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1 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 1 von 28 Nr.: KW / 22. Juli 2004 Print-Ausgabe 9,-- Inhaltsverzeichnis Editorial (Rohmert) Traurige Büromärkte (ARM/JLL) Büro Düsseldorf (Degener) Desaster in Frankfurt (Rohmert) BM München (Döbel) Köln Talsohle erreicht Ruhrgebiet bekommt Risse Weniger Hotelinvestitionen Peinliche Fonds-PR (Rohmert) Allianz Portfoliooptimierung A-Rosa-Hotel Kitzbühl Jamestown (Winckler) US-Fonds prozyklisch (WR) US-Treuhand (Moser) HGA-Flughafenfonds Fondslux - Neue Datenbank Ergo Trust Logistik-Fonds SKAG investiert in Paris Offene Fonds - magere Performance (Winckler) Sicherheiten-Austausch möglich (Knipschild) Wandel als Chance (Lis) Makler im Wandel (Lutter) Mareon (Rütgers) Maklerkooperation (Kienle) Bulwien Wörterbuch IIB (Hettenbach) FlowFact (Grosenick) Sykosch/Wiso-Software Automeile (Unterreiner) Fassaden-Test (intecplan) Berliner WiFö (Krentz) Diplomarbeit N. Wächter Impressum Sehr geehrte Damen und Herren, der Sommer bleibt schattig. Auf den Büromärkten herrschen Leipziger Verhältnisse. Für mindestens zwei Konjunkturzyklen haben wir die Büroflächen schon gebaut. Zum Glück weiß das noch keiner, sonst wäre es vielleicht ein Grund zum Nachdenken (ab Seite 2). Nachdenken war allerdings noch nie die Stärke der Immobilienwirtschaft. Vor noch nicht einmal fünf Jahren trommelten die berufenen Geister der Immobilienwirtschaft und der Bankenszene die Botschaft in die Lande, der Immobilienmarkt sei reif und professionell geworden und das Bankensystem stehe jetzt für vernünftige Entscheidungen. Die Zyklen würden flacher. Ausschläge wie in der Vergangenheit mit hohen Leerständen wie in den 90ern werde es nicht mehr geben. Jetzt nähern wir uns dem Doppelten! Si tacuisses, philosophus mansisses. Wenn Sie etwas über Immobilienmärkte wissen wollen, fragen Sie um Himmels Willen keinen Fachmann. Sie erhalten immer nur zwei Antwortvarianten: 1. Es geht schon lange bergab. Die Talsohle ist jetzt erreicht bzw. durchschritten. oder 2. Es geht so stabil bergauf, dass auf Grund der Professionalität der Branche und der Banken es inzwischen sicher ist, dass es weiter bergauf geht. Sein wir ehrlich: Es gibt auch für Profis, die vom Geschäft leben, gar keine andere Argumentation, sonst müssten sie sich auf 10 Jahre einfrieren lassen. Wichtig für die Akzeptanz der Immobilie als Kapitalanlage ist die Zukunft der Offenen Immobilienfonds. Wenn es zu einer nachhaltigen Wertkorrektur kommt, könnte das zu einem Vertrauensbruch führen. Die Bewertungsrisiken der Offenen Fonds können dabei auch ohne Schuldzuweisung gemäß der letztjährigen Diskussion zur Bewertung der Immobilienbestände aus vier Richtungen kommen: 1. Nicht antizipierte strukturelle Marktveränderungen, die ein Bewerter nun einmal nicht vorhersehen muss. 2. Bislang unsichtbare Investmentfehlentscheidungen wie sie bei großen Portfolien unvermeidlich sind. 3. Bewertungsnachholpotentiale bei Investments in Deutschland, die auf Grund des unausgesprochenen Kontinuitätsediktes des Fondsestablishments geschoben werden, und 4. Marktkonsolidierungen und Mietvertragsausläufe bei Investments im Ausland. Ein nachhaltiger Mittelrückfluss könnte nicht nur manchen Fondsmanager ins Schwitzen bringen, sondern auch manche Bank oder Versicherung. Es lohnt sich durchaus, auch über strafrechtliche Konsequenzen nachzudenken, wenn Verluste aus einem Sondervermögen eines Offenen Immobilienfonds zugunsten der klar definierten Anlegergruppe zu Lasten anderer Anleger oder Aktionäre verlagert werden sollten. Das geschieht schon heute. Auch die Marktwirkung wäre nachhaltig. Manche Großobjekte sind nur innerhalb der Szene handelbar und wären bei gleichlaufenden Entwicklungen unverkäuflich. Ohne die Fondsnachfrage sähen die Investmentmärkte bereits heute recht alt aus. Preiseinbrüche mit Bewertungskonsequenzen wären die Folge. Uns allen wäre das unangenehm. Soll die Presse deshalb schweigen? Peinlich, peinlich, peinlich: Ein zugkräftiger PR-Karren zieht zur Zeit die Branche in die Lächerlichkeit. Ernst & Young, VDM und die unsägliche Bündelungsinitiative der deutschen Immobilienwirtschaft prophezeiten im Zusammenhang mit der Totalüberschuss- Problematik (siehe "Der Immobilienbrief" Nr. 65 Editorial) den Ruin vieler Anleger und drohten der Politik mit Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe - welche Logik! Wir mahnten aus Erfahrung zur Ruhe. Der PR-Ballon platzte schon nach Tagen und erwies sich als schiere Panikmache (Seite 2). Auch beim Anlegerschutzverbesserungsgesetz verspielt die Branchen-PR- Maschine das Vertrauen der Journalisten. Der Flop wurde als Sieg ausgelegt (Seite 2). Die Presse schrieb Unsinn. Wie schon erwartet, stolperten in der Zwischenzeit die hoch bezahlten juristischen Interessenvertreter der Fondsbranche (E&Y, GSK) über offensichtliches Europarecht (S. 3). Dank an den Chiemgaukreis : Auf Initiative von ImmobilienScout24 Co-Gründer Jürgen Böhm treffen sich unter dem Motto Wandel gestalten Gründer und Vorstände der Immobilienwirtschaft zweimal pro Jahr im Chiemgau. Ihre Thesen zum Thema Wandel haben aus Sicht Ihrer Verbände und Unternehmen Wolfgang C. A. Lis, Uwe Lutter, Bernd Rütgers, Tilman A. Kienle, Peter Hettenbach, Lars Grosenick und Matthias Sykosch ab Seite 18 zusammengefasst. Werner Rohmert, Herausgeber "Der Immobilienbrief"

2 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 2 von 28 Personalien Köln: Christoph Kahl, mit JAMESTOWN unangefochtener Marktführer bei US- Immobilienfonds, der unabhängig von Dollarkurs oder Einkaufspreisen selbst Milliardenfonds über Banken in Wochen platziert, wurde am 18. Juli 50 Jahre alt. Seine Assets sind die Leistungsbilanz, der faire Umgang mit Anlegern und Analysten und sein US-Markt Knowhow ebenso wie die Umfeldund produktunabhängige Bereitschaft der Banken und Vertriebe, jeden Jamestown- Fonds in Rekordzeiten zu verkaufen. (s. Seite 13) Zum Glück trifft dieses Vertrauen auf Christoph Kahl. JLL und ARM - Weiter trauriges Bild auf den Büromärkten Inzwischen liegen die Berichte der großen Maklerhäuser zu den Büromärkten vor. Wie Stadt Der Büroflächenmarkt in fünf deutschen Städten Jones Lang LaSalle - Stand: 2. Quartal 2004 Leerstand Gesamtabsatz Vermietung Eigennutzer Untermietflächen Leerstand inkl. Untermiete Spitzenmieten Bestand qm % qm qm qm in % qm in % qm in % Euro Veränd. Mio. qm Berlin , , , ,9 21,00-4,5% 16,32 Düsseldorf 1) , , , ,4 21,00-8,7% 6,98 Frankfurt/M 2) , , , ,5 34,50-10,4% 11,33 Hamburg , , , ,9 19,50-4,9% 13,42 München Region , , , ,8 28,50-8,1% 17,44 1) inkl. Ratingen, Neuss, Erkrath und Hilden 2) inkl. Eschborn und Kaiserlei immer konnten sich die Makler nicht auf eine gemeinsame statistische Basis einigen. Das erklärt einen Teil der Unterschiede. Traurig bleibt es, dass Definitionsfragen als Machtspiele auf dem Rücken der Interessierten ausgetragen wird, die nun einmal im schnellen Stadt Maklervergleich Vermietungs-Umsätze in deutschen Metropolen - Maklervergleich 1. Halbjahr 2004 in qm Bürofläche ARM Gesamt JLL Gesamt JLL Vermietung PP Vermietung Berlin Düsseldorf Frankfurt Hamburg München Stuttgart ARM ermittelt nur Geamtabsatz incl. Eigennutzer ARM = Atis Real Müller, JLL = Jones Lang LaSalle PP = Property Partners Lesen nicht in der Lage sind, sich mit den jeweiligen Geheimnissen der regionalen und zeitlichen Zurechnung auseinandersetzen zu können. In allen vorliegenden Zahlenwerken erlitt vor allem die Bürometropole Frankfurt im Vorjahresvergleich deutliche Einbrüche. Ü- ber 40% Einbruch stellt Jones Lang LaSalle (JLL) fest. Minus 21,2% ermittelt auch Atis Real Müller (ARM) für die Hessenmetropole. Düsseldorf, München und Hamburg

3 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 3 von 28 Personalien Frankfurt: Hans-Günther Seckerdieck, ehemaliger Geschäftsführer der Deutschen Grundbesitz Management (heute: DB Real Estate), ist in der Fokus der Frankfurter Staatsanwaltschaft geraten. Gegen ihn wird derzeit wegen Vorteilsnahme ermittelt. Der heutige Geschäftsführer des Immobilienfonds-Initiators DG Anlage Gesellschaft GmbH, der die DB Real Estate im Juli 2002 verlassen hatte, steht im Mittelpunkt umfangreicher Untersuchungen bei denen es um Korruptionsvorwüfe bei der Vergabe von Bauaufträgen in der Mainmetropole geht. Die Staatsanwaltschaft hat unter anderem die Vermutung, dass beim Bau des 110 m hohen und 450 Mio. teuren Komplexes IBC Investmentbanking Center der Deutschen Bank, unlautere Geldflüsse erfolgt sind. Die DB Real Estate hatte das Hochhausensemble im Auftrag ihres Mutterkonzerns gebaut. Wegen des laufenden Verfahrens möchte sich die DB Real Estate nicht äußern, hat aber ihre Unterstützung bei der Aufklärung der Vorwürfe zugesichert. Ob Seckerdieck seinen Posten bei der DG Anlage Gesellschaft behält, ist fraglich. Aus dem Aufsichtsrat der DIFA wurde Seckerdieck bereits kurzfristig abberufen. Atis Real Müller - Büromarkt-Kennzahlen 1. Halbjahr 2004 Mieten Leerstand Flächen im Bau Flächenumsatz Flächenangebot Leerstandsrate** Höchstdavon modern % preis gesamt Erstbezug verfügbar verfügbar Berlin 23, ,5% Düsseldorf 19, ,7% Essen 12, ,4% Frankfurt 35, ,1% Hamburg 20, ,9% Köln 19, ,0% Leipzig 10, ,7% konnten ihre Position halten oder sogar in Abhängigkeit vom jeweiligen Maklerbericht sogar verbessern. ARM sieht in München z.b. eine Verbesserung von 14%. Die Trends bestätigt auch Property (PP). Partners München Über zwei unterschiedliche Märkte scheinen 28, ,0% Stuttgart 16, ,2% Total 1. Halbjahr ,0% zumindest JLL und * Der Höchstmietpreis umfasst nur ein Marktsegment von jeweils 3-5 % ARM in Berlin zu schreiben. Während JLL einen Rückgang von knapp 7% ermittelt, hat ARM sage und schreibe 39,6% mehr vermietete Flächen gefunden als im Vorjahr. Die Leerstände legen überall weiter kräftig zu. Insgesamt setzten sich die negativen Entwicklungen fort. Mancherorts scheint aber der Boden gefunden zu sein. Als wichtige offene Frage bleibt aber, inwieweit ein konjunktureller Aufschwung ausreicht, um wieder eine Normalisierung herbeizuführen. Speziell für Frankfurt sind hier viele Fachleute ebenso skeptisch wie Der Immobilienbrief (siehe Frankfurt-Artikel unten). Berichte zum Büroflächenmarkt in Düsseldorf im 1. Halbjahr 2004 in der Tendenz einig bei den Zahlen verwirrend Arne Degener, stv. Chefredakteur "Der Immobilienbrief" Büroflächenmarkt Düsseldorf/ 1. Halbjahr 2004 Umsatz in qm Topmiete in Leerstd. in qm Leerstd. in % Jones Lang LaSalle , ,0 ATIS REAL Müller , ,7 Aengevelt-Research , ,7 Trombello Kölbel , ,1 Zusammenstellung "Der Immobilienbrief" Mittlerweile haben alle großen Branchenunternehmen ihre Zahlen für den Düsseldorfer Büroflächemarkt für das 1. Halbjahr 2004 vorgelegt. Übereinstimmend haben dabei sowohl Jones Lang LaSalle (JLL) als auch Atis Real Müller (ARM), Aengevelt-Research und Trombello Kölbel Consulting (TK) ein Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum festgestellt. Allerdings fiel dieses je nach Marktbericht anders aus. So sehen JLL nur eine kleine Umsatzsteigerung von 2% während von ARM ein sattes Wachstum von 11% und von TK sogar von 18 % festgestellt. Das vermeintliche leichte Minus bei Aengevelt ist dagegen schnell geklärt: Hier wurde der Deal mit

4 Mehr Raum. Mehr Spielraum. Mehr Unternehmen. Immobilienfinanzierung für mittelständische und große Unternehmen. Machen Sie mehr aus Ihrem Unternehmen. Mit unseren umfassenden, maßgeschneiderten Finanzierungsmodellen bereiten wir den Weg für Ihre Investitionsentscheidungen. Gerade bei ambitionierten Projekten wie großen Gewerbeimmobilien bringen wir viel Erfahrung mit und schaffen ideale Rahmenbedingungen. Denn wir stellen Ihnen individuelle Finanzierungskonzepte bereit. Diese reichen von der anfänglichen Projektentwicklungsfinanzierung bis hin zur langfristigen Endfinanzierung. Mehr detaillierte Informationen für Ihr Unternehmen erwünscht? Nationaler Förderer (9 Cent/Min.) Key Account-Management Account-Management

5 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 5 von 28 Personalien Hamburg: Olaf Fortmann (36) wird neben Oliver Georg neuer zweiter Geschäftsführer der Hanseatische Capitalberatungsgellschaft (HCI). Betriebswirt Fortmann soll HCI bei der Positionierung im Immobilienbereich unterstützen. Köln: Christian Simanek (33) übernimmt den Bereich Gewerbliche Vermietung der Gerling-Konzern Gesellschaft für Vermögens- Management mbh (GKVM). Zuvor war der gelernte Jurist und Dipl.- Immobilienwirt als Prokurist bei Jones Lang LaSalle Düsseldorf tätig. Aengevelt-Research zu Düsseldorf (7/2004) C&A über die Anmietung von qm im Kaufring-Areal Mietpreis- Standort Branchen-Schwerpunkte M ietpreisspanne Entw icklung* am Düsseldorfer Flughafen, Banken/Finanzdienstleister, 1 Cit ykern Unternehmensberatung 16,00 23,00/m² der in den anderen Berichten (v.a. WP, RA) bereits seinen Niederschlag Unternehmensberatung 2 Kennedydamm (u.a. WP, RA), Verwaltung, 13,30 17,50/m² gefunden hat, noch nicht mit Versicherung, M ode eingerechnet. M edien, Werbung, 3 Hafen unternehmensbegleitende 15,00 21,00/m² Dienstleister, IT Übereinstimmend ist auch das Telekommunikation, Bild, wenn es um den weiter 4 Seestern EDV, IT, 12,00 15,00/m² Handel gestiegenen Leerstand von Büroflächen in der nordrhein- Verwaltung (v.a. Handel u. 5 Grafenberger Allee 11,00 14,30/m² Industrie), Beratung westfälischen Landeshauptstadt geht. Doch die Zahlen über die nicht vermieteten Flächen unterscheiden sich zum Teil recht erheblich. So sieht TK nur qm brachliegen, eine Zunahme von qm bzw. 15 %. Die Leerstandsquote wird mit 11,3% angegeben und man hat bei der Berechnung bereits die in den nächsten drei Monaten zur Verfügung stehenden Flächen mit einfließen lassen. Unter Berücksichtigung der angebotenen Untermietsfläche sieht man den Leerstand bei qm, was einer Quote von 13,1% entspräche. Bei gleicher Annahme sieht man bei JLL einen Leerstand von über 1 Mio. qm und erwartet eine Leestandsquote von fast 15%. Den Anstieg des Leerstandes bewertet man allerdings mit ca. 3,1% ähnlich moderat wie bei ARM, wo eine Steigerung 3% auf qm angeben wird. Aengevelt sieht 13,7% bzw. auf etwa qm der Büroflächen ohne Mieter (+3,7%). Ausgeglichener ist die berechnete erzielbare Spitzenmiete - und die ist im Bundesvergleich weiterhin sehr hoch. ARM gibt sie mit 19,50 Euro/qm an und bezeichnet sie als stabil. Anziehende Mietpreise in Spitzenlagen von 22 auf 23 Euro/qm sieht man bei TK, während JLL wiederum von fallenden Preisen von 23 auf 21 Euro/qm ausgeht. Auch Aengevelt sieht die Höchstmiete in dieser Größenordnung und damit 1 Euro/qm niedriger im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt. Weitgehend einig sind sich alle Marktberichte, wenn es um die Prognose über den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2004 geht: An eine deutliche Belebung des Geschäfts glaubt niemand, doch geht man davon aus, dass die Dynamik beim Anwachsen des Überangebots weiter nachlässt und sich der Gesamtjahresumsatz an Bürofläche etwa in Höhe des Vorjahres einpegeln wird also bei ca

6 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 6 von 28 Personalien Bielefeld: Der Verband Deutscher Makler (VDM) in Nordrhein- Westfalen hat mit Hans-Jürgen Braselmann (61) einen neuen kommissarischer Landesvorsitzenden. Vorgänger Wolfgang Schütte war aus persönlichen Gründen zurückgetreten. Neuer Pressesprecher des Landesverbandes ist Jürgen Stracke (36). Vermietungs und Leerstandsdesaster in Frankfurt - Genug Büros für neue Einwohner Werner Rohmert, Herausgeber "Der Immobilienbrief", Immobilienspezialist "Der Platow Brief" Büromarkt Frankfurt (7/2004) Jones Lang LaSalle ARM 1. Hj Hj Hj Hj Spitzenmiete (EUR/m²/Monat) 45,50 38,50 34,50 35,00 Büroflächenumsatz (in m²) Büroflächenleerstand (in m²) Büroflächenleerstand (in %) 3,7% 5,6% 10,3% 15,1% Leerstand incl. Untermietflächen (in %) k.a. 10,5% 15,5% spekulative, im Bau befindliche Flächen Summe = Gesamtangebot (in m²) k.a Gesamtangebot incl. Bau und Untermiete (in %) k.a. 14,4% 16,8% k.a. Erschreckend ist das Bild bei der Vermietung, das Jones Lang LaSalle (JLL) für das 2. Quartal 2004 ermittelt. Mit qm ist der Absatz zwar doppelt so hoch wie im 1. Quartal, jedoch sei das ein für die hessische Immobilienhochburg ein erschreckend niedriges Niveau. Es liegt nicht nur 42% unter dem Vergleichszeitraum, sondern sogar um 52% unter dem 10- Jahresdurchschnitt der ersten sechs Monate. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Umstrukturierungen bei den großen Banken schlagen lt. JLL zum ersten Mal schmerzlich auf den Immobilienumsatz durch. Großanmietungen, die 2003 und 2002 den Markt noch von der allgemeinen Tristesse abkoppeln konnten, sind Mitte des Jahres nicht im Markt. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage liegt bei 5:1. Das klassische Leerstandsvolumen ist auf über 1,1 Mio. qm bei JLL bzw. 1,9 Mio. qm bei ARM angestiegen. Erheblicher Druck auf die Mietpreise ist die Konsequenz. JLL-Prognose 2004: Expansionen, Zuzüge von außen sind die echten Dynamikfaktoren auf einem Immobilienmarkt, ausgedrückt in einer positiven Absorption, einer Zunahme der belegten Fläche innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Frankfurts traditionelle Stärke vor allem durch die beiden dominierenden Branchen Banken und Unternehmensdienstleister hat sich ins Gegenteil verkehrt. Die Absorption war negativ. Insgesamt wurden sogar Ende Juni qm durch Flächenoptimierungfreigesetzt. Der Trend wird zunächst bleiben. Fakt ist lt. JLL ein bis Ende des Jahres nie größer gewesenes Angebot an qualitativ besten Flächen in unterschiedlichen Lagen mit unterschiedlichen Größen und immer noch Potential nach unten bietenden

7 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 7 von 28 Unternehmens-News Mainz: Das Beratungs- und Systemhaus Aareon hat die DB Real Estate (Deutschland) als Kunden für ihr Software- Produkt zur Immobilienverwaltung Blue Eagle gewonnen. Diese wird damit ca. 6 Mio. qm Büro-, Einzelhandelsund Lagerflächen sowie Wohneinheiten verwalten. Das Einführungsprojekt hat bereits begonnen. Der Produktivstart ist für den 1. Januar 2005 geplant. Preisen. JLL sieht sogar die Gefahr, dass Frankfurts Umsätze auf das Niveau von 1990 zurück fallen ( qm). Frankfurt-Fazit von "Der Immobilienbrief": Frankfurt befindet sich im Schraubstock zwischen Konjunktur und Struktur. Berücksichtigt man beim Leerstand zusätzlich die noch vermieteten aber nicht genutzten Flächen, lassen sich leicht 20 bis 25% faktischer Leerstand errechnen wie dies im Backgroundgespräch Bankmanager hinter vorgehaltener Hand bestätigen. Das allein ist aber noch nicht einmal das eigentliche Problem. Tertiärisierung und wachsende Nachfrage des Finanzsektors führten im Einklang mit den vergangenen konjunkturellen Aufwärtsbewegungen dazu, dass in guten Zyklen über 1 Mio. qm wieder vom Markt genommen wurden und damit in jedem Höhepunkt Knappheit an guten Flächen herrschte und sogar schlechte Flächen auch ohne generelle Sanierung wieder vermietet werden konnten. Heute sieht es anders aus. Der Leerstand reicht heute schon für zwei gute Zyklen. Konjunkturelle Dynamik ist nicht auszumachen. Der generelle Nachholbedarf ist ausgelaufen. Eher sind strukturelle Anpassungen des Finanzsektors nach unten zu befürchten. Demografische Aspekte sind noch nicht berücksichtigt. Dieses Damoklesschwert könnte an Frankfurt auch durch die Attraktivität des Ballungsraums vorbeigehen. Dennoch bleibt die Situation langfristig kritisch. Für zwei Zyklen reicht der Bestand mindestens. Eher könnten es auch drei Zyklen werden. Damit gibt es auf absehbare Zeit keine Knappheit bei den Toppflächen mehr und keine Spitzenmieten auf altem Niveau. Bewertungskorrekturen sind notwendig. Gleichzeitig ergibt sich bei schlechten Flächen aus den 60er und 70er Jahren eine Rückbaunotwendigkeit. Die Immobilie wird endlich. Echte Abschreibungen statt Wertzuwachs könnten die Zukunft sein. Das verändert unser Denken; denn wie soll sich so eine Investition noch mit 5% Rendite nach Verwaltung und ohne Wertzuwachschance rechnen. Offene Fonds erwirtschaften heute schon nur noch 3 bis 4% Immobilienrendite. Irgendwann werden das auch die Anleger und die Offenen Fonds merken. Was geschieht dann mit den Preisen? JLL - Marktlage für Büro- Immobilien in München gespannt - Mehr als 20-facher Leerstand gegenüber 2001 Thomas Döbel, "Der Immobilienbrief"- Korrespondent in München Die Leerstände am Münchner Gewerbeimmobilienmarkt haben mit einem Flächenvolumen von über 1,5 Mio qm Ende Juni 2004 ein neues Rekordniveau erreicht. Und bis Jahresende wird sich die derzeitige Leerstandsrate von unter 9% des Büroflachenbestands sogar bis auf 11% erhöhen. Nach Angaben von Jones Lang LaSalle ist das Leerstandsvolumen damit im Vergleich zum Frühjahr 2001, als lediglich qm Büroflächen in München leer standen, nun sage und schreibe 23mal so hoch. Zu den mehr als 1,5 Mio. qm kommen

8 Der Wegweiser für Immobilienprofis Das Standardwerk für Geschäftskontakte in der Immobilienbranche aktualisierte und qualifizierte Adressen mit Ansprechpartnern Sortiert nach Branchen und Regionen CD-ROM mit vielseitigen Such- und Exportfunktionen Wöchentliche Aktualisierung der Daten im Internet Soeben erschienen in vollständig überarbeiteter, aktualisierter Neuauflage. WHO IS WHO in der Immobilienwirtschaft 2004 Ausgabe Buch inkl. Online-Zugang*. Regulärer Ladenpreis 83, ISBN Für Abonnenten der Zeitschrift IMMOBILIEN MANAGER 62, Info-Hotline / Ausgabe CD-ROM und Buch inkl. Online-Zugang*. Regulärer Ladenpreis 447, ISBN Für Abonnenten der Zeitschrift IMMOBILIEN MANAGER 347, Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten. * Der Zugriff auf die Online-Datenbank des WHO IS WHO IN DER IMMOBILIENWIRTSCHAFT gilt bis zum 28. Februar Direkt bestellen! Per Fax: 02 21/ Fax: 02 21/ Telefon: 02 21/ Hiermit bestellen wir: Ich bin Abonnent von IMMOBILIEN MANAGER Expl. ISBN WHO IS WHO IN DER IMMOBILIENWIRTSCHAFT , Buch inkl. Online-Zugang. Expl. ISBN WHO IS WHO IN DER IMMOBILIENWIRTSCHAFT , CD-ROM und Buch inkl. Online-Zugang. Expl. IIV-3000 WHO IS WHO IN DER IMMOBILIENWIRTSCHAFT 2004 CD-ROM UPDATE inkl. Buch und Online-Zugang. (nur für Bezieher der CD-ROM Ausgabe 2003) 247, Der Zugriff auf die Online-Datenbank des WHO IS WHO IN DER IMMOBILIENWIRTSCHAFT gilt bis zum Preise inkl. MwSt. zzgl. Porto. Preisänderung und irrtum vorbehalten. Hinweis zum Datenschutz: Ihre freiwilligen Angaben werden zur Bestellabwicklung von der Verlagsgesellschaft Rudolf Müller GmbH & Co. KG genutzt. Zudem dienen die Daten dazu, Sie über Angebote der Gruppe Rudolf Müller und ihrer Geschäftspartner zu informieren. Falls Sie diesen Service nicht mehr nutzen wollen, genügt eine schriftliche Nachricht an die Verlagsgesellschaft Rudolf Müller, Stolberger Straße 84, Köln. Immobilien Informationsverlag Rudolf Müller GmbH & Co. KG Postfach Köln Telefon (02 21) Fax (02 21) Name / Vorname des Bestellers Straße Firma PLZ/Or 01067

9 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 9 von 28 Unternehmens-News Frankfurt: Soros Real Estate Investors C.V. und Dr. Ruprecht Hellauer haben gemeinsam die Lohnbach Investment Partners GmbH mit dem Ziel gegründet, in notleidende Immobilienkredite zu investieren. Nach Überzeugung der Beteiligten wird es im Zuge der Umstrukturierung der deutschen Bankenlandschaft zu einer umfassenden Bereinigung der Kreditbücher von notleidenden Krediten kommen. Lohnbach will den Banken individuelle Lösungen anbieten, um den Wert der Fonds zu steigern. Neben dem direkten Erwerb von Forderungen sind auch Joint Venture Lösungen möglich, bei denen Lohnbach die notwendige Immobilien- und Verwertungsexpertise einbringt. München: Die Internationales Immobilien-Institut GmbH (iii GmbH) hat mit dem Objekt des iii-fonds Nr. 1 in Regensburg, St.- Kassians-Platz 3, den Bayerischen Bauherrenpreis Stadterneuerung 2004 Vitale Innenstadt gewonnen. Die Jury begründete ihre Entscheidung für das neu errichtete Modehaus mit der behutsamen Einbindung des Gebäudes in die mittelalterlich geprägte Altstadt, ohne dabei auf formale Eigenständigkeit zu verzichten weitere knapp qm aus im Bau befindlichen Flächen sowie Untermietflächen. Das größte Angebot an leer stehenden Flächen mit qm befindet sich im Norden Münchens. In der Innenstadt sind kurzfristig über qm verfügbar, und in Schwabing Nord stehen rund qm leer. Mit insgesamt qm werden 2004 mehr neue Gewerbeflächen fertig gestellt als in allen anderen deutschen Städten. Von diesen neuen Flächen müssen allein noch rund 20% erstvermietet werden. Im kommenden Jahr werden lediglich noch qm Fertigstellungen erwartet, wovon momentan noch rund 40% unvermietet sind. Das hohe verfügbare Angebot, das derzeit fünfmal so hoch wie die Nachfrage nach Flächen ist, führt einerseits zur Verschiebung von Neubauten, andererseits zu weiterem Druck auf die Mietpreise. Laut Jones Lang LaSalle liegt die derzeitige Spitzenmiete in München bei 28,50 Euro je qm und Monat. Die überwiegende Zahl der Mietverträge werde jedoch zu Preisen zwischen 10 und 15 Euro bei fallender Tendenz - abgeschlossen. Die Zahl der abgeschlossenen Mietverträge hat sich in München um fast ein Drittel erhöht. Die durchschnittlich angemietete Flächengröße ist dabei allerdings um mehr als 21% gegenüber dem Vorjahr auf 784 qm zurückgegangen. Trotz dieser immensen Leerstände zeigt sich Peter von Valy, Vermietungsspezialist bei Jones Lang La Salle, zufrieden damit, dass in den ersten sechs Monaten 2004 die Vermietungsumsätze Münchens auf etwa gleichem Niveau wie in den beiden Vorjahren lag. Die Isarmetropole rangiere mit qm als einzige der Immobilienhochburgen (München, Berlin, Frankfurt a. M., Düsseldorf, Hamburg) über der qm-Marke und habe sich im 1. Hj besser gehalten als die Märkte anderer deutscher Großstädte Peter Eder, European Director und GF in München, weist vor allem auf den Anstieg des Transaktionsvolumens in München hin, das sich in den ersten sechs Monaten 2004 auf rund 500 Mio. Euro und damit um 74% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum erhöht hat. München lag damit deutlich an der Spitze der fünf Immobilienhochburgen, die insgesamt ein Transaktionsvolumen von 1,6 Mrd. Euro und damit einen erneuten Rückgang um 12% gegenüber 2003 verzeichneten. Eder erwartet für das Gesamtjahr in den fünf Städten ein Volumen von 3,8 bis 4,4 Mrd. Euro, was einen Rückgang zwischen 20% und 31% Im Vergleich zu 2003 entspräche. Das Ergebnis für München ist im wesentlichen auf fünf große Transaktionen, darunter die Verkäufe des Stammhauses der Süddeutschen Zeitung in der Sendlinger Straße an ein Entwickler-Konsortium, des Campus M im Münchner Osten an einen geschlossenen Fonds, sowie des Büroobjekts Park.Gate in der neu entstandenen Parkstadt Schwabing an die DIFA zurückführen. Für Top-Objekte bei den Münchner Büro- und Einzelobjekten vorwiegend im Innenstadtbereich - würden laut JLL im laufenden Jahr Spitzenrenditen bis zu 5,5% erzielbar sein. Dagegen sei für Objekte in B-Lagen erst ab 2006 mit einer Verbesserung der Marktsituation und einen zu erwartenden Anstieg der Vermietungen zu rechnen. Alles in allem erwartet Peter Eder für München 2004 lediglich ein Investitionsvolumen zwischen 900 Mio. und 1 Mrd. Euro, der tiefste Wert seit Eine Folge der angespannten Vermietungsmarktes mit Rekord-Leerständen. Investment-Blick in die Republik: Offene Immobilienfonds waren mit rund 600 Mio. Euro und einem Anteil von 38% deutschlandweit die bedeutendsten Investoren in Gewerbeimmobilien, gefolgt von privaten Investoren und Projektentwicklern mit 270 Mio. Euro. Weniger als 10% der Transaktionen entfiel auf geschlossene Fonds sowie Banken. Das Interesse der Investoren gilt verstärkt Einzelhandelsimmobilien, darunter vor allem Shopping Center, sowie großvolumigen Wohnanlagen. Dennoch blieben Büroimmobilien mit 54% des Gesamtvolumens Investitionsschwerpunkt. Peter Eder wies in dem Zusammenhang auf den hohen Investorenbedarf an Hotel- und Logistikimmobilien hin, für dessen Deckung allerdings keine nennenswerten Immobilienobjekte bereit stehen. Jones Lang LaSalle betrachtet die derzeitige Immobiliensituation insgesamt aber nicht als besorgniserregend, sondern sieht in den Leerständen in Deutschland eher ein Angleichen an international übliche Verhältnisse. Ab 2006 erwarten die Spezialisten eine langsame Verbesserung der Marktlage. Für München wird vor allem bei den Vermietungen auf die Abkopplung Bayerns von der negativen gesamtdeutschen Entwicklung verwiesen.

10 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 10 von 28 Unternehmens-News Hamburg: Die Deutsche EuroShop AG ist mit dem "Capital-Investor- Relations- Preis 2004" in der Kategorie SDAX ausgezeichnet worden. Die Beurteilungskriterien für die beste Investor Relations sind Zeitnähe, Glaubwürdigkeit und Qualität. Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) führte für Capital die Umfrage unter 74 europäischen Banken, Fonds- und Kapitalanlagegesellschaften durch. Insgesamt Einzelurteile über 198 börsennotierte Unternehmen wurden von den Mitarbeitern des Instituts für Finanzierung und Finanzmärkte an der Wirtschaftsuniversität Wien ausgewertet. "Wir freuen uns sehr, dass die Financial Community mit dieser Auszeichnung unsere IR-Arbeit würdigt", so Claus-Matthias Böge, Sprecher des Vorstandes der Deutsche EuroShop AG. ATIS REAL Müller veröffentlicht Marktzahlen zu Köln Stabiler Flächenumsatz Auf dem Kölner Büromarkt wurden in den ersten sechs Monaten mit qm nur knapp 8 Prozent weniger Flächen umgesetzt als in den ersten sechs Monaten Dies ergibt der City Report Köln für das erste Halbjahr 2004, den ATIS REAL Müller Anfang August veröffentlichen wird. Das Ergebnis ist vor allem vor dem Hintergrund positiv, dass im Vorjahr rund 44 Prozent des Gesamtumsatzes auf die Großanmietung der Kölner Stadtsparkasse entfielen, erklärt Jens Hoppe, Kölner Niederlassungsleiter von ATIS REAL Müller. Von Januar bis Juni 2004 wurden die höchsten Flächenumsätze in den traditionell starken Büromarktzonen erreicht. An erster Stelle rangiert die City ( qm), gefolgt von der immer beliebteren Nebenlage Ossendorf/Nippes ( qm) sowie von Ehrenfeld/Braunsfeld und Deutz. Deutlich gestiegen ist der Flächenumsatz in der rechtsrheinischen Zone Porz/ Flughafen. Porz hat vor allem vom neuen S-Bahn - Anschluss in Richtung City und Flughafen sowie durch das ICE-Terminal am Flughafen an Bedeutung gewonnen. Das positive Ergebnis des ersten Halbjahres wurde von Vertragsabschlüssen mit kleinen und mittleren Flächen bestimmt. Einen erheblich geringeren Anteil hatten die Großvermietungen: So wurde in den ersten sechs Monaten 2004 kein Vertragsabschluss zwischen und qm registriert, und auf die Größenklasse über qm entfielen nur noch gut 24 Prozent des Umsatzes (2003 waren es noch mehr als 34 Prozent). Die Nachfrage verteilte sich breit über die Branchen. Der Höchstmietpreis liegt wie im ersten Quartal bei 19 Euro pro qm. Für das Gesamtjahr 2004 sehen die Perspektiven des Kölner Büromarktes deutlich besser aus, als noch Anfang des Jahres befürchtet, so Hoppe. Da der Leerstand nicht weiter gestiegen ist und die Mietpreise stabil blieben, sollte die Talsohle des Marktes in Köln durchschritten sein. Die Anzahl der abgeschlossenen Mietverträge sowie die anhaltende Nachfragebelebung deuten auf einen Flächenumsatz wie 2003 mit qm hin. Büroimmobilienmarkt Ruhrgebiet jetzt auch rückläufig Als Bastion der Stabilität hatten sich in der Vergangenheit die wenig volatilen Büromärkte im Ruhrgebiet gezeigt. Jetzt sieht es auch dort mau aus. Ruhrgebietsspezialist Consulticon und Atis Real Müller (ARM) stellten jetzt ihre aktuellen Ergebnisse vor. Essen: Der Essener Büromarkt verzeichnete mit einem Flächenumsatz von qm bei Consulticon bzw qm bei ARM Quadratmetern im ersten Halbjahr 2004 einen deutlichen Rückgang (-60% lt. ARM). Im 2. Quartal wurden lt. Consulticon gerade einmal rd qm vermietet. Der größte Abschluss lag lediglich bei rd qm. Allerdings kommt Essen lt. Consulticon-GF Büromärkte Ruhrgebiet Vermietung im 1. Hj Consulticon Atis Real Müller qm qm Veränd. in % Essen % Dortmund % Duisburg Stefan Orts von einem hohen Niveau. Das 2004er Ergebnis liegt deshalb immer noch im 10-Jahres-Durchschnitt. Positiv: In den vergangenen Jahren war der ein oder andere Konzernmieter immer für eine Überraschung gut. In Essen haben 11 der 100 größten Konzerne Deutschlands ihren Hauptsitz. Dortmund: In Dortmund lag das Minus im Vorjahresvergleich bei gut 54% qm ermittelten beide Makler als Umsatz. Hauptmieter war wie auch im ersten Quartal die Stadtverwaltung mit rd qm. Sie hatte bereits im ersten Quartal ca qm angemietet. Duisburg: In Duisburg sind lt. Consulticon rd qm vermietet worden. Im 2. Quartal waren es allerdings nur qm. Für Duisburg sieht Consulticon noch für 2004 ein großes Abschlusspotential, so dass sich auch Duisburg dieses Jahr im 5-Jahres-Mittel bewegen könnte.

11 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 11 von 28 Unternehmens-News Frankfurt : Das abgelaufene Geschäftsjahr war für die DTZ Holdings plc, London, Mutterunternehmen von für DTZ Zadelhoff Tie Leung GmbH, erfolgreich. Der Vor-Steuer-Gewinn hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 22% auf 16,5 Mio. Euro erhöht. Der Umsatz stieg von 230,6 Mio. Euro auf knapp 250 Mio. Euro. Wie erwartet, musste die die Gruppe im Vereinigten Königreich allerdings Gewinnrückgänge verzeichnen, die auf Einmalzahlungen und Personalkosten zurückzuführen sind. Deals Deals Deals Köln: Der Modefilialist Zara hat in der Ehrenstraße über Comfort qm angemietet. Düsseldorf: Die Mediaedge:cia GmbH & Co. KG, ein Unternehmen der WPP Group, hat in der Hans-Böckler-Str. 1 von Frankonia Eurobau AG & Co. KG ca qm Bürofläche über Jones Lang LaSalle gemietet. Hotelinvestmentmarkt Europa rückläufig Im ersten Halbjahr 2004 sind nach Recherchen von Jones Lang LaSalle europaweit etwa 976 Mio. Euro (Vj.: 1,5 Mrd. Euro; -35%) in Hotel- Einzeltransaktionen geflossen. Allerdings war 2003 insgesamt ein Ausnahmejahr mit 8 großvolumigen Deals bereits in den ersten sechs Monaten. Etwa drei Viertel des Transaktionsvolumens wurden in Kontinentaleuropa umgesetzt. Der größte Deal war der Kauf eines Hotelkomplexes mit Hilton und Ibis in Prag mit zusammen Zimmern durch eine irische Investmentgesellschaft. In Madrid erwarb ein spanischer Projektentwickler das 5-Sterne Hotel Mindanao für über 100 Mio. Euro. Weitere große Deals waren das Sofitel Demeure Astor in Paris, das Steigenberger Kurhaus Hotel in Scheweningen und das Cicerone in Rom für 70 Mio. Euro. Auch das Investitionsvolumen in Deutschland bleibt mit 2 Transaktionen und ca. 100 Mio. Euro hinter dem Vorjahreszeitraum mit 3 Transaktionen und 250 Mio. Euro deutlich zurück. In Hamburg erwarb der offene Immobilienfonds der DIFA das 4-Sterne Marriott Hamburg (277 Zimmer). In München wurde das 3-Sterne Regent Hotel (183 Zimmer) verkauft. In Großbritannien wurden 7 Hoteltransaktionen mit zusammen 188 Mio. Euro außerhalb Londons beobachtet. In Manchester wurden 2 Hotels, das Midland Manchester und das RadissonSAS Manchester Airport verkauft. In London gab es 4 Transaktionen mit etwas über 100 Mio. Euro. Peinliche PR-Vorstellung - Rückblick auf Liebhaberei- Alarm und Anlegerschutzverbesserungsgesetz-Branchenflop Werner Rohmert, Herausgeber "Der Immobilienbrief" Immobilienspezialist "Der Platow Brief" Im Sommer vergeht kaum ein Tag ohne erneute Steuerdiskussion. Daran sind die Insider längst gewöhnt. Einen neuen Zungenschlag bringt jedoch überflüssige Panikmache oder das Verdrehen klarer Niederlagen ins Positive, auf das Journalisten im Vertrauen auf die Quellen hereinfallen, ins Spiel. Thema 1 - Totalüberschuss: Im Editorial unserer letzten Ausgabe entlarvten wir den damals aktuellen Alarm von Ernst & Young, Bündelungsinitiative und VDM bezüglich des Ruins vieler Anleger durch Verkürzung der Frist für den steuerlichen Totalüberschuss und die Drohung an die Politik von Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe schon als unverantwortliche Panikmache. Der Presseballon blieb nur wenige Tage am Himmel. Inzwischen teilte das Bundesfinanzministerium mit, dass die Verkürzung der Liebhaberei-Frist bei Immobilieninvestitionen nicht rückwirkend gelten soll. Dies hatten die Einkommenssteuer-Referenten von Bund und Ländern beschlossen. Auch die Zukunftsregelung ist nicht klar. Jedoch beinhaltet sie, wie schon darlegt, wenig Konfliktpotential. Darüber hinaus hatten seriöse Initiatoren, wie explizit Dietmar Schloz, GF der HVB- Tochter H. F. S., ebenso wie auch der Unterzeichner schon Mitte der 90er Jahre vor den Risiken der Liebhaberei gewarnt. Werner Rohmert fragte schon im Februar 1996 bei der Kritik der damaligen LBB-Fonds (Bankgesellschaft Berlin) wie lange sich das Finanzamt es sich gefallen lassen wird, dass Risiken für den Anleger ausgeschlossen werden. Ich fragte: ob LBB-Experten, Aufsichtsrat und zukünftig in der Pflicht stehende beteiligte Banken wirklich wissen, was sie tun. Wir konnten damals schon auf schmerzhafte Erfahrungen aus den 80er Jahren verweisen. Deshalb warnen wir auch heute nachdrücklich vor ausgepowerten Fondskonstruktionen, die den jeweils aktuellen gesetzlichen Rahmen vollständig ausschöpfen. Kleinste Änderungen in den Abschreibungsregeln können so Leasingfonds ebenso zu Liebhaberei werden lassen wie eine nicht durchdachte zusätzliche Garantie oder auch eine mit dem Initiator nicht abgestimmte Außenfinanzierung, die der Anleger steuermindernd geltend machen will. Und Liebhaberei beinhaltet immer eine Rückwirkungsgefahr. Aktuell war die Panikmache wohl wenig durchdacht. Dem politischen Insider musste klar sein, dass die ganze Diskussion nur nach außen gedrungen war, da die Referenten uneinig waren und darüber hinaus viele Referenten keine Rückwirkung wünschten. Die Drohung von Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe, die die Immobilienverbände in

12 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 12 von 28 Unternehmens-News Bergisch Gladbach: Die Unternehmensgruppe Hahn hat für 2003 eine positive Leistungsbilanz vorlegt. Bis zum wurden 132 geschlossene Immobilienfonds (Pluswertfonds) mit einem prospektierten Investitionsvolumen von insgesamt mehr als 1,5 Mrd. Euro aufgelegt, davon 123 Publikumsfonds und neun Spezialfonds. 57% der Fondslagen bewegen sich laut Hahn im Plan, 31% ü- bertreffen die Prognosen. Ca. 12% der Fonds erreichten die prognostizierten Ausschüttungen sind. Die Vermietungsquote aller laufenden Fonds wurde mit 97,36%angegeben. Das gesamte bislang emittierte Investitionsvolumen lag Ende 2003 bei einem Prospektwert von ca. 1,5 Mrd. Euro. Köln/München/Neufahrn: Tercon Immobilien Projektentwicklungs-GmbH, Tochtergesellschaft der IVG Immobilien AG, wird mit ProLogis, einem amerikanischen Investmentunternehmen, einen Logistik- und Gewerbepark in Neufahrn bei Freising entwickeln. Das Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Flughafen München verfügt über einen gültigen Flächennutzungsplan (FNP) für die Entwicklung eines Logistik- und Gewerbeparks. Baubeginn ist Ende etwas einfacher Denkstruktur ausgesprochen hatten, dürfte wohl kaum für den Einzug der Vernunft verantwortlich sein. Thema 2 - Anlegerschutzverbesserungsgesetz: Wir hatten Ihnen bereits angedeutet, dass die von der Fondsgilde erhoffte automatische Genehmigung von Prospekten nach Ablauf von 20 Tagen durch die BaFin ( Genehmigungsfiktion ) wohl nicht durchsetzbar sei. Es kam auch so. Branchen-Anwälte und -WP s und die Spezialisten der renommierten Initiatoren selber hatten wohl das Europarecht übersehen, das die Abschaffung der Genehmigungsfiktion im Wertpapierrecht vorschreibt. Inzwischen ist klar, dass alle Verbände der Fondswirtschaft, wie der Bundesverband Windenergie, der Verband Deutscher Medienfonds und der VGI mit parallelen politischen Initiativen ebenso daneben gegriffen haben, wie die renommierten Initiatoren, die sich welch geschmackvolle Idee - in der Politik anwaltlich durch GSK Gassner Stockmann & Kollegen vertreten ließen. Wenn schon nicht von den renommierten Initiatoren selber wie HGA, DB Real Estate oder auch Jamestown zu erwarten gewesen wäre, die Wirkungen des Europarechtes zu berücksichtigen, so hätte dies den internationalen Wirtschaftsprüfungskanzleien und auch den spezialisierten Anwälten wohl kaum entgehen dürfen. In letzter Minute hatte die CDU/ CSU-Fraktion mit den Abgeordneten Leo Dautzenberg, Michael Meister und Stefan Müller noch versucht, das Ruder Richtung Vernunft herumzureißen und in Anlehnung an den Rohmert-Vorschlag (siehe Nr ) - WP-Gutachten als Alternative zur BaFin-Prüfung zuzulassen. Es gab jedoch keine Mehrheit. Der Vorschlag der Fonds-Gilde zur Genehmigungsfiktion war dagegen noch nicht einmal Gegenstand der letzten Abstimmungen. Jedoch konnten die Branchenvertreter zwei Pluspunkte verbuchen. Ein wichtiger Punkt lag in der Durchsetzung des Inkrafttretens zum 1. Juli Damit kann die Branche leben. Zum Schluss gelang es weiter, die Ba- Fin wenigstens in den Zeitdruck einer 20tägigen Prüfungspflicht zu bringen. Allerdings bedeutet dies lediglich die Möglichkeit, frühzeitig mit einem jahrelangen Klageverfahren beginnen zu können. Wie aus einem Handelsblatt-Artikel von Reiner Reichel, der das Thema verstanden hat, hervorgeht, bekommen das jetzt auch die Initiatoren mit. Bürokratie lässt grüßen. Der Brancheneinwand, das BaFin sei zur Bearbeitung der Vielzahl der Fälle nicht in der Lage, war vom Tisch gewischt, als die Anstalt die Gründung einer eigenen für die Fonds-Prospektprüfung zuständigen Abteilung anvisierte. Zwangsläufig wird diese Abteilung überdimensioniert sein. Noch stehen die wilden Branchendrohungen von Prospekten p. a. und diese möglichst zu Weihnachten im Raum. "Der Immobilienbrief" kommt dagegen auf bestenfalls auf Prospekte mit einem formalen Prüfungsaufwand von 2 Stunden pro Prospekt. Selbst unter Berücksichtigung des bürokratischen Overheads ergibt das einen Personalaufwand von zwei Sachbearbeitern mit saisonaler Unterstützungsnotwendigkeit. Vor dem Hintergrund des geplanten Abteilungsaufbaus bleibt den BaFin-Mitarbeitern also noch genügend Zeit für Hunderte von lukrativen Vorträgen. Die Gefahr der Überdimensionierung liegt darin, dass unvermeidbare Profilsuche zu einem regen Abstimmungsverfahren zwischen Initiatoren und BaFin führen wird. Die 20-Tage-Frist lässt sich mit der ersten Rückfrage beliebig aushebeln. Das Risiko eines BaFin-Schadenersatzes ist damit gleich Null. Gerade die mittelständischen Initiatoren tragen das Risiko, dass Banken die zusätzliche Unsicherheit durch noch stärkere Kreditzurückhaltung berücksichtigen werden. Allianz Immobilien GmbH setzt auf Portfoliooptimierung Die Immobilienbestände im In- und Ausland mit einem Verkehrswert von rund 18,3 Mrd. Euro der Allianz Gesellschaften werden von der Allianz Immobilien GmbH im Full- Service betreut. Der Bestand umfasste Ende 2003 ca Wohnungen, Läden, Büroeinheiten und sonstige Mieteinheiten. Der für die Eigentümer erzielte Rohertrag lag bei 1,2 Milliarden Euro. Das entspricht einer Mietrendite von ca. 6,5%. Mit Investitionsentscheidungen an den Standorten Brüssel, Prag und Paris wurde der Auslandsanteil an den Immobilienbeständen im Jahr 2003 verstärkt. Einer weiteren Akquisition in Amsterdam wurde bislang in 2004 getätigt. Neben der Akquisition neuer Objekte und Projekte läuft derzeit der Bau der Europa Passage am Ballindamm/ Jungfernstieg in Hamburg, des Büroprojektes mainbuilding gegenüber der Alten Oper in Frankfurt am Main sowie des Büroprojekts BroadwayOffice in der Breite Straße in Düs-

13 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 13 von 28 seldorf. Im Jahr 2003 erwarb die Allianz Immobilien für 112 Mio. Euro. Im Rahmen der laufenden Bestandsoptimierung wurden im Jahr Objekte veräußert. Die Verkaufserlöse lagen bei rund 300 Millionen Euro. Inwieweit hier eine Zusammenarbeit mit der Degi berücksichtigt ist, bleibt offen. Unternehmens-News Köln: Die Corpus Immobiliengruppe GmbH & Co. KG verlegt ab Ende 2005 ihren Firmensitz vom Hohenstaufenring in das ehemalige Bürogebäude der Renaultbank an der Aachener Straße, Ecke Innere Kanalstraße, um dort die Aktivitäten der Makler- und Bauträgertöchter zusammenzuführen. Die neue Firmenzentrale, die im Besitz der Corpus Immobiliengruppe ist, verfügt über eine Bruttogeschossfläche von etwa qm. DIX: Renditen bei Wohnungen rauf bei Büroimmobilien runter Der DIX Deutscher Immobilien Index, der im Vorjahr noch bei 4,3% lag, sank für alle Bestandsgrundstücke auf 2,5%. Das war der schlechteste Wert, den die DID Deutsche Immobilien Datenbank seit der Einführung des DIX vor acht Jahren verzeichnete. Um volle 3% auf 1,6% sank die Rendite von Büroimmobilien, bei gemischt genutzten Objekten mit Handel und Büro von 2,8% auf 1,6% in Handelsobjekte verzeichneten einen Rückgang von 0,5% auf 4,9%. Lediglich Wohnimmobilien konnten ihre Rendite von 3,1 auf 5,2% steigern. Im Bürosektor lag 2003 Düsseldorf mit 3,7% vorne, Köln folgt mit 3,5%. Die Schlusslichter bilden Leipzig mit 0,6 und Hamburg mit 0,3%. (CW) Mit dem A-ROSA Hotel Kitzbühel entsteht ein Ausnahmeprojekt Werner Rohmert, Herausgeber "Der Immobilienbrief" Immobilienspezialist "Der Platow Brief" Das Richtfest des neuen Dr. Ebertz & Partner Hotels vorletzte Woche in Kitzbühl machte als ersten Eindruck die Einzigartigkeit und fehlende Reproduzierbarkeit der Lage deutlich. Da uns die typische Prospekt-Einzigartigkeit von Fondsobjekten sonst eher gelassen lässt und sich in der Realität oft doch als fondstypische Interpretation einer 2. Lage herausstellt, waren wir vor Ort positiv überrascht. Auf dem Nachbargrundstück residiert der frühere VW Vorstand Kurt Lotz, dessen vielleicht letzter großer Kampf im Leben gegen die Sichtbehinderung durch das neue Schlosshotel verloren ging. Zumindest sorgte er noch für eine Bauverzögerung von einem Jahr. Für die Hotelgäste bleibt dagegen der einzigartige Blick auf die berühmte Streif und den Wilden Kaiser unverbaubar. Über viele Jahre war durch den Golfclub Schloß Kaps das Baurecht erstritten worden. Trotz der Größe des Projektes, das die sonst eher kleinteilige Hotellerie vor Ort ergänzt, passt sich die Architektur in die Landschaft ein. Das Hotel wird in Anlehnung an Schloß Kaps im Stil eines typischen Tiroler Schlosses erbaut. Erste fertige Teile des wohl größten Holzschindeldaches Europas zeugen schon im Rohbau von handwerklichem Einsatz und dem Ziel, sich in die Landschaft einzufügen. Unter den ca. 200 Gästen von Bauherr Herbert Ebertz sahen wir neben regionaler Prominenz, rund 50 Investoren, die das Projekt bereits zu ca. 70% gezeichnet haben, sowie den Präsidenten des Golf Clubs, Toni Sailer, aber auch WAZ-Chef Erich Schumann. Auf einer Grundstücksfläche von knapp qm entstehen auf dem Gelände des ältesten Kitzbüheler Golfplatzes 150 Zimmer und Suiten. Das Hotel wird lt. Projektleiter Mathias Niemeyer im Winter 2005 eröffnen. Finanziert wird das Projekt im Rahmen eines geschlossenen Immobilienfonds (SWF 108) durch Dr. Ebertz & Partner, Köln. Die Investitionssumme beträgt rund 63 Mio. Euro; die jährliche Ausschüttung von fünf Prozent wird durch einen 20-jährigen Pachtvertrag garantiert. Während dann wohl viele Bürokapitalanlagen in Konzernimmobilien schon einer finalen Sanierung oder sogar Entsorgung entgegensehen, bekommt das Holzschindel-Dach und das Hotel gerade die erste Patina. Unter der Marke A-ROSA realisiert der Mieter/ Betreiber Arkona AG, die auch selbst am Projekt finanziell erheblich beteiligt ist, bis 2007 neben zehn Flusschiffen auch zehn Resorts für Wohlfühlurlaub, deren Markenzeichen besonders großzügige Wellness- und Sportangebote sind. JAMESTOWN bei USA-Engagements abstinent Christina Winckler Als völlig überhitzt bewertet JAMESTOWN-Chef Christoph Kahl die Marktsituation an den Immobilienmärkten der USA. Seine Gesellschaft zieht daraus die Konsequenz: Die Initiatorin für geschlossene US-Immobilienfonds nutzte die für Verkäufe günstige Marktlage und liquidierte ihren Fonds Nr. 17. Dabei realisierte das amerikanische Management für deutsche Kapitalanleger ein Verkaufsergebnis von 162,1% bezogen auf das investierte Eigenkapital. Zusammen mit den seit 1997 geleisteten Ausschüttungen von insgesamt 58,8% (im jährlichen Durchschnitt 8,4%) ergäben sich für deutsche Investoren 220,9%. Nach Abzug des investierten Eigenkapitals zzgl. Agio sowie der amerikanischen Verkaufsgewinn-Steuern errechne sich ein Gewinn von 102% und damit eine durchschnittliche Gesamtrendite von 14,5% jährlich über die Fondslaufzeit von sieben Jahren, so Kahl. Und Kahl weiter: Ein erfahrenes Management nutzt die rechten Zeitpunkte zum Einstieg und die Chancen beim Verkauf. Abgeschlossen ist die Mitte April gestartete Platzierung für den geschlossenen US- Immobilienfonds JAMESTOWN 25. Rund Anleger zeichneten etwa 391 Mio.

14 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 14 von 28 Unternehmens-News US-Dollar. Etwa 40 Mio. US-Dollar hält das deutsch-amerikanische Emissionshaus mit Sitz in Köln und Atlanta noch für Stammkunden zurück. Ihnen soll die Möglichkeit zur Re- Investition geboten werden. Denn das Angebot einer nächsten Fonds-Zeichnung sei völlig offen, so Kahl. Seit dem Einkauf der JAMESTOWN 25-Objekte hätten die Preise deutlich angezogen. Viele, vor allem auch institutionelle Nachfrager, hätten die Preise an den amerikanischen Top-Standorten nach oben getrieben, während die Ertragsseite noch einige Risiken berge. Dennoch, so Kahl, werde JAMESTOWN in den USA bleiben. Hier liege die Kernkompetenz der Gesellschaft. Zu Deutschland bemängelt Kahl: Kauf- und Verkaufspreise werden hier noch häufig geheim gehalten. Ein Unding in USA. Nürnberg: Die Immowelt AG hat dem von ihr betriebenen Immobilienportal Immowelt.de ein Segment für Ferienwohnungen und Ferienhäuser hinzugefügt. Dadurch können in die Online- Auftritte von über 20 kooperierenden Tageszeitungen mehr als Ferienimmobilien in Europa und Nordamerika eingestellt werden. Budapest: Die IVG Ungarn hat die Budapester Dependance von DeTeImmobilien mit der Optimierung und Beratung des Facility Managements für vier Objekte im Zentrum der ungarischen Hauptstadt mit insgesamt ca Quadratmetern sowie mit dem Consulting im Rahmen des baubegleitenden Facility Managements für den Infopark Gebäude C beauftragt. Zu den Aufgaben gehören u.a. Prüfung bestehender Verträge, Kontrolle der FM- Dienstleister, Entwicklung und Bereitstellung eines Monitoring-Tools, Optimierung der Nebenkostenabrechnungen sowie die Prüfung der Planunterlagen des Neubaus Infopark "C" und die Analyse der Einspar- und Optimierungspotenziale im FM Bereich. US-Fonds - Fondsbranche agiert prozyklisch Werner Rohmert, Herausgeber "Der Immobilienbrief" Immobilienspezialist "Der Platow Brief" Wie so oft scheint mit Blick auf neue Fondsprodukte die Branche und der Anleger prozyklisch zu agieren. Als der Euro am niedrigsten stand, schaufelten die Anleger ihr Geld nach USA. Ein Drittel des Vermögens ist weg. Aus 8% Ausschüttung wurden de facto 5%. Und das völlig irre: Der Anleger merkt es noch nicht einmal. Er wird weiter in Prozenten bedient und lässt sein Geld steuerfrei in den USA. Heute ist die Währungsfront zwar ruhig, dafür führen aber niedrige Zinsen zu völlig abstrusen Immobilienpreisen in den USA. Dies bestätigt auch Christoph Kahl (siehe Seite 13). Nach unserer Schätzung verschwindet auch diesmal leicht ein Drittel des eingesetzten Kapitals bei der nächsten Marktanpassung. Dennoch werden wir mit US-Produkten überschwemmt. US-Treuhand-Fonds UST XIV Orlando in der Pipeline Peter Moser Die Darmstädter USA-Spezialisten bringen ein Beteiligungsprojekt auf den Markt. Die Fondsimmobilie, das renommierte Hotel The Peabody Orlando, ist ein wirtschaftlich erfolgreiches Messe- und Kongresshotel, unmittelbar eingebunden in das Orange County Convention Center, dem zweitgrößten Messeplatz der USA. Dem bestehenden Hotel soll in dreijähriger Bauzeit ein Erweiterungsbau hinzugefügt werden. Mit insgesamt 522 Millionen US-Dollar Investitionsvolumen reiht sich der Fonds bei den Großen ein. Der für private Zeichner vorgesehene Eigenkapitalbedarf beläuft sich auf 138 Millionen US-Dollar. US-Treuhand prognostiziert den Privatanlegern eine Ausschüttung von 8,25% zuzüglich einer Beteiligung an möglichen Umsatzmieten. Wie üblich investieren auch die am wirtschaftlichen Erfolg der Immobilie beteiligten Partner mit erheblichen Kapitalanteilen. Den Privatanlegern verschafft ihre Vorrangstellung eine hohe Prognosesicherheit. Den professionellen Partnern erschließen sich überproportional hohe Renditen für den Fall des besonderen wirtschaftlichen Erfolgs. HGA bringt Flughafen als Fonds Die HGA Capital Grundbesitz und Anlage GmbH hat mit dem Vertrieb des HGA/ StuttgartAir Cargo Fonds begonnen, der in das Air Cargo Center am Stuttgarter Flughafen investiert. Grundstückseigentümer ist die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG). Der Kaufpreis von 30,6 Mio. Euro beinhaltet ein Erbbaurecht von 50 Jahren. Das Fondsvolumen beträgt 44,8 Mio. Euro mit einem zu platzierende Eigenkapital 24,8 Mio. Euro. Die prognostizierte Ausschüttung beläuft sich auf 7,5% p.a. ab 2005 und soll bis auf 8,5% im Jahr 2018 steigen. Durch Vorauszahlung des Erbbauzinses ergibt sich für Anleger ein steuerliches Ergebnis von ca. minus 30%.

15 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 15 von 28 Unternehmens-News Mexiko/ München: LaSalle Investment Management (LaSalle) hat von der mexikanischen Immobiliengesellschaft G. Accion, ein weiteres Portfolio in Mexiko bestehend aus 52 Logistikimmobilien und einem Bürogebäude erworben. Die ca. 300 Mio. USD teure Transaktion ist vermutlich die größte in der Geschichte Lateinamerikas. Auftraggeber war ein Konsortium U.S.- amerikanischer, europäischer und kanadischer institutioneller Investoren, zu denen u.a. CalPERS und die British Columbia Investment Management Corporation (BCIMC) gehören. Fonds-News Paris/Hamburg: Die Deutsche Immobilien Fonds AG (Difa) hat von der französischen Immobilien-AG Sophia ein Portfolio von drei Pariser Büroimmobilien mit einer Gesamtnutzfläche von rund qm erworben. Das "Le Cap" und "Le Levant" gehören zum offenen Immobilienfonds Difa- Global, das Büro- und Wohnhaus "Malesherbes" ergänzt das Portfolio des Difa Immo-Invest. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 141 Mio. Euro. (IZ). fondslux Datenbank für Beteiligungsmodelle geht an den Start Weit über geschlossene Fonds sind zum Starttermin in fondslux angelegt. Das ist vor allem für Vermögensverwalter, Steuerberater, Vertriebe, Rechtsanwälte und interessierte Privatanleger die umfangreichste Informationsquelle für die Produkte des ungeregelten Kapitalmarktes. Allerdings ist die Datentiefe derzeit noch unterschiedlich, was in der Pionierarbeit begründet ist, die fondslux leistet. Da die Leistungsbilanzen zahlreicher Anbieter nur äußerst dürftige Informationen enthalten, ist es sehr mühsam, aktuelle und historische Daten aus den Emissionsprospekten und den Geschäftsberichten herauszuarbeiten. Im Idealfall kann neben den wichtigsten Eckdaten zum Fonds auch ein Soll-Ist- Vergleich für die wirtschaftlichen Erfolge der Vergangenheit abgerufen werden. Der Bestand wird laufend erweitert und gepflegt. Das größte Einzelsegment in der Datenbank bilden die geschlossenen Inlandsimmobilienfonds. Gut Angebote sind aktuell erfasst. Knapp dahinter liegen die Schiffe, die mit rund Beteiligungen den Markt derzeit am vollständigsten abbilden dürften. Der Rest verteilt sich auf über 350 Auslandsimmobilienfonds und deutlich mehr als 500 sonstige Beteiligungsobjekte. GF Mark Hülk weist allerdings darauf hin, dass die Aufgabe allerdings nicht darin liegen kann, die Angaben der Initiatoren und Emittenten auf ihren Wahrheitsgehalt zu kontrollieren. Er sieht in fondslux erstmals eine konkrete Basis für die Generierung von Benchmarks. Um die Datenbank zu nutzen, müssen Interessenten einen Abonnementvertrag zum Jahrespreis von 950 Euro abschließen. Wer für 2005 einen Vertrag abschließt, hat 2004 einen entgeltfreien Zugang, der jedoch noch nicht die angestrebte volle Datentiefe umfasst, da noch Aufbauarbeiten abgeschlossen werden müssen. Auch sind Testzugänge derzeit noch nicht möglich, so dass wir uns auf die Empfehlung von Stefan Loipfinger beziehen. (Infos: Mark Hülk fondslux GmbH, Landsberger Straße Stegen am Ammersee Tel.: 08143/999-28, Fax: 08143/ Internet: Erste Objekterwerbe für den ERGO Trust Logistikfonds N r.1 - Ergo, SKAG und Garbe kooperieren Der ERGO Trust Logistikfonds Nr.1, ein Spezial-Sondervermögen der Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbh, München, hat unmittelbar nach seiner Auflage die ersten beiden Objekte in Deutschland erworben. Die Initiatoren des Fonds sind die ERGO Trust GmbH, Düsseldorf, die GARBE Logistic AG mit Sitz in Hamburg sowie die Siemens Kapitalanlagegesellschaft mbh. Der ER- GO Trust Logistikfonds Nr.1 hat ein Zielvolumen von 300 Mio. Euro und eine geplante Netto-Ausschüttung von über 8,0%. Zielgruppe sind institutionelle Investoren wie Versicherungen und Versorgungswerke. Rund die Hälfte des avisierten Fondsvolumens ist bereits platziert. Weitere Zeichnungen können ab einer Mindestsumme von 7,5 Mio. Euro vorgenommen werden. Der Fokus der Investitionstätigkeit richtet sich auf driltverwertungsfählge Logistikzentren an etablierten Standorten in Deutschland und Österreich. Für den Fonds wurden zwei langfristig vermietete Logistikzentren mit einer Nutzfläche von insgesamt qm und einem Akquisilionsvolumen von rd. 22,4 Mio. Euro erworben. Akquiriert werden konnte zum einen ein modernes Umschlagzentrum in Öhringen östlich von Heilbronn, direkt an der A6 gelegen, das an die Danzas Deutschland Holding GmbH vermietet ist. Zum anderen wurde in unmittelbarer Nähe des Verkehrsknotenpunktes Mainspitz-Dreieck ein Logistikzentrum für Kontraktlogistik in Ginsheim- Gustavsburg erworben, das durch die Adam Opel AG genutzt wird. ERGO Trust ist eine Finanzdienstleistungstochter der ERGO Versicherungsgruppe AG. ERGO Trust konzentriert sich auf institutionelle Anleger außerhalb des Unternehmensverbundes. Die GARBE Logistic AG ist ein im Bereich Full-Service Dienstleistungen für Logistikimmobilien in Deutschland führendes Unternehmen. Garbe ist allerdings derzeit auch mit einem Geschlossenen Fonds auf dem Markt, so dass sich unter Investitionsgesichtspunkten die Frage nach Zielkonflikten stellt.

16 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 16 von 28 Fonds-News Wiesbaden: Die Commerz Grundbesitz-Investmentgesellschaft mbh (CGI) hat für den von ihr gemanagten Offenen Immobilienfonds hausinvest global eine 50%ige Beteiligung an mehreren kanadischen Shopping- Centern erworben. Damit ist hausinvest global der erste Offene Immobilienfonds, der in Kanada investiert. Verkäufer und 50%-Partner der Beteiligung ist Ivanhoe Cambridge, einer der größten Shopping-Center-Eigentümer und Betreiber in Kanada. Ivanhoe Cambridge ist Teil der CDP Capital, dem größten institutionellen Investor in Kanada und wird das Management der Center vor Ort fortführen. Die geschlossene Partnerschaft erstreckt sich über sechs Shopping-Center und ein Bürogebäude mit insgesamt rund Mietern sowie qm Mietflächen. Die Center befinden sich in den Städten Victoria, Vancouver, Calgary, Montreal, Quebec und Halifax. Laut CGI liegt die Rendite der Beteiligung vor Steuern und Finanzierung spürbar über den Renditen für ähnliche Investments in Deutschland. Brüssel/Frankfurt: Die Deka Immobilien erwarb für ihren Offenen Immobilienfonds Deka-Immobilien- Global zwei Büroobjekte im Central Business District (CBD) im belgischen Brüssel. Die beiden Marnix - Objekte verfügen zu-sammen über eine Bürofläche von qm sowie qm Einzel-han-delsfläche. Langjähriger Hauptmieter beider Gebäude ist die Deutsche Bank S.A.. SKAG investiert in Paris Der Offene Fonds für institutionelle Investoren aus dem Hause Siemens, SKAG, den wir Ihnen bereits vorstellten, bringt trotz Flaute bei den Offenen Fonds und auf demn Märkten (siehe unten) ein recht attraktives Zahlenwerk. Für Privatanleger wurde der Publikumsfonds SKAG 3 Kontinente vor kurzem auf den Markt gebracht, der in den ersten 6 Monaten eine Performance von 3,6% erzielte. Der SKAG Euroinvest Immobilien mit 1,687 Mrd. Euro Fondsvolumen erzielte seit Auflegung im September ,7% Performance. Für die letzten 10 Monate werden 4,2% ausgewiesen. Jetzt wurden als Investitionsschwerpunkt Paris gewählt. Das Objekt Ex libris liegt in exklusiver Lage in Paris-La Défense direkt an der Seine. La Défense, die größte Bürostadt Europas ist ein bevorzugter Bürostandort mit guter öffentlicher Infrastruktur. Das First Class Bürohochhaus 16 oberirdischen Stockwerken und fünf Untergeschossen sowie einem 3-geschossigen Anbau wurde 2003 kernsaniert. Die vermietbare Bürofläche beträgt ca m². Darüber hinaus verfügt es über ein Auditorium, Archiv-und Restaurantflächen, ein Fitness-Studio sowie 718 TG-Stellplätze. Mieter sind Crédit Agricole-Gruppe sowie an Computer Associates SA. Als weiteres Projekt wurde im Süden von Paris ein Grundstück mit Bauerstellungsvertrag erworben. Das Projekt umfasst zwei Gebäude mit sieben oberirdischen und zwei unterirdischen Geschossebenen und 480 PKW-Stellplätzen. Die vermietbare Bürofläche beträgt insgesamt ca m². Ein Restaurant mit m² ist ebenfalls geplant. Eines der beiden Gebäude ist bereits zu 100% an Siemens Transportation Systems vermietet. Für das zweite Gebäude stellt der Verkäufer eine Mietgarantie für ein Jahr ab Baufertigstellung. Der zunehmende Fokus auf kostengünstige Lagen und die gute Infrastruktur machen Chatillon zu einem nachgefragten Unternehmensstandort. Die statische Anfangsrendite beläuft sich auf 7,1%. Auf dem Grundstück des im November 2001 erworbenen Siemens Bürostand-ortes Boulevard Ornano in Paris St. Denis wurde im Juni 2004 mit dem Bau des ersten Bauabschnittes begonnen. Das Projekt ArcPleyel umfasst insgesamt drei Bauabschnitte. Das Investitionsvolumen der ersten beiden Abschnitte beträgt insgesamt rd. 74 Mio.. Nach dem Abriss der alten Kantine und einer Leichtbauhalle werden auf dem Areal nach der Realisierung des ersten Bauabschnittes weitere m²mietfläche sowie 403 Pkw- Stellplätze zur Verfügung stehen. Die Baufertigstellung ist für Herbst 2005 geplant, der Erstbezug im Dezember Die Vermarktung der Flächen läuft derzeit an. Offene Immobilienfonds mit mageren Ergebnissen Christina Winckler HausInvest Europa, mit 13,4% Marktführer bei den Offenen Immobilienfonds, SEB ImmoInvest, DIFA-Fonds Nr. 1 und die beiden Fonds der DB Real Estate präsentierten ihre Jahres- bzw. Halbjahresergebnisse zum 31. März Alle Fonds mussten Einbußen bei der Jahres-Performance hinnehmen. HausInvest Europa flossen lauf Rechenschaftsbericht im Geschäftsjahr 2003/04 netto 536 Mio. Euro zu. Auch dadurch erhöhte sich das Fondsvermögen um 4,7% auf 11,61 Mrd. Euro (Vj: 11,09). Obwohl die wirtschaftlich schwierige Lage unverändert andauere, habe sich der Fonds mit einer Wertentwicklung von 3,5% (Vj:4,9) gut behauptet, so das Fondsmanagement der Commerz Grundbesitzinvest. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert die Gesellschaft einen weiteren Rückgang auf 3,0%. Maßgeblich dafür sei, dass 2004 noch nicht mit einer Belebung der Konjunktur in Europa zu rechnen ist. Deshalb könne noch nicht mit einer nachhaltigen Steigerung der Flächennachfrage der Büromieter gerechnet werden. Für Europa erwarten die Fondsmanager erst von 2005 an eine Wende. Die Märkte in Deutschland würden frühestens in 2006 von der prognostizierten Belebung der Wirtschaft profitieren. Dank überwiegend langfristiger Mietverträge mit namhaften Unternehmen sind wir optimistisch, diese Phase erfolgreich zu überwinden, so Arnold L. de Haan, Geschäftsführer der Gesellschaft. Die Ausschüttung pro Anteil betrug 1,15 Euro je Anteil (Vj:1,55). Davon bleiben für den Privatanleger etwas über 70% (Vj: 63,9) steuerfrei.

17 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 17 von 28 Fonds-News Udine/Frankfurt: Die SEB Immobilien-Investment GmbH hat für 62 Mio. Euro von einer Objektgesellschaft der Deutschen Euroshop AG, Hamburg, ein Shopping-Center in der nordostitalienischen Stadt Udine für den offenen Immobilienfonds SEB ImmoInvest erworben. Die Mietfläche von qm ist an ein Tochterunternehmen des französischen Einzelhandelunternehmens Carrefour bis 2023 vermietet. Stockholm: Deka Immobilien hat für ihren Immobilienfonds Deka-S- PropertyFund No. 1 das Postverwaltungs- und Verteilerzentrum "Myren 1" mit qm Nutzfläche von Projektentwickler Skanska erworben. Das Objekt ist vollständig an die staatliche Post Schwedens vermietet. Das Investitionsvolumen wird mit ca. 29 Mio. Euro angeben. (IZ) Frankfurt: Der offene Immobilienfonds CS Euroreal verfügt nach einem Netto- Mittelzufluss von 524,1 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2004 über mehr als 5 Mrd. Euro Fondsvermögen, davon 22,1% freie Liquidität. Zum hatte der Fonds 86 Liegenschaften in acht europäischen Ländern. Das beste Neugeschäft für SEB ImmoInvest seit Auflegung vor 15 Jahren meldet die SEB Immobilien-Investment GmbH. Mit 936,7 Mio. Euro (Vj: 763,4) an Zuflüssen konnte das Fondsmanagement 13 Neuerwerbe im Gesamtwert von 1,0 Mrd. Euro tätigen. Der Schwerpunkt lag mit 740 Mio. Euro auf Auslandsakquisitionen. Die Wertentwicklung zum Stichtag 31. März 2004 blieb mit 4,5% hinter dem Vorjahresergebnis von 5,7% zurück. Sie lag aber nach Angaben der Geschäftsführung deutlich über dem Branchendurchschnitt von 3,3% (Vj: 4,6). Ausschlaggebend für den Performance- Rückgang sei vor allem die deutlich niedrigere Verzinsung der liquiden Mittel zusammen mit den rückläufigen Mieterträgen, die aus Neuabschlüssen resultierten. Unverändert hingegen die Ausschüttung pro Anteil: von 2,30 Euro, davon sind 1,16 Euro bzw. 50,4% steuerfrei (Vj: 0,72 bzw. 31,3 %). In die beiden Fonds der DIFA Deutsche Immobilien Fonds AG in Hamburg investierten Privatanleger in der Zeit vom 1. April 2003 bis 31. März 2004 etwa 1,8 Mrd. Euro. Der Anlageerfolg des DIFA-Fonds Nr. 1 lag mit 2,1% erwartungsgemäß unter dem Vorjahresergebnis von 4,1%. Verantwortlich für die niedrige Wertentwicklung machte der Vorstand die anhaltende Nachfrageschwäche auf dem heimischen Vermietungsmarkt mit entsprechenden Abwertungen der Sachverständigengutachter und auf die vergleichsweise niedrige Verzinsung der in Rentenanlagen investierten Liquidität. Dennoch ist das Fondsmanagement zuversichtlich, dass die Wertentwicklung des Fonds ihre Talsohle erreicht hat, so DIFA-Vorstand Reinhard Kutscher. Für ihren DIFA-Global, am 1. April 2004 aufgelegt, erwarb die Gesellschaft für 141 Mio. Euro drei Büroimmobilien in Paris In der Startphase baut der Fonds sein Portfolio im europäischen Ausland auf. Akquisitionen in den Kernmärkten Nordamerikas und Asiens, später auch in den Schwellenländern, sollen es sukzessive ergänzen. Im Halbjahresbericht von grundbesitz-invest berichtet die DB Real Estate über erhebliche Mittelabflüsse in Höhe von 1,2 Mrd. Euro in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres. Diese Entwicklung wertet das Fondsmanagement als Reaktion der Anleger auf die rückläufige Performance, per 31. März lag sie bei 2,1%, und einer zunehmenden Attraktivität der Aktienmärkte. Zu leiden hatte die Wertentwicklung unter Wertabschlägen bei den Immobilien in Deutschland und unter hohen Leerständen. Immerhin verzeichnete der zweite Fonds der Gesellschaft Mittelzuflüsse von 120 Mio. Euro. Mit 3,2% Performance unterschritt auch grundbesitz-global das Durchschnittsergebnis der Branche. Zuversicht beim Fondsmanagement: Das Interesse an indirekten Immobilienanlagen habe in den letzten Wochen wieder zugenommen und lasse in Zukunft wieder Zuflüsse in grundbesitz-invest erwarten. Die Tendenz zu Mittelabflüssen sei weitestgehend gestoppt worden. Winckler-Fazit: Alle Offenen Immobilienfonds werben mit ihrer Wertstabilität. Bei Durchschnittsrenditen von 3,3%, die manche gar nicht erzielen können, und einem Ausgabeaufschlag von in der Regel 5% kann sich der Anleger ausrechnen, wann er in die Gewinnzone kommt. Anspruch auf Sicherheiten-Austausch Dr. Klaus Knipschild, Kanzlei IUR REALIS Hat man für einen Kredit bei der Bank Sicherheiten hinterlegt, können diese bei veränderter Interessenlage, ausgetauscht werden. Ausnahme bildet nur ein nachgewiesenes schutzwürdiges Eigeninteresse der Bank, legt ein Urteil des BGH fest. Der für das Bankrecht zuständige 11. Zivilsenat des BGH hat in einer Entscheidung vom 03. Februar 2004 (Az.: XI ZR 398/93) einem Kreditnehmer das Recht eingeräumt, bei einem grundpfandrechtlich gesicherten Darlehen das Sicherungsmittel auszutauschen. Ein Familienvater hatte den Erwerb eines Hausgrundstückes per Kredit finanziert, der durch eine erstrangige Grundschuld auf dem erworbenen Grundstück abgesichert wurde. Als sich weiterer Kindersegen einstellte, verkaufte er das nun zu klein gewordene Grundstück und erwarb ein neues, größeres Hausgrundstück. Da das alte Grundstück lastenfrei übertragen werden sollte, bat er die Bank um Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung. Zugleich fragte er an, ob für die Bank nicht auch eine Fortführung des Darlehens in Betracht komme, wobei statt dem zu löschenden

18 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 18 von 28 Fonds-News Belfast/Wiesbaden: Die Commerz Grundbesitz- Investmentgesellschaft mbh (CGI) hat für den von ihr gemanagten Offenen Immobilienfonds hausinvest europa die Projektentwicklung für das Shopping-Center Victoria Square mit ca qm Mietfläche im Zentrum Belfasts in den Fonds übernommen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 430 Mio. Euro. Mit dem Hauptmieter House of Fraser, einer Kaufhauskette, wurde bereits vor Baubeginn ein Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen. Das Shopping-Center ist wurde AM Development entwickelt. München: Die Internationales Immobilien-Institut GmbH (iii GmbH) hat für ihren iii-fonds Nr. 3 das Sudermann-Zentrum mit rund qm Wohn- und Nutzflächen erworben. Die Anlage umfasst 124 Wohnungen, die wie die 22 Gewerbeeinheiten vollständig vermietet sind. Das Investitionsvolumen wird mit ca. 24 Mio. Euro angegeben Grundpfandrecht auf dem alten Grundstück nunmehr eine ebenfalls erstrangige Grundschuld auf dem neuen Grundstück als Sicherheit dienen sollte. Die Bank errechnete die Vorfälligkeitsentschädigung, lehnte aber den Austausch der Sicherheiten aus geschäftspolitischen Gründen ab. Der BGH hat auf Klage des Kreditnehmers hin festgestellt, dass die Bank dem Sicherheitenaustausch zustimmen muss, wenn ihr dies mangels eines schutzwürdigen Eigeninteresses zuzumuten ist. Schutzwürdige Interessen konnte der BGH auf Seiten der Bank jedoch nicht erkennen. Das neuerworbene Grundstück ist (nachgewiesen durch ein Gutachten) erheblich wertvoller als das alte Grundstück. Zudem hat der Kreditnehmer angeboten, alle mit dem Austausch der Sicherheiten verbundenen Kosten (Notar und Grundbuchamt sowie erforderliche Auslagen der Bank) zu tragen. Ein etwaiges Bestreben der Bank, mit Hilfe der Vorfälligkeitsentschädigung aus der vorzeitigen Ablösung des Darlehens besondere Vorteile zu ziehen, ist nach Ansicht des BGH nicht schutzwürdig. Aufgrund einer grundlegenden Entscheidung vom 01. Juli 1997 hatte der BGH schon bisher einem Darlehensnehmer das Recht eingeräumt, von der Bank eine vorzeitige Darlehensablösung gegen angemessene Vorfälligkeitentschädigung zu verlangen, wenn er ein nachvollziehbares Interesse an einer anderweitigen Verwertung des beliehenen Objekts hat. Dies gilt insbesondere dann, wenn für eine beabsichtigte Grundstücksveräußerung eine Ablösung des Kredits sowie der damit zusammenhängenden grundpfandrechtlichen Belastung erforderlich ist. Durch das neue Urteil wird die Mobilität und Flexibilität von Kreditnehmern nochmals erweitert. Den Wandel als Chance begreifen lernen Wolfgang C. A. Lis, Sprecher der Geschäftsführung LBS Immobilien GmbH Die aktuellen Ereignisse haben Deutschlands angeblich langweiligster Immobilie, dem eigengenutzten und gut fremdvermietbaren Wohneigentum, nicht nur eine Renaissance, sondern neue Zukunftsperspektiven beschert. Wer später weniger Rente erwartet und Lebensversicherungserlöse mindestens hälftig versteuern muss, für den ist frühzeitiger Erwerb und vorzeitige Tilgung des eigenen Zuhauses, das ggf. gut vermietbar sein sollte, wichtigster Bestandteil der Altersvorsorge geworden. Möglichst bald mietfrei zu wohnen, ist nicht nur ein beruhigendes Gefühl, das frühzeitigen, unkündbaren und frei gestaltbaren Wohnraumgenuss für die ganze Familie mit sich bringt. Es bringt zugleich, durch späteren Wegfall der lebenslangen monatlichen Ausgaben für das eigene Wohnen, die sicherste und vielfach auch höchstverzinsliche Netto-Rendite für das eingesetzte Eigenkapital. Deswegen lautet die neue Rentenformel: Bezahltes Wohneigentum plus Altersrente gleich gesicherter Ruhestand. Die häufig beobachtete und in der Presse diskutierte Wertentwicklung bei Immobilien ist für den Eigennutzer noch nicht einmal zweitrangig und höchstens für die Erben interessant. Man kann sich zwar an der tollsten Wertentwicklung theoretisch reich rechnen. Um sie zu realisieren, müsste man aber sein Zuhause und damit seine wichtigste Altersvorsorge zu Geld machen und sich selbst wieder zum lebenslangen Mietzahler degradieren. Noch dazu steht man vor dem Problem der Wiederanlage. Welche Wiederanlageform ist genauso sicher wie das eigene Heim? Wo kann man investieren, ohne gleichzeitig Zinsabschlagssteuer und Ertragssteuern zu zahlen, sich vor Kursschwankungen schützen o- der Gefahr zu laufen, durch Managemententscheidungen, die man selbst nicht steuern kann, Realverluste im Vorsorgevermögen zu riskieren? Wer diese Frage nicht eindeutig beantworten kann, kommt zwangsläufig zu dem Schluss: Es ist nie zu früh und selten zu spät für das eigene Zuhause! Und genau das ist die Chance für eine Wohnimmobilienbranche, die sich vielfach noch im Marketingschlaf befindet, die glaubt gegen fadenscheinige Renditeversprechungen für im Ernstfall unverwertbare Windkraftanlagen oder obskuren Investitionsangeboten in paraguayische Pampelmusen-Pampas, konkurrieren zu müssen, obwohl sie wesentlich mehr zu bieten hat als alle anderen Anbieter, den ruhigen Schlaf des Kunden dank dessen eigener, richtiger Entscheidung. Antoine de Saint-Exupéry fasste dies einst in die Worte: Das Wunder des heimatlichen Hauses besteht nicht darin, dass es uns schützt und wärmt, es besteht auch nicht im Stolz des Besitzes. Seinen Wert erhält es dadurch, dass es in langer Zeit einen Vorrat

19 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 19 von 28 von Beglückung aufspeichert, dass es tief im Herzen die dunkle Masse sammelt, in der wie Quellen, die Träume entspringen.. Fonds-News Hamburg: Nordcapital hat einen neuen Hollandfonds aufgelegt. Der "Delft Hilversum" investiert in zwei neue Büroimmobilien in Delft und Hilversum. Beide sind jeweils für zehn Jahre an die niederländische Forschungsgesellschaft TNO bzw. die InterAccess B.V. vermietet. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 45 Mio. Euro, davon sollen 19, 4 Mio. als Eigenkapital von Privatanlegern erbracht werden. Die Mindestbeteilung beträgt Euro zzgl. 5% Agio. Der Fonds ist auf zehn Jahre angelegt und die prognostizierte Ausschüttung wird mit 8% p.a. angegeben. Hamburg/Frankfurt: Der von der CREDIT SUISSE ASSET MANAGEMENT Immobilien Kapitalanlagegesellschaft mbh verwaltete offene Immobilienfonds CS EUROREAL hat zwei Gebäude des Hanseatic Trade Centers erworben. Die 1996 fertig gestellten hochwassergeschützten Gebäude verfügen über eine Bürofläche von rd qm, die nahezu vollständig an Großunternehmen vermietet ist.. DEN WANDEL (MIT)GESTALTEN Menschen, die etwas bewegen Menschen, die den Wandel aktiv mitgestalten Zusammenkommen, voneinander lernen, interpretieren Uwe Lutter, Präsident des VDM Verband Deutscher Makler Wenn ich als Teilnehmer des Chiemgaukreises die eindeutig belegte Kategorie Wandel in meiner Umsetzung betrachte, gehe ich zunächst von engagiertem Mitgestalten aber auch vom Einmischen aus. Wesentliche Erfahrungen/Kenntnisse, Handlungen anderer aufzunehmen, mit eigenen Praktiken vergleichen und sinnvoll weiterentwickeln, ist als schöpferische Gemeinschaftsarbeit Kriterium und Zielstellung des weiteren Wirkens des Chiemgaukreises zu sehen. In der täglichen Arbeit im ehrenamtlichen Engagement wird deutlich, dass Menschen Aufgaben übernehmen, die nicht nur Fürsorgepflicht als Dienstherr widerspiegeln sondern Menschengruppen zusammengeführt werden, um rationelle Wege zu gehen und somit gemeinsame Ziele zu erreichen. Die Dokumentation Immobilienberufe im Wandel (Joh. Heinrich Meyer Verlag, Braunschweig) des VDM, Verband Deutscher Makler für Grundbesitz, Hausverwaltung und Finanzierungen e.v., widerspiegelt sehr eindrucksvoll, wie ein Verband in 40 Jahren seiner Existenz Wandel gestaltete. Damit die Bürger in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit den rasanten Änderungen in unseren Städten auf den Wohnungs- und Immobilienmärkten Schritt halten und fachlich gut beraten werden können, brauchen wir auch künftig den Sachverstand des Maklers für das aktuelle Immobileingeschehen. Auch deshalb, weil der Immobilienmarkt vielschichtiger geworden ist. Also benötigen wir seinen spezifischen Beitrag, brauchen Investoren und Nachfrager, seinen Rat und Sachverstand, damit der Immobilienmarkt transparent bleibt. So Dr. Stolpe in seinem Vorwort. Ich habe also zu konstatieren, Wandel und sich Einmischen bedeutet Rahmenbedingungen zu schaffen, ja durchzuboxen, die diesem Anspruch, den die Menschen erheben dürfen, entsprechen. Diese Rahmenbedingungen sind im Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern zu gestalten, zumal der Verband als Marktbeobachter und Gestalter reflektierend wirkt. Ich beobachte diese Veränderungen nicht nur sondern begleite diese aktiv. Das zeigt sich u. a. in geänderten, marktkonformen Leistungsangeboten des Verbandes. So wie der Markt sich täglich ändert, gehe ich davon aus, dass sich auch die Anforderungen an die Dienstleister ändern. In diesem Wandel stecken Aufbruch und Erneuerung. (Re-)Evolution im Beschaffungswesen der Wohnungswirtschaft Bernd Rütgers, Direktor Mareon Divison, Aareon Deutschland GmbH Vier Jahre nach dem Höhepunkt des E-Business-Booms in Deutschland ist die Talsohle erreicht und Realismus eingetreten. Überlebt haben die Internet-Ansätze, die es geschafft haben, mit der Information, die über das Internet übertragen wird, Geschäftspartner, Anbieter, Kunden und Interessenten miteinander zu vernetzen und so einen echten Mehrwert zu generieren. Diese Unternehmen sind i. d. R. auch Marktführer in ihrem Bereich, wie z. B. e-bay oder ImmobilienScout24 und Mareon im Immobilienbereich. Mareon hat sich als Service-Portal für die Immobilienbranche (www.mareon.com) die Vernetzung der Wohnungsunternehmen mit deren externen Geschäftspartnern wie Handwerkern, Architekten oder Planungsbüros zur Aufgabe gemacht. Zwei Jahre nach Einführung arbeiten heute 58 Wohnungsunternehmen mit ca. 1 Mio. Wohnungseinheiten mit Mareon. Über angeschlossene Handwerksbetriebe erhalten ihre Aufträge mittlerweile online und schicken ihre Rechnungen papierlos in elektronischer Form direkt in

20 Nr. 66, 30. KW, 22. Juli 2004, Seite 20 von 28 Deals Deals Deals München: Haustextilien- Hersteller Bassetti eröffnet auf einer Gesamtfläche von ca. 200 qm nach Vermittlung von Kemper s München seinen ersten deutschen Flagship-Store in der Theatinerstraße 33/34. München: Die Werbeagentur straight. GmbH hat 1300 qm Bürofläche über ATIS REAL Müller in der Gabrielenstraße 9 angemietet. Eigentümer des Objekts ist die m-quadrat GmbH, Martinsried. München: Die BulwienGesa AG mietete gemeinsam mit der ICME International GmbH rund 800 Quadratmeter in der Nymphenburgerstraße 5. Stuttgart: Die Deutsche Telekom hat im Feuerbach Center in der Burgenlandstraße ca qm Büroflächen angemietet. Die Vermittlung erfolgter durch Bräutigam & Krämer. Stuttgart: Nach Beratung von Bräutigam & Krämer hat die Heinrich Hugendubel GmbH & Co. KG, München, in der Königstraße 5 in einem Projekt der Phoenix Real Estate Development GmbH, dessen Fertigstellung für 2007 geplant ist, ca qm Flächen angemietet. die EDV-Verwaltungssysteme ihrer Kunden. Durch den Wegfall der Rechnungserfassung und optimierte Prüfprozesse mithilfe eines Zufallsgenerators zur Auswahl der im Detail zu prüfenden Rechnungen werden im Durchschnitt 80% aller Rechnungen ungeprüft, automatisch vom System zur Zahlung angewiesen. Über Aufträge und Rechnungen wurden so in den letzten zwei Jahren über das Internetportal Mareon abgewickelt mit durchschlagendem Erfolg für alle Beteiligten. Die Zeiteinsparung im Gesamtprozess liegt zwischen 50 % - 70 %. Durch die Vereinfachung in der Auftragsvergabe hat der Handwerker 2 Minuten nach Erfassung im EDV-System des Wohnungsunternehmens den Auftrag in Mareon oder seinem eigenen EDV-System (Mareon hat zertifizierte Schnittstellen zu 14 Handwerker- Software-Programmen). Er erspart sich erhebliche Wege in der Auftragsbeschaffung, da in der Vergangenheit eine Vielzahl der Aufträge noch vor Ort beim Wohnungsunternehmen persönlich abgeholt wurde. Zeit, die der Handwerker heute effektiver in seiner Firma nutzen kann. Durch detailliertere Auftragszettel ist er in der Lage, mehr Aufträge an einem Tag auszuführen, da er sich doppelte Anfahrten aufgrund ungenauer Mieter- und Ortsangaben sowie Herstellerangaben zum Mitführen des richtigen Ersatzteils i. d. R. jetzt sparen kann. Nach Erledigung kann der Handwerker seinen Erledigungsvermerk in Mareon erfassen, 2 Minuten später ist auch der Sachbearbeiter im Wohnungsunternehmen informiert. Mit dem Auftrag bekommt der Handwerker gleich ein elektronisches Rechnungsformular, welches weitestgehend mit allen Leistungspositionen, Einheitspreisen (sofern vereinbart) und Stammdaten aus dem Auftrag als Entwurf auf Mareon vorliegt und nur noch vom Handwerker ergänzt wird. Hinterlegte Leistungskataloge und automatische Summenkalkulation erleichtern die Rechnungsstellung über Mareon. Verfügt der Handwerker über ein eigenes System mit Mareon-Anbindung, kann er die Rechnung auch in seinem eigenen System erstellen und über Mareon elektronisch weiterleiten. Vor der Weiterleitung wird er bei ausstattungsverändernden Maßnahmen über eine Zusatzmaske gebeten, Hersteller, Farbe und sonstige Bemerkungen zum neu eingebauten Bauteil einzugeben. Diese Information kann später vom Wohnungsunternehmen überprüft und anschließend automatisch in den Technischen Verwaltungsplan übernommen werden. Für den Geschäftspartner, wie am Beispiel des Handwerkers dargestellt, ergibt sich e- benfalls die Chance, Prozesskosten zu senken und die Liquidität erheblich zu verbessern: Statt 4-6 Wochen auf sein Geld zu warten, wird er i. d. R nach 5 Tagen bezahlt und bekommt durch den neuen internetbasierten Prozess über Mareon zusätzlich die Information, welche Rechnungen noch zur Prüfung anstehen oder bereits angewiesen wurden. Insofern ist das Service-Portal Mareon ein gutes Beispiel, wie neue Technologien sinnvoll eingesetzt den Wandel aktiv mitgestalten können. Zusammenarbeit der Makler ist Fundament für die Servicequalität und Erfolg Tilman A. Kienle, Regional Director RE/MAX Deutschland Zentral-Region Eisenach/Frankfurt Jedermann ist sich im Klaren darüber, dass isoliertes Arbeiten in einem inhomogenen Markt nicht zu einem brauchbaren Erfolg führen kann. Warum tun das Immobilienmakler seit Jahrzehnten? Weshalb glauben Makler, dass sie ohne qualifizierte Kooperation ein vollkommen unterschiedliches Klientel mit weit variierenden Produkten zu verhandelbaren Preisen an stark dislozierten Plätzen bedienen können? Wir wissen es natürlich. Ein Makler, der irgendwie einen Verkaufsauftrag ergattert hat, hat nur den einen Wunsch, die volle Provision, wenn es nun einmal soweit kommt, ganz allein für sich zu behalten. Dieser Makler denkt nur an den einen Tag. Er ist unfähig, weiter, ganzheitlich, kundenorientiert zu denken. Kaum ein Markt braucht eine so starke Serviceverbesserung wie der Immobilienmarkt. Angebot und Nachfrage existieren. Die technischen Voraussetzungen sind da. Leistungsfähige große bekannte Internetportale bieten eine Informationsplattform, wie wir sie vor relativ kurzer Zeit nicht hatten. Die Daten sind für alle Marktteilnehmer verfügbar.

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