Prozesse des Risikomanagements

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1 RESSOURCEN NUTZEN WERTE SCHAFFEN Prozesse des Risikomanagements Produkt- und Projektrisiken mit PLM managen Christian Kind, Pumacy Technologies AG IHK + TU Berlin Prozessorientiertes Risikomanagement

2 Agenda 1. Begriffsklärung: Risiko und Risikomanagement 2. Risikomanagementprozesse 3. IT-Unterstützung des Risikomanagements 3

3 Pumacy Technologies AG: Mit Innovation erfolgreich in dynamischen Märkten Wissensmanagement: Erfahrungen werden zu Wissen Innovationsmanagement: Ideen werden zu Innovationen Prozessmanagement: Aufgaben werden zu Prozessen Produktlebenszyklus-Management (PLM): Innovationen werden zu Erfolgen 5

4 Was ist ein Risiko? DIN ISO Auswirkung von Unsicherheit auf Ziele, beschrieben mittels der Auswirkungen eines Ereignisses in Verbindung mit der Wahrscheinlichkeit seines Eintretens GPM: Mögliche ungeplante Ereignisse oder Situationen mit negativen Auswirkungen (Schäden) auf das Projektergebnis insgesamt oder auf einzelne Planungsgrößen oder Ereignisse, die neue, unvorhergesehene und schädliche Aspekte aufwerfen können Basler Ausschuss für Bankenaufsicht: Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten DIN EN ISO Kombination der Wahrscheinlichkeit des Auftretens eines Schadens und des Schweregrades dieses Schadens 6

5 Risikolandschaft eines Unternehmens Quelle: Diederichs,

6 Warum Risiken managen? Motivation Explizite Forderung des Gesetzgebers nach einem systematischen Risikomanagement Verantwortung aufgrund der Regelungen der Produkthaftung Vermeidung von Zwischenfällen und damit verbundenen Kostensteigerungen Sicherung der Produktqualität Vermeidung von Fehlfunktion und Fehlnutzung Beherrschen von Risikokosten Bildquelle: kleinezeitung.at 8

7 Was ist Risikomanagement? Risikomanagement nach DIN ISO Koordinierte Aktivitäten zur Lenkung und Steuerung eine Organisation in Bezug auf Risiken Risikomanagement nach DIN EN ISO Systematische Anwendung von Managementstrategien, Verfahren und Praktiken auf die Aufgaben der Analyse, Bewertung, Beherrschung und Überwachung von Risiken 9

8 Bedeutung des Risikomanagements in mittelständischen Unternehmen 1% 1% 17% 15% sehr hohe Bedeutung hohe Bedeutung geringe Bedeutung keine Bedeutung 66% weiß nicht, keine Angaben Quelle: Befragung in mittelständischen deutschen Unternehmen durch den BDI (2011); Unternehmen des deutschen Mittelstands verschiedener Branchen und Größen 14

9 Gründe zur Implementierung eines kontinuierlichen Risikomanagements Kontrolle über Unternehmensrisiken Anforderungen von Eigentümern/Gesellschaftern Rechtlicher Anforderungen Haftungsgründe/Beweisführung Kundenanforderungen Wettbewerbsvorteils gegenüber Konkurrenten Vermeidung von Wettbewerbsnachteilen Verbesserung des Ratings des Unternehmens Verbesserung des Unternehmensimages Branchenanforderung Sonstiges 0% 20% 40% 60% 80% Quelle: Risk Experts Risiko Engineering GmbH, CAMPUS 02 (2012) 384 österreichische Unternehmen mit 25 bis 500 Mitarbeitern (produzierende Industrie und Handel) 16

10 Maßnahmen des Risikomanagements Quelle: R. König,

11 Risikomanagement-Prozess Nach ISO Risikomanagementrahmen Risikomanagementprozess Grundsätze Kontinuierliche Verbesserung A P Mandat und Verpflichtung Gestaltung d. Rahmens Überwachung u. Überprüfung Umsetzung C D Kommunikation und Konsultation Erstellung des Zusammenhangs Risikoanalyse Risikobewertung Risikoidentifikation Risikobewältigung Überwachung und Überprüfung 19

12 Risikomanagement-Prozess Einbindung in den Produktentwicklungsprozess 20

13 Risikomanagement-Prozess Nach DIN EN ISO Risikoanalyse Risikobewertung Risikobeurteilung Identifizierte Gefahren beschreiben Risikoanalyse durchführen (RPN) Risikobewertung durchführen Bildquelle: nach DIN EN ISO Risikobeherrschung Bewertung der Akzeptanz des Gesamt- Restrisikos Risikomanagementbericht Information aus der Herstellung und der Herstellung nachgelagerten Phasen Risikomanagement Maßnahmen zur Risikoreduktion festlegen Restrisiko bewerten Risikomanagement-Status berichten Risikoüberwachung Dokumentation 21

14 PLM als Plattform für Prozesse und Informationen Risikoanalyse Projektmanagement Ideenmanagement Risikobewertung Marketingmgt Planung Systementwurf Anforderungsmanagement... Risikobeherrschung Konzept/Pflichtenheft CAD Bewertung der Akzeptanz des Gesamt- Restrisikos... Entwicklung Produkt + Prozess / Tests Konformitätsbewertung CAE Textverarbeitung Risikomanagementbericht Information aus der Herstellung und der Herstellung nachgelagerten Phasen CAM Publikationsmgt. Dokumentenverwaltung / PDM Produktion Produktbeobachtung / Service ERP 22

15 IT-Unterstützung von Risikomanagement Verwendete systemtechnische Unterstützungen für das RM Eignung der eingesetzten Risikomanagement-Software 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% Tabellenkalkulation (MS Excel) 55% sehr gut 8% professionelle Risikomanagement Software eigenentwickeltes Tool 8% 26% gut befriedigend ausreichend 27% 27% 30% Datenbank-Lösung (MS Access) 5% ungenügend 3% kein Tool 11% keine Angabe 5% Quelle: Risk-Management-Benchmarking 2011/12 38 Konzerne verschiedener Branchen 28

16 IT-Unterstützung von Risikomanagement-Prozessen Beispiel: Qware Riskmanager Unterstützung bei der methodischen, systematischen und normkonformen Vorgehensweise Erhalt der Übersichtlichkeit auch bei komplexeren Produkten Rechteverteilung bei der Bearbeitung Historienerstellung für die Nachvollziehbarkeit Erleichterung bei der Kontrolle auf Vollständigkeit Vereinfachte Möglichkeit der grafischen Darstellung von Risikodiagrammen und - matrizen Automatisierte Generierung von normkonformer Dokumentation in Teilen oder vollständig Bildquelle: bayoonet AG 29

17 IT-Unterstützung von Risikomanagement-Prozessen Risiko Radare existieren vereinzelt, aber die meisten dieser Radare haben keine öffentliche Komponente sind (inhaltlich) stark fragmentiert betrachten nur limitierte Bereiche werden nicht durch IT-Lösungen unterstützt können nicht untereinander kommunizieren basieren nicht auf beschlossenen und akzeptierten Prinzipien (Regelwerke, Gesetze, Verordnungen, Richtlinien) Quelle: EU Projektes integ-risk 30

18 IT-Unterstützung von Risikomanagement-Prozessen Motivation für den PLM Einsatz Medienbrüche und komplizierte Arbeitsabläufe durch verschiedene, unabhängige Software-Lösungen Nutzung veralteter Daten Expertise vieler Mitarbeiter bleibt ungenutzt Zusammenhänge werden aufgrund fehlender Analysemöglichkeiten nicht oder erst zu spät erkannt Projekt- Management PLM Produkt-Daten- Management Fehlende Wiederverwendung von Daten Arbeitsabläufe nicht dokumentiert Issue Management Risiko- Management Zugriffsrechte schwer kontrollierbar 31

19 IT-Unterstützung von Risikomanagement-Prozessen Integrierte Risikomanagement Lösung Verknüpfung mit produkt- und projektspezifischen Daten Verknüpfung mit anderen Unternehmensaufgaben (Compliance Management, Reklamations- / Beschwerde-, Qualitätsmanagement) Verknüpfung mit weiteren Funktionen der Basissoftware (Projektmanagement, Geschäftsprozessmodellierung, Workflow Management) 32

20 Erfolgsfaktoren für ein wirkungsvolles Risikomanagement 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% Information und Kommunikation Gute Risikoerkennung und ehrliche Beurteilung Commitment der Unternehmensführung Einbeziehung unterschiedlicher Bereiche Verfügbarkeit von guter Information Ursachenanalyse Szenarien und Aufzeigen von Auswirkungen Angemessene Bewertungskriterien/Bewertungen Strukturierte Erfassung der Dokumentation Schließen von Regelkreisen Sonstige 3% 22% 35% 35% 34% 51% 59% 64% 64% 70% 73% Quelle: Risk Experts Risiko Engineering GmbH, CAMPUS 02 (2012) 384 österreichische Unternehmen mit 25 bis 500 Mitarbeitern (produzierende Industrie und Handel) 36

21 Risikomanagementprozesse mit PLM Zusammenfassung Integration in PLM verringert Insellösungen und unterstützt die Verknüpfung mit relevanten Daten und Prozessen Aktive Einbeziehung aller Beteiligten in den RM-Prozess Kostenvermeidung durch frühes Erkennen und systematisches Reduzieren von Risiken Die kontinuierliche Nachverfolgung der Risiken über den gesamten Produktlebenszyklus wird vereinfacht Aufwandsreduzierung bei der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben Hohe Anpassbarkeit stellt die optimale Erfüllung Unternehmens-individueller Ansprüche sicher 37

22 Risiken des Risikomanagements 38

23 VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT Bianca Dietz, M. Sc. Dipl.-Ing. Christian Kind Pumacy Technologies AG Bartningallee Berlin Deutschland

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