Integriertes Management am Beispiel des IKMZ der BTU Cottbus

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1 Integriertes Management am Beispiel des IKMZ der BTU Cottbus ZKI-Herbsttagung 2010 BTU Cottbus 21. September 2010 Dr. Andreas Degkwitz Leiter des IKMZ der BTU Cottbus 1

2 01 Auftrag/Ziele des IKMZ 02 Herausforderungen 03 Vernetzung 04 Ergebnisse 05 Standardisierung 06 Wertschöpfung 07 Nutzererwartungen 08 Versorgungsszenarien 2

3 Auftrag des IKMZ Auftrag des IKMZ gemäß Grundordnung der Universität ist die effiziente und nutzergerechte Versorgung von Forschung, Lehre, Studium und Verwaltung mit folgenden Diensten: Daten- und Informationsverarbeitung, Netz-, System- und Sicherheitstechnik, Literatur- und Informationsversorgung, Anwendung und Unterstützung multimedialer, vernetzter Arbeitsformen. Zugleich hat das IKMZ auf diesen Gebieten eine koordinierende Aufgabe für die Universität. 3

4 Zielsetzung des IKMZ Zielsetzungen des mit Gründung des IKMZ begonnenen Prozesses der Dienste- und Serviceintegration sind eine nachfrageorientierte und qualitätsgesicherte Optimierung der Dienstleistungsangebote für Forschung, Lehre, Studium und Verwaltung der Universität sowie eine höhere Kosteneffizienz der Informationsinfrastruktur. Motivation und Treiber dieser Entwicklung sind: der Bologna-Prozess, der attraktive Lehr- und Studienbedingungen einschließlich eines kundenorientierten Campusmanagement erfordert, die Profilierung der Forschungsaktivitäten der Universität, die eine leistungsfähige Informationsinfrastruktur voraussetzt, die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Universität, für die Informationsinfrastruktur eine wesentliche Voraussetzung ist. 4

5 Herausforderungen Die Orientierung der Unterstützungsprozesse der Informationsinfrastruktur an den Kernprozessen in Forschung, Lehre, Studium und Verwaltung. Erwartet wird eine möglichst nahtlose Workflow-Unterstützung ohne Medienbrüche und mit einfachem Handling. Access- bzw. Zugangsmanagement einschließlich der nutzerspezifischen Rechte und Rollen (identity, privacy, roaming, security). Intuitive und komfortable Navigations- und Rechercheoptionen als unerlässlich erweisen, die einen raschen Zugang zur gewünschten Information sicherstellen. 5

6 Interdisziplinäre Vernetzung Welche Serviceorganisation ist Voraussetzung für die bestehenden bzw. absehbaren Anforderungen? Die Konzentration auf die Unterstützung der Workflows in Forschung, Lehre, Studium und Verwaltung stellt die Zuordnung von Dienstleistungen zu einzelnen Einrichtungen in den Hintergrund. Vielmehr geht es um vernetzte Funktionsbereiche, deren unmittelbares Zusammenspiel die absehbar nachgefragten Serviceumgebungen sichert. Ausgehend von den Kernaufgaben der Strukturbereiche verlagert sich das Funktionsspektrum immer mehr zu interdisziplinären (einrichtungsübergreifenden) Aufgaben, wie die Entwicklungsfelder e-learning, e- Science und e-adminstration beispielhaft zeigen. 6

7 Gemeinsame Projektergebnisse Realisierung einer durchgängigen Nutzerverwaltung (LDAP), Entwicklung eines Studierendenportals auf Basis von Life-Ray, Systemintegration aus den Bereichen Multimediazentrum und Betriebliche Datenverarbeitung im Rechenzentrum, Gemeinsame Durchführung des BMBF-Projekts zur e-learning- Integration, Gemeinsame Beantragung von EFRE-Mitteln zur Ausstattung im Rahmen von e-learning und e-science, Dokumentation von Produktplänen und Kernprozessen der IKMZ- Bereiche Wechselseitige Schulungen zur Kompetenzvermittlung zur Verbesserung der bereichsübergreifenden Kommunikation, 7

8 Standardisierung Im Hinblick auf die sich abzeichnenden Anforderungen und die dafür notwendigen Voraussetzungen wird sich bei zugleich knapper werdenden Personal- und Sachmittelbudgets die Frage stellen, in welchem Umfang der Systembetrieb für Basis- und Routinedienste künftig noch (nahezu ausschließlich) mit lokal verfügbaren Kapazitäten gewährleistet werden kann. Dies betrifft auch den Komplex der dezentralen IT-Strukturen in Fakultäten vor Ort Rezentralisierung Aller Voraussicht nach wird es auf diesem Gebiet verstärkt zu standortübergreifenden (Verbund-)Kooperationen (resource sharing) kommen, die Out-Tasking- und Out-Sourcing-Optionen sowie die Rezentralisierung dezentraler Basis-IT ausdrücklich einbeziehen. Damit einhergehen wird eine zunehmende Standardisierung der Basis- und Routinedienste und der zugrund liegenden technischen Plattformen. Dabei sind gängige und weit verbreitete Werkzeuge (Standardisierung, keine Sonderlösungen) gefragt. Lokale Eigenentwicklungen werden sich nur als Modell-Lösung bzw. Übergangslösungen erweisen, sofern es dabei um Dienste und Services der zentralen Informationsinfrastruktur geht. Für 8 disziplinen- oder fachspezifische Anwendungen ist das anders zu sehen.

9 Wertschöpfung These: Mit dem Einsatz von Informationstechnologie soll die Wertschöpfung in Forschung, Lehre und Verwaltung optimiert werden. Wissenschaft wird so den Grundsätzen eines Produktionsbetriebes unterworfen, der mit Parametern wie Effizienz, Formalisierung, Quantifizierbarkeit und Standardisierung dem Entwicklungsanspruch von Forschung eigentlich eher zuwiderläuft als entspricht. Die zunehmend geforderte Output-Orientierung wissenschaftlicher Aktivitäten begünstigt den Einsatz betriebswirtschaftlicher Methoden für die Bewertung von Forschungsvorhaben (Benchmarking, Evaluation, Marketing, Ranking etc.) sowie die Nutzung von Werkzeugen der Informationstechnologie für Distribution, Generierung, Kommunikation und Speicherung von Inhalten. 9

10 Nutzerwartungen Forscher und Wissenschaftler geraten in die Situation, sich betriebs-wirtschaftlicher Methoden und informationstechnischer Werkzeuge zu bedienen bzw. bedienen zu müssen, ohne jedoch deren Potential in letzter Konsequenz ausschöpfen zu wollen: Forschung und Lehre sind kein business und in diesem Sinne auch nicht output-orientiert. Daraus ergeben sich für wissenschaftliches Arbeiten eher individualisierte oder projektspezifische Servicebedarfe, um Prozesse in Forschung und Lehre mit Diensten und Werkzeugen der Informationstechnologie zu unterstützen: Entwicklungsumgebung, keine Produktionsumgebung! Der Mehrwert des IT-Einsatzes wird in entsprechenden Formen des Support und der Unterstützung gesehen. 10

11 Versorgungsszenarien Von daher sollte im Kontext von Support- oder Versorgungskonzepten zunächst weniger die Frage des Technologie- Einsatzes als vielmehr die Frage beantwortet werden, welche Ziele mit welchen technologischen Mitteln erreicht werden wollen. Zur Klärung der damit zusammenhängenden Fragen empfiehlt sich, die anstehenden Arbeitsabläufe gemeinsam als Prozesse zu formulieren und sich auf dieser Grundlage zu verdeutlichen, wie sich die workflows informationstechnisch unterstützen lassen: Auslagerung (Outsourcing) von Diensten, Nutzung eigener Infrastruktur, Projektentwicklungen etc. Dies fordert von der zentralen IT-Infrastruktur die Entscheidung, inwieweit sie Beratungs-, Entwicklungs- und Providerfunktionen wahrnehmen kann und in welcher Rolle sie sich dabei primär sieht. 11

12 VIELEN DANK FÜR IHRE AUFMERKSAMKEIT! Dr. Andreas Degkwitz Leiter des IKMZ der BTU Cottbus Tel: Fax:

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