FÜR EIN STARKES GLARNERLAND

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1 GESCHÄFTSBERICHT 2014

2 FÜR EIN STARKES GLARNERLAND Wer nachhaltig wachsen will, braucht starke Wurzeln. Die Glarner Kantonalbank ist seit 1884 im Kanton Glarus verankert. Mit dem 2014 erfolgten Börsengang festigten wir diese Verwurzelung weiter. Viele Glarnerinnen und Glarner halten Aktien unserer Bank und bekräftigen damit ihr Vertrauen in uns. Als Bank der Glarnerinnen und Glarner setzen wir uns für ein nachhaltiges Wachstum ein, das dem ganzen Kanton zugutekommt. In den Bereichen Gesellschaft, Sport und Kultur engagieren wir uns aktiv. Wir unterstützen Projekte, Anlässe und Vereine der Region und fördern damit den Zusammenhalt und das Zusammenleben im Glarnerland. Stellvertretend für unsere vielen Engagements präsentieren wir im vorliegenden Geschäftsbericht vier Beispiele aus dem Kulturbereich. Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht 2014

3 INHALTSVERZEICHNIS AUF EINEN BLICK Auf einen Blick 3 Vorwort 7 Jahresbericht Interview mit der Geschäftsleitung 12 Vision und Strategie 16 Marktentwicklung 18 Jahresrückblick Corporate Social Responsibility 24 Corporate Governance 32 CHF 4,475 Mrd. Bilanzsumme +11,5 % CHF 15,7 Mio. Reingewinn + 21,1 % Finanzbericht Kommentar zur Jahresrechnung 58 Anhang zur Jahresrechnung 64 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 70 Bericht der Revisionsstelle 92 Netzwerkpartner 96 Personal 98 Geschäftsstellen 100 Dividende CHF 6,9 Mio. Ausschüttung (beantragt an GV) CHF 0.60 pro Aktie 3,4 % Rendite CHF 56 Mio. Betriebsertrag CHF 335 Mio. Zunahme Kundengelder CHF 295 Mio. Zunahme Hypotheken +6 % +12,4 % +8,9 % 2 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht 2014 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht

4 «Ein gelungener Auftritt erfordert höchste Präzision wir üben, bis jeder Trommelschlag perfekt sitzt.» Video zum Imageteil, siehe auch André Hauser, Dirigent des Glarner Tambourenvereins Näfels Glarner Tambourenverein Näfels An eidgenössischen Wettspielen verhilft äusserste Präzision dem Tambourenverein Näfels regelmässig zu Topresultaten in der Höchstkategorie. Mit ihren Unterhaltungsshows sorgt die Gruppe zudem für Spektakel als Special Guest bei Veranstaltungen oder beim jährlichen Auftritt am Zürcher Sechseläuten. Neuanschaffungen wie Instrumente oder Uniformen sind dank Sponsoren aus der Region möglich. Wir wollen gemeinsam Träume verwirklichen!

5 JAHRESBERICHT VORWORT VORWORT Geschätzte Kundinnen und Kunden, liebe Glarnerinnen und Glarner Die Glarner Kantonalbank schaut auf ein äusserst erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 mit wichtigen Meilensteinen zurück. Dies verdanken wir in erster Linie Ihnen. Ihr Vertrauen in unsere Bank bildet das Fundament unserer Leistung. Wir sind uns dessen sehr bewusst und gehen damit verantwortungsvoll um. Höhepunkt des Geschäftsjahrs 2014 war der Gang unserer Bank an die Börse. Am 24. Juni 2014 wurden die Aktien der Glarner Kantonalbank erstmals an der SIX Swiss Exchange unter dem Tickersymbol GLKBN zu einem Preis von Franken gehandelt. Im Rahmen des Preisbildungsverfahrens zeigten private und institutionelle Anleger grosses Interesse an der Aktie. Schon nach wenigen Handelstagen konnte die Mehrzuteilungsoption von Aktien vollständig ausgeübt werden. Damit konnten wir das Ziel, dass sich Glarnerinnen und Glarner mit einer Volksaktie an ihrer Kantonalbank beteiligen können, erfolgreich umsetzen. Weitere Zielsetzungen lauteten, mit der Kotierung der GLKB-Aktie dem Eigner einen im 2008 eingeschossenen substanziellen Betrag zurückzuerstatten und für die Bank selbst die Eigenkapitalbasis für eine erfolgreiche Zukunft zu stärken. Mit dem Börsengang wurden diese Bedingungen erfüllt. Von der Platzierung der insgesamt Aktien und dem Kapitalzufluss profitierten die Bank und der Kanton Glarus, dem als Eigner ein Drittel des Erlöses zufloss. Der Kanton Glarus bleibt mit 68 Prozent der Aktien weiterhin Mehrheitsaktionär. Einen weiteren Meilenstein erreichten wir im dritten Quartal Erstmals seit Bestehen der Glarner Kantonalbank überstiegen die Kundengelder die Drei-Milliarden-Grenze. Per Bilanzstichtag betrugen sie 3,046 Mrd. Franken. Auch die Bilanzsumme stieg um 11,5 Prozent auf 4,47 Mrd. Franken per Jahresende. Insgesamt schloss die Glarner Kantonalbank das Geschäftsjahr 2014 äusserst erfolgreich ab. Der Reingewinn liegt bei 15,7 Mio. Franken und konnte mit 21 Prozent erneut markant gesteigert werden. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von 60 Rappen pro Aktie. Dem Kanton Glarus fliessen dadurch in Form von Dividenden, Steuern und jährlicher Abgeltung für die Staatsgarantie 6,8 Mio. Franken zu. Den Publikumsaktionären werden 2,3 Mio. Franken ausgeschüttet. Ausschlaggebend für dieses positive Resultat sind ein stabiler Geschäftsaufwand und deutlich höhere Erträge im Zinsengeschäft, die gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent stiegen. Das Hypothekarvolumen erhöhte sich im Berichtsjahr um rund 9 Prozent. Diese Zunahme ist breit abgestützt und konnte sowohl im Filial- und Firmenkundengeschäft als auch über unseren Onlinevertriebskanal erzielt werden. Martin Leutenegger Präsident des Verwaltungsrats Hanspeter Rhyner Vorsitzender der Geschäftsleitung Im Onlinebereich lancierten wir mit kontomat.ch und risikomat.ch zwei weitere neuartige Produkte, die sich an ein onlineaffines Publikum richten, das vollständig auf Beratungsdienstleistungen verzichten möchte. Dies stärkt unseren Ruf als innovative Anbieterin von ausgewählten Online-Bankprodukten. Unsere bestehenden Kunden im Glarnerland profitieren ebenfalls von unserem Know-how im Onlinebereich führten wir eine neue Website sowie eine Mobile Banking App ein. Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht

6 JAHRESBERICHT VORWORT Video zum Imageteil, siehe auch Als wichtiges Element für die Kundenpflege sehen wir unsere zahlreichen und viel besuchten Anlässe. Mit verschiedenen Themenschwerpunkten bieten wir unseren Kundinnen und Kunden an diesen Veranstaltungen einen echten Mehrwert und bleiben im direkten Austausch. Unsere Verankerung im Kanton Glarus ist gross. Wir betreiben sieben Geschäftsstellen und 19 Bancomaten und investieren stetig in die bestehende oder neue Infrastruktur. Im Frühling 2015 werden die energetische Sanierung sowie der Filialenumbau am Hauptsitz in Glarus fertiggestellt. Im Einkaufszentrum Wiggispark werden wir Anfang Juni die neue Filiale Netstal eröffnen. Zusätzlich engagieren wir uns für Kultur, Sport und Gesellschaft im Kanton. Erfahren sie mehr darüber in diesem Geschäftsbericht. Abschliessend danken wir Ihnen, liebe Glarnerinnen und Glarner, Kundinnen und Kunden, Aktionärinnen und Aktionäre sowie allen Mitarbeitenden der Glarner Kantonalbank für Ihr Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Zuversichtlich schauen wir in das neue Jahr und wir freuen uns darauf, die Bank an Ihrer Seite zu sein und gemeinsam mit Ihnen zu wachsen. Ebenso danken wir den Vertreterinnen und Vertretern der Glarner Regierung für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und die Unterstützung unserer Bank. Martin Leutenegger Präsident des Verwaltungsrats Hanspeter Rhyner Vorsitzender der Geschäftsleitung Gemeinsam wachsen Zusammenhalt und persönlicher Einsatz sind Eigenschaften, die das Vereinsleben prägen. Im Kanton Glarus ist die Vereinskultur besonders ausgeprägt. Als Bank der Glarnerinnen und Glarner unterstützen und fördern wir dies. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich Kultur. Im vorliegenden Geschäftsbericht stellen wir stellvertretend für unsere vielen Engagements vier Beispiele aus dem Kulturbereich vor. 8 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht 2014

7 Video zum Imageteil, siehe auch «Zirkus macht Spass und verbindet; bei uns ist jeder ein Star in der Manege.» Urs Muggli alias «Clown Mugg», Gründer und Visionär des Zirkus Mugg Zirkus Mugg Die vielseitig talentierte Artistenfamilie Mugg ist nicht nur mit eigenem Showprogramm unterwegs. Sie bietet das bunte Zirkuserlebnis auch für Feriencamps, Firmenanlässe und private Feiern an. Mit viel Herzblut und Leidenschaft werden Kinder und Jugendliche auf ihren grossen Auftritt am Ende einer Projektwoche oder eines Tages vorbereitet. Möglich sind solche Veranstaltungen dank grosszügiger Sponsoringengagements. Wir wollen gemeinsam Ziele erreichen!

8 JAHRESBERICHT INTERVIEW MIT DER GESCHÄFTSLEITUNG INTERVIEW MIT DER GESCHÄFTSLEITUNG Wie fällt Ihr Resümee zum Geschäftsjahr 2014 aus? Hanspeter Rhyner: Wir hatten ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr mit hohen Erträgen und gesteigertem Reingewinn gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus haben wir mit dem Börsengang einen wichtigen Meilenstein für unsere Bank erreicht und gleichzeitig ein Stück Glarner Geschichte geschrieben. Intern haben wir zusammen mit unseren Mitarbeitenden das Qualitätsverständnis weiter verankert, um unseren Kundinnen und Kunden einen optimalen Service zu bieten. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr wirklich Grossartiges geleistet. Es gab viele Extraeinsätze und Projekte, die einmalig waren. Diese haben wir als Team und dank dem Einsatz aller gut bewältigen können. Dafür danke ich allen Mitarbeitenden der Glarner Kantonalbank. «Wir hatten ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr.» Worauf basiert der Erfolg von 2014? Martin Dürst: Ein Grund ist die Zunahme der Kundengelder und Kundenausleihungen im Direktvertrieb und im Onlinevertrieb. Wir konnten an die Erfolge von 2012 und 2013 anknüpfen und dank anhaltend tiefer Kosten dieses erfreuliche Resultat vorlegen. Wir freuen uns sehr, dass uns bestehende und neue Kunden ihr Vertrauen schenken und ihre Geschäfte mit uns ausbauen. Sven Wiederkehr: Wir erhalten von vielen Kundinnen und Kunden explizit Rückmeldung, dass wir ihre Vertrauensbank sind und sie gerne den Austausch mit unseren Beraterinnen und Beratern suchen. Marcel Stauch: Wir freuen uns auch über die zahlreichen Neukunden, die unser Onlineangebot nutzen und über hypomat.ch und kontomat.ch zur Glarner Kantonalbank gekommen sind. «Mit dem Börsengang haben wir ein Stück Glarner Geschichte geschrieben.» Die Glarner Kantonalbank ist an die Börse gegangen. Hat sich der Börsengang auf das Geschäftsergebnis 2014 ausgewirkt? Martin Dürst: Der Börsengang hat sich positiv auf das Geschäftsergebnis und auf unser Image als Bank ausgewirkt. Mit dem Geldzufluss konnten wir den Eigenkapitaldeckungsgrad steigern, um das angestrebte Wachstum finanziell abzusichern. Dank der rund 2000 neuen Aktionärinnen und Aktionäre konnten wir die Kundenbasis verbreitern. Hanspeter Rhyner: Der Börsengang ist auch ein Grund für die Zunahme der Kundengelder und damit für das erfolgreiche Geschäftsjahr. Rückblickend bin ich besonders stolz, dass es uns gelungen ist, die verschiedenen Interessen von Bevölkerung, Kanton und Bank zu vereinen. Der Börsengang bietet unserer Bank in Zukunft viele attraktive Chancen, die wir nutzen wollen. Die Glarner Kantonalbank hat zwei neue Onlineprodukte eingeführt worum geht es bei kontomat.ch und risikomat.ch? Marcel Stauch: Zusätzlich zu hypomat.ch haben wir im vergangenen Jahr kontomat.ch und risikomat.ch erfolgreich lanciert. Beide Produkte bauen auf der Philosophie von hypomat.ch auf: Kunden mit wenig Beratungsbedürfnis können einfach und unabhängig von Öffnungszeiten Bankprodukte abschliessen. Geschäftsleitung: Martin Dürst, Hanspeter Rhyner, Sven Wiederkehr, Marcel Stauch 12 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht 2014

9 JAHRESBERICHT INTERVIEW MIT DER GESCHÄFTSLEITUNG JAHRESBERICHT INTERVIEW MIT DER GESCHÄFTSLEITUNG «Die Investitionen in das Onlineangebot zahlen sich aus.» Kontomat.ch ist ein Online-Sparkonto, das Festgelder und variable Gelder vereint. Risikomat.ch bietet Todesfallrisikoversicherungen an und ergänzt damit die Bedürfnisse von hypomat.ch-kunden. Im Fall von risikomat.ch fungieren wir als Vermittler das Versicherungsrisiko übernimmt unser Versicherungspartner. Generell haben wir im vergangenen Jahr das Onlineangebot intensiv ausgebaut. Dazu gehören unsere neue Website, die Modernisierung der E-Banking-Plattform sowie das neue Angebot für Mobile Banking. Hatten die beiden Produktlancierungen Einfluss auf das Geschäftsergebnis? Marcel Stauch: Das Geschäftsjahr hat gezeigt, dass unsere Prozesse gut eingespielt sind. Dank der hohen Prozesseffizienz konnten wir grosse Volumen ohne zusätzliches Personal abwickeln. Wir haben zahlreiche Abschlüsse generiert und Neukunden gewonnen. Das hat sich positiv auf das Jahresergebnis ausgewirkt. Zudem bringen die eingespielten Prozesse Ruhe ins Team, sodass wir Ideen und Produktinnovationen systematisch vorantreiben können. Martin Dürst: Der Erfolg im Onlinevertrieb zeigt, dass sich die Investitionen der vergangenen Jahre in moderne Technologien auszahlen. Die Glarner Kantonalbank baut den Onlinevertrieb weiter aus wird im Gegenzug im Direktvertrieb eingespart? Sven Wiederkehr: Nein, im Gegenteil. Wir sind eine Universalbank mit starken Vertriebskanälen, die eine klare Wachstumsstrategie verfolgt. Wir investieren laufend in unser Filialnetz beispielsweise in die umfassende Sanierung des Hauptsitzes in Glarus sowie in die Eröffnung der Filiale im Einkaufszentrum Wiggispark. Viele Dienstleistungen, die wir anbieten, können nicht online abgewickelt werden, da die Beziehung zum Bankberater und seine Beratungsleistung im Zentrum stehen. Hanspeter Rhyner: Eine unserer Stärken ist die grosse regionale Verankerung mit den nötigen Entscheidungskompetenzen vor Ort. Die Nähe zur Bevölkerung und zur Region ist uns sehr wichtig. Dies bringen wir auch mit unseren Sponsoringengagements in den Bereichen Sport, Kultur und Soziales zum Ausdruck und fördern damit die kulturelle Vielfalt und Kreativität im Kanton. Ausserdem unterstützen wir mit der Stiftung für KMU und Wohnen Glarner Projekte in Form von Darlehen, Bürgschaften oder direkten Beteiligungen. Welche Prognosen haben Sie für das Geschäftsjahr 2015? Vor welchen Herausforderungen stehen Sie? Welche Erwartungen haben Sie? Hanspeter Rhyner: Wir wollen am Wachstumskurs festhalten und haben uns dementsprechend für dieses Jahr hohe Ziele gesteckt. Wir setzen alles daran, auch im laufenden Jahr mit unserer Kundennähe und dem Gespür für innovative Produkte ein gutes Resultat vorzulegen. Martin Dürst: Im Bereich Finanz & Logistik werden wir mit den neuen Rechnungslegungsvorschriften beschäftigt sein. Zudem stehen Investitionen in beiden Vertriebskanälen an und die Überarbeitung des Intranets wird weitere Ressourcen beanspruchen. In der Abteilung externe Vermögensverwaltung, Handel & Tresorerie gibt es ebenfalls regulatorische Herausforderungen, die umgesetzt werden müssen. Marcel Stauch: Im Onlinevertrieb wird die Bekanntmachung unserer Produktmarken in der Deutschschweiz eine zentrale Herausforderung sein. Wir wollen unsere Onlineprodukte weiter gut am Markt positionieren und Neukunden gewinnen. Zudem gehen wir davon aus, dass die Konkurrenz im Onlinebereich zunehmen wird. Unsere Innovationskraft wird weiterhin von Bedeutung sein. Sven Wiederkehr: In der ersten Jahreshälfte werden uns die Eröffnungen der umgebauten Filiale Glarus mit teilweise neuen Beratungskonzepten sowie der Filiale im Einkaufszentrum Wiggispark mit verlängerten Öffnungszeiten und Samstagsbetrieb fordern. Generell möchten wir uns auch 2015 als starke und vertrauenswürdige Partnerin in sämtlichen Belangen des Bankgeschäfts erweisen und uns der Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden annehmen. Hanspeter Rhyner: Gesamtwirtschaftlich wird entscheidend sein, wie sich die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die Einführung von Minuszinsen durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) nachhaltig auswirken werden. Wir werden unsere wirtschaftliche Verantwortung wahrnehmen und unsere Kunden mit persönlicher Beratung begleiten. Es gilt jetzt, die Risiken zu analysieren und zu bewerten, aber auch allfällige Chancen auszuloten. «Wir haben uns für 2015 hohe Ziele gesteckt.» Sven Wiederkehr: Ein weiteres Beispiel dafür, wie stark wir in den Direktvertrieb investieren, ist unser Anlageprodukt GLKB Index Plus. Eine echte Erfolgsgeschichte! Aufgrund des grossen Interesses und der vielen positiven Rückmeldungen werden wir dieses Angebot weiter ausbauen. Es sollen auch Kundinnen und Kunden mit kleineren Anlagevermögen davon profitieren können. Zudem wollen wir die Angebotspalette des Index Plus insgesamt verbreitern. Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Produkt auch langfristig Erfolge feiern werden. 14 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht 2014 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht

10 JAHRESBERICHT VISION UND STRATEGIE JAHRESBERICHT VISION UND STRATEGIE VISION UND STRATEGIE Im Berichtsjahr überprüfte der Verwaltungsrat gemeinsam mit der Geschäftsleitung die strategische Ausrichtung der Glarner Kantonalbank. Im Rahmen eines Strategie-Workshops hinterfragte die Bankleitung die bestehende Strategie Dabei konnte sie feststellen, dass keine grundlegenden Neuausrichtungen notwendig sind. Mit Nuancen in den Ausformulierungen und einer Aktualisierung aufgrund von Veränderungen wurde die Strategieüberprüfung erfolgreich abgeschlossen. Die strategischen Kennzahlen und ihre Bandbreiten bleiben unverändert bestehen. Vision Die Glarner Kantonalbank ist die Bank für die Glarner Bevölkerung und die Glarner Unternehmen. In diesem Markt will sie die Nummer eins sein und weiter wachsen. Gleichzeitig richtet sie sich mit ausgewählten Produkten im Onlinevertrieb an die Kundschaft in der ganzen Deutschschweiz. Im Mittelpunkt des Handelns stehen die Kundinnen und Kunden. Durch Kompetenz, Freundlichkeit und Engagement schafft die Bank positive Emotionen. Kundenorientierung, Unternehmertum und Dienstleistungsmentalität sind die Werte der Bank. In einem Klima des Vertrauens und der Leistungsorientierung entsteht Raum für Kreativität und Innovation. Die Glarner Kantonalbank verpflichtet sich der Nachhaltigkeit und stiftet ihren Anspruchsgruppen durch ihr Handeln einen Nutzen. Sie schafft Mehrwert für den Kanton Glarus und die Aktionäre. Ökologisches und soziales Denken prägen das tägliche Handeln. Die Glarner Kantonalbank kommuniziert und informiert offen, transparent und zeitnah. Die Mitarbeitenden haben Spass an der Arbeit und versprühen Freude und Begeisterung. Strategie Kennzahl Berechnung Abschluss Zielband Eigenkapitalrendite Ausgewiesener Betriebsgewinn/durchschnittliches Kapital 6,3 % 4,5 8 % Cost Income Ratio Geschäftsaufwand ohne Abgeltung Staatsgarantie/Bruttoertrag 59,9 % % Bruttogewinnspanne Bruttogewinn nach Abschreibungen/Bilanzsumme 0,40 % 0,3 0,5 % Eigenmitteldeckungsgrad Anrechenbare eigene Mittel/erforderliche eigene Mittel 205 % % Eigenmittelbedarfsquote Erforderliche eigene Mittel Bilanzaktiven/Bilanzsumme 3,76 % 3,85 4,0 % Refinanzierungsgrad Kundenausleihungen/Kundengelder 78,4 % % Die Organisation der Bank gliedert sich in die Bereiche Unternehmenssteuerung, Direktvertrieb, Onlinevertrieb & Abwicklung sowie Finanz & Logistik. Diese Organisation trägt dem Kundenbedürfnis Rechnung, Bankgeschäfte vermehrt via Internet abzuwickeln. Ebenso konnte die Bank dadurch Synergien besser nutzen und unnötige Schnittstellen abbauen. Dies ist in einigen Bereichen bereits deutlich spürbar und schlägt sich im Resultat 2014 nieder. Im Bereich Unternehmenssteuerung brachte das Zusammenführen von Marketing, Produktmanagement und Vertriebssteuerung in eine Abteilung Marktsupport deutliche Verbesserungen. Für eine optimale Weiterentwicklung muss jedoch noch investiert werden, indem zusätzliche Ressourcen aufgebaut werden. Der Direktvertrieb umfasst sowohl das Privat- wie auch das Firmenkundengeschäft und ermöglicht dadurch die Nutzung von Synergien. Der Kunde profitiert von einer ganzheitlichen Betrachtung seiner Situation als Unternehmer und als Privatperson. Die Mitarbeitenden des Direktvertriebs sind stark in der Region verankert und pflegen ihre Kundenbeziehungen teils schon seit Jahrzehnten. Im Bereich Onlinevertrieb & Abwicklung konnten 2014 massgebliche Neuerungen im Onlinebanking und mit neuen Onlineprodukten eingeführt werden. Beim Onlinebanking erzielte die Bank grosse Fortschritte, indem sie verschiedene Innovationen wie zum Beispiel das neue Widget-Portal einführte. Das 2012 lancierte Onlineprodukt hypomat.ch ist die Nummer eins unter den Onlinehypotheken im Schweizer Markt führte die Bank mit kontomat.ch und risikomat.ch zwei weitere innovative Onlineprodukte erfolgreich ein. Die Service Line bearbeitet täglich eine hohe Anzahl an Kundenanfragen. Trotz hoher Kadenz der Kundenanfragen und vielseitiger sowie anspruchsvoller Fragestellungen konnte die Qualität nochmals gesteigert werden. Zum Bereich Finanz & Logistik gehören seit 2013 die Abteilung Handel & Tresorerie sowie die Betreuung externer Vermögensverwalter. Bewusst wurde 2014 entschieden, diese Teams in einer Abteilung zu belassen. So können Synergien auch in Zukunft optimal genutzt werden. Strategische Partnerschaft Die Suche nach einem strategischen Partner wurde 2014 abgeschlossen. Voraussetzungen waren, dass eine solche Partnerschaft Vorteile für den Kanton bringen und gleichzeitig die Entwicklung der Bank vorantreiben sollte. Dazu fanden verschiedene Gespräche mit möglichen Partnern statt. Aufgrund der gesetzlichen Vorgabe, dass der Kanton Glarus mindestens die Mehrheit an der Bank hält, konnte keine strategische Partnerschaft gefunden werden, die alle Anforderungen erfüllte. Deshalb entschied sich der Verwaltungsrat, den Börsengang weiterzuverfolgen. Er kam gemeinsam mit dem damaligen Alleinaktionär zum Schluss, dass der Gang an die Börse auch die Ziele einer strategischen Partnerschaft gut abdecken würde. Die Bankleitung strebt auch in Zukunft neue strategische Partnerschaften an. Im Vordergrund steht dabei, Zusatzerträge zu erzielen oder Kosten zu optimieren. Solche Partner können durchaus auch ausserhalb der Finanzdienstleistungsbranche aktiv sein. Ausblick Aus strategischer Sicht richtet sich die Bank auch 2015 ganz nach ihrer Vision aus. Sie investiert in Infrastrukturprojekte und neue Produkte für ihre Kundschaft. Ebenso will sie den Onlinebereich mit neuen Produkten weiter ausbauen. Ein Beispiel dafür ist investomat.ch, eine Plattform, die Anfang 2015 erfolgreich lanciert wurde. 16 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht 2014 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht

11 JAHRESBERICHT MARKTENTWICKLUNG JAHRESBERICHT MARKTENTWICKLUNG MARKTENTWICKLUNG Weltwirtschaft im Rückblick Die Prognosen für das Jahr 2014 deuteten darauf hin, dass die Zinsen steigen und die Aktienmärkte kaum zulegen würden. Tatsächlich legte der Swiss Bond Index (Index für Schweizer Obligationen) um knapp 7 Prozent zu. In den USA erhöhten sich die Zinsen. Auslöser waren die angedeutete Zinserhöhung der US-Zentralbank (FED), die Reduzierung der Anleihenkäufe und die sehr guten Arbeitsmarkt- und Produktivitätszahlen der amerikanischen Wirtschaft. In Europa legte der Swiss Market Index (SMI) dank starker Performance der Titel von Novartis, Roche und Nestlé um 12 Prozent zu. Ebenso überzeugten die Titel von Actelion (+ 50 Prozent) und Geberit (+ 23 Prozent). Dagegen gewann der Euro Stoxx 50 nur 1 Prozent. Der rückgängigen Teuerung versuchte die Europäische Zentralbank (EZB) mit Zinssenkungen entgegenzuwirken. Zusätzlich dämpften die Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit der Ukrainekrise die Wirtschaftsaussichten für Europa. Einführung von Minuszinsen Als Folge des ausbleibenden Zinsanstiegs in Europa und der anhaltenden Geldentwertung haben einige Zentralbanken Minuszinsen eingeführt darunter auch die Schweizer Nationalbank (SNB), die damit die Zinsdifferenzen zum Euro wiederherstellen wollte. Im Januar 2015 hob die SNB den Mindestkurs des Frankens zum Euro auf. Aufgrund dieses Entscheids ist die aktuelle Wirtschaftslage volatil und für den Anlagemarkt besonders herausfordernd. Vergleich prozentuale Veränderung 10-Jahres-Zinsen CHF SWAP 10 Jahre (schwarz) / CHF SWAP 5 Jahre (rot) / CHF SWAP 2 Jahre (rosa) / SNB Libor (grau) Devisen im Wirtschaftsfokus Quelle: Bloomberg Devisen haben im Berichtsjahr aufgrund des global tiefen Zinsumfelds wieder an Bedeutung gewonnen und sind zu einem wichtigen Einflussfaktor geworden. Aufgrund der guten Wirtschaftsaussichten für die USA wurde der US-Dollar stärker. Dieser stieg gegenüber dem Schweizer Franken von 0.87 auf 1.00 Franken. Das englische Pfund, die norwegische Krone und der kanadische Dollar entwickelten sich weniger stark als der US-Dollar. Die Gründe dafür sind im Fall von England die engen wirtschaftlichen Verbindungen mit dem schwächelnden Euroraum und für Norwegen sowie Kanada die Abhängigkeit von der Rohstoffindustrie sowie die hohen Produktionskosten für Öl Vom Preiszerfall der Rohstoffe ist auch Australien betroffen. Der neuseeländische Dollar hat keinen markanten Zinsaufschlag gegenüber dem australischen Dollar erfahren und durch die hohe Verschuldung Neuseelands wandern Investoren ab. Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die SNB Mitte Januar 2015 hat auch den Devisenhandel stark beeinflusst und zu Turbulenzen in den Märkten geführt. Vielversprechende Aktienmärkte Sparen wird aufgrund des voraussichtlich tief bleibenden Zinsniveaus auch in naher Zukunft kaum attraktiv sein. Die Anlagevolumina von Pensionskassen steigen kontinuierlich. Enorme Obligationenfälligkeiten stehen zur Wiederanlage an, was tendenziell zusätzlich dämpfend auf die Renditen wirkt. Aktienmärkte werden voraussichtlich weiter an Bedeutung gewinnen, vorausgesetzt die Unternehmensergebnisse bleiben gut und es können attraktive Dividendenrenditen erzielt werden. Treffen diese Konstellationen ein, ist eine Verlagerung von Kapital in Aktien oder in aktienähnliche Produkte wahrscheinlich. Performance Dow Jones / Swiss Market Index / Deutscher Aktienindex SMI Index (schwarz) / DAX Index (grau) / Dow Jones (rot) 15 % 10 % 5% 0% 5% 10 % 15 % Jan. Feb. Mär. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dez. Sinkender Erdölpreis Der Erdölpreis sinkt kontinuierlich. Darunter leiden viele Schwellenländer, die mit dem Erdölgeschäft ihre Staatsausgaben bezahlen. Sie müssen mehr Erdöl verkaufen, um sich weiterhin finanzieren zu können. Wie sich der Erdölpreis weiterentwickelt, ist schwierig einzuschätzen. Sowohl das Gefüge von Währungen als auch insbesondere geopolitische Ereignisse und Verhalten von Regierungen beeinflussen die Ölpreisentwicklung. Unsichere Weltwirtschaftserwartungen 9.51% 7.52% 2.65% Quelle: Bloomberg Der Entscheid der SNB, Mitte Januar 2015 die Euro-Mindestgrenze aufzugeben, überraschte Unternehmen und Finanzmärkte. Zum Zeitpunkt der Jahresberichterstattung sind Einschätzungen 18 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht 2014 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht

12 JAHRESBERICHT MARKTENTWICKLUNG JAHRESBERICHT MARKTENTWICKLUNG der Einflüsse auf die Wirtschaftsentwicklung der schweizerischen Volkswirtschaft mit grossen Unsicherheiten verbunden. Auf den Schweizer Export sowie den Tourismus wird sich dieser Entscheid negativ auswirken. Die aktuelle Wirtschaftssituation in Europa wird voraussichtlich zu weiteren Zinssenkungen führen. Ebenso wirken sich die politischen Auseinandersetzungen mit Russland und die Situation in Griechenland dämpfend auf die Wirtschaftserwartungen aus. Einmal mehr zählt die Weltwirtschaft auf die Konjunkturentwicklung in den USA. Wirtschaftsentwicklung Glarus Im Berichtsjahr ist die Wirtschaft im Kanton Glarus leicht gewachsen. Landwirtschaft und Industrie konnten ihre Wertschöpfung trotz schwierigem Umfeld und Krisen in einzelnen Absatzländern halten. Als Bank der Glarner Bevölkerung und der Glarner Unternehmen ist die Glarner Kantonalbank stark im Kanton verankert und begleitet KMU aller Branchen und aller Grössenordnungen. KMU bilden die tragende Säule der Glarner Wirtschaft und schaffen Arbeitsplätze im Kanton. Die Betreuung und Beratung von Glarner Unternehmen ist seit jeher Kerngeschäft der Glarner Kantonalbank. Starker Industriesektor Von zentraler Bedeutung ist der Industriesektor. Die Glarner Kantonalbank pflegt einen intensiven und engen Kontakt zu dieser Branche. Sie setzt bewusst auf eine persönliche Betreuung und massgeschneiderte Lösungen. Eine positive Entwicklung ist bei spezialisierten Anbietern, beispielsweise in der verarbeitenden Industrie, festzustellen. Wermutstropfen hingegen waren die im Berichtsjahr angekündigten Standortschliessungen von Glarner Traditionsunternehmen, die vor einiger Zeit von weltweit aktiven Grosskonzernen übernommen wurden. Dagegen bauen andere Unternehmen Arbeitsplätze auf, insbesondere im Bereich der Kunststofftechnologie sowie in der Nahrungsmittelindustrie. Die Glarner Kantonalbank konnte im Berichtsjahr mit der wirtschaftsfreundlichen Entwicklung eines Fabrikareals in Ennenda einen substanziellen Beitrag dazu leisten. Aktive Baubranche Das Bauhaupt- und Baunebengewerbe sind ebenfalls wichtige Standbeine im Kundenportfolio der Glarner Kantonalbank. Diese Branche profitierte 2014 von einer guten Auftragslage. Im Kanton war die Bautätigkeit weiterhin rege. Insbesondere im Wohnbau wurden zahlreiche Projekte realisiert. Gleichzeitig spielen Bauprojekte im Bereich Wasserkraft wie das Ausbauprojekt der Kraftwerke Linth-Limmern AG oder das Wasserkraftwerk Doppelpower der SN Energie AG eine bedeutende Rolle. In Glarus Süd dürften die Bauaktivitäten zunehmen. In Glarus Nord wirken sich politische Entscheide wie die Abstimmung betreffend Gemeinderichtplan GRIP und damit einhergehend die Ablehnung der Ausbaupläne Eternit oder die Blockade einzelner Überbauungsprojekte verlangsamend auf die Bautätigkeit aus. Nationale politische Entscheide wie die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative führten zumindest teilweise zu etwas reduzierten Wachstumserwartungen. Die Glarner Bauunternehmen sind auch ausserhalb des Kantons sehr aktiv und stärken damit die Reputation der Glarner Wirtschaft. Der Immobilienmarkt ist insgesamt nach wie vor stabil. Spürbar ist eine tendenzielle Verlangsamung bei der Preisentwicklung und eine längere Verkaufsdauer von Wohnobjekten. Ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bei Immobilien aller Art gewinnt an Bedeutung. Positive Trends bei Dienstleistungen Die Glarner Wirtschaft konnte im Dienstleistungsbereich zulegen. Zu wichtigen Standbeinen zählen beispielsweise der Pflege- und Medizinalbereich oder die Erbringung von Dienstleistungen im Ingenieurwesen. Initiative Tourismusbranche Der schneearme und witterungsbedingt anspruchsvolle Winter 2013/14 machte den Glarner Tourismusdestinationen zu schaffen. Auch der nasse Sommer hinterliess deutliche Spuren. Erst im Spätherbst spielte das Wetter mit. Dank stabiler und milder Witterung profitierten die Bergbahnen sowie die Hotel- und Gastrobetriebe von mehreren schönen Wochenenden mit Spitzenumsätzen. Einen positiven Effekt dürften auch neue Tourismusinitiativen gehabt haben wie zum Beispiel das Angebot «Glarner Quickie» und die bessere Anbindung an den öffentlichen Verkehr dank des Glarner Sprinters, der neu als S-Bahn betrieben wird. Ausblick 2015 Nach der Aufhebung der Euro-Franken-Untergrenze müssen die Wachstumsprognosen voraussichtlich nach unten korrigiert werden. Insbesondere die Export- und die Tourismusindustrie werden durch den stärkeren Franken vor grosse Herausforderungen gestellt. Anstehende Investitionen in diesen Bereichen werden wohl aufgeschoben. Das Risiko der Produktionsverlagerung ins Ausland wird zunehmen. Davon wird auch die Wirtschaft im Kanton Glarus betroffen sein. Stützend wirken hier eine gute Binnennachfrage sowie die anhaltend tiefen Zinsen. Dies wird zu einer Verlängerung des Immobilienbooms und damit verbunden zu einer weiterhin florierenden Glarner Bauwirtschaft führen. 20 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht 2014 Glarner Kantonalbank Geschäftsbericht

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