Neue Zeitung. UNGARNDEUTSCHES WOCHENBLATT 53. Jahrgang, Nr. 32 Preis: 150 Ft Budapest, 7. August 2009

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1 Neue Zeitung UNGARNDEUTSCHES WOCHENBLATT 53. Jahrgang, Nr. 32 Preis: 150 Ft Budapest, 7. August 2009 Heimkehr zu meinen Wurzeln Der achtzigjährige Professor Antal Mádl über Heimatdorf und Wissenschaft In Dunakeszi, im Büro der Minderheiten, nicht weit von der schönen Sankt Michaelskirche, empfängt mich der emeritierte Germanistikprofessor Antal Mádl. Er arbeitet noch, und zwar für die deutsche Minderheit in Dunakeszi. Auf dem Tisch liegen einige Bücher: seine große Lenau- Monographie, ein bildreiches Büchlein über denselben Dichter und ein zweibändiges unlängst erschienenes Werk über sein Heimatdorf Banda/Bánd, dessen Hauptredakteur und teils Verfasser er ist. Herr Professor, Sie redigierten die Monographie über Banda. Haben Sie noch Kontakte zu Ihrem Heimatdorf? Wie vergingen Ihre Kinderund Jugendjahre in einem hauptsächlich von Deutschen bewohnten Dorf? Dieses Buch bedeutet für mich viel, es ist wie ein Geburtstagsgeschenk. Während der Arbeit daran kamen plötzlich längst vergessene Erlebnisse der Kinder- und Jugendjahre ins Gedächtnis. Ich kehrte seelisch nach Hause. Ich wurde am 9. August 1929 in Bandau geboren. Ich entstamme einer kleinbäuerlichen Familie und bin der erste, der eine intellektuelle Laufbahn einschlug. Bei den Piaristenlehrern in Wesprim traf ich auf eine Fortsetzung der liebevollen, gutherzigen, aber strengen Erziehung des Vaterhauses und der Grundschullehrer, die zusammen meine spätere Laufbahn bestimmten. In der Ferienzeit half ich bei der bäuerlichen Arbeit, die zu Ausdauer (Fortsetzung auf Seite 3) Dorftag in Sulk Erfolg mit abwechslungsreichem Programmangebot Mit dem Auftritt der Sulker Blaskapelle begann das Kulturprogramm am ersten Augusttag im landschaftlich idyllischen Sulk/Szulok in der Schomodei. Trotz Rekordtemperaturen lockte der Dorftag zahlreiche Leute zum Fischteich am Ortseingang. Sport, Spiele, Musik und Tanz wurden an diesem Tag für alle Altersgruppen angeboten, auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt, in mehreren Kesseln brodelte Gulaschsuppe. Schon um 6 Uhr in der Früh versammelten sich die ersten Sulker mit ihren Ruten am Fischteich und angelten um die Wette, um 10 Uhr kamen die Pferdeliebhaber dazu, denn auf dem Hindernisplatz zeigten die Kutscher und Gespannfahrer ihr Können. Nach den sportlichen Aktivitäten in der prallen Mittagshitze, setzten sich die Zuschauer unter die Akazienbäume und genossen das kulturelle Angebot. Stolz applaudierten sie den Musikanten der Gemeinde, die mit ungarndeutschen Melodien und stimmungsvollen Rhythmen für beste Laune sorgten. Auch die Sulker Tänzer, die in drei Altersgruppen Traditionspflege betreiben, traten auf die Bühne. Vor allem viele ältere Menschen waren auf diese Auftritte gespannt, so manche schwelgten nostalgisch in Erinnerungen und fühlten sich in ihre Jugend versetzt. (Fortsetzung auf Seite 2) Auf dem Temeswarer Domplatz kann man das Zusammenleben verschiedener Völker und Religionen bewundern. Unseren Beitrag über das Fotoalbum Temeswar lesen Sie auf Seite 6. Foto: I. F. Aus dem Inhalt Mit der Beilage für Deutschpädagogen BUSCH-TROMMEL Zum 5. Mal Donauschwäbisches Blasmusikkonzert Am 26. Juli fand in der vollbesetzten Konzertmuschel des Herzogenriedparks in Mannheim zum fünften Mal das Donauschwäbische Blasmusikkonzert statt. Veranstalter war der Freundeskreis der donauschwäbischen Blasmusik. Seite 2 Erfolgreiche Bewerbung in Großmanok Großmanok, unlängst zur Stadt ernannt, hat Grund zur Freude, denn insgesamt war man mit zwei Anträgen erfolgreich und das bedeutet mehr als 17 Millionen Forint. Die ergänzende Unterstützung für den Nationalitätenunterricht wird für das kommende Schuljahr eingesetzt. Seite 3 20 Jahre Partnerschaft Unterensingen Nadasch Wir wollen einen Beitrag für Freundschaft und Verständnis in Europa leisten mit diesem Zitat aus der 20jährigen Partnerschaftsurkunde begann die Feier in Deutschland zu Ehren der vergangenen zwei Jahrzehnte. Seite 4 Heimatmuseum in Waschad Auch die Tolnauer Gemeinde Waschad/Varsád hat nun ein Heimatmuseum. Geplant hatte die Deutsche Selbstverwaltung dieses Heimatmuseum seit den 90ern konnte sie das mehr als 100 Jahre alte Gebäude kaufen. Seite 4 Die neuerliche Eroberung der Burg Ehrenberg Im Tiroler Außerfern kommt man nicht zufällig vorbei dort fährt man gezielt hin. Die Lechtaler Alpen schieben sich wie ein Riegel von West nach Ost zwischen das Lechtal und das Inntal. Seite 11 Linz: Kulturhauptstadt Europas 2009 Seite 11/12

2 2 B E R I C H T E NZ 32/2009 Neue Zeitung Ungarndeutsches Wochenblatt Chefredakteur: Johann Schuth Adresse/Anschrift: Budapest VI., Lendvay u. 22 H 1062 Telefon Sekretariat: +36 (06) 1/ (06) 1/ Fax: +36 (06) 1/ Mobil: +36 (06) 30/ Internet: Verlag: Magyar Közlöny Lap- és Könyvkiadó Kft Budapest VlII., Somogyi Béla u Internet: Verantwortlich für die Herausgabe: Dr. László Kodela Vorstandsvorsitzender/Generaldirektor Druckvorlage: Comp-Press GmbH Druck: Magyar Közlöny Lap- és Könyvkiadó Lajosmizsei Nyomdája Verantwortlicher Leiter: Burján Norbert Index: 25/646.92/0233 HU ISSN Anzeigenannahme direkt in der Redaktion Mitglied der weltweiten Arbeitsgemeinschaft Internationale Medienhilfe (IMH-NETZWERK) Unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos werden weder aufbewahrt noch zurückgeschickt Gedruckt mit Unterstützung der Stiftung für die Nationalen und Ethnischen Minderheiten Ungarns und des Bundesministeriums des Innern der Bundesrepublik Deutschland Vertrieb unserer Zeitung Zu bestellen nur bei: Magyar Közlöny Lap- és Könyvkiadó Kft Budapest, Somogyi Béla u Bp. Pf. 361 Telefon: , Fax: Internet: Jahresabo: 7056 Ft Einzelpreis: 150 Ft Direktbestellungen im Ausland: über die Neue-Zeitung-Stiftung Budapest, Lendvay u. 22 H Jahresabonnement 2009: Deutschland: 110 Euro Österreich: 100 Euro Schweiz: 170 sfr DEUTSCHLAND: KUBON UND SAGNER ABT. ZEITSCHRIFTENIMPORT D München Zum 5. Mal Donauschwäbisches Blasmusikkonzert Dank der freundlichen Unterstützung durch die Landsmannschaft der Banater Schwaben und des Innenministeriums des Landes Baden-Württemberg fand am 26. Juli um 14 Uhr in der vollbesetzten Konzertmuschel des Herzogenriedparks in Mannheim zum fünften Mal das Donauschwäbische Blasmusikkonzert statt. Veranstalter war der Freundeskreis der donauschwäbischen Blasmusik. Königswartha: die Kindertagesstätte Zwergenland, die in der Trägerschaft des Christlich-Sozialen Bildungswerks Sachsen, mit Sitz in Miltitz liegt, hatte Besuch durch den Landratsabgeordneten Marko Schiemann. In der 20 Kinder zählenden Krabatgruppe mit ihrer Leiterin Helene Scholze werden sie auf den Sorbischunterricht in der Schule vorbereitet. Marko Schiemann konnte sich vom guten Stand der Lernergebnisse überzeugen, und da er selbst der sorbischen Sprache mächtig ist, entwickelte sich eine lebhafte Unterhaltung. Die Kinder versprachen, mit der Natur schonend umzugehen und besonders die Bäume zu schützen. Die Kinder haben überwiegend deutschsprachige Eltern und lernen nun schon im Kindergarten als Ergänzung die sorbische Sprache. Nur Linde gepflanzt Marko Schiemann beim Pflanzen der Linde Für dieses Jahr hatten sich drei Kapellen zur Verfügung gestellt, die ohne Gage jeweils eineinhalb Stunden lang aufspielten. Den Anfang machten Peters Schwabenmusikanten unter der Leitung von Peter Bartkowiak. Danach spielten die Kleinturwaller Musikanten aus Ungarn unter der Leitung von Peter Tamás. Als jüngste Kapelle (nicht nur des Alters wegen, sondern auch der Mitgliedschaft im Freundeskreis der donauschwäbischen Blasmusik) erwarben sie mit ihrem schwungvollen Beitrag und der gekonnten Instrumentierung, der hervorragenden Übereinstimmung mit ihrem Kapellmeister und der jugendlichen Ausstrahlung die Sympathie des Publikums. Mit stehendem Applaus wurden die Musiker für ihren Vortrag belohnt. Stefan H. Pollman, Vorsitzender des Freundeskreises der donauschwäbischen Blasmusik, überreichte dann der Kapelle eine Erinnerungsurkunde für ihre Teilnahme und als besondere Überraschung des Tages wurde Sándor Kaszás zum Ehrenmitglied des Freundeskreises ernannt. Die Begründung dafür war sein außergewöhnlicher und unermüdlicher Einsatz in der Jugendarbeit und in der Erhaltung der durch den gezielten Gebrauch dieser Sprache kann man helfen, daß die nationale Minderheit der Sorben überlebt. Nach einem Rundgang durch die moderne und ausgezeichnet ausgestattete Einrichtung unter der Führung der Leiterin Ute Sykora kam es dann im nahen Wohngebiet zu etwas nicht Alltäglichem. Marko Schiemann und Christine Hultsch von der Wohnungsbau GmbH hatten einen Baum gesponsert, der nun mit Hilfe der Kinder an seinem Bestimmungsort eingepflanzt wurde. Die Kinder werden ihn symbolisch in seinem Wachstum begleiten. Logischerweise ist der Baum eine Linde, das Traditionszeichen der Sorben, und somit auch ein Lebenszeichen des kleinen slawischen Volkes in der Lausitz. Heinz Noack Den Ahnen zur Ehre, Der Heimat zum Dank, Den Menschen zur Freude, Dient unser Spiel und Gesang. donauschwäbischen Musiktraditionen. Manfred Mayrhofer, Vertreter des Landesrates der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen, bedankte sich für die Möglichkeit des Auftrittes der Kleinturwaller Musikanten und überreichte als Erinnerungsgeschenk für das Archiv der Donauschwäbischen Blasmusik 14 Partituren von Sylvester Herzog, die anläßlich eines Gedenkkonzertes im Jahre 2008 in Wudersch von Mitgliedern des Landerates und der örtlichen Deutschen Selbstverwaltung erstellt wurden. Pollmann übergab dem Landesrat 5 DVDs über die Donauschwäbischen Blasmusikkonzerte von Beginn an. Zum Abschluß spielte die Ungarndeutsche Heimatblaskapelle Backnang (Leitung Hans Kriso) nicht minder schwungvoll. Wie schon in den vorherigen Jahren moderierte auch diesmal wieder Anton Bleiziffer schwungvoll humoristisch und von hohem Fachwissen geprägt die Veranstaltung. Geplant ist, vom diesjährigen Konzert und vom Konzert zum zehnjährigen Jubiläum des Freundeskreises Donauschwäbische Blasmusik aus dem letzten Jahr eine DVD herauszubringen. Mit einem Arbeitsessen mit Bernhard Krastl, dem Bundesvorsitzenden der Banater Schwaben Deutschland und Präsident des Weltdachverbandes der Donauschwaben, bei dem die bessere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Mitgliedsvereinen, der Aufbau einer internationalen Datenbank der Jugend und Kulturarbeit besprochen wurde, klang ein erlebnisreiches Wochenende aus. M. M. Dorftag in Sulk Erfolg mit abwechslungsreichem Programmangebot (Fortsetzung von Seite 1) Mit dem Szulok-Lauf und mit Fußball ging der sportliche Teil des Tages weiter. Im Familienprogramm des Dorftages gab es eine Menge Spiele für die Kinder, und während man im Fischteich mit dem Tretboot unterwegs war, konnte man auch die Musik des Festprogramms mitverfolgen. Zum dreizehnten Mal findet dieser Dorftag statt, immer am ersten Augustwochenende. Einen Nationalitätentag organisierten wir vor einem Monat, das sind die beiden großen Veranstaltungen des Jahres, so der Bürgermeister von Sulk Josef Wirth, der den Erfolg dem abwechslungsreichen Programmangebot zuschreibt. Wer nach so viel Sport und Kultur immer noch nicht müde war, konnte den Tag mit einem Ball am Abend abschließen. Chr. A.

3 NZ 32/2009 G E M E I N S C H A F T E N D E R U N G A R N D E U T S C H E N 3 (Fortsetzung von Seite 1) zwang und viele Erfahrungen mit sich brachte. Diese Erfahrungen, verbunden mit dem Alltagsleben in einem Schwabendorf, mit dem Geschmack der heimischen Speisen ( Kuluf, Strudel, Mehlspeisen) begleiteten mich durch die vergangenen Jahrzehnte. Als schöne Erinnerungen blieben auch die Kirchenfeste mit den Volksbräuchen und Sitten, die gemeinsam begangenen religiösen und weltlichen Feiertage. Es war eine tragische Wendung der Geschichte, daß die Nachfolger der ehemaligen Ansiedler ungefähr nach 200 Jahren ihre gewählte Heimat verlassen mußten. Betraf die Vertreibung auch Ihre Familie? Leider ja! Ich wuchs unter fast idyllischen Umständen auf, denen das Jahr 1945 ein Ende machte. Unser strohbedecktes Haus brannte ab. Kurz darauf starben meine Mutter und ein jüngerer Bruder. Mein Vater brach seelisch zusammen. In den ersten Tagen des Jahres 1948 fanden wir auch unseren Namen auf der Vertreibungsliste. Vorher wußte man es im Dorf so, daß die Volksbündler und SS-Mitglieder ausgesiedelt werden, aber die bloß Deutschsprachigen nicht als schuldig betrachtet werden. Ich stand damals vor der Reifeprüfung mit dem festen Entschluß, ein Hochschulstudium anzutreten und Lehrer zu werden. Die Piaristen boten mir gratis Unterkunft in ihrem Internat, um mein Vorhaben zu unterstützen. Das bestärkte mich in meinem Entschluß, der Vertreibung zu entgehen. Mein Vater bejahte mein Vorhaben, und in der Vornacht zum Stichtag verschwanden wir aus dem Heimatdorf. Als Staatenlose und Enteignete verbrachten wir versteckt zwei Jahre, bis eine allgemeine Amnestie wieder eine Rückkehr ins normale Leben ermöglichte. Nach diesem abenteuerlichen Versteck haben Sie ohne weiteres Einlaß in die Universität Budapest erhalten? Ich habe Glück gehabt, aber ich mußte meinen Lebenslauf etwas verschönern. Ein öffentliches Bekenntnis meiner deutschen Herkunft und Zugehörigkeit zur deutschen Minderheit im Lande war erst nach dem Abschluß meines Studiums möglich. Ich wollte eigentlich in den Fachrichtungen Romanistik und Germanistik studieren. Eine heute völlig unklug wirkende Stellungnahme des Ministeriums drängte aber die modernen Philologien zurück. Ich wählte neben der deutschen Sprache und Literatur das Fach Hungarologie. Erst 1953, als nach Stalins Tod auch in Ungarn sich der politische Druck etwas lockerte, bekam mein Fachgebiet etwas Bewegungsfreiheit. Und ich erhielt eine neu eröffnete Heimkehr zu meinen Wurzeln Der achtzigjährige Professor Antal Mádl über Heimatdorf und Wissenschaft Assistentenstelle in dem Fach Germanistik. Herr Professor, wie verlief Ihre Lehrtätigkeit bis zum Direktor des Germanistischen Instituts? 1953 begann ich als Assistent und arbeitete neben meiner Unterrichtstätigkeit an meiner Promotion. Diese erfolgreich verteidigt, wurde ich 1963 vom Unterrichts- und vom Außenministerium nach Wien, in das wiedereröffnete Collegium Hungaricum delegiert, um an der Seite des Direktors als Kulturreferent die 1949 gewaltsam abgebrochenen kulturellen Kontakte mit dem Nachbarland Österreich wieder aufzubauen. Es verlief kaum ein Jahr, als das Unterrichtsministerium mich unerwartet nach Budapest rief und als Dozent der Budapester Germanistik ernannte. Nach meiner Habilitation über Thomas Mann, die ich an der Universität Leipzig verteidigte, erhielt ich zusammen mit dem Dauerauftrag der Institutsdirektorstelle im Jahre 1977 die Professur für deutsche und österreichische Literatur. Meine Leitungstätigkeit umfaßte rund fünfundzwanzig Jahre. Es war eine schöne, aber kämpferisch harte Zeit, in der ich die Studentenzahl von etwa fünfzig auf ca. vierhundert erheben konnte, die Seminar-Bibliothek auf das doppelte vermehrte und es zur Freude der Germanistikstudenten an allen ungarischen Universitäten durchsetzen konnte, daß jeder zukünftige Deutschlehrer ein Semester an einer deutschen Universität absolvieren durfte. Das sechzigste Lebensjahr erreicht, gab ich den Direktorenposten auf, um mich mehr der Forschung und den wissenschaftlichen Kontakten mit deutschen und internationalen germanistischen Einrichtungen widmen zu können ging ich in Rente. Einen Seitensprung muß ich hier noch erwähnen: Die zur vollen Universität erweiterte Technische Universität Wesprim lud mich ein, auch eine Germanistik aufzubauen. Hier hatte ich freie Hand und richtete vom dritten Studienjahr an einen Sondergang für zukünftige Lehrer in den Schulen der deutschen Minderheit ein. Mit dem Lehrerberuf geht die Forschungsarbeit Hand in Hand. Sie haben einen Lieblingsdichter, Nikolaus Lenau, und einen Lieblingsschriftsteller, Thomas Mann, über deren Lebenswerke Sie Monographien und zahlreiche Publikationen schrieben. So ist es. Bereits als Gymnasiast las ich Lenaus Gedichte. Sie machten einen tiefen Eindruck auf mich. Besonders die ungarischen Landschaftsschilderungen mit ihren einfachen, armen und gottverlassenen Menschen, sein ständiger Kampf mit sich selbst und sein Protest gegen die Arroganz der Mächtigen ergriff mich bei diesen ersten Lektüren. Eine ähnliche Verknüpfung ergab sich auch bei der Beschäftigung mit Thomas Manns Lebenswerk: Eine sehr interessierte und begabte Studentin, die später auch meine Mitarbeiterin wurde, Judit Gyôri, regte ich an, Thomas Manns Beziehungen zu Ungarn für eine Promotion zu überprüfen. Das Thema gab erstaunlich vieles her, erweiterte sich zu einem Dokumentationsband, den wir gemeinsam herausgaben. Die laufenden Vorlesungen führten dann zu einer Untersuchung des Humanismus-Begriffes bei Thomas Mann und erweiterten sich zu meiner Habilitationsschrift. Eine Gastprofessur in Hamburg brachte mir den Ehrendoktor ein. Vorträge an verschiedenen deutschen, österreichischen und Schweizer Universitäten ebneten den Weg Erfolgreiche Bewerbung in Großmanok Finanzierung von Museumsbesuch und Schulbüchern Jedes Jahr wird vom Ministerium für Bildung und Kultur eine Bewerbungsmöglichkeit angeboten. Das Bildungszentrum in Großmanok hat sich schon öfters um Unterstützung bemüht, mit mehr oder weniger Erfolg. Diesmal hat Großmanok, unlängst zur Stadt ernannt, Grund zur Freude, denn insgesamt war man mit zwei Anträgen erfolgreich und das bedeutet mehr als 17 Millionen Forint. Die ergänzende Unterstützung für den Nationalitätenunterricht wird für das kommende Schuljahr eingesetzt und ist dazu gedacht, den Kindern das Erlernen des Nationalitätenstoffes zu erleichtern. Man muß mit den Anträgen und mit der Vorbereitung viel arbeiten, doch der Erfolg belohnt die Pädagogen. Kinderprogramme werden davon finanziert, Kindercamps, Museumsbesuche, Theaterbesuch, Wettbewerbe oder Reisen, so die Direktorin des Bildungszentrums Rita Wusching. Wenn die Schule wenig Geld hat, muß man alles versuchen, um diese Programme finanzieren zu können. Die Nationalitäteninhalte werden so für die Großmanoker und für andere Schulen spielerisch in einem Wettbewerb vermittelt, und auch die alljährlich geplanten Besuche in ungarndeutschen Museen und bei der Deutschen Bühne Ungarn werden dadurch finanziert. Die zweite erfolgreiche Bewerbung sorgt dafür, daß die Kinder all ihre deutschsprachigen Bücher für den Nationalitätenunterricht kostenlos erhalten. Chr. A. zu Gremien verschiedener internationaler Germanistenvereinigungen und Dichtergesellschaften. Als Anerkennung dieser Tätigkeit erhielt ich 1993 im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich als erster in Ungarn den Alexander von Humboldt-Preis. Herr Professor, Sie unterrichteten bis zum 70. Lebensjahr, aber nach der Pensionierung wirkten Sie weiter als Doktorvater oder Gutachter zahlreicher Doktoranden. Ein wichtiger Anteil der Tätigkeit eines Institutsdirektors ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ich habe kontinuierlich Doktoranden betreut und außerdem alle Promotionsschriften, die im Institut über Literaturwissenschaft eingereicht wurden, gelesen, einen Großteil davon auch selbst begutachtet. Meine zwei letzten Doktoranden verteidigten 2008 ihre Arbeit. Das war auch der Zeitpunkt, als ich mich von der Arbeit am Institut in einer kurzen Ansprache verabschiedete. Beachten Sie als Rentner noch die Ereignisse im Bereich der Germanistik oder beschäftigen Sie sich nur mit dem Nationalitätenleben in Dunakeszi? Haben Sie sich aus der großen Welt in eine engere, kleine Welt zurückgezogen? In den letzten drei Jahren habe ich viele Erfahrungen in der Minderheitenarbeit gesammelt. Es ist sehr interessant für mich, das einzige, aber auch landesweit sehr anerkannte Gymnasium einer Kleinstadt in seinem Alltag beobachten zu können und aus unmittelbarer Nähe einen Einblick ins öffentliche Leben der Stadt zu bekommen. Das bedeutet für mich eine Art Heimkehr zu meinen Wurzeln. Meine jetzige Welt ist in dieser Stadt und als Rentner nicht enger geworden, aber dem realen Alltag näher gerückt. Ich kann von meinem Heim verfolgen, was in meinem Fachgebiet im Lande und auch auf internationaler Eben vor sich geht. * Die in der Einleitung erwähnte zwei Lenaubücher sind Geschenke, die am Tag der Pädagogen die besten Deutschlehrer und Schüler mit Bestleistungen erhalten. Die Deutsche Selbstverwaltung in Dunakeszi gründete diesen nach Nikolaus Lenau benannten Preis. Die Idee stammt vom Vorstandsmitglied der Selbstverwaltung, Gábor Mayer. Ihm und Károly Windhager, ebenfalls Mitglied des Vorstandes, gebührt auch ein besonderer Dank für die Mithilfe bei der Verwirklichung. Professor Antal Mádl ist einer der Gründer der Internationalen Lenau-Gesellschaft (1964). Er stellte sein Lenaubuch und sein Wissen über den Dichter mit Freude diesem Ziel zur Verfügung. Agata Gisela Muth

4 4 G E M E I N S C H A F T E N D E R U N G A R N D E U T S C H E N NZ 32/2009 Gelebte Freundschaft 20 Jahre Partnerschaft Unterensingen Nadasch Wir wollen einen Beitrag für Freundschaft und Verständnis in Europa leisten mit diesem Zitat aus der 20jährigen Partnerschaftsurkunde begann Anfang Juli die Feier in Deutschland zu Ehren der vergangenen zwei Jahrzehnte. Die Zielsetzungen seien auch heute noch gültig, auch wenn die Umstände sich seit 1989 sehr verändert haben, meinten sowohl Bürger als auch Vorsteher der beiden Ortschaften. Eine Partnerschaftsurkunde reicht aber bei weitem nicht aus, um einen engen Kontakt aufrechtzuerhalten. Dazu braucht man die Menschen in Nadasch und Unterensingen. Zahlreiche gegenseitige Besuche von Vereinen, Schulklassen und Familien haben diese Beziehung in den vergangenen Jahren immer vertieft, und man fühlt sich im Partnerort wie zu Hause. Durch die finanzielle und fachliche Unterstützung der Deutschen haben die Nadascher viele Projekte verwirklichen können, unter anderem bekamen die Grundschule und das Seniorenheim regelmäßig Hilfe, zum Beispiel für die Ausstatttung. Das 20jährige Jubiläum der Partnerschaft wurde zuerst in Nadasch gebührend gefeiert, und Anfang Juli reiste eine 68köpfige Delegation nach Unterensingen, um dort ein verlängertes Wochenende mit den Jubiläumsfeier mit den Bürgermeistern Dr. Franz Wekler (dritter von links) und Sieghart Friz (fünfter von rechts) Freunden zusammen zu verbringen. Die Gäste und Gastgeber hatten vier Tage Zeit, um über die vergangenen Jahre zu sprechen. Dabei wurden viele schöne Erinnerungen wach und man merkte, wie viele gemeinsame Erlebnisse die Einwohner der Orte haben. Sogar drei Ehen wurden inzwischen gebunden. Vor 20 Jahren war es gar nicht so einfach, ein Telefonat ins Ausland zu tätigen, heutzutage wird der Kontakt zum Beispiel auch durch s immer intensiver Ḋie deutsche Muttersprache der Nadascher spielte stets eine wichtige Rolle bei den Begegnungen, und für die Nadascher Jugend waren die Schulkontakte immer eine gute Möglichkeit zum Üben. Es ist eine gelebte Freundschaft, meinten bei dem Fest die beiden Bürgermeister Dr. Franz Wekler aus Nadasch und Sieghart Friz aus Unterensingen, und die Partnerschaft soll mit diesem Elan auch in der Zukunft weitergeführt werden. Heimatmuseum in Waschad Auch die Tolnauer Gemeinde Waschad/Varsád hat nun ein Heimatmuseum. Geplant hatte die Deutsche Selbstverwaltung dieses Heimatmuseum seit den 90ern konnte sie das mehr als 100 Jahre alte Gebäude kaufen. Bei der Finanzierung hat das Amt für Nationale und Ethnische Minderheiten geholfen, war vom Vorsitzenden der Deutschen Minderheitenselbstverwaltung Csaba Dörmer zu erfahren. Die Besitzer haben zahlreiche uralte Gebrauchs- und Ziergegenstände hinterlassen. Bei der Einrichtung des Museums haben das Seksarder Wossinsky-Museum, der Verband der Heimatmuseen sowie viele Waschader Einwohner geholfen und zwar sowohl bei der Sammlung und der Inventur oder mit Ratschlägen, mit einer alten Geschichte oder mit eigener Arbeit. Die Laufers kamen im Zuge der Neubesiedlung Ungarns nach 150 Jahren Türkenherrschaft im Jahre 1723 nach Kleindorog, sie stammten aus der Gegend um Tuttlingen. Vater Martin hatte als Bauer ein schweres Leben. Er verlor zwei Frauen heiratete er seine erste Frau Margarete, die ihm einen Sohn gebar, aber bereits 1933 starb. Seine zweite Frau Eva schenkte ihm zwei Söhne. Sie starb an den Folgen der unmenschlichen Verschleppung nach dem Zweiten Weltkrieg. Als er aus dem Krieg heimkehrte, war der Hof schon enteignet und er mußte die Heimat zwangsläufig verlassen. Er kam ins Internierungslager nach Pirna und weiter nach Bischofswerda, wo er bei einem Bauern Arbeit fand. Mit einigen seiner Landsleute ging er zum Gleisbau und verrichtete hier Schwerstarbeit heiratete er zum dritten Mal. Seine Hedwig Ein Raum ist mit ungarischen Möbeln und ungarischen Trachten eingerichtet. Damit wollten wir unsere Hochachtung für die ungarischen Familien, die seit dem Zweiten Weltkrieg unsere Nachbarn sind in dieser Gemeinde zum Ausdruck bringen, so Dörmer. Die anderen Räume, die Küche, die Werkstatt, die Speisekammer usw. führen zurück ins tägliche Leben der Waschader deutschen Einwohner, dazu gehören alte Schränke, Tische, Stühle, leider aber nicht viele Trachten. Aber die Sammelarbeit hört nicht auf. Ein Museum ist nie fertig. Auch sollten Programme darin organisiert werden. Das Heimatmuseum ist nach Absprache jeden Tag geöffnet, man kann es kostenlos besichtigen. Im Bürgermeisteramt kann man sich zu einer Besichtigung anmelden. Kleindorog ruft Beim internationalen Folklorefestival wurde ich als Betreuer der Ungarndeutschen Volkstanzgruppe Kränzlein aus Bonnhard von einem Mann angesprochen. Mittlerweile besuchte ich ihn schon in seinem schmucken Heim in Burkau bei Bischofswerda. Es handelt sich um Martin Laufer (Foto), der 1956 in Bischofswerda geboren wurde und dessen Vater, der ebenfalls Martin hieß, aus Kisdorog stammte. stammte aus Thorn (Pommern), sie bekamen eine Tochter und den Sohn Martin. Martin jun. verlebte in Bischofswerda seine Kindheit, besuchte den katholischen Kindergarten und die Zehn-Klassenschule und erlernte den Beruf eines Handelskaufmanns in der BHG (Bäuerliche Handelsgenossenschaft). Danach folgten drei Jahre Studium in Weimar mit dem Abschluß als Ingenieurökonom. Kurze Zeit arbeitete er wieder in der BHG, um dann zum Landmaschinenkombinat Fortschritt zu wechseln. Dort blieb er bis zur Wende und war verantwortlich für die Beschaffung von Ersatzteilen für Werkzeugmaschinen wurde er wie so viele seiner Kollegen entlassen. Es folgten zwei Jahre Studium zum Diplombetriebswirt auf der Hansa-Akademie, aber eine neue Arbeitsstelle gab es für ihn nicht mehr. So hält er sich als Hausmann über Wasser. Seine Mutter wird von seiner Schwester in Bischofswerda liebevoll umsorgt kam er nach Burkau, da er seine Marlis bei der Vogelhochzeit (ein sorbischer Brauch) kennengelernt hatte. Beide haben relativ jung geheiratet, sie haben einen Sohn und eine Tochter, die zu ihrer Freude in der Region geblieben sind und nicht dem Ruf nach dem großen Geld gefolgt sind. Überhaupt herrscht in der Familie Laufer ein ausgeprägter Familiensinn. Dazu gehört auch der Cousin von Martin, der Bischof von Fünfkirchen Michael Mayer. Beim Folklorefestival fand er unter den jungen Tänzern auch Angehörige seiner Sippe. Die Kleindoroger haben einen Freundeskreis gebildet, der sich alle zwei Jahre in verschiedenen Städten oder Orten trifft. Dieser Tage wird es wieder ein Zusammentreffen in Kleindorog geben. Martin war schon ganz nervös und bei den Vorbereitungen zur Fahrt, aber in der freudigen Voraussicht auf ein paar schöne Tage in der Heimat seines Vaters und dem Zusammentreffen mit den Verwandten und Bekannten. Heinz Noack

5 NZ 32/2009 G E S C H I C H T E N 5 I rgendwann, denke ich, als sich der Wald schon zu lichten beginnt, wird ein Punkt erreicht, an dem man Überlegungen, die nutzlos bleiben, aufgibt und das, was unwiderruflich vorbei scheint, weitgehend verdrängt, um Raum für Neues zu gewinnen. Bei mir geschah es, als ich Anke begegnete, mich stärker Jens, einem Kommilitonen, zuwandte und mit ihm Ganymed, der uns, sobald wir seine traurige Geschichte kannten, aufs Äußerste gefährdet schien, zu helfen versuchten. Ganz vergessen konnte ich Edit allerdings weder in diesem unruhigen, von zahlreichen Pflichten geprägten, Zeitabschnitt noch später; aber da von ihr kein Lebenszeichen kam, unterließ ich es ebenfalls, mich bei ihr zu melden, wenn ich vom Plattensee, aus Fünfkirchen oder dem Mecsekgebirge für etliche Stunden ins Dorf kam, unerkannt durch die Straßen lief, im Vorbeigehen unser einstiges Haus betrachtete und auf den Friedhof ging, um eine Weile mit gesenktem Kopf und gefalteten Händen vor Großvater Antons Grab zu stehen. Erst als ich nach jenem Herbst, dem einschneidende Änderungen folgten, dort, wo früher Lenharts Gasthaus gewesen war, in ein Pensionszimmer zog, um mich mit Bekannten zu treffen, vertraute und neue Wege zu gehen, den Hotter zu durchstreifen und Stoff für einen Roman über das Schicksal meiner Familie zu sammeln, erwog ich, auch Edit aufzusuchen. Doch bevor ich dazu bereit war, gab es die Geschehnisse jener wundersamen Nacht, die mich an den abenteuerlichen Ausflug mit dem schwarzen Reiter erinnerte. Von Feri, bei dem ich reichlich Tresterbranntwein getrunken hatte, in die Béla Bayer Edles Herz Pension unterwegs, begegnete ich dem alten Klock, der auf einer halb verfallenen Mauer zwischen seinem und unsrem Gehöft saß und eine verstörte Katze beruhigte, traf in unsrer Stellmacherwerkstatt, nur schwach vom schwefligen Schein einer Petroleumlampe erhellt, Großvater Anton, der mir erzählte, wie sehr die Fronterlebnisse an der Piave sein weiteres Leben überschattet hatten, sah, sobald ich ins Freie trat, vom verglasten Säulengang fahles Licht schimmern. Von einer jähen, unwiderstehlichen Kraft gelenkt, hastete ich im Regen, der auf einmal fiel, zur kleinen Treppe, die mal den Höhenunterschied zwischen altem und neuem Haus ausgeglichen hatte, eilte die stark ausgetretenen Steinstufen empor, drückte die verquollene, knarrende Tür auf und betrat den Raum. Der Windstoß, der neben mir durch die Öffnung fegte, ließ die Flammen der Kerzen, die auf dem Tisch standen, heftig flackern. Aber die Frau, die mir den Rücken zukehrte, goss ungestört weiter Rotwein in zwei Gläser. Erst als sie die Korbflasche abgestellt hatte, wandte sie sich um, lächelte kaum merklich und strich ihre schulterlangen, blonden Haare nach hinten. An der unnachahmlichen Bewegung erkannte ich Edit. Servus, grüßte sie, und als sie mich wie einen guten alten Bekannten umarmte, meinte ich, ihr Haar dufte noch immer wie früher. Sie wirkt jünger als sie ist, fand ich, während sie zurücktrat und mir bedeutete, auf einem Stuhl mit hoher Sie trafen sich am Fuße des mächtigen Beratungsfelsens. Das Mäuslein kam aus dem Süden, vom Osten näherte sich der Wolf und vom Norden flog der Adler hinzu. Der Büffel hatte die Düfte der westlichen Prärie mitgebracht. Weil die Dinge der Welt auch damals schon häufiger schief liefen, hatten sich die Anwesenden dazu entschlossen, über ihre brennenden Probleme zu beraten. Der Büffel war eben dabei zu sprechen, als das Geräusch nahender Feinde zu hören war. Die Kameraden mussten fliehen. In aller Eile. Fast kopflos. Das Mäuschen griff ins Fell des Wolfes. Seine kleinen Füße hätten das Rennen nicht mithalten können. Der Büffel versuchte noch, die Verfolger aufzuhalten, aber bald musste auch er aufgeben. Im Tal, wo sich die vier erneut gefunden hatten, leckten sie ihre Wunden. Der Büffel und der Wolf hatten je ein Auge verloren, der Adler beklagte ausgerissene Federn. Nur das Mäuschen kam unbeschadet davon. Zwar mit jeder Menge Angst, aber ohne einen Kratzer. Weil das Mäuslein ein edles Herz hatte, schenkte es dem Wolf und dem Büffel seine Augen. Hätte es nunmehr nicht mehr sehen können? Oh doch! Nur anders - ins Innere. Wie die Weisen. Die drei Starken beschlossen, fortan für das Mäuslein zu sorgen. Eines Tages nahm der Adler es mit sich in das Reich der Wolken. Während beide immer höher stiegen, rief der kleine Nager den am Boden Gebliebenen plötzlich laut zu: Ich sehe, ich sehe! Meine Freunde, ich sehe! - in jenem Moment glaubte er tatsächlich wieder sehen zu können. Dort unten schmunzelten Almen und Weiher. Es hatte den Anschein, als hätten die Wind gefegten Wiesen ihnen zugelächelt. Auf ihren unbedeckte Gesichtern glitzerten die goldenen Sonnenstrahlen. Stefan Raile Sommerwiese IV. Teil Rückenlehne und einer aus Maislaub geflochtenen Sitzfläche Platz zu nehmen. Sobald sie mir gegenübersaß, musterte sie mich aus ihren graublauen Augen und sagte: Ich hatte geglaubt, dass du mich daheim aufsuchen würdest. Warum bist du nicht gekommen? Drillingsgeschichten (Un)ordnung Als ich den Wald verlasse und in die Richtung gehe, wo sich einst der Teich befunden hat, wird mir, seit ich unterwegs bin, zum ersten Mal unausweichlich bewusst, dass ich Edit weder hier noch anderswo treffen werde. Doch mir bleibt, mich zu erinnern; auch an unser Wiedersehen nach vielen Jahren. Sobald ich, entsinne ich mich, vor ihrem großen hellblauen Haus stand, das sie mit ihrem Mann bewohnte, befielen mich Zweifel, und ich spürte, dass meine Finger den Blumenstrauß fester umklammerten. Ehe ich klingeln konnte, wurde die Tür geöffnet. Servus, sagte die Frau, in der ich Edit erkannte, wie auf dem nächtlichen Säulengang, aber wir umarmten uns nicht. Sie sieht wirklich noch gut aus, dachte ich, während sie beiseite trat, um mich ins Haus zu lassen. Im Wohnzimmer erfuhr ich, warum sie nicht überrascht war. Sie wisse seit vorgestern, dass ich hier sei, gestand sie, und habe mein Kommen erwartet. Mich wunderte, dass sie so zugänglich wirkte. Bereute sie inzwischen vielleicht, dass sie nicht auf meine Briefe geantwortet hatte? Der Mohnkuchen, den sie mir anbot, schmeckte wie der einst von Mutter gebackene, mit dem Kaffee, auf ungarische Art mokkaähnlich zubereitet, konnte ich mich weniger anfreunden. Aber der Tresterbranntwein, den wir nachher wie bei Feri tranken, wog alles auf. Zu diesem Zeitpunkt führten wir längst ein angeregtes Gespräch, in dem ihr seinerzeitiges Schweigen, als gäbe es zwischen uns eine stille Übereinkunft, hartnäckig ausgeklammert blieb, doch vieles, was wir einst gemeinsam erlebt hatten, noch einmal erstehen ließ: Wir kauften in der Cukrászda von dem Geld, das mir Pipa-Lisi geschenkt hatte, für jeden ein Eis, saßen in unsrer geräumigen, mit Maislaub ausgepolsterten Höhle, spielten mit Betyár, wanderten, vorbei am Pappelwäldchen, über die blühende Wiese zum Teich, naschten von unsren gerade reif gewordenen Maulbeeren, flüchteten vor dem Stier, den Edits rote Bluse reizte. Als wir über das redeten, was nach meinem Besuch, ohne die gemeinsamen Tage zu erwähnen, geschehen war, erfuhr ich, dass sie das Haus vor allem wegen ihrer Kinder, die inzwischen fortgezogen seien, errichtet hätten. Das meiste sei ohne Handwerker entstanden. Lajos, ihr Mann, habe goldene Hände. Was er anfasse, gelinge ihm. Unübertroffen sei er als Melonenbauer. Schon in der Genossenschaft habe ihm keiner das Wasser reichen können. Und nun bewirtschafte er erfolgreich die größte Fläche weit und breit. Weil er ein sicheres Gespür für seine Arbeit habe, sei es ihnen nie schlecht gegangen. Sie lobte ihn auch noch, als er vom Feld zurückkam, wo er selbst sonntags nach dem Rechten sah. Er trank mit uns Tresterbranntwein und beteiligte sich am Gespräch, wenngleich Edit, da er nicht gut genug deutsch konnte, wiederholt übersetzen musste. Als ich gegen Mitternacht aufbrach, wurde mir bewusst, dass etwas ungesagt war. Empfand es auch Edit, weil sie mir an der Haustür den unverhofften Vorschlag unterbreitete? (Fortsetzung folgt) Das Haus war bei uns zuletzt so richtig ordentlich, als die Kinder noch nicht da waren. Seither sind wir nicht mehr Herr der Lage, sie regieren die gesamte Wohnfläche, ja sogar den Dachboden und die Garage. Es gibt kein Zimmer, keine Ecke, keine Schublade und keine Tasche, wo nicht Kindersachen verstaut oder verstreut sind. Egal wo man hinschaut, überall wird man fündig, überall tauchen Kindersöckchen, Spielzeugteile oder Spielkarten auf: unter der Bettdecke, im Wäschekorb, ja sogar in der eigenen Brieftasche. Dafür haben wir längst keine Kerzenständer und Vasen mehr griffbereit, alles, was nicht niet- und nagelfest ist, wurde entsorgt, entweder von uns oder von den Kindern. Keine Umzugsfirma kann so schnell alles aus den Kisten rausräumen wie Kinder ihre Spielsachen auf die gesamte Wohnfläche lückenlos verstreuen. Jede Wohnung hat ihre Eigenheiten, Kunstliebhaber haben viele Gemälde hängen, volkstümlich eingerichtete Häuser gibt es auch. Sammler haben überall ihre Sammelobjekte stehen oder hängen, Jugendliche oder Rentner haben auch ganz unterschiedliche Wohnumgebungen. Bei uns sieht es eben aus, als hätten wir einen Kindergarten eröffnet! Christina Arnold

6 6 B U C H B E S P R E C H U N G NZ 32/2009 Spiegelungen2 der Aufbruch nach 1989 Das Jubiläum der politischen Wende vor zwanzig Jahren in Ostmittel- und Südosteuropa ist 2009 immer wieder auch Anlaß, an Ergebnisse zu erinnern, die aufgrund der danach ermöglichten neuen Beziehungen zwischen Ost und West nicht zuletzt im Bereich Kultur und Wissenschaft erzielt werden konnten. Die vom Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (IKGS) veröffentlichte Vierteljahresschrift Spiegelungen* widmet sich in ihrem neuesten Heft (2/2009) der Problematik durch Beiträge in ihrer Rubrik Das aktuelle Thema. Unmittelbare Veranlassung war eine Veranstaltung in Klausenburg (Rumänien), wo die dortige Babes-Bolyai-Universität Ende Mai gleich mehrere Jubiläen beging, die dem Ereignis der politischen Wende zu verdanken waren. Im Rahmen der Feierlichkeiten unter dem Motto Der Aufbruch nach 1989: 20 Jahre Zusammenarbeit in den deutsch-rumänischen Kulturbeziehungen wurde so das 15jährige Bestehen des Klausenburger Deutschen Kulturzentrums gefeiert und das Wirken der vor fünf Jahren eingerichteten Stiftungsprofessur der Bundesrepublik Deutschland für deutsche Literatur im südöstlichen Mitteleuropa gewürdigt, deren Tätigkeit vom Münchner IKGS laufend begleitet worden ist und nun von der Klausenburger Universität in Eigenregie fortgeführt wird. Die Ansprachen sind in der Zeitschrift in ihrem Wortlaut dokumentiert. Eine wunderliche, in der Schwebe bleibende Liebesgeschichte, wie sie Schorle, der Schrotthändler, erlebt, erzählt der Siebenbürger Franz Hodjak ( Ultimative Musik ). William Totok, der aus dem Banat stammende Publizist, geb. 1951, der in Rumänien seinerzeit als Lyriker hervorgetreten war, und der Schriftsteller, Essayist und Dichter Richard Wagner, geb. 1952, die beide zu den Gründungsmitgliedern der oppositionellen literarischen Aktionsgruppe Banat ( ) gehörten, sind im Heft mit neuen Gedichten vertreten, die teils bereits in den Titeln herkunftsbestimmte thematische Schwerpunkte erkennen lassen, so z. B Vertreibung 1, Mein Landkartenland oder Ostwestschmerz (2) bei Totok, bei Wagner Die Eltern. Von ihm sei zudem das Gedicht Bamberger Apokalypse besonders hervorgehoben. Zu Wort kommt in der Zeitschrift auch ein drittes Mitglied der Aktionsgruppe, Anton Sterbling, geb. 1953, der mit Hilfe des von ihm rekonstruierten Gruppentextes Rumäniendeutsche Dichterkreise in die frühe gemeinschaftliche Produktionsweise der Gruppe Einblick bietet. Über die 1973 in Kronstadt (Rumänien) geborenen Zwillingsbrüder Gert und Uwe Tobias, deren künstlerisches Werk in den vergangenen Jahren zu einer der erfolgreichsten deutschen Kunstproduktionen avancierte, wie u. a. der HAP Grieshaber-Preis und eine Ausstellung im Museum of Modern Art in New York, beides 2007, belegen, schreibt der Kulturwissenschaftler Michael Grote (Bergen/Norwegen). Er charakterisiert die Holzschnitte und Schreibmaschinenzeichnungen der gemeinsam in einem Kölner Atelier wirkenden Künstler, in deren Bildwerken oft auch kunsthandwerkliche Elemente siebenbürgischen Brauchtums unverkennbar sind. Eine aus diesem Blickwinkel noch nicht behandelte Problematik der deutschen Ansiedlung in Ungarn greift der Historiker Karl-Peter Krauss in dem überaus gründlich recherchierten Beitrag Erben und investieren? auf, in dem er analysiert, in welchem Rahmen sich der Geldtransfer im 18. und frühen 19. Jh. aus den Aussiedlungsgebieten nach Ungarn bewegte. Die insgesamt siebzehn Neuerscheinungen, die in der von Peter Motzan redigierten Rubrik diesmal besprochen werden, beschäftigen sich mit einschlägigen Novitäten aus den Bereichen Belletristik, Literatur- und Sprachwissenschaft, Geschichte, Kultur und Gesellschaft. Über Symposien und Tagungen, die (in Soest/Westfalen bzw. Bad Kissingen) auf die gegenwärtige Situation der deutschen Minderheiten in Staaten Osteuropas ausgerichtet waren und über die Ergebnisse donauschwäbisch-serbischer Gespräche in Wien berichtet das Forum. Zahlreiche weitere Informationen enthält die Rundschau. *Spiegelungen2 Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas. Im Auftrag des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas e. V. an der LMU München herausgegeben von Hans Bergel, Peter Motzan, Anton Schwob. 4 (58) Jahrgang 2009, Heft 2 Bezauberndes Temeswar Temeswar Timisoara Der Fotoband* wurde vom Demokratischen Forum der Deutschen in Temeswar (Rumänien) initiiert und ist auch als Kulturreiseführer zu verstehen. Temeswar, die Stadt mit vielen Gesichtern und Ort mehrerer kultureller Stilrichtungen, soll im Band ihr heutiges Gesicht zeigen: die schönen Seiten und die reiche Kultur des Zusammenlebens sollen sich vor den Augen des Betrachters entpuppen. Als Einleitung zum zweisprachigen Band (Rumänisch und Deutsch) stehen die Betrachtungen des Oberbürgermeisters der Stadt, Gheorghe Ciuhandu. Dr. Annemarie Podlipny- Hehn schrieb das Vorwort des Forums, sie fungiert jedoch auch als Kunstexpertin (Kunsthistorikerin): Temeswar Eine moderne Stadt ist ein historisch-kulturhistorischer Rückblick, wie auch eine Anleitung zur Betrachtung der sorgfältig ausgewählten Fotografien, die wichtige architektonische und kunsthistorische Aspekte nicht unbeachtet lassen. Den Schwerpunkt bei der Zusammenstellung des Fotomaterials das die Arbeit mehrerer Profi- sowie Hobbyfotografen darstellt macht der Blick auf die gegenwärtige Tätigkeit der deutschen Minderheit in Temeswar aus. Das Lenau-Lyzeum, Auftritte von Trachtengruppen, das Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus prägen auch Dr. Annemarie Podlipny-Hehn bei einer Sitzung der Literaturgesellschaft Stafette im Adam-Müller- Guttenbrunn-Haus in Temeswar Foto: I. F. das Zusammenleben in Klein- Wien. Der Foto-Reiseführer bietet auch für Temeswarkenner zusätzliche Informationen über die Stadthistorie und ist ein Beleg für das Tätigkeitsfeld der deutschen Gemeinschaft Temeswars heute. angie *Annemarie Podlipny-Hehn: Temeswar Timisoara Cosmopolitan Art, Timisoara, S. Deutscher Kalender 2009 Bestellschein Ich bestelle... Exemplare des Jahrbuches Deutscher Kalender 2009 zum Preis von 800 Ft Preis bei Lieferung ins Ausland: 8 Euro zuzüglich Postgebühr Name:... Ort, Postleitzahl:... Straße, Hausnummer:... Telefon: Ich möchte eine Rechnung bekommen, ausgestellt für:... Ich möchte einen Scheck bekommen (Entsprechendes bitte unterstreichen!) Datum, Unterschrift:... Bitte den ausgefüllten Bestellschein zuschicken: Redaktion Neue Zeitung Budapest, Lendvay Str. 22 H-1062 Fax: + 36 (06) oder

7 NZ 32/2009 A U S B L I C K 11 Im Tiroler Außerfern kommt man nicht zufällig vorbei dort fährt man gezielt hin. Die Lechtaler Alpen schieben sich wie ein Riegel von West nach Ost zwischen das Lechtal und das Inntal. Vom übrigen Tirol aus kann man den Gebirgszug von Süd nach Nord einzig über den Fernpaß überqueren, und an der Zugspitze vorbei nach Reutte, den Hauptort des Außerfern, gelangen, bevor man ins südbayrische Allgäu und weiter nach Augsburg kommt. Seit vielen Jahrhunderten ist die Ehrenberger Klause bei Reutte eine befestigte Engstelle, über der hoch oben ehemals die Burg Ehrenberg thronte heute eine malerische Ruine. Wenn man heute zufällig nächtens im Tal eintrifft, dann sind schon von weitem auf zwei Berghöhen die Ruine Ehrenberg und die Festung am Schloßkopf zu sehen in der Dunkelheit magisch leuchtend wie Höhenfeuer. Ein historischer Rückblick Vor Christi Geburt diente das Außerfern den Rätern nur als Jagd-, aber nicht als Siedlungsgebiet. Um Christi Geburt eroberten die Römer Die neuerliche Eroberung der Burg Ehrenberg Junge Ritter im alten Gemäuer die Region und bauten eine Straße, die Via Claudia Augusta ein wichtiger Handelsweg zwischen Italien und Deutschland. Das Außerfern war im 13. Jahrhundert aufgeteilt unter schwäbischen und allgäuischen Klöstern und Grundherren, deren Vögte die Hohenstaufen waren. Als Burg geht Ehrenberg auf das Ende des 14. Jahrhunderts zurück, in dem Burgbauten eigentlich schon nicht mehr üblich waren. Im Mittelalter, am Rande der Grafschaft Tirol, führte sie ein beschauliches Dasein, wurde aber immer wieder zum Spielball finanzieller Spekulationen. Die Bedeutung stieg an, als Erzherzog Sigmund von Österreich-Tirol einen der reichsten Männer des Landes, Jörg Gossenbrot, zum Pfleger und Richter von Ehrenberg ernannte. Der ließ 1484 die Burg erweitern und errichtete in der Klause einen Kornkasten. Die Transitroute, die als Salzstraße durch den aufblühenden Frachtenverkehr von Hall nach Vorderösterreich große wirtschaftliche Bedeutung bekam, brachte reiche Mauteinnahmen, zudem größere Handelsfreiheit und für Reutte das Marktrecht. Vom strategisch wichtigen Punkt in der Vergangenheit... Durch Luthers reformatorische Gedanken zerbrach Anfang des 16. Jahrhunderts die Idee eines rein katholischen Abendlandes. Ehrenberg erlebte in der Folge einen Funktionswandel. Aus dem Verwaltungssitz und der Mautstelle wurde eine Festung mit wichtigen Verteidigungsaufgaben. Im 30jährigen Krieg ( ) wurde gegen die Gefahr durch die Schweden links und rechts der Klause auf den Bergen je eine Sternschanze gebaut, ebenso eine am Falkenberg, die die Landesfürstin Claudia von Medici zum Fort Claudia ausbaute. Alle Verteidigungsanlagen waren immer nach Norden ausgerichtet, denn der Feind kam stets von dort her fiel der bayrische Kurfürst in Tirol ein, Ehrenberg ging an Bayern, wurde von den heimischen Bauern aber wieder zurückerobert entstand rund um die Bergkuppe des Schloßkopfes eine Verteidigungsmauer. Das Landesverteidigungskonzept sah für die Festung Ehrenberg 760 Mann Besatzung vor, und für diverse Vorpässe nochmals tausend Mann. Nach dem endgültigen Ausbau war Ehrenberg eine der größten Verteidigungsanlagen Nordtirols, die ihre Widerstandskraft nicht mehr beweisen mußte wurden von Joseph II. bis auf Geroldseck in Kufstein alle Nordtiroler Grenzburgen aufgelassen. Ehrenberg wurde von Reuttener Bürgern gekauft und ausgeräumt, die Klause teilweise vermietet. Dem Linz: Kulturhauptstadt Europas eine schöne, freundliche Stadt in angenehmer Umgebung... mit über Einw. Die Brücke über die Donau hält 800 Fuß. Vor dem Ständehaus und dem Theater... ist eine schöne, vielbesuchte Promenade. Das Theater... ist gewiß eines der besten Provinzialtheater der Oesterreichischen Monarchie.... Linz ist sehr lebhaft.... gibt es hier viele Fabriken, Collegien, eine Universität.... Die Linzerinnen sind von einer auffallend graciösen Haltung; die alte bürgerliche Tracht, die Linzerhaube, steht ihnen sehr gut zu Gesicht. Die Linzertorte, die man in Wien zu den beliebtesten Mehlspeisen zählt,... (Lewald, August: Malerisches Reisehandbuch durch Deutschland und die angränzenden Gegenden. Stuttgart, 1842) Seitdem änderte sich die Stadt ein bißchen, aber sie bewahrte natürlich die schönen, alten Straßen und Bauwerke und auch das berühmte Theater wirkt noch. Die Linzerinnen sind auch heute schön, obwohl die Tracht aus der Mode kam, und die Linzertorte ist in allen Konditoreien zu kaufen. Die Bevölkerungszahl ist ca. zehnmal so hoch wie damals. Der Hauptplatz in Linz Die Landeshauptstadt von Oberösterreich an der Donau ist zugleich die drittgrößte Stadt nach Wien und Graz, was die Bevölkerungszahl betrifft. Die Donau mit der Nibelungenbrücke verleiht der Stadt eine einmalige Stimmung. Das glitzernde grünblaue Wasser fließt eben bei Linz langsamer, seine Breite ist 250 Meter. Vom Hauptplatz kann man das andere Ufer sehen und hat immer eine angenehme Brise um die Nase. Der Hauptplatz ist einer der schönsten Saalplätze Österreichs mit interessanten Gebäuden wurde die Pferdeeisenbahn nach Budweis eröffnet. Heute verkehrt am Platz und in der Altstadt ein gelber Minizug, der Linz City Express, mit dem die Touristen die historischen Stadtteile besichtigen können. Die altstädtischen Häuser zeigen vieles von der ehemaligen Markstadt. Der rechteckige Platz (rund Qua- (Fortsetzung auf Seite 12) Blick zum Schloß Verfall wurde erst 1971 durch beherzte Männer und Freiwillige Einhalt geboten, und durch die Sanierung der 700 Jahre alten Burgmauern bekam Reutte einen neuen touristischen Anziehungspunkt.... zum touristisch wichtigen Platz in der Gegenwart Der Schwerpunkt liegt auf familiengerecht. Wichtige mittelalterliche Themen und historische Exponate sind im Museum, das in 14 Räumen des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Klause eingerichtet ist, so aufbereitet, daß auch Kinder nachvollziehen können, wie man im 14. Jahrhundert gekämpft, gewohnt, gegessen und sich gekleidet hat; Alchimisten experimentieren, die schrecklichen Kreuzzüge werden erklärt, und Ritter Rüdiger richtet sich bei seinen Führungen nach dem Alter der Kinder, die bei den Ritterspielen auch gleich in Helme und Rüstungen schlüpfen können. Bei so viel Spaß so viel zu lernen wird von den Kindern mit großer Begeisterung quittiert. Für die Erwachsenen sind Veranstaltungen wie Konzerte, die Multimediashow Historical und die Wanderungen auf die Ruine Ehrenberg eine Attraktion. Wer es schließlich bis zur Schaufestung auf den Schloßkopf hinauf schafft, der wird durch einen geradezu atemberaubenden Ausblick in das tief unten liegende Lechtal und in die umliegenden Gebirgsstöcke belohnt. Nach so viel Abenteuer läßt sich auch noch der Hunger bei einem stilgerechten, deftigen Ritteressen stillen. Der Verein Burgenwelt Ehrenberg verwaltet heute eine großartige Anlage, die sich lebhaften Zuspruchs durch die Touristen erfreut und deren friedliche Eroberung Tag für Tag stattfindet. Allein die sommerlichen Ritterfeste, die der Tourismusverband Naturparkregion Reutte veranstaltet, verzeichnen Besucher eine Attraktion, die auf jeden Fall aller Mühe wert war, mehr als ein verwachsener Hügel in der Landschaft zu sein. Traude Walek-Doby

8 12 A U S B L I C K NZ 32/2009 (Fortsetzung von Seite 11) dratmeter) war schon im 13. Jahrhundert der größte des Landes und könnte von vielen historischen Ereignissen erzählen wie z. B. dem Losensteiner Tournier anläßlich der Hochzeit von Erzherzog Ferdinand mit Anna von Ungarn. Heute gibt es hier interaktive Computerspiele. Wöchentlich einmal bedecken den Platz kleine Hütten, es sind die Altwarenhändler oder Trödler/Tandler als wenn wir zurückversetzt in die Zeit vor 150 Jahren über A. Stifters Tandelmarkt spazieren würden. Der größte österreichische Schriftsteller des 19. Jahrhunderts verbrachte seine letzten 20 Jahre ( ) in Linz. In seinem ehemaligen Haus am Stifter-Platz ist heute das Adalbert Stifter-Institut. Vom Balkon hat man einen schönen Blick auf den Hauptplatz und weit über die Donau. Auf dem barocken Hauptplatz ist das alte Rathaus, in dem der Bürgermeister sein Büro hat, und die Dreifaltigkeitssäule ragt in der Mitte des Platzes in den Himmel. Das Denkmal ist von vielen bunten Blumen umgeben, rund herum sind Bänke für müde Touristen. Eine lange, breite Straße (die Landstraße) führt vom Hauptplatz aus nach Süden und bietet eine Flucht an Geschäften. Ihre malerischen Seitengassen bergen noch viel Interessantes und Sehenswertes. Die Nerven in Preßburg und Budapest liegen wegen der umstrittenen Novellierung des Gesetzes über die Staatssprache durch den slowakischen Nationalrat blank. Am 20. Juli forderte das ungarische Parlament mit Unterstützung aller Parteien die Slowaken auf, das Gesetz zurückzunehmen. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico kommentierte dies mit den Worten, die ungarischen politischen Parteien sähen es am liebsten, wenn die im Süden der Slowakei lebenden Slowaken Ungarisch lernen müßten, um dort leben zu können. Jeder slowakische Staatsbürger müsse aber das Recht haben, sich in seiner Staatssprache verständigen zu können. Was sagt aber das neue Gesetz aus? Ziel der Regelung sei, das Niveau der slowakischen Sprache deutlich zu heben. Ab 1. August können Verstöße gegen die slowakische Sprache im öffentlichen Raum Linz: Kulturhauptstadt Europas 2009 Der Pöstlingberg mit der barocken Wallfahrtskirche Die freien Innenhöfe zwischen Hauptplatz und Altstadt überraschen mit römischen Brunnen. Im keltischrömischen Lentia wurde im 1. Jh. nach Chr. ein Erd-Holz-Kastell errichtet, später war hier eine römische Garnison. Der Name der Stadt Lentia stammt eigentlich aus dem Wort Boot, wegen der Rolle des Wassers. Schon im 10. Jahrhundert waren hier Märkte. Die Siedlung entwickelte sich im 12. Jahrhundert unter den Babenbergers zur Stadt, die im Jahre 1278 mit Mauern umgeben wurde. Über der Altstadt thront das Schloß, nicht weit davon steht die Martinskirche, die angeblich älteste Kirche Österreichs. Sie wurde mit Sprachstreit zwischen Slowakei und Ungarn Nationale Mißtöne mit Geldstrafen zwischen 100 und 5000 Euro belegt werden. In Kinos sollte man künftig statt popcorn pukanec anbieten. Das Gesetz tangiert aber auch die Minderheiten, insbesondere die ungarische, die rund zehn Prozent der Bevölkerung ausmacht. In Ortschaften, wo weniger als 20 % Ungarn leben, darf zum Beispiel im Bürgermeisteramt nur slowakisch gesprochen werden. Das klingt schräg und ist es auch. Eine solche Regelung ist keinesfalls europäisch und einer modernen Minderheitenpolitik entsprechend. Deswegen haben auch die ungarischen Parteien recht, wenn sie ausnahmsweise Hand in Hand gegen diese Regelung protestieren. Doch wenn man hinter die Kulissen schaut, hat man den Eindruck, daß wieder einmal der Nachbar beschimpft wird, seinen Rasen nicht gemäht zu haben, obwohl im eigenen Garten meterhohes Umkraut in die Höhe ragt. Auf den ersten Blick und wenn man nur Papiere in der Hand hat ist Ungarn ein vorbildliches Land. Im Minderheitengesetz vom Jahre 1993 steht, daß jeder Minderheitenangehörige in Ungarn seine Muttersprache frei benutzen kann. Das gilt Verwendung römischer Bruchstücke errichtet. Die Kirche St. Martin in Linze ist seit 799 beurkundet. In der Passauer Urkunde wird erstmals auch die Burg zu Linz erwähnt. Unter Kaiser Friedrich III. (1477) erfolgte ein Umbau, aber nur das Friedrichstor blieb auch heute als Haupteingang. Das Schloß hat eine wechselvolle Geschichte: Militärspital in den Franzosenkriegen, später Strafhaus und dann Kaserne. Kaiser Friedrich III. floh vor dem ungarischen König Matthias nach Linz, in die Burg. Er ist hier gestorben und sein Herz wurde in der Stadtpfarrkirche unter dem Hauptaltar begraben. In der Kapuzinerkirche ist General auch in öffentlichen Ämtern. Schön, aber ist es tatsächlich so? Stellen Sie sich mal vor, Sie wollen Ihren Paß erneuern, gehen ins Bürgermeisteramt und fragen deutsch nach, welcher Knopf an dem Gerät gedrückt werden soll, um eine Nummer zu kriegen, denn auch auf dem Gerät steht nichts in der Muttersprache des Kunden. Eine Geldstrafe wird in Ungarn zwar nicht verhängt, wenn ein Mitglied einer Minderheitenselbstverwaltung in einer Sitzung des Stadtrates seine Forderungen deutsch formuliert, doch man kann sich die Reaktionen ungarischerseits vorstellen. Wenn ich grob formulieren möchte, braucht Ungarn kein neues Sprachgesetz, um die Verwendung der Muttersprache der Minderheiten einzuschränken. Damit soll nicht gesagt werden, daß die slowakischen Bestrebungen legitim sind, Ungarn hat bloß schon vor Jahren das erreicht, was unsere nördlichen Nachbarn jetzt anstreben. Proteste und Zurechtweisungen können nur dann eine effektive Wirkung haben, wenn man auch als Vorbild dasteht. Und das wissen auch die slowakischen Politiker. krz Montecuccoli beigesetzt, der ein ewiger Rivale von Nikolaus Zrínyi war. Das Linzer Schloßmuseum mit einer historischen Ausstellung wurde 1966 eröffnet. Es lohnt sich, den am anderen Ufer der Donau liegenden Stadtteil Urfahr zu besuchen. Von hier kann man das Wahrzeichen der Stadt Linz, den Pöstlingberg mit der barocken Wallfahrtskirche, erreichen. Auf den 537 Meter hohen Berg Hausberg (der beliebteste Erholungsort der Linzer) führt seit 1898 ein technisches Meisterwerk: die steilste Schienenbergbahn der Welt. Der romantisch offene Wagen verkehrt mit einer Geschwindigkeit von 12 km/h und gibt den Touristen Zeit genug zum Schauen und den Ausblick zu genießen. In Anschluß an die idyllische Fahrt kann man ganz wie zu Kaisers Zeiten vom Berg die Stadt und die Landschaft (Donautal) bewundern. Nach der Besichtigung der Kirche wartet eine Märchenwelt auf die Kinder. In den Turm der ehemaligen Befestigungsanlage ist die Märchengrotte eingebaut. Ein Drachenzug führt durch das Märchenreich der Zwerge. Die Zauberwelt von Pöstlingberg ist eindrucksvoll für jung und alt. Ein Fixpunkt der Altstadt ist der Neue Dom oder Mariendom (genauer: Maria-Empfängnis-Dom zu Linz), in dessen prachtvollem neogotischen Inneren jährlich schöne Konzerte veranstaltet werden. Unter dem wunderbar hohen Gewölbe reicht der Raum für Personen. Die Turmhöhe ist 134 Meter, er sollte den Wiener Stephansdom nicht überragen. Die Linzer Fenster stellen Ereignisse aus der Stadtgeschichte dar. Hier ein Domkonzert zu hören, ist wirklich ein außergewöhnliches Erlebnis. Linz ist eine Blumenstadt die Straßen und Plätze sind mit vielen bunten Blumen geschmückt, es gibt auch einen Botanischen Garten. Wenn man in Linz verweilt, muß man unbedingt eine Donauschiffart machen kam der erste Dampfer in Linz an. Nach der Fahrt sollte man sich die Spezialität der Stadt, die Linzer Torte, schmecken lassen, die zugleich ein gutes Geschenk für zu Hause ist. Was bietet Linz als Kulturhauptstadt 2009 den heutigen Reisenden? Zahlreiche Kulturangebote locken die Gäste. Das Ars Electronica Center zeigt innovative Tech-Kunst. Das Lentos und viele andere Museen und Galerien warten auf ihre Besucher und die Freibäder auf die Erholungssuchenden. Das große Theaterfestival des Kulturhauptstadtjahres mit internationalen und heimischen Produktionen will die Theaterfans begeistern. Im Parkbad wird Anfang August ein einmaliges Sommerkonzert unter dem Titel Watermusic veranstaltet. Die Angebote ließen sich noch fortsetzen. Agata Gisela Muth

9 NZ 32/2009 G J U G E M E I N S C H A F T J U N G E R U N G A R N D E U T S C H E R 13 Minderheiten und Marketing GJUler beim Exchangeprogramm in Friesland Vom 26. Juli bis 1. August hatten drei Personen von der GJU, darunter auch ich, die Möglichkeit, in Friesland (Provinz in den nördlichen Niederlanden) eine Woche zu verbringen, die unter dem Motto Minderheiten und Marketing stattfand. Das Ziel der Woche war, daß die Anwesenden neue Kenntnisse darüber bekommen, wie sie für ihre eigene Minderheit und die dazugehörigen Organisationen besser werben und diese vermarkten können. Neben den Sprach- und Medien- Workshops hatten wir aber natürlich auch Programme, die dem Bekanntwerden mit der friesischen Kultur dienten. Nachdem wir nach 20stündiger Fahrt am Montag, 26., in aller Früh angekommen sind und uns ein wenig ausgeruht haben, fing das Programm mit einer Kennenlernrunde an. Viele Minderheiten Europas traten auf, z. B. die Ungarn aus der Wojwodina, die Kärntner Slowenen, die Kroaten aus Österreich, und sogar von einem anderen Kontinent war eine Teilnehmerin da, eine Kanadierin französischer Herkunft. Die Gastgeber hielten eine kurze Präsentation über ihre Organisation, FYK. Später am Nachmittag besuchten wir eine Spirituosenfabrik, wo der spezielle friesische Liquer Sonnema Berenburg hergestellt wird. Die PR-Managerin hielt eine kurze Vorstellung über die kulturellen Besonderheiten und über die Wichtigkeit dieser, wie man sie auf positive Weise nutzen kann. Danach bekamen wir einen Einblick in eine spezifische friesische Sportart, genauer eine Art Schlagball: Wir probierten uns nämlich im Kaatsen aus, was mit verschiedenen Ergebnissen endete. Einige bekamen bleibende psychische Verletzungen (wie ich), aber die anderen genossen den Sport sehr! Am Dienstag nahmen wir an drei Präsentationen teil. Eine fand im Mercator Knowledge Center statt, Erinnerungen für die Welt In das Weltregister des Memory of the World -Programms der UNESCO wurden 36 Dokumente neu aufgenommen. Der UNESCO-Generaldirektor Koïchiro Matsuura gab die Entscheidung über die Aufnahme in das Register während eines Treffens des Beratungsausschusses des Programms vom Juli bekannt. Teil des Registers sind jetzt unter anderem die Tagebücher der Anne Frank, das Nibelungenlied und das Archiv des Terrors, das Dokumente zu den Repressionen während der Diktatur Alfredo Stroessners in Paraguay enthält. Ebenfalls aufgenommen wurde ein von 1817 bis 1834 angelegtes Sklavenregister der britischen Karibikinseln, das illegalen Sklavenimport verhindern sollte. Die UNESCO beabsichtigt mit dem 1992 ins Leben gerufenen Programm, das Weltdokumentenerbe zu sichern und zugänglich zu machen. Ein Eintrag im UNESCO-Weltregister einem digitalen Netzwerk soll als internationale Auszeichnung gelten. Für die Erhaltung und Verfügbarkeit der Dokumente sind jedoch die Herkunftsländer zuständig. Quelle: GJU Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher Präsident: Emil Koch; ifa-twin: Sarolta Fogarasi Budapest, Lendvay u , Tel./Fax: 06/ Internet-Adresse: Geschäftszeiten: Montag, Dienstag, Mittwoch: und Uhr Donnerstag: Uhr; Freitag: Uhr Verantwortlich für die GJU-Seite: Sarolta Fogarasi wo man sich mit der Sprachforschung beschäftigt. Dabei ging es in einem Vortrag um das Sprachenlernen durch Internet und in einem zweiten darum, wie man sich kreativ mit den Minderheiten beschäftigen kann. Im Rahmen von letzterem bekamen sogar wir eine Aufgabe, wir sollten uns einen passenden Slogan für Friesland ausdenken. Es stellte sich heraus, daß dies es gar keine so simple Aufgabe ist, weil die einfachste Idee, nämlich, where the grass is green, and the girls are pretty, vielleicht ein bißchen zu zweideutig klingt. Am Abend fand Exchange Market statt. Der nächste Tag verging im Sinne Zurück zur Natur, vielleicht ein wenig zu zurück! Wir machten eine Exkursion zu einem Deich, wo wir in Gesellschaft einiger Schafe ein Picknick hielten. Am Nachmittag besuchten wir die Stadt Dokkum, hier hatten wir die Möglichkeit, ein paar wirklich gute Bilder zu schießen. Am Donnerstag besuchten wir die friesische Fernseh- und Radiostation Omrop Fryslan. Danach ging es in die Stadt Leeuwarde, wo die Gastgeber für uns ein Spiel organisiert hatten, es hieß Freegje in Fries!, auf deutsch: Frage einen Friesen! Sinn der Sache war, daß wir, die Gäste, der Stadt und deren Einwohnern ein bißchen näherkommen. Am Abend fand die Eleven-Pub- Tour statt, aber sie wurde auf eine Sechs-Pub-Tour reduziert, und nicht etwa wegen mangelnder Lust der Teilnehmer, sondern der geschlossenen Kneipen wegen! Der Freitag war für uns der letzte Tag, weil wir losfahren mußten, aber vorher machten wir eine Visite in einer Klumpenfabrik und -museum. Die fünf Tage vergingen schnell, wir haben viele nützliche Informationen bekommen und sind um einige neue Erlebnisse reicher geworden. M. A. Ideen für Europa Das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung zieht eine positive Halbzeitbilanz für das Europäische Jahr der Kreativität und Innovation. Noch bis Ende 2009 werden im Rahmen des Europäischen Jahres künstlerische Workshops, Ideen- und Musik-Wettbewerbe, wissenschaftliche Konferenzen, Architekturprojekte und weitere Aktionen angeboten. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ließ gegenüber der Presse erklären, in den rund 200 deutschen Veranstaltungen seien alle Facetten der Kreativität und Innovation von Kunst und Design abgedeckt. Das Europäische Jahr wird von der Europäischen Union seit 1983 mit dem Ziel ausgerufen, die Bevölkerung auf bestimmte soziokulturelle Themen aufmerksam zu machen. Dieses Jahr sollen Kreativität und Innovation als wichtige Faktoren für die Entwicklung von persönlichen, beruflichen und sozialen Kompetenzen herausgestellt werden. Bildung sei dabei der Schlüssel für Förderung von Kreativität und Innovation, betonte Bundesbildungsministerin Annette Schavan jüngst. Die Umsetzung des Europäischen Jahres wird in Deutschland durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung koordiniert und unterstützt durch die Nationale Agentur Bildung für Europa. Quelle:

10 14 J U G E N D - S P E Z I A L NZ 32/2009 Der 37jährige Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe und seine sieben Jahre jüngere Freundin Lena Giese (Foto) haben am 25. Juli im Schloß Glücksburg in Schleswig-Holstein geheiratet. Zur kirchlichen Trauung kamen unter anderen die dänische Königin Margrethe und Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe. Auf dem Standesamt sagte das Paar bereits am Tag zuvor ja. Das Brautpaar Verantwortlich für die Seite Jugend-Spezial : Christina Arnold Spiele für groß und klein Springstock Hüpfen können wie ein flinkes Rehkitz oder ein schnelles Känguru, die Erfinder des Springstocks ermöglichen diese lustigen Bewegungen auch für flotte, sportliche Menschen. Pogo Stick heißt das Spielgerät im Englischen, womit man auf und ab hüpfen und sich dadurch auch fortbewegen kann. Eine Metallfederung unter der Fußhalterung sorgt für die flotten Schritte, am anderen Ende des Gerätes kann man sich an einem T-förmigen Griff festhalten und schon kann es losgehen! Das Ganze sieht leichter aus als es ist, die Hüpfbewegung muß richtig geübt sein, bevor man das Gleichgewicht so halten kann, daß man schon mehrere Meter damit hinterlegen kann. Weil man dieses Springgerät vor allem auf flachem, festem Boden benutzen kann, sieht man die meisten Kids auf Betonstraßen üben, was natürlich wegen dem harten Landen oft mit Schürfwunden und Brüchen endet. Wenn man das Springen auf ebenem Boden schon beherrscht, kommen die schwierigeren Aufgaben: Treppen, Graben oder Geländer müssen dafür herhalten. Üben kann man aber mit Pappkartons, da kann man versuchen, drüberzuspringen, mit verschiedenen Höhen, das kann weniger schlimme Verletzungen verursachen. Besonders aufpassen muß man auf die Zähne, denn der T-förmige Griff des Metallsportgerätes kann mit einer Wucht zurückschlagen, welches bei falscher Kopfhaltung das Gesicht und das Kinn schwer treffen kann. In den 60ern wurde dieses Sportgerät erfunden, die Idee gaben dazu lustige, hüpfende Comicfiguren und auch die damaligen rhythmischen Tanzbewegungen. Das Hüpfen sorgt für eine gute Kondition und schult vor allem den Gleichgewichtssinn. Die einfache und günstigere Variante des Springstocks wird aus Kunststoff hergestellt, wobei statt der Federung ein Gummiball unter den Füßen für den gewünschten Sprungeffekt sorgt. Dieser ist eher für Kinder geeignet, weil er ein kleineres Gewicht tragen kann. Christina Arnold Schlagzeilen feierte mit rund 120 Gästen im Schloß Glücksburg. Die beiden hatten sich über einen gemeinsamen Freund kennengelernt und erst dann gemerkt, daß sie eigentlich Nachbarn sind. Sänger Howard Carpendale ist über die Zukunft der Beziehung mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Donnice unsicher, zumindest erklärte er das in einem Interview. Er liebe sie zwar, aber könne nicht eindeutig sagen, ob sie jetzt zusammen sind. Carpendale zog im vergangenen September von Florida nach München um. Seine Freundin müsse jedoch wieder zurück nach Florida. Die Zukunft der beiden sei auf Grund der Entfernung also unsicher. Carpendale kam in den 80er Jahren mit der Amerikanerin zusammen. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn, den 21jährigen Cass. Die besten deutschsprachigen Bands Pur Pur ist eine deutsche Popband aus Bietigheim-Bissingen, die aus der 1975 gegründeten Band Crusade entstand. Bis 1980 wurde die Besetzung mit Roland Bless, Ingo Reidl, Hartmut Engler, Jörg Weber und Rudi Buttas komplett. Mit einer Umbenennung auf Opus nahmen die fünf Musiker von ihren Ersparnissen ihr erstes Album mit dem Titel Opus auf. Das zweite Album von Opus trug 1985 den Titel Vorsicht zerbrechlich. Beide Alben wurden bis 1990 ausschließlich im Eigenvertrieb und auf Konzerten verkauft änderte die Band ihren Namen auf Pur und wurde 1986 Bundesrocksieger gewann die Band den Nachwuchspreis der Goldenen Europa. Das Album Unendlich mehr wurde dann die erste Pur- CD, die in den deutschen Albumcharts auftauchte. Ende des Jahres 1990 folgte das Album Nichts ohne Grund, das mit internationalen Gastmusikern entstand. Pur waren 1991 fast das ganze Jahr auf Tournee und entschloß sich am Ende, dies mit einem Livealbum zu dokumentieren. Das Album Seiltänzertraum erschien Die Band wurde da zum ersten Mal mit der Goldenen Stimmgabel ausgezeichnet kam eine Echo-Auszeichnung hinzu und Pur avancierte mit ihrem nächsten Album Abenteuerland zur kommerziell erfolgreichsten deutschen Popband. Pur bekamen vierfach Platin für Abenteuerland, dreifach Platin für Seiltänzertraum und Doppelplatin Schwimmstar Paul Biedermann bereitet sich mit Heavy-Metal-Songs mental auf seine Wettkämpfe vor. In einem Interview erklärte der Schwimmer, er höre vor Wettkämpfen immer Rammstein und Metallica, weil ihn das aufpusche. Er suche aber auch Heavy-Metal-Konzerte auf, wo er in vorderster Reihe wild herumhüpfe. Neben Britta Steffen ist Biedermann eine große deutsche Hoffnung bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom. In Hannover wurde am 25. Juli die 3. Schlagerparade eröffnet. Zur Musik von Jürgen Drews (Foto) aus den 70ern und 80ern tanzten Tausende Fans in Hippiekostümen auf der Straße. Auf der großen Party traten auch weitere Schlagersänger wie Gottlieb Wendehals, Bernd Clüver und Die Fetenkracher auf. Bereits am Nachmittag feierten etwa 750 Menschen auf Trucks und 8000 Zuschauer entlang der Strecke. Doch die Rekorde der Vorjahre konnten nicht gebrochen werden. Damals waren nämlich mehrere zehntausend Menschen zur Schlagerparade gekommen. für Live Die Zweite. Im Januar 1998 wurde das noch im selben Jahr mit Doppelplatin ausgezeichnete Album Mächtig viel Theater veröffentlicht und erreichte sofort Platz eins in den deutschen Charts. Ende Oktober 2000 startete die Mittendrin Pur Tour Die 40 Daten umfassende Tournee war wie die der Jahre zuvor bereits vor Beginn ausverkauft. Anläßlich ihres zwanzigjährigen Jubiläums ging die Band auf Open- Air-Tournee. Die Jubiläumstournee wurde ein Streifzug durch die Geschichte von Pur, wobei die Fans ihre Wünsche zuvor auf der Website der Band äußern konnten und somit den Ablauf der Konzerte mitgestalteten. Direkt im Anschluß an die Tour wurde das Album Hits Pur 20 Jahre eine Band veröffentlicht, das neben aktuellen Hits auch neu bearbeitete Klassiker enthält. Eine weitere Zeitreise durch die Bandgeschichte bedeutete der Bildband Pur Unsere Geschichte. Im Sommer 2003 erschien mit Ich denk an dich die Single zum neuen Studioalbum Was ist passiert?, die im September veröffentlicht wurde. Zehn Jahre nach dem Gewinn ihres ersten ECHOs wurden Pur Anfang März 2004 zum vierten Mal mit dem Musikpreis ausgezeichnet. Nach der CD Pur klassisch Live Auf Schalke 2004 kam 2006 das Album Es ist wie es ist auf den Markt, das auf Platz 1 der deutschen Albumcharts stieg. Am 13. Juli 2007 wurde Pur dann mit dem renommierten Hörerlebnispreis HELIX ausgezeichnet nutzten die Musiker die Zeit, um an einem neuen Studioalbum zu arbeiten, das im Sommer 2009 veröffentlicht wird. Danach geht es im Winter auf große Hallentour mit einer neuen Bühnenshow. Mehr über PUR auf: Diskographie: 1983 Opus 1985 Vorsicht zerbrechlich 1987 PUR 1988 Wie im Film 1990 Unendlich mehr 1991 Nichts ohne Grund 1992 PUR Live 1993 Seiltänzertraum 1995 Abenteuerland 1996 Pur Live Die Zweite 1998 Mächtig viel Theater 2000 Mittendrin 2001 Hits PUR 20 Jahre eine Band 2001 Pur & friends 2003 Was ist passiert? 2005 PUR klassisch 2006 Es ist wie es ist

11 NZ 32/2009 W I R E M P F E H L E N 15 DEUTSCHSPRACHIGES RADIOPROGRAMM LANDESWEIT! Die deutschsprachige Radiosendung von Radio Fünfkirchen ist landesweit zu hören. Treffpunkt am Vormittag meldet sich täglich von 10 bis 12 Uhr. Sonntags können die werten Zuhörer das beliebte Wunschkonzert hören. Zweiwöchentlich werden deutschsprachige Messen übertragen. Das Programm wird auf zwei Mittelwellenfrequenzen ausgestrahlt. In Südungarn und bei Budapest hören Sie die Sendungen auf MW/AM 873 khz, über Marcali und Szolnok wird das Programm auf MW/AM 1188 khz ausgestrahlt. Hören Sie zu! Wir sprechen Ihre Sprache! MR4, der Minderheitensender des Ungarischen Rundfunks hat eine Web-Seite. Man kann im Internet die deutschsprachige Sendung live hören und gesendete Magazine herunterladen. Telefon Live: DEUTSCHSPRACHIGES FERNSEHPROGRAMM UNSER BILDSCHIRM Die deutschsprachige Fernsehsendung von Studio Fünfkirchen des Ungarischen Fernsehens Unser Bildschirm meldet sich dienstags um Uhr im mtv. Wiederholung donnerstags um Uhr im m2. Tel./Fax: Adresse: 7626 Pécs, Alsóhavi u. 16. Telefon: Fax: Die Heimatzeitung der Deutschen aus Ungarn Anzeigenannahme: Redaktion Neue Zeitung Tel.: Fax: Ungarndeutsche Publikationen können Sie bequem übers Internet bestellen: hu/publikationen Dr. Zoltán Müller Facharzt für HNO-Krankheiten Aphasie ein Wort, das man noch nicht kennt Solisten gesucht Aphasie ist wieder ein Wort, das man lernen muß. Es bedeutet, daß der Patient seine Sprache nicht so anwenden kann wie früher. Es können Probleme mit der Auffassung der Sprache auftreten, also der Kranke versteht nicht mehr die Bedeutung der Wörter, die er aber richtig hört. Andererseits kann der Patient bei Problemen mit dem Ausdrücken nicht sagen, was er will, er findet die Wörter nicht und kann keine Sätze bilden. Selbstverständlich können beide Erscheinungen eintreffen, was für den Patienten noch schlimmer ist. Der Grund ist meistens ein Gehirnschlag, aber es kann auch infolge einer Gehirnverletzung oder eines Gehirntumors vorkommen. Andere Begleitsymptome wie Lähmungen, Schluckprobleme, Sehstörungen oder Epilepsie können auch eintreten. Die meisten unserer Mitmenschen, die Aphasie haben, sind aber geistig nicht behindert und dürfen auch nicht so behandelt werden. Ungarn ist von diesen Problemen sehr betroffen, da hier Gehirnschlag eine häufige Erkrankung ist. Die Rehabilitation dieser Kranken ist wegen der vielen Probleme des ungarischen Gesundheitswesens nicht gelöst. Die Beschäftigung mit solchen Patienten benötigt viel Zeit und viel Geduld. Bei der Kommunikation mit diesen Patienten soll man einfache Wörter anwenden. Die Möglichkeiten des Augenkontakts, des Schreibens, des Zeichnens und der Gestikulation sollen ausgenutzt werden. Es ist nützlich, auf einen Zettel zu schreiben, daß der Patient im Sprechen ja, aber geistig nicht behindert ist, diesen in den Geschäften und in den Büros vorzuzeigen, um Mißverständnisse zu vermeiden. Ein Teil des Programms der Landesgala am Tag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen steht schon im voraus fest. Auf Vorschlag des Landesrates werden immer die Kulturgruppen (Tanzgruppe, Chor und Musikkapelle Jugend und Erwachsene) eingeladen, die auf den Landesfestivals die besten Ergebnisse erreicht haben. Außerdem sind wir bestrebt, ungarndeutschen Solisten einen Raum zu bieten, sich vor der größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir erwarten Ihre Vorschläge für Solisten oder Duos bis zum 4. September 2009, damit der Kulturausschuß noch rechtzeitig eine Wahl treffen kann. Die Vorschläge können direkt bei der Geschäftsstelle der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (Pf. 348, 1537 Budapest) eingereicht werden. Die Bewerbungen müssen eine CD oder DVD mit verschiedenen, ortstypischen Stücken enthalten sowie eine Beschreibung des Solisten oder des Duos. Sachinhalte lernen und präsentieren In Zusammenarbeit mit Holger Wendlandt, Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Ungarn werden zwei Fortbildungstage ( August 2009) für Lehrer an Grundschulen angeboten. Das Thema ist Sachinhalte lernen und präsentieren unter Verwendung von Zahlen, Daten und Darstellungsformen. Zu den Fortbildungstagen werden sowohl Deutsch- als auch Mathematiklehrer erwartet. Als weitere Referentin und Workshopleiterin wirkt Frau Mag. Elisabeth Mürwald mit. Sie ist Landeskoordinatorin für Bildungsstandards und Referentin der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich in Baden im Bereich Mathematik der Sekundarstufe 1. Die Fortbildung ist akkreditiert und kann mit 16 Fortbildungspunkten angerechnet werden. Die Kosten der Fortbildung (Unterkunft und Verpflegung) werden von der ZfA übernommen. Das Seminar möchte zeigen, daß man auch beim Deutschlernen keine Angst vor Themen haben muß, die einen mathematischen Bezug besitzen. Es wäre schön, wenn gemeinsam Perspektiven für die zukünftige Bedeutung mathematisch-naturwissenschaftlicher Themen an deutschsprachigen Grundschulen entwickelt werden. Anmeldung möglichst umgehend: Per Post: Eötvös József Fôiskola, Pädagogische Fakultät, Institut für Minderheiten- und Fremdsprachen H-6500 Baja, Szegedi u. 2. Fax: (79) /121; Internet: Kummer der Woche Katzenjammer Diesmal geht es weder um die Nachwirkung eines krummen Abends noch um Gewissensqual oder Reue: Ich jammere wegen den Katzen. An jedem häßlichen grauen Tag im Winter in der Stadt tröstete ich mich selbst mit der Vorstellung meiner badenden und trinkenden Vögelchen im Sommer. Bei der Ankunft in meinem Häuschen am See erwarteten aber nicht sie mich, weder badend noch trinkend, sondern eine häßliche, fette, rote Katze, die gerade einen Vogel vertilgte. Frech, wie nur eine fette, rote Katze sein kann, sprang sie nicht einmal weg, als wir aus dem Wagen stiegen. Nein, sie grinste nur, leckte ihren Schnurrbart und schlenderte lässig davon. Eine ähnliche Szene erlebte ich mal bei einem Freund in der Nachbarstadt: Er hatte Katzen, liebte sie heiß und innig und zeigte mir stolz die Kleinen. Die waren tatsächlich niedlich, bis auf die Tatsache, daß ihre Mutter gerade einen Vogel erwischt hatte und ihnen beibringen wollte, wie man den frißt. Sind die nicht süß? fragte der Freund, aber ich wendete den kleinen Ungeheuern den Rücken zu. Mein direkter Nachbar füttert seit dem letzten Sommer auch herrenlose Katzen. So betrachten diese auch meinen Garten als Jagdgebiet, obwohl sie eigentlich nicht gerade ausgehungert sind. Sie folgen dem Nachbarn auch überall hin er kommt auch zu mir wie der Rattenfänger von Hameln, nur eben in der Begleitung von sieben bis neun Katzen. Zu allem Übel ruft er ihnen auch noch zu, kommt, kommt, sie tut euch nichts! Wenn er wüßte, wie gerne ich ihnen etwas tun würde. Nichts Blutrünstiges, vielleicht nur eine kleine Erfrischung mit dem Gartenschlauch. Statt dessen lächele ich nur blöd und höre verzweifelt die Warnrufe meiner Vögelchen. Ich mag absolut nicht, daß hier am See die Urlauber kleine Katzen und Hunde einsammeln und bei der Abfahrt wieder aussetzen. Ich verstehe aber auch jenen Freund nicht, der diese wiederum seinerseits eingesammelt und in die Stadt geschleppt hatte. Er hat inzwischen an die 20 Viecher, die nun verwöhnt und wählerisch mehr Geld verfressen als er samt Familie. Wegen jenen brauche ich allerdings nicht zu jammern, die sind weit genug weg. Die hiesigen aber verjagen meine Vögel. Es ist still im Garten und das Wasser in Töpfen und Pfannen ist unberührt. judit

12 16 W I R E M P F E H L E N NZ 32/2009 Tagung Erzwungene Wege Völkermord, Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert In der Bildungs- und Begegnungsstätte Der Heiligenhof Bad Kissingen findet vom 4. bis 7. September die Tagung Erzwungene Wege Völkermord, Flucht und Vertreibung im 20. Jahrhundert. Wollte man das 20. Jahrhundert in irgendeiner Weise beschreiben, so kann man es als ein Jahrhundert der Kriege, der Völkermorde sowie der zahlreichen Zwangsmigrationen, Flucht und Vertreibungen charakterisieren. Die Opfergruppen sind zahlreich. Wir wollen im Seminar Kenntnisse über deren Schicksal erwerben und daran Anteil nehmen. Als Referenten haben ihre Teilnahme zugesagt: Prof. Dr. Rudolf Grulich, Nürnberg mit folgenden Vorträgen: Der Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich 1915, Der Völkermord an den syrischen Christen, Der Vertrag von Lausanne und der Bevölkerungstausch von Türken und Griechen 1923, Dr. Ortfried Kotzian, Direktor des Hauses des Deutschen Ostens, München: Die deutschen Umsiedler im Gefolge des Hitler-Stalin-Paktes; STD a.d. Adolf Fiedler, Frankenberg: Entstehung und Entwicklung der Pläne zur Vertreibung der Deutschen aus dem östlichen Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Prof. Dr. Stefan Troebst, Stellvertretender Leiter des Geisteswissenschaftlichen Zentrums Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas, Leipzig und Bearbeiter eines einschlägigen Lexikons, ist ebenfalls mit einem Überblicksbeitrag angefragt. Außerdem sind thematische Exkursionen zum Kreuzweg der Nationen Gedenkstätte für Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Opfer beider Weltkriege bei Wildflecken sowie der Gedenkstätte und Ausstellung Jüdisches Leben in Bad Kissingen geplant. Eingeladen sind insbesondere Lehrerinnen und Lehrer; Unterrichtende in Politik, Geographie, Geschichte, Sozialkunde und artverwandter Fächer in unterschiedlichen Schulformen; Multiplikatoren; ehemalige Flüchtlinge, Vertriebene und Spätaussiedler, Studierende, allgemein an der Thematik interessierte Personen, Teilnehmende aus Ostmitteleuropa. Die Tagung beginnt am Freitagnachmittag mit dem gemeinsamen Kaffeetrinken und ist am folgenden Montag nach dem Mittagessen zu Ende. Die Teilnahme kostet für Teilnehmer aus der Bundesrepublik 100,00 Euro zuzüglich Kurtaxe (5,10 Euro) und ggf. EZ-Zuschlag (15,00 Euro für den gesamten Zeitraum) und beinhaltet Unterkunft und Verpflegung. Für Studierende und Teilnehmer aus den östlichen Nachbarländern gilt ein Sonderpreis von 20,00 Euro zuzüglich Kurtaxe! Bitte melden Sie sich umgehend, spätestens bis zum 31. August, bei uns an. Tagesgäste aus der Region sind willkommen! Auf Wunsch können wir Ihnen das detaillierte Programm der Tagung zusenden. Anmeldungen und Anfragen sind unter dem Stichwort: Erzwungene Wege ab sofort möglich an: Der Heiligenhof, Alte Euerdorfer Straße 1, D Bad Kissingen, Fax: / oder per Mail an: Sommerfest in Bonnhard In Bonnhard wird am 9. August, am Tag der Ungarndeutschen in der Tolnau, ein Sommerfest veranstaltet. Das Fest beginnt um 9.00 Uhr mit einem deutschen Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Um 9.30 Uhr folgt eine deutsche heilige Messe in der katholischen Kirche. Um Uhr wird die Trachtenfoto-Ausstellung im Museum eröffnet. Danach spielt die Städtische Blaskapelle im Garten der katholischen Kirche. Um Uhr beginnen ein Trachtenumzug vom Perczel-Garten zum Kulturzentrum und eine halbe Stunde später das Kulturprogramm auf der Freilichtbühne. Kurze Ansprachen halten der Vorsitzende der Deutschen Komitatsselbstverwaltung Tolnau Dr. Michael Józan-Jilling, der Bürgermeister der Stadt Bonnhard Árpád János Potápi und die Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Bonnhard Ilona Köhler Koch. Um Uhr wird die Komitatsflagge übergeben. Im Kulturprogramm wirken u.a. mit: Jugendblaskapelle der Béla Bartók-Musikschule Bonnhard, Ifjú Szív Ungarndeutsche Volkstanzgruppe Seksard, Ungarndeutsche Volkstanzgruppe Werischwar, Jugendblaskapelle der Musikschule Wernau, Völgység-Volkstanzverein. Am 15. August (Samstag) um 18 Uhr findet in der Kathedrale zu Kalocsa die deutsche heilige Messe auf Komitatsebene statt. 46jähriger Akademiker und Manager mit Sitz in Ungarn, halb Deutscher, halb Grieche, sucht nette, aufgeschlossene Ungarin zwischen 35 und 43 Jahren zwecks fester Beziehung und eventueller späterer Heirat. Wohnsitz ist der XII. Bezirk in Budapest. Bei Interesse bitte per an schreiben. Ich beantworte garantiert jede Zuschrift. Minderheitenfestival und Landesprozession Der Budapester Deutsche Kulturverein und das St. Gerhards-Werk Ungarn veranstalten auch dieses Jahr am 20. August das deutsche Kulturfestival. Der Umzug beginnt um Uhr vor dem Gebäude in der Nagymezô utca 49. Unsere Gruppen ziehen bei Musik durch die Nagymezô- und die Andrássy- Straße bis zum Liszt-Platz, wo sie um 11 Uhr ein buntes Kulturprogramm geben. Nach der Mittagspause treffen wir uns um 16 Uhr in der Arany-János- Straße, bei der Haltestelle der Metro 3. Um Uhr ziehen wir auf den Platz vor der St. Stephans-Kirche, wo um 17 Uhr die heilige Messe beginnt und Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, die Festpredigt hält. Vor der Messe spielt unsere Blaskapelle auf den Treppen der Basilika deutsche Kirchenmusik. Nach der Messe führt unsere Gruppe bei Musik, mit Flaggen und Vereinstafeln, deutsche Marienlieder singend, den Umzug an. Nach der Prozession können die Teilnehmer das farbenfrohe Feuerwerk vom Donauufer aus bewundern. Wir rechnen mit Ihrer Teilnahme. Dr. Wendelin Hambuch Vorsitzender des St. Gerhards-Werks Ungarn und des Budapester Deutschen Kulturvereins Komitat Branau Veranstaltungen im August 9., Sonntag: Deutscher Nationalitätentag. Surgetin/Szederkény, Kulturhaus Uhr: Branauer Stimmungsparade Volkstümliche Großveranstaltung mit vielen Kulturgruppen der Region. Surgetin/Szederkény 8. und 9., Samstag/Sonntag: Harmonikalager des Landesrates Ungarndeutscher Chöre, Kapellen und Tanzgruppen, Nimmesch/Himesháza. Um 19 Uhr findet in der Schul Arena ein Galakonzert des Harmonikaauswahlorchsters des Landesrates statt. Am Sonntag um 9.30 Uhr wird die deutsche hl. Messe unter Mitwirkung des Harmonikaorchsters gelesen. 15. und 16., Samstag, Sonntag: Dorftag. Boschok/Palotabozsok, Kulturhaus 16., Sonntag: 9.30 Uhr: Deutschsprachige heilige Messe. Fünfkirchen, Innenstädtische Kirche, Széchenyi-Platz. Mitwirkende: Jugendchor aus Nimmesch/Himesháza Uhr: Branauer Stimmungsparade Volkstümliche Großveranstaltung mit vielen Kulturgruppen der Region. Metschge/Erdôsmecske 18., Dienstag, Uhr: Deutscher Nationalitätenabend. Pogan/Pogány 20., Donnerstag: Kirmes. Die traditionelle Kirmes wird auf die Bühne gestellt (anhand der Forschungen von Prof. Dr. Katharina Wild). Bawaz/Babarc Segnungsfest des Neuen Brotes. Großnarad/Nagynyárád, Kirchenplatz 21., Freitag, Uhr: Branauer Stimmungsparade Volkstümliche Großveranstaltung mit vielen Kulturgruppen der Region. Szentlôrinc Uhr: Wenn Freitag, dann Willand Kulturprogramme, Straßenball, Konzerte (Abschlußveranstaltung). Willand/Villány, Nußbaum-Platz , Freitag Sonntag: Dorftage. Ratzpetr/Újpetre, Kulturhaus 30., Sonntag, 9.30 Uhr: Deutschsprachige heilige Messe. Fünfkirchen, Innenstädtische Kirche, Széchenyi-Platz. Mitwirkende: Gemischtchor aus Großnarad/Nagynyárád Gedenkmesse Am 9. August um 9 Uhr wird in der katholischen Kirche von Neustätt/Újlak (Budapest II., Bécsi út 32) mit einem Gottesdienst des Theologen Tamás Nyíri gedacht. Alle Verehrer von Tamás Nyíri sind einladen, sich am 15. Jahrestag seines Todes (am 21. Juli) und des 89. Geburtstages (am 10. August) gemeinsam zu erinnern. Galaabend der Harmonika-Kapelle Der Landesrat der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen sowie die Deutsche Selbstverwaltung von Nimmesch laden zum Galaabend der Harmonika-Kapelle des Landesrates ein. Dieser findet am 8. August (Samstag) um Uhr im Innenhof der Schule von Nimmesch/Himesháza statt. Anschließend fröhliches Beisammensein! Am 9. August (Sonntag) um 9.30 Uhr: heilige Messe in der Kirche des Ortes.

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