DER HEROLD. 49. Jahrgang, 4. Ausgabe, Juli / August 2010

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1 DER HEROLD I n f o r m a t i o n s b l a t t d e r G e m e i n d e A l t s t e t t e n Z ü r i c h K i r c h e J e s u C h r i s t i d e r H e i l i g e n d e r L e t z t e n T a g e 49. Jahrgang, 4. Ausgabe, Juli / August 2010 Liebe Geschwister und liebe Freunde Schon bald ist Ferienzeit, dann können wir aus dem alltäglichen Trott entfliehen, verreisen oder uns einfach erholen. Ich möchte Ihnen ein paar Gedanken und Fragen mit ins Reisegepäck geben, die ich aus einer Ansprache von Richard G. Scott habe. Auch wenn vieles, was wir tun und was gut ist, uns Vergnügen bereitet, ist es nicht der Hauptzweck unseres Erdenlebens. Trachten Sie danach, den Willen des Herrn zu erkennen und nicht nur das zu tun, was bequem ist oder das Leben leicht macht. Sie kennen seinen Plan des Glücklichseins. Sie wissen, was Sie tun müssen, oder Sie können es durch Studium und Gebet herausfinden. Tun Sie es bereitwillig. Der Herr hat verkündet: Es ist nicht recht, dass ich in allem gebieten muss; denn wer in allem genötigt werden muss, der ist ein träger, nicht aber ein weiser Knecht, und darum empfängt er keinen Lohn. Die Menschen sollen sich voll Eifer einer guten Sache widmen und vieles aus freien Stücken tun und viel Rechtschaffenheit bewirken; denn es ist in ihrer Macht, selbstständig zu handeln. Und wenn die Menschen Gutes tun, werden sie ihres Lohnes keineswegs verlustig gehen. Wer aber nichts tut, bis es ihm geboten wird, und dann das Gebot mit unschlüssigem Herzen empfängt und es nur auf träge Weise hält, der ist verdammt. (LuB 58:26-29) Es gibt so viel Faszinierendes und Aufregendes, was man tun kann, oder so viele Herausforderungen, die Sie unter Druck setzen, dass es Ihnen schwer fällt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren? Wenn die Dinge der Welt auf uns einströmen, wird viel zu oft falschen Dingen die höchste Priorität eingeräumt. Dann ist es leicht, den grundlegenden Zweck des Lebens zu vergessen. Der Satan hat ein mächtiges Hilfsmittel, das er gegen die guten Menschen einsetzt. Es heisst Ablenkung. Er sorgt dafür, dass das Leben guter Menschen mit guten Dingen angefüllt ist, sodass kein Platz für das Wesentliche bleibt. In Liebe, Ihr Bischof Walter Huwiler Dear Brothers, Sisters, and Friends, The summer holidays are almost upon us, when we can escape the daily grind, travel, or just relax. I would like to give you a few thoughts and questions from a talk by Richard G. Scott to pack along in your travel bag. Even if much of what we do is good and brings us pleasure, it is not the main purpose of our earthly existence. Strive to recognize the will of the Lord and not just do that which is easy or which makes your life easier. You know the plan of happiness. You know what you need to do, or you can find out through study and prayer. Do it willingly. The Lord proclaimed: For behold, it is not meet that I should command in all things; for he that is compelled in all things, the same is a slothful and not a wise servant; wherefore he receiveth no reward. Verily I say, men should be anxiously engaged in a good cause, and do many things of their own free will, and bring to pass much righteousness; For the power is in them, wherein they are agents unto themselves. And inasmuch as men do good they shall in nowise lose their reward. But he that doeth not anything until he is commanded, and receiveth a commandment with doubtful heart, and keepeth it with slothfulness, the same is damned. (D&C 58:26-29) There are so many fascinating and exciting things to do, or so many challenges that are pressuring you, that it becomes difficult to concentrate on what is fundamental? When worldly things swirl around us, all too often the wrong things are given priority. It can be easy to lose sight of the basic purpose of life. Satan has a powerful tool that he uses against good people. It is called distraction. He makes sure that the lives of good people are filled with 'good things', so that there is no room for the most important things. With love, your bishop, Walter Huwiler Hohlstrasse 535, CH 8048 Zürich, Telefon 044 / Telefax 044 / Internet

2 Wie steht s mit dem neuen Gemeindehaus in Bonstetten? 8. Juni 2010: Den ganzen Mai über hat die Pfahlbohrmaschine etliche Pfähle in den lehmig-weichen Boden gerammt; nun ist diese Arbeit beendet und die monströse Maschine steht (hinten) zur Demontage bereit. 25. Juni 2010: Bevor die Fundamentplatte fertiggestellt werden kann, müssen verschiedene Fundamentverstärkungen im Bereich der Pfähle eingelassen werden; deshalb die teilweisen Aussparungen. Damit auf dem ganzen Grundstück gepfählt werden konnte, musste die anfängliche Zufahrt zur Baustelle abgebrochen werden; sie ist in der Bildmitte noch zu erkennen. Wie auf diesem Bild sichtbar wird, musste die Zufahrtsrampe erneut verschoben werden, diesmal auf die rechte Seite. Die neue Zufahrt wurde links davon erstellt, nachdem dort zuerst Pfähle gesetzt worden waren. Auf dem benachbarten Grundstück im Hintergrund sind nun die Profile der angekündigten Gewerbebauten ausgesteckt worden. Das Grundstück wird noch immer entwässert, was an den umlaufenden Rohren gut zu erkennen ist. Hier eine letzte Impression von einem etwas anderen Blickwinkel aus.

3 Abendmahlsversammlungen Juli 2010 August Fast- und Zeugnisversammlung 01. Fast- und Zeugnisversammlung Leitung: Br. Richard Mühlbauer Leitung: Br. Chris Charles Organist: Br. Christian Gräub Organist: Br. Christian Gräub Dirigentin: Sr. Susanne Marbacher Dirigentin: Sr. Jessica Rama Lieder: Lieder: Abendmahlsversammlung 08. Abendmahlsversammlung "Der Weg nach Hause" "Segnungen der Heiligen Schriften" Leitung: Br. Chris Charles Leitung: Br. Richard Mühlbauer Organistin: Sr. Susanne Marbacher Organist: Br. Christian Gräub Dirigentin: Sr. Jessica Rama Dirigentin: Sr. Susanne Marbacher Lieder: Lieder: Ansprache Sabrina Römer 1. Ansprache Korey Kovac 2. Ansprache Elsbeth Ramsay 2. Ansprache Dominik Huwiler gem. Zwischenlied: 25 Herrliches Zion, hehr gem. Zwischenlied: 181 Die eiserne Stange erbaut 3. Ansprache Timothy Clutten 3. Ansprache Tyler Deans 18. Abendmahlsversammlung 15. Abendmahlsversammlung "Gehorsam" "Vorbereitung" Leitung: Br. Richard Mühlbauer Leitung: Bischof Walter Huwiler Organist: Br. Christian Gräub Organistin: Sr. Susanne Marbacher Dirigentin: Sr. Susanne Marbacher Dirigentin: Sr. Christina Kempa Lieder: Lieder: Ansprache Christina Kempa 1. Ansprache Wesley Johnson 2. Ansprache Jeffrey Rama 2. Ansprache Jessi Berg Musikeinlage Gemeindechor: Psalm 91 gem. Zwischenlied 158 Wähle recht! 3. Ansprache Walter Huwiler 3. Ansprache Chris Charles 25. Abendmahlsversammlung 22. Abendmahlsversammlung "Treuhandschaft" "Familie - Proklamation an die Welt" Leitung: Bischof Walter Huwiler Leitung: Br. Chris Charles Organistin: Sr. Susanne Marbacher Organist: Br. Christian Gräub Dirigentin: Sr. Jessica Rama Dirigentin: Sr. Susanne Marbacher Lieder: Lieder: Ansprache Amy Charles 1. Ansprache Conchita Krähenbühl 2. Ansprache Heidi Aeschbacher 2. Ansprache Nica Fierz gem. Zwischenlied: 151 Ich hab manche Pflicht zu tun Musikeinlage Gemeindechor: O seht, ein mächtger Engel fliegt 3. Ansprache Jacob Berg 3. Ansprache David Michels 29. Abendmahlsversammlung "Zeugnis" Leitung: Br. Richard Mühlbauer Organistin: Sr. Susanne Marbacher Dirigentin: Sr. Christina Kempa Lieder: Ansprache Carmen Moser 2. Ansprache Jessica Rama gem. Zwischenlied 87 Das Zeugnis 3. Ansprache Erich Fierz

4 Gemeindechor und Musik O seht, ein mächtger Engel fliegt Am 22. August 2010 wird unser Gemeindechor das Lied O seht, ein mächtger Engel fliegt singen. Bruder Christian Gräub hat das englische Kirchenlied I saw a Mighty Angel Fly für den Chor ins Deutsche übersetzt. Wer könnte mit mehr Inbrunst vom mächtigen Engel singen als die Heiligen der Letzten Tage? Vom selben Engel, von dem im Buch der Offenbarung gesprochen wird? In Offenbarung 14:6-7 lesen wir: Dann sah ich: Ein anderer Engel flog hoch am Himmel. Er hatte den Bewohnern der Erde ein ewiges Evangelium zu verkünden, allen Nationen, Stämmen, Sprachen und Völkern. Er rief mit lauter Stimme: Fürchtet Gott, und erweist ihm die Ehre! Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen. Betet ihn an, der den Himmel und die Erde, das Meer und die Wasserquellen geschaffen hat. Und aus Lehre und Bündnisse 133:36 erfahren wir, dass dieser Engel vom Herrn gesandt wurde und dass er das immerwährende Evangelium hat, und es den Menschen überbracht hat. Interessant ist, dass der Dichter des Textes ausserhalb unserer Kirche zu finden ist. Sein Name bleibt ungenannt. Das Lied wurde dann im Jahre 1950 ins englische Kirchengesangbuch aufgenommen, doch leider selten gesungen. So freut sich der Gemeindechor, Ihnen dieses Lied im August darzubieten. Möchten Sie dieses Lied gemeinsam mit dem Chor lernen? Dann lade ich Sie ein, an folgenden Sonntagen in die Proben zu kommen: Juli August 04. um 12:45 h 01. um 12:45 h 11. um 12:45 h 08. um 12:45 h 18. um 08:30 h (Auftritt) 15. um 12:45 h 25. keine Probe 22. um 08:30 h (Auftritt) 29. keine Probe Die Proben dauern jeweils ca. 45 Minuten Uf Wederluege!, Susanne Marbacher

5 & b? b 4 4 œ O Er Ehrt œ q Freudig O seht, ein mächtger Engel fliegt œ œ œ œ œ seht, ruft, Gott, ein mächt - wie mit den Schöp - œ œ œ œ ger Po - fer, œ œ œ œ œ œ En - sau - der gel nen - re - fliegt, schall: giert bahnt "Ver - die œ œ œ œ œ œ œ œ œœ œ sich nehmt Him - den das mel, Weg zur Wort des Meer und œ œ œ œ œ œ œ œ œ. Erd; Herrn! Land;. œ bringt Froh - der œ 5 & b œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œœ œ. œ œ? b aus lockt, al - der ihr le Höh die Län - der, Men - schen œ œ œ œ Bot - ü - rich - schaft ber - ten mit, all: wird die der mit œ œ œ œ œ Freu - de Hei - land güt - ger uns be - ist nicht Va - ter - œ œ œ œ œ œ œ œ œ schert. fern!" hand.. Der Er Lob - œ œ 9 & b œ. œ. j œ œ œ œ œ œ J œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ? b Wahr - heit ruft: "Ihr prei - set œ. œ. œ J rei - Völ - Gott œ œ ner, ker, an œ œ œ kla - mer - je - rer ket dem Ton, auf, Ort des dass und œ œ œ œ œ E - van - ge - liums ihr nicht län - ger rühmt den Na - men œ œ œ œ œ œ œ œ œ Licht, ver - säumt! Ehrt sein! Ver - œ œ 13 & b œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œœ œ.? b trei - Gott, kün - ben der det Zwei - fel, lenkt der froh des œ œ œ œ Angst Wel - En - und ten gels Hohn, Lauf, Wort, das macht so œ œ œ œ œ schenkt euch kost - uns den bar Zu - Herrn und ver - zum so œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ œ sicht. Freund." rein.. Text: Anonymus, ca Musik: Englische Melodie, arr. Ralph Vaughan Williams ( ); Abdruck aus dem English Hymnal mit Genehmigung der Oxford University Press. Nachdruck nur mit Genehmigung vom Inhaber des Copyrights. Übersetzung: cg 06/2010 Offenbarung 14:6-7 Lehre und Bündnisse 133:36-39, 52-53

6 EINLADUNG Das Utah Valley University Ensemble präsentiert WERKE VON ZEITGENÖSSISCHEN AMERIKANISCHEN KOMPONISTEN aufgeführt von Hilary Demske, Klavier Matthew Nelson, Klarinette Jayne Drummond, Englischhorn Donna Fairbanks, Violine Donnerstag, 15. Juli 2010, 19:30 Uhr Pfahlhaus Zürich der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Herbstweg 120, Zürich-Schwamendingen Eintritt frei

7 Sonntagsschule Lektionen der kommenden Monate aus dem Evangeliumslehreleitfaden zum Alten Testament: Datum Lektion Lehrer, -in JAE 4/ Juli Der Herr aber sieht das Herz E. Meyer M. Käser 1 Samuel 9-11; 13; / Juli Der Herr soll ewig mein und dein Zeuge sein E. Meyer E. Meyer 1 Samuel 18-20; 23, 24 18/ Juli "Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz" E. Meyer Ch. Gräub 2 Samuel 11; 12; Psalm 51 25/ Juli Alles, was atmet, lobe den Herrn! E. Meyer M. Käser Die Psalmen 1/ August König Salomo: Mann der Weisheit, Mann der Torheit E. Meyer M. Käser 1 Könige 3; / August "Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln" E. Meyer Ch. Gräub 1 Könige / August Kommt zum Haus des Herrn E. Meyer M. Käser 2 Chronik 29; 30; 32; 34 22/ August "Wohl dem Mann, der Weisheit gefunden" E. Meyer Ch. Gräub Sprichwörter und Kohelet 29/ August "Ich weiss: mein Erlöser lebt" E. Römer M. Käser Ijob 1; 2; 13; 19; 27; 42 "Rede, Herr; denn dein Diener hört." (1 Samuel 3:9)

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10 DEAR ELDERS QUORUM Jesus Christ is the ultimate example for us. We can learn how to be better fathers and priesthood holders through his example. One of the ways we can learn from his example is by identifying his attributes and changimg our behavior to emulate his. One of his attributes that we can emulate is how he expresses love. The savior showed the ultimate example of love both in his willing sacrifice of the atonement, as well as during the course of his life by the way he interacted with others. His life is full of words and deeds that clearly indicated his deep and genuine regard for all of God s children. In the general conference of autumn 2009, Elder David A. Bednar gave a talk entitled More Diligent and Concerned at Home, which addressed three things we could do to strengthen our families as we become more diligent and concerned in our homes. The first suggestion of his was to express love, and to show it. I would like to highlight a few key points Elder Bednar shares in this talk. His first key point is that we simply should sincerely and frequently express love to our spouse, our children and to our parents and siblings. We don t need to use flowery words, but rather we need to truly mean what we say, and say it often. Perhaps we may feel awkward or a little embarrassed, but the recipient of such expressions will truly appreciate them if we mean what we say. Elder Bednar reminds us that saying I love you is only the beginning. He says: We need to say it, we need to mean it, and most importantly we need consistently to show it. As they say, actions speak louder than words. He then quotes President Thomas S. Monson, who said: Often we assume that [the people around us] must know how much we love them. But we should never assume; we should let them know. We will never regret the kind words spoken or the affection shown. Rather, our regrets will come if such things are omitted from our relationships with those who mean the most to us ( Finding Joy in the Journey, Liahona and Ensign, Nov. 2008, 86). It is so true, that while we will never regret expressing love to someone, we will very likely regret not expressing love to someone we deeply care for. LIEBES ÄLTESTENKOLLEGIUM Jesus Christus ist das vollkommene Beispiel für uns. Durch sein Beispiel lernen wir, wie wir bessere Väter und Priestertumsträger werden können. Einer der Wege, wie wir von seinem Beispiel lernen können, ist, uns mit seinen Eigenschaften zu identifizieren und zu versuchen, unser Verhalten dem seinen anzupassen. Eine seiner nachahmenswerten Eigenschaften ist, wie er die Liebe zum Ausdruck bringt. Der Heiland zeigte uns ein vollkommenes Beispiel der Liebe einerseits durch seine bereitwillige Hingabe zur Vollbringung des Sühnopfers, andererseits während seines ganzen irdischen Lebens auf die Art und Weise, wie er mit anderen umging. Sein Leben ist voll von Worten und Taten, die deutlich seine tiefe und aufrichtige Sorge für alle Kinder Gottes zum Ausdruck bringen. An der Herbst-Generalkonferenz 2009 hielt Elder David A. Bednar eine Ansprache mit dem Titel Zu Hause eifriger und besorgter, die drei Dinge hervorhebt, die wir tun können, um unsere Familien zu stärken, während wir uns darum bemühen, zu Hause eifriger und besorgter zu sein. Der erste Vorschlag von ihm war, unsere Liebe durch Worte und durch die Tat zu bekunden. Ich möchte ein paar wichtige Punkte hervorheben, die Elder Bednar in seiner Ansprache mitteilte. Sein erster wichtiger Punkt ist, dass wir einfach nur unsere Liebe aufrichtig und häufig zum Ausdruck bringen, und zwar gegenüber unserem Ehepartner, unseren Kindern, Eltern und Geschwistern. Wir brauchen keine blumigen Worte zu gebrauchen, sondern wir müssen wirklich meinen, was wir sagen und es oft sagen. Vielleicht fühlen wir uns unsicher, unbehaglich oder sogar ein wenig verlegen dabei, aber wenn wir sagen, was wir meinen, wird wer auf diese Art unsere Zuwendung erfährt sie wirklich zu schätzen wissen. Elder Bednar erinnert uns daran, dass die Worte Ich liebe dich nur der Anfang sind. Er sagt: Wir müssen es sagen und es auch meinen, doch vor allem müssen wir es beständig zeigen. Man sagt, die Tat wirke mächtiger als das Wort. Er zitiert dann Präsident Thomas S. Monson, der sagte: Oftmals meinen wir, [unsere Mitmenschen] wüssten ganz bestimmt, wie lieb wir sie haben. Wir sollten das aber nicht vermuten, wir sollten es sie wissen lassen.... Wir werden es nie bedauern, wenn wir etwas Nettes sagen oder Zuneigung zeigen. Wir werden

11 Finally, Elder Bednar shares a very insightful understanding of the gospel of Jesus Christ. He says: The relationship between love and appropriate action is demonstrated repeatedly in the scriptures and is highlighted by the Savior s instruction to His Apostles: If ye love me, keep my commandments (John 14:15). Just as our love of and for the Lord is evidenced by walking ever in His ways (see Deuteronomy 19:9), so our love for spouse, parents, and children is reflected most powerfully in our thoughts, our words, and our deeds (see Mosiah 4:30). May we all be doers of the word and not hearers only, and regularly express our love through words and actions. As we do this we will be able to nurture and sustain the faith of those we care for and in so doing become better fathers, better priesthood holders and better disciples of Christ. Your Elders Quorum Presidency, Nathan Barnhart, Erich Fierz, Dave Michels es vielmehr bedauern, wenn wir dergleichen in den Beziehungen, die uns am meisten bedeuten, unterlassen. ( Freude an der Reise finden, Liahona, November 2008, Seite 85f.). Es ist so wahr, dass wir zwar nie bereuen werden, jemandem gegenüber unsere Liebe bekundet zu haben, wohl aber, jemandem, der uns sehr am Herzen liegt, unsere Liebe nicht bekundet zu haben. Schliesslich teilt uns Elder Bednar ein sehr aufschlussreiches Verständnis vom Evangelium Jesu Christi mit. Er sagt: In den heiligen Schriften wird wiederholt aufgezeigt, in welchem Verhältnis Liebe und ein entsprechendes Verhalten zueinander stehen; dies wird auch durch diese Anweisung des Erretters an seine Apostel deutlich: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten. (Johannes 14:15.) So wie sich unsere Liebe zum Herrn darin kundtut, dass wir unser Leben lang auf seinen Wegen gehen (siehe Deuteronomium 19:9), zeigt sich unsere Liebe zu unserem Ehepartner, unseren Eltern und Kindern am eindringlichsten in unseren Gedanken, Worten und Taten (siehe Mosia 4:30). Mögen wir alle Täter des Wortes und nicht nur Hörer sein, und lassen Sie uns regelmässig unsere Liebe durch Worte und Taten zum Ausdruck bringen. Indem wir dies tun, können wir den Glauben derjenigen nähren und stärken, für deren Wohl wir verantwortlich sind und damit beständig bessere Väter, bessere Priestertumsträger und bessere Jünger Christi werden. Ihre Ältestenkollegiumspräsidentschaft Nathan Barnhart, Erich Fierz, Dave Michels Priestertumsklassen: Juli August 2010 Datum Thema Lehrer 4. Juli Fastsonntag Klasse von der Leitung Chris Charles 11. Juli Kapitel 13: Das Priestertum Orlando Fierz 18. Juli Kapitel 14: Die Organisation des Priestertums Christian Gräub 25. Juli Die Heilung der Kranken Elder Dalin H. Oaks Liahona, Mai 2010, Seite Aug. Fastsonntag Klasse von der Leitung Erich Fierz 8. Aug. Kapitel 15: Das Bundesvolk des Herrn Jacob Berg 15. Aug. Kapitel 16: Die Kirche Jesu Christi in früherer Zeit Timothy Clutten 22. Aug. Keinen Raum mehr dem Feind meiner Seele Elder Jeffrey R. Holland Liahona, Mai 2010, Seite Aug. Gemeinsame Klasse Bischofschaft

12 FHV Die Liebe hört niemals auf Frauenhilfsvereinigung der Gemeinde Altstetten Zürich Sonntage im Juli Fastsonntag: Klasse mit Nica Fierz 11. Lektion 13: Das Priestertum, Klasse mit Michelle Burri 18. Lektion 14: Die Organisation des Priestertums ; Klasse mit Vreni Huwiler 25. Lehren für unsere Zeit: Generalkonferenzliahona Frühling 2010, S. 47 Die Heilung der Kranken Elder Oaks, Klasse mit Susanne Marbacher Sonntage im August Fastsonntag: Klasse mit Rahel Gräub 08. Lektion 15: Das Bundesvolk des Herrn, Klasse mit Linda Adamczyk 15. Lektion 16: Die Kirche Jesu Christi in früherer Zeit ; Klasse mit Vreny Huwiler 22. Lehren für unsere Zeit: Generalkonferenzliahona Frühling 2010, S. 6 Die Macht des Priestertums Elder Boyed K. Packer 29. Gemeinsame Klasse Versammlungen unter der Woche Samstag, 10. Juli FHV Aktivität: Uhr Stricktag! Wir stricken zusammen für ein Spital in Zambia! 10 am -4 pm: Knitting-day! We knitt for a hospital in Zambia! Mittwoch, 25. Aug 19:30 Uhr FHV Aktivität: Internationales Essen! Jede bringt bitte ein Essen aus ihrem Land mit für s Buffet. RS Activity: International dinner! Everybody brings a dish from her country for the buffet. Samstag, 28. Aug Missions - Ausstellung: Wir unterstützen die Missionare an der Bahnhofstrasse (beim Globus)! Uhr. Missionary-street-display: We want to support the missionaries at the Bahnhofstrasse (in front of Globus)! 10am-4pm.

13 FHV Die Liebe hört niemals auf Liebe Schwestern, Für jeden sieht die familiäre Situation anders aus. Manche Familien bestehen aus Vater, Mutter und Kindern, die noch bei ihnen wohnen. Manche Eltern haben keine Kinder mehr zu Hause. Viele Mitglieder der Kirche sind alleinstehend und manche sind alleinerziehend. Andere sind verwitwet und leben allein. Wie unsere Familie auch aussieht, jeder von uns kann daran arbeiten, seine eigene Familie zu stärken, oder mithelfen, andere Familien zu stärken. Die heiligen Schriften, der Familienabend und das Familiengebet machen die Familie stark. Wir müssen jede Gelegenheit ergreifen, Familien zu stärken, und einander unterstützen, damit wir auf dem rechten Weg bleiben. (Barbara Thompson, Zweite Ratgeberin in der FHV-Präsidentschaft) Als FHV möchten wir einander helfen, unsere Familie zu stärken. Wir geben Zeugnis von der ewigen Bedeutung der Familie, und spornen jede Schwester an, sich auf die Grundlagen zu konzentrieren, die unsere Familien stärken. Dear Sisters, "Each of us is in a different family situation. Some families have a mother and father with children at home. Some couples no longer have children at home. Many members of the Church are single, and some are single parents. Others are widows or widowers living alone. "No matter what our family looks like, each of us can work to strengthen our own families or help in strengthening others. "Scriptures, family home evening, and family prayer will strengthen families. We need to take every opportunity to strengthen families and support one another to stay on the right path." (Barbara Thompson, second counselor in the Relief Society general presidency) As a Relief Society, we want to help one another strengthen our families. We bear testimony of the eternal importance of families and encourage each of us to focus on the basics that will make our families stronger! Mit Liebe, Ihre FHV Leitung Nancy Michels, Rahel Gräub, Nica Fierz, Debora Lichtblau

14 AE / JAE Alleinstehende Erwachsene / Junge Erwachsene Liebe Geschwister, Wir freuen uns, Ihnen für die Monate Juli und August 2010 ein Programm mit interessanten und wichtigen Aktivitäten anbieten zu können. Wir möchten Sie freundlich ermuntern, daran regelmässig teilzunehmen. Beachten Sie auch den Heimabend jeweils am Montagabend von bis ca Uhr. Meistens treffen sich die Alleinstehenden am Montagabend privat bei sich zu Hause oder unternehmen gemeinsam etwas (Kino, Sport, Spiele, Kochen, Singen oder Musizieren usw.). Es wird empfohlen, sich jeweils sonntags zu orientieren, was für den Heimabend geplant ist und wo er stattfindet. Daher kann auf dieser Seite nur rudimentär auf die Heimabende hingewiesen werden. Sr. Sabrina Römer versendet jeweils die entsprechenden Informationen per . Falls Sie bisher noch nicht auf diesem Verteiler sind, so melden Sie sich bitte bei uns. Bei Pfahlaktivitäten sind zum Teil nähere Informationen, wie genaue Zeit und Ort der Durchführung, noch nicht bekannt. Informieren Sie sich bitte am Anschlagbrett im Gemeindehaus oder erkundigen Sie sich bitte direkt bei den zuständigen Repräsentanten. Wir wünschen Ihnen viel Freude und weitere wertvolle Erkenntnisse in der Kirche des Herrn sowie einen schönen Sommer. Mit lieben Grüssen: Br. Edi Meier und die beauftragten Geschwister. Veranstaltungskalender Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Bruder Edi Meier, Tel , Für die Belange der JAE ist Schwester Sabrina Römer, Tel , zuständig. Siehe auch unter: oder unter Alle sind herzlich eingeladen, jeweils montags um Uhr den Heimabend im Gemeindehaus Altstetten bzw. nach Ansage am Sonntag zu besuchen. Nehmen Sie auch an den sportlichen Aktivitäten jeweils samstags um Uhr in der Turnhalle des Schulhauses Mettlen in Wettswil teil (diese finden infolge Ferien aber nur am 3.7. und sowie am statt). 02. Juli Uhr: Institutsabschluss mit anschliessendem Abendessen in Zollikofen. 02. Juli Uhr: Grün-Gold-Ball in Zollikofen. 03. Juli Tempelfahrt (08.00 Uhr: Siegelungen; Uhr: Taufen für Verstorbene). 03. Juli Uhr: Pfahl-Fussball-Turnier in Winterthur. 03. Juli Beginn AE 50+ Seniorenwoche in Leukerbad (bis ). 05. Juli Uhr: Heimabend für (J)AE im Gemeindehaus bzw. nach Ansage am Sonntag bzw. per (sowie jeden Montagabend im Juli und August 2010). 06. Juli Uhr: Blutspenden im Pfahlhaus Zürich. 15. Juli Uhr: Konzert des Utah Valley University Ensembles im PfH Zürich. 16. Juli Uhr: Abf. Bhf. Hedingen für Gemeinde-Tempelfahrt (Anm. b. Bischof). 17. Juli Pfahl-Tempeltag. 02. Aug. Beginn JAE-Gebietstagung, Melchtal (bis ). 20. Aug Uhr: Abf. Bhf. Hedingen für Gemeinde-Tempelfahrt (Anm. b. Bischof). 21. Aug Uhr: Pfahl-Tempeltag mit Kinderbetreuung. 27. Aug. JAE Beach-Party, Winterthur. 31. Aug Uhr: Institutseröffnung im RIZZ (Pfahlhaus Zürich, Herbstweg 120). Beteiligen Sie sich bitte auch an allen übrigen Veranstaltungen (siehe letzte Umschlag- Seite dieser HEROLD-Ausgabe).

15 Die Jungen Damen der Gemeinde Altstetten Sei mutig und stark! Fürchte dich also nicht, und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir bei allem, was du unternimmst. Josua 1:9 July Do Keine Aktivität/no activity Sa JD/JM Tempelfahrt / yw/ym temple trip 11h Taufsession So Klasse 2:24 Jenni Do Keine Aktivität/no activity Sa JD/FHV Aktivität Babymützen stricken 10-16h yw/rs activity knitting baby hats So Klasse 2:25 Beehives (Megan) Mia Maids (Meike) Do :30h Bowling mit JM/bowling with ym in Dielsdorf So Klasse 2:26 Beehives (Jeana) Mia Maids (Meike) Do Ferien/vacation So Klasse 2:27 Beehives (Meike) Mia Maids (Jeana) Do Ferien/vacation August So Klasse 2:28 Jenni Mo Sommerlager bis /yw summercamp until Aug 7th So Klasse 2:29 Beehives (Jeana) Mia Maids (Meike) Do Ferien/vacation So Klasse 2:30 Beehives (Meike) Mia Maids (Jeana) Do Ferien/vacation So Klasse 2:31 Beehives (Megan) Mia Maids (Meike) - JUKO Do Keine Aktivität/no activity Sa/So 28/ Jugendweekend Winterthur/stake youth weekend Winterthur

16 SONNTAGS-PROGRAMM und AKTIVITÄTEN (diese beginnen jeweils um 19:00 Uhr) Juli 2010 August Kl. #2.31 Vergebung 01. Kl. Missionare Diakone: PJ / Lehrer: KK / Priester: TD 11. Kl. #2.33 Strebt nach Wissen Diakone: PJ / Lehrer: KK / Priester: TD 08. Kl. #2.37 Die Aufgaben der Frau verstehen Diakone: PJ / Lehrer: KK / Priester: TD 18. Kl. #2.34 Die Macht des Vorbilds 15. Das neue Pflicht vor Gott Programm / Diakone: PJ / Lehrer: KK / Priester: TD 25. Kl. #2.36 In allem dankbar sein Diakone: PJ / Lehrer: KK / Priester: TD Planung K. Kovac 22. Kl. #2.38 Rechtschaffen in einer schlechten Welt leben Diakone: PJ / Lehrer: KK / Priester: TD 12:45 JUKO 29. Kl. #2.39 Sittlicher Mut Diakone: PJ / Lehrer: KK / Priester: TD Do, 1. Juli 2010 Sa, 03. Juli 2010 Do, 08. Juli 2010 Do, 15. Juli 2010 Do, 22. Juli 2010 Do, 29. Juli 2010 Do, 05. August 2010 Do, 12. August 2010 Do, 19. August 2010 Do, 26. August 2010 Sa, 28. August 2010 Keine Aktivitäten JM/JD Tempeltag 18:00 JM Aktivität: Alpamare 18:30 JM/JD Aktivität: Bowling Keine Aktivitäten: Ferien Keine Aktivitäten: Ferien Keine Aktivitäten: Ferien Keine Aktivitäten: Ferien Keine Aktivitäten: Ferien Keine Aktivitäten JM/JD-Jugendweekend mit Beach-Party, Winterthur (bis Sonntag, 29. August 2010, 16:00) * * * Faszinierende musikalische Andacht am 13. Juni 2010 Am Sonntag, 13. Juni 2010, hatten wir gegen 30 sangesfreudige Mitglieder der Gemeinde Richterswil bei uns in Altstetten zu Gast, welche unter dem Titel Wer war Jesus? eine wunderschöne musikalische Andacht darboten. Die knapp einstündige Präsentation von Steven und Janice Kapp Perry mit dem Origianltitel This is Jesus führte in Musik und Wort durch das Leben Jesu Christi, angefangen mit seiner Erwählung im vorirdischen Dasein über sein irdisches Wirken bis hin zur Aussage: Dieser Jesus, der von euch ging und in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen. (aus Apostelgeschichte 1:9-11). Der stimmgewaltige Chor brachte den Inhalt der einzelnen Lieder hervorragend zum Ausdruck und arbeitete die ganze Dynamik mal leise-besinnlich, mal fröhlich-tänzerisch, mal majestätisch-gewaltig mit ein. Unterstützt wurden die von Beatrice Cziesla angeleiteten Sänger und Sängerinnen durch Suzanne Landis am Klavier, welche die teils anspruchsvollen Passagen mit Bravour meisterte. Verschiedene Instrumente wie Triangel, Marktree oder Flöte verliehen einzelnen Passagen einen zusätzlichen klanglichen Farbtupfer, was die ganze Darbietung sehr bereicherte. Einzelne Solo- oder Duettpassagen lockerten die Kantata zusätzlich auf und sorgten immer wieder für Spannung. Wunderschön anzusehen waren auch die Bilder, die passend zu den einzelnen Text- und Musikpassagen auf eine grosse Leinwand projiziert wurden. Entstanden war das Projekt der Gemeinde Richterswil fast zufällig: Missionare traten an die Mitglieder heran, weil sie einzelne Lieder aus der Kantata singen wollten. Die Angesprochenen merkten schnell, dass dies nicht einfach so by-the-way zu bewerkstelligen war, und so entstand dieses anspruchsvolle und herrliche Gemeindeprojekt, in dessen Genuss wir, die gegen 80 Zuhöhrer und Zuhörerinnen in Altstetten, nun gekommen sind. Herzlichen Dank!

17 Auffahrtsausflug vom 13. Mai 2010 rund um den Türlersee Die Monate Mai und Juni bleiben uns vor allem des vorwiegend nasskalten Wetters wegen in fröstelnder Erinnerung. Wenig erstaunlich präsentierte sich denn auch der Morgen des Auffahrtstages als regnerisch und frisch. Wir hatten vorgesorgt und in einem Leiterwagen Cheminéeholz mitgeführt; an geeigneter Stelle machten wir Rast und unter fachkundiger Anleitung von Bruder Edi Meier wurde das Holz mit dem Beil zurechtgehackt. Doch auch solche Regentage haben ihren ganz besonderen Reiz. So war es eine Freude, all die fröhlich plätschernden Wiesenbächlein zu sehen und ihrem Murmeln und Rauschen zu lauschen, was uns sehr an das PV-Lied Gib, sagt der kleine Bach erinnerte. Auf diese Weise gelang es uns rasch, ein wärmendes Feuer zu entzünden, auf dem wir später das mitgebrachte Grillgut braten konnten. So schauen wir auf einen Auffahrtsausflug zurück, an dem alle trotz Regen Gefallen fanden. Das junge Grün der Bäume war eine Augenweide, und die ganz aufmerksamen Spaziergänger entdeckten brütende Enten, silberne Muschelstücke aus dem Türlersee, Molche, die fast regungslos in den Tümpeln am Wegesrand hausten und riesengrosse Weinbergschnecken, die sich ganz offensichtlich am Wetter freuten.

18 Zum Ende der Schweiz Mission Zürich (von Christian Gräub) Zum 1. Juli 2010 geht mit der Auflösung der Schweiz Mission Zürich still und von den wenigsten bemerkt eine fast 160-jährige Ära zu Ende, die es wert ist, innezuhalten und kurz über sie nachzudenken. Immerhin handelt es sich um die acht - älteste Mission der Kirche 1, die zu existieren aufhört. Als Elder Lorenzo Snow ( ) mit seinen wenigen Mitarbeitern am 24. November 1850 den Mount Brigham unweit des Städtchens Torre Pellice im Piemont erklomm, hatten sie wohl nur eine wage Ahnung davon, wie sehr sich ihr Handeln auf kommende Generationen auswirken würde. Oben angekommen, sahen wir voll Entzücken die bezaubernde Kulisse der Natur um uns herum. Vor uns lag eine Ebene, so unermesslich, dass es schien, als sei die Unendlichkeit sichtbar geworden. Alles in dieser fruchtbaren Weite schien ähnlich zu sein, und doch war nichts Eintöniges darin. 2 Jeder, der einmal auf diesem Plateau, dem Fels der Prophezeiung, gestanden hat, weiss, wie trefflich Lorenzo Snow die erhabene Szenerie beschreibt, die sich einem dort oben bietet. Nachdem sie gesungen und gebetet hatten, ordinierte [ich] auch Ältesten Stenhouse zum Hohen Priester und betete darum, dass sich in der Schweiz ein Weg für ihn auftun möge, damit die Arbeit in diesem interessanten Land vorangetrieben werden könne. Lorenzo Snow war zu dieser Handlung vom Herrn inspiriert worden, denn, so schreibt er, ich fühlte, dass es weise sei, den Ältesten Stenhouse in die Schweiz zu senden und den Ältesten Woodard in Italien zu lassen. Da ich die immensen Schwierigkeiten kannte, mit denen sie zu kämpfen haben würden, entschloss ich mich, ihnen die Segnungen zu erteilen, derer sie bei der Erfüllung ihrer wichtigen Aufgaben bedurften. Und als da Macht, Erkenntnis und Weisheit im Hohen Priestertum Gottes sind, spürte ich, dass es im Einklang mit dem Willen des Geistes war, sie zu diesem Amt zu berufen. 3 Der 24. September 1850 gilt seither als Gründungstag der Schweizerischen Mission, und nur wenige Tage nach seiner Einsetzung reiste der neue Missionspräsident Thomas B. H. Stenhouse ( ) nach Genf, wo die Mission ihren ersten Hauptsitz hatte. Die Präsidentschaft von Präsident Stenhouse war die erste von insgesamt 65 Präsidentschaften der Schweizerischen Mission. Sieben Brüder präsidierten zweimal über die Mission; so standen den 65 Präsidentschaften also 58 Brüder vor. Die kürzeste Amtszeit von Präsident John H. Stocker ( ) betrug lediglich zwei Monate, von Februar 1894 bis April 1894, die längste Zeit im Amt verblieb Bruder Max Zimmer ( ), der die Mission von Februar 1940 bis im April 1946 sicher durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs führte, ohne sich mit der Präsidentschaft der Kirche in Verbindung setzen zu können. 4 1 Church Almanac, 2008, Seite Chronik der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in der Schweiz, 2003, Seite Ibd., Seiten 397 und Der Stern, September/Oktober 1946, Seite 19. Bild: Präsident Thomas B. H. Stenhouse in der Rue Neuve-du-Molard in Genf, wo er dem Schuhmacher Jean-Claude Mazuire aus der Schrift vorliest; der gutmütige Schuhmacher hört ihm während der Arbeit zu und verbessert derweil die französische Aussprache des Missionars. Mazuire lässt sich als erstes Mitglied in der Schweiz taufen.

19 Zum Ende der Schweiz Mission Zürich (von Christian Gräub) Anfang März 1851 besuchte Lorenzo Snow Präsident und Schwester Stenhouse in Genf; seine Gedanken dazu, wie die Missionsarbeit am erfolgreichsten verrichtet werden kann, sind auch 160 Jahre danach noch brandaktuell. Er schreibt: Am folgenden Abend [nach seiner Ankunft in Genf am 28. Februar] hatten wir eine sehr interessante Versammlung mit den Heiligen, bei der auch einige Fremde zugegen waren. Ältester Stenhouse sprach zu den Versammelten in fliessendem Französisch, und einige Brüder gaben Zeugnis von ihrer Kenntnis vom Werk des Herrn und von ihrer Freude und ihrem Trost an den Grundsätzen der Errettung. Um die Arbeit hier voranzubringen, muss im Grossen und Ganzen der gleiche Weg eingeschlagen werden wie anfangs in London: Man muss Bekanntschaften knüpfen und da und dort jemand dazu bringen, dass er an unseren Zusammenkünften teilnimmt. Lorenzo Snow fährt fort: Unsere kleine Familie der Heiligen hier zählt nun zwanzig Mitglieder Die Heiligen sind voller Leben und Tatkraft und ergreifen jede Gelegenheit, die Lehren unserer Kirche bekannt zu machen. Einige sind gebildet und haben Einfluss in der Gesellschaft. Ich erwarte, dass sich aus ihren vereinten Bemühungen und ihrem Zeugnis bald viel Gutes ergeben wird. 5 Das Buch Mormon eines der wirksamsten Missionswerkzeuge wurde zuerst zweisprachig gedruckt: der deutsche Text auf der linken und der französische auf der rechten Seite. Ab 1853 wandten sich die Missionare vermehrt der Deutschschweiz zu und am 26. März 1853 traf mit Elder George Mayer ( ) der erste Deutsch sprechende Missionar in der Schweizerischen Mission ein. Er machte sich sogleich an die Arbeit und konnte schon nach kurzer Zeit vor allem im Raum Zürich einige nachhaltige Erfolge erzielen. In Wiedikon träumte der bei einem Arbeitsunfall erblindete Hans Ulrich Briner ( ) zweimal von einem Mann von hoher Gestalt und grauem Barte, [der mich] um die halbe Erde führte auf eine grüne 5 Ibd., Seiten

20 Zum Ende der Schweiz Mission Zürich (von Christian Gräub) Hochebene mit einer wunderschönen Stadt. Wie waren seine Angehörigen erstaunt, als im Januar 1854 auf einige Wochen im Lindenhof sich ein fremder unbekannter Mann einlogierte, der jenem Manne in meinen Träumen durchaus ähnlich sah Bald ging die Kunde, der fremde Mann komme aus Amerika, habe durch Händeauflegen und Gebet ein krankes Kind geheilt und predige, dass wieder Apostel und Propheten auf dieser Erde seien. Ich hatte keine Ruhe mehr, und meine Schwester suchte den Fremden auf. Sie brachte nur ein Büchlein zurück mit dem Titel: Ursprüngliches Evangelium. Der Mann selber war nicht da gewesen. Sie las es mir vor; je weiter sie las, je klarer wurde es mir Meine Überzeugung war bald fest, dass dieses jener Mann sein müsse, den ich im Traume gesehen. Ich beschrieb denselben nochmals genau, und am Sonntage gingen Vater und Mutter in die Stadt, um den Vortrag des Mannes anzuhören. Als sie heimkamen, sagte der Vater, ich glaube, dass dieser Mann von Gott gesandt ist, und die Mutter sprach: Er sieht aus, wie du ihn beschrieben; wir wollten ihn heimnehmen; aber es war zu spät. Morgen wird er kommen; er heisst George Mayer und ist aus Pennsylvanien. 6 Fast die ganze Familie Briner schloss sich in der Folge der Kirche an, ebenso die verschwägerte Familie Mathys, die ihren Bauernhof in Wiedikon in unmittelbarer Nähe zu demjenigen der Familie Briner hatte. Im August 1861 wurde der Hauptsitz der Mission nach Basel verlegt, doch kehrte man bereits im September 1862 nach Genf zurück. Sehr grossen Erfolg verzeichneten die Missionare in St. Imier im Berner Jura, wohin der Missionshauptsitz im April 1867 verlegt wurde. Doch bald schon waren die Missionare in der deutschsprachigen Schweiz deutlich erfolgreicher als in der Romandie, und so verlegte der neue Missionspräsident Karl Gottfried Mäser ( ) den Hauptsitz der Mission etwa im August 1868 nach Zürich ins Gasthaus Sihlhalle in Aussersihl. Dort gab die Mission 1869 erstmals die Zeitschrift Der Stern heraus, die bis heute bestehen blieb, wenn auch seit dem Jahr 2000 unter dem neuen Titel Liahona. Schon frühere Missionspräsidenten hatten Kirchenzeitschriften für die Mitglieder in der Schweiz und in Deutschland herausgegeben, doch kamen diese oftmals nicht über wenige Ausgaben hinaus. Der Stern jedoch war kein Komet, der viel Aufsehen machte und mit Flammenschweif wieder verschwand. Es war auch kein kleiner Fixstern, irgendwo draussen im Weltenall. Es war ein Planet, der mit genauer Berechnung seinen Weg lief. Zwölfmal erschien er, jeden Monat [von 1882 bis 1940 gar halbmonatlich], mit seinem Lichte den Weg weisend in der geistigen Finsternis der Menschheit, und er erleuchtete mit göttlichen Offenbarungen und weisen Ratschlägen den Geist der Wahrheitssuchenden. 7 Bis nach dem Zweiten Weltkrieg oblag die Redaktion, der Druck und der Vertrieb entweder der Schweizerisch-Deutschen Mission oder einer der Deutschen Missionen. 6 Der Stern, 1878, Seiten 105 ff. 7 Geschichte der deutschsprachigen Missionen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, 1971, Seite 255. Bild: Gasthaus Sihlhalle in Aussersihl, wo sich eine Zeitlang der Missionshauptsitz befand und die Zeitschrift Der Stern das Licht der Welt erblickte.

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