Makro-Tutoriums-Blatt 5. Die Geldnachfrage und die LM-Kurve

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1 Makro-Tutoriums-Blatt 5 Die Geldnachfrage und die LM-Kurve Aufgabe: Teilaufgabe a) Sie hatten riesiges Glück und haben eines der wenigen Praktika bei der EZB ergattert und dürfen nun deren Chef Mario D. zu Hand gehen. Die erste knifflige Aufgabe, die er Ihnen stellt, ist, dass Sie den neuen gleichgewichtigen Zins berechnen sollen, der sich einstellt, wenn folgende Kennzahlen für den Euroraum gemessen wurden. Y = 2000, P = 2 und. Die Geldnachfrage sei mit =P Y (0,75-i) gegeben. i = 25% (Gleichsetzen von und und dann nach i auflösen) 2. i = 52% i = 35% i = 23% 5. i = 32% Teilaufgabe b): Wie verändert sich der Zins, wenn das nominale Geldangebot auf 4000 und das Preisniveau auf P = 4 ansteigt? i = 23% 2. i = 25% (Ändert sich gar nicht, da das reale Geldangebot gleich bleibt) i = 52% i = 35% 5. i = 32%

2 Teilaufgabe c): Nun möchte Ihr Chef Mario D., dass sich ein etwas höherer Zins in Höhe von 55% einstellt. Das Preisniveau sei weiterhin P = 4 und die Produktion weiterhin Y = Wie hoch muss nun die nominale Geldmenge sein? (alle gegebenen Werte einsetzen und dann nach der Geldmenge auflösen) 2. Aufgabe: MC-Fragen Teilaufgabe a): Wie wirkt sich eine Reduzierung der Geldmenge in der graphischen Analyse aus? Hinweis: Es können mehrere Antworten richtig sein Die IS-Kurve verschiebt sich nach rechts und die LM-Kurve dreht sich gegen den Uhrzeigersinn. (falsch) 2. Die IS-Kurve verschiebt sich nach rechts und die LM-Kurve nach links. (falsch) Die LM-Kurve verschiebt sich nach links und die IS-Kurve bleibt unverändert (richtig, da es bei einer Veränderung der Geldmenge zu einer Verschiebung der LM-Kurve entlang der IS-Kurve kommt. In diesem Fall eben nach links) Die LM-Kurve verschiebt sich wie die IS-Kurve nach rechts. (falsch) 5. Keine der Aussagen ist richtig. (falsch)

3 Teilaufgabe b): Aufgrund der von den Unternehmen als sehr hoch wahrgenommen Unsicherheit bezüglich der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone sinken die autonomen Investitionen. Hinweis: Die IS-Kurve reagiert sowohl zins-, als auch einkommenselastisch. Es können weiterhin mehrere Antworten richtig sein Die LM-Kurve bleibt unverändert. (richtig) 2. Die IS-Kurve verschiebt sich nach links, die LM-Kurve nach unten. (falsch) Die IS-Kurve verschiebt sich nach links. (richtig, da I sinkt und damit auch Y, was aus dem Transaktionsmotiv zu sinkenden Zinsen führt) Die Geldnachfrage-Kurve im i-m-diagramm verschiebt sich nach unten. (richtig, da in Folge des gesunkenem Einkommens aus dem Transaktionsmotiv weniger Geld nachgefragt wird.) 5. Keine der Aussagen ist richtig. (falsch) Teilaufgabe c): Befindet sich eine Volkswirtschaft in der Liquiditätsfalle, so ist die Geldnachfrage komplett zinsunelastisch und Geldpolitik daher vollkommen unwirksam zur Beeinflussung des gesamtwirtschaftlichen Einkommens (falsch, die Geldnachfrage ist vollkommen zinselastisch) 2. Befindet sich eine Volkswirtschaft in der Liquiditätsfalle, so ist die Geldnachfrage perfekt zinselastisch und Fiskalpolitik daher sehr wirksam zur Stimulierung des gesamtwirtschaftlichen Einkommens (richtig) In der Investitionsfalle hingegen ist Geldpolitik sehr wirksam (falsch, unwirksam) Sowohl in der Liquiditäts-, als auch in der Investitionsfalle ist Geldpolitik vollkommen wirkungslos, Fiskalpolitik hingegen ist in beiden Fallen sehr wirksam (richtig) 5. Keine der Aussagen ist richtig (falsch)

4 Aufgabe Nachdem Sie sich die ersten Wochen Ihres Praktikums so gut geschlagen haben, dürfen Sie nun nach Berlin reisen, um sich von der dortigen Regierung zeigen zu lassen, wie gute Wirtschaftspolitik aussieht. An Ihrem neuen Arbeitsplatz im Finanzministerium bittet man Sie nun die IS-Kurve für Deutschland zu berechnen. Die dafür nötigen Daten hat man Ihnen schon auf Ihrem Schreibtisch gelegt. Die Einkommenssteuer, die das Ministerium plant soll für alle 50% betragen. Die Staatsausgaben sollen im kommenden Jahr 550 Einheiten betragen. Aus einem Report des Inlands-Geheimdienst, der sich ebenfalls unter Ihren Unterlagen befand, wissen Sie, dass die Haushalte unabhängig von ihrem Einkommen 250 Einheiten konsumieren werden und, dass sie von jeder weiteren Einheit ihres verfügbaren Einkommens 0,75 Einheiten verkonsumieren. Die Unternehmen werden unabhängig von der wirtschaftlichen Lage 200 Einheiten investieren und reagieren auf jede Erhöhung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt mit einer Reduktion ihrer Investitionen von 5. Darüber wissen Sie, dass die Investitionen nicht vom Einkommen abhängen. Gehen Sie zur Beantwortung der Frage davon aus, dass Deutschland eine geschlossene Volkswirtschaft sei. Teilaufgabe a): Zur Erleichterung Ihrer Arbeit gibt Ihnen ein Kollege den Tipp, dass Sie zunächst die Konsum- und die Investitionsfunktion aufstellen sollten. 2. (richtig) 5. Teilaufgabe b): Nun können Sie die IS-Kurve berechnen. Die Gleichung der Gerade lautet also: ) 2. (richtig) 5.

5 Teilaufgabe c): Nachdem man in der Bundesbehörde der Ansicht ist, dass man Geldpolitik sowieso besser als Mario D. kann, beauftragt man Sie nun damit auch die LM-Kurve für Deutschland zu berechnen. Die reale Geldmenge sei mit 500 Einheiten gegeben. Des Weiteren sei bekannt, dass die Individuen auf jede Erhöhung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt mit einer Reduktion ihrer realen Geldnachfrage um 2 reagieren. Mit jeden weiteren verfügbaren Euro fragen die Individuen 0,2 mehr Geld nach. Wie lautet die die LM-Kurve? 2. (richtig) 5. Teilaufgabe d): Bestimmen Sie das Einkommen Y, das sich im gesamtwirtschaftlichen Gleichgewicht einstellt (richtig) Teilaufgabe e): (nur vielleicht, da sich ein Zins von -50% ergibt und das sicher zu einiger Verwirrung führen wird) Zu guter Letzt sollen Sie nun noch den gleichgewichtigen Zinssatz berechnen. 0% 2. 25% -50% (richtig) 75% 5. 50%

6 Teilaufgabe f): Der Gütermarktmultiplikator einer Erhöhung der autonomen Investitionen beträgt? 1,2 2. 0,8 1,6 (richtig) 1,4 5. 1,5 Aufgabe 4: Wahr oder Falsch? (am besten den gesamtwirtschaftlichen Multiplikator herleiten und dann mit komparativer Statik lösen) Nachdem Sie Ihre Aufgaben bis jetzt so hervorragend erledigt haben, werden Sie unglücklicherweise mit weiteren Aufgaben betraut. Sie sollen nun bei einer Informationsveranstaltung auf die Aussagen des sichtlich interessierten Publikums auf ihre Richtigkeit prüfen. Expansive Fiskalpolitik ist gesamtwirtschaftlich umso effektiver, je höher die Zinsreagibilität der Geldnachfrage ist (richtig) 2. Expansive Fiskalpolitik ist gesamtwirtschaftlich umso effektiver, je höher die Einkommensreagibilität der Geldnachfrage (falsch) Expansive Geldpolitik ist gesamtwirtschaftlich umso effektiver, je niedriger die Zinsreagibilität der Investitionsnachfrage (falsch, da der Multiplikator kleiner wird) Expansive Geldpolitik ist gesamtwirtschaftlich umso effektiver, je höher die marginale Konsumquote (richtig) 5. Expansive Geldpolitik ist gesamtwirtschaftlich gesehen von der Zinsreagibilität der Investitionsnachfrage unabhängig (falsch)

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