DIEBSTAHL, EINBRUCH UND RAUB

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "DIEBSTAHL, EINBRUCH UND RAUB"

Transkript

1

2 r ~'. '.' B ü ehe r ver z (" : ehr; ~ ~. Nr.:_ ~g2..&._._._~' DIEBSTAHL, EINBRUCH UND RAUB c ARBEITSTAGUNG IM BUNDESKRIMIN ALAMT WIESBADEN VOM 21. APRIL BIS 26. APRIL 1958 über BEK~MPFUNG VON DIEBSTAHL, EINBRUCH UND RAUB HERAUSGEBER BUNDESKRIMINALAMT WIESBADEN 1958

3 " Alle Rechte, auch die der aus~ugsweisen Wiedergabe, übersettung und Bearbeitung, des Nachdrucks, der Verfilmung usw., sind awdrüddich. vorbehalten. Gedruckt in der Bundesdruckerei

4 Inhalt Vorwort Präsident Dullien, Bundeskriminalamt.... Seite 5 überbli<k über die gegenwärtige Situtation der Diebstahls-, Einbrums- und Raub-Kriminalität Regierungskriminaldirektor Dr. Niggemeyer, Bundeskriminalamt... 7 Zur Soziologie des Diebstahls Prof. Dr. v. Hentig, Bonn Diebstahl, Einbrum und Raub in der Polizeilimen Kriminalstatistik. Oberregierungskriminalrat Holle, Bundeskriminalamt Diagnose und Prognose der männlimen Frühkriminalität (unter besonderer Berücksichtigung der Diebstahlskriminalität) Amtsgerichtsrat Heinen, Bonn Die Täterpersönlimkeit des Diebes (Einbremers) und seine Opfer Regierungskriminalrat Eschenbach, Bundeskriminalamt Bekämpfung von Kraftfahrzeugdiebstählen Kriminalamtmann Weinzierl, München Diebstähle von Kraftfahrzeugen und Fahrrädern (Erfahrungen aus dem Lande Nordrhein-Westfalen-Ruhrgebiet) Kriminalrat Lindner, Duisburg Diebstahl aus Kraftfahrzeugen Kriminaloberkommissar Berndt, Hamburg 61 Das triebhafte Stehlen (die sog. Kleptomanie) Priv.-Doz. Dr. Gerchow, Kiel Internationale Tasmendiebe Kriminal-Chefinspektor Sprung, Wien Internationale Tri<kdiebe M. L. Aube, Paris Die T emnik des Einbrumsdiebstahls Kriminalkommissar Schaible, Stuttgart »Ring- und Sparvereine«- einst und jetzt Kriminalrat Hoberg, Berlin

5 Jugendliche Banden Seite Dr. Middendorff, Freiburg 153 Zur Soziologie des Raubes Prof. Dr. Bader, Zürich Raubüberfälle auf Taxifahrer Kriminaldirektor Riester, Mannheim 175 Erscheinungsformen moderner Raubkriminalität Kriminalrat Kiehne, Köln Sicherungsmaßnahmen gegen Raubüberfälle auf Banken, Sparkassen und Postanstalten Regierungskriminalrat Czech, Bundeskriminalamt Zur Kriminologie der Hehler Kriminaloberkommissar Rehberg, Hannover 203 Tatort und Spurensicherung Kriminaloberinspektor Stedry, Koblenz Bekämpfung von Diebstahl, Einbruch und Raub Kriminalhauptkommissar Gabrysch, Ulm Bearbeitung von Diebstahl, Einbruch und Raub in der staatsanwaltschaftlichen Praxis Oberstaatsanwalt Kleffel, Hildesheim Die Sicherungsverwahrung in der richterlichen Praxis (de lege lata und de lege ferenda) Landgerichtsdirektor Dr. Seibert, München Diebe, Einbrecher und Räuber im Strafvollzug Regierungsrat Dr. GaIImeier, Straubing Diebstahl, Einbruch und Raub in der Sicht des Versicherers Dr. Dr. Helmer, Kiel Vorbeugende kriminalpolizeiliche Maßnahmen zur Verhütung von Diebstahl, Einbruch und Raub Ltd. Kriminaldirektor Breuer, Hamburg Probleme der Strafzumessung bei Diebstahl, Einbruch und Raub Prof. Dr. Klug, Mainz

6 Vorwort Die Entwicklung der Kriminalität wird in der Bundesrepublik im wesentlichen von der Diebstahlskriminalität bestimmt. Im Jahre 1957 betrug der Anteil des einfachen und des schweren Diebstahls, des Raubes und der räuberischen Erpressung an der Gesamtzahl aller bekanntgewordenen Straftaten fast 43 0/0. Dem Anwachsen der Kriminalität in der Bundesrepublik kann somit zweckmäßig entgegengewirkt werden, wenn es gelingt, die Diebstahlskriminalität erfolgreich zu bekämpfen. Diese Tatsache allein gibt schon die Rechtfertigung für die Arbeitstagung, die in der Zeit vom 21. bis 26. April 1958 im Bundeskriminalamt stattfand. Die auf dieser Tagung gehaltenen Vorträge sollen ihr Teil zu den mannigfaltigen Maßnahmen beitragen, die sich mit der stärkeren Bekämpfung der Diebstahlskriminalität befassen. Sie sollen darüber hinaus in der nunmehr vorliegenden Zusammenfassung vor allem dem Praktiker die überholung seines Wissens aus kriminologischer und kriminalistischer Sicht erleichtern und ihn auf besondere Erscheinungsformen und sichtbar werdende Entwicklungslinien aufmerksam machen. Der Dank für das Gelingen der Tagung gebührt allen Vortragenden, unter denen sich auch diesmal wieder mehrere Freunde aus dem Ausland befanden, die Herren Aube, Abteilungsleiter der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (IKPO) aus Paris, Professor Dr. Bader aus Zürich und Kriminalchefinspektor Sprung aus Wien. Präsident des Bundeskriminalamtes 5

7 überblick über die gegenwärtige Situation der Diebstahls-, Einbruchs- und Raub-Kriminalität Regierungskriminaldirektor Dr. Ni g g e m e y er, Bundeskriminalamt Wiesbaden Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik 1957, in der die bei der Polizei bekanntgewordenen und von ihr aufgeklärten Straftaten sowie die ermittelten Täter gezählt werden, entfallen auf den einfachen/schweren Diebstahl 42,3 0 /0 und auf Raub/räuberische Er p res s u n g 0,3 Ofo alle r gemeldeten Fälle. Beim Vergleich mit den entsprechenden Zahlen aus dem Jahre 1938 stellt man fest, daß sich die Häufigkeitsziffer, d. h. die Zahl der bekanntgewordenen Straftaten auf Einwohner, beim schweren Diebstahl fast verdoppelt und beim Raub und der räuberischen Erpressung fast verdreifacht hat, obschon die Bevölkerungszahl der Bundesrepublik wesentlich geringer ist als die des früheren Deutschen Reiches. Diese Feststellung trifft auch auf die Abgeurteiltenstatistik der Justiz zu. Es ist eine bekannte Tatsache, daß nur ein geringer Prozentsatz der wir k I ich begangenen Die b s t a his k r i m i n a li t ä t zur Kenntnis der Strafverfolgungsbehörden gelangt. Die Gründe hierfür sind u. a. folgende: Viele Opfer bemerken den Verlust der gestohlenen Gegenstände überhaupt nicht; bei sog. Betriebsdiebstählen wird oft die»private«erledigun~ bevorzugt; bei Erstdiebstählen will man den Täter»nicht unglüddich machen«; bei Beischlafsdtebstählen scheut sich das Opfer aus verständlichen überlegungen, eine Strafanzeige zu erstatten; bei Warenhaus diebstählen begnügt man sich mit Verwarnungen und Hausverbot; Taschendiebstähle und kleinere Diebstähle werden nicht angezeigt, weil»die Polizei das Diebesgut doch nicht wieder herbeischaffen kann«; andere Geschädigte wollen»keine Scherereien«mit den Behörden haben oder befürchten, daß bei einer evtl. Strafanzeige eigene Verfehlungen, z. B. steuerlicher Art, bekannt werden könnten. Bei Fahrraddiebstählen muß die Kriminalpolizei - oft vergeblich - nach den Eigentümern von aufgefundenen oder wiederherbeigeschafften Fahrrädern suchen, weil die Eigentümer es nicht für notwendig gehalten hatten, eine Verlust-Meldung zu erstatten. Die in der Literatur vielfach vertretene Meinung, daß es bei der Rau b k r i m i,n a li t ä t keine oder eine nur gering zu veranschlagende Latenz gäbe, ist irrig. In diesem Zusammenhang braucht lediglich an die Raubüberfälle auf Homosexuelle und die in letzter Zeit immer häufiger werdenden überfälle auf Liebespaare in parkenden Personenkraftwagen erinnert zu werden, die meist nur durch Zufall entdeckt werden. An dem durch die Polizeiliche Kriminalstatistik ausgewiesenen bedrohlichen Stand der Diebstahlsund Raubkriminalität, und zwar ohne Berücksichtigung der Latenz, läßt sich nicht nur die wirtschaftliche, soziale und politische Situation der Zeit - insbesondere seit ablesen, die zunächst durch die Gier nach Lebensmitteln und Sachwerten gekennzeichnet war, heute aber immer mehr durch die Sucht nach Geld bestimmt wird, sondern auch ein S t r u k tu r w a n dei der Kr im i - na 1 i t ä t. Das Verbrechen ist»aus einer >natürlichen Begleiterscheinung< des sozialen Lebens zu einer essentiellen, das Gesamtbild unserer Gegenwart mitbestimmenden, negativen und destruktiven Lebensform«(Bader) geworden. Das Verbrechen als Lebensform scheint tatsächlich die Krankheit unserer Zeit zu werden. Hierzu mögen die Zerstörung des Rechtsgefühls, der Zerfall der Sittengesetze, die Verrohung unserer mitmenschlichen Beziehungen sowie die allgemeine Not während des Krieges und in der Nachkriegszeit wesentlich beigetragen haben. Inzwischen haben sich aber die Wirtschaftsverhältnisse so stabilisiert, daß Notverbrechen in unseren Statistiken kaum mehr eine Rolle spielen. So sind nach der S tr afv erf 01 gung ss ta tis tik (früher: Abgeurteiltenstatistik der Justiz) im Jahre 1954 lediglich 522 Personen wegen Notdiebstahls abgeurteilt und davon 456 verurteilt worden. Im Jahre 1955 war das Verhältnis dieser Zahlen 473 zu 422. Die Gründe für die Zunahme der Ver- 7

8 brechen, insbesondere der immer brutaler werdenden Gewaltverbrechen, müssen daher anderswo zu suchen sein. Sicherlich sind die Boulevard-Presse, die Illustrierten, der Film, die Wochenschau und das Fernsehen, die das Verbrechen und den Verbrecher oft genug in das grelle Licht der öffentlichkeit stellen, so daß auf labile Charaktere - wie die Erfahrung lehrt - ein unwiderstehlicher Anreiz zur Nachahmung ausgeübt wird, nicht frei von Verantwortung für diese Entwicklung. Auch die Rechtspflege hat bisher, obschon ihr bereits de lege lata die notwendigen Abwehrmittel in die Hand gegeben sind, wenig dazu getan, das übel an der Wurzel zu fassen. Die Erschütterung der Begriffe von Schuld und Sühne und die an sich zu fördernden Bestrebungen zur Humanisierung unseres Strafrechts und zur Resozialisierung des Rechtsbrechers führen in vielen Fällen dazu, daß die Privilegierung des Straftäters zu einer Gefahr für die Allgemeinheit wird. Der in n e r e Grund für das Verbrechen als Lebensform liegt aber m. E. darin, daß sich heute nur noch die wenigsten bescheiden können, daß die materialistische Gesinnung Trumpf ist und daß der Götze»Geld«dem Glück gleichgesetzt wird. Es fehlt den Menschen unserer Zeit an einem echten Lebensinhalt. Der Verbrecher aber, der sich unserer modernen Form des Materialismus bedingungslos verschreibt, muß schließlich für eine Geisteshaltung büßen, die er bis zur letzten Konsequenz verfolgt hat. Sollte die Entwicklung in dieser Richtung weitergehen, wie sie sich bereits jetzt in den Umrissen abzeichnet, dann darf es uns nicht wundern, wenn wir eines Tages auch bei uns mit»gangstern«und»racketeers«(wie in Amerika) zu tun haben werden, die das Verbrechen als eine organisierte Form des privaten Wirtsc:haftskampfes ansehen. Noch haben wir allerdings die Zeit, uns dagegen abzusichern. Um das Verbrechen wirksam bekämpfen zu können, muß man die Täterpersönlichkeit und die Tat in ihren vielfältigen Erscheinungsformen genau kennen. Die Täterpersönlichkeit des Diebes (Einbrech.ers) wird - wie früher - durch den Gelegenheitstäter, der sich die günstige Gelegenheit zur Begehung eines Diebstahls zunutze macht, und den Gewohnheitstäter (Berufsverbrecher), der die Gelegenheiten zur Begehung von Straftaten sucht und sich dabei auf eine bestimmte Arbeitsweise spezialisiert hat, gekennzeichnet. Zu den alten»bewährten«arbeitsweisen treten fast täglich neue Tricks. Im Vordergrund des kriminalpolizeilichen Interesses stehen z. Z. die Diebstähle von und aus Kraftwagen sowie die Trickdiebstähle internationaler Täter. Nach der Strafverfolgungsstatistik sind im Jahre 1955 allein 4228 Personen wegen unbefugten Fahrzeuggebrauchs abgeurteilt und davon 3934 verurteilt worden. Von den Verurteilten waren 1513 vorbestraft. Die meist jugendlichen Täter, die aus»leidenschaft zum Motor«fremde Fahrzeuge wegnehmen, unternehmen damit»spritztouren«, um ihren Altersgenossen oder Freundinnen zu imponieren, stellen sie in der Regel dort ab, wo ihnen das Benzin ausgegangen ist, und führen, wenn sie ihre Rolle als»rennfahrer«ausgespielt haben, im allgemeinen das Leben eines braven Schülers, Arbeiters oder Angestellten, um bei nächstbester Gelegenheit das Spiel zu wiederholen. Dieser gefährlichen Lust muß mit allen gebotenen Mitteln begegnet werden. Soweit Kraftfahrzeuge ihren Eigentümern für dauernd weggenommen werden, werden sie meist ausgeschlachtet und die einzelnen Teile verkauft oder wiederverwendet. Nicht selten wird mit ihnen auch ein schwunghafter Handel betrieben. Hierzu <bieten sich vor allem die Niederlande und die Schweiz an, weil einmal in diesen Ländern eine rege Nachfrage nach gebrauchten deutschen PKW besteht und zum anderen nach dem Niederländischen und Schweizerischen Zivilgesetzbuch im Gegensatz zu unserem Bürgerlichen Gesetzbuch ein gutgläubiger Erwerb an gestohlenen Sachen unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, oder aber der gutgläubige Erwerber zumindest nicht um den Kaufpreis geschädigt wird, den er an den Letztbesitzer des Fahrzeugs gezahlt hat. Autodiebe, internationale Schmuggler und Hehler machen sich diese unterschiedliche Rechtssituation in ständig zunehmendem Maße zunutze. Ein modernes Zeitdelikt ist auch der Diebstahl aus Kraftfahrzeugen geworden. Während noch vor einigen Jahren die sog.»autospringer«, die das sie interessierende Ladegut von fahrenden Lastkraftwagen abwarfen, eine erhebliche öffentliche Gefahr darstellten, machen uns heute die»autoknacker«, die parkende Personenkraftwagen aufbrechen und»berauben«, sehr zu schaffen. Die Fahndung nach dieser Tätergruppe ist allerdings dadurch erleichtert, daß es sich bei ihr in der Regel um ortsansässige Täter handelt. Im internationalen Bereich haben sich Hotel-, Taschen- und Trickdiebe zu Banden zusammengeschlossen und auf den Diebstahl von Geld, geldwerten Papieren und Schmuck spezialisiert. über weitverzweigte Hehlerorganisationen werden die gestohlenen Sachen bei entsprechender pro- 8

9 zentualer Beteiligung der Diebe abgesetzt. Da die Aufenthalts- und Tatorte der Banden häufig wechseln, ist ihre Bekämpfung besonders schwierig. Die Täterpersönlichkeit des Räubers ist m. E. heute anders zu beurteilen als sie uns in der Literatur beschrieben wird. Man kann nicht mehr sagen, daß der Räuber der primitivste und unintelligenteste aller Rechtsbrecher sei, der zur erfolgreichen Durchführung seiner Unternehmungen nur über Körperkraft, Roheit und Rü<ksichtslosigkeit zu verfügen brauche. Der modeme Raubtäter, insbesondere der Bankräuber, arbeitet nach einem genau überlegten Plan, entwi<kelt Phantasie in der Durchführung seines Vorhabens und kalkuliert kaltblütig sein evtl. Risiko mit ein. Er spezialisiert sich auf die gewaltsame Wegnahme von Bargeld, weil er sich vom Hehler unabhängig machen will. Im äußeren Erscheinungsbild gleicht er eher einem gut angezogenen Bürger denn einem Gewaltverbrecher. In den letzten Jahren haben insbesondere die Raubüberfälle auf Taxifahrer ein bedrohliches Ausmaß angenommen. Nach einer übersicht über die in den Jahren 1949 bis 1957 (einsehl ) in den einzelnen Bundesländern verübten Raubüberfälle auf Taxifahrer haben sich insgesamt 600 Fälle ereignet; das bedeutet, daß es an jedem 5. bis 6. Tage zu einem Raubüberfall auf einen Taxifahrer kommt. Es ist verständlich, daß sich die öffentlichkeit, und insbesondere der Taxifahrer selbst, stark beunruhigt fühlt und nach schärfsten Gegenmaßnahmen bis zur Wiedereinführung der Todesstrafe verlangt, zumal bei den einzelnen überfällen insgesamt 29 Taxifahrer ihr Leben verloren. Wie das Leben der Taxifahrer nach Auffassung der Kriminalpolizei am besten geschützt werden kann, ob durch Einbau einer Verbundglasscheibe hzw. eines Nylon- oder Stahlnetzes zwischen Sitz des Fahrers und Fahrgastraum bzw. durch Einbau einer akustisch und optisch wirkenden Alarmanlage in die Fahrzeuge oder durch Ausstattung der Taxifahrer mit Pistolen, werden wir in einem Spezialvortrag hören. Bei den Raubüberfällen auf Geldinstitute, öffentliche Kassen, Lohngeldt r ans p 0 r te und K ass e n bot e n zeichnet sich eine fast ähnliche Entwicklung wie bei den überfällen auf Taxifahrer ab. Nach einer zahlenmäßigen übersicht sind in den Ländern der Bundesrepublik in den Jahren 1953 bis Januar 1958 insgesamt 161 Raubüberfälle, d. h. alle 11 bis 12 Tage ein Raubüberfall, auf Geldinstitute, öffentliche Kassen und Kassenboten (einsch!. Bundesbahn) verübt worden. Zur Verhütung von Raubüberfällen auf Geldinstitute usw. werden in der öffentlichkeit und in Fachkreisen Sicherheitsvorkehrungen, wie z. B. Einbau von modemen Alarmanlagen und Polizeinotrufanlagen, Verwendung von Ultrarotstrahlen und allseitige Abschirmung der Kassenschalter durch Panzerglas, erörtert. Leider haben die Erörterungen unter den Beteiligten bisher noch nicht zu einer einhelligen Auffassung geführt. Die Gründe hierfür werden wir in einem Sonderreferat erfahren. Bei der Bekämpfung von Diebstahl, Einbruch und Raub macht sich immer wieder der chronische Personalmangel der Kriminalpolizei unangenehm bemerkbar. Dennoch sollte man - wenigstens in den Großstädten - einmal das Beispiel einiger Kriminalpolizeien erproben und die Fahndungskommissariate als Mittel zur repressiven und präventiven Bekämpfung der schwerendiebstahls-undraubkriminalität möglichst stark machen und mit den besten Kriminalbeamten besetzen. Infolge unserer Arbeitsüberlastung werden wir leider immer mehr zu einer Büro Kriminalpolizei. Es ist klar, daß dadurch die echten Erfolge immer seltener werden müssen. Haben wir aber wieder genügend Ex e k u t i v beamte in des Wortes wahrster Bedeutung, dann werden wir uns mit dem»könig der Diebe«, dem Hehler und den Hehlerorganisationen, die in ihrer Gefährlichkeit noch viel zu wenig erkannt sind, viel intensiver befassen können als dies zur Zeit der Fall ist. über das Diebesgut - die»sore«- werden wir dann manchen Fall»von rü<kwärts«aufrollen und klären können, dessen Aufklärung uns vom Schreibtisch aus nicht möglich gewesen wäre. Die Frage, ob wir bei der Bekämpfung des gefährlichen Berufs- und Gewaltverbrecherturns von den uns nach dem Gesetz zustehenden Möglichkeiten den rechten Gebrauch machen, scheint mir zumindest hinsichtlich des Instituts der Sicherungsverwahrung sehr zweifelhaft zu sein. In den Jahren von 1934 bis 1939 wurde die Sicherungsverwahrung, die keine Erfindung des nationalsozialistischen Regimes ist (vg!. auch Urteil des Bundesverfassungsgerichts Bd. 2/118), in mehr als 7000 Fällen angeordnet. Wir wissen, daß die schwere Kriminalität durch diese Maßnahme weitgehend eingeschränkt wurde. 9

10 Dem stehen nach der Strafverfolgungsstatistik In den Jahren 1950 bis 1955 folgende Zahlen gegenüber: Jahr Sidterungsverwahrte c Berücksichtigt man, daß die Sidterungsverwahrten nach der z. Z. üblichen Praxis nach Ablauf von drei Jahren bedingt aus der Simerungsverwahrung entlassen werden ( 42h StGB), dann werden wir nadt einer groben Schätzung nicht mehr als 400 Berufsverbredter in Sicherungsverwahrung haben. Die Gründe dafür, daß die Sidterungsverwahrung in der ridtterlimen Praxis nur noch selten angeordnet wird, sind bekannt: - Dem Ridtter ist das sicherheitspolizeiliche Denken, das bei der Anordnung der Maßregeln der Sicherung und Besserung im Vordergrund steht, wesensfremd. Es widerstrebt ihm, derart einsdtneidende Freiheitsbeschränkungen, wie sie die Sidterungsverwahrung darstellt, nur auf Gefährlichkei tspro gnosen aufzubauen. - Der Voll zug der Sicherungsverwahrung unterscheidet sidt in der Praxis der Vollzugsanstalten fast kaum vom Strafvollzug, so daß das von Kohlrausch geprägte Wort vom»etikettensdtwindel«seine Beredttigung hat. Die Scheu vor der Verhängung unbeliebter Maßnahmen ist mensdtlich verständlich. Nachdem der Gesetzgeber sidt aber für die»zweispurigkeit«des Strafverfahrens entsdtieden hat und voraussichtlich auch in Zukunft daran festhalten wird, wird sich die r ich te rl ich e Pr a xis notwendigerweise mit dem Maßnahmenrecht mehr als bisher befassen müssen. Es lohnt nicht, an diesen Dingen vorbeizureden, weil bisher immer noch der Rechtsbredter den Nutzen daraus gezogen hat, wenn man sidt über den zu seiner Bekämpfung einzuschlagenden Weg nidtt einig war. Dem Gesetzgeber obliegt aber die Verpflichtung, das Erforderliche zu veranlassen, daß sich der Vollzug von Strafe und Sidterungsverwahrung in der Praxis sinnvoll untersdteiden. *) Dieser kurze überblick über einige Themen, die auf.dieser Tagung behandelt werden sollen, dürfte bereits gezeigt haben, daß auf dem Gebiet der Bekämpfung von Diebstahl, Einbruch und Raub noch manche Probleme ungelöst sind und daß es zu ihrer Lösung der Anstrengung aller bedarf, die dazu berufen sind. *) Vgl. auch Schriftenreihe des Bundeskriminalamtes 1955/3, Probleme der Polizeiaufsicht (SicheTungsauf,icht), S. 101 H. 10

11 Zur Soziologie des Diebstahls Professor Dr. Hans v. Hentig, Universität Bonn I. Es gibt kaum ein Werk der Literatur, kaum einen Film, dessen»held«ein Dieb ist. Dieser Scheu liegt die Legende zugrunde, daß der Diebstahl zu den einfachen Pr<?blemen der Kriminalwissenschaft gehört; er ist so häufig, seine Technik ist kunstlos, wenn man vom Taschendieb absieht, die Beweggründe sind schmucklos und trivial. Im Gegensatz zu anderen Verbrechen schwebt jeder, alt und jung, arm und reich, in Furcht vor Diebstahl. Wir haben daher eine schroffe Abwehrhaltung ausgebildet. Von allen Versuchen, erkennbare Typen des Rechtsbrechers und des rechtlichen Menschen aufzustellen, geschah der erste Schritt beim Dieb: hier» Treu und Redlichkeit bis an das kühle Grab«, dort Galgengesimter, Henkelohren, lange Finger. Die Kunst des Mittelalters bringt bereits bei den Schächern am Kreuz zum Ausdruck, daß Missetäter immer auch mißraten sind. Es hat großer und schmerzlicher Krisen bedurft, um uns Bedenken beizubringen. In österreich erreichten die Diebstahlszahlen des Jahres 1920 beinahe das Achtfache des Vorkriegsstandes. In Deutschland fielen die Ziffern des Diebstahls von 1923 bis 1927 um 400 0/0. Dabei sind dies nur die angezeigten verurteilten Diebe. Wo kam das neue Heer von Dieben her, das in der Not der totalen Inflation aus der grauen Masse der rechtlichen Menschen hervorbrach? Die Folgerung ist unabweisbar: Sie leben mitten unter uns. Sie folgen dem Hoc h und Ti e f der Wir.ts eh a f t s - lage. In guten Zeiten äußerlim ganz brav, drängt diesen Zwischentyp von Gut und Böse harte Not zum raschen, primitiven Nehmen. In Wir t sc h a f t s kr i sen nimmt der Diebstahl nicht nur außerordentlich zu, er wechselt auch Gestalt, Tatort, Begehungsart, Opfer und Qualität der Beute. Normalerweise sind die großen beweglimen Werte Geld, Schmuck, Pelz, Seide und viele andere Dinge in den Städten aufgehäuft, so wie sie einst an Fürstenhöfen, in Schlössern, Kirmen, Klöstern angesammelt waren. Dann wieder kommen Zeiten, in denen das Bargeld seinen Wert verliert, das brausende Leben der Großstadt nicht mehr durch offene Handelskanäle läuft, die der Staat zu regulieren sumt. Das Wünschenswerte kommt auf den schwarzen Markt, versteckt sich in dunklen Winkeln und wandert schließlich auf das Land. Kleinvieh wird gestohlen, die Felddiebstähle wachsen ins Riesenhafte. Freiwachsend oder freiherumlaufend können alle diese Objekte nicht wie die kondensierten Wertsymbole des Geldverkehrs sicher verwahrt werden. Im dichtbesiedelten Westeuropa scheitert der Diebstahl von großen Haustieren an dem schwierigen Transport. Wenn in den Vereinigten Staaten die Fleischpreise steigen oder Rationierung - wie im Kriege - eine künstliche Teuerung erzeugt, dann spielt sich in den viehzüchtenden Gegenden folgende neue Diebstahlstechnik ab: Wenn die Nacht dunkel oder stürmisch ist, rollen mächtige Möbelwagen auf den überlandstraßen an. Sie tragen außen die Namen bekannter Umzugsfirmen. An den entfernten Weideplätzen angelangt, werden die Drahtzäune der Umfriedung durchschnitten. Die Türen der Möbelwagen werden aufgerissen. Polternd kommen Pferde heraus. Cowboys treiben das freiweidende Vieh in Mulden, wo die Tiere mit schallschwachen Büchsen abgetan werden. Jetzt gehen eine Anzahl gelernter Metzger an die Arbeit, häuten die Rinder ab, werfen das Fleisch in den Wagen, laden die Pferde ein. - Am nächsten Morgen liegt das Fleisch 200 Kilometer weit weg in geheimen Kühlhäusern, und wir verstehen, warum die Verbände der Herdenbesitzer eine eigene Polizei unterhalten. Mit der Exaktheit eines hochempfindlichen Meßapparats zeigen Diebstahlszahlen so z i ale und pol i t i s ehe S pan nun gen an. Wie in unruhiger Zeit die Zahl der Disziplinarstrafen in Strafanstalten abfällt, so fängt das Dunkelfeld an, sich weiter auszubreiten. Ein Bonner Doktorand, der Gelegenheit hatte, die Akten der Werkpolizei in großen Fabriken nachzuprüfen, stellte fest, daß in einem Hüttenwerk nur 9,5 Ofo der festgestellten Delikte in den Jahren nach dem Zusammenbruch zur Anzeige gebracht wurden. Die Werke hatten damals zwischen einer nützlichen Arbeitskraft und der 11

12 Strafverfolgung zu wählen, die der mächtig anlaufenden Produktion abträglich gewesen wäre. Ebenso registrieren Diebstahlszahlen die zunehmende Solidarität der Arbeitnehmer und den Anstieg der sozialen Gegensätze, wenn die Ziffern der bestohlenen Arbeitskollegen fallen und Fabrikanten als Opferkategorie mehr und mehr hervortreten. Bekannt sind der hohe Frauenanteil und die starke Beteiligung Jugendlicher. Mit dem Eintritt ins Berufsleben wird im Industriestaat der junge Mensch von den Einwirkungen der Masse, wie von Polypenarmen, erfaßt. Nur ein Teil der jungen Menschen sind Alleintäter. Um zu lernen, muß er seinen Nachahmungstrieb mobilisieren. Er unterliegt dem guten wie dem schlechten Beispiel. Wenn sich im Diebstahl alle Wa n d I u n gen der s 0 z i ale n Um welt widerspiegeln, so muß sich auch die Krise der Familie geltend machen. Der Gel e gen h ei t s die b s t a h I wird sich oft nicht wiederholen, der Pubertätssturm wird sich wieder legen. Um so gefährlicher ist der unheilvolle Vorgang, den ich den Prozeß des»dieb Wer den s«nennen möchte. Er nimmt ganz typischen Verlauf. Hier ist das Diebesgelüst da. Statt unterdrückt zu werden, kommt es zur Entfaltung, bis es das ganze Denken überwuchert. Die Laufbahn eines solchen Diebes läßt sich Schritt für Schritt verfolgen. Sie fängt in der Familie an, bei Freunden, bei Besuchern, Wohlgesinnten, Ahnungslosen. Sie setzt sich bei dem Lehrherrn oder Dienstherrn fort, der häufig keinen Strafantrag stellt. Im gefahrlosen Raum greift eine schlimme Neigung immer stärker um sich. Der Ernst der Lage wird dem jungen Menschen vorenthalten, indes das Stehlen zur Gewohnheit, ja zum halben Zwange wird. Wer dieses Abgleiten verfolgt und zur Unpädagogik des Gehenlassens das gelockerte Legalitätsprinzip ( 153 und 153 astpo), dazu noch die eine oder andere Amnestie hinzunimmt, weiß, was er von der S ta tistik des R ückf a11 die bstahls zu halten hat. Dabei ist es wichtig, ob sich Stehltrieb mit Instinkten paart, die im Wachsen sind, aggresiv machen und zum»schenken«reizen, wie Bordellbesuch, Weiberwirtschaft, Trinken, Dandytum, oder ob er mit Neigungen verbunden ist, die normalerweise zurückgehen und als Infantilismen verkümmern. H. Keine kriminalwissenschaftliche Untersuchung darf sich vom Tatbestand entfernen. Doch dieser Tatbestand - so festgefügt er erscheint - ist irgendwie ein lebendes Gebilde. Er wird von jeder neuen Technik affiziert. Ein jedes Merkmal wird vom Richter, je nach dem Geist der Zeit, verkürzt und auch geweitet. Damit entschlüpft so mancher Sachverhalt dem Diebstahlsthema. Vor kurzem war Betäubung durch Narkotika noch nicht»gewalt«. Sie ist es jetzt; der Diebstahl ist zum Raub geworden. Wie schwierig Diebstahlsfälle in psychologischer und soziologischer Sicht sein können, hat der Gesetzgeber dunkel gespürt, als er den Strafrahmen außerordentlich weit spannte. Der Wert des entwendeten Objekts ist im Gegensatz zum anglo-amerikanischen ReCllt aus den Tatbestandsmerkmalen verschwunden, spukt freilich durch die Strafzumessungsgründe. Er reicht vom Mädchenzopf bis zu denkronjuwelen, die einstmals aus dem Tower gestohlen wurden, von der Tinte, mit der ein bekannter Politiker seinen Füllfederhalter auf dem Postamt»aufzutanken«pflegte, bis zu den anderthalb Millionen Dollar, die 1935 von einem Bankschalter in New York genommen wurden. Der Diebstahl ist zwischen leichten und schweren Fällen eingepackt. Sie nehmen aus der Tatbestandsbreite zahlreiche Täter und Tatsituationen heraus. Was übrig bleibt, ist interessant genug. Als Kernstück bleiben die tragenden Ta tbestandsmerkmale der Wegnahme und der Zueignung erhalten. Zur Wegnahme gehört Gewahrsamsbruch, und hinter dem Gewahrsam steht das Opfer. Rechtliche Willensfähigkeit ist nicht erfordert. Fingiert wird eine Willensform tatsächlicher Art. Sie wird auch» Wehrlosen des Gewahrsams«(wie man sagen könnte) zugeschrieben: Geisteskranken, Kindern, Bewußtlosen, Schlafenden. Hier wird gestohlen, nicht geraubt. Dem Invaliden, dem Betrunkenen, dem Menschen, der betäubt durch einen Autounfall im Straßengraben liegt, wird der verstärkte Schutz versagt, den»willenlose, bewußtlose oder geisteskranke«frauen gegen Mißbrauch genießen ( 176 Abs. 1 Ziffer 2 StGB). Wenn die Dogmatik zwischen Gewahrsam und Nicht-Gewahrsam unterscheidet, so kennt das Leben den gelockerten Gewahrsam. Hier ist die Sachbeherrschung nicht verloren, sondern reduziert. Das ist die Wirkung einer enggedrängten Menschenmenge, von Märkten, Messen, Rummelplätzen, überfüllten Verkehrsmitteln, in großen Städten immer mehr der Fahrstuhl. In allen Fällen wird die Deckung der Entfernung aufgegeben, tritt zu der körperlichen Nähe öfter seelische»entwaffnung«. Sie geht vom leichten Anstoß bis zur letzten Intimität und bietet Stufenleitern aller Nehmens-Chancen dar. 12

13 Hier hat der Hot eid i e b Gelegenheit, sich heranzupirschen; im Zeitalter des Spesendaseins, der Reisewut und der Tagungen findet er ein reiches Betätigungsfeld. Es gibt auf diesem Gebiet wohlentwickelte Methoden. Nach den Feststellungen von Sachverständigen schließen die meisten angeschwipsten Gäste ihre Tür nicht ab 1); den echten Schlüssel zu erlangen, ist sehr oft nicht schwer. Die Diebe, die in großen Hotels»arbeiten«, müssen schauspielerische Gaben besitzen und physiognomisch gut ausgestattet sein. George Manolescu wirkte durch»hochmütiges Aussehen und vornehme Unwirschheit«. Drenakin konnte, wenn er sich in teuren Schweizer Badeorten mit blauer Brille, elegantem Schlafrock und roten Pantoffeln ins Bad begab, für einen russischen Diplomaten von damals gelten, der er auch zu sein behauptete. Seine Zurückhaltung nahm für ihn ein. Er ging aus, wenn die Gäste daheim waren. Wenn jene spazierengingen oder beim Essen waren, dinierte er auf seinem Zimmer. Gleichzeitig durchsuchte er, während Gäste und Kellner beschäftigt waren, die unbewachten Räume. Nach jedem großen Coup, der nicht immer gleich entdeckt wurde, ließ er den Hausarzt kommen, klagte über Erschöpfung, wie sie bei einem Diplomaten verständlich war, ließ sich Luftwechsel verschreiben und verschwand, sich angeblich ungern der ärztlichen Verordnung fügend. Am stärksten ist der Abstand von Mensch zu Mensch verkürzt, wenn es zu Entwendungen kommt, die den unfreundlichen Namen Bei s chi a f s die b s t a hitragen. Der moderne Barbetrieb erlaubt es, den Diebstahl vorzuverlegen. Es braucht nicht zu der Situation zu kommen, bei der die soziale Stellung des Kunden Schutz vor Anzeige gewährt, immerhin aber das Absteigequartier oder die Wohnung als feststellbarer Tatort übrigbleibt. Bars und Tanzparketts bieten ideale räumliche Verhältnisse. Das Opfer kann beobachtet, abgeschätzt, in Gespräche verwickelt und beim Tanz nach Wertobjekten abgetastet werden. Wird der Kontakt bemerkt, so ist er nur erregungssteigernd. Es ist nicht schwer, den Kunden halb beschwipst zu machen, im Tanze durch den Raum zu wirbeln, ihn einzulullen und mit der Brieftasche auf dem Umweg über die Toilette zu verschwinden. Auch unter Dieben wird die Frage diskutiert, ob neben der Gewinnsucht noch andere Instinkte im Spiele sind: die Faszination der Aufregung, der Angst, des ungewissen Abenteuers. Ganz sicher ist der Berufsdiebin der Einsatz solcher Triebe geläufig. Alte Kriminalbeamte in Chicago schwärmen heute noch von der schönen blonden Diebin Mary Vivienne C h ure hili. Ihre Spezialität war die Beraubung reicher Männer aus der Provinz, die in die große Stadt gekommen waren, um»auszuspannen«. Sie ließ sich nur ungern zu einem Tanz herbei. Wenn sie sich einladen ließ, dann legte sie, von den Reizen des Partners beseligt, den Kopf an seine breite Brust und zog dabei die Brillant- oder Perlennadel, mit der er sich für die Geschehnisse der Nacht geschmückt hatte, mit den Zähnen aus dem Schlips heraus, indem die Tändelei der Hand ablenkend zu den schönsten Hoffnungen berechtigte. In der Umschlingung ist Gewahrsamswechsel nur noch Kinderspiel. Von den gefährlichen Ausführungshandlungen des Diebstahls ist nur ein Teil als sc h wer erd i e b s t a h 1 abgesondert. Dabei liegt praktisch das Hauptgewicht auf dem Bruch verschließender Mechanismen. Bedrohliche Modalitäten, wie der TaSchendiebstahl, sind nicht herausgehoben. Ort und Zeit sind weniger berücksichtigt als in früheren Gesetzen. Es ist keine Skala schutzwerter Opfertypen aufgestellt, und endlich werden, abgesehen von der Notentwendung, Motive nicht berührt. überhaupt begnügt sich das S t ud i u m der Die b s t a his m 0 t i v e mit Sammelbegriffen unbestimmter und moralisierender Art wie Arbeitsscheu, Gewinnsucht, Leichtsinn, Putz- und Genußsucht und Alkoholismus. Wer aber genauer hinsieht, erkennt bald, daß Diebstahl neben wirtschaftlicher Not oder Schwierigkeit aus einer Vielfalt von Beweggründen begangen wird. Dabei sind die Mo t i v e der Ps y c h 0 a na 1 y sein vielen Fällen zweifelhaft und schwer beweisbar: Kürzlim wurde eine Frau besmrieben, die zur Zeit der Periode Milm, Wein, Butter und anderes stahl. Sie hatte sim von einem Mann, den sie liebte, getrennt. Der Arzt smreibt:»man kann mit Remt sagen, daß sie (die Diebstähle) für die Patientin als Ersatzhandlungen bei drohendem oder smon vollendetem Liebesverlust aufzufassen sind«2). Im könnte mir eine einfamere Erklärung denken als die symbolisme Besitzergreifung des verlorenen Geliebten in Gestalt von Wein und Butter. Diebstähle werden verübt aus Furcht, aus Rache, aus Mitleid, aus patriotischen Gründen, aus revolutionärem Fanatismus; ja selbst aus Frömmigkeit sind einstmals kostbare Reliquien gestohlen worden. Am 31. Januar 1958 entsprang der bekannte Einbremer John Ramsay aus dem Zumthaus Peterhead in Smottland, wo er zu einer 10jährigen Zumthausstrafe verurteilt war. Im Kriege wurde er nam Verbüßung einer Strafe wegen Einbrumdiebstahls vom britismen Namrimtendienst eingezogen, mit Flugzeug hinter den italienismen und deutsmen Linien abgesetzt, um wimtige militärisme Papiere zu ') Siehe die Erfahrungen von Dev eollans: I was house detcctive, Ncw York ) Kaess in Monatsschrift für Kriminologie, 1958, S

14 stehlen und Geldschränke hoher Kommandobehörden aufzubrechen. Die Armee machte ihn zum Instrukteur von ähnlichen Spezialisten und entließ ihn 1945, ausgerüstet mit den Anerkennungsschreiben seiner Vorgesetzten. Ist es Gewinnsucht, wenn Faust Mephistopheles bittet:»schaff mir ein Halstuch von ihrer Brust, Ein Strumpfband meiner Liebeslust«? Dogmatisch ist ohne Zweifel Anstiftung zum Diebstahl gegeben, da Fetische nicht»gegenstände hauswirtschaftlichen Gebrauchs«sind und ein immerhin denkbarer» Verbrauch«nicht hauswirtschaftlicher Natur wäre. 370 Abs. 1 Ziffer 5 StGB findet also keine Anwendung. Hier sind wir bereits den Komplikationen nahegekommen. Eine eigenartige Abschwächung des Eigentum-Tabus stellt die bedenkenlose Mitnahme von Andenken (»Souvenirs«) dar, die in Amerika zur Leidenschaft geworden ist. Bekümmert berichtet der Oberhofmeister des Weißen Hauses in Washington von den Verwüstungen, die ehrerbietige Besucher in der Residenz des Präsidenten anrichten:»alte Ofenverkleidungen sind im Laufe der Jahre völlig abgeschnipselt worden. Von den kostbaren Vorhängen verschwinden die Quasten, von den Damastmöbeln die Bezüge.«Der alte Beamte, dem eine Erfahrung von 42 Jahren zur Seite steht, erklärt diesen Wegnahme Vandalismus mit der Vorstellung der Bürger, Miteigentum am Hause ihres Präsidenten zu besitzen. Juristisch ist der Gedanke nicht vertretbar. Die Unart steht dem Fetischismus nahe und wird nur durch ihre große Veroreitung leicht gemildert. Manche Lebenslagen erlauben es nahezu, von»notwendiger«eigen tumsverl etz ung zu sprechen. Es sind die nicht seltenen Fälle selbstverschuldeter Not, die zu einer illegalen Existenz zwingen, redlichen Erwerb nahezu ausschließen und»fortzeugend als Fluch der bösen Tat Böses gebären«. Die Zahl der entlaufenen Jugendlichen, der Entsprungenen aus Straf- und Irrenanstalten und derer, die aus Furcht vor Strafverfolgung flüchtig sind, entzieht sich jeder statistischen Feststellung, ist aber recht erheblich. In England war die Regierung im Jahre 1947 bemüht, zu erfahren, wo Deserteure geblieben waren, die sich verborgen hielten und von Diebstahl, Einbruch, Raub und Schiebergeschäften ihr Leben fristeten. Selbst die volle Amnestie des Krönungsjahres 1953 lockte nur 1633 Mann aus dem schützenden Dunkel heraus. Um wirksam zu sein, hätte die militärische Amnestie auch die zahlreichen Delikte berücksichtigen müssen, die während der illegalen Jahre - nolens volens - begangen worden waren 3). Das Kapitel der K I e pt 0 man i e übergehe ich; sie wird von anderer Seite dargestellt werden. Natürlich ist der übergang von drängenden Wegnahmegelüsten - etwa schwangerer Frauen - zum krankhaft fixierten Stehltrieb fließend; die Psychiater sind uns bisher eine genaue Erklärung der Zusammenhänge von geistiger Störung und Eigentumsdelikten schuldig geblieben. Solche Beziehungen sind bei Schwachsinnigen, Manischen und Hysterischen bekannt, mehr noch bei der Epilepsie und der progressiven Paralyse. Die unbekümmerte Sicherheit, die mit der Psychose einhergeht, schützt oftmals vor Entdeckung, selbst Verdacht und den gewohnten Indizien des verräterischen Schuldbewußtseins. W y r s c h 4) hat den Fall eines Paralytikers beschrieben, der vor einem Wirtshaus ein volles Faß sah und es kurzerhand nach Hause rollte, wobei er sich bei seiner Arbeit von einem mitleidsvollen Schutzmann helfen ließ. Ein besonderes Problem sind die Diebstähle der Rauschgiftsüchtigen. Quälende Abstinenzerscheinungen bringen alle Hemmungen zum Einsturz und verlangen herrisch nach Abhilfe. Auf der einen Seite suchen Frauen, sich in diesem Stadium durch bedenkenlose Hingabe Geld zu verschaffen, auf der anderen Seite wird gestohlen. Die Beurteilung ist sehr schwierig. Nicht die Einnahme des Giftes, sondern die Entziehung führt zu stürmischen körperlichen und seelischen Erscheinungen, und um Angst und qualvolle Unruhe loszuwerden, wird der Diebstahl begangen. 330 a StGB - immer nur Volltrunkenheit genannt - versagt als Aushiffsmittel; denn auch die schwersten Abstinenzerscheinungen sind kaum als»rausch«anzusehen, obsclion getrübtes Bewußtsein, Halluzinationen, bei versagendem Kreislauf auch tödlicher Kollaps beobachtet worden sind. Kolle hatte unter seinen Patienten einen unauffälligen Menschen, der seine Pflicht als Gärtner aufs zuverlässigste versah und im Rahmen seiner Tätigkeit volle Freiheit genoß.»kam aber seine Zeit heran (und hier sind wir beim Dipsomanen angelangt), so mußte er für mehrere Tage eingesperrt werden, um größerem Unheil vorzubeugen. Man merkte ihm eine starke innere 3) John Spencer: Crime and the services, S. 54, London 1954 ') J. Wyrsch: Gerkhcliche Psychiatrie, S. 92, Bern

15 Unruhe an. Ein- oder zweimal wurde der Termin übersehen; dann entwendete er, was ihm unter die Finger kam, begab sim in das nämste Wirtshaus und wurde smwer betrunken aufgegriffen«5). Eines Tages gelang es ihm, wieder zu entweimen. Er wurde erfroren auf der Landstraße aufgefunden. Auch auf diese Fälle findet 330a StGB keine Anwendung. Der Patient stahl, damit er sich betrinken konnte. IU. Neben anderen Formen krankhafter Stehlsucht, die man nur noch zögernd Kleptomanie nennt und besonders von seiten der Psychoanalyse zu erklären versucht hat, gibt es leichtere Fälle. Da sucht zum Beispiel ein leidenschaftlicher Sammler seiner Stapelsucht durch Diebstahl zu frönen. Der Ausdruck»frönen«ist hier ganz am Platze, denn er bedeutet: untertan, hörig sein. Gleichzeitig deutet er die seelische Unterströmung an. Wir sprechen auch von Bücher-, Bilder- oder Münzen»liebhabern«. Aus dem Gutachten von Magnus Hirschfeld 6) ist der Münchener Fall des Dr. Hauck bekannt, der aus Archiven Autogramme stahl. Beim Anblick der Unterschrift des Fürsten Gortschakoff wollte er zum ersten Male eine Erektion empfunden haben. Er war von der krankhaften Neigung zu Friedhöfen, Modergeruch, Verwesung und alten Dokumenten besessen. Vielleicht dachte er bei dem russischen Fürsten an die Knute, vielleicht an' die überwältigende Machtfülle der Autokratie. Er war im übrigen homosexuell. - Nicht weniger rätselhaft war Dr. Alois Pichler, Privatdozent der Theologie, ein Mann von unzweifelhafter Begabung. Er entwendete als Bibliothekar in St. Petersburg eine große Anzahl Bücher und schnitt aus alten Bibeln wertvolle Illustrationen heraus. Als er aus der Haft vorgeführt wurde, um einer Inventaraufnahme der entwendeten Bände durch den Untersuchungsrichter beizuwohnen, sah ein Beamter, wie er hastig wiederum zwei Bücher einsteckte. Er hatte in die gestohlenen Bücher falsche Widmungen eingetragen wie»von Döllinger erhalten«oder load bibliothecam Dr. Pichler«. Trotzdem wollte er über 4000 Bände, von denen ein Teil versandbereit in Kisten stand, nur ausgeliehen haben. Bei 1000 Bänden waren die Bibliothekszeichen (Adler, Signaturen, Stempel) entfernt und durch Pichlers Buchzeichen mit der Muse Klio ersetzt. Entdeckt wurden die Diebstähle durch einen Diener, der den Auftrag hatte, den Herrn Bibliothekar beim Weggehen»abzubürsten«, ob er wollte oder nicht, und der ihn dabei nach versteckten Büchern abzutasten hatte. Ein französischer Arzt hat den Zustand beschrieben, der ihn beim Bücherdiebstahl überfiel. Die Stirn wurde feucht, er zitterte von Kopf bis zu Fuß, Wolken schienen den Himmel zu verdunkeln, er konnte den Blick nicht von dem Buch wenden. Nach gelungenem Zugriff erfüllte ihn eine geheime Seligkeit, seine Kräfte schienen verdoppelt, er kannte keine Müdigkeit mehr; er stahl besonders gern juristische Bücher. Wenn er einen Band, der 3 francs 50 centimes wert war, eingesteckt hatte, kam er sich unendlich reich vor 7). Seitdem der Pferdeschwanz Mode geworden ist, haben die Z 0 p f a b s c h n eid e r wieder eine gute Zeit, wurden doch auf dem Land früher bisweilen richtige Pferdeschweife abgeschnitten. Nach Abtrennung werden Körperfragmente Eigentum des Trägers. Aneignungsabsicht kann in der Regel vermutet werden. Die Erfahrung lehrt, daß' der Fe t i s chi s t ganze Lager von Zöpfen in seinem Bau aufstapelt, mit Schleifen und mit Siegesdaten schmückt und nachts zu sich ins Bett holt. Wer bei fehlender Zueignungsabsicht Körperverletzung annimmt, muß wissen, daß die Schere in diesem Falle kein»gefährliches Werkzeug«ist, obschon die objektive Beschaffenheit in dieser Richtung liegt. Von allen Fetischismen ist die Bindung an den Fuß vielleicht die stärkste. Vom Fuß führt die Entwicklung rasch zur Fußbekleidung. Sie interessiert uns, weil wir eine ablösbare Hülle vor uns haben, die Gegenstand des Nehmens werden kann. Vor wenigen Jahren folgte in Düsseldorf ein Mann einzelnen Frauen, erst auf der Straße, dann ins Treppenhaus. Hier riß er plötzlim einen Smuh vom Fuß, indem er smeinbar niederstürzte. Er floh darauf, so smnell er konnte. Dies war nicht Raub, auch nicht schwerer Raub ( 250 Abs. 1, Ziffer 4 StGB), wenn er dem Opfer in das von ihm geöffnete Haus nachgegangen ist -, denn blitzschnelle Wegnahme, die auf keinen Widerstand stößt, ist nicht Gewalt (RGStr 46, 403). Der alte Schuhfetischist Restif de la Bretonne beschreibt einen ähnlichen Vorgang. Ein Mädchen sitzt in Paris abends vor der Tür und wippt dösend mit dem Fuß. Er kommt vorbei, reißt ihr den losen Pantoffel ab und entflieht 8). S) Kolle: Der neue Pitaval, Neue Serie. Bd. X. S , Leipzig 1874 ') M. Hirschfeld: Geschlechtskunde. Bd. H, S , Stuttgart 1928 ') Emile Laurent: F~tichistes et ~rotomanes, S Paris 1905 ') Ebenda, S Restif de la Bretonne schrieb den Roman»Le joli pied. 15

16 Es gibt Fetischisten, die auf weiße Schürzen aus sind. Sogar die Sprache verbindet Schürze und Frau miteinander. Wir»laufen hinter jeder Schürze her«; es gibt - ganz ohne Schonzeit -»Schürzenjäger«. Die Schürze ist mit einem leichten Griff zu lösen. Beim Taschentuchfetischisten berühren wir eine Zone, die beim Verliebten schon beinahe normal ist. Ein solcher Fetischist ersetzte einmal das genommene Frauentaschentuch durch ein eigenes, um den Wertverlust auszugleichen. Wir wissen, daß die Handlung Diebstahl ist und bleibt, wenn sie nicht durch die putative Einwilligung der angebeteten»verletzten«gedeckt wird. W äse h e f e t i s chi s t e n sind recht häufig. Ich erinnere mich an einen Fall, der in Hessen spielte. Ein angesehener Bürger stahl FrauenwäsChe, ging nachts aufs Feld, knotete eine Puppe zusammen und wälzte sich stöhnend mit der leblosen Partnerin auf dem Boden 9). Die Wäsche mußte immer naß sein. Der Grund ist schwer zu sagen. Es gibt auch Männer, die bei starkem Regen durch die Straßen irren, weil nur nasse Frauen auf sie Wirkung ausüben. Hier bietet sich der Psychoanalyse noch ein weites Feld. Ku n s t wer k e können ebenso zum Fetisch werden. Durch die griechische Sage geht jener Pygmalion, der von lebenden Frauen nichts wissen wollte, eine Mädchengestalt modellierte, auf sein Lager legte, küßte und geküßt zu werden meinte. Plinius spricht von einer Venusstatue des Praxiteles; ein von Liebe Entflammter drang nachts bei ihr ein und ließ die Spuren seiner Raserei zurück. In allen diesen Fällen läßt das Kunstwerk sich nicht von der Stelle rüd{en. Der Künstler kann mit seiner Schöpfung machen, was er will. Bei kleinen Objekten aber und bei Außenstehenden muß, damit der Liebesakt vor sich gehen kann, Gewahrsam gebrochen, Nähe herbeigeführt und Zueignung hergestellt werden. So wurde 1894 in Paris eine Elfenbeingruppe»Die schöne Melusine und der Ritter Raymond«gestohlen, in die ein junger Künstler sich leidenschaftlich verliebt hatte. Als im Jahre 1911 aus dem Louvre das Bild der Mona Lisa verschwand, erinnerte sich die Pariser Kriminalpolizei einer Reihe von Geisteskranken, die alle glaubten, mit dem stolzen und verächtlich lächelnden Mädchen ein geheimes Liebesverhältnis zu haben. Die lebende Verlockung wird verführt, mit Gewalt oder Drohung gefügig gemacht. Nimmt ein Objekt den Platz der atmenden Reizquelle ein, so ist es dem zu Willen, der es stiehlt. Man sage nicht, daß es dem Diebstahl an Problemen mangelt. 9) Dieser und andere Fälle sind beschrieben in der Studie d. Verf.: Zur Psychologie der Einzeldelikte: Diebstahl, Einbruch, Raub, S. 47, Tübingen

17 Diebstahl, Einbruch und Raub in der Polizeilichen Kriminalstatistik Oberregierungskrimina1rat Ho 11 e, Bundeskrimina1amt Wiesbaden Die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Landeskriminalämter mit dem Bundeskriminalamt hat bei der Neuordnung der Polizeilichen Kriminalstatistik gerade der Diebstahlskriminalität besondere Aufmerksamkeit gewidmet und ihrer detaillierten Erfassung einen breiten Raum zur Verfügung gestellt. Sie ging dabei nicht nur von der überlegung aus, daß die Diebstahlskriminalität zalilenmäßig den weitaus größten Teil der bekanntgewordenen Kriminalität ausmacht, sondern auch davon, daß innerhalb der Gruppe der schweren un d einfachen Diebstähle kriminologische Sondertatbestände vorkommen, deren zahlenmäßige Auswertung nach den verschiedensten Richtungen im Hinblick auf Umfang, Bekämpfung und Verhütung solcher Straftaten mancherlei Aufschlüsse zu geben vermag. Aus diesem Grunde werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik aus der Gesamtzahl der schweren und einfachen Diebstähle nochmals besonders herausgestellt: 1. Kraftfahrzeug- und -gebrauchs-diebstahl, 2. Fahrrad- und -gebrauchs-diebstahl, 3. Diebstahl von Transportgütern, 4. Diebstahl von Metallen, 5. Sprengstoff-, Munitions- und Waffen diebstahl, 6. Taschendiebstahl, 7. Einbrüche in Banken, Sparkassen und andere Geldinstitute einschi. deren Nebenstellen sowie Geldschrankeinbrüche, 8. Einbrüche in Geschäfts-, Fabrik-, Werkstatt- und Lagerräume, 9. Einbrüche in Wohnungen und 10. Einbrüche in Boden- und Kellerräume. Wenn an den Anfang dieser Arbeitstagung ein Referat gestellt worden ist, welches das gesamte Tagungsthema aus der Simt der Polizeilichen Kriminalstatistik behandeln soll, so müssen sich entsprechende Ausführungen zwangsläufig auf einige wenige Punkte besmränken. Einmal sind Zahlen ohnehin nicht jedermanns Same, zum anderen dürfte es kaum möglich sein, ein sim ausschließlich mit Zahlenangaben befassendes Referat so zu gestalten, daß die Zuhörer einen tieferen Eindruck vom Behandlungsgegenstand behalten. Unter diesen wenig günstigen Voraussetzungen will ich versuchen, einen kurzen Einblick in die Diebstahlskriminalität - so wie sie sich aus der Polizeilichen Kriminalstatistik ablesen läßt - zu geben. Meine Ausführungen erstrecken sich dabei auf folgende Punkte: 1. Anteil der Diebstahlskriminalität an der insgesamt bekanntgewordenen Kriminalität; 2. Entwicklung der Diebstahlskriminalität in den vergangenen Jahren; 3. Verteilung der Diebstahlskriminalität auf die einzelnen Tatortgruppen (Großstadt, Mittelstadt, Kleinstadt, Landgebiet); 4. Aufklärung (Verhältnis zwischen bekanntgewordenen und polizeilich aufgeklärten Straftaten); 5. Täter (von der Polizei als Täter festgestellte Personen). Das dabei zur Schau zu stellende Zahlenmaterial besteht aus absoluten und relativen Zahlen. Die ab sol u t e n Zahlen sind für uns als Kriminalpolizei wichtig, weil sie - besonders im örtlich begrenzten Rahmen - den arbeitsmäßigen Anfall aufzeigen und - bei verständnisvoller Auswertung - Unterlage für personelle, organisatorische, repressive und präventive Maßnahmen sein können. Für Vergleichszwecke bringen wir die absoluten Zahlen in Beziehung zur Bevölkerungszahl. Die so gewonnene re la t i v e Zahl bezeichnen wir als Häufigkeitsziffer. 2 17

18 Unsere H ä u f i g k e i t s z i ff e r ist die Zahl der auf Einwohner entfallenden Straftaten. Da die Zahl aller bekanntgewordenen, also auch der noch nicht aufgeklärten Straftaten die Grundlage für ihre Berechnung bildet, kommt ihr ein beachtlicher Vergleichswert zu. I. Anteil der Diebstahlskriminalität an der bekanntgewordenen Kriminalität Im Jahre 1957 sind ausweislich der Polizeilichen Kriminalstatistik insgesamt Verbrechen und Vergehen gegen die deutschen Strafgesetze bekanntgeworden. Davon waren Einfache Diebstähle Schwere Diebstähle Fälle von Raub und räuberischer Erpressung... " Zusammen... Die noch verbleibenden 57,4 Ofo verteilen sich wie folgt: Betrug, Untreue, Urkundenfälschung.... Unterschlagung... '.... Sittlichkeitsdelikte.... Gefährliche und schwere Körperverletzung.... Sammelgruppe»Alle sonstigen Verbrechen und Vergehen gegen die deutschen Strafgesetze«.... und alle anderen Delikte... " ,3 % 10,0 0/0 0,3 0/0. 42,6 0 /0 13,2 0 /0 3,4 Ofo 3,4 Ofo 1,7 Ofo 32,4 Ofo 3,3 Ofo. Im Jahre 1957 entfielen auf jeweils Einwohner in dem von der Polizeilichen Kriminalstatistik erfaßten Gebiet (Bundesrepublik Deutschland einschl. Westberlins) 3140 Verbrechen und Vergehen gegen die deutschen Strafgesetze, und zwar: 1015 (888) 1) Einfache Diebstähle 315 (291) Schwere Diebstähle 1330 (1179) Schwere und Einfache Diebstähle zusammen; darin sind enthalten (76) Kraftfahrzeug- und -gebrauchs-diebstähle (156) Fahrrad- und -gebrauchs-diebstähle 39 (35) Diebstähle von Transportgütern 25 (18) Diebstähle von Metallen 16 (14) Taschendiebstähle 2 (-) 2) Einbrüche in Banken, Sparkassen u. a. Geldinstitute sowie Geldschrankeinbrüche 96 (-)2) Einbrüche in Geschäfts-, Fabrik-, Werkstatt- und Lagerräume 48 (-)2) Einbrüche in Wohnungen 18 (_)2) Einbrüche in Boden- und Kellerräume 8 (8) 414 (434) 108 (118) 106 (107) 52 (53) 24 (24) 1016 (1086) 82 (79) Fälle von Raub und räuberismer Erpressung Fälle von Betrug, Untreue, Urkundenfälschung Unterschlagungen Sittlichkeitsdelikte Gefährlime und schwere Körperverletzungen Fälle von Begünstigung und Hehlerei»Alle sonstigen Verbremen und Vergehen gegen die deutschen Strafgesetze«andere Delikte, u. a. 3 (3) Vorsätzlime Brandstiftungen 3 (2) Rauschgiftdelikte 2 (2) Fälle von vollendetem oder versumtem Mord und Totschlag. ') Die entspredtenden Zahlen von 1956 sind in Klammern ( ) angegeben ') Diese Erfassung erfolgt erst seit

19 II. Entwicklung der Diebstahlskriminalität in den vergangenen Jahren Straftat Häufigkeitsziffer Zunahme in 0/ / /1956 Raub und räuberische Erpressung 6,9 8,2 8,3 20,3% 1,2 % Schwerer Diebstahl ,1 291,0 315,1 27,0% 8,3 % Einfacher Diebstahl ,6 887,8 1014,9 29,2 Ufo 20,3 Ofo Schwerer und Einfacher Diebstahl zusammen ,7 1178,8 1330,0 28,70f0 12,8 % davon: Kfz.- und -gebrauchs-diebstahl.. 41,8 76,1 136,9 227,5 Ufo 79,9% Fahrrad- und -gebrauchs- Diebstahl ,7 156,4 203,1 39,40f0 29,8 Ufo Diebstahl von Transportgütern.. 29,7 35,1 39,2 32,0% 11,70f0 Diebstahl von Metallen... 11,5 18,0 25,1 118,30f0 39,40f0 Sprengstoff-, Munitions- und Waffendiebstahl... 0,3 0,4 0,8 166,7% 100,00f0 Taschendiebstahl... 14,8 14,1 16,2 9,5% 14,8 Ofo Gesamtzahl der erfaßten Straftaten ,90f0 1,70f Tatorte Straftat Gesamt- Groß- Mittel- Klein- Land- unbek. zahl stadt stadt stadt gebiet Tatort Einfache Diebstähle (55,7 Ofo) (19,3 Ofo) (10,10f0) (14,6 Ofo) (0,3 Ofo) Schwere Diebstähle (56,0 Ofo) (16,5 Ofo) (10,3 Ofo) (16,7 Ofo) (0,50f0) Raub und räuberische Erpressung I (56,5 Ofo) (17,70f0) (10,00f0) (15,8 Ofo) Insgesamt I 254O (55,8 Ofo) (18,60f0) (10,10f0) (15,10f0) (0,4 0 /0) Aus Schwerem und Einfachem Diebstahl zusammen: Kfz.- und -gebrauchs-diebstahl ,3 Ofo 19,75 Ofo 7,15 Ofo 6,8 Ofo - Fahrrad- und -gebrauchs-diebstahl ,290f0 22,310f0 8,610f0 8,78 Ofo 0,010f0 Diebstahl von Transportgütern ,5 Ofo 13,010f0 8,69% 7,99% 11,810f0 Diebstahl von Metallen ,92 Ofo 13,63 Ofo 10,670f0 20,69% 0,09% Sprengstoff-, Munitions- und Waffen- Diebstahl ,35 Ofo 12,900f0 19,23 % 54,520f0 - Taschendiebstahl '0' ,290f0 12,63 Ofo 7,7 % 9,370f0 0,01 Ufo Einbrüche in Banken u. a. Geldinstitute, Geldschrankeinbrüche ,6 Ofo 15,760f0 20,55 % 37,84% 0,25 Ofo Einbrüche in Geschäfts-, Fabrik-, Werkstatt- und Lagerräume ,05 % 18,0 0/0 11,140f0 15,810f0 Einbrüche in Wohnungen ,33% 15,030f0 11,69% 25,95 Ofo Einbrüche in Boden- und Kellerräume ,91 Ufo 14,72 % 8,28 Ufo 17,090f0 - Gesamtzahl der erfaßten Straftaten ,5 0/0 17,1 Ofo 11,4 % 25,8 % 0,2 % 19

20 Be,ölkeru ng~gliederu ng, Gronsta dt 33,3'1, Mittelsladt.1~2 " Kle i nsta dt-15.9". l.ndgebiet. 35.S". EINFACHER DIEBSTAHL l 1~,8' "1. Il TU"/. RAUB U.RÄUBERISCHE ERPRESSUNG K fz.geb r.u eh s D i e bstah I F.hrr.d.u,gebr.uchs Diebslahl Diebsloht,on Metallen Sprengstoff. l4unitions'bnd Wattendiebst.hl T.schendiebslahl Einbrüche in B.nken. usw., Geldschrankeinbr. Tatorte Einbr. in Geschäfts,F.brik. Werkst.tt u.l.gerräume Einbrüche in Wohnungen Einbrüche in Boden und KeUerräume IV. Aufklärung Straftat Gemeldete Fälle 1957 Aufgeklärte Fälle /0 Raub und räuberische Erpressung... Schwerer Diebstahl.... Einfacher Diebstahl , ,3 % 38,2 % Schwerer und Einfacher Diebstahl zusammen... davon: Kfz.- und -gebrauchs-diebstahl... Fahrrad- und -gebrauchs-diebstahl.. Diebstahl von Transportgütern... Diebstahl von Metallen... Sprengstoff-, Munitions- und Waffendiebstahl... Taschendiebstahl... Einbrüche in Banken u. a. Geldinstitute sowie Geldschrankeinbrüche Einbrüche in Geschäfts-, Fabrik-, Werkstatt- und Lagerräume..,... Einbrüche in Wohnungen... Einbrüche in Boden- und Kellerräume , Ufo 31 % 15,6 Ufo 22,8 % 56,6 % 59,3 /0 30,5 Ufo 36,7% 36,6% 40,7 % 27,3 Ufo Gesamtzahl der erfaßten Straftaten ,

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Polizeiliche Kriminalstatistik

Polizeiliche Kriminalstatistik Polizeiliche Kriminalstatistik 2009 Polizeiliche Kriminalstatistik 2009 Polizeidirektion Werra-Meißner Pressemitteilung zur polizeilichen Kriminalstatistik 2009 hohe Aufklärungsquote: 62,4 % der Straftaten

Mehr

AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil 2 30. April 2009 Sommersemester 2009. 2. Benzin-Fall

AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil 2 30. April 2009 Sommersemester 2009. 2. Benzin-Fall Prof. Dr. Klaus Marxen Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie http://marxen.rewi.hu-berlin.de/ AG zur Vorlesung Strafrecht Besonderer Teil 2 30. April 2009 Sommersemester 2009

Mehr

SchiedsamtsZeitung 34. Jahrgang 1963, Heft 09 Online-Archiv Seite 132a-136 Organ des BDS

SchiedsamtsZeitung 34. Jahrgang 1963, Heft 09 Online-Archiv Seite 132a-136 Organ des BDS DIE KÖRPERVERLETZUNG IM ENTWURF 1962 ZU EINEM NEUEN DEUTSCHEN STRAFGESETZBUCH Von Reichsgerichtsrat R. Dr. jur. Fritz H a r t u n g, Marburg In der SchsZtg. 1961 S. 169 ff. und S. 182 ff. hatte ich den

Mehr

Wie findest du folgende Handlungen?

Wie findest du folgende Handlungen? Kinderuniversität 12. Deutscher Präventionstag Wieso gibt es das Böse? Und müssen wir das Böse bestrafen? Prof. Dr. Hans-Jürgen Kerner Institut für Kriminologie der Universität Tübingen Wiesbaden, 19.06.2007

Mehr

Vorläufige Polizeiliche Kriminalstatistik Jänner bis Oktober 2008/2009 Vorarlberg

Vorläufige Polizeiliche Kriminalstatistik Jänner bis Oktober 2008/2009 Vorarlberg Vorläufige Polizeiliche Kriminalstatistik Jänner bis Oktober / Vorarlberg PRESSEAUSSENDUNG Vorläufige polizeiliche Kriminalstatistik Jänner bis Oktober für das Bundesland Vorarlberg Anstieg (+9,5 %) der

Mehr

Strafgesetzbuch (StGB) der USR

Strafgesetzbuch (StGB) der USR Strafgesetzbuch (StGB) der USR 1 Verpflichtung gegenüber dem Staat und dem Gesetz (1) Alle Bürgerinnen und Bürger der USR sowie deren Besucher sind zur Einhaltung der Gesetze des Staates USR verpflichtet.

Mehr

Strafverfolgung und Strafvollzug in Schleswig-Holstein 2012

Strafverfolgung und Strafvollzug in Schleswig-Holstein 2012 Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein STATISTISCHER BERICHT Kennziffer: B VI 1 - j/12 SH Strafverfolgung und Strafvollzug in Schleswig-Holstein 2012 Herausgegeben am: 7. November 2013 Impressum

Mehr

PRESSEMITTEILUNG 03. April 2014

PRESSEMITTEILUNG 03. April 2014 POLIZEIPRÄSIDIUM TUTTLINGEN PRESSESTELLE PRESSEMITTEILUNG 03. April 2014 Polizeiliche Kriminalstatistik 2013 für den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Tuttlingen in den Landkreisen Freudenstadt,

Mehr

Strafverfolgung und Strafvollzug in Schleswig-Holstein 2013

Strafverfolgung und Strafvollzug in Schleswig-Holstein 2013 Statistisches At für Haburg und Schleswig-Holstein STATISTISCHER BERICHT Kennziffer: B VI 1 - j 13 SH Strafverfolgung und Strafvollzug in Schleswig-Holstein 2013 Herausgegeben a: 1. April 2015 Ipressu

Mehr

Strafverfolgung und Strafvollzug in Hamburg 2012

Strafverfolgung und Strafvollzug in Hamburg 2012 Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein STATISTISCHER BERICHT Kennziffer: B VI 1 - j/12 HH Strafverfolgung und Strafvollzug in Hamburg 2012 Herausgegeben am: 7. November 2013 Impressum Statistische

Mehr

Ein Fragebogen zum Selbsttest bei psychischen Problemen

Ein Fragebogen zum Selbsttest bei psychischen Problemen Ein Fragebogen zum Selbsttest bei psychischen Problemen Der folgende Fragebogen enthält Aussagen über Beschwerden und Probleme, die bei vielen Menschen im Laufe des Lebens auftreten. Dabei beschränken

Mehr

Universität Hamburg Fakultät für Rechtswissenschaft

Universität Hamburg Fakultät für Rechtswissenschaft Hamburger Examenskurs Universität Hamburg Fakultät für Rechtswissenschaft Juris_18_Degener-Sonnen_end.indd 1 13.10.2008 14:41:37 Juris_18_Degener-Sonnen_end.indd 2 13.10.2008 14:41:37 Hamburger Examenskurs

Mehr

Das Wunderbare am Tod ist, dass Sie ganz alleine sterben dürfen. Endlich dürfen Sie etwas ganz alleine tun!

Das Wunderbare am Tod ist, dass Sie ganz alleine sterben dürfen. Endlich dürfen Sie etwas ganz alleine tun! unseren Vorstellungen Angst. Ich liebe, was ist: Ich liebe Krankheit und Gesundheit, Kommen und Gehen, Leben und Tod. Für mich sind Leben und Tod gleich. Die Wirklichkeit ist gut. Deshalb muss auch der

Mehr

Kriminalstatistik Straftat Tatverdächtige

Kriminalstatistik Straftat Tatverdächtige Kriminalstatistik Straftat In der Polizeilichen Kriminalstatistik werden die von der Polizei bearbeiteten Verbrechen und Vergehen einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche gemäß Straftatenkatalog

Mehr

Was wäre, wenn Sie Ihr Vertrauen dem Falschen schenken? Vertrauensschadenversicherung für Unternehmen

Was wäre, wenn Sie Ihr Vertrauen dem Falschen schenken? Vertrauensschadenversicherung für Unternehmen Was wäre, wenn Sie Ihr Vertrauen dem Falschen schenken? Vertrauensschadenversicherung für Unternehmen Das am häufigsten verwendete Tatwerkzeug: Ihr Vertrauen Trügerische Sicherheit Jeder weiß: Wirtschaftskriminalität

Mehr

Datum: 02.06.2001. Vietnam. Quelle: Dr. Gerhard Will

Datum: 02.06.2001. Vietnam. Quelle: Dr. Gerhard Will Datum: 02.06.2001 Vietnam Quelle: Dr. Gerhard Will Adressat: VG Stuttgart wahrscheinlich, dass vietnamesische Behörden Kenntnis von Verurteilungen in Deutschland erhalten Anwendung des vietn. Strafrechts

Mehr

Der Prüfungsangst-Check

Der Prüfungsangst-Check Der Prüfungsangst-Check Mit dem Prüfungsangst-Check können Sie herausfinden, welcher Zeitraum im Zusammenhang mit der Prüfung entscheidend für das Ausmaß Ihrer Prüfungsangst ist: die mehrwöchige Vorbereitungsphase

Mehr

Inhalt. Standardfälle Strafrecht Band 2

Inhalt. Standardfälle Strafrecht Band 2 Inhalt Standardfälle Strafrecht Band 2 Fall 1: Mord und Totschlag 7 Versuch Rücktritt vom Versuch Mordmerkmale Gefährliche Körperverletzung Unterlassene Hilfeleistung Fall 2: Mensch ärgere Dich nicht!

Mehr

Die strafrechtliche Bedeutung des Alkoholkonsums I. Die Bedeutung des Alkoholkonsums

Die strafrechtliche Bedeutung des Alkoholkonsums I. Die Bedeutung des Alkoholkonsums Prof. Dr. Dieter Dölling, Heidelberg Die strafrechtliche Bedeutung des Alkoholkonsums I. Die Bedeutung des Alkoholkonsums II. Das geltende deutsche Strafrecht III. Rechtspolitische Überlegungen Tabelle

Mehr

40 Probleme aus dem Strafrecht Besonderer Teil

40 Probleme aus dem Strafrecht Besonderer Teil 40 Probleme aus dem Strafrecht Besonderer Teil Bearbeitet von Dr. Dr. h. c. Thomas Hillenkamp Professor an der Universität Heidelberg Neunte, neubearbeitete Auflage LUCHTERHAND Inhalt Abkürzungsverzeichnis

Mehr

Phänomen Wohnungseinbruch was wir wissen und (noch) nicht wissen

Phänomen Wohnungseinbruch was wir wissen und (noch) nicht wissen K R I M I N O L O G I S C H E S F O R S C H U N G S I N S T I T U T N I E D E R S A C H S E N E.V. Phänomen Wohnungseinbruch was wir wissen und (noch) nicht wissen Jun.-Prof. Dr. Tillmann Bartsch Arne

Mehr

Brüderchen und Schwesterchen

Brüderchen und Schwesterchen Brüderchen und Schwesterchen (Deutsches Märchen nach den Brüdern Grimm) Einem Mädchen und einem Jungen war die Mutter gestorben. Die Stiefmutter war nicht gut zu den beiden Kindern. Darum sagte der Junge

Mehr

Im Gesundheitswesen Berichtszeitraum: 2013 Erstellt am: 23.01.2014

Im Gesundheitswesen Berichtszeitraum: 2013 Erstellt am: 23.01.2014 Seite 1 von 11 Opfer - verdächtigen - Beziehung -räumlich sozial Berichtszeitraum: 2013 ------ en insgesamt voll. 4.267 1.760 2.507 629 664 494 919 88 259 549 665 ------ en insgesamt vers. 356 151 205

Mehr

I. 242 I StGB (Blue-Ray) D könnte sich wegen Diebstahls gem. 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er die Blue-Ray stahl.

I. 242 I StGB (Blue-Ray) D könnte sich wegen Diebstahls gem. 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er die Blue-Ray stahl. Fall 3 A. Strafbarkeit des D I. 242 I StGB (Blue-Ray) D könnte sich wegen Diebstahls gem. 242 I StGB strafbar gemacht haben, indem er die Blue-Ray stahl. a) Objektiver Tatbestand Die Blue-Ray-Disc steht

Mehr

Script zur Vorlesung Strafrecht - Strafverfahrensrecht Katharina Batz Fachanwältin für Strafrecht SS 11

Script zur Vorlesung Strafrecht - Strafverfahrensrecht Katharina Batz Fachanwältin für Strafrecht SS 11 Das StGB ist in zwei Teile aufgeteilt, dem allgemeinen Teil und dem besonderen Teil Im allgemeinen Teil sind die Vorschriften geregelt, die für alle Straftaten und Straftäter gelten. Dieser Teil findet

Mehr

Aktuell sind in den Anstalten Thorberg 165 Männer im Freiheitsentzug. Davon 41 mit einer stationären Massnahme, nach Art 59 und 63, d.h. ¼.

Aktuell sind in den Anstalten Thorberg 165 Männer im Freiheitsentzug. Davon 41 mit einer stationären Massnahme, nach Art 59 und 63, d.h. ¼. Leena Hässig Ramming Aktuell sind in den Anstalten Thorberg 165 Männer im Freiheitsentzug. Davon 41 mit einer stationären Massnahme, nach Art 59 und 63, d.h. ¼. Einer davon ist Ben. Er ist heute 20 jährig,

Mehr

Rechtspfleger in der Zwangsversteigerungsabteilung

Rechtspfleger in der Zwangsversteigerungsabteilung Sicher habt Ihr schon mal von einem Gericht gehört. Der Ort, wo die Richter entscheiden, ob zum Beispiel ein Dieb ins Gefängnis muss. Gerichte haben aber sehr viel mehr Aufgaben. Die Mitarbeiter sind zum

Mehr

Jura Online - Fall: Gefährliche Pokerrunde - Lösung

Jura Online - Fall: Gefährliche Pokerrunde - Lösung Jura Online - Fall: Gefährliche Pokerrunde - Lösung A. Strafbarkeit des A gem. 242 I StGB durch Einstecken der EC-Karte A könnte sich gem. 242 I StGB wegen Diebstahls strafbar gemacht haben, indem er die

Mehr

B. Erpressung ( 253 StGB)

B. Erpressung ( 253 StGB) B. Erpressung ( 253 StGB) (1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt und dadurch dem Vermögen des

Mehr

Qualitätssicherung bei der Versorgung des diabetischen Fußes. Dr. Friederike Bischof Dr. Carsten Meyerhoff 2004

Qualitätssicherung bei der Versorgung des diabetischen Fußes. Dr. Friederike Bischof Dr. Carsten Meyerhoff 2004 Qualitätssicherung bei der Versorgung des diabetischen Fußes Dr. Friederike Bischof Dr. Carsten Meyerhoff 2004 Der Fall Die 65-jährige Patientin hatte aufgrund einer Verletzung bei der Nagelpflege mit

Mehr

Liebe Konfi 3-Kinder, liebe Mitfeiernde hier im Gottesdienst, Ansprache beim Konfi 3-Familiengottesdienst mit Abendmahl am 23.2.2014 in Steinenbronn

Liebe Konfi 3-Kinder, liebe Mitfeiernde hier im Gottesdienst, Ansprache beim Konfi 3-Familiengottesdienst mit Abendmahl am 23.2.2014 in Steinenbronn Ansprache beim Konfi 3-Familiengottesdienst mit Abendmahl am 23.2.2014 in Steinenbronn Liebe Konfi 3-Kinder, liebe Mitfeiernde hier im Gottesdienst, Ich möchte Ihnen und euch eine Geschichte erzählen von

Mehr

2. Hat die in 1 bezeichnete Sache einen bedeutenden Wert, wird der Täter mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

2. Hat die in 1 bezeichnete Sache einen bedeutenden Wert, wird der Täter mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Art. 291-293 Art. 291 1. Wer eine durch eine verbotene Tat erlangte Sache erwirbt, abzusetzen hilft, an sich nimmt oder zu verstecken hilft, wird mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf

Mehr

Sexuelle Gewalterfahrung in Kindheit und Jugend. Wichtige juristische Aspekte und Hintergrundinformationen für Psychotherapeutinnen und Beraterinnen

Sexuelle Gewalterfahrung in Kindheit und Jugend. Wichtige juristische Aspekte und Hintergrundinformationen für Psychotherapeutinnen und Beraterinnen Sexuelle Gewalterfahrung in Kindheit und Jugend Wichtige juristische Aspekte und Hintergrundinformationen für Psychotherapeutinnen und Beraterinnen Gliederung Straftatbestände Strafrechtliche Verjährung

Mehr

Oberstaatsanwaltschaft

Oberstaatsanwaltschaft Oberstaatsanwaltschaft Weisung Nr. 4.4 Strafbefehl (Art. 9, 324 f., 352 ff. StPO) 1. Grundsatz Sind die Voraussetzungen für den Erlass eines Strafbefehls gegeben, hat zwingend ein Strafbefehl zu ergehen.

Mehr

Keine Ausweitung von Massen-Gentests - Recht der Bürger auf Datenschutz garantieren Antrag der Fraktion FDP gehalten im 114. Plenum am 10.

Keine Ausweitung von Massen-Gentests - Recht der Bürger auf Datenschutz garantieren Antrag der Fraktion FDP gehalten im 114. Plenum am 10. Keine Ausweitung von Massen-Gentests - Recht der Bürger auf Datenschutz garantieren Antrag der Fraktion FDP gehalten im 114. Plenum am 10. Juli 2007 Sehr geehrter Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen

Mehr

Lösungen zur Obersatzbildung und Subsumtion

Lösungen zur Obersatzbildung und Subsumtion Propädeutische Übung im Strafrecht AT I begleitend zum Grundkurs I bei Prof. Dr. Kudlich WS 2007/08 Einheit 1: Gutachtenstil Lösungen zur Obersatzbildung und Subsumtion Lösungen Obersatzbildung Fall 1

Mehr

Vorlesung Lehren des Strafrecht AT und Delikte gegen die Person

Vorlesung Lehren des Strafrecht AT und Delikte gegen die Person Vorlesung Lehren des Strafrecht AT und Delikte gegen die Person Prof. Dr. Felix Herzog Sommersemester 2015 Todeserfolgsqualifizierte Delikte / Versuch des EQD Tötungsdelikte und Delikte mit Todesqualifikation

Mehr

Blaukreuz-Zentrum Hagen Blaues Kreuz Diakoniewerk mildtätige GmbH. MENSCH SUCHT SPIEL Hilfe für Glücksspielsüchtige

Blaukreuz-Zentrum Hagen Blaues Kreuz Diakoniewerk mildtätige GmbH. MENSCH SUCHT SPIEL Hilfe für Glücksspielsüchtige Blaukreuz-Zentrum Hagen Blaues Kreuz Diakoniewerk mildtätige GmbH MENSCH SUCHT SPIEL Hilfe für Glücksspielsüchtige Alles aufs Spiel gesetzt? Das Spiel hatte mich voll gepackt. Jetzt habe ich den Weg daraus

Mehr

Meinungsstreite Strafrecht BT/2. Examensrelevante Probleme Meinungen Argumente, 211 266 b StGB. o. Professor an der Universität Rostock

Meinungsstreite Strafrecht BT/2. Examensrelevante Probleme Meinungen Argumente, 211 266 b StGB. o. Professor an der Universität Rostock Meinungsstreite Strafrecht BT/2 Examensrelevante Probleme Meinungen Argumente, 211 266 b StGB von Dr. Christian Fahl o. Professor an der Universität Rostock und Dr. Klaus Winkler Rechtsanwalt in München

Mehr

Strafgesetzbuch. Boschton

Strafgesetzbuch. Boschton Strafgesetzbuch Boschton 1 (Verpflichtungen gegenüber dem Staat) (1) Alle Bürgerinnen und Bürger des Staates Boschton sowie dessen Besucher sind den Gesetzen dieses Staates verpflichtet. (2) Die Gesetze

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS BUNDESGERICHTSHOF 1 S t R 3 8 9 / 1 4 BESCHLUSS vom 4. September 2014 in der Strafsache gegen wegen schweren räuberischen Diebstahls u.a. - 2 - Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 4. September

Mehr

S Ü D W E S T R U N D F U N K F S - I N L A N D R E P O R T MAINZ S E N D U N G: 13.12.2011. Unschuldig in der Psychiatrie?

S Ü D W E S T R U N D F U N K F S - I N L A N D R E P O R T MAINZ S E N D U N G: 13.12.2011. Unschuldig in der Psychiatrie? Diese Kopie wird nur zur rein persönlichen Information überlassen. Jede Form der Vervielfältigung oder Verwertung bedarf der ausdrücklichen vorherigen Genehmigung des Urhebers by the author S Ü D W E S

Mehr

Antwort. Drucksache 16/8781. LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN 16. Wahlperiode 27.05.2015. Datum des Originals: 26.05.2015/Ausgegeben: 01.06.

Antwort. Drucksache 16/8781. LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN 16. Wahlperiode 27.05.2015. Datum des Originals: 26.05.2015/Ausgegeben: 01.06. LANDTAG NORDRHEIN-WESTFALEN 16. Wahlperiode Drucksache 16/8781 27.05.2015 Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage 3352 vom 21. April 2015 des Abgeordneten Gregor Golland CDU Drucksache 16/8502

Mehr

226 StGB - schwere Körperverletzung

226 StGB - schwere Körperverletzung Prof. Dr. U. Schwedhelm 1 StGB_sk078-1 226 StGB - schwere Körperverletzung Qualifizierung wegen einer eingetretenen schweren Folge der Handlung der objektive Tatbestand setzt sich aus drei Teilen zusammen:

Mehr

Redemittel für einen Vortrag (1)

Redemittel für einen Vortrag (1) Redemittel für einen Vortrag (1) Vorstellung eines Referenten Als ersten Referenten darf ich Herrn A begrüßen. der über das/zum Thema X sprechen wird. Unsere nächste Rednerin ist Frau A. Sie wird uns über

Mehr

Euiehung und Beratung

Euiehung und Beratung Landesbetrieb Euiehung und Beratung I ili ---n Hamburg Überarbeitung: 01.11.2008 Erstveröffentlichung: 01.11. 2008 Nachfragen an: Klaus-Dieter Müller, Geschäftsführung Landesbetrieb Er2iehung und Beratung

Mehr

Gott, ich will von dir erzählen in der Gemeinde singen und beten. Du kümmerst dich um Arme und Kranke, Gesunde, Alte und Kinder.

Gott, ich will von dir erzählen in der Gemeinde singen und beten. Du kümmerst dich um Arme und Kranke, Gesunde, Alte und Kinder. Nach Psalm 22 Gott, wo bist du? Gott, ich fühle mich leer, ich fühle mich allein. Ich rufe laut nach dir wo bist du? Ich wünsche mir Hilfe von dir. Die Nacht ist dunkel. Ich bin unruhig. Du bist für mich

Mehr

Platz für Neues schaffen!

Platz für Neues schaffen! Spezial-Report 04 Platz für Neues schaffen! Einleitung Willkommen zum Spezial-Report Platz für Neues schaffen!... Neues... jeden Tag kommt Neues auf uns zu... Veränderung ist Teil des Lebens. Um so wichtiger

Mehr

Vergleichen Sie die beiden Rechtsordnungen, indem Sie die Gemeinsamkeiten herausfinden.

Vergleichen Sie die beiden Rechtsordnungen, indem Sie die Gemeinsamkeiten herausfinden. Vergleichen Sie die beiden Rechtsordnungen, indem Sie die Gemeinsamkeiten herausfinden. Unterschiede bzw. Deutsches Recht: 12 StGB Verbrechen und Vergehen (1) Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im

Mehr

Emil und die Detektive Fragen zum Text (von Robert Morrey geschrieben) Deutsch 4

Emil und die Detektive Fragen zum Text (von Robert Morrey geschrieben) Deutsch 4 Emil und die Detektive Fragen zum Text (von Robert Morrey geschrieben) Deutsch 4 Kapitel 1 S. 7 1. Was macht Frau Tischbein in ihrem Haus? 2. Wer ist bei ihr? 3. Wohin soll Emil fahren? 4. Wie heisst die

Mehr

Script zur Vorlesung Strafrecht - Strafverfahrensrecht Katharina Batz Fachanwältin für Strafrecht SS 11

Script zur Vorlesung Strafrecht - Strafverfahrensrecht Katharina Batz Fachanwältin für Strafrecht SS 11 Versuch, Rücktritt vom Versuch, tätige Reue Strafbarkeit des Versuchs: stets bei Verbrechen, bei Vergehen nur, wenn das Gesetz es ausdrücklich bestimmt, 23 Was ist Versuch? 22 sagt, den Versuch einer Straftat

Mehr

TALENSIA. Diebstahl Sonderrisiken. Spezifische Bestimmungen

TALENSIA. Diebstahl Sonderrisiken. Spezifische Bestimmungen TALENSIA Diebstahl Sonderrisiken Spezifische Bestimmungen Die Einleitung und Vorstellung des Versicherungsplans Unternehmen Die gemeinsamen Bestimmungen Das Lexikon Der Beistand sind gleichfalls anwendbar

Mehr

Klausur im Strafrecht für Fortgeschrittene

Klausur im Strafrecht für Fortgeschrittene Seite 1 von 5 Prof. Dr. Hellmann Universität Potsdam Klausur im Strafrecht für Fortgeschrittene Lösungsskizze Erster Handlungsabschnitt: Verhalten des T nach dem Bezahlen A. Niederschlagen des W I. 249,

Mehr

Studienkommentar StGB

Studienkommentar StGB Studienkommentar StGB - Strafgesetzbuch - von Prof. Dr. Wolfgang Joecks 9. Auflage Studienkommentar StGB Joecks schnell und portofrei erhältlich bei beck-shop.de DIE FACHBUCHHANDLUNG Thematische Gliederung:

Mehr

Übersetzt von Udo Lorenzen 1

Übersetzt von Udo Lorenzen 1 Kapitel 1: Des Dao Gestalt Das Dao, das gesprochen werden kann, ist nicht das beständige Dao, der Name, den man nennen könnte, ist kein beständiger Name. Ohne Namen (nennt man es) Ursprung von Himmel und

Mehr

S Ü D W E S T R U N D F U N K F S - I N L A N D R E P O R T MAINZ S E N D U N G: 29.10.2013

S Ü D W E S T R U N D F U N K F S - I N L A N D R E P O R T MAINZ S E N D U N G: 29.10.2013 Diese Kopie wird nur zur rein persönlichen Information überlassen. Jede Form der Vervielfältigung oder Verwertung bedarf der ausdrücklichen vorherigen Genehmigung des Urhebers by the author S Ü D W E S

Mehr

Untreue, 266 StGB. cc) Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten

Untreue, 266 StGB. cc) Befugnis, über fremdes Vermögen zu verfügen oder einen anderen zu verpflichten Arbeitsgemeinschaft im Strafrecht (BT) SoS 2008 Juristische Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht J. Allmendinger, Dr. C. Corell, D. Kohlmann, T. Müller,

Mehr

Einleitung Seite 4. Kapitel I: Mädchen und Jungen, Männer und Frauen Seiten 5-13 VORSCHAU. Kapitel II: Freundschaft, Liebe, Partnerschaft Seiten 14-22

Einleitung Seite 4. Kapitel I: Mädchen und Jungen, Männer und Frauen Seiten 5-13 VORSCHAU. Kapitel II: Freundschaft, Liebe, Partnerschaft Seiten 14-22 Inhalt Einleitung Seite 4 Kapitel I: Mädchen und Jungen, Männer und Frauen Seiten 5-13 - Was willst du wissen? - Typisch Mädchen Typisch Jungen - Männer und Frauen - Frauenberufe Männerberufe - Geschlechtsrollen

Mehr

I. Überblick über Kinderunfälle im Straßenverkehr 2011. Unfallzahlen 2011 sowie die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr:

I. Überblick über Kinderunfälle im Straßenverkehr 2011. Unfallzahlen 2011 sowie die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr: 1 unfälle im Straßenverkehr im Jahr 2011 Der folgende Überblick informiert über die Eckdaten des Statistischen Bundesamt zum Thema unfälle im Straßenverkehr 2011. Als gelten alle Mädchen und Jungen unter

Mehr

Äußerst wissenswert: Man braucht hierzulande weder einen Führerschein, noch eine Fahrerlaubnis 19. Dezember 2014

Äußerst wissenswert: Man braucht hierzulande weder einen Führerschein, noch eine Fahrerlaubnis 19. Dezember 2014 Äußerst wissenswert: Man braucht hierzulande weder einen Führerschein, noch eine Fahrerlaubnis 19. Dezember 2014 Was wir mit diesem Artikel mitzuteilen haben, wird die meisten Leserinnen und Leser wohl

Mehr

Einstufungstest Deutsch (A1, A2, B1)

Einstufungstest Deutsch (A1, A2, B1) Einstufungstest Deutsch (A1, A2, B1) Name: Datum: Was passt? Markieren Sie! (z.b.: 1 = d) heisst) 1 Wie du? a) bin b) bist c) heissen d) heisst Mein Name Sabine. a) bin b) hat c) heisst d) ist Und kommst

Mehr

Strafrecht. 1. Allgemeines

Strafrecht. 1. Allgemeines Strafrecht 1. Allgemeines Jede menschliche Gemeinschaft ahndet bestimmte Taten mit Strafe. Die Auffassung davon, welche Taten bestraft werden müssen, änderte sich im Laufe der Geschichte. (z.b. Abtreibung,

Mehr

Inhalt. Dank 9 Einleitung 11

Inhalt. Dank 9 Einleitung 11 5 Inhalt Dank 9 Einleitung 11 Teil I Binge-Eating-Probleme: Die Fakten 13 1. Binge Eating 15 2. Essprobleme und Essstörungen 33 3. Wer bekommt Essattacken? 47 4. Psychologische und soziale Aspekte 55 5.

Mehr

Polizeipräsidium Freiburg Polizeiliche Kriminalstatistik 2013

Polizeipräsidium Freiburg Polizeiliche Kriminalstatistik 2013 Pressemitteilung vom 03.04.2014 Polizeipräsidium Freiburg Polizeiliche Kriminalstatistik 2013 Rückgang registrierter Straftaten bei nur gering veränderter Aufklärungsquote, Häufigkeitszahl liegt über Landesdurchschnitt.

Mehr

Investieren Sie in Sicherheit. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt!

Investieren Sie in Sicherheit. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt! Investieren Sie in Sicherheit. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt! Home, sweet home mit Sicherheit. In Ihrem neuen Haus suchen Sie neben Behaglichkeit und Erholung vom Alltagsstress auch Sicherheit. Deshalb

Mehr

1. Einführung: Zum allgemeinen Verhältnis von Medizin und Selbsttötung

1. Einführung: Zum allgemeinen Verhältnis von Medizin und Selbsttötung Michael Nagenborg Medizin in der Antike Struktur 1. Einführung: Zum allgemeinen Verhältnis von Medizin und Selbsttötung 2. Die antike Medizin 2.1 Allgemein 2.2 Psychiatrische Erkrankungen 3. Schluss und

Mehr

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2

Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2 Lösungsvorschläge und Materialien für die Fälle 1 und 2 Ein Vorschlag zur Bildung von Tatkomplexen: 1. Tatkomplex: Bis zum Unfall Zu Fall 1 Beleidigung/ üble Nachrede = 185 ff. StGB? Verkehrsdelikte =

Mehr

Gelegenheit macht Diebe

Gelegenheit macht Diebe Gelegenheit macht Diebe Häuser und Wohnungen locken Einbrecher an, wenn sie unbewohnt aussehen. Die Polizei rät zur Vorsicht. Vielen Einbrechern wird das Eindringen in Häuser leicht gemacht, vor allem

Mehr

18: Weitere Delikte gegen die persönliche Freiheit

18: Weitere Delikte gegen die persönliche Freiheit I. Bedrohung ( 241 StGB) 18: Weitere Delikte gegen die persönliche Freiheit 241 StGB dient nach h.m. (Rengier BT II 27 Rn. 1; Wessels/Hettinger Rn. 434a) dem Schutz des individuellen Rechtsfriedens. Die

Mehr

Aufklärung über die Krebsdiagnose: Zwischen Empathie und Strafrecht. Rechtsanwalt Professor Dr. Christoph Knauer

Aufklärung über die Krebsdiagnose: Zwischen Empathie und Strafrecht. Rechtsanwalt Professor Dr. Christoph Knauer Aufklärung über die Krebsdiagnose: Zwischen Empathie und Strafrecht Rechtsanwalt Professor Dr. Christoph Knauer 2. Traunsteiner Krebskongress 17.04./ 18.04.2015 Arzt und (Straf-)Rechtsanwalt und Gemeinsamkeiten

Mehr

Achten Sie auf Spaß: es handelt sich dabei um wissenschaftliche Daten

Achten Sie auf Spaß: es handelt sich dabei um wissenschaftliche Daten Tipp 1 Achten Sie auf Spaß: es handelt sich dabei um wissenschaftliche Daten Spaß zu haben ist nicht dumm oder frivol, sondern gibt wichtige Hinweise, die Sie zu Ihren Begabungen führen. Stellen Sie fest,

Mehr

Lösungsvorschlag Fall 8

Lösungsvorschlag Fall 8 UE Strafrecht und Strafverfahrensrecht SS 2008 Hinterhofer 1 Lösungsvorschlag Fall 8 1. Schulden und die Folgen I. I. Strafbarkeit des P wegen Unterlassens der Anweisung der Rechtsabteilung Qualifizierte

Mehr

Messer machen Mörder 2. Modul. Arbeiten mit Fallbeispielen

Messer machen Mörder 2. Modul. Arbeiten mit Fallbeispielen Messer machen Mörder 2. Modul Arbeiten mit Fallbeispielen Fallbeispiel 1 Tatortfotos Was könnte passiert sein? Was für Konflikte sind denkbar? Wie verhält man sich? Wie kann man Eskalation vermeiden?

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS

BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS BUNDESGERICHTSHOF 2 StR 48/ 15 BESCHLUSS vom 16. April 2015 in der Strafsache gegen wegen besonders schweren Raubs u.a. - 2 - Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbundesanwalts

Mehr

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte

Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte Konversatorium Strafrecht III Nichtvermögensdelikte 1. Stunde: Wiederholung AT (I.) Viviana Thompson Lehrstuhl Prof. Dr. Schuster Wiederholung Strafrecht AT (I.) Versuch und Rücktritt Prüfungsaufbau eines

Mehr

Gesundheit und Krankheit im Alter. Wenn das Gehör nachlässt

Gesundheit und Krankheit im Alter. Wenn das Gehör nachlässt Gesundheit und Krankheit im Alter Wenn das Gehör nachlässt 122 Gesundheit und Krankheit im Alter Wenn das Gehör nachlässt I n h a l t Wenn das Gehör nachlässt In diesem Kapitel: Woran merken Sie, dass

Mehr

Prof. Dr. Walter Perron Wintersemester 2014/15. Übung im Strafrecht für Vorgerückte. Besprechungsfall 6

Prof. Dr. Walter Perron Wintersemester 2014/15. Übung im Strafrecht für Vorgerückte. Besprechungsfall 6 Prof. Dr. Walter Perron Wintersemester 2014/15 Prof. Dr. Roland Hefendehl Übung im Strafrecht für Vorgerückte Besprechungsfall 6 Zur Sicherung eines Darlehens, das im April 2014 zur Rückzahlung fällig

Mehr

Verbrechensprävention astewerbe

Verbrechensprävention astewerbe Verbrechensprävention m astewerbe Eine Broschüre mit hilfreichen Tipps und Hinweisen von GastroSuisse in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Koordinationsstelle für Verbrechensprävention (SKVP) Verband

Mehr

Grünes Wahlprogramm in leichter Sprache

Grünes Wahlprogramm in leichter Sprache Grünes Wahlprogramm in leichter Sprache Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Baden-Württemberg ist heute besser als früher. Baden-Württemberg ist modern. Und lebendig. Tragen wir Grünen die Verantwortung?

Mehr

Presseinformation Monatsvorschau November 2014

Presseinformation Monatsvorschau November 2014 Presse Landgericht Hannover 31.10.2014 Presseinformation Monatsvorschau November 2014 Diese Presseinformation enthält die Termine der im November 2014 beginnenden Hauptverhandlungen der großen Strafkammern

Mehr

Dr. med. Andrej Pauls

Dr. med. Andrej Pauls Alzheimer-Krankheit eine Einführung Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz: Beinahe zwei Drittel aller Demenzkranken sind von dieser Diagnose betroffen. Die Patientinnen und Patienten

Mehr

Fall 1: Fußball und Wodka 14

Fall 1: Fußball und Wodka 14 8 1. Abschnitt Diebstahl, Unterschlagung und angrenzende Tatbestände 242 248b StGB Fall 1: Fußball und Wodka 14 Grundfall des Diebstahls nach 242 Abs. 1 StGB; Wegnahme / Gewahrsamsbegriff; Begriff der

Mehr

Individuelle Gesundheitsleistungen. IGeL wissen sollten

Individuelle Gesundheitsleistungen. IGeL wissen sollten Individuelle Gesundheitsleistungen was Sie über IGeL wissen sollten 1 Liebe Patientin, lieber Patient, vielleicht sind Ihnen in einer Arztpraxis schon einmal Individuelle Gesundheitsleistungen angeboten

Mehr

Leibniz. (G.W.F. Hegel)

Leibniz. (G.W.F. Hegel) Leibniz 3. Der einzige Gedanke den die Philosophie mitbringt, ist aber der einfache Gedanke der Vernunft, dass die Vernunft die Welt beherrsche, dass es also auch in der Weltgeschichte vernünftig zugegangen

Mehr

Fall 7 Kartenspiele. 1. Tatkomplex: Die ec-karte. A. Strafbarkeit des A gemäß 242 Abs. 1 StGB bzgl. der ec-karte I. Tatbestand

Fall 7 Kartenspiele. 1. Tatkomplex: Die ec-karte. A. Strafbarkeit des A gemäß 242 Abs. 1 StGB bzgl. der ec-karte I. Tatbestand Fall 7 Kartenspiele 1. Tatkomplex: Die ec-karte A. Strafbarkeit des A gemäß 242 Abs. 1 StGB bzgl. der ec-karte 1. Objektiver Tatbestand fremde bewegliche Sache (+), die ec-karte des O Wegnahme (+), durch

Mehr

die Karten, die Lebensmittel und die Wasserflasche. Das war schon zuviel: Er würde das Zelt, das Teegeschirr, den Kochtopf und den Sattel

die Karten, die Lebensmittel und die Wasserflasche. Das war schon zuviel: Er würde das Zelt, das Teegeschirr, den Kochtopf und den Sattel die Karten, die Lebensmittel und die Wasserflasche. Das war schon zuviel: Er würde das Zelt, das Teegeschirr, den Kochtopf und den Sattel zurücklassen müssen. Er schob die drei Koffer zusammen, band die

Mehr

Die Sehnsucht des kleinen Sterns wurde grösser und grösser und so sagte er zu seiner Mutter: Mama, ich mache mich auf den Weg, um die Farben zu

Die Sehnsucht des kleinen Sterns wurde grösser und grösser und so sagte er zu seiner Mutter: Mama, ich mache mich auf den Weg, um die Farben zu Es war einmal ein kleiner Stern. Er war gesund und munter, hatte viele gute Freunde und eine liebe Familie, aber glücklich war er nicht. Ihm fehlte etwas. Nämlich die Farben. Bei ihm zu Hause gab es nur

Mehr

Informationsbroschüre für Opfer und ihre Angehörigen

Informationsbroschüre für Opfer und ihre Angehörigen Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepartement EJPD Bundesamt für Justiz BJ Direktionsbereich Öffentliches Recht Fachbereich Rechtsetzungsprojekte und -methodik Bern, im Dezember 2008 (Stand 1. Januar

Mehr

E D K. Zulassung ohne Fahrzeugpapiere

E D K. Zulassung ohne Fahrzeugpapiere E D K E C KERT KLETTE & KOLLEGEN RECHTSANWÄLTE & FACHANWÄLTE IHRE OLDTIMERANWÄLTE Zulassung ohne Fahrzeugpapiere Ich habe 2005 von einem Bekannten in der Nähe von Nürnberg einen alten Alfa Romeo Giulia

Mehr

BGH-Urteil vom 06.11.79

BGH-Urteil vom 06.11.79 Ausgelobte Fangprämien, die dazu bestimmt sind, Personen für deren Hinweis auf einen Warendieb eine Geldprämie zu bezahlen, sind grundsätzlich rechtmäßig. Die Prämie kann daher vom Dieb unter den im nachstehenden

Mehr

Sicherheitsgefühl österreichischer

Sicherheitsgefühl österreichischer Sicherheitsgefühl österreichischer Unternehmen Projektleiter: Studien-Nr.: ppa. Dr. David Pfarrhofer F.9.P.T Diese Studie wurde im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich durchgeführt. Dokumentation der

Mehr

Rechtliche Möglichkeiten Ein Vergleich zwischen Mediation und Strafverfahren

Rechtliche Möglichkeiten Ein Vergleich zwischen Mediation und Strafverfahren Rechtliche Möglichkeiten Ein Vergleich zwischen Mediation und Strafverfahren Doris Bussmann Püntener Tafelstattstrasse 4, 6415 Arth Ablauf 1 Vorstellen 2 Ablauf im Strafverfahren 2.1 Unterschied Offizialdelikt

Mehr

Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte

Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte Strafrecht BT Einführung Vermögensdelikte 3. Fall Lösung: Überraschung am Wochenende Strafbarkeit von A und B I. Strafbarkeit A und B (nach 249 Abs. 1, 25 StGB, durch Schlagen, Fesseln und bedrohen des

Mehr

Walliser Milchverband (WMV), Siders //

Walliser Milchverband (WMV), Siders // Walliser Milchverband (WMV), Siders // Arbeitgeber Olivier Jollien, Verantwortlicher HR und Finanzen Herr Z. hat schon während seiner Berufsmatura ein Praktikum beim Walliser Milchverband (WMV, Dachorganisation

Mehr

LÖSUNGSVORSCHLÄGE EINSTIEGSFÄLLE

LÖSUNGSVORSCHLÄGE EINSTIEGSFÄLLE UE Straf- und Strafverfahrensrecht WS 2008/09 Hinterhofer 1 LÖSUNGSVORSCHLÄGE EINSTIEGSFÄLLE 1. A will X loswerden. Zu diesem Zweck schüttet er Gift in dessen Vitaminsaft. a) Die vom Vorhaben des A nichts

Mehr

Impressionen aus zehn Jahren Sozialarbeit und Seelsorge der Heilsarmee für Frauen aus dem Sexgewerbe

Impressionen aus zehn Jahren Sozialarbeit und Seelsorge der Heilsarmee für Frauen aus dem Sexgewerbe Cornelia Zürrer Ritter Rotlicht-Begegnungen Impressionen aus zehn Jahren Sozialarbeit und Seelsorge der Heilsarmee für Frauen aus dem Sexgewerbe Bestellungen unter http://www.rahab.ch/publikationen.php

Mehr

Rechtliche Aspekte und Grundlagen zu Cyber-Mobbing, Happy Slapping, Sexting und jugendgefährdenden Inhalten

Rechtliche Aspekte und Grundlagen zu Cyber-Mobbing, Happy Slapping, Sexting und jugendgefährdenden Inhalten Rechtliche Aspekte und Grundlagen zu Cyber-Mobbing, Happy Slapping, Sexting und jugendgefährdenden Inhalten Strafrechtliche Regelungen Verschiedene Paragrafen des Strafgesetzbuchs regeln die unterschiedlichen

Mehr