9. Jahrgang. manchmal überrollen uns die Ereignisse.

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1 Die letzte Rose unseres Sommers * 9. Jahrgang Nr. 10/2004 EVP: 1 Euro Inhalt Die Bürgerzeitung aus Marzahn-Hellersdorf Junge Mitmacher Künstler-Serie in jot w.d.: Viele Leser werden sich an Sänger und Musiker ihrer Jugendzeit in der DDR erinnern. jot w.d. berichtet, was aus ihnen geworden ist. In dieser Ausgabe: Vera Schneidenbach. Seite 3 Wowi war da: Er staunte nicht schlecht, der Regierende, als er sich die ersten Terrassenhäuser im Stadtumbau-Gebiet Marzahn Nord ansah. jot w.d. hörte allerdings auch seine strengen Fragen. Seite 7 Diestel auch: Auf allen Fernsehkanälen wird gequasselt, auch unser Bezirk ist mit Gesprächsrunden aller Art gesegnet. Bei der jüngsten traf jot w.d. auch den Ost- CDU-Querdenker Ṡeite 11 Schöne Aussicht: Einen solch herrlichen Blick ins Grüne hat die Hellersdorfer Balkon-Königin. jot w.d. fand zudem heraus, dass die Preisträgerin nicht nur ein Händchen für s Grüne hat. Seite 10 Hartz andersherum: Zu den Hartz IV-Gesetzen hat jot w.d. eine knappe Analyse und eine Reihe bedenkenswerter Gegenvorschläge. Seite 13 * Bärbel Borchardt muss das Kunsthaus Flora verlassen. Auch sie fällt dem Personalabbau zum Opfer. Zum Abschied gibt es bereits jetzt eine Ausstellung (Seite 8). Foto: Nachtmann Ideen sind gefragt. Während noch immer zu oft alte Männer entscheiden, was für die junge Generation gut und richtig ist, haben auch in diesem Jahr die Jungen und Mädchen kräftig nachgedacht, was sie in ihrem Umfeld verbessern möchten. Wie die Euro, die zur Verfügung standen, eingesetzt werden, lesen Sie auf Seite 12. Lieber Leser, manchmal überrollen uns die Ereignisse. Aus aktuellem, unerfreulichem Anlass haben wir unsere geplante oktober-typische Kolumne zum Republiksgeburts- und Feiertag nach Produktionsschluss aus dem Blatt gekippt, weil uns ein anderes Thema dringlicher ist. In der Nacht vom 1. zum 2. Oktober, just in jenen Stunden also, da die von allen Medien so enthusiastisch gefeierte (kommerzielle) Musikmesse PopKomm in der Bundeshauptstadt Berlin zu Ende ging, erreichte uns ein Hilferuf von jungen Berliner Musikern des ORWO-Hauses an der Landsberger Allee in Marzahn. Wie jot w.d. mehrfach berichtete, hat die TLG, Eigentümer des ehemaligen Gewerbehauses, allen 70 Nachwuchsbands, die sich in dem Haus vor Jahren mit Studios und Proberäumen eingemietet hatten, per 30. September gekündigt, um die Immobilie gewinnbringend zu veräußern. Politiker in Bezirk und Senat hatten 3. Oktober: Was zählt? daraufhin zugesichert, Lösungen im Interesse der Musiker zu finden. Am ersten Oktoberwochenende stellte sich die Situation allerdings anders dar. Thomas Otto vom ORWO-Haus-Verein berichtet: Obwohl wir am 29. September die Mitteilung erhalten hatten, dass Senat und TLG uns Zeit für die Entwicklung eines Konzeptes geben und wir weitere 6 Monate im Haus verbleiben und proben können, trat am 1. Oktober eine überraschende Wende ein. Der Hausverwalter schloss das Haus ab, die Fahrstühle wurden abgeschaltet und die Wachleute angewiesen, niemanden mehr ins Haus zu lassen. All unsere Bemühungen, an diesem Wochenende Verantwortliche zu erreichen, scheiterten. Die Zutrittsverweigerung zum ORWO-Haus ist Psycho- Terror für uns. Wir fühlen uns von den Verantwortlichen im Stich gelassen. Während also die jungen Musiker vom ORWO-Haus von den Verantwortlichen im Regen stehen gelassen wurden, öffneten sich zu gleicher Zeit nur wenige Kilometer Luftlinie entfernt die Türen der Hellersdorfer Kiste für das Bandfestival junge Bands aus ganz Deutschland spielten an drei Abenden um die Wette. Sicherlich wären auch einige Bands vom ORWO-Haus gern dabei gewesen. Doch die haben ja keine Probenräume mehr und müssen sich, statt Musik zu machen, seit Wochen mit Bürokraten auseinandersetzen. Auch so kann man junge Leute, die anstatt rumzuhängen ihre Freizeit sinnvoll nutzen, verprellen. In genau jenen Stunden, da diese Ausgabe gedruckt wird, wollen die Musiker versuchen, ihr Haus zu retten. Ob dies gelingt, können wir Ihnen erst im nächsten Heft berichten. Dass aber Profit offensichtlich wichtiger ist, als die Zukunft junger Menschen das eben hat nun doch wieder etwas mit dem 3. Oktober zu tun. Oder etwa nicht? Ihr jot w.d.-team

2 2 jot w.d. 10/2004 Protest vorm Rathaus: Pro Migrant muss bleiben! Hellersdorf Wir, die Teilnehmer der heutigen Kundgebung, bringen unsere Entrüstung und unser Befremden über die Entscheidung des Bezirksamtes zum Ausdruck, Pro Migrant nicht mehr zu finanzieren, heißt es in einem Appell, der am 9. September vor dem Rathaus auf dem Alice-Salomon-Platz verlesen wurde. Dort hatten sich ca. 70 Marzahn- Hellersdorfer versammelt, vorwiegend Spätaussiedler aus den ehemaligen GUS-Ländern, für die der Verein Pro Migrant seit mehr als sieben Jahren Ansprechpartner und Heimat ist. Im Ergebnis eines Interessenbekundungsverfahrens hatte der Bezirk einem anderen Verein den Zuschlag für die Arbeit mit Migranten erteilt. Diese können das Verwaltungshandeln über die In den letzten Tagen erlebten wir so manches Bild aus deutscher Vergangenheit, das uns Schrecken einflößt: Da treten reaktionäre Wahlgewinner vor die Fernsehkameras und tönen längst überwunden geglaubte Sprüche von Deutschland und deutschem Volk. Fehlte nur noch, dass sie Adolf Hitler zitieren und die gutgläubigen Zuhörer an den Führer erinnern. Das tut nun der Film Der Untergang von Oliver Hirschbiegel und Bernd Eichinger. Und nicht nur das. In Hollywood wird die tragende Figur eines Erzählfilms, wie es Der Untergang ist, Hero genannt, und so wird aus dem Verbrecher ein Held. Darum löst der Film bei den Zuschauern unterschiedlichste Emotionen aus: von Ängsten und Protest bis hin zu Beifallsbekundungen rechter Kinobesucher. Dazwischen liegen in vielen Fällen auch Mit- Bei Pro Migrant finden wir Hilfe, Beratung und Menschen, denen wir vertrauen. Deshalb muss der Verein weiter leben das forderten die Kundgebungsteilnehmer. Foto: Dittmann Köpfe der Migranten hinweg nicht verstehen. Wir wollen nicht bevormundet, zeptiert werden, appellierten die Kundgebungsteilnehmer an Bürgermeister sondern als gleichberechtigte Partner ak- Uwe Klett und Bezirksverordnete. id Der Untersc schied zwischen Kino und Obersalzber salzberg gefühl und vielleicht sogar Mitleid. Aber das hängt wohl mit dem Wesen und der Machart eines Hero-Films zusammen... Ganz anders als im Film Der Untergang wird das Wirken Hitlers und seiner Gefolgschaft heute auf dem Berchtesgadener Obersalzberg dargestellt. Hier war nach 1933 unter großen Kraftanstrengungen der zweite Regierungssitz neben Berlin aufgebaut worden. Wir besuchten die Dokumentation Obersalzberg, eine ständige Ausstellung des Instituts für Zeitgeschichte München. Mehrere Stunden haben uns die objektiv interpretierten Ausstellungsstücke beschäftigt. Das war Aufklärung in beeindruckender Weise. Nicht dass es dabei an Filmen gemangelt hätte! Im Gegenteil: Da berichteten ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde Obersalzberg über die Vertreibung aus ihren Häusern durch den Leiter der Parteikanzlei Bormann, über den Hitlertourismus fanatischer Parteiund Volksgenossen zum Obersalzberg sowie über die Bombardierungen und schließliche Besetzung und Vernichtung dieses Zentrums faschistischer Macht. Aber diese Filme sind Dokumente und ergänzen realistisch die Aussagen der Ausstellung. Neben der umfänglichen Wissenserweiterung lösten der Besuch der Dokumentation Obersalzberg und die anschließende Auffahrt zum Kehlsteinhaus ein Geschenk zu Hitlers 50. Geburtstag durchaus auch Gefühle aus, nur eben nicht Mitleid mit Hitler, sondern Zorn auf das faschistische Regime und nun Enttäuschung über die braungefärbten Wahlergebnisse in Brandenburg und Sachsen. Siegfried Birkner Braunfäule Wer Kleingärtner ist, der weiß es: Die Monilia ist die hartnäckigste und heimtückischste Krankheit der Äpfel: Wenn einmal ein Baum von dem Pilz befallen ist, sehen Sie das nicht gleich. Eine schöne Apfelernte wächst heran denkste: Sobald die Früchte reifen und ein wenig am Boden oder auf dem Küchentisch liegen, zeigen sich hässliche braune Flekken, und bald können Sie den zuvor so lecker goldrot aussehenden Apfel vergessen. Dann dürfen Sie jeden faulig-glitschigen Fallapfel auflesen, jeden angeklebten Schrumpfapfel im Herbst vom Baum pflücken und entweder verbrennen oder sehr tief vergraben. Wer alles einfach auf den Kompost wirft, den beehrt die Monilia oder Braunfäule jährlich wieder. Ein einziger vergessener Apfel mit dem Pilz reicht aus, um in der nächsten Saison erneut den Baum zu infizieren. An diese Heimtücke dachte ich, als ich mitten in der Apfelernte die Brandenburger, besonders aber die Sachsen- Aktuell Wahlergebnisse im Radio hörte. Braun auf dem Vormarsch. Ganze Regionen wie die malerische Sächsische Schweiz häßlich braun infiziert, auch mit künstlich aufgebauschter Furcht vor Tschechen, Polen und überhaupt all den schlimmen Nicht-Deutschen. Wie beim Apfel kommt es darauf an, nicht nur die Oberfläche zu betrachten Glatze oder Bomberjacke sind das eine, innen drin beginnt die Braunfäule. Und deshalb kratzt die Politik mit ihren Rede-, Demo- und Parteiverboten sowie Rechts-liegen-lassen-Parolen bestenfalls an der Schale und nicht an der Substanz. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Parolen der Rechten findet kaum statt. Selbst wenn ihr harter Kern zu blöd für ernsthafte Diskussionen sein sollte, darf der auf rechte Anbiederei anfällige Wähler nicht allein gelassen werden. Nazis raus aus den Köpfen ist keine Losung für den Moment, sondern eine Daueraufgabe. Leider. U.Clauder Ja Ja, ich möchte Aboschein Die Bürgerzeitung aus Marzahn-Hellersdorf jeden Monat erhalten und abonniere die Zeitung zum Jahrespreis von 12 Euro, (außerhalb des PLZ-Bereiches 126** 24 Euro) Das Abo gilt ab November 2004 für ein Jahr und verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn ich nicht spätestens zwei Wochen nach Erhalt der Oktoberausgabe 2005 schriftlich gegenüber dem jot w.d.-herausgeber Verein zur Unterstützung öffentlicher Diskussion am nordöstlichen Stadtrand kündige. Den fälligen Betrag überweise ich unter Angabe von Namen und Adresse innerhalb von zwei Wochen an o.g. Verein: Deutsche Bank, Kto Nr , BLZ Mit meiner Unterschrift nehme ich zur Kenntnis, dass ich meine Bestellung ohne Angabe von Gründen innerhalb von 10 Tagen bei der Bestelladresse schriftlich widerrufen kann (Absendung genügt). Bitte liefern Sie an folgende Adresse: Name:... Straße:... PLZ, Ort:... Telefon:... Datum:... Unterschrift:... Ausschneiden und per Post an: jot w.d., Müllerstr. 45, Berlin oder per Fax: Nach Redaktionsschluss: Schandfleck verschwindet So erreichen Sie die Redaktion: Post: Müllerstraße 45, Berlin Tel.: / , Fax.: / Anzeigen: Spendenkonto: , BLZ , Deutsche Bank Vom Finanzamt anerkannte Spendenquittungen werden auf Wunsch ausgestellt und zugesandt. IMPRESSUM jot. w. d. Hellersdorf Manchmal passieren doch Wunder. Der mit Löchern und Dellen versehene Asphalt vor der Alice-Salomon-Fachhochschule soll noch in diesem Jahr verschwinden. Schon lange beschweren sich Anwohner über diesen Schandfleck. Vor fast genau einem Jahr hatte der damalige Bausenator Strieder an genau jener Stelle laut ausgerufen: Da muss schnellstens was passieren! (siehe jot w.d. 11/2003). Ursprünglich sollte der Alice-Salomon-Platz als Plaza nach spanischem Vorbild gestaltet werden. Jetzt werden Platten ähnlich wie auf dem Platz vor dem Rathaus verlegt. Zusätzlich sollen drei größere Bäume das Entree der Fachhochschule schmücken und ein kleiner Brunnen den Platz verschönern. rn Die Bürgerzeitung aus Marzahn-Hellersdorf Herausg ausgeber ber: Verein zur Unterstützung öffentlicher Diskussion am nordöstlichen Stadtrand e. V. Anerkannt gemeinn emeinnützig ützige e Kör örper persc schaft Müllerstraße 45, Berlin, Telefon: , , Fax: , , Redaktion: Ingeborg Dittmann (V.i.S.d.P.), Ulrich Clauder, Ralf Nachtmann (Gestaltung und Produktion) Ständige Autor utoren: en: T. Preußing, S. Birkner, B. Staacke Anzeig eigenleitung: enleitung: Ralf Nachtmann, Tel , Abo-Verw erwaltung: Bernd Preußer Ersc schein heinungs ungsweise eise: monatlich; Verkaufspreis 1 Euro; Abo-Preis: 1 Euro, Rechtsanspruch auf Belieferung haben nur Abonnenten Nächst hste Ausg usgabe: be: Donnerstag, 4.November 2004; Redaktionssc edaktionsschluss: hluss: 26. Oktober 2004, Anzeig eigensc enschluss: hluss: 28. Oktober 2004 Nächste hste öffentlic entliche he Redaktionssitzung: voraussichtlich Montag, 18. Oktober 2004, Ort und Zeit bitte telefonisch erfragen Die Redaktion behält sich das Bearbeiten von Beiträgen vor. Keine Haftung für eingesandte Beiträge und Fotos. Namentlich gezeichnete Beiträge stimmen nicht in jedem Falle mit der Meinung der Redaktion überein. Ver ereins- eins- und Spendenkonto: onto: Deutsche Bank, BLZ , Kontonummer jot w.d. entsteht in gemeinnütziger, ehrenamtlicher Arbeit als Bürgerzeitung für Biesdorf, Hellersdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn. Redakteure und Mitarbeiter erhalten dafür kein Entgelt. Die Redaktion freut sich über Ihre Spenden für die Herausgabe dieser Zeitung genauso wie über Ihre Kritiken, Anregungen, Informationen, Briefe, Artikel, Fotos...

3 Leute Engagiert zwischen südlichem Afrika und heimatlichem Siedlungsgebiet Der Kiekemaler Johannes Pilz wurde 70 In dieser Zeit bis zum vollen Jahrhundert, so meine Bitte an ihn, möge er sich beeilen, all das Erlebte und Gefühlte zu Papiere zu bringen. Alles? Auf keinen Fall!, entgegnete der Jubilar ohne auch nur eine Sekunde des Nachdenkens. Seine Augen versprühen wie so häufig Funken tiefsitzender Verschmitztheit und schon folgt die nächste fesselnde Geschichte aus einem mehr als abwechslungsreichen Leben. Wer den bekennenden Kiekemaler und Mahlsdorfer Patrioten zu Hause am Waldessaum erlebt, mit den Wildschweinen als Nachbarn ( die waren zu meinem 70. Geburtstag im September die letzten Gratulanten kurz vor Mitternacht ), wird sich vielleicht wundern. Denn das ferne Afrika ist das nahe liegendste Gesprächsthema von Johannes Pilz. Liegt es am tschechischen Großvater des Oberlausitzers, dass es ihn gleichermaßen in Welt- und Kommunalpolitik zieht? Denn der gab ihm mit auf den Weg: Soviel Sprachen Du sprichst, soviele Leben hast Du in Dir. Also bimst Johannes Englisch, Russisch, Portugiesisch... Das DDR-Personalauswahlsystem voller schwer durchschaubarer Entscheidungen über berufliche Schicksale wollte wohl auch deshalb den jungen Wirtschaftswissenschaftler aus der Hochschule für Ökonomie Karlshorst trotz eines Vaters mit DDR-Knast-Erfahrung nach Asien und Afrika schicken. Die sechziger Jahre waren Zeiten erster internationaler Anerkennung der DDR und der aufstrebenden nationalen Befreiungsbewe- gungen. Indien, China, Syrien, Irak, Sao Tome und Angola hießen einige der Stationen, wo Johannes Erfahrungen sozialistischer Wirtschaftsplanung vermitteln sollte und oftmals auf unkonventionelle Weise Welteinsichten gewann. Schließlich sein Namibia: Der 21. März 1989 ist mein Festtag. Denn da wurde Namibia unabhängig vom damals rassistisch geprägten Südafrika. Ein Tag, den Johannes Pilz mit seinen Kenntnissen und Kontakten vorbereiten half. Bis heute ist er ehrenamtlich in deutsch-afrikanischen Gremien tätig und fährt demnächst wieder bis Lissabon, um sein Afrikawissen in Fachkreisen einzubringen und zu aktualisieren. Dennoch: Die weite Welt ohne die engagierte Rede zu Straßenausbau und Abwasser im Siedlungsgebiet unseres Bezirkes das wäre nichts für Pilz. Seit seiner Gründung im Kommunalpolitischen Forum der PDS tätig, ist er für seine scharfe Zunge und den oft spitzen Humor auch bei manchem seiner eigenen Parteifreunden gefürchtet. Dort will er schließlich anders als in internationalen Angelegenheiten kein Blatt vor den Mund nehmen. Johannes lebt förmlich auf, wenn er seine kritischen Einwände zuspitzt, mit drastischen Formulierungen ausschmückt und siegessicher den Blick in die Runde schweifen lässt. jot w.d. wünscht Johannes Pilz auch weiterhin viel Spaß an kräftiger Polemik und vor allem Gesundheit. U.Clauder jot w.d. 10/ Musiklegenden des Ostens jot w.d.-serie, Teil 4 In der Juli- Ausgabe begannen wir, Künstler vorzustellen, die in der Jugendzeit vieler unserer Leser also in den 50er, 60er und 70er Jahren Schlagzeilen machten. Wie geht es den Publikumslieblingen von einst heute? jot w.d. sprach mit Julia Axen, Mary Halfkath, Jenny Petra, Hartmut Eichler, Vera Schneidenbach, Gün- ter Gollasch, der Blues-Legende Jürgen Kerth, der Stern Combo Meißen und anderen. Wir setzen heute unsere Serie mit der in weiten Teilen der Welt bekannten Sängerin Vera Schneidenbach fort. Schreiben Sie uns, über welche Künstler Sie mehr erfahren wollen. Wir werden uns bemühen, Ihren Wissensdurst zu löschen. Vera Schneidenbach Die Plattenmillionärin des Ostens Katze Pauline streicht uns um die Beine, doch als wir sie zum Foto mit Frauchen bitten, entschwindet der süße Stubentiger im üppigen Grün des Gartens. Der umgibt ein geschmackvoll eingerichtetes Haus am Rande von Berlin, dem man die liebevolle Hand der Gastgeberin ansieht. Dabei ist Vera Schneidenbach nur im Nebenberuf Hausfrau. Denn die vielseitige Sängerin, die ihre größten Erfolge in den 70er Jahren feierte, ist immer noch mit Leib und Seele Künstlerin. Allein nach der Wende, einer Zeit, als viele ihrer Kollegen in der Versenkung verschwanden, produzierte die Frau mit der adligen Vergangenheit (ihr Großvater war der russische Großfürst Nikolai von Jascheroff) mehrere CD s u.a. mit deutschen und russischen Volksliedern. In den 60er und 70er Jahren war die in Warnemünde geborene Sängerin der Exportschlager der DDR, gab Gastspiele in 31 Ländern. In der Sowjetunion sang sie auf großen Bühnen vor 8000 Zuschauern, wurde zwölffache Plattenmillionärin, ohne selbst zu Reichtum zu gelangen. In der DDR mussten die Fans bis 1987 auf die erste Scheibe warten: Mut bewies die Sängerin, deren Repertoire vom Schlager über Country- und Musical-Titel bis zu Seemannsliedern, Swing und Folklore reicht, als sie bei der TV-Show Nacht der Prominenten einen Salto auf dem Motorrad vollführte. Das würde sie sich heute nicht mehr zutrauen, doch die Bühne ist für die 62-Jährige immer noch ihre Welt. Man backt halt kleinere Brötchen, sagt Vera und meint damit, dass sie nun vor allem auf lokaler Ebene, so bei Veranstaltungen für Senioren oder Firmenjubiläen, Erfolge feiert. Auch in Marzahn und Hellersdorf ist die Künstlerin gern gesehener Gast bei verschiedenen Veranstaltungen, so unlängst bei der Litfaßsäule im Kulturforum Hellersdorf (jot w.d. berichtete). Die studierte Flugzeugbauingenieurin, die sich vor rund 35 Jahren ganz der Musik verschrieb, ist auch privat gern mit ihrem Mann Axel (Verkehrsplaner im Berliner Senat) on tour. Besonders gern im hohen Norden in Norwegen oder Schottland. Singe jeden Tag ein Lied heißt eine ihrer Platten und ihr Lebensrezept. Dass es auf der demnächst erscheinenden CD amerikanische Swingtitel ( mit großem Orchester ) sein werden, zeigt eine Fast gar nicht verändert: Vera Schneidenbach in den 60-er Jahren und heute. In ihrem Haus in einer Hohenschönhausener Siedlung blätterte sie für jot w.d. einmal extra in ihren vielen Fotoalben. Fotos: Nachtmann, Dittmann, Archiv weitere musikalische Farbe der stets gutgelaunten Künstlerin aus Hohenschönhausen. Ingeborg Dittmann Sandy & ihre Blumen Die Balkonkönigin von Hellersdorf Hellersdorf Es muss wohl der Glücksklee in ihrem Balkonkasten gewesen sein, der Sandy Krakowiak Glück brachte. Denn obwohl die Blumen- und Blütenpracht auf dem 6 Meter langen Balkon der Zwei-Raum-Wohnung Am Baltenring äußerst beeindrukkend ist bei rund Balkonen an den Wohnungen der Stadt und Land/WoGeHe gehört nebenbei auch ein wenig Glück dazu, dass die Balkon-Wettbewerb-Jury gerade das kleine Blumenparadies von Sandy kürzlich zum schönsten Balkon Hellersdorfs kürte. Schließlich war die Konkurrenz groß, wie jeder bemerken konnte, der in diesem Sommer mit wachem Auge durch unseren grünen Bezirk spazierte. Die 29-jährige Bauzeichnerin, die erst vor einiger Zeit von Altlandsberg nach Hellersdorf zog, konn- Zu all den eigenen Blumen gab s noch einen Blumenstrauß. Fotos: ID te es gar nicht fassen, dass die Jury, der Vertreter des Klubs der Grüninspektoren angehörten, gerade ihren Balkon für preisverdächtig hielt. Deren Urteil: Der Balkon mit seinen stehenden und hängenden Sommerblumen in vielen Farbtönen sei eine Zierde für das Haus und das gesamte Viertel. In der Tat beeindruckten auch uns die Vielfalt der Sorten und die Arrangements in den Kästen und Kübeln. Da war auf 6 Metern ein ganzer Kleingarten untergebracht : Ringel- und Studentenblumen, Orleander, Männertreu, Schneeglöckchen, Geranien, Petunien, Buntnessel, Efeu, Farne, Glücksklee, Lavendel, Salbei, Schnittlauch und Petersilie. Die 29-Jährige hat das Händchen für Blumen von zu Hause mitgebracht. Ich bin mit einem großen Garten in Altlandsberg aufgewachsen. Und so habe ich mir die Natur auch in meine Neubauwohnung in Hellersdorf geholt. Bei Sandy haben die Blumen aber nicht nur auf dem Balkon das Sagen, überall in ihrer Wohnung sind sie zu entdek- Was die Balkon-Jury gar nicht wusste: Sandy gestaltet auch ihre Wohnung und die Möbel selbst natürlich mit Blumenmotiven. ken an den Wänden, Schränken und Regalen. Sandy entwirft und malt die Blumenbilder selbst. Größter wieder eine feste Anstellung in ihrem Beruf zu finden. Vielleicht ist der Glücksklee ja auch dafür ein Wunsch der jungen Frau ist es, gutes Omen. I. Dittmann

4 4 jot w.d. 10/2004 Nach der EG-Richtlinie 91/271/ EWG sind Siedlungegebiete grundsätzlich mit einer Kanalisation auszustatten. Vorgeschrieben ist, dass die Anschlüsse bis spätestens 31. Dezember 2005 zu erfolgen haben. Dieser Termin wird in unseren Siedlungen nicht zu halten sein, obwohl das Land Berlin einen Abwasserbeseitigungsplan erarbeitet hat. Allerdings wurde dieser der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht, selbst in der Bezirksverwaltung dümpelte ein einziges Exemplar (mit Stand Oktober 2001) im Umweltamt vor sich hin. Um Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen, hat nun die PDS-Fraktion nachgehakt und einerseits die Berliner Wasserbetriebe (BWB) um Auskunft gebeten, außerdem fünf Exemplare des Plans beschafft und den zuständigen Ausschüssen sowie dem VDGN zur Verfügung gestellt. Die BWB berichten, dass im Bezirk Marzahn-Hellersdorf 5300 Grundstücke an die zentrale Entwässerung anzuschließen sind, etwa 4300 davon befinden sich im Trinkwasserschutzgebiet. In diesem Jahr werden circa 500 Grundstücke neu angeschlossen, vorrangig im Gebiet um den Hultschiner Damm in Mahlsdorf und im Bereich Lindenstraße in Kaulsdorf. Am Jahresende sind dann etwa 60 Kritik an BVG bleibt Einige Änderungswünsche wurden erfüllt Lichtenberg Am neuen Verkehrskonzept BVG 2005 plus müssen die Verkehrsbetriebe einige Änderungen an ihren ursprünglichen Planungen vornehmen, die unter anderem auf Interventionen von Bezirksamt und BVV Lichtenberg zurückgehen. So soll nun die direkte Straßenbahnverbindung zwischen Alt-Hohenschönhausen, Karlshorst und Köpenick doch bestehen bleiben. Auch wenn viele Linienveränderungen, bei denen die Fahrgäste künftig umsteigen müssen, verschmerzbar sind, werden einige abgelehnte Forderungen an die Trübes Wasser Abwasseranschluss im Siedlungsgebiet mit vielen Problemen Prozent des Plans erfüllt. Allerdings konnten im bereits erschlossenen Gebiet 200 Grundstücke nicht angeschlossen werden. Ursache dafür sind zumeist eigentumsrechtliche Probleme, in einigen Fällen auch eine Anschlussverweigerung. Wegen rechtlicher und verkehrstechnischer Probleme sowie Geldmangel wird sich die Bauzeit vorraussichtlich bis ins Jahr 2008 verlängern. Aber auch dann wird eine Fläche von etwa einem Quadratkilometer Siedlungsgebiet (u.a. in Mahlsdorf Nord) nicht zentral entwässert. Daraus ergeben sich Fragen, die bis heute ungeklärt sind. So ist beispielsweise nicht hinreichend Kompromiss für Zaun am Habermannsee gefunden Kaulsdorf Nach starker Intervention der Bürgerinitiative ist die völlige Absperrung des Habermannsees (jot w.d. berichtete mehrfach) vom Tisch. BI und Umweltdezernent Heinrich Niemann fanden einen Kompromiss, der sowohl den Schutz des Steilufers als auch künftig die Umrundung der Kaulsdorfer Seen zulässt. Die Berliner Wasserbetriebe als Grundstückeigentümer werden den Zaun am Steilufer so errichten, dass ein etwa 3 m breiter begehbarer Bereich unmittelbar am See erhalten bleibt. Zunächst werden nur die Querzäune errichtet. Die Errichtung eines verbindenden Längszaunes Kanal-Arbeiten Grunow-/Ecke Pilgramer Straße. Foto: Dittmann durch die Wasserbetriebe erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Die Absperrung dient damit sowohl dem Schutz des Steilufers als auch dem Schutz der Erholungssuchenden. Der Zaun am Südostufer des Butzer Sees wird geringfügig ergänzt, um den Röhrichtschutz zu verbessern und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten (Bruchgefahr wegen vieler abgestorbener Bäume). Die Wasserbehörde setzt damit Schutzmaßnahmen an Habermann- und Butzer See fort, zu der sie nach dem Naturschutzgesetz verpflichtet ist. Für den Bau der Brunnengalerie sind so genannte Ausgleichsmaßnahmen zu leisten. R. Nachtmann BVG aufrecht erhalten. Dazu gehört u.a. die Anbindung der neuen Buslinie 197 aus Ahrensfelde an den Prerower Platz. Die BVG plant, den Bus bereits an der Straßenbahngleisschleife in Falkenberg enden zu lassen. Dadurch müssten z.b. Fahrgäste aus Marzahn-West, die nach Malchow oder Blankenburg wollen und zur Zeit durchfahren können, künftig zweimal umsteigen. Von den Lichtenberger Forderungen sind auch weitere Linien, die Marzahn-Hellersdorf berühren betroffen, beispielsweise die Buslinie 108. Frank-Uwe Albrecht bekannt, um welche Grundstücke es sich dabei handelt und wie die EU-Richtlinie erfüllt werden soll. Auch bleibt die Frage, zu welchen Konditionen die Abwasserentsorgung erfolgen soll. Bisher hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung nur verlauten lassen, dass die Entsorgung aus auf ihre Dichtigkeit geprüften Sammelgruben zu erfolgen hat. Der Bestandsschutz für Klär- und Sammelgruben wird abgeschafft. Auch die seit einiger Zeit erhobene Forderung nach der Möglichkeit, biologische Kleinkläranlagen zu ermöglichen, wird grundsätzlich negativ beschieden. Laut Senatsverwaltung hat der Grundwasserschutz in Berlin das Primat. Und das, obwohl der Stand der Technik qualitätsgerechte Ausführung vorausgesetzt es auch in Berlin ermöglicht, alle Schutz- Vorgaben bei Kleinkläranlagen einzuhalten. Dies hat u.a. der VDGN in mehreren Studien exakt nachgewiesen. Jetzt ist es dringend erforderlich, die vor einiger Zeit im Bauausschuss begonnenen Gespräche mit allen Beteiligten Senats- und Bezirksverwaltungen, BWB, VDGN und natürlich den Betroffenen fortzusetzen. Die PDS-Fraktion dringt dabei auf eine zügige Terminvereinbarung. Eberhard Roloff Ortsumfahrung Ahrensfelde: Öffentliche Ausschuss-Sitzung Am 13. Oktober tagen ab Uhr die BVV-Ausschüsse für ökologische Stadtentwicklung und Bauen-Wohnen-Verkehr in der Selma- Lagerlöf-Schule, Wörlitzer Straße. Gegner und Befürworter der derzeitigen Pläne sind herzlich eingeladen, sich zu Wort zu melden. Zu der Sitzung sind auch Verantwortliche des Brandenburgischen Straßenbauamtes als Planungsträger eingeladen. Nahverkehr der Zukunft Management-Planspiel in der Region Berlin Berlin Attraktive öffentliche Verkehrsmittel sind wichtig zur Gestaltung einer lebenswerten Stadt: aus Gründen der Nachhaltigkeit, zur Daseinsvorsorge und als Teil der kommunalen Identität. Die Bedingungen ihres Betriebes sind aber derzeit einem erheblichen Wandel unterworfen mit Chancen und Risiken für alle Akteure. Erwartet wird eine Entwicklung zum kontrollierten Wettbewerb, verbunden mit einer Liberalisierung und Privatisierung des öffentlichen Nahverkehrs. Um Wege aus der dabei oftmals entstehenden gegenseitigen Blokkierung der unterschiedlichen Akteure zu finden, führte das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ein Planspiel durch. Schwerpunktthemen waren u.a. Nahverkehrsplan, Organisation des ÖPNV unter Wettbewerbsbedingungen und Qualitätsmanagement. Dass für dieses Planspiel gerade die Region Berlin-Brandenburg ausgesucht wurde, weist darauf hin, dass hier die Probleme besonders prekär sind. Ausgangsbedingungen, Verlauf und Ergebnisse des Planspiels sowie sich daraus ableitende Zukunftsszenarien sind in einer Ver- Verkehr & Umwelt Der neue Kalender Seit kurzem gibt es den neuen Foto-Kalender für unseren Bezirk. Auch für das kommende Jahr vereinigt er wieder ausgewählte Aufnahmen, mehrheitlich von Roswitha Babig und Kurt Mallwitz. Letzterer hat ja eine einzigartige Serie von Luftaufnahmen verschiedenster Ecken aus unseren Fünf Dörfern erstellt. Einige davon zieren den Kalender. Er ist für sechs Euro in den Bürgerämtern und einigen Buchhandlungen zu erwerben. Für jot w.d.-leser hat die Redaktion zwei Exemplare. Interessenten schreiben an: jot w.d., Müllerstraße 45, Berlin. Von Gentechnik über Kürbisse bis zum Herbstputz Hellersdorf Der Einkauf von Lebensmitteln ist heutzutage gar nicht mehr so einfach, will man sich an die Regeln einer gesunden Ernährung halten. Darüber und über das Thema Gentechnik können sich Besucher des Naturschutzzentrums Schleipfuhl, Hermsdorfer Str. 11a, am 12. Oktober, 14 Uhr, informieren. Am 26. Oktober, 14 Uhr, steht das Thema Halloween und damit natürlich der Kürbis auf der Tagesordnung. Gemeinsam wird eine Kürbissuppe gekocht. Echt lecker! Um tatkräftige Unterstützung beim Herbstputz in der Hönower Weiherkette bittet das Naturschutzzentrum am Sonnabend, den 9. Oktober, ab 9 Uhr. Treffpunkt U-Bahnhof Hönow. id öffentlichung des Difu ausführlich dargestellt. Darüber hinaus bietet das im Anhang dokumentierte Planspielinstrumentarium die Möglichkeit, sich mit Hilfe dieser Methode auch andernorts auf die grundlegenden Änderungen des ÖPNV-Marktes vorzubereiten. Interessenten erhalten die 248 Seiten starke Dokumentation für 27 Euro im Buchhandel bzw. beim Deutschen Institut für Urbanistik, Verlag, Postfach , Berlin, Tel Sybille Wenke-Thiem

5 Großsiedlung jot w.d. dokumentiert: Chronolo onologie eines lebendig bendigen Sterbens ohne Todesf odesfolg olge, aber mit Teil-R eil-reanima eanimation 24. August 2004 Turnusmäßige Tagung der Steuerungsrunde in der QuartiersAgentur Marzahn NordWest; Bibliotheksamtsleiterin Schulz erläutert Personalprobleme der Heinrich-von- Kleist-Bibliothek; nur noch Öffnung an drei Wochentagen möglich. 31. August 2004 Quartiersmanagerin bittet Bewohnerbeirat auf Wunsch von Frau Schulz, noch nicht in punkto Bibliothek die Alarmglocken zu läuten. Nutzer könnten verschreckt werden. 3. September 2004 Entscheidung von Kulturstadträtin Marlitt Köhnke zur endgültigen Schließung der Kleist-Bibliothek. 7. September 2004 Vollzug des Schließbefehls ; Information an die BesucherInnen: Die Bibliothek bleibt ab aus personellen Gründen endgültig geschlossen September 2004 Empörung, Erschütterung und Entsetzen über Wortbruch in der Beratung der Mieterschutz Marzahn NordWest ; Protestnote beschlossen. 12. September 2004 Protesterklärung des Bewohnerbeirats und der Mieterschutzinitiative an Marlitt Köhnke verschickt; Hilfeersuchen an Bezirksbürgermeister Uwe Klett und die anderen Stadträte sowie MdA Wolfgang Brauer, Erhalt der Kleist-Bibliothek zu unterstützen. 13. September 2004 Einspruch Brauers gegen Bibliotheksschließung unter Verweis auf Nichtdeckung durch BVV-Beschlüsse an Klett und Köhnke. 15. September 2004 Reaktion Marlitt Köhnkes in Form einer Pressemitteilung Gegendarstellung zum Protestschreiben des Bewohnerbeirats vom 12. September 2004, Erwiderung des Bewohnerbeirats Marzahn NordWest auf Gegendarstellung im Bibliotheksstreit. 17. September 2004 Petition des Beirats Soziales Stadtteilzentrum Marzahn NordWest an Bürgermeister Klett; BVV-Vorsteherin Petra Wermke und die Fraktionen sowie den Kreisverband der FDP; Angebot als hiesige Stadtteil-Akteure, an einer konstruktiven Lösung mitzuarbeiten. Fax des Bürgermeisters an Marlitt Köhnke u. a. mit der Empfehlung, Zusammenarbeit mit dem Bewohnerbeirat zu suchen und auch den Bürgermeister von Ahrensfelde-Blumberg in dieser Frage zu kontaktieren. Antwort der Kulturstadträtin an Bewohnerbeiratssprecher Preußing auf die Erwiderung auf die Gegendarstellung ; Vorwürfe gegen Klett, ohne Verhandlungsmandat mit dem Bewohnerbeirat Abmachungen getroffen zu haben. 18. September 2004 Persönlicher Brief von Torsten Preußing an die Bezirksstadträtin zur Erläuterung der Quartiersbemühungen um die Bibliothek und die Rolle Kletts dabei 20. September 2004 Fax Marlitt Köhnkes an Klett mit der Zusicherung: Eine Möglichkeit des Erhalts der Bibliothek wird weiterhin von mir geprüft. 21. September 2004 Beiratssprecher Preußing macht per Fax Marlitt Köhnke darauf aufmerksam, dass sie immer noch einem Irrtum aufgesessen sei: Gespräche (keine Verhandlungen) zwischen Klett und Bewohnern fanden nicht im Bewohnerbeirat am , sondern im Rathaus am statt. 23. September 2004 Tagung der Bezirksverordnetenversammlung, Kulturstadträtin Marlitt Köhnke erläutert den Schließungsbeschluss, die BVV beschließt, das Bezirksamt aufzufordern, die Heinrich-von-Kleist-Bibliothek sofort wieder zu öffnen. 28. September 2004 Auf der Tagung des Bewohnerbeirates stellt Marlitt Köhnke in Aussicht, dass die Kleist-Bibliothek ab Angang November wieder geöffnet sein soll. Gemeinsam mir dem Quartiersmanagement und dem Verein Kiek in sei es gelungen, eine Möglichkeit für die öffentliche Nutzung an drei Wochentagen (Mo, Do, Fr) zu finden. Eine Fachkraft aus dem Bibliotheksamt wird von vier geeigneten freiwilligen Helfern unterstützt, die durch Kiek in gewonnen und geführt werden sollen. Sozialstadträtin Dagmar Pohle hatte den Beteiligten mündlich zugesichert, die Helfer bereits jetzt auf Hartz-IV-Grundlage entlohnen zu können. jot w.d. 10/ Wowi half zwar nicht Bibliothek öffnet trotzdem ein bisschen Marzahn Das neue Viertel, das durch Stadtumbau an der Havemannstraße entsteht und laut Bürgermeister Uwe Klett ein Zeichen für ganz Berlin setzt, dürfe nicht durch Schildbürgerstreiche wie z.b. die gerade abgewendete Bibliotheksschließung gefährdet werden. So jedenfalls drückte es Klett auf der jüngsten Bewohner-Versammlung aus. BVV-Vorsteherin Petra Wermke kommentierte mit den Worten: Ohne den Druck der Bewohner, wäre die Kleist-Bibliothek hundertprozentig geschlossen geblieben. Kulturstadträtin Marlitt Köhnke hatte die Bürger verzeichnen Erfolge bei der Abwehr Wohnumfeld verschlechternder Maßnahmen Marzahn NordW dwest Was war das für ein Monat im Quartier! Der alte Brecht hätte sich womöglich eine neue Zigarre angezündet, um über Kämpfen und Verlieren nachzusinnen. Denn nicht nur im Streit um die Hals-über-Kopf-Schließung der Heinrich-von-Kleist-Bibliothek an der Havemannstraße sollten sich dessen Worte bewahrheiten, dass schon verloren habe, wer nicht kämpfe. Der Bewohnerbeirat kämpfte jedoch, unkonventionell, energisch, und im Falle der Bibliothek stärkte ihm sogar die Bezirksverordnetenversammlung mit ihrem Beschluss zur sofortigen Wiedereröffnung vom 23. September 2004 das Kreuz. Bei Redaktionsschluss beriet das Gremium mit der zuständigen Bezirksstadträtin Marlitt Köhnke, wie der künftige Bibliotheksbetrieb auch mit Hilfe der Bewohner gesichert werden kann. Das mit viel Skepsis aufgenommene und mit drei Gegenvorschlägen für den Stadtteil erwiderte BVG-Konzept 2005plus ist von zuständiger Seite entsprechend ergänzt worden. BVG lenkte teilweise eise ein Wie BVG-Vorstandsvorsitzender von Arnim und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in getrennten Schreiben an den Bewohnerbeirat bestätigten, werde es entgegen den ursprünglichen Plänen nun doch eine direkte Busverbindung zwischen Marzahn Nord, dem Süden von Marzahn Lebensperspektiven eckten mehr an Zwei Ausstellungen ein Gedanke Marzahn Spektakel und Spektakuläres bot das Kulturhochhaus Wittenberger Straße 85 beim vierten Jahrgang seiner ultimativen Kunstschau angeeckt. Vom bepflanzten Wasserklosett Motto: Düngen geht vor allen Dingen bis zum kleinen aber feinen Kunstsalon Pankower Gymnasiasten. Den Vogel aber schoss die Pension im 11. Himmel ab, die für drei Euro zu einer Nacht in Himmelbett oder Hängematte incl. Frühstück und freiem Weitblick lockte. Eine runde Sache also, aber eben dieses Mal ohne große Ecken und Kanten, sperrige Gedanken provozierend wie zuvor. Selbst das Schwein vom Café-Tresen (jot w.d. berichtete) hatte sich unterdessen in eine Spar-Kuh verwandelt. Bedeutend stärker angeeckt ist unter Real- und Hauptschülern sowie anderen Jugendgruppen des Stadtteils die Wanderausstellung Lebensperspektiven aus dem Welthaus Bielefeld und der Nordrhein-Westfälischen Stiftung Umwelt und Entwicklung. Im September machte sie die ehemalige Schüler- Schließung vor der BVV mit ihren Sanierungsbemühungen begründet und klar gestellt, dass die Einrichtung nur dann geöffnet bliebe, wenn mir nicht noch mehr Geld aus meinem Haushalt abgezogen wird. Außerdem hätte sich die Kleist-Bibliothek nicht durch besonders hohe Entleihungszahlen hervor getan. Erstaunlich an diesem Erfolg von Bürgerengagement ist nur, dass das Bezirksamt nicht von selbst auf so einfache Lösungen kommt. Aber vielleicht will man so den geplanten Bürgerhaushalt gegen Widerstände durchsetzen. tp/rn West und dem Gewerbegebiet an der Wolfener Straße geben. Die Linie des X 69 wird bis zur Wendeschleife Ahrensfelde verlängert und damit im Nordzipfel des Bezirks auf der Route des entfallenden 190-ers verkehren. Die vom Beirat gewünschte Ausweitung der Verkehrszeiten für die neue Straßenbahnlinie 16 wurde allerdings abgelehnt. Jedoch sicherten Senat und BVG zu, nach Eröffnung des neuen Einkaufszentrums Eastgate diese Entscheidung, von der auch die Direktanbindung Marzahn Nords an das Freizeitforum, Le Prom, Sport- Forum u. a. abhängt, zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Keine Chance dagegen erhielt die angeregte Verlängerung der Buslinie 197 zum Prerower Platz in Hohenschönhausen. Neben der politisch geforderten Unterbindung von Parallelverkehr machte BVG-Chef von Arnim dort fehlende Wendemöglichkeiten für den Bus geltend. In einem Brief, in dem beiden Institutionen für die ausführliche Behandlung der Nordmarzahner Fragen gedankt wurde, wies der Bewohnerbeirat aber darauf hin, dass zurzeit der auf der Streichliste stehende 159-er Bus zehn Mal am Tag eben dort, am Prerower Platz, problemlos wendet. Ein bislang unterbelichteter Aspekt könnte indes zu größeren Problemen führen, hieß es weiter: Die kurzen Strecken im Norden und das dadurch bedingte häufigere Umsteigen drohen die Vorteile der Kurzstreckentarife auszuhebeln. Für nicht Manches Kunstwerk war bei Besuchern angeeckt. Foto: Nachtmann Mit demonstrativen Installationenmachten die Bewohner selbst beim Besuch des Regierenden Bürgermeisters auf ihre Wünsche aufmerksam. Zwar äußerte sich Wowereit nicht dazu, als Gewinner fühlen die Aktivisten dennoch. Fotos: Nachtmann wenige Nutzer bedeutete dies künftig Fahrpreiserhöhungen von knapp 67 Prozent. Vielleicht, so schloss der Bewohnerbeirat seinen Brief optimistisch, war der eine oder andere Gedankenanstoß für Sie ein Grund, die abgelehnten Vorschläge erneut zu betrachten. Abgeor eordnete sprec echen Anfang September wurde das Nachbarschaftshaus Kiek in in der Rosenbecker Straße 25/ 27 Schauplatz einer Reanimation. MdA Wolfgang Brauer und BVV-Vorsteherin Petra Wermke stellten sich nach langer Zeit wieder mal den lokalen Fragestellern. Dass sie es gleich recht kräftig mit dem Thema Ortsumfahrung Ahrensfelde zu tun bekamen, lag auch am Ort der Sprechstunde, wo für den 14. Oktober die Fortsetzung der Vorortgespräche angekündigt wurde. Petra Wermke und Wolfgang Brauer hatten sich entschlossen, die fast vergessene Tradition wiederzubeleben, nachdem im Sommer der Bewohnerbeirat Marzahn NordWest mit einem Dank an die BVV für die Unterstützung der Einwohnerpositionen beim Stadtumbau Ost auch die Kritik verbunden hatte, dass sich Politiker oder Kandidaten meist nur zu Wahlzeiten hier blicken ließen. Wermke und Brauer sind nun allerdings diejenigen, die sich diese Jacke zuletzt hätten anziehen müssen. Torsten Preußing Bewohnerbeirat Marzahn NordWest mensa an der Hohenwalder Straße zum Schauplatz scharfer Kontraste, kaum gedachter Gedanken und unbekannter Erfahrungen. War es einen halben Kilometer südlich noch das himmelnahe Himmelbett, das entzückte, so brachte hier die dünne Schlafmatte auf dem blanken Boden einer dürftig aus Brettern, Latten und Pappe zusammen gezimmerten Holzhütte die Besucher ins Grübeln. Zumeist Schulklassen aus der Nachbarschaft, die praxisnahen Unterricht in Sachen Weltkunde erhielten. Das hatten die Aussteller auch so gewollt, denn ihr Thema hieß: Wohlstand, Armut und Zukunft aus der Sicht von Jugendlichen in Brasilien und in Deutschland. Die erwähnte möblierte Holzhütte soweit man das überhaupt sagen kann schien von einem der beiden Abenteuerspielplätze in Marzahn NordWest zu stammen, in Wirklichkeit war sie eine Fevala, eine Behausung armer Brasilianer. Harte Lebensfakten ergänzten auf Schautafeln das traurige Bild, das aber auch lebensbejahende Einsprengsel trug. Quiz-Automaten und Selbstbefragungsmodule förderten Eigenaktivität und Erkenntnisgewinn. Die Fragen basierten z. B. auf der Shell- Jugendstudie, der anerkannten Datenbank deutscher Jugendsoziologie. Und doch eckte auch die an: Unter den vielen Antwortmöglichkeiten nach den wichtigsten Dingen im persönlichen Leben war vom kleinen Wörtchen Frieden keine Rede. Torsten Preußing

6 6 jot w.d. 10/2004 Irrita ritationen tionen um Rüc ückbaupläne an der Wuhlestr uhlestraße Marzahn Wie man s macht, macht man s verkehrt. An dieses Sprichtwort wird Thies-Martin Brandt, Chef der Wohnungsbaugesellschaft Marzahn, wohl denken, wenn er sich mit den Diskussionen um die Zukunft des Wohnblocks Wuhlestraße 2-8 beschäftigt. Was war geschehen? Ein Brief der WBG hat einige Mieter des Wohnblocks gehörig erschreckt. Die WBG schrieb ihnen Mitte August, dass sie eben dieses Haus in das Stadtumbauprogramm aufnehmen möchte. Dies hieße für die Mieter (wie schon bei den Ahrensfelder Terrassen), dass sie ausziehen müssten. Denn die Gesellschaft möchte den Elfgeschosser, übrigens der einzige in einem Karree von ansonsten Sechsgeschossern, auf ebenfalls sechs Stockwerke zurück bauen. Dabei handelt es sich erst einmal um eine Grundidee. Beschlossen ist noch nichts, versichert Erika Kröber von der WBG. Gleiches versicherte auch Bausenatorin Ingeborg Junge-Reyer besorgten Bewohnern, die sich an die verantwortliche Politikerin gewandt hatten. Die Bezirksgruppe des Mietervereins fährt da schon schwereres Geschütz auf und wirft der WBG eine Entmietungs- und Verunsicherungsaktion vor. Erika Kröber kann die ganze Aufregung nicht so recht verstehen. Beim Projekt Havemannstraße hat man uns vorgeworfen, die Mieter zu spät informiert zu haben, erinnert sie sich. Jetzt hätte man dazugelernt. Wir wollten die Mieter an der Wuhlestraße diesmal so früh wie möglich informieren, sagt die Sprecherin des Wohnungsunternehmens. Sogar über Pläne, die momentan erst im Ideenstadium stecken. Im Nachhinein gesteht Erika Kröber ein, dass sie dies in ihrem Schreiben an die Mieter nicht deutlich genug heraus gestellt hat. So sei der Eindruck fertiger Pläne entstanden, dem sei so aber nicht. Dass ihre Gesellschaft an weiteren Rückbauten nicht vorbei kommt, ist der Sprecherin wie auch dem Geschäftsführer bewusst. Nicht zuletzt hätte selbst der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit bei seinem kürzlichen Besuch (siehe unten) darauf hingewiesen. Um für mehr Klarheit und Transparenz zu sorgen, hat die WBG für den 13. Oktober zu einer Mieterversammlung eingeladen. Dort will man mit den Bewohnern alles in Ruhe besprechen und sich auch ihrer Sorgen annehmen. Erika Kröber hofft, dann die aufgetretenen Missverständnisse ausräumen zu können. jot w.d. wird nachfragen. R. Nachtmann Einst hinter Bäumen stand einmal ein Doppelhochhaus. In wenigen Wochen werden auch die letzten drei Stockwerke an der Mehrower Allee abgetragen sein. Bereits jetzt wird gemeinsam überlegt, was mit der dann freien Fläche geschehen soll. Foto: Nachtmann Was as kommt nach dem Abriss? Marzahn-Hellersdorf sdorf Sie haben mittlerweile Tradition, die öffentlichen Gespräche zum Stadtumbau in unserem Bezirk, die die Plattform organisiert. Im vergangenen Monat drehte sich die Debatte um die Frage, was aus den Freiflächen, die beim Abriss entstehen, werden soll. Nicht ganz einfach, denn zumeist bleiben die Grundstücke Bauland. Das ist für die Besitzer wichtig, denn sie können so weitaus höhere Summen in die Bücher schreiben. Außerdem ist (bei besserer Wirtschaftsund Bevölkerungslage) später eine erneute Bebauung möglich. Nicht ausgeschlossen, dass dereinst wieder neue Kitas oder Schulen gebraucht werden. Deshalb darf es sich nur um eine Zwischennutzung handeln, deren Kosten niedrig bleiben. Schon mehrfach hat es im Bezirk verschiedene Vorschläge gegeben: Mietergärten, wo sie gewünscht sind, selbst ein Projekt interkulturelle Gärten gibt es. Öffentliche Grundstücke werden meist parkähnlich gestaltet. Denn nichts wäre schlimmer, als ein sich verschlechterndes Wohnumfeld durch den Abriss. Mittlerweile gibt es auch noch weitere Vorschläge. Einige Vereine und Gruppen möchten Flächen gern sportlich nutzen. Baseball ist im Gespräch, auch neue Bahnen für so genannte Fun-Sportarten wie Skaten oder BMX-Fahren. Da wäre zu beachten, dass solche Bahnen möglichst so gebaut werden, dass sie unter Umständen relativ leicht demontierbar sind, um an anderem Ort wieder aufgestellt werden zu können. Stadtumbau Zur Zwischenn hennutzung freier Fläc lächen Wowereit lobt die Terrassen Regierender bei Übergabe der 50. Wohnung: Stadtumbau muss weiter gehen, auch durch Abriss Erste Mieter bereits eingezogen Nicht nur in Marzahn-Hellersdorf wird über die Nutzung der neuen Freiflächen nachgedacht. Selbst ein vom Bundesbauministerium organisierter Kongress befasste sich mit Möglichkeiten und Grenzen der Zwischennutzung. Je mehr der Stadtumbau Ost voranschreitet, umso dringlicher stellt sich die Frage nach der erneuten Nutzung frei gewordener Flächen, sagte Tilo Braune, Staatssekretär im Bundesbauministerium auf diesem Kongress. Angesichts gesättigter Märkte in nahezu allen Nachfragesegmenten stehe an vielen Standorten die Umnutzung des geräumten Baulandes zu Freiflächen auf dem Programm. Sollte später wieder eine Nachfrage entstehen, könnten bei kostengünstiger und ansprechender Zwischennutzung die Optionen für eine künftige Bebauung offen bleiben. Es gebe bereits heute ausgewählte Projekte zur Zwischennutzung. Diese könnten klare Auskünfte und Hinweise für die weitere Praxis geben, so der Staatssekretär. Dies liefert uns den Beweis, dass in den Kommunen bereits vielfältige Ideen umgesetzt werden. Die Lebendigkeit der Städte gehe von ihren Bürgerinnen und Bürgern aus. Bürgerschaftliche Zwischennutzungen von brachgefallenen Flächen seien ein Schlüssel für die Zukunft der Städte. Wer Rückbau sage, müsse auch umsetzbare Vorstellungen dafür entwickeln, was danach komme. Gebraucht würden hoffnungsvolle Perspektiven, an denen die Bürgerinnen und Bürger mitwirken. R. Nachtmann Marzahn Wieviele der Eigentumswohnungen haben Sie schon verkauft? Wie hoch ist Ihr weiterer Sanierungsbedarf? Was wird aus den teil-sanierten Wohnungen? Die Fragen Klaus Wowereits an WBG-Chef Thies-Martin Brandt waren streng. Denn obgleich dem Regierenden das Projekt Ahrensfelder Terrassen gut gefällt, möchte er jetzt schon wissen, wie es in Marzahn, insbesondere bei der landeseigenen WBG, weiter geht. Schließlich, so der frühere Haushaltspolitiker, gäbe es immer wieder mal den Vorwurf, es wäre falsch saniert worden. Brandt versuchte, ihn zu beruhigen. Bei den Teilsanierten liege der Leerstand unter neun Prozent. Seine Gesellschaft will viele davon zu Ende sanieren, im Umbaugebiet aber auch weiter Wohnungen abreißen. Beim Besuch der 50. fertigen Terrassenwohnung machte Wowereit der WBG Mut, auf diesem Wege weiter zu gehen. Und gratulierte Mieterin Helga Schwaß zu ihrer Villa. -erren Angekommen Der erste Einzugsbericht x: Mein neues Zuhause. Foto: Fox Jeder Mensch hat Sehnsüchte, Träume. Ein solcher erfüllte sich für mich am 11. August mit meinem Umzug vom Elfgeschosser Havemannstraße 28 in die mediterranen Ahrensfelder Terrassen. Kommt man vom Bahnhof Ahrensfelde, leuchten sie einem schon in Gelb und Terracotta entgegen. Im gelben Viergeschoser haben nun ich und neun weitere Rolli-Fahrer eine neue Heimat gefunden. Endlich können wir selbst bestimmen, wann wir per Behinderten-Hubbühne aus dem Haus wollen. In den vergangenen eineinhalb Jahren musste ich dafür stets auf mitleidige Menschen warten, die meinen Rollator die Stufen hinauf bis zum Fahrstuhl trugen. Mein neues Zuhause, in dem mich am Umzugstag Norbert Schlomann, Chef der Umzugsfirma, mit einem riesigen Blumenstrauß als erste Mieterin begrüßte, ist für mich wie eine Oase. Zwar sind noch immer nicht alle Bücherkisten ausgepackt auf meinem Balkon jedoch erwarten mich täglich 13 bepflanzte Terracotta-Schalen. Mein wunderschöner Behindertengarten. An den Wochenenden zieht unser Kiez Besucher aus der ganzen Metropole Berlin an. Und wenn hier mal jemand meckert, weil ihm Manches nicht schnell genug geht, dann antworte ich ihm (oder ihr) immer: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Marianne Fox Klaus Wowereit auf einer der neuen Dach- Terrassen. F.: Nachtmann

7 Kleinsiedlung/Nachbarn Töpfern, Gärtnern, Theaterspielen Verein Mittendrin in Hellersdorf ist seit 11 Jahren Heimat Hellersdorf/Hönow Es war zwar kein runder, dennoch ein ausgesprochen schöner Geburtstag, den die Mitglieder und Freunde des Vereins zur Integration Behinderter Mittendrin in Hellersdorf am 31. August an ihrem neusten Standort an der Dorfstraße Hönow begingen. Das Wetter meinte es gut, die Musik in der Scheune von den Jazz Makers Berlin war vom Feinsten und auch sonst konnte man an diesem Tag allerhand auf dem ehemaligen Bauerngehöft am östlichen Rand von Hellersdorf erleben. Wer ein Tombola-Los gezogen hatte, konnte zu 100 Prozent mit einem Gewinn rechnen, und wenn s auch nur ein Trostpreis war. Mitmachen und selbst Ideen entwickeln - das zählt bei Mittendrin nun bereits seit 11 Jahren. Ob beim Fußball-, Tennis- oder Billardspielen, Freizeitangeboten wie Malen, Töpfern oder Zeichnen, Werken, Basteln oder Singen, Gärtnern, Dichten oder Kochen, Schnitzen, Nähen oder Theaterspielen. Dazu werden jede Menge Kurse angeboten, wozu auch Sprach- und PC-Kurse gehören. Dem Verein mit Hauptsitz an der jot w.d. 10/ Albert-Kuntz-Straße 58, der für viele Menschen mit Behinderungen eine zweite Heimat wurde, noch weitere so schöne Geburtstage! I. Dittmann Erster Schritt zur Fusion? Tourismuskonzeption mit brandenburger Nachbarn entsteht Marzahn-Hellersdorf/Strausberg Eine Tourismuskonzeption für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist im Entstehen. Dazu bedarf es vieler Partner. Deshalb haben Wirtschaftsstadträtin Dagmar Pohle und die Mitarbeiter der Hans Peter Thierfeld. F.: Dittmann Ex-Mahlsdorferin zog in Brandenburgs Landtag ein Hönow Renate Adolph, frühere Mahlsdorferin und seit einiger Zeit in Hönow zu Hause, hat s geschafft. Als Direktkandidatin erreichte sie im Wahlkreis gleich hinter der Stadtgrenze die meisten Stimmen und eroberte einen Sitz im neuen Brandenburger Landtag (siehe jot w.d. 9/2004). Bei der Wahl schlug sie den CDU-Mand a t s i n h a b e r Dierk Hohmeier aus dem Feld. Die Inhaberein einer W e r b e a - gentur will sich um W i r t - schaftspolitik kümmern und sich für bessere Zusammenarbeit von Berlin und Brandenburg einsetzen. Viel Erfolg dabei! rn Wirtschaftsförderung Kontakte über den Bezirk hinaus und ins Brandenburger Umland geknüpft. Nach ersten Kontakten im Frühjahr in Marzahn-Hellersdorf mit den für Wirtschaft und Tourismus Verantwortlichen aus Strausberg folgte die Stadträtin der Einladung des Strausberger Bürgermeisters Hans Peter Thierfeld im September zu einem Besuch seiner Stadt. Im Mittelpunkt der Gespräche, an denen auch die Amtsleiter der für Wirtschaft und Tourismus verantwortlichen Bereiche sowie das Regionalmanagement Marzahn-Hellersdorf teilnahmen, standen Möglichkeiten der Zusammenar- VDGN-Ratgeber: Wie das Eigentum an Garagen sichern? Marzahn-Hellersdorf Was wird aus den Garagen, die zu DDR-Zeiten auf fremdem Grund und Boden errichtet worden sind? Ab 1. Januar 2007 können die Grundstückseigentümer die Pachtverträge für Garagengrundstücke kündigen, ohne dass sie für die Garagen noch eine Entschädigung zum Zeitwert zahlen müssen. Gehen aber damit die Garagen ihren Erbauern und bisherigen Eigentümern automatisch und in jedem Fall verloren? Das muss nicht sein. In seinem neuen Ratgeberheft zeigt der VDGN den Garageneigentümern Wege, wie sie zum eigenen Nutzen vor dem 1. Januar 2007 aktiv werden können. Der Ratgeber kostet 5 Euro plus 1 Euro für Versand. Bestellungen bei: Verband Deutscher Grundstücksnutzer, Irmastraße 16, Berlin, Tel Holger Becker beit auf dem Gebiet touristischer Marketingaktivitäten und wirtschaftsfördernder Maßnahmen. Der Strausberger Bürgermeister besuchte mit seinen Gästen aus Marzahn-Hellersdorf den Sportund Erholungspark Strausberg, den Regionalflugplatz Strausberg, den Kinderbauernhof und das Hotel The Lakeside mit seinem Amphitheater. Beide Seiten waren sich einig, die fachlichen Abstimmungen untereinander zu einem festen Bestandteil der Zusammenarbeit werden zu lassen. Noch in diesem Jahr wird Strausbergs Bürgermeister zum Gegenbesuch erwartet. -rosi Jule-Manger-Band spielte zur Vernissage in der Galerie M Zum 20. Jahrestag der Galerie M an der Marzahner Promenade wurde die jüngste Ausstellung zweier Fotografen (siehe Seite 8) u.a. mit jazzigen Klängen der Jule-Manger-Band (oben) eröffnet. Fotografin Xine Petit (u. li.) erzählt von ihrer Arbeit. F.: Dittmann Ehrung für Otto Nagel Biesdorf Anlässlich des 110. Geburtstages des Malers Otto Nagel hatten Mitglieder von Bezirksamt, BVV und Heimatverein sowie Bürger am 25. September am ehemaligen Wohnhaus des Künstlers in der Otto-Nagel-Straße 4 einen Erinnerungsstrauß an der Gedenktafel angebracht. Otto Nagel wurde am 27. September 1894 in Berlin geboren und wurde vor allem durch seine Bilder aus dem Berliner Arbeitermilieu und seine Stadtansichten des alten Berlin bekannt. Während der Nazizeit wurde Nagel mehrfach inhaftiert und erhielt außerdem Malverbot im Atelier. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Nagel auch als Kunstpolitiker an Kaulsdorf Das seit drei Jahren bestehende Unternehmen Guidance-Integration GmbH hat sich vor allem das Ziel gesetzt, verschiedenste Projekte mit und für Menschen mit Behinderungen umzusetzen. So wurde auch der völlige Umbau einer früheren Berufsschule an der Straße am Niederfeld, oberhalb der Kaulsdorfer Seen realisiert. Seit einem Jahr besteht nunmehr dieses Haus am Niederfeld als barrierefreies Komforthotel, als behindertengerechte Tagungs- und Veranstaltungsstätte. Aus Anlass des Jubiläums bot sich am 24. September die Öffentlichkeit, unter anderem als Volkskammerabgeordneter und Gründungsmitglied der Akademie der Künste der DDR, deren Präsident er von 1956 bis 1962 war. Otto Nagel wohnte seit 1952 in Biesdorf. Hier starb er auch am 12. Juli Beigesetzt ist er in einem Ehrengrab auf dem Städtischen Zentralfriedhof Friedrichsfelde, neben dem Grab der Eheleute Käthe und Karl Kollwitz, mit denen er befreundet war. Die Stadt Berlin ehrte den Künstler 1964 mit dem Goethe-Preis und 1970 postum als Ehrenbürger. Die Straße, in der er in Biesdorf wohnte, trägt seit dem 24. Januar 1968 seinen Namen. André Gaedecke Stätte der Begegnung Neue Gesprächsreihe im Haus am Niederfeld beim Tag der Offenen Tür die Möglichkeit, das Haus mit allen Einrichtungen und Angeboten kennen zu lernen. Auf Wunsch auch für Nichtbehinderte im Rollstuhl. Aus dieser Perspektive wird für den so genannten Normalen erst klar, was Barrierefreiheit bedeutet: Nicht nur Treppen oder Türschwellen sind das Problem, sondern auch die Breite von Türen und Durchgängen, die Höhe von Waschtischen, überhaupt eine auf verschiedenste Bedürfnisse und Handicaps abgestimmte Einrichtung der Zimmer, Bäder und öffentlichen Bereiche. Die Tagungs- bzw. Konferenzräume, die zunehmend auch von verschiedenen Gremien aus dem Bezirk genutzt werden, sind nach deutschen Behindertensportlern benannt, die ja gerade bei den Paralympics hinsichtlich der Medaillenbilanz ihre nicht behinderten Kollegen in den Schatten stellten. Das musikalische Rahmenprogramm des Tages der Offenen Tür lieferten die singende und moderierende Regina Thoß, das mit verschiedensten Flöten und Perkussionsinstrumenten brillierende Damen-Duo Per-Q und die Kaulsdorfer Tanzflöhe mit temperamentvollen Tänzen von Paul Lincke bis Disco. Überhaupt entwickelt sich das Haus am Niederfeld immer mehr zu einer soziokulturellen Begegnungs- und Veranstaltungsstätte für alle. Dabei wird von Seniorensport bis Kaffeeklatsch mit Gästen von Herbert Köfer bis Lutz Jahoda oder auch mit Faschingsfeiern Einiges gerade für ältere Menschen geboten. Vor allem den Bezug zu lokalen Persönlichkeiten Im Haus am Niederfeld sollen künftig regelmäßig interessante Veranstaltungen Besucher anlocken. Foto: Dittmann aus Kaulsdorf und Mahlsdorf und ihren Leistungen soll ab Oktober eine neue Veranstaltungsreihe Gespräche am Niederfeld herstellen. Lichtbildervorträge, Lesungen, Filmvorführungen, Gespräche um Heimatgeschichte, Natur, Kultur und Literatur sollen Menschen nicht nur in der zweiten Lebenshälfte, neue und alte Kaulsdorfer und Interessenten aus der ganzen Stadt ansprechen. Frank Beiersdorff Die nächsten Termine: 2.Nov.: Das Wuhletal im Wandel der Zeit. Lichtbildervortrag und Gespräch mit Heino Mosel, 7.Dez.: Kalenderblätter. Geschichte und Geschichten aus dem alten Kaulsdorf und Mahlsdorf. Lesung mit Sabine Kadow und Harald Kintscher vom Lokalverlag. Der neue Heimatkalender 2005 kann erworben werden. Beginn jeweils 15 Uhr, Eintritt voraussichtlich 2 Euro. Info in der Begegnungsstätte am Niederfeld, Tel

8 8 jot w.d. 10/2004 Tipps und Termine Pyramide: 15 Jahre Kunsthaus Flora Mahlsdorf/Hellersdorf Eine Chronik in Wort und Bild über das Kunsthaus Flora bietet derzeit eine Ausstellung in der Pyramide an der Riesaer Straße 94. Noch bis zum 15. Oktober ist geöffnet (Mo bis Fr Uhr, Sa/So Uhr, Eintritt frei). Während der Ausstellung werden verschiedene Veranstaltungen angeboten: Märchenstunden mit Barbara (Anmeldung: , Eintritt 1,50 Euro), eine Einführung (zum Mitmachen) zu Tai Chi (12. Oktober, 18 Uhr, Eintritt frei), ein Malkurs (6. u. 13. Oktober, Uhr, Gebühr 4 Euro). Am 10. Oktober, 16 Uhr, geben Musikschüler der Flora ein Konzert (Eintritt frei). I.D. St. Hubertus: Rette sich, wer kann Mahlsdorf Es muss ja nicht immer der Dienstag-Krimi in der Glotze sein! Spaß und Spannung kann man auch dienstags live erleben. Denn dann gibt s Kabarett im Gasthaus St. Hubertus am Hultschiner Damm 1-5, bequem zu erreichen mit der Straßenbahn 62 (ab S-Bahnhof Mahlsdorf). Am 12. Oktober wird von den Herren Alexander G. Schäfer, Dirk Bublies und Jörg Büttner zum Flotten Dreier gebeten. Dabei werden die Stärken (v.a. aber Schwächen) Ihrer Mitmenschen, darunter Promis und Politiker, höchst amüsant auf die Schippe genommen. Alles Quote oder was? Am 19. Oktober heißt es Verarscht nach Quoten. Da geht s um Fernsehquoten, Arbeitslosenquote, Abgabenquote... Na, fällt Ihnen noch was dazu ein? Sagen Sie s einfach den Komödianten Angela Hobrig, Anette Felber und Alexander Wikarski vom Kabarett Die Kneifzange. Vielleicht finden Sie Ihre Anregungen dann im nächsten Programm wieder. Am 26. Oktober versucht Gerd Hoffmann von den Radieschen den alltäglichen und konzeptionellen Irrsinn unserer Gesellschaft zu röntgen. Kommen Sie vorbei, denn dazu braucht man keine Überweisung vom Hausarzt. Beginn aller Veranstaltungen 20 Uhr, Einlass ab 18 Uhr, Eintritt jeweils 12 Euro. I. Dittmann Galerie M: Gesichter einer Stadt Marzahn Am 4. Oktober kann die Galerie an der Marzahner Promenade auf ihr 20-jähriges Bestehen zurückblicken. Gefeiert wird dies mit einer Ausstellung zum Titel Gesichter einer Stadt mit Fotografien von Georg Krause (Jahrgang 1956, Berlin) und Xtine Petit (Jahrgang 1969, Paris, lebt seit 1999 in Berlin). Ausstellungseröffnung war am 3. Oktober, geöffnet ist noch bis zum 21. November (So bis Do zwischen 13 und 18 Uhr). Am Sonnabend, dem 13. November, 16 Uhr, gibt es ein Gespräch mit beiden Künstlern. An diesem Tag ist zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. Eintritt frei. Gesichter einer Stadt ist bereits die 171. Ausstellung in der Galerie an der Marzahner Promenade 13. Im Rahmen der Geburtstagsfeier wird auch zu musikalischen Veranstaltungen eingeladen. Am 17. Oktober, 16 Uhr, gibt es Kammermusik von Barock und Klassik bis zur Moderne mit dem KATZ-Trio (5/3 Euro). Am 7. November, 16 Uhr erklingen Pianistische Gitarrenklänge mit Uwe L. Ferchof (3/1.50 Euro). id Wie Hans Dampf nach Kickritzpotschen kam Schlagergeschichte(n) des Ostens Hellersdorf Gitarren klingen leise durch die Nacht erinnern Sie sich an diesen Hit der 50er Jahre? Es war ein Osttitel, ursprünglich gesungen von Günter Geißler. Doch der Westen kaufte den Titel ab und er wurde zu einem Riesenhit. Geißler hingegen wurde im DDR-Rundfunk daraufhin nicht mehr gespielt. Wissen Sie, wer sich hinter Hans Dampf verbirgt? Es war einer von fünf Pseudonymen des Sängers Lutz Jahoda. Im 10. Jahr der DDR schrieb der Sänger den Text zu einer Melodie von Alo Koll: Die Blasmusik von Kickritzpotschen. Doch der Text wurde vom Lektorat des Rundfunks nicht abgenommen. Der Grund? Das fiktive Provinznest Kickritzpotschen hätte ja als Synonym für die DDR aufgefasst werden können. Jahoda wollte sich damit nicht abfinden, und so erfand er eine Art Vorspann zum Titel: Irgendwo, irgendwann soll s so was gegeben ham. Hör n Sie sich die Marzahn Der Talentewettbewerb Total mobil für jung Gebliebene von 50 aufwärts geht in eine neue Staffel. Nach dem bundesweitem Finale am 25. April im Freizeitforum Marzahn (jot w.d. berichtete) beginnen in diesem Monat die Vorausscheide in verschiedenen Bundesländern für den Talente- Ausscheid 2004/05. Der erste Vorausscheid (für Brandenburg) geht am 17. Oktober, 14 Uhr, im Kulturhaus Wildau über die Bühne. Am 30. Oktober, Uhr, lädt das FFM an Autor Siggi Trzoß signierte sein Buch im Kulturforum. Foto: Dittmann G schichte einmal an! Damit war klar: die DDR konnte nicht gemeint sein. Viele solcher Episoden waren am Nachmittag des 22. September zur Lesung aus dem gerade erschienenen Büchlein Schlagergeschichte(n) des Ostens (Raku Verlag, Eichwalde) zu hören. Der Autor Siggi Trzoß erzählte die Geschichten aus den 50er und 60er Jahren quasi aus dem Hut, denn er ist ein profunder Kenner der Szene. Musikalische Beispiele vom Plattenteller rundeten den Nachmittag im Kulturforum ab. Schade, dass so wenige Besucher den Weg dorthin gefunden hatten. Wer indes auf das Buch neugierig geworden ist, kann es beim Autor (Tel ) oder bei Veranstaltungen erwerben. I. Dittmann Anatolien, deine Klänge... Hellersdorf Wenn Alina Martirosjan-Pätzold vom Kulturring zum Hellen Salon ruft, dann strömen die Besucher. So war s auch beim Salon am 10. September im Kulturforum. Anatolien, deine Klänge... lautete das Motto des festlichen Abends, an dem nicht nur kulturelle, sondern auch landestypische kulinarische Genüsse geboten wurden (für letz- tere sorgte die Köpenicker Gaststätte Lehmofen). Für das musikalische Eintauchen in die osmanische Kultur sorgten Ali Eba Balli, Alaettin Demirliler und Ismail Bayram von der Deutsch-Türkischen Musikakademie Berlin. Sie spielten auf den traditionellen Saiteninstrumenten Baglama, Kanun und der türkischen Flöte Kultur und Freizeit Senioren Grand Prix Goldener Herbst Talente-Vorausscheid für Brandenburg und Berlin Beim Grand Prix Goldener Herbst geht es mitunter sehr lustig zu. Foto: Dittmann Mey. Die Bauchtänzerin Sema Özgenc bezauberte mit orientalischen Tänzen. Gemälde der türkischen Künstlerin Nermin Intepe vermittelten Eindrücke über die Schönheiten der Landschaften ihrer Heimat. Im Dezember gibt es wieder einen Hellen Salon mit Kuba im Mittelpunkt. Karten unter Tel oder I. D. 25 Jahre Stadtbibliothek Marzahn Die Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf wird am 1. Oktober 25 Jahre alt. Gefeiert wird aber erst am 22. Oktober. Die Mark-Twain-Bibliothek an der Marzahner Promenade bereitet für diesen Tag ein Festprogramm, u.a. mit Lesungen (15 Uhr) und Ausstellungseröffnung (18.30 Uhr) für Jung und Alt vor. Ab 20 Uhr unterhält das Opus Kammerorchester mit Parodien al la Klassik. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Infos unter oder telefonisch unter Am 21. Oktober, 10 Uhr, findet in der Erich-Weinert-Bibliothek am Helene-Weigel-Platz 4 ein Literarisches Frühstück mit Irmtraud Habib statt. Die Marzahn- Hellersdorferin liest aus ihrem Buch Unter der heißen Sonne von Bagdad meine Jahre im Irak. Eintritt frei. Am 19. Oktober, Uhr, ist Kai Seebörger, Entwicklungshelfer für die Deutsche Welthungerhilfe e.v. in Mali, zu Gast in der Mark-Twain-Bibliothek. Eintritt frei. id Kulturforum vertreibt trübe Oktobertage Hellersdorf Zur 131. Litfaßsäule Menschen, Meinungen und Musik am Mittwoch, dem 20. Oktober, Beginn Uhr, begrüßt Moderator Siggi Trzoß u.a. folgende Gäste: Jürgen Walter, Kaspar Eichel, Sybill Klotz sowie das Hellersdorfer Sprint- As bei den Paralympics in Athen, Matthias Schröder. Am Freitag, dem 29. Oktober, kann wieder bis in die Puppen getanzt werden: Tanze mit mir in den Morgen, die etwas andere 50plus-Tanzfete mit der Sängerin Andrea und ihrem Mann Wilfried Peetz und Siggi Trzoß als DJ. Gast ist diesmal die Humoristin Eva Schröder- Branzke. Kulturforum Hellersdorf, Carola-Neher-Str. 1, nahe dem U-Bahnhof Neue Grottkauer Straße. Kartenreservierung unter Tel Carola Röger der Marzahner Promenade zum Berliner Ausscheid ein. Kurze n ts c h l o s s e n e können sich noch bis Mitte Oktober a n m e l d e n (FFM, Marzahner Promenade 55, Berlin, Kennwort: Ta l e n t e s h o w, Fax: ). Melden können sich Leute ab 50 mit gesanglichen, tänzerischen, kabarettistischen oder ähnlichen Talenten, jedoch keine Profi-Künstler. Die Ausscheide in den übrigen neuen Bundesländern sowie Schleswig-Holstein finden zwischen Januar und Juni 2005 statt. Anmeldungen dafür bitte über: schriftlich über: Spätsommer, Veranstaltungsagentur, Thünenweg 32, Güstrow. Weitere Infos per Internet unter Das Finale steigt am 16. Oktober 2005 in Berlin. I. D.

9 Kultur & Freizeit Nach Red.-Schluss: Hellersdorf Das Spektrum ist groß, sie spielen Punk, Rock, Reggae oder elektronische Musik. Die Wege waren zum Teil weit, sie kamen aus Bayern, Berlin, Hamburg oder Niedersachsen. Bereits zum vierten mal lief am ersten Oktober- Wochenende der Band-Contest in der Kiste. Fast 70 Gruppen aus ganz Hellersdorf Irgendwann wird vielleicht auch mal dieser Traum wahr. Dagmar Schulz steigt in Weißensee in ihr luxuriös ausgestattetes klassisches London Taxi, fährt in Zeuthen vor und bringt Renate Blume- Reed zum Kriminaltheater an der Palisadenstaße. Dort steht der Krimifan Blume nicht vor, OSTMODERNE Architektur in Berlin Werkbund-Ausstellung im Alten Rathaus Band-Wettbewerb in der Kiste Sieger dürfen eine Woche lang kostenlos ins Tonstudio Deutschland hatten sich beworben, 18 von ihnen durften ihre Künste zeigen. Das Publikum nominierte seine Favoriten, eine kompetente Fachjury kürte einen Sieger, dessen Preis echt heiß ist: Eine Woche lang kann nun Marcus Engler aus Kleinmachnow im Masterix-Tonstudio unter professionellen Bedingungen Im Paradies Cab zum Kriminaltheater 130. Litfaßsäule im Kulturforum Dagmar Schulz vor ihrem selbst ausgestalteten London-Taxi, Renate Blume-Reed (oben re.). Fotos: Dittmann Der Berliner Werkbund hat sich seit seiner Gründung vor fast 100 Jahren mit Gestaltungsfragen, Architektur und Städtebau beschäftigt. In der kritischen Reflexion der neueren Baugeschichte hat er ein relevantes Arbeitsfeld gefunden. Die Architektur der Nachkriegsmoderne ist für den West-Teil der Stadt Berlin mehrfach dokumentiert worden. Für den Ost-Teil fehlt jedoch eine entsprechende Bestandsaufnahme, die die Vielfalt des modernen Bauens ebenso berücksichtigt, wie die Umstände der Entstehung. Die Ausstellung OST- MODERNE Architektur in Ost-Berlin soll diese Lücke in der Baugeschichte schließen. Sie soll zudem eine breite Öffentlichkeit für einen behutsamen Umgang mit dem Kulturerbe der Moderne sensibilisieren. KA Zur Ausstellung, die noch bis 15. Oktober werktags von 8-18 Uhr zu sehen ist, erschien ein Begleitband im Jovis-Verlag. Andreas Butter, Ulrich Hartung: Ostmoderne. Bauten der Nachkriegsmoderne in Ost-Berlin , 22,- Euro jot w.d. 10/ Die wirklich Besten waren Ich Jetzt Täglich sie sind Halbprofis und verzichteten auf den Preis. mousinen-service. Beide waren neben Fred Schöner von der Kiste, Beppo Pohlmann von den Gebrüdern Blattschuss und Barbara Nitsche vom Grünen Haus am 15. September zu Gast bei Siggis 130. Litfaßsäule im Kulturforum. Dagmar Schulz (51), eigentlich Ingenieurin für Wassertechnik, hat ihr kleines Unternehmen vor rund 18 Monaten gerade erst gegründet. Mit Arbeitslosigkeit wollte sich die Berlinerin nicht abfinden. Und so entwickelte sie die Idee von außergewöhnlichen Stadtrundfahrten mit Wohlfühleffekt (Blumen, Sekt, Musik). Renate Blume-Reed, deren Karriere 1964 als Studentin mit Der geteilte Himmel begann, war zu DDR-Zeiten eine gefeierte Schauspielerin. Doch nach der Wende musste auch sie sich mit Nebenrollen (Praxis Bülowbogen) begnügen, um überhaupt im Beruf bleiben zu können. Mit guten Film-Rollen sähe es auch heute dünn aus, erzählt sie. Frau- Herzlichen Gruß sendet... Ansichtskarten-Sammlung von Karl-Heinz Gärtner im Heimatmuseum Noch bis zum 27. März wird die Ausstellung Herzlichen Gruß sendet Marzahn-Hellersdorfer Ansichtskarten-Sammlung von Karl-Heinz Gärtner im Heimatmuseum Marzahn-Hellersdorf, Alt-Marzahn 51, gezeigt. Vor mehr als 130 Jahren wurde die Correspondenzkarte im Deutschen Kaiserreich eingeführt. Einige Jahre später begann der Siegeszug der bebilderten Postkarte, im Volksmund auch Ansichtskarte genannt. Heute sind historischen Karten ein unschätzbares Kulturgut, in dem sich auch die Geschichte der letzten hundert Jahre wider- eine CD aufnehmen vielleicht ein erster Schritt auf der Karriere-Leiter. Mit dem 16-Jährigen gewann tatsächlich der Jüngste. Die fast 700 Gäste zeigten sich als faires Publikum, jede Band bekam Unterstützung per Applaus. Schon jetzt freuen sich die Macher auf den Wettbewerb im kommenden Jahr. RN, Foto: Nachtmann sondern auf der Bühne. Mord um Mord heißt das Stück. Dagmar und Renate sind zwei mutige Frauen. Nicht mehr so ganz jung (wie die Frauen auf den Werbeplakaten), starteten beide nach der Wende noch einmal richtig durch. Renate auf der Bühne, Dagmar mit ihrem Ein-Frau-Unternehmen Lien in meinem Alter sind bei Film und Fernsehen kaum noch gefragt. I. Dittmann PS: Auch zur 131. Veranstaltung mit Menschen, Meinungen und Musik erwartet Moderator Siggi Trzoß am 20. Oktober, Uhr, interessante Gäste, darunter den Sänger Jürgen Walter und den Schauspieler Caspar Eichel. spiegelt. Biesdorfs ehrenamtlicher Ortschronist Karl-Heinz Gärtner sammelt seit mehr als 20 Jahre Ansichtskarten. Zur Zeit umfasst seine Marzahn- Hellersdorf-Sammlung mehr als 1300 Exemplare. Die Ausstellung präsentiert erstmalig einen Großteil dieser einzigartigen Sammlung. Im Mittelpunkt steht das historische Ortsbild von Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Marzahn im Wandel der Zeit. Sie vermögen die Besucher in Erstaunen zu versetzen über die damalige Vielfalt an Motiven von unseren Ortsteilen. KA Tipps und Termine Gutshaus: Otto Reutter und Charlotte Mahlsdorf Zu einem Otto-Reutter- Abend mit Hellmut Gaber und Wolfgang Pannwitz lädt der Förderverein Gutshaus Mahlsdorf e.v. am 9. und 23. Oktober, 19 Uhr, ein. Eintritt: 10 Euro. Im Rahmen der Veranstaltung wird ab 16 Uhr eine Führung durch das Gründerzeitmuseum, Hultschiner Damm 333, angeboten. Am 10. Oktober wird ab 17 Uhr Gabriele Brangs neues Buch über Charlotte von Mahlsdorf vorgestellt. Die Autorin sammelte Erzählungen von Freunden und Bekannten Lottchens und zeichnet ihren Weg nach. Am 28. Oktober gibt es eine neue Ausgabe der Barnimgespräche; Heino Mosel hält unter dem Thema Das Wuhletal, Bilder einer Landschaft im Wandel einen Vortrag mit zahlreichen Lichtbildern; Beginn 19 Uhr, Eintritt frei. Am letzten Oktober-Sonntag stellen Sabine Kadow und Harald Kintscher den neuen Heimatkalender 2005 vor. Und am 6. November singt Toralf Terl unter dem Titel Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen bekannte Lieder und Schlager aus den Tonfilmen der 30er Jahre Am Klavier begleitet ihn Michael Uhl. Beginn 19 Uhr, Eintritt 10 Euro. rn FWZ: Freche Frauen und coole Frösche Neukölln Mit ihren dynamischen Frauenbildern und einer Serie von Selbstporträts spiegelt die Malerei von Roselyne Barone auf wunderbare Weise das neue Bild der engagierten Erfolgsfrau wieder. Roselyne Barone ist als Französin in Tunesien geboren und dort aufgewachsen. Nach dreijährigem Aufenthalt in Rom zog sie nach Berlin, ohne jedoch das kraftvolle Licht des Mittelmeeres zu vergessen. Noch heute dominieren die Farben des Mittelmeers ihre Bilder. Die Künstlerin hat vor dem Kunststudium eine naturwissenschaftliche Ausbildung absolviert. Vieles davon ist in ihrer Gestaltung zu spüren. Auch die Vorliebe für Motive aus der Natur sind vor diesem Hintergrund zu verstehen. So bildet eine Serie von Fröschen und Insekten einen zunächst verwirrenden, jedoch ausgesprochen humorvollen Kontrast zu den coolen Frauenbildern. Vernissage am 21.Oktober, 18 Uhr, im Frauenwirtschaftszentrum Neukölln, Hermannstraße , geöffnet Mo-Fr 9-14 Uhr oder nach telefonischer Absprache unter Kirsten Heidler Wer macht mit beim Weihnachtsmarkt? Kaulsdorf Auch in diesem Jahr wird es den traditionellen und beliebten Weihnachtsmarkt im Dorfkern Kaulsdorf geben. Am 4. Dezember, ab 13 Uhr ist es wieder soweit. Auf und um das Gelände der Firma Schilkin wird vorweihnachtliche Stimmung gezaubert. Wer mitmachen möchte vom Verkauf weihnachtlicher Waren, Spielzeug, Gestecken, Glühwein, gebrannten Mandeln bis zum Bastelstand sollte sich bis zum 30. Oktober bei Herrn Gebauer melden, Telefon: oder per Fax: id

10 10 jot w.d. 10/2004 Susi tanzte den ganzen Sommer lang Mitglieder vom Tanzkreis Mahlsdorf reisten durch Europa Sie ist eine zierliche Frau, unsere Susi vom Mahlsdorfer Tanzkreis, aber sie ist immer vorne weg, wenn es irgendwohin zum Tanze geht. Und tanzen kann sie, dass mir oft schwindlig wird. Es ist eine Lust und Freude, ein Tänzchen mit Susi zu machen, das wissen viele Verehrer. Komm; wir fahren hin, lockt sie und dann geht es zum nächsten Tanzsaal. Zu Beginn des Sommers ging s nach Rudolstadt; das war schon ein großer Spaß (jot w.d. berichtete). Endlich haben wir mal richtig die schwedische Polska gelernt, den Tango des Nordens, und ne richtige Csarda war auch dabei. Aber am liebsten tanzt Susi Scottish (so heißt der Tanz richtig) und den Rheinländer. Im Urlaub war Genntines in Mittelfrankreich das Ziel. Eine Woche lang treffen sich dort 5000 Tanzbegeisterte aus ganz Europa. Auf Wiesen und Feldern neben Hellersdorf Was ich den Bürgermeister schon immer mal fragen wollte lautete unlängst das Motto einer Veranstaltung im Klub der Wohnungsgenossenschaft Grüne Mitte an der Fercher Straße 8. Vor allem ältere Bewohner aus Hellersdorf Nord waren gekommen, um von Bürgermeister Uwe Klett Antworten auf Fragen zu erhalten, die ihnen auf den Nägeln brennen. Größtes Ärgernis für die Anwesenden sind die leer stehenden Kitas und Schulen, die dem Vandalismus preisgegeben sind. Sie verschandeln unser Wohnumfeld, beklagte Andrej Eckhardt, Chef der Wohnungsgenossenschaft Grüne Mitte, Verwalter von 3000 Wohnungen rund um die Zossener Straße. In einem Quartier wie Hellersdorf Nord, das laut jüngstem Sozialatlas als einer der sozialen Brennpunkte im Bezirk gilt, sei es ein Skan- einem großen Bauernhof mit Kuhund Pferdeherde entstand eine riesige Zeltstadt. In 10 großen Tanzzelten wurde getanzt Es gab Tanzkurse, bei denen man Rigodon, Bouree, Fandango, Hambo, Zwiefacher, Charleston, Samba und viele andere Tänze Europas erlernen konnte; auch Griechisch, Israelisch, Irisch tanzen. Am beliebtesten war hier die Mazurka, erzählte Susi. Wer die richtig tanzen will, muss an Tango denken, erklärte uns Tanzmeister Gerard aus Paris. Ach, die Franzosen, das sind schon charmante Tänzer, schwärmt sie immer noch. Um halb elf am Abend fingen die Bälle in allen Zelten an und dann habe ich durchgetanzt bis zum Sonnenaufgang. Der letzte Akkordeonspieler fing ja erst um halb vier an. Und der war wunderbar. Die schönste Band kam für sie mit Banda Bresca aus Italien. Als Die Potsdamer Dick-Band spielte in Italien zum Tanz auf. F.: privat Achard-Schule lädt ein Kaulsdorf Am 30. Oktober lädt die Achard-Grundschule an der Adolfstraße 25 ab 10 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Interessenten, v.a. Eltern künftiger Lernanfänger können sich an diesem Tag einen Eindruck über die sportbetonte Schule machen und bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch mit Schulvertretern kommen. id Links & rechts Viele Fragen, wenig Antworten Ärger über ungenutzte Gebäude und Sorge um das Seniorenprojekt Kreativzentrum an der Senftenberger Straße die 15 Musiker bei der Italienischen Nacht auf der Bühne das alte Partisanenlied anstimmten, soll der Saal gekocht und vielleicht sogar einen aufziehenden Wirbelsturm vertrieben haben. Das wird sicher mit ein Grund sein, dass unsere Susi sich noch einmal Anfang September zu den feurigen Tänzern nach Italien aufmachte. Die Potsdamer Dick- Band spielte dort auf dem Isolafest in zwei kleinen Städtchen bei Bergamo. Danach habe ich ja noch Walzer auf dem Markusplatz in Venedig getanzt, wo drei Kapellen um die Gunst des Publikums aufspielten, meinte unsere Tänzerin. Auf der Rückreise tanzten die Budapester auf einem Platz dort ganz spontan Charleston, Tango, Rock n Roll. Das müsste es auf dem Parkplatz bei Extra in Mahlsdorf auch ab und zu geben oder im verwaisten Wernerbad. Susi ist zu beneiden mit ihren vielen schönen Tänzen. Da hat sie mit uns schon viel gelernt, um sich dann auf s Europäische Parkett zu wagen. Zum Ende des Sommers fuhren wir mit dem Tanzkreis nach Halberstadt, wo im Workshop viele schräge Walzer erlernt wurden. Am Abend spielten unter anderem die Einstürzenden Heuschober aus dem Münsterland auf. (Nicht zu verwechseln mit den Einstürzenden Neubauten, die man in Marzahn und Hellersdorf findet.) Jetzt aber keine kleinkarierte Plattenbau-Problematik, wenn man solch weitgetanzte Balerina im Arm hat. Wär ja schade drum! Lutz Reineke Park-Name gesucht Marzahn Für den neu gestalteten Stadtteilpark an der Schwarzwurzelstraße sucht das Bezirksamt einen Namen. Ideen können bis 15. Oktober unter Tel genannt werden. Das Gelände einer ehemaligen Kita wurde u.a. nach Vorschlägen der Anwohner umgestaltet. rn Die Senioren wollen ihr Kreativzentrum behalten. dal, dass Vorschläge zur Umnutzung der Gebäude von den Ämtern immer wieder abgelehnt würden, meinten die Besucher der Gesprächsrunde. Bekanntlich kämpft die Genossenschaft seit Jahren um die Übernahme einer leer gezogenen Kita, um ein Wohngebietszentrum zu errichten. Unsere Anträge für die Kitas an der Michendorfer und später an der Zossener Straße wurden zurückgewiesen, sagt Eckhardt. Jetzt habe man einen dritten Versuch zur Übernahme einer Kita gestartet, die 2005 schließt. Der Abriss der Gebäude sei ein sehr schmerzhafter Prozess, gab Bürgermeister Klett zu. Doch wenn sich kein Träger mit einem soliden Konzept fände, der bereit sei, die Betriebskosten zu tragen, müsse abgerissen werden. Wir haben in allen drei Fällen Konzepte vorgelegt, gab Eckhardt den Ball zurück. Darauf hin versprach Klett, sich Anfang des kommenden Jahres am Runden Tisch vor Ort dafür einzusetzen, dass es diesmal klappt. Um die sozial-kulturelle Infrastruktur ist es im sozialen Brennpunkt (nach Marzahn-Mitte höchster Anteil an Sozialhilfeempfängern, jeder Fünfte ist auf Sozialhilfe angewiesen) schlecht bestellt. Aus der Finsternis ins Licht Licht-Installation Wörter und Unwörter Hellersdorf Passend zum 10-jährigen Jubiläum des Sartre-Gymnasiums konnte Schulleiter Harald Schwenke drei Jahre nach dem Einzug in das von spanischen Architekten entworfene Gebäude nun auch das im Rahmen Kunst an der Schule bzw. Kunst am Bau installierte Sprach- und Lichtspiel Wörter und Unwörter des Jahres des Künstlers Prof. Timm Ulrichs der Öffentlichkeit präsentieren. Aus einer Höhe von 5,42 m projizieren 20 Halogen-Metalldampflampen mit je 150 Watt Textschablonen mit eigens dafür entwikkelten Spezialfolien auf einer Länge von knapp 38 Metern in zwei Reihen Wörter und Unwörter des Jahres auf den Gussasphalt-Fußboden der einer spanischen Estrada immer ähnlicher werdenden Schulstraße mit Atriumcharakter. In seinem Vortrag berichtete Timm Ulrichs der erstaunten Zuhörerschaft, wie unkompliziert er die Ausschreibung für dieses Projekt per Fax aus São Paulo gewonnen hatte, aber auch, welche greuelhafte Erinnerungen er an seine eigene Schulzeit hatte. Schule ist wohl das Unwort seines Lebens. Prof. Horst Dieter Schlosser, den Timm Ulrichs frühzeitig zur Beratung zur Auswahl der Wörter und Unwörter kontaktete, hielt schließlich als Sprecher der Jury Unwort Foto: Dittmann Wir haben hier nur das SOS-Familienzentrum, den Jugendklub Tresor und das Kreativzentrum für Kinder und Senioren im Keller der 26. Kita an der Senftenberger Straße 12/14, warf eine ältere Anwohnerin in die Runde. Letzteres galt bislang als Vorzeigeprojekt für generationsübergreifende Arbeit des Jahres an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main, den weit ausholenden und aufklärerischen Vortrag Wörter schöne Wörter Unwörter. Wie sollen wir unseren Wortgebrauch bewerten? Er beleuchtete die Bewegund Abgründe ihrer Entstehung. Vielleicht wäre in absehbarer Zukunft der oft prägnante, treffende Wortgebrauch der Jugend zur maskierten, manchmal allzu selbstgerechten Erwachsenwelt als Nachfolger des Themas unter dem Motto Wörter der Jugend denkbar, um einander zu reflektieren und wieder besser wahrnehmen lernen zu können. Dem Sartre-Gymnasium seien weitere Aktivitäten gewünscht, dazu ist es seinem Namensgeber Paul Sartre gegenüber einfach verpflichtet. L être et le néant. Das Sein und das Nichts. Gerade darum, wie Leben auch Veränderung ist, dreht sich die Zukunft der nachfolgenden Generationen. Lehren und lernen wir, unser Wissen nicht als zu verteidigenden Besitz zu sehen, sondern als das, was es ist: Der aktuellste Stand des Irrtums. Nur so werden wir zu sich bemühenden (Lat. Studere) und immer weiter forschenden Menschen und haben unter anderem auch keine Unwörter mehr nötig. Berndt Maier, Elternverteter am Sartre-Gymnasium im Bezirk. Mit viel Engagement haben die Senioren dort eine Holzwerkstatt eingerichtet, Sänger- und Tänzergruppen proben, gemeinsam mit den Kindern wird gebastelt und vieles mehr. Nun wurde uns gesagt, Ende des Jahres müssen wir raus, weil der Träger des Projektes, die ZIM, sich zurück zieht, ärgert sich die Anwohnerin. Dabei würden die Senioren die Betriebskosten sogar aus eigener Tasche zahlen, sagt sie. Da ging wohl einiges verquer, gab Klett zu und bedauerte, dass sich die BVV nicht rechtzeitig und gründlich genug der Sache angenommen habe. Ob zum jetzigen Zeitpunkt noch eine Lösung gefunden werden kann, blieb offen. Notfalls müssen wir Ersatzräume finden, so Klett. Für die Senioren, die sich die Räume mit viel Liebe und zeitlichem Aufwand eingerichtet haben, ist das jedoch kaum eine Alternative. I. Dittmann

11 der Wuhle Hellersdorf Preisfrage: Wer wurde 1959 Vize-DDR-Meister im Handmelken von Kühen? Sie kommen nicht drauf? Dann haben Sie höchstwahrscheinlich die erste Talk-Runde in Hellersdorfs jüngster Lokalität an der Hellersdorfer Promenade verpasst. Schade eigentlich. Denn für einen schönen Abend bei Kerzenschein, einem Gläschen Wein und guter Unterhaltung muss man sich eigentlich nicht mehr in die S-Bahn Richtung City oder ins Auto setzen. Man kann ihn einmal im Monat quasi vor der Haustür erleben. Noch n Talk heißt die neue Veranstaltungsreihe in der Candela Lounge an der Hellersdorfer Promenade (ehemals City-Meile). Am 17. September war Premiere. Als Talk-Gäste im Kreuzverhör standen die Schauspielerin Anne- Kathrin Bürger, Ex-Politiker und Anwalt Peter-Michael Diestel und Bürgermeister Uwe Klett. Wer von ihnen war wohl der Melk- Champion? jot w.d. will es an dieser Stelle nicht verraten. Jeder kann seinen Tipp bei uns abgeben. Unter denjenigen, die ins Schwarze (in diesem Fall besser Weiße ) treffen, verlosen wir einen Preis (dem Thema angemessen einen Kasten Milch frei Haus). Was erfuhr man über die Prominenten an diesem Abend? Ich bin Marzahn Nur noch in diesem Monat können im Erholungspark Marzahn am Blumberger Damm die Modelle historischer Bauwerke besichtigt werden. Ursprünglich gab es Pläne, den Modellpark 2005 im FEZ Wuhlheide zu etablieren. Doch das wird noch etwas dauern, so dass sich die Marzahner vermutlich auch noch im kommenden Jahr an der Ministadt erfreuen können. Bis dahin sollen weitere Stücke hinzukommen. Derzeit basteln geschickte Hände an Reichstag, Britzer Mühle und Jüdischem Museum. Ein Blick in die Werkstatt im Gewerbehof Beilsteiner Straße zeigt, dass dort Langzeitarbeitslose, aus den unterschiedlichsten Berufen kommend, eine sinnvolle Aufgabe bekommen. Beschäftigt werden sie von der BUS Bildung, Umschulung, Soziales ggmbh aus Marzahn. jot w.d. 10/ Noch n Talk! Illustre Gäste bei der ersten Gesprächsrunde mit Prominenten in der Candela Lounge Uwe klett, Anne-Kathrin Bürger und Peter-Michael Diestel waren die ersten Talkgäste. Fotos: Dittmann ein Produkt der Polytechnischen Oberschule der DDR, wir waren fünf Geschwister, davon einer CDU und einer SED. Alle haben im vereinten Deutschland ihren Platz gefunden, aber unsere Wurzeln haben wir nicht vergessen, stellte Peter-Michael Diestel (CDU) gleich zu Anfang klar. Der Politiker saß zu Wendezeiten in der Volkskammer, zog sich im neuen Deutschland aber aus der Politik zurück. Bei mehr Humor, menschlicher Wärme, mehr Alten und Frauen in der Politik könnte er sich eine Rückkehr in selbige vorstellen. Dann würde ich 2012 als Kanzlerkandidat antreten, scherzt Diestel. Doch bis dahin kann der ehemalige Präsi von Hansa Rostock gemeinsam mit Frau Simone (ehemalige Fußballerin in Halle und Potsdam und jetzige Pressefotografin) noch viele Pilze im Wald nahe seinem Grundstück am Plauer See suchen. Und prominenten Klienten wie Helmut Kohl (CDU) oder Peter Porsch (PDS, Diestel: Da wird ein schäbiger Wahlkampf betrieben. ) zu ihrem Recht verhelfen. Die Schauspielerin, die 1956 mit ihrer ersten großen Rolle in der Berliner Romanze Schlagzeilen machte, durfte nach der Wende in einer TV-Serie ganze drei Sätze sprechen. Man konnte sich s nicht aussuchen, wenn man an seinem Beruf hängt, so die Bürger, für die Siegesgöttin Victoria kommt nach Marzahn Auch im nächsten Jahr soll die Modellsammlung im Erholungspark stehen Auch Schloss Biesdorf, und zwar in Originalbauweise (li.), und Schloss Kochberg, wo Goethes Freundin Charlotte lebte (re.), sind als Modell zu bewundern; genauso wie Schloss Rheinsberg und die Nikolai-Kirche (Bild oben). Fotos: Dittmann, Nachtmann, Staacke Einer der fleißigen Bastler ist Volker Bohn. Der ehemalige Berufskraftfahrer hatte vor zwei Jahren über eine ABM angefangen und dabei seine Leidenschaft für den Modellbau entdeckt. Der 60- Jährige wurde übernommen und ist heute als Werkstattleiter für 30 Mitarbeiter verantwortlich. Darunter sind zwei Dutzend ungelernte Jugendliche. In einem halbjährigen Lehrgang bei der BUS können sie Kenntnisse in Mathe- und Deutsch auffrischen und sich handwerkliche Fertigkeiten aneignen. Damit verbessern sie ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Und dass sie etwas gelernt haben, ist nicht zu übersehen. Soeben haben sie ein zweites Modell der Marzahner Mühle fertig gestellt. Tausende Schindeln sind maßstabsgerecht aufgeklebt, Treppe und alle Details originalgetreu nachgebildet. Nicht weit davon steht das fast fertige Brandenburger Tor, das nun seiner künstlerischen Vollendung entgegensieht. Diese Aufgabe übernimmt Bildhauerin Angela Laich. Pferde, Wagen und Siegesgöttin hat sie nach eigenen Entwürfen modelliert und in Gießharz gegossen eine Sisyphus-Arbeit. Bevor sie zur Bildung, Umschulung, Soziales ggmbh (BUS) kam, arbeitete sie an Marmorskulpturen im Brieslanger Märkischen Künstlerhof und an anderen Projekten. Doch das reichte nicht, um davon zu leben. So kam sie zu BUS, wo man sich freute, mit ihrer Hilfe endlich das Brandenburger Tor fertig stellen zu können. Ihre Kollegen Lea Goldmann, arbeitet an den Reliefs für Tordurchfahrten Für jedes einzelne Detail stellt die gelernte Gebrauchswerberin die Gussform Bildhauerin Angela Laich arbeitet an der Quadriga und gibt Siegesgöttin Victoria Gestalt. selber her. Diese Aufgabe ist für sie Neuland. Doch mit einigen Tips von Bildhauerin nehmen auch ihre kleinen Figuren sichtbar Gestalt an. Wenn man Lust und Liebe hat, lernt man das, sagt Volker Bohn, der selber am verschiedenen Modellen mit Hand angelegt hat. Derzeit baut er an der Spandauer Nikolai-Kirche. Diese und weitere Bauwerke wie das Planetarium in Prenzlauer Berg sind im Entstehen. Arbeit gibt es genug, zumal die frei stehenden Modelle über den Winter ausgebessert werden müssen. Barbara Staacke die Demo am Alex am 4. November 89 zu den nachhaltigsten Erlebnissen zählt. Und obwohl das Fuß fassen im Beruf in Neu- Deutschland selbst für die gestandene Schauspielerin denkbar schwer war, engagierte sie sich mehr als 12 Jahre gemeinsam mit ihrem Mann Rolf Römer und Freunden für die Unterstützung von Kindern in Weißrussland. Von Talk-Masterin Maria Moese nach ihren Wünschen befragt meinte sie: Ich möchte irgendwann mal wieder ein richtig gutes Rollenangebot bekommen. Bürgermeister Uwe Klett war schon vor seiner politischen Karriere ein Meister. Meine Mutter nannte mich so, weil ich schon als Kind die Flaggen aller Länder kannte, verriet der 45-jährige Babelsberger und ließ sodann das gerade überreichte Sparschwein im Raum herumgehen: Damit mal wieder was in die Bezirkskasse kommt. Damit war s aber auch schon genug mit der großen oder kleinen Politik. Schließlich liest man darüber in den Zeitungen. Das Thema Eisenbahn (Kletts Hobby) bot da schon spannendere Unterhaltung. Und darum ging es ja an diesem Abend. Der nächste Talk soll am 15. Oktober steigen Uhr, Candela Lounge. Wer die Gäste sind? Lassen Sie sich überraschen. Ingeborg Dittmann Kurz und knapp Hellersdorf Am 8. Oktober, 10 Uhr, stellt der Lokalverlag im Foyer des Marktplatz Centers in der Hellen Mitte seinen neuen Heimatkalender 2005 Links und rechts der Wuhle vor. Hellersdorf Die Agrarbörse und das Bezirksamt laden am 8. Oktober von 10 bis 19 Uhr zum Tag der offenen Tür auf das Gut Hellersdorf, Alte Hellersdorfer Straße, ein. In einer Ausstellung werden Ideen zur Zukunft des zu entwickelnden Areals vorgestellt. Hellersdorf Am 25. Oktober tagt im Kulturforum, Carola-Neher- Straße, von 14 bis 17 Uhr die Senioren-BVV. Gäste willkommen. Marzahn Das Bezirksamt lädt am 27. Oktober, 10 Uhr zur Einwohnerversammlung für Marzahn- Süd ein. Ort: Wilhelm von Siemens Gymnasium, Allee der Kosmonauten 134. Hellersdorf Am 30. Oktober lädt das Kulturforum, Carola-Neher- Straße 1, von 10 bis 17 Uhr zum 7. Sängerfest von Marzahn- Hellersdorf ein. Beteiligt sind zahlreiche Chöre des Bezirkes. Marzahn In diesem Monat ist Verkaufsstart für die neue Jahreskarte 2005 für den Erholungspark Marzahn. Die Karte berechtigt auch zum kostenlosen Besuch des Britzer Gartens und des Naturparkes Schöneberger Südgelände. Die Jahreskarte gilt ab sofort bis zum und kostet 20, ermäßigt 10 Euro. Die Parks sind täglich ab 9 Uhr geöffnet. id

12 12 jot w.d. 10/2004 Jugendjury verteilte Euro Mittel aus dem Stadtumbau Ost-Programm stehen für Jugendprojekte von Marzahn-Mitte zur Verfügung Marzahn Im Saal des Jugendfreizeitklubs Fair an der Marzahner Promenade brannte am 28. September die Luft. Fast drei Stunden verfolgen viele Jugendliche die Präsentation der zum Wettbewerb eingereichten Projekte. Immerhin geht es um die Ausschüttung von Euro aus Mitteln des Programms Stadtumbau Ost. Als die 17-köpfige Jury gegen Uhr endlich den Raum betritt, steigt die Spannung. Die Jurymitglieder Fabian vom Kinderzirkus Springling, Steffi aus dem Fair und Mandy vom Jugendklub Muchte treten ans Mikrofon. Wir haben es uns mit unserer Entscheidung nicht leicht gemacht, sagt Mandy, Schülerin der Mahatma-Gandhi-Oberschule. Fünf Mal haben wir zusammen gesessen, uns mit allen 18 Projektvorschlägen aus 12 Einrichtungen beschäftigt und schließlich in demokratischer Abstimmung entschieden. Und nun die Ergebnisse. Als Bürgermeister Uwe Klett und Udo Zaschel von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die Namen der preisgekrönten Einrichtungen aufrufen, ertönt Jubel aus allen Ecken des Saales. Grund zur Freude haben nicht nur die Jugendlichen vom Sportjugendklub Franz-Stenzer-Straße (1. Platz), dem Jugendklub Muchte (2. Platz) und dem Club 18 (3. 4. und 10. Platz), sondern auch schüler der Thüringen-Oberschule (5. und 9. Platz), Jugendliche vom Klub Fair (6. Platz), dem Jugendtreff des DRK (7. Platz), die jungen Artisten vom Zirkus Springling (8. und 12. Platz) und die Streetworker von Gangway e.v. (11. Platz). In dicken Mappen haben die Jugendlichen ihre Projekte beschrieben, einschließlich Finanzplan, in dem sie bis zum letzten Cent ausgerechnet haben, wie viel Geld für die Umsetzung ihrer Vorhaben nötig ist. Und die sind vielfältig, reichen von der dringend notwen- digen Sanierung der Sanitäranlagen ( 2562 Euro, Klub Muchte) über die Ausstattung eines Tonstudios für junge Bands (2753 Euro, Club 18) bis zur Einrichtung eines Fitnesstraumes (2750 Euro, DRK-Jugendtreff). Der Kinderund Jugendzirkus Springling kann sich sogar über 5370 Euro freuen. Die werden für den Bau einer kleinen Freilichtbühne benötigt. Die Organisatoren des Wettbewerbes die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Kinder- und J u g e n d - büro Marzahn-Hellersdorf und die bezirkliche Jugendförderung freuen sich über das Engagement der Jugendlichen. Auf einer Pinnwand im Foyer des Fair forderten sie Besucher auf, ihre Meinung zum Wettbewerb aufzuschreiben. Jene Zeilen einer Besucherin sprechen wohl für viele Meinungen: Dank des Wettbewerbes bleiben vielleicht mehr Klubs geöffnet. I. Dittmann Bild oben: Modell des Projektes der Thüringen-Oberschule (Kulturmehrzweckraum und Unterricht im Freien). Schüler der Thüringen Oberschule nehmen die Urkunde aus der Hand von Bürgermeister Uwe Klett entgegen (li.); Silka, Lena, Monic und Ronny (v.l.n.r.) vom DRK-Jugendklub mit dem Modell ihres Fitnessraumes (re.). Fotos: Dittmann Was hat Gandhi mit Marzahn zu tun? Eine deutsch-indische Geschichte Marzahn Im Telefonbuch der Hauptstadt der DDR, Berlin, 1989 findet sich unter Schulen, POS Stadtbez. Marzahn der Eintrag 36. Indira Gandhi 1142 O-Winzer 23. Seit 1997 heißt das 10. Gymnasium Marzahn Mahatma-Gandhi- Oberschule Berlin-Marzahn. Die Indira Gandhi POS bekam ihren Namen verliehen. Die Mahatma- Gandhi-Schule hat sich ihren Namen in einem langen Prozess selbst gegeben. Zu ihren Freunden zählt sie den 90-jährigen Herbert Fischer, der 1936 zu Mahatma (Große Seele) Gandhi reiste; viele Jahre später wurde er erster Botschafter der DDR in Indien. Gandhi führte Indien in einem Jahrzehnte langen, gewaltlosen Kampf in die Unabhängigkeit. Er, der selbst Hindu war, wurde 1948 von einem fanatischen Hindu ermordet. Dieser wollte sich nicht damit abfinden, dass Muslime, Christen, Sikhs und Angehörige anderer Religionen gleichberechtigt neben den Hindus im neuen Indien leben sollten. Indira Gandhi war die Tochter des ersten Premierministers Indiens, Jawaharlal Nehru. Er war Schüler und Freund des Mahatma. Indiras Mann hieß Gandhi; er war nicht mit dem Mahatma verwandt. Seit 1966 mehrmals Premierministerin, besuchte sie 1976 die DDR wurde Indira Gandhi von ihren Jugend Leibwächtern ermordet. Diese stammten aus der Religionsgemeinschaft der Sikhs wird die Lichtenberger Straße in Weißensee in Indira-Gandhi-Straße umbenannt. Indiras Sohn Rajiv Gandhi wurde nach dem Tod seiner Mutter zum Premierminister gewählt Jahren zerriss ihn die Bombe einer Selbstmordattentäterin. Seine Witwe, die aus Italien stammende Sonja wurde Partei-Vorsitzende der Congress Partei Indiens. Nach dem überraschenden Wahlsieg im Mai 2004 verzichtet die eindeutige Siegerin Sonja Gandhi auf Macht (den Posten der Premierministerin) und auf Rache sie schlägt den früheren Finanzminister Manmohan Singh zum neuen Regierungschef vor. Der gilt als nicht korrupter Spitzenpolitiker Indiens eine Ausnahme! So kann Kampf gegen Terrorismus auch aussehen: Trotz eigener Verluste immer wieder neu Vertrauen aufbauen. Zu Recht nennt sich Indien größte Demokratie der Welt. Können auch wir davon lernen im Kampf gegen Intoleranz und Gewalt? Die Mahatma-Gandhi-Oberschule Marzahn feierte am 2. Oktober Gandhis 125. Geburtstag in Indiens Botschaft. E. G. Buntrock Mahatma Gandhi (o. li.), Jawaharlal Nehru (o. re.), Rajiv Gandhi (u. li.) und Indira Gandhi (u. re.). Fotos: Archiv. Brunc unchen und Deba battier ttieren en mit der Grünen Jug ugend Biesdorf Am 24. Oktober, 12 Uhr, lädt die Grüne Jugend Marzahn-Hellersdorf zum Brunch ins Schloss Biesdorf ein. Alle Interessierten sind willkommen, in gemütlicher Atmosphäre über das Thema Bildung zu diskutieren. Einige Ideen dazu sind im Internet unter zu finden. Veranstaltungen dieser Art sollen in Zukunft regelmäßig statt finden. Stefan Ziller (GJMH)

13 Disput Im Bericht der Hartz-Kommission Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom August 2002 heißt es u.a.: Angesichts des raschen wirtschaftlichen, technologischen und strukturellen Wandels kann es sich kein Staat leisten, Fähigkeiten und Fertigkeiten seiner Bevölkerung ungenutzt zu lassen. Die anhaltende, strukturell bedingte und sich seit der Wiedervereinigung auf einem Höchststand befindende Arbeitslosigkeit ist ein nicht hinnehmbarer ökonomischer und gesellschaftlicher Grundkonflikt. Erwerbslosigkeit beschränkt sich jedoch nicht auf ein Vermittlungsproblem. Forderungen an Hartz IV Hartz IV wird den Herausforderungen einer Reintegration der Arbeitslosen in das Arbeits- und gesellschaftliche Leben in keiner Weise gerecht. Sein grundlegender Konstruktionsfehler ist, dass das in seinem Hauptanliegen richtige Prinzip Fordern und Fördern nur einseitig wirkt. Auf Grund der fehlenden Arbeitsplätze in der Größenordnung zwischen 4 und 5 Millionen werden den Arbeitslosen zwar finanzielle Einschränkungen abgefordert, Perspektiven am Arbeitsmarkt jedoch nicht geboten. Auch gut ausgebildete Menschen sollen nach Hartz IV künftig für 1 bis 2 Euro Stundenlohn Hilfsjobs und Arbeitsgelegenheiten wahrnehmen. Kann sich Deutschland eigentlich eine derartige Vernichtung von Humankapital leisten und z.b. auf das Können von arbeitslosen Ingenieuren verzichten, während es andererseits offene Stellen in diesem Bereich gibt? Kann es sich Deutschland leisten, die Fähigkeiten und Kompetenzen zehntausender hoch qualifizierter Frauen als in der Geschichte am besten ausgebildeter Frauengeneration nicht zu nutzen? Kann es sich Deutschland leisten, hunderttausende Fachkräfte einzig und allein wegen ihres fortgeschrittenen Alters aus dem normalen Erwerbsleben, sozusagen als ökonomischen Kollateralschaden, auszusondern? Arbeitsplätze schaffen Die Schaffung dauerhafter Existenz sichernder und menschenwürdiger Arbeitsplätze nahe der Tarifbezahlung muss ein oberstes Gebot der Arbeitsmarktpolitik sein. Es kann nicht angehen, dass diejenigen, die draußen sind, von jot w.d. 10/ Soziale Gerechtigkeit und Arbeit für alle Ein Diskussionsbeitrag von Eveline Kolloch Billionen und Pflastersteine Neulich, bei der Stellensuche in München, las ich in der dortigen Abendzeitung, es seien seit der Einheit 1,25 Billionen Euro vom Westen in den Osten rübergeschaufelt worden. Und die Ossis seien dafür recht undankbar, besonders die Montagsdemonstranten. Sind wir tatsächlich undankbar? Marzahn und Hellersdorf haben ja auch einige zehn Millionen davon abbekommen. Häuser wurden bemalt, nein saniert natürlich. Fast leer stehende Industrieparks wurden gebaut, Rathäuser, Schulen, Spielplätze und auch mehrere tausend neuer Wohnungen. Ob das alles in diesem Umfange auch nötig war, spielte keine Rolle. Das Geld floss ja. Bundesverdienstkreuzträgerin Charlotte von Mahlsdorf meinte schon vor zehn Jahren zur Sanierung des Gutsparks: In dem Park haben se Millionen versteckt, für mich haben se aber nischt übrig. Nun bekommen sehr viele Menschen im Osten eben kein Bundesverdienstkreuz. Sie müssen ihr Kreuz zu Markte tragen oder/und zu Kreuze kriechen. Was nützen ihnen denn nun die schönen neuen Rathäuser und Wohnungen, wenn gleichzeitig ihre Arbeitsplätze abgerissen wurden? Erst wurden mit Steuer-Millionen neue Schulen und Wohnhäuser gebaut, vornherein schlechtere finanzielle Bedingungen zu akzeptieren haben als diejenigen mit einem Job. Ansonsten spaltet sich die Gesellschaft dauerhaft in Arbeit-Habende und Arbeitslose bzw. Arbeitsplätze erster und zweiter, ja dritter Klasse auf. Vor diesem Hintergrund darf der Verzicht auf Lohn oder Arbeitszeit der gegenwärtig Beschäftigten kein Tabu sein. Es ist also möglich, viele Arbeitsplätze durch Umverteilung vorhandener Arbeit neu zu schaffen. Gerechter Verteilen Es ist nicht einzusehen, warum mittlere und hohe Einkommen nicht auf einen Teil ihres Wohlstands verzichten können. Dafür ist jedoch eine Grundsatzdebatte darüber nötig, ob wir künftig in einer solidarischen oder ausgrenzenden Gesellschaft leben wollen. Im Kern geht es hierbei um die Qualität einer neuen Sozialen Marktwirtschaft oder um ihre Abschaffung. Das ist auch eine dankbare Aufga- Montagsdemonstranten fordern Arbeit und wehren sich gegen ungerechte Verteilung. jetzt werden mit Steuer-Millionen Wohnungen und Schulen abgerissen. Am Barnimhang wird mit Millionen Steuergeld ein Promenadenweg gepflastert, für ein paar freie Träger, die sich um Kinder, Alte oder Arbeitslose kümmern, gibts keinen lumpigen Cent mehr. Ein paar Arbeiter beim Pflastern waren tatsächlich Ossis. Sind aber auch die tollen Granitsteine etwa aus sächsischen Steinbrüchen gekommen? Die sind doch alle zu gemacht, oder? Hilfe zur Selbsthilfe die Strategie für die Unterstützung der Entwicklungsländer für den Osten gibt s das nicht. Aber dafür können wir jetzt schön auf gepflasterten Wegen wandern. Zeit genügend dazu haben wir ja. Als ich in der August-jot w.d. den Artikel Menschen im Schlussverkauf las, fiel es mir wieder ein: Die DDR-Schulen haben die späteren Facharbeiter, Studenten und Akademiker zu wenig auf ihr jetziges Los vorbereitet. Dafür können wir beim Wandern jetzt Lieder für die S-Bahn üben. Und über die schönen Billionen singen: Versenkt, versenkt, versenkt, versenkt freie deutsche Billionen versenkt... Wanderwege kann man nicht essen, doch aufgepasst, dass nicht einer kommt und die teuren Steine wieder ausbuddelt zum Schmeißen. -lura Henny-Porten-Str Berlin, Tel Öffnungszeiten Montag Uhr, Dienstag 9-17 Uhr Mittwoch geschlossen Donnerstag 9-19 Uhr Freitag 9-15 Uhr Basiskonferenz 7.10., Uhr, Diskussion mit den Marzahn-Hellersdorfer Delegierten in Vorbereitung des 9. Bundesparteitages der PDS: Sandra Beyer, Uwe Klett, Stefan Liebich, Hassan Metwally, Petra Pau, Petra Wermke. Bezirksvorstandsberatung: , jeweils Uhr Freunde Kubas *) , 18 Uhr Politische Bildung , Uhr, Alt-Marzahn 64: Über die Ursachen der gegenwärtigen Arbeitslosigkeit und Wege zu ihrer Überwindung Mit Prof. Dr. Harry Nick be für die Gewerkschaften. Sie müssen sich den Problemen der Arbeitslosen und der Lohndifferenzierung in stärkerem Maße widmen. Zuweilen hat man den Eindruck, als seien sie in erster Linie Verteidiger von Privilegien der gegenwärtigen Arbeitnehmer. Qualifizierte eingliedern Die Nachfrage nach ausgebildetem Fachpersonal nimmt in der Zukunft nicht ab, sondern zu. Somit muss es auch möglich sein, arbeitslose Akademiker und andere Fachkräfte sinnvoll in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Im Bericht der Hartz- Kommission wird auf S. 309 der Einsatz von Arbeitslosen in Forschungsprojekten vorgeschlagen. Bei der Abwicklung der zahlreichen DDR-Forschungsinstitutionen nach 1990 hat es übrigens schon einmal ein spezielles Akademikerprogramm gegeben. Man sollte sich um etwas ähnliches bemühen, bevor die Leute zum Säubern von Parks eingesetzt werden. Foto: Nachtmann Ein großes Potenzial bietet sich außerdem für den Fall des Wiederaufbaus der nach der Wende vielfach abgewickelten Industrieforschungszentren im Osten an. Statt der 1 bis 2 Euro-Jobs im sozialen und Pflegebereich zum Zuverdienst für ALG II-Empfänger sollte über den systematischen Aufund Ausbau eines öffentlich geförderten Beschäftigungssektors nahe dem Tariflohn und mit allen Rechten eines regulären Arbeitnehmers nachgedacht werden. Beschäftigung fördern Das ist immer noch sinnvoller und billiger als die dauerhafte Finanzierung von Arbeitslosigkeit. Die Überlegungen, dass Beschäftigungsgelegenheiten mit paralleler Qualifikation in den ersten Arbeitsmarkt münden, sind realitätsferne Illusion. Das haben die ABM gezeigt. Arbeitsplätze am ersten Arbeitsmarkt sind nicht entstanden. Die gesellschaftspolitische Herausforderung der Eindämmung von Arbeitslosigkeit ist keine rein ökonomische Angelegenheit. Sie erfordert die umfassende Mobilisierung auch des geistig-moralischen und kulturellen Potenzials einer Gesellschaft. Soziale Gerechtigkeit bedeutet in der Tat nicht nur Verteilen. Es ist aber sozial nicht gerecht, Menschen und vor allem Hochqualifizierte von der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben auszuschließen. Marzahn-Hellersdorf: Bürgersprechstunde mit Petra Pau (MdB) *) , Uhr, Anmeldung unter Tel Fragen zu Hartz IV und Alg II? Wir versuchen zu helfen: Donnerstags von Uhr im PDS-Laden, Henny-Porten- Str , Berlin. Ausstellung im Wahlkreisbüro von MdB Petra Pau Auf den Spuren der Impressionisten Landschaftsmalei von Dr. Wolfgang Schiel ANZEIGE Alle mit *) gekennzeichneten Veranstaltungen finden in der Henny-Porten-Str statt.

14 14 jot w.d. 10/2004 Für Sammler, Fans und Hobby- Historiker: Die Redaktion hat noch eine Reihe älterer Ausgaben von jot w.d. im Archiv. Einzelne Nummern und Jahrgänge abzugeben gegen eine Spende. Die Sonderausgabe Verfolgung und Widerstand für 5 Euro. Komplette Jahrgänge ab 1999 im PDF-Format auf CD-Rom, je 20 Euro. Info und Bestellungen: jot w.d. Müllerstraße 45, Berlin Die Olympischen Spiele sind noch in frischer Erinnerung, da richtet sich der Blick schon auf das nächste Highlight in der Rhythmischen Sportgymnastik das Berlin Masters 2004 vom 15. bis 17. Oktober in der Max-Schmeling-Halle. Das Turnier der Grand Prix Serie, das in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in Berlin ausgetragen wird, soll zur Olympia- Revanche der Weltbesten werden. Berlin Den Organisatoren liegen derzeit die Meldungen aus 14 Ländern vor. Wir rechnen wieder mit Aktiven aus ca. 30 Nationen, sagt Turnierdirektor Jens- Uwe Kunze, Geschäftsführer des Berliner Turnerbundes. Er hofft, dass Olympiasiegerin Alina Kaba- Neukölln Im Berufsleben gibt es Situationen des Übergangs oder Umbruchs von einer Arbeitsstelle zur anderen, von einem Projekt zum anderen. Aus Angst vor Arbeitslosigkeit harren Manche in beruflichen Situationen aus, die unbefriedigend sind und langfristig Einbahnstraßen bedeuten. Da scheint der Aufbau einer selbständigen Existenz die einzige Alternative zur Erwerbslosigkeit. Ganz gleich, ob Festanstellung oder Selbständigkeit wichtig ist, herauszufinden, was wirklich für einen Jeden persönlich stimmt. Um dieser Frage nachzugehen, bietet das Frauenwirtschaftszentrum Neukölln einen ganztägigen Workshop, der helfen soll, eigene Potentiale besser einzuschätzen und Fähigkeiten dem Markt von Arbeit- oder Auftraggebern optimal zu präsentieren. Themen sind u.a.: Worin liegen meine persönlichen Stärken und Schwächen? Empfehlungen Peter-Weiss-Bibliothek: Bücher für den Frieden Wie alljährlich trafen sich Berlinerinnen und Berliner am 12. September im Marx-Engels-Forum am Roten Rathaus, um den Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus & Krieg zu begehen. Wieder war er ein Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung. So fehlte auch nicht der Verein zur Förderung der alternativen Bibliothek Hellersdorf e.v. Wie in den Vorjahren war die Peter-Weiss- Bibliothek mit einem Informationsstand vertreten. Bücher aus dem Dublettenbestand der Bibliothek wurden angeboten. Es gab auch so m a n c h e s G e s p r ä c h der Standbetreuerinnen mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern. Dabei standen Überlegungen zur Schaffung einer friedlichen und solidarischen Welt im Mittelpunkt. Auch Grand Prix der Sportgymnastinnen in der Max-Schmeling-Halle Showprogramm mit Überraschungen Miss-Turnier-Wahl Freikarten für jot w.d.-leser jewa aus Russland dabei sein wird. Wie Kabajewa gehören auch die anderen Weltspitzen-Gymnastinnen schon fast zu den Stammgästen des Berliner Turniers: Von der Olympia-Zweiten Irina Tschaschina aus Russland, über die Drittplatzierte bei Olympia, Anna Bessonowa aus der Ukraine, bis hin zur Spanierin Almudena Cid, die in Athen bereits ihre dritten Olympischen Spiele bestritt. Die einzige deutsche Olympiastarterin, Lisa Ingildeeva, ist natürlich schon für das Berlin Masters gemeldet. Ihre sportliche Karriere begann einst in Berlin. Für das Publikum in der Max- Schmeling-Halle wie für die Fernseh-Zuschauer wird wieder attraktiver Sport geboten. Am Freitag, Viel Interesse fand der Stadt der Pater-Weiss-Bibliothek beim Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus und Krieg in Mitte. F.: privat fortschrittliche Literatur kann zur Befriedung der Welt und zur Ausbildung von Friedfertigkeit der Menschen beitragen. Das war eine überzeugende Bestätigung der Aussagen des kurz zuvor in der Bibliothek geführten Gesprächs mit dem Psychologen Andreas dem 15. Oktober, findet der Mercedes-Benz-Cup statt, am Samstag der Grand Prix Mehrkampf und am Sonntag steigt dann das große Finale, komplett übertragen vom rbb-fernsehen. Beim Mercedes-Benz-Cup starten all jene Gymnastinnen, die nicht durch die Grand Prix Rangliste gesetzt sind. Hier sind insbesondere die Ländervielfalt, die verschiedenen Stilrichtungen der Interpretation und auch der Start talentierter Nachwuchsgymnastinnen interessant. Die Besten dieses Dreikampfes können am Sonnabend-Wettkampf teilnehmen. Dann gehen 24 Gymnastinnen in den Grand Prix Mehrkampf, der zugleich als Qualifikation für die vier Finals am Sonntag dient. Wie üblich wird es Peglau über den von Sigmund Freud an Albert Einstein gerichteten Brief zum Thema Warum Krieg? Der Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus & Krieg war ein kulturvoller Tag und diente auf seine Weise dem Frieden. Siegfried Birkner Die Mädchen der russischen Gruppe gelten in diesem Jahr als Favoritinnen. Foto: DTB ein interessantes Rahmenprogramm mit Showeinlagen geben in diesem Jahr mit einer Überraschung. Der Masters-Jugendclub lädt zur Begegnung mit den Stars, zu Spiel und Spaß rund ums Turnier. Am Sonnabend können die Zuschauer die Miss Turnier wählen. Lesungen mit Harry Nick und Karin Henoch Hellersdorf Prof. Dr. Harry Nick stellt am 7. Oktober, 18 Uhr, sein Buch Gemeinwesen DDR Erinnerungen und Überlegungen eines Politökonomen vor (siehe auch Dieter Winklers Rezension des Buches in jot w.d. 1/2004). Am 21. Oktober, 18 Uhr, liest Karin Henoch (MdA, PDS-Fraktion) Lyrik und Prosa aus ihrem Buch Nosce te (Erkenne Dich selbst). Musikalische Begleitung: Cirilo Adriazola. Am 25. Oktober, 19 Uhr, gibt s im Erzählcafe im Klub 74 ein Gespräch mit Jean Villain über sein Buch Vineta 89 Tagebuch einer Wende. Peter-Weiss-Bibliothek, Hellersdorfer Promenade 24 (ehem. City-Meile), Erzählcafe, Am Baltenring 74. I.D. Für unsere Leser halten wir 10 mal 2 Freikarten für s Finale am Sonntag bereit. Sie können nach telefonischer Absprache ( oder ) bis 15. Oktober in der Redaktion abgeholt werden. Zeitplan: Freitag, 15. Oktober, 16 Uhr: Mercedes-Benz-Cup und Gruppenmehrkampf Sonnabend, 16. Oktober, 14 Uhr: Grand Prix Mehrkampf und Gruppenmehrkampf Sonntag, 17. Oktober, Uhr: Grand Prix Finale und Gruppenfinale Festanstellung oder Selbständigkeit? Workshop im FWZ hilft, das Richtige zu erkennen Welche Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten habe ich? Bin ich ein Unternehmertyp? Wie kann ich mich besser präsentieren innerhalb einer Bewerbungssituation oder im Kontakt mit Kunden bzw. möglichen Auftraggebern? Geboten wird ein Mix aus kurzen Vorträgen, gemeinsamen Übungen, kleinen Rollenspielen und Feedbackrunden. Ziel ist es, die Teilnehmer in Ihrer Selbsteinschätzung zu unterstützen und ihnen notwendiges Know-how zu vermitteln. Der Workshop am Sonnabend, 6. November, Uhr wird von Ilona Orthwein, (Info Tel ), Unternehmensund Organisationsberaterin, geleitet und kosten 95 Euro (incl. Getränke und Lunchbuffet). Kirsten Heidler Frauenwirtschaftszentrum Neukölln, im Kindl-Boulevard, Hermannstr , 1.OG links, Berlin.

15 direkt Briefe & Antworten Dank für Würdigung Peter Winkels Liebes jot w.d.-team, in wunderbarer Weise habt Ihr Peter Winkel gewürdigt. Eine wichtige Persönlichkeit ist nicht mehr da. Gespräche mit Peter Winkel waren fachlich fundiert, entspannt und niemals hassgeladen. Seine Gesprächskultur sollte Beispiel gebend für die politische Arbeit im Bezirk Marzahn- Hellersdorf sein. Michael Wiedemann Echte Kommunisten mit echten Idealen haben meinen Respekt und meine Hochachtung, aber wenn ich vollgefressene Ärzte auf der Montagsdemo gegen Hartz IV sehe, kommt mir (Entschuldigung!) das Kotzen. Das ist fast so schlimm wie Lafontaine auf der Montagsdemo in Leipzig oder die knallharten Hartz IV-Durchsetzer der Senats-PDS auf dem Alex. Die berechtigten Ängste vieler Menschen gerade bei uns im Osten zu missbrauchen, ist unanständig. Wir brauchen Protest und Demos, um Schönerer Urlaub mit jot w.d. Liebes jot w.d.-team, herzliche Urlaubsgrüße aus Agadir. Als Reiselektüre hatte ich die jüngste jot w.d. dabei, somit kam keine Langeweile auf. Yvette Rami Warum werden Bürger nicht informiert? Zu: Freibad Wernersee Was es alles nicht mehr gibt, jot w.d. 8/2004 Sehr geehrte Redaktion, vielen Dank für Ihren Artikel. Leider konnte ich diesem aber nicht entnehmen, wer den Berliner Bäderbetrieben das Bad verpachtet hat, das Land Berlin oder der Bezirk. Es ist unter den rechtlichen Voraussetzungen nicht vorstellbar, dass dort kein entsprechender Druck ausgeübt werden kann. Was sagen denn die zugeordneten Ausschüsse dazu? Warum ist es nicht möglich, ähnlich dem Strandbad Orankesee einen privaten Pächter zu finden? Ich war wirklich angenehm überrascht, wie es dort abläuft. Es würde sich wohl auch das Problem Baden in den Kaulsdorfer Seen relativieren; eine vernünftige Preispolitik vorausgesetzt. Am 25. August 2004 sollte in der Schule am Elsensee eine Anwohnerversammlung zum Thema Ausbau desselben stattfinden. Ob die- se war, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall wollte man sich dort mit aller Kraft gegen dieses Projekt wehren. Warum wird der Plan des Bezirksamtes nicht mit den Betroffenen kommuniziert? Überall herrscht nur ein Dschungel an Halbwissen und den damit verbundenen Ängsten. Claudia Opitz Sehr geehrte Frau Opitz, jot w.d. 9/2004 berichtete ausführlich über die Einwohnerversammlung zu Wasserski-Anlage und Freibad Elsensee. Die Verpachtung des Wernerbades an die Bäderbetriebe erfolgte durch das Land Berlin. Die Bäderbetriebe könnten das Bad erst dann verpachten, wenn die notwendigen Sanierungen erfolgt sind. Deren Kosten werden auf etwa Euro beziffert. Inwieweit diese Das Freibad Wernersee befindet sich im Besitz des Landes Berlin. Es wurde vom Senat an die Bäderbetriebe verpachtet. Diese schlossen das Bad, weil sie die Sanierung nicht bezahlen wollen. Foto: Nachtmann jot w.d. 10/ FDP: Polizisten sollen nicht mehr Hundehaufen jagen Entlastung durch Bezirkliche Ordnungsämter Der FDP-Bezirksverband Marzahn-Hellersdorf hatte unter dem Titel Sicherheit contra Bürgerrechte Bürgerrechte trotz Sicherheit? am 22. September zur Diskussion in das Gründerzeitmuseum eingeladen. Als Referent war der innenpolitische Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Abgeordnetenhausfraktion Alexander Ritzmann zu Gast. Um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, ist keine Gesetzesverschärfung und die Einschränkung von Bürgerrechten notwendig, ist Ritzmann überzeugt. Es müsse statt dessen dafür gesorgt werden, dass die der Polizei zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auch genutzt werden. Die Polizei solle sich nicht mehr um das Stilllegen von Kraftfahrzeugen kümmern müssen. Dies könne gut von Privaten erledigt werden. Polizeibeamte, die eine Ausbildung von mehreren Jahren durchlaufen haben, sollten sich der Krimi- nalitätsbekämpfung widmen und nicht Hundehaufen ahnden. Hier würden die neu eingerichteten bezirklichen Ordnungsämter einen wichtigen Beitrag leisten. Sie sorgen für Ordnung vor Ort, und die Polizei kann sich auf die Aufgaben konzentrieren, die tatsächlich mehr Sicherheit bringen, sagte Ritzmann. Seine Partei unterstütze die Entlastung der Polizei von Aufgaben, die von anderen erledigt werden müssten. Mit mehr Präsenz im Kiez sollen Polizisten als Ansprechpartner für die Bürger zur Verfügung stehen und so auch dem subjektiven Sicherheitsbe- dürfnis der Bürger Rechnung tragen. Eric Schmidt Wasserskianlage, Montagsdemo und ein Luxus-Wanderweg Zu mehreren Berichten aus jot w.d. der vergangenen Monate unsere demokratischen Grundrechte zu verteidigen, ja auch das ist Demokratie, aber mit Aufhetzen, Halbwahrheiten und Bangemachen werden wir es nie schaffen. Den meisten ehemaligen DDR- Bürgern geht es auch im Jahre 2004 so gut, wie noch nie. Kaffee, Bananen, Westautos, schöne Reisen gibt s für jeden Geldbeutel. Alles da, aber wie lange noch? Die Bundesrepublik Deutschland ist seit 1975 pleite. Wirtschaftsminister Schiller warnte bereits 1971 vor dem sozialen Chaos und Summe realistisch ist, bleibt abzuwarten; sicher hingegen ist jedoch, dass sie von Monat zu Monat steigen wird, weil nichts geschieht. Das Bezirksamt von Marzahn-Hellersdorf versichert jederzeit, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um das Wernerbad wieder zu öffnen bzw. öffnen zu lassen. Doch außer einigen Briefen legte es bisher nichts Zielführendes vor. Warum das Bezirksamt die Pläne zum Elsensee nicht mit den Anwohnern kommuniziert (beispielsweise durch eine schriftliche Bürgerinformation im betroffenen Gebiet), können wir Ihnen leider auch nicht verraten. Die Red. Kontraproduktive Veröffentlichung Zu unserem Bericht über die o.g. Einwohnerversammlung erreichte uns auch folgende Meinung: Weil sich die Wut und Angst der Anwohner immer mehr steigert, sind in der Debatte um die Badeseen für praktikable Lösungen bald keine Mehrheiten mehr zu bekommen. Die einseitige Pro- Wasserski-Anlage-Polemik der Ortsgruppe Mahlsdorf Süd des VMEG (siehe Beiblatt der Zeitschrift Das Grundstück 7/04) ist kontraproduktiv und nicht, wie behauptet, die Meinung aller etwa 1000 Mitglieder. M. Wiedemann trat anständigerweise zurück. Kanzler Schmidt warnte 1975 vor einer Unbezahlbarkeit der Sozialausgaben und kam nicht weiter. Die DDR war praktisch seit dem 7. Oktober 1949 pleite und blieb es bis zum unrühmlichen Untergang incl. Ramschbasar á la Birgit Breuel. Wegen einer dussligen Wasserskianlage ohne Parkplätze im Wasserschutzgebiet und einem überflüssigen granitenen Luxuswanderweg für 2,3 Millionen Euro schlagen sich unsere Bezirkspo- litiker die Birne ein, statt unseren Bezirk nach vorn zu bringen. 10 Jahre Misswirtschaft der Bezirksregierung von Marzahn-Hellersdorf wurden mit dem Streichen von 35 Millionen Euro Schulden durch den SPD/PDS-Senat belohnt. Auch im Jahr 2004 haben hunderte Kilometer Straßenland in den Siedlungsgebieten von Biesdorf/Kaulsdorf/Mahlsdorf noch keinen Gehweg. Wieviele Kilometer Gehwege könnte man für 2,3 Millionen Euro bauen, statt Luxus auf dem Acker? Ein Fall für künftige Ordnungsämtler: Hundehaufen. F.: Nachtmann Schon zu DDR-Zeiten war Herbert Klein Legende Zu unserer Schlager-Serie, Teil 3 Wenn es noch einer Erklärung bedurfte, warum dr alte Holzmichl schier unglaubliche Bretterknaller-Erfolge zeitigt, dann hat sie Ingeborg Dittmanns Musiklegenden-Serie über in Ehren ergraute DDR-Schlagerstars geliefert. Denn obwohl sie schon zu Lebzeiten weitgehend totgesagt wurden, leben sie unentwegt aber nicht nur das. Sie stehen mehr denn je unverdrossen nach wie vor im prallen Leben. Dies aber nun gerade von Herbert Klein, dem Nestor der hiesigen Unterhaltungskunst, zu lesen, ist für mich dennoch einfach umwerfend und frappierend. Immerhin war ich wohl gerade das Blinzeln in den Augen meines Vaters als er seiner Sonja zublinzelte. Doch in einem muss ich widersprechen: Herbert Klein hat sich nicht erst nach der Wende für Seniorenprogramme engagiert. Legendär waren schon zuvor um nur diese zu nennen seine bunten Nachmittage im Klub der Volkssolidarität von Weißensee. Und unvergesslich bleibt für mich als damals verantwortlicher Rundfunkredakteur sein umjubelter Auftritt in Wernigerode innerhalb der Stimme-der-DDR-Sendereihe Wir über 60. Das war in den 80-er Jahren. Und die Vorspannmelodie kam von den Puhdys: Alt wie ein Baum, die heute die Wellblechpalasthymne bei den Eisbären ist. Womit wir wieder beim Holzmichl wären... Torsten Schon lange Legende: Herbert Klein. Foto: Dittmann Die Haupttrasse Hultschiner Damm ist zur Rennstrecke zwischen Neubaugebiet und Köpenick verkommen. Gibt es noch zu wenig Tote und Verletzte, um endlich Ampelanlagen zu installieren? Alte und Kinder kommen nicht mehr über die Strasse, ja wo leben wir denn? Lohnt es sich die Ärmel hochzukrempeln? Gibt es überhaupt noch eine Chance? Ich hoffe, ja und mache mir trotzdem Sorgen. Martin Bauer, Mahlsdorf

16 Erwischt! Ja, wo schaut er denn hin? Also nein, Herr Bürgermeister! Man schäkert doch nicht so in aller Öffentlichkeit mit Anne-Kathrin Bürger. Oder handelt es sich hierbei viel mehr um Künstler-Pflege? Jaaa, wenn das so ist... Schade, dass wir nicht wissen, was sich die beiden in jenem Moment zu sagen hatten. Vielleicht fällt Ihnen, liebe Leser, ein treffender kleiner Dialog dazu ein. Schicken ihn an die Redaktion. Den witzigsten Vorschlag werden wir in der kommenden Ausgabe veröffentlichen. Das Foto gelang Ingeborg Dittmann beim Talk in der Candela Lounge (siehe Seite 11). Herbst Bei Lenni brennt noch Licht oder: Wir haben eben doch zu viel Geld Die Sommerferien waren vorbei, das neue Schuljahr konnte beginnen. Lehrerinnen und Lehrer unterrichten wieder. Nur der Sportunterricht im Freien war und ist am Leonard-Bernstein-Gymnasium Hellersdorf für eine gewisse Zeit unmöglich geworden. Nach den Ferien begannen Arbeiten zur Erneuerung des Tartanbelags des Schulsportplatzes. Man fragt sich und das Bezirksamt: Waren diese Arbeiten nicht in den Ferien möglich? Und noch etwas: Obwohl der Sportplatz seit Wochen nicht genutzt werden kann, 5 gehen montags bis freitags beim Dunkelwerden die Tiefstrahler an und beleuchten den leeren Platz, der nun abends auch nicht den regen Sportvereinen dienen kann. So fragt man sich und das Bezirksamt: Ließe und lässt sich die nutzlose Beleuchtung nicht abschalten? Siegfried Birkner Liebe Leser, Abonnenten und Freunde von jot w.d., der kommende 4. November ist ein ganz besonderes Datum. Nicht nur, dass vor 15 Jahren die vielleicht wichtigste Demonstration in der Geschichte der DDR statt fand. An diesem Tag erscheint die nunmehr 100. Ausgabe von jot w.d. Aus diesem Grunde werden wir eine Sonderausgabe produzieren. Schöner, besser, dicker. Wir werden neben den wie immer kritischen aktuellen Berichten und Reportagen auch einen Rückblick auf achteinhalb Jahre ehrenamtlicher Arbeit und neunundneunzig Hefte (darunter unsere erste Sondernummer über Verfolgung und Widerstand in Die erste Ausgabe vom Mai Damals noch 8 Seiten für eine Mark. Inzwischen hat sich nicht nur der Umfang verdoppelt, auch das Erscheinungsbild ist weitgehend verändert. jot w.d. 10/2004 Foto: Nachtmann Hellersdorf ) versuchen. Teilen auch Sie uns bitte bis 21. Oktober Ihre Erfahrungen und Erinnerungen mit in Texten, Fotos, Zeichnungen... Egal, ob Sie vielleicht schon jahrelang Abonnent sind oder womöglich Ihre Bürgerzeitung heute zum ersten Mal in den Händen halten. Wer sich die Sonderausgabe, die im Übrigen auch nur einen einzigen Euro kosten wird, sichern möchte, sollte sich bei der Redaktion melden. Wir werden die entsprechenden Exemplare (auch zusätzliche für Abonnenten) reservieren. Der Herausgeberverein Die Redaktion Ohne Worte: Letzte Seite Geld stinkt nicht? Von wegen! Da gibt es eine große Diskussion um den Flick-Enkel, der auch mit Geldern aus der Nazi-Flick-AG seines Großvaters eine einmalige Kollektion von Kunstwerken zusammen kaufen konnte. Offenbar mit dem richtigen Riecher für große Kunst und absolut verstopfter Nase, wenn er ohne Scheu beim Bezahlen die stinkenden Geldbündel mit den Profiten aus der Sklavenarbeit der Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge anfasste. Zweierlei ist mir dabei aufgestoßen: Kein auf staatliche Gelder angewiesenes Museum konnte offenbar die Summen aufbringen, um zu einer solch großartigen Sammlung zu kommen, wie sie der Privatier Flick anlegte. Zweitens ist die Diskussion um das Flick- Geld blanke Heuchelei, wenn sie sich auf Flick beschränkt. Wo steckt nicht überall Nazi-Geld drin! Wahrscheinlich hat Zürich in der Schweiz so viel von gewissen Nummernkonten profitiert, dass man aus Scham die Ausstellung dort verboten hat. Und gab es denn jemals in der Bundesrepublik eine Bestürzung unter jenen Privatleuten, die sich bei der Enteignung der Juden kräftig bedient hatten und einen Teil ihres Familienwohlstandes darauf gründen? Da wird lieber in der Familie und erst recht nach außen der Mund gespitzt: Hitler und seine Umgebung waren es, nicht wir. Man könnte auch weiter zurück gehen in die Geschichte und fragen: Haben die reichen Amerikaner ihren unrechtlich erworbenen Reichtum jemals den Indianern wieder zurück gegeben oder sich wenigstens für die Untaten geschämt, auf denen sich bis heute Besitzstände gründen? Sind die großherzigen Adeligen in Ostelbien mit ihren schönen Schlössern in sich gegangen und haben Abbitte getan für das Geld, was sie über die Jahrhunderte den geschundenen Landarbeitern abgepresst haben? Aber warum denn in die bequeme Vorzeit schweifen: Unser recht gutes Leben in Westeuropa und Nordamerika, ist es nicht täglich teuer erkauft? Nämlich mit den Leiden der Südländer, die oft für weniger als einen Appel und ein Ei für uns schuften dürfen und vor dem verdammt frühen Dahinsterben den internationalen Firmen für die überreichten Perlenketten noch dankbar sein sollen. Wenn sie aber aufmukken, gibt es nicht etwa wie hierzulande eine moderate Einigung zwischen den Tarifparteien, sondern eins gewaltig auf die Mütze mit unseren High-Tech-Waffen. Stinkt unser schöner neuer Euro nicht gewaltig nach ihrem Schweiß und Blut? Wir ziehen es vor, nicht daran zu riechen. Das hat Tradition. Euer Schwejk jot w.d.-preisrätsel K A L H E V B U O Es sind Worte mit neun Buchstaben (ö=ö usw.) folgender Bedeutung zu bilden: 1. Druckwerk zum Lernen, 2. berlinisch: schlechter Kaffee, 3. Rotweinmarke, 4. Adelstitel, 5. Gewölbe unter Festungsanlagen, 6. Hausschuh, 7. Landschaft im Dreiländereck Türkei, Irak, Iran, 8. Fernseher, 9. Kunstwerk, 10. Unheil andeutendes Zeichen. Die Buchstaben in den markierten Feldern ergeben von oben nach unten eine Leistung, die künftigen Alo-II-Empfängern zusätzlich zur Miete bezahlt werden soll. Schicken Sie Ihre Lösung bis 26. Oktober (Poststempel) an jot w.d., Müllerstr. 45, Berlin, Kennwort Rätsel. Es gibt zehn Sachpreise. Auflösung des Preisrätsels aus jot w.d. 9/2004: 1. Nessebar, 2. Wachstum, 3. Waterloo, 4. Staudamm, 5. Hubertus, 6. Amundsen, 7. Flaschen, 8. Hochzeit, 9. Aluchips, 10. Streifen, 11. Zoegling. Das Lösungswort lautete: Naturschutz. Die Preise gingen per Post an die Gewinner. Herzlichen Glückwunsch! Foto: Dittmann Hier gibt es nichts hinzuzufügen, höchstens etwas wegzunehmen. Liebe Leser, wer die Stelle, wo wir dies fanden, erkennt/errät, kann einen frischen Müllsack gewinnen. Ein kleiner Tip: Schauen Sie doch mal in jot w.d. 7/2002. Haben Sie nicht? Dann beachten Sie Seite 14 in dieser Ausgabe. L

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