Jahresbericht. Wintersemester 2003/04 bis einschließlich Sommersemester 2004

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3 Jahresbericht Wintersemester 2003/04 bis einschließlich Sommersemester 2004 Dieser Bericht enthält Angaben über den Bestand und die Entwicklung der Fachhochschule Kempten über den Zeitraum von Wintersemester 2003/04 bis einschließlich Sommersemester 2004.

4 Herausgeber: Redaktion: Druck: Fachhochschule Kempten University of Applied Sciences Hochschulleitung Bahnhofstraße Kempten Tel Fax Referat für Öffentlichkeitsarbeit Margit Stirnweis Hausdruckerei Auflage: 200

5 Inhaltsverzeichnis Bericht des Rektors 5 Bericht des Prorektors für Forschung und Technologietransfer 8 Bericht des Prorektors für Lehre und Weiterbildung 9 Bericht des Kanzlers 12 Berichte aus den Fachbereichen: Allgemeinwissenschaften und Betriebswirtschaft 17 Elektrotechnik 22 Maschinenbau 29 Berichte der Verwaltungsreferate: Allgemeine Studienberatung und Referat für Öffentlichkeitsarbeit 33 Akademisches Auslandsamt 37 Personalamt 40 Haushalts-, Liegenschafts- und Beschaffungsamt 43 Studienamt 46 Technisches Amt Zentrale Betriebswerkstätten Arbeitsausschuss 51 Berichte aus zentralen Einrichtungen: Bibliothek 53 Zentrale Einrichtung Datenverarbeitung 57 Berichte spezieller Funktionsträger: Bauplanungsbeauftragter 66 Frauenbeauftragte 68 Meile- und Didaktikbeauftragter 70 Sportbeauftragter 71 Mittelstands-Institut 72 Institut für angewandte Forschung Memmingen 75 Internationales Hochschulinstitut für Weiterbildung Lindau/Bodensee (IHL) 76 Förderkreis 78 Anhang

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7 Rektor Bericht des Rektors Prof. Dr. Robert F. Schmidt Im Berichtszeitraum setzte die Hochschulleitung die bereits in der Vorperiode begonnene Arbeit zur Weiterentwicklung der Hochschule in Bezug auf den Ausbau der Kompetenzzentren zur Intensivierung des Technologietransfer, den Ausbau des Weiterbildungsangebots, die Straffung der Verwaltungsabläufe und nicht zuletzt die Realisierung des vierten Bauabschnittes fort. Die Tätigkeit war insbesondere geprägt durch die vielfältigen politischen Forderungen zur Reform der Hochschulen in Bayern. Die Erarbeitung von Kompetenzclustern, der Bologna-Prozess und die geplante Neufassung des Bayerischen Hochschulgesetztes waren Schwerpunkte dieser Periode. Entwicklung der Studentenzahlen/Studienangebot Die Studentenzahlen haben sich im Berichtszeitraum weiterhin sehr erfolgreich entwickelt. Dies ist insbesondere auf die gestiegenen Studienanfängerzahlen in der Technik zurückzuführen. Die stärksten Zuwächse verzeichneten die Studiengänge Maschinenbau sowie Elektro- und Informationstechnik, gefolgt von Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau und Informatik. Auf Vorjahresniveau pendelten sich die Zahlen bei Wirtschaftsingenieurwesen Elektro- und Informationstechnik ein. Nahezu konstant auf hohem Niveau blieben die Zahlen bei den Studiengängen Betriebswirtschaft und Tourismus-Management, die seit Jahren auf einem sehr strengen Auswahlverfahren beruhen. Mit 67 Studienanfängern nahm der Studiengang Sozialwirtschaft den Betrieb auf. Damit hat die FH mit einer dritten Ausbildungsrichtung (Gesundheits- und Sozialwesen) ein breites Studienspektrum erreicht. Mit über 3700 Bewerbungen ist zum Wintersemester 2004/05 eine weitere Zunahme der Studierendenzahl zu erwarten. Zusätzlich zu den vor Ort angebotenen Weiterbildungsstudiengängen Informations- und Kommunikationsmanagement sowie International Business Management and Consulting startete das Internationale Hochschulinstitut Lindau/Bodensee einen Masterkurs in Kooperation mit dem Industrial Management Institute und der Deutsch-Iranischen Außenhandelskammer in Teheran. Im Rahmen der Weiterbildung wurde ein breites Angebot an Seminarreihen, Seminaren, Workshops und Vorträgen speziell für Führungskräfte entwickelt. Studienangebote in Kooperation mit anderen Hochschulen sind in der Planung. Cluster Die FH beschäftigte sich frühzeitig mit der Forderung nach Kompetenz-Clustern. Für die Region Allgäu erarbeitete die Hochschule die folgenden sechs Kernbereiche: Automatisierungstechnik, Werkzeugmaschinen, Werkzeug- und Formenbau, Fahrzeug- und Antriebstechnik (Fahrzeuge, Fahrzeugkomponenten, Fahrzeugmess- und - prüftechnik) Sozialwirtschaft

8 Rektor Effiziente dezentrale Energieversorgungssysteme, effiziente Energieverwendung und neue Energietechniken Mobile Kommunikation Mikro-Nano-Technik und Tourismus Baumaßnahmen Mit der Fertigstellung des Verwaltungs- und Hörsaalgebäudes (IV. Bauabschnitt) im Sommersemester 2004 hat die Fachhochschule nach einer über 20-jährigen Neu- und Umbauphase einen Meilenstein in der baulichen Entwicklung erreicht. Die bisherigen Außenstellen (Verwaltung: Immenstädter Straße und Sozialwirtschaft: Wiesstraße) konnten aufgegeben werden. Damit sind nach Jahrzehnten alle Einrichtungen der FH zentral in der Bahnhofstraße untergebracht. Neben Büroräumen und Laboren für die Zentrale Datenverarbeitung steht jetzt mit dem Thomas-Dachser- Auditorium erstmals auch ein Großraumhörsaal mit 350 Plätzen zur Verfügung. Veranstaltungen Vorträge, Diskussionsrunden, Symposien, Informationsveranstaltungen bis hin zu Messen und dem schon traditionellen Hochschultag fördern ein reges Leben an der FH, das auch von Außenstehenden gerne genutzt wird. Die Hochschulmesse im April oder auch die Altbautage sind für viele Allgäuer bereits ein Muss und werden auch von Gästen außerhalb gerne in Anspruch genommen. Beide Veranstaltungen wurden jeweils von mehreren Tausend Besuchern frequentiert. Einen besonders starken Zuspruch verzeichnete der Hochschultag im Oktober 2003, der erstmalig in der gerade erst fertig gestellten BigBox in Kempten einen ausgezeichneten Rahmen fand. Unterstützung durch die Wirtschaft Die FH pflegt von jeher sehr gute Kontakte zur Wirtschaft. Eine Unterstützung erfährt die FH unter anderem durch den Förderkreis, dem rund 150 Unternehmen angehören. Die Maßnahmen sind vielfältig und reichen vom ideellen Einsatz für die Belange der Hochschule über Seminare (Allianz) bis zu Laborausstattung- und Geldspenden. Hervorzuheben ist im Berichtszeitraum die Stiftungsprofessur des Unternehmens Dachser für das Lehrgebiet Logistik und Unternehmensführung. Gremien Hochschulrat Die Aufgabe des Hochschulrates ist es vor allem, Initiativen für die Profilbildung der Hochschule und für die Schwerpunktsetzung in Lehre und Forschung sowie für die Weiterentwicklung des Studienangebots zu geben. Der Hochschulrat wirkt insbesondere mit beim Hochschulentwicklungsplan, bei Vorschlägen über die Gliederung der Hochschule und über die Einrichtung 8

9 Rektor und Änderung von Studiengängen sowie bei Entscheidungen des Leitungsgremiums über Grundsatzfragen und Schwerpunkte des Haushalts. Mitglieder des Hochschulrates im Berichtszeitraum waren folgende Persönlichkeiten: Vorsitzender des Hochschulrats: Dipl.-Ing. (ETH/Zürich) Wolfgang E. Schultz, Inhaber der Firma Magnet Schultz GmbH & Co., seit stellvertretender Vorsitzender: Prof. Dipl.-Ing. Olaf Harder, Rektor der Fachhochschule Konstanz, seit Dipl.-Betriebswirt (FH) Thomas Giehl, seit Walter Krombach, Geschäftsführer Ameropa-Reisen GmbH, seit Prof. Dr. Andreas Menzl, BSG Unternehmensberatung St. Gallen, seit Kuratorium Das Kuratorium hat die Aufgabe, die Interessen der Fachhochschule in der Öffentlichkeit zu unterstützen. Es fördert die Aufgabenerfüllung durch die Hochschule. Im Berichtszeitraum waren in diesem Gremium 20 Personen vertreten (s. Anhang - Anlage 4). Dank Die Fachhochschule Kempten hat sich bei der Studierendenzahl weiter sehr positiv entwickelt. Die Ausweitung des Lehrangebots und die Profilbildung der Hochschule im Hinblick auf die definierten Kompetenz-Cluster kommt der gesamten Region zugute. Diese Weiterentwicklung der Hochschule war nur möglich durch das herausragende Engagement der Studentenvertreter, Mitarbeiter, Professoren und Mitglieder der Gremien wie Hochschulrat und Kuratorium. Ihnen sowie den Förderern unserer Hochschule spreche ich hiermit im Namen der gesamten Hochschulleitung meinen ganz besonderen Dank aus.

10 Prorektor für Forschung und Technologietransfer Bericht des Prorektors für Forschung und Technologietransfer Prof. Dr. Paul Schindele In dem Jahr 2004 wurden an der FH Kempten verschiedene Forschungs- und Entwicklungsprojekte meist in Zusammenarbeit mit Industriefirmen durchgeführt. Die dabei erzielten Ergebnisse unterstützten einerseits die beteiligten Firmen bei ihrer Forschungsund Entwicklungsarbeit, andererseits profitierte die Lehre an der FH durch die aktuellen Problemstellungen aus der Industrie. Die Projektarbeit erfolgte zum Teil im Rahmen von Diplomarbeiten oder in direkter Beratung durch die Professoren der FH. Neben der fachlichen Beratung erhielten die beteiligten Kollegen und Firmen bei Bedarf auch eine Beratung bei der Nutzung von passenden Förderprogrammen. Speziell bei kleineren und mittleren Firmen wurde das Beratungsangebot der FH-Professoren gerne in Anspruch genommen. Diese Angebot sowie das Dienstleistungsangebot einzelner Professoren kann unter abgerufen werden. Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Firmenkontakte hergestellt und gepflegt. Manche der daraus entstandenen Projekte wurden in Form von Einzelberatungen oder bei größerem Umfang über das An-Institut IAFM abgewickelt. 10

11 Prorektor für Lehre und Weiterbildung Bericht des Prorektors für Lehre und Weiterbildung (Prof. Dr. Lutz Jähnig) Im vergangenen Jahr 2004 wurden die Strukturdiskussionen im Hochschulsektor weiter vertieft. In Anlehnung an angelsächsische Hochschulabschlüsse sollen die Studierenden europaweit nach 6 bis 8 Semestern den ersten berufsbildenden Abschluss Bachelor erhalten, nach weiteren 2 bis 4 Semestern können sie ihr Studium mit dem Master of Science, Business Administration, Engineering oder Arts abschließen. Die Masterabschlüsse von Universitäten, Technischen Hochschulen und Fachhochschulen sollen nach Absicht der Hochschulpolitiker gleichwertig sein, sie unterscheiden sich lediglich im Profiltyp stärker anwendungsorientiert und stärker forschungsorientiert. Begabte FH-Absolventen könnten somit promovieren (an einer Universität) oder in den ihnen bisher verwehrten höheren öffentlichen Dienst aufgenommen werden. Während die Bachelor-Master-Diskussion in den Hochschulen, zwischen den Hochschultypen, in der Hochschulpolitik und bei den Wirtschaftsverbänden voll entbrannt ist, hat sie die Wirtschaftsunternehmen selbst, die ja von den Auswirkungen der neuen Abschlüsse direkt betroffen sind, eher peripher erreicht verständlich, da die neuen Absolventen noch nicht in höhere Zahl auf den Markt drängen. Alle Fachbereiche und Studiengänge der Hochschule befassen sich mit der Einführung von Bachelor- und/oder Masterabschlüssen, in der Regel vorerst in Ergänzung zum bewährten Diplom. Der anfängliche unreflektierte Optimismus, der teilweise in Politik und Medien noch vorherrscht, wurde um einige realistische und pragmatische Leitlinien ergänzt: Die Akzeptanz der Bachelorabschlüsse in den Unternehmen ist weitgehend unklar diese müssten nämlich eine kostenintensive längere betriebliche Ergänzungsausbildung vorhalten. Irritierend ist die Verlautbarung von 9 großen Technischen Hochschulen, die den Bachelorabschluss auf dem technischen Gebiet nicht als berufsqualifizierend ansehen und auch die gleichwertige Anerkennung von FH- und Uni-Bachelor in Frage stellen. Die Politik hält sich bezüglich der Master an Fachhochschulen bedeckt: nur wenn die Mittel es zulassen, sollen normale Vollzeit-Masterstudiengänge entstehen. Auch soll ein Bachelor sich nicht zwingend in einem konsekutiven Master fortsetzen, soll doch die Masterquote zwischen 10 und 20% eines Bachelorjahrgangs liegen. Folgerichtig arbeiten die Studiengänge Elektrotechnik und Maschinenbau an einem gemeinsamen Master, der Studiengang Informatik kooperiert mit einer FH aus Baden Würtemberg, das Wirtschaftsingenieurwesen und der Maschinenbau mit der FH Augsburg. Betriebswirtschaft und Tourismus-Management arbeiten an einem Master im Verbund mehrerer europäischer Hochschulen, planen aber anderseits wegen der hohen Studentenzahlen auch eigene Masterstudiengänge. Die in einer Kooperation naturgemäß entstehenden Reibungs- und Redundanzverluste sollen selbstverständlich durch die Qualität der gemeinsamen ergänzenden Aktivitäten mehr als ausgeglichen werden. Einheitliche Studiendauern werden sich voraussichtlich nicht realisieren lassen. Die betriebswirtschaftlichen Studiengänge tendieren zum Bachelor mit 6 Semestern, plus daraufaufbauende Master mit 4 Semestern, die Technik jedoch zum Modell 7 plus 3.

12 Prorektor für Lehre und Weiterbildung Mit den konsekutiven Studiengängen wird das Europäische Credit-Transfer-System (ECTS) für Studienleistungen eingeführt. Die dort verwendeten Leistungspunkte (Credits) spiegeln die mittlere Arbeitsleistung eines Studierenden für eine Lehrveranstaltung (die sog. Workload ) wieder, die individuelle Leistung wird nach wie vor durch Zeugnisnoten ausgedrückt. Zusammen mit einer formalisierten Beschreibung der Fachinhalte einer Lehrveranstaltung, dem sog. Diploma Supplement, soll hohe örtliche und inhaltliche Flexibilität des Studiums erreicht werden. Man erhofft sich gesteigerte internationale Akzeptanz, Verringerung der Abbrecherquoten, Erschließung neuer Studierendengruppen, die ein FH-Studium als Alternative zum Uni-Studium erwägen, etc. Eine Besonderheit wird sich auch bei der Qualitätskontrolle der neuen Studiengänge ergeben. Während bis jetzt die Lehrveranstaltungen von jeder Hochschule selbst evaluiert werden (mit gutem Erfolg, unter Mitwirkung des Studiendekans), wird beim Bachelor und Master der gesamte Ausbildungsplan und die bereitgestellten Ressourcen individuell von externen Agenturen in einem aufwändigen, kostenpflichtigen Verfahren akkreditiert und im mehrjährigen Turnus überprüft. Die Akkreditierung wurde vorerst bei einem MBA-Weiterbildungsstudiengang an unserem Aninstitut IHL (s.u.) in Lindau gestartet. Nach dem Aufbau des Weiterbildungszentrums (WBZ) und der dafür erforderlichen Infrastruktur im vergangenen Jahr wurde im Jahr 2004 erstmalig ein eigenes Weiterbildungsprogramm mit einer Vielzahl von Seminaren und Vorträgen präsentiert. Neben den schon eingeführten Master-Studiengängen, die am Internationalen Hochschulinstitut in Lindau (IHL) durchgeführt werden, konnte nun in Kempten eine Seminarreihe Betriebswirtschaft für Nichtkaufleute angeboten werden. Diese richtet sich insbesondere an Mitarbeiter von Unternehmen, die keine kaufmännische Ausbildung mitbringen, dennoch aber im Berufsleben auf betriebswirtschaftliches Know-how angewiesen sind. Typische Zielgruppen sind Meister, Techniker, Ingenieure, aber auch Ärzte, Psychologen, Pädagogen oder Juristen. Darüber hinaus wurden verschiedene Themen, wie Mediation/Konfliktmanagement, Recht in der Informationstechnologie oder E-Learning und Veranstaltungen rund um Personalführung und die sogenannten Softskills aufgegriffen Zu den meisten Veranstaltungen konnten nach zielgerichteter Werbung ausreichend Teilnehmer gefunden werden. Erstmalig wurde ein vielbeachteter Master-Studiengang MBA in Kooperation mit der Universität Teheran im Iran durchgeführt. Hier wird an einer Ausweitung gearbeitet. In Vorbereitung befindet sich der sehr aufwändige Zertifikatslehrgang Gesundheitstourismus in Zusammenarbeit mit dem Kneipp-Kurort Bad Wörishofen. In Abstimmung mit einem eigens ins Leben gerufenen Arbeitskreis Weiterbildung, der sich aus Personalverantwortlichen regionaler Unternehmen zusammensetzt, und den fortlaufenden Gespräche mit den Unternehmen im Allgäu wurde dann im Herbst die zweite Auflage des Programmhefts entwickelt. Viele Angebote wurden dabei übernommen, einige sind neu hinzugekommen. Die Tendenz ist erkennbar, dass das hohe Lehrdeputat der Fachhochschulprofessoren der Durchführung von Weiterbildungsveranstaltungen nicht förderlich ist. Weitreichende Änderungen in ihrer inneren Organisation erwarten die Hochschulen durch die Reform der Professorenbesoldung, bei der eine Grundvergütung mit einer Leistungskomponente kombiniert ist ( W-Besoldung ). Die Hochschulen erhielten Gestaltungsfreiraum, auch im Hinblick 12

13 Prorektor für Lehre und Weiterbildung auf die Übergangs- und Vertrauensschutzmaßnahmen. Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet, die im neuen Jahr die vom Wissenschaftsministerium erlassenen Verordnungen an der Hochschule umsetzt. Weitere Stichworte der Politik waren die Clusterbildung und die Profilbildung der Hochschulen. Wie im Bericht erkennbar, wurden auf dem Gebiet von Studium und Weiterbildung sehr viele Maßnahmen mit großem Einsatz unter den Gesichtspunkten synergetischer Kooperationen und Herausarbeitung der eigenen Stärken umgesetzt.

14 Kanzler Bericht des Kanzlers RD Dr. Volker Büchner Im Berichtszeitraum WS 2003/04 und SS 2004 ist im Funktionsbereich des Kanzlers als ständiges Mitglied der Hochschulleitung zur Erledigung der Rechts- und Verwaltungsangelegenheiten sowie als Haushaltsbeauftragter und als Hochschulwahlleiter zusammenfassend Folgendes zu berichten: 1. Hochschulleitung und Hochschulhaushalt 1.1 Im Berichtszeitraum war das Hochschulleitungsgremium weiterhin in gleicher Zusammensetzung tätig, Prof. Dr. Robert F. Schmidt als Vorsitzender im dritten Jahr seiner ersten Amtszeit als Rektor, die Professoren Prof. Dr. Lutz Jähnig und Prof. Dr. Paul Schindele als Prorektoren für Lehre und Weiterbildung bzw. Forschung und Technologietransfer im ersten Jahr ihrer zweiten Amtszeit sowie der Verfasser als ständiges Mitglied. Die Aufgaben und Entscheidungen des Leitungsgremiums und des Kanzlers waren insbesondere zu Beginn des Jahres 2004 durch die erforderlichen Haushaltseinsparungen und die Prüfungen des Obersten Bayerischen Rechnungshofes geprägt. 1.2 Zunächst wurde zum Jahreswechsel 2003/04 ein massiver Einzug von Haushaltsresten angedroht sowie Ausgabeneinsparungen bei Personalausgaben und Sachausgaben für die Lehre in Höhe von 25,14 % angeordnet. Unter Berücksichtigung der vorläufigen Haushaltsführung (mit nur 75 % Bewirtschaftungsbefugnis) standen der Fachhochschule Kempten zu Beginn des Haushaltsjahres nur 48 % der Haushaltsmittel des vergangenen Jahres zur Verfügung. Die Hochschulleitung musste daher bereits Anfang Februar 2004 eine generelle Haushaltssperre und Anfang März 2004 weitere Einsparungen bei der Hausbewirtschaftung anordnen. Diese dramatischen Einschränkungen der Handlungsfähigkeit entspannten sich Ende Mai etwas mit der Wiederzuweisung der Ausgabereste aus dem vorherigen Haushaltsjahr und dem Eingang des Kassenanschlags zur endgültigen Haushalts- und Wirtschaftsführung Eine sachgerechte Haushaltsführung war allerdings erst ab September nach Zuweisung von pauschalen und belastungsbezogenen Verstärkungsmitteln möglich. 1.3 Bereits im Sommersemester 2003 wurde die Haushalts- und Wirtschaftsführung der Fachhochschule Kempten vom Bayerischen Obersten Rechnungshof (ORH) 3 Wochen lang örtlich geprüft. Im Rechnungsprüfungsbericht des ORH vom wurde insbesondere die bisher fehlende Eigenfinanzierung des Internationalen Hochschulinstituts der Fachhochschule Kempten für Weiterbildung in Lindau (IHL) infolge zu geringer Studienteilnehmerzahlen beanstandet und angeregt, bis zu einer erkennbaren Steigerung der Institutsauslastung und 14

15 Kanzler Kostendeckungsquote keine weiteren Investitionen zu Lasten des Freistaates Bayern mehr zu tätigen. Im Übrigen wurden insbesondere die Ermäßigungen der Lehrverpflichtung der Professoren bei bestimmten Funktionen und bezüglich der Höchstgrenze beanstandet, die Überprüfung der Wirtschaftlichkeit des hausinternen Druck- und Kopierwesens sowie der Dienstfahrzeuge angeregt. Im Antwortschreiben der Hochschule vom konnten die meisten ORH- Beanstandungen erledigt bzw. zur weiteren Prüfung durch das Wissenschaftsministerium verfügt werden. 2. Neue gesetzliche Vorgaben 2.1 Mit dem Gesetz zur Änderung des Haushaltsgesetzes 2003/2004 vom 24. März 2004 Nachtragshaushaltsgesetz (GVBl S. 84) wurden für Studierende Verwaltungskostenbeiträge eingeführt. Studierende an den bayerischen Fachhochschulen müssen ab dem Wintersemester 2004/2005 in jedem Semester einen Verwaltungskostenbeitrag für die Verwaltungsdienstleistungen zahlen, die für die Studierenden außerhalb der fachlichen Betreuung erbracht werden. Zu den Verwaltungsdienstleistungen zählen nach der Regelung im Bayerischen Hochschulgesetz insbesondere die Leistungen im Zusammenhang mit der Immatrikulation, Beurlaubung, Rückmeldung, Exmatrikulation, Hochschulzulassung einschließlich der Leistungen der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen, der Organisation der Prüfungen und der zentralen Studienberatung, ferner die Leistungen der Auslandsämter und die Leistungen bei der Vermittlung von Praktika und der Förderung des Übergangs in das Berufsleben. Der Verwaltungskostenbeitrag beträgt 50 EUR für jedes Semester. Der Beitrag ist mit dem Immatrikulationsantrag oder mit der Rückmeldung fällig, ohne dass es eines Bescheids bedarf. 2.2 Aufgrund Änderungen im Bayerischen Beamtengesetz durch das vorgenannte Nachtragshaushaltsgesetz i.v.m. der Verordnung zur Änderung der Arbeitszeitverordnung vom 27. Juli 2004 (GVBl S. 347) wurde die regelmäßige Arbeitszeit der Hochschulbediensteten ab September 2004 altersabhängig von 40 Stunden bis 42 Stunden in der Woche neu geregelt (d. h. bis zum 50. Lebensjahr 42 h, vom 51. bis 60. Lebensjahr 41 h und ab dem 61. Lebensjahr 40 h). Gleichzeitig wurden auch die täglichen Mindestanwesenheitszeiten (Präsenzzeit) flexibilisiert, wobei die Einzelheiten erst nach Erlass entsprechender Vollzugsvorschriften des Finanzministeriums geregelt werden können. 3. Bausituation der Fachhochschule Kempten Gegen Ende des Berichtszeitraumes wurde endlich unser dringend benötigter 4. Bauabschnitt der Umbau des seinerzeitigen provisorischen Vorlesungsgebäudes in der Bahnhofstraße fertiggestellt. Das neue Vorlesungs- und Verwaltungsgebäude mit Audimax konnte

16 Kanzler noch im September 2004 bezogen und gleichzeitig sämtliche Anmietobjekte aufgelöst werden. Zeitgleich konnte auch ein provisorischer Parkplatz mit 120 weiteren KfZ-Stellflächen im Anschluss an den bisherigen Süd-Parkplatz geschaffen werden und so dem dringenden Parkplatzbedarf etwas abgeholfen werden. Schließlich gelang es der Fachhochschule Kempten mit entsprechender politischer Unterstützung, das unmittelbar südlich angrenzende ehemalige DGB-Haus mit Grundstück für die weitere Entwicklung der Hochschule zu sichern. Nach Eigentumserwerb des Freistaats Bayern wurde die Grundbesitzerverwaltung zum der Fachhochschule übertragen, die in der Folgezeit das Gebäude provisorisch für Lehr- und Verwaltungszwecke umbauen konnte. Hiermit dürfte die Raumnot der Hochschule für die nächsten 2 bis 3 Jahre behoben sein. Über die studentischen sowie personal-, haushalts- und baumäßigen Details berichten nachstehend die jeweiligen Referatsleiter. 4. Allgemeine Hochschulwahlen In seiner Funktion als Hochschulwahlleiter hat der Verfasser am 4. und 5. Dezember 2003 die allgemeinen Hochschulwahlen an der Fachhochschule Kempten mit folgenden Wahlergebnissen durchgeführt: Wahlen zum erweiterten Senat: Gruppe der Professoren: Prof. Dr. Eberl, Günter Prof. Dr. Göhner, Ulrich Prof. Dr. Pflaumer, Peter Gruppe der sonstigen Mitarbeiter: TA Müther, Martin Gruppe der Studenten Prause, Stephan Wahlen zum Senat: Gruppe der Studenten: (Zur Wahl standen nur die studentischen Vertreter, die allerdings keinen Kandidaten nominiert hatten.) Die Hochschulleitung hat daraufhin als vorläufigen Studentenvertreter Müller, Ralf bestellt. 16

17 Kanzler Wahlen zu den Fachbereichsräten Fachbereichsrat Allgemeinwissenschaften und Betriebswirtschaft Gruppe der Professoren Damit sind entsprechend der Reihenfolge ihrer Stimmenzahl gewählt: Prof. Dr. Peter Weis Prof. Dr. Wolfgang Hauke Prof. Dr. Lienhard Hopfmann Prof. Dr. Alfred Bauer Prof. Dr. Dietram Schneider Prof. Dr. Markus Jüster Prof. Dr. Eduard Eisenrith (per Los) Gruppe der sonstigen Mitarbeiter VAe Wölfle, Theresia Gruppe der Studenten Kappestein, Simon (SW) Müller, Volker (SW) Fachbereichsrat Elektrotechnik und Informatik Gruppe der Professoren Prof..Dr. Rieck, Stefan Prof. Dr. Simon, Walter Prof. Dr. Göhner, Ulrich Prof. Dr. Huder, Bernhard Prof. Dr. Deinzer, Arnulf Prof. Dr. Czarnecki, Lothar Prof. Dr. Reisch, Michael Gruppe der sonstigen Mitarbeiter HWM Brechlin, Jörg Gruppe der Studenten Oster, Sarah (IF) Beyer, Philipp (IF)

18 Kanzler Fachbereichsrat Maschinenbau Gruppe der Professoren Prof. Dr. Kurz, Walter Prof. Dr. Schmdit, Ingo Prof. Dr. Eberl, Günter Prof. Dr. Figel, Klaus Prof. Dr. Blass, Jürgen Prof. Dr. Haupt, Michael Prof. Dr. Donhauser, Christian Gruppe der sonstigen Mitarbeiter HWM Wiesenhütter, Gerhard Gruppe der Studenten Müller, Ralf (MB) Auer, Andreas (MB) 18

19 Fachbereich Allgemeinwissenschaften und Betriebswirtschaft Bericht aus dem Fachbereich Allgemeinwissenschaften und Betriebswirtschaft (Dekan Prof. Dr. Peter Weis) Studentenzahlen Studiengang Betriebswirtschaft WS 03/04 SS 04 Immatrikulierte Studenten Studienanfänger (Quereinsteiger) Absolventen Studiengang Tourismus - Management WS 03/04 SS 04 Immatrikulierte Studenten Studienanfänger (Quereinsteiger) Absolventen Studiengang Sozialwirtschaft WS 03/04 SS 04 Immatrikulierte Studenten Studienanfänger 67 0 Absolventen 0 0 Allgemeines: Der Studiengang Betriebswirtschaft bietet 11 Studienschwerpunkte, der Studiengang Tourismus Management vier Studienschwerpunkte an.

20 Fachbereich Allgemeinwissenschaften und Betriebswirtschaft Betriebswirtschaft Bank-, Finanz- und Investitionswirtschaft Logistik Marketing Personal-Management Rechnungswesen und Controlling Wirtschaftsinformatik Prozess-, Projekt- und Qualitätsmanagement Unternehmensentwicklung und beratung International Management Steuern Wirtschaftsrecht Tourismus - Management Internationales Resort- und Hotelmanagement Reiseveranstaltung Destinationsmanagement/Regionale Tourismuswirtschaft Management von Verkehrsträgern Studiengang Betriebswirtschaft: Studienschwerpunkt Steuern Prof. Dr. Werdan Vortrag: Prof. Dr. Ingrid Werdan, Wege zum Europäischen Unternehmen Studienschwerpunkt Personal-Management Prof. Dr. Weis Veranstaltungen: 9. Hochschulforum für Personal-Management: Vereinbarkeit von Beruf und Familie am mit folgenden Vorträgen: Frau Brigitte Stöber, Leiterin Personalentwicklung, Merckle GmbH Ulm Thema: Vorstellung eines familienfreundlichen Unternehmens Frau Barbara Hummel, Dipl.-Betriebswirtin, Teilzeitarbeit bei der Raiba Kaufbeuren-Marktoberdorf-Buchloe 20

21 Fachbereich Allgemeinwissenschaften und Betriebswirtschaft Frau Petra Denninger, freie Unternehmensberaterin, Dipl.-Betriebswirtin, Mauerstetten Thema: Frauen im Beruf: facts and figure Podiumsdiskussion: Herr Wohlhöfner, Personalleiter der SRI, Kempten-Durach Norbert Christlbauer, Personalleiter Endress & Hausser und Studenten Vortrag Mario Reisacher Thema: Motivation am Beispiel der Firma Bau-Fritz Exkursionen: Daimler Chrysler, Stuttgart Betriebsbesichtigung und Diskussion mit Personalverantwortlichen Firma Ratio-Pharm, Neu-Ulm, Betriebsbesichtigung Studienschwerpunkt Logistik Prof. Dr. Hopfmann Vorträge: Oberst i.g. Wilhelm Bischoff, Bundesministerium für Verteidigung, Logistik der Bundeswehr Manfred Kienle, Leiter Warenlogistik Rohde & Schwarz Messgerätebau GmbH, Logistik im Wandel bei Rhode & Schwarz Dr. Wolfgang Klimke, Scherr & Klimke, Projektmanagement in der Logistik Bernhard Lenk, Product Marketing Manager Datalogic S.p.A., Strichcode-Systeme

22 Fachbereich Allgemeinwissenschaften und Betriebswirtschaft Veranstaltungen: Kontaktkreis Logistik: 9. Februar 2004: Exkursion zur LGI, Logistics Group International, Bondorf mit 25 Teilnehmern aus dem Kontaktkreis Logistik sowie den Studierenden aus dem Studienschwerpunkt Logistik Gastvortrag für die Mitglieder des Kontaktkreises sowie Studierende an der FHK am 6. Mai 2004 Andreas Weisser, META Systems GmbH, Das Prinzip Hoffnung bei der Einführung von ERP-Systemen Exkursionen: 3 Tage München mit Besuchen bei AVON Cosmetics GmbH BMW AG/Spedition Gillhuber und VW-AUDI Vertriebszentrum Südbayern GmbH ALDI Vollmer GmbH, Altenstadt Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH LGI, Logistics Group International, Bondorf Studienschwerpunkt Wirtschaftsinformatik Exkursionen Spedition Dachser GmbH & Co. KG, Kempten SpeedKom GmbH, Kempten Prof. Dr. Schweighoffer Exkursionen studentische Gruppe (Hauptstudium BWL) vom bis nach Banska Bystrica; Besuch und Gespräche bei der dortigen Partnerhochschule Studienschwerpunkt IMM (BWL) vom bis nach Budapest Besuch und Gespräche mit kulturellem Programm bei der dortigen Partnerhochschule 22

23 Fachbereich Allgemeinwissenschaften und Betriebswirtschaft Studienschwerpunkt Bank-, Finanz- und Investitionswirtschaft - Prof. Dr. Köpf 3 Allianz-Seminare: Teilnehmer jeweils 15 Mitarbeiter der Allianz und 8 bis 12 Studenten Auszeichnungen von Studenten und Absolventen Es wurden vergeben (Preise des Förderkreises): Studiengang Betriebswirtschaft 1. Preis Doris Alexandra König, Durach (Preis des Bezirks Schwaben) 2. Preis Markus Stöckle, Röthenbach Studiengang Tourismus-Management 1. Preis Christine Gropp, Pettstadt 2. Preis Christian Fronmüller, Gerstetten Tourismus-Förderpreis der Europäischen Reiseversicherung AG Sandra Willer, Wüllfrath

24 Fachbereich Elektrotechnik und Informatik Bericht aus dem Fachbereich Elektrotechnik und Informatik (Dekan Prof. Dr.-Ing. Lothar Czarnecki) Einführung von Masterstudiengängen Die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen ist ein wichtiger Beitrag für die Reform des deutschen Hochschulsystems und ein zentrales Ziel im Bologna-Prozess, der die Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraumes bis zum Jahr 2010 zum Ziel hat. Im Fachbereich Elektrotechnik und Informatik werden deshalb z. Zt. zwei neue Masterstudiengänge entwickelt: Automatisierungs- und Antriebstechnik zusammen mit dem Fachbereich Maschinenbau für Studenten der Elektro- und Informationstechnik, des Maschinenbaus sowie beider Wirtschaftsingenieur-Studiengänge Angewandte Informatik für Studenten der Informatik sowie der Elektro- und Informationstechnik Ein Bachelor-Abschluss ist bereits im Studiengang Elektro- und Informationstechnik eingeführt. Die Einführung des Bachelors in der Informatik wird zurückgestellt, bis die Masterstudiengänge genehmigt sind. Daneben wurde mit der Reformierung des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen begonnen. Ziel ist hier die bessere Studierbarkeit dieses Studiengangs. Eine Umstellung auf Bachelor/Master ist hier nicht geplant, weil aufgrund der Breite des Studiums ein erster Abschluss schon nach sieben Semestern nicht sinnvoll ist. Bezug des V-Gebäudes Durch den Bezug des V-Gebäudes wurde die vor allem im Bereich des Studiengangs Informatik beengte räumliche Situation wesentlich verbessert. Daneben entstanden neue Laboreinrichtungen in den Bereichen Informatik, Multimedia (zur Zeit im Aufbau) sowie Photovoltaik und neue Energien (zur Zeit ebenfalls im Aufbau). Labor für Informatik - Grundlagen der Informatik, Leiter: Prof. Dr.-Ing. Stefan Rieck Labor für Informatik - Betriebssysteme Rechnernetze und Telekommunikation, Leiter: Prof. Dr. rer.nat. Arnulf Deinzer 24

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