S t e u e r b e r a t e r. Herzlich Willkommen. zur 2. Veranstaltung des H.P.O. Klubs

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1 S t e u e r b e r a t e r Herzlich Willkommen zur 2. Veranstaltung des H.P.O. Klubs 1

2 Tod und Erbeinsetzung 2

3 Todesfall Ø Benachrichtigung eines Arztes 3

4 Ø Ausstellung eines Totenscheins 4

5 Verdacht auf Unfall oder Selbsttötung? Wird auf Totenschein vermerkt. Obduktion durch Gerichtsmedizin, Kriminalpolizei wird verständigt. 5

6 Ø Benachrichtigung des Standesamtes 6

7 Standesamt des Verstorbenen stellt eine Sterbeurkunde aus. (Voraussetzung für die Bestattung). 7

8 Existiert ein Testament ist dies umgehend beim Nachlassgericht abzugeben. Die Beantragung des Erbscheins erfolgt ebenfalls beim zuständigen Nachlassgericht. 8

9 Testament entweder oder 9

10 - Gibt es kein Testament, kommt die gesetzliche Erbfolge zum Tragen Testament ist einseitige letztwillige Verfügung über das Vermögen mit Wirkung für den Fall des Todes. Voraussetzung: Volljährigkeit und Geschäftsfähigkeit! Hinterlegung beim Nachlassgericht möglich Kosten: 75,00 10

11 Erbschein regelt wer Erbe wird. ist Voraussetzung für Rechtsgeschäfte mit Dritten über das vererbte Vermögen. 11

12 Erbschein Inhalt: Daten des Erblassers Daten des Erben Umfang des Erbrechts Verfügungsbeschränkungen (Testamentsvollstreckung) Bei Testamentsvollstreckung den Testamentsvollstrecker Kann bei Unrichtigkeit vom Nachlassgericht wieder eingezogen werden. 12

13 Erbfolge ohne Testament Gesetzliche Erbfolge Erblasser Erben 1. Ordnung Nichteheliche Kinder Eheliche Kinder Adoptierte Kinder Enkel Enkel Enkel Urenkel 13

14 Erbfolge ohne Testament Gesetzliche Erbfolge Erblasser Erben 2. Ordnung Ehegatte / eingetragener Lebenspartner Vater Mutter Halbgeschwister Geschwister Halbgeschwister Nichten/Neffen Nichten/Neffen Nichten/Neffen 14

15 Erbfolge ohne Testament Gesetzliche Erbfolge Erblasser Erben 3. Ordnung Großvater Großmutter Großvater Großmutter Tanten/Onkel Enkel Tanten/Onkel Cousinen/Cousins Cousinen/Cousins 15

16 Erbfolge ohne Testament Gesetzliche Erbfolge Erblasser Erben 4. Ordnung GroßmutterUrgroßeltern Großvater Großmutter und deren Abkömmlinge (Großonkel/Großtanten) Tanten/Onkel Enkel Tanten/Onkel Cousinen/Cousins 16

17 Erbfolge ohne Testament Gesetzliche Erbfolge Wenn niemand vorhanden ist, wird der Staat gesetzlicher Erbe. Der Staat kann das Erbe nicht ausschlagen! Unter mehreren Erben derselben Ordnung wird das Erbe zu gleichen Teilen aufgeteilt. 17

18 Pflichtteil grundsätzlich die Hälfte des gesetzlichen Erbteils Anspruchsberechtigt: Ehegatte, Kinder Ausnahmsweise Eltern, wenn sie nach der gesetzlichen Erbfolge erben würden! 18

19 Ehegattenerbrecht Voraussetzung: Ø Bis zum Tod rechtsgültig verheiratet Ø Voraussetzung für Scheidung nicht gegeben Ø Keine Enterbung Ø Kein Erbverzicht Ø Keine Erbunwürdigkeit 19

20 Ehegattenerbrecht Umfang: Neben Verwandten der 1. Ordnung 1/4 neben Verwandten der 2. Ordnung 1/2 neben Großeltern 1/2 ansonsten 1/1 20

21 Zugewinngemeinschaft also keine Gütertrennung! endet mit dem Tod BGB Zugewinnausgleich pauschal mit ¼ des Vermögens. 21

22 Erbauschlagung z. B. weil Erbe überschuldet ist oder geltend gemacht wird 22

23 Erbauschlagung Frist: 6 Wochen nachdem Sie von der Erbschaft erfahren haben Wo: Nachlassgericht Pflichtteil Frist der Geltendmachung: 3 Jahre! 23

24 Patchwork-Familien - Beispiel Ausgangsfall M und V haben zwei gemeinsame Kinder. V bringt Tochter T aus einer früheren Beziehung mit in die Familie. Familie wohnt gemeinsam im Haus des V. V und M leben im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Es existiert kein Testament. V verstirbt zuerst; M kurze Zeit später. Was ist die Folge für Tochter T? 24

25 Behinderte Kinder Beratungsbedarf und Gestaltung Absicherung behinderter Kinder und Vermeidung des Zugriffs des Staates auf das erarbeitete Vermögen gilt als hohe Schule der Erbschaft(steuer)gestaltung. In der Praxis haben sich mehrere Modelle entwickelt (Aufzählung ist nicht abschließend): Dauervollstreckung mit Nacherbschaft Vor- und Nachvermächtnislösung Ausgehöhlte Vorerbschaft Trennungslösung Reine Testamentsvollstreckungslösung 25

26 Testament Keine gesetzliche Regelung, sondern Bestimmung des Erblassers. ü Handschriftlich ü Ort ü Datum ü Unterschrift Auch gemeinsames Testament möglich! 26

27 Minderjährige Kinder Testamentsvollstreckung Gesellschaftsvertrag beachten! Vermächtnis Regelungen: Rechtsanwendung beachten! Nacherbschaft Vorerbschaft 27

28 Erbschaft- und Schenkungsteuer - Freibeträge bis seit Ehegatten Eltern/Großeltern (Erbfall) Eltern/Großeltern (Schenkung) Kinder und Stiefkinder Enkel Geschwister, Nichten, Neffen

29 Erbschaft- und Schenkungsteuer - Steuerklassen Wert des steuerpflichtigen Erwerbs ( 10 ErbStG) bis einschließlich Steuerklasse I In % Steuerklasse II Steuerklasse III (7) 15 (30) 30 (30) (11) 20 (30) 30 (30) (15) 25 (30) 30 (30) (19) 30 (30) 30 (30) (23) 35 (50) 50 (50) (27) 40 (50) 50 (50) über (30) 43 (50) 50 (50) 29

30 Vereinbaren Sie gern einen Termin. 30

31 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 31

I. Allgemeines. 1. 4. 1953 bis 30. 6. 1958. Gütertrennung, 1426 ff. BGB a. F. Zugewinngemeinschaft, 1363 ff. BGB. ab 1. 7. 1958

I. Allgemeines. 1. 4. 1953 bis 30. 6. 1958. Gütertrennung, 1426 ff. BGB a. F. Zugewinngemeinschaft, 1363 ff. BGB. ab 1. 7. 1958 I. Allgemeines. 4. 953 bis 30. 6. 958 ab. 7. 958 Gesetzlicher Güterstand Gütertrennung, 426 ff. BGB a. F. Zugewinngemeinschaft, 363 ff. BGB Vertraglicher Güterstand allg. Gütergemeinschaft, 437 ff. BGB

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