Basel III und die Geschäftsmodelle von Banken

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1 Basel III und die Geschäftsmodelle von Banken vom 26. April 2012 Teilnehmerunterlagen Seite 1

2 Agenda 1 Anforderungen der neuen Kennzahlenwelt und unmittelbare Folgen 2 Implikationen für die Geschäftsmodelle der Banken 3 Maßnahmen von Banken Auswirkungen auf Investoren Seite 2

3 Agenda 1 Anforderungen der neuen Kennzahlenwelt und unmittelbare Folgen 2 Implikationen für die Geschäftsmodelle der Banken 3 Maßnahmen von Banken Auswirkungen auf Investoren Seite 3

4 Basel III-Übersicht für alle Banken Hinweis: Weiterhin ist ein antizyklischer Kapitalpuffer i.h.v. 0-2,5% in Form von hartem Kernkapital aufzubauen, der international nicht verbindlich ist und durch die nationale Aufsicht festzulegen ist. Quelle: DekaBank, D & P, 10/2010 Seite 4

5 Eigenkapital Seite 5

6 Eigenkapitalbestandteile: alt vs. neu Seite 6

7 Eigenkapitalbestandteile: zeitlicher Ablauf Seite 7

8 Enormer Eigenkapitalbedarf Hinweise: Gruppe 1 : 87 Banken (T1-Kapital < 3 Mrd, gut diversifiziert und Internationaler Geschäftstätigkeit) Gruppe 2 :136 Banken ( andere Banken mit Defiziten in Bezug auf das Aktienkapital ) Deutschland Gruppe 1 : in Gruppe 1 enthaltene deutsche Institute Deutschland Gruppe 2 : in Gruppe 2 enthaltene deutsche Institute Quelle: DSGV, Basel III-Radar, i.r. Deka-Fokustag Seite 8

9 Beispiel: UBS und CS Quelle: Handelsblatt, Seite 9

10 Beispiel: Deutsche Bank Quelle:Reuters, Seite 10

11 Erwarteter Eigenkapitalbedarf Lt. QIS besteht bei Banken in der Gruppe 1 bzw. 2 folgender Eigenkapitalbedarf: Gruppe 1 (4,5%, d.h. ab 2013): EUR 165 Mrd. bzw. im Durchschnitt EUR 1,9 Mrd. Gruppe 1 (7,0%, d.h. ab 2019): EUR 577 Mrd. bzw. im Durchschnitt EUR 6,6 Mrd. Gruppe 2 (4,5%, d.h. ab 2013): EUR 8 Mrd. bzw. im Durchschnitt EUR 59 Mio. Gruppe 2 (7,0%, d.h. ab 2019): EUR 25 Mrd. bzw. im Durchschnitt EUR 184 Mio. Hinweis: Gruppe 1 : 87 Banken (T1-Kapital < 3 Mrd, gut diversifiziert und Internationaler Geschäftstätigkeit) Gruppe 2 :136 Banken ( andere Banken mit Defiziten in Bezug auf das Aktienkapital ) Nach Berechnungen der Boston Consulting Group würden auf Basis der ab 2019 geltenden Regelungen per Heute zusätzliches Eigenkapital benötigt: die 84 größten Banken Europas (nach BS): 275 Mrd. die hierunter befindlichen deutschen Institute: 66 Mrd. => nicht enthalten sind der antizyklische Kapitalpuffer und evtl. der Zuschlag für das systemische Risiko Seite 11

12 Gewinnthesaurierung als Lösung des EK-Bedarfs? Eigenkapitalrenditen deutscher KI-Gruppen Durchschnitt Hinweis: Eigenkapitalkosten z. Zt. rd %; erwartete durchschnittliche EK-Rendite: ca % Quelle: wissen & handeln, Ruhr-Universität Bochum, 01/11 Seite 12

13 Margenentwicklung unter Basel III aus EK-Sicht Wie stark müssen die Margen unter Basel III erhöht werden? Pro Prozentpunkt Erhöhung der Kapitalanforderungen Quelle: LBBW, Wettbewerb im Kreditgeschäft, 03/11 Seite 13

14 LCR Seite 14

15 Liquiditätsgewichtung / LCR Quelle: DSGV, Basel III-Radar, i.r. Deka-Fokustag Seite 15

16 Zusammensetzung Liquiditätsreserve Quelle: DSGV, Basel III-Radar, i.r. Deka-Fokustag Seite 16

17 Für die LCR anrechenbare / nicht anrechenbare Aktiva?!!! Im Rahmen einer Pfandbriefemission für die kommenden 180 Tage bereitzustellende Liquidität (da sie als verpfändet gilt) Quelle: DSGV, Basel III-Radar, i.r. Deka-Fokustag Seite 17

18 Aktuelle Zusammensetzung der gehaltenen liquiden Aktiva < 40%-Regel Hinweis: Basis CEBS-Studie Quelle: LBBW, Covered Bonds in 2011, 02/ Seite 18

19 Zahlungsmittelabflüsse der LCR Quelle:, Basel III, Vortrag Roland Eller, September 2011 Seite 19

20 Zahlungsmittelzuflüsse der LCR Quelle:, Basel III, Vortrag Roland Eller, September 2011 Seite 20

21 Mit der Einführung der LCR verbundene Ziele 1. Reduzierung der systemischen Risiken durch Entflechtung der Refinanzierungsabhängigkeiten im Finanzsektor (Nicht-Anerkennung von Roll-Over Annahmen für kurzfristige Interbankeinlagen sowie Unterlegungspflicht für langfristige Anleihen von Finanzinstituten mit stabilem Funding => keine Fristentransformation im Banksektor!) 2. Stabiles und langfristiges Funding zur Herstellung weitreichender Fristenkongruenz 3. Einschränkung übermässiger Fristentransformation durch kurzfristige Refinanzierung über Interbankenmarkt Seite 21

22 Liquiditätsgewichtung / LCR Produktbeispiele: Quelle: Arno Kratky Cobank, Neue Liquiditätsregeln unter Basel III, Seite 22

23 Direkte Massnahmen LCR 1. Erhöhung liquider Assets (beachte: Level 1 = 60%) 2. Verlängerung der institutionellen Refinanzierungen 3. Ausbau Retaileinlagen Seite 23

24 NSFR Seite 24

25 NSFR - Refinanzierungskennzahl Quelle: DSGV, Basel III-Radar, i.r. Deka-Fokustag Seite 25

26 NSFR Zuordnung: Mittelherkunft Quelle:, Basel III, Vortrag Roland Eller, September 2011 Seite 26

27 NSFR Zuordnung: Mittelverwendung Quelle:, Basel III, Vortrag Roland Eller, September 2011 Seite 27

28 Leverage- Ratio Seite 28

29 Leverage-Ratio - Höchstverschuldungsquote Berechnungsgrundlage ist die durchschnittliche monatliche Höchstverschuldungsquote für das jeweilige Quartal. Die Kapitalmessgröße regulatorisches Eigenkapital basiert auf der neuen Kernkapitaldefinition. Als Bilanzielle und außerbilanzielle Aktiva bezeichnet man hier die dem bilanziellen Wertansatz folgende Anrechnung: Bilanzielle, nicht-derivative Engagements werden abzgl. der Einzelwertberichtigungen und Bewertungsanpassungen angesetzt Die Reduzierung bilanzieller Engagements durch physische oder finanzielle Sicherheiten sowie Garantien ist nicht zulässig Die Aufrechnung von Krediten und Einlagen ist nicht zulässig Seite 29

30 Agenda 1 Anforderungen der neuen Kennzahlenwelt und unmittelbare Folgen 2 Implikationen für die Geschäftsmodelle der Banken 3 Maßnahmen von Banken Auswirkungen auf Investoren Seite 30

31 Einfluß auf Finanz- und Realwirtschaft Bill. Mrd. Bill. Mrd. *geschätzt Quelle: Arno Kratky Cobank, Neue Liquiditätsregeln unter Basel III, Seite 31

32 Regulatorische Mehrkosten in Basispunkten Basel II Basel III Quelle: wissen & handeln, Ruhr-Universität Bochum, 01/11 Seite 32

33 Zu beantwortende Fragestellungen aus Bankensicht I: 1. Wie können wir uns auf die erwarteten Veränderungen bei unseren Konkurrenten vorbereiten? 2. Wie müssen wir in unserer Refinanzierungsstrategie aufgestellt sein? 3. Wie viel (zusätzliches) Kreditwachstum, insbesondere in nicht-top- Bonitäten, können und wollen wir uns in den nächsten Jahren leisten (aus Eigenkapitalsicht und aus Liquiditätssicht)? 4. Können Standards für Kreditgeschäfte (Teile) eingeführt werden, die dazu führen, dass die entsprechenden Kredite EZB-fähig werden und somit evtl. als liquide gelten können? 5. Wie werden sich Wachstum und Eigenkapitalrendite entwickeln? 6. Wie viel Gewinnpotenzial besteht in Zukunft? (EK-Bildung?) 7. Finden die Ablauffiktionen aus der Zinsbuchsteuerung in der Liquiditätssicht Berücksichtigung? Seite 33

34 Zu beantwortende Fragestellungen aus Bankensicht II: Welchen Veränderungen unterliegt das eigene Depot-A? 1. Ertragsdruck durch höheren Anteil an Staatsanleihen 2. Performanceerwartung reduziert sich 3. Buy-and-hold hat ausgedient Seite 34

35 Zu beantwortende Fragestellungen aus Bankensicht III: Wie können wir auf höhere Liquiditätskosten reagieren? 1. Laufzeit der Liquiditätszusagen verkürzen 2. Einführung von Liquiditätskosten in die Kalkulation 1. Aktivgeschäft 2. Passivgeschäft Seite 35

36 Konkrete Auswirkungen Basel III 1. Sinkende Bilanzvolumina sowie Anpassung der Geschäftsmodelle (insbesondere Pfandbriefbanken) 2. Abbau von Vermögenswerten mit hohem Risikogewicht 3. Rückzug aus nicht zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten 4. Reduzierung des Kreditgeschäfts sowie Zurückfahren von aufgrund regulatorisch induzierter Kosten nicht mehr profitablen Bankdienstleistungen 5. Margenerhöhungungen im klassischen Kreditgeschäft 6. Verkürzung der Laufzeiten im Aktivgeschäft 7. Reduzierung der Möglichkeit zur Fristentransformationen schränkt letztlich die Fähigkeit zur Kreditvergabe ein 8. Übernahme von Fristentransformationsrisiken durch die Kreditnehmen selbst 9. Steigender Wettbewerb um Fremdkapital und Einengung der Definition liquider Wertpapiere führt zu Verdrängungs- und Preiseffekten Seite 36

37 Konkrete Auswirkungen Basel III 10. Zunehmende Bedeutung (stabiler) Kundeneinlagen führt zu stärkerem Wettbewerb und könnte im Resultat zu weniger stabilem Kundenverhalten führen 11. Tendenzieller Hang zu größeren Einheiten / Instituten 12. Stärkung der besicherten Refinanzierung und der Kundeneinlagen 13. Erhöhung des Eigenkapitals (sowohl über Bezugsrechtsemissionen als auch über Gewinnthesaurierung) 14. Reduzierung der Gewinnausschüttungen 15. Geringere Nachfrage nach Interbanken-Refinanzierungen 16. Ausbau / Schaffung neuer Refinanzierungsquellen 17. Kontinuierliche Effizienzsteigerungen (organisch sowie über Fusionen und Akquisitionen) 18. Bisher reguliertes Bankgeschäft könnte sich in unregulierte Bereiche des Wirtschaftssektors verlagern Seite 37

38 Praktische Maßnahmen zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung Aufbau von zusätzlichem EK Gewinnthesaurierung Anpassungen bei bei Eigenkapitalinstrumenten (bisherige Nachrangabreden (bisherige Nachrangabreden reichen nicht) reichen nicht) Auflösung von von 340f 340f HGB HGB Reserven Reserven Bildung von von g g HGB HGB Reserven Reserven (bedenke (bedenke BilMog!) BilMog!) Reduzierung Reduktion des des EK-Bedarfs Reduzierung abzugspflichtiger Positionen Überprüfung von kapitalintensiven Positionen Durchschauprinzip bei Spezialfonds (beachte GroMiKV GroMiKV ) ) Optimierung von Risikoaktiva (z.b. Realkredite; bedenke EDV!; Sicherheitenanrechnung) Überprüfung von Beteiligungen Finanzbeteiligungen politische Beteiligungen Kreditgeschäftswachstum in EK-schonenden Bereichen Bereichen Intensivierung von kleinteiligem Kreditgeschäft Intensivierung von kleinteiligem Kreditgeschäft Intensivierung Wohnungsbaukreditgeschäft (insbesondere Intensivierung Realkreditgeschäft) Wohnungsbaukreditgeschäft Abbau (insbesondere von schlechten Realkreditgeschäft) und/oder mittleren Bonitäten Abbau von im schlechten gewerblichen und/oder Kreditgeschäft mittleren Bonitäten im gewerblichen Kreditgeschäft Quelle: DSGV, Basel III-Radar, i.r. Deka-Fokustag Seite 38

39 Praktische Maßnahmen zur Verbesserung der kurzfristigen Liquidität 1. Wertpapierleihe durch Repo ersetzen 2. Optimierung der Liquiditätssteuerung 3. Spezialfonds vs. Eigene Liquiditätsreserve 4. Einholung unwiderruflicher Kreditlinien im Eigengeschäft 5. Optimierung im Kreditgeschäft bei offenen Kreditzusagen (Kreditprovision!?) 6. Einsatz von Verlängerungsoptionen statt Kündigungsrechten im Kreditgeschäft 7. Trennung von Zinsbindung und Liquidität im Kreditgeschäft (beachte: Derivate-Vermittlung vs. Eigenes Zinsbuch!) Seite 39

40 Praktische Maßnahmen zur Verbesserung der langfristige Refinanzierung 1. Evtl. Pfandbrief-Pooling zur Zielerreichung der Liquiditätskennziffern sowie zur Reduzierung der Refinanzierungskosten (beachte Emittentenabhängigkeit & Liquiditätspuffer; IFRS) 2. Strukturierte Refinanzierung 3. (Verstärkter) Einsatz von KfW-Globaldarlehen 4. Laufzeitverlängerung der aufgenommenen Liquidität (beachte: Spread & Geldgeber ) 5. Refinanzierungsquellen diversifizieren 6. Thema Liquiditätsfristentransformation 7. kleinteiligere Refinanzierungen aus dem Retailumfeld bekommen Intensivierung des Wettbewerbs um Retail-Passiva lt. Bdb: Benachteiligung bestimmter Geschäftsmodelle (z.b. Pfandbrief-, Retailbanken) Seite 40

41 Praktische Maßnahmen zur Verbesserung des Einlagengeschäfts 1. Marktanteile ausbauen 2. Bilanzwirksame Produkte (Riester-Produkt; Risikosparen etc.) 3. Überprüfung des Provisionsgeschäfts 4. Kapitalbindung verlängern 5. Abschluss von strukturierten Produkten kann zu einer längerfristigen Kapitalbindungsdauer von Einlagen führen 6. Durch das Angebot von strukturierten Produkten können neue Anleger für die gewonnen werden Seite 41

42 Agenda 1 Anforderungen der neuen Kennzahlenwelt und unmittelbare Folgen 2 Implikationen für die Geschäftsmodelle der Banken 3 Maßnahmen von Banken Auswirkungen auf Investoren Seite 42

43 1. Volkswirtschaftliche Implikationen Basel III 1. Steigende Finanzierungskosten und Rückkoppelung auf die Kreditvergabefähigkeit der Banken: Die European Banking Federation EBF ermittelte für die Eurozone einen Kostenanstieg für Haushalts- und Unternehmensfinanzierungen im Laufe der nächsten Dekade um durchschnittlich 97 Basispunkte. Daraus resultiere ein Kreditwachstum im gleichen Zeitraum von lediglich 2% anstatt 3,3% bei unveränderter Regulierung. 2. Der Baseler Ausschuss schätzt den globalen Wachstumsrückgang zwischen 0,5% bis 1% über eine Periode von mehreren Jahren, wird aber erst nach Auswertung der Auswirkungsstudie die Parameter festlegen. 3. IIF (Institute of International Finance) als Lobby sagt eine Schmälerung des GDP in den USA, Japan und der Eurozone um kumuliert 3% zwischen 2011 und 2015 voraus und sieht weltweit 9,7 Mio. Arbeitsplätze bedroht. Quelle: LBBW, Wettbewerb im Kreditgeschäft, 03/11 Seite 43

44 Pressestimme Nichtbanker Von Oliver Suess 11. Mai (Bloomberg) -- Wenn der Zugang zu EZB-Geldern begrenzt wird, werden die Banken darauf wahrscheinlich mit der Ausgabe eines breiteren Spektrums an besicherten Schuldverschreibungen reagieren. Diese Ansicht vertritt der Vorstandsvorsitzende des Versicherers HUK-Coburg Holding AG. Wenn der Druck auf Banken für eine Beendigung der Abhängigkeit von EZB-Finanzierungen groß genug ist, werden Kreditinstitute wie die deutschen Landesbanken versuchen, das Pfandbriefsegment zu erweitern, sagte Wolfgang Weiler im Interview mit Bloomberg News in München. Bislang versorgt die Europäische Zentralbank in ihrem Kreditgeschäft die Geschäftsbanken für Laufzeiten von bis zu drei Monaten mit unbegrenzter Liquidität. Der Refinanzierungsrahmen werde angepasst, wenn es angemessen sei, sagte Notenbankchef Jean-Claude Trichet vergangene Woche. Er verwies darauf, dass alle außerordentlichen Maßnahmen in der Geldpolitik, die während der Finanzkrise ergriffen wurden, ihrer Natur nach temporär seien. Die HUK-Coburg ist der größte deutsche Kfz-Versicherer. Ende 2010 hatte das Unternehmen Kapitalanlagen im Volumen von 24,3 Mrd. Euro, im Jahresvergleich ein Anstieg von 6,8 Prozent. Rund 60 Prozent der Summe war in Bankkredite und andere Schuldtitel aus der Finanzbranche investiert. Gegenwärtig plant der Versicherer keine wesentlichen Änderungen im Portfolio, wie Weiler sagte. Unbesicherte Bankschuldverschreibungen sind für die Emittenten in der neuen Weltordnung nach der Finanzkrise viel teurer geworden, damit werden besicherte Schuldverschreibungen attraktiver, sagte der HUK-Chef. Sein Unternehmen wäre interessiert daran, direkt mit Original-Verbraucherkrediten besicherte Bankverbindlichkeiten zu kaufen, da diese zusätzliche Sicherheit böten. Im Nachgang der Finanzkrise hatten Inhaber von Genussscheinen mit Emittenten wie der Landesbank Baden- Württemberg und der Bayerischen Landesbank Einbußen zu teilen. Seite 44

45 2. Enormer Liquiditäts- und Refinanzierungsbedarf Hinweise: Gruppe 1 : 87 Banken (T1-Kapital < 3 Mrd, gut diversifiziert und Internationaler Geschäftstätigkeit) Gruppe 2 :136 Banken ( andere Banken mit Defiziten in Bezug auf das Aktienkapital ) Quelle: DSGV, Basel III-Radar, i.r. Deka-Fokustag Seite 45

46 3. Konsequenzen aus Investorensicht I Durch die Einbehaltung von Gewinnen (Dividenden) und sinkenden Renditen werden Bankaktien weniger attraktiv Bankschuldverschreibungen dürften hingegen durch die vorgeschriebene Eigenkapitalaufstockung sicherer und damit auch (wieder) interessanter werden (allerdings nicht liquide ) Als Investorengruppe für Bankschuldverschreibungen sollten Banken selbst jedoch mehrheitlich ausfallen (bisher Hauptinvestor neben den Versicherungen) Nachranganleihen dürften, da der jeweilige Emittent relativ bonitätsstärker wird, gut performen Der Wettbewerb um Eigenkapital wird deutlich zunehmen, ebenso wie der Preis (z.zt. 10%-12%) Seite 46

47 3. Konsequenzen aus Investorensicht II Durch die hohe Anrechnungsquote von Staatsanleihen (100%) und der vergleichsweise geringen Anrechnungsquote von u.a. Pfandbriefen (max. 80%) sollte die Nachfrage nach Staatsanleihen (Ratinggrenze AA bzw. A-) sehr hoch bleiben Pfandbriefe und gute Unternehmensanleihen sind gleichwertig Pfandbriefe könnten tendenziell eine nachteilige Entwicklung nehmen bzw. mit Spreadaufschlägen reagieren (nationales Recht?) Banken als Käufergruppe von Pfandbriefen sollten tendenziell an Bedeutung verlieren (Ersatz?) Die Nachfrage nach hochliquiden Unternehmensanleihen sollte für gute Performance von entsprechenden Anleihen sorgen Die mögliche Zinseinbuße durch das mehr an Staatsanleihen sollte über ein Mehr an Unternehmensanleihen und 2.Reihe-Staatsanleihen ausgeglichen werden Seite 47

48 3. Konsequenzen aus Investorensicht III Verbindlichkeiten mit Laufzeiten >1 Jahr sind mit 100%-Anrechnung sehr bedeutsam (kundenunabhängig) und sollten somit hohem Wettbewerb ausgesetzt sein Retaileinlagen (stabil) <1 Jahr Laufzeit werden zu 85% angerechnet, so dass sich auch hier der Wettbewerb tummeln wird Tendenz zum kurzfristigeren Kreditgeschäft (Liquiditätssicht!) Unternehmensanleihen erfordern nur zu 20% eine stabile Refinanzierung, während Unternehmenskredite eine 85%ige Abdeckung erfordern Liquiditätsaufschläge für Unternehmenskredite werden steigen Der Emittentenkreis für Unternehmensanleihen wird steigen Forderungen an Kreditinstitute erfordern 100%ige Unterlegung Seite 48

49 Haben Sie weitere Fragen oder Anmerkungen? Seite 49

50 Kontaktdaten Wittekindstraßse Tel.: 0541/ Seite 50

51 Haftungsausschluss Bei der Erstellung dieser Präsentation ist die größtmögliche Sorgfalt angewendet worden, für Vollständigkeit oder Richtigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden. Soweit diese Präsentation Aussagen über zukünftige Entwicklungen enthält, basieren diese auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Referenten sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Auch hinsichtlich solcher zukunftsbezogenen Aussagen kann keine Garantie bzw. Haftung für den Eintritt der genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse übernommen werden. Weder durch den Vortrag noch durch die Überlassung der Präsentation wird eine vertragliche Bindung bzw. eine sonstige Haftung begründet. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich zum Teil um Ansichten des Referenten, nicht der handelt. Die Nutzung, Vervielfältigung und Weitergabe der Präsentation darf nur nach Maßgabe und in den engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes erfolgen. Seite 51

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