Woher weiß das Finanzamt nur, dass...? Woher weiß das Finanzamt nur, dass...? S. 1. Investitionsabzugsbetrag bei Betriebsgründungen S.

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Woher weiß das Finanzamt nur, dass...? Woher weiß das Finanzamt nur, dass...? S. 1. Investitionsabzugsbetrag bei Betriebsgründungen S."

Transkript

1 Woher weiß das Finanzamt nur, dass...? S. 1 Können Auszubildende höhere Fahrtkosten absetzen? S. 2 Ermäßigung für Handwerkerleistungen S. 2 Steuerbonus für neuen Kachelofen S. 3 Investitionsabzugsbetrag bei Betriebsgründungen S. 4 Pauschalsteuer für Geschenke S. 5 Grundfreibetrag steigt S. 5 Basiszinssatz sinkt S. 5 Top Steuerberater 20 Focus Money hat uns auch in diesem Jahr zu den Top Steuerberatern in Deutschland gekürt. Nun schon zum sechsten Mal in Folge Woher weiß das Finanzamt nur, dass...? Da kann man manchmal nur noch staunen Das Finanzamt scheint seine Augen und Ohren überall zu haben. Insbesondere bei Erbfällen scheinen die Beamten stets bestens informiert. Zeitnah wird man aufgefordert, für das von Onkel Willi geerbte Vermögen eine Erbschaftsteuererklärung einzureichen, obwohl man das Finanzamt doch (noch) gar nicht über das Erbe informiert hat. Und damit nicht genug! Einige Monate später flattert plötzlich Post vom Finanzamt am Wohnort des verstorbenen Onkels ins Haus: Dieser hat zu seinen Lebzeiten offensichtlich Zinsen nicht beim Finanzamt erklärt... Doch woher bekommt das Finanzamt seine Informationen wirklich? Die Antwort darauf ist relativ banal: Von Notaren, Gerichten, Banken, Versicherungsunternehmen etc. Diese sind bei bestimmten Vorgängen, wie beispielsweise einem Erbfall, verpflichtet, das Finanzamt zu informieren. Doch auch unter den einzelnen Finanzämtern findet ein reger Informationsaustausch statt. Was das für die Erbschaftsteuer zuständige Finanzamt erfährt, gibt es an das Finanzamt am Wohnort, das den Einkommensteuerbescheid erlässt, weiter. Details zur Zusammenarbeit der Finanzämter in Erb- und Schenkungsfällen regelt eine umfangreiche Verfügung der Oberfinanzdirektion Frankfurt. Hier ist beispielsweise festgelegt, dass das für die Erbschaftsteuer zuständige Finanzamt das für die Einkommensteuer zuständige Finanzamt am Wohnort immer informieren muss, wenn der Wert des Nachlasses mehr als ,00 Euro beträgt oder das Kapitalvermögen über ,00 Euro liegt. Offensichtlich wird immer mehr Wert auf einen funktionierenden Informationsfluss zwischen den Finanzämtern sowie zwischen Finanzamt und anderen Einrichtungen gelegt. Da wundert es nicht 1

2 Hintergrund: Für die Inanspruchnahme von Handwerkerleismehr, dass das Finanzamt gerade bei Erbfällen und Schenkungen von nahezu allem etwas mitzubekommen scheint. Hinweis für Sie: Insbesondere im Hinblick auf die sich ständig zu vermehren scheinenden Informationsquellen der Finanzämter empfehlen wir, jeden Erbfall und jede Schenkung zeitnah beim Finanzamt anzuzeigen. Was viele nicht wissen: Eine gesetzliche Verpflichtung zur Meldung beim Finanzamt besteht auch in kleinen Fällen, in denen Freibeträge nicht überschritten werden und damit gar keine Steuer zu zahlen ist. Wenn Sie Vermögen erben oder geschenkt erhalten und nicht wissen, wie Sie dem Finanzamt gegenüber damit umgehen sollen, kommen Sie gerne auf uns zu. Wir übernehmen gerne die steuerliche Abwicklung für Sie. Quelle: OFD Frankfurt vom , Az. S 3715 A 2 St 119 zu halten, wie sie bei einer regelmäßigen, auf Dauer angelegten Arbeitsstätte gegeben seien. Das Finanzgericht ist der Ansicht, dass diese Rechtsprechung des BFH auch auf Ausbildungsdienstverhältnisse übertragbar sei. Denn auch die Tätigkeit in Ausbildungsstätten sei nur vorübergehend, auch wenn sie über einen längeren Zeitraum ausgerichtet wird. Daher sollten Auszubildende ebenfalls für ihre Wege zwischen Wohnung und Ausbildungsstätte 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer steuerlich geltend machen können. Hinweis für Sie: In der Steuererklärung sollten Auszubildende unter Berufung auf das Urteil des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer als Werbungskosten geltend machen. Allerdings ist fraglich, ob das Finanzamt den Abzug höherer Fahrtkosten ohne weiteres anerkennt, möglicherweise müsste die Anerkennung im Rahmen eines Einspruchs- und gegebenenfalls folgenden Klageverfahrens erstritten werden. Sollte das Finanzamt in Ihrem Fall die höheren Kosten nicht anerkennen, können Sie sich gerne an uns wenden. Wir beraten Sie gerne im Hinblick auf die Erfolgsaussichten sowie das Kosten-Nutzenverhältnis einer Auseinandersetzung mit dem Finanzamt und vertreten Sie bei Bedarf in dem Verfahren. Quelle: Urteil des FG Mecklenburg-Vorpommern vom , 1 V 30/12, EFG 20, S. 54 Können Auszubildende höhere Fahrtkosten absetzen? Bisher galt auch für Auszubildende: Fahrten zwischen Wohnung und Ausbildungsbetrieb können nur im Rahmen der Entfernungspauschale, also mit 0,30 Euro pro Entfernungskilometer steuerlich geltend gemacht werden. Doch nach Auffassung des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern ist dem inzwischen nicht mehr so. Hintergrund: Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom (Az. VI R 44/10) entschieden, dass Studenten ihre Fahrten zur Hochschule mit 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer steuerlich absetzen können. Dies führt im Ergebnis zu einem doppelt so hohen Abzug der Fahrtkosten, da jeweils 0,30 Euro pro Entfernungskilometer für Hin- und Rückweg angesetzt werden können. Begründet hatte der BFH seine Entscheidung damit, dass eine Bildungsmaßnahme, auch wenn sie sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, regelmäßig nur vorübergehend und nicht auf Dauer angelegt ist. Es bestünden in einem solchen Fall daher nicht die gleichen Möglichkeiten, Fahrtkosten gering Ermäßigung für Handwerkerleistungen Eine Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen ist nicht zu gewähren, wenn der Mieter an seinen Vermieter eine monatliche Pauschale für Schönheitsreparaturen zahlt unabhängig davon, ob tatsächlich Schönheitsreparaturen anfallen oder nicht. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) kürzlich klargestellt. 2

3 tungen im Haushalt können auf Antrag 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens Euro von der Steuer abgezogen werden. Streitfall: Ein Pastor wohnte in einer Dienstwohnung des Kirchenamts. Sein Mietvertrag sah die Zahlung einer monatlichen Pauschale für Schönheitsreparaturen vor. Das Kirchenamt erfasste die Pauschalen aller Mieter in einem zentralen Fonds, aus dem dann die anfallenden Schönheitsreparaturen bezahlt wurden. Auch in der Wohnung des Pastors wurden verschiedene Schönheitsreparaturen durchgeführt und aus dem Fonds bezahlt. Der Pastor beantragte für die Pauschale eine Steuerermäßigung ohne Erfolg. Entscheidung: Auch der BFH gewährte die Steuerermäßigung nicht: Der Pastor zahlte die Pauschale nämlich nicht für die Inanspruchnahme einer konkreten Handwerkerleistung, sondern aufgrund seiner mietvertraglichen Verpflichtung. Die Pauschale wurde nicht für die konkret geleistete Arbeit des Handwerkers gezahlt, sondern unabhängig davon, ob Handwerkerleistungen anfielen oder nicht. Die Pauschale wurde weder einem gesonderten Mieterkonto gutgeschrieben, noch wurde über die im Einzelnen angefallenen Schönheitsreparaturen abgerechnet. Hinweis: Schädlich war im Streitfall demnach die pauschale Zahlung von Schönheitsreparaturen ohne konkreten Bezug zur Reparatur. Hingegen wird die Steuerermäßigung anerkannt, wenn die Schönheitsreparaturen in der Jahres-Betriebskostenabrechnung des Vermieters gegenüber dem Mieter abgerechnet werden hier werden konkret erbrachte Leistungen in Rechnung gestellt. eine Wohnungseigentümergemeinschaft die Handwerkerleistungen mit Wirkung für und gegen alle Mitglieder in Auftrag gibt und die Rechnung anschließend aus dem Gemeinschaftsvermögen bezahlt wird auch hier entstehen dem einzelnen Eigentümer Aufwendungen für die konkrete Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen. Quelle: FG Schleswig-Holstein vom , 2 K 56/10 Steuerbonus für neuen Kachelofen Für den nachträglichen Einbau eines Kachelofens im selbstgenutzten Haus wird eine Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen gewährt. Unbeachtlich ist, dass mit dem Kachelofen etwas Neues geschaffen und nicht ein bereits vorhandener Gegenstand modernisiert wird. Hintergrund: Für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Haushalt des Steuerpflichtigen wird die Einkommensteuer um 20 Prozent der Aufwendungen gemindert, soweit die Aufwendungen auf die Arbeitsleistung des Handwerkers entfallen. Der Höchstbetrag der Steuerermäßigung beträgt Euro. Streitfall: Die Kläger sind Ehegatten, die in ihrem Einfamilienhaus einen neuen Kachelofen sowie einen Edelstahlschornstein einbauen ließen. Die Handwerkerleistungen (ohne den Materialpreis für Ofen und Schornstein) betrugen 600 Euro. Hierfür machten sie die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen geltend. Entscheidung: Das Sächsische Finanzgericht (FG) gab der Klage statt: Begünstigt sind alle handwerklichen Maßnahmen im eigenen Haushalt im Rahmen einer Renovierung, Modernisierung oder Erhaltungsmaßnahme. Es kommt nicht darauf an, ob ein bereits vorhandener Gegenstand renoviert, modernisiert oder erhalten wird oder ob ein neuer Gegenstand hergestellt wird. Denn auch die Herstellung von etwas Neuem kann Teil einer Renovierung oder Modernisierung sein. Gefördert werden sollen handwerkliche Tätigkeiten im eigenen Haushalt des Steuerpflichtigen, sodass eine enge Auslegung des Gesetzes nicht geboten ist. Die Ehegatten konnten damit ihre Einkommensteuer um 120 Euro mindern (20 Prozent der Arbeitsleistungen der Handwerker von 600 Euro). Der Preis für das Material ist nicht begünstigt, d. h. den Kaufpreis für den Ofen und den Schornstein musste das Ehepaar selbst tragen. 3

4 Hinweis: Der Bundesfinanzhof (BFH) hat vor Kurzem bereits eine Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen bei Erd- und Pflanzenarbeiten im eigenen Garten gewährt. Dabei war es für den BFH ebenfalls unbeachtlich, ob der Garten neu angelegt wird oder ein bereits vorhandener Garten umgestaltet wird. Auf dieser Linie, die für die Steuerpflichtigen erfreulich ist, liegt nun auch das aktuelle Urteil des Sächsischen FG. Quelle: Urteil des FG Sachsen vom , Az. 3 K 88/10 Investitionsabzugsbetrag bei Betriebsgründungen Bei einer Betriebsgründung ist für die Bildung eines Investitionsabzugsbetrags zwar keine verbindliche Bestellung bis zum erforderlich. Jedoch genügt es nicht, wenn der Unternehmer bis zum Jahresende lediglich unverbindlich Angebote eingeholt hat, die Investition tatsächlich aber erst rund zwei Jahre später durchführt. Hintergrund: Unternehmer können für künftige Investitionen gewinnmindernd einen Investitionsabzugsbetrag in Höhe von 40 Prozent der künftigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilden. Bei Betriebsgründungen fordert die Finanzverwaltung eine verbindliche Bestellung des Wirtschaftsguts am Bilanzstichtag. Streitfall: Der Kläger gab in seiner Steuererklärung für 2007 an, einen Betrieb für Solarstrom gründen zu wollen, und machte einen Investitionsabzugsbetrag in Höhe von Euro geltend. Dabei verwies er auf drei Angebote von Photovoltaikanlagen-Herstellern aus Mai Die Solarstrom-Anlagen erwarb er in den Jahren 2009 und Das Finanzamt erkannte den Investitionsabzugsbetrag nicht an, da eine Bestellung zum nicht erfolgt war. Entscheidung: Der Bundesfinanzhof (BFH) verwies die Sache an das Finanzgericht der ersten Instanz (FG) zurück. Das FG muss nun folgende Grundsätze beachten: Zwar ist bei Betriebsgründungen eine verbindliche Bestellung bis zum des Jahres, in dem der Investitionsabzugsbetrag gebildet wird, nach dem Gesetzeswortlaut nicht erforderlich. Das Gesetz fordert lediglich eine Investitionsabsicht. An die Prüfung der Investitionsabsicht sind bei einer Betriebsgründung aber strenge Anforderungen zu stellen. Ansonsten könnte nämlich jeder Steuerpflichtige behaupten, einen Betrieb gründen zu wollen und seine Steuer durch einen Investitionsabzugsbetrag mindern. Dabei gelten für die Prüfung der Investitionsabsicht folgende Grundsätze: Allein unverbindliche Kostenvoranschläge reichen nicht aus. Die künftige Entwicklung, insbesondere die Durchführung der geplanten Investition, kann durchaus zugunsten des Steuerpflichtigen berücksichtigt werden, wenn die bis zum zutage getretenen Umstände keine sichere Beurteilung der Investitionsabsicht erlauben. Die Investitionsabsicht ist daher zu bejahen, wenn die vor dem geführten Verhandlungen über die Anschaffung des Wirtschaftsguts nach dem zur Investition führen und der zeitliche Abstand zwischen den Verhandlungen und der Investition einschließlich der erforderlichen Zwischenschritte den üblichen zeitlichen Rahmen nicht überschreitet. Für eine Investitionsabsicht spricht ferner, wenn der Steuerpflichtige vor dem bereits selbst und endgültig mit Aufwendungen belastet ist, um die bereits in Gang gesetzte Betriebseröffnung in absehbarer Zeit verwirklichen zu können. Folge: Der Kläger konnte lediglich drei Kostenvoranschläge aus Mai 2007 vorweisen. Wäre die Investition Anfang 2008 erfolgt, hätte dies steuerlich ausgereicht. Der Erwerb der Solarstrom-Anlagen in den Jahren 2009 und 2010 erfolgte aber in zu großem zeitlichem Abstand zu den Angeboten. Das FG muss nun prüfen, aus welchen Gründen es zu der zeitlichen Verzögerung gekommen ist und welche Zwischenschritte zur Umsetzung der Investition der Kläger in der Zwischenzeit unternommen hatte. Hinweise: Der BFH hat zwar nun erneut der Auffassung der Finanzverwaltung widersprochen, indem er eine verbindliche Bestellung bei Betriebsgründungen für nicht erforderlich hält. Aus dem aktuellen Urteil wird aber deutlich, dass die Investitionsabsicht nicht ohne Weiteres anzunehmen, sondern gründlich zu prüfen ist. Je größer der zeitliche Abstand zwischen den Kostenvoranschlägen und der eigentlichen Investition ist, desto eher spricht dies gegen eine Investitionsabsicht. Dabei ist zu beachten, dass der Steuerpflichtige die Beweislast für die Investitionsabsicht trägt. 4

5 Pauschalsteuer für Geschenke Geschenke erhalten bekanntlich die Freundschaft und stärken die Kundenbeziehung. Damit aus der schönen Überraschung keine böse wird, übernimmt üblicherweise der Schenkende die Versteuerung der Präsente in der Regel in Form der Pauschalbesteuerung. Ob der Unternehmer auch kleinere Geschenke bis zu einem Wert von 40 Euro (inklusive Umsatzsteuer) versteuern muss, war bisher umstritten. Die Oberfinanzdirektion Frankfurt hat nun mit einer Rundverfügung für Klarheit gesorgt. Ab sofort soll eine für Arbeitnehmer geltende Begünstigung auch für Zuwendungen an Dritte gelten also zum Beispiel an Kunden. Hiernach müssen Aufmerksamkeiten, deren Wert inklusive Umsatzsteuer unter 40 Euro liegt, nicht mehr mit in die Bemessungsgrundlage der Pauschalsteuer einbezogen werden. Damit entfällt künftig die Pauschalsteuer bei Kleinstgeschenken, wie einem Blumenstrauß zum Geburtstag eines Kunden. Diese Handhabung schafft Rechtssicherheit für die Fälle, in denen das Wahlrecht zur Pauschalsteuer nicht ausgeübt wurde. Die Finanzverwaltung dürfte bei Betriebsprüfungen künftig jedenfalls keine Kontrollmitteilungen mehr veranlassen. Hinweis: Nach Angabe des Deutschen Steuerberaterverbands sind diese Erleichterungen bundesweit abgestimmt. Auch ist eine Änderung des entsprechenden Anwendungsschreibens zur Pauschalbesteuerung vorgesehen. Mit einer Veröffentlichung sei vorerst jedoch nicht zu rechnen. Quelle: OFD Frankfurt vom , S 2297b A 1 St 222 Grundfreibetrag steigt Der steuerfreie Grundfreibetrag wird angehoben. Dies haben Bundestag und Bundesrat kürzlich mit Verabschiedung des Vermittlungsvorschlags zum Gesetz zum Abbau der kalten Progression beschlossen. Hintergrund: Der Grundfreibetrag soll sicherstellen, dass das zur Bestreitung des verfassungsrechtlich garantierten Existenzminimums benötigte Einkommen nicht durch Steuern gemindert wird. Nach dem Willen des Gesetzgebers wird der Grundfreibetrag für Erwachsene nun in zwei Schritten erhöht: in 20 um 126 Euro, in 2014 um weitere 224 Euro. Damit steigt der Grundfreibetrag für das Existenzminimum für 20 auf 8.0 Euro, für 2014 auf Euro. Es bleibt jeweils beim Eingangssteuersatz von 14 Prozent. Hinweis: Das mit dem Gesetz zum Abbau der kalten Progression ebenfalls verfolgte Ziel, den Tarifverlauf im Bereich der Progressionszonen im gleichen prozentualen Ausmaß anzupassen, wurde im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens nicht umgesetzt. Quelle: Zustimmung am durch Beschluss des Bundesrates, Drucksache 35/ Basiszinssatz sinkt Die Deutsche Bundesbank hat den neuen Basiszinssatz berechnet. Er ist zum von 0,12 Prozent um 0,25 Prozentpunkte auf minus 0, Prozent gesunken und erreicht damit erstmals einen negativen Wert. Hintergrund: Der Basiszinssatz wird jeweils zum 1.1. und 1.7. angepasst und hat u. a. Bedeutung für die Berechnung von Verzugszinsen, die säumigen Schuldnern in Rechnung gestellt 5

6 Kanzlei Laufenberg Michels und Partner Die Kanzlei Laufenberg Michels und Partner ist Ihr Spezialist für Steuerberatung, Vermögensplanung und Wirtschaftsprüfung. Der Mandanten-Informationsbrief wird von unserer Kanzlei veröffentlicht und informiert zu aktuellen steuerlichen Entwicklungen. werden können. Die Höhe der Verzugszinsen richtet sich wiederum danach, ob ein Verbraucher an einem Rechtsgeschäft beteiligt ist oder nicht. Im ersten Fall beträgt der gesetzliche Zinssatz beim Schuldnerverzug 5 Prozent über dem Basiszinssatz, bei Rechtsgeschäften zwischen Unternehmern beträgt der Verzugszins 8 Prozent über dem Basiszinssatz ( 288 BGB). Damit betragen die Verzugszinsen ab zwischen Unternehmen 7,87 Prozent pro Jahr, bei Beteiligung von Verbrauchern 4,87 Prozent pro Jahr. Quelle: Deutsche Bundesbank Top Steuerberater 20 Zum sechsten Mal in Folge FOCUS MONEY macht sich jedes Jahr aufs Neue auf die Suche nach den Top Steuerberatern in Deutschland; dazu wurden ca Steuerkanzleien kontaktiert. Das steuerliche Fachwissen der Kanzleien wurde vom Europäischen Institut für Steuerrecht durch 24 anspruchsvolle Fragen zur Kompetenz und Spezialisierung der Steuerberater abgefragt. Zusätzlich lieferten Betriebsprüfer 20 knifflige Fragen zu Steuerdetails. Weitere Kriterien waren Spezialisierung und Struktur der Kanzleien, Kompetenz, der geschäftliche Erfolg, die Qualifikation der Berater und Mitarbeiter und die regelmäßigen Weiterbildungsmaßnahmen. Wir sind stolz darauf, wieder zu den Top Steuerberatern zu gehören! Nun schon zum sechsten Mal in Folge. In der Kategorie große Kanzleien zählen wir für FOCUS MONEY bundesweit zu den 50 besten Kanzleien und sind in dieser Kategorie die einzige ausgezeichnete Kanzlei in Köln. Auszeichnungen von Dritten ehren uns, sagt Michael Laufenberg, aber entscheidend für uns ist natürlich die Auszeichnung durch unsere Mandanten. Sie zeigt sich im Vertrauen in unsere Leistungen, in der langjährigen Zusammenarbeit und nicht zuletzt darin, dass unsere Mandanten uns weiterempfehlen. Weitere Artikel finden Sie auch im Internet unter Für Fragen und Anmerkungen wenden Sie sich gerne an Thomas Ketteler-Eising (Dipl.-Betriebswirt, Steuerberater). Impressum Herausgeber: Kanzlei Laufenberg Michels und Partner Robert-Perthel-Straße 77a Köln Telefon: / Telefax: / Redaktion: Thomas Ketteler-Eising Layout: DIE FISCHER Werbeagentur, Köln Druck: Berk Druck, Euskirchen Erscheinungsweise: 6 jährlich Auflage: 750 Stück Stand: März 20 Wir freuen uns über Ihre Anregungen zum Mandanten- Informationsbrief. Wenn Sie den Mandanten-Informationsbrief nicht mehr beziehen möchten, senden Sie bitte eine an 6

2 DIE MANDANTEN I INFORMATION

2 DIE MANDANTEN I INFORMATION 2 DIE MANDANTEN I INFORMATION Themen dieser Ausgabe Grundfreibetrag steigt Pauschalsteuer für Geschenke Übermittlung der Steuer(vor)anmeldungen Investitionsabzugsbetrag bei Betriebsgründungen Sachbezugswerte

Mehr

Mandanteninformation. Mandanteninformation März/April 2013

Mandanteninformation. Mandanteninformation März/April 2013 Mandanteninformation März/April 2013 Unsere Mandanteninformation erscheint mit dieser Ausgabe erstmalig in neuem Layout. Künftig werden wir Ihnen alle zwei Monate alle wesentlichen Neuigkeiten aus dem

Mehr

Als Werbungskosten sind Umzugskosten jedoch nur abziehbar, wenn sie auch tatsächlich betrieblich oder beruflich veranlasst sind.

Als Werbungskosten sind Umzugskosten jedoch nur abziehbar, wenn sie auch tatsächlich betrieblich oder beruflich veranlasst sind. Umzugskosten - Steuerrecht Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 1.1 Steuerrechtliche Einordnung von Umzugskosten 1.2 Höhe und Umfang der Abziehbarkeit der Werbungskosten 2. Arbeitgeberseitige Umzugskostenerstattung

Mehr

Keine regelmäßige Arbeitsstätte bei vorübergehender Abordnung oder Versetzung

Keine regelmäßige Arbeitsstätte bei vorübergehender Abordnung oder Versetzung Keine regelmäßige Arbeitsstätte bei vorübergehender Abordnung oder Versetzung Ein Arbeitnehmer (Beamter), der von seinem Arbeitgeber für drei Jahre an eine andere als seine bisherige Tätigkeitsstätte abgeordnet

Mehr

Aufwendungen für haushaltsnahe Dienste, Pflegeleistungen und Handwerkerarbeiten

Aufwendungen für haushaltsnahe Dienste, Pflegeleistungen und Handwerkerarbeiten Verbesserte Abzugsmöglichkeiten Aufwendungen für haushaltsnahe Dienste, Pflegeleistungen und Handwerkerarbeiten Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen, Pflegeleistungen und Handwerkerarbeiten

Mehr

Investitionsabzugsbetrag: Investitionsabsicht und Dokumentationserfordernis 4

Investitionsabzugsbetrag: Investitionsabsicht und Dokumentationserfordernis 4 I Oktober 2011 N 60594 Frankfurt am Main Gerbermühlstraße 9 Telefon 069 / 66 36 840-0 Telefax 069 / 66 36 840-10 frankfurt@kanzlei-ruppel.de 35423 Lich Schlossgasse 6 Telefon 06404 / 900 84 Telefax 06404

Mehr

Steuerliche Berücksichtigung der privaten Pkw-Nutzung

Steuerliche Berücksichtigung der privaten Pkw-Nutzung Steuerliche Berücksichtigung der privaten Pkw-Nutzung Die steuerliche Behandlung betrieblich genutzter PKW unterliegt einem ständigen Wandel durch Gesetzgebung, Verwaltungsanweisungen sowie die Finanzrechtsprechung.

Mehr

Steuern. 1. Spekulationssteuer - Rückwirkende Einbeziehung von Gebäuden verfassungswidrig? -

Steuern. 1. Spekulationssteuer - Rückwirkende Einbeziehung von Gebäuden verfassungswidrig? - Haus & Grund Württemberg, Werastraße 1, 70182 Stuttgart An unsere Mitgliedsvereine Haus & Grund Württemberg Landesverband Württembergischer Haus- Wohnungs- und Grundeigentümer e.v. Unser Zeichen Ansprechpartner

Mehr

Finanzgericht München

Finanzgericht München Az.: 9 K 759/07 Finanzgericht München IM NAMEN DES VOLKES URTEIL In der Streitsache Kläger gegen Finanzamt Beklagter wegen Einkommensteuer 2004 Solidaritätszuschlag 2004 hat der 9. Senat des Finanzgerichts

Mehr

3.5.1 Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen. 3.5.2 Baumaßnahmen zur Schaffung neuer Mietwohnungen

3.5.1 Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser, Eigentumswohnungen. 3.5.2 Baumaßnahmen zur Schaffung neuer Mietwohnungen Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar.

Mehr

Diplom-Kaufmann Wolfgang Dittrich Wirtschaftsprüfer Steuerberater Fachberater für Internationales Steuerrecht www.muenster-stb.de

Diplom-Kaufmann Wolfgang Dittrich Wirtschaftsprüfer Steuerberater Fachberater für Internationales Steuerrecht www.muenster-stb.de Diplom-Kaufmann Wolfgang Dittrich Wirtschaftsprüfer Steuerberater Fachberater für Internationales Steuerrecht www.muenster-stb.de Steuern sparen mit Studium und Ausbildung Eine gute Ausbildung ist häufig

Mehr

2. Eine vom Kind als Arbeitnehmer aufgesuchte arbeitgeberfremde Bildungseinrichtung stellt keine regelmäßige Arbeitsstätte dar.

2. Eine vom Kind als Arbeitnehmer aufgesuchte arbeitgeberfremde Bildungseinrichtung stellt keine regelmäßige Arbeitsstätte dar. Fahrtkosten eines nebenberuflich studierenden Kindes 1. Bei der Prüfung, ob der Grenzbetrag des 32 Abs. 4 Satz 2 EStG a.f. überschritten ist, sind Fahrtkosten eines Kindes, die ihm aus Anlass eines nebenberuflich

Mehr

Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen

Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen Gesetzestext 35a Stand: Art. 1 Nr. 13 Gesetz zur steuerlichen

Mehr

Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen nach 7g Einkommensteuergesetz

Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen nach 7g Einkommensteuergesetz Ein Merkblatt Ihrer IHK Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen nach 7g Einkommensteuergesetz 1. Allgemeines 1 2. Inkrafttreten der Neuregelung 1 3. Begünstigte Betriebe 2 4. Einzelheiten zum

Mehr

Helmut Schlickmann. Informationsbrief Juni 2012. Wilhelm Landwehr vereidigter Buchprüfer Steuerberater. Dipl.-Betriebswirt, StB

Helmut Schlickmann. Informationsbrief Juni 2012. Wilhelm Landwehr vereidigter Buchprüfer Steuerberater. Dipl.-Betriebswirt, StB Helmut Schlickmann Dipl.-Betriebswirt, StB Helmut Schlickmann, Hauptstr. 138-142, 33647 Bielefeld Wilhelm Landwehr vereidigter Buchprüfer Steuerberater Helmut Schlickmann Dipl.-Betriebswirt Steuerberater

Mehr

B & K Aktuell. Inhaltsverzeichnis 05/2015. Unternehmer aus Drittländern müssen bei Umsatzsteuervergütungsanträgen Originalrechnungen vorlegen 6

B & K Aktuell. Inhaltsverzeichnis 05/2015. Unternehmer aus Drittländern müssen bei Umsatzsteuervergütungsanträgen Originalrechnungen vorlegen 6 B & K Aktuell 0/0 Inhaltsverzeichnis Termine Mai 0 Termine Juni 0 Zahlungsverzug: Höhe der Verzugszinsen Einbeziehung von Krankengeld in den Progressionsvorbehalt Einkünfteerzielungsabsicht bei langjähriger

Mehr

DIE STEUERLICHE ABZUGSFÄHIGKEIT VON BAUPROZESSKOSTEN

DIE STEUERLICHE ABZUGSFÄHIGKEIT VON BAUPROZESSKOSTEN DIE STEUERLICHE ABZUGSFÄHIGKEIT VON BAUPROZESSKOSTEN 5 4. V E R S A M M L U N G A R B E I T S K R E I S B A U V E R T R A G S R E C H T N O R D B A Y E R N D I P L. - K F M. U L R I C H G O J O W S K Y

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Salzburg Senat (Salzburg) 13 GZ. RV/0366-S/10, miterledigt RV/0480-S/10, RV/0481-S/10, RV/0482-S/10 Berufungsentscheidung Der Unabhängige Finanzsenat hat über die Berufungen der Bw. gegen die

Mehr

Reisekosten-Reform (Teil 1)

Reisekosten-Reform (Teil 1) Reisekosten-Reform (Teil 1) Sie werden jetzt sicherlich denken oh, schon wieder eine Serie? Richtig! Ich werde in den nächsten Editorials versuchen, Ihnen das neue Reisekostenrecht, welches durch die verabschiedete

Mehr

Mandantenrundschreiben 07/08/2014

Mandantenrundschreiben 07/08/2014 Johannes Missel, Steuerberater, Hafenmarkt 4, 78727 Oberndorf www.steuerberater-missel.de JOHANNES M I S S E L Steuerberater Oberndorf im Juli 2014 Mandantenrundschreiben 07/08/2014 Fristen und Termine

Mehr

1 DIE MANDANTEN I INFORMATION

1 DIE MANDANTEN I INFORMATION 1 DIE MANDANTEN I INFORMATION Themen dieser Ausgabe Arbeitsverträge mit nahen Angehörigen Entwarnung bei umsatzsteuerlichen Gutschriften Reisekosten 2014 Lohnsteuer bei Betriebsveranstaltungen Beiträge

Mehr

1 DIE MANDANTEN I INFORMATION

1 DIE MANDANTEN I INFORMATION 1 DIE MANDANTEN I INFORMATION Themen dieser Ausgabe Gesetzgebungsendspurt 2012 Gelangensnachweis bei EU-Exporten Gewerbesteuerliche Hinzurechnung Vorsteuer bei gemischt-genutzten Gebäuden Schöner Wohnen

Mehr

Internationale Abkommen Neues Erbschaftsteuerabkommen zwischen Frankreich und der Schweiz

Internationale Abkommen Neues Erbschaftsteuerabkommen zwischen Frankreich und der Schweiz Internationale Abkommen Neues Erbschaftsteuerabkommen zwischen Frankreich und der Schweiz Das neue Erbschaftsteuerabkommen zwischen Frankreich und der Schweiz verändert die Verteilungsgrundsätze der Besteuerung

Mehr

Paragraphenkette: AO (1977) 42, EStG 9 Abs. 1 S. 1, 21 Abs. 1 Nr. 1. Entscheidungsform: Datum: 08.05.2001

Paragraphenkette: AO (1977) 42, EStG 9 Abs. 1 S. 1, 21 Abs. 1 Nr. 1. Entscheidungsform: Datum: 08.05.2001 Gericht: BFH Entscheidungsform: Urteil Datum: 08.05.2001 Paragraphenkette: AO (1977) 42, EStG 9 Abs. 1 S. 1, 21 Abs. 1 Nr. 1 Vorinstanz(en): FG Nürnberg Kurzleitsatz: Werbungskosten bei Beteiligung an

Mehr

Themen- Info. Haushaltsnahe Dienstleistungen. Inhalt. 13. April 2010. I. Allgemeines II. Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen?

Themen- Info. Haushaltsnahe Dienstleistungen. Inhalt. 13. April 2010. I. Allgemeines II. Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen? Themen- Info Ihr Ansprechpartner: (0871) 9 24 24-24 kanzlei@koniarski-stb.de 13. April 2010 Haushaltsnahe Dienstleistungen Inhalt I. Allgemeines II. Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen? III. Welche

Mehr

Aktuelle Steuerinformationen Januar 2016

Aktuelle Steuerinformationen Januar 2016 Aktuelle Steuerinformationen Januar 2016 1. TERMINSACHE: Angabe der Steuer-Identifikationsnummer ab 01.01.2016 für das Kindergeld 2 2. Kindergeld: Masterstudium als Teil der Erstausbildung 2 3. Haushaltsnahe

Mehr

Bundesfinanzhof Urt. v. 23.09.2003, Az.: IX R 20/02

Bundesfinanzhof Urt. v. 23.09.2003, Az.: IX R 20/02 Bundesfinanzhof Urt. v. 23.09.2003, Az.: IX R 20/02 Werbungskosten: Vorfälligkeitsentschädigung ist Privatsache Löst der Eigentümer eines vermieteten Hauses das darauf liegende Darlehen vorzeitig ab, um

Mehr

Steuerliche Informationen für Mandanten September 1999. Mit diesem Schreiben informiere ich Sie über:

Steuerliche Informationen für Mandanten September 1999. Mit diesem Schreiben informiere ich Sie über: Dipl.-Kfm. Knut Lingott Steuerberater Fachberater für internationales Steuerrecht Wielandstraße 30. 10629 Berlin Telefon / -fax +49 (0)30 887786-0 / - 77 E-Mail knut@lingott.de Internet www.lingott.de

Mehr

Im Namen des Volkes U R T E I L. In dem Rechtsstreit. gesonderter Feststellung der Steuerpflicht von Zinsen aus Kapitallebensversicherungen

Im Namen des Volkes U R T E I L. In dem Rechtsstreit. gesonderter Feststellung der Steuerpflicht von Zinsen aus Kapitallebensversicherungen FINANZGERICHT DÜSSELDORF 12 K 304/05 F Im Namen des Volkes U R T E I L In dem Rechtsstreit - Kläger - Prozessvertreter: gegen - Beklagten - wegen gesonderter Feststellung der Steuerpflicht von Zinsen aus

Mehr

BUNDESFINANZHOF. EStG 9 Abs. 1 Satz 1, 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, 21 Abs. 2, 52 Abs. 21 Satz 2. Urteil vom 12. Oktober 2005 IX R 28/04

BUNDESFINANZHOF. EStG 9 Abs. 1 Satz 1, 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, 21 Abs. 2, 52 Abs. 21 Satz 2. Urteil vom 12. Oktober 2005 IX R 28/04 BUNDESFINANZHOF Zinsen für ein Darlehen, mit dem während der Geltung der sog. großen Übergangsregelung sofort abziehbare Werbungskosten (Erhaltungsaufwendungen) finanziert worden sind, sind auch nach dem

Mehr

Praxisvorlaufkosten. Friedrich Wilhelm Rosenberg Steuerberater

Praxisvorlaufkosten. Friedrich Wilhelm Rosenberg Steuerberater Praxisvorlaufkosten Steuerberatungsgesellschaft mbh Neuer Wall 44, 20354 Hamburg Tel: 040/30 68 57-0, Fax: 040/30 68 57-75 info@admedio-hamburg.de, www.admedio-hamburg.de Friedrich Wilhelm Rosenberg Steuerberater

Mehr

RECHT AKTUELL. Ausgabe I-II/2013. 5. Februar 2013. Schwerpunkte dieser Ausgabe: Immobilien- und Steuerrecht

RECHT AKTUELL. Ausgabe I-II/2013. 5. Februar 2013. Schwerpunkte dieser Ausgabe: Immobilien- und Steuerrecht 5. Februar 2013 RECHT AKTUELL Ausgabe I-II/2013 Schwerpunkte dieser Ausgabe: Immobilien- und Steuerrecht aclanz Partnerschaft von Rechtsanwälten An der Hauptwache 11 (Alemanniahaus), 60313 Frankfurt am

Mehr

www.pflegekinderinfo.de

www.pflegekinderinfo.de www.pflegekinderinfo.de FG Köln vom 26.06.2008 Allein die Volljährigkeit eines Kindes schließt ein Pflegekindschaftsverhältnis nicht aus. Die an das Bestehen eines familienähnlichen Bandes zu einem volljährigen

Mehr

Hessisches Ministerium der Finanzen. haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen und Handwerkerleistungen in privaten Haushalten

Hessisches Ministerium der Finanzen. haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen und Handwerkerleistungen in privaten Haushalten Hessisches Ministerium der Finanzen haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen und Handwerkerleistungen in privaten Haushalten Rechtslage ab dem Jahr 2009 Vorwort Ab dem Jahr 2009 ist die

Mehr

Newsletter Wirtschaftsrecht November 2015. GmbH: Haftung des ausgeschiedenen Gesellschafters

Newsletter Wirtschaftsrecht November 2015. GmbH: Haftung des ausgeschiedenen Gesellschafters Newsletter Wirtschaftsrecht November 2015 GmbH: Haftung des ausgeschiedenen Gesellschafters Scheidet ein Gesellschafter aus der Gesellschaft aus noch bevor die Einlageschuld auf den Geschäftsanteil eines

Mehr

nachfolgend möchten wir Sie mit den für Sie relevanten steuerlichen Änderungen der vergangenen Monate vertraut machen.

nachfolgend möchten wir Sie mit den für Sie relevanten steuerlichen Änderungen der vergangenen Monate vertraut machen. An alle Mandanten 01.03.2011/ info Mandanteninformationsschreiben Sehr geehrte Damen und Herren, nachfolgend möchten wir Sie mit den für Sie relevanten steuerlichen Änderungen der vergangenen Monate vertraut

Mehr

Aufteilung der gesamtschuldnerischen Haftung von Ehegatten im Rahmen der Einkommenssteuer

Aufteilung der gesamtschuldnerischen Haftung von Ehegatten im Rahmen der Einkommenssteuer Aufteilung der gesamtschuldnerischen Haftung von Ehegatten im Rahmen der Einkommenssteuer Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzlei Agnes Fischl, Michael Lettl und Dr. Ulrike Tremel, Unterhaching Im Heft

Mehr

ELTERNKAMMER HAMBURG. Beschluss 642-02 Gebührenberechnung GBS

ELTERNKAMMER HAMBURG. Beschluss 642-02 Gebührenberechnung GBS ELTERNKAMMER HAMBURG Geschäftsstelle p.a. BSB Hamburger Str. 31 22083 Hamburg 4 28 63-35 27 FAX 4 28 63-47 06 E-Mail: info@elternkammer-hamburg.de http://www.elternkammer-hamburg.de Hamburg, den 26.05.2015

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Salzburg Senat 1 GZ. RV/0078-S/05, miterledigt RV/0178-S/05 Berufungsentscheidung Der unabhängige Finanzsenat hat über die Berufungen des Berufungswerbers gegen die Bescheide des Finanzamtes

Mehr

Wie schätze ich die Kosten realistisch ein?

Wie schätze ich die Kosten realistisch ein? 3 Vergütung und Abrechnung Wie schätze ich die Kosten realistisch ein? Notdienste Wichtig! Vor Auftragsvergabe mehrere Kostenvoranschläge einholen Nur bei ausdrücklicher Vereinbarung entstehen Kosten Ein

Mehr

Kurzleitsatz: Ermittlung des Erhöhungsbetrags nach 8 Abs. 2 Satz 3 EStG; Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte; Pendler; Erhöhungsbetrag

Kurzleitsatz: Ermittlung des Erhöhungsbetrags nach 8 Abs. 2 Satz 3 EStG; Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte; Pendler; Erhöhungsbetrag Gericht: FG Niedersachsen Entscheidungsform: Urteil Datum: 15.04.2010 Paragraphenkette: EStG 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, EStG 8 Abs. 1 Vorinstanz(en): Kurzleitsatz: Ermittlung des Erhöhungsbetrags nach 8 Abs.

Mehr

Mandanten Informationen Stand: Juni 2006

Mandanten Informationen Stand: Juni 2006 Mandanten Informationen Stand: Juni 2006 1. Reichensteuer, Pendlerpauschale, Elterngeld 2. Erforderliche Angaben in "ordnungsgemäßem" Fahrtenbuch 3. Kontenabrufverfahren 4. Keine Aussetzung der Vollziehung

Mehr

BUNDESFINANZHOF. EStG 24 Nr. 1 Buchst. a, 34 Abs. 2 Nr. 2. Urteil vom 13. August 2003 XI R 18/02

BUNDESFINANZHOF. EStG 24 Nr. 1 Buchst. a, 34 Abs. 2 Nr. 2. Urteil vom 13. August 2003 XI R 18/02 BUNDESFINANZHOF Veräußert der Alleingesellschafter-Geschäftsführer freiwillig alle Anteile an seiner GmbH, kann die Entschädigung für die Aufgabe der Geschäftsführertätigkeit gleichwohl von dritter Seite

Mehr

2. Grundsätzliches 3. Beispielhafte Aufzählung

2. Grundsätzliches 3. Beispielhafte Aufzählung STEUERBERATUNG UNTERNEHMENSBERATUNG Diplom-Kaufmann Walter Schönweiß Steuerberater Diplom-Kaufmann Peter Hofecker Unternehmensberater Brunngasse 1 90610 Winkelhaid Tel.: 09187/905173 Fax: 09187/905174

Mehr

Ausgabe für Heilberufe September 2014

Ausgabe für Heilberufe September 2014 Uwe Martens Steuerberatungsgesellschft mbh Schillerplatz 11 18055 Rostock Telefon: 0381-25 23 00 Fax: 0381-25 23 020 E-Mail: info@umstb.de Internet: http://www.umstb.de Ausgabe für Heilberufe September

Mehr

Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten nutzen

Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten nutzen Page 1 of 5 Investieren - noch im Jahr 2010 Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten nutzen 16. Oktober 2010 - Bis zum Jahresende hat jeder Zahnarzt noch Zeit. Bis dahin muss er sich entschieden haben, ob

Mehr

FINANZGERICHT HAMBURG

FINANZGERICHT HAMBURG FINANZGERICHT HAMBURG Az.: 1 K 43/11 Urteil des Senats vom 27.09.2011 Rechtskraft: rechtskräftig Normen: AO 173 Abs. 1 Nr. 2, EStG 33a Abs. 1, EStG 33a Abs. 4 Leitsatz: 1. Unterhaltsaufwendungen eines

Mehr

3. Abschn. 31 Abs. 8 Satz 3 LStR 1999 enthält keine Wertfestsetzung einer obersten Finanzbehörde eines Landes i.s. des 8 Abs. 2 Satz 8 EStG.

3. Abschn. 31 Abs. 8 Satz 3 LStR 1999 enthält keine Wertfestsetzung einer obersten Finanzbehörde eines Landes i.s. des 8 Abs. 2 Satz 8 EStG. BUNDESFINANZHOF 1. Gewährt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein Darlehen zu einem marktüblichen Zinssatz, erlangt der Arbeitnehmer keinen lohnsteuerlich zu erfassenden Vorteil. 2. Abschn. 31 Abs. 8

Mehr

Dirk Gurn Dipl. Betriebswirt Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Landwirtschaftliche Buchstelle

Dirk Gurn Dipl. Betriebswirt Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Landwirtschaftliche Buchstelle Abgeltungsteuer bei Ehegatten-Darlehen Bei einem Darlehensvertrag unter Eheleuten unterliegen die Zinseinnahmen des darlehensgewährenden Ehegatten nicht dem Abgeltungsteuersatz von 25 %, wenn sein darlehensnehmender

Mehr

Wissenschaftliche Dienste. Sachstand. Besteuerung von Pensionen und Renten. 2016 Deutscher Bundestag WD 4-3000 - 035/16

Wissenschaftliche Dienste. Sachstand. Besteuerung von Pensionen und Renten. 2016 Deutscher Bundestag WD 4-3000 - 035/16 Besteuerung von Pensionen und Renten 2016 Deutscher Bundestag Seite 2 Besteuerung von Pensionen und Renten Aktenzeichen: Abschluss der Arbeit: 21. März 2016 Fachbereich: WD 4: Haushalt und Finanzen Die

Mehr

RECHT AKTUELL. Ausgabe VII-VIII/2013. 27. August 2013. Schwerpunkte dieser Ausgabe: Immobilien- und Steuerrecht

RECHT AKTUELL. Ausgabe VII-VIII/2013. 27. August 2013. Schwerpunkte dieser Ausgabe: Immobilien- und Steuerrecht 27. August 2013 RECHT AKTUELL Ausgabe VII-VIII/2013 Schwerpunkte dieser Ausgabe: Immobilien- und Steuerrecht aclanz Partnerschaft von Rechtsanwälten An der Hauptwache 11 (Alemanniahaus), 60313 Frankfurt

Mehr

beurteilen (Änderung der Rechtsprechung; Anschluss an die

beurteilen (Änderung der Rechtsprechung; Anschluss an die BUNDESFINANZHOF Kosten für den Erwerb eines Doktortitels können, sofern sie beruflich veranlasst sind, Werbungskosten sein. Sie sind regelmäßig nicht als Kosten der privaten Lebensführung zu beurteilen

Mehr

Aufwendungen für eine erstmalige Berufsausbildung und ein Erststudium

Aufwendungen für eine erstmalige Berufsausbildung und ein Erststudium Koblenz, im September 2011 Aufwendungen für eine erstmalige Berufsausbildung und ein Erststudium Sehr geehrte Damen und Herren, der Bundesfinanzhof (BFH) hat am 28. Juli 2011 in zwei Urteilen über die

Mehr

STEUERTIPPS FÜR UNTERNEHMER I. QUARTAL 2013

STEUERTIPPS FÜR UNTERNEHMER I. QUARTAL 2013 STEUERTIPPS FÜR UNTERNEHMER I. QUARTAL 2013 Markus Winkler Dipl. Kfm. I Steuerberater Andreas Schauer Steuerfachwirt Julian Westhoff Diplom Kaufmann (FH) Svenja Leuer Sekretariat Carol Winkler Speditionskauffrau

Mehr

Steuerliche Vorteile durch Sanierung von Gebäuden

Steuerliche Vorteile durch Sanierung von Gebäuden Steuerliche Vorteile durch Sanierung von Gebäuden 1. Immobilienstammtisch Zentrumsmanagement Lebach 1 Es begrüßt Sie: Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Theo Wilms Wilms Treuhandpartner GmbH & Co. KG,

Mehr

Zuordnung von Darlehenszinsen als Werbungskosten bei gleichzeitiger Finanzierung eigengenutzter und vermieteter Wohnungen

Zuordnung von Darlehenszinsen als Werbungskosten bei gleichzeitiger Finanzierung eigengenutzter und vermieteter Wohnungen BUNDESFINANZHOF Zuordnung von Darlehenszinsen als Werbungskosten bei gleichzeitiger Finanzierung eigengenutzter und vermieteter Wohnungen 1. Finanziert der Steuerpflichtige die Herstellung von Eigentumswohnungen,

Mehr

Sonderinfo März 2012. 1 Übersicht Immobilienertragsteuer. Immobilienbesteuerung NEU ab 1. April 2012. Inhaltsverzeichnis. 1.

Sonderinfo März 2012. 1 Übersicht Immobilienertragsteuer. Immobilienbesteuerung NEU ab 1. April 2012. Inhaltsverzeichnis. 1. Fuchshuber Steuerberatung GmbH Wirtschaftstreuhänder Steuerberater Zauneggerstraße 8, 4710 Grieskirchen Tel.: 07248/647 48, Fax: 07248/647 48-730 office@stb-fuchshuber.at www.stb-fuchshuber.at Firmenbuchnummer:

Mehr

Steuerrecht für Schiedsrichter

Steuerrecht für Schiedsrichter 1 Zur Person Berufsleben: Abitur Ausbildung im Bereich der Steuerberatung Abschluss zum Diplom-Kaufmann (FH) Bestellung zum Steuerberater, eigene Kanzlei Vereinsleben: Seit 1996 aktiver Fußballer im SV

Mehr

BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL. 7. März 2007 Ermel Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle. in dem Rechtsstreit

BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL. 7. März 2007 Ermel Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle. in dem Rechtsstreit BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES VIII ZR 86/06 URTEIL in dem Rechtsstreit Verkündet am: 7. März 2007 Ermel Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle Nachschlagewerk: BGHZ: BGHR: ja

Mehr

BGH, Urteil vom 1. April 2009 - IX R 35/08. Aus den Gründen:

BGH, Urteil vom 1. April 2009 - IX R 35/08. Aus den Gründen: 1. Nimmt der Steuerpflichtige Darlehen zur Finanzierung je unterschiedlicher Grundstücksteile auf, die eigenständige Wirtschaftsgüter bilden, scheitert der Zuordnungszusammenhang zu einzelnen Grundstücksteilen

Mehr

B.2. Containerveräußerung nach Ende der Mietzeit Abschluss des Kauf- und Verwaltungsvertrages und Mietbeginn ab dem 01.01.2009

B.2. Containerveräußerung nach Ende der Mietzeit Abschluss des Kauf- und Verwaltungsvertrages und Mietbeginn ab dem 01.01.2009 Information zur Einkommensteuer und Umsatzsteuer bei der Vermietung, des Ankaufes und des Verkaufes von Frachtcontainern (Neu- und Gebrauchtcontainer) im privaten Bereich ab 01.01.2009 A. Sachverhalt Ein

Mehr

Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten vor dem Jahresende

Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten vor dem Jahresende Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten vor dem Jahresende von Brigitta Scheel und Birgit Matz Steuerbüro Scheel 28.11.2013 Inhalt: 1. Investitionen 1.1 Investitionsabzugsbetrag 1.2 Investitionszulage 2.

Mehr

Steuerermäßigung durch Handwerkerleistungen

Steuerermäßigung durch Handwerkerleistungen INHALT 1. Allgemeines 2. Grundsätzliches 3. Beispielhafte Aufzählung 4. Aufwendungen dürfen keine Betriebsausgaben oder Werbungskosten sein 5. Gebäudesanierungsprogramm 6. Begünstigte Aufwendungen 7. Maximale

Mehr

Gemeinschaftskonten von Ehegatten Hinweise zur rechtlichen Ausgestaltung, schenkungsteuerlichen Behandlung und Auswirkungen im Erbfall

Gemeinschaftskonten von Ehegatten Hinweise zur rechtlichen Ausgestaltung, schenkungsteuerlichen Behandlung und Auswirkungen im Erbfall HAUS + GRUND MÜNCHEN INFORMIERT Gemeinschaftskonten von Ehegatten Hinweise zur rechtlichen Ausgestaltung, schenkungsteuerlichen Behandlung und Auswirkungen im Erbfall von Stefan Spangenberg Rechtsanwalt

Mehr

Ausgewählte steuerfreie Zuwendungen an Arbeitnehmer

Ausgewählte steuerfreie Zuwendungen an Arbeitnehmer Ausgewählte steuerfreie Zuwendungen an Arbeitnehmer Gerade in der aktuellen Diskussion um den Fachkräftemangel in Deutschland ist es für Arbeitgeber besonders wichtig, die Motivation und Bindung ihrer

Mehr

I. Allgemeine Grundsätze

I. Allgemeine Grundsätze Abzug von Bewirtungskosten als Werbungskosten I. Allgemeine Grundsätze Aufwendungen, die die private Lebensführung berühren und bei denen eine genaue Aufteilung in einen beruflichen und einen privaten

Mehr

Bundesfinanzhof Urt. v. 22.05.2002, Az.: VIII R 74/01

Bundesfinanzhof Urt. v. 22.05.2002, Az.: VIII R 74/01 Bundesfinanzhof Urt. v. 22.05.2002, Az.: VIII R 74/01 Kindergeld: Auch US-Dollar lassen die Grenze überschreiten Zahlen die Gasteltern für eine Au-pair-Tätigkeit ein Taschengeld, so kann das zum Verlust

Mehr

1 Schuldzinsen zur Finanzierung von Werbungskosten nach Verkauf der Immobilie. Inhalt. Allgemeine Steuerzahlungstermine im April

1 Schuldzinsen zur Finanzierung von Werbungskosten nach Verkauf der Immobilie. Inhalt. Allgemeine Steuerzahlungstermine im April Inhalt 1 Schuldzinsen zur Finanzierung von Werbungskosten nach Verkauf der Immobilie 2 Private Kapitalerträge in der Einkommensteuer-Erklärung 2013 3 Erbschaftsteuer-Freibetrag bei Pflege des Erblassers

Mehr

Aktuelle Informationen für unsere Mandanten. im Dezember 2011-Z/fö

Aktuelle Informationen für unsere Mandanten. im Dezember 2011-Z/fö Partner Dr. Volker Mallison Certified Public Accountant Aktuelle Informationen für unsere Mandanten Martin Zabel Christian Müller Peter Jackmann Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht Frank Jochim Steuerberater.

Mehr

Mögliche Rechtsunsicherheit bei der Umsatzsteuerschuldnerschaft für Bauleistungen

Mögliche Rechtsunsicherheit bei der Umsatzsteuerschuldnerschaft für Bauleistungen Deutscher Bundestag Drucksache 18/5603 18. Wahlperiode 20.07.2015 Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Thomas Gambke, Kerstin Andreae, Britta Haßelmann, weiterer Abgeordneter

Mehr

Verzinsung des Gerichtskostenvorschusses

Verzinsung des Gerichtskostenvorschusses Verzinsung des Gerichtskostenvorschusses Autor: Rechtsanwalt Adrian Hoppe WERNER Rechtsanwälte Informatiker Im Zivilprozess ist der Kläger gesetzlich verpflichtet, zu Beginn des Prozesses die Gerichtskosten

Mehr

Das Wichtigste aus dem Steuerrecht

Das Wichtigste aus dem Steuerrecht Das Wichtigste aus dem Steuerrecht Mai 2012 Ingrid David & Kai Brickwedde Steuerberater in Partnerschaft Hausanschrift: Brückenort 21 49565 Bramsche Postanschrift: Postfach 1251 49552 Bramsche Tel.: 05461

Mehr

Werbungskostenabzug bei nur teilweiser Weiterverwendung eines Darlehens für neuen Immobilienkauf

Werbungskostenabzug bei nur teilweiser Weiterverwendung eines Darlehens für neuen Immobilienkauf BUNDESFINANZHOF Werbungskostenabzug bei nur teilweiser Weiterverwendung eines Darlehens für neuen Immobilienkauf Veräußert ein Steuerpflichtiger seine bisher selbst genutzte und durch ein Darlehen finanzierte

Mehr

Gründe. BFH v. 16.11.2006 - III R 74/05

Gründe. BFH v. 16.11.2006 - III R 74/05 BFH v. 16.11.2006 - III R 74/05 Keine Einbeziehung der Beiträge des Kindes zu einer freiwilligen gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in die Bemessungsgröße für den Jahresgrenzbetrag Leitsatz Aufwendungen

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Wien Senat 17 GZ. RV/2462-W/08 Berufungsentscheidung Der Unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung der XX, Adr., vom 18. Juni 2008 gegen den Bescheid des Finanzamtes Neunkirchen Wiener

Mehr

Monatliche Einnahme 2008 als Kindertagespflegeperson. 0 Euro

Monatliche Einnahme 2008 als Kindertagespflegeperson. 0 Euro Fallbeispiele zum wirtschaftlichen Ergebnis von Kindertagespflegetätigkeit (Ktpf) ab 2008 unter Berücksichtigung der derzeitigen Erlasslage (Stand 9.10.) des Bundesfinanzministerium und daraus resultierender

Mehr

Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen; neues BFH-Urteil in Sachen Umsatzsteuer

Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen; neues BFH-Urteil in Sachen Umsatzsteuer Haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen; neues BFH-Urteil in Sachen Umsatzsteuer In der aktuellen Ausgabe meines monatlichen Editorials möchte ich Ihnen Wissenswertes über haushaltsnahe

Mehr

Parkstraße 4, 59439 Holzwickede. Tel.: 02301 / 91209-0. Besuchen Sie auch unsere Homepage

Parkstraße 4, 59439 Holzwickede. Tel.: 02301 / 91209-0. Besuchen Sie auch unsere Homepage Parkstraße 4, 59439 Holzwickede Tel.: 02301 / 91209-0 Besuchen Sie auch unsere Homepage Mandanteninformation zu aktuellen relevanten Themen Stand: 26.4.2014 Problemkreis Sachzuwendungen / Geschenke an

Mehr

1 Aus der Rechtsprechung

1 Aus der Rechtsprechung Lohnsteuer-Info Mai 2015 Verfasser: Diplom-Finanzwirt Michael Seifert, Steuerberater, Troisdorf, www.steuergeld.de In dieser Ausgabe 1 Aus der Rechtsprechung... 1 1. Dienstwagengestellung: 1 % - Regelung

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Feldkirch Senat 1 GZ. RV/0220-F/05 Berufungsentscheidung Der Unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung der Bw,Adr, vertreten durch Stb, gegen den Bescheid gem. 299 Abs. 2 BAO des Finanzamtes

Mehr

http://www.focus.de/finanzen/steuern/tid-29925/steuererklaerungen-freibetraege-fristen-wann-rentner-steuern-zahlen-muessen_aid_934087.

http://www.focus.de/finanzen/steuern/tid-29925/steuererklaerungen-freibetraege-fristen-wann-rentner-steuern-zahlen-muessen_aid_934087. 1 von 5 15.03.2013 10:28 Präsentiert von Drucken http://www.focus.de/finanzen/steuern/tid-29925/steuererklaerungen-freibetraege-fristen-wann-rentner-steuern-zahlen-muessen_aid_934087.html Steuererklärungen,

Mehr

Merkblatt Dienstwagen und Lohnsteuer 2004

Merkblatt Dienstwagen und Lohnsteuer 2004 1 Merkblatt Dienstwagen und Lohnsteuer 2004 Ermittlung des Sachbezugs bei privater Pkw-Nutzung durch Arbeitnehmer (inkl. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) In unserem Beispielsfall erhält der

Mehr

30. 10. 2015 Haus und Grundstück im Erbrecht 7: Kündigung und Schönheitsreparaturen bei der Mietwohnung im Erbe

30. 10. 2015 Haus und Grundstück im Erbrecht 7: Kündigung und Schönheitsreparaturen bei der Mietwohnung im Erbe 30. 10. 2015 Haus und Grundstück im Erbrecht 7: Kündigung und Schönheitsreparaturen bei der Mietwohnung im Erbe Kündigung eines Mietvertrages durch die Erben des Mieters Ist kein Haushaltsangehöriger des

Mehr

Einkommensteuer-Info Februar 2015

Einkommensteuer-Info Februar 2015 Einkommensteuer-Info Februar 2015 Verfasser: Diplom-Finanzwirt Michael Seifert, Steuerberater, Troisdorf, www.steuergeld.de In dieser Ausgabe 1 Aus der Rechtsprechung... 1 1. Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen:

Mehr

Wir sind umgezogen! Details zum Mindestlohn. Details zum Mindestlohn S. 1. Kein unterjähriger Wechsel zur Fahrtenbuchmethode S. 4

Wir sind umgezogen! Details zum Mindestlohn. Details zum Mindestlohn S. 1. Kein unterjähriger Wechsel zur Fahrtenbuchmethode S. 4 Details zum Mindestlohn S. 1 Rechnung: Verweis auf andere Unterlagen zulässig S. 2 Kosten für die Unterbringung in einem Wohnstift S. 2 Nachweis der Privatnutzung eines Dienstwagens S. 3 Kein unterjähriger

Mehr

Steuer-aktuell Januar 2013. Alle Steuerzahler. Inhalt: Aufwendungen für einen Winterdienst

Steuer-aktuell Januar 2013. Alle Steuerzahler. Inhalt: Aufwendungen für einen Winterdienst Steuer-aktuell Januar 2013 Firma Deutsche Marktgilde eg Simmersbacher Straße 12 35713 Eschenburg Inhalt: 1. Haushaltsnahe Dienstleistungen: Aufwendungen für einen Winterdienst 2. Scheckzahlung: Säumniszuschläge

Mehr

Informationen für Kapitalanleger

Informationen für Kapitalanleger Informationen für Kapitalanleger Mai 2016 Bundesfinanzhof widerspricht Finanzverwaltung: Verluste aus dem Verfall von Optionen sind zu berücksichtigen Der Bundesfinanzhof hat entgegen der Ansicht des Bundesfinanzministeriums

Mehr

Vorwort. Pottenstein, Lüneburg, Bremen im August 2000 Notar Dr. Jörg Mayer Rechtsanwalt Michael Bonefeld Rechtsanwalt Dr.

Vorwort. Pottenstein, Lüneburg, Bremen im August 2000 Notar Dr. Jörg Mayer Rechtsanwalt Michael Bonefeld Rechtsanwalt Dr. Vorwort Die Übernahme von Testamentsvollstreckungen sowie die Beratung von Testamentsvollstreckern erschließen dem Anwalt, Notar und Steuerberater interessante, anspruchsvolle und auch lukrative Mandatsfelder.

Mehr

Frankfurt am Main / Hamburg / Paris

Frankfurt am Main / Hamburg / Paris Inhalt 1 Besteuerung von Erstattungszinsen als Kapitalerträge 2 Offensichtlich verkehrsgünstigere Strecke bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte 3 Erleichterungen bei elektronischen Rechnungen

Mehr

BGB 280 Abs. 1, 311 Abs. 2; EStG 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 7, 21 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1; FördG 1, 4

BGB 280 Abs. 1, 311 Abs. 2; EStG 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 7, 21 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1; FördG 1, 4 DNotI Deutsches Notarinstitut Dokumentnummer: 2zr259_11 letzte Aktualisierung: 19.3.2013 BGH, 18.12.2012 - II ZR 259/11 BGB 280 Abs. 1, 311 Abs. 2; EStG 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 7, 21 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, 23 Abs.

Mehr

Informationsbrief. November 2010. Inhalt

Informationsbrief. November 2010. Inhalt Albert Hoinle Vereidigter Buchprüfer Steuerberater Frankenstraße 6 86650 Wemding Telefon (0 90 92) 96 91-0 Telefax (0 90 92) 96 91-90 Albert Hoinle Frankenstraße 6 86650 Wemding e-mail: info@stb-hoinle.de

Mehr

Informationsbrief April 2014

Informationsbrief April 2014 Datum im März 2014 Informationsbrief April 2014 Inhalt 1 Schuldzinsen zur Finanzierung von Werbungskosten nach Verkauf der Immobilie 2 Private Kapitalerträge in der Einkommensteuer-Erklärung 2013 3 Erbschaftsteuer-Freibetrag

Mehr

SteuerNews. Inhalt. Grunderwerbsteuerliche Organschaft: BFH entscheidet gegen OFD Münster. 1. Der Urteilsfall

SteuerNews. Inhalt. Grunderwerbsteuerliche Organschaft: BFH entscheidet gegen OFD Münster. 1. Der Urteilsfall SteuerNews. Grunderwerbsteuerliche Organschaft: BFH entscheidet gegen OFD Münster Die grunderwerbsteuerliche Organschaft gehört zu den problematischen Bereichen des Grunderwerbsteuerrechts. Bei vielen

Mehr

Berufungsentscheidung

Berufungsentscheidung Außenstelle Feldkirch Senat 1 GZ. RV/0095-F/04 Berufungsentscheidung Der Unabhängige Finanzsenat hat über die Berufung des SH, L, A-Straße 63, vertreten durch Dr. Mag. Klaus Winkler Wirtschaftstreuhand

Mehr

Mandanteninformationen für GmbH-GF/-Gesellschafter

Mandanteninformationen für GmbH-GF/-Gesellschafter Mandanteninformationen für GmbH-GF/-Gesellschafter Liebe Mandantin, lieber Mandant, auch im vergangenen Monat hat sich rund um Steuern, Recht und Betriebswirtschaft einiges getan. Über die aus unserer

Mehr

neuen Internetauftritt. Wir freuen uns über unseren Besuchen Sie uns doch einfach einmal unter: www.kramer-stb.de oder

neuen Internetauftritt. Wir freuen uns über unseren Besuchen Sie uns doch einfach einmal unter: www.kramer-stb.de oder Newsletter Inhalt NEWSLETTER MAI 2015 Fälligkeitstermine Steuern/Sozialversicherung Mai und Juni 2015 Unternehmer/Beteiligungen Michael Kramer Steuerberater Am Steinborn 41 07749 Jena Telefon: +49 3641

Mehr

Gewerbesteuer: Hinzurechnung von Zinsen und Mieten verfassungswidrig?

Gewerbesteuer: Hinzurechnung von Zinsen und Mieten verfassungswidrig? Gewerbesteuer: Hinzurechnung von Zinsen und Mieten verfassungswidrig? S. 1 Arbeitgeber darf Smartphones/Tablets und Software steuerfrei überlassen S. 1 Keine Werbungskosten bei Teilnahme an touristischer

Mehr

Steueränderungsgesetz 2015 Lohnsteuer bei Betriebsveranstaltungen Bilanzpolitik Sicherung des Werbungskostenabzugs für 2015 Inventurcheckliste

Steueränderungsgesetz 2015 Lohnsteuer bei Betriebsveranstaltungen Bilanzpolitik Sicherung des Werbungskostenabzugs für 2015 Inventurcheckliste Partner Martin Zabel Aktuelle Informationen für unsere Mandanten Christian Müller Michael Sackmann Peter Jackmann Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht Frank Jochim Steuerberater. Rechtsanwalt Angestellte

Mehr

Bundesfinanzhof Urt. v. 24.05.2007, Az.: VI R 78/04

Bundesfinanzhof Urt. v. 24.05.2007, Az.: VI R 78/04 Bundesfinanzhof Urt. v. 24.05.2007, Az.: VI R 78/04 Außendienstler kann den Fiskus mitbewirten lassen Bei der Beurteilung, ob Aufwendungen eines Arbeitnehmers für die Bewirtung von Geschäftskunden sowie

Mehr

Termine Oktober 2002 Bitte beachten Sie die folgenden Termine, zu denen die Steuern fällig werden:

Termine Oktober 2002 Bitte beachten Sie die folgenden Termine, zu denen die Steuern fällig werden: Sehr geehrte Damen und Herren, nach dem Jahrhunderthochwasser möchten wir Ihnen helfen, die Folgen des Unwetters so schnell wie möglich zu beseitigen. Über aktuelle Neuigkeiten zu Förderungen und Hilfeleistungen

Mehr