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1 8ter Jahrgang Juni 05 Mitglied im Bundesverband Soziale Straßenzeitungen Preis: 1,50 Euro, davon 70 Cent für den Verkäufer

2 02 FREIeBÜRGER INHALT Vorwort...Seite 03 Gnadenacker II...Seiten Lebensunwert...Seiten Love or Hate...Seiten Abschiebung...Seite 10 Müllheim...Seite 11 Freiburger Frühling...Seiten Runder Tisch...Seite 14 News-Ticker...Seite 15 Kinder...Seiten Eigenanbau...Seiten Unser WM-Trainer...Seite 20 Unser Team...Seite 21 Frauen...Seite 22 News-Ticker...Seite 23 Stadtgeschichte...Seite 24 Alles was Recht ist...seite 25 Verkäufer/Sport...Seiten Aufruf/Gedicht...Seite 28 Rätsel...Seite 29 Roman...Seiten Impressum Herausgeber: Der FREIeBÜRGER e.v. verantwortlich für den Inhalt Uli Herrmann Titelbild: Carina, Uli Layout: Carina, Uli Fotos: Uli, Carina, Carsten, Claus und viele Gäste An dieser Ausgabe haben mitgearbeitet: Uli, Carina, Carsten, Micha, H. M. Schemske, Regine, Claus, Peter Sauter, Othmar, Thowa, Fabrice, Hermann Assies, FWH und viele Gastschreiber Druck: Freiburger Druck GmbH & CoKG Auflage:6.000 Erscheinung: monatlich Kontakt: Ensisheimerstr Freiburg Tel.: 0761 / Fax: 0761 / Im Web: Ich spende: einmalig monatlich jährlich Euro Ich werde Fördermitglied: monatlich 5 Euro jährlich 60 Euro Ich werde Seitensponsor: monatlich 45 Euro jährlich 450 Euro (2005= 11 Ausgaben) Ich werde Sponsor mit: monatlich jährlich Euro oder in folgender Form: per Überweisung auf das Spendenkonto FREIeBÜRGER e.v.: Volksbank Freiburg - Konto-Nr.: BLZ: per Einzugsermächtigung: Name, Vorname Bank Konto-Nummer Straße, Hausnummer Bankleitzahl PLZ, Ort Datum, Unterschrift Ab einer Höhe von 100 Euro sind wir zur Ausstellung einer Spendenbescheinigung verpflichtet

3 FREIeBÜRGER 03 Liebe LeserInnen, in der letzten Zeit diskutieren wir in der Redaktion öfters darüber, ob der FREIeBÜRGER mittlerweile zu ernst geworden und uns eventuell der Humor abhanden gekommen ist. Hierzu würden wir gerne Ihre Meinung wissen, also schreiben Sie uns Ihre Kritik oder Anregungen, was sie am FREIeBÜRGER mögen oder welche Themen sie vermissen. Die Freiburgerinnen und Freiburger sind weltoffen und liberal. Und sie sind sozial und wollen niemanden ausgrenzen. Das Amt für öffentliche Ordnung sieht das allerdings oft anders. Eine Vertreibungspolitik wird es mit mir nicht geben und wo sie schon stattfindet, wird sie rückgängig gemacht, antwortete der damalige OB-Kandidat Dr. Dieter Salomon auf unsere Fragen an die OB Kandidaten im April 2004 und fügte noch hinzu, für die Punk-Kiddies an der Dreisam, wie für die Punks am KG II, muss ein Konzept erarbeitet werden und nicht abgeräumt werden! Nun wurde mal wieder die Leo-Wohleb-Brücke geräumt unter die ca junge Menschen gezogen sind, nachdem ihr legales Winterquartier im Laubenweg 1 zum 30. April beendet war. Das Angebot ist mal wieder die städtische Notübernachtung am Flughafen. Als ich den Artikel Lebensunwert in der Zeitung graswurzelrevolution las, stand sehr schnell fest, dass dieser Artikel über Paul Brune, die NS-Psychiatrie, ihre Folgen und sein jahrzehntelanger Kampf um Entschädigung ein breiteres Publikum erreichen muss. 2003, nach 60 Jahren, wird Paul Brune als Verfolgter des Nazi-Regimes anerkannt und erhält nun monatlich ca. 260,- Euro, die höchstmögliche Entschädigung, die das Land NRW bereit ist zu bezahlen. Wenn man diese Biografie gelesen hat, kommen einem die Sonntagsreden unserer Politiker zum 8. Mai wie eine Verhöhnung der Opfer vor. Aus Platzgründen veröffentlichen wir den Artikel in zwei Folgen. Wir möchten uns nochmals ganz herzlich bei den Autoren Robert Krieg und Monika Nolte und der graswurzelrevolution bedanken, die uns diesen Artikel kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Am 24. August 2005, um 23 Uhr wird der Film Lebensunwert. Der Weg des Paul Brune in der ARD ausgestrahlt. Hartz IV trifft nun auch unsere Politiker, einige werden nach den vorgezogenen Bundestagswahlen arbeitslos, ob sie allerdings wirklich in den Genuss kommen, mal mit ALG II ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, wage ich zu bezweifeln. Die Abgeordneten, die erst seit 1998 im Bundestag sitzen, hatten nämlich die Befürchtung, dass sie später keine Pension bekommen, wenn sie nicht wieder in den Bundestag gewählt werden. Diese Abgeordneten kann ich nun beruhigen: Es stimmt wohl, man muss 8 Jahre dabei sein um die wohlverdiente Zusatzrente zu bekommen (zurzeit sind das Euro im Monat!!!) - allerdings gibt es für solche Fälle noch den 19 des Abgeordnetengesetzes: Eine Wahlperiode wird mit vier Jahren angerechnet, soweit ihre Dauer über zwei Jahre hinausgeht. Kam diese Wahlniederlage für Rot-Grün in NRW wirklich so überraschend oder ist sie nicht schon längst vorhersehbar gewesen? Tja, und jetzt Neuwahlen im Herbst. Warum eigentlich, könnte man fragen. Sollte Rot-Grün gewinnen, fehlt ihr trotzdem die Mehrheit im Bundesrat und ist somit zum scheitern verurteilt oder tanzt nach der Pfeife der CDU. Bleibt noch Schwarz-Gelb und das bedeutet eine Verschärfung in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Eigentlich könnte Kanzler Schröder der Angela Merkel direkt die Schlüssel zum Kanzleramt übergeben. Diese Variante hätte den Vorteil, dass wir uns den ganzen unsinnigen Wahlkampfrummel (samt den leeren Versprechungen) sparen und außerdem spart das auch noch Steuern, denn es muss dann keine Wahlkampfkosten-Rückerstattung an die Parteien gezahlt werden. Sie sehen, mit einem bisschen guten Willen lassen sich auch schwierige Regierungskrisen meistern. Lag es am Wetter oder waren die Fragen zu schwer, relativ wenige Einsendungen zum Farin Urlaub Quiz fanden ihren Weg in den Redaktionsbriefkasten. Hier nun die Lösung unseres zweiteiligen Quiz: Gewonnen hat: SEBASTIAN HUBER AUS FREIBURG Herzlichen Glückwunsch!!! Wir werden die Eintrittskarten Lösungen: FARIN URLAUB QUIZ in den nächsten Tagen zuschicken. Ausgabe April: Öffentliche Redaktionssitzung: jeden 1. und 2. Mittwoch im Monat bis Uhr im Ferdi-Weiß-Haus, Ferdi-Weiß-Str. 7-9 Öffnungszeiten: Mo, Di, Do und Freitag P.S. Leider haben wir in der letzten Ausgabe bei Michas Artikel Auf ewig heimatlos vergessen, die Homepage von IBis anzugeben. Hier ist sie: 1. Mit bürgerlichen Namen heißt der Sänger Jan Vetter. Wie kommt er auf seinen Künstlernamen? b) Fahr in Urlaub 2. Wie heißt das neue Soloalbum von Farin Urlaub? c) Am Ende der Sonne 3. Was trinkt Farin Urlaub gerne? c) Gar keinen Alkohol Ausgabe Mai: 1. In welcher Gruppe singt Farin Urlaub? c) Die Ärzte 2. Die Ärzte sind nach eigener Aussage... c)... die beste Band der Welt 3. Wie heißt die Band, die Farin Urlaub auf dem ZMF begleitet? a) Racing Team Auch in diesem Jahr findet wieder ein Bundesweites Verkäufertreffen vom statt. Der Gastgeber ist diesmal die Hamburger Straßenzeitung Hinz&Kunzt. Der Teilnehmerbetrag für Unterkunft und Verpflegung liegt mit 25,- Euro pro Person sehr günstig, allerdings haben wir diesmal relativ hohe Fahrtkosten. Deshalb bitten wir Sie um Ihre Unterstützung und freuen uns über jeden gespendeten Euro, der unseren Verkäufern die Teilnahme ermöglicht. Volksbank Freiburg - BLZ Konto: Stichwort Verkäufertreffen Die nächste Ausgabe des FREIeBÜRGER erscheint am 5. Juli 2005!

4 04 FREIeBÜRGER Keine Gnade für den Gnadenacker - Teil II In unserer Maiausgabe haben wir über die Räumung der Münchner Wagenburg Gnadenacker berichtet. Der Grund, warum diese Wagenburg plötzlich im Wege war, ist die Bundesgartenschau, die Ende April eröffnet wurde und da passt nun mal solch ein Störfaktor nicht in diese idyllische Landschaft. Als Alternative wurde den Bewohnern die Unterbringung in einem städtischen Notquartier der Stadt München angeboten, welches aber von den meisten abgelehnt wurde. Sie hatten nach der Besichtigung der Notübernachtung einen Fragen- und Forderungskatalog aufgestellt, da die Hausordnung für sie so nicht akzeptabel war. Folgendes Interview zur jetzigen Situation der Bewohner habe ich mit Xaver Endter, einem der Bewohner des Gnadenackers, per geführt. Infos unter: Seit 1998 gab es die Wagenburg Gnadenacker. Könnt ihr unseren Lesern das Projekt und die Ziele des Vereins Die Ameise e.v. kurz vorstellen? Der Verein Die Ameise e.v. wurde im Oktober 1996 in Freilassing gegründet. Die Gründer waren Leute, die obdachlos waren, aus der Drogenszene kamen oder vorbestraft waren. Nach den ersten Projekten in Freilassing kam der Verein 1998 nach München. Nach einiger Zeit Arbeit in den Münchner Straßen mit Obdachlosen, Punkern, Drogenabhängigen wurde das Projekt Club Gnadenacker begonnen, um Obdachlosen eine Unterkunftsmöglichkeit in Wohnwagen zu ermöglichen. Einzelheiten sind auf der Homepage beschrieben. Im Jahr 2000 wurde von dem Verein an die Stadt München, Lokalbaukommission geschrieben, dass der Verein auf dem Gnadenacker Obdachlosen diese Möglichkeit bietet. Seitdem gab es zwar Pressemeldungen zum Gnadenacker, aber keine direkten Kontakte der Stadt München mit dem Verein. Gab es im Vorfeld der Räumung Gespräche mit der Stadt München und welche Alternativen wurden euch angeboten? Im Oktober 2004 wurde von der Stadt München ein Ersatzgrundstück angeboten. Wir haben das sofort besichtigt und anschließend einige Unklarheiten klären wollen. Die genauen Grenzen blieben bis Januar 2005 unklar. Erst am wurden uns genaue Pläne zur Verfügung gestellt. Da mussten wir feststellen, dass das Gelände in München-Moosach (es wurde nur 1/3 des ganzen Grundstückes angeboten) für den vorhandenen Wagenbestand zu klein ist. Am hat uns die Stadt München zu einem weiteren Gespräch... wegen neuer Überlegungen... eingeladen. Als wir am Tisch saßen, erklärte der Vertreter der Stadt München, Herr Cornelius Mager, dass die Stadt das Angebot München-Moosach zurücknimmt. Als Unterkunft für die Leute vom Gnadenacker wurden Holzpavillions in der Leibengerstraße in München-Riem genannt. Ausnahmeregelungen wären möglich. Wir haben auch das sofort besichtigt. Es stellte sich heraus, dass die Holzpavillions in Wirklichkeit Barackenbauten für ein Asylanten-Notquartier waren, dass nur Bettplätze angeboten werden usw. Es handelt sich um Bettplätze in 12 qm Zimmern für 2 Personen (für 202 Euro/Person Miete). Die Stadt bestimmt letztlich, wer in welchem Bett schlafen soll. Besuchzeit nur bis Uhr. Gemeinschaftsküchen-Kochstellen, je Haus für ca. 30 Leute 2 Duschen, WC usw. Wir haben die zur Verfügung gestellten Satzungen und die Hausordnung durchgelesen und eine Fragenliste zu verschiedenen Punkten (insgesamt 44 Fragen) an die Stadt München, Lokalbaukommission gegeben. Zu Ausnahmen war die Stadt München nicht bereit/fähig abgesehen davon, dass ausnahmsweise und auf jederzeitigen Widerruf in unserem Fall Haustiere erlaubt gewesen wären. Deshalb hat die Mehrzahl diese Unterkunft abgelehnt. Habt ihr gegen die Räumungsverfügung rechtliche Schritte eingeleitet? Nach Erhalt der Verfügung wurde der RA Bernhard Fricke mit der Rechtsvertretung beauftragt. Die Rechtsschutzversicherung lehnte die Kostenübernahme ab, da Verfahren im Zusammenhang mit der Bauordnung nicht im Versicherungsschutz enthalten sind. Es wurde versucht, wenigstens den Termin zu verschieben, da von der Verfügung am bis zum doch nur eine kurze Zeit blieb um selber ein Ersatzgelände zu finden. Es gab keine mündliche Gerichtsverhandlung. Auch nicht zu der Beschwerde des RA über das erste Verfahren. Auch ein vom RA beantragter Ortstermin des Gerichtes hat nicht stattgefunden. Ca. 15 Minuten nachdem der RA erstmals Einsicht in die Akten die von der Stadt München dem Gericht vorgelegt wurden, erhalten hatte, also bevor der RA überhaupt dazu antworten konnte, war das Gerichtsverfahren schon entschieden, die Gerichtsentscheidung im Namen des Volkes geschrieben und die Tinte schon trokken. Eigentlich unvorstellbar. Neben dem Rechtsweg wurde auch versucht die Öffentlichkeit über die Situation und die Absicht der Stadt München zu informieren. Auch der Verein David gegen Goliath e.v. hat sich mit Unterstützung prominenter Personen für den Verbleib des Gnadenackers eingesetzt. Die letzten Tage auf dem Gnadenacker: Die Bewohner mit unterschiedlichster Konfession hatten am Karfreitag ein Kreuz errichtet, unter dem eigentlich am letzten Sonntag bei einer Andacht eine Kreuzweihe gewünscht wurde, aber die Kirchen sahen sich nicht in der Lage einen Geistlichen zu schicken. Das Bauordnungsamt geht davon aus, dass ihr über eure Homepage für den Platz geworben habt und angeblich auch wohnungssuchenden Studenten diese Art von Leben schmackhaft gemacht habt. Was ist an diesen Vorwürfen dran? Wir haben nicht in diesem Sinn dafür geworben oder diese Art von Leben schmackhaft gemacht. Wir haben den Gandenacker dargestellt und auch nicht verschwiegen, dass in der Nähe der neue Badesee von der Stadt München gebaut wird. Wir wollten obdachlosen Studenten, die (noch) keine andere Unterkunft gefunden haben nicht ausschließen. Es hätten sich dadurch auch für den Club Gnadenacker neue Sichtweisen ergeben. Für die Stadt München war das anscheinend eine Horrorvorstellung. Euch wurde angeboten in die Notübernachtung zu ziehen, warum habt ihr dieses Angebot abgelehnt? Nach der dort geltenden Satzung und der Hausordnung ist die Vereinsarbeit dort nicht möglich. Nicht mehr die Mitgliederversammlung hätte entschieden, sondern die von der Stadt eingesetzten Hausverwalter u. Hausmeister usw. 6 Leute vom Gnadenacker sind in diese Notunterkunft gezogen. Der erste hat diese Unterkunft

5 FREIeBÜRGER 05 nach einer Woche bereits wieder verlassen. Wir konnten vorerst erreichen, dass die Leute mit Hunden wenigstens Einzelzimmer bekommen haben. Wie lange das aufrecht erhalten bleibt ist abzuwarten. Wie verlief die Räumung? Am Mittwoch, den wurden auf der Zufahrtsstraße Halteverbotsschilder aufgestellt. In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag wurde die Lange Nacht des Gnadenackers als Tag der offenen Tür durchgeführt. Außer den Bewohnern waren auch UnterstützerInnen dabei. Am Morgen wurde festgestellt, dass Unbekannte 2 Barrieren auf dem Weg innerhalb des Gnadenackers aufgebaut haben. Um 8.00 Uhr kamen dann die Vertreter der Stadt München. Als sich immer mehr Freunde des Gnadenackers versammelten, wurde ein 13. April 2005: Der Tag der Räumung! Unterstützungkommando (USK) der Polizei gerufen. Nach einigem Hin und Her wurde mit dem Wegräumen der Barrieren begonnen. Dann wurden von der Umzugsfirma die persönlichen Sachen aus den Bauwagen in Umzugskartons verpackt. Wer anwesend war, durfte selbst entscheiden, welche Dinge in das Notquartier in die Leibengerstraße gebracht werden sollen. Wer gerade nicht dabei war, hatte Pech. Sobald ein Wagen leer war wurde der weggeschleppt. Für die 7 Katzen hatte man sog. Bienentransportbehälter bereitgestellt. Nach 10 Minuten hatte die erste Katze sich bereits daraus befreit und lief wieder auf dem Gnadenacker herum. Dann wurden Pappkäfige (!?) vom Tierschutz zur Verfügung gestellt, die für einen längeren Aufenthalt der Katzen aber nicht geeignet waren. Insgesamt ist die Zwangsräumung friedlich verlaufen, da ALLE Beteiligten keine Eskalation wollten. Als der letzte Wagen weggezogen war, musste die Grundstücksbesitzerin, Frau Schindler, ein Platzverbot für uns aussprechen, sonst wäre sie mit einer saftigen Geldstrafe/Bußgeld oder wie auch immer das genannt wird, belegt worden. Wir mussten den Gnadenacker verlassen und dürfen ihn seitdem nicht mehr betreten. Auch nicht zum aufräumen! Die Besitzerin soll aber den noch vorhandenen Müll und den durch die Zwangsräumung erst entstandenen Müll bis zum wegräumen, sonst gibt s Geldstrafe. Was ist mit den Wägen und euren Sachen passiert? Die Wohn- und Bauwagen stehen auf einer Verwahrstelle der Stadt München in München-Trudering. Die ca. 400 Kartons mit unseren Sachen wurden zum Teil in die Leibengerstraße in München-Riem und der Rest also der größte Teil in eine Verwahrstelle der Stadt in der Ganghoferstraße in München (in der Nähe der Theresienwiese) gebracht. Einmal in der Woche (Donnerstag) könnten die Kartons nach Voranmeldung abgeholt werden. Als Obdachloser - ohne Fahrzeug hat man aber keine Chance irgendwas Bestimmtes abzuholen, da immer ganze Kartons zu holen sind und natürlich keiner genau weiß, was in welchem seiner Kartons drin ist. Wo soll man als Obdachloser mit dem Rest hin? Wie soll man auf einem 12 qm Zimmer für 2 Personen all das, was man in einem Bauwagen hatte, unterbringen. Da hat man nicht mal für Geschirr Platz. Ein Teil eurer Gruppe lebt seitdem unter der Brücke. Werdet ihr hier in Ruhe gelassen oder will man euch lieber weghaben? lebt unter der Brücke erweckt den falschen Eindruck. Diese Brücke ist lediglich ein trockener Schlafplatz der tagsüber verlassen werden muss. Es ist aber trotzdem für uns eine echte Hilfe von der Leitung des Tierheims Riem, unsere Nachbarschaft zu dulden. Gibt es mittlerweile Gespräche mit der Stadt München? Von einem Ersatzgrundstück ist nichts zu hören. Von der Stadt München fühlt sich keiner mehr zuständig oder verantwortlich. Die haben noch immer die Meinung, Die brauchen doch nur in das Notquartier zu gehen. Wir werden uns bemühen, dass das Migrationskonzept der Stadt München in der Hinsicht ergänzt wird, dass ein Selbsthilfeprojekt, wie es auf dem Gnadenacker erfolgreich praktiziert wurde, von der Stadt München zumindest als Versuchsmodell, unabhängig von den anderen Angeboten der Stadt München für Obdachlose, weiter geführt werden kann. Letztlich war die Bauordnung nur der Hebel um unser Selbsthilfeprojekt Gnadenacker, das unabhängig von öffentlichen Geldern blieb, zu beenden. Außerdem wollen wir in den nächsten Monaten erreichen, dass auch in München dem Bedarf entsprechend Wagenplätze in Bebauungsplänen ausgewiesen werden müssen. Wie macht ihr auf eure Situation aufmerksam und werdet ihr von den Münchnern unterstützt? Derzeit verteilen einige Leute von uns am Eingang zur BUGA (Bundesgartenschau) Flyer in denen unsere Situation beschrieben wird. Neben den aktiven UnterstützerInnen gibt es sehr viel Zuspruch seitens der Münchner Bevölkerung. Keiner versteht, warum die Stadt München uns das angetan und damit den Ruf der Stadt und auch der BUGA so geschadet hat. Interviewpartner Xaver Endter Infos zu den Bildern: Lizenzierung: Keine Verwendung der Bilder ohne schriftliches Einverständnis - alle Bilder sind lizenzpflichtig! Uli

6 06 FREIeBÜRGER Paul Brune. NS-Psychiatrie und ihre Folgen Artikel aus Graswurzelrevolution Nr. 299, Monatszeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft, 34. Jahrgang, Mehrere hunderttausend Menschen fielen den nationalsozialistischen Psychiatrieverbrechen im Zeichen der Rassenhygiene und der Vernichtung lebensunwerten Lebens zum Opfer. Paul Brune überlebte die Mordaktionen der NS-Psychiatrie. Der 8. Mai 1945 war für ihn aber noch nicht die Befreiung. Als angeblicher Psychopath blieb er auch nach Kriegsende gegen seinen Willen in der Psychiatrie und musste erleben, dass die Misshandlungen an PatientInnen dort weiter gingen. Robert Krieg und Monika Nolte zeichnen am biographischen Beispiel Paul Brunes die Geschichte der NS-Psychiatrie und deren Kontinuitäten nach (GWR-Red.). Schau Dir das mal an, war der knappe Kommentar von Paul Wulf (1), als er mir Anfang der 80er Jahre knapp siebzig eng beschriebene Schreibmaschinenseiten überreichte. Es handelte sich um die Petitionsschrift eines Paul Brune, die dieser 1966 an den Petitionsausschuss des Landtages von Nordrhein-Westfalen gerichtet hatte. Paul Wulf hatte ich als engagierten Antifaschisten und Verfolgten des Naziregimes während meiner Studienzeit in Münster/ Westfalen kennen gelernt. Im Laufe der Jahre war er ein Freund geworden. Wie keinem Zweiten gelang es ihm immer wieder, Dokumente aus Archiven ans Tageslicht zu holen, die eigentlich unter Verschluss bleiben sollten. So auch das Petitionsgesuch Paul Brunes. Ich traute meinen Augen nicht und wollte das Gelesene kaum glauben. Zu viel Unrecht war hier einem einzelnen Menschen zugefügt worden. Hätte ich nicht bereits die Geschichte von Paul Wulf vor Augen gehabt, der als rassisch Minderwertiger von den Nazis zwangsweise sterilisiert worden war, hätte ich den Text von Paul Brune als Fantasieprodukt zur Seite gelegt. Als achtjähriger Schuljunge entging er nur knapp der Ermordung durch Nazi-Ärzte und sollte noch in den 50er Jahren als gefährlicher Psychopath für immer hinter Anstaltmauern verschwinden. Weder Paul Wulf noch mir gelang es damals, Paul Brune ausfindig zu machen, und so geriet sein Bericht allmählich wieder in Vergessenheit. Ende 2002 fiel der Bericht mir wieder in die Hände. Paul Wulf war inzwischen verstorben. Mein erneuter Versuch, Paul Brune ausfindig zu machen, verlief ergebnislos. Im Januar 2003 von einer Reise zurückgekehrt, bewog mich ein unbestimmtes Gefühl, den Stapel Zeitungen, der sich während meiner Abwesenheit aufgehäuft hatte, nach wichtigen Artikeln durchzublättern. Ich stieß auf eine lange Reportage über Paul Brune. Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hatte ihn offiziell als Verfolgten der Nazi-Psychiatrie anerkannt. Nun war es ein Leichtes, seine Adresse herauszufinden. Paul Brune war bereit, sich mit mir zu treffen. Bei unserer ersten Begegnung stellten wir fest, dass wir uns bereits anlässlich der Gedenkfeier für Paul Wulf 1999 schon einmal kurz gesprochen hatten. Paul Wulf und Paul Brune hatten sich einige Jahre zuvor während einer Veranstaltung für die Ermordeten der Heilanstalt Dortmund-Aplerbeck kennen gelernt. Vor mir saß der Mann, dessen Petitionsschrift mir so ungeheuerlich vorgekommen war. Lebensunwert Gedenktafel in Freiburg, Eschholzstraße 88 Mir wurde klar, dass nun der Zeitpunkt gekommen war, einen Dokumentarfilm über das Schicksal Paul Brunes zu machen. Eine Aufgabe, die mir Paul Wulf viele Jahre zuvor gestellt hatte. Für mich war dieses Vorhaben gleichzeitig eine nachträgliche Verbeugung vor der lebenslangen Anstrengung Paul Wulfs, die Erinnerung an das Schicksal der Opfer von Zwangssterilisation und Euthanasie wach zu halten. Die spürbare Diskriminierung, zum rassisch Minderwertigen gezählt zu werden, der namenlose Schrekken, als schwachsinnig und erblich untauglich eingestuft zu werden, ist den noch lebenden betroffenen Menschen auf die Haut geschrieben und in die Seele eingebrannt. Aus Furcht und Scham sind sie in die Anonymität geflüchtet. Bis heute leben sie in der Angst, erneut den Finger der Denunziation auf sich gerichtet zu sehen. Nur ganz wenige sind aus der Sprachlosigkeit herausgetreten und haben ihr Recht eingeklagt. Zu ihnen gehören Paul Wulf und Paul Brune, dessen Leben und Kampf hier dokumentiert wird. Paul Brune ist es gelungen, in seiner Petitionsschrift das Unvorstellbare in Worte zu fassen wird er in Altengeseke am Rande des Sauerlandes geboren. Er ist das Kind einer außerehelichen Beziehung seiner Mutter. Während ihr Mann, ein einfacher Arbeiter, nachts in die Zementwerke in Geseke arbeiten geht, trifft sie sich heimlich mit dem Sohn eines reichen Bauern. Der betrogene Ehemann misshandelt seine Frau wegen ihres Seitensprungs so schwer, dass sie sich und drei ihrer Kinder im Dorfteich zu ertränken versucht. Ein Kind stirbt, und die Verwandten der Mutter erklären sie für geistesgestört, um sie vor dem drohenden Todesurteil wegen Kindesmord zu bewahren. Die Mutter wird in eine Irrenanstalt eingewiesen und zwangssterilisiert, die Kinder werden auf Heime verteilt. Paul kommt als Einjähriger in das katholische Waisenhaus Lippstadt, das von Vinzentinerinnen geführt wird. Strenge Zucht herrscht dort. Stillsitzen und stillschweigen, tagein, tagaus. Der aufgeweckte kleine Paul aber will spielen, will seine Umgebung erforschen. Für die Nonnen ist er die Frucht der Sünde. In der Horst Wessel-Schule erfährt der Schulrektor Josef Sasse, ein überzeugter Faschist und Anhänger der Rassenhygiene, durch die Nonnen von der Vorgeschichte Paul Brunes. Sasse stellt einen Antrag auf Erfassung und Begutachtung nach dem Euthanasie -Erlass. Paul Brune wird dem Gutachter Dr. Heinrich Stolze vorgeführt. Er ist Mitglied der NSDAP und mitverantwortlich für die Transporte der Kranken aus Westfalen in die Vernichtungslager. Stolze untersucht Paul nicht. Ihm genügen die Tatsache, dass Pauls Mutter zur geisteskranken Epileptikerin erklärt wurde, und die Angaben des Schuldirektors Sasse, um festzustellen: Verbleiben in der Schule und dem Kinderheim wegen des ausgesprochen asozialen Verhaltens nicht möglich. Der Untersuchte ist wegen Geisteskrankheit anstaltspflegebedürftig. Das bedeutet in dieser Zeit höchste Todesgefahr. Paul Brune ist acht Jahre alt, als er in die Kinderfachabteilung der Heilanstalt Dortmund-Aplerbeck gebracht wird. Der kleine Junge weiß nicht, dass sich hinter dem Begriff Kinderfachabteilung eine Mordanstalt verbirgt. Hier werden Kinder begutachtet und die zur Tötung ausgewählten Kinder direkt umgebracht. Der Anstaltsdirektor Dr. Fritz Wernicke ist meist nicht anwesend. Er selektiert für die Vernichtung im Osten. Sein Stellvertreter Dr. Theo

7 FREIeBÜRGER 07 Niebel, bekannt als Alkoholiker, leitet die Kinderfachabteilung und das Morden. Wie viele Kinder in der Anstalt Aplerbeck umgebracht worden sind, lässt sich bis heute nicht genau feststellen. Zu den Methoden der Nazi-Ärzte gehört die Untersuchung des Hirnwassers. Damit wollen sie den Ballastexistenzen einen Wasserkopf nachweisen. Die berüchtigte Lumbalpunktion geht so vor sich: Eine Schwester klemmt Pauls Kopf zwischen ihre Oberschenkel. So ist er gefesselt, wehrlos gemacht. Dann setzt Niebel die Spritze ins Rückenmark an. Paul Brune entgeht nur knapp der Vernichtung. Wahrscheinlich haben seine guten schulischen Leistungen ihn gerettet. In einem Gutachten heißt es: Er macht den Eindruck eines normal begabten Kindes... Der Junge ist keinesfalls hilfsschulbedürftig. Doch das positive Gutachten ändert nichts mehr an dem einmal gefällten ärztlichen Urteil: Geisteskrank. Paul Brune wird 1943 in die Idiotenanstalt St. Johannesstift in Marsberg im Sauerland verlegt. Die nächsten zehn Jahre verbringt er in der Obhut der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincenz von Paul. Um ihn herum Hunger, Gewalt, Missbrauch und Tod. Nichtigkeiten werden mit Prügel, Kaltwasserbädern, Essensentzug und Zwangsjacke bestraft. Die anstaltseigene Schule ist eine reine Verwahranstalt. Die Nonnen stehen auf dem Standpunkt, dass Wissen schädlich sei, dass es die Kinder verderbe. So wird meist nur gebetet. Auch für Führer, Volk und Vaterland beten die Kinder. Am Morgen begrüßen sie die Nonnen: Heil Hitler, Grüß Gott, Schwester - mit Jesus und Maria! Die Hände an der Hosennaht und stramm gestanden. Paul Brune ist doppelt ausgeliefert: Nach der Ideologie des Nationalsozialismus gilt er als lebensunwertes Leben. Und nach den mittelalterlichen Vorstellungen von Teilen der katholischen Kirche ist er als Geisteskranker vom Teufel besessen. Ein von den Nazis bestelltes Gutachten des Paderborner Moraltheologen Joseph Mayer (2) rechtfertigt die Tötung von Geisteskranken. Als Paul Brune in das St. Johannes-Stift kommt, ist die erste, zentral organisierte Phase der Euthanasie vorüber. Es entstand zu viel Beunruhigung in der Bevölkerung. In Marsberg verteilen Mitglieder der katholischen Gemeinde Flugblätter mit Predigten des Münsteraner Bischofs von Galen. Der protestiert gegen die Euthanasie- Aktion. In den Anstalten geht das Morden dennoch weiter: durch Medikamente, Hunger und Gewalt. Paul Brune erlebt, wie die Essensrationen von Tag zu Tag kleiner werden. Viele seiner Leidensgenossen verhungern im wahrsten Sinne des Wortes. Er selbst überlebt, weil er noch kräftig genug ist, sein Essen selbst zu suchen. Die Kinder gehen mit großen Waschkörben die Waldränder und Straßengräben entlang, um Geißfuß zu pflücken. Dieses Unkraut wächst von April bis Oktober. Es wird in großen Kesseln mit etwas Salz gekocht. Das ist dann die Nahrung. Hin und wieder kommen ein paar Kartoffeln dazu. Wer nicht genug arbeitet, dem wird das Butterbrot entzogen. Paul Brune sieht selbst mit an, wie auch nach 1945 Kinder an den von Pflegern und Aufseherinnen zugefügten Verletzungen sterben. Die Ärzte, unter denen Paul Brune gelitten hat, müssen nach 1945 nicht büßen. Der Gutachter Dr. Stolze wird in einem Prozess freigesprochen. Obwohl er erwiesenermaßen an der Verlegung von Kranken in die Tötungsanstalten beteiligt war, geht man von einer Unschuldsvermutung aus. Er sei sich zum Zeitpunkt des Verbrechens nicht über die Unrechtmäßigkeit seines Tuns im Klaren gewesen. Ein Persilschein, mit dem sich in der Nachkriegszeit zahlreiche Ärzte reinwaschen konnten. Dr. Niebel und Dr. Wernicke, die in Dortmund-Aplerbeck für die Kindermorde verantwortlich waren, praktizieren unbehelligt weiter. Dr. Niebel bleibt einer der verantwortlichen Ärzte in der Anstalt Dortmund-Aplerbeck. An der Lage der Eingeschlossenen ändert sich nichts. An einen Neuanfang oder gar die erhoffte Freiheit ist nicht zu denken. Paul Brune gilt nach wie vor als anstaltspflegebedürftig. Das hindert den neuen Direktor nicht daran, ihn regelmäßig nach dem Mittagessen in sein Büro kommen zu lassen. Er ist nicht der Einzige, der Paul Brune regelmäßig sexuell missbraucht. Als 15jährigen gibt ihn die Anstalt zu einem Bauern im Sauerland in Familienpflege. Der ist hocherfreut über die billige Arbeitskraft aus der Anstalt und beutet ihn nach Strich und Faden aus. Bis zu 15 Stunden täglich muss Paul Brune arbeiten, für ein winziges Taschengeld. Er fühlt sich wie ein Aussätziger. Wenn fremde Knechte im Dorf auftauchen, die Familienpfleglinge, weiß jeder, dass sie aus der Idiotenanstalt kommen. Alle tragen die gleiche Anstaltskleidung. Jeder erkennt sie sofort. Irgendwann hält Paul Brune die Misshandlungen des Bauern nicht mehr aus. Er versucht, sich mit E 605 das Leben zu nehmen. Er wird zurück in die Anstalt verlegt. Robert Krieg und Monika Nolte Anmerkung der Redaktion: Den zweiten Teil dieses Artikels werden wir in der Juliausgabe veröffentlichen. Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei den Autoren und der Redaktion graswurzelrevolution bedanken, die uns diesen Artikel kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Anmerkungen (1) zu Paul Wulf s.a.: Bernd Drücke: Paul Wulf. Erinnerung an einen Freund, in: GWR 243, November 1999, S. 6; Norbert Eilinghoff: Gedächtnisveranstaltung für Paul Wulf, in: GWR 245, Januar 2000, S. 16 f.; Robert Krieg: Ich lehre Euch: Gedächtnis! Eugenik, Zwangssterilisierungen im 3. Reich und die aktuelle Gentechnik-Debatte, in: GWR 261, September 2001, S. 16. Voraussichtlich im Sommer 2006, zum 85-sten Geburtstag von Paul Wulf, wird ein Buch über ihn erscheinen, das an die vergriffene Broschüre Paul Wulf. Ein Antifaschist und Freidenker (Münster 1999) anknüpft. Vorbestellungen bitte an: GWR, Breul 43, D Münster, (2) Joseph Mayer, katholischer Moraltheologe, legte 1927 sein Buch Gesetzliche Unfruchtbarmachung Geisteskranker vor. Unter Geisteskranken versteht er auch Menschen, die ganz oder vorwiegend aus ererbter Anlage einen unwiderstehlichen Trieb, eine pathologische, zwangsläufige Neigung zu gewissen Verbrechen in sich tragen; es sind die sog. moralisch Schwachsinnigen Daran ändert sich auch nach 1945 nichts. Paul Brune fragt sich bis heute, wie er diese Kinderhölle überlebt hat. Von 1943 bis Anfang der 50er Jahre sind rund 400 Kinder in der Anstalt St.-Johannes- Stift gestorben.

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9 FREIeBÜRGER 09 Love or Hate Parade am 14. Mai 2005 Die letztjährige Love or Hate Parade fand im Schatten der drohenden Räumung der KTS (Kulturtreff in Selbstverwaltung) statt. Die Deutsche Bahn war damals fest entschlossen, den altbekannten Spruch Wenn`s am schönsten ist, soll man aufhören auf perfide Art und Weise wahr zu machen, indem sie der KTS pünktlich zum zehnjährigen Geburtstag ein Jubiläumsgeschenk der ganz ausgefallenen Sorte überreichte: die fristlose Kündigung! Es folgte eine Phase des wütenden Protestes, mehrere Demos und Freiluftkonzerte an solch exquisiten Orten wie z.b. dem Augustinerplatz oder dem Stühlinger Kirchplatz. Das Resultat war die Aufnahme neuer Verhandlungen, die zwar bis heute noch nicht vollständig abgeschlossen sind, eine Lösung erscheint aber nicht unmöglich. Nachdem sich der Wind um die KTS also ein wenig gelegt hatte, nahmen die Turbulenzen für eine andere Gruppe zu. Dabei handelt es sich um einen Haufen Menschen, denen Zentralheizungen und Betonwände nicht sonderlich zuzusagen scheinen und die stattdessen einen Bauwagen vorziehen. Die Suche nach einem geeigneten Stellplatz für eine solche Wagenburg verlief bis jetzt alles andere als erfolgreich, der Normalzustand ist eher die fortlaufende Vertreibung und das stetige Wechseln des Standortes. Also rückte für die diesjährige Parade diese Problematik in den Mittelpunkt und die KTS entschloss sich, der Forderung der Wagenbewohner nach einem festen annehmbaren Stellplatz mit dieser Love or Hate Parade etwas mehr Nachdruck zu verleihen. Ab Samstagmittag trudelte nach und nach die Meute ein, es waren Menschen jeglicher Couleur, von bunthaarigen Punks bis zu eher traditionell gekleideten Linken. Dazu kamen noch 7 Wägen, die teilweise die Versorgung der Demo mit Wasser etc übernahmen. Auch die Farbe Grün durfte natürlich dieses Jahr nicht fehlen, darauf ist bekanntlich Verlass. Verlässlich wie sie ist, sparte die Polizei auch diesmal nicht mit Präsenz. Eher scheint es ihr von Mal zu Mal besser zu gefallen, weswegen sie auch dieses Jahr wieder eine stattliche Anzahl mitfeiernder Brüder und Schwestern beisteuerte. Deren erste Amtshandlung bestand zunächst einmal darin, den sich formierenden Demozug für eineinhalb Stunden vor dem Revier Nord/ Stadttheater festzusetzen, da noch eine Diskussion einer geeigneten Route ausstand und die Staatsmacht einen Zug durch die Fußgängerzone definitiv verhindern wollte. Na, ob das der VAG und ihren Straßenbahn fahrenden Gästen so ganz gepasst hat? Diese eineinhalb Stunden wollten erst einmal vertrieben werden. Dabei halfen neben Musik auch der eigens angereiste Pink & Silver Block, der die mit Schlagstöcken bewaffneten und etwas unfreundlich dreinblickenden Damen und Herren in Grün in bester Cheerleader- Manier unterhielt ( Wir haben Puscheln, wir wollen kuscheln! und Pink ist in - Grün ist out! ). Ein dieser künstlerischen Darbietung angemessener Applaus blieb selbstverständlich aus. Die Route führte letztlich zunächst an der Uni-Bibliothek vorbei, dort links in die Rempartstraße, von dort ging es weiter bis zur Schwabentorbrücke. Der ganze Weg wurde begleitet von einem grünen Spalier, das es in sich hatte und das eher an einen Gefangenentransport als an eine Parade erinnerte. Das drückte sich auch in der von der Polizei vorgegeben Route aus. Es gab einen Rundkurs rund um die Innenstadt, der den Zug möglichst fern von größerem Publikum halten sollte. Statt in die Innenstadt ging es ab der Schwabentorbrücke nämlich daran vorbei, schön weiter den Ring entlang. Die Brücken, die über diesen Ring führen, waren mit Polizeifotografen gesäumt, die ihre Eindrücke gleich mit Portrait-Fotos festhielten. Ansonsten wurde noch mas-sivst aus dem Spalier heraus gefilmt. Weiter ging es am Siegesdenkmal vorbei bis zum von Studenten besetzten Rektorat. Dieses wurde von der Staatsmacht mit einem weiteren Aufgebot blockiert. Hier wurde wohl befürchtet, dass sich Studis und Parade für ein Randale-Festival zusammentun würden. Dieser Eindruck verstärkt sich noch, nimmt man zur Kenntnis, dass die Polizei zusätzlich noch 3 Wasserwerfer (!) für den Fall der Fälle geordert hatte, welche in der Lörracher Straße auf Abruf parkten. Ein Kommentar dazu dürfte sich erübrigen. Vom Rektorat ging es dann zielstrebig zurück zum Stadttheater, dort wurde die Parade aufgelöst bzw. freigelassen (ganz wie man es sehen will). Fab abrice

10 10 FREIeBÜRGER Im Sommer 1999, nach Beendigung des Krieges zwischen den ehemaligen Teilrepubliken Jugoslawiens, flohen tausende Kosovo-Roma und andere Minderheiten aufgrund massiver Verfolgung aus dem Kosovo. (Wir berichteten darüber in unserer Maiausgabe). Ca. 500 Kosovo-Roma, allesamt Kriegsflüchtlinge, leben zurzeit bei uns in Freiburg. Obwohl nun schon seit einigen Jahren hier lebend, erhielten sie nie ein dauerhaftes Bleiberecht, im Gegenteil, seit Anfang diesen Jahres bekommen sie nur noch auf einen Monat befristete Duldungen. Seitdem leben diese Menschen in großer Angst, denn eine Rückkehr in den Kosovo wäre für sie lebensgefährlich. Im letzten Monat nun, genau am 3. Mai, erfolgte eine Pressemitteilung von Pro Asyl, aus der klar hervorgeht, dass die Abschiebung dieser Menschen praktisch schon beschlossene Sache ist. 3. Mai 2005 UNMIK unter dem Druck Deutschlands eingeknickt: Minderheiten sollen ins Kosovo abgeschoben werden PRO ASYL : Zynische Versuchsreihe Wie jetzt bekannt geworden ist, haben sich auf einem Treffen in Berlin am 25. und 26. April 2005 Vertreter von UNMIK (United Nations Interim Administration Mission in Kosovo) und eine deutsche Delegation (Bundesinnenministerium und Ländervertreter) darauf geeinigt, dass ab Mai 2005 mit der zwangsweisen Rückführung von Minderheiten aus dem Kosovo, die bislang vor Abschiebung sicher waren, begonnen wird. Wegen der Unruhen im März 2004 wurden Abschiebungen von Serben, Roma, Ägypter und Ashkali im vergangenen Jahr ausgesetzt. Noch im März 2005 bewertete UNHCR (UN-Flüchtlingskomissariat) die Sicherheitslage als zerbrechlich und unberechenbar. PRO ASYL Geschäftsführer Günter Burkhardt bezeichnete das neue Übereinkommen zwischen BMI und UNMIK als humanitären Dammbruch. PRO ASYL verurteilt den Berliner Deal zwischen deutschen Vertretern und der UNMIK aufs Schärfste. Angesichts der fragilen Sicherheitslage im Kosovo sind die nun drohenden Abschiebungen von Minderheitenangehörigen aus dem Kosovo nichts anderes als die Fortsetzung einer zynischen Versuchsreihe. Der permanente Druck der deutschen Innenministerien auf die UNMIK hatte nunmehr Wirkung die UNMIK knickte gegenüber den deutschen Geldgebern ein. Auf der Strecke bleiben: die Moral und der Flüchtlingsschutz. Das Bundesinnenministerium konterkariere damit auch Bestrebungen einiger Innenminister, eine Altfallregelung für Minderheiten aus dem Kosovo zu erreichen. Die geplanten Abschiebungen, insbesondere von Familien mit hier aufgewachsenen Kindern, seien eine familienpolitische Fehlplanung erster Klasse. Vor dem Hintergrund der gegenwärtig geführten Debatte über die Bevölkerungsentwicklung und des sinkenden Kinderwunsches junger Paare müsse das Schubladendenken aufhören. Es sei im Interesse Deutschlands, langjährig hier Lebenden eine Perspektive zu bieten. Nachdem die Betroffenen in den letzten Wochen feststellen mussten, dass sich die versprochene Abschaffung der Kettenduldungen durch das Zuwanderungsgesetz als Luftnummer erweist, sollen sie nun um eine Lebensperspektive in Deutschland betrogen werden. gez. Günter Burkhardt Geschäftsführer Zum Hintergrund: Die blutigen Unruhen im Kosovo im März 2004 liegen erst ein Jahr zurück. Die schweren Sicherheitsvorfälle haben zu einer Eskalation ethnisch motivierter Gewalt im gesamten Kosovo geführt und die Von Abschiebung bedroht Region an den Rand eines bewaffneten Konflikts gebracht. Die Folge waren 20 Tote, mehr als Verletzte, die systematische Zerstörung von öffentlichem und privatem Eigentum und die Vertreibung von mehr als Kosovo-Serben, Ashkali, Roma sowie Angehörigen anderer Minderheiten. Die Vorfälle waren die schlimmsten ethnisch motivierten Auseinandersetzungen seit Weder KFOR noch UNMIK waren in der Lage, den Gewalttaten Einhalt zu gebieten. Insgesamt leben in Deutschland über ausreisepflichtige Kosovaren. Von dieser Gruppe sind ca Personen Ashkali, sind Ägypter und Roma und Sinti. Inhalte der Übereinkunft vom 25./.26. April 2005: Beide Seiten haben sich darauf geeinigt, dass ab Mai 2005 monatlich 300 Angehörige der ethnischen Minderheiten Ashkali und Ägypter für die zwangsweise Rückführung vorgeschlagen werden sollen. Ab Juli 2005 soll das Kontingent auf 500 pro Monat erhöht werden. Ab Januar 2006 soll es gar keine zahlenmäßige Begrenzung möglicher Abschiebungen mehr geben. Bezogen auf die Minderheit der Roma hat UNMIK die Zustimmung erteilt, dass monatlich 40 Personen für die Abschiebung vorgeschlagen werden sollen, mit dem Ziel, im Juli und August jeweils 20 Personen ins Kosovo abzuschieben. Von September 2005 an sollen die Zahlen der Abschiebungen auf monatlich 30 Personen erhöht werden. Auszug aus UNHCR-Positionspapier: UNHCR konstatiert in seinem Positionspapier vom März 2005 eine sich stabilisierende Situation im Kosovo und stellt dennoch fest: 4. Ungeachtet dessen bleibt die Sicherheitslage im Kosovo insgesamt jedoch weiterhin zerbrechlich und unberechenbar. Angehörige von Minderheitengemeinschaften sind nach wie vor der Gefahr ethnisch motivierter Zwischenfälle ausgesetzt, bei denen Transporte mit Steinen beworfen, einzelne Personen tätlich angegriffen, belästigt oder eingeschüchtert werden oder bei denen das Eigentum und der Besitz von Angehörigen ethnischer Minderheiten geplündert, zerstört oder illegal in Beschlag genommen wird, Friedhöfe und Grabstellen geschändet und Hassparolen an die Wände öffentlicher Gebäude geschmiert werden. Eine Vielzahl der Zwischenfälle gelangt der Öffentlichkeit gar nicht zur Kenntnis, weil die Opfer aus Furcht vor Repressalien der aus der jeweiligen Mehrheitsgesellschaft stammenden Täter meist schweigen. 5. Ein erneutes Umkippen der fragilen Sicherheitslage und der Ausbruch neuerlicher Gewalttätigkeiten kann für das Jahr 2005 nicht ausgeschlossen werden. Interethnische Ausschreitungen in nur einer Gemeinschaft könnten dabei wie bereits im März 2004 zu einem Domino-Effekt führen und sich binnen kurzer Zeit auf das gesamte Gebiet des Kosovo ausweiten. Sollte es hierzu kommen, so sind erneut zielgerichtete Übergriffe auf ethnische Minderheiten zu befürchten. Im Spannungsverhältnis zu dieser Analyse steht, dass so UNHCR - nur noch in Einzelfällen auch bei Angehörigen der Volksgruppe Ashkali und der Ägypter ein Bedürfnis nach internationalem Schutz fortbestehen kann. Dieses Schutzbedürfnis sollte in einem umfassenden individuellen Verfahren geprüft werden. Bei Kosovo-Serben und Roma sowie Angehörigen der albanischen Volksgruppe, wenn diese in dem jeweiligen Gebiet eine Minderheit darstellen, ist UNHCR unverändert in großer Sorge. PRO ASYL (www.proasyl.de) Seit Bekanntgabe dieses Beschlusses vom 25./26. April gibt es keine Musik mehr in den Unterkünften der Kosovo-Roma...

11 FREIeBÜRGER 11 Neues zu Bänkle und Containern Statt Sackgasse wach küssen zur Menschlichkeit so lauter in einer städtischen Wohnung, die zur Unterbringung von obdachlos gewordenen Menschen genutzt wird. Partys und laute Musik, viele Gäste und was man sich so alles vorstellen kann. Zumindest zeichnet sich dieses Bild nach Aussagen der Stadt und der direkten Nachbarn ab. Leider gibt es keine wirkliche Handhabe bei untergebrachten Personen. Wenn die Stadt diese Ruhestörer hier aus der Wohnung hinaus wirft, muss sie die Menschen irgendwo anders wieder unterbringen. Das Polizei- und Ordnungsrecht sieht die Verpflichtung der Städte und Kommunen hier sehr klar. Eine Verpflichtung für den Einsatz von Sozialarbeit oder Mediation, sprich professionelle Streitschlichtung, gibt es in diesen Vorschriften nicht. Als letzten Ausweg hat die Stadt nun am Rande Müllheims Container aufgestellt und Mitte Mai fünf Personen dorthin umgesiedelt. Klare Aussage der Stadt ist dabei, dass dies nur eine Lösung für diese speziellen Personen ist und keine generelle Tendenz sein soll. Der Sommer tat sich noch schwer im Mai. Nur selten gab es wirklich schöne Tage. Doch diese waren verlockend genug, um die schon vermisst geglaubte Müllheimer Kirchplatz-Szene herauszulocken. Einige Male habe ich die Mittagspause oder den Weg in den Feierabend genutzt, um ein paar Schritte um die evangelische Kirche zu tun. Mal zwei, drei, mal vierzehn Leuten hallo sagen, einige Geschichten anhören, Mut machen bei Krisen, Angebote zur Hilfe deutlich machen oder einfach mal plaudern. Im letzten Sommer kam es um die evangelische Kirche ja zu vielen unguten Vorfällen, wie hier schon berichtet. Die Stadt hatte darauf hin die Bänkle und Mülleimer abmontieren lassen. Der Aufschrei danach führte zu einer breiten öffentlichen Diskussion mit Presseartikeln und Fernsehberichten. Der Gemeinderat setzte eine Gruppe zur Untersuchung ein, die als Ergebnis einen Bürgerbeirat vorgeschlagen hat. Mittlerweile haben auch Betroffene einen Brief formuliert, einige Unterschriften gesammelt und wollten dies an den Bürgermeister schicken (Anm.: beim Bürgermeister bis jetzt leider nicht angekommen). Der Bürgerbeirat evangelischer Kirchplatz soll sich jetzt bei einem Treffen in der AGJ Wohnungslosenhilfe konstituieren. Besonders eingeladen sind dabei die Betroffenen, sprich die Nutzer des Kirchplatzes, die direkten Anwohner wie Kindergarten und evangelische Kirchengemeinde, sowie katholische Kirchengemeinde und Polizei. Interessierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger sind sehr willkommen. Je mehr diskutieren und überlegen, desto weiter der Blick, desto größer die Chance, dass viele verschiedene Eindrücke, Gefühle und Wünsche mit eingebracht werden. Das Treffen zum Bürgerbeirat findet statt am Montag, 13. Juni, um 18 Uhr in der Tagesstätte der AGJ Wohnungslosenhilfe in der Moltkestraße 14, 1. OG. Im vergangenen Winter war es eher still beim Kirchplatz. Dafür war es um Über das Aufstellen der Container gibt es ganz verschiedene Sichten, wie so oft im Leben. Sehr darüber streiten lässt sich auch, ob dies überhaupt ein Lösungsansatz ist, oder nur eine Verschiebung und Ausgrenzung. Aus meiner Perspektive sind hier nicht weniger, sondern mehr Kontakte, mehr Gespräche und klare Angebote gefordert. Die Investition in Sozialarbeit ist bei diesen Menschen nach meiner Ansicht Aufgabe des Landkreises. Städte und Gemeinden sollten sich hier stärker vernetzen, Aufgaben zusammen in den Blick nehmen und Lösungsansätze für den Landkreis suchen. Unserer Arbeit der Wohnungslosenhilfe ist die Unterstützung und Hilfe für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit fehlendem oder nicht ausreichendem Wohnraum. Diese Aufgabe erfüllen wir im Auftrag des Landkreises. Bei dieser Arbeit stellt sich immer klarer heraus: verlagert man die Zuständigkeit nach unten, so vergrößert sich die Gefahr des Florianprinzips (verschon mein Haus, zünd andere an). Gemeinden und Städte sind oft überfordert und sehen die Gefahr, dass sie bei guter Hilfe überschwemmt werden von solchen Fällen. Also lieber so helfen, dass die Personen zum Nachbarn gehen, eine Stadt weiter, zum nächsten Landkreis, ins andere Bundesland. Die Investition Sozialarbeit wird aus meiner Perspektive nur sinnvoll eingesetzt, wenn Kommunen im Landkreis und dann die Landkreise miteinander planen und Hilfen nach gemeinsam überlegten Standards umsetzen. Diese kommunale Konzeption der Städte und Landkreise gibt es und sollte weiter entwickelt werden. Die strukturelle Diskussion ist gefragt und nicht die schnelle und aus unserer Perspektive unüberlegte Kürzung von Sozialarbeit. Vielleicht kann Müllheim hier mit der besonderen Rolle im Landkreis auch besondere Akzente setzen. Diskussionsstoff genug bietet die Situation in Müllheim allemal. Vielleicht ist ein Bürgerbeirat in Form einer Gruppe der Lokalen Agenda ein Startsignal, mit dem Müllheim wach geküsst wird für das Engagement zur alltäglichen und strukturellen Menschlichkeit. Herrmann Assies

12 12 FREIeBÜRGER Artikel der Offenen PH Freiburger Frühling Artikel der Rektorats-Besetzer Eingeleitet durch den 1. Mai und die Teilnahme der Studierenden an der Kundgebung der Gewerkschaften auf dem Stühlinger Kirchplatz, begannen am 2. Mai in Freiburg die Proteste gegen die Studiengebühren und den allgemeinen Bildungsabbau. Unter dem Namen Freiburger Frühling fanden an den verschiedenen Hochschulen Protesttage statt. Diese sollten den Unmut, das Unverständnis und den Ärger der Studierenden über die hochschulpolitische Lage zum Ausdruck bringen. Auch die Pädagogische Hochschule (PH) beteiligte sich am Protest. Der Schwerpunkt lag hier in der konstruktiven Auseinandersetzung mit den Themen Bildungsabbau, Mitspracherechte von Studierenden, Studiengebühren und der Sozialen Selektion die diese herbeiführen würden. Vom 2. Mai bis zum 4. Mai wurde unter dem Namen Offene PH ein von UStA, AStA und verschiedenen Arbeitskreisen organisiertes Alternativprogramm angeboten, das aus Diskussionsforen, Workshops und Seminaren bestand. Diese setzten sich zum größten Teil mit hochschulpolitischen Themen auseinander. Außerdem wurde mit Essensverkauf, sportlichen Aktivitäten, Getränkeständen und Musik ein buntes Rahmenprogramm geboten. Die Aktionstage, die bei strahlendem Sonnenschein mit einer Vollversammlung mit ca Teilnehmern starteten, wurden von Seiten der Dozierenden unterstützt und von vielen Studierenden genutzt, um sich eine eigene Meinung zur hochschulpolitischen Lage zu bilden. Die alternativ angebotenen Seminare und Workshops fanden breites Interesse und waren gut besucht, obwohl der reguläre PH-Betrieb stattfand. Viele Studierende gaben sehr positive Rückmeldungen, seien sie doch das erste Mal wirklich gut über die Problematik informiert worden. Nun könnten sie die Proteste wirklich unterstützen und sich aktiv beteiligen. Viele setzten das gleich in die Tat um und wurden selber aktiv. Auch an der Sportler -Demo am 3. Mai unter dem Motto: Bildung geht den Bach runter nahmen ca. 500 PH-Studierende teil und bewegten sich rollend und schwimmend die Dreisam entlang in Richtung Stadtmitte. Die erfolgreiche Mobilisierung bestätigte sich zusätzlich in der Großdemo der Studierenden am 12. Mai, bei der über Studiengebührengegner für ihre Rechte und den Erhalt der Bildung auf die Straße gingen. In ganz Deutschland protestieren Studierende diesen Frühling und Sommer gegen Bildungs- und Sozialabbau, den Rückzug der öffentlichen Hand aus der Bildungsfinanzierung, die Einführung von Studiengebühren und den neoliberalen Umbau der Hochschulen. Auch in Freiburg hatten die Studierendenvertretungen unter dem Titel Freiburger Frühling zu Protestaktionen in der ersten Maiwoche aufgerufen. Bei der Auftaktveranstaltung zum Freiburger Frühling ahnte noch niemand, welche Wendung dieser nehmen würde. Es war nicht abzusehen, dass - nachdem der Rotteckring planmäßig kurzerhand zu einer Unterschriftenliste umfunktioniert worden und der Verkehr für mehrere Stunden blockiert war der Kopf einer spontan entstandenen Demo sich von einigen vor dem Rektoratsgebäude positionierten Polizeibeamten ablenken und auf eben dieses aufmerksam machen lassen würde. Auch konnte niemand die leiseste Idee haben, dass daraufhin ungefähr 1000 Studierende in einem kollektiven Ausdruck sozialer Wut spontan das Rektorat stürmen und ein Gespräch mit Rektor Jäger verlangen würden. Zu einem solchen Gespräch kam es auch. Es verlief jedoch ergebnislos und Jäger gab es mit der Begründung, er müsse zwischen wichtigen und unwichtigen Terminen unterscheiden, an seinen Kronprinzen Prorektor Volz ab. Ein Teil der Studierenden beschloss, sich damit nicht zufrieden zu geben und das Gebäude nicht zu verlassen, bis die Universitätsleitung zusichern würde, die Forderungen der Studierenden zu unterstützen. Von diesem Zeitpunkt an war das Rektoratsgebäude (auch liebevoll Panzerkreuzer genannt) besetzt und zwei Wochen lang in der Hand der Studierenden jedoch: man musste sich das Gebäude mit der Polizei teilen. Dass sich dieser Zustand auch so schnell nicht ändern würde, wurde deutlich, als Jäger während einer Podiumsdiskussion am selben Abend feststellte, man befinde sich im Dissens (lat. = Meinungsverschiedenheit). Daraufhin formulierten die ca. 60 BesetzerInnen erstmals ihre Forderungen nach einem staatlich finanzierten, ge-

13 FREIeBÜRGER rechten und demokratischen Hochschulsystem, die Jägers Rücktritt verlangten, da dieser sich nicht bereit zeigte, diese Forderungen zu unterstützen. Die Universitätsleitung zeigte sich nach außen hin zwar überzeugt, dass die Sache spätestens mit dem Ende der offiziellen Protesttage ausgestanden sei; das aufgefahrene Polizeigebot allerdings war ein deutliches Zeichen von Nervosität. Spürbar wurde diese auch, als während eines weiteren (und letzten) Gesprächs mit Jäger eine der ersten Solidaritätsnoten verlesen wurde, die vom Personalrat der Universität stammte, zu dem das Rektorat nach eigenem Bekunden ein sehr gutes Verhältnis hat. Dass sich der Rektor erneut 800 aufgebrachten Studierenden gegenüber sah, tat wohl ein Übriges. Von da an entzog sich der Rektor dem Gespräch und übergab an seinen Adjutanten Volz, der allerdings nach eigener Aussage nur seine persönliche Meinung darstellen konnte eine offizielle Aussage war also nicht mehr zu bekommen, und der Rektor stattdessen auf Rumänienreise. Die einzige Frage, die sich dabei stellt ist, wie die 20 Stunden Gespräch aus der Presseerklärung der Universität zustande kommen. Unbeeindruckt von solchen Manövern und der permanenten Anwesenheit der staatlichen Ordnungsmacht begann die inzwischen auf über 160 Besetzende angewachsene Gruppe das Rektorat zu einer Zentrale für weitere Protestaktionen umzubauen. Gleichzeitig wurde daraus die größte WG Freiburgs und ein selbstverwaltetes Kulturzentrum mit diversen Konzerten, und Theateraufführungen während der Besetzung. Sogar eine eigene Zeitung wurde ins Leben gerufen, um die mangelnde Berichterstattung in der hiesigen Monopol-Lokalpresse auszugleichen: die BZ - Besetzt Zeitung, die mehrere tausend Mal in Freiburg verteilt wurde. In der Folgezeit wurde inhaltlich gearbeitet, die Forderungen wurden präzisiert, Seminare wurden abgehalten und es wurde Mobilisierungsarbeit geleistet. Diese zeigte ihre Wirkung eindrucksvoll, als ein Räumungsultimatum in der Form beantwortet wurde, dass es den zu diesem Zeitpunkt 100 anwesenden Besetzerinnen und Besetzer innerhalb von zwei Stunden gelang, 400 Mitstreiter zu mobilisieren, um so unräumbar zu werden und den Forderungen noch einmal Nachdruck zu verleihen. Aber nicht nur des Rückhaltes der Studierenden konnte sich das besetzte Rektorat sicher sein, sondern auch der Zustimmung einer breiten Öffentlichkeit, die sich sowohl in Form von Solidaritätsnoten unterschiedlichster Gruppen als auch ganz konkret z.b. in Form von Essenspenden oder spontanen Rabattaktionen zeigte. Nicht zu vergessen sind natürlich die Solidarisierungen anderer 13 Hochschulen in ganz Deutschland, die zum Teil daraufhin selbst aktiv geworden sind, so dass inzwischen in über 20 Städten Proteste angelaufen sind. Die Öffentlichkeit war aufmerksam, und auch die überregionale und bürgerliche Presse berichtete wenn auch in der Regel an der Realität vorbei. Den so aufgebauten Druck hatte sich das Rektorat entschlossen, an die Mitarbeiter weiterzugeben, indem diese zu eigentlich unnötigen (schließlich war ausreichend Polizei anwesend) Nacht- und Wochenendschichten verpflichtet wurden. Mit aus diesem Grund zu verhindern, dass Mitarbeiter und Studierende gegeneinander ausgespielt werden entschlossen sich die Besetzenden nach einem erfolgreichen Sternmarsch und einer Großdemonstration mit über Studierenden, Schülerinnen und Schülern, dazu, das Gebäude zu verlassen. In einer weiteren spektakulären Aktion wurde, knapp zwei Wochen nach Einführung der Demokratie an der Uni Freiburg, das Rektorat ent-setzt. Dies bedeutet allerdings nicht, wie der SWR verbreitete, das Ende des Freiburger Frühlings oder der Proteste. Um auch weiterhin ständig Präsenz zu zeigen und den erzeugten Druck aufrecht zu erhalten, haben die ehemaligen BesetzerInnen eine Mahnwache in Form eines ständig tagenden von Rektor Jäger hoch favorisierten externen Aufsichtsrates vor dem Panzerkreuzer eingerichtet, die gleichzeitig als Informationsstand für die Bevölkerung dient. Und auch dieser Aufsichtsrat zeigt seine Wirkung: Seit dessen Einrichtung ist der Haupteingang des Rektorates verschlossen. Das Rektorat fühlt sich nicht sicher; es besetzt sich selbst. Der Frühling ist noch nicht vorbei die Proteste gehen weiter hier und anderswo. Panzerkreuzerversenkerinnen Damen r ü f e d o aller Welt s Naturm u a l e ik t nkar rtiment o Gesche s e e T s ltige Reichha Niemenstraße 4, Freiburg Öffnungszeiten: Mo-Fr Uhr, Sa Uhr

14 14 FREIeBÜRGER Freiburg braucht einen Sozialpass! Warum...? - Für wen...? - Was gehört dazu...? Eine Initiative des RUNDEN TISCHES zu den Auswirkungen der Hartz-Gesetze in Freiburg Die Kluft zwischen arm und reich wird rasant größer, weltweit und auch in einem wohlhabenden Land wie Deutschland. Nahezu alle wirtschafts- und sozialpolitischen Entscheidungen der letzten Jahre verschärfen diese ungerechten Verhältnisse. Auf die Bundesrepublik bezogen machen die Ergebnisse der beiden Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung diese skandalöse Entwicklung überdeutlich. Agenda 2010 und insbesondere Hartz IV verschlimmern die Situation für immer mehr Menschen. Trotz aller Warnungen von Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Gewerkschaften und politischen Gruppen wird diese Politik gnadenlos weiter durchgesetzt. Die soziale Absicherung funktioniert nicht (mehr)....die heutige Regelsatzbemessung genügt nicht mehr der gesetzlichen Vorgabe, Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II schützen nicht länger vor Armut und Millionen von Beschäftigten und Nichtbeschäftigten sind gezwungen, unterhalb der Armutsgrenze zu leben. Eine der gravierendsten Folgen zunehmender Verarmung ist die faktische Ausgrenzung vieler, die Hinderung an der gleichberechtigten Teilnahme an kulturellen, sportlichen, sozialen Aktivitäten. Solange nicht sichergestellt ist, dass jede/r MitbürgerIn über ausreichende Einkünfte verfügen kann, um dieser Ausgrenzung zu entgehen, muss die Teilnahme aller am gesellschaftlichen Leben durch andere Maßnahmen sichergestellt werden. Deshalb brauchen wir den Freiburg-Pass: zur kostenlosen, bzw. bezahlbaren Teilnahme an Kultur-, Sportund sonstigen gesellschaftlichen Aktivitäten für alle FreiburgerInnen mit zu geringen Einkünften EmpfängerInnen von ALG II denn: Deren Regelsätze liegen um knapp 20 % unter der Bedarfsdeckung, konkret bedeutet das beispielsweise: Für Kinder und Jugendliche sieht der monatliche Regelsatz einen Anteil von 1,56 Euro für Spiele, Spielzeug und Hobbywaren vor, und: Nicht einmal 2,80 Euro sind für Zoobesuch, Theater, Schwimmbad oder Kino angesetzt worden. Obdachlose denn: Es gibt keinen Grund, irgendjemanden auszuschließen aus der Gesellschaft. Almosen und Suppenküchen allein reichen nicht, ein lebenswertes Leben führen zu können. EmpfängerInnen von Sozialgeld denn: Entgegen allen Behauptungen stellen sie sich finanziell nicht besser als bisher durch ihre Angleichung an ALG II. Die Regelsätze wurden seit 2003 nicht angehoben, die sog. Pauschalisierung von Einmalleistungen führt zu tatsächlichen Absenkungen der Regelsätze. Working Poor denn: Zwei Millionen Menschen bundesweit arbeiten bereits zu Löhnen unterhalb der Armutsgrenze; von deren Einkünften müssen 5 Millionen Menschen leben. Tendenz: zunehmend... MigrantInnen denn: Den Sonntagsreden für mehr Integration müssen endlich Taten folgen. Deutlich gekürzte Leistungen für AsylbewerberInnen und die Illegalisierung von Menschen ohne Papiere verfestigen Armut und Ausgrenzung. Wir wollen, dass diese Menschen am gemeinsamen Leben teilnehmen können! Einkommensgrenzen: 938 Euro netto für die erste Person plus 50 % von 938 Euro für jede weitere erwachsene Person und 30 % für jedes Kind im Haushalt (diese Beträge entsprechen den offiziellen Armutsgrenzen des 2. Nationalen Armuts- und Reichtumsberichts, gewichtet nach der neuen OECD Skala) Zum Verfahren Der Freiburg-Pass soll: generell kostenlos sein, mit einem Lichtbild versehen, für alle Personen ab 10 Jahren. Jüngere Kinder sollen im Freiburg-Pass der Eltern eingetragen werden. unbürokratisch bei einer zentralen Stelle auf einfachen Antrag (persönlich oder schriftlich) ausgestellt werden Gültigkeitsdauer: ein Jahr, auf einem einseitigen Infoblatt, welches mit dem Antrag ausgegeben wird, soll erläutert werden, was an Einkommens nachweisen einzureichen ist. Das muss drin sein: kostenlose Nutzung der städtischen Büchereien (für Erwachsene), Museen und Sonderausstellungen kostenlose Ausgabe des Ferienpasses an Kinder + Jugendliche 50 % Ermäßigung in städtischen Kulturbetrieben wie Theater, komm. Kino, Mundenhof sowie Veranstaltungen wie beispielsweise das Fest der Innenhöfe für Erwachsene, für Kinder freier Eintritt 50 % Ermäßigung für Kosten von Ferienfreizeitmaßnahmen des SoJu sowie Klassenfahrten oder Schullandheimaufenthalte, bei sportlichen Veranstaltungen und Beiträgen zu Sportvereinen 50 % Ermäßigung für einen VHS-Kurs pro Semester und Erwachsenen, für jeden weiteren Kurs 75 % Ermäßigung 75 % Ermäßigung für Kinder und Jugendliche für einen VHS-Kurs pro Semester oder Kurse/Veranstaltungen der Musikschule, FreiburgKultour etc. städt. Hallenbäder + Freibäder: für Erwachsene Kaufrecht für Einzel-, 10er, 30er und Saisonkarten zum Kindertarif, für Kinder und Jugendliche genereller Eintrittspreis 0,30 Euro (entspricht Eintritt mit Ferienpass im Freibad) Berechtigung für das Freiburger Sozialticket für den öffentlichen Personen Nahverkehr (ÖPNV) und Berechtigung zum Kauf von ermäßigten Einzel- und Mehrfahrtenkarten. Und die Kosten...?...zur vermeintlichen Sanierung des Freiburger Haushalts wurden Gebühren eingeführt für Büchereien und Museen. Die daraufhin rückläufigen Zahlen der NutzerInnen und BesucherInnen dieser Einrichtungen geben einen deutlichen Hinweis darauf, dass mangelnde finanzielle Mittel viele daran hindern, derartige Möglichkeiten wahrzunehmen. Ähnliches gilt für andere kulturelle, sportliche und soziale Aktivitäten. Wenn durch die Einführung eines Sozialpasses Menschen Angebote wahrnehmen, auf die sie sonst verzichten müssten, entstehen dadurch keine oder nur geringe reale Kosten; wenn preisermäßigte Möglichkeiten wahrgenommen werden, auf die sonst verzichtet werden müsste, ergeben sich eher Einnahmezuwächse als -verluste. Trotzdem muss im städtischen Haushalt eine pauschale Summe (von zunächst Euro pro Jahr) für den Sozialpass eingestellt werden, um zu vermeiden, dass aufgrund finanzieller Erfordernisse dieses für viele notwendige Projekt gefährdet werden könnte.

15 FREIeBÜRGER Jahre Pflasterstub In diesem Jahr feierte die Pflasterstub in der Freiburger Innenstadt ihren zehnten Geburtstag. Im Mai 1995 eröffnete der Caritasverband Freiburg Stadt e.v. in Zusammenarbeit mit Freiburger Ordensgemeinschaften in der Herrenstraße 6 eine Einrichtung für wohnungslose Menschen und erweiterte somit das System der Wohnungslosenhilfe um einen wichtigen Baustein, denn die stetig wachsenden Besucherzahlen zeigen wie notwendig solche Einrichtungen sind. Die Besucherzahl hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt, täglich nutzen bis zu 120 Menschen die verschiedenen Angebote der Pflasterstub! Die Räumlichkeiten umfassen zwei Aufenthalts- und zwei Beratungsräume, einen Ambulanzraum sowie Toiletten und Duschen, die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag, jeweils von 7.00 Uhr bis Uhr. Das Personal der Pflasterstub besteht aus drei Diplom-SozialarbeiterInnen, einer Ordenskrankenschwester, zwei Ärzten, einer Ordensschwester sowie vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter-Innen. Ziele der Pflasterstub sind vernetzte, niederschwellige Angebote, die den betroffenen Menschen Überlebenshilfen auf der Straße, die Sicherung einer menschenwürdigen Existenz sowie gegebenenfalls vermittelnde Schritte hin zu einer Rehabilitation in den Bereichen Wohnen, Gesundheit und Arbeit bietet. Team Pflasterstub Die Einrichtung steht vorrangig Frauen und Männern offen, die sich in Freiburg kurzfristig oder länger ohne festen Wohnsitz aufhalten oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind, aber auch andere Menschen in sozialer Not werden aufgenommen. In der Pflasterstub können die Besucher kostenlos frühstücken bzw. Kaffee trinken, duschen (Handtücher und Duschgel werden gestellt), Wäsche waschen und vieles mehr. Wohnungslose Menschen können sich hier postalisch anmelden sowie ein Schließfach für ihre Sachen einrichten. Ein Vorteil der Einrichtung ist hierbei die zentrale Lage der Pflasterstub, ein weiterer ist, dass die Regeln innerhalb der Räumlichkeiten auf das Notwendigste beschränkt sind. Weiterhin wird in der Pflasterstub medizinische Hilfe angeboten, das heißt, das Ambulanzzimmer ist täglich von einer Kran- kenschwester besetzt. Darüber hinaus bieten an drei Vormittagen niedergelassene, praktische Ärzte Sprechstunden an. Auch Menschen mit Suchterkrankungen und psychisch auffällige- bzw. psychisch kranke Menschen werden betreut bzw. beraten. Dazu gehört, dass seit Sommer 2004 zweimal im Monat ein Arzt der Psychiatrischen Instituts-Ambulanz die Einrichtung besucht. Außerdem bieten die MitarbeiterInnen Information und Beratung über die verschiedenen Hilfsangebote für wohnungslose Frauen und Männer an und sie unterstützen bei lebenspraktischen Problemen wie z.b. Behördenkontakten. Darüber hinaus gibt es Beratung in vertraulichen Einzelgesprächen über persönliche Schwierigkeiten, wie z.b. Krisensituationen, Schulden oder bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. Am 4. Mai fand nun in der Domsingschule am Münsterplatz eine Feierstunde zum zehnten Jubiläum der Pflasterstub statt, an der zahlreiche Gäste aus den verschiedenen sozialen Einrichtungen, Vertreter der Stadt Freiburg sowie Gönner und Förderer der Einrichtung teilnahmen. Besonders die einleitenden Worte des Dompfarrers Erich Wittner stimmten nachdenklich, denn er wies auf die enorm steigende Zahl der wohnungslosen Menschen in Freiburg hin und ermahnte die Freiburger Bevölkerung nicht wegzusehen, sondern nach ihren Möglichkeiten zu helfen. In ihren Grußworten würdigten die Redner der verschiedenen sozialen Institutionen das Engagement der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Besonders Sozialdezernent Ulrich von Kirchbach lobte die Arbeit aller in der Pflasterstub Tätigen und dankte ihnen für 10 Jahre Einsatz in der Wohnungslosenhilfe. Der FREIeBÜRGER schließt sich dem Dank und den Glückwünschen an und hofft, dass die Pflasterstub noch mindestens zehn weitere Jahre bestehen bleibt. Aufgrund der starken Auslastung ist natürlich auch diese Einrichtung dringend auf Spenden angewiesen. Wer helfen will, kann sich unter der Telefonnummer oder - 58 erkundigen. Die Nummer des Spendenkontos ist: Sparkasse Freiburg BLZ: Konto: Stichwort: Pflasterstub Termine der Sonntagstreffs: Auferstehungsgemeinde Uhr Kapplerstr. 21 Straßenbahn 1, Haltestelle Lassbergstr. (Endhaltestelle) Friedensgemeinde Uhr Hirzbergstr. 1 Straßenbahn 1, Haltestelle Stadthalle Katholische Hochschulgemeinde Uhr Lorettostr. 24 Straßenbahn 4, Haltestelle Lorettostr.

16 16 FREIeBÜRGER Die schillernd bunte Welt der Schmetterlinge von Carina Woher hat der Schmetterling seinen Namen? Das deutsche Wort Schmetterling geht auf mittelalterlichen Aberglauben zurück: Die Falter waren im Volksglauben verkleidete Hexen, die in dieser Gestalt in Speisekammern und Keller schlichen, um dort den Rahm, den Schmetten, zu stehlen. In Tschechischen ist heute noch das Wort smetana für Sahne oder Rahm vorhanden. Das englische Butterfly ( Butterfliege ) scheint denselben Ursprung zu haben. Admiral Es gibt weltweit über bekannte Arten von Schmetterlingen und ständig werden immer noch neue entdeckt! Es gibt sie in allen Ländern, außer in dauerkalten Regionen. Leider wird ihr Lebensraum immer mehr zerstört und viele sind vom Aussterben bedroht! Auch hier bei uns wird die Landschaft überdüngt. Dadurch werden Wildkräuter und Blumen verdrängt. Somit sieht man nur noch wenige Arten, wie zum Beispiel das Tagpfauenauge, den Admiral oder den kleinen Fuchs, da deren Raupen sich hauptsächlich von Brennnesseln ernähren. Schmetterlinge durchleben eine erstaunliche Umwandlung, die man Metamorphose nennt. In einem der 100 bis 300 Eier beginnt ihr Leben. Nach 1-2 Wochen schlüpfen die Larven (Raupen), die danach nur noch mit Fressen beschäftigt sind. Zwischenzeitlich häuten sich die Raupen auch 2-4 mal. Circa 1-2 Monate danach kommt es zum Verpuppungs-Stadium und etwa 2-4 Wochen später kriecht aus dem Kokon ein schöner Schmetterling heraus. Tagpfauenauge Viele Falter leben nur wenige Tage bis Wochen, manche ziehen als Wanderfalter (ähnlich wie die Zugvögel) im Herbst in wärmere Gebiete, einige überwintern auch hier und das, je nach Art, sogar in allen der vier einzelnen Stadien. Als Falter überwintern nur 6 von 180 heimischen Tagfaltern, z.b. auch das Tagpfauenauge und der kleine Fuchs. Kokon vom Kleinen Fuchs Zitronenfalter und Raupe Viele unserer Schmetterlinge sind länger Raupen als Falter. Beim Zitronenfalter ist das nicht so. Er schlüpft im Sommer und überwintert, indem er überschüssiges Wasser ausscheidet, damit er nicht gefriert und die Produktion einer Art Frostschutzmittel hilft ihm den Winter heil zu überstehn. Der Schwalbenschwanz gehört zur Familie der Ritterfalter. Von diesen sind einige hundert Arten in den Tropen verbreitet. Bei uns legt er seine Eier im Gemüsegarten ab, wo die geschlüpften Raupen allerdings kaum einen Schaden anrichten. Gegen Störenfriede setzen sie sich zur Wehr, indem sie eine stinkende orangene Nackengabel ausstülpen. Schwalbenschwanz-Raupe Tolle Info-Seiten im Internet: - Naturfotografie (Tiere + Pflanzen) rund um Freiburg - Deutschlands größter Schmetterlingspark - Schmetterlingsfarmen in Norddeutschland - Raupenbestimmung und superviele Infos

17 FREIeBÜRGER 17 Schmetterlingswiese Auch wenn ihr in eurem Garten wahrscheinlich keine so tolle Blumenwiese wie diese hier habt, könnt ihr trotzdem schon mit einfachen Mitteln euren Garten so gestalten, dass sich Schmetterlinge dort wohl fühlen und ihnen somit einen neuen Lebensraum bieten, die ihr dann gut beobachten könnt. Eine kleine Ecke könnt ihr für Brennnesseln oder Disteln reservieren! Rasen nicht düngen und selten schneiden - für eine Schmetterlingswiese (dabei reichen schon 1-2 Quadratmeter aus) die Erde mit etwas Sand vermischen und ab April eine Gras- und Wildblumenmischung aus sähen. Im Herbst sollte die Wiese am besten mit einer Sichel von einem Erwachsenen geschnitten werden - so können die Pflanzen im Frühjahr neu austreiben. Schmetterlings-Foto-Album Wie wäre es, wenn ihr die hübschesten Bilder von Schmetterlingen in einem eigens dafür gebastelten Album sammelt? Vielleicht gelingen euch ja selbst schöne Fotos - ihr könnt aber auch Postkarten oder Bilder aus dem Internet nehmen. ihr braucht: 5-8 Bögen bunten Fotokarton (Din- A 4), Filzstück (ca. 35 x 45 cm), bunte Filzreste, buntes Band (oder bunte Kordel), Lineal, Stift, Schere, Locher, Klebstoff so wird s gemacht: 1. Alle Fotokartone halbieren und an der linken Schmalseite an der gleichen Stelle mittig lochen 2. Nun im selben Abstand zu den Löchern mit dem Lineal eine Falzkante einzeichnen und abknicken. 3. Jetzt 2 Filzstücke zurecht schneiden, die etwa 0,5-1 cm größer sind als der Karton. In den Rand könnt ihr Zacken oder Wellen einschneiden. 4. Die Filzplatten werden nun als Albumdeckel auf zwei Kartone geklebt und ebenfalls gelocht. 5. Die restlichen Kartone dazwischen legen und mit dem Band oder der Kordel zusammenbinden. 6. Zuletzt auf die Vorderseite einen großen oder mehrere kleine Schmetterlinge aus Filzresten (oder buntem Papier/Fotokarton) als Verzierung aufkleben. Jetzt könnt ihr eure Bilder (10 x 15 cm) einkleben. Schmetterlingsanstecker Diese tollen Anstecker sehen echt schick aus, sind superleicht zu basteln und auch ein tolles Geschenk! ihr braucht: Papier, Bleistift, Schere, Moosgummi in vielen schönen Farben, Anstecknadeln, Klebstoff, Pinzette so wird s gemacht: 1. Auf gefaltetes Papier (an der Falzkante) jeweils verschiedene halbe, etwa 3 cm breite Schmetterlinge aufzeichnen, sorgfältig ausschneiden und aufklappen - dieser dienen als Schablonen. 2. Diese Vorlagen nun auf das Moosgummi legen und die Umrisse genau aufzeichnen, dann die Falter ausschneiden. 3. Auf der Rückseite jeweils eine Anstecknadel ankleben und zwar so, dass sie bequem zu öffnen ist. Gut trocknen lassen! 4. Die kleinen Details, die eure Schmetterlige erst richtig bunt und schön aussehen lassen, werden nun aus andersfarbigem Moosgummi in Form von kleinen Punkten, Zacken und Streifen ausgeschnitten. 5. Damit ihr sie nun auf die Vorderseiten eurer Falter kleben könnt, solltet ihr sie am besten mit der Pinzette festhalten, dann kleben sie euch nicht dauernd an den Fingern fest.

18 18 FREIeBÜRGER Tabak selbst anbauen - Teil 2 Auffädeln, Aufhängen und Trocknen Zum Trocknen werden die Frischblätter traditionell auf Schnüre gereiht und zwischen Holzbalken aufgehängt. Am einfachsten geschieht dies mit Hilfe einer Tabaknadel, einer cm langen, relativ stumpfen Nadel aus flach gewalztem Stahl, die es bis in die 1960er Jahre noch im Eisenwarengeschäft zu kaufen gab. Zum Aufhängen wird Tabakgarn verwendet, ein relativ starker, dreidrahtiger Flachsgarn. Die meisten anderen Zellwollschnüre sind nicht geeignet, da sie durch die längere Zeit einwirkende Feuchtigkeit an der Fädelstelle faulen und schließlich brechen. Dünne Kunststoffschnüre sind nicht empfehlenswert, sie schneiden sich mit der Zeit in die Blattrippe. Wenn es bei mir soweit ist, werde ich hier im FREIeBÜRGER nochmals darauf eingehen, wie ich es gelöst habe. Die Länge der Schnüre richtet sich nach dem Sprossenabstand der Trockengerüste, der in aller Regel zwischen 1-1,25 Meter liegt. 2 Meter lange Schnüre reichen hierfür aus. Für das Auffädeln wird ein Blatt mit der Rippe nach oben auf das rechte Bein gelegt, die Nadel mit dem Garn in die linke Hand genommen und das Blatt mit Daumen und Mittelfinger der rechten Hand gefasst, dann der Blattstiel etwa 2 cm vom Stielende entfernt seitlich durch den Rippenrücken, also parallel zur Blattfläche durchstochen. Das Blatt hängt also längs zur Schnur und überschneidet sich mit den Nachbarblättern. So wird ein Blatt nach dem anderen aufgefädelt und im Abstand von 3-4 Fingerbreiten zum letzten Blatt auf den Garn geschoben, so dass am Ende Blätter pro Schnur aufgefädelt sind. Der Abstand zwischen den Blättern muss so groß sein, damit die Luft zwischen den Blättern durchziehen und kein Schimmel an Blattberührungsstellen entstehen kann. Er richtet sich auch nach der Größe der Blätter: Gute Zigarrenblätter, Deck- und Umblätter werden großzügiger aufgehängt (max. 30 Blätter je Schnur), ebenso besonders große Blätter. Schließlich wird die Schnur zwischen zwei Sprossen waagerecht aufgeknüpft. Aufhängen der Tabakblätter Für eine gute Tabakqualität ist es zweckmäßig, die Ernte nach Blattarten vorzusortieren und später nur gleichartige Blätter zu bündeln. Bei der Hängung sollten auch Qualitätsunterschiede innerhalb einer Erntestufe getrennt, also gute Blätter separat von verletzten Blättern aufgehängt werden. Dies gilt besonders für Zigarrenumund -deckblätter, die keine Beschädigungen aufweisen dürfen. Vollreif geerntete Blätter für Zigaretten- und Pfeifenschnittgut, die dunkelgrüne Flecken aufweisen, müssen weggeworfen werden: Diese Stellen trocknen nicht mehr richtig, speichern zu viele Eiweiße und führen zu einem scharfen, kratzenden Geschmack. Es ist auch von Vorteil, für dieses Schnittgut nochmals nach Reifegrad zu unterscheiden und die eher reiferen Blätter separat von den weniger reifen Blättern zu hängen. Wo sollte ich trocknen? Die Blätter müssen unmittelbar nach der Ernte aufgehängt werden. Dabei wird vorreif geerntetes Zigarrengut wieder anders behandelt als vollreif geerntetes Schnittgut: Zigarrentabak mit noch grünen, sehr vitalen Blättern muss dunkel gehängt werden, während das vollreif geerntete Schnittgut auch im Licht hängen darf. Die Trocknungsorte müssen zugig sein oder gut durchlüftet werden können, wofür man freie Flächen in Speichern, Scheunen, Schuppen oder unterhalb von Durchfahrten suchen sollten. Bei Scheunen können einzelne Bretter herausgenommen werden, gemauerte Räume sollten nur verwendet werden, wenn hinreichend Fenster oder andere Öffnungen zur Durchlüftung zur Verfügung stehen. Meist werden Dachräume zur Tabaktrocknung verwendet, wobei an die Seitensparren Querbalken zur Aufhängung des Tabaks genagelt werden können. Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich auch kleine überdachte Gestellbauten an einer Hauswand oder offen im Garten bauen; auch Gewächshäuser eigenen sich dafür, sofern sie zugig eingerichtet werden können. Bei der Trocknung von Tabakblättern sollen diese nicht einfach nur trocken werden, hier ein wenig Theorie: Pflanzeneigene Wirkstoffe (Fermente) beginnen den Abbau gespeicherter Reservestoffe wie Eiweiß, Zucker und Stärke sowie von Blattfarbstoffen, und zwar weit intensiver als das bei der späteren Fermentation geschieht. Deshalb muss langsam über mehrere Wochen getrocknet werden. Die weitaus meisten Umwandlungsprozesse geschehen dabei während der Abwelkphase in der ersten Woche nach dem Aufhängen: Temperatur und Luftfeuchtigkeit sollten in dieser Phase möglichst hoch sein, zumindest sollten Sie in der ersten Woche für eine gute Durchlüftung sorgen. Nach einer Woche haben die Blätter durch die Wasserverdunstung über 50 % ihres Gewichts verloren. Die Umwandlungsprozesse gehen viel langsamer vor sich, so dass die Blätter noch etwa 6 Wochen (Zigarettentabak) bzw. 12 Wochen (Zigarren) bei guter Durchlüftung hängen müssen. Die Abwelkphase, die wichtigste Woche des Trocknens: Die so genannte Abwelkphase ist die Zeit nach der Ernte, in der das Blatt etwa zwei Drittel seines Gewichts verloren hat. Insbesondere bei Zigarrentabaken muss darauf geachtet werden, dass diese Abwelkphase mindestens eine Woche andauert, schon bei der Ernte sollte also eine relativ feuchte Witterung vorherrschen und möglichst auch andauern. Messungen ergeben, dass die Blätter unter optimalen Bedingungen nach etwa 4 Tagen die Hälfte ihres Gewichts verloren haben, nach weiteren 4 Tagen haben sie weniger als 30% des Ausgangsgewichts. Beeinflusst wird die Abwelkphase auch durch die Dichte des Hangs: Locker gehängter Tabak trocknet schneller, bei zu dichter Hängung besteht vor allem in der Abwelkphase die Gefahr der Schimmelbildung ( Dachfäule ). Nach etwa 14 Tagen haben die Blätter einen Wassergehalt von optimalerweise %. In diesem Zustand sind sie griffig, lassen sich also in der Hand zusammenballen, ohne zu zerbröseln, wobei sie danach schnell wieder ihre ursprüngliche Form annehmen. Wie fermentiere ich getrocknete Tabakblätter? Die Selbstfermentation funktioniert nur in großem Maßstab, wenn mehrere Zentner Tabakblätter übereinander geschichtet werden. Dabei werden durch Enzyme und Bakterien u.a Eiweiße abgebaut, wodurch sich der Tabakstapel ähnlich einem Heuhaufen erwärmt. In kleinem Maßstab werden Hilfsmittel eingesetzt: Im Prinzip müssen die getrockneten Tabakblätter je nach Verwendungszweck über

19 FREIeBÜRGER Wochen einer Temperatur um 50 C und hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt werden. Die Fermentation kann aber auch bei Zimmertemperatur erfolgen, dauert dann jedoch ein Jahr und länger. Aber wer hat schon die Geduld in diesen teuren Zeiten. Deshalb hier ein Tipp: Man holt sich von Tabakgeschäften einfach leere Zigarrenkisten (sind gut weil sie aus Zedernholz bestehen, was dem Tabak ein ganz eigenes Aroma gibt) Da legt man dann den 4-6 Wochen getrockneten Tabak hinein und stellt ihn an einen sehr warmen Ort wie zum Beispiel an die Heizung (muss ca. 45 C + heiß sein ) dort bleibt der Tabak für einige Wochen. Man kann ja ausprobieren wann er am besten schmeckt. Vielleicht schon nach der 2. Woche (starker Tabak), nach 4-5 Wochen wird er dann schon milder. Einfach ausprobieren. Dies sind typische Soßierungs-Rezepturen mit zuckerhaltiger Lösung, die den Tabak tatsächlich abmildert und weniger kratzend macht. Eine Empfehlung ist: Bei mehrtägiger Lagerung: Tabak ab und zu wenden ( umrühren ), damit er nicht schimmelt. Blitzverfahren (für Pfeifentabak) Um eine geringe Menge Pfeifentabak herzustellen, kann man sich eines alten Blitzverfahrens bedienen: Der Tabak wird 10 Minuten in kaltes (!) Wasser gelegt, ausgedrückt und geschnitten. Dann wird er mit etwas Puderzucker bestreut und auf einem Backblech im Ofen bei schwächster Hitze getrocknet. Er braucht dann nur noch in die Pfeife gestopft zu werden... Über den Werdegang meines eigenen Anbauprojektes werde ich in den nächsten Ausgaben berichten. Meine bisherigen Pflanzerfolge: Opas Anleitungen zur Soßierung Ende der 40er Jahre standen viele Kleinanbauer vor der Frage, wie man aus getrocknetem Tabak schnell und mit einfachen Hilfsmitteln Rauchtabak erhält. Lesen Sie sich die Tipps in Ruhe durch und entscheiden Sie an Hand Ihrer Möglichkeiten, welche Sie versuchen möchten. Alle Rezepte setzen, wo nicht anders erwähnt, entrippte Blätter voraus Einfachstes Verfahren Wer sich nicht viel Arbeit machen möchte, stellt eine Soße aus destilliertem Wasser oder sauberem Regenwasser und 30 Gramm Zucker je Liter her, in denen die Tabakbündel zwei Tage lang eingelegt und dann zum Trocknen aufgehängt werden. Beim Aufhängen dürfen die Blätter nicht aneinander kleben, da sonst Schimmel entstehen kann. Ein ähnliches Rezept arbeitet mit einem warmen Sud aus Dörrobst, in den die Tabakbüschel einige Stunden liegen und dann zum Trocknen aufgehängt werden. Bei derartigen Rezepten handelt es sich um die einfachste Form der Soßierung. Die dachtrockenen Blätter werden dabei in eine zuckerhaltige Lösung eingelegt und nehmen etwas Zucker auf, die beim längeren Trocknen noch einzelne Gärprozesse anstoßen. Letztlich wird jedoch der Eiweißgehalt durch den Zucker überdeckt. Der Geschmack kann angenehm sein, enthält jedoch bei kurzer Trocknung immer eine beißende Hintergrundnote. Derartiger Tabak wird besser, je länger er lagert. Intensives Verfahren Der dachreife Tabak wird geschnitten in einen Topf gegeben und vorsichtig mit etwas Sud aus Dörrobst kalt übergossen (Pflaumen, Rosinen, Sud darf kräftig sein). Insgesamt muss der Tabak mäßig feucht sein und kommt dann in einen Steinkrug, der mehrere Tage an einen mäßig warmen Ort gestellt wird. Es beginnen Gärungsprozesse, der Tabak ist dann rauchfertig, wenn er nicht mehr zu feucht ist. Übermäßige Verdunstung kann durch Abdecken mit einem Tuch verhindert werden. Dem Sud können Aromastoffe zugefügt werden, etwa Waldmeister, Rosenblätter oder Whisky. Eine Abwandlung dieses Rezepts für sehr sparsame Kleinanbauer empfiehlt, die sonst nicht verwendete Hauptrippe der Blätter mit zu verwenden: Sie wird entfernt, mit dem Hammer breit geklopft und klein geschnitten dem restlichen Tabak zugegeben. Die Anzucht des Samens hat nun ganz gut geklappt. Nun muss ich die Pflänzchen großzügig mit viel Erde mit Hilfe eines Teelöffels ausheben und in ein eingedrücktes Loch des größeren Gefäßes setzen. Das Pikieren (siehe letzte Ausgabe FREIeBÜRGER) in diesem frühen Stadium ist nötig, da die kleinen Wurzeln dann noch nicht ausgeprägt sind und weniger beschädigt werden können, als das bei älteren Setzlingen der Fall ist. Es muss sehr vorsichtig geschehen, denn Setzlinge mit beschädigten Wurzeln gehen sehr schnell ein!

20 20 FREIeBÜRGER You never walk alone Dieter Hollnagel ist Mitarbeiter der Schweriner Straßenzeitung Die Straße und Trainer der Nationalmannschaft des Homeless World Cup. Er hat in jungen Jahren natürlich selbst Fußball gespielt und danach seine Karriere als Trainer gestartet. Für den Höhepunkt seiner Laufbahn als Trainer wünschen wir ihm viel Glück. Folgendes Interview führte ich mit Bundestrainer Dieter Hollnagel beim zweiten Trainings-Camp. Herr Hollnagel, können Sie uns kurz Ihre Trainerkarriere beschreiben? Ich komme aus der ehemaligen DDR und habe anfangs die Jugendauswahl von Dynamo Schwerin betreut. Bei der in der Deutschen Demokratischen Republik jedes Jahr stattfindenden Spartakiade, trainierte ich dann eine Territorialauswahl der Bezirke Schwerin, Neubrandenburg und Cottbus. Mit welcher Zielstellung fahren Sie und das deutsche Team nach Edinburgh? Wir wollen dieses Mal vor allem als Team auftreten und uns sportlich gut verkaufen. Und in der Endabrechnung des Turniers wollen wir nicht in der unteren Hälfte stehen, sondern besser abschneiden als in den Jahren zuvor! In Graz und in Göteborg schnitt unsere Mannschaft vom Ergebnis her ja mehr als bescheiden ab. Ist der Kader dieses Mal stärker als in den Vorjahren? Rein sportlich gesehen haben wir in Edinburgh eine stärkere Mannschaft als in den Jahren zuvor. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass wir auch in diesem Jahr wieder davon ausgegangen sind, so viele deutsche Straßenzeitungen wie möglich an der WM zu beteiligen und somit nicht nur der sportliche Aspekt gezählt hat! Wird es in Edinburgh eine Art Trainerstab geben oder sind Sie allein für die sportlichen Belange zuständig? Ganz allein mache ich das nicht, Peter Skrabut aus Regensburg wird mir in den sportlichen Belangen assistieren. Er war bei den ersten beiden WM-Turnieren als Spieler dabei und hat dort als Mannschaftskapitän seine Aufgabe ganz gut erfüllt und hat das Vertrauen der Truppe. Haben Sie eine spezielle Spieltaktik entwickelt oder die Mannschaft auf gewisse Situationen besonders vorbereitet? Unsere Taktik ist auf die vorhandenen Spielertypen abgestimmt. Wir können mit einigen anderen Teams technisch nicht mithalten, besinnen uns daher auf typisch deutsche Fußballtugenden, nämlich Disziplin und Zweikampfstärke. Wir haben ziemlich große Spieler im Aufgebot und wenn die sich im Zweikampf gegen den Gegner durchsetzen, stehen sie praktisch vor dem Tor und können drauf schießen, nun müssen sie nur noch treffen!!! Gibt es für die Spieler Regeln, die sie während der WM auch außerhalb des Spielfeldes befolgen müssen? Wichtig ist, dass wir geschlossen als ein Team auftreten und uns vernünftig benehmen. Jeder Spieler wird dort genügend Freizeit haben, aber an den gemeinsamen Veranstaltungen kann auch jeder teilnehmen, schließlich bezahlt der Bundesverband auch genügend für die Teilnahme. Und wenn die Spieler am Abend nach den Spielen noch ein Bierchen trinken gehen, habe ich nichts dagegen, aber am nächsten Morgen zum Training sollen sie halt wieder fit sein! Nun noch eine Frage, die unsere Leser besonders interessieren wird. Wie steht es um die Form unserer beiden Freiburger Nationalspieler und werden sie in Edinburgh zum Einsatz kommen? Euer Ekki ist meiner Meinung nach der beste Spieler im deutschen Team und deshalb habe ich ihn auch als Mannschaftskapitän vorgeschlagen. Er wird in jedem Fall spielen. Flo ist ein sehr guter Torwart und da unser zweiter Keeper zusätzlich noch ein guter Feldspieler ist, gehe ich davon aus, dass Flo im Tor stehen wird. Vielen Dank für dieses Gespräch, Herr Hollnagel und viel Glück und Erfolg in Edinburgh!!! Carsten Sie haben die Spieler an zwei Wochenenden zum Trainingslager zusammengezogen. Reicht das Ihrer Meinung nach aus, um sich auf eine Weltmeisterschaft vorzubereiten? Natürlich reicht es nicht aus, um sich effektiv auf eine WM vorzubereiten, aber da unsere finanziellen Mittel sehr beschränkt sind, finde ich es trotzdem gut, dass der Bundesverband uns die Möglichkeit eines Trainingslagers gibt. Leider haben wir noch keinen Platz gefunden, an dem man auch wirklich Street-Soccer trainieren kann, denn das ist bekanntlich etwas ganz anderes als normaler Kleinfeldfußball! In einigen Ländern bestreiten die Mannschaften der verschiedenen Straßenzeitungen Ausscheidungsspiele, das beste Team fährt zur WM. Ist für die Zukunft etwas Ähnliches auch in Deutschland denkbar? Natürlich ist so etwas vorstellbar und wäre aus sportlicher Sicht auch ideal, aber leider reichen da unsere finanziellen Möglichkeiten nicht aus, um so etwas zu realisieren. Außerdem müsste dann auch gewährleistet sein, dass es in den einzelnen Zeitungen Fußballteams gibt, die regelmäßig trainieren, damit es auch Sinn macht. Bei uns in Norddeutschland würde das leider so aussehen, dass aus drei Zeitungen vielleicht eine Mannschaft entstehen würde. Unser Torwart Flo und Trainer Hollnagel

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