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1 NEWSLETTER MAI 13 EDITORIAL Liebe Leserin, lieber Leser, die Urlaubssaison steht vor der Tür und viele von Ihnen wird es für eine gewisse Zeit ins Ausland ziehen, wo Sie sich hoffentlich gut erholen werden. Wissenschaftler haben nun übrigens offiziell bestätigt, dass Urlaub gut für die Gesundheit ist. Die Auszeit senkt nicht nur den Blutdruck, sondern auch das Stresslevel. Welche weiteren positiven Auswirkungen eine Urlaubsreise haben kann, erfahren Sie auf der Seite 15. Zudem hat die ARAG auf der Seite 16 einen kleinen, hilfreichen Urlaubsknigge für Sie zusammengestellt. Auch unsere Newsletter-Rubrik Rechtliches steht ganz im Zeichen von Ferien. Auf den Seiten 6 und 7 lesen Sie unter anderem, welche Schadensersatzansprüche Sie haben, wenn Sie aufgrund eines verspäteten Zubringerfliegers Ihren Anschlussflug verpassen, warum der Ferienhauspreis auch die Kosten für die Endreinigung ausweisen muss, weshalb ein Badeverbot am Urlaubsort kein Reisemangel ist und worauf Sie bei Reisesouvenirs aus der Türkei achten sollten, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Und falls Sie wissen möchten, in welche Länder Sie aktuell besser nicht einreisen sollten, hilft Ihnen sicherlich die aktuelle Landkarte des Terrors, die der Makler Aon erstellt hat. Eine Zusammenfassung dazu finden Sie auf der Seite 9. Spannend finde ich des Weiteren den Beitrag unseres Gastautors Jonas Polfuß, der auf der Seite 10 über das China-Bild der Deutschen schreibt. Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und denken Sie immer daran: Der BDAE begleitet Sie mit Sicherheit ins Ausland! Herzlichst, Ihre Silvia Opitz 1 INHALT BDAE INTERN Neu dabei...2 BDAE läuft für den guten Zweck...2 BDAE in Zeit Online...2 DAS INTERVIEW Ich würde es immer wieder so machen...3 RECHTLICHES Schadensersatz bei verpasstem Anschlussflug...6 Änderung bei Visum für Saudi-Arabien...6 Ferienhauspreis muss Endreinigung einschließen...6 Gesetz für Auslandsschulen geplant...7 Badeverbot im Urlaub kein Reisemangel...7 Vorsicht bei Souveniers aus der Türkei...7 Portal für Entschädigung bei Flugausfällen...8 Kritik an neuer Entsenderichtlinie...8 EXPATRIATES Wo die Terrorgefahr am größten ist...9 Britische Unternehmen zieht es ins Ausland...9 Das China-Bild der Deutschen...10 AIRLINE NEWS Neues von den Airlines...11 Drängeln unerwünscht...12 VERMISCHTES Deutsche lieben internationales Essen...13 Rentner im Ausland: neue Adresse mitteilen...13 Ratgeber für Praktika bei der EU oder UNO...13 Tipps zur Planung des Umzugs ins Ausland FORTSETZUNG AUF SEITE 2...

2 NEU DABEI Seit dem 2. Januar ist Nina Schittek Teil des BDAE-Teams. Die 32-Jährige unterstützt die A b t e i l u n g e n Kundenbetreuung und Abrechnungsservice. Nina Schittek ist ausgebildete Kauffrau für Bürokommunikation und hat lange für ein Unternehmen gearbeitet, das unter anderem Automaten für Snacks und Getränke vertreibt. An ihrer Tätigkeit beim BDAE schätzt Nina Schittek es besonders, Kunden, die ins Ausland gehen wollen, bei ihrer Absicherung zu unterstützen und möchte dies durch eine schnelle Zustellung der Versicherungsunterlagen gewährleisten. BDAE INTERN Seit 2002 lebt die gebürtige Berlinerin mit ihrem Mann in Hamburg. Seit viereinhalb Jahren haben die beiden eine Tochter. In der Freizeit steht bei Nina Schittek die Familie an erster Stelle. Wenn Sie mal etwas Zeit für sich hat und es in Hamburg nicht gerade wieder dauerregnet, genießt sie ihre Auszeit gerne auf dem Fahrrad. Sie erreichen Nina Schittek bei Fragen zum Thema Auslandsversicherungen beim BDAE per unter GESUNDHEIT INTERNATIONAL Urlaub ist offiziell gut für die Gesundheit...15 Die häufigsten Ablehnungen bei der Kostenerstattung...15 Auslandskrankenversicherung: Viele Expats unterversorgt...15 AUS ALLER WELT Kleiner Urlaubsknigge...16 Tokio und Warschau haben die besten Hotels.17 Chinesen finden deutsche Firmen arrogant...17 IMPRESSUM BDAE LÄUFT FÜR DEN GUTEN ZWECK Am 8. Juni findet wieder der traditionelle HSH Nordbank Run in der Hamburger Hafencity statt. Der BDAE ist mit 15 Teilnehmern das dritte Mal in Folge wieder beim Lauf für den guten Zweck dabei. Wer die Sprinter mit Hund, Kind und Kegel anfeuern möchte, sollte pünktlich zum Startschuss um 11:35 Uhr vor Ort sein. Die abgesteckte Laufstrecke durch die Hafencity beträgt rund vier Kilometer. Es geht nicht um Rekorde und es erfolgt keine Zeitmessung. Alle 30 bis 60 Sekunden wird ein Team mit eigens anmoderiertem Startschuss auf die Strecke geschickt. Die Läufer eines Teams starten gemeinsam, müssen aber nicht zusammen ins Ziel laufen. Für jeden gemeldeten Läufer geht eine Spende von sechs Euro, je Team zehn Euro an den Verein»Kinder helfen Kindern«des Hamburger Abendblattes. Mehr Infos unter BDAE IN ZEIT ONLINE Die renommierte Nachrichtenseite ZEIT ONLINE hat kürzlich einen Beitrag zum Thema»So sichern Expatriates ihren Auslandseinsatz ab«verfasst. Der BDAE hat die Redaktion mit Hintergrundinfos zu diesem Sujet versorgt und stand als Zitategeber zur Verfügung. Der Artikel bietet somit auch einen guten zusammenfassenden Überblick über die Aufgabenbereiche und Schwerpunkte des BDAE. Interessierte finden den Online- Artikel über folgenden Link: /beruf/ /faq-versicherung-arbeitsrechtexpatriates. Stefan Schurr - Fotolia.com 2

3 DAS INTERVIEW»ICH WÜRDE ES IMMER WIEDER SO MACHEN«Lidija Gmür-Lacic ist wohl das, was wir mittlerweile eine Weltbürgerin nennen. Sie ist ein Kind kroatischer Einwanderer, lebte in diversen Ländern der Erde, hat eine Weltreise gemacht und ist schließlich in die Schweiz ausgewandert. Über ihre Zeit in den USA und die Auswanderung in die Schweiz, erzählt Sie im Interview. BDAE: Sie waren von 2005 bis 2007 in Chicago. Was war der Anlass? Gmür-Lacic: Anlass war ein G r o ß p r o j e k t meines damaligen Arbeitgebers, einem großen deutschen Technologiekonzern, bei dem es um die Implementierung des SAP-Systems ging. Hierfür wurde insbesondere nach einem technisch versierten Prozess-Experten gesucht, der die Anforderung des Implementierungsteams, die deutschen Anforderungen sowie die amerikanischen Gegebenheiten verstand und miteinander verbinden konnte. Das war damals genau die richtige berufliche Herausforderung für mich. BDAE: Wie haben Sie sich auf den Aufenthalt in Chicago vorbereitet? Gmür-Lacic: Gar nicht! Alles ging so schnell, dass ich überhaupt keine Zeit hatte, mich auf den Aufenthalt in Chicago vorzubereiten. Eigentlich wollte ich beruflich nach Singapur gehen. Eine mündliche Zusage für eine Arbeitsstelle hatte ich bereits seit Monaten. Daher hatte ich mich auch schon intensiv mit den Gegebenheiten, den Menschen und der Kultur Singapurs und dem dortigen Job auseinandergesetzt. Es fehlten nur noch der Arbeitsvertrag und das Visum. Dann bekam ich plötzlich diesen Anruf aus den USA. Parallel zu Singapur hatte ich mich für eine Stelle in New York beworben und man hatte meine Unterlagen nach Chicago weitergereicht. Während des Telefonats wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte nach Chicago zu kommen. Das waren sechs Wochen vor Beginn des Jobs. Als der Vertrag aus Singapur dann eintraf, hatte ich bereits vier Interviews mit dem Verantwortlichen in Chicago geführt und auch für diese Position eine Zusage erhalten. Das waren dann nur noch drei Wochen bevor ich den neuen Job antreten sollte. Nun lag es an mir. Ich musste mich für eine der beiden Stellen entscheiden. Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt Asien spannender fand, habe ich mich letztendlich auf Empfehlung meines damaligen Vorgesetzten und meiner Kollegen in München für die Stelle in Chicago entschieden. Danach ging alles wirklich sehr schnell. BDAE: Wie hat Sie Ihr Arbeitgeber dabei unterstützt? Gmür-Lacic: Mein Arbeitgeber hat innerhalb von drei Wochen, tatsächlich alles organisiert. Bereits eine Woche nach dem letzten Interview hielt ich Jobbeschreibung und Arbeitsvertrag in den Händen. Auch sämtliche Formalitäten für das Visum waren erledigt. Und als ich nach Frankfurt fuhr, um mein Visum abzuholen, konnte ich sofort mit einem 5-Jahres-Visum nach Hause fahren. Die ersten zwei Wochen in meinem neuen Job verbrachte ich in der Schweiz bei einem Einführungsseminar, aber direkt danach ging es nach Chicago. Dort hatte mir mein Arbeitgeber für die ersten sechs Wochen ein Mietauto und ein Hotelzimmer sowie ein Mobiltelefon zur Verfügung gestellt. Bei sämtlichen Behördengängen und Erledigungen um beispielsweise meinen Führerschein umzuschreiben, eine Social Security Number zu beantragen oder ein Bankkonto zu eröffnen wurde ich von der Teamassistentin begleitet und unterstützt. Nach den ersten sechs Wochen, die eine Art Probezeit waren, flog ich zurück nach Deutschland. Mein Arbeitgeber hatte bereits eine Umzugsfirma organisiert, die mir umgehend Umzugskartons vorbeibrachte und alle relevanten Details mit mir durchsprach. Zurück in den USA wartete auf meinem neuen Konto ein großzügiger Betrag von meinem Arbeitgeber überwiesen, der dafür gedacht war, mich neu einzurichten. BDAE: Wie war Ihr erster Eindruck von Chicago? Gmür-Lacic: Überwältigend. Ich wurde am Flughafen von der Teamassistentin abgeholt. Und sie fuhr nicht erst in das Hotel oder in die Firma, sondern direkt zum schönsten Aussichtspunkt der Stadt, dem John Hancock Observatory. Wir fuhren mit dem Expresslift in das höchstgelegenen Café der Welt und ich durfte bei einem Kaffee und bei traumhaften Wetter diese unglaubliche Aussicht über die ganze Stadt, den Michigan See und über insgesamt vier Bundesstaaten genießen. BDAE: Welche interkulturellen Unterschiede sind Ihnen zwischen Deutschen und Amerikanern aufgefallen? julvektoria - Fotolia.com 3

4 Gmür-Lacic: Die Freundlichkeit und Höfflichkeit der Amerikaner empfand ich als sehr angenehm. Ich fühlte mich wirklich von allen mit offenen Armen empfangen. Auch außerhalb der Arbeit war es sehr einfach, Bekanntschaften mit Einheimischen zu schließen. Viele meiner Kollegen und Bekanntschaften luden mich zu sich nach Hause ein. Auch an Feiertagen, die immer in einem großen familiären Rahmen zelebriert wurden, war ich jederzeit herzlich willkommen. Aber auch das Arbeiten mit amerikanischen Kollegen empfand ich als angenehm, respektvoll und entspannt. Was in Amerika auch sehr ernst genommen wird ist das Thema»Sexuelle Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz«. Gleich in meiner ersten Woche wurde ich daher einer Art Gehirnwäsche unterzogen. In einem Meeting mit Videopräsentation wurden mir die Unternehmenskultur, Regeln, Pflichten, Go s, No-go s und alles zu sexueller Belästigung und Mobbing eingebläut. Ich als Frau habe diese ganzen Regeln als sehr angenehm empfunden, weil ich mich dadurch beschützt fühlte. BDAE: Gab es interkulturelle Herausforderungen bei der Arbeit in Ihrem Team? Gmür-Lacic: Die Sprache beziehungsweise die Ausdrucksart war eines der größten Herausforderungen. Ich wurde ziemlich schnell zurechtgewiesen, meine Prozesse und Dokumente so simpel wie möglich zu schreiben getreu dem Motto»keep it short and simple«. Es wurde immer wieder kritisiert, dass die Vorgaben vom SAP-Team in Deutschland viel zu kompliziert geschrieben seien. Von meiner Arbeit in Deutschland war ich es gewöhnt, alles so detailliert wie möglich zu dokumentieren. Das liegt wohl an den deutschen Tugenden Fleiß und Genauigkeit. DAS INTERVIEW Weiterhin war es herausfordernd, dass einige Meetings wegen Mangel an Zeit auch morgens um 7 Uhr stattfanden und dass bei längeren Meetings oder Workshops nur ein schnelles Mittagessen in einem fensterlosen Sitzungszimmer eingenommen wurde. Eine richtige Pause entfiel dann. Auch dass kenne ich so aus Deutschland nicht. In Deutschland ist es alleine aus arbeitsrechtlichen Aspekten schon nicht möglich eine Mittagspause zu streichen. Ebenso waren die Arbeitszeiten recht gewöhnungsbedürftig. Sie können sich das wie in diesen amerikanischen Serien vorstellen. Die Amerikaner arbeiten Tag und Nacht. Dabei zählt nicht unbedingt, wie schnell man mit seinen Aufgaben fertig wird, sondern dass man so lange wie möglich, im Büro bleibt. Es ist eine Art Wettbewerb, bei dem derjenige gewinnt, der den längsten Arbeitstag hat. Es war unglaublich. Zum Ausgleich ist es dann aber auch üblich, längere Mittagspausen zu machen, in denen man Sport treibt oder Einkäufe erledigt. Das verschieben wir Deutschen eher auf die Zeiten nach oder vor der Arbeit beziehungsweise auf das Wochenende. BDAE: Welche Tipps können Sie Expatriates, die in die USA entsandt werden, mit auf dem Weg geben? Gmür-Lacic: Ich kann nur jedem Entsandten egal wohin es geht empfehlen, sich nicht allzu sehr auf die anderen Entsandten zu konzentrieren, sondern zu versuchen, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen und sich schnell zu integrieren. Nur so lässt sich die Sprache perfektionieren, das Land und die Denkweise des Landes begreifen und von der Auslandserfahrung maximal profitieren. Leider ist mir aufgefallen, dass viele Expats sich in erster Linie mit anderen Expats angefreundet haben und nur ein geringer privater Kontakt zu Einheimischen bestand. Außerdem kann ich jedem, den es nach Chicago verschlägt, empfehlen Downtown in einem High Rise Building mit Doorman und Pool zu ziehen. So lassen sich der Pulsschlag und das wahre Leben dieser Großstadt am besten spüren. Auch wenn dieses meistens mit längeren Arbeitswegen verknüpft ist und man häufiger in diesen wahnsinnigen Staus stecken bleibt. Aber auch dadurch haben sich im Nachhinein spannende Erfahrungen ergeben, denn ich bin gezwungen durch die Staus öfter vom Highway abgebogen und konnte so die Umgebung via Landstraße entdecken. Aber auch das Nutzen des öffentlichen Verkehrs kann ich sehr empfehlen. Ich bin oft mit dem Zug zur Arbeit gefahren und habe dort wirklich viele spannende Menschen kennen gelernt. Für den besonderen Nervenkitzel empfehle ich jedem sonntags früh nach South Chicago zu fahren, um einen der tollen Gottesdienste mit den wahnsinnig guten Gospel Choren zu lauschen. Es ist einfach toll! maksymowicz - Fotolia.com 4

5 BDAE: In Chicago haben Sie Ihren heutigen Ehemann, einen Schweizer, kennen gelernt und auch geheiratet. Direkt nach Ihrem Einsatz in Chicago sind Sie daher der Liebe wegen mit ihm nach Zürich gezogen, wo sie seitdem leben. Wie hat Ihr Umfeld in Deutschland auf diesen Schritt reagiert? Gmür-Lacic: Mein Umfeld war zuerst etwas schockiert. Ich hatte ja bereits ein Jahr, nachdem wir uns kennen gelernt hatten, geheiratet in Chicago und ohne Familie. Einfach so aus Liebe und nur für uns. Hinzu kam, dass ich schon lange bei diesem Unternehmen tätig war und wirklich gute Aussichten hatte, mich innerhalb des Konzerns karrieretechnisch weiterzuentwickeln. Ich hatte sogar schon ein konkretes Angebot für eine Position in New York und auch mein direkter Vorgesetzter in Chicago versuchte mich und meinen Ehemann zum Bleiben zu bewegen. Ich hatte einen guten Ruf im Unternehmen und auch die richtigen Kontakte, doch ich habe mich gegen den bequemen Weg und eine sichere Karriere und für die Liebe und das Unbekannte entschieden. Wir sind aber auch nicht direkt in die Schweiz gezogen, sondern haben erst noch eine fünfmonatige Weltreise gemacht. Mein Mann war ja ein Entsandter aus der Schweiz und konnte ein Sabbatical nehmen. Nicht jeder aus meinem Umfeld hat verstanden, dass ich das Unternehmen verlassen habe, dass ich nie wieder nach Deutschland kommen würde, dass ich geheiratet habe und auch nicht, dass ich mein gesamtes WoGi - Fotolia.com DAS INTERVIEW Erspartes für eine Weltreise ausgegeben habe. Aber ich würde es immer wieder so machen. Es war eine wunderbare Erfahrung und hat meinen Horizont noch mehr erweitert. Jeder hat nur ein Leben und man sollte jede Chance nutzen. BDAE: Mit welchen Schwierigkeiten wurden Sie als Einwanderin in die Schweiz konfrontiert? Gmür-Lacic: Die Schweiz ist sehr speziell. Ich bin in Deutschland als Kind kroatischer Einwanderer aufgewachsen. In Deutschland standen mir immer alle Türen offen und ich war völlig integriert. Auch in Kroatien, Spanien und in den USA, wo ich jeweils zwischendurch kurzeitig gelebt hatte, war ich immer integriert. In der Schweiz habe ich mich dann das erste Mal wirklich als Ausländerin gefühlt. Ich empfand den Start als schwer. Ich erinnere mich auch noch genau daran, dass gerade in meinen ersten Tagen in der Schweiz überall diese Propaganda-Plakate einer großen Schweizer Partei zum Thema Ausländer und den davon ausgehenden Gefahren hingen. Das hat mich im ersten Moment sehr schockiert. Glücklicherweise hatte ich schnell einen neuen Job gefunden, was mir den Einstieg erleichterte. Mit der Zeit verstand ich das System und die Menschen in der Schweiz besser und habe festgestellt, dass nicht alle Schweizer so denken, wie es die Plakate vermuten ließen oder wie es in den Medien thematisiert wird. Ich glaube, dass mein internationaler Background und meine Offenheit gegenüber Neuem, mir sehr dabei halfen, mich zügig zu integrieren. Dennoch war es in der Schweiz wesentlich schwerer, im Vergleich zu anderen Ländern Einheimische kennen zu lernen. Aber jedes Land hat seine Vor- und Nachteile. Und jeder muss für sich entscheiden, was ihm wichtig ist. BDAE: Können Sie sich vorstellen mit Ihrer Familie für immer in der Schweiz zu leben? Wenn ja, warum? Gmür-Lacic: Für immer ist eine mächtige Aussage. Grundsätzlich kann ich es mir vorstellen, für immer in der Schweiz zu leben. Es ist ein tolles Land mit einer, insbesondere in Zürich, hohen Lebensqualität. Der Arbeitsmarkt bietet für Personen mit einer guten Ausbildung sehr viele Chancen und Möglichkeiten. Aber dennoch würde ich nicht ausschließen, wenn das Schicksal mir oder meinem Ehemann eine spannende Chance außerhalb der Schweiz bietet, diese zu ergreifen. Aber im Moment sind wir sehr zufrieden hier und unsere Kinder sind darüber hinaus noch zu klein für große Veränderungen. 5

6 SCHADENSERSATZ BEI VERPASSTEM ANSCHLUSSFLUG Fluggäste haben Anspruch auf eine Ausgleichszahlung nach der Fluggastverordnung, wenn sie wegen eines verspäteten Zubringerflugs ihren Anschlussflug verpassen. Die Reisenden buchten im konkreten Fall eine Flugreise von Berlin-Tegel über Madrid nach San José (Costa Rica). In Berlin flogen sie mit einer Verspätung von eineinhalb Stunden ab. Dies führte dazu, dass sie den Anschlussflug nach San José verpassten, weil der Einsteigevorgang bereits beendet war als sie an dem Durchgang zum Weiterflug ankamen. Erst am folgenden Tag wurden sie nach San José befördert. Die Klägerin verlangte von der Fluggesellschaft aus RECHTLICHES eigenem und abgetretenem Recht eines Mitreisenden eine Ausgleichszahlung von jeweils 600 Euro nach der Fluggastverordnung 261/2004/EG. Der BGH hat die Fluggesellschaft antragsgemäß verurteilt, die Ausgleichszahlung zu leisten. Der BGH hält die Klageforderung unter dem Gesichtspunkt der großen Verspätung für begründet und verweist dazu auf die Rechtsprechung des EuGH. Nach dessen Entscheidung haben auch die Fluggäste verspäteter Flüge einen Ausgleichsanspruch, wenn sie ihr Endziel infolge der Verspätung erst drei Stunden nach der vorgesehenen Ankunftszeit oder noch später erreichen, erläutern die ARAG-Experten (BGH, Az.: X ZR 127/11). yuliufu - Fotolia.com ÄNDERUNGEN BEI VISUM FÜR SAUDI-ARABIEN Die von der konsularischen Vertretung des Königreiches Saudi-Arabien bereits Ende April angekündigte Umstellung des Antragsprozesses soll nun am Montag, den 13. Mai begonnen worden sein. In Berlin und Frankfurt am Main nehmen die Büros des Konsularproviders»VFS Tasheel International«ihre Arbeit auf. Anträge werden ausschließlich durch den Konsularprovider angenommen, der die Weiterleitung der Visumanträge übernimmt. Antragsteller müssen für die persönliche Einreichung der Unterlagen online unter com einen Termin vereinbaren. Die Kontaktdaten der Provider lauten: VFS Tasheel International, Jägerstraße 41, Berlin sowie VFS Tasheel International, Baseler Straße 44-48, Ecke Gutleutstraße 80, Frankfurt am Main. Bislang wurden keine Änderungen der eigentlichen Antragbestimmungen mitgeteilt. Es muss aber in der Übergangszeit mit Antragsverzögerungen gerechnet werden. Detaillierte Informationen sind auf der Internetseite von VFS Tasheel International erhältlich unter Quellen: und schwabenblitz - Fotolia.com FERIENHAUSPREIS MUSS ENDREINIGUNG EINSCHLIESSEN Der Preis für eine Ferienwohnung in der Werbung des Vermieters muss die Kosten für die Endreinigung enthalten. In dem konkreten Fall warb der Beklagte im Internet für verschiedene Ferienmietwohnungen. Unter jeder der beworbenen Wohnungen befand sich eine Tabelle, in der Wochenpreise aufgegliedert nach Hauptsaison, Nebensaison und Sparwochen angegeben wurden. Erst ganz am Ende der Werbung wurde auf die Zusatzkosten für die Endreinigung in Höhe von 75 Euro (mit Hund oder Katze) oder 55 Euro (ohne Tier) hingewiesen. Die gegen diesen Aspekt eingereichte Klage hatte Erfolg. Grundsätzlich muss laut den Rechtsexperten der ARAG Rechtsschutzversicherung der Preis angegeben werden, der einschließlich Umsatzsteuer und sonstiger Preisbestandteile zu zahlen ist der Endpreis. Endreinigungskosten müssen daher als zwingend anfallende Kosten in dem beworbenen Mietpreis enthalten sein. Die von dem beklagten Vermieter genutzte Darstellung genügt demnach nicht den Anforderungen der Preisangabenverordnung (OLG Schleswig- Holstein, Az.: 6 U 27/12). lebanmax GAUTIER Fotolia.com 6

7 GESETZ FÜR AUSLANDSSCHULEN GEPLANT Der Deutsche Bundestag diskutiert zurzeit einen Gesetzentwurf der Bundesregierung, mit dem die Deutschen Auslandsschulen zukunftssicher gefördert werden sollen. Das berichtet die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA). Mit dem Entwurf (17/13058) soll die Förderung der Deutschen Auslandsschulen verlässlicher und nachhaltiger gestaltet werden. Schulen, deren Betrieb das nötige Maß an Stabilität, Kontinuität und Qualität erreicht haben, erhalten somit künftig ihre Förderung nicht mehr in Form einer Zuwendung des Bundes, sondern auf Basis eines gesetzlichen Anspruchs. Die deutschen Auslandsschulen gelten als Visitenkarten der deutschen Kultur im Ausland und sind wichtige Begegnungsstätten für interkulturelle Begegnung und ein demokratisches Miteinander. Die Abgeordneten sprachen sich fraktionsübergreifend in der Debatte dafür aus, das Gesetz auf alle über 140 Deutschen Auslandsschulen und auch auf die 870 Sprachdiplomschulen auszudehnen. Die mehr als 140 von der (ZfA) des Bundesverwaltungsamtes geförderten Deutschen Auslandsschulen vermitteln im Ausland ein nachhaltig positives Bild von Deutschland. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur im Ausland und zur Gewinnung hoch qualifizierter Studierender und Fachkräfte für Deutschland und die jeweiligen Sitzländer. Mehr zum Thema: 7/130/ pdf RECHTLICHES T. Michel - Fotolia.com BADEVERBOT IM URLAUB KEIN REISEMANGEL Ein Badeverbot im Meer wegen der Gefahr von Haiangriffen stellt keinen Reisemangel dar. Im verhandelten Fall buchte ein Ehepaar für Euro einen Pauschalurlaub auf der Seychelleninsel Praslin. Wegen eines Haiangriffs vor dem dort gelegenen Strand verhängten die örtlichen Sicherheitsbehörden für einzelne Strände der Seychellen ein Badeverbot. Dieses bestand auch noch, als das Ehepaar anreiste. Wegen des Badeverbots verlangte es vom Reiseveranstalter die Hälfte des Reisepreises als Entschädigung zurück. Das Amtsgericht (AG) München hat die Klage abgewiesen, da ein Reisemangel nicht vorlag. Die Kläger hätten den Strand während ihrer Reisezeit nutzen können. Eine Verpflichtung, dem Reisenden ein ungefährdetes Schwimmen im Meer zu ermöglichen, trifft den Reiseveranstalter laut ARAG Experten nicht (AG München, Az.: 242 C 16069/12). VORSICHT BEI SOUVENIRS AUS DER TÜRKEI Das österreichische Außenministerium weist eindringlich darauf hin, sich bei einer Reise in die Türkei vorab zu informieren, welche Güter und Gegenstände aus der Türkei mitgebracht werden dürfen. Die Ausfuhr von ethnografischen, historischen und archäologischen Gegenständen (Antiquitäten, alte Münzen, Fossilien etc.) ist in der Türkei jedoch strikt untersagt. Das Ministerium weist weiter darauf hin, dass bei ethnografischen Gegenständen (beispielsweise Teppiche, Kelims und Ähnliches) im Zweifelsfalle ein Attest eines staatlichen türkischen Museums eingeholt werden sollte. Es ist ebenfalls strengstens verboten, auf freiem Feld gefundene oder von»händlern«gekaufte und als Teile antiker Bauwerke oder ähnlichem identifizierbare Steine auszuführen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff»Antiquitäten«weit aus. Verstöße gegen diese Regelungen werden mit sofortiger Festnahme und Gefängnisstrafen geahndet, wie es in verschiedenen Fällen bereits geschehen ist. Für Aufsehen hatte der Fall zweier amerikanischer Touristen in Ankara gesorgt, die Steine vom Strand als Souvenir mit nach Hause genommen hatten. Bei der Kontrolle am Flughafen identifizierten Beamte zwei der Steine als historische Artefakte. Dafür kamen die Sammler für kurze Zeit ins Gefängnis. scis65 - Fotolia.com valet - Fotolia.com 7

8 PORTAL FÜR ENTSCHÄ- DIGUNG BEI FLUGAUSFÄLLEN Rund 12,2 Milliarden Euro zahlen deutsche Unternehmen laut dem GeschäftsreiseVerband (VDR) jährlich für Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter mit dem Flugzeug. Was passiert jedoch, wenn die Geschäftsreise mit dem Flieger nicht wie geplant stattfindet, da der Flug gestrichen wurde, stark verspätet oder überbucht war? Das Onlineportal für Fluggastrechte hat sich darauf spezialisiert, nicht nur für privat Reisende, sondern auch für Unternehmen und ihre Mitarbeiter die Entschädigungsansprüche durchzusetzen, die ihnen laut EU- Recht bei Flugannullierung, -verspätung und -überbuchung zustehen. Das Portal liefert eigenen Angaben zufolge das nötige Know-how, um die Ansprüche von Unternehmen gegenüber den Fluggesellschaften durchzusetzen. Dabei fällt beispielsweise ein Flugausfall bei beruflichen Terminen häufig besonders ins Gewicht. Geschäftspartner können durch eine Verspätung oder einen Terminausfall RECHTLICHES verärgert sein. Im schlimmsten Fall kommt es zu Verlusten durch Geschäftsausfälle, so Schmitt, der als Geschäftsführer bei dem Onlineportal tätig ist. Das Potsdamer Startup ist bereits für mehrere Firmen aktiv. Flightright entwickelte für diese passende Systeme, mittels derer es für Unternehmen im Massenverfahren alle vergangenen Geschäftsflüge ihrer reisenden Mitarbeiter auf Entschädigungspotential überprüft. Basierend auf den Auswertungen des IT-Systems und der Einschätzung der Rechtsabteilung des Onlineportals übermittelt das Team dem Unternehmen oder wahlweise den betroffenen Mitarbeitern Anzahl und mögliches Entschädigungsvolumen. Auf Grundlage einer einmaligen Rahmenvereinbarung setzt das Portal die Entschädigungsansprüche der Geschäftsreisenden gegenüber den Fluggesellschaften durch wenn erforderlich auch vor Gericht. Das Verbraucherportal hat ermittelt, dass rund Flugbuchungen ca. 800 Fälle mit Entschädigungsanspruch ergeben. Bei einer durchschnittlichen Entschädigungssumme von 400 Euro ergebe sich daraus ein Anspruch von Euro für das Unternehmen beziehungsweise die reisenden Mitarbeiter. Grundsätzlich steht der Anspruch dem Reisenden zu. Je nach der Größe der Distanz beträgt der Entschädigungsanspruch pro Fluggast Euro. Die Ansprüche können in Deutschland rückwirkend bis zu drei Jahre nach dem Reisedatum geltend gemacht werden. Torsten Rauhut - Fotolia.com KRITIK AN NEUER ENTSENDERICHTLINIE Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar- Umwelt (IG BAU) kritisiert die Entwicklung der aktuellen Debatte um die geplante Durchsetzungsrichtlinie zur Entsendung. Sie würde Arbeitnehmern schaden statt helfen. In der Bauwirtschaft werden der IG BAU zufolge jedes Jahr mehr als eine Million Bauarbeiter auf Grund von Entsendungen innerhalb der EU ausgebeutet. JiSIGN - Fotolia.com Die Durchsetzungs-Richtlinie soll eigentlich die Bekämpfung des Missbrauchs bei Entsendungen in Form von grenzüberschreitendem Sozialdumping verbessern. Doch statt Ausbeutung und Betrug durch verschärfte Kontrollen den Boden zu entziehen, stehen laut IG BAU nunmehr Vorschläge im Raum, die die Mitgliedsstaaten zwingen, ihren Aufsichtsämtern Scheuklappen anzulegen. So wird etwa diskutiert, dass nur noch kürzere Dokumente in die Landessprache übersetzt werden müssen. Damit entfiele eine Pflicht zur Übersetzung, was es dem Entsendeunternehmen leicht macht, eine effektive Kontrolle zu umgehen. Dies ist nach Ansicht der IG BAU eine Einladung zur Ausbeutung. Gegen die Verschlechterung des Arbeitnehmerschutzes in der EU protestieren auch der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) und die Fachgewerkschaftsverbände in der EU. In einem Brief an die nationalen Regierungen, Abgeordneten und EU-Parlamentariern appellieren sie, die Durchsetzungs-Richtlinie als Instrument zur Wiederherstellung eines sozialen Europas zu nutzen. Konkret fordern die Verfasser unter anderem, dass die arbeitsrechtlichen Mindeststandards eines Landes auch für entsandte Beschäftigte zwingend einzuhalten sind, dass die nationale Verwaltung die Entsendung unbeschränkt kontrollieren kann und dass zweifelsfrei festgelegt wird, dass der Arbeitgeber verpflichtet ist, die Kosten für Reisen und Unterkunft sowie Verpflegung der entsandten Arbeitnehmer zu bezahlen. Hintergrund: In den vergangenen Jahren ist es laut der IG BAU zu Skandalen rund um die Entsendefirmen gekommen. Der Betrug beispielsweise an polnischen, bulgarischen und rumänischen Entsendearbeitern vor allem im Bau und auf Schlachthöfen geschehe in Deutschland derart häufig, dass die Einzelfälle kaum noch dokumentiert werden könnten. Jedes Jahr gäbe es tausende von Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten und Straftaten im Umfeld einer Entsendung. 8

9 RATOCA - Fotolia.com WO DIE TERRORGEFAHR AM GRÖSSTEN IST Auch für 2013 bleibt die weltweite Bedrohung durch Terroranschläge oder politische Gewalt bestehen. Wo genau die Gefahren auf der Welt derzeit am größten sind, zeigt die aktuelle Weltkarte der Terrorgefahren, die der Versicherungsmakler Aon jetzt veröffentlicht hat (www.aon.de/terror-map-2013). Die Karte misst politische Gewalt und Terrorismus in 200 Ländern und Territorien. Eine Erkenntnis: In 44 Prozent der untersuchten Länder besteht eine latente Gefahr durch Terroranschläge. Die gute Nachricht für Deutschland: Hierzulande ist das Risiko, Opfer eines Terroranschlags zu werden, gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Die gefährlichsten Regionen sind dagegen der Nahe Osten und Nordafrika. In 85 Prozent der Länder in diesen Regionen stellen Terrorismus und Sabotage die größten Bedrohungen dar.»die Nachwirkungen des Arabischen Frühlings sind enorm«, sagt Luisa Sprafke, Terrorgefahrexpertin von Aon in Deutschland. Bürgerkriege in Libyen und Syrien hätten in den angrenzenden Ländern zu hohen Risiken beigetragen.»ägypten wurde in diesem Jahr aufgrund der anhaltenden öffentlichen Tumulte, der politischen Instabilität und des Terrorismus wieder in den Kreis der Länder mit den höchsten Risikobewertungen aufgenommen«, so Sprafke weiter. Auch in den südeuropäischen Ländern bestehe ein erhöhtes Terror-Risiko aufgrund ziviler Unruhen. Die Aon-Karte EXPATRIATES stellt den Firmen Daten und Fakten bereit, um sie in ihren Bemühungen um größere Sicherheit zu unterstützen. Demnach stünde für die Unternehmen als erstes immer die Identifikation von Risiken im Vordergrund. Anschließend kann die Implementierung eines Risikomanagement-Programms einen großen Beitrag zu besserem Schutz leisten. Die Weltkarte der Terrorgefahren 2013 wurde von Aon in Zusammenarbeit mit dem globalen Risikoberatungsunternehmen The Risk Advisory Group erstellt. Drei Risiko-Arten auf der Weltkarte der Terrorgefahr werden unterschieden: 1. Terrorismus und Sabotage, 2. Streiks, Aufstände, Unruhen und böswillige Beschädigung von Eigentum und 3. Aufruhr, Revolution, Rebellion, Meuterei, Staatsstreich, Krieg und Bürgerkrieg. Die Weltkarte des Terrors weist jedem untersuchten Land mit Hilfe einer Farbskala eine Bedrohungsstufe zu. Dabei gibt es folgende Risikograde: Kein Risiko, geringfügig, niedrig, mittel, hoch oder ernst. Das Gefahrenpotential für Deutschland ist in diesem Jahr von»mittel«auf»niedrig«zurückgegangen. Die Weltkarte wird durch eine interaktive Online-Version ergänzt. Dort lassen sich die Ländereinstufungen über mehrere Jahre hinweg und in Bezug auf die drei unterschiedlichen Risikoarten miteinander vergleichen: map.aon.co.uk/terrorism_risk_ Map.aspx. BRITISCHE UNTERNEHMEN ZIEHT ES INS AUSLAND Fast die Hälfte (43 Prozent) der Unternehmen Großbritanniens wollen in der Zukunft ins Ausland expandieren. Das hat eine Umfrage des Gesundheitsdienstleisters Expacare ergeben. Demnach wollen 44 Prozent der Firmen gerne eine wichtige Rolle in der globalen Wirtschaft spielen und deshalb ins Ausland gehen, während gut ein Drittel (32 Prozent) aufgrund ihrer im Ausland ansässigen Kunden darüber nachdenkt, eine Niederlassung außerhalb der Insel zu gründen. 34 Prozent strecken ihre Fühler in Richtung EU-Staaten aus, da vereinheitlichte Regeln den Markteintritt erleichtern. Bemerkenswert: Fast vier von zehn (39 Prozent) britischen Firmen zieht es nach Skandinavien. 36 Prozent finden die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) wirtschaftlich reizvoll. Klare Vorstellungen haben die Unternehmen auch davon, in welchen Ländern sie kein Business machen möchten. So wollen 41 Prozent auf keinen Fall in der Schweiz aktiv werden. Der Grund: Die extrem starke Währung, die die Investitionskosten somit in die Höhe treiben würden. Nahezu jedes zweite (48 Prozent) Unternehmen würde unter anderem wegen der Sicherheitslage keine Geschäfte in Südafrika machen. markus_marb - Fotolia.com 9

10 DAS CHINA-BILD DER DEUTSCHEN Betrachtet man die deutsche Chinawahrnehmung ab dem 20. Jahrhundert, lassen sich drei Hauptströmungen ausmachen, die größtenteils negativer Natur waren. Weiterhin wurde die»gelbe Gefahr«heraufbeschworen, da das chinesische Massenvolk ins Ausland ströme oder wenigstens daheim die Ressourcen der Welt verbrauche. VON DER GELBEN ZUR ROTEN GE- FAHR Seit Gründung der Volksrepublik China, im Deutschen auch»rotchina«genannt, wurde ferner vor einer kommunistischen Bedrohung gewarnt. Diese Tendenz wurde durch die Position Deutschlands im Spannungsfeld zwischen den Großmächten Russland und Amerika in der Folgezeit angeheizt, ließ dann zeitweilig nach, verschwand indes niemals ganz. MAO-BIBEL EINST AUCH IN DEUTSCHLAND SEHR BELIEBT Skurril wirkt dabei die Tatsache, dass sich viele Deutsche in der Studentenbewegung der 1968er mit der Mao-Bibel ausrüsteten, da sie auf die Umsetzung idealer politischer Verhältnisse in der chinesischen Ferne hofften. Heute gibt das freilich kaum jemand in Deutschland zu hier und da taucht dennoch ein Foto mit der Bibel auf. ANGST UND EUPHORIE ANGE- SICHTS CHINAS WIRTSCHAFTS- MACHT Ein weiteres Gefahrenpotenzial wird bis heute in Chinas wirtschaftlichem Einfluss gesehen. In jüngerer Zeit wurde dies im Bereich der grünen Energie sehr deutlich, als man China, das lange als Werkbank einfacher Billigprodukte gesehen wurde, für den Niedergang der deutschen Solarbranche verantwortlich machte. Das Angstbild einer wirtschaftlichen Übermacht Chinas geht in seinen Grundzügen bis in die Reform- und Öffnungsphase der Volksrepublik zurück. In Deutschland wechselte sich die Angst auch regelmäßig mit Euphorie ab, weil deutsche Wirtschaftsakteure in hohem Maße am chinesischen Wachstum teilhatten und -haben. EXPATRIATES MEDIEN MIT REIZTHEMEN UND TUN- NELBLICK BEI CHINA Westliche Medien reproduzieren, variieren und multiplizieren heutzutage diese drei farbenfrohen, aber letztlich doch düsteren Gefahren, mit denen China in Verbindung gebracht wird. Die deutsche Berichterstattung ist in den letzten Jahren zwar vielseitiger und ausgewogener geworden, dennoch bleiben Informationen über China sehr selektiv mit einem Hang zur Ablehnung. Dies ist nicht nur deshalb tragisch, weil dem Reich der Mitte damit ein Negativklischee anhaftet, das oftmals nicht ganz und manchmal überhaupt nicht gerechtfertigt ist. Dass die so genannten Qualitätsmedien in Deutschland auf den alteingetretenen Pfaden der Chinakritiker mitsamt den üblichen Reizthemen marschieren, ist aus einem weiteren Grund bedauerlich: Dadurch wird häufig versäumt, auf diejenigen Probleme und Entwicklungsfelder in China einzugehen, die weitaus aktueller sind und mittlerweile in den chinesischen Medien offener diskutiert werden. vector_master - Fotolia.com DER AUTOR: Jones Polfuß ist interkultureller Trainer und Berater für China und Dozent am Institut für Sinologie und Ostasienkunde an der WWU Münster. 10

11 GERMANIA Die Berliner Fluggesellschaft Germania baut ihr Streckennetz aus und stationiert ab diesem Sommer zwei Flugzeuge in Großbritannien. Nach eigener Aussage möchte sich die Airline mit diesem Schritt weiter internationalisieren und vom reinen Deutschlandgeschäft lösen. Die Berliner Airline behält ihr Vollcharter-Engagement aus dem Winterflugplan bei und fliegt von London-Gatwick und Manchster nach Griechenland und Zypern. Daneben eröffnet Germania erstmals eine eigene Linienverbindung aus dem Vereinten Königreich und fliegt künftig immer Dienstag und Freitag nach Pristina. Der Flieger hebt um Uhr in der Metropole an der Themse ab und erreicht die Hauptstadt des Kosovo um Uhr Ortszeit. Der Rückflug startet um Uhr und erreicht die britische Hauptstadt um Uhr Ortszeit FLY GEORGIA Die georgische Fluggesellschaft Fly Georgia hat eine neue Verbindung zwischen Tiflis und Düsseldorf eröffnet und bedient diese ab sofort zweimal wöchentlich. Der Airbus A319 verlässt die georgische Hauptstadt Montag um 7.00 Uhr und Freitag um Uhr und erreicht die nordrhein-westfälische Metropole um 9.25 Uhr beziehungsweise um Uhr. Zurück geht es montags um Uhr und freitags um Uhr. Nach etwa vier Stunden Flugdauer wird die Metropole im Kaukasus um Uhr AIRLINE NEWS sowie freitags um Uhr erreicht. Alle Zeiten sind Ortszeiten. Fly Georgia bediene mit dieser Destination ein wichtiges Ziel in Vorderasien. Die Bundesrepublik engagiert sich aktiv für den Wiederaufbau Georgiens und der Region Südkaukasus. Deutschland gehöre zu den wichtigsten Partnern Georgiens bei der Entwicklungs- und Wirtschaftszusammenarbeit. Hinzu kommen vielfältige akademische, kulturelle und zivilgesellschaftliche Kontakte zwischen den beiden Ländern LUFTHANSA Lufthansa wertet ihren Bordservice auf Lang- und Kurzstreckenflügen auf. Seit dem 1. Mai 2013 bietet die Airline Fluggästen der First und der Business Class einen verbesserten Bordservice. So können sich Gäste der ersten Klasse nun auf neue kulinarische Menüs freuen. Auf Flügen ab Deutschland bietet Lufthansa mit den Culinary Delights ein neues Programm an, das Passagiere mit der Kochkunst und den Produkten eines erstklassigen Kochs verwöhnt. Der exklusive Kaviarservice in der Frist Class wird den Lufthansa-Gästen jetzt auf Tag- und Abendflügen als separater Gang angeboten. Die Vorspeise wurde nun um eine komplette Variation verschiedener Vorspeisen erweitert. Daneben weist das neue gastronomische Konzept der Lufthansa Business Class mehr Frische und Vielfalt bei Speisen und Getränken auf. So stehen den Passagieren ab sofort neue Teesorten, Frischmilch für Kaffee, eine größere Auswahl an Saft sowie Weiß- und Altbier zur Verfügung FLUGHAFEN HAMBURG Zum 14. Mai 2013 hat der Flughafen Hamburg vier neue Kontrolllinien errichtet. Dadurch sollen die Kontrollen für Fluggäste künftig schneller und bequemer werden. Die neuen Kontrollgeräte sind in der Lage, Flüssigkeiten zu überprüfen. Dieses Verfahren wird jedoch erst nach Aufhebung der Beschränkung der Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck eingesetzt. Laut EU-Verordnung muss diese Beschränkung bis zum für alle Mitgliedsstaaten in einem ersten Schritt teilweise aufgehoben werden. Daneben ist die neue Kontrollanlage mit einem automatischen Wannenrückführungssystem ausgestattet, welches die Transportwannen nach der Kontrolle automatisch zum Anfang der Kontrollstelle befördert. Parallel erhielt die Fast Lane eine automatische Bordkartenkontrolle. Sie ermöglicht Passagieren durch Einscannen der Bordkarte auf direktem Weg zur Kontrollschleuse zu gelangen. Ebenso wurde das Passagierleitsystem vor den Sicherheitskontrollen optisch aufgewertet und effizienter organisiert martin33 - Fotolia.com 11

12 FLUGHAFEN CHICAGO O HARE Der internationale Flughafen Chicago O Hare wird zum 1. Juli 2013 kurzfristig die Passkontrolle automatisieren und damit die Einreise beschleunigen. Der Betreiber des Flughafens, das Chicago Department of Aviation, teilt mit, dass insgesamt 32 Selbstbedienungsterminals installiert werden, an denen Fluggäste ihre Passdaten einlesen und überprüfen lassen können. Touchscreens ermöglichen Passagieren, Fragen zu ihrer Einreise zu beantworten. Anschließend druckt der Automat eine Bescheinigung aus, die einem Einreisebeamten zur Prüfung auf Richtigkeit vorgelegt wird, bevor der Fluggast offiziell einreisen kann. Damit ist der Chicago O Hare International Airport der erste Flughafen der USA, der ein solches Verfahren einführt. Das Chicago O Hare Department möchte so die Einreise-Prozedur für die meisten ankommenden Passagiere deutlich verkürzen. Zum Einsatz kommt ein System, das gemeinschaftlich von der Vancouver Airport Authority und der Zollund Grenzbehörde der Vereinigten Staaten entwickelt wurde AIRLINE NEWS DRÄNGELN UNERWÜNSCHT Lange Warteschlangen, Menschenmassen, rücksichtslose Mitreisende die Wartezeit am Flughafen bedeutet für viele Reisende Stress. Das wollte Skyscanner, eine Reisesuchmaschine, genauer wissen und hat über international Reisende befragt, was sie am Flughafen am meisten ärgert. Dabei kam heraus, dass sich fast jeder zweite Befragte (41 Prozent) darüber ärgert, wenn Mitreisende sich an den Warteschlangen am Check-in oder Abflug-Gate vordrängeln. 17 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlen sich von Reisenden gestört, die mehrere der knapp vorhandenen Sitzplätze am Flughafen mit ihrem Gepäck belegen oder sich zum Schlafen ausbreiten. Auf Platz drei der größten Ärgernisse an Flughäfen folgen Passagiere, die an den Sicherheitskontrollen alles aufhalten. Jeder Zehnte (Zwölf Prozent) gibt an, dass er sich über andere ärgert, die unvorbereitet sind, weil sie beispielsweise nicht ihren Gürtel abgelegt, die Hosentaschen geleert und Laptop sowie Flüssigkeiten aus dem Gepäck geholt haben. victorhabbick - Fotolia.com Fast genauso viele Befragte (elf Prozent) stört es, wenn Mitreisende am Gepäckband nicht Platz machen und der eigene Koffer nicht vom Band genommen werden kann. Zu den weiteren Top-Ärgernissen zählen Fluggäste, die sich vor Abflug am Flughafen betrinken (acht Prozent), die nach dem Wiegen am Check-in ihren Koffer wegen Übergewichts umpacken müssen (sieben Prozent) und die einem mit dem Rollkoffer über den Fuß fahren (fünf Prozent). Gegenüber Kindern zeigten sich die Befragten hingegen überraschend tolerant. Hier gab nur ein Prozent an, sich zu ärgern wenn Mitreisende den Weg versperren, weil sie Kinder auf dem Gepäckwagen durch den Flughafen herumfahren

13 DEUTSCHE LIEBEN INTERNATIONALES ESSEN Ob italienisch, spanisch, thailändisch oder indisch: 60 Prozent der Deutschen schätzen die internationale Küche. Mit ihrer Lust auf Gerichte aus anderen Ländern liegen sie damit im weltweiten Vergleich über dem Durchschnitt von 45 Prozent, berichtet die»apotheken Umschau«. VERMISCHTES Nur Engländer und Australier lassen sich mit 70 beziehungsweise 61 Prozent noch lieber Gerichte aus der internationalen Küche schmecken, ging aus einer ipsos-umfrage in 26 Nationen hervor. Überall stieg mit wachsender Bildung das Interesse an Gerichten und Nahrungsmitteln aus anderen Regionen und Kulturen. Vidady - Fotolia.com Alex White - Fotolia.com RENTNER IM AUSLAND: NEUE ADRESSE MITTEILEN Ruheständler, die ins Ausland ziehen, sollten dem Renten Service der Deutschen Post AG ihre neue Adresse mitteilen. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin hin. Grund für den Appell: Um die Renten auszahlen zu können, benötigt der Renten Service immer die aktuelle Adresse der Rentner. Wer seine neue Adresse nicht mitteilt und es der Deutschen Rentenversicherung nicht möglich ist, die neue Anschrift zu ermitteln, so stoppt diese die Zahlung. Nur so können Überzahlungen vermieden werden. Erst nachdem sich die Betroffenen mit ihrer neuen Adresse beim Renten Service gemeldet haben, wird wieder überwiesen. Adressänderungen werden in jeder Postfiliale oder im Internet unter entgegengenommen. RATGEBER FÜR PRAKTIKA BEI DER EU ODER UNO Für viele junge Leute ist eine Karriere im internationalen Dienst ein Traum, dessen freie Stellen allerdings schwer umkämpft sind. Ein Praktikum in diesem Bereich ist ein guter Einstieg, um erste Eindrücke zu gewinnen, das Ausland zu bereisen und Kontakte zu knüpfen. Der Ratgeber»Praktika - bei EU, UN und Internationalen Institutionen«von Hanna Markones und Georg Beckmann hilft bei der Suche nach Praktikumsstellen in diesen Bereichen. Sehr detailliert unterstützt das Buch mit Auflistungen der Einrichtungen mit einer jeweiligen Kurzbeschreibung des Tätigkeitsfeldes der Organisation, der Anforderungen des Praktikumsplatzes und der an die Bewerber. Konkrete Kontaktdaten vereinfachen die Bewerbung. Der Ratgeber listet unter anderem das Europäische Parlament, den Europäischen Gerichtshof, die Europäische Kommission, die Finanz- und Finanzierungsinstitutionen und Gemeinschaftsagenturen. Auch Tipps, wie zum Beispiel die Nutzung des Europass mit seinen Dokumenten und persönliche Erfahrungsberichte, helfen bei der Bewerbung und ergänzen dadurch die umfangreiche Adressliste. BUCHINFORMATIONEN: Hanna Markones/Georg Beckmann: Praktika bei EU, UN und Internationalen Institutionen Verlag interconnections 24,90 Euro ISBN:

14 TIPPS ZUR PLANUNG DES UMZUGS INS AUSLAND Viele Aspekte unterscheiden den innerdeutschen Umzug von einem Umzug ins Ausland. Ein wichtiges Thema ist der Zoll, denn diesbezüglich sollten möglichst früh Vorkehrungen getroffen werden, damit die für die Zollabfertigung erforderlichen Dokumente rechtzeitig vorliegen. So können Verzögerungen und dadurch verbundene Zusatzkosten vermieden werden. Staaten wie Russland und Brasilien fordern beispielsweise eine Exportzollabfertigung. Ein extremes Beispiel ist Algerien: Dort müssen für die Einfuhr von Umzugsgut mehr als 20, teilweise beglaubigte, Dokumente vorgelegt werden. VERPACKUNG DER UMZUGSGEGEN- STÄNDE WICHTIG Selbst in punkto Verpackung der Güter ist bei einem internationalen Umzug mit wesentlich mehr Aufwand zu rechnen als beim nationalen. Weil Möbel beispielsweise bei Seefrachtversand in einen Container verladen werden, kann man diese nicht»einfach so«einpacken, sondern sie müssen in spezielles Material gewickelt werden. Eine gute Zeitplanung ist bei internationalen Umzügen schon die halbe Miete. Zwischen Verpackung und Zustellung des Umzugsguts liegen oft mehrere Wochen, so dass wir als Umzugsspediteur mit den Kunden vorab besprechen, welche Zeitplanung für seine persönliche Situation am besten ist. HERAUSFORDERUNG: UMZUG IN LÄNDER MIT KORRUPTION Besonders herausfordernd sind Umzüge noch immer in kommunistischen Ländern sowie in solchen, wo viel Korruption herrscht. So werden die offiziellen Regeln für die Zollabfertigung oft willkürlich ausgelegt, was dann zum Leidwesen für den Umziehenden Verzögerungen und/oder zusätzlichen Aufwand bedeutet. Der Möbelspediteur versucht in der Regel durch seine Erfahrung, solche Risiken bereits im Vorwege zu erkennen und zu minimieren. Allerdings ist dies nicht immer möglich. Länder mit schlechter Infrastruktur beispielsweise verlangen eine gute Kenntnis der lokalen Gegebenheiten. Dort müssen im Vorfeld oft Entscheidungen abgewogen werden, ob der Umzug per Seefracht, auf dem Landweg oder vielleicht sogar über ein Drittland abgewickelt wird. VERMISCHTES FRÜH MIT DER VORBEREITUNG BE- GINNEN Viele Auswanderer und Expats, die ins Ausland ziehen, beschäftigen sich oft zu spät mit diesem Schritt. Viele melden sich etwa zu spät beim Möbelspediteur. Sobald der erste Kontakt besteht, liegt es an letzterem dafür zu sorgen, dass Fehler vermieden werden. Oftmals finden Entsendungen jedoch recht kurzfristig statt und der Expatriate erfährt erst kurz vor dem Umzug, dass er schon bald an einem neuen Einsatzort tätig sein wird. Ein zu langer Zeitraum wiederum, also etwa neun bis 12 Monate zwischen Erstkontakt und Umzug, kann jedoch leider auch zur Folge haben, dass sich in der Zwischenzeit See- und Luftfrachten oder Zollbestimmungen ändern. Eine optimale Vorbereitung des Umzuges kann für gewöhnlich dann garantiert werden, wenn das erste Gespräch rund zwei Monate vor Umzugsbeginn stattfindet. Ein gutes, internationales Umzugsunternehmen betreut Kunden von Anfang an und führt sie und die Familie durch den gesamten Umzugsprozess. Bei der Besichtigung des Umzugsgutes in der Wohnung oder im Haus des Entsandten werden neben der Dokumentation des Umzugsgutes auch der Zeitplan, die Zollangelegenheiten und der technische Ablauf des Umzuges besprochen. Dafür sollte man mindestens eine Stunde einplanen. RELOCATION-DIENSTE IN ANSPRUCH NEHMEN Hin und wieder kann es sinnvoll sein, Relocation-Dienste in Anspruch zu nehmen, die Familien und Expatriates vor dem Umzug beispielsweise in interkulturellen Fragen beraten. Sie organisieren die Wohnungssuche und verhandeln mit den Vermietern. Sie wissen, welche Haustiere unter welchen Voraussetzungen mit ins Ausland dürfen, suchen Schulen und Kindergärten; kurzum: Sie sorgen dafür, dass die Umziehenden in ihr neues Leben starten können, ohne sich mit allzu vielen Formalitäten auseinandersetzen zu müssen. Wenn der Relocater aufgelistet hat, was mit ins neue Leben soll, kommt das Umzugsunternehmen ins Spiel. Dieses sorgt dann dafür, dass alles organisiert und den rechtlichen Normen entsprechend an den neuen Wohnort transportiert wird. RECHTZEITIG UM VISUM KÜMMERN Vor dem Umzug sollten sich Betroffene außerdem intensiv mit den Einreisevorschriften des Gastlandes auseinandersetzen. Ein Visum ist in fast allen Ländern außerhalb der EU erforderlich und für eine längere Aufenthaltsdauer extra zu beantragen. Abhängig von Ihrer gewünschten Aufenthaltsdauer müssen verschiedene Formulare eingereicht werden. Ohne eine gültige Aufenthaltsgenehmigung drohen Strafen bis hin zu Freiheitsentzug. Professionelle Anbieter wie beispielsweise die VisumCentrale stehen für eine Beratung zu Aufenthaltsgenehmigungen oder beispielsweise bei der Bewerbung für eine US-Greencard zur Seite. AUSLANDSKRANKENVERSICHE- RUNG ABSCHLIESSEN Für längere Aufenthalte sollte eine spezielle private Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden, was allerdings häufig nur bis zu einem Höchstaufnahmealter von 65 Jahren möglich ist. Generell lohnt ein ausführlicher Blick in die Tarifbeschreibung und in das Bedingungswerk, denn die Angebote variieren stark. So gibt es Policen, die nur einen Basis-Schutz bieten und beispielsweise keine Behandlungen bei Schwangerschaft oder zahnärztliche Leistungen abdecken. Einige sind zudem auf drei oder fünf Jahre begrenzt und bieten keine Verlängerungsoption. Bei der Wahl der richtigen Auslandskrankenversicherung sollte zudem darauf geachtet werden, ob so genannte Assistance-Leistungen eingeschlossen sind. Diese Notfall- und Service-Leistungen gewinnen insbesondere bei Auslandsaufenthalten an Bedeutung. Vereine wie der Bund der Auslands-Erwerbstätigen (BDAE) e.v. beraten zu solchen Fragen und geben wertvolle Tipps. Spectral-Design - Fotolia.com 14

15 GESUNDHEIT INTERNATIONAL URLAUB IST OFFIZIELL GUT FÜR DIE GESUNDHEIT Urlaubsreisen haben tatsächlich einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Das haben psychologische Tests in einem Experiment ergeben, das der Reiseveranstalter Kuoni und Nuffield Health, ein britischer Gesundheitsdienstleister, in Auftrag gegeben haben. Für die Studie wurden Probanden in zwei Gruppen aufgeteilt: Ein Teil durfte reisen, der andere Teil nicht. Im Gesundheitszentrum wurden alle Teilnehmer auf ihre Stresswiderstandsfähigkeit getestet, die von Psychotherapeuten durchgeführt wurden. Im Ergebnis lieferte die Reisegruppe bessere Gesundheitsergebnisse als die zu Hause gebliebenen. So war der Blutdruck der Teilnehmer niedriger, ihre Schlafqualität hatte sich verbessert und sie legten ein optimiertes Stressmanagement an den Tag. Die positiven Nachwirkungen hielten sogar noch zwei Wochen später also nach der Rückkehr an. Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie: Der durchschnittliche Blutdruck der Urlauber ging um sechs Prozent runter, während sich der Blutdruck der Nichtreisenden in der Testphase sogar um zwei Prozent erhöhte. Die Schlafqualität bei der Reisegruppe verbesserte sich um 17 Prozent, die der anderen Teilnehmer verschlechterte sich um 14 Prozent. Die Fähigkeit, mit Stresssituationen souverän umzugehen, verbesserte sich um satte 29 Prozent bei jenen, die zuvor im Urlaub waren und nahm bei der Vergleichsgruppe enorme 71 Prozent ab. Darüber hinaus entdeckten die Forscher bei vielen Probanden einen gesunkenen Blutzuckerwert bei den erholten Personen, was das Risiko an Diabetes zu erkranken, minimieren kann. Urlaub sei demzufolge eine vorbeugende medizinische Maßnahme. Denis Babenko - Fotolia.com zentilia - Fotolia.com DIE HÄUFIGSTEN ABLEHNUNGEN BEI DER KOSTENERSTATTUNG Das Portal NowCompare, das internationale Versicherungen miteinander vergleicht, hat ermittelt, welche die häufigsten Gründe sind, warum von Expats eingereichte Schäden von Versicherern abgelehnt werden. Spitzenreiter unter den Ablehnungs-Charts waren so genannte»deckelungen«der Versicherungssumme. Viele ausländische Versicherer bieten günstige Policen an, bei denen jedoch die zu erstattende Versicherungssumme beispielsweise auf Euro begrenzt sind. Ist die eingereichte Krankenhausrechnung jedoch doppelt so hoch beziehungsweise das Limit durch andere Schäden bereits erreicht worden, bleiben Versicherte auf der Hälfte beziehungsweise dem gesamten Betrag sitzen. An zweiter Stelle der Ablehnungsgründe stehen Vorerkrankungen und an dritter die nicht vorhandene medizinische Notwendigkeit. NowCompare weist darauf hin, dass Einschränkungen im Versicherungsschutz von Anbieter zu Anbieter variieren und dies für Expats sehr oft verwirrend ist. Sie sollten deshalb an die Personalabteilung appellieren, einen adäquaten Anbieter für den Versicherungsschutz auszuwählen. AUSLANDSKRANKENVER- SICHERUNG: VIELE EXPATS UNTERVERSORGT Rund ein Viertel der Arbeitgeber weltweit, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden, würden diesen gerne eine Auslandskrankenversicherung bezahlen, können sich diese jedoch nicht leisten. Dies hat eine internationale Umfrage des Krankenversicherers Expacare ergeben. Die Erhebung ergab des Weiteren, dass 33 Prozent der Befragten es als eine persönliche Angelegenheit ihrer Expats empfinden, ob sie sich um eine Auslandskrankenpolice kümmern sollten oder nicht. Immerhin 28 Prozent sind davon überzeugt, dass Auslandsentsandte nicht ohne eine entsprechende Absicherung im Gepäck ins Ausland gehen sollten. Die Umfrage förderte außerdem zutage, dass etliche Unternehmen mit Unwissenheit glänzen, wenn es um den Schutz ihrer Expats geht. So glauben 16 Prozent, dass eine Auslandsreisekrankenversicherung ausreichend Schutz biete und jede zehnte befragte Firma ist überzeugt davon, dass es keine Notwendigkeit für eine Auslandskrankenversicherung gibt, wenn Expats innerhalb der Europäischen Union entsandt werden. Aleksandr Bedrin - Fotolia.com 15

16 KLEINER URLAUBSKNIGGE Der ADAC hat einige grundlegende Tipps zusammengestellt, die sehr hilfreich für deutsche Reisende im Ausland sind. Wer Benimmregeln und Trinkgeld- Gepflogenheiten kennt, der findet sich schneller in der Ferne zurecht. TRINKGELDGEPFLOGENHEITEN IM AUSLAND KENNEN In Amerika gehört es sich, bis zu 20 Prozent des Rechnungsbetrags als Trinkgeld zu geben. In anderen Ländern ist das Trinkgeld bereits in der Rechnung inbegriffen. In Italien wiederum zahlen Restaurantgäste zusätzlich das»coperto«. Dieser Aufschlag für Brot und Gedeck wird immer verlangt, auch wenn kein einziges Grissini verzehrt wurde. Mit einem Trinkgeld für die Bedienung hat das jedoch nichts zu tun. Das wird sofern der Service gut war extra fällig. UNTERSCHIEDLICHE GEPFLOGEN- HEITEN IN DEN RESTAURANTS In Belgien, Spanien und Italien ist es nicht üblich, getrennt zu zahlen. In Finnland gilt ist es als aufdringlich, sich im Restaurant zu fremden Menschen an den Tisch zu setzen; befremdlich ist allein schon die Frage nach einem freien Platz. DRÄNGELN UNERWÜNSCHT Wer in Finnland, Großbritannien oder Irland nicht unangenehm auffallen möchte, sollte sich auf keinen Fall irgendwo vordrängeln. Es heißt, sich anstellen und geduldig in der Schlange warten. Das gilt in allen Lebenslagen: ob beim Einsteigen in den Bus, der Warteschlange am Schalter oder beim Anstehen an der Kinokasse. AUS ALLER WELT ACHTUNG BEI DER KLEIDERWAHL Zu kurze Röcke oder Hosen, weit ausgeschnittene Oberteile und Tops mit Spaghettiträgern werden fast weltweit in Kirchen und Moscheen nicht geduldet. In der Türkei oder Kroatien gilt dies zudem für Besuche anderer Sehenswürdigkeiten. Unabhängig davon legen die Einwohner in Spanien, Frankreich, Kroatien, Italien, Türkei auch abseits vom Strand allgemein Wert auf korrekte Kleidung. DRESSCODE GILT AUCH IN DEN BER- GEN Wer in den Alpen mit Turnschuhen oder im Strandoutfit die Berge erklimmt, zieht sich schnell den Zorn der Einheimischen zu. Festes Schuhwerk, widerstandsfähige Kleidung und ausreichend Verpflegung sind ein»muss«. Je nach Situation kann es seitens der Versicherung sogar Probleme geben, wenn Reisende beispielsweise durch falsches Schuhwerk nicht mehr in der Lage ist, den Rückweg anzutreten. Muss die Bergrettung aktiv werden, ohne dass eine Verletzung vorliegt, bleiben Betroffene unter Umständen auf den Kosten sitzen. RÜCKSICHT AUF SCHAMHAFTE EIN- HEIMISCHE FKK-Freunde sollten ausgewiesene FKK- Strände aufsuchen. Andernfalls können sogar Geldstrafen drohen. In Amerika wird es außerdem nicht gerne gesehen, wenn man sich am Strand statt in Umkleidekabinen umzieht. Zudem sollten dort auch kleine Kinder zumindest eine Badehose tragen. GEL(I)EBTE SIESTA In vielen südlichen Ländern gibt es erweiterte Mittagspausen und damit einhergehend andere Öffnungszeiten als in Deutschland. Wer in Spanien oder Italienbeispielsweise zwischen und 16 Uhr ein Museum besuchen möchte, wird vor verschlossenen Türen stehen. UNTERSCHIEDLICHE AUSLEGUNG VON VERKEHRSREGELN IM AUS- LAND In Frankreich, Tschechien und Dänemark beachten Autofahrer nicht immer den Vorrang der Fußgänger. Wer einen Zebrastreifen überquert, sollte sich vorher also genau nach allen Seiten umsehen. In Spanien hält dafür nicht jeder Autofahrer tatsächlich bei einer roten Ampel. In den Niederlanden ist Vorsicht und vorausschauendes Fahren geboten, Radfahrer können jederzeit und meist in flottem Tempo um die Kurve kommen. valdis torms - Fotolia.com 16

17 TOKIO UND WARSCHAU HABEN DIE BESTEN HOTELS In Warschaus Hotels sind Gäste in Europa am zufriedensten. Dies galt bereits für die Erhebung von hotel.de aus dem Vorjahr. Deutlich besser als 2012 bewerten Buchungskunden die Hotellerie von Bratislava. Mit einem Plus von 0,19 auf 7,77 Punkte macht die Hauptstadt der Slowakei zwei Plätze gut. Auch Berlin rangiert nun einen Platz weiter vorne. Weniger zufriedene Gäste hinterließen dagegen erneut die Hoteliers in Rom und London. Während die Stadt am Tiber immerhin noch 6,91 Punkte (Vorjahr: 6,92) erreicht, bewerten die Buchungskunden die Stadt an der Themse bislang nur mit 6,57 Punkten IMPRESSUM HERAUSGEBER: BUND DER AUSLANDS- ERWERBSTÄTIGEN E.V. KÜHNEHöFE HAMBURG TEL REDAKTION: ANNE-KATRIN SCHULZ SANJA ZIVKOVIC GESTALTUNG / LAYOUT: PRADEEP DHARMAPALAN LEKTORAT: ANDREA KRAUS COPYRIGHT: DIE BEITRÄGE IM BDAE- NEWSLETTER SIND URHE- BERRECHTLICH GESCHÜTZT UND DÜRFEN NICHT OHNE SCHRIFTLICHE GENEHMI- GUNG DURCH DEN HERAUS- GEBER REPRODUZIERT WERDEN. DIE BEITRÄGE DES BDAE- NEWSLETTERS SPIEGELN DIE MEINUNG DER REDAKTION UND NICHT UNBEDINGT DIE DES BDAE WIDER. AUS ALLER WELT (Vorjahr 6,58). Auch Paris zeigt im europäischen Vergleich noch immer eine Menge Verbesserungspotenzial, kann aber gegenüber dem Vorjahr ordentlich zulegen. Hotelgäste sind 2013 deutlich zufriedener mit der dort ansässigen Hotellerie und vergeben nun 6,89 Punkte (Vorjahr 6,74). Beim Vergleich ausgewählter internationaler Metropolen schneidet insbesondere die Hotellerie von Tokio mit 7,66 Punkten gut ab. Singapur kann den dritten Rang verteidigen, obwohl sich die Übernachtungsgäste dort weniger zufrieden zeigen als im Jahr zuvor. Somit ist Peking mit einem Bewertungsplus auf 7,25 Punkte ganz nahe an die Top 3 herangerückt. Sydney dagegen erreicht nach 7,25 Punkten 2012 nunmehr 7,22 Punkte und büßt damit einen Platz ein. Hintergrund: Übernachtungsgäste bewerten die über gebuchten Hotels nach ihrer Abreise anhand CHINESEN FINDEN DEUTSCHE FIRMEN ARROGANT Jeder zweite Chinese empfindet das Auftreten deutscher Firmen auf dem chinesischen Markt als arrogant. Positiv bewerten die Chinesen mit 97 Prozent aber weiterhin das Qualitätsbewusstsein der Deutschen. Grundsätzlich ist die große Mehrheit der Befragten jedoch der Meinung, dass deutsche Hersteller stärker auf chinesische Kundenwünsche eingehen müssen (94 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung der Staufen AG in der Volksrepublik China. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen der Unternehmensberatung zufolge sehr deutlich, dass sich deutsche Unternehmen in China zu keinem Zeitpunkt auf den Erfolgs-Lorbeeren vergangener Tage ausruhen dürfen. Der Wettbewerb auf dem schnell wachsenden chinesischen Binnenmarkt fordere von den deutschen Firmen stärker denn je, stetig die eigenen Schwächen zu identifizieren und diese zügig auszuräumen. eines Punktesystems (0 bis 10 Punkte). In die Gesamtbewertung fließen die Kriterien Zimmerqualität, Freundlichkeit des Personals, Sauberkeit, Lautstärke, Preis- Leistungs-Verhältnis sowie Frühstück/Gastronomie ein. Im Ranking wurden die Werte auf die zweite Nachkommastelle gerundet. julvektoria - Fotolia.com Ernst zu nehmen sei dabei nicht nur das weit verbreitete Image deutscher Firmen, arrogant zu sein. 84 Prozent der chinesischen Kunden finden, dass deutsche Anbieter ihren Service verbessern sollten. Zwei Drittel halten deutsche Produkte außerdem für zu teuer. Und nur knapp jeder Zweite attestiert deutschen Anbietern ein modernes Image. Die Konsequenz aus diesen Ergebnissen: Deutsche Unternehmen sollten künftig stärker als bisher auf die Bedürfnisse der chinesischen Kunden Rücksicht nehmen. Konkret hieße das beispielsweise für Maschinenbauer: Ihre Kunden benötigen oft nicht Premium-Produkte höchster deutscher Ingenieurskunst, sondern Maschinen, die ganz klar ihren Bedürfnissen entsprechen. Das sind häufig moderne Fertigungsanlagen in Basisausstattung, die etwas günstiger in der Anschaffung, vor allem aber leichter von den chinesischen Mitarbeitern zu bedienen und zu warten sind. Insgesamt kann sich das Prädikat»Made in Germany«weiterhin sehen lassen. Produkte und Services deutscher Hersteller werden von den Chinesen besser eingeschätzt (8,3 von 10 Punkten) als vergleichbare Angebote amerikanischer (7,7 von 10 Punkten) oder heimischer chinesischer Anbieter (6,6 von 10 Punkten). 41 Prozent der Befragten gehen jedoch davon aus, dass der Vorsprung deutscher Produkte keine Selbstverständlichkeit bleibt und erwarten eine Qualitäts-Annäherung durch chinesische Anbieter. 17

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