wietzlow 2006) weisen darauf hin, dass öffentliche Unternehmen darüber hinaus mit Politik und Markt mit bzw. zwischen zwei sehr unterschiedlichen Referenzsystemen agieren. Hierbei lassen sich drei charakteristische Problemstellungen erkennen: 3

4 - Öffentliches Interesse: Verfassung gibt die Wahrnehmung der wesentlichen Aufgaben und Rahmenbedingungen vor; der Bürger und das Funktionieren der staatlichen Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt (Treuner 2005). - Öffentlicher Auftrag und finanzielles Ergebnis: Erwartung, dass öffentliche Unternehmen einen Beitrag zur Finanzierung des Unternehmensträgers (Kommune, Land, Bund) leisten, mit dem wirtschaftlichen Ziel, den Verlustdeckungsbeitrag auf ein Mindestmaß zu reduzieren (Ruter/Müller-Marqués 2005) bzw. Überschüsse zu erwirtschaften. - Politik und Markt: Divergenz zwischen öffentlichen und politischen Zielen; politische Ziele werden gegenüber betriebswirtschaftlichen Zielen im Rahmen demokratischer Prozesse definiert und nicht vor dem Hintergrund von Marktzusammenhängen gebildet (Sonderegger 2004). Sowohl innerhalb eines öffentlichen Unternehmens als auch in dessen Umwelt treten verschiedenste Interessengruppen auf, die eigene (individuelle) Ziele verfolgen und damit unterschiedliche Erwartungen hinsichtlich der Sach- und Formalzielerreichung haben. Die bedeutendsten Interessengruppen sind der Staat (öffentliche Hand; Bund, Länder und Kommunen) mit seinem unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss und die Gruppe der Bürger als Individuen. Der Staat verfolgt dabei als Leistungserbringer das Interesse der Sachzielerreichung und als Fiskus das Interesse der Formalzielerreichung. Die Bürger sind sowohl als Leistungsempfänger betroffen, als auch als Steuerzahler bzw. über die Preise für die Leistungen. 3 Für den Staat als Leistungserbringer (Sachzielebene) besteht ein nicht-monetärer Referenzwert zunächst in der (optimalen) Erbringung der Daseinsvorsorge, bspw. im Sinne einer (Grund-)Versorgung der Bürger (Püttner 1985; Scharpf 2005). Darüber hinaus lassen sich nicht-monetäre Referenzwerte aus dem demokratisch definierten Grad möglicher weitergehender Wohlstandssicherung und -mehrung ableiten. In Einklang hiermit besteht für die Bürger als Leistungsempfänger ein nicht-monetärer Referenzwert im Sinne der Versorgungssicherheit und darüber hinaus im Sinne des Erhaltens zusätzlicher Leistungen, wobei die Erwartungen zum Ausmaß Letzterer individuell divergieren können, was im Weiteren jedoch nicht näher berücksichtigt werden soll. Dieser Einklang insbesondere in Bezug auf die Daseinsvorsorge spiegelt sich dabei im öffentlichen Auftrag wider. Daher 3 Steuerzahlung ist hier beispielhaft genannt und schließt grundsätzlich Abgaben und Gebühren für insb. allgemeine Leistungserbringung ein (z. B. Abfallbeseitigung, Rundfunk/Fernsehen, Straßenbau) ein; Preise stehen für eher individuelle Inanspruchnahme (z. B. Bahntickets). 4

5 werden der Staat als Leistungserbringer und die Bürger als Leistungsempfänger im Folgenden als eine Interessengruppe betrachtet. Aus Sicht des Staates als Fiskus, der nach Mühlenkamp/Schulz-Nieswandt (2008) und Dittmer (2007) hauptsächlich die Ziele Effizienz und Einhaltung von Wirtschaftlichkeitsgrundsätzen, wie bspw. Sparsamkeit und Kostendeckung, verfolgen soll, bestehen monetäre Referenzgrößen (Formalziel) z. B. im Maximum des Finanzierungsbeitrags (betriebswirtschaftlicher Überschuss) für den öffentlichen Haushalt bzw. im Minimum der erforderlichen Zuschüsse an das öffentliche Unternehmen (betriebswirtschaftlicher Verlust). Aus Sicht der Bürger als Steuerzahler ist die unter den gegebenen Umständen minimale Steuerlast als Referenzwert (Individualziel) heranzuziehen. Weitere monetäre Referenzwerte können aus Sicht des Staates (Fiskus) bspw. in minimalen Kosten für Ersatzzahlungen und/oder -leistungen an die Bürger aufgrund der Nichterbringung bzw. verspäteten Erbringung der ursprünglichen Leistungen gesehen werden. Hinsichtlich der monetären Referenzwerte ist ein Interessenkonflikt zwischen Staat und Bürgern offensichtlich. 4 Bei der Gegenüberstellung der monetären und nicht-monetären Referenzwerte wird auf staatlicher Ebene und auf Ebene der Bürger jeweils ein Interessenkonflikt ersichtlich, da eine umfangreichere Leistungserbringung typischerweise mit höheren Kosten verbunden ist (Trade-off). Erforderlich ist hinsichtlich der Referenzwerte demnach eine Kombination der monetären und nicht-monetären Aspekte im Sinne einer Kosten-Nutzen-Betrachtung; bspw. für die Bürger ein optimales Verhältnis aus empfangener Leistung und Steuerzahlung. Die Betrachtung als Kosten-Nutzen-Verhältnis erfordert, dass Nutzen und Kosten einander zugeordnet werden können, was bei einer Vielzahl von staatlichen Leistungen für den Bürger kaum möglich ist, da entweder die Kosten durch allgemeine Steuerzahlungen nicht zuordenbar sind (z. B. bei infrastrukturellen Maßnahmen wie Straßenbau und - unterhalt) oder der Nutzen für den einzelnen Bürger nicht unmittelbar erkennbar oder erfassbar ist (z. T. nur in der Gemeinschaft der Bürger). Tabelle 1 stellt beide Interessengruppen in der jeweiligen Differenzierung überblicksartig dar. 4 Das Prinzipal-Agenten-Problem aufgrund der (expliziten oder impliziten) Beauftragung des Staates (und hierüber auch der Manager öffentlicher Unternehmen) durch die Bürger, welches anders als bei privaten Unternehmen bei öffentlichen Unternehmen durch die politische Verankerung noch verstärkt wird (Henke/Hillebrand/Steltmann (2005); Ruter u. a. (2007); Mühlenkamp (2006)), soll hier keine Berücksichtigung finden. 5

6 Staat als Bürger als Fiskus Leistungserbringer Leistungsempfänger Steuerzahler - Einhaltung haushaltsrechtlicher Wirtschaftsgrundsätze - Finanzierungsbeitrag (Steuer-/Abgaben-/Gebührenaufkommen) bzw. Verlustminimierung Erfüllung des öffentlichen Auftrags: - Daseinsvorsorge/Grundversorgung - Wohlstandssicherung/-mehrung (Stärkung wirtschaftlicher Aktivitäten; wirtschaftliche/soziale Infrastruktur) - Erwartung eines vertrauensvollen Umgangs mit Steuern/Abgaben/Gebühren - Minimierung der Steuerlast Tab. 1: Interessengruppe und ihre Ziele in Bezug auf öffentliche Unternehmen Quelle: Eigene Darstellung Mühlenkamp/Schulz-Nieswandt (2008) weisen darauf hin, dass sowohl die Ziele aus staatlicher Sicht als auch die Möglichkeiten und Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele aufgrund politischer Änderungen bspw. durch Wahlen und Änderungen in der Zusammensetzung von Parlamenten und Gremien stärkerem Wandel unterworfen sind als die von privaten Unternehmen. Die grundlegenden Interessen der Bürger bzgl. öffentlicher Unternehmen sind kurz- und mittelfristig dagegen nur geringen Änderungen unterworfen. Letztere Interessengruppe hängt mit der volatilen Interessenlage auf staatlicher Ebene jedoch zumindest mittelbar insofern zusammen, dass die Bürger turnusgemäß ihr Wahlrecht ausüben und damit politische Änderungen auslösen können. III. Management der Risiken 1. Identifikation und Messung der Risiken Ausgehend vom generalisierten Risikomanagementprozesses (Oehler/Unser 2002), der beispielhaft in Abb. 1 dargestellt ist, wird deutlich, dass zunächst eine detaillierte Identifikation und Messung derjenigen Risiken, die die Zielerreichung öffentlicher Unternehmen gefährden, vorzunehmen ist, bevor im Rahmen der Risikobewertung ermittelt werden kann, wie mit diesen Risiken im Weiteren umgegangen werden soll. Konkret stellen Risiken dabei die Gefahr dar, dass die Zielgrößen der Interessengruppen negativ von deren (subjektiven) Referenzwerten abweichen (Bitz 1993). 6

7 Risikoanalyse Risikoidentifikation und -messung Risikopolitik Risikobewertung Risikokontrolle Risikosteuerung Abb. 1: Generalisierter Risikomanagementprozess Quelle: In Anlehnung an Oehler/Unser 2002, S. 20. Grundsätzlich ist zur Risikoidentifikation erforderlich, dass zunächst eine unternehmensweit (und darüber hinaus: politische Überwachungsgremien, Rechnungshof) einheitliche und transparente Kommunikation bzgl. der unternehmerischen Abläufe und potenzieller Gefahren für diese etabliert wird. Neben Leitfäden und Informationsmöglichkeiten (interne Netzwerke) sollten die beteiligten Personen bei Bedarf gezielt geschult werden. Für die Risiken, die die monetären und/oder nicht-monetären Zielgrößen gefährden, bietet sich als Ausgangspunkt folgende Systematisierung an (Budäus/Hilgers 2009; Oehler/Unser 2002; Birkholz 2009): - Institutionelle Risiken entstehen aus der unternehmerischen Aktivität selbst heraus und umfassen leistungswirtschaftliche Risiken (insb. Absatz- 5 und Beschaffungsrisiken; operationelle Risiken, inkl. Verstößen gegen Gesetze (Wirtschaftskriminalität: Betrug, Untreue, Unterschlagung, Diebstahl, Bestechung) und gegen unternehmensinterne Vorgaben (Oehler/Schalkowski/Wendt 2011; 2012a; 2012b; Oehler u. a. 2011), die unmittelbar die Sachzielerreichung gefährden, und finanzielle Risiken (wie z.b. Markt-, Kredit-, Liquiditätsrisiken) (Oehler/Unser 2002), die unmittelbar die Formalzielerreichung aus staatlicher Sicht gefährden, während die finanziellen Ziele der Bürger tendenziell eher mittelbar betroffen sind (bspw. als Gefahr von Steuer- und Preisanpassungen). Zu berücksichtigen sind außerdem die (beidseitigen) Wechsel- und Folgewirkungen zwischen leistungswirtschaftlichen und finanziellen Risiken. 5 Absatzrisiken spielen in Hinblick auf Grundversorgung/Daseinsvorsorge eine eher untergeordnete Rolle. 7

8 - Systemische Risiken 6 entstehen nicht originär aus der Aktivität des öffentlichen Unternehmens heraus, sondern sind exogen bedingt. Diesbezügliche Änderungen im politisch-administrativen System (wie z. B. Wahlen) Oehler/Walker/Wendt 2012; Bechtel/Füss 2010) und im sozio-kulturellen System (Wertewandel), aber auch systemisch relevante Aspekte ökonomischer Natur, wie z. B. sinkendes Steueraufkommen (Krisen im Finanz-/Wirtschaftssystem) (Oehler 2009) oder Fachkräftemangel (Oehler/Schalkowski/ Wendt 2012b), können je nach Ausprägung sowohl die Sachziel- als auch die Formalzielerreichung gefährden, wobei diese Auswirkungen eher mittelbar eintreffen. Zu berücksichtigen ist auch, dass diese Risiken nicht nur die Zielgrößen beeinflussen, sondern dass systemische Veränderungen auch geänderte Erwartungen, d. h. Änderungen der Referenzwerte, zur Folge haben können, und zwar sowohl hinsichtlich der Leistungserbringung als auch in Bezug auf den Finanzierungsbeitrag zum öffentlichen Haushalt sowie auf die Steuern/Preise für öffentliche Leistungen. - Gesellschaftliche Risiken sind analog zu systemischen Risiken extern bedingt und betreffen das Unternehmen und die Zielerreichung als Teil der gesamten Gesellschaft. Die in diese Kategorie fallenden Ereignisse, wie Terrorismus oder Naturkatastrophen, sowie Klimawandel und ökologischen Risiken 7 (Schutzkommission beim Bundesministerium des Innern 2011; Freeman/Keen/Mani 2003) gefährden in erster Linie die Leistungserbringung bzw. es wird den Bürgern erschwert, diese Leistungen zu empfangen. 8 Ein Verfehlen der nicht-monetären Referenzwerte hat mittelbar auch potenziell Auswirkungen auf das Erreichen der monetären Referenzwerte, da bspw. das Zusammenwirken mit den Märkten (Finanz-, Beschaffungs-, Arbeits- und Absatzmarkt) mit erhöhten Kosten verbunden ist. Darüber hinaus können analog zur Situation bei systemischen Risiken geänderte Erwartungen bzgl. der Leistungserbringung und der finanziellen Referenzwerte folgen. Die Risikomessung steht vor dem Problem der Quantifizierung möglicher Auswirkungen insbesondere aber nicht nur bezüglich der nicht-monetären Zielgrößen. 9 Darüber hinaus 6 Eine mögliche Differenzierung zwischen willentlichen Umstrukturieren bzw. Änderung der Ausrichtung eines Systems und unbeabsichtigten Systemveränderung soll hier unberücksichtigt bleiben. 7 Hierzu sind grundsätzlich auch Katastrophen vom Ausmaß der Havarien der Deep Water Horizon (USA) oder des Atomkraftwerks in Fukushima (Japan) mit den daraus folgenden Umweltschäden zu zählen. 8 Zu berücksichtigen sind auch Folgewirkungen der gesellschaftlichen Risiken auf die systemische Ebene (politischer Wandel, Einfluss in Eigentumsrechte (Moratorium)) sowie der systemischen Risiken auf die gesellschaftliche Ebene (europäische Schuldenkrise). 9 Bezüglich monetärer Zielgrößen können potenzielle Abweichungen typischerweise auch als monetäre Differenz zum Referenzwert gemessen werden. Bei nicht-monetären Zielgrößen und Referenzwerten lassen sich Abweichungen hingegen kaum quantifizieren (bspw. bzgl. Qualität der Leistung) oder lediglich als Anzahl von Fällen, in denen der Referenzwert nicht erreicht wird. 8

9 ist zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen auf die Formal- und Sachzielerreichung wie auch auf die Steuerhöhe und die empfangenen Leistungen in der Regel nicht unabhängig voneinander sind. Analog zur Vorgehensweise bei privatwirtschaftlichen Unternehmen erscheint zumindest eine Szenario-Technik möglich, und zwar in Verbindung mit einer qualitativen Einschätzung und Zuordnung zu Schadensklassen (zu privatwirtschaftlichen Unternehmen PwC 2010), wobei typischerweise Vergangenheitsdaten, aber auch Prognosen herangezogen werden. Während die Risikoidentifikation zwar zentral koordiniert, jedoch unter Mitwirkung der Mitarbeiter aus allen Abteilungen (insb. bzgl. der institutionellen Risiken) im Rahmen einer Risikoinventur erfolgen sollte, so sind für die Risikomessung typischerweise die spezialisierten Mitarbeiter in den Risikomanagementabteilungen zuständig, auch um aus den einzelnen Risiken das Gesamtrisiko abzuleiten. Risiken Potenzielles Ausmaß der Auswirkungen Staat als Fiskus Staat als Leistungserbringer Bürger als Leistungsempfänger Bürger als Steuerzahler institutionelle - leistungswirtschaftlich - finanziell gering (mittelbar) mittel (unmittelbar) mittel (unmittelbar) gering (mittelbar) gering (mittelbar) gering (mittelbar) systemische mittel (mittelbar) mittel (mittelbar) mittel (mittelbar) gesellschaftliche hoch (unmittelbar oder mittelbar) hoch (unmittelbar oder mittelbar) Tab. 2: Potenzielles Ausmaß der Auswirkungen auf Staat und Bürger Quelle: Eigene Darstellung hoch (mittelbar) Zwar sind die Risiken für jedes öffentliche Unternehmen separat zu messen, anhand grundsätzlicher Überlegungen lassen sich jedoch Tendenzaussagen zu möglichen Auswirkungen treffen. Dabei ist davon auszugehen, dass die Prognosegüte zu den Auswirkungen systemischer und gesellschaftlicher Risiken deutlich schlechter ist als bei institutionellen Risiken. In Verbindung mit dem bereits beschriebenen unmittelbaren bzw. mittelbaren Einfluss gibt Tabelle 2 einen Überblick der potenziellen Auswirkungen. Im Detail ergibt sich dabei folgendes Bild: - Institutionelle Risiken: Die Einstufung der unmittelbar die Sachzielerreichung gefährdenden leistungswirtschaftlichen Risiken als mittel ist damit begründet, dass sie die Leistungserbringung sowie den -empfang zwar erheblich einschränken können, jedoch bei 9

10 einzelnem Auftreten typischerweise nicht vollständig zum Erliegen bringen. 10 Die mittelbaren Folgewirkungen (bspw. erhöhter Aufwand zur Leistungserstellung) auf die finanzielle Ebene bei Staat und Bürgern sind als gering einzustufen. Die finanziellen Risiken betreffen zunächst unmittelbar die Formalzielerreichung (Fiskus) und dabei tendenziell mit mittleren Auswirkungen, während mittelbare finanzielle Auswirkungen auf die Bürger (Erhöhung von Steuern/Preisen) sowie Auswirkungen auf die Leistungserstellung eher als gering einzustufen sind. - Systemische Risiken: Zwar hängen die (monetären und nicht-monetären) Auswirkungen systemischer Risiken davon ab, inwieweit einerseits das öffentliche Unternehmen in das entsprechende System (politisch-adminstrativ, sozio-kulturell, ökonomisch) integriert ist und andererseits das Unternehmen selbst systemrelevant ist, jedoch lassen sich in der Gesamtbetrachtung tendenziell mittlere Auswirkungen für Staat und Bürger erwarten. Die Leistungserstellung und die finanzielle Ebene werden dabei typischerweise nur mittelbar beeinflusst, beispielsweise durch ein geändertes Entscheidungsverhalten. - Gesellschaftliche Risiken: Während terroristische Risiken mit einer enormen Zerstörungsgewalt sowohl die finanzielle Ebene (Wirtschaftsterrorismus) öffentlicher Unternehmen als auch die rein physische Ebene (Zerstörung von Gebäuden) und damit die Leistungserstellung in potenziell hohem Ausmaß unmittelbar treffen, beeinflussen die ökologischen Risiken die Interessengruppen aufgrund der langfristigen nachhaltigen Zerstörung der Umwelt zwar auch in hohem Maße, jedoch eher mittelbar und weitläufig strukturell, wodurch ggf. die direkte Zuordnung zum eigentlichen Risikoereignis erschwert wird. Zusätzlich zu den möglichen Auswirkungen, sind die Eintrittswahrscheinlichkeiten typischerweise interessengruppenunabhängig zu schätzen. Dies ist einerseits aufgrund der Unsicherheit über zukünftige Entwicklungen und andererseits insbesondere hinsichtlich der institutionellen Risiken wegen der ausgeprägten Heterogenität öffentlicher Unternehmen problematisch. Im Risikomanagement privatwirtschaftlicher Unternehmen wird hierzu häufig auch auf historische Daten bzw. Häufigkeiten zurückgegriffen (so auch PwC 2010), bspw. entlang von Vergleichszeiträumen von einem Jahr oder auch fünf oder zehn Jahren. Tendenziell lassen grundsätzlich Überlegungen zumindest eine grobe Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeiten in gering, mittel und hoch zu: 10 In Extremfällen oder auch bei gehäuftem Eintritt der Einzelrisiken ist ein vollständiger Ausfall jedoch nicht auszuschließen. 10

11 - Institutionelle Risiken treten im Rahmen des täglichen Ablaufs unternehmerischer Tätigkeit auf, sowohl in Bezug auf die innerbetrieblichen Abläufe (endogen) als auch im Zusammenspiel mit der Unternehmensumwelt (exogen; Finanz-, Beschaffungs-, Absatzmärkte), wodurch die Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts als hoch einzuschätzen ist. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere institutionelle Risiken gleichzeitig eintreten, ebenfalls hoch. - Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts systemischer Risiken hängt unter anderem davon ab, ob das politisch-administrative, das sozio-kulturelle oder das Finanz- und Wirtschaftssystem betrachtet wird. Aufgrund der Häufigkeit und Regelmäßigkeit von Wahlen und gesetzgeberischer Tätigkeit, aber auch aufgrund der Häufigkeit von Krisen im Wirtschaftsund Finanzsystem 11 sowie Neuausrichtungen sozio-kultureller Natur ( neue Medien, Digitalisierung) ist jedoch übergreifend von einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit systemischer Risiken insgesamt auszugehen. - Gesellschaftliche Risiken haben gegenüber den bisher erörterten Risiken eine tendenziell geringere Eintrittswahrscheinlichkeit; die Häufigkeit entsprechender Ereignisse der vergangenen Jahre zeigt jedoch, dass es sich nicht um seltene bzw. zu vernachlässigende Ereignisse handelt. Zur Schätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit sind auch diejenigen gesellschaftlichen Risiken zu berücksichtigen, die nicht nur national, sondern auch international Wirkung entfalten. 2. Bewertung der Risiken Ausgehend von den potenziellen Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten sind die Risiken dahingehend zu bewerten, ob diese (unverändert) akzeptiert werden können oder ob in der Folge konkrete Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen werden sollen. Hierzu wird der erwartete Schaden herangezogen, der je nach Grad der Quantifizierbarkeit als Produkt aus potenzieller Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit oder zumindest mit einer einfachen Einteilung in hoch, mittel und gering ermittelt werden kann. Ergänzend ist einzubeziehen, inwieweit ein über den erwarteten Schaden hinausgehender potenzieller unerwarteter Schaden für die Entscheidung Berücksichtigung finden muss; der unerwartete Schaden ist dabei vornehmlich durch die (fehlende) Prognosegüte und die Streuung 11 Das Basel Committee on Banking Supervision (2010) geht allein hinsichtlich Krisen im Bankensystem von einer jährlichen Eintrittswahrscheinlichkeit von 4 5% aus. 11

12 möglicher Auswirkungen bedingt. Auf Grundlage der Ergebnisse des vorangegangenen Abschnitts stellt Tabelle 3 die Überlegungen zum Ausmaß des Schadens (erwarteter Schaden und Potenzial für unerwarteten Schaden) hinsichtlich der Daseinsvorsorge und Wohlstandssteigerung bzw. -sicherung (Sachziel) sowie der finanziellen Ebene (Formalziel) dar. Der in allen Risikokategorien zumindest als mittel eingestufte erwartete Schaden für den Staat und für die Bürger weist zunächst darauf hin, dass eine erhebliche Gefährdung der Daseinsvorsorge und Wohlstandssicherung bzw. -mehrung, aber auch der finanziellen Ziele besteht. Zur Sach- und Formalzielerreichung ist daher dringend angezeigt, die Risiken nicht zu akzeptieren, sondern entsprechende Maßnahmen zur jeweiligen Risikosteuerung zu ergreifen. Aufgrund der Vielzahl von Einzelrisiken in der Kategorie der institutionellen Risiken ist vor der Entscheidung über die Steuerungsmaßnahmen zu den Einzelrisiken jeweils noch eine detaillierte Bewertung erforderlich. Bei den systemischen und gesellschaftlichen Risiken ist mit mittleren bis hohen potenziellen unerwarteten Schäden darüber hinaus ersichtlich, dass auch Maßnahmen zum gezielten Umgang mit diesem Schadenpotenzial ergriffen werden sollten. Risiken Erwarteter Schaden und Potenzial für unerwarteten Schaden Staat als Fiskus Staat als Leistungserbringer Bürger als Leistungsempfänger Bürger als Steuerzahler institutionelle - leistungswirtschaftlich erwartet: mittel unerwartet: gering erwartet: mittel-hoch unerwartet: gering erwartet: mittel unerwartet: gering - finanziell erwartet: mittel-hoch unerwartet: gering erwartet: mittel unerwartet: gering erwartet: mittel unerwartet: gering systemische erwartet: mittel unerwartet: mittel erwartet: mittel unerwartet: mittel erwartet: mittel unerwartet: mittel gesellschaftliche erwartet: mittel unerwartet: hoch erwartet: mittel unerwartet: hoch erwartet: mittel unerwartet: hoch Tab. 3: Erwarteter Schaden und Potenzial für unerwarteten Schaden für Staat und Bürger Quelle: Eigene Darstellung 3. Steuerung der Risiken Da ausgehend von der Risikobewertung eine mögliche Risikoakzeptanz ungeeignet ist, sind bei der Risikosteuerung Maßnahmen zu ergreifen, die zur Risikoreduktion bzw. - 12

13 kompensation oder auch zur Risikoüberwälzung führen. Die Entscheidung über die Steuerungsmaßnahmen steht insbesondere vor dem Problem des oben beschriebenen Tradeoff zwischen Sach- und Formalzielerreichung, d. h. auch, dass neben dem erwarteten und potenziellen unerwarteten Schaden (nicht-monetär und monetär) der Aufwand bzw. die Kosten der Maßnahmen zu berücksichtigen sind. Nach Vorbereitung durch die spezialisierten Mitarbeiter im Risikomanagement entscheidet letztendlich die Geschäftsführung bzw. der Risikovorstand darüber, welche grundlegende Strategie auch aufgrund politischer Vorgaben zur Steuerung der Risiken und folglich zum Erreichen der Referenzwerte verfolgt werden soll. Hieraufhin sind die spezifischen Maßnahmen wiederum von den Risikomanagern auf den verschiedenen Hierarchiestufen auszuwählen. Je stärker die Sachzielerreichung in der Daseinsvorsorge bzw. Grundversorgung besteht, desto mehr sind die Risikosteuerungsmaßnahmen hieran auszurichten, wodurch die finanziellen Ziele eher in den Hintergrund treten. Dies bedeutet, dass hier die Entscheidung vornehmlich hinsichtlich der Eignung der Maßnahmen zur Sachzielerreichung (ein Kriterium) zu treffen ist. Die finanzielle Ebene kommt erst hinzu, wenn verschiedene Möglichkeiten zur Risikosteuerung zur Auswahl stehen. Bei darüber hinausgehenden unternehmerischen Tätigkeiten der öffentlichen Hand sind dagegen die monetäre und die nicht-monetäre Ebene einzubeziehen. Auf der finanziellen Ebene sind außerdem sowohl die staatlichen Interessen als auch die Interessen der Bürger zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund ist ebenfalls die Alternative einer Risikomeidung im Sinne des Verzichts auf die entsprechende unternehmerische Tätigkeit zumindest bei über die Daseinsvorsorge hinausgehenden Aktivitäten zu berücksichtigen. Letztendlich ist also nicht nur ein Entscheidungskriterium relevant, sondern es sind die drei Kriterien - Eignung zur Sachzielerreichung, - finanzielle Auswirkungen für den Saat und - finanzielle Auswirkungen für die Bürger zur Entscheidung heranzuziehen. Einbezogen werden können auch Überlegungen dahingehend, inwieweit die Bürger selbst Möglichkeiten zur Risikosteuerung, z. B. durch die Nutzung von Alternativ- bzw. Ausweichangeboten (auch privater Anbieter), haben. Während dies bei der Grundversorgung, z. B. Straßenbau und -unterhalt durch kommunale Bauhöfe aufgrund der staatlichen Gebietshoheit, tendenziell nicht der Fall ist, bietet sich in darüber 13

14 hinausgehenden Bereichen ein mögliches Spektrum, z. B. in der Nutzung alternativer Transportangebote (bspw. Auto vs. Bahn) oder in der Nutzung von Angeboten aus Nachbarorten (bspw. kommunale Schwimmbäder) sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Vor diesem Hintergrund werden in der Folge grundsätzlich mögliche Maßnahmen überblickartig vorgestellt, über deren Einsatz jeweils unternehmensspezifisch zu entscheiden ist. Zur Steuerung der institutionellen Risiken bietet sich eine Vielzahl von Maßnahmen an, die direkt auf die unternehmensinternen leistungs- und finanzwirtschaftlichen Abläufe wirken, wobei zwischen den Einzelrisiken zu differenzieren ist. Für die Steuerung operationeller Risiken (menschliche und technische Fehler, Prozess- und Systemfehler) bieten sich gezielte (monetäre und nicht-monetäre) Anreize bzw. Sanktionen zur Verhaltenssteuerung und allgemein Qualitätssicherungsmaßnahmen an, insbesondere zur Weiter- und Fortbildung sowie regelmäßige Wartungen und Systemchecks. Auch können Ersatz- und Notfallteams bzw. -systeme dabei helfen, bei technischen Defekten und Systemausfällen sehr kurzfristig die unternehmerischen Prozesse aufrecht zu erhalten. Beschaffungsrisiken lassen sich zum Beispiel durch eine gezielte Pflege der Zuliefererbeziehungen, durch Eingangsqualitätskontrollen und durch Identifikation potenzieller alternativer Zulieferer (bzw. Diversifikation von Zuliefererbeziehungen) reduzieren. Zur Steuerung finanzieller Risiken können finanzwirtschaftliche Risikosteuerungsmaßnahmen genutzt werden, wie bspw. längerfristige Verträge mit Preisfixierung, ggf. auch der Einsatz von Derivaten zum Hedgen von Marktpreisrisiken, wobei hierbei zunächst eine unternehmensübergreifende Analyse erforderlich wird, um das Gesamt-Exposure der öffentlichen Hand zu ermitteln. Unter Berücksichtigung des erreichbaren Nutzens der Risikosteuerungsmaßnahmen sind diejenigen auszuwählen, bei denen die damit verbundenen Kosten für Staat und Bürger den Einsatz rechtfertigen. 12 Bezüglich der systemischen Risiken hängt die Entscheidung über die Maßnahmen neben den oben aufgeführten Kriterien zusätzlich davon ab, in welchem Umfang das Unternehmen selbst systemrelevant ist bzw. vom System abhängt und welches System betrachtet wird (politisch-adminstrativ, sozio-kulturell, ökonomisch). Bei großer Systemrelevanz, bspw. die Deutsche Bahn AG in Bezug auf das Transport- und Verkehrssystem (als Teil des ökonomischen Systems), kann eine Reduktion entsprechender Risiken durch 12 Eine Akzeptanz des Risikos bzgl. der Formalzielerreichung bietet sich aus fiskalischer Sicht dann an, wenn Maßnahmen der Risikoreduktion zu größeren Kosten führen als Schadenersatz- bzw. Ausgleichszahlungen. 14

15 unternehmensinterne Aktivitäten neben den Effekten für die eigentliche Sachzielerreichung auch zur Systemstabilisierung vorteilhaft sein; dies bedeutet, dass die oben beschriebene Steuerung institutioneller Risiken in diesem Fall direkte Wirksamkeit für die Steuerung systemischer Risiken hat. Bei Unternehmen mit nur geringer Systemrelevanz, jedoch höherer Abhängigkeit vom entsprechenden System, z. B. einzelne Stadtwerke in Bezug auf die Stromversorgung, ist die Entscheidung wesentlich extern beeinflusst, da Einzelaktivitäten im Unternehmen sonst kaum Wirkung entfalten können. In diesem Zusammenhang ist typischerweise auch der Dialog der Unternehmen mit den weiteren Systemteilnehmern inkl. der Kontroll- und Überwachungsbehörden (z. B. Bundesnetzagentur) zur Erreichung koordinierter Aktivitäten erforderlich. Hinsichtlich des ökonomischen Systems ist insbesondere zur Sicherung der Grundversorgung eine weitgehende Unabhängigkeit von systemischen Risiken anzustreben (nahezu vollständige Risikoreduktion), was jedoch mit zunehmender Systemrelevanz des Unternehmens problematischer wird. Mit steigender Relevanz der Formalzielerreichung werden zudem kostenintensive Maßnahmen der Risikosteuerung in den Hintergrund treten. Hinsichtlich des soziokulturellen Systems ist insbesondere bei Unternehmen, die über die Daseinsvorsorge hinaus aktiv sind (Kultur- und Medienangebote über die Grundversorgung hinaus), eher erforderlich, auf entsprechende Änderungen vorbereitet zu sein bzw. reagieren zu können, da ansonsten eine bspw. geänderte Nachfragesituation und Erwartungshaltung bzgl. der entsprechenden öffentlichen Leistung die Unternehmen langfristig in ihrer Existenzberechtigung gefährdet. Somit sind diesbezüglich typische Maßnahmen zur Marktbeobachtung, wie z. B. Umfragen, eine Möglichkeit, Änderungen frühzeitig zu erkennen. Hinsichtlich Änderungen im politisch-administrativen System ist eine gezielte Risikosteuerung tendenziell problematisch, insb. bei geänderten Anforderungen (Referenzwerten) durch die politischen Entscheidungsträger. Nichtsdestotrotz zeigen sich aber in diesem Fall durch die Wahrnehmung des Wahlrechts Ansatzpunkte aus Sicht der Bürger auf die Risikosteuerung einzuwirken. Gesellschaftliche Risiken sind in erster Linie als exogen anzusehen und aufgrund der fehlenden Prognosemöglichkeiten in der Regel durch einen hohen unerwarteten Schaden gekennzeichnet, was die Risikosteuerungsmöglichkeiten stark einschränkt. Jedoch bieten sich für öffentliche Unternehmen hinsichtlich der Sicherstellung der Sachzielerreichung (Grundversorgung) Möglichkeiten der Vorsorge, um die Betroffenheit zu reduzieren sowie 15

16 ggf. schnell wieder die Leistungserbringung zu gewährleisten, so zum Beispiel eine Dezentralisierung der Leistungserstellung (inkl. Schaffung autarker Betriebsmöglichkeiten, z. B. Schwarzstarttauglichkeit von Kraftwerken), die Erarbeitung von Notfallmaßnahmen inkl. entsprechender Mitarbeiterschulungen sowie die Etablierung von Krisenstäben, die bei Bedarf die Arbeit aufnehmen. Es handelt sich somit um eine grundlegende strategische Ausrichtung der unternehmerischen Prozesse, die auch im Rahmen der gesamtgesellschaftlichen Krisen- und Katastrophenvorsorge zu koordinieren ist. Diese, aber auch weiterführende Maßnahmen sofern überhaupt sinnvoll möglich sind dabei typischerweise mit erheblichen Kosten verbunden, was sowohl dem Interesse der Bürger als Steuerzahler wie auch dem Fiskus entgegenläuft. Daher kann angenommen werden, dass aus Sicht der Bürger bei Eintritt von gesellschaftlichen Risiken gar kein Bedarf an dem über die Daseinsvorsorge hinausgehenden (Dienst-)Leistungsangebot besteht. In der Konsequenz sollten diese Risiken bei den in letzterer Hinsicht tätigen öffentlichen Unternehmen akzeptiert werden. 4. Risikokontrolle Die Risikokontrolle im Sinne einer Überprüfung der Zielerreichung des Risikomanagements und der Ermittlung des Anpassungsbedarfs sowie der Implementierung von Prozessoptimierungen, ist zunächst bei unternehmensinternen Instanzen anzusiedeln, darüber hinaus aber auch bei externen Kontrollorganen (politische Aufsichtsgremien, Rechnungshof), sowie als koordinierte Aufgaben unternehmensinterner und -externer Instanzen. Hierzu sind wiederum die Informationen aus den einzelnen Unternehmensbereichen inkl. der entsprechenden Erfolgskennzahlen (Zielgrößen) hinzuzuziehen, sowie eine aggregierte Betrachtung des gesamten Unternehmens vorzunehmen. Sowohl bzgl. der systemischen als auch der gesellschaftlichen Risiken bietet sich dabei auch ein koordiniertes gesamtstaatliches oder auch grenzüberschreitendes Vorgehen außerhalb einzelner öffentlicher Unternehmen an. Mögliche Maßnahmen der Risikokontrolle bestehen zunächst in Soll-Ist-Vergleichen, um zunächst den Erfolg der ergriffenen Maßnahmen zu überprüfen und hieraus Verbesserungspotenzial ableiten zu können. Erforderlich ist jedoch auch eine Prämissenkontrolle dahingehend, ob die ursprünglich zugrunde gelegten Annahmen 16

17 weiterhin realitätskonform sind. Dementsprechend sind die identifizierten Optimierungsmöglichkeiten über den gesamten Risikomanagementprozess zu kommunizieren und zu implementieren. In diesem Zusammenhang zeigt sich wiederum, dass eine einheitliche Kommunikation sowohl unternehmensintern, aber auch mit den externen Instanzen, erforderlich ist, um Informations- und Wissensverlust in den Kommunikationsprozessen zu minimieren und somit den Lernprozess zu optimieren. Um alle Interessengruppen adäquat zu berücksichtigen, sollten Informationen zum Risikomanagement und zu dessen Erfolg nicht nur unternehmensintern bzw. an die zuständigen Gremien, sondern auch an die Allgemeinheit (über geeignete Medien) berichtet werden (Risiko-Reporting). Während hinsichtlich der institutionellen Risiken entsprechende detaillierte Risikokontrollmaßnahmen typischerweise regelmäßig in kürzeren Abständen (mindestens halbjährlich/jährlich) erforderlich sind, sind bei systemischen Risiken typischerweise längere Zyklen möglich, da die systemischen Risiken ebenfalls eher längerfristig Wirkung entfalten. Die Risikokontrolle bzgl. der gesellschaftlichen Risiken erfolgt aufgrund des Einzelereignischarakters regelmäßig tendenziell nur im Sinne einer Prämissenkontrolle, ansonsten eher unregelmäßig, und zwar nach dem entsprechende Ereignisse aufgetreten sind. IV. Schlussfolgerung Entlang des Risikomanagementprozesses zeigt sich, dass öffentliche Unternehmen zahlreichen Risiken (institutionell, systemisch und gesellschaftlich) ausgesetzt sind, die sowohl die Sach- als auch die Formalzielerreichung potenziell gefährden können (Risikoidentifikation). Während die konkrete Risikomessung und -bewertung unternehmensindividuell zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann, lässt sich tendenziell schließen, dass aufgrund des erheblichen Schadenpotenzials (erwartet und unerwartet) sowohl für den Staat als auch für die Bürger eine gezielte Risikosteuerung, insb. zur Sachzielerreichung, aber auch zur Formalzielerreichung erforderlich ist. Es zeigt sich aber auch, dass die Prognostizierbarkeit (Auswirkungen, Eintrittswahrscheinlichkeiten) erheblich differiert, da institutionelle Risiken relativ gut prognostizierbar sind, die Prognose systemischer und insbesondere gesellschaftlicher Risiken jedoch mit erheblicher 17

18 Ungewissheit verbunden ist. Zur Steuerung institutioneller und z. T. auch systemischer Risiken bietet sich ein breiteres Spektrum detailbezogener Maßnahmen an als bei gesellschaftlichen Risiken. Hinsichtlich Letzterer sind die öffentlichen Unternehmen darüber hinaus in ein gesamtgesellschaftliches Risikomanagement einzubinden. Letztlich muss die Risikokontrolle unter Berücksichtigung der angestrebten Sach- und Formalziele zunächst den Erfolg des Risikomanagements selbst einschätzen und aus den Ergebnissen Anpassungsbedarf für das Risikomanagement ableiten sowie im Prozess diesbezügliche Anpassungen implementieren. Je mehr ein öffentliches Unternehmen auf die Sachzielerreichung ausgerichtet ist (Daseinsvorsorge/Grundversorgung) desto stärker wird auch das Risikomanagement nichtmonetär ausgerichtet sein und hierbei eine weitgehende Risikoreduktion verfolgen. Die Frage nach der langfristigen Existenzsicherung stellt sich in diesen Fällen typischerweise nicht, eine Insolvenz ist praktisch nicht denkbar (siehe auch Trips 2003). Eine zunehmende Ausrichtung an Formalzielen (inkl. Gewinnmaximierung, Unternehmenswachstum) erfordert hingegen aufgrund der damit zunehmenden Interessenkonflikte eine weiterreichende Abwägung zwischen monetären und nicht-monetären Aspekten. Neben der Zuständigkeit auf den einzelnen Hierarchie-Ebenen innerhalb der öffentlichen Unternehmen sind zudem die relevanten politischen Gremien gefordert und einzubinden. Dies betrifft insbesondere die Formulierung der grundsätzlichen Risikostrategie sowie die Risikokontrolle. Voraussetzung ist jedoch ein entsprechendes Risikobewusstsein der Entscheidungsträger, eine einheitliche Kommunikationsgrundlage (insb. Definitionen) und außerdem eine konsistente und transparente Berichterstattung. Die im Rahmen dieses Beitrags definierten Fragestellungen werfen weiteren Forschungsbedarf auf, wobei angesichts der Heterogenität öffentlicher Unternehmen eine Spezifizierung der weiteren Forschung notwendig ist. Insbesondere fehlen (empirische) Studien zum Ist-Zustand des Risikomanagements, um weitergehende Handlungsempfehlungen ableiten zu können. Aufgrund der Vielzahl und der Heterogenität (Rechtsformen, Sachziel/-Formalzielerreichung, Bund, Länder, Kommunen u. a.) ist dabei eine entsprechende Auswahl öffentlicher Unternehmen erforderlich. Empirische Daten können zum Beispiel durch gezielte Fragebogenerhebungen gewonnen werden, die sowohl an die jeweiligen Entscheidungsträger in den Unternehmen, aber auch an die politisch Verantwortlichen adressiert werden. 18

19 Abstract Andreas Oehler, Henrik Schalkowski and Stefan Wendt; Risk Management in Public Enterprises Public Enterprises; Risk management; Risk management process; Services for the Public; Tax payers; Treasury Public enterprises need to fulfill both the requirement of providing services to the public and to use public funds in an economically appropriate way. This article sheds light on the question of whether or not public enterprises should implement risk management and how such risk management should be shaped. The results indicate that specific risk management is necessary due to the immense damage potential for both the individual citizens and the state. The more the enterprise is focused on providing basic services to the public, the more important risk reduction becomes. Literaturverzeichnis Alsheimer, Constantin, Hans-Joachim Jacob, Walter von Wietzlow (2006), Grundsätze einer Public Corporate Governance für eine erfolgreiche Aufsicht in öffentlichen Unternehmen, in: Die Wirtschaftsprüfung, 59. Jg., Heft 15, S Basel Committee on Banking Supervision (2010), An assessment of the long-term economic impact of stronger capital and liquidity requirements, Bank for International Settlements, Basel. Bechtel, Michael und Roland Füss (2010), Capitalizing on Partisan Politics? The Political Economy of Sector-Specific Redistribution in Germany, in: Journal of Money, Credit and Banking, Jg. 42, Heft 2-3, S Birkholz, Kai (2009), Risikomanagement Eine Herausforderung für Deutsche Kommunen, in: Risikomanagement der öffentlichen Hand, hrsg. von Scholz, Frank, Andreas Schuler und Hans-Peter Schwintowski, Berlin, S Bitz, Michael (1993), Grundlagen des finanzwirtschaftlich orientierten Risikomanagements, in: Handbuch des Finanzmanagements, hrsg. von Gebhardt, Günther, Wolfgang Gerke und Manfred Steiner, München, S Dittmer, Nora (2007), Öffentliche Unternehmen und der Begriff des öffentlichen Auftraggebers, Baden-Baden. Freeman, Paul, Michael Keen und Muthukumara Mani (2003), Dealing with Increased Risk of Natural Disasters: Challanges and Options, IMF Working Paper WP/03/197, o.o. Ganske, Matthias (2005), Corporate Governance im öffentlichen Unternehmen, Frankfurt am Main. 19

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