Gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen an Schulen

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1 Gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen an Schulen Integration von Arbeitsschutzmaßnahmen in den Schulalltag nach der Erhebung von Gesundheitsgefährdungen Dipl.-Psych. Stefanie Kaempf Psychologische Schulberaterin am Regierungspräsidium Freiburg GEW-Jahrestagung Berlin,

2 Überblick 1. Einführung 2. Unterstützung und Angebote für Schulen Unterstützung durch die Schulpsychologie Geplante Projekte des Kultusministeriums 3. Fragen und Diskussion

3 Strukturen der Kultusverwaltung Baden-Württemberg

4 Personenbezogene Gefährungsbeurteilung Vorgehen in Baden-Württemberg: Befragung aller Schulen mittels Fragebogen (COPSOQ & FASS) Auswertung und Ergebnisbericht Unterstützungsangebote für die Schulen im Umgang mit den Ergebnissen

5 Fragen zum Einstieg Wer ist verantwortlich für die Gesundheit von Lehrkräften? Was kann Ihrer Meinung nach eine Befragung zu Gesundheitsgefährdungen bei Lehrkräften bewirken?

6 Mögliche Angebote der Schulpsychologie zum Thema Lehrergesundheit Beratung von einzelnen Lehrkräften und Schulleitungen Supervisionsangebote Fortbildungsmodule zu verschiedenen Themen z.b. Gesprächsführung, Feedback-Kultur, Kollegiale Fallbesprechungsgruppen, Konfliktmanagement, persönlicher Umgang mit Belastungen, Begleitung von gesundheitsförderlicher Schulentwicklung

7 Ansatzpunkte auf unterschiedlichen Ebenen Individuelle Ebene Verhaltensprävention Kollegiale Gruppen / Teams Abteilung / Schule Schuladministration / Schulpolitik Verhältnisprävention

8 Prof. A. Krause

9 2. Unterstützung und Angebote für Schulen von Seiten der Schulpsychologie Beispiele: Auswertungsworkshops nach einer Gefährungsbeurteilung Prozessorientierte Fortbildung (Begleitung von Schulen) Fortbildung Salutogenes Leitungshandeln

10 Gelingensfaktoren und Prinzipien unserer Arbeit Eine Entwicklung im Bereich Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung an Schulen braucht Interesse und Beteiligung der Betroffenen Zeit eine klare Zielsetzung Begleitung hilfreiche Strukturen in der Schule eine Kombination aus Verhaltens- und Verhältnisprävention Unterstützung durch den Dienstherrn

11 Lehrerkonferenz zur Vermittlung und Diskussion der Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung (1) 1. Einführung und Einordnung Begrüßung und Vorstellung des Moderators Benennung des Themas der heutigen Konferenz ( Wir wollen uns heute die Ergebnisse der Gefährdungsanalyse anschauen ) Verortung, wo die Schule gerade im Prozess steht (bzw. welche Prozesse gerade parallel laufen) Benennung der Ziele der Konferenz

12 Lehrerkonferenz zur Vermittlung und Diskussion der Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung (2) 2. Schulvision / Zielvorstellungen Zusammenschau der wichtigen schulischen Ziele (Leitbild) und der Ziele beim aktuellen Schulentwicklungsprozess 3. Rückblick, Aktualisierung, Erwartungen Rückblick auf Erhebungsinstrumente (Wann war die Befragung? Wie sahen die Items aus? Welche Struktur hat das Fragebogeninstrument?) Evtl.: Schaubild/Liste der Fragebogen-Skalen ausgeben mit Fragestellung: In welchen Bereichen erwarten Sie positive, in welchen Bereichen weniger positive Ergebnisse? Murmelgruppe mit Nachbarn (dient ausschließlich der Aktivierung, nicht der Vertiefung)

13 Lehrerkonferenz zur Vermittlung und Diskussion der Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung (3) 4. Ergebnisbericht mit Reaktion - Darstellung ausgewählter Ergebnisse - Bezug zu den schulischen Zielen Aufgabenstellung an Kollegium: Frage 1 (grün): Welche Ergebnisse erfreuen mich? Frage 2 (blau): Welche Ergebnisse verwundern mich? Frage 3 (gelb): Welche Ergebnisse sollten wir im Hinblick auf unsere schulische Entwicklung genauer betrachten? - Fragebogenskalen in Form von Moderationskarten an der Wand - Abfrage der Antworten mittels Klebepunkten

14 Lehrerkonferenz zur Vermittlung und Diskussion der Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung (4) 5. Arbeit in Themengruppen Einteilung des Kollegiums in Themengruppen: Kleingruppen können sich für einen Bereich (2-3 Skalen) entscheiden und diesen von der Wand nehmen Aufgabenstellung: Schauen Sie sich die Ergebnisse des Themas im Bericht der Gefährdungsanalyse an. Stellen Sie Hypothesen auf, die eine mögliche Erklärung für die Ergebnisse aus ihrem Themenbereich liefern. Evtl. Idealszenario entwerfen: Wie könnte ein Idealzustand im Bezug auf das gewählte Thema aussehen? Poster erstellen und dem Kollegium präsentieren Evtl. Diskussion im Plenum

15 Lehrerkonferenz zur Vermittlung und Diskussion der Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung (5) 6. Zusammenfassung und Ausblick Moderator fasst wichtigste Punkte zusammen Auftrag an Steuerungsgruppe, sich entweder eines Themas direkt anzunehmen oder eine Arbeitsgruppe dazu zu bilden, die Lösungsansätze und Veränderungsmaßnahmen erarbeitet Weiteres Vorgehen besprechen (Zeithorizont) Dank an das Kollegium für die Zusammenarbeit

16 Gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen - Schulen auf dem Weg Eine prozessorientierte Fortbildung für Schulteams

17 Fortbildung für... die Schulen im Landkreis XY, die im Rahmen des Arbeitsund Gesundheitsschutzes an der personenbezogenen Gefährdungsbeurteilung des Kultusministeriums teilgenommen haben Ziel: ausgehend von der Gefährdungsanalyse die wesentlichen Schritte auf dem Weg zu einer gesunden Schule kennen- und anwenden lernen

18 Inhalte der Fortbildung Befragungsdaten lesen und interpretieren Rahmenbedingungen für die Arbeit der Schule am Thema Gesundheit Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und Verbindung zur schulischen Qualitätsentwicklung (Qualitätsbereich III) Projektplanung und erste Schritte Erfahrungen und nächste Schritte / Ausblick

19 Zielgruppe: Schulteams aller Schularten à 2-3 Personen inkl. eines Mitglieds der Schulleitung, insgesamt 8 Schulen Teilnahmebedingungen: Teilnahme an allen Terminen, GLK-Beschluss zur Arbeit am Thema Gesundheit Leitung: Psychologen am Regierungspräsidium und an der Schulpsychologischen Beratungsstelle

20 Themen und Termine 1. Modul: Reflexion und Interpretation der Befragungsergebnisse (1 Tag, 9:00-16:30 Uhr) Einstieg: Was haben wir davon, uns mit diesem Thema zu beschäftigen? Ein Arbeitsmodell zur Lehrergesundheit Was bedeuten die Befragungsergebnisse --> Konkretisierung für eigene Schule Welche Rahmenbedingungen braucht es, um sich auf den Weg zu machen? Verknüpfung mit der Schulentwicklung und dem Qualitätsrahmen BaWü Hausaufgabe: Informieren des Kollegiums (mit den Seminarfolien), Daten lesen, Rahmenbedingungen schaffen

21 Themen und Termine 2. Modul: Kreativwerkstatt: Ideen zur gesundheitsförderlichen Schule (½ Tag - 14:30-18 Uhr) Aktueller Stand an der Schule Überblick über Möglichkeiten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung Ziele (richtig) setzen Welche Ideen und Maßnahmen würden sich für unsere Schule eignen? Wie können wir gesundheitserhaltend Schulentwicklung betreiben? Wie beziehen wir das Kollegium ein? Hausaufgabe: Ziele festlegen und Maßnahmen mit Kollegium beschließen

22 Themen und Termine 3. Modul: Konkrete Schritte: Unser Weg zur gesundheitsförderlichen Schule (½ Tag) Aktueller Stand an der Schule Vom Plan zum Ziel: Projektmanagement Respektvoller Umgang mit Widerständen an der Schule Hausaufgabe: Planung der konkreten Schritte, Einleitung erster Maßnahmen Zwischen Modul 3 und 4: Möglichkeit der Einzelberatung durch die Seminarleitung

23 Themen und Termine 4. Modul: Wo stehen wir? Was haben wir erreicht? (½ Tag) Aktueller Stand an der Schule und weitere Planungen Welche Unterstützung brauchen wir noch für unseren eigenständigen Prozess? Gestaltung von Projektabschluss und Projektevaluation Vom gesundheitsförderlichen Projekt zur gesundheitsförderlichen Schule Ausblick Seminarevaluation und Abschluss

24 Salutogenes (gesundheitsförderliches) Leitungshandeln Eine Fortbildung für Schulleitungen

25 Ziele von gesundheitsförderlichem Leitungshandeln Positive Gestaltung der Anforderungs-Belastungs-Ressourcen- Konstellation Gefühl stärken, über genügend Kapazitäten zu verfügen, um die Arbeitsaufgaben, den Arbeitsalltag, (das Leben) zu meistern Für Lehrkräfte nachvollziehbares Leitungshandeln Bewältigbare Aufgaben und unterstützende Arbeitsbedingungen Bedeutsamkeit von Aufgaben, Anweisungen, Zielen und Entwicklungen Förderung einer positiven Erwartungshaltung, dass Anforderungen flexibel begegnet werden kann und angemessene Ressourcen aktiviert werden können

26 Salutogenes Leitungshandeln Fortbildung für Schulleitungen Zielgruppe: Neue bzw. erfahrene Schulleiter/innen Ziele: Zusammenhänge erkennen zwischen dem eigenen Leitungshandeln und der Gesundheit der Lehrkräfte; konkrete Handlungsmöglichkeiten für gesundheitsförderliches Leitungshandeln erarbeiten Themen: Eigenes Gesundheitsverhalten Vorbildfunktion Gesundheitsförderung durch direkte Kommunikation und Interation Gesundheitsförderung durch die Gestaltung der Arbeitssituation

27 Salutogenes Leitungshandeln Fortbildung für Schulleitungen Wertschätzung und Anerkennung Interesse und Kontakt Partizipation Transparenz Kollegialität und Fairness

28 2. Unterstützung und Angebote für Schulen von Seiten des Kultusministeriums Page 28

29 Geplante Angebote des Kultusministeriums Begleitung während der Berufseinstiegsphase für Junglehrer/innen (2.-4. Berufsjahr) Prävention 10plus für Lehrertandems mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung Forschungsprojekt Stimmprävention (Institut für Musikermedizin Freiburg Coachinggruppen nach dem Freiburger Modell (Prof. Bauer) Page 29

30 Zusammenfassung Eine Entwicklung im Bereich Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung an Schulen braucht Interesse und Beteiligung der Betroffenen Zeit eine klare Zielsetzung Begleitung hilfreiche Strukturen in der Schule eine Kombination aus Verhaltens- und Verhältnisprävention Unterstützung durch den Dienstherrn

31 Weitere Informationen unter: Kontakt:

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