JAHRESBERICHT 2008 DER BAYERISCHEN VERSORGUNGSKAMMER

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1 JAHRESBERICHT 2008

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3 JAHRESBERICHT 2008 DER BAYERISCHEN VERSORGUNGSKAMMER

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5 BVK Jahresbericht 2008 Vorwort Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir freuen uns, Ihnen mit unserem Jahresbericht wieder einen Eindruck von unseren zahlreichen Aktivitäten im Verlauf des zurückliegenden Jahres geben zu können. Das Jahr 2008 wird als eines der schwärzesten Jahre der letzten Jahrzehnte in die Weltgeschichte eingehen. Wir mussten miterleben, wie einst renommierte Bankinstitute ins Wanken geraten sind, nachdem sie Geschäfte getätigt hatten, deren Risiken sie selbst nur unzureichend einschätzen konnten. Der Glaube an die Selbstregulierungsfähigkeit der Wirtschaftsmärkte ist verloren gegangen und einer längst vergangen geglaubten Hoffnung auf den Staat gewichen. Das zurückliegende Jahr hat auf erschreckende Weise gezeigt, wie anfällig und wie eng verwoben die Finanzwirtschaft ist. Gerade in Zeiten wie diesen besinnt man sich nur Foto: Knabbe zu gerne auf Werte wie Vertrauen und Beständigkeit, Werte, die man gerne auch mit der eigenen Altersversorgung in Verbindung bringt. Einmal mehr wird dabei deutlich, dass Altersversorgung und Kapitalanlage nicht gleichgesetzt werden können. Als Altersversorger fühlen wir uns diesen zentralen Werten verpflichtet und setzen daher seit jeher alle Anstrengung daran, dem entgegengebrachten Vertrauen unserer Mitglieder und Versicherten gerecht zu werden. Unser seit vielen Jahren eingeschlagener Weg, mit dem wir nicht nur auf breite Streuung und Mischung unserer Kapitalanlage setzen, sondern auch auf ein umfassendes Risikomanagementsystem, das auf die individuelle Risikotragfähigkeit unserer Versorgungseinrichtungen abstellt, hat sich dabei in diesen bewegten Zeiten bestens bewährt. Aber auch wenn wir das Jahr 2008 mit einem respektablen Ergebnis beschließen konnten, ist uns bewusst, dass wir uns auf dem Erreichten nicht ausruhen können. Vielmehr gilt es auch in den kommenden Jahren, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen, um unsere Systeme nachhaltig abzusichern und das Vertrauen unserer Kunden täglich aufs Neue zu rechtfertigen. Auch wenn die Finanz- und Weltwirtschaftskrise das zurückliegende Jahr dominiert hat, hat sich unsere Tätigkeit im Jahr 2008 natürlich nicht darauf beschränkt. Mit unserem Jahresbericht wollen wir Ihnen daher vor allem wieder einen Eindruck und einen Querschnitt über die wichtigen Aufgaben und Herausforderungen des vergangenen Jahres geben. Auch hier gilt dabei der Grundsatz: Nur wenn alle Räder möglichst reibungslos ineinander greifen, läuft der Motor rund! In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, eine anregende und informative Lektüre. Lothar Panzer Vorstandsvorsitzender Daniel Just Stv. Vorstandsvorsitzender Reinhard Graf Mitglied des Vorstands Reinhard Dehlinger Mitglied des Vorstands Gerhard Raukuttis Mitglied des Vorstands

6 Impressum Herausgeber Bayerische Versorgungskammer Denninger Straße München Telefon (089) Fax (089) Konzeption und Redaktion Dr. Maike Kolbeck Telefon (089) Birgit Ludewig Telefon (089) Stefan Müller Telefon (089) Susanne Obermaier Telefon (089) Gestaltung ekh. Werbeagentur GbR Karlstraße 38, München Druck Color-Offset GmbH Geretsrieder Straße 10, München Anmerkung Alle im Inhalt erwähnten Personen tragen Titel- und Funktionsbezeichnungen, die sie im Jahr 2008 inne hatten.

7 BVK Jahresbericht 2008 Inhalt Seite Die BVK kompetente Dienstleistungen im Verbund 2008 Stabile Ergebnisse trotz turbulenter Finanzmärkte 8 In der Krise diszipliniert reagieren Interview mit Daniel Just, Finanzvorstand Jahre Orchesterversorgung 17 Professor Dr. Herwig Birg bei BVK im Dialog 18 Markttreiben in der BVK Jahre Bayerische Ärzteversorgung 20 Auf Stippvisite Staatsminister Joachim Herrmann besucht die BVK 22 Weichenstellung für die zukünftige Altersversorgung 23 Saarland die Zweite 24 Die BVK zukunftssicher, bedarfsgerecht, kundenorientiert Wahrscheinlichkeit, Erwartung und Häufigkeit 25 Marktpositionierung und Vertriebsoptimierung 26 Mit Teamgeist Unternehmensziele sichern 28 Junges Berufsbild 30 Umgang mit Insiderinformationen 31 Die BVK optimale Rendite mit Sicherheit Big Launch Arabeska 32 And the winner is 34 Medieninteresse für die Maximilianstraße Mit den Bewohnern feiern 35 Grüne Wiesen, Wald und Infrastruktur 36 Die BVK leistungsstark und kostenbewusst Schnelle BVK Post 38 Verborgene Botschaften 38 Die Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die anderen hilft 39 Rechenschieber 40 Spontane Geistesblitze und ausgetüftelte Ideen Jahre München 42 Von wegen nur blauer Dunst 43 Hunger nach Information 44 Die Versorgungseinrichtungen Themen des Geschäftsjahres Bayerische Ärzteversorgung 46 Bayerische Apothekerversorgung 47 Inhalt Bayerische Architektenversorgung 47 Bayerische Ingenieurversorgung-Bau mit Psychotherapeutenversorgung 48 Bayerische Rechtsanwalts- und Steuerberaterversorgung 49 Bayerischer Versorgungsverband 50 Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden 51 Versorgungswerk des Bayerischen Landtags 52 Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen 52 Versorgungsanstalt der deutschen Kulturorchester 53 Versorgungsanstalt der deutschen Bezirksschornsteinfeger 53 Versorgungsanstalt der Kaminkehrergesellen mit Pensionskasse des Schornsteinfegerhandwerks 54 Kennzahlen 2008 Organigramm Anhang Anhang

8 BVK Jahresbericht 2008 Die BVK kompetente Dienstleistungen im Verbund I m Jahr 2008 konnten die Versorgungseinrichtungen bei der BVK erneut einen deutlichen Anstieg des Beitragsaufkommens um 154 Mio. auf Mio. verzeichnen. Der Versorgungsaufwand (ohne Regulierungsaufwendungen) hingegen erhöhte sich um 105 Mio. (+ 4,8 %) auf Mio.. Die Kapitalanlagebestände stiegen von Mio. (+5,3 %) auf Mio.. wurden Stellungnahmen eingebracht. Die in der politischen und versicherungsmathematischen Diskussion stehenden Themen (z.b. neue biometrische Richttafeln, Regelrentenbezugsalter 67) wurden aufgegriffen und in die Diskussion mit den Selbstverwaltungsgremien eingebracht. Entsprechend dem Wunsch der Berufsstände konnte die Einbeziehung der Mitglieder der Psychotherapeutenkammer des Saarlandes durch Staatsvertrag zwischen dem Freistaat Bayern und dem Saarland in die Bayerische Ingenieurversorgung-Bau mit Psychotherapeutenversorgung erreicht werden. Der Staatsvertrag trat am 1. Dezember 2008 in Kraft Stabile Ergebnisse Geschäftsentwicklung 2008 trotz turbulenter Finanzmärkte Entwicklung des wirtschaftlichen und politischen Umfelds Breiten Raum nahm bei den Versorgungseinrichtungen der Bayerischen Versorgungskammer die Entwicklung des Kapitalmarkts ein. Wenngleich die Kapitalanlagen nicht durch Investments in Subprime-Produkten beeinträchtigt waren, so ist die allgemeine Zins- und Kursentwicklung für die Zielsetzungen der Kapital - anlage erheblich. Seitens des Ressorts Kapitalanlage wurde ausführlich ein Asset-Liability-Projekt vorgestellt, welches zusammen mit externen Beratern neben den Untersuchungen zur Wahrscheinlichkeit der Unterschreitung des Rechnungszinses u.a. auch Ergebnisse zu optimierten Portfolien erbrachte und dementsprechend ein weiterer Aufbau alternativer Asset-Klassen verstärkt erfolgen wird. Ebenfalls intensiv diskutiert wurde bei den berufsständischen Versorgungseinrichtungen die sowohl politisch als auch biometrisch veranlasste Anhebung des Rentenzugangsalters unter dem Stichwort Rente mit 67. Ausgangspunkt hierbei sind neue Richttafeln, die eine erneut deutliche Längerlebigkeit mit entsprechend längeren Rentenlaufzeiten prognostizieren. Dem wird in anderen Versorgungssystemen bereits durch die Rente mit 67 Rechnung getragen. Ferner wurden die durch gesetzgeberische Maßnahmen erforderlichen Umsetzungsarbeiten fortgeführt (Arbeitgebermeldeverfahren nach dem SGB-Änderungsgesetz, Meldeverfahren nach 22a EStG). In den gesetzgeberischen Beteiligungsverfahren Am 29. November 2008 ist nach über sechsjährigen Vorarbeiten das Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens (BGBl. I S. 2242) in Kraft getreten. Das Ergebnis ist eine in Art und Ausmaß einmalige Reform der gesamten Strukturen im Schornsteinfegerhandwerk, die nicht nur die berufliche Stellung des Bezirksschornsteinfegermeisters grundlegend verändert, sondern auch gravierende Auswirkungen auf die Versorgung hat. Der Wegfall der Sicherung des Beitragsaufkommens hat nicht nur Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Versorgungsanstalt der deutschen Bezirksschornsteinfegermeister, sondern in besonderer Weise auch auf die einzelnen Mitgliedschaftsverhältnisse. Neuregelung des Aufsichtsrechts Im Anschluss an die im Jahr 2007 erfolgte Neuregelung des Aufsichts- und Rechnungslegungsrechts der Versorgungseinrichtungen, die der Gesetzgebungskompetenz des Freistaats Bayern unterliegen, wurde zum 1. Dezember 2008 auch die Verordnung mit den Durchführungsbestimmungen durch das Bayerische Staatsministerium des Innern angepasst. Die gesetzlichen Neuerungen erlauben erweiterte Anlagemöglichkeiten, modernisieren die Rechnungslegungsvorschriften und stärken das Selbstverwaltungsrecht der Versorgungseinrichtungen. Entwicklung an den Kapitalmärkten Das Jahr 2008 verlief real- und finanzwirtschaftlich außerordentlich turbulent: Während sich die Konjunktur in den ersten Monaten trotz der bereits ange- 8

9 BVK Jahresbericht 2008 Die BVK kompetente Dienstleistungen im Verbund Bayerische Versorgungskammer Geschäftsvolumen Versicherte / Mitglieder und Versorgungsempfänger, Beiträge und Versorgungsleistungen 1) 1995 = Basis, lfd. Zeitreihen ab ) vorläufige Werte 3) ohne Sonstige spannten Situation auf den Finanzmärkten noch lebhaft zeigte, nahm der Aufwärtstrend mit dem Zusammenbruch der Traditionsbank Lehman Brothers in der zweiten Jahreshälfte ein abruptes Ende. Ausgelöst durch die Lehman-Pleite im September 2008 verschärften sich die Probleme in der Finanzwirtschaft und wirkten sich rasch auf die Realwirtschaft aus. Dies hatte zur Folge, dass die bereits erwarteten schwächeren Wachstumsraten der Weltwirtschaft deutlich nach unten korrigiert werden mussten. In der statistischen Gesamtjahresbetrachtung milderte das Wachstum im ersten Halbjahr 2008 die Einbrüche in den letzten Monaten ab: Die weltweite Wirtschaftsleistung wuchs laut IWF um 3,2 Prozent und das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg preis - bereinigt um 1,3 Prozent. Im Jahresverlauf besonders volatil zeigten sich die Rohstoffmärkte: Der Ölpreis kletterte zunächst auf ein neues Rekordniveau von 147 US-Dollar pro Barrel, stürzte dann ab und lag zum Jahresende mehr als 100 US-Dollar unter dem Höchstwert. Die Börsen mussten deutliche und in der Höhe unerwartete Kursverluste verzeichnen. Die großen Aktienindizes büßten zwischen dreißig und fünfundvierzig Prozent ihres Wertes ein und Anleihen von geringer Bonität erlitten Verluste von über 50 Prozent. Binnen weniger Wochen spitzte sich die Finanzmarktkrise zu und verursachte radikale Veränderungen in der Bankenwelt: Die großen US-Investmentbanken gaben ihren rechtlichen Sonderstatus auf, fusionierten teilweise mit Instituten anderer Segmente und wurden so zu Universalbanken. Zahlreiche Institute gerieten in Schieflage und konnten nur durch schnell gewährte Staatshilfen gerettet werden. Das in dieser Situation entstandene Misstrauen der Banken untereinander verursachte Liquiditätsengpässe, die im weiteren Verlauf zu einer sogenannten Kreditklemme führten. Während die Zinsen in der ersten Jahreshälfte aufgrund sich abzeichnender Liquiditätsengpässe und der bedingt durch die hohen Rohstoffpreise erwarteten Inflationstendenzen stiegen, fielen sie mit der sich verschärfenden Finanzkrise auf einen historischen Niedrigstand. Zwischenzeitlich verlief die Zinskurve invers: Da sich aufgrund der Finanzmittelengpässe die kurzfristige Liquidität enorm verteuerte, lagen die kurzfristigen Zinsen über den langfristigen. Erst die Eingriffe der Notenbanken, die nach der Pleite der Lehman Bank massiv Liquidität zur Verfügung stellten, führten dazu, dass das Zinsniveau zum Jahresende wieder leicht anstieg. Als erster Staat schnürten die USA ein Rettungspaket für die Finanzbranche mit einem Volumen von über 700 Mrd. US-Dollar. In Deutschland sprach die Bundesregierung eine Staatsgarantie für sämtliche privaten Spareinlagen aus. Von der Krise besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden Geschäftsmodelle, die mittels einer hohen Fremdkapitalquote und deren Hebelwirkung die Eigenkapitalrendite ihrer Aktivitäten maximieren wollten. Das illiquide Marktumfeld und die steigenden Sicherheitsanforderungen der kreditgebenden Banken jedoch zwangen die Investoren, ihre fremdfinanzierten Positionen abzubauen. So entstand in den 9

10 BVK Jahresbericht 2008 Die BVK kompetente Dienstleistungen im Verbund ohnehin schwachen Märkten zusätzlicher Verkaufsdruck, der die Preise einiger Assets weit unter deren tatsächlichen Wert sinken ließ. Unternehmensanleihen, ABS-Produkte oder Staatsanleihen mit geringerer Bonität beispielsweise konnten nur mit erheblichen Kursabschlägen verkauft werden. In dem schwierigen Umfeld des vergangenen Jahres hat sich die Anlagenstrategie bewährt. Dank konservativer Engagements verbunden mit gutem Risikomanagement und breiter Streuung hatten wir nur in verhältnismäßig geringem Ausmaß Verluste zu verzeichnen. Denn bereits in den Monaten Februar und Mai und damit vor dem großen Crash im Oktober hatten wir Erholungsphasen auf den Kapitalmärkten Foto: Archiv genutzt, um die Aktienquote zu reduzieren. Zwar mussten die Versorgungseinrichtungen zum Abschreibungen auf die Wertpapierspezialfonds vornehmen, die Nettorendite der Gesamtanlagen wurde dadurch jedoch nur geringfügig belastet. Einen Großteil unserer Wertpapierspezialfonds sowie die Immobilienspezialfonds und die Medium-Turn- Notes-(MTN)-Tranchen haben wir im vierten Quartal 2008 in den neu gegründeten Versorgungswerk- Masterfonds eingebracht. Der besondere Vorteil dieses Dachfonds besteht darin, dass eventuelle Kursverluste innerhalb des Fonds mit Kursgewinnen ausgeglichen werden können. Im Segment der festverzinslichen Rententitel hatten wir bereits in den Vorjahren konservativ angelegt und dank dieser Strategie hier keine Ausfälle zu verzeichnen. Im Rahmen unserer Anlagestrategie haben wir stets besonderes Augenmerk darauf gerichtet, ausschließlich Emissionen von guter Bonität und soweit möglich mit zusätzlicher Absicherung im Rahmen von Einlagensicherungssystemen zu erwerben. Da wir nicht in hochverzinsliche Anlagen wie z.b. durch Subprime-Hypotheken gedeckte Anleihen investiert hatten, waren wir von den gravierenden Verlusten dieser Papiere nicht betroffen. In unserem Portfolio enthalten war lediglich eine Anleihe von Lehman Brothers Deutschland, die jedoch durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken besichert war und uns Anfang März 2009 inklusive der ausstehenden Zinszahlungen erstattet wurde. Die Anteile festverzinslicher Rententitel in unserem Portfolio haben wir im Geschäftsjahr 2008 erhöht. In diesem Segment haben wir vor allem im zweiten Halbjahr Titel von Bundesländern, staatsnahen Emittenten sowie gedeckte Anlagen erworben. Trotz der Turbulenzen auf den Märkten werden wir weiterhin in chancenreichere und damit volatilere Anlageklassen investieren. Denn gerade jetzt sehen wir in ausgewählten Investments besonders gute Chancen. Bei diesen Engagements wird es von Vorteil sein, dass bis zum April 2009 ein Großteil der Spezialfonds in den Versorgungswerk-Masterfonds übertragen wurden, um künftig negative Schwankungen einzelner Assetklassen innerhalb des Dachfonds aufzufangen. In der Direktanlage wurden im Geschäftsjahr keine derivativen Finanzgeschäfte getätigt. Mit entsprechendem Beschluss des Vorstandes wurden die gesamten Fondsanlagen vom Umlaufvermögen in das Anlagevermögen nach 341 b Abs. 2 HGB umgewidmet. Von der Möglichkeit, Aktien und andere Kapitalanlagen des Anlagevermögens im Sinne des 253 Abs. 2 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip zu bilanzieren, haben wir keinen Gebrauch gemacht und damit die Bildung stiller Lasten vermieden. Immobilien Nach dem Zusammenbruch des Fremdfinanzierungsmarktes im vierten Quartal 2008 haben wir die für Eigenkapitalinvestoren erstmals wieder günstige Marktsituation genutzt, um versorgungskammerweit neun Immobilienobjekte zu erwerben. Risikobericht Die Bayerische Versorgungskammer verfügt über ein einheitliches Risikomanagementsystem, das an den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle 10

11 BVK Jahresbericht 2008 Die BVK kompetente Dienstleistungen im Verbund und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) ausgerichtet ist. Hierdurch erfassen wir sämtliche Risiken und bewerten sie hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Verlustpotenzials. Zudem beschreiben wir Sicherungsmaßnahmen und überprüfen sie hinsichtlich ihrer Wirksamkeit. In unsere regelmäßigen Risikoberichte fließen die Erkenntnisse aus versicherungsmathematischen Berechnungen (u.a. Simulationen mit verschiedenen Szenarioannahmen) sowie aus Asset-Liability-Untersuchungen ein. Zusätzlich besteht ein umfangreiches Berichtswesen in den Bereichen des Controlling, der Internen Revision und der Kapitalanlagen. Aktuelle Entwicklungen etwa im Bereich der Gesetzgebung oder der Technologie beobachten wir kontinuierlich, um auf Veränderungen rechtzeitig und angemessen reagieren zu können. Diese Aufgabe erfüllen Fachkräfte der Bereiche Mathematik, Kapitalanlagen, Informationsverarbeitung und Service sowie der Geschäftsbereiche. Somit haben wir die Risikoverantwortung dezentralisiert und auf die operativen Einheiten verteilt, was uns die differenzierte Betrachtung einzelner Risiken erlaubt. Zugleich gibt die unternehmensweite Koordination der Risikoberichterstattung durch das Controlling einen guten Überblick über die gesamte Risikosituation. Die technische Unterstützung insbesondere bei der Risiko-Berichterstattung wird durch die Implementierung einer modernen Standard-Software ab dem dritten Quartal 2009 weiter verbessert werden. Versicherungstechnische Risiken Die satzungsrechtlichen bzw. gesetzlichen Leistungsverpflichtungen binden unsere Versorgungseinrichtungen langfristig. Die Rahmenbedingungen können sich aber immer wieder ändern und von den Annahmen des versicherungsmathematischen Geschäftsplans abweichen. Die sich daraus ergebenden Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, ist ein wichtiger Teil des Risikomanagements. Sollten die tatsächlichen Entwicklungen insbeson dere der Kapitalrendite, der Lebenserwartung und der Bestandsentwicklung von den Rechnungsgrundlagen abweichen, sind bei den berufsständischen Versorgungswerken mittelfristig Korrekturen des Verhältnisses von Beiträgen und Leistungen erforderlich. Biometrischen Risiken tragen wir Rechnung, indem wir die Bestandsentwicklung laufend beobachten und gegebenenfalls die Rechnungsgrundlagen zur Berücksichtigung aktueller Entwicklungen anpassen. Sollten die gewonnenen Ergebnisse dies erfordern, werden die versicherungstechnischen Rückstellungen entsprechend erhöht und das Beitrags-Leistungs-Verhältnis (Verrentungssatz) entsprechend verschlechtert. Kapitalanlagerisiken Zinsrisiken und deren mögliche Auswirkungen auf den Kapitalertrag versuchen wir frühzeitig Index: Versicherte / Mitglieder und Versorgungsempfänger, Beiträge und Versorgungsleistungen Veränderungen gegenüber Basis 1995 = 100% Versicherte / Mitglieder Versorgungsempfänger Beiträge Versorgungsleistungen (ohne Regulierungsaufwendungen) 11

12 BVK Jahresbericht 2008 Die BVK kompetente Dienstleistungen im Verbund auf der Basis von Asset-Liability-Untersuchungen abzuschätzen. Hierzu führen unsere Experten der Bereiche Kapitalanlagen und Mathematik Sensitivitätsanalysen durch. Im Rahmen unserer Risikobudgetierung stellen wir sicher, dass die Risikotragfähigkeit der Versorgungseinrichtungen nicht überschritten wird. Dabei setzen unsere Fachleute spezielle Verfahren ein und führen sowohl strategische als auch taktische Planungen durch. Risiken einzelner Kapitalanlagen können vor allem in einem dauerhaften Wertverlust einer Anlage liegen, ausgelöst durch negative Entwicklungen auf den Kapitalmärkten (Marktrisiko) oder bei einzelnen Emittenten (Bonitätsrisiko). Unsere Kapitalanlageexperten steuern diese Risiken durch eine Reihe von Maßnahmen. Dazu zählen die Optimierung der Assetklassen, die genaue und ständige Analyse der Kapitalmärkte sowie Simulationsrechnungen zur Entwicklung von stillen Reserven und Abschreibungen. Hierbei führen unsere Experten Szenarioberechnungen sowohl für einen kurz- als auch für einen langfristigen Zeitraum durch. Namenspapiere und Schuldscheindarlehen werden zum Nennwert bilanziert. Ändert sich der Marktzins, wirkt sich dies nicht auf die Bilanzierung dieser Anlagepositionen aus. Da sie einen besonders hohen Anteil an unserem Portfolio ausmachen, hat die Verschiebung der Zinsstrukturkurve um einen Prozentpunkt nach unten bzw. oben nur unwesentliche Auswirkungen auf den Gesamtbuchwert unseres Direktbestandes. Emittenten der von uns gehaltenen Schuldscheine und Namenspapiere sind zum überwiegenden Teil Bund, Länder, öffentlich-rechtliche sowie privatrechtliche Kreditinstitute innerhalb der EU, wobei der Anteil deutscher Emittenten dominiert. Auch im Bereich der sonstigen Ausleihungen und der festverzinslichen Wertpapiere birgt die derzeitige Portfoliostruktur kein erhöhtes Risiko, da auch hier der Anteil der Emittenten mit guter und sehr guter Bonität überwiegt. Operative Risiken Von zentraler Bedeutung ist es, dass die Informationstechnologie ein angemessenes, bedarfsorientiertes Sicherheitsniveau aufweist und künftigen Entwicklungen standhält. Den Risiken eines Systemausfalls sowie eines Ausfalls technischer Einrichtungen begegnen wir u.a. durch regelmäßige Datensicherung und den Betrieb eines Backup-Rechenzentrums, das die schnelle Wiederherstellung von Daten und Anwendungen ermöglicht. Zudem sind Daten und Anwendungen durch Zugriffsberechtigungen umfassend geschützt. Und nicht zuletzt sichern Firewall- und Intrusion- Prevention-Systeme unsere IT-Infrastruktur gegen externe Angreifer. Einheitliche Standards für Überwachungs- und Kontrollprozesse wie etwa das Vier-Augen-Prinzip gewährleisten auch für die organisatorischen Abläufe ein hohes Sicherheitsniveau. Rechtliche Risiken Auch die grundlegenden Änderungen im Bereich der Altersversorgungspolitik haben Einfluss auf die Versorgungseinrichtungen. Daher beobachten wir Entwicklungen der Gesetzgebung und Rechtsprechung kontinuierlich und systematisch, um frühzeitig auf Änderungen reagieren zu können. Zudem setzt sich die Bayerische Versorgungskammer über Mitgliedschaften in der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV) e.v. und der Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung (AKA) e.v. im politischen Meinungsbildungsprozess aktiv für die Interessen unserer Mitglieder und Versicherten ein. PROGNOSEBERICHT Beiträge Die Entwicklung des Beitragsaufkommens wird aufgrund der allgemeinen maßgeblichen Einflussfaktoren (Mitgliederwachstum, Einkommenssituation, Konjunktur, Beitragssatz und Beitragsbemessungsgrenze) bei einigen Versorgungswerken noch moderate Steigerungsraten aufweisen. Mittelfristig muss bei den meisten Versorgungseinrichtungen aber von eher stagnierenden bis rückläufigen Entwicklungen ausgegangen werden. Durch das am 29. November 2008 in Kraft getretene Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens (BGBl. I S. 2242) ist die Berücksichtigung der Beiträge zur Versorgungsanstalt sowohl bei der Einteilung der Kehrbezirke als auch bei der Aufstellung der Geschäftskosten weggefallen. Dadurch reduziert sich weitgehend das gesicherte Einkommen in den Kehrbezirken und das sichere Beitragsaufkommen zur Aufrechterhaltung des Umlagesystems ist nicht mehr gegeben. Die Fortführung der Schornsteinfegerversorgung im bisherigen Umfang ist vor diesem Hintergrund stark gefährdet. 12

13 BVK Jahresbericht 2008 Die BVK kompetente Dienstleistungen im Verbund Versorgungsleistungen Die Zahl der Versorgungsempfänger wird entsprechend der Altersstruktur der Bestände zum Teil noch deutlich steigen. Die seit 2005 geltende nachgelagerte Besteuerung der Renten in Folge des Alterseinkünftegesetzes wird längerfristig allerdings zunehmend zu einer Reduktion des Nettoversorgungsgrades führen ( 22 EStG). Die Kapitalmarktkrise wird bei einigen berufsständischen Versorgungseinrichtungen voraussichtlich eine Änderung der Rahmenbedingungen des Versorgungswerks zur Folge haben müssen (Rechnungszins). Ferner werden infolge weiter steigender Lebenserwartung und damit korrespondierend längerer Rentenlaufzeiten zusätzlich Änderungen in den Verrentungstabellen und im Rentenzugangsalter erforderlich werden. Eine wesentliche Änderung bei der Schornstein - fegerversorgung wird der Wegfall der Gesamtversorgung sein. Setzt sich bis Ende des Jahres 2012 die Versorgung im Schornsteinfegerhandwerk aus den Leistungen der Versorgungsanstalt und den anrechenbaren Renten der gesetzlichen Rentenversicherung zusammen, kommt es ab diesem Zeitpunkt zu einer Trennung beider Versorgungssysteme. Ab dem 1. Januar 2013 bemessen sich die Versorgungsleistungen aus der Versorgungsanstalt und aus der gesetzlichen Rentenversicherung jeweils nach ihren eigenen rechtlichen Gegebenheiten völlig unabhängig voneinander. Eine Anrechnung der Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung auf die Leistungen aus der Versorgungsanstalt findet dann nicht mehr statt. Für den Bereich Kommunales Versorgungswesen brachte das Jahr 2008 tiefgreifende Veränderungen in der Organisationsstruktur. Um die Marktposition zu stabilisieren und auszubauen, wurden Teile des Geschäftsbereichs neu organisiert. Mit dem neu eingerichteten Kundencenter erfolgt eine stärkere Ausrichtung auf die Kunden vor allem die öffentlichen und kirchlichen Arbeitgeber in Bayern sowie deren Versicherte. Kapitalanlagen Das Börsenjahr 2009 startete erneut mit schlechten Vorgaben und die Wirtschaftsdaten weltweit zeugen von einer starken Rezession. Die amerikanische Notenbank hatte ihren Leitzins bereits Mitte Dezember 2008 auf faktisch null Prozent gesenkt. Auch die Europäische Zentralbank sowie die Notenbanken weiterer Industrieländer haben die Leitzinsen auf einen historischen Niedrigstand gesetzt. Weltweit wurden Konjunkturprogramme aufgelegt, um die Rückgänge bei Konsum- und Investitionsausgaben abzufedern. Die Entwicklung auf den Kapitalmärkten wird davon abhängen, inwieweit es gelingt, Wirtschaft und Finanzsysteme zu stabilisieren. Solange die Unsicherheit an den Finanzmärkten dominiert, werden Staats anleihen der großen Industrienationen die bevorzugte Anlageklasse bleiben. Auch in diesem schwierigen Umfeld wollen wir unsere Strategie der Diversifizierung fortsetzen: Einerseits werden wir unter Abwägung der versorgungswerkspezifischen Risikotragfähigkeit in günstigen Marktsituationen volatile Titel mit attraktivem Ertrags-Risiko-Profil zukaufen, andererseits wollen wir in Sachwerte investieren. Unser Ziel für das Jahr 2009 ist es, die Immobilienquote sowohl im Direktbestand als auch in der Fondsanlage weiter zu erhöhen und damit die Substanzwerte deutlich zu stärken. Die Chancen dafür stehen gut, da im Laufe des Jahres voraussichtlich weitere Investoren, die mit hoher Fremdkapitalquote finanziert haben, zu Verkäufen gezwungen sein werden. Damit kommen Eigenkapitalinvestoren wie die Versorgungseinrichtungen der Bayerischen Versorgungskammer wieder besser zum Zuge. Zudem hat der Vorstand die Einrichtung eines zentralen Liquiditätsmanagements im Bereich Kapitalanlagen für den Zahlungsverkehr aus dem Kapitalanlagegeschäft sowie die Implementierung eines Cash-Pools zur bereichsübergreifenden Optimierung der kurzfristigen Kapitalanlagen beschlossen. Die Inbetriebnahme des zentralen Liquiditätsmanagements ist für das erste Halbjahr 2009 vorgesehen. Gesetzliche Rahmenbedingungen Am 1. Juni 2007 ist das Gesetz zur Änderung des Versorgungsgesetzes mit einer Neuregelung des Aufsichts- und Rechnungslegungsrechts für die bayerischen Versorgungseinrichtungen in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es u.a., die Kapitalanlagemöglichkeiten zu erweitern, die Rechnungslegungsvorschriften zu modernisieren und das Selbstverwaltungsrecht der Versorgungseinrichtungen zu stärken. Die Detailbestimmungen wurden in der am 1. Dezember 2008 in Kraft getretenen Verordnung vorgenommen. Die Umstellung der Rechnungslegung erfolgt für das Geschäftsjahr

14 BVK Jahresbericht 2008 Die BVK kompetente Dienstleistungen im Verbund D ie Finanzmarktkrise und ihre Auswirkungen ver un sich ern viele. Ein guter Grund, um den stell ver treten den Vorstandsvorsitzenden und Bereichs leiter Kapitalanlagen, Daniel Just, zu befragen. Wie die Kapitalanlagestrategien der BVK greifen, was die Situation für unsere Versicherten und Mit arbeiter innen und Mitarbeiter bedeutet, beant wortet der Finanzexperte in einem Interview mit Hermann Mill. Herr Just, wie viele schlaflose Nächte haben Sie als Verant wortlicher eines Kapitalanlagevolumens von mehr als 40 Milliarden Euro durchlitten? Wir verfolgen in der BVK grundsätzlich eine sehr konservative Kapitalanlagepolitik und setzen auf der Aktienquote bereits früh zeitig auf eine Marktumfeldveränderung reagiert. Im Jahr 2006 hat die Bayerische Versorgungskammer einen Award für ihr durchdachtes Finanz risikomanagementmodell erhalten. Hat sich dieses Modell in der Krise bewährt? Ja, das Modell hat sich bewährt. Die Krise war die Feuertaufe für unser Risikomanagementsystem im Kapitalanlagebereich. Wir sind mit unserer Kapitalan lagepolitik bei den Versorgungswerken der BVK nur so viel ins Risiko gegangen, wie wir dies auch in sehr schlechten Marktszenarien noch vertragen und die Leistungsfähigkeit weiter gewährleistet ist. Wir haben durch unsere Risikobudgetierung für die einzelnen Versorgungswerke in Zusammenarbeit In der Krise diszipliniert agieren Ein Interview mit Daniel Just, Finanzvorstand und stellver treten der Vorstandsvorsitzender einen sicherheitsorientierten Wert zuwachs. Das hilft nicht nur mir und den Kollegen im Vorstand, auch jetzt ordentlich schlafen zu können, sondern es gibt insbesondere unseren Berufsständlern die notwendige Sicher heitsbasis für ihre Rente. Von unserer vorsich tigen Anlagepolitik profitieren gerade die Kunden der BVK in Krisenzeiten wie dieser. Mit einem Portfolio, das sich aktuell zu rund 80 Prozent aus festverzinslichen, bonitätsmäßig hochwertigen Rentenanlagen und soliden Immobilien in besten Lagen und zu etwa 20 Prozent aus einem breit gestreuten Spezialfondsbereich zusammensetzt, wovon aktuell nur 3 bis 6 Prozent (je nach Versorgungswerk) im Aktienbereich an gelegt sind, fühlen wir uns gut aufgestellt. Hinzu kommt, dass wir in der BVK keine Investments in Subprime-Anlagen getätigt haben und somit auch keine schlummernden Probleme in den Bilanzen haben. Wir sind daher auch nicht unmittelbar von Ausfällen betroffen. Mittelbar muss sich die BVK aber wie jeder institutionelle Anleger mit der gegenwärtig ungünstigen Entwicklung der Kapitalmärkte arrangieren, die sowohl von deutlichen Kursein brüchen am Aktienmarkt als auch weiterhin von niedrigen Zinssätzen bei den festverzinslichen An lagen geprägt ist. Dies konnten wir jedoch durch die in den letzten Jahren ausreichend gebildeten Reserven weitgehend abfedern. Zudem hatten wir Mitte 2007 mit der Reduzierung mit dem Bereich Mathematik jeweils eine robuste Kapitalanlagepolitik erarbeitet, die in normalen oder auch guten Szenarien eine überdurchschnittliche Rendite gewährleistet, aber gleichzeitig auch in Krisen wie der aktuellen noch ordentliche Ergebnisse liefert. Das hat sich nun bewährt. Wir hätten zwar gerne auf diesen Test verzichtet, aber das kann man sich leider nicht aussuchen. In Zusammenhang mit den Entwicklungen um VW sind die Hedgefonds stark in die Kritik geraten, weil sie auf fallende Kurse gesetzt und damit Verluste in Milliardenhöhe produziert haben. Wie ist die Entwicklung bei unseren Hedgefondsanlagen? Sind hier auch starke Verluste zu verzeichnen? Hedgefonds sind eine inhomogene Anlageform. Es gibt Hedgefondsmanager, die größere Risiken nehmen und solche, die risikoavers sind. Leider wird dies in der Presse oft über einen Kamm geschoren. Das ist aber falsch. Das Portfolio der BVK zeichnet sich durch eine breite Diversifizierung auf Manager-Ebene sowie bei den Stilrichtungen der Investitionen aus. Dadurch haben wir ein insgesamt risiko averses Portfolio und das hat sich auch in der aktuellen Finanzmarktkrise bestätigt. Wir sehen hier lange nicht die Marktverwerfungen, wie sie beispielsweise in den letzten Wochen auf dem Aktienmarkt zu beobachten waren. Da sich im Zuge der Krise aber möglicherweise 14

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