AdVoice. Thema: FORUM+3 02 / 08. Anwalt der Anwälte G FORUM Junge Anwaltschaft im DeutschenAnwaltverein

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1 G Anwalt der Anwälte 02 / 08 AdVoice FORUM Junge Anwaltschaft im DeutschenAnwaltverein Thema: FORUM+3 Das Heft für Anwälte mit erster Berufserfahrung Aus dem Inhalt: Kanzleiumzug plus Checkliste Kanzleipartnerschaften Messen und Mandanten Zweigstellen Das FORUM auf dem Deutschen Anwaltstag

2 Editorial FORUM+3, Internationales Netzwerk, DAT FORUM+3, Informationen für Rechtsanwälte mit erster Berufserfahrung, ist ein großes Thema. Und es betrifft unsere Mitglieder, denn immer mehr Anwälte bleiben auch nach ihrem Beitritt in den örtlichen Anwaltverein dem FORUM treu. Nicht nur der Umgang mit Erfolg (Seite 4) will gelernt sein. Der Erfolg will vorbereitet sein, Einstellungsgespräche führen sich nicht von selbst (Seite 12), jegliche Art von Optimierung wird wichtig, größere Mandate und größere Verantwortung, Versicherungsfragen und technische Probleme, Soft Skills, Rhetorik (Seite 7) und höhere Gebühren, die Zahl der Themen ist riesig. Wir können nur einige dieser Themen hier im Heft besprechen. Am 4. September 2008 wird es deshalb in Fulda erstmals eine eigene Fortbildungsveranstaltung zum Thema FORUM+3 geben. Genau wie die regelmäßigen Existenzgründertreffen wird dieses Pilotprojekt vom Verein Deutsche Anwaltakademie e.v. in Zusammenarbeit mit dem FORUM organisiert. Eine Umfrage auf den Webseiten des Forums hat bereits stattgefunden, das Interesse war groß. Sicher ist, dass Ihr auch in den nächsten Heften immer wieder Beiträge zu FORUM+3 finden werdet. Tobias Sommer Ebenso werden wir immer wieder über unser internationales Netzwerk in Form der Länderbeauftragten berichten. Für das regionale Netzwerk gibt es die Stammtische und überregional die moderierte Mailingliste. Auf unseren Aufruf im letzten Heft Internationales haben sich viele Kolleginnen und Kollegen als Länderbeauftragte gemeldet. Als Ansprechpartner bei grenzüberschreitenden Rechtsproblemen erweitern die Länderbeauftragten die Angebote unseres FORUMs-Netzwerks von Mitgliedern für Mitglieder (Seite 50). Wer nicht auf dem diesjährigen Anwaltstag in Berlin sein konnte, erfährt, wie das FORUM dort präsent war (Seite 32), und findet alle für das FORUM relevanten Fakten im Bericht unserer Vorsitzenden Silke Waterschek (Seite 34). Zum Thema Freiheit haben wir auf unserer FORUMseigenen Fortbildung heiß diskutiert (Seite 34) und außerdem eigene Positionspapiere zum Thema Bologna-Prozess und zur Novelle des BKA-Gesetzes und zu 160a StPO präsentiert. Bis demnächst im MailFORUM, bei FORUM+3 in Fulda oder beim DAT 2009 in Braunschweig, Rechtsanwalt Tobias Sommer 1

3 Inhalt Inhalt Thema: FORUM+3 Magazin Euer FORUM Änderung des Strafrecht Positionspapier des FORUMs Und plötzlich saß ich auf der anderen Seite Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Anwalt 4-5 Schöner umziehen! Tipps zum Kanzleiumzug 5-6 Checkliste Umzug 6-7 Spart euer Geld denkt selber nach! Erfahrungen mit externen Beratungsangeboten 7-8 Kanzleipartnerschaften: Wichtig ist, dass der Laden läuft 8-10 Kanzleipartnerschaften sind mehr als Bürosharing Anwalt sucht den Superstar Von den Schwierigkeiten, den passenden Lehrling zu finden Fristen was tun? Kanzleiorganisation mit Büroanweisungen Von Jungspunden und grauen Eminenzen Über das Verhältnis zu älteren Kollegen Messen machen Mandanten Kontakte, Netzwerke, Aquise Der Anwalt ist Rhetoriker Tipps zur praktischen Arbeit Verschollen zwischen Wunsch und Wirklichkeit Warum Anwälte aussteigen Wie aktuell ist Honoré Daumier heute? Eine Ausstellung zum 200. Geburtstag 25...Zweigstelle Königsallee, Düsseldorf Seit 2007 dürfen Anwälte unselbstständige Zweigstellen unterhalten Erfahrungsbericht Existenzgründung: Hamburger Szenemagazin sorgte für Durchbruch Soldan-Gründerpreis Diesjährige Preise gingen nach München, Neumünster und Darmstadt 29 Vergütungsregeln sichern Zugang zum Recht Studie vergleicht Anwaltskosten in Europa 30 Steckbrief Fachanwaltschaft Bau- und Architektenrecht Das Forum auf dem Deutschen Anwaltstag 2008 in Berlin Zwei Parteien ein Anwalt? Parteiverrat StGB 38 Forum regional: Neue Regionalbeauftragte für: - Aschaffenburg 40 - Bad Kreuznach 40 - Berlin 40 - Frankfurt/M Hanau 41 - Hildesheim 41 - Hof 41 - Itzehoe 41 - Forum international: Quo vadis Länderbeauftragte? 42 Neue Länderbeauftragte für: - Frankreich 43 - Iran 43 - Kroatien Luxemburg 44 - Mexiko 45 - Polen 45 - Schweden 46 - Spanien 46 - Venezuela Die neue Advoice ein Relaunch 47 Ein Wahlaufruf Im September werden in NRW die Vertreter des Versorgungswerkes gewählt Stellenbörse 55 Bücherforum Anwaltsstrategien beim Kanzleimarketing 56 Anwaltshandbuch Arbeitsrecht Die Vorsorgemappe für Selbstständige und Freiberufler 57 Professionelle Büroorganisation und Mandatsführung Strafverteidigung in der Praxis 58 Arbeitsrecht Fachanwaltskommentar Familienrecht 60 Das 1x1 der Hauptverhandlung 61 Handbuch zum Strafverfahren 61 Berufsrecht, Bundesrechtsanwaltsordnung: BRAO, Kommentar 62 Service Links: hilfreiche Tipps für den jungen Anwalt plus 3 64 Das Letzte Wort 62 Autorenverzeichnis 63 Bunt, schrill und provokant Die neue Werbekampagne für das FORUM Impressum 64 Bologna-Prozess Positionspapier des FORUMs

4 Thema Thema Und plötzlich saß ich auf der anderen Seite Vom angestellten Anwalt zum Partner das war ein gewaltiger Sprung. sich nun neben seiner Arbeit am Gesetz stellen muss. Nichts ist schlimmer, als vom eignen Erfolg überrannt zu werden. (Arthur Waldenberger) Über die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Anwalt Er ist jung, unter 40 Jahren, trägt einen perfekt sitzenden Anzug, meist blau oder schwarz, gern mit Nadelstreifen, natürlich mit passender Krawatte. Die Haare sind ordentlich geschnitten, kurz und mit ein wenig Gel gerichtet. Keine Frage: Es handelt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen dieser erfolgreichen Junganwälte jedenfalls stellen sich viele ihn so vor. Und diese Vorstellung trügt gar nicht so sehr, weiß einer dieser erfolgreichen Anwälte: In der Regel habe ich tatsächlich oft keine Probleme, einen mir vorher unbekannten Kollegen in einer Menschenmasse zu finden, sagt Michael Neugebauer aus Erfurt. Er hat das hingelegt, was man im Allgemeinen als erfolgreiche Anwaltskarriere bezeichnen mag in der Lutherstadt Wittenberg geboren, besteht er 19 Jahre später als Jahrgangsbester sein Abitur. Und er will Jura studieren, um Anwalt zu werden. Darauf arbeitet er hin geradlinig und mit Erfolg. Nach neun Semestern besteht er das 1. Staatsexamen mit dem Freischuss. Aber, und das beruhigt irgendwie, auch bei ihm hatten sich Zweifel bezüglich seiner Berufswahl breit gemacht: Ich interessiere mich für Zahlen, für Wirtschafts- und Steuerrecht. Wirtschaftliche Zusammenhänge erkennen und sachlich am praktischen Fall diskutieren, das sind meine Stärken. Das Studium war so theoretisch, und gerade Wirtschaftsrecht hat mir in der Theorie gar keinen Spaß gemacht, lächelt Michael Neugebauer über seine Studienzeit. Schon im Referendariat war das für ihn anders. Seinem Ziel, Anwalt zu werden, schritt er unaufhaltsam entgegen. Und dann war es so weit. Der erste Tag als richtiger Anwalt: Das war ein merkwürdiges Gefühl, erinnert er sich. Obwohl so viel sei eigentlich gar nicht anders gewesen. Den Anzug habe er schon vorher getragen, und in der Kanzlei, bei der er anfing, hatte er bereits die Wahlstation verbracht. Sie war ihm vertraut. Dennoch: Plötzlich saß ich auf der anderen Seite des Schreibtisches, hatte eine eigene Rechtsanwaltsfachangestellte, und die Fälle waren die meinen, inklusive der Verantwortung, blickt er zurück. Zwei Jahre habe es gedauert, bis er eine gewisse Gelassenheit hatte. Im gleichen Atemzug schränkt er aber ein: Aufgeregt bin ich heute auch noch manchmal, und das macht ihn irgendwie sympathisch. Nach fünf Jahren als angestellter Anwalt wird er Partner in der Sozietät FRH Rechtsanwälte in Erfurt. Vom angestellten Anwalt zum Partner das war ein gewaltiger Sprung. Plötzlich ist er mit Dingen konfrontiert, die vermeintlich so gar nichts mit dem eigentlichen Anwaltsdasein zu tun haben. Er befasst sich mit Fragen der Kanzleiausstattung und -einrichtung. Soll er die Technik finanzieren oder doch besser leasen? Welche Software ist die beste? Mit welchem Personal verstärke ich das Team? Zu diesen Fragen gab es weder an der Uni noch im Referendariat ein Seminar. Doch das sind Fragen, die sich für jeden Anwalt, der Erfolg hat, irgendwann auftun. Und das ist es wohl auch, was Rechtsanwalt Dr. Arthur Waldenberger meinte, als er gegenüber der Tageszeitung Die Welt äußerte, dass eine der größten Fallen für Anwälte nach der Startphase darin liege, dass sie plötzlich von dem eigenen Erfolg überrannt würden. Berufsstartern rät der erfahrene Anwalt deshalb, sich immer auch Gedanken darüber zu machen, dass das Unternehmen atmen muss. Es reiche nicht, den Status Quo zu erhalten. Das weiß auch Michael Neugebauer: Man ist 25, 30 Jahre alt und war bis dahin nur in Ausbildung. 12 oder 13 Jahre Abitur, dann Studium und Referendariat. Und dann hat man das Ziel erreicht, ist Anwalt. Da musste ich mir überhaupt erst einmal neue Ziele setzen. Eines dieser Ziele ist ganz banal: Erfolg haben. Nur, wer Erfolg haben möchte, expandiert zwangsläufig früher oder später. Und dann seien es, wie Waldenberger weiß, die vom eigentlichen anwaltlichen Kernbereich entfernten Aufgaben, die plötzlich bewältigt werden wollen. Diese Erfahrung macht auch Michael Neugebauer: Ich könnte mich gut und gerne täglich drei Stunden mit administrativen Aufgaben befassen, erzählt er. Kaufmann, Personalchef und Anwalt in einer Person, das will erst einmal unter einen Hut gebracht werden. Gerade in Sachen Personal machte Neupartner Neugebauer so seine Erfahrungen: Es ist ein Unterschied, ob man eine oder mehrere Büroangestellte hat. Die sind Michael Neugebauer aus Erfurt hat eine Bilderbuchkarriere hingelegt. Foto: Anke Schiller-Mönch nicht einfach nur da. Deren Aufgaben müssen auch verteilt, koordiniert und kontrolliert werden. Auch das Arbeitsklima muss stimmen. Gute Bezahlung allein ist nicht alles, zählt er die Herausforderungen auf, denen er Umzug ist schon im privaten Bereich keine einfache Sache. Wenn es aber darum geht, mitsamt der Kanzlei umzuziehen, tut man schon aus Gründen anwaltlicher Vorsicht in eigener Sache gut daran, noch sorgfältiger zu planen, zu packen und zu delegieren. Der Einzug in neue Räumlichkeiten macht erst Sinn, wenn die neuen Räume entsprechend hergerichtet sind. Das bedeutet: falls es was zu malern, verlegen, abzuhängen oder gar Türen und Wände zu versetzen gibt, sollte man das tunlichst vor dem Einzug erledigt haben. Da bekanntlich nichts länger hält als das Provisorium, gibt es Kanzleien, die die Patina des Erstbezugs noch Jahre später zur Schau tragen, weil der Inhaber das Motto vertrat: Erstmal rein, der Rest findet sich. täglich drei Stunden mit administrativen Aufgaben befassen. (Neugebauer) Das alles sind Faktoren, über die sich der neu gründende Anwalt zu selten Gedanken macht. Menschlich ist das nachvollziehbar. Denn seien wir doch mal ehrlich: Natürlich gibt es diese erfolgreichen Anwälte wie Michael Neugebauer, denen man derlei Führungsarbeit früher oder später zwangsläufig zuschreibt. Doch noch eine viel größere Zahl der Berufsstarter hat kein Prädikatsexamen. Die haben sich über Jahre durchs Studium gequält, am Ende einen Klausurenmarathon hingelegt, ihr Bestes gegeben, scheinbar endlose Wochen auf das Ergebnis gewartet, wurden mit gerade so 3,6 oder 4 oder 5,3 Punkten zur mündlichen Prüfung zugelassen und gingen am Ende mit ausreichend oder befriedigend nach Hause. So jedenfalls geht es über der Hälfte derer, die irgendwann mal angefangen haben, Jura zu studieren. Schöner umziehen! Entspannter Einzug in neue Kanzleiräume Also: mindestens acht Wochen vorher entweder professionelle Handwerker oder die privaten Heinzelmännchen in die neuen Räume lassen. Welche Personengruppe man bevorzugt, ist nicht nur eine Sache des Geldbeutels, sondern auch des Nervenkostüms. Mal unabhängig davon, dass man bezahlte Handwerker in Regress nehmen kann, wenn was schief geht, kann man mit ihnen auch Fertigstellungstermine vereinbaren, wohingegen die privaten Helferlein häufig mit der (nicht eigenen) Zeit sehr generös verfahren und man sich ob der Farbgestaltung der einzelnen Räume gelegentlich in Diskussionen verwickelt sieht, die die Welt nicht braucht. Hat man dann noch einen Feng-Shui-Lehrer im Bekanntenkreis, wird es richtig kompliziert und spätestens dann ist man froh, die Sache den Leuten zu überlassen, die sich mit so was auskennen. Da soll man sich nun hinstellen und guten Gewissens sagen: Ich werde ein erfolgreicher Anwalt, der in spätestens drei Jahren expandiert? Das kostet mindestens einiges an Überwindung. Lohnt sich aber. Denn spätestens, wenn die Gedanken um eigene Stärken und erstrebenswerte Ziele kreisen, beginnen Punkte und Noten in den Hintergrund zu treten. Vielmehr wird dem Junganwalt bewusst, dass er sehr viele Qualitäten für diesen Beruf mitbringt, die sich per Examen gar nicht abprüfen lassen. Und plötzlich ist auch die Hürde, an den eigenen Erfolg zu denken und diesen zu planen, nicht mehr ganz so hoch. Je besser der Plan, desto besser ist es, sagt Waldenberger und rät: Man muss immer daran denken, erweiterbar zu sein. Denn nichts ist schlimmer, als vom eigenen Erfolg überrannt zu werden. Rechtsanwältin und Journalistin Anke Schiller-Mönch, Weimar Rechtzeitig an Nachsendeaufträge und Telefonumstellung denken Vier Wochen vorher ist ein guter Zeitpunkt, einen Nachsendeauftrag bei der Post und PIN (sofern noch am Markt) für Geschäftskunden zu schalten. Der kostet bei der Post um die 60 EUR für ein Jahr. Am besten leitet man die Post schon drei Tage vor dem Einzug um. Lässt man sich die Post mit Datum Einzug ins neue Büro umleiten, sitzt man mindestens drei Tage ohne da. Grund: die Post für alle Nachsender geht an eine Zentrale und wird dort neu etikettiert. Das dauert dann eben und keine Menschenseele bei der Post macht einen darauf aufmerksam, wenn man den Nachsendeauftrag stellt. Man erfährt es erst nach dem Umzug, wenn man sich bei der Post nach seiner selbigen erkundigt. 4 5

5 Thema Thema Wer den Nachsendeauftrag nicht rechtzeitig beantragt, guckt in der neuen Kanzlei erstmal in die Röhre. Foto: Andrea Vollmer lichen Bewährungshilfe oder einer gemeinnützigen Einrichtung kann sich lohnen. Hier werden oft Umzugsdienste angeboten. Eine bis zwei Wochen vor dem Umzug gibt es eine Menge zu tun: Man kann anfangen, die ersten Kisten zu packen und zu beschriften. Ablaufende Fristen sollten zumindest insoweit bearbeitet werden, dass man sie sich unter Hinweis auf den Umzug verlängern lässt und Gerichtstermine sollten mindestens drei Tage vor und drei Tage nach dem Tag X abgesagt werden. Das Schild für die neue Kanzlei benötigt je nach dem, wo man es in Auftrag gibt, mindestens eine Woche, ebenso die neuen Visitenkarten. Nicht vergessen, sich vorher einen Korrekturabzug schicken zu lassen. 16. Kanzleischild 17. Einladung für Feier vorbereiten 18. Einladung für Feier versenden 19. Neues Marketing 20. Adressen und Mailadressen von Mandanten sammeln und archivieren 21. Mandaten informieren. Dabei Kanzleiumzug als Werbung nutzen: Rechtzeitig Texte vorbereiten 22. Neue Anfahrtsskizze 23. Abwesenheitsnotiz 24. Post: Nachsendeauftrag 25. Adresseinträge in online-medien ändern, u.a. per Suchmaschine, wo die eigene alte Adresse noch steht und ändern lassen Spart Euer Geld denkt selber nach! 26. auf der eigenen Homepage Hinweis einbauen 27. Printwerbung anpassen 28. Briefkopf verändern. Sobald wie möglich auf aktuellem Briefkopf auf neue Adresse hinweisen, ggf. durch bunten Zusatzzettel auf erster Seite. 29. Umzugshinweis auf altem Briefkasten, auf Kanzleischild an alter Adresse 30. Wenn vorhanden: Anwaltsfachverteilungsstelle (Landgericht oder örtlicher Anwaltverein) informieren Adresszeile ändern 32. Adressmeldung: Kammer, Versorgungswerk, FORUM junge Anwaltschaft, DAV, Krankenkasse, weitere Vereine und Verbände, wo Mitgliedschaften bestehen informieren, Bank, Versicherungen: u.a. Haftpflichtversicherung, Büroinhaltsversicherung 33. Umzugsbudget festlegen, kalkulieren, immer wieder anpassen 34. Viel Spaß bei der Einweihungsfeier. Zusammengestellt von den Rechtsanwälten Tobias Sommer, Carolin Ott und Linda Schwarzer Mindestens vier Wochen sollte man auch den Telekommunikations- und Netzanbietern geben, sich auf die neue Situation einzustellen. Gut ist, wenn in den neuen Räumen schon mal ein Telefonanschluss existiert, dann ist man nicht auf die zum Teil wenig kompetenten Subunternehmer angewiesen, die vor Ort zum Legen der Anschlüsse eingesetzt werden. Das Schreiben, in dem einem bestätigt wird, dass dann und dann eine Freischaltung erfolgt, sollte man gut aufheben. Man braucht es spätestens, wenn man am Tage X nicht frei geschaltet ist. Auch hier gilt: die Freischaltung einen Tag vorher vornehmen, denn anders als versprochen erfolgt die Freischaltung nicht um 0 Uhr des Tages X, sondern irgendwann bis ca. 18 Uhr, was im Zweifel einen ruhigen ersten Tag bedeutet. Mandanten und Gerichte wollen vom neuen Reich unterrichtet werden. Hier empfiehlt Checkliste Kanzleiumzug 1. Neue Räume suchen und vergleichen 2. Informationen zum neuen Umfeld zusammentragen wichtig für das Marketing und die Konkurrenzsituation 3. Mietvertrag, alt und neu., u.a. Kündigungsfristen, Schönheitsreparaturen 4. Adresseinträge in offline-medien ändern. Rechtzeitig! sich auf jedem Schreiben, das die (alte) Kanzlei verlässt, der Hinweis auf die neue Adresse. Zusätzlich kann man Postkarten mit dem Hinweis auf den Umzug versenden. Damit erreicht man auch Mandanten, die gerade keine laufende Sache haben. Auch per Rundmail lässt sich der Umzug verkünden, allerdings mit geringerer Gewissheit, dass die Nachricht die Empfänger auch erreicht. Günstige Alternativen zu teuren Umzugsfirmen Der Vormonat ist ein guter Zeitpunkt, das Umzugsteam zusammenzustellen. Neben in der Regel hochpreisigen Umzugsunternehmen gibt es eine Menge günstiger Möglichkeiten. Wer nicht ganz alleine Kisten schleppen möchte, schart ein paar gute Freunde um sich und macht ein Happening aus dem Ortswechsel, indem er im Anschluss eine Fete in der neuen Kanzlei schmeißt. Auch ein Anruf bei der ört- 5. Angestellte informieren 6. Umzugskartons rechtzeitig besorgen 7. Handwerker für alte und neue Räume: Maler, Telefon, Computer, Einrichtung, Putzfee 8. Steuerberater informieren, um Umzug steueroptimiert zu gestalten, Quittungen sammeln Beim Packen empfiehlt sich eine genaue Beschriftung der Kartons. Es sollte nicht nur draufstehen, wo der Karton hin soll, sondern auch was drin ist. Akten, zu denen kurz vor Umzug Post gekommen ist, gehören in einen gesonderten Karton, ebenso solche, in denen Fristen ablaufen. Das erspart eine Menge Sucherei. Der eigene Schreibtisch gehört ebenfalls in gesonderte Kartons, damit alles schnell seinen Platz findet. Am Umzugstag sollte man nicht vergessen das Verzogen-nach-Schild an der alten Adresse anzubringen und das neue Schild an der neuen anzubringen. Hält man dann noch seine Umzugshelfer durch Kalt- und Warmgetränke und leckeres Essen bei Laune, kann kaum mehr etwas schief gehen und ehe man sich versieht, ist man einer, der einzog. Rechtsanwältin Kerstin Rueber, Koblenz 9. Entscheiden: Umzug in Eigenregie oder durch Fremdfirma 10. Neue Büromöbel bestellen 11. Technik prüfen, ggf. erneuern 12. Aktenrevision gleich mit erledigen 13. Telefon und Fax umstellen rechtzeitig 14. Umzugsfirma 15. Neue Visitenkarten Ob die Einrichtung der neuen Kanzlei, das Schreiben von Werbetexten oder Tipps zur wirkungsvoller Rhetorik für all das gibt es eine wahre Flut von Angeboten externer Berater. Der Frage, ob sich solche Investitionen tatsächlich lohnen, ist unser Autor im Selbstversuch nachgegangen. Viermal habe ich es versucht und dreimal hat es nix genützt. Mein Resümee, um es gleich vorweg zu nehmen, ist niederschmetternd. Ein aufmerksamer Anwalt braucht nach meiner Erfahrung die externe Beratung nicht wirklich. Wenn er sie aber umfangreich brauchen sollte, dann ist er für den Job ohnehin nicht wirklich geeignet. Ganz zu Beginn meiner anwaltlichen Tätigkeit hatte ich mich zu einem Rhetorik-Seminar angemeldet. Der Dozent war sehr von sich überzeugt und hat auch nette Sachen erzählt. Allerdings kam es recht schnell so weit, dass ich dem Dozenten Tipps gegeben habe und eher mit ihm zusammen das Seminar leitete. So war es zwar ganz lustig, aber gebracht hat es nix. Wir Juristen haben schon im Studium und Referendariat gelernt redegewandt zu sein, zusätzliche Seminare brauchen wir da sicherlich nicht. Dann hatte ich einmal wen, der mir einen wirtschaftlichen Business-Plan erstellt hat. Das hat noch viel weniger geklappt, denn letztendlich hat der praktizierende BWL er und Unternehmensberater nur mit irgendwelchen fiktiven Zahlen kalkuliert, die ich ihm sagen musste, zum Beispiel wie viele Mandate ich zukünftig haben werde, wie viel Zeit mich diese Mandate kosten werden, und was ich an diesen Mandaten verdienen werde. Diese Fragen einem Berufsanfänger zu stellen halte ich schlichtweg für Unsinn. Als Anwalt muss man für sich immer wieder wirtschaftliche Entscheidungen treffen, da hilft einem auch kein anderer bei. Interessanter, aber im Ergebnis auch überflüssig, war die Beratung zur Einrichtung und Design der Kanzlei. Mit einem gesunden Verständnis für sowohl optische Harmonie, praktische Nutzbarkeit und dem, was die Mandanten von einer Anwaltskanzlei erwarten, können wir das auch selbst. Als Anwalt muss man für sich immer wieder wirtschaftliche Entscheidungen treffen, da hilft einem auch kein anderer bei. Einzig sinnvoll war das Engagieren einer Journalistin zum Redigieren meiner ersten Werbetexte und Werbeartikel. Wir Juristen schreiben nun einmal juristisch für den Richter und nicht unbedingt ansprechend für den Privatmann. Nachdem meine ersten eigenen Wer- Professionelle Beratungen gibt s für alle Lebenslagen und -fragen doch längst nicht jedes Angebot hält, was es verspricht. Foto: S. Hofschläger, 6 7

6 Thema Thema betexte nicht so von Erfolg gekrönt waren, überarbeitete eine Journalistin dann ein paar Texte und sie waren wirklich besser. Jetzt mache ich es natürlich wieder selbst. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wie erkenne ich im Vorfeld, ob mir ein Seminar oder eine Beratung etwas bringt oder nicht? Das setzt eine genaue Prüfung der Erwartungen, aber auch der Dozenten bzw. Berater voraus. Die Anbieter externer Hilfen versprechen einem nämlich häufig das Blaue vom Himmel. Es ist unbestritten, dass auch wir Juristen von externen Fachleuten lernen können. Aber im Ergebnis zählt insbesondere unser fachliches Können und wie wir es den Mandanten vermitteln. Mir hat hier das aufmerksame Lesen der AdVoice oder auch des Anwaltblattes geholfen. Zusammenfassend habe ich daher festgestellt, dass man als Rechtsanwalt durchaus in der Lage ist, aufmerksam die eigene Kanzlei und die eigene wirtschaftliche Planung betrachten zu können und dann kommt man auf die richtigen Wege. Man muss sein Tun aber immer wieder in Frage stellen. Letztendlich haben viele der externen Berater auch nicht wirklich mehr Ahnung als wir. Das Geld kann man sich sparen. Und unabhängig davon gibt es auch immer wieder neue Situationen, die man dann alleine entscheiden muss, schließlich sind wir Rechtsanwälte und Vertreter von Mandanten. Wenn wir uns nicht einmal selbst beraten können, wäre das schon ein Armutszeugnis. Daher mein Fazit: Wahrscheinlich könnt Ihr mehr als Ihr Euch zutraut. Werft also Euer hart verdientes Geld nicht zum Fenster raus. Es gibt nun einmal keine klare und allgemein verbindliche Anleitung zum Anwalt Werden. Es ist ein Learning by doing und der durchgängige und offene Kontakt zu Kollegen, der mir nach wie vor hilft. Gerade das ist schließlich für sehr viele von uns auch ein positiver Aspekt für die Mitgliedschaft im Forum und die Teilnahme an den Stammtischen. Hier erfährt man immer wieder den ein oder anderen guten Tipp wenn man die Gespräche aufmerksam mit verfolgt. Solche Anregungen und Tipps können einem im Ergebnis vielfach auch nur Kollegen geben und nicht externe Fachleute die dann auch noch viel Geld kosten. Rechtsanwalt Johannes Hakes, Krefeld Wichtig ist, dass der Laden läuft Jeder selbstständige Anwalt muss für sich immer wieder die Frage beantworten, welche Organisationsform für ihn die richtige ist: Einzelanwalt, Bürogemeinschaft, Partnerschaft oder Sozietät? Rechtsanwältin Christine Glasemann hat nach gründlicher Vorbereitung vor zwei Jahren mit zwei Patentanwälten die Partnerschaftsgesellschaft adares gegründet. Ad- Voice hat sie zu ihren Überlegungen und Erfahrungen befragt. AdVoice: Wer sind adares? Und wer kommt als zukünftiger Kollege in Betracht? Glasemann: Die Kanzlei hat ihren Schwerpunkt im patentanwaltlichen Bereich. Schwerpunkt oder Bandbreite der Kanzlei bestimmen auch die fachliche Ausrichtung zukünftiger Kollegen, insofern werden es eher Patentanwälte sein. Wichtigstes Kriterium ist jedoch die menschliche Ausstrahlung, der offene und kommunikative Umgang miteinander. Da bei uns der Teamgedanke gelebt wird, suchen wir Partner auf Augenhöhe. Das bedeutet auch, dass der Kollege in der Pflicht ist, unsere Partnerschaftsgesellschaft aktiv zu gestalten. Das kann Kollegen auch überfordern, wie wir kurz nach unserer Gründung schmerzlich erfahren mussten: Unser dritter Partner ist bald wieder ausgeschieden. Ich will für die Zukunft nicht ausschließen, dass wir auch reine Aktenbearbeiter aufnehmen. Nur sind die in einer Aufbauphase und die dauert nun mal ein paar Jahre wenig gefordert. AdVoice: Ihr habt Euch für die Organisationsform Partnerschaftsgesellschaft entschieden. Warum? Glasemann: Die Partnerschaft ist die sinnvollste Alternative. Die Regelung der Haftung ist gegenüber einer GbR der absolute Vorteil. Vorteil ist auch die Pflicht zum Abschluss eines schriftlichen Vertrages. Wer eine GbR ohne schriftlichen Vertrag eingeht, sollte seine Tätigkeit als Anwalt noch einmal überdenken. Grob fahrlässiges Handeln in Fragen der Haftung ist es wohl, gelinde ausgedrückt. Man sollte sich nicht scheuen, den Vertrag von anderen gegenlesen zu lassen und ausführlich nicht nur an einem Tag zu diskutieren und Änderungswünsche als positives Signal aufzufassen. GmbH und AG erscheinen mir immer etwas unseriös, aber das ist wohl eine Geschmacksfrage. Haftungsbeschränkungen, wie bei der GmbH auf die Einlage, löst man meines Erachtens besser aktiv über eine Haftungsvereinbarung mit dem Mandanten. Man muss ja ohnehin eine Vergütungsvereinbarung abschließen. AdVoice: Wie ausführlich muss ein guter Kanzleivertrag sein? Glasemann: Unser Partnerschaftsvertrag regelt alles, wenn auch nicht alles bis ins Detail. Wir sehen aber bereits jetzt den Änderungsbedarf bei einigen Klauseln. Wir werden uns nicht scheuen, den Vertrag bei Bedarf zu konkretisieren. Bei zwei Partnern geht die mündliche Absprache schnell. Wo alles schriftlich fixiert werden muss, fehlt wohl auch das Vertrauen. Wichtige Beschlüsse, wie der Jahresabschluss, werden protokolliert. AdVoice: Wie groß ist denn der laufende Anpassungsbedarf? Glasemann: Anpassung an was oder wen? Den Partner in seiner Persönlichkeit werde ich nicht anpassen können. Ich kann nur die Menschen sensibilisieren und auf eine offene Kommunikation bestehen und entsprechende Kommunikationsplattformen schaffen, wie etwa ein wöchentliches Meeting. Wer dies nicht nutzt oder nutzen will, passt nicht. AdVoice: Wie lange hat es gedauert, bis Ihr gegründet wart? Glasemann: Sobald wir wussten, wir wollen zu dritt starten, hat es allein circa drei Mona- Bei uns wird der Teamgedanke gelebt. Christine Glasemann und Jan Reininger sind seit zwei Jahren Partner. Foto: Yvonne Hagenbach te gedauert, bis wir uns für die Büroräume entschieden hatten, die wir als erstes besichtigt hatten. Bis der Mietvertrag unterschrieben und der Umbau der Räume fertig war, hat es weitere zehn bis zwölf Wochen gedauert. Für unseren Partnerschaftsvertrag haben wir bestimmt auch sechs Wochen gebraucht. Es bringt, glaube ich, nichts, so etwas zu überstürzen. Andererseits muss man natürlich auch den Anfangsschwung für den Start nutzen. AdVoice: Habt Ihr Eure Zusammenarbeit zeitlich begrenzt? Glasemann: Eine zeitliche Begrenzung der Zusammenarbeit bringt wohl nichts. Der Partnerschaftsvertrag muss aber hinsichtlich des Austritts flexibel sein. AdVoice: Wie kam es zu der Entscheidung, die Kanzlei im Patentrecht und im Gewerblichen Rechtsschutz zu positionieren? Glasemann: Zu meinem Rechtsgebiet bin ich gekommen, wie die Jungfrau zum Kinde (lacht). Ich habe mich beworben, wurde genommen und habe mich nicht immer mit Freude eingearbeitet. Spätestens nach einem halben Jahr kam dann die Freude an der Spezialisierung, nämlich als ich merkte, wie ich mit dem Recht spielen konnte. Als wirtschaftlich denkender Mensch sehe ich natürlich, dass mein Rechtsgebiet Gewerblicher Rechtsschutz auch monetär erfreulich ist. Nach meinen Erfahrungen sollte man daher offen sein für Rechtsgebiete, die sich dem Normalbürger nicht gleich erschließen. AdVoice: Welche Überlegungen habt Ihr angestellt, um Eure Kanzlei unter den zahlreichen Anbietern erkennbar zu machen? Glasemann: Das gewählte Rechtsgebiet ist per se das Unterscheidungsmerkmal eines Rechtsanwalts. In meinem Bereich sind die Kollegen ganz überwiegend männlich, insofern fällt frau schon mal auf. Patentanwaltskanzleien weisen üblicherweise recht hierarchische Strukturen auf was nicht zwingend schlecht sein muss! die für Mandanten mit ähnlichen Strukturen wunderbar passen. Für Mandanten mit offenen Strukturebenen ist das aber eher irritierend. Insofern sprechen wir als adares andere Mandanten bewusst anders an. Marke und konsequent gelebte corporate identity sind in unserem Bereich zwar kein Novum, haben aber Seltenheitswert. Das Kunstwort adares statt Abkürzung der Initialen oder gar Familiennamen als Marke sind eine bewusste Abkehr von der Personifizierung der Anwälte in einer Kanzlei. Die Kanzlei steht bei uns im Vordergrund. Wenn die gut läuft, wozu jeder beitragen muss, geht es allen gut nicht nur den Anwälten, auch den Mitarbeitern. AdVoice: Stichwort Mitarbeiter: Welchen Stellenwert haben die bei Euch? Was erwartet Ihr? Glasemann: Die Mitarbeiter müssen, sollen und wollen mitarbeiten. Die sollen und wollen auch Fragen stellen, fachliche, organisatorische und menschliche und wollen ernsthafte und sinnvolle Antworten bekommen. Das heißt, wir nehmen unsere Mitarbeiter ernst. Ein wöchentliches Orga-Treffen, das natürlich auch dem reibungslosen und effek- 8 9

7 Thema Thema tiven Ablauf in der Kanzlei dienen soll, ist keine Zeitverschwendung. AdVoice: Eure Kanzleiräume wirken sehr bewusst gestaltet. Das muss eine ordentliche Stange Geld gekostet haben!? Glasemann: Investiert hat jeder: bis EUR werden es wohl gewesen sein. Unsere Sachmittel haben wir uns erarbeitet: Kam Geld, wurde investiert. Die Anwaltsräume kann sich bei uns jeder nach seiner Façon einrichten. Die offenen Flächen müssen natürlich die corporate identity wiedergeben. Externe Berater, wie befreundete Architekten und eine Designerin, haben uns sehr geholfen und frische Ideen eingebracht. AdVoice: Wie wichtig war Euch der Standort der Kanzlei? Glasemann: adares im ehemaligen Westberlin hätte nicht gepasst. Daher war schnell In einer Partnerkanzlei kann es plötzlich zugehen wie in einer mürben Ehe. Kleinigkeiten werden zum Nebenkriegsschauplatz einer zerrütteten Beziehung. Die Druckerpatrone ist schon wieder so leer wie die eben noch volle Packung Papier. Der Kollege sitzt seit eineinhalb Stunden im Café, während man selbst keinen Satz zu Ende denken kann, weil ständig das Telefon klingelt. Der Kanzleisegen hängt mehr als schief und von der anwaltlichen Partnerschaft ist nur noch ein wütendes Gegeneinander übrig. Wir Anwälte sind so blöd und glauben, dass ausgerechnet uns so was nicht passieren kann., beschreibt eine junge Anwältin ihre Erfahrungen, die innerhalb kurzer Zeit zweimal vor den Trümmern eine Kanzleigemeinschaft stehen muss. Wir denken, der wasserdichte Vertrag, den wir nach Hause getragen haben, schützt uns vor allem Ärger. Ein Vertrag ist schon mal eine gute Voraussetzung, wenn man mit dem Gedanke spielt, mehr als eine reine Bürogemeinschaft zu gründen. Der Wunsch mit einem Berufskollegen zusammenzugehen, scheint unter den klar, die neue Berliner Mitte ist für uns richtig. AdVoice: Wie haltet Ihr es mit dem Urlaub? Und habt Ihr Anwesenheitspflichten für die Partner vereinbart? Glasemann: Das Ziel von 30 Arbeitstagen Urlaub pro Jahr hat noch keiner von uns erreicht. Eine Anwesenheitspflicht ist Unsinn. Anwesenheit heißt nicht zwingend Gelderwirtschaftung. Manch einer braucht eben länger als der andere. Wichtig ist, dass der Laden läuft. AdVoice: Wie wird es weiter gehen mit Euch? Glasemann: Wie es weiter geht, bestimmen letztlich auch die Mandanten. Schließlich erfreuen sich auch die Mandanten an einem effizienten Büro. Ob ein papierloses Büro die Zukunft ist, wird sich zeigen. Wir arbeiten aber schon mal daran. Kanzleipartnerschaften sind mehr als Bürosharing Gesichtspunkten der Kostenteilung und des Synergieeffektes erstrebenswert. Dennoch sollte jeder bedenken, dass dies nur zwei von vielen Aspekten sind. Wissen, wie der andere tickt Zunächst muss es zwischenmenschlich stimmen. Schließlich beabsichtigt man, den lieben langen Arbeitstag mit dem Kollegen oder der Kollegin zu verbringen und dies wünschenswerter Weise länger als nur ein paar Monate. Langjährige Bekanntschaften oder Freundschaften sind eine gute Basis. Man kennt sich, man kennt seine und die Macken des Anderen. Kurzum: Im besten Fall weiß man, wie der andere tickt. Eine Garantie ist es nicht. Wohlüberlegte Kompromisse beim Arbeitsstil Eine gute Voraussetzung ist, dass man mit der anderen Person bereits über längere Zeit eng zusammengearbeitet hat, eine ähnliche Philosophie im Umgang mit den Mandanten, Kollegen, vor Gericht und in der Aktenbearbeitung pflegt. AdVoice: Würdest Du beim nächsten Mal etwas anders machen? Glasemann: Es gibt keinen Plan B. Daher jetzt: Plan A weiterverfolgen und adares großziehen. AdVoice: Was hat sich bewährt? Glasemann: Vertrauen, Optimismus und Humor (lacht). Das Gespräch für die AdVoice führte RA Percy Ehlert. Aber Vorsicht! Zu viele Kompromisse mit dem Arbeitsstil des anderen können genauso schädlich sein, wie zu wenige Kompromisse. Hier einen goldenen Mittelweg zu finden, ist nicht immer leicht, aber auch nicht unmöglich. Eine offene, konstruktive Kommunikation gewürzt mit einer Brise Gelassenheit, wenn es mal nicht so klappt, sind schon die halbe Miete. Von Beginn an sollte man es sich zum Grundsatz erklären, Probleme offen anzusprechen und zu klären. Alles, was man auf die lange Bank schiebt, entwickelt sich in aller Regel früher oder später zum unlösbaren Konflikt. Beim Geld hört die Freundschaft auf Natürlich spielen für den Erfolg finanzielle Fragen eine wesentliche Rolle. Jeder kennt das:,,bei Geld hört die Freundschaft auf! Deshalb sollte man sich so früh wie möglich gemeinsam um die Finanzen kümmern. Ratsam ist es, als Erstes gemeinsam eine Liste über die zu erwartenden Kosten aufzustellen. Die regelmäßig monatlich wiederkehrenden Posten, wie Büromiete, Personal, Porto und Telefon, den Steuerberater und Kontoführungsgebühren sind schnell erfasst. Wer ist der Erste am Telefon? Die Aufteilung der Mandate sollte zwischen Partnern vorher klar geregelt werden. Foto: Andrea Vollmer Keinesfalls darf man jedoch vergessen, dass im Kanzleibetrieb auch andere Kosten entstehen: Büromaterialien, Visitenkarten, Versicherungen, Zeitschriften, Werbekosten und diverse Neuanschaffungen im Kleinen und im Großen schlagen in der Summe ganz ordentlich zu Buche. Wer wundert sich nicht, dass bereits innerhalb kürzester Zeit von den 2500 Blatt Schreibpapier nur noch ein paar wenige übrig sind oder der Drucker schon wieder nach einer neuen Druckerpatrone verlangt? Dabei könnte man schwören, dass man diese doch erst gestern ausgewechselt hat. All diese Kosten sollte man keineswegs unterschätzen und diesbezüglich anfangs höher kalkulieren. Einer trage des anderen Last Ist das geklärt, müssen zwei weitere ganz entscheidende Fragen gestellt werden: Werden wir diese Kosten auch monatlich tragen können? Wie bauen wir für den Fall vor, dass die Einnahmen mal nicht so sprudeln? Ist der eine bereit, für den anderen einzuspringen und wenn ja, zu welchen Konditionen? Wie soll überhaupt mit den Einnahmen verfahren werden: Jeder in seine eigene Tasche oder in einen gemeinsamen Topf? Fragen über Fragen, die aber ausdrücklich und vor allem gleich zu Anfang geklärt werden müssen. Ebenso muss im Vorfeld schon klar sein, wer für welche Sachgebiete zuständig ist und wie die Aufteilung der Mandate erfolgen soll. Auftritt nach außen Hinweis zu Notfallmanagement für den Einzelanwalt Auch ist es zwingend, seine eigenen Vorstellungen bezüglich der Kanzleiführung und des Außenauftritts der Kanzlei deutlich zu machen und die Vorstellungen des anderen zu hinterfragen. Selbst in diesem Bereich kann es zu Konflikten kommen, die mit Fortschreiten der Zeit unlösbar scheinen und schlimmstenfalls zum Bruch führen können. Lange Rede kurzer Sinn! Das Erfolgsrezept einer wie auch immer gearteten Kooperation mit einem Satz verdeutlichen: Für eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit ist es unerlässlich, von Beginn an einen offenen und konstruktiven Kommunikationsstil zu pflegen. Wer all dies beherzigt und mit der Gründung einer anwaltlichen Gemeinschaft schwanger geht, sollte nun das tun, was wir Anwälte am besten können die Erstellung des Vertrages, der die gemeinschaftliche Zusammenarbeit in seinen Einzelheiten regelt. Na, dann viel Erfolg! Rechtsanwältin Christel Hahne, Magdeburg Checkliste Partnerschaften: - man kennt sich bereits länger und die Chemie stimmt - man hat bereits zusammengearbeitet - gemeinsame intensive Vorbereitung des Zusammengehens - grundlegende Meinungsverschiedenheiten sind besprochen und geklärt - Probleme sofort ansprechen - gemeinsame Philosophie beim Umgang mit Mandanten, Kollegen, dem Gericht und der Aktenbearbeitung, - Einigkeit über den Außenauftritt der Kanzlei - offenen Kommunikationsstil pflegen - klare Dezernatsaufteilung und strikte Dezernatstrennung - eindeutige Absprachen im Umgang mit gemeinsamen Mandanten - Bürovertrag - Liste der zu erwartenden Kosten erstellen und insgesamt höher kalkulieren - prüfen, ob Finanzkonzept tragfähig ist - Szenario entwickeln, wenn Einnahmen ausbleiben - Entscheiden, ob Einnahmen trennen oder in einen Topf werfen Wenn man als Einzelanwalt unvorhergesehen krank wird beziehungsweise aus anderen Gründen ausfällt, muss jemand die Geschäfte weiterführen können. Die Zulassung der Vertretung erfolgt inzwischen bei den Kammern und nicht mehr bei den Gerichten. Damit sind auch die Kammern alleine für die Vertreterbestellung zuständig. Es muss auch kein Vertreter mehr kostenpflichtig bestellt werden, sondern ein kurzes Schreiben an die zuständige Kammer mit dem Namen und der Adresse des Vertreters und, wenn notwendig, der Zeit, reicht aus. Rechtsanwalt Bero Borutzky, Potsdam 10 11

8 Thema Thema Anwalt sucht den Superstar Von den Schwierigkeiten, den passenden Lehrling zu finden Die Entscheidung ist gefallen: die Kanzlei soll durch einen Lehrling bereichert werden. Doch die Flut der eingereichten Bewerbungen ist lange kein Grund zum Händereiben. Die Kandidaten müssen genau unter die Lupe genommen werden und man kann dabei so manches Wunder erleben. Den Superstar zu finden ist ja schon im wahren Leben auf Partnerschaftsebene nicht leicht. Hat man aber erst mal die wesentlichen Eckdaten festgelegt, kann man zur Wahl schreiten. Im Beruf gilt Ähnliches, nur das man anstatt eine Kontaktanzeige aufzugeben ( Das Leben ist kurz und wer hat schon Zeit, sich in der realen Welt umzusehen?) das Formular der Arbeitsagentur ausfüllt. Hat man dies erledigt, weiß es kurze Zeit später jeder, der es wissen will, dass man nicht länger ohne einen echten Superstar arbeiten will und, sagen wir mal, einen Lehrling braucht. Bewerber im Gothic-Look und mit Gesichtspiercing raus Hier lohnt es, eine erste Vorauswahl zu treffen. Das geschieht anhand des mitgeschickten Lichtbildes. Je nach Klientel dürfte es sich nicht anbieten, junge Damen und Herren im Gothic- Look oder mit sichtbaren Gesichtspiercings einzustellen. Nicht, dass man da Vorurteile hätte. Aber was wird die Kundschaft sagen? Also: Exoten aussortieren. Ausnahme: Man betreibt sein Büro im Keller, alle Mandanten sind in Bezug auf Äußerlichkeiten tolerant und der zukünftige Mitarbeiter darf nicht vor die Türe. Weiter geht's mit dem Anschreiben: Hier fliegen alle raus, die versehentlich einen falschen Betreff wie Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als Arzthelferin verwendet haben. Derartige Schusseligkeiten lassen einen erahnen, wie es um die Konzentrationsfähigkeit und die Sorgfalt bestellt ist. Ebenfalls Ende der Vorstellung ist für die, die einen falschen Namen in die Anredezeile schreiben (RA Müller statt RA Meier) oder für die, deren Text Die Suche nach dem passenden Personal ist Schwerstarbeit. Bewerber mit Punk- und Gothic- Look passen in den seltensten Fällen ins Kanzleiprofil. Foto: Andrea Vollmer nicht auf die ausgeschriebene Stelle passt ( Selbstverständlich verfüge ich über großes handwerkliches Geschick, was ich durch mehrere Praktika in der Baubranche bereits unter Beweis stellen konnte ). Ende der Vorstellung ist für die, die einen falschen Namen in die Anredezeile schreiben (RA Müller statt RA Meier) oder für die, deren Text nicht auf die ausgeschriebene Stelle passt ( Selbstverständlich verfüge ich über großes handwerkliches Geschick..) Wer bis dahin noch im Rennen ist, sollte auf Rechtschreibfehler untersucht werden. Die beliebtesten und harmlosesten sind Hobbys statt Hobbies sowie vorraussichtlich statt voraussichtlich. Alles, was darüber hinaus geht, sollte aussortiert werden. Will man den Betreffenden für die weitere Zukunft etwas Gutes tun, schickt man ihnen die Bewerbungsunterlagen mit dem üblichen Anschreiben ( habe ich mich aus Gründen, die nicht in Ihrer Person liegen für einen Mitbewerber entschieden natürlich liegen die Gründe in der Person, aber man darf s ja nicht schreiben) zurück allerdings korrigiert. Mit Rotstift, damit der verhasste Kollege um die Ecke, der die Bewerbung in korrigierter Fassung vielleicht als nächster bekommt, drauf reinfällt. Verhaltensnoten und Fehlzeiten checken Der Stapel derer, die dann noch im Rennen sind, nimmt ein überschaubares Maß an. Die schaffen es bis zu den Zeugnissen. Häufig sind es die gläubigen Sportskanonen mit künstlerischer Begabung, erfolgreicher Teilnahme an der Arbeitsgemeinschaft Mofa und sonstiger Talentfreiheit, die es als nächste erwischt. Sicher, ein gut in Sport, Kunst und Religion ist für sich genommen natürlich völlig in Ordnung, auch Mofafahren ist sozialadäquat, je- doch vermag dies alles ein ausreichend in Deutsch nicht wettzumachen. Es lohnt sich immer auch ein Blick auf die Verhaltens- und Mitarbeitsnoten. Wer sich zwar sehr gut verhält, dessen Mitarbeit aber befriedigend ist, ist häufig in der Schule wenig in Erscheinung getreten, weshalb sich in diesem Zusammenhang ein Abgleich mit den unentschuldigten und entschuldigten Fehlstunden lohnt. Treten die nämlich hinzu, ist der Fall klar: Der Kandidat war so selten da, dass er gar nicht erst negativ auffallen konnte, was sich auf die Verhaltensnote positiv und auf die Mitarbeitsnote negativ auswirkte. Schwupps da gehen sie hin, die nächsten Aussortierten. Probearbeiten für den Lehrling in spe Weiter geht's mit den Castings, altdeutsch Vorstellungsgesprächen. Hier schaffen es die meisten, für die Dauer desselben einen halbwegs vernünftigen Eindruck zu hinterlassen. Meist sind sie ordentlich angezogen (Mädels mit allzu weiten Ausschnitten bei allzu unpassender Figur und/oder allzu langen Fingernägeln, die ein Tippen auf herkömmlichen Tastaturen nicht erlauben sowie Jungs mit Hosenbund unterhalb der Kniekehlen bitte rechts raustreten), duften gut (unbedingt Geruchsprobe nehmen das falsche Parfum oder gar Schweiß erträgt man vielleicht eine halbe Stunde, sicher aber keine ganze Lehrzeit) und geben artige Antworten ( Ich habe immer davon geträumt, Reno zu werden. Schon meine Oma väterlicherseits hat beim Anwalt gearbeitet. ). Meist sind sie auch geschult durch die einschlägigen Gerichtssendungen, sich aber natürlich völlig im Klaren darüber, dass das in echt alles ganz anders ist. Die Eintrittskarte fürs Recall besteht in dem Angebot, ein paar Tage Praktikum zu absolvieren. In dieser Zeit kann dem potentiellen Lehrling dann richtig auf den Zahn gefühlt werden. Hier zeigt sich, dass auch gute Deutschnoten kein Garant dafür sind, dass das Alphabet beherrscht wird. Einfach mal den Kandidaten einen Aktenschrank sortieren lassen und anschließend ein blaues Wunder erleben. Meier hängt vor Mayer, Schmitt vor Schmidt und hat man gar Doktoren in der Mandantschaft, sucht man Als Rechtsanwalt betreuen Sie die am Besten unter D, sonstige Reihenfolge wie oben. Wer das nicht nach drei Schubladen souverän beherrscht, schafft es nicht in die Mottoshows. Einfach mal den Kandidaten einen Aktenschrank sortieren lassen und anschließend ein blaues Wunder erleben. Die beginnen übrigens an der Tür. Der Praktikant sollte auf Schussfestigkeit begutachtet werden. Allzu schreckhafte Kreaturen verschwinden nach dem Ertönen der Klingel unter dem Schreibtisch und trauen sich nicht an die Tür. Dahinter könnte schließlich der Briefträger, ein Mandant, der Mann vom Paketdienst oder der Teufel persönlich lauern. Wer öffnet, befindet sich flugs schon in der nächsten Mottoshow, bei der Sozialverhalten getestet wird. Zunächst sollte die Tageszeit benannt werden. Ein Guten Morgen um 15 Uhr geht eben sowenig wie ein Tach auch. Ihre Mandanten ERFOLGREICH sind Sie auch als Kanzleichef. Denn mit der DATEV-Software für Ihre Kanzlei haben Sie Akten, Abläufe und Finanzen jederzeit im Griff. Zukunft gestalten.gemeinsam. Mit DATEV-Software für Kanzleiorganisation und Controlling führen Sie Ihre Kanzlei auch unternehmerisch erfolgreich. Denn die Software standardisiert und beschleunigt die internen Arbeitsabläufe. Und sie versorgt Sie jederzeit mit den aktuellen Daten. Zur Ertragslage der Kanzlei ebenso wie zum Aktenstatus und zu Fristen. So können Sie das Haftungsrisiko minimieren und sich ganz auf Ihre wichtigste Aufgabe konzentrieren die anwaltliche Betreuung Ihrer Mandanten. Informieren Sie sich unter der Telefonnummer

9 Thema Wegbeschreibungen zu den gekachelten Anlagen, der Garderobe und dem Wartezimmer sollten wiedergegeben werden können. Kaffee kochen, Briefe frankieren, Gerichtspost holen und wegbringen und mal rasch durchfeudeln, wenn was verschüttet wird, sind Standardperformances. Gleiches gilt für das Fax. Hier zeigt sich, dass im Schnitt nach dem fünften Fax und dem genervten Anruf des Vielfachempfängers nicht mehr gefragt wird, warum das Schreiben nebst 25 Anlagen denn immer wieder unten aus dem Gerät rauskommt statt an den Empfänger geschickt zu werden. Probe aufs Exempel: Telefonieren Die letzte Mottoshow findet nicht am Computer (hier zeigt sich, dass man selbst vom Praktikanten viel lernen kann und es im Zweifel nicht mal in den Recall schaffen würde), sondern am Telefon statt. Kann der Praktikant telefonieren? Das ist, obwohl man alles minutiös erklärt und den üblichen Zettel ausgehändigt hat (Anrufer/Datum/Uhrzeit/Sache/Telefonnummer/Verbleib), gar nicht so einfach. 90% der Mottoshowkandidaten stehen mit dem Telefonhörer in der Hand vor einer der größten Herausforderung ihres bisherigen Lebens. Hiervon sind 80% nicht in der Lage, den Namen des Anrufers korrekt zu verstehen, geschweige denn zu notieren. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn sie freundlich nachfragen würden, was aber leider nur 20% schaffen. Von dieser 20% wiederum gelingt es 10%, nach dem Anliegen zu fragen, eine Rückrufnummer wird nur von höchstens 4% notiert, sagte doch der Anrufer die liege einem vor. Klar, sie liegt in der EDV, der Akte oder sonst wo und muss rausgesucht werden. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Von den verbliebenen 4% scheitern etwa die Hälfte an den Tücken der Telefonanlage und der Anruf geht irgendwo auf dem Weg vom Sekretariat zum Anwaltsschreibtisch verloren. Am Ende der Mottoshows findet jeweils eine Abstimmung statt, an der sich alle Kanzleimitarbeiter beteiligen können. Dies geschieht in Form eines Telefonvotings unter Zuhilfenahme des Anrufbeantworters. Während der Mittagspause kann jeder so oft er möchte für seinen Kandidaten anrufen. Er erhält dann auch eine automatische Dankes-sms auf sein Handy. Wer die meisten Anrufe erhält, gewinnt den Titel des Superstar und erhält einen Ausbildungsvertrag. In diesem Sinne wünscht viel Vergnügen beim Einstellen Rechtsanwältin Kerstin Rueber, Koblenz. Versäumte Fristen immerwährendes Elend und was dagegen hilft Wen packt nicht die Panik, wenn er am Freitagabend feststellt, dass eine Frist in einem wichtigen Fall mit hohem Streitwert versäumt wurde. Das Personal ist längst ins Wochenende entschwunden und somit kein Schuldiger da, den man zur Rechenschaft ziehen könnte. Das eigene Wochenende über zermartert man sich den Kopf, wie der Karren wohl wieder aus dem Dreck zu ziehen ist. Keine so seltene Situation in Kanzleien denn immerhin ein Drittel aller anwaltlichen Haftungsfälle beschäftigen sich mit verschwitzten Fristen. Klare, schriftlich niedergelegte Anweisungen für die Kanzleiangestellten zum Fristenmanagement können dem leidigen Übel abhelfen. Die haftungsträchtigen Folgen von versäumten Fristen im Anwaltsalltag sind mittlerweile fester Bestandteil der anwaltlichen Ausund Fortbildung. Dazu existiert eine respektable Aufsatzreihe in der NJW.* Nach einer Erhebung bei Anbietern für Vermögensschadenshaftpflichtversicherungen für Rechtsanwälte sind zirka 30 Prozent aller anwaltlichen Haftungsfälle allein auf versäumte Fristen zurückzuführen. In Zusammenhang mit den dann notwendigen Wiedereinsetzungsanträgen ist häufig die Rede von der gut ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Angestellten. Wie diese mittels einer Büroanweisung auszubilden, zu erproben und zu überwachen ist, wird nachfolgend skizziert:... dass nämlich der Anwalt keineswegs in jedem Einzelfall selbst dazu verpflichtet ist, die Erfassung und Einhaltung jeglicher Frist selbst in eigener Person sicherzustellen. Er kann sich dabei einer Büroorganisation bedienen. Aus dem nachfolgenden Leitsatz einer zentralen BGH-Entscheidung lassen sich die wesentlichen rechtlichen Aspekte einer Büroanweisung zum Thema Fristenkontrolle ableiten: Bei der Organisation des Fristenwesens in seiner Kanzlei hat der Anwalt durch geeignete Anweisungen sicherzustellen, dass die Berechnung einer Frist, ihre Notierung auf den Handakten, die Eintragung im Fristenkalender sowie die Quittierung der Kalendereintragung durch einen Erledigungsvermerk auf den Handakten von der zuständigen Bürokraft zum frühestmöglichen Zeitpunkt und im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang vorgenommen werden (BGH, Beschl. v VIII ZB 115/02, NJW 2003, 1815). Dieser Entscheidung lässt sich zunächst entnehmen, was in der Rechtsprechung schon lange anerkannt war, dass nämlich der Anwalt keineswegs in jedem Einzelfall selbst dazu verpflichtet ist, die Erfassung und Einhaltung jeglicher Frist selbst in eigener Person sicherzustellen. Er kann sich dabei einer Büroorganisation bedienen. Allerdings müssen zur Berechnung der Frist, ihrer Notierung, ihrer Eintragung und ihrer Erledigung genaue und eindeutige Anweisungen existieren. Wenn der Anwalt die Einhaltung dieser Anweisungen dann auch noch überwacht und kontrolliert, wird bei einem Fristenfehler ein entsprechendes Verschulden nicht gem. 233 ZPO zugerechnet und Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt. Anlässlich der Neugründung unserer Sozietät standen wir vor der Aufgabe, eine derartige Büroanweisung zu erstellen. Ausgehend von einer stichwortartigen Vorlage eines Kollegen habe ich diese unter Berücksichtigung der maßgeblichen Rechtsprechung ausformuliert. Existenzgründerprogramm: Ihre Ziele im Blick. Schutz von Anfang an. Rechtsanwälte, die Mitglied im Forum Junger Anwaltschaft sind, und ihre Karriere starten, profitieren von unserem Existenzgründerprogramm in der Berufshaftpflicht besonders: Es bietet erstklassigen Schutz zu äußerst günstigen Einstiegskonditionen in den ersten fünf Jahren. So können Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren: die optimale Beratung Ihrer Mandanten. Mehr darüber erfahren Sie unter Telefon oder unter Name Firmen Bitte um Rückruf wegen eines Beratungstermins Adresse Telefon 14

10 Thema Thema Weiter behilflich war auch der Vertreter unserer Haftpflichtversicherung, der wertvolle Praxistipps gab. Die Anweisung umfasst die nachfolgend dargestellten Arbeitsschritte: 1. Bearbeitung des Posteingangs Zunächst muss aufgearbeitet werden, auf welchem Weg dem Mandanten oder dem Sachbearbeiter überhaupt eine Frist gesetzt werden kann. Relativ trivial ist die Zustellung bspw. eines Urteils gegen Empfangsbekenntnis. Problematisch sind jedoch z.b. Termine und Fristen, die Anwälte bei Gerichtsterminen notieren (müssten). Wie kann sichergestellt werden, dass diese Termine und Fristen nicht erst nach drei Monaten, wenn der Schreibdienst des Gerichts das Protokoll in Zusammenarbeit mit dem überlasteten Richter angefertigt und zugesandt hat, bei der Büroleitung panisches Entsetzen auslösen? Oder wenn der Anwalt während seines Urlaubs die Abmahnung vom Mandanten gescannt über seinen persönlichen -Account erhält? Für solche Probleme sollte die Büroanweisung klare Vorgaben machen, damit etwaige Schwächen in der internen Kommunikation nicht zu einem peinlichen Gespräch mit der Haftpflichtversicherung führen. 2. Fristenberechnung Hier muss klar geregelt werden, wer welche Frist berechnet. Dabei ist zu beachten, dass zumindest die einfache Fristenberechnung ebenfalls dem ausgebildeten Personal überlassen werden darf. Für alle denkbaren komplizierten Fälle ist es jedoch ratsam, in der Büroanweisung vorzusehen, dass Fristen nur nach Rücksprache mit dem jeweiligen Sachbearbeiter eingetragen werden dürfen. Die Eintragung von Vorfristen ist gleichfalls obligatorisch, wo nötig. 3. Fristenkontrolle Selbstverständlich muss klar geregelt sein, dass den Sachbearbeitern alle Fristen rechtzeitig mitgeteilt werden; gleichfalls muss es klare Anweisungen geben, dass der für die Fristenkontrolle zuständige Mitarbeiter das Büro nicht verlässt, bevor nicht alle Fristen erledigt sind. 4. Fristerledigung Bei der falschen oder versehentlichen Streichung von Fristen ergeben sich erfahrungsgemäß die meisten Probleme. Hier sollten die Anweisungen daher besonders präzise sein. So muss klar geregelt sein, wann bei einer Rechtsmittelfrist ausgehend vom Sendebericht des Telefaxes die Erledigung der Frist verfügt werden darf (z.b. Kontrolle der Fax-Nummer des Gerichts, Prüfung der Korrektheit und Vollständigkeit der Sendung, Kontrolle der Lesbarkeit Seiten richtig herum eingelegt). Nach wie vor unverzichtbar: ein Postausgangsbuch, falls Fristen per Briefpost erledigt werden sollen. Ebenfalls einfach aber wirkungsvoll: Fristsachen möglichst frühzeitig versenden, am Tag des Fristablaufs beim Gericht oder bei der Gegenseite anrufen und nachfragen, ob die Sendung angekommen ist. Büroanweisung muss auch umgesetzt werden Das Ergebnis ist eine fünfseitige Büroanweisung, welche jetzt im Downloadbereich des Internetauftritts des FORUMs zur Verfügung gestellt wird. Diese muss jedoch nicht nur auf die individuellen Gegebenheiten jeder Kanzlei angepasst werden (ein Einzelkämpfer muss sich beispielsweise auch verstärkt Gedanken wegen einer Urlaubsvertretung machen, eine Kanzlei mit mehreren Angestellten auch um die Überwachung der Arbeitsteilung. Der Fristenkalender muss elektronisch, per Buch oder beides geführt werden. Das sollte auch mit der eigenen Haftpflichtversicherung abgesprochen werden. Darüber hinaus ist es keineswegs ausreichend, einfach eine Büroanweisung zu verfassen: Diese muss auch im Büroalltag umgesetzt und deren Einhaltung überwacht und kontrolliert werden. Zu beachten ist dabei auch, dass die Haftpflichtversicherer die Haftung bei wissentlicher Pflichtverletzung ausschließen. Dabei ist bislang in der Rechtsprechung ungeklärt, inwieweit die ordnungsgemäße Fristbehandlung einschließlich des Bereithaltens einer Büroanweisung eine wissentliche Pflichtverletzung ausschließt bzw. das Fehlen einer entsprechenden Dokumentation eine wissentliche Pflichtverletzung indiziert. Wichtig ist auch, dass es im Falle eines Falles essentiell ist, die Haftpflichtversicherung möglichst frühzeitig zu informieren: Zum einen könnte es sich andernfalls um eine Obliegenheitsverletzung handeln. Zum anderen haben Haftpflichtversicherungen auch das nötige Know-how, einen Wiedereinsetzungsantrag mit der nötigen Ruhe formal korrekt zu formulieren, die dem Betroffenen in dieser Situation begreiflicherweise fehlen könnte. * (Müller, Typische Fehler bei der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, NJW 1993, 681, fortgesetzt durch: dies., Die Rechtsprechung des BGH zur Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, NJW 1995, 3224, NJW 1998, 497 und NJW 2000, 322, weiter fortgesetzt durch von Pentz, NJW 2003, 858, schließlich fortgesetzt durch von Born, NJW 2005, 2042 und NJW 2007, 2088). Die Büroanweisung zum downloaden unter: Rechtsanwalt Moritz Lang, Karlsruhe Von Jungspunden und grauen Eminenzen Der Umgang mit älteren Kollegen stellt den Junganwalt oft auf eine harte Probe. Obwohl der Anwaltsberuf sich seit Generationen nicht grundlegend gewandelt hat, kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen alten Hasen und Grünschnäbeln. Während die einen über einen großen Schatz an Erfahrung verfügen, finden die anderen sich in unserer globalisierten Welt besser zurecht. Eins steht aber fest: Beide Seiten können viel voneinander lernen. Im Wohnzimmer einer Villa irgendwo in einem gut situierten Stadtteil einer bayerischen Stadt sitzen mir ein Ehepaar Mitte/Ende 60 und ihr Anwalt im gleichen Alter gegenüber. Die Stimmung ist angespannt und das nicht nur, weil die Dame des Hauses Teewasser aufgesetzt hat, auf dessen Siedepunkt alle warten. An den Wänden prangen Kunstschätze des zurückliegenden 20-Jahrhunderts von bedeutendem Wert, Picasso, Chagall, Maler des deutschen Expressionismus wie Marc und Kirchner, keine billigen Reproduktionen, nein, alles Originale. In einer Ecke steht eine Plastik, möglicherweise ein Rodin? Ich komme nicht dazu, sie genauer unter die Lupe zu nehmen, denn ich bin im beruflichen Auftrag unterwegs, als Rechtsanwalt. Es geht um ein Kunstgeschäft mit reichlich rechtlichen Hürden zwischen dem Ehepaar und meinem Mandanten. Nun steht eine Einigung nach wochenlangem Tauziehen und bereits beschrittenem Gerichtsverfahren kurz bevor. Ein großer Fall mit hohem Streitwert. Der Tee wird gebracht und der Anwaltskollege erhebt das Wort. Während des Wartens auf den Tee wurden bereits Höflichkeitsadressen bei kritischer Musterung ausgetauscht hierbei deutlich die skeptischen Blicke des reifen Kollegen, Blicke die sagen: Dem Jungspund werd ich's zeigen. Sonor und voluminös fasst besagter Anwaltskollege den Sachverhalt zusammen, ohne sich unterbrechen zu lassen. Seine Aura, die durch den klassischen Tweed-Stoff seines Jacketts unterstrichen wird, wirkt und füllt die großzügige Behausung gänzlich aus, empfinde ich. Dem ausführlichen Introitus folgt die inhaltliche Auseinandersetzung mit einigem Hin und Her, letztlich steht am Ende die Einigung. Der alt erfahrene Gegenanwalt verlässt das Haus, und ich verweile noch, weil die Gegner das wünschen. In einem angenehmen Plausch fällt die enorme Anspannung von mir. Der Druck lag an der Präsenz des Kollegen, dessen bin ich mir sicher. Lehrjahre sind keine Herrenjahre So oder in ähnlicher Weise könnten etliche junge Anwälte beim Start in ihre berufliche Karriere beim ersten Aufeinandertreffen auf einen alten Hasen gefühlt haben. Ist es der Respekt vor der juristischen Lebensleistung? Der Anwaltsberuf hat sich nicht grundlegend geändert Im Gespräch mit dem Kölner Rechtsanwalt Gerd Fudicar (73) wird deutlich, dass zwar Musikstile und Moden wechseln, sich der Anwaltsberuf jedoch in seinem Erscheinungsbild nicht grundlegend verändert hat. Natürlich sieht der seit den 1960er Jahren tätige auf Apothekenrecht spezialisierte Jurist den Wandel in Arbeitsabläufen, den die Modernisierung wie Computer und Internet mit sich gebracht haben. Das Leben sei dadurch schnelllebiger, leider, wie er sagt, auch hektischer geworden. Junge Kollegen, die heutzutage als Anwälte zu arbeiten beginnen, hätten sein Mitleid, da insbesondere der Kostendruck erheblich zugenommen habe. Großkanzleien bezahlten zwar Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Die Alten haben eine Gelassenheit, die die Jungen sich erst noch erarbeiten müssen. Foto: Andrea Vollmer Sind es die zahlreichen Kontakte, die in lukrativen Mandaten münden, oder ist es eine gewisse Gelassenheit der Alten, die sich die Jungen erstmal verdienen müssen, getreu dem Motto Lehrjahre sind keine Herrenjahre? Durch was unterscheiden sich die Altersgenerationen? Gibt es gar einen Konflikt zwischen den Jungen und den Alten gerade was die Art der Berufsausübung angeht? Kommt man mit älteren Rechtsanwälten ins Gespräch, zeichnet sich ein Bild ab, das in einigen Punkten überrascht, weil es so gar nicht dem Klischee vom Altsozius entspricht. Denn dieses orientiert sich eher an der eingangs beschrieben Szenerie, in der vor dem Alter ehrerbietig der Hut gezogen wird. enorme Einstiegsgehälter, doch dürften viele angestellte Rechtsanwaltskollegen noch nicht einmal an den Ergebnissen ihrer juristischen Arbeit teilhaben. Sie erführen einfach nicht, wie die Fälle ausgingen. Auch sei nicht immer erwünscht, dass die jungen 'Associates' bei Mandantenbesprechungen dabei seien. Sie seien mehr die grauen Eminenzen, die im Hintergrund akribisch feine Aspekte herauszuarbeiten hätten. Das große Ganze hätte sie nichts anzugehen. Talentierte Junganwälte werden zu Fachidioten degradiert Dies wurde ihm unmittelbar von Kindern von Anwaltsfreunden berichtet, die in internatio

11 Thema nal operierende 'Law Firms' eingestiegen sind. Er sei sich mit anderen Kollegen seines Alters einig, dass etliche dieser jungen, hochtalentierten Juristen zu Fachidioten degradiert würden, für kleinere und mittlere Kanzleien, wo eigenständiges Handeln gefragt sei, daher nicht mehr interessant. Das hätte es früher, betont Rechtsanwalt Fudicar, so nicht gegeben. Auf die Frage hin, ob sich dieser Druck auf den kollegialen Umgang mit den jungen Karrieristen ausgewirkt hätte, verneint er. Dies sei kein Punkt, der das Alter oder die Generation betrifft. Dies liege ausschließlich am Charakter des Kollegen, der Kollegin und der dazugehörigen Kinderstube. Auch was das äußere Erscheinungsbild anbelangt, so stünden die Jungen den Alten in nichts nach. Die Mehrzahl verstehe es, sich bei Gericht standesgemäß anzuziehen und darauf zu verzichten mit offenem Hemdkragen in einer Verhandlung zu erscheinen. Der offene Hemdkragen lässt mich an eine erst kürzlich ausgestrahlte Fernsehtalkshow à la Johannes B. Kerner denken, in der ein auf Strafrecht spezialisierter Kollege um die vierzig Jahre mit seinen Mandanten auftrat. Sein besonderes Markenzeichen war das unter dem Nadelstreifenanzug getragene offene Hemd, das von einer Art Lederkette mit Anhänger geziert wurde. Auf die Hose trug der Strafverteidiger betont lässig Cowboystiefel also von wegen zurückhaltende, streng konforme Kleiderordnung. Der erfahrene Kölner Rechtsanwalt, der eigentlich seinen Ruhestand genießen könnte, räumt ein, dass die Zeiten inzwischen legerer seien, was die Bekleidung angeht. Auch im Ton sei das so, gleichwohl es nie nach seiner Erfahrung unhöflich zwischen jung und alt wurde. Die alten Hasen lernen von den Jungen Die Frage, ob junge Anwälte von den erfahrenen Hasen lernen könnten, verneint Rechtsanwalt Fudicar kopfschüttelnd. Und umgekehrt, will ich schließlich noch dazu lernen. Er bekomme in den nächsten Tagen ein Notebook für seinen Schreibtisch, damit er Schriftsätze zur Besprechung an Mandanten per versenden könne. Die Nutzung des Computers könne und wolle er von den Jungen lernen. Wenn man den Anekdoten des 73-jährigen Apothekenrechtlers gespannt lauscht, dann scheinen Unterschiede zwischen den Anwaltsgenerationen geradezu marginal zu sein. Dieser Eindruck darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der durchschnittliche Junganwalt auch wegen der enormen Leistungsdichte sich auf mindestens zwei Rechtsgebiete spezialisieren muss. Weil Personal für viele selbständige Berufstarter unbezahlbar ist, gehört Büroorganisation und 10-Finger-Schreiben zum selbstverständlichen Rüstzeug dazu. Ferner dürfen BWL- und Fremdsprachenkenntnisse nicht fehlen anders noch vor 30 Jahren, wo sich der juristische Alltag nahezu ausschließlich auf dem Gebiet der alten Bundesländer abgespielt hat. Die europäische Einigung hat neue globale Märkte geöffnet folgerichtig müssen Juristen flexibel darauf reagieren, weil es ihre Mandanten mit Firmensitzen in London, Rom und Paris längst sind. Und schließlich das werden nicht alle alten Herrschaften zugeben ist der heutige Anwaltsberuf stärker denn je durch das weibliche Geschlecht geprägt männliches Reviergehabe kommt somit nicht mehr dauernd und ungehindert zum Zuge, was sich in mancher Sitzung höchst angenehm in Puncto Dezibel niederschlägt. Das Berufsbild ist über die Jahrzehnte in Bewegung geraten, obgleich es in den Grundfesten traditionell bleibt. Der Anwalt jungen Zuschnitts bleibt mit jenem alten Zuschnitts erkennbar eng verwandt. Ein echter Generationenkonflikt ist daher trotz der Computerrevolution, dem Internet und Mobilfunk nicht festzustellen. Rechtsanwalt und Journalist Patrick Ruppert, Köln Die ersten Gipfel sind genommen. Die nächsten kommen bestimmt. Messen machen Mandanten FORUM +3 Die Präsenz auf Messen zur Gewinnung neuer Mandanten ist für den Anwaltsberuf Neuland. Nicht jede Messe eignet sich dafür. Andererseits dienen solche Events, ob groß oder eher regional, der Netzwerkbildung. Und auf die kommt es erstmal an. Eines gleich vorweg ohne hier die berufsrechtlichen Feinheiten aufdröseln zu wollen: Ja, es ist zulässig, sich und seine Kanzlei auf einer Messe zu präsentieren, sofern es nicht marktschreierisch erfolgt, was schon aus Eigeninteresse selbstverständlich sein dürfte. So muss jeder Anwalt stets aufpassen, dass Werbebemühungen nicht negativ wirken. Denn ein unseriöses Image dürfte gerade für junge Kanzleien vernichtend sein. Ob und wie eine Messe für die junge Kanzlei sinnvoll sein kann, lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern kommt auf die Art von Messe an. Als Fachberater für Unternehmen und Verbände auftreten So gibt es zunächst natürlich die großen überregionalen Messen. Hierzu gehören etwa die CeBit oder die Hannovermesse, die ich dieses Jahr erlebt habe. Diese Messen wenden sich an mittelständische und große, nationale wie internationale, Unternehmen. Als Ausstellungsmöglichkeit für (Jung-)Anwälte sind derartige Messen eher ungeeignet. Die Kosten sind enorm. Die Standgebühren fangen erst fünfstellig an, dazu kommen Messeaufbauten etc., was für kleinere Kanzleien unrealistisch sein dürfte. Ein schlechter Auftritt dürfte in die Kategorie Negativwerbung fallen. Als kostengünstige Zwischenlösung gibt es bei großen Messen jedoch die Möglichkeit, sich an Verbände oder ortsansässige Unternehmen als Fachkompetenz anzuhängen. So war ich über die Arbeitsgemeinschaft DAVit auf der diesjährigen CeBit in Hannover. Die DAVit hat sich auf dem Mittelstandsforum präsentiert, ein Unternehmen war hierbei federführend. Ausgewählte Mitglieder haben sich beim Standdienst abgewechselt. Aufgabe war es, interessierten Mittelständlern zu erklären, was die DAVit macht und einen Einblick in die anwaltliche Tätigkeit im Bereich IT-Recht zu geben. Der Akquisenutzen war bei mir nicht sonderlich groß, aber die Erwartungshaltung war es auch nicht. Kosten gab es keine und interessant war es allemal. Außerdem habe ich weitere Kollegen aus dem Bereich IT-Recht kennen gelernt, was auch nie schadet. Die Veranstaltung für Anwältinnen und Anwälte mit erster Berufserfahrung. Am 4. September 2008 im Maritim Hotel, Fulda. Mit folgenden Themen: Richtiges Abrechnen Ausbauen des Kanzleiprofils Der Anwalt als Arbeitgeber und Ausbilder Anwaltliche Softskills Infos und Anmeldung unter: Veranstalter: Verein DeutscheAnwaltAkademie, eine Stiftung des Deutschen Anwaltvereins e.v. in Kooperation mit dem FORUM Junge Anwaltschaft 18 Mit freundlicher Unterstützung von:

12 Thema Thema Bei großen Messen wie bei der CeBit lohnt es sich, sich als Anwalt einem Unternehmen anzuschließen. Foto: Lars Twelmeier Nicht zu vernachlässigen ist der Marketingeffekt. Denn wenn man wie wir vorwiegend Mandanten aus einem bestimmten Bereich vertritt, dann wird es als positiv empfunden, auf Fachveranstaltungen Präsenz zu zeigen und den Horizont zu erweitern. So war ich also insgesamt zwei Tage auf der CeBit: Einen Tag auf dem Stand der DAVit und einen Tag zur Mandantenpflege sowie aus technischer Neugier. Aufgrund der räumlichen Nähe war ich auch für einen Tag auf der Hannovermesse. Man sollte sich dort jedoch nicht für so wichtig nehmen. Und von Stand zu Stand zu gehen und Visitenkarten zu verteilen ist für einen Anwalt in meinen Augen ein absolutes No- Go! Wenn es zwei gute Gespräche am Tag gibt, wo der Gesprächspartner von sich aus eine Visitenkarte möchte, dann empfinde ich das schon als Erfolg. Geringe Kosten auf Regionalmessen Als nächstes gibt es die regionale Messe. Diese ist meistens eine Leistungsschau ortsansässiger kleiner und mittelständischer Unternehmen. Marktführer bei diesen Messen ist die b2d (www.dialogmesse.de), die bundesweit in 10 Regionen stattfindet. Wir waren mit unserer Kanzlei letztes Jahr auf der b2d in Braunschweig. Die Kosten sind überschaubar für zwei Tage Präsenz mit einem kleinen Stand in mittlerer Lage zahlt man etwa so viel wie für eine passable Anzeige in einer Lokalzeitung. Dafür kommt man direkt mit anderen Unternehmen in Kontakt. Vorteil der b2d ist, dass sie sich nicht an Verbraucher richtet, sondern Networking unter Unternehmen fördert. Jeder Aussteller kann Kunden und Geschäftspartner einladen. Es empfiehlt sich, das auch wahrzunehmen, denn davon lebt diese Messe. Unsere gewerblichen Mandanten wurden von uns im Vorfeld informiert und haben Gutscheine für den Eintritt erhalten. Das kam insgesamt sehr gut an, denn die Tickets sind sonst recht teuer. Für uns als neu gegründete Kanzlei war es dabei spannend zu erforschen, wie der eigene Auftritt wirkt und ob man regional schon wahrgenommen wurde. Das Gefühl vorm eigenen Stand zu stehen ist merkwürdig. Anfangs gab es Berührungsängste und auch Fragen wie dürfen Anwälte das überhaupt?, später wurde locker über alles Mögliche geplaudert und teils konkret diskutiert. Unsere Kanzleiausrichtung hat dabei sicherlich geholfen, da sie nicht ganz so klassisch wirkt. Und es wurden auch nachhaltige Kontakte geknüpft. Der direkte Erfolg lässt sich aber kurzfristig kaum messen. Es waren auch noch zwei andere Kanzleien auf dieser Messe, die sich aber mit Unternehmen zusammengetan hatten. Das macht manches einfacher und den Auftritt etwas größer, aber man wird auch nicht so differenziert wahrgenommen, wie es bei uns der Fall war. Dann gibt es natürlich auch noch die juristische Fachmesse (z.b. oder Diese ist jedoch nur für Bewerber auf juristische Stellen zumeist bei Großkanzleien interessant, nicht aber zu Akquisezwecken. Gemeinsame Messeauftritte organisieren Ein Messeauftritt erfordert intensive Planungen. Denn wir produzieren schließlich keine Produkte, die sich ausstellen ließen. Ausstellungsobjekt ist der Anwalt selber. Also muss die Dienstleistung abgebildet werden. Werbegeschenke und dezentes Catering sind sehr hilfreich, um eine positive Resonanz zu erhalten. Auch ein Banner oder hochwertiges Plakat sollte man unbedingt haben, sowie angemessene Möbel (die man vor Ort auch mieten kann). Unser Aufwand war nicht unerheblich weniger hätte man aber auch nicht machen dürfen. Außerdem haben wir noch zwei sehr freundliche Mitarbeiterinnen, die toll mitgeholfen haben. Für die Ein-Mann/Frau-Kanzlei dürfte es ziemlich schwierig sein, sich zu präsentieren, ohne mitleidige Blicke auf sich zu ziehen. Kleine Kanzleien sollten sich also zusammentun. Abendveranstaltungen bringen gute Kontakte Messen sind für Anwälte als Akquisemöglichkeit weitgehend Neuland. Jeder muss daher seine Situation vorab genau analysieren und sich dann passende Angebote genau ansehen. Man führt auf einer Messe den ganzen Tag Smalltalk und muss auf Menschen aktiv zugehen, was für networking schließlich immer wichtig ist. Ein Tipp noch: Die Abendveranstaltungen sind in diesem Zusammenhang bei Messen besonders zu empfehlen, denn dort sind alle Aussteller sehr entspannt und wollen vom doch recht anstrengenden langen Tag gemeinsam abschalten. Sofern die eigene Erwartungshaltung realistisch und alles gut geplant ist, kann sich der Aufwand also lohnen und wenn man nicht zwanghaft das konkrete neue Mandat sucht, dann macht es auch noch richtig Spaß! Rechtsanwalt Lars Twelmeier, LL.M., Braunschweig Der erste Eindruck ist entscheidend Der Anwalt als Rhetor Tipps zur praktischen Arbeit In kaum einem Beruf sind Erfolg und Misserfolg so eng mit den rhetorischen Fähigkeiten verknüpft wie in dem des Anwalts. Hier geht es um Überzeugungsarbeit, Glaubwürdigkeit und Authentizität. Rhetorik ist ein Handwerk, das man beherrschen muss denn Interessenten sollen überzeugt werden, ein Mandat zu erteilen. Mandanten sollen überzeugt werden, zu klagen oder sich zu vergleichen. Gegnerische Anwälte sollen überzeugt werden, die Klage zurückzunehmen und Richter sollen überzeugt werden, im Sinne des eigenen Mandanten zu entscheiden. Die Rhetorik hat sich aus der Gerichtsrede entwickelt. Die Kraft, andere Menschen zu beeinflussen, hat nach Cicero nur der größte Rhetor, ein Rhetor, der in der Lage ist, Anspruchsloses schlicht, Erhabenes wirkungsvoll und Durchschnittliches mit maßvoller Ausgeglichenheit zu behandeln. Ich möchte einige Punkte nennen, die mir für die praktische Tätigkeit des Rechtsanwalts bedeutsam erscheinen nicht zuletzt deshalb, weil sie immer wieder ignoriert werden. Dazu eine Vorbemerkung: Ich gehe nicht davon aus, dass es eine eigene juristische Rhetorik gibt. Es gibt aber fachspezifische Besonderheiten einzelner Aspekte. Daher nun drei allgemeine Thesen, deren Bedeutung für den Anwalt erläutert wird. Wie schön wäre es, wenn es den ultimativen Liebesbrief gäbe einen Text der bei jedem Leser bewirkt, sich in den Autor zu verlieben. Dieser Wunsch ist ebenso absurd, wie der Glaube, eine Rede würde auf jeden Adressaten die gleiche Wirkung haben. Vielmehr muss sich der Redner auf sein Publikum einstellen, um überzeugen zu können. Wer im Nerzmantel für Tierschutz eintritt, wird ebenso wenig überzeugen wie jemand, der über Sozialbetrug klagt und bekanntermaßen Steuern hinterzieht. Auch wenn die Argumente in der Sache zutreffen sollten, wird die Person unglaubwürdig. Der Ruf nach Sachlichkeit kann personenbezogene Aspekte nicht übertönen. Wenn Menschen einer bestimmten Meinung sind, werden sie diese nicht grundlos ändern. Gute Rhetorik ist für jeden Anwalt ein Muss denn es geht um Überzeugung. Foto: S. Hofschläger, Je tiefer die Meinung auf grundlegenden Einstellungen einer Person beruht, umso schwerer wird es sein, deren Einstellung zu ändern. Denn dies bedeutet ein Umdenken und erfordert Neuorientierung. Die meisten Menschen tun dies nur, wenn sie es für erforderlich halten. Daher neigen Menschen dazu, ihre Hypothesen beziehungsweise Meinungen zu verifizieren und nicht nach Falsifikationsmöglichkeiten zu untersuchen. Es bedarf daher einer wahren Überzeugungsarbeit, die einige Zeit in Anspruch nehmen kann und selten in Minuten vollzogen wird. Für den Rechtsanwalt ergeben sich daraus folgende Konsequenzen: Als guter Anwalt sollten Sie bei jedem Schriftsatz, jedem Plädoyer und jeder Besprechung darüber nachdenken, wen Sie wovon überzeugen möchten. Das klingt banal, wird aber nicht selten missachtet. Ich beschränke mich hier auf zwei besonders häufig begangene Fehler. Fehlende Trennung von Mandant und Gericht Ein Schriftsatz ans Gericht ist an Richter adressiert. Die Erfolgsaussichten sind nicht besser, wenn der Anwalt die Ausführungen der Gegner nicht einfach bestreitet, sondern sie energisch bestreitet. Was treibt Anwälte dazu, Behauptungen der Gegenseite entschieden zurückzuweisen oder sie als fabulöse Erfindungen ohne Realitätsbezug zu bezeichnen? Auch wenn der Mandant von seinem bissigen Anwalt begeistert ist, werden die Richter diese Begeisterung nicht unbedingt teilen. Schließlich dürfen sie selbst nach 286 Abs. 1 ZPO darüber entscheiden, was fabulös und was glaubhaft ist. Auch rate ich davon ab, Mandanten Korrektur lesen zu lassen. Wichtig ist, Widersprüche in der Aussage der Gegner aufzudecken und die Bewertung dem Gericht zu überlassen sonst wird er bei den Richtern eher Trotz als Wohlwollen ernten. Es ist ein Fehler, den eigenen Mandanten vor Gericht beeindrucken zu wollen. Er ##wer?## wird Gericht und Mandant nicht gleichermaßen imponieren. Der Mandant muss darauf vorbereitet werden, wie das Verfahren ablaufen wird. Dazu einige Beispiele: Ich kann Ihren Ärger verstehen, allerdings können wir nicht beweisen, dass juristisch gesprochen ein Betrug vorliegt. Daher kann ich Ihnen nicht raten, der Gesellschaft betrügerische Machenschaften vorzuwerfen. Ich kann Ihnen versprechen, dass es vor Gericht besser ankommt, wenn wir zurückhaltender sind mit solchen Bewertungen. Dann liegen die Sympathien auf 20 21

13 Thema Thema Ihrer Seite. Wundern Sie sich nicht, wenn ich mein Plädoyer ganz kurz halte. Ich habe vorhin mit dem Richter und der Staatsanwältin schon besprochen, dass die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird. Einfühlungsvermögen ins Publikum Um sich auf Ihr Publikum einstellen zu können, müssen Sie es kennen. Hierzu ist es erforderlich, sich in die andere Person oder ein größeres Publikum hineinversetzen zu können. Einer Mandantin, die beraten werden möchte, sollten Sie nicht die Unterlagen aus der Hand reißen und sie väterlich beruhigen: Machen Sie sich keine Sorgen, wir erledigen das für Sie! Möchte ein Mandant eine Angelegenheit loswerden, wird er ein solches Vorgehen möglicherweise begrüßen. Möchte ein Mandant wirklich seine Nachbarin verklagen oder ist dies ein Versuch, einem persönlichen Gespräch zu entgehen? Hier könnte eine Mediation eher angebracht sein. Spielt für die Mandantin Geld eine entscheidende Rolle? Wird von der Rechtsanwältin nur Rechtsbeistand erwartet oder auch allgemeine Lebenshilfe? Was können Sie und sind Sie bereit zu geben? Wie steht es mit dem Richter? Ist er unter Zeitdruck? Ist er vom vorherigen Verfahren genervt? Hat er ein Interesse an einem Vergleich? Möchte er endlich zum Mittagessen? Hat er Probleme mit seiner Tochter? Soweit Sie in der Lage sind, die Interessen und Bedürfnisse der Gegenseite zu erkennen und darauf einzugehen, werden Sie Ihr Publikum erreichen. Authentisch auftreten Die Welt der Juristen ist erstaunlich klein und es ist leicht, bekannt zu werden im Positiven wie im Negativen. Wer stolz darauf ist, einen Kollegen über den Tisch gezogen zu haben, wird möglicherweise die Folgen eines schlechten Rufs zu spüren bekommen. Mandanten fühlen sich nicht unbedingt aufgehoben bei einem Rechtsanwalt, der von seinen Kollegen geschnitten wird. Vor Gericht werden Sie nur ernst genommen, wenn Sie etwas zu sagen haben. Wer unvorbereitet zu Verhandlungen erscheint, sich von der Richterin über den Verfahrensablauf belehren lassen muss, unzulässige Anträge stellt und bei deren Abweisung die Richterin für befangen erklärt, wird schnell bekannt sein bei Gericht. Mit einem solchen Ruf werden Sie keinen Mandanten gut vertreten können selbst dann nicht, wenn Sie entgegen Ihrem Ruf etwas Sinnvolles vortragen. Wenn bei Gericht bekannt ist, dass Ihre Verträge Hand und Fuß haben, werden Sie ernst genommen. Sie müssen außerdem als Person glaubwürdig und vor allem authentisch sein. Einige Rhetorikschulen suggerieren, man müsse immer lächeln und selbstbewusst auftreten. Inzwischen ist man weitestgehend von diesen antrainierten Fassaden abgekommen und empfiehlt ein authentisches Auftreten. Das betrifft die innere Einstellung und die Situation. Wenn Sie bei jedem Mandanten behaupten, er sei unschuldig, werden Sie den unschuldigen Mandanten nicht auf eine besondere Weise verteidigen können. Ebenso wird der Richter nur dann an der Einschätzung der Jugendgerichtshilfe interessiert sein, wenn die Vertretung der Jugendgerichtshilfe sich nicht bei jedem Heranwachsenden für die Anwendung des Jugendstrafrechts ausspricht. Achten Sie bei den Reden vor Gericht auf die Angemessenheit der Rede, das aptum. Vermeiden Sie es, Anspruchsloses wirkungsvoll vorzutragen, um noch einmal auf Cicero einzugehen. Wenn der Begriff Rechtsstaat mehr ist als eine leere Worthülse, wenn unsere repräsentative Demokratie mehr bedeuten soll als eine vierjährige Herrschaft über das Volk, dann... eine solche Ansprache passt vielleicht, um die Verfassungswidrigkeit eines Gesetzes zum Verbot von Studentendemonstrationen zu begründen. Sollen diese Worte aber dazu dienen, die zuständige Behörde zu verpflichten, eine Demonstration von 50 Vogelschützern gegen Windenergie zur Hauptverkehrszeit auf der Friedrichstraße zu gestatten, wirkt sie etwas lächerlich. Zum entscheidenden Punkt kommen Aus amerikanischen Gerichtsfilmen kennt man die dramatischen Szenen, in denen in der letzten Minute das ganze Geschehen umgedeutet wird: Der vermeintliche Täter ist unschuldig das vermeintliche Opfer der Täter. In den Filmen ist diese dramaturgische Wende dadurch gerechtfertigt, dass das entscheidende Beweismittel oder die Hauptbelastungszeugin erst zum Filmende auftaucht. Kommen Sie nicht in Versuchung, ohne Not die entscheidenden Punkte zurückzuhalten. Wenn Sie den Richter erst im Schlussplädoyer überzeugen wollen, haben Sie in der Regel schon verloren. Menschen denken in Geschichten, und diese muss langfristig konstruiert werden, um glaubhaft zu sein. Hat sich beim Richter erst einmal eine Geschichte festgesetzt, ist es schwer, dagegen anzukämpfen. Der erste Eindruck ist entscheidend, denn der Mensch sucht nach Bestätigung. Folglich werden spätere Eindrücke soweit wie möglich als Bestätigung des ersten Eindrucks interpretiert. Die Überzeugungsarbeit beginnt daher bereits im Ermittlungsverfahren. Auch im Zivilprozess muss frühzeitig gezeigt werden, dass der eigene Mandant den Anspruch völlig zu recht stellt. Hier ist es sinnvoll, vor Klageerhebung noch Gesprächsangebote zu machen. Zahlungen oder Handlungen anzumahnen, um deutlich zu machen, dass man alles im Sinne einer gütlichen Einigung versucht hat und es nur wegen der Starrköpfigkeit der Gegenseite zu einem Gerichtsverfahren kommt. Rechtsanwalt und Mediator Dr. Anusheh Rafi, Berlin Den Text zur Rhetorik mit allen Literaturhinweisen findet ihr unter Tucholskys Ratschläge für gute und schlechte Redner unter www. davforum.de/898. Verschollen zwischen Wunsch und Wirklichkeit Anwalt zu werden ist nicht einfach. Nach den Prüfungen durch das JPA haben sich die hoffnungsfrohen Junganwälte der Wirklichkeit zu stellen. Nach nur wenigen Jahren gibt so mancher die lang ersehnte Zulassung mehr oder weniger freiwillig wieder ab. Warum Rechtsanwälte ihren Beruf an den Nagel hängen, darüber gibt es gegenwärtig keine einheitliche Erhebung. Fragt man bei den regionalen Rechtsanwaltskammern an, erhält man lediglich den Verweis auf die regelmäßig erscheinenden Kammermitteilungen mit den Ab- und Zugängen zur Anwaltschaft. Gründe und Motivationen sind nicht erfasst. Dabei wäre es gerade in Hinblick auf die Planung der eigenen Anwaltskarriere für Nachwuchskolleginnen und -kollegen eine nützliche Zusatzinformation. Unter den jungen Berufsträgern entscheidet sich ein signifikant hoher Anteil wieder für den Ausstieg 18 Prozent der Unter-39-jährigen, so hat der Anwaltsverein Tübingen ermittelt. Möglicherweise spiegelt sich darin die Abweichung der Vorstellung vom Berufsbild mit der Realität wider. Rechtzeitige Auseinandersetzung mit den Aufgaben des Anwalts, aber auch mit den Gründen, nicht Rechtsanwalt zu werden, könnten vorab vielen die Berufswahl erleichtern. Tatsächlich sind die Gründe für die Beendigung der Rechtsanwaltstätigkeit so uneinheitlich wie die Bandbreite der verschiedenen juristischen Arbeitsfelder. Das Team funktioniert nicht Viola Kreuz* aus Köln ist Mitte 30. Sie hat ihre Zulassung zwar behalten, übt jedoch seit rund drei Jahren keine regelmäßige Rechtsberatung mehr aus. Ihre Zulassung hat sie aber behalten, denn sie möchte auf dem Sprung bleiben, falls sich ein interessantes Mandat ankündigt. Direkt nach dem Bestehen des zweiten Staatsexamens sah ihre Motivation gänzlich anders aus. Voller Enthusiasmus startete die Kölnerin gemeinsam mit einem AG-Kollegen eine kleine Sozietät. Diese sollte als kleine, aber feine Beratungs-Boutique Unternehmen am so genannten Neuen Markt über die zahlreichen rechtlichen Klippen hinweg helfen. Schwungvoll mit viel Arbeit ging es los, erinnert sich die auf Gesellschaftsrecht spezialisierte Anwältin. Doch bereits nach einem Jahr war der Traumstart in die Selbständigkeit ausgeträumt. Zu unterschiedlich schienen die Interessen der vormals befreundeten Sozien. Über die Zielsetzung der Kanzlei konnte keine tragfähige Einigung gefunden werden, so dass sich die Partner für eine Beendigung der gemeinsamen Zusammenarbeit entschieden. Mit dieser Art der Freiberuflichkeit sollte erstmal Schluss sein, befand Kollegin Kreuz. Sicherheiten einer Anstellung. Als Scheinselbständige entwarf sie Schriftsätze für den Senior, nicht selten unter Verzicht auf die übliche Freizeit. Angemessene Honorierung erhielt die Junganwältin dafür nicht. Mit Lob und Anerkennung wurde gegeizt stattdessen immer häufiger die cholerischen Auswüchse des Chefs. Nach eineinhalb Jahren war Viola Kreuz körperlich und mental bedient. Sie verließ die Kanzlei. Bis heute wartet sie auf einen nicht unerheblichen Anteil ihres Honorars. Ihr ehemaliger Brötchengeber, bekannt durch zahlreiche Kammerverfahren wegen ungebührlichen Verhaltens gegenüber Kollegen, sah sich nicht veranlasst, dem ab- Die Robe an den Nagel gehängt. Manchmal passen Beruf und persönliche Lebensziele partout nicht zu einander. Foto: Andrea Vollmer Ausgebeutet als Scheinselbständige Sie bemühte sich nun um eine feste Anstellung in einer Kanzlei. Doch statt eines ordentlichen Anstellungsverhältnisses nahm sie das Angebot einer renommierten kleineren, überörtlich agierenden Sozietät an, als freie Mitarbeiterin auf Rechnungsbasis tätig zu werden. Was sich ursprünglich als Teilzeitangebot ankündigte, wurde schließlich ein Fulltimejob zu finanziell bescheidenen Konditionen ohne die zuhelfen. Auch zeigte er wenig Einsicht darin, für ordentliche Anstellungsverhältnisse bei angemessener Entlohnung zu sorgen. Die junge Rechtsanwältin wählte nach diesen negativen Erfahrungen gleich zum Anfang ihrer Karriere den Ausstieg aus dem Anwaltsberuf. In einem sich anschließenden Volontariat bei einer Filmproduktionsgesellschaft entdeckte sie ihr Faible für die journalistische Arbeit, der sie bis heute treu geblieben ist. Sie betreut inzwischen eine Internetplattform redaktionell

14 Thema Magazin Gestartet im New-Economy-Rausch Anders erging es Mirko Fromm* aus Neuss, Jahrgang 1966, FDP-Mitglied, Typ jung, dynamisch, erfolgreich. Pünktlich zum Internetboom stand die eigene Kanzlei. Die Nachfrage in Sachen Rechtsberatung war riesig. Phantasieunternehmen mit Phantasiegeschäftsideen entstanden, die sich vertrauensvoll an Mirko Fromm wandten. Zunächst lief alles wunderbar, die Mandate nahmen zu, die Volumina der Kostennoten wuchsen. Doch irgendwann war die Euphorie vorbei, der Hype um die Neuen Medien ebbte ab, die Blase, wie die Börsianer sagen, platzte. Vermeintliche Wunderfirmen mit Kicker, Cola-Automat und flachen Hierarchien waren pleite. Als Folge blieb Mirko Fromm auf einem Großteil seiner Vergütungsrechnungen sitzen. Nach dem Rausch, dem auch konservative Banker erlegen waren, zog Tristesse in das Büro von Mirko Fromm ein. den Sprachkenntnissen ausgestattet, u.a. als Muttersprachler für Französisch, trat er in eine Kölner Kanzleigemeinschaft ein. Die zentrale Lage in der Fußgängerzone bescherte ihm reichlich Laufkundschaft unterschiedlichster Art, welche er anfangs zu aller Zufriedenheit mit solider Rechtsberatung bediente. Das war am Anfang. Irgendwann arbeitete Christian Breton aber nicht mehr und versuchte nur noch, nach außen den Schein zu wahren. Was Mandanten und Kollegen nicht wussten: Der Fremdsprachenanwalt verfiel der Internetsucht und konnte nach dem Einloggen in den Computer keine Konzentration mehr für seine Mandate finden. Am Ende stand, nach geplatzten Fristen und wütenden Mandanten, ein Berg voller Schulden, der Vermögensverfall und der förmliche Widerruf seiner Zulassung. Breton klagte durch alle Instanzen bis zum BGH auf Erhalt seiner Zulassung, jedoch ohne Erfolg. ne Babypause kann bei begrenzter Motivation die anwaltliche Tätigkeit nicht nur vorübergehend zum Erliegen bringen. Ein interessantes Jobangebot in der freien Wirtschaft, bei der die anwaltliche Zulassung nicht aufrecht erhalten werden kann, mag ebenso Anlass sein, die Robe an den Nagel zu hängen. Auch wechseln etliche Anwälte in den öffentlichen Dienst, der die freie Advokatur qua Gesetz nicht zulässt. Die juristische Ausbildung bereitet die angehenden Assessoren nach wie vor nur sehr eingeschränkt auf die selbständige Anwaltstätigkeit vor. Wahrscheinlich kann man niemandem ersparen, die entscheidenden Erfahrungen selbst zu machen. Wer rechtzeitig erkennt, dass selbständige Anwaltstätigkeit und die persönlichen Lebensziele zu sehr voneinander abweichen, sollte prüfen, welche anderen Möglichkeiten ihr oder ihm offen stehen. Rechtsanwalt Patrick Ruppert, Köln Ist Honoré Daumier heute noch aktuell? Ausstellung und Symposion am zum 200. Geburtstag von Honoré Daumier: Es hat schon besonderen Charme, dass über Daumiers Bedeutung für Juristen im Bundesministerium für Justiz öffentlich nachgedacht wurde, denn Daumier ist zwar der Gerechtigkeit wohl gesonnen, nicht aber den Juristen. Richter verachtete er, Anwälte hasste er, sagt man. Ob das in dieser Schärfe stimmt, darf bezweifelt werden, denn wer so großartig zeichnend hasst wie Daumier, muss auch einiges für den Gegenstand seines Hasses übrig gehabt haben. Darüber und über seine Aktualität sprachen im Rahmen des Anwaltstages in Berlin drei Experten unterschiedlicher Provenienz: Daumier und die Juristen (Rechtsanwalt Prof. Dr. Hans Jürgen Hellwig, Frankfurt als bedeutender Daumier-Sammler), Die zeichnerische Qualität Daumiers (em. Prof. Fritz Weigle, F.W. Bernstein, Berlin, Lehramt Zeichnen und Karikatur an der UDK), Daumiers Bedeutung für das Ethos der Juristen heute (Rechtsanwalt Dr. Henning Hübner, Bremerhaven, Berufsausschuss der BRAK). Würde Daumier heute milder über die Juristen urteilen, wenn er die sozialen Fortschritte sähe, die auch Minderbemittelten erlauben, ihre Sache erfolgreich vor Gericht auszufechten? Oder würde er sich weiterhin mit den Fassaden von Juristen befassen, die vielleicht heute etwas feiner sind als vor 150 Jahren? Was ist heute wirklich anders und was von dem Anderssein ist reine Oberfläche? Wie steht es um das Verhältnis (anonymer) Staat zum Bürger, wie um den Wissensvorsprung der Juristen in einer immer mehr verkomplizierten Welt? Und das Ethos des Anwalts. Wie sauber ist sein Rechtsrat? Denkt er als selbstständiges Organ der Rechtspflege an die Auswirkungen seines Tuns allgemein oder dient er beliebig jedem Interesse? Genug Gedanken, deren Vertiefung beim Symposion angesagt war und deren Ergebnisse demnächst publiziert werden sollen. Viel zu kleine Brötchen Gewöhnliche Fälle mit niedrigen Streitwerten gehörten plötzlich in sein Portfolio. Doch die Menge war nicht ausreichend, um die laufenden Kosten der Kanzlei zu tragen. Zur geschrumpften Liquidität gesellte sich noch eine stetig sinkende Begeisterung für die anwaltliche Arbeit. Es schlichen sich immer häufiger irreparable Fehler ein, die auch Mandanten nicht unbemerkt blieben. Als Mirko Fromm, der beinahe jeden Arbeitsantrieb verloren hatte, dennoch Mandate annahm, ohne diese ordentlich zu bearbeiten, war nach einem eingeleiteten Schadensersatzverfahren gegen ihn Schluss. Der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung folgte die Rückgabe der Zulassung wegen Vermögensverfalls. Danach verschwand Mirko Fromm von der Bildfläche. Das letzte Lebenszeichen kam von einem ortsansässigen Umzugsunternehmen, bei dem er gelegentlich als Möbelpacker auf Honorarbasis mithalf. Kurz vor dem finanziellen Fiasko konnte Mirko Fromm noch von den Schwierigkeiten auf Kollegenebene berichten. Nach seinem Ausscheiden aus der Rechtsanwaltschaft stand er jedoch nicht mehr für ein Gespräch zur Verfügung zu groß seine Scham. Verloren im Internet Auch Rechtsanwalt Christian Breton* schaffte irgendwann nicht mehr den Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Mit hervorragen- Tatjana D. (32) kehrte der Juristerei gänzlich den Rücken, und das, obgleich sie zu den jungen Spitzenverdienern gehörte. Ihre Karriere begann dank des mit Bravour abgeschlossenen Jurastudiums in England verheißungsvoll. Als Junior Associate stieg sie gleich nach dem Examen in eine international operierende Großkanzlei ein. Ihr Spezialgebiet wurden Firmenfusionen und -übernahmen, besser bekannt unter M & A (Mergers & Acquisitions). Sie feilte akribisch an Vertragsklauseln, formulierte Geheimhaltungsvereinbarungen und übernahm in einem Team von Anwälten die Korrespondenz mit den Wettbewerbsbehörden. Ein Zwölf-Stunden-Arbeitstag war eher die Regel denn die Ausnahme. Vier Jahre hielt sie durch, bis sie nicht mehr konnte. Sie kündigte. Im Gespräch mit einer Psychologin berichtet sie vom Gefühl der Leere, das sie zum Schluss gehabt hätte. Der Sinn ihrer Tätigkeit, so die ehemalige Anwältin, sei ihr gänzlich abhanden gekommen. Dabei hatte sie Jura nur deshalb studieren wollen, um Menschen in Not helfen zu können. Geblieben sei von diesem Idealbild nichts mehr. Tatjana D. schrieb sich in Psychologie ein, um künftig als Therapeutin in Sachen Burnout- Syndrom zu beraten. Andere Prioritäten Aber nicht nur Frustration über mangelnde kollegiale Anerkennung, Forderungsausfälle und Suchterkrankung führen zum Ausstieg. Ei- * Die Eigennamen der dargestellten Personen sind frei erfunden. Namentliche Übereinstimmungen mit irgendwelchen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Die große Treppe von Honoré Daumier Ist Daumier noch aktuell von Philipp Heinisch In der gleichzeitig eröffneten Ausstellung kommen auch Enkel des Meisters zu Wort, bzw. zum Ausdruck, Zeichner, die sich immer wieder mit den Themen Recht und Gerechtigkeit beschäftigen unter ihnen Stuttmann, Hachfeld, Hanel, Poth, Staeck oder Wössner. Wer die Ausstellung sehen möchte, kann dies wegen der Sicherheitslage im Ministerium nur nach Vereinbarung mit mir. So die ausdrückliche Weisung des Ministeriums. Der richtige Weg: Gute Organisation Wir sorgen dafür, dass Ihre Arbeit von Anfang an wirtschaftlichen Erfolg bringt. Richtiger Umgang mit Mandanten Personalmanagement EDV-Auswahl und -Einsatz Ablauforganisation Nutzen Sie das Förderprogramm für Beratungs-Dienstleistungen Philipp Heinisch 030 / Freecall 0800.ABC ANWALT 24 25

15 Magazin Magazin Zweigstelle Königsallee, Düsseldorf Seit einem Jahr ist es den Anwälten gestattet, unselbständige Zweigstellen ihrer Kanzleien zu unterhalten. Wer nutzt diese Möglichkeit, und wofür? Der Anwalt hat zu einer Besprechung in seiner neuen Zweigstelle geladen und eine repräsentative Adresse in Berlin-Mitte angegeben. Ein standesgemäß in Marmor getäfelter Eingangsbereich mit großen Messingschildern empfängt den Mandanten. Doch vergeblich sucht dieser auf den Schildern den Namen seines Rechtsanwalts. Die einzige Hoffnung ist der große Touchscreen mit alphabetischer Suchleiste gleich an der Eingangstür. Doch wo die Suche beginnen? Unter A wie Anwalt, K wie Kanzlei oder R wie Rechtsanwalt? Vielleicht auch unter dem Namen des Anwalts? Hat der Mandant Erfolg und findet seinen Anwalt, wird er von einer freundlichen Stimme begrüßt und in die richtige Etage gelotst. Im ebenfalls edel marmorierten Flur weist ihm ein Pappschild auf einem Ständer mit dem Namen des Anwalts den Weg. Die freundliche Stimme von eben verkörpert sich zu einer freundlichen Mitarbeiterin, die den Mandanten in den Besprechungsraum geleitet: ein gediegener Konferenzraum, aber ohne jede Kanzleiaura. Keine Gesetzessammlung, keine juristische Zeitschrift, kein Sammelband obergerichtlicher Entscheidungen weisen darauf hin, dass hier ein Anwalt berät. Touchscreen, Pappschild und fehlende Anwaltsutensilien sind schnell erklärt. Der Kollege lässt seine Zweigstelle von einem Bürodienstleister betreuen, der die Räume nicht nur Anwälten anbietet, sondern jeder Art von Unternehmen. Der Bürodienstleister gewährleistet den Empfang von Telefonanrufen und Briefsendungen und vermietet bei Bedarf stundenweise den Besprechungsraum. Büroräume für den Anwalt sucht man hier vergeblich. Der Anwaltskollege sichert sich so zu überschaubaren Kosten eine repräsentative Zweigstellenadresse. Wenn er dort Mandanten empfängt, sind die hoffentlich durch Touchscreen, Pappschild und fehlende juristische Ausstattungsmerkmale nicht allzu irritiert, weil sie sich unter einer Anwaltskanzlei eigentlich etwas anderes vorgestellt haben. Stimmt das Verhältnis von Aufwand und Nutzen? Suchen Sie noch oder klingeln Sie schon? Dieses Klingelschild in einem Bürogebäude an der Berliner Friedrichstraße setzt einiges technisches Grundwissen voraus. Foto: Andrea Vollmer Jede Kanzlei, die eine Zweigstelle einrichten möchte, muss die Frage klären, ob der persönliche, personelle und finanzielle Aufwand in einem angemessenen Verhältnis zum erhofften Nutzen steht. Der Fortfall des Zweigstellenverbots vor einem Jahr scheint keine Massenbewegung ausgelöst zu haben. Aber es gibt etliche Pioniere, die die neue Freiheit erproben. So sind bei der Rechtsanwaltskammer Frankfurt am Main etwa 300 Zweigstellen registriert, in Düsseldorf sind es etwa 160. Die RAK Berlin meldet 152 Zweigstellen, davon 103, die von auswärtigen Kanzleien eingerichtet wurden. 116 Berliner Kolleginnen und Kollegen haben in anderen Kammerbezirken Zweigstellen eingerichtet, 52 davon im Bereich der RAK Brandenburg. Größere Sozietäten werden an einem viel versprechenden Standort wohl weiterhin eine selbständige Präsenz mit einem ortsansässigen Partner einrichten. Als Nutznießer der neuen Zweigstellenfreiheit kommen vor allem Kleinund Einzelkanzleien in Betracht. Die können mit dem Fortfall des Zweigstellenverbots ihren Wirkungsbereich ausdehnen. Gerade für sie ist es aber eine besondere Herausforderung, den Aufwand für einen weiteren Standort zu stemmen. Es entstehen Raumkosten, ein Berufsträger muss immer wieder präsent sein um den Standort zu entwickeln. Aus der BRAO ergeben sich keine ausdrücklichen Anforderung an Ausstattung und Präsenz. Der anhaltenden Diskussion über den gegenwärtigen und den anzustrebenden Regelungszustand ist als gesichert zu entnehmen, dass jedenfalls der Empfang von Telefonanrufen und Briefsendungen während der üblichen Bürozeiten ständig gewährleistet sein muss. Die Regelung des 27 BRAO zur Kanzlei und die dazu ergangene Rechtsprechung sind auch für Zweigstellen maßgeblich. Wozu eine Zweigstelle? Für wen lohnt es sich, den Aufwand für eine Zweigstelle zu betreiben? In erster Linie sind es Kollegen, die im transnationalen Rechtsverkehr zwischen Deutschland und einem anderen Land tätig sind. Eine Zweigstelle in diesem Land oder in Deutschland erhöht die Wirkungsmöglichkeiten. Diese Gruppe hat das Zweigstellenverbot zum Kippen gebracht. Mit Blick auf die Niederlassungsfreiheit des Europarechts war der alte 28 BRAO nicht mehr zu rechtfertigen. Auch für Kollegen, die Mandate in einer sehr präzise definierten Zielgruppe suchen und die- se an verschiedenen Orten ansprechen wollen, kann eine Zweigstelle lohnend sein. Da kann es um familienrechtliche Mandate unter in Deutschland stationierten US-Soldaten oder um aus Russland stammende Einwanderer gehen. Auch mutige Entwicklungshelfer soll es geben unter den Zweigstellenbetreibern. Wer sich in einer Region niederlässt, die von Anwälten bislang nur spärlich besiedelt ist, sollte sich fragen, ob es dafür Gründe gibt. Womöglich handelt es sich um reine Wohngegenden und die potentiellen Mandanten haben alle schon einen Anwalt an ihrem Arbeitsort? Anwesenheit bei den örtlichen Feuerwehrfesten ist jedenfalls Pflicht, wenn man ankommen und wahrgenommen werden möchte. Manch ein Kollege mag vielleicht nur mit einer schicken Adresse renommieren wollen. Jennifer Schmidberger gründete 2005 ihre eigene Kanzlei. Doch bevor es soweit war, untersuchte die Familienrechtlerin, die sich unter anderem auf eingetragene Lebenspartnerschaften spezialisiert hat, ihre Zielgruppe aufs Genauste und knüpfte wertvolle Kontakte zu ehrenamtlichen Verbänden. Als dann ein Hamburger Stadtmagazin über die junge Anwältin und ihr Arbeitsfeld berichtete, stand das Telefon nicht mehr still. Wer aber seine Hauptstelle in Mettmann unterhält, sollte überlegen, ob eine Zweigstelle auf der Düsseldorfer Kö' nicht unfreiwillig komisch wirkt. Womöglich bietet die Zweigstellenfreiheit auch die eine oder andere steuerliche Gestaltungsmöglichkeit. Mit einer Zweigstelle am Wohnort lassen sich vielleicht Raumkosten und die PKW- Fahrt zur Hauptstelle steuerlich absetzen. Einige Rechtsanwaltskammern bereiten sich bereits auf einen Wettbewerb untereinander als Folge der Zweigstellenfreiheit vor. Sie stellen sich darauf ein, dass Anwälte zukünftig auch mit Blick auf Kammerbeiträge und Dienstleistungen der jeweiligen Kammer Entscheidungen über Haupt- und Nebenstellen ihrer Kanzleien treffen werden. Rechtsanwalt Percy Ehlert, Berlin Gründerbericht: Veröffentlichung in Hamburger Magazin sorgte für den Durchbruch Du willst Deine Zukunft in die eigenen Hände nehmen? Du hast eine Idee und glaubst daran, dass sie sich umsetzen lässt? Du bist bereit, Risiko und Verantwortung zu tragen? Diese und andere Fragen eines Flyers für ein Existenzgründungsprogramm stellte ich mir vor dreieinhalb Jahren am Anfang meiner Kanzleigründung. Zu diesem Zeitpunkt war mir zwar mein Ziel, eine Kanzlei mit dem Schwerpunkt Familienrecht zu gründen, klar. Genauso bewusst war mir aber auch die extreme Konkurrenzsituation unter über zugelassenen Rechtsanwälten in Hamburg. Umso dankbarer war ich für die Tipps des Gründungsprogramms, das eine Marktforschung und eine Konkurrenzanalyse zur Vorbereitung einer gut konzipierten Unternehmensgründung und damit eine Voraussetzung für die Aufnahme in das Gründungsprogramm forderte. Damit begann meine genaue Auseinandersetzung mit dem Thema Kanzleigründung. Schließlich konnte ich kaum damit rechnen, mit der Idee als selbständige Rechtsanwältin eine innovative Gründungsidee anbieten zu können und in das Programm aufgenommen zu werden. Gäste der lesbisch-schwulen Filmtage befragt Meine im Studium gewählte Spezialisierung auf Familienrecht brachte mir die Idee, das bislang wenig beachtete Gebiet der Eingetragenen Lebenspartnerschaft aufzugreifen. Insbesondere die in der Öffentlichkeit zunehmende Diskussion der Ausweitung der Rechte für gleichgeschlechtliche Partnerschaften und die damit in Verbindung stehende Gesetzesänderung zum 1.Januar 2005 sah ich mir nun unter dem Aspekt einer Kanzleigründung genauer an. Da das Existenzgründungsprogramm ohnehin eine Marktfor- Professioneller Telefonservice für Ihre Kanzlei! Mit dem Telefonservice von TopBüro ist Ihre Kanzlei täglich von 7.00 bis Uhr telefonisch optimal präsentiert. Leiten Sie Ihre Anrufe, immer wenn Sie selbst nicht erreichbar sind, einfach per Anrufweiterschaltung zu TopBüro um. Alle Anrufe werden im Namen Ihrer Kanzlei entgegengenommen. Ihre Kanzlei wird durch den persönlichen Empfang am Telefon positiv aufgewertet. Sie werden per Fax, , SMS oder Internet immer aktuell informiert. Mit durchschnittlich 146,- EURO pro Monat liegen Sie weit unter den Kosten für eine eigene Sekretärin. TopBüro hat seit 1996 bundesweit Erfahrung mit mehreren hundert zufriedenen Kunden. Weitere Informationen unter oder telefonisch unter BÜRO TopBüro - Alte Torgasse Paderborn - Fon 05251/ Fax 05251/

16 Magazin Magazin des Gründungsprogramms Garage.de. Ich erhielt eine neunmonatige Förderung der Stadt Hamburg und konnte mit professioneller Hilfe losstarten. schaft informiert werden und einen Lebenspartnerschaftsvertrag schließen oder vor der Eintragung über die sich daraus ergebenden Konsequenzen informiert werden. Soldan-Gründerpreis soll Mut zur Gründung machen Diesjährige Preise gingen nach München, Neumünster und Darmstadt In dem Hamburger Szenemagazin Hinnerk veröffentlichte Jennifer Schmidberger einen Beitrag zu eingetragenen Lebenspartnerschaften. Danach stand das Telefon in ihrer neu gegründeten Kanzlei nicht mehr still. schung forderte, erstellte ich einen Fragebogen für meine Zielgruppe. Drei Nächte lang befragte ich die Besucher der lesbisch-schwulen Filmtage im Oktober 2004 in Hamburg mit dem positiven Ergebnis, dass 58 von 70 befragten Personen das Erfordernis einer speziellen Rechtsberatung für gleichgeschlechtliche Partner eindeutig bejahten. Unter diesen 58 Befragten gab der Großteil an, die Rechtsanwältin/den Rechtsanwalt im Bedarfsfall über persönliche Empfehlungen auswählen zu wollen. Auch die Frage nach der Erreichbarkeit brachte mir die wichtige Erkenntnis, dass bei der späteren Auswahl des Kanzleistandorts der Anschluss öffentlicher Verkehrsmittel ausschlaggebend ist. Die Antwort auf meine Frage nach der anwaltlichen Vergütung hingegen bewahrheitete sich zu meiner großen Erleichterung nicht. Anderenfalls hätte ich mit einem durchschnittlichen Stundensatz von 40,00 EUR schwarze Zahlen schreiben müssen. Die positiven Ergebnisse der Marktforschung bestätigte meine Gründungsidee und überzeugte auch die Jury des Assessement Centers Kontakte zu ehrenamtlichen Verbänden Zunächst erstellte ich eine Konkurrenzanalyse für den Großraumbereich Hamburg mit dem Ziel, die Standortfrage weiter einzugrenzen und den Erfolg der Kanzleiidee besser darstellen zu können. Positiver Effekt dieser Analyse war neben der beruhigenden Information, lediglich fünf ernstzunehmende Konkurrenten zu haben eine Verstärkung der Kontakte zu den ehrenamtlichen Verbänden. Dadurch entstand die Idee, diesen Verbänden Vorträge zu dem Thema Gleichgeschlechtliche Paare Gesetzesänderung 2005 anzubieten. In dieser frühen Phase der Gründung leistete mir auch meine Kontaktfähigkeit gute Dienste. So lernte ich in dieser Zeit unter anderem beim Stammtisch des jungen Forums einen Kollegen kennen, der mir einen Kontakt zu einem Redakteur eines Hamburger Szene-Magazins vermittelte. Wie sich später herausstellte, sollte mir dieser Kontakt zum ersten Durchbruch verhelfen. Bevor es jedoch so weit kam, suchte ich mir einen Kollegen, mit dem ich die Kanzlei gründete. Den Vorteil einer Bürogemeinschaft im Gegensatz zu einer Einzelkanzlei sah ich hauptsächlich in der Kostenteilung und der Möglichkeit des fachlichen Austausches. So gründete ich fristgerecht zu Beginn des Jahres 2005 zeitgleich mit der Änderung des Lebenspartnerschaftsrechts meine Kanzlei. Das Telefon stand nicht mehr still Genau zu diesem Zeitpunkt erschien dann in der Januar-Ausgabe 2005 eines Hamburger Szene-Magazins mein Artikel zu den Änderungen des Lebenspartnerschaftsrechts. Der Redakteur veröffentlichte meine Kontaktdaten und tatsächlich: Das Telefon stand nicht mehr still. Plötzlich hatte ich pro Woche drei bis vier Beratungen zum Thema der eingetragenen Lebenspartnerschaften. Die meisten Paare wollten entweder über die Rechte und Pflichten ihrer bereits eingetragenen Partner- Mein Kollege und ich hatten zu dieser Zeit ein kleines Büro mit vier Zimmern angemietet. Wir arbeiteten ohne Sekretärin und ohne Rechtsanwaltsoftware. Für das Telefon hatten wir in Zeiten unserer Abwesenheit ein externes Call- Center beauftragt, das die Anrufe entgegennahm. Diese Möglichkeit ist insbesondere in der Anfangsphase aufgrund der geringen Kosten sehr zu empfehlen und war zumindest für uns völlig ausreichend. Freie Mitarbeit für Familienrechtler Nachdem der erste Ansturm vorüber war, bekam ich das Angebot eines Konkurrenten in seiner seit über 20 Jahren bestehenden Kanzlei mit dem Schwerpunkt Familienrecht als freie Mitarbeiterin tätig zu werden. Nachdem wir vereinbart hatten, dass ich für zwei Tage die Woche in seiner Kanzlei und den Rest der Woche in meiner Kanzlei arbeiten konnte, begann meine insgesamt eineinhalb Jahre dauernde Mitarbeit. Erst als meine eigene Kanzlei und meine weiterlaufende Akquise einen derart großen Mandatsstamm umfasste, endete meine überaus lehrreiche Tätigkeit bei dem Kollegen. Diese Zeit war für mich in zweierlei Hinsicht besonders positiv: Zum einen hatte ich eine sichere finanzielle Einnahmequelle, die meine geringen Anfangsgewinne aufstocken konnte, zum anderen bekam ich viele praktische Hinweise und Unterstützung, die ich dringend für den Aufbau meiner eigenen Kanzlei beziehungsweise in prozessrechtlicher Hinsicht einsetzen konnte. Zwischenzeitlich habe ich eine Ganztagskraft eingestellt, meinen Fachanwalt für Familienrecht gemacht und einen soliden Mandantenstamm aufgebaut. Gleichwohl gibt es selbstverständlich auch jetzt noch Zweifel und Unsicherheiten, die aber nichts an meiner großen Freude für diesen Beruf und die Selbständigkeit ändern. Und ungeachtet all der immer wiederkehrenden Schwierigkeiten kann ich mir keinen anderen Beruf vorstellen, der eine so große Spannbreite an Möglichkeiten bietet man muss sie nur nutzen! Rechtsanwältin Jennifer Schmidberger, Hamburg Die Preisträger und Jury-Mitglieder des 4. Soldan-Gründerpreises, der am 6. Juni dieses Jahres im Französischen Dom in Berlin verliehen wurde: RA Dr. Ole Damm, Kanzlei Dr. Damm & Partner, RA Joachim Krumb, Kanzlei Rechtsanwälte SZK Stapelfeldt Zweschper Krumb, RAin Silke Waterschek, Vorsitzende des GFAs des FORUM Junge Anwaltschaft im DAV, RA Dr. Alfred Stapelfeldt, Kanzlei Rechtsanwälte SZK Stapelfeldt Zweschper Krumb, RA Dr. Thomas Küffner, Kanzlei Küffner, Maunz, Langer und Zugmaier, Rechtsanwaltsgesellschaft mbh (v.l.n.r.) Für alle jungen Kolleginnen und Kollegen und alle, die es werden wollen, ist die Verleihung des Kanzlei-Gründerpreises mehr als nur Ansporn. Der Preis fungiert als Ideengeber, Informationsquelle und Stütze bei der individuellen Entscheidung zum Schritt in die Selbständigkeit. Auch in diesem Jahr wurde deutlich, dass es selbst in einem immer dichter werdenden Anwaltsmarkt immer noch möglich ist, Fuß zu fassen, sofern ein ausgefeiltes Konzept vorliegt und vor allem: man von der eigenen Idee überzeugt ist und diese konsequent umsetzt. Die Jury, bestehend aus der Vorsitzenden des FORUM Junge Anwaltschaft im DAV, Frau RAin Silke Waterschek, dem Präsidenten des DAV, Herrn RA Hartmut Kilger, dem Präsidenten der Bundesrechtsanwaltskammer, Herrn RA Axel C. Filges, Herrn Dr. Joachim Jahn von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Herrn René Dreske, dem Geschäftsführer der Hans Soldan GmbH und Herrn Prof. Dr. Christoph Hommerich vom Soldan Institut für Anwaltsmanagement prämierte am 6. Juni im Französischen Dom in Berlin zum vierten Mal im vorgenannten Sinne drei besonders innovative und erfolgversprechende Gründungen, denen eines gemeinsam ist: der Beruf des Rechtsanwalts wird von den jeweiligen Gründern nicht als Verlegenheitsbeschäftigung betrachtet, sondern vielmehr und zu Recht als Berufung empfunden. Gezielte Orientierung am Markt führt zum Erfolg Die drei Preisträger haben diesen Gedanken verinnerlicht und umgesetzt. Den dritten Platz erhielt die Kanzlei Küffner, Maunz, Langer und Zugmaier eine Rechtsanwaltsgesellschaft mbh in München, die auf Umsatzsteuerrecht spezialisiert ist. Den zweite Platz erhielt die Kanzlei Dr. Damm & Partner in Neumünster, deren erfolgreiche Spezialisierung auf Onlinehandel in der heutigen Zeit beweist, dass die gezielte Orientierung an den Märkten mit entsprechender Vorqualifikation zum gewünschten Ergebnis führen kann. Als strahlender Gewinner mit dem ersten Platz ging die Darmstädter Kanzlei Stapelfeldt, Zweschper, Krumb aus dem Wettbewerb hervor. Das Konzept dieser jungen und erfolgreichen Kollegen basiert gemäß der Laudatio des Juryvorsitzenden auf einer genauen Analyse des Beratungsbedarfs öffentlicher Auftraggeber und mündet unter anderem im Angebot einer externen Rechtsabteilung für Kommunen. Dies hatte zur Folge, dass die Kanzlei mittlerweile bei einer Kostenquote von knapp 28 Prozent einen sechsstelligen Umsatz pro Kopf der Partner erwirtschaftet. Der Kanzlei Gründerpreis soll aber nicht nur zeigen, dass durchdachte Ideen auf der Grundlage eines guten Geschäftsplanes nach wie vor überdurchschnittlich erfolgreich sein können. Vor allem soll der Preis allen Junganwälten Mut zur Gründung machen. Ich würde mich in diesem Sinne sehr darüber freuen, wenn auch bei der Verleihung des 5. Gründerpreises wiederum zahlreiche FORUMs- Mitglieder ihre Konzepte einreichen würden denn: wer nicht wagt, der nicht gewinnt! RAin Silke Waterschek, Heilbronn 28 29

17 Magazin Magazin Gesetzliche Regelung der Anwaltsvergütung sichert Zugang zum Recht Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft vergleicht Anwaltskosten in Europa Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin. Auch bei einem Wegfall der anwaltlichen Vergütungsregeln werden in Deutschland die Kosten für einen Anwalt nicht sinken. Das hat eine Studie ergeben, die das Institut der Wirtschaft in Köln im Auftrag der Bundesrechtsanwaltskammer erstellt hat. Nach diesem Gutachten liegen die anwaltlichen Gebühren in Deutschland nicht höher als in Ländern mit einer noch weitergehenden Freigabe der Anwaltsvergütung. Zahlen der Weltbank belegen, dass nur in vier von 21 Ländern die Kosten niedriger als in Deutsch- Ein Fachanwaltskurs im Bau- und Architektenrecht lohnt sich, wenn man sich für das Gebiet interessiert, wenn man Wert darauf legt, die Bezeichnung Fachanwalt zu führen und sich ein Bild machen möchte, welche Voraussetzungen die Kollegen so mitbringen. Percy Ehlert ist seit 2006 Rechtsanwalt in Berlin und derzeit in Bürogemeinschaft mit zwei Kollegen tätig. Eckdaten Der Kurs fand von Oktober 2007 bis Februar 2008 in sechs Blöcken zu drei Tagen (Freitag bis Sonntag) in Berlin statt. Veranstalter waren die Juristischen Fachseminare, Bonn. Der Preis: EUR, für Anwälte bis zu drei Jahre nach der Zulassung EUR und für Referendare EUR. Service und Betreuung Der Service war gut. An den Unterrichtstagen war vom Veranstalter immer jemand zu erreichen. Wasser, Kaffee und Tee gab es jederzeit reichlich und in den Pausen standen Obst und Süßigkeiten bereit. Zusatzkosten Für die Mittagsverpflegung musste jeder selbst sorgen. Gesetzestexte waren mitzubringen. land sind, überwiegend liegen sie teilweise sogar deutlich höher. Besonders vorteilhaft zeigen sich die hiesigen gesetzlichen Regelungen bei Streitigkeiten mit niedrigeren Streitwerten. Das deutsche System ist so gestaltet, dass auch bei gerichtlichen Auseinandersetzungen um geringe Geldsummen der Bürger einen Anwalt findet und so zu seinem Recht kommt. Gerade hier zeigen Vergleiche mit anderen europäischen Ländern, dass eine fehlende Regulierung der Anwaltsvergütung eher zu einem Preisanstieg als zu einer Kostensenkung führt. Steckbrief Fachanwaltschaften: Bau- und Architektenrecht Für Ortsansässige gab es sonst keine Zusatzkosten. Klausuren Die Klausuren fand ich nicht leicht. Aber jeder, der sich ein paar Stunden mit den Materialien der Dozenten beschäftigt hat, dürfte auf die Klausur ordentlich vorbereitet gewesen sein. Durchfaller sind mir nicht begegnet. Die Klausuren wurden zügig korrigiert. Kollegen Wie im richtigen Leben: junge bis alte, forsche und schüchterne, Durchblicker und Langsame, reservierte und extrovertierte, Pünktliche und Langschläfer, Einzelkämpfer und Großkanzlisten. Wichtig: viele Angenehme und keine Arroganzler. Allgemeine Bewertung Die Referenten waren sehr ordentlich bis gut und sehr engagiert. Der Co-Autor eines Standardwerks würzte seinen Vortrag mit vielen Anekdoten. Das war sehr unterhaltsam, es hätte aber gerne juristisch etwas gehaltvoller sein dürfen. Einen Dozenten fand ich ungenügend. Die meisten Referenten haben Frontalunterricht abgehalten. Das erlaubt, eine große Stofffülle in kurzer Zeit zu durchpflügen. Drei Tage Beschallung von früh bis spät waren für mich aber ein harter Brocken. Die Bundesrechtsanwaltskammer wird sich deshalb im Interesse der Verbraucher auch weiterhin für eine Beibehaltung unseres Gebührensystems einsetzen. Eine gesetzlich geregelte Anwaltsvergütung bei gerichtlichen Auseinandersetzungen dient dem Bürger und sichert den Zugang zum Recht. Berlin, den 22.Februar 2008 Ansprechpartner für Rückfragen und nähere Informationen: Rechtsanwältin Peggy Fiebig und Frauke Karlstedt, Littenstr. 9, D Berlin, Tel. (0 30) , Fax (0 30) , Die meist ausführlichen Materialien der Dozenten eignen sich durchaus auch als Hilfe für die tägliche Arbeit. Schwerpunkte Privates Baurecht, insbesondere BGB-Werkvertragsrecht und VOB-B; Forderungssicherung; Bauträgerrecht; Architektenrecht (HOAI) und Architektenurheberrecht; Bauplanungs- und Bauordnungsrecht; Vergaberecht; WEG-Recht; Zivilprozessrecht, insbesondere Beweisrecht; Schlichtung und Mediation; Insolvenzrecht. Werbung Auf meiner Internetseite weise ich auf die Fortbildung hin und erwähne sie auch im Gespräch mit Mandanten. Nach dem Kurs gehe ich selbstbewusster in die Akquise im Bereich des Baurechts. Bei unentschlossenen Mandanten und Interessenten scheint der Hinweis auf die Qualifikation für zusätzliches Vertrauen zu sorgen. Fallzahlen Für die Anerkennung als Fachanwalt sind 80 Fälle vorzulegen, davon mindestens 40 Gerichtsverfahren, darunter sechs oder mehr selbstständige Beweisverfahren. Mindestens fünf Fälle müssen sich auf das Bauvertragsrecht beziehen, weitere fünf oder mehr auf das Recht der Architekten und Ingenieure. (Vgl. 5 lit. l), 14e FAO) Zusatzaufwand Das gedrängte Programm sechs Einheiten zu drei Tagen über das Wochenende in weniger als vier Monaten war schon eine Herausforderung. Warum Bau- und Architektenrecht? Unterschiedliche Gründe haben mich zu dieser Wahl geführt: 1) Im Bauwesen müssen im Streitfall regelmäßig beide Parteien ein Interesse daran haben, zu einer Lösung zu kommen. Das bietet Spielraum für die von mir bevorzugte außergerichtliche Konfliktlösung. 2) Das Baurecht ermöglicht eine Tätigkeit sowohl im Zivil- als auch im Öffentlichen Recht. Das ist mir wichtig. 3) Die Streitwerte sind oft nicht ganz unerheblich. 4) Ein Kollege, mit dem ich eng zusammenarbeite, hat sich im Miet- und WEG-Recht spezialisiert. Da können wir uns gut ergänzen. Fazit Ich wollte einen konzentrierten Überblick über Theorie und Praxis in baurelevanten Rechtsgebieten bekommen. Diese Erwartung hat sich weitgehend erfüllt. Ich bin auch zuversichtlich, dass die Fortbildung hilfreich für die Akquise sein wird. Ich meine, der Kurs hat sich gelohnt. Bisher erschienen! Rechtsanwalt Percy Ehlert, Berlin Die AdVoice hat bislang folgende Fachanwaltschaften per Steckbrief vorgestellt: Arbeitsrecht, Erbrecht, gewerblicher Rechtsschutz, Handels- und Gesellschaftsrecht, Medizinrecht, Miet- und WEG-Recht, Sozialrecht, Steuerrecht, Versicherungsrecht (alle Heft 2/2006), Familienrecht (Heft 1/2007), IT-Recht und Medien- und Urheberrecht (Heft 2/2007) und Strafrecht (1/2008). Nach Bau- und Architektenrecht in dieser Ausgabe wird die Reihe in Heft 3/2008 mit Bank- und Kapitalmarktrecht fortgesetzt. Steuerrecht Viele Anwälte überlassen sowohl die Steueroptimierung der eigenen Kanzlei als auch die Beratung der Mandanten in steuerlichen Belangen dem Steuerberater. Dabei ist jeder Anwalt tagtäglich selbst als Steuersubjekt dem Steuerrecht ausgesetzt. Die Kenntnis des Steuerrechts ist nicht nur für die tägliche Mandatsarbeit, sondern insbesondere auch für die betriebswirtschaftliche Optimierung der Kanzlei von immenser Bedeutung. Vater Staat nimmt nicht nur, er eröffnet auch vielfach Gestaltungsspielräume, die zu nutzen es sich lohnt. Dieses Buch führt übersichtlich und verständlich in die für eine Anwaltskanzlei relevanten steuerrechtlichen Tatbestände ein, erläutert Gestaltungen und zeigt in Musterrechnungen deren Auswirkungen. Praxishilfen ergänzen das Buch und machen es damit zu einem unverzichtbaren Begleiter eines jeden Anwalts. Im Buchhandel oder direkt beim Verlag: Tel Fax perfekt beraten Schlagen Sie dem Fiskus ein Schnippchen! Kanzleibesteuerung kompakt Von RA Dr. Marc Schrameyer, EMBA/LL.M. 1. Auflage 2008, 360 Seiten, broschiert, 46,00 ISBN Soeben erschienen 30 31

18 Euer FORUM Euer FORUM Anwaltstag FORUM Berlin Das Deutschen auf in dem

19 Euer FORUM Euer FORUM Das Forum auf dem DAT 2008 in Berlin Es gibt Stammtische, da heißt es Ja ich will. Und es gibt Stammtische, da sollen auch schon Anwälte gesichtet worden sein, die der Altersgrenze des FORUM entwachsen sind. Ein Höhepunkt unserer jährlichen Mitgliederversammlung anlässlich des Deutschen Anwaltstages 2008 in Berlin war die Präsentation unserer neuen Werbekampagne, siehe Seite 48. Auch am Info-Stand des FORUM auf der AdvoTec, der juristischen Fachmesse anlässlich des Anwaltstags, waren die Motive und Slogans Dauerthema. Bericht der Vorsitzenden 2007/2008 Vorstellung neuer und geplanter Projekte des FORUM Junge Anwaltschaft im DAV Für alle Daheimgebliebenen und zur Erinnerung und Vertiefung auch für alle vor Ort gewesenen Mitglieder des FORUMs, möchte ich hier noch einmal einige wichtige Themen aus der Mitgliederversammlung, die anlässlich des DAT in Berlin am in Berlin stattgefunden hat, zusammenfassen: Dabei sei mir zu Beginn der Hinweis erlaubt, dass wir im GFA viel geschafft haben, in den meisten Ressorts hat sich sehr viel getan und wir sind stolz, dass viele von Euch uns auch dabei so tatkräftig unterstützt haben. Herzlichen Dank dafür, unsere Arbeit ist auch dank Eurer Hilfe so erfolgreich. Wenn sich jemand unter Euch findet, der an einem aktuellen Projekt gerne aktiv teilhaben möchte, so teilt uns dies bitte mit, am einfachsten per mail an: Wir freuen uns immer über rege Zu- und Mitarbeit. Auch Anregungen Eurerseits sind uns immer sehr wichtig. Wir haben ein offenes Ohr für Euer Anliegen und Eure Meinungen. Das FORUM wird innerhalb des DAV immer stärker wahrgenommen, die Stimme der jungen Kolleginnen und Kollegen wird gehört und bei den Diskussionen innerhalb des DAV- Vorstands, an dessen Sitzungen ich als Vorsitzende regelmäßig teilnehme, um die Interessen der jungen Anwaltschaft einzubringen, zu vertreten und zu verdeutlichen, immer stärker mit einbezogen. Auf der Vorstandssitzung des DAV, die dem diesjährigen DAT voranging, konnte ich beispielsweise bewirken, dass das FORUM mit dem eigenen Thesenpapier zum Thema Bologna-Prozess (siehe Seite 50) in der Juristenausbildung gefragt und gehört wird, sondern auch darauf hinweisen, dass wir ein eigenes Thesenpapier zu den aktuellen Änderungen im Strafrecht dem bereits in Kraft getretenen 160a StPO und dem kommenden 20a BKA-Gesetz entwickelt haben. Die Papiere findet ihr auch online unter: (Bologna-Prozess in der Juristenausbildung) und (Positionspapier des FORUM Junge Anwaltschaft zur Novelle des BKA-Gesetzes und zu 160a StPO). Zudem findet Ihr entsprechende Berichte in diesem Heft. Junge Anwaltschaft in die Gremien In diesem Zusammenhang wurden auf der Mitgliederversammlung das Projekt Junge Anwaltschaft in die Gremien und die Wahlen zur Vertreterversammlung des Versorgungswerkes in NRW angesprochen: Auch dieses Jahr hat sich das FORUM mit einem eigenen Stand auf dem Deutschen Anwaltstag präsentiert, der wie gehabt von unseren Regionalbeauftragten betreut wurde. Und wie auch in den vergangenen Jahren haben zahlreiche junge Juristen direkt am Stand ihre Mitgliedschaft erklärt. Unsere Werbemittel wie Schuhputzset, eigene Stifte, aber auch unsere Flyer fanden reißenden Absatz. Die Vorsitzende des FORUM, Silke Waterschek, ist von einem Termin zum nächsten gehastet, um die Interessen der Junganwälte in allen möglichen Gremien wie unter anderem dem DAV-Vorstand zu vertreten. In unserer eigenen Fachveranstaltung zum Thema Anwaltstags Freiheit hat Dr. Andreas Hohnel zum Thema Parteiverrat vorgetragen. Bei der anschließenden Diskussion wurde schnell klar: Das Thema ist nicht nur aus strafrechtlicher Perspektive interessant, sondern muss auch aus Sicht der Anwaltskammern und aus zivilrechtlicher Perspektive betrachtet werden. Hierzu ist eine Fortsetzung in den nächsten Ausgaben geplant. Es ist wichtig, dass wir uns weiter Gehör schaffen. Nicht nur in der Satzungsversammlung. Daher bitte ich Euch alle, uns weiter mitzuteilen, wenn eine Wahl ansteht und welche Posten es dabei zu vergeben gibt. Wenn Ihr selber nicht kandidieren wollt, lasst uns gemeinsam ein anderes interessiertes FORUMs- Mitglied finden und dieses dabei unterstützen. Informationen über anstehende Wahlen in Eurem Bezirk sendet bitte an: Mitgliederversammlung des FORUM während des DATs in Berlin. In naher Zukunft steht auch die Wahl der Vertreterversammlung des Versorgungswerks NRW an, hierzu wurde auf der Mitgliederversammlung unser Ehrenmitglied und Mitglied im DAV-Vorstand, sowie Mitglied des Vorstandes des Versorgungswerks in NRW, Axel Thoennessen, gehört. Seinen Wahlaufruf und entsprechende Erläuterungen findet Ihr ebenfalls in diesem Heft (Seite 53) Projekt Juristenausbildung: Besonders stolz bin ich auf das gelungene Projekt des FORUMs zur Frage der Umsetzung des Bologna-Prozesses in der Juristenausbildung (http://www.davforum.de/880/). Der Vorstand des DAV hatte im Februar diesen Jahres ein Thesenpapier vorgelegt, über das bereits zu diesem Zeitpunkt abgestimmt werden sollte. Hier habe ich für das FORUM deutlich machen können, dass es sich um eine Frage handelt, die ohne die Beteiligung der jungen Anwaltschaft nicht entschieden werden darf. Die Abstimmung wurde daraufhin vertagt und es wurde zeitnah eine FORUM-Projektgruppe eingerichtet (Edda Steinmetz, Carolin Ott und Malte Dedden), welche auf Hochdruck gearbeitet hat, um schließlich ein eigenes Thesenpapier des FORUMS vorzulegen, das maßgeblich Berücksichtigung und Eingang bei der Erstellung des endgültigen Thesenpapiers des DAV zu dieser Frage gefunden hat. Es war mir besonders wichtig, dass wir hier zu Wort kommen, denn wir sind diejenigen, die betreffend das Thema Juristenausbildung das meiste sagen können und unsere Ohren am Puls der Zeit haben. Ganz herzlichen Dank hierfür an Euch alle für die vielen interessanten Diskussionsbeiträge! Treffen des Präsidenten des DAV mit den Vorsitzenden der örtlichen Anwaltvereine, Vorstellung des FORUMs: Um weiterhin an Bekanntheit zu gewinnen und das FORUM öffentlichkeitswirksam vorzustellen, habe ich an dem Gespräch des Präsidenten des DAV mit den örtlichen Vorsitzenden der Anwaltvereine teilgenommen und hierbei auf unsere Belange hingewiesen. Unsere Existenzgründerforen, die zweimal jährlich in Zusammenarbeit mit dem Verein Deutsche Anwaltakademie e.v. stattfinden, erfreuen sich größtmöglichen Zulaufs, die nächste Veranstaltung findet am und in Nürnberg im dortigen Maritim-Hotel statt. Bewerbt diese Veranstaltung bitte bereits jetzt unter Euren Kolleginnen und Kollegen und falls unter Euch Existenzgründer sind, die einen Existenzgründerbericht halten wollen und über ihre Erfahrungen berichten möchten, dann meldet Euch bitte unter: davforum.de bei mir. Projekt FORUM+3: Die Idee einer weiteren Veranstaltung des FORUMs in Zusammenarbeit mit dem Verein Deutsche Anwaltakademie e.v., welche sich vorwiegend an junge Kolleginnen/Kollegen richten soll, die bereits Berufserfahrung haben, wurde vorgestellt. Eine solche Veranstaltung sollte sich speziell den Interessen derjenigen Bero Borutzky im Gespräch mit den Jungs von der HDI. Foto: Andrea Vollmer Kolleginnen und Kollegen widmen, die nicht mehr mit den typischen Einsteigerproblemen zu tun haben, sondern sich beispielsweise mit den Fragen nach Spezialisierung, Entwicklung der Kanzlei, Netzwerkoptimierung, Weiterbildungen, Mitarbeiter, etc. befassen. Auf Initiative des GFAs des FORUMs Junge Anwaltschaft wurde eine entsprechende Veranstaltung mit dem Titel Forum+3 ins Leben gerufen, die zum ersten Mal am Donnerstag, den als eintägiges Seminar im Maritim-Hotel in Fulda stattfinden wird. Informationen hierzu könnt Ihr über unsere Website abrufen, dort findet ihr auch die Themen, über die in Fulda referiert werden wird. Projekt: Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgemeinschaften: Ich habe alle Arbeitsgemeinschaften im DAV angeschrieben und angeboten, die Zusammenarbeit mit dem FORUM zu intensivieren bzw. in Gang zu bringen, wo noch nicht geschehen. Auf diese Schreiben haben sich bislang folgende Reaktionen ergeben: Frank Bodewig und Falk von Braun von der DKV im Kooperationsgespräch mit Silke Waterschek und Linda Schwarzer von FORUM Junge Anwaltschaft. Foto: Andrea Vollmer ARGE Verkehrsrecht Unsere äußerst fruchtbare Kooperation wird fortgesetzt, die nächste gemeinsame Fortbildungsveranstaltung samt Kartbahn-Rennen wird am im engeren Umkreis von München stattfinden, Einzelheiten hierzu werden Euch frühzeitig bekannt gegeben. ARGE Sozialrecht: Die Arbeitsgemeinschaft hat einen Vertreter des FORUMs freundlicherweise zur Teilnahme an der eigenen Herbsttagung 08, vom bis , ein- Mitgliederversammlung des FORUM während des DAV in Berlin. Foto: Andrea Vollmer 34 35

20 DAVerlag AdVoice Inhalt.qxd :20 Uhr Seite 36 Euer FORUM Ein Tag auf dem DAT: erst lernen mit Dr. Andreas Hohnel, dann kommunizieren mit Silke Waterschek und abends feiern mit Eva Kreienberg geladen, der GFA hat bereits Kontakt mit einer unserer Spezialistinnen in diesem Fachgebiet aufgenommen, die vermutlich für das FORUM an der Tagung teilnehmen wird, um Kontakte aufzubauen und Kooperationsmöglichkeiten zu erfragen. ARGE Insolvenzrecht: Die Regionalbeauftragte des FORUMs für den LG-Bezirk Koblenz, Ilka Spriestersbach, hat erfolgreich für das FORUM an der diesjährigen Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft teilgenommen und wird sich als Projektbeauftragte hier weiter einsetzen, um eine Gruppe der jungen Insolvenzrechtler aufzubauen. Die Konditionen für die Teilnahme an dieser Gruppe sind hervorragend, wir werden Euch über alle Einzelheiten weiter unterrichten, bei Fragen wendet Euch bitte an: ARGE Erbrecht Linda Schwarzer hat das FORUM als Mitglied des GFAs auf dem deutschen Erbrechtstag vertreten, wir stehen mit der Arbeitsgemeinschaft nunmehr in sehr engem und nettem Kontakt und werden Euch weiter berichten. ARGE Familienrecht: Zu einem Treffen auf dem DAT war ich als Vorsitzende des FORUMs eingeladen, wir werden weiter mit der Arbeitsgemeinschaft in Kontakt bleiben und möchten Euch auf die besonders günstigen Konditionen dieser Arbeitsgemeinschaft speziell für FORUMs-Mitglieder bei der Teilnahme an deren Veranstaltungen hinweisen! ARGE Sportrecht: Diese hat sich auf mein Anschreiben an alle ARGEs ebenfalls zurückgemeldet, auch diese Arbeitsgemeinschaft steht einer Zusammenarbeit grds. positiv gegenüber, es ist geplant, unsere ehemalige Regionalbeauftragte für den LG-Bezirk Stuttgart, Conny Blankenfeld, hier als Kontaktperson zu etablieren, vielen Dank, Conny! ARGE Arbeitsrecht: Die Arbeitsgemeinschaft hat angeboten, uns einen Referenten für eine Veranstaltung zur Verfügung zu stellen, innerhalb des GFAs ist Kerstin Rueber für die weitere Organisation und Planung einer gemeinsamen Veranstaltung zuständig, bei Fragen kontaktiert sie bitte unter: ARGE Bank- und Kapitalmarktrecht: Auch diese Arbeitsgemeinschaft hat sehr freundlich und zuvorkommend auf mein Anschreiben reagiert und auf Sonderkonditionen für FORUMs-Mitglieder beim 5. Bank- und Kapitalmarktsrechtstag am 20. und in Karlsruhe hingewiesen. Weitere Informationen hierzu erfragt bitte über die Website der Arbeitsgemeinschaft, zu finden über: Insgesamt bin ich sehr erfreut über die zahlreichen positiven Reaktionen der weiteren Arbeitsgemeinschaften im DAV und möchte mich hierfür im Namen des FORUM Junge Anwaltschaft ganz herzlich bedanken. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, für unsere Mitglieder, die weitestgehend Berufsstarter sind, die bestmöglichen Konditionen für die Teilnahme an Veranstaltungen auszuhandeln und die Inhalte der verschiedenen Arbeitsgemeinschaften zu vermitteln. Projekt Landesverbände: Die Landesverbände sind ein Zusammenschluss der örtlichen Anwaltvereine und damit quasi der auf Landesebene tätige Dachverband der örtlichen AV. Die Zusammenarbeit der Landesverbände im DAV und des FORUM Junge Anwaltschaft soll intensiviert werden. Dazu hat das FORUM für jedes Bundesland, und damit pro jeweiligen Landesverband einen Ansprechpartner benannt, damit die Zusammenarbeit künftig gebündelt vonstatten gehen kann. Die Landesverbände wurden von mir angeschrieben und die jeweiligen Kontaktpersonen des FORUMs benannt. Derzeit laufen die Rückmeldungen bei mir zusammen, einige der Ansprechpartner wurden zu den nächsten Sitzungen der Landesverbände eingeladen, es tut sich also etwas. Diese Ansprechpartner der einzelnen Länder sollen zum einen als direkter Kontakt vor Ort dienen, andererseits auch untereinander in Kontakt stehen, um einen Austausch der Informationen zu gewährleisten. Die Landesverbände engagieren sich auch auf legislativer Ebene und geben auch Stellungnahmen zu geplanten Gesetzesvorhaben ab, so jüngst hinsichtlich der geplanten Änderungen zum Beratungshilfegesetz. Es ist geplant, dass zu derartigen Stellungnahmen auch die Ansicht des FORUMs eingeholt wird. Hierzu wird sich der jeweilige Ansprechpartner des einzelnen Bundeslandes für die Landesverbände dieser Anfragen annehmen und sich nach Möglichkeit mit den anderen Ansprechpartnern für die Landesverbände kurzschließen, sofern dies notwendig erscheint und Rücksprache mit dem Projektleiter für das gesamte Bundesgebiet Alexander Elsmann halten. Etwaige Stellungnahmen sind zum Zwecke der bundesweiten Koordination zuvorderst an den Projektleiter Alexander Elsmann weiterzuleiten, sodann vor einer Veröffentlichung oder Weitergabe an die Landesverbände an den GFA zur Kenntnisnahme zu senden. Für die rege Teilnahme an der Mitgliederversammlung möchte ich mich auch auf diesem Wege bei Euch allen bedanken, ich hoffe auf ein Wiedersehen auf dem nächsten DAT, der 2009 in Braunschweig stattfinden wird, und werde mich weiterhin ganz gezielt für die Belange der jungen Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Seit 100 Jahren an der Seite von Rechtsanwälten und Notaren RA Silke Waterschek, Heilbronn Vorsitzende des GfA soldan.de 36

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