Herausforderung eines CMMI-DEV v1.2 Level 3 konformen Test- und Qualitätsmanagements in einem SAP Projekt

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1 Herausforderung eines CMMI-DEV v1.2 Level 3 konformen Test- und Qualitätsmanagements in einem SAP Projekt ASQF FG Software-Test Norddeutschland Bremen , 18:00 21:00 Uhr Raum 032a

2 Zur Person Armin Niewisiewicz Studium Diplom - Wirtschftsinformatik (FH) Systemanalytiker und Projektleiter im Bereich Medien (PayTV) Konzeption und Umsetzung von Kundenverwaltungssystemen und in der Gerätelogistik Projektleiter / Kernteammitarbeiter bei der Konzeption und dem Aufbau von Test- und Qualitätssicherungseinheiten im Bankenbereich Konzeption und organisatorischer Aufbau zentraler Testeinheit für den IT Bereich Projektleiter / Teilprojektleiter Systemintegration (Test) in diversen Großprojekten im Banken- und Versicherungsbereich Einführung IFRS Bilanzierung mit dem SAP Bank Analyzer Wertpapierabwicklungs- und Zahlungsverkehrssystemen (EZV/AZV) Konzernweite Einführung eines Personalwirtschafts- und management Systems SAP Human Capital Management (SAP HCM) Beratung von Projekten und Organisationseinheiten zum Test- und Qualitätsmanagement nach ISTQB, IEEE und CMMI-DEV v1.2

3 Herausforderung eines CMMI-DEV v1.2 Level 3 konformen Test- und Qualitätsmanagements in einem SAP Projekt Ausgangslage und Herausforderung im Projekt Was bedeutet CMMI-DEV v1.2 für das Projekt und für die Organisation? Die Rollen Testmanager und Qualitätsbeauftragter (QBA) Der SAP Solution Manager als Qualitäts- und Testmanagementwerkzeug Erkenntnisse und Lessons Learned Ausblick

4 CMMI-DEV Anwendung von CMMI in einem Versicherungskonzern Europas größter Lebensversicherer und eine der führenden Versicherungsgruppen in Europa Brutto-Beträge 2010 Gesamtumsatz 73 Mrd. Euro Leben/Kranken 51 Mrd. Euro Schaden/Unfall 21 Mrd. Euro Asset unter Management über 470 Mrd. Aktiv in über 60 Ländern der Welt Mehr als Mitarbeiter, davon ca IT Mitarbeiter an mehreren Standorten 70 Millionen Kunden weltweit

5 CMMI liefert Unterstützung auf dem Weg zur Erfüllung der Kundenwünsche Die Geschichte von CMMI Für die Aufgabenstellungen, die sich aufgrund der Kundenwünsche ergeben, entwickelte das Software Engineering Institute (SEI) der Carnegie Mellon University das CMMI Auftraggeber war das Amerikanische Verteidigungsministerium (Department of Defense - DoD) Entwicklung des CMM und später CMMI Software Process Maturity Framework 1991 Capability Maturity Model V1.0 (CMM V1.0) 1993 CMM V Entwurf CMM V2.0 - wurde aber nicht veröffentlich 2000 CMMI V CMMI V CMMI V1.2

6 CMMI: Inzwischen ein internationaler Standard und Rahmenwerk für die Systementwicklung identifiziert Stärken und Schwächen der Prozesse in Systementwicklungsorganisationen stellt ein definiertes Modell zur kosteneffizienten Erstellung von qualitativ hochwertigen Software-Systemen in angemessener Entwicklungszeit bereit liefert einen vordefinierten Rahmen von Zielen, die bei Durchführung von Programmen zur Optimierung der Entwicklungsprozesse einer Organisation zu erfüllen sind fokussiert auf die wesentlichen Elemente effizienter Entwicklungsprozesse ist weltweit eines der verbreitesten Instrumente zur Verbesserung von Softwareund Systementwicklungsprozessen basiert auf einem bewährten Best Practice -Ansatz, der in Vorgängermodellen ausgiebig erprobt und weiterentwickelt wurde

7 CMMI-DEV v1.2 Die Prozessgebiete mit ihren Reifegraden Kurzb. Langbezeichnung ML Kategorie REQM Requirements Management Engineering PP Project Planning Project Management PMC Project Monitoring and Control Project Management SAM Supplier Agreement Management 2 Project Management MA Measurement and Analysis Support PPQA Product and Process Quality Assurance Support CM Configuration Management Support RD Requirements Development Engineering TS Technical Solution Engineering PI Product Integration Engineering VER Verification Engineering VAL Validation Engineering OPF Organizational Process Focus 3 Process Management OPD Organizational Process Definition Process Management OT Organizational Training Process Management IPM Integrated Project Management Project Management RSKM Risk Management Project Management DAR Decision Analysis and Resolution Project Management OPP Organizational Process Performance Process Management 4 QPM Quantitative Project Management Project Management OID Organizational Innovation and Deployment Process Management 5 CAR Causal Analysis and Resolution Support

8 CMMI-DEV v1.2 Die Reifegrade Aufbau und Struktur des stufenförmigen Modells

9 CMMI-DEV v1.2 Institutionalisierung von Prozessen (ML 3) Welche Rollen spielen die Generischen Praktiken? Ein Prozess wird als institutionalisiert bezeichnet, wenn er in einer Organisation gelebt wird. GG 1 Erreiche die spezifischen Ziele GP 1.1 Führe die spezifischen Praktiken aus Ist ein gesteuerter Prozess institutionalisiert, hat die Organisation den CMMI-Level 2 erreicht. Alle Projekte planen und steuern sauber das Vorgehen innerhalb des Projekts. GG 2 Institutionalisiere einen gesteuerten Prozess GP 2.1 Erstelle eine Policy (grundsätzliche Vorgaben und Regeln) GP 2.2 Plane den Prozess GP 2.3 Stelle Ressourcen bereit GP 2.4 Weise Verantwortung zu GP 2.5 Trainiere das Personal GP 2.6 Steuere Konfigurationen GP 2.7 Identifiziere und beteilige relevante Stakeholder GP 2.8 Überwache und kontrolliere den Prozess GP 2.9 Bewerte die Übereinstimmung objektiv GP2.10 Review den Status mit dem höheren Management Ist ein definierter Prozess institutionalisiert, hat die Organisation den CMMI-Level 3 erreicht. Das Vorgehen in allen Projekten einer ist gleich, es wird von einem Standardprozsse abgeleitet und die gesamte Organisation trägt zur Verbesserung des Vorgehens bei. GG 3 Institutionalisiere einen definierten Prozess GP 3.1 Erstelle einen definierten Prozess GP 3.2 Sammle Verbesserungsinformationen

10 CMMI-DEV v1.2 Prozessmodell Die Umsetzung des was in das wie durch die Anwendung eines unternehmensspezifischen Vorgehensmodells Die konkrete Umsetzung der Best Practices aus dem CMMI-DEV Prozessmodell, erfolgt durch die Nutzung eines unternehmensspezifischen Vorgehensmodells

11 CMMI-DEV v1.2 Das Stufenmodell Jetzt wird gemessen Das SCAMPI Appraisal Prozessverbesserung wird kontinuierlich betrieben Verbesserungsansätze für Prozesse werden pilotiert und anhand der gemessenen Effektivitätsverbesserungen übernommen oder angepasst. Die ganze Organisation ist auf Optimierung ausgerichtet 5. Optimierend (2) Prozesse werden gemessen und gesteuert Kennzahlen und entsprechende Messpunkte instrumentieren die Prozesse, quantitative Ziele für die Prozess-Performance sind gesetzt 4. Quantitativ gesteuert (2) Prozesse sind definiert und in der Organisation eingeführt Organisationsweit gültiger Software-Prozess ist definiert und eingeführt, Beteiligte verstehen ihre Rollen und Verantwortlichkeiten 3. Definiert (11) Projektmanagement wird systematisch betrieben Es werden Erfahrungen aus Vorprojekten ausgewertet, Prozesse sind aber eher intuitiv, nur bedingt wiederholbar 2. Gesteuert (7) Prozesse sind schwer vorhersehbar, schlecht zu steuern and reaktiv Geringe Termin- und Kostentreue, hohes Risiko, Abhängigkeit von individuellen Leistungen - heldenbasierter Ansatz 1. Initial

12 CMMI-DEV v1.2 Elementare Prozessgebiete des Prozessmanagements Herausforderungen für die SAP Entwicklungen sind SAP Entwicklungsprozesse müsse organisationsweit am gültigen Vorgehensmodell des Unternehmens harmonisiert werden (RUP Iteratives & Inkrementelles Vorgehen) Schulungen und Einweisungen in des SAP SW Prozess müssen erarbeitet werden Die Art und Weise der Anwendung des SAP Solution Manger je Entwicklungsschritt müssen klar definiert sein und gelebt werden

13 CMMI-DEV v1.2 Elementare Prozessgebiete der Entwicklung Herausforderungen für u.a. den Test (VER, VAL) sind Entscheidungen über Systementwicklungen müssen dokumentiert sein und am Architekturmodell des Unternehmens ausgerichtet sein SAP Entwicklungen müssen sich auf konkrete Anforderungen zurückführen lassen SAP Transporte (Deployments) müssen am Release ausgerichtet sein Von der Anforderung, über die Entwicklung bis zu Auslieferung besteht eine Reückverfolgbarkeitspflicht (Traceability)

14 Womit nun die Anforderungen aus Umsetzen? Der SAP Solution Manager als zentrales Management-Werkzeug Der SAP Solution Manager integriert Application Lifecycle Management und ITService Management Prozesse auf einer einzigen Plattform.

15 Application Lifecycle Management (ALM) mit dem SAP Solution Manger.. mit ITIL 3 Prozessen

16 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Einordung der Rollen und Aufgaben aus dem Vorgehensmodell des Unternemens Definition der geschäftlichen Anforderungen und Change Requests Stakeholder Analyse des Business Impact bei Neueinführung und / oder Wartung Prüfung Anforderungen Projektleiter Anforderungsmanager Systemintegrator Erstellung des Projektbzw. Maßnahmenplans QG: Requirement to Scope Erstellung/Änderung der fachlichen Lösung (je SAP Modul) Auswahl/Änderung des Business Blueprint der SAP Lösung Auswahl/Änderung der WBS Definition von Meilensteinen und Qualitygates Festlegung von Rollen und Berechtigungen Auswahl der Roadmap, Methoden, Verfahren und Dokumente (Vorgehensmodell) Projektleiter Qualitätsmanager Fachdesigner Anforderungsmanager Konfigurationsmanager QG: Scope to Build Verwaltung der Umsetzung Anforderungen und Change-Requests freigeben Abeitspakete verwalten Beauftragung Entwickler AP-Verantwortliche Umsetzung Implementierung im Rahmen des Umfanges Durchführung von Modultests (Unit-Test) Entwickler QG: Scope to Test Definition/Organisation von Testplänen und Testpaketen für den: Modultest Systemtest Systemintegrationstest Abnahmetest Last- und Performancetests Testmanager Erstellen des Qualitätsreport zur Abnahme Testabdeckung der fachlichen Anforderungen Fehlersituation usw. Qualitätsmanager QG: Scope to Deploy Erstellung der Baseline (Release- Erstellung) für die Auslieferung Konfigurationsmanager Durchführen des Deployments Systemintegrator Projektleiter Requirements QG Design QG Build QG Test QG Deploy

17 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Requirementphase Die verbindliche SAP Roadmap als SAP spezifisches Vorgehensmodell Festlegung von Prozessen, Rollen und Artefakte (Dokumente) zu einer SAP Rodmap. Diese können system- oder projektspezifisch ausgeprägt werden.

18 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Requirementphase Festlegung von Quality Gates (QG)und Transportwege durch das Konfiguartionsmanagement Erstellen von Baselinies an den QG auf Basis der jeweiligen Artefakten und technischen Objekte Transport erfolgen NICHT automatisch und durch die Entwickler sondern zentral Best Practices bei Transporten Transport von Kopien, bis zur finalen Freigabe Systemüberreifende Objektsperre Vorabtransport bei dringenden Korrekturen (für Produktion) Jede Änderung an Artefakte und/oder technischen Objekten ist nach der Baseline ein Change und muss den definierten Change Management Prozess durchlaufen (REQM) Eine zentrale Synchronisation der Transporte von technischen Objekten (z.b. Customizing, Entwicklung) zum QG erhöht die IT Governance

19 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Designphase 1. Ableitung der Geschäftsprozesse aus dem Business Blueprint der SAP zur Solution SAP liefert für die mysap ERP NetWeaver Systemlösung vorgefertigte Geschäftsprozesse für fachliche Themenbereiche z.b. Logistik Financial Human Capital Management (HCM Die Geschäftsprozesse eines Themenbereichs wird in einzelne fachliche Prozessschritte gegliedert, die letztendlich auf eine Systemfunktion verweisen Zur eigenen Erstellung und Verwaltung von BPR bietet SAP den Business Process Composer oder eine Schnittstelle zu IDS Scheer ARIS for SAP NetWeaver / ARIS Business Architect

20 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Designphase 2. Überarbeitung des Business Blueprint durch den Fachdesigner Szenario Der Business Blueprint wird in der Baumstruktur so aufgebaut, dass er den fachlogischen Abläufen des Unternehmens entspricht Gesch.proz. Prozessschritt Der Business Blueprint kann/wird um die Szenarien / Geschäftsprozesse erweitert, die nicht im Standard enthalten sind (z.b. komplette Integrationstestszenarien Nach der Überarbeitung existiert ein unternehmensspezifischer, der für künftige Projekte ausgeliefert wird

21 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Designphase 3. Der Anforderungsmanager und der Fachspezialist füllen die Prozessschritte 1 Erstellung / Zuordnung der Artefakte (z.b. Anforderungen) zum konkreten Prozesschritt 2 3 Festlegen von: Status, Priorität, Zuordnung MA, Verweis auf andere Artefakte, usw. Zuordnung zusätzlicher Dokumentationen und Verweise (z.b. Weblink) Die Prozessschritte enthalten nun alle notwenigen Dokumente, die für eine Umsetzung (Customizing und Entwicklung) notwendig sind

22 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Buildphase Der Anforderungsmanager und der Fachspezialist füllen die Prozessschritte 1 2 Zuordnung der SAP Traktion(en) mit denen der Prozessschritt ausgeführt wird Customizing des Prozessschritt 3 Entwicklung von technischen Objekten (.z.b. Funktionbaustein) Am Ende der Buildphase ist der Prozessschritt nach den Vorgaben des Unternehmens ausgeprägt worden. Die Umsetzungsatefakte werden den Anforderungen zugeordnet

23 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Testphase In der Testvorbereitung wird durch das Testmanagement der Testumfang festgelegt Zuordnung der Testfälle zu dem Prozessschritt Der geplante Testaufwand wird dem Prozessschritt zugeordnet Durch die Testentwickler werden ggf. Testautomationen (z.b. ecatt) zu Ausführung der Testfälle implementiert Durch Abschluss der Testvorbereitung, ist der gesamte Testaufwand definiert. Der Umfang wird den Anforderungen zugeordnet, um eine Testabdeckung messen zu können

24 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Testphase In der Testdurchführung wird durch das Testmanagement der konkrete Testumfang definiert Ableiten der Testaufwände je Teststufe auf Basis der Testdurchführungsplanung Festlegen der Steuerungsparameter Startdatum / Endedatum Geplanter Aufwand Risiko Anlage eines Testplans je Teststufe und Zuordnung der für den Test geplanten Testfälle

25 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Testphase Zuordnung der Testfälle aus dem Testplan an konkrete Tester Bilden von fachlich / technisch zusammenhängenden Testpaketen Beispiel: Testplan Systemtest SAP HR Testpaket 1: Fachtestfälle Testpaket 2: Migationstest Zuordnen von namentlichen Testern

26 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Testphase Zuordnung und Abarbeitung von Testfällen zu/durch Tester in jedem Testpaket wird der Status der Testfälle angezeigt (Fehlerhaft, Ohne Ergebnis, OK) Meldungen werden durch ein Blitzsymbol angezeigt, wenn für dieses Testpaket Fehlermeldungen erfasst wurden Jede Zeile ist ein eigenständiges Testpakte. Die Testpakete können aus einem Testplan stammen, aber auch von anderen SAP Projekten initiiert worden sein.

27 Eine zentrale Sich auf ein Projekt die Traceability Matrix Qualitätsmanagement - Wo stehen wir gerade im Projekt? Anforderung(en) Implementierung(en) Testfall(fälle) z.b. UseCase, Geschäftsregeln, usw.

28 Anzahl Statusreporting und Risikoabschätzung auf Basis von Auswertungen aus dem SAP Solution Manager Datenmaterial für die Erstellung des QS- und Testreportings QS-Bericht Risikobewertung Testbericht Testfallabdeckung Fehlersituation (nach Sachgebieten und Prioritäten in der Übersicht) Aufbau eines übergreifenden Management -Reporting zur Steuerung der Tests unter den Aspekten Zeit Kosten Qualität (Risiko) Abweichungsperformance Testfallperformance Aufwandstracking (Soll/Ist) Abweichungen nach Status Wiedervorlagscheidung zur Ent- gesamt behoben erfasst in Bearbeitung testbereit gesamt dwpbank gesamt dwpbank KW KW KW KW KW KW KW KW KW KW KW KW KW KW Offen "In Bearbeitung" Abgeschlossen Status

29 Der SAP Solution Manager ALM Prozess Die Deploymentphase Das Projekt aus dem SAP Solution Manger, wird zu Wiederverwendung und Dokumentation ausgeliefert Projekt Auslieferung neue Applikation Import neue Lösung Projekt Auslieferung bestehende Applikation SAP System Solution Directory System Dokumentation Projekt Auslieferung bestehende Applikation Import Lösung (ändern) Wartungsprojekt

30 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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