Herzstück Innovationswettbewerb - Projektstudie für nachhaltiges Bauen

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1 Herzstück Innovationswettbewerb - Projektstudie für nachhaltiges Bauen Global denken und lokal handeln Weniger ist ehr Zukunft gg gg Wirklich nachhaltige Architektur ist wahrscheinlich so, wie ein guter Schurwollpullover oder wie Maßschuhe. Es beginnt it der Auswahl von guten, langlebigen Materialien. Dann folgt die Herstellung it kultivierten, lange erlernten Techniken und Gespür für die Materialien. Betrachtet an die aktuellen Ansätze zu nachhaltigen Bauen, so fällt auf, dass es derzeit nur ein Modell zu geben scheint: Däung + Technikeinsatz. Das ist nicht ausreichend! Gesatbilanz überhaupt sinnvoll? Wie hoch der tatsächliche Kofortgewinn? Welche Aortisationszeiten sind angeessen? Lässt sich das Gebäude unbekannten, zukünftigen Nutzungen anpassen? Wie sehen Möglichkeitsräue aus? Welche Nutzungen ergänzen sich? Wie können Synergien gebildet werden? Wann ist ein Gebäude ausgelastet? Was ist tatsächlich wichtig und wertvoll? Was dient den Menschen? Welchen Stellenwert hat die soziale Diension des Lebens? Welchen Rau braucht Geeinschaft? Was verbindet uns it Räuen? Antworten finden, die ehrere Punkte gleichzeitig lösen. Dabei richtet sich die Auferksakeit nicht nur auf die einzelnen Bestandteile der Architektur, sondern insbesondere auch auf die Wechselbeziehungen zwischen Architektur, Grundrissgestaltung, bauliche Ufeld, Stadtkontext, innovativen Nutzungsöglichkeiten it optiierter Auslastung, Synergien, angeessener Einsatz von Mitteln, Möglichkeiten durch digitale Nutzervernetzung, etc. Hat an das gute Stück dann i Besitz, trägt an es gerne und hegt und pflegt es deentsprechend. Ist es defekt, lässt es sich gut reparieren. Zu eng geworden, kann an es verleihen, es weitergeben oder ändern, ohne dass es an Chare verliert sondern vielehr an Persönlichkeit und Charakter gewinnt. So hält und begleitet einen das gute Stück eine sehr lange Zeit, woöglich ein Leben lang. Und wenn es ein besonders gutes Stück ist, dann tragen es auch noch die Kinder und Enkel gerne und halten es in Ehren. Hinterfragen Vor diese Hintergrund üssen wir über den aktuellen Standard in größeren Zusaenhängen nachdenken und in Frage stellen. Nachhaltigkeit beginnt aber vor alle dait die richtigen Fragen zu stellen: Welche Potentiale hinsichtlich Nachhaltigkeit birgt die Planung selbst? Welchen und wie viel Rau brauchen wir eigentlich wirklich? Was ist kofortabel? Lässt sich das Weniger so gestalten, dass es sich trotzde genug anfühlt und darüber hinaus sogar noch einen Mehrwert bietet? Sind 21 C Rauteperatur ier richtig und notwendig? Welche Technik ist hinsichtlich der Effizienz, Suffizienz und Resilienz + X Es gilt alle drei Standbeine nachhaltiger Architektur Effizienz, Suffizienz und Resilienz - neu zu denken und it sozialen und gesellschaftlichen Ansätzen zu verknüpfen. Statt einer onokausalen Lösung wollen wir aus eine integrativen Denken heraus Wir halten es für wichtig, viel ehr kreative Energie für die Entwicklung von alternativen Modellen und Strategie einzusetzen, u integrierte und langlebige Lebensräue zu schaffen. Lageplan M 1:1000 = +12,68 = +12,68 = +12,68 = +6,97 = +6,97 2,68 = +12,68 = +10,64 = +10,64 = +10,64 0,64 = +10,64 = +7,30 = +7,30 97 = +6,97 91 = +3,91 0,00 = +/-0,00 = -0,36 = -0,36 Ost-Ansicht Ost-Ansicht Nord-Ansicht Nord-Ansicht = +7,06 = +7,06 = +7,06 = +6,97 = +6,97 = +6,97 = +3,91 = +3,91 = +3,91 = +3,91 = +3,91 = +/-0,00 = +/-0,00 = +/-0,00 = +/-0,00 = +/-0,00 = +6,97 = +6,97 West-Ansicht West-AnsichtWest-Ansicht Süd-Ansicht Süd-Ansicht Süd-Ansicht Ost-Ansicht Nord-Ansicht West-Ansicht Süd-Ansicht Ost

2 Herzstück. Rau zu Leben 2L Büro DG inkl. Multifunktionsrau 215q Haustechnik 2-L Büro DG inkl. Multifunktionsrau 215q Luftrau Haustechnik Server 2-L 67q Multifunktionsrau 2-L 67q Multifunktionsrau 2-L A-A Kern 61q B-B Kopierer Büro 22q Büro 22q Küche/Bar 31q Concierge Lobby/Cafe 52q Coworking Laden 51q Küche/Bar 31q Kern 59q Kern 59q Lager Lager Lager Kinderbetreuung 36q Allzweckrau/ Werkstatt 36q Allzweckrau/ Werkstatt 36q Cafeteria 74q Eingang Süd 23q Küche/Bar 31q Kern 59q Laden FoodSharing 51q Lobby/Cafe 52q vo Parkplatz BGF=1110q BRI ohne Keller=3914,3qq U= 78 von Straße und vo Pfarrhaus Concierge Coworking Laden 51q 1. Obergeschoss von Straße und vo Pfarrhaus von Straße und vo Pfarrhaus Lobby/Cafe 52q Büro 277,5q Bespr 24q 1. Obergeschoss Teeküche Büro 14q Büro 277,5q Bespr 24q Concierge Mediathek InfoSharing Kern 61q Kopierer Teeküche Büro 14q Büro 277,5q B-B Kopierer Teeküche A-A Kern 61q B-B 1. Obergeschoss Bespr 24q 67q Multifunktionsrau Bespr 24q Cafeteria 74q Kern 59q Luftrau Bespr 24q Büro 22q Server Garderobe Luftrau A-A Haustechnik Kern 59q Archiv Luftrau Grundrissvarianten Teaching Office Know-HowSharing Alternativer Multifunktionsrau 65q Archiv Luftrau Luftrau Server Kern 59q Alternativer Multifunktionsrau 65q 2L Mehrzweckrau CollectiveSharing 215q Cafeteria 74q Eingang Süd 23q vo Parkplatz BGF=1110q BRI ohne Keller=3914,3qq U= 78 Eingang Süd 23q vo Parkplatz BGF=1110q BRI ohne Keller=3914,3qq U= 78

3 Herzstück. Gebäudekonzept & Erschliessung Geschossfläche 370 q Co-Working, Büro auf Zeit, Coputerlehrgang für Senioren, Nachhilfeunterricht, Schülerbetreuung, Mietbüro, Büro, Rückenschule, Schüler helfen Schüler, Vereinssitzung, Coaching, Workshop, Pilates, Wochenendseinar, Chorprobe, Projektvorstellung Bürgerinitiative, Petchakucha, Lesekreis, Philatelisten, Tauschbörse, Unterrichtsangebot, Projektarbeit, Yoga, Gesangsabend, Public Viewing,... Obergeschoss Geschossfläche 370 q Co-Working, CIPRA, Mietbüro, Existenzgründer, Büro auf Zeit, Seinar digitale Bildbearbeitung, Prograschulung, Schülerhilfe, Share your Desk, Übersetzungsbüro, Freiberufler, Grafiker, HoeOffice, Sitzungen, Stickkurs,, Rau für Begegnung, Büro, Büro, Büro, Abendbetreuung Wochenendkurs, Inforatikertreffen, Blizzschach, Skatfreunde, Vortragstraining, Segelkurs, Aktzeichnen,... Geschossfläche 370 q Grundüberlegungen zur Gebäudekonzeption dd Für die Entwicklung des Gebäude- und Nutzungskonzeptes waren folgende Überlegungen und Prinzipien entwurfsbestiend: Entfügbarkeit, Wiederverwertbarkeit, Werthaltigkeit, Wertschöpfung, Regenerationsfähigkeit hinsichtlich Material, Konstruktion und Technik, aber auch hinsichtlich des zu schaffenden Raus. Ein innovativer, intelligenter Grundriss, der auch gut auf zukünftige Anforderungen adaptierbar ist und das Potential für Doppel- und Mehrfachnutzungen hat, erachten wir als wichtige Basis nachhaltiger Nutzung der Räue. die zentrale, speziell für den Entwurf und die Anforderungen entwickelte Doppeltreppe. Sie verbindet nicht nur die Ebenen iteinander, sondern bietet verschiedene Wegebeziehungen für axiale Flexibilität an und stellt Blickbeziehungen her. Als prägnanter architektonischer Rau, gibt sie de Haus Identität und regt spielerisch inforelle Begegnungen an. Das Treppensteigen wird zu Erlebnis und schickt den Aufzug in das Reich der Banalität. Vorbild für die Entwicklung des Raus waren städtische Räue wie an sie aus Altstädten kennt. Des Weiteren wurde de Miteinander und der Kounikation ein hoher Stellenwert eingeräut, denn unserer Meinung nach ist ein Aspekt von Nachhaltigkeit die Schaffung von Orten, die zukünftige Denkräue öffnen. Durch Begegnungen entstehen Gespräche, Ideen und Möglichkeiten und so kann Neues entstehen. Konzept und Rauorganisation U den Kern lagert sich ringförig ein Erschliessungsbereich an, der die geeinschaftlich genutzten Flächen iteinander verbindet und zugänglich acht. Die daran anschliessenden Räue können flexibel aufgeteilt und zusaengefasst oder ittels Schiebetüren aufgeteilt werden. Dank einer an der Aussenwand ulaufenden zweiten Infrastrukturschicht ist jeder Bereich it Elektrizität, Wäre und Tageslicht versorgt. Das Gebäude ist - gleich eine Bausta - zentrisch organisiert. Ein zentral eingestellter, leistungsfähiger Kern bildet das Herzstück. Er bietet auf drei Geschossen geeinsa nutzbare Infrastruktur wie Toiletten, Aufzug, Lager, Teeküche, etc. und birgt Diese Raukonfiguration eröglicht eine axiale Nutzungsflexibilität für Menschen it Ideen, die lang- oder kurzfristig ein einfach zugängliche Räue brauche. Kantine, Mietküche, Privatfest, Geeinsa Kochen, Kochclub Slow Food, Co-Working, Werkstatt, Bastelkurs, Repaircafe, Stundenbüro, Foodsharing-Shop, Kinderladen, Kurs Fahradreparieren, Laubsägen, Büro, Reisebüro, Beratungsstelle für nachhaltiges Wohnen, Gartenfest, Kita, FoodKooperative, Bastelkurs, Werken it Ton,... Untergeschoss Unter de Aspekt Was brauchen wir wirklich sind die Nebenräue iniiert. Stattdessen werden Stauschränke angeboten und vollwertige Räue statt Kellerräue. Flächen werden zu unterschiedlichen Zeiten geeinsa genutzt. Der territoriale Anspruch auf Rau ist eher teporär, statt dauerhaft. Geschossfläche 64,7 q Die Vernetzung ist der Schlüssel für das Zusaenleben der Nutzer und Ausdruck sozialer Strukturen. Isoetrie Rugeller Steige Schaltbare Vernetzung der Räue Treppenalternativen Referenzbilder Treppenrau Orte der Kounikation: Gassen, Durchblicke, Balkone, Passagen in alten Stadträuen

4 Herzstück. Einbindung in das Ortsufeld Schnitt. Schnitt. Schnitt A-A. Möglichkeitsräue Rundgang u das Gebäude Der vorgeschlagene Neubau ergänzt das vorhandene Enseble Pfarrhaus und Ziegenstall und führt es in eine neue Zukunft. I Zusaenspiel bilden die drei Gebäude einen vielfältigen Ort aus, der ein attraktiver und lebendiger Anziehungspunkt für die Bewohner von Ruggell ist. Frei von Bindung an Verein oder Ideologie werden hier Möglichkeitsräue eröffnet, für Kooperationen, Geeinschaftsprojekte und neue Modelle des iteinander Wirtschaftens, Arbeitens und Lebens. Hier werden Ideen geboren und finden Rau, u erprobt zu werden und sich zu entfalten. Von diese Platz aus gelangt an u das Gebäude heru in den Geeinschaftsgarten it Terrasse, der vo ehealigen Ziegenstall - der jetzt zu Velostall ufunktioniert ist flankiert ist. Die vorhandene Baustruktur soll weitestgehend erhalten werden, bzw. durch weitere Obst- und Nutzpflanzen ergänzt werden, die de Freirau eine besondere Atosphäre verleihen. Die Westfassade öffnet großzügig zu Garten hin und verbindet das Gebäude über eine große Terrasse it de Aussenrau. Anpassung an das Ufeld Der neu entwickelte Ort it seinen ufangreichen Möglichkeiten reagiert prograatisch und architektonisch auf den Bauort und bereichert die Dorfstruktur von Ruggell. Der neue Baukörper berücksichtigt die sehr heterogene Körnigkeit der ugebenden Bebauung und fügt sich trotz seiner Größe gut in das Ufeld ein. Er bietet genügend Flächen und abwechslungsreiche Räue und Möglichkeiten an, u ein attraktiver, vielfältiger und lebendiger Anziehungspunkt sein zu können. Baukörper Der entwickelte zweigeschossige Baukörper it annähernd quadratischer Grundfläche greift Dachforen der ugebenden Bebauung auf und ist it einer Mischung aus Wal- und Satteldach überspannt. Der Dachfirst ist in Ost-West-Richtung ausgerichtet, u einerseits ein optial für Solarkollektoren und Photovoltaik ausgerichtetes Süddach zu erhalten. Andererseits entsteht durch die diagonale Ausrichtung des Firstes über der Grundfläche ein prägnanter Baukörper it unterschiedlichen Traufhöhen, die durch ihre Höhenentwicklung zu Ufeld veritteln und prägnante Giebelfassaden ausbilden. Platzierung Der Neubau ist so auf der brach liegenden Wiese platziert, dass u das Gebäude heru abwechslungsreiche Aussn-, bzw. Stadträue entstehen. Zwischen Pfarrhaus, Stall und Neubau spannt sich ein kleiner Platz auf, der die drei Gebäude und deren Zugänge iteinander verknüpft. Die Giebelfassade it Eindruck arkiert den Eingang. Grundriss. M 1: 200 it Pfarrhaus und Velostall Von hier gelangt an auch auf die Südseite des Gebäudes, wo sich in einer Stichstraße die Parkplätze des Friedhofs befinden. Bislang liegt dieser Ort brach. I Zusaenspiel it der Friedhofsauer, den angrenzenden großen Bäue und de neuen Gebäude entsteht hier eine geschützte Platzsituation. Der Ort it seiner befestigten Fläche und nun hofartigen Atosphäre hat nun das Potential und die Infrastruktur sich zu eine Multifunktionsplatz zu entwickeln. Wird hier nicht geparkt, eignet er sich hervorragend für z. B. Dorffeste, Flohärkte oder als Spielöglichkeiten für Kinder. Die Ostfassade bildet eine Raukante entlang der Schellenbergstraße aus und entwickelt nach Süden hin eine kräftigere Erscheinung, u sich zur Kirche zu orientieren. Das Gebäude bietet hier weiter Zugänge, die bei Bedarf aktiviert werden können, wenn ein direkt von der Straße erschlossener Rau für z.b. ein Büro oder einen Laden gebraucht werden. Hier könnte dann beispielsweise eine Beratungsstelle, eine Kinderbetreuung, ein Geeinschaftsoder Tauschladen, ein Ort für Foodsharing oder ein Dorfladen entstehen, u nicht ausschließlich vo einzigen Einkaufszentru i Ort abhängig zu sein. Nach Norden hin ist das Dach abgeschleppt und verittelt zu niedrigeren Pfarrhaus. Die Traufkante führt zu zentralen Platz und zurück zu Haupteingang i Norden.

5 Tragwerkskonzept & Materialität Holztragwerk schafft axiale Flexibilität Das Tragwerk ist aus de lokal verfügbaren Material Holz it Leh und Leh konzipiert worden. Ein Holzskelett aus tragenden und aussteifenden Wandeleenten in der Fassade und zentral angeordneten Massivholzkernen übernehen den Vertikal- und Horizontallastabtrag. Die dazwischen entstandenen Räue sind frei von tragenden Eleenten und gewähren eine axiale Flexibilität in der Nutzung und Unutzung. Moderne Massivholzwände Die Wände und Decken sind i Wesentlichen aus assiven, lei- und etallfreien Soligno-Vollholz-Eleenten (www.soligno. co), das in einer Stärke von 24 bis 30 c verwendet wird. Gegebenenfalls ist es zusätzlich it Brettschicht- bzw. Brettsperrholz verstärkt. Soligno ist eine oderne Weiterentwicklung des traditionellen Blockbaus. Massivholzbohlen werden ittels alten und tradierten handwerklichen Zierannstechniken - Schwalbenschwanzverbindungen und Gratleisten in Fichte oder Esche zu großen, assiven Wandscheiben gefügt. Leh Miniierter Einsatz von Beton Als ehrlagig stehender Block erreicht dieses Material eine enor hohe Tragfähigkeit, die auch problelos und setzungsfrei den Bau ehrgeschossiger Gebäude eröglicht. Die ca. 16 c dünnen Vollholzeleente der Geschossdecken it Sichtschalung lagern auf Duobalken oder Konstruktionsvollholzbalken und generieren stützenfreie Grundrisse it Spannweiten bis zu 7,20. Unterseitig werden die Decken it Leh, ein in Ruggell gut verfügbares Material, verkleidet. Dieser wird als Stakendecke in die Balkenzwischenräue der Nebenträger eingehängt, weshalb der Balkenabstand auf c begrenzt ist. Der Leh dient als therische asse und ist durch seine strukturierte Oberfläche akustisch wirksa. Das Dach wird als traditionelles Pfettendach ausgeführt. Der hohe Vorfertigungsgrad der tragenden Bauteile iniiert die Belastung der angrenzenden Uwelt und Bevölkerung in der Bauphase. Entfügbarkeit Alle erdberührten Bauteile (Gründung, Bodenplatte, Keller) werden in Stahlbetonbauweise it Recyclingbeton hergestellt. Als Recyclingbeton (kurz: RC-Beton) wird nach der europäischen Nor EN ein Beton bezeichnet, dessen Gehalt an Gesteinskörnung zu indestens 25 Masseprozent aus Betongranulat und/oder Mischabbruchgranulat besteht. Durch die Beiischung von Recyclingaterial in frische Beton wird die Menge des auf Deponien verbrachten Bauschutts verringert und die Ressource Kies, als ein endlicher Rohstoff geschont. Nach de schon bei Holz angewendeten Prinzip des `Veredelten Rohbaus schlagen wir weiterhin vor, grobkörnigen Zierkies während des Betoniervorgangs in die Bodenplatte aus Stahlbeton einzustreuen. Nach de Abschleifen entfaltet sie dann eine lebendige, terrazzoähnliche Anutung und könnte den Fußboden des Haus der Nachhaltigkeit bilden. Durch die oben liegende Blockbohlendecken gewinnt die Deckenkonstruktion nicht nur enor an Steifigkeit, sondern bildet ebenso wie bei den anderen Holzbauteilen die fertigen Sichtoberflächen, bzw. des Innenraus. Diese werden lediglich gelaugt und geseift, u den hellen Holzton zu erhalten. Die verwendeten Materialien weisen eine optiale Ökobilanz auf und sind - wo ier öglich reversibel gefügt. Die Entfügung und hochwertige Wiederverwertung der Baustoffe wird so vereinfacht und überhaupt erst eröglicht. Das Grundprinzip bei der Herstellung aller Bauteilaufbauten ist deshalb das Schichten und Verbinden ohne die einzelnen Schichten iteinander zu verkleben. Die Holzbauteile werden i Wesentlichen iteinander verschraubt oder verkeilt. Gründung Es wird davon ausgegangen, dass das Gebäude flach gegründet werden kann. Sollten teilweise Lasten auf ein tieferes Niveau geführt werden üssen, so könnte das it reversiblen Erdschrauben geschehen, die relativ einfach wieder entfernt werden können. Isoetrien Tragwerk aussteifende Kernwände aus Brettsperrholz aussteifende Wandstücke aus Soligno Wandeleenten Vollholz-Deckeneleent Detailschnitt M1:20 Dach Blockholzbohlendecke Soligno Konstruktionsvollholz/ Duobalken Lehplatte/ Stakendecke Randträger aus Brettschichtholz Wandeleent Soligno Kupfer-Meanderprofilblech 50/50 - Lattung 40 - Konterlattung 40 - Unterdachbahn - Pavather-Cobi 100 Deklarierte Wäreleitfähigkeit SIA λd [W/K] Isofloc 120 0,038 W/( K) bei kg/³ Nennwert λd nach ETA-05/ Soligno Dacheleent 260 Passivhaus-Fenster Holz - Uf-Wert Fixverglasung 0,67 W/(2K) - Uf-Wert Öffnungsflügel 0,80 W/(wK) - Ug-Wert 0,6 W/(2K) - Verschattungspaneele perforiert, ausstellbar Materialuster Hinterlüftete Fassade Obergeschoss (U-Wert = 0,16 W/²K) : - Kupfer-Mäanderblech 30/30 - Lattung und Konterlattung 50 - PAVATEX-Unterdeckplatten ISOLAIR 22 Deklarierte Wäreleitfähigkeit SIA λd [W/K] 0,047 - Isofloc 120 0,038 W/( K) bei kg/³ Nennwert λd nach ETA-05/ Soligno Wandeleent 300 Soligno Labda (λ) = 0,097 lt. Prüfung ETH Zürich Träger Fassade - BHS-Träger 240/600 (für 7,48 -Feld) Deckenaufbau Kupferblech, Meanderprofil Kupferblech, Meanderprofil perforiert Lehforsteine Abgeschliffene Beton-Bodenplatte Soligno Massivholz-Eleente Gelaugte Holzoberflächen - Soligno Blockbohlendecke 260 it Sichtschalung - Installationsrau Leh-Rippendecke als ther. zwischen Duobalken 240/300 e= Unterzug BSH-Träger GI28c 240/580 Sockelgeschoss - Supfkalk-Glattputz - Einbettörtel it Gittergewebe - PAVATEX-DIFFUTHERM 120 Wäreleitfähigkeit SIA λd [W/K] 0,043 - Kalkzeent-Sockelputz - Perieterdäung 20 Bodenaufbau - Stahlbeton Streifenfundaente - Glasschotter OK Gelände = -0,36

6 Energiekonzept Anforderungen Das Haus der Nachhaltigkeit hat exeplarischen Charakter. Es soll bewussten Ugang it Ressourcen und unserer Uwelt in eine gebauten Beispiel erlebbar achen. Ob unser heutiges Verständnis von Nachhaltigkeit eine längere Standzeit aufweisen wird ist fraglich, wenn an sich die assiven Änderungen der Randbedingungen und die dait verbundenen Paradigenwechsel unserer Zeit vergegenwärtigt. Herausforderungen der Zukunft Globale Erwärung, Bevölkerungswachstu, Ressourcenverknappung, die globale Verschiebung von politischen Machtverhältnissen, technische Herausforderungen in Bereichen wie Mobilität und neue Energieträger werden sicher unser Weltbild in den nächsten Jahrzehnten assiv verändern. Uso herausfordernder ist die Aufgabe, ein Haus der Nachhaltigkeit zu bauen. Entwurfsansatz des Energiekonzepts Ein nachhaltiges Gebäude uss auch eine energetische Effizienz aufweisen, die nicht nur heutigen sondern auch zukünftigen Anforderungen öglichst gerecht wird. Dies setzt eine Optiierung des gesaten Systes voraus: Gebäudefor, Materialwahl, Grundrissorganisation it Nutzungskonzepten, Fassade und schließlich die Integration der geeigneten haustechnischen Koponenten üssen Hand in Hand gehen. Der Entwurf ist deshalb in eine integralen Prozess entwickelt worden, u die passive Leistungsfähigkeit des Gebäudes zu axiieren und dait gleichzeitig die notwendigen technischen Maßnahen zur Gebäudekonditionierung zu iniieren. Mit diese Ansatz fokussieren wir uns auf eine erlebbare Qualität i Gebäude, die durch das Material, die Aktivität und Einbindung des Nutzers deutlich wird. Technik wird auf ein sinnvolles Maß reduziert. Dieser einfache Ansatz bleibt transparent und erfahrbar. Zielsetzung Das Energiekonzept für das Haus der Nachhalitgkeit hat zu Ziel, ein Optiu an Innenrauqualität it iniale Energiebedarf zu erreichen. Robuste, passive Maßnahen, wie z. B. natürliche Belüftung, Nutzung solarer Gewinne und Nachtluftspülung zur Verbesserung des soerlichen Koforts werden bevorzugt verwendet. Die konsequente Miniierung des für den Gebäudebetrieb erforderlichen Energieeinsatzes eröglicht einen Ressourcen schonenden, kostengünstigen Betrieb it langer Restlaufzeit. Erreicht wird dies durch die Nutzung natürlicher Ressourcen (Tageslicht, natürliche Lüftung, Geotherie) und die Optiierung der technischen Systee (Lüftung it iniale Druckverlust, hocheffiziente Geotherie, tageslichtabhängige Kunstlichtsteuerung, etc.). Die Kobination von effizienten aber gleichzeitig bewährten und robusten technischen Koponenten sorgt auch für einen wartungsaren Betrieb. Energieversorgung und Heizung Die Wäreversorgung des Gebäudes ist auf Selbstversorgung ausgelegt und dafür, dass je nach Nutzungsintensität Überschüsse ins Netz einspeist werden können. Die Zentrale Einheit ist ein Schichtladewarwasserspeicher über die gesate Höhe des Gebäudes. Dieser Wärespeicher wird von therischen Hochleistungssolarkollektoren auf de optial ausgerichteten Süddach gespeist, der etwa 30 % des Gesatwärebedarfs deckt. Den verbleibenden Wärebedarf erzeugt eine Wärepupe in Verbindung it Erdsonden, die i Soer it den Wäreüberschüssen der Kollektoren regeneriert werden. Die Heizung der Räue erfolgt auf Niederteperaturniveau über statische Heizflächen. Die Verteilung erfolgt ausgehend vo Untergeschoss über Bodenkanäle i an die Fassade und dann vertikal i Bereich der Fassade. Bei Bedarf können die Heizkörper auch zur Kühlung des Gebäudes herangezogen werden. Das Süddach wird zur Stroproduktion it Photovoltaik belegt. Natürliche Lüftung Abluft Solartherie Nachtlüftung: Passive Kühlung Fotovoltaik Module aus de Dach Freiliegende, therische Masse Fassadenintegrierte Zuluftöffnung Soerlicher Kofort Der soerliche Kofort wird über therische Masse in der Decke und natürliche Nachtluftspülung sichergestellt. Leheleente in der Decke sorgen für eine gleichäßigere Teperatur und Feuchte in den Räuen. Nachts werden otorisch Klappen aufgefahren und das it kühler Außenluft natürlich entwärt. Die Ertdsonden bieten ein zusätzliches Kühlpotential. Die Heizkörper sind so ausgewählt, das sie bei Bedarf i Soer auch it kalte Wasser aus den Erdsonden betrieben werden können und so eine gewisse Kälteleistung bereitstellen. Wäretauscher zur Heizung und Kühlung Treppenhaus Großer Warwasserspeicher Wäretauscher zur Heizung und Kühlung Wärepupe + Geotherie Klia, Luft und Energie Die hochgedäte Hülle des Gebäudes in Verbindung it eine effizienten Sonnenschutz ist die Grundvoraussetzung für einen Ressourcen schonenden Betrieb. Wäretauscher zur Heizung und Kühlung Lüftung Das Gebäude wird natürlich gelüftet. Das Treppenhaus dient als Abluftkain und gewährleistet eine gute Durchströung. Zusätzliche kleine Klappen in der Fassade eröglichen auch i Winter eine feine Dosierung der Luftenge durch den Nutzer. Lüftungsapeln in den Räuen zeigen die Luftqualität an. Die Belüftung der Cafeteria Küche erfolgt echanisch. Fassadenintegrierte Zuluftöffnung Großer Warwasserspeicher

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