Wann ist ein Unternehmen ist erfolgreich? Gewinn und Kundenzufriedenheit. Wir sind dann erfolgreich, wenn wir den Wert des Unternehmens steigern.

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2 1. Kapitel: Einführung und Systematisierung Leistungserstellung eines Kafferösters unter Risikoaspekten Markt Beschaffung Produktion Absatz Eigene Einzelhandelsgesch äfte, Große Einkaufsketten, Plantagen Spezielle Segmente (Gastronomie) Wir könnten am Markt Rohstoffe handeln, jedoch haben wir dann unterschiedliche Preise, die wir in die Verkaufspreise berücksichtigen müssen. Steigende Rohstoffpreise können Verluste bedeuten. Gewinne können auch steigen, wenn die Preise fallen. Ich kann jedoch auch eigene Felder kaufen und Kaffeebohnen anbauen. Im Bereich des Absatzes könnten wir einzelne Geschäfte liefern, das heißt höhere Preise verlangen. Wenn wir Großmärkte beliefern, müssen wir niedrigere Preise anbieten. Die Gastronomie ist abhängig von Tourismus (Konjunktur, saisonale Schwankungen) Es fallen sehr viele Kosten an bis das Produkt verkauft wurde. Definitionen: Unternehmen (Ausnahme Non-Profit-Unternehmen) Unternehmensfinanzierung Investition/Desinvestion Investitionsrechnung Subvention/Steuern Finanzmanagement Ziele Das Unternehmen muss Steuern zahlen, es hat laufende Auszahlung zur Leistungserstellung und Investitionen. Es erhält Subventionen, Einzahlungen aus Desinvestitionen, und Verkaufserlöse. Das Unternehmen kann sich durch Außenfinanzierung und Innenfinanzierung, Eigen- und Fremdfinanzierung finanzieren. Ein wichtiges Unternehmensziel ist die Liquidität, die Zahlungsfähigkeit. Das heißt dass wir die Zahlungen an Mitarbeiter und Lieferanten, Finanzbehörden rechtzeitig bezahlen können. Wenn wir nicht liquide sind, Konsequenzen, entweder Zahlungsstockung (im Moment können wir die Rechnung nicht begleichen, aber später schon Zahlung stocken). Wenn ich dauerhaft nicht in der Lage bin, meine Rechnungen zu zahlen, sehr schlecht, ich bin zahlungsunfähig. Das Gesetz besagt, dass man Lieferanten und Mitarbeiter schützen muss, weil sie schon etwas geleistet haben. Die Existenz des Unternehmens ist gefährdet. Ein großes Ziel des Finanzmanagement ist es für ausreichend Liquidität zu sorgen. Es soll jederzeit Dasein können. Es stellt sich die Frage wie viel, diese Frage ist jedoch nicht leicht zu beantworten. Es hängt jedoch von der konjunkturellen Situation ab und von der Branche oder von anderen Lieferanten/Kunden. Wann ist ein Unternehmen ist erfolgreich? Gewinn und Kundenzufriedenheit. Wir sind dann erfolgreich, wenn wir den Wert des Unternehmens steigern. Nicole Lienbacher Finanzmanagement 1

3 Wie kann man den Wert eines Unternehmens messen? Durch die Rendite oder Rentabilität Gewinn/Umsatz = Umsatzrentabilität Gewinn/Eigenkapital = Eigenkaptialrentabilität Höhere Rentabilität= höherer Wert des Unternehmens, das nennt man auch Value Management, oder Wertschaffung. Beziehung von Liquidität und Wertschaffung nicht sehr gut, denn es widerspricht sich. Man muss sich als Unternehmen entscheiden, was sie wollen. Wollen sie Value Management oder Liquidität (beständig sein). Danach richten sie dann das Finanzmanagement aus. Die Ziele des Finanzmanagements sind: Sicherung richtiger (rationaler) Entscheide Informationsasymmetrie (der eine weiß mehr als der andere, im Finanzmanagement weiß man mehr über das Geld als bspweise Lieferanten) Agententheorie: Schuster, Einpersonenunternehmer, er entscheidet etwas und trägt die Konsequenzen. Coca Cola Aktie: Miteigentümer, ich habe keinen Einfluss auf die Geschäftsführung. Große Konzerne haben einen Finanzvorstand. Behavioral Finance. Wir sind davon ausgegangen, dass wir rein rational handeln. Außenfinanzierung Beteiligungsfinanzierung (Eigenfinanzierung): mit Kapitalmarktfähigkeit, ohne Kapitalmarktfähigkeit Kreditfinanzierung (langfristig, kurz- und Mittelfinanzierung Innenfinanzierung Finanzierung aus Abschreibungen Finanzierung aus Rückstellungen Selbstfinanzierung (Offene Selbstfinanzierung, stille Selbstfinanzierung) Finanzierung aus Vermögensumschichtung Finanzierung aus Abschreibungen Finanzierung über Umsatzerlöse, verdiente Abschreibungsgegenwerte verbleiben im Betrieb ohne Gewinn aufzuscheinen Kapazitätserweiterungseffekt (Lohmann-Ruchti-Effekt) Abschreibungsgegenwerte werden in neue Anlagen investiert Nicht nur Ersatzinvestitionen, sondern auch zusätzliche Investitionen finanzierbar Kapazitätserweiterung Umsetzungsproblem des Kapazitätserweiterungseffektes in der Realität Abschreibungen stehen am Periodenende liquide zur Verfügung? Wiederbeschaffungskosten gleich hoch? Absatzmöglichkeiten der vermehrt erzeugten Leistungen? Finanzierung des höheren Umlaufvermögens? Nicole Lienbacher Finanzmanagement 2

4 Finanzierung aus (langfristigen) Rückstellungen Mit Dotierung von Rückstellungen (Aufwand!) werden an den Betrieb gebunden (zeitlich befristet!), die sonst mit einem Gewinn erscheinen würden und ausgeschüttet werden könnten (innerbetriebliche Fremdfinanzierung) Lange Unternehmensbindung bei langfristigen RST (i.d.r Pensionsrückstellung) Hoher Effekt bei Neudotierungen ohne Auszahlungen Nur bei Gewinnsituation des Unternehmens interessant Ertragssteuerlicher Effekt: Steuerstundung Vermögenssteuerlicher Effekt (nicht vorhanden): Steuerersparnis. Selbstfinanzierung (Gewinne werden zur Gänze oder nur zum Teil nicht an die Eigentümer ausgeschüttet (Thesaurierung) Offene Selbstfinanzierung (im Jahresabschluss durch Gewinnrücklage ersichtlich) Gewinnermittlung nach unterschiedlichen Rechnunglegungsnormen, Dividendenpolitik (Ausschüttungspolitik) Frage nach optimaler Ausschüttung Steuerliche Einflüsse auf Ausschüttungsentscheide. Kapitel 2: Selbstfinanzierung: Stille und offene Selbstfinanzierung Frage, wie wird der Gewinn ermittelt, hängt davon welche Rechnungslegungsnormen wir zur Grunde liegen. Es gibt zwei dominierende Kreise, eine nationale (laut UGB)und internationales Rechnungslegungsnormen (Laut IFRS). Die zentrale Frage ist die, wie viel sollten wir jetzt ausschütten, gibt es da eine Formel und welche Konsequenzen gibt es davon. Es gibt einige Argumente für bestimmte Ausschüttungsquoten. Was für theoretisch klar war, war nicht unbedingt für praktische Überlegungen klar. Ein Argument wäre: Residualprinzip: Die Dividende ist der Rest der übrig bleibt. Haben wir tolle Investitionspläne, steigert sich der Wert des Unternehmens. Wird jedoch wenig in der Praxis ausgeführt. Es hat auch steuerliche Auswirkungen. Es gibt in Österreich diese Steuer nicht. Eine Kapitalgesellschaft muss jedoch 25 % Kapitalertragssteuer zahlen, deshalb überlegt man nicht auszuschütten. Die stille Selbstfinanzierung sehen wir nicht im Jahresabschluss und wir nutzen Spielräume des Rechnungslegungsrechts. Es kann grundsätzlich 4 Einflussfaktoren, diese haben aber immer weniger an Bedeutung. Man will dass jetzt nicht mehr so viel Spielraum ist. Unterbewertung von Vermögensgegenständen: verstärkte Abschreibungen, dadurch ist der Gewinn niedriger darstellen Nichtaktivierung von Vermögensgegenständen: Aufwände werden entstehen. Unterlassung der Zuschreibung von Wertsteigerungen. Zuschreibungen erlassen, nicht gegeben ansehen. Gewinne werden nicht erhöht Nicole Lienbacher Finanzmanagement 3

5 Überbewertung von Passivposten: Rückstellungen höher bewerten. Sehen Risiko als besonders groß an. Bildet man RST reduziert das den Gewinn. Bewertung der Selbstfinanzierung: Wo sind die Vorteile: Unabhängigkeit gegenüber Kapitalgeber keine Zins- und Tilgungszahlungen Nachteil: Gefahr von Kapitalfehlleitungen (siehe Agentenproblem): Management könnte gedrängt werden Investitionen zu investieren die suboptimal sind (nicht rentieren) Wenig Ausschütten: mehr Geld im Unternehmen, deswegen brauchen wir keine fremden Kapitalgebern (Kredit). Finanzierung aus Vermögensumschichtung Verkauf nicht betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände oder gar betriebsnotwendigen Vermögen (Desinvestition) Working Capital Management: Umlaufvermögen anschauen und davon die kurzfristigen Verbindlichkeiten (Schulden) der Wert, der sich ergibt ist das Working Capital. Reduktion der für die Leistungserstellung gebundenen Mittel (Verringerung der Vorratsbestände und Forderungen; Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen) Der Cashflow und die Innenfinanzierung Maßstab für die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens, sie ist eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Liquidität. Gibt jene innerhalb einer Periode (Meist ein Jahr) erwirtschafteten finanziellen Mittel an, die für Investitionen, Ausschüttungen, Schuldentilgung zur Verfügung standen, bzw. stehen. Cashflow ist immer eine Kennzahl für einen Zeitraum nie einen Zeitpunkt. Genügend Cashflow: keine Fremdfinanzierung. Cashflow kann für die genannten Zwecke verwendet werden. Umso unabhängiger sind wir von fremden Kapitalgebern ab. (hängt auch von der Branche ab) Ermittlung: Jahresüberschuss/-Fehlbetrag (Gewinngröße ausgehen) + Nichtauszahlungen in Aufwänden (Aufwände haben den Gewinn vermindert, aber hat keine Auszahlungen gehabt. Bsp. Abschreibung, deshalb dazu addieren. - Nichteinzahlungen in den Erträgen Cashflow Es gibt wieder Spielräume über die Berechnung des Cashflows. Jetzt wollen wir sie aber vergleichen, dazu brauchen wir die gleiche Basis (gleiche System, wie es berechnet wird) Geldflussrechnung (Cashflowrechnung) Nicole Lienbacher Finanzmanagement 4

6 Die Berechnung des Cashflows wurde international harmonisiert und in ein Geldflussrechnungskonzept mit folgender Grundstruktur erweitert. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Operating Activities) +/- Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Investing Activities +/- Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (FInancing Activities) (Außenfinanzierung) Zu- und Abnahme der liquiden Mittel (Finanzmittelbestand) + Liquide Mittel (Finanzmittelbestand) zu Jahresbeginn Liquide Mittel (Finanzmittelbestand) am Jahresende Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (von außen Geld in das Unternehmen hineingepumpt. Die wichtigsten Größen finden können und wie sich das zusammensetzt und was dahinter steht. Die Außenfinanzierung (Eigenfinanzierung) Eigenkapitalaufbringung ist je nach Rechtsform unterschiedlich Eigenschaften des Eigenkapitals, Eigenschaften, dass das Fremdkapital nicht hat. Es gibt einige Fälle die nicht einfach abzugrenzen sind. Risikotragung hinsichtlich Gewinn/Verlust (erfolgreich oder nicht), Verlust vermindert das Eigenkapital (bei FK nicht bleiben die Schulden gleich) Anspruch auf Gewinnbeteiligung (empfängt den Erfolg) Einfluss auf die Geschäftsführung (je nach Rechtsform unterschiedlich) Kontrolle/Mitarbeit Haftung für die Schulden des Unternehmens (je nach Rechtsform unterschiedlich) es kann eine beschränkte Haftung gegeben sein oder eine unbeschränkte Haftung gibt. je nach dem haftet man mit Privatvermögen oder nicht. GmbH= Gesellschaft mit beschränkter Haftung; jedoch bei Kreditgewährung muss man eine Sicherheit gewähren, formal beschränkt haftet. Die Rechtsformen: Einzelunternehmen: Unbeschränkte Haftung Nicole Lienbacher Finanzmanagement 5

7 begrenzte Selbstfinanzierung Weitere Eigenkapitalbeschaffung von außen (Fast) nur mit Rechtsänderung möglich. Offene Gesellschaft: Kapitaleinlagen der Gesellschafter Unbeschränkte Haftung Persönliche Bindung zum Unternehmen Selbstfinanzierung eher hoch Kommanditgesellschaft Kommandisten: Kapitalhingabe in der Regel ohne Mitarbeit, haben eine beschränkte Haftung Komplementäre: unbeschränkte Haftungen Sonderfall: GmbH & co. Kg Genossenschaft (Genossenschaftsgesetz, die anderen Rechtsformen sind im UGB geregelt) Hohe Bedeutung in der Landwirt- und Kreditwirtschaft und im Wohnungsbau, kaum in der Industriebetrieben Verein von nicht geschlossener Mitgliederzahl zur Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft seiner Mitglieder, die Wertsteigerung des Unternehmens ist nicht das Ziel, sondern die Förderung der Mitglieder. In der Regel beschränkte Haftung der Genossenschaften Das Kern-Eigenkapital schwankt (weil die Mitglieder ein und aussteigen können): Bedeutung der Schwankung gering. Eigenkapitalbeschaffungsproblem/Thesaurierung (für zusätzliches Eigenkapital schwierig aufzubringen, dafür schütten sie wahrscheinlich nichts aus. Agentenproblem: wenig Wertwachstum, dann werden sie sich weniger engagieren, die Auswahl zukünftiger Führungskräften wird demnach gering. Winzergenossenschaft kein Problem, weil sie sich gegenseitig kennen, in Schweiz Migro anders. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) Beliebte Rechtsform, jedoch Mindestanforderung Festes Mindest-Kerneigenkapital (=Stammkapital) in der Höhe von mind. EUR Kapitalerhöhungen/Kapitalherabsetzungen Nachschüsse: reale Bedeutung ist eher gering Klare Trennung von Kapitalhingabe und Management (Agentenproblem: praktisch oft Familienbesitz, dort vermischt es sich eher) Keine Handelbarkeit der Anteile möglich (Notariatspflicht) Wie wird das Eigenkapital aufgebracht? Einfluss im Unternehmen, die mehr finanziell daran beteiligt ist, desto mehr muss ich mich ins Unternehmen einbringen. Man kann auch einen Teil des Geldes wieder auszahlen (Kapitalherabsetzungen) Nicole Lienbacher Finanzmanagement 6

8 Man will keine fremden im Management, deshalb Notariatspflicht. Herkunft der Eigenkapitalgeber - natürliche Personen - juristische Personen Mehrstufigkeit (Konzern) Indirekte Publikumsfinanzierung (Private Equity und Venture Capital) GmbH man kann einen Anteil haben Private Equity Gesellschaft ist an der Börse notiert, sammelt damit Eigenkapital auf, und beteiligt sich an Firmen die nicht an der Börse notiert sind, um diese Gesellschaften eine Investition zu finanzieren (etablierte Form der Gesellschaft, kein dominierender Faktor der Finanzierung) Venture Capital ist eher etwas für jüngere Unternehmer. Kapitalmarkt: (Aktiengesellschaft) AG: muss nicht an der Börse notieren, kann aber. - Grauer Kapitalmarkt (KMG) (nebeliger, nicht transparent, nicht so genau geregelt) - (Streng) geregelter Kapitalmarkt (mit einer Börsennotierung) - Wertpapierbörse (Aktien, Partizipationsscheine (Schlechtere Aktien, Bedeutung gesunken) Anleihen (Fremdkapital; Optionen (Recht zum Kauf, Verkauf, Tausch, nutzen oder nicht) Finanzterminkontrakte: Rechte sind aneinander gebunden, zu einem bestimmten Termin haben wir etwas verpflichtet) letzten beiden sind wichtig für das Risikomanagement. In Österreich: Wiener Börse AG (im Wettbewerb mit anderen Börsen, man kann sogar Aktien von der Börse AG in Frankfurt kaufen) Normen: KMG (Kapitalmarktgesetz = National, Informationen bieten, Prospekt machen), BörseG (Was das Unternehmen erfüllen muss, dass ihre Wertpapiere weiterhin gehandelt werden), WAG (was die Gesellschaft erfüllen muss, es ist ein sehr genormte Form, wenig nationale Richtlinien, sondern europäische Richtlinien Segmente im equity market: Einreihung nach der Börse: prime market mid market standard market continous standard market auction Zulassung erfolgt nach BörseG in Handelsarten; Wiener Börse AG reiht Unternehmen in Segmente ein, und wenn das Unternehmen, dann fünf Punkte mehr zur Verfügung stellen, dann kommen sie auf den Prime Market: größeres Interesse, höhere Kurse, dafür bin ich engagierte (OMV) Die Aktiengesellschaft (Aktiengsetz geregelt, 200 Paragraphen) Festes Mindest-Kerneigenkapital (= Grundkapital) in der Höhe von mind EUR. Haftungsbeschränkung auf Einlage Zerlegung des Grundkapitals in Aktien Nicole Lienbacher Finanzmanagement 7

9 Genaue Trennung der Aufgaben in die Organe (Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung) Hauptversammlung: Versammlung der Aktionäre, bestimmter Ort, bestimmter Zeitpunkt; wichtige Fragen der Gesellschaft, Beschluss der Kapitalerhöhung. Qualifizierten Mehrheit, eine Aktie = eine Stimme, one share = one vote Kapitalerhöhung müssen 75 % des anwesenden Grundkapitals zustimmen. wesentliche Aufgabe: Wahl des Aufsichtsrat (2/3 vom Hauptversammlung und 1/3 der Mitarbeiter Aufsichtsrat überwacht, kontrolliert den Vorstand Vorstand trifft wichtige Entscheidungen, muss dem Aufsichtsrat Entscheidungen berichten. Aktiengesellschaft muss nicht unbedingt in einer Börse notiert sein. Aktientypen: Nennbetragsaktien/Stückaktien Inhaberaktien/Namensaktien Stammaktien/Vorzugsaktien/Mehrstimmrechtsaktien (sind in A verboten) Stimmrechtsbeeinflussung durch Höchststimmrecht Weg an die Börse: going public, initial public offering (IPO) Sonderfall Privatisierung Weg von der Börse = idr Going Private Wie rechnen wir uns den Anteil der Aktie aus? Nennbetragsaktie: Klassiker, Geldbetrag auf der Aktie obensteht, einfaches System, aufgrund der Währungsreform (EURO), Stückaktie: Anteil an einer Gesellschaft; beide führen zum selben Ergebnis, technischer Natur. Das Wissen über den Aktionär ist interessanter, ob die Gesellschaft weiß, wer der Aktionär ist. Wäre es eine Inhaberaktie (österreichischer Klassiker) weiß es die Gesellschaft nicht. Jene Person sei es eine natürliche Person oder eine juristische Person, die die Aktie innehat ist Aktionärin. Die Gesellschaft weiß, dass nicht. Bei den Namensaktien wird der Name und die Adresse raufgeschrieben. Die Gesellschaft kann mit dem Aktionär kommunizieren. Es gibt jedoch einen großen Verwaltungsaufwand. Interessierte Personen, die eventuell eine Aktie kaufen will, wird sich online registrieren und so kommunizieren kann. Es gibt keine Aktie wo draufsteht dass, das ist das Modell so sieht einheitlich eine Aktien aus. Das Grundmodell ist eine Stammaktie. Sie gewährt die klassischen Rechte, Hauptversammlung, Recht auf Dividende, Liquiditätserlös (Auflösen der Gesellschaft) Die Vorzugsaktie oder besser gesagt die Stimmrechtslose Vorzugsaktie ist der Sonderfall. Hier sind wir hinsichtlich der Dividende bevorzugt, das regelt die Satzung. Wir können aber auch auf unser Stimmrecht verzichten. Gesellschaften, die Vorzugsaktien und Stammaktien notieren, die Vorzugsaktie hat immer Nicole Lienbacher Finanzmanagement 8

10 tiefere Kurse als die Stammaktien. Emission der Vorzugsaktien ist beschränkt, es könnte Missbrauch betrieben. In Österreich ist es nicht erlaubt, das ist die Mehrstimmaktie: Aktie, die mehrere Stimmen hat, zb bei der Privatisierung. Höchststimmrecht: die Satzung einer Gesellschaft kann festlegen, dass ein Aktionär niemals über eine bestimmte Zahl der Aktien stimmen kann. Die Aktienbewertung: warum kaufen/verkaufen die Aktionäre einen bestimmten Preis. Es gibt ja auch Bewertungsverfahren des Unternehmens (sind aber für den täglichen Gebrauch des Unternehmens zu aufwendig) Zwei große Ideen, beide haben wenig miteinander zu tun. Fundamentalanalyse (betriebswirtschaftlicher Teil; da wird der innere Teil einer Aktie ermittelt. Der Bare Wert der Aktie. Ist der Kurs bei 5 EUR und der innere Wert der Aktie 6 EUR, dann muss ich kaufen, ist der Kurs bei 7 EUR dann überlege ich zu verkaufen. Das schwierigste ist, den inneren Wert zu finden. o Globalanalyse: eine stammvolkswirtschaftliche Analyse, was erwarten wir hinsichtlich der Inflation/Deflation und Relationen/Kursschwankungen zu den Währungen, BiP wachstum, Arbeitslosigkeit; o Branchenanalyse: wir versuchen gewisse Branchen zu analysieren (Baubranche, staatliche Programme: besondere Begünstigungen durch den Staat), rechtliche Rahmenbedingungen (Steuern, Umweltschutznormen, Wettbewerbsüberlegungen) o Unternehmensanalyse: konkrete Unternehmen anschauen, quantitative Analyse (Kennzahlen) ausrechnen und dann vergleichen mit anderen Unternehmen, qualitative Analyse (Qualitätsmanagement) Ermittlung des inneren Wertes einer Aktie, auf den sich das Papier einpendeln wird. Technische Analyse (Chartanalye): man stellt grafisch Kursverläufe dar. Kursverläufe der Vergangenheit, daraus schließen wir auf zukünftige Kursentwicklungen. Es gibt viele AGs die so agieren. Annahme: Kursverläufe von Aktien oder Indices wiederholen sich Erkennung von Gesetzmäßigkeiten zur Kursprognose. Manchmal wird auch eine Kombination der beiden gemacht. Kapitalerhöhungen am Kapitalmarkt Ordentliche Kapitalerhöhung (Grundkapitalerhöhungen): Grundidee ist wir geben neue junge Aktien aus (gedruckt) passiert auf einen Hauptversammlungsbeschluss Nicole Lienbacher Finanzmanagement 9

11 o Ausgabe von neuen (jungen) Aktien aufgrund eines Kapitalerhöhungsbeschlusses der Hauptversammlung gegen Barzahlung oder Sacheinlage (wertvolles Grundstück, dass das Unternehmen vielleicht haben will. Ich erhalte viele Aktie, im Gegenzug gebe ich ihnen das Grundstück BSP Kurs: 6 EUR, erhöhen 10.Mio Aktien auf 20 Mio Aktien. Zu welchem Preis sollen wir die Aktien verkaufen. Preis wird bspw. Um 5 EUR verkauft. In der Hauptversammlung kann man dagegen stimmen, weil ich als alter Aktionär dadurch benachteiligt werde. o Bezugsrecht: Vermeidung von Vermögensnachteilen (im gleichen Ausmaß teilzunehmen aufgrund des Stimmrechts) Wahrung des Stimmrechtsverhältnisses Rechnerische Wertbestimmung möglich Man kann auch Bezugsrechte verkaufen, mit dieser Formel Berechnungswert: Kurs alter Aktie Preis junger Aktie Kapitalerhöhungsverhältnis = 1/ 2 = 50 cent. Genehmigtes Kapital: Vorstand wird von der Hauptversammlung zur Kapitalerhöhung für längstens fünf Jahre ermächtigt (max. die Hälfte des Grundkapitals): sehr beliebte Form. Bedingte Kapitalerhöhung: Kapitalerhöhung wird zum Zweck der Gewährung von Umtausch bzw. Bezugsrechten für Gläubiger von Wandel- und Optionsanleihen und zur Vorbereitung von Fusionen: ist seltener. (Wandel im Sinne von Tauschen in Aktien. Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln: Kein Zufluss neuer Mittel, bloße Umbuchung von Rücklagen in Grundkapital (Emission von Gratisaktien): Wert des Unternehmens hat sich aber nicht gesteigert. Es funktioniert in der Praxis deswegen, weil eine steigende Nachfrage möglich ist. Umgekehrter Weg: Kapitalherabsetzungen und Rückkauf (Erwerb) eigener Aktien, in der Praxis keine große Bedeutung, bekommt dann event. Einen schlechteren Ruf, in einem gewissen Ausmaß gehören die Aktien dem Unternehmen selbst. Nicole Lienbacher Finanzmanagement 10

12 Fremdkapital aus finanzwirtschaftlicher Sicht: Kein Eigentumserwerb, schuldrechtliche Verbindung (muss wieder zurückbezahlt werden) Erfolgsunabhängiges Entgelt (FK zb Kredit; Zinsen sind vom Erfolg des Unternehmens unabhängig) Prinzipiell am Unternehmen uninteressiertes Kapital Andere steuerliche Behandlung als Eigenkapital (System der Buchhaltung, Zinsen vermindern meinen Gewinn und gleichzeitig auch meine Steuern.) Außen- und Fremdfinanzierung Gliederung o Herkunft des Fremdkapitals Über den Leistungsprozess verbunden (Lieferanten/Kunden): Anzahlungen von Kunden Kreditinstitute, öffentliche Hände (Fonds) o Sicherung der Rückzahlung für die Gläubiger Kreditwürdigkeitsprüfung und Rating (Einteilung in Klassen: Rating; internes Rating nur Unternehmensintern und extern über Ratingagenturen: Einschätzungen über die Rückzahlungsfähigkeit. Personensicherheiten (für Banken sehr wichtig sind die Sicherheiten. Zum Beispiel eine Bürgschaft: eine Person bürgt für mich, wenn ich nicht zahlen kann wendet sich die Bank an den Bürgen. Sachsicherheiten (der Bank wird eine Sachsicherheit gegeben, zb Grund und Boden Hypothek; Bank würde Grundstück verwerten, wenn man nicht zahlen kann. Immobilien verändern sich am Preis. Covenants: internationalen Krediten, größeren Projekten, eher nicht bei klein und mittelbetrieben. (man darf bestimmte Dinge nicht tun, oder muss bestimmte Sachen machen (Gewinne ausschütten), o Dauer der Kapitalüberlassung Kurzfristig/mittelfristig (ein- bis dreijährig) Langfristig (über 3 Jahre) Der Lieferantenkredit Enge Verbundenheit zum Warenabsatz Stundung des Kaufpreises durch den Lieferanten; absatzpolitisches Instrument Teure Kreditform Beispiel: 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb 10 Tagen, sonst netto Kassa in 30 Tagen Eine Möglichkeit sofort zu zahlen (innerhalb von 10 Tagen) und zweite Alternative in 30 Tagen. Hier ist ein Lieferantenkredit in Ausmaß von 20 Tagen, nämlich um 20 Tage später zahle habe ich einen Verlust von 2 %. Soll ich es machen oder nicht, vlt ersparen wir uns dann einen Bankkredit (denn ich aufnehmen werden) also vergleichen wir es mit dem Jahresszinssatz: dh. Es gibt eine Formel, Nicole Lienbacher Finanzmanagement 11

13 wir kommen auf hohe Zinssätze; teurere Kreditform, vom Lieferantenkredit eher Abstand nehmen. Weitere Formen der Fremdfinanzierung Kundenanzahlung Kontokorrentkredit: in der Höhe schwankender Kredit bis zu einem Maximalbetrag (Kreditrahmen), welcher der Sicherheit der Zahlungsbereitschaft dient; nur formal kurzfristig; Jedoch eher eine teure Angelegenheit. Lombardkredit: (ital. Lombardei = hohen Standard): kurzfristigen Kredit, Sicherheit: Wertpapiere. Wechselkredit: an Bedeutung verloren, weil es so kompliziert ist. Einmalbarkredit: Kredit aufnehmen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt; billiger als Kontokorrentkredit; Bequemlichkeit ist teurer Factoring: Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein spezielles Finanzinstitut. Wir ersparen uns einen anderen Kredit, den wir aufnehmen würden. o Finanzierungsfunktion o Delkrederefunktion o Dienstleistungsfunktion Forfaitierung: Verkauf von einzelnen, meist betragsmäßig hohen, mittel- bis langfristige Forderungen: der Bank wird ermöglicht, die Forderung zu uberprüfen Commercial Papers Euronotes Asset-Backed-Finanzierungen (Kapitalmarktfinanzierung): Forderungen aus Unternehmen herausgelöst und als Wertpapiere emittiert. Dieses Paket wird verbrieft. Wir haben assets dahinter. Langfristige Fremdfinanzierung (Außenfinanzierung) Investitionskredit o Lange Laufzeit (über zehn Jahre) o Auch geförderte Kredite möglich o Zinssatz veränderlich (Zinsgleitklausel); EURIBOR Leasing o Vermietung bzw. Nutzung von Gegenständen gegen regelmäßige Zahlungen (Kreditsubstitut) o Operate Leasing (mietähnlich) o Finance Leasing (eingeschränkte Kündigungsmöglichkeiten) Anleihe (Teilschuldverschreibung: juristischer Begriff) o Langfristiges, in kleine Teile aufgespaltenes Darlehen in verbriefter Form, das Unternehmen (coporate bonds) bzw. Gebietskörperschaften und internationale Institutionen (Europäische Union, Europäische Institutionsbank) über den Kapitalmarkt emittieren. o Emissionspreis: Nennbetrag bzw. von diesem leicht abweichend o Laufzeit: in der Regel fixe Vereinbarung (klar definiert: dass sie am Tag X gegeben wird und die Rückzahlung am Tag X Nicole Lienbacher Finanzmanagement 12

14 o Tilgungshöhe: in der Regel am Laufzeit meist zum Nennbetrag; Teilrückzahlungen oder Losziehungen. o Verzinsung: Sehr unterschiedliche Ausgestaltungen o Zusätzliche Rechte: können gewährt werden (wandelanleihe, Optionsrecht Bezug von Aktien); Recht auf Tausch gegen Aktien. Typen von Anleihen o Fixzinsanleihe (Straight Bond): während der Laufzeit meist jährlich einen definierten Zinssatz; brutto, dann noch Steuern (20% KESt); wenn man während der Laufzeit eine Zinserhöhung hätte, hat man Nachteile, bei steigenden Zinssatz, Wert verliert. Bei niedrigeren Zinssatz, mehr Wert. o Variabel verzinste Anleihe (Floater): Der Zinssatz passt sich dem Marktzinssatz an (vorher vereinbart, für welchen Zeitpunkt; welchen Zinssatz angepasst wird Euribor) o Gleitzinsanleihe (Stufenzinsanleihe): unterschiedliche Zinssätze zu unterschiedlichen Zeiträume; schwierig wie viel durchschnittlich für eine Anleihe bezahlt wird. o Nullkuponanleihe (Zerobond): spannende Alternative: kupon = Zinszahlung; es gibt keine Zinszahlung; während der Laufzeit bekommt er keine Zinsen, jedoch bei der Rückzahlung können die Zinsen versteckt sein. Wenn man am Ende einen hohen Betrag zurückhaben will und man nicht während der Laufzeit an Zinsen interessiert ist. o Wandelanleihe (Convertible Bond): verbriefte Recht; Industrieunternehmen; Mischung zwischen Aktien und Anleihen; relativ hoher Zinssatz, der Emittent entscheidet ob Rückzahlung oder der Käufer Aktien erhält (die weniger Wert sind als die Anleihen). Ist für Spekulanten die sich nicht davor scheuen, Aktien zu besitzen am Ende. o Optionsanleihe (Bond with Warrants) o Aktienanleihe (Cash or Share Bond) o Hybrid Anleihe: relative hohe Fixzinssätze, Emittent hat das Recht zu kündigen und die Anleihe zurückzahlen. Wir wissen aber nicht wann die Anleihe zurückbezahlt wird. o Emittent einer Anleihe muss nicht an einer Börse notiert sein: Energieversorgung; Abgrenzungsprobleme zwischen Eigenkapital/Fremdkapital o Mezzaninkapital (Zwischenstock); welcher Anteil ist am höchsten, was definiere ich selber für Eigen-/Fremdkapital; immer selbst auf die Eigenschaften schauen Nachrangigkeit: meist nachrangig gegenüber dem anderen Fremdkapital. Rückzahlung o Gesellschafterdarlehen: GmbH; ein Gesellschafter gibt der GmbH einen Kredit: Problem, wenn das Unternehmen in Konkurs geht. Sind die Gläubiger Fremdkapitalgeber, die Eigentümer der GmbH sind oder haben sie es bloß gesagt, dass das Fremdkapital ist obwohl es Eigenkapital sein soll Eigenkapitalersatzgesetz: versucht zu definieren ob es Eigenkapital oder Fremdkapital ist. Nicole Lienbacher Finanzmanagement 13

15 Finanzierung im Lebenszyklus des Unternehmens (Junge Unternehmen) Nur Außenfinanzierung relevant; Innenfinazierung (zu wenig Gewinne, nicht viel Gegenstände, wenig Rückstellungen) Probleme: Planungen schwer beurteilbar Kaum Sicherheiten vorhanden (wenig Anlagevermögen haben, eventuell Personalsicherheiten) Gründerzentrierung (höheres Risiko; was ist wenn diese Person krank wird?) Kaum Diversifizierung (mehrere Produkte reduzieren das Risiko, mehrere Standbeine besser) Kein Zugang zum Kapitalmarkt: viel zu klein. Nichtprofessionelle Kapitalgeber Founder, Family and Friends = 3Fs: nicht mit Information, Wissen, sondern eher Vertrauen Professionelle Kapitalgeber Fremdkapital (schlechte Informationslage Eigenkapital o Inkubatoren (Investoren, hohes Risiko): sehr frühe unternehmerische Phase o Business Angels (Private Personen, meisten Unternehmer, die am Ende ihres Arbeitslebens stehen: haben die nötigen Mitteln, Netzwerk und damit das junge Unternehmen unterstützen. Anteil an Wert steigt. o Venture Capital: Beteiligungen an Nicht börsennotierten Nicht börsereifen Jungen In innovativen Branchen tätigen Unternehmen Als Minderheitsgesellschafter Mit Eigenkapital Mit Managementunterstützung Öffentliche Hände: Fördermaßnahmen wie Gründungssparen, Eigenkapitalgarantie Finanzierung im Lebenszyklus des Unternehmens (Eigentümerveränderung) Überblick (Private Equity, Mezzaninkapital, IPO, M & A Aktivitäten Unternehmenszusammenschlüsse (Fusionen) und Unternehmensübertragungen (Mergers and Acquisitions (Merger = Fusion; Zusammenschluss, keine allgemein gültigen Begriff.) o Unklare Begriffsabgrenzungen (engere und weitere Sicht) o Fusion = Verschmelzung zweier oder mehrerer Unternehmen, bei der diese oder nur eines ihre Rechtspersönlichkeit verlieren (Fusion durch Neugründung bzw. Aufnahme) o Synergieeffekte Nicole Lienbacher Finanzmanagement 14

16 o Akquisition = Kauf ganzer Unternehmen oder von Unternehmensanteilen. Asset Deal (einen Teil; ein Werk des Unternehmens) Share Deal (einen Anteil des Unternehmens kauft) Übernahme: jemand erwirbt die Kontrolle in einem anderen Unternehmen, wenn er Anteile gekauft hat. Weitere Fragestellungen o Kooperation Allianz Arbeitsgemeinschaft/Konsortium: löst sich am Schluss wieder auf Joint Venture: gemeinsam, im gleichen Ausmaß beteiligt o Management-Buy-Variation: Oftmals wird auch das Management bei M & A Transaktionen eingebungen. Management-Buy-Out(meist ein Finanzierungsproblem, Eigentümer müssen in der Lage sein, das Unternehmen zu kaufen.) Leveraged-Buy-out Management-Buy-in o Unternehmensnachfolge Innerhalb der Eigentümergruppe Unternehmensintern Dritte Finanzierung im Lebenszyklus des Unternehmens (Sanierungsfinanzierung) Krise/Sanierung: Kunden zahlen nicht, interne und externe Krisen Erreichung von Mittelzuflüssen o Desinvestition o Eigenkapital (Beschaffung von Eigenkapital, sind neue Eigentümer dazu bereit, traut man sich) o Fremdkapital (schwierig) Verzögerung bzw. Verringerung von Mittelabflüssen o Dauerhafte Verringerung o Zeitlich beschränkte Verringerung Besondere Fragestellungen des Finanzmanagements (Finanzplanung) Finanzplan: Plan über die Zu- und Abflüsse in einem Unternehmen. Sinn: Risiko der Illiquidität durch Problem-Früherkennung reduzieren Typen von Finanzplänen o Kurzfristiger Finanzplan o Mittelfristiger Finanzplan (monatliche Orientierung) meist rollender Finanzplan o Langfristiger Finanzplan (Horizont fünf Jahre) Nicole Lienbacher Finanzmanagement 15

17 Konsequenzen bei Problemen o Beschaffung von liquiden Mitteln o Reduktion bzw. Verzögerung der Auszahlungen (Investitionsprojekt verschieben) o Beschleunigung der Einzahlungen (Preisnachlässe, auf Kosten der Rentabilität) o Verkauf von Gegenständen o Sale and lease back Transaktionen (muss nicht automatisch schlechtes bedeuten Besondere Fragestellungen des Finanzmanagements (Risikomanagement) Risikomanagement-Prozess o 1. Schritt: Risikoidentifikation: Risiken im Unternehmen identifizieren (Überschwemmung, Exponiertheit Wind; Natureinflüsse, Marktrisiken) welche Risiken könnten das Unternehmen beeinflussen. o 2. Schritt: Risikobewertung: Was bedeutet das für unser Unternehmen, wenn so ein Risiko eintritt. Es gibt Risiken, die nicht bewertbar sind (monetär); nicht wahrscheinlich, dass etwas eintritt (atomarer Unfall); aber, wenn es eintritt, ist ein schwerer Schaden o 3. Schritt: Risikoaggregation: Kunden eventuell Nachlässe fordern, Lieferanten gehen weg. o 4. Schritt: Risikobewältigung; Zugsunglück (Wagone sind nicht versichert, müssen neu angeschafft werden): es gibt Versicherungen (Wind, Sturm, Brand) Überschwemmungen (schwer eine Versicherung finden) o 5. Schritt: Risikoüberwachung Risiken im Finanzmanagement o Zinsrisiko Bekämpfung Swaps (variable gegen fixe Verzinsung tauschen, allgemeine Zinsniveau steigt, müssen wir auch hohe Zinsen zahlen Forward Rate Agreements (für eine Zeitspanne für das nächste halbe Jahr vereinbaren wir einen fixen Zinssatz) Caps, Floors (nur diese sind interessant, Kappe begrenzt einen nach oben, bei Überschreiten eines bestimmten Zinssatz möchten wir eine Absicherung haben, erreicht er den Höchstbetrag: dann würde man einen Ausgleich bekommen (wie Brandversicherung), Collars (genau Gegenteil; Hals; nach unten begrenzt) o Währungsrisiko Bekämpfung (Drittland, außerhalb der EURO- Zone, Kursverluste, kann das Unternehmen überhaupt nicht beeinflussen) Konten in unterschiedlichen Währungen (Saldierungseffekt) Termingeschäfte (für einen Termin schon in der Zukunft einen bestimmten Kurs für eine Währung schon bekommen, man kann genau kalkulieren, hätte man nichts vereinbart, hätte man mehr auch vielleicht bekommen können) Währungsswap (Währungen tauschen samt den zukünftigen Beträgen, eventuell auch Zinszahlungen Nicole Lienbacher Finanzmanagement 16

18 Devisenoptionen (kauft man sich ein Recht, die Währung zu tauschen zu einem bestimmten Zeitpunkt; man kann auch das Recht zerreißen. Je nach dem wo man besser aussteigt. o Weitere Risiken Ausfallsrisiko (Kunde bezahlt schleppend, nicht, nicht zur Gänze, zentrales Thema, Kunde kommt in Konkurs, mein Unternehmen auch Konkurs gefährdet? Risiken im internationalen Geschäft (Politische Risiken, weitere Zahlungsrisiken; Institutionen die sich dabei kümmern, für die Exportwirtschaft betreffen. Besondere Fragestellungen des Finanzmanagements (Kapitalstruktur) Kapitalstruktur = Frage nach dem optimalen Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital Zentrale Fragen o Kapitalkosten (so niedrig wie möglich halten, Fremdkapital = Zinsniveau; je mehr FK umso mehr werden wir unter Druck gesetzt. Es gibt keine Formel mit dem wir ein optimales Verhältnis berechnen können. o Risiko Optimales Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital o Modigliani/Miller: es spielt keine Rolle welche Kapitalstruktur das Unternehmen hat. o Finanzierungsregeln (Verhältnis 1:1 oder 1:2) o Leverage Effekt o Traditionelle These: optimales Verhältnis bei niedrigen Kapitalkosten. Der Leverage Effekt Ist die Gesamtkapitalrentabilität höher als Fremdkapitalkosten, führt ein höherer Fremdkapitalanteil zu einer Erhöhung der Eigenkapitalrentabilität. Es ist eine Hebelwirkung zu beachten, der sogenannte Leverage-Effekt. (Beispiel im Buch) Nicole Lienbacher Finanzmanagement 17

19 Die Investitionsrechnung Gliederung: Arten von Investitionen Phasen der Investitionsentscheide Investitionsrechenverfahren o Statische Investitionsrechnungen (einfacher zu rechnen o Berücksichtigung des Zeitwertes o Dynamische Investitionsrechnungen (Realitätskonformer) o Beide verfallen in subvarianten; Schwierigkeit ist es eine Variante nehmen Sonderfragen Arten von Investitionen Sachinvestitionen o Gründungsinvestition (Unternehmen neu gründet) o Ersatzinvestition (vorhandene Gegenstände austauschen) o Rationalisierungsinvestition (vlt ist der Energiefresser nicht mehr so ideal, vielleicht sollten wir eine weniger Energiefresser kaufen) o Erweiterungsinvestition (vergrößern unsere Kapazität) o Umstellungsinvestition (wenn wir in eine andere Tätigkeit hineintreten würden) Finanzinvestitionen o Beteiligungserwerb (Anteil an einem anderen Unternehmen, reines Finanzinvestment; strategische Gründe; verschränken uns kapitalmäßig) o Forderungspapierkauf (Geld in den Anleihenkauf investieren) Phasen der Investitionsentscheide Idee zur Investition, Wahlproblem liegt vor Vorbereitung zum Entscheid (Kriterien, Alternativen, Bewertung) Investitionsentscheid (auch nicht monetäre Gründe) Durchführung der Investition Überwachung (Ausführungs-, Termin-, Ergebnisüberwachung) wann wird durch wen kontrolliert bzw. geprüft? Investitionsrechnungsverfahren Ziel: Ermittlung desjenigen Investitionsobjektes, welches das Unternehmensziel Wertsteigerung bestmöglich realisiert. Verschiedene Arten der Investitionsrechnung, Unterscheidungen sind möglich nach: Realitätsnähe Zeitbezug Menge an benötigten Daten Genauigkeit der benötigten Daten Nicole Lienbacher Finanzmanagement 18

20 Aussagekraft für den Investitionsentscheid Statische Verfahren (einfacher durchzuführen) Kostenvergleichsrechnung Gewinnvergleichsrechnung Rentabilitätsvergleichsrechnung Statische Amortisationsrechnung Dynamische Verfahren (aufwendiger, weil realitätsnäher) Kapitalwertmethode (Grundmodell) Methode des internen Zinsfußes Annuitätenmethode Dynamische Amortisationsrechnung Statische Investitionsrechnung Merkmale Betrachten meist nur eine Periode der gesamten Investitionsdauer Meist Rechengrößen aus Kosten- und Leistungsrechnung verwendet Sie sind leicht zu handhaben und kommen mit relativ wenigen Daten aus. Weisen mitunter wegen Vereinfachung wenig Realitätsbezug auf. Die Kostenvergleichsrechnung Methodik: Bei zwei oder mehreren Investitionsalternativen werden die durchschnittlichen Periodenkosten pro Periode verglichen, die Alternative mit den geringsten Kosten wird durchgeführt. Eine besondere Berücksichtigung der durchschnittlichen kalkulatorischen Abschreibungen und der durchschnittlichen kalkulatorischen Zinsen ist notwendig Vorteile Rasche Durchführung Geringe Menge an Daten notwendig Nachteile Es wird lediglich eine Periode betrachtet (dies wird als repräsentativ unterstellt) Unterschiede der Investitionsobjekte hinsichtlich Qualität (weniger Ausschuss), erzielbare Erlöse der Produkte, etc. werden nicht berücksichtigt. Unternehmensziel Wertschaffung wird unter Umständen nicht erreicht Nicole Lienbacher Finanzmanagement 19

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