Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim

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1 Mannheim Duale Hochschule Baden-Württemberg Mannheim Auswege aus dem Zinsdilemma - hat Geldanlage Zukunft? Vier Wege zu mehr Rendite Betreuender Hochschullehrer: Prof. Norbert Schlottmann Studentische Teammitglieder: Jakob Bouchetob Daniel Richard Flörchinger Niklas Litzenberger Marvin Müller

2 II Inhaltsverzeichnis ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS... IV ABBILDUNGSVERZEICHNIS... V TABELLENVERZEICHNIS... VI 1. EINLEITUNG PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG AUFBAU DER ARBEIT MARKTBESCHREIBUNG/ -ANALYSE MARKTUMFELD SCHLUSSFOLGERUNGEN AUS DEM NEUEN ZINSUMFELD NOTWENDIGKEIT ZU NEUEN PRODUKTEN MARKTPOTENTIAL EMPIRISCHE ERHEBUNG AUFBAU DESKRIPTIVE ERGEBNISSE ZUSAMMENFASSUNG LÖSUNGSANSATZ AKTIV AUSGANGSLAGE UND DEFINITION AKTIVE VERMÖGENSVERWALTUNG INDEXSELECT LÖSUNGSANSATZ PASSIV DEFINITION UND EINFÜHRUNG SMART-BETA ETFS QUANTITATIVE AKTIEN-SELEKTION CASESTUDY: HISTORISCHE PERFORMANCE AKTIVE VERMÖGENSVERWALTUNG INDEX SELECT SMART-BETA STRATEGIE QUANTITATIVE AKTIEN-SELEKTION DAS MODELL Q-SELECT KENNZAHLEN PERFORMANCE RISIKOASPEKT... 41

3 III 7. VERGLEICH DER VORGESTELLTEN ALTERNATIVEN ABGRENZUNG DER INVESTMENTSTRATEGIEN VOR- UND NACHTEILE DER QUANTITATIVEN MANAGEMENTSTILE KOSTEN UND ERTRÄGE BETRACHTUNG DER MARKTRISIKOKOMPONENTE KRITISCHE WÜRDIGUNG FAZIT UND AUSBLICK LITERATURVERZEICHNIS... XXVI SELBST ERHOBENE DATEN AUF CD... XXXII

4 IV Abkürzungsverzeichnis Abb. Abbildung AuM Assets under Management DAX Deutscher Aktienindex EAPP European Asset Purchase Programme EBIT Earnings Before Interest and Taxes ESTX 50 EuroStoxx 50 ETF Exchange Traded Funds ETP Exchange-Traded Products (börsengehandelte Produkte) EUR Euro EZB Europäische Zentralbank FCF Free Cash Flow FCFY Free Cash Flow Yield Fed Federal Reserve GE Geldeinheiten i.d.r. in der Regel MDAX Mid-Cap Deutscher Aktienindex Mio. Millionen o.ä. oder Ähnlichem OMT Outright Monetary Transaction p.a. per anno rd. rund S&P 500 Standard & Poors 500 SDAX Small-Cap Deutscher Aktienindex sog. sogenannte Tab. Tabelle TEUR Tausend Euro USD US-Dollar VaR Value at Risk

5 V Abbildungsverzeichnis ABBILDUNG 1: VERÄNDERUNG DES ZINSESZINSEFFEKTS... 4 ABBILDUNG 2: REALZINSEN IN DEUTSCHLAND, ITALIEN UND FRANKREICH SEIT ABBILDUNG 3: Ø-KURSENTWICKLUNG P.A ABBILDUNG 4: ANLAGE BEI FREIER ENTSCHEIDUNG ABBILDUNG 5: MEIDUNG VON ASSETKLASSEN ABBILDUNG 6: ALTER DER BEFRAGTEN ABBILDUNG 7: BERUFSVERHÄLTNIS ABBILDUNG 8: ZUSTÄNDIGKEIT FÜR DIE FINANZEN IM HAUSHALT ABBILDUNG 9: HALTUNG ZUM SPAREN ABBILDUNG 10: GRÜNDE FÜR DAS NICHTSPAREN ABBILDUNG 11: PRÄFERENZEN DER SPARER ABBILDUNG 12: BEKANNTHEITSGRAD DER ANSÄTZE ABBILDUNG 13: BEKANNTHEITSGRAD DER PRODUKTE ABBILDUNG 14: ERFAHRUNG MIT ASSETKLASSEN ABBILDUNG 15: INTERESSE AN INFORMATIONEN ZU PRODUKTLÖSUNGEN ABBILDUNG 16: ZUFRIEDENHEIT MIT AKTUELLEM PRODUKTSPEKTRUM VON BANKEN ABBILDUNG 17: BEKANNTHEITSGRAD INFLATION > VERZINSUNG KLASSISCHER SPARANLAGEN ABBILDUNG 18: EINSCHÄTZUNG DER ENTWICKLUNG DES NIEDRIGZINSUMFELDES ABBILDUNG 19: ANPASSUNG DES SPARVERHALTENS ABBILDUNG 20: RISIKOBEREITSCHAFT ABBILDUNG 21: ANTEIL DES VERMÖGENS IN RISIKOREICHEREN ANLAGEN ABBILDUNG 22: INTERESSE AN ALTERNATIVEN FÜR REALEN VERMÖGENSERHALT ABBILDUNG 23: PHASEN DER AKTIVEN VERMÖGENSVERWALTUNG ABBILDUNG 24: VERMÖGENSENTWICKLUNG INDEX SELECT ABBILDUNG 25: EINTEILUNG DER SMART-BETA STRATEGIEN ABBILDUNG 26: ENTWICKLUNG DER ETP IN DEN USA ABBILDUNG 27: SCORINGVERFAHREN ABBILDUNG 28: KENNZAHLEN ABBILDUNG 29: GLIEDERUNG DER PORTFOLIO-MANAGEMENTSTILE ABBILDUNG 30: SPEKTRUM ZWISCHEN AKTIVEN UND PASSIVEN STRATEGIEN... 48

6 VI Tabellenverzeichnis TABELLE 1: VERZINSUNG KLASSISCHER ANLAGEMÖGLICHKEITEN P.A TABELLE 2: RENDITE-RISIKO-VERGLEICH UNTERNEHMENSANLEIHEN... 9 TABELLE 3: ENTWICKLUNG DES GESAMT-IMMOBILIENPREISINDEX... 9 TABELLE 4: ABSOLUTE ZAHLEN ZU ABBILDUNG TABELLE 5: ABSOLUTE ZAHLEN ZU ABBILDUNG TABELLE 6: PERFORMANCE BHF TRUST EXKLUSIV: BHF VALUE LEADERS FT TABELLE 7: PERFORMANCE INDEX SELECT TABELLE 8: PERFORMANCE SMART BETA TABELLE 9: PERFORMANCE "Q-SELECT" TABELLE 10: VAR GESAMTPORTFOLIO TABELLE 11: CHARAKTERISTIKA DER QUANTITATIVEN MANAGEMENTSTILE TABELLE 12: GEGENÜBERSTELLUNG DER KOSTEN BEIM INVESTMENTFONDS BZW. ETF... 47

7 1 1. Einleitung 1.1 Problemstellung und Zielsetzung Am 2. Mai 2013 senkt die EZB den Leitzins mit Wirkung zum 8. Mai 2013 auf 0,5% und begründet mit diesem historisch tiefen Stand den Anfang der Niedrigzinsphase. Am 4. Juli 2013 teilt der EZB Rat mit, dass die EZB-Leitzinsen für längere Zeit auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden 1 und senkt den Leitzins noch drei Mal bis zum derzeitigen Stand von 0,05% ab. Zusätzlich wird erstmals in der Geschichte der EZB die Einlagenfazilität im Juni 2014 auf den negativen Wert von -0,10% festgelegt und im September des gleichen Jahres um weitere 10 Basispunkte nach unten angepasst. 2 Trotz der durch den Leitzins beeinflusst auf nahe 0% sinkenden Termin- und Sichteinlagezinsen verzeichnet der Allianz Global Wealth Report in 2013 und 2014 einen weiteren Anstieg der Sparmittel in Westeuropa. Besonders in Deutschland wird die liquiditätsnahe Anlageform auf Giro- und Sparkonten gegenüber der Anlage in Aktien oder in sonstigen Anlageformen weiter präferiert. 3 Bis zum heutigen Zeitpunkt 4 ist die EZB in den Medien allgegenwärtig. Aktuell wird das erweiterte Ankaufprogramm für Vermögenswerte 5 diskutiert, welches am 09. März 2015 beginnt. 6 Der DAX reagiert darauf am 11. März 2015 mit einem Höchststand von Punkten. 7 Damit ergibt sich ein Anstieg um etwa Punkte innerhalb von neun Wochen. 8 Es liegt nahe, dass die zwangsläufig über DAX-Rekordstände und EZB Entscheidungen informierten und anlageunerfahrenen Privatkunden zunehmend verunsichert sind. Anstelle der Investition in andere Assetklassen tritt oft entweder die Aufnahme einer weiteren Geschäftsbeziehung mit einem anderen Finanzdienstleister, der für das Festoder Termingeldkonto eine höhere Verzinsung anbietet, oder die Resignation. Der durch zunehmende Konkurrenz und EZB-Geldpolitik verursachte Margendruck wirkt sich zudem negativ auf die Ertragslage der Finanzdienstleister aus. 9 Vor allem für die Postbank als einlagenstarke Filialbank, deren Fokus und stärkste Ertragssäule das Privatkundengeschäft darstellt, 10 ist der Vertrieb von leicht erklär- und vertretbaren Anlageprodukten als Alternative zu den rückläufigen Sparkonten von besonderer Bedeutung. Das Ziel der Arbeit ist es 1 Europäische Zentralbank (Hrsg.) (2013), S Vgl. Europäische Zentralbank (Hrsg.) (2015), S Vgl. Brandmeir, Kathrin/Grimm, Michaela/Holzhausen, Arne (2014), S. 9 13; Vgl. Brandmeir, Kathrin/Grimm, Michaela/Holzhausen, Arne (2013), S. 5, 10 11, 16 f. 4 Aktuelle Entwicklungen konnten nur bis zum berücksichtigt werden. 5 Offiziell: Expanded Asset Purchase Programme (EAPP). Die EZB hat am 22. Januar 2015 beschlossen künftig monatlich bis mindestens September 2016 Vermögensgegenstände (Staatsanleihen explizit eingeschlossen) am Sekundärmarkt zu kaufen. Weitere Informationen können der Pressemitteilung der EZB unter entnommen werden. 6 Vgl. Deutsche Bundesbank (Hrsg.) (2015), S Vgl. boerse.de Finanzportal GmbH (Hrsg.), 8 Vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (Hrsg.), 9 Vgl. Bundesministerium der Finanzen (Hrsg.) (2014), 10 Vgl. Deutsche Postbank AG (Hrsg.) (2014), S. 40.

8 2 vier verschiedene Anlageprodukte vorzustellen, deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen und auch deren Realisierbarkeit sowie Integrationsfähigkeit in die Produktpalette des Postbank Konzerns zu überprüfen. Darüber hinaus soll eruiert werden, ob die Generation Y 11 Bedarf an neuen Finanzprodukten hat und ob sie diesbezüglich schon Erfahrungen hat. 1.2 Aufbau der Arbeit Zu Beginn der Arbeit wird zunächst das aktuelle Niedrigzinsumfeld sowie dessen Bedeutung für sowohl Privatpersonen als auch für Anbieter von Finanzdienstleistungen kurz abgehandelt. Weiter werden mögliche Ursachen der derzeitigen Niedrigzinsphase aufgeführt und die Erkenntnis begründet, dass niedrige Zinsen untrennbar mit dem Überangebot an Sparmitteln verbunden sind. Zum Ende des zweiten Kapitels wird für die Investition dieser Sparmittel am Aktienmarkt argumentiert und auch auf dessen Potential hingewiesen. Im dritten Kapitel folgt eine empirische Erhebung. Die Hauptziele der Umfrage bestehen darin herauszufinden, ob die Generation Y an Alternativen zu klassischen Sparformen interessiert ist, ob Sicherheit weiterhin das wichtigste Kriterium der Geldanlage ist und in wie weit alternative Assetklassen 12 allgemein bekannt sind. Anschließend wird die aktive Verwaltung von Vermögensgegenständen thematisiert. Im gleichen Kapitel wird auch das aktiv verwaltete Versicherungsprodukt Index Select 13 der Allianz SE vorgestellt. Passive Investmentvarianten werden daraufhin im fünften Kapitel zuerst in der ausschließlich passiven Form der Indexreplikation und danach unter Beimischung einer aktiven Komponente analysiert. Auf der Seite der Verfahren mit aktiver Komponente werden Smart- Beta ETFs und die quantitative Aktien Selektion vorgestellt. Alle Ausführungen beziehen sich, wie die gesamt Arbeit, auf den Privatkundenbereich. In der Fallstudie werden die in den beiden vorangegangen Kapiteln angeführten Produktansätze exemplarisch kalkuliert, wobei sowohl der Kostenaufwand als auch die Ertragsmöglichkeiten berücksichtigt werden. Abgeschlossen wird das Kapitel durch ein eigenständig entwickeltes Modell zu Aktienauswahl. Neben den für die Bewertung benötigten Kennzahlen wird die errechnete Performance, sowie der ermittelte Value at Risk des Portfolios, im gleichen Abschnitt angegeben. Im Anschluss daran folgt ein Vergleich der aktiven und mehrheitlich passiven Anlagestrategien. Die Methodik der Arbeit wird im achten Kapitel kritisch hinterfragt. Zum Abschluss wird ein Ausblick auf die Implementierung der möglichen Anlageprodukte gegeben und ein Fazit gezogen. 11 Es existieren unterschiedliche Definitionen zur Personengruppe, die als Generation Y bezeichnet wird. Meist wird sich auf die ab 1980 geborenen Personen bezogen die im Jahr 2000 Teenager waren. Weitere Informationen in Vgl. Parment, A. (2013), S Beispiele für Assetklassen sind Aktien, Investmentfons, Immobilien usw. Auch Anlageklasse genannt, da sich der Begriff aus dem Englischen (Asset = Anlage) ableitet. Assetklassen dienen der Unterteilung des Kapitalmarkts in verschiedene Segmente. 13 Das Vorsorgeprodukt Index Select der Allianz SE orientiert sich am EuroStoxx 50. Der Kunde kann zwischen der Indexpartizipation mit einem monatlichen Cap von 3,9% oder der Garantieverzinsung wählen. In Kapitel 4.3 und 6.2 wird das Produkt genau erklärt.

9 3 2. Marktbeschreibung/ -analyse 2.1 Marktumfeld Um angemessen auf das neue Marktumfeld reagieren und die entsprechenden Maßnahmen einleiten zu können, ist es essentiell, sich intensiv mit den aktuellen Marktgegebenheiten auseinanderzusetzen und die entscheidenden Rahmenbedingungen zu definieren. Daher wird im folgenden Abschnitt zunächst näher auf das vorherrschende Niedrigzinsumfeld sowie die zukünftig erwartete Entwicklung eingegangen. Die Problematik der Geldanlage im Niedrigzinsumfeld 14 hat sich zu einem hoch diskutierten Thema bei deutschen Finanzdienstleistungsinstituten entwickelt. 15 Das Sparverhalten der Deutschen, welches sich in der Vergangenheit bewährt und in deren Bewusstsein etabliert hat ist aufgrund der heutigen niedrigen Zinsen nicht mehr zeitgemäß. Das Sparbuch, Tages-/ Festgeldinvestitionen und deutsche Staatsanleihen, mit welchen Sparer früher auskömmliche Renditen erwirtschaften konnten, bringen heute Renditen, die oftmals nicht einmal mehr ausreichen, um die Inflationsrate auszugleichen. 16 Im August 2014 wurde zehnjährige Bundesanleihen gerade noch mit 1,1% Zinsen p.a. 17 verzinst. In Tabelle 1 wird ein Überblick über die Verzinsung der weiteren genannten Anlageklassen gegeben. Auch wenn die offizielle Inflationsrate aktuell recht niedrig angegeben wird, liegt der Realzins zunehmend sogar unter der Nulllinie. Wird zusätzlich die Kapitalertragssteuer mitberücksichtigt, so ist mit diesen Anlageformen nicht einmal mehr ein realer Vermögenserhalt möglich. 18 Langfristige Vorsorgeziele, beispielsweise für das Rentenalter, konnten in der Vergangenheit durch Sparsamkeit und den Zinseszinseffekt erreicht werden. 19 Heute existiert der Zinseszinseffekt für risikoarme Anlagen so gut wie nicht mehr. Festgeld Tagesgeld Sparbuch Zinsspanne 0,30% - 1,45% 0,50% - 1,30% 0,05% - 0,80% Arithmetisches Mittel 0,94% 0,91% 0,30% Tabelle 1: Verzinsung klassischer Anlagemöglichkeiten p.a. (Daten bezogen aus: FHM- Finanzberatung) Hätte ein heute 40-Jähriger im Jahr 2004 einen Sparplan mit monatlich je 100 Euro bespart, so hätte er für seinen Rentenantritt nach damaligen Zinssätzen ein Vermögen von Euro einkalkulieren dürfen. Mit der Fortschreibung der heutigen Zinssätze käme er nur noch auf Euro. Dieser star- 14 Vgl. Demary, M./ Matthes, J. (2014), S Vgl. Detering, M. (2011), 16 Vgl. Weidmann, J. (2013), 17 Vgl. Oberhuber, N. (2014b), 18 Vgl. Zinn, B. (2013), https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid= Vgl. Hoffmann, C. (2010),

10 4 ke Rückgang wird in Abb. 1 grafisch verdeutlich. Spätestens diese beispielhafte Rechnung zeigt die Notwendigkeit zur Auseinandersetzung mit alternativen Anlagemöglichkeiten, um der drohenden Altersarmut zu entkommen Prognose mit Zinsniveau ' Rentenalter Abbildung 1: Veränderung des Zinseszinseffekts (Eigene Darstellung) Doch ebenso ist die Niedrigzinsära auch für die Anbieter von Finanzdienstleistungen eine große Herausforderung. Einige Institute sehen sich gezwungen das gesamte althergebrachte Geschäftsmodell in Frage zu stellen. Die dahingehende Notwendigkeit lässt sich durch einen Blick auf japanische Banken erkennen, die dem Niedrigzinsproblem bereits seit Ende der 1990er Jahre ausgesetzt sind und Anpassungen vornehmen mussten. 21 Die Versicherungsbranche steht mit ihren Vorsorgeprodukten wie Kapitallebensversicherungen oder Rentenversicherungen vor einem großen Problem. Durch die in früheren Zeiten abgeschlossenen Verträge haben sie sich ihren Kunden gegenüber zu einer heute mit risikoarmen Produkten kaum noch zu erzielende Rendite verpflichtet. Ab 2015 wurde der Garantiezins der Lebensversicherungen auf 1,25% abgesenkt, womit das Sparkapital nach Abzug aller Kosten inzwischen etwa zwanzig Jahre unter dem Wert der eingezahlten Beiträge liegt. 22 Auch Banken ist es nicht mehr möglich eine auskömmliche Zinsmarge zu erwirtschaften, wenn sie bei ihren eigenen Geldanlagen nur noch Minimalzinsen erzielen können und noch dazu erhebliche neue Lasten durch neue Regulierung und Bürokratie tragen müssen Schlussfolgerungen aus dem neuen Zinsumfeld Das neue Zinsumfeld erfordert eine Anpassung des Geschäftsmodells an die aktuelle Situation. Um die richtigen Konsequenzen daraus ziehen zu können, sollten zwei zentrale Fragen näher erörtert werden. Zunächst soll beantwortet werden, worin die tatsächliche Ursache des Zinstiefs zu sehen ist. Kann die Begründung wirklich auf die Geldpolitik der Zentralbanken abgestellt werden, oder gibt es weitere 20 Vgl. Oberteis, R. (2015), 21 Vgl. Weistroffer, C. (2013), S Vgl. Zinn, B. (2013), https://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=1&artid= Vgl. Oberhuber, N. (2014a),

11 5 Faktoren, die zu berücksichtigen sind? Außerdem sollte die zukünftige Entwicklung der Zinssituation betrachtet werden, d.h. ob in absehbarer Zeit eine grundlegenden Umkehr, folglich wieder steigende Renditen, zu erwarten sind oder nicht. Diesen Fragen wird häufig zu wenig Bedeutung zugemessen und sie werden aus Sicht der Verfasser oftmals nur bedingt korrekt beantwortet. Bei der Betrachtung der historischen Entwicklung der Realzinsen 24 in Deutschland ist ein eindeutiger Rückgang zu erkennen. In Abb. 4 lässt sich dieser bereits seit fünfzehn Jahren mehr oder weniger stark, mit Ausnahme der kurzen Gegenbewegung zwischen 2007 und 2010, erkennen. Somit kann bereits von einem Trend gesprochen werden, der über alle Zinszyklen der EZB zu erkennen war. In den südeuropäischen Staaten zeichnet sich der Abwärtstrend ebenfalls deutlich ab. Die europäische Schuldenkrise führte aufgrund des steigenden Risikobewusstseins des Ausfallrisikos südeuropäischer Staatsanleihen zu einer Gegenbewegung. 25 Daher befinden sich diese auf einem historisch gesehen relativ normalen Niveau. Die Schuldenkrise hat den Unterschied zwischen Deutschland und Südeuropa weiter verdeutlicht. Bis 2007 warfen deutsche und italienische Staatsanleihen annährend gleiche Renditen ab. Die Befürchtung der Marktteilnehmer, dass italienische Staatsanleihen mit einem höheren Ausfallrisiko behaftet sind, 26 hat den Renditeverfall in den südeuropäischen Staaten umgekehrt und in Deutschland noch beschleunigt. Somit hat sich die Spanne zwischen deutschen und Südeuropäischen Staatsanleihen weiter ausgedehnt. 27 8,0% 7,0% 6,0% 5,0% 4,0% 3,0% 2,0% 1,0% 0,0% -1,0% Jan 15 Realzins Deutschland Realzins Italien Realzins Frankreich Abbildung 2: Realzinsen in Deutschland, Italien und Frankreich seit 1994 (Daten bezogen aus: Statista bzw. B+L Marktdaten GmbH) 24 Differenz zwischen der Rendite einer zehnjährigen Staatsanleihe und der aktuellen Inflationsrate. 25 Vgl. Ruhkamp, S./ Mussler, W. (2010), 26 Vgl. Ruhkamp, S./ Mussler, W. (2010), 27 Vgl. Homburg, S. (2013), S. 734.

12 6 Aus diesen Fakten lässt sich die Aussage ableiten, dass die Verantwortung für die niedrigen Zinsen eben nicht einseitig den Zentralbanken beizumessen ist. In Folge dessen ist auch im Fall einer Änderung der Krisenpolitik der EZB und Fed nicht zwingend mit einem schnellen Zinsanstieg zu rechnen. Tatsächlich ist das Handeln der Zentralbanken direkt für kurzfristigen Zins des Interbanken- Kreditmarktes und damit unmittelbar für die Verzinsung von Geldmarktkonten und kurzfristigen Sparguthaben von großer Bedeutung. 28 Die Rendite einer fünf- oder zehnjährigen Geldanlage wird durch die Leitzinsen der Notenbanken hingegen nur am Rande beeinflusst. 29 Die Zuteilung der Verantwortung an die Zentralbanken für die niedrigen Zinsen führt zu einer essentiellen Fehleinschätzung der Dauer der Niedrigzinsphase. Denn wenn der Einfluss der EZB und Fed auf den langfristigen Zins nicht der entscheidende Einflussfaktor ist, so ist das Ende der Niedrigzinsphase mit dem Ende der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken keinesfalls beendet. Als eigentlicher, volkswirtschaftlich fundierter Grund für den globalen Realkapitalzinssatz lässt sich die Theorie der Sparschwemme ( saving glut ) des früheren Fed-Chefs Ben Bernanke anführen. 30 Dieser Theorie zufolge ist die in den letzten Jahren zunehmende globale Ersparnis für den Zinsrutsch verantwortlich. 31 Sowohl in den Industriestaaten, wie auch in den Schwellenländern nimmt die Kapitalbildung und Suche nach rentablen Anlagen zu. In vielen Wirtschaftsräumen spielt der demographische Wandel hierbei eine entscheidende Rolle, da wachsende Kapitalstöcke gebildet werden, um den Folgen der zunehmend älteren Bevölkerung und den damit verbundenen geringeren Altersrenten vorzusorgen. Diesem stark wachsenden Angebot an Ersparnis stehen zu geringe rentable Anlagemöglichkeiten gegenüber. 32 Während in den fortschrittlichen Industriestaaten die Rendite aufgrund der bereits hohen Kapitalausstattung nur noch gering ist, wird das erhebliche Potential für rentable Investitionen in den Schwellenländern aufgrund weniger marktfreundlicher Politik in Ländern wie Russland, Indien oder Brasilien nicht ausgenutzt. Dieses zunehmende Missverhältnis zwischen zu geringen Investitionsmöglichkeiten auf der einen Seite und globaler Sparflut auf der anderen Seite führt zu einer stetigen Abnahme des Realzinses. Wie in Abb. 2 zu erkennen ist, lässt sich diese Theorie ebenfalls mit der Entwicklung der Realzinsen in Deutschland seit Mitte der 1990er Jahre bestätigen. 33 Die Hoffnung auf einen starken Anstieg des Realzinses für risikolose Geldanlagen in absehbarer Zeit ist von daher trügerisch. Auch wenn sich die Weltwirtschaft umfassend erholt, bleibt das beschriebene Ersparnis-Überangebot am weltweiten Kapitalmarkt bestehen. Wenn Billionen von Euro, Dollar und Yen nach risikolosen Anlagen für die Altersvorsorge suchen, dann kann sich der langfristige Zins nicht durchgreifend erholen. 28 Vgl. Blanchard, O./Illing, G. (2009), S Vgl. Deutsche Bundesbank (Hrsg.) (2014), 30 Vgl. Bernanke, B. (2005), 31 Vgl. Schlichter, D. (2013), S Vgl. Fehr, B. (2008), 33 Vgl. Münchau, W. (2014),

13 7 Eine weitere Theorie, die im Zusammenhang mit den niedrigen Zinsen aufkommt, ist die der finanziellen Repression. Dieser Begriff beschreibt die staatliche Entschuldung durch künstlich niedrige Zinsen. Die niedrigen Zinsen für Bundesanleihen können jedoch nicht als Ergebnis von Zwangsmaßnahmen einer finanziellen Repression verstanden werden. 34 Hier kommt einfach ein Marktgleichgewicht zum Ausdruck, in dem Sparkapital in großem Umfang eine risikolose Geldanlage sucht. Und hier profitieren derzeit Bundesanleihen in besonderer Weise. Es besteht keine Pflicht für einen deutschen Sparer Bundesanleihen zu erwerben. Ebenso könnte er Aktien oder Anleihen umsatzstarker Unternehmen erwerben, die eine höhere Rendite aufweisen. Auch Anleihen anderer europäischer Staaten bringen durchschnittlich weiterhin positive Realrenditen ein. In Anbetracht der mäßigen konjunkturellen Situation sind diese keinesfalls ungewöhnlich niedrig. Trotzdem weisen deutsche Sparer dahingehend eine gewisse Zurückhaltung auf und weichen von solch einer Diversifikation ihres Portfolios ab. 35 All dies sind jedoch freie Marktentscheidungen. Obwohl deutsche Staatsanleihen niedrige Zinsen aufweisen, werden diese von ausländischen und heimischen Investoren freiwillig nachgefragt. Der öffentlichen Hand werden weder durch Zinsregularien, noch durch Kapitalverkehrskontrollen diese Niedrigzinsen gewährleistet. 36 Auch wenn die staatlichen Banken in Deutschland durchaus (über) ein größeres Gewicht verfügen 37, steht diesen kein privilegierter Kapitalmarktzugang zur Verfügung. 38 Vielmehr wurden die Privilegien der Sparkassen und Landesbanken in der Vergangenheit sogar beschränkt.39 Ebenso kann der Einwand, dass die EZB durch ihr OMT-Anleihekaufprogramm 40 eine künstliche Zinssenkung provozieren würde, beiseite getan werden. Dieses Programm dient eindeutig nicht dem Ankauf von Anleihen der Bundesrepublik Deutschland. Vielmehr würde das Ansehen von Anleihen deutscher Gebietskörperschaften sogar tendenziell gesenkt werden, da dies die Bonität der BRD durch die im EZSB angelegte Haftungsproblematik senken würde. 41 Um auf die vorangestellten zwei Leitfragen zurückzukommen, sollen zusammenfassend folgende Kernaussagen als Schlussfolgerung aus dem aktuellen und komplexen Niedrigzinsumfeld getroffen werden. Die tatsächliche Ursache für die niedrigen Zinsen und negativen Realzinsen für relativ risikofreie Geldanlagen kann volkswirtschaftlich durch ein sich seit Jahren entwickelndes Missverhältnis zwischen globaler Investitionsflut und Investitionsmöglichkeiten begründet werden. Die Verantwortung ist somit nicht einseitig den Zentralbanken und deren expansiver Geldpolitik zuzuweisen. 42 In 34 Vgl. Homburg, S., et al. (2013), S , S Vgl. Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (Hrsg.) (2014), S Vgl. Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (Hrsg.) (2014), S Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (Hrsg.) (2014), S Vgl. Shortland, A. (2010), S Vgl. Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (Hrsg.) (2014), S Programm der EZB, im Rahmen dessen sie am Sekundärmarkt Geschäfte über kurzfristige Anleihen von Staaten im Euro-Währungsgebiet durchführen kann. 41 Vgl. Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (Hrsg.) (2014), S Vgl. Leykam, M. (2015), S. 2.

14 8 Folge dessen ist auch keine grundlegende Umkehr der Zinssituation in absehbarer Zeit zu erwarten. Selbst bei einer starken Erholung der Eurokonjunktur würde sich der Renditeanstieg, da die bonitätsmäßig erstklassigen Staatsanleihen weiterhin aufgrund der weltweiten Attraktivität nachgefragt werden würden. Zuletzt sollte festgehalten werden, dass die Niedrigzinsära nicht durch klassische Maßnahmen der finanziellen Repression verursacht wurde, sondern Sparer aufgrund ihrer Risikoscheu vollkommen freiwillig ihr Geld zu diesen niedrigen Zinsen anlegen. Als Gewinner dieser Niedrigzinsära gehen die Anbieter von Assets, die eine besonders hohe Sicherheit aufweisen, hervor. Als Beispiel sind hier die Schweiz oder BRD mit ihren Staatsanleihen zu nennen. Die Verliererposition nehmen dagegen diejenigen Institutionen und auch Anleger ein, die aufgrund ihrer Risikoaversion keine akzeptable Rendite mehr erwirtschaften können. Für Finanzdienstleister wird es zunehmend schwerer, dem Kunden attraktive Produkte zu offerieren und die erwarteten Renditen zu erwirtschaften. Insbesondere Kapitallebensversicherungen, die bei früherem Vertragsabschluss einen Mindestzins garantiert haben, der im jetzigen Umfeld nur mit deutlich höherem Risiko zu erhalten ist, sind davon betroffen. 2.3 Notwendigkeit zu neuen Produkten Es gibt keine historische Erfahrungen mit lang anhaltenden Phasen extrem niedriger nominaler Zinsen. 43 Folglich haben die wenigsten Anbieter überhaupt eine Absicherung mit langfristigen Kontrakten zur Erwirtschaftung von Garantiezinsen abgeschlossen. 44 Finanzdienstleister stehen nun vor der Problematik ihren Kunden in diesem Umfeld eine rentable Anlagemöglichkeit mit angemessenem Risiko anzubieten, um deren Vermögen zu erhalten bzw. im Idealfall zu vermehren. In diesem Zusammenhang soll in dem folgenden Abschnitt die Sinnhaftigkeit einer Investition in unterschiedliche, verfügbare Assetklassen erörtert werden. Wie bereits in Abschnitt 2.1 erläutert wurde, bringen klassische Anlageprodukte aktuell so gut wie keinen Zinsertrag mehr. Die Spannweite einer Investition in Tagesgeld, Festgeld, Sparbuch oder deutsche Staatsanleihen reicht von 0,05% bis 1,45%. 45 Daher kann für diese Assetklassen keine Empfehlung als rentable Anlagemöglichkeit ausgesprochen werden. Als mögliche Alternative, um einen höheren Zinsertrag zu erwirtschaften, könnten Unternehmensanleihen in Betracht kommen. Der Zinssatz von finanzstarken Unternehmen ist mittlerweile jedoch ebenfalls merklich gesunken. Natürlich existieren weiterhin Unternehmen, die eine deutlich höhere Verzinsung bieten. Mit einer Investition in diese geht jedoch ebenfalls ein stark erhöhtes Risiko ein- 43 Landmann, O. (2014), S Vgl. Landmann, O. (2014), S Siehe Tabelle: Verzinsung klassischer Anlagemöglichkeiten p.a, S. 3.

15 9 her. 46 Aufgrund des deutlichen Rendite-Risiko-Verlaufs, der in der folgenden Tabelle an einigen Beispielen veranschaulicht werden soll, besteht einzig für risikofreudige Anleger die Chance auf eine deutlich höhere Rendite. Emittent/ ISIN Fälligkeit Rendite in % Rating KfW/ DE ,20 Aaa Daimler AG/ DE000A11QSB ,85 A3 Metro AG/ DE000A13R8M ,26 Baa3 Emporiki Group Finance PLC/ XS ,30 Caa1 Tabelle 2: Rendite-Risiko-Vergleich Unternehmensanleihen (Daten bezogen aus: finanzen.net) Darüber hinaus ist die Sinnhaftigkeit einer Investition in Immobilien zu beurteilen. Der deutsche Immobilienmarkt durchläuft eine starke Aufwärtsbewegung. Der vdp-immobilienindex legte vom 2. Quartal 2014 bis zum 3. Quartal 2014 um ganze 4,8% zu. 47 In Tab. 3, welche die historische Entwicklung des Gesamtimmobilienpreisindex 48 darstellt, lässt sich ein deutlicher Aufwärtstrend erkennen. Jahr Index Veränderung (Δ) gegenüber Vorjahr ,4 + 0,7% ,5 + 3,1% ,1 +1,6% ,2 + 1,1% ,2-1,9% ,8 + 0,6% ,6 + 2,7% ,6 + 3,8% ,2 +4,2% Tabelle 3: Entwicklung des Gesamt-Immobilienpreisindex (In Anlehnung an: vdp Immobilienpreisindex Q3.2014, S. 3) Doch die Preise für Immobilien in großen deutschen Städten sind bereits auf einem extrem hohen Niveau. Die Deutsche Bundesbank hält Immobilien in deutschen Großstädten bereits für deutlich überteuert 49. Daher ist es bei dieser Anlagekategorie ebenfalls schwierig dem Kunden zum Einstieg zu raten. 46 Vgl. Oberhuber, N. (2014b), 47 Vgl. vdpresearch GmbH(Hrsg.) (2014), S Dieser setzt sich zusammen aus dem gewogenen arithmetischen Mittel aus den Wohn- sowie Gewerbeimmobilienpreisindices. 49 Oberhuber, N. (2014b),

16 10 Eine Assetklasse, die durchaus noch Renditepotential bietet, ist die Aktie. 50 Das DAX-Rendite- Dreieck zeigt beispielsweise, dass es dem deutschen Anleger, unter Berücksichtigung des Diversifikations- und Zeitaspekts, mit geringem Zeitaufwand möglich ist einen relativ hohen Ertrag zu erwirtschaften. 51 Dennoch gilt auch hierbei: mehr Rendite gegen mehr Risiko. Die Entwicklung einzelner Branchen und Wirtschaftszweige kann sehr unterschiedlich sein. Daher ist eine intensive Beschäftigung mit den komplexen Märkten unabdingbar, um die heutigen Anforderungen an eine erfolgreiche Anlagestrategie zu erfüllen. Während es zwischen 1980 und 2000 mit einer Buy-and-Hold Strategie 52 möglich war, sein Vermögen nachhaltig zu vergrößern, hat sich das Umfeld heute deutlich verändert. Dies soll in Abb. 6 durch die durchschnittlichen Kursentwicklungen im Verlauf der letzten Jahrzehnte verdeutlicht werden. Bei Erwerb einer im MSCI World gelisteten Aktie zwischen 1980 und 1989, lag der jährliche Kurszuwachs bei ca. 16,60% dagegen betrug der jährliche Zuwachs nicht einmal mehr ein Fünftel davon. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich im derzeitigen Marktumfeld keine langen Wirtschaftszyklen mit eindeutigen Trends mehr abzeichnen. Durch politische und regulatorische Eingriffe sind die Märkte unberechenbar geworden. Dies führt zu stärkeren Kursschwankungen an Kapitalmärkten, die Preisvorstellungen der Marktakteure können schon nach wenigen Wochen deutlich divergieren ,00% 16,00% 16,60% 14,00% 12,00% 10,00% 8,00% 6,00% 10,50% 9,80% 4,00% 2,00% 0,00% 0,80% ,90% Abbildung 3: Ø-Kursentwicklung p.a. (Daten bezogen aus: Bloomberg) Somit lässt sich schlussfolgern, dass die dringende Notwendigkeit besteht neue Anlageprodukte, die auf den jeweiligen Kunden abgestimmt sind, aufzusetzen und aktiv zu offerieren. Um den Vorstellun- 50 Vgl. Börse Online(Hrsg.) (2015), 51 Vgl. Deutsches Aktieninstitut e.v. (Hrsg.) (2014), S. 1 2 f. 52 Der Leitgedanke der Buy-and-Hold-Strategie beruht in diesem Zusammenhang darauf Aktien zu kaufen und lange zu halten, um damit konstant hohe Renditen zu erwirtschaften. 53 Vgl. Peter Köhler/ Robert Landgraf(Hrsg.) (2011).

17 11 gen des Kunden zu entsprechen, müssen sie sowohl in ihrer Risikoneigung, wie auch in ihrer Anlagestrategie und Renditeerwartung dem Kundenprofil entsprechen. 2.4 Marktpotential Die Notwendigkeit und das Potential einer Neuaufstellung der Banken zeigen sich in der von Goldman Sachs durchgeführten Umfrage zum Anlageverhalten der Deutschen. Im Rahmen dieser Studie wurden im September 2014 knapp über tausend Personen in Deutschland mit einem Alter von mindestens sechzehn Jahren, die sich nach eigener Einschätzung bereits mit Geldanlage auskennen, per Telefon befragt. Diese soll einen Einblick geben, welche Faktoren beim Anlageverhalten der Deutschen im Vordergrund stehen. 54 Wenn einem durchschnittlichen deutschen Anleger Euro zur Verfügung stehen würden, würde ein Großteil des Vermögens, wie in der folgenden Grafik ersichtlich ist, in Sparbücher, Tagesgeld, Festgeld sowie Immobilien investiert werden (rd. 61 Prozent). Im Gegensatz dazu würde nur ein sehr geringer Vermögensanteil in renditeträchtigere Assetklassen wie Fonds und Aktien angelegt werden (rd. 24 Prozent) ,40% 14,20% 8,70% 5,90% 36,70% Immobilien Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld Aktien Fonds Staatsanleihen Unternehmensanleihen 24,00% Abbildung 4: Anlage bei freier Entscheidung (In Anlehnung an: Goldman Sachs Asset Management (2014), S.4) Die Abneigung gegenüber alternativen Assetklassen lässt sich noch deutlicher aus Abb. 5 ableiten. Jeder Zweite der befragten Anleger würde bei einer Anlagesumme von Euro die Selektion von Aktien für sein Portfolio überhaupt nicht in Betracht ziehen und sogar mehr als 60 Prozent wür- 54 Vgl. Goldman Sachs Asset Management (Hrsg.) (2014), S Vgl. Goldman Sachs Asset Management (Hrsg.) (2014), S.4.

18 12 den nicht in Investmentfonds investieren. Die höchste Abneigung besteht gegenüber Unternehmensanleihen, in die ganze 67 Prozent keine Anlage tätigen würden. 56 Immobilien Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld Aktien Staatsanleihen Fonds Prozentuale Meidung von Assetklassen Unternehmensanleihen 0,00% 20,00% 40,00% 60,00% 80,00% Abbildung 5: Meidung von Assetklassen (In Anlehnung an: Goldman Sachs Asset Management (2014), S.9) Es zeigt sich, dass für die Privatanleger nach wie vor, trotz der historisch niedrigen Zinsen, die Sicherheit an erster Stelle steht. 63,7 Prozent der befragten Personen nannten Sicherheit als ihr wichtigstes Kriterium bei der Geldanlage. 57 Daraus lässt sich schließen, dass ein besonders großes Potential für eine sehr sichere Anlagealternative besteht. Die deutschen Sparer unterliegen oftmals einem realen Kaufkraftverlust, da die Inflationsrate die Zinsen häufig bereits überschreitet. 58 Es lässt sich festhalten, dass den Anlegern die daher reichende Notwendigkeit zu alternativen Anlagemöglichkeiten durchaus bewusst ist. Dennoch werden einige Anlageklassen grundsätzlich in ihrer Entscheidungsfindung außen vor gelassen Vgl. Goldman Sachs Asset Management (Hrsg.) (2014), S Goldman Sachs Asset Management (Hrsg.) (2014), S Vgl. Toller, Andreas/ Reimann, Annina (Hrsg.) (2013), 59 Vgl. Goldman Sachs Asset Management (Hrsg.) (2014), S. 10.

19 13 3. Empirische Erhebung 3.1 Aufbau Um die im vorherigen Kapital beschriebene Marktsituation zu verdeutlichen, wurde eine Umfrage zum Thema Sparen im Niedrigzinsumfeld durchgeführt. In diesem Abschnitt wird zunächst das formale Vorgehen erläutert. Anschließend werden die Ergebnisse der Umfrage deskriptiv beschrieben und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Fragestellungen aufgezeigt. Zuletzt sollen in Kapitel 3.3 die Antworten zusammengefasst werden. Vor der Auswertung der Umfrage wurden folgende drei Annahmen formuliert, die den Kern der Auswertung darstellen und mit dem Ziel, durch die Umfrage das Marktpotential zu validieren, aufgestellt wurden: A 1 : Junge Sparer sind an Alternativen zu den klassischen Sparvarianten interessiert A 2 : Sicherheit ist beim Sparen das wichtigste Kriterium A 3 : Ein Engagement in alternative Assetklassen 60 erfolgte in der Vergangenheit bei maximal der Hälfte der Umfrageteilnehmer Zur Datenermittlung wurde das Online-Umfrage-Tool Limesurvey 61 verwendet. Die Teilnehmer konnten in einem Zeitraum von ca. sechs Wochen im Februar und März 2015 die Befragung online und somit ohne Zeitdruck durchführen. Dadurch ist gegenüber klassischen mündlichen Umfragen, wie z.b. der Telefonumfrage oder dem Interview eine höhere Validität gewährleistet. 62 Adressaten der Befragung waren vor allem junge Studenten. Diese sind zum einen aufgrund ihres Alters eine Zielgruppe für die Bank. Sie haben ihr Arbeitsleben noch komplett vor sich und ein akademischer Bildungsabschluss ermöglicht zukünftig oftmals einen gut bezahlten Arbeitsplatz. So bietet sich der Bank die Chance die jungen Menschen von Anfang an zu begleiten und ihr Vermögen gemeinsam aufzubauen und zu vermehren. Insgesamt haben 673 Personen an der Umfrage teilgenommen, von denen 534 Personen diese vollständig abgeschlossen haben. Die Befragung ist in vier Themenblöcke unterteilt und setzt sich aus insgesamt 18 Fragen zusammen. Die erste Fragengruppe bezieht sich auf generelle Angaben zu der Person des Befragten. Der zweite Fragenblock widmet sich der Haltung ggü. dem Sparen. Die dritte Gruppe bezieht sich auf den Bekanntheitsgrad der in dieser Arbeit vorgestellten Produkte. Außerdem behandelt sie die Akzeptanz der Befragten hinsichtlich der aktuellen Bankenlösungen. Der vierte Block beinhaltet Fragen zu der aktu- 60 Als alternative Assetklassen werden in den folgenden Abschnitten alle Lösungen gesehen, die in der Umfrage aufgeführt wurden und nicht unter die Bankenlösungen (Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld) fallen. 61 LimeSurvey ist eine Software, die zur Datenerhebung mittels Onlineumfragen genutzt wird, Quelle: https://www.limesurvey.org/de/ueber-limesurvey/features. 62 Vgl. Chang, L./Krosnick, J. (2010), S

20 14 ellen Marktlage. Er thematisiert die Inflation, das Niedrigzinsumfeld, damit verbunden die Risikoneigung der Befragten und schließlich noch die Suche nach Alternativen. 3.2 Deskriptive Ergebnisse In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Umfrage vorgestellt. Ausgewählte Fragen sind zusätzlich durch eine eigene Abbildung dargestellt, aus der jeweils die genauen Werte entnommen werden können bis > 40 Abbildung 6: Alter der Befragten Abbildung 7: Berufsverhältnis Abb. 6 zeigt die Altersstruktur der Befragten. 495 der Teilnehmer sind unter 30 Jahren alt, was einen Anteil von ca. 92,70% ausmacht. Damit wurde wie gewünscht zu einem Großteil das Alter der gewählten Zielgruppe erreicht. Das Berufsverhältnis der Teilnehmer der Umfrage ist in Abb. 7 dargestellt. 79,59% der Befragten geben an, dass sie aktuell Student sind. Dem ist das Feld Sonstige, welches mehrheitlich mit Dualer Student/in befüllt (88,89% der 54 Stimmen) wurde, hinzuzufügen. Somit streben 85,58% der Befragten streben einen akademischen Bildungsabschluss an. Wie bereits eingangs erwähnt, hat die Bank hier die Möglichkeit junge Menschen von Beginn an zu begleiten und von deren weiteren Karriereverlauf zu profitieren.

21 Ich spare Ich spare nicht Abbildung 8: Zuständigkeit für die Finanzen im Haushalt Abbildung 9: Haltung zum Sparen Von den 534 Teilnehmern haben 83,33% angegeben, dass sie sich selbst um ihre Finanzen kümmern. Dieser Sachverhalt ist in Abb. 8 dargestellt. Interessant ist die Tatsache, dass nur 13 Personen angegeben haben, dass ihr Bankberater sich vollständig um die Finanzen kümmert. Dieses Ergebnis zeigt, dass es den Kunden wichtig ist ein Mitspracherecht bei der Allokation ihres Vermögens zu haben. Vor allem für junge Kunden spielt der Informationsfaktor über die Anlage eine wichtige Rolle, sie möchten die Entscheidungsgewalt nicht gänzlich abgeben. Das Tortendiagramm in Abb. 9 zeigt den Sparwillen der Befragten. 86,70% der Teilnehmer sparen oder planen es. Das Potential der Bank besteht darin, dies ihren Kunden durch adäquate Produkte zu ermöglichen. Allerdings verneinen auch 13,30% der Befragten und geben an, dass sie nicht sparen. Interessant hierbei sind die Gründe, die hinter dieser Haltung stehen. Diese sind der in Abb. 10 dargestellten Folgefrage Wieso sparen Sie nicht angeführt Aufgrund des aktuellen Zinsumfeldes Ich habe bereits gespart Keine Notwendigkeit Sonstiges Abbildung 10: Gründe für das Nichtsparen

22 16 Etwa ein Viertel der Personen (26,76%) sehen die aktuelle Zinslage als Grund für das eigene Nicht- Sparen. Diese jungen Erwachsenen könnten durch eine Aufklärung über ein mögliches Renditepotential in dem aktuellen Umfeld zum Sparen bewegen werden. 29,58% der Teilnehmer wählten das freie Textfeld, das in der Grafik als Sonstiges dargestellt ist, um andere Gründe zu nennen. Mit 16 Nennungen (76,19% der 21 Stimmen) sind die mangelnden bzw. nicht ausreichenden Gehaltszahlungen der am häufigsten genannte Grund. Diese Aufteilung zeigt, dass ein höherer Zinssatz bereits einige junge Erwachsene zum Sparen bewegen könnte Reihenfolge Platz 1 Reihenfolge Platz 2 Reihenfolge Platz 3 Reiehnfolge Platz 4 Ertrag Sicherheit Service Sonstiges Abbildung 11: Präferenzen der Sparer Denjenigen Teilnehmern, die sparen (463 Personen), wurde eine Folgefrage angezeigt. Dier Ergebnisse daraus sind in Abb. 11 grafisch dargestellt und zeigt die Wichtigkeit der Kriterien Ertrag, Sicherheit, Service und Sonstiges. Die Teilnehmer konnten dazu die vier Begriffe per Drag & Drop- Verfahren 63 in eine beliebige Reihenfolge ziehen und sie somit nach ihrer Wichtigkeit sortieren. Sicherheit wurde am häufigsten auf Platz eins gesetzt und auch bei einem Großteil der Personen fiel sie mindestens auf Platz zwei. Grund dafür könnte vor allem die Angst vor Verlusten sein, denn das Vertrauen der Öffentlichkeit in Banken ist seit der letzten großen Finanzkrise 2008 stark eingeschränkt. Die Zuordnung des Ertrags tendiert eher in die Mitte, dieses Kriterium wurde am häufigsten auf Platz zwei gesetzt. Trotzdem spielt der Faktor eine wichtige Rolle, da immer noch mehr als ein Drittel der Befragten den Ertrag auf Platz eins setzten. Die Auswertung zeigt, dass die Umfrageteilnehmer immer noch viel Wert auf Sicherheit legen, dabei aber einen Ertrag erwirtschaften wollen. 63 Drag & Drop ist eine Methode, bei der die grafischen Elemente (in diesem Fall die Textfelder) über die Maus des Computers oder den Touchscreen bewegt werden können. Die Textfelder werden durch einen Mausklick angezogen (drag) und über dem Ziel wieder losgelassen (drop).

23 17 Für die Kategorie Sonstiges konnten erneut eigene Beispiele gewählt werden: Mehrfachnennungen erfolgten hier in Bezug auf die Liquidität und Flexibilität einer Anlage, also wie schnell sie wieder verfügbar ist und wie flexibel monatliche Raten fließen (58 Nennungen, 12,57%). Am Zweithäufigsten wurden anschließend eine niedrige Kostenstruktur und eine hohe Transparenz genannt mit jeweils 6 Stimmen (1,30%) Immobilien Lebensversic Aktien Fonds Unternehm Ja Nein Teilweise keine Antwort Aktives Vermögensmanagement Passives Vermögensmanagement Banklösun Index- Select Zertifikate Smart- Beta Optionen ETFs Abbildung 12: Bekanntheitsgrad der Ansätze Abbildung 13: Bekanntheitsgrad der Produkte Produktlösungen Sind die folgenden Lösungen bekannt? Ja Nein Teilweise Aktien Banklösungen: Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld Lebensversicherungen Fonds Unternehmensanleihen Immobilienfonds, REITs Optionen Zertifikate ETFs Index-Select der Allianz Smart-Beta Tabelle 4: Absolute Zahlen zu Abbildung Der in Abb. 12 dargestellte Sachverhalt bildet den Einstieg in die dritte Fragengruppe, die mit dem Begriff Vermögensverwaltung bezeichnet wurde. Dabei wird zunächst auf den Bekanntheitsgrad der Aktiv- und Passiv-Strategien eingegangen. Es zeigt sich, dass unter den Umfrageteilnehmern sowohl das aktive als auch das passive Vermögensmanagement bekannt ist. Allerdings bei weniger als der Hälfte der Befragten. 64 In absteigender Reihenfolge geordnet; mit n=534. Die Antwortmöglichkeit Keine Antwort war auch hier wieder verwendbar.

24 18 Bei dem Bekanntheitsgrad der Produkte zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Wie Abb. 13 zu entnehmen ist, sind die klassischen Banklösungen wie das Sparbuch, Tagesgeldkonten und Festgelder am Bekanntesten. Aus Tabelle 4 können die absoluten Zahlen entnommen werden. Ebenfalls weitestgehend bekannt sind die Assetklassen Aktien (93,63%), Lebensversicherungen (87,64%) und Fonds (82,02%). Die Ausprägungen bei den vor allem im weiteren Verlauf der Arbeit relevanten Lösungsansätzen sind sehr gering. Aus diesen Ergebnissen lässt sich auf der einen Seite ein Informationsbedarf ableiten, auf den im weiteren Verlauf dieses Kapitels noch explizit eingegangen wird. Wie sollen die Kunden in Produkte investieren, die sie nicht kennen? Oder Strategien vertrauen, die ihnen nicht bekannt sind? Andererseits aber auch Anlagepotenzial für die Bank. Werden die Wege den Kunden vorgestellt, so besteht immer die Möglichkeit, dass sich diese für die Lösung entscheiden. 100,00% 90,00% 80,00% 70,00% 60,00% 50,00% 40,00% 30,00% 20,00% 10,00% 0,00% 45,00% 40,00% 35,00% 30,00% 25,00% 20,00% 15,00% 10,00% 5,00% 0,00% Ja Ich weiß nicht, ich kenne dieses Produkt nicht Abbildung 14: Erfahrung mit Assetklassen Abbildung 15: Interesse an Informationen zu Produktlösungen Produktlösungen Würden Sie zu den Produkten gerne mehr erfahren? Ja Ich weiß nicht, ich kenne Anteil Anteil dieses Produkt nicht Ja "Nein" Smart-Beta ,58% 30,90% Unternehmensanleihen ,14% 6,18% Aktien ,21% 0,75% Fonds ,02% 3,18% ETFs ,64% 22,28% Zertifikate ,46% 16,48% Index-Select der Allianz ,46% 30,71% Optionen ,58% 16,85% Immobilienfonds, REITs ,84% 5,43% Lebensversicherungen ,15% 1,12% Banklösungen: Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld ,05% 0,56% Tabelle 5: Absolute Zahlen zu Abbildung In absteigender Reihenfolge geordnet; mit n=534

25 19 Abb. 14 bezieht sich darauf, ob der Teilnehmer der Umfrage bereits in eine der genannten Lösungen investiert hat. In der grafischen Darstellung ist deutlich zu sehen, dass sich die bisherigen Geldanlagen größtenteils auf die klassischen Methoden einschränkten (92,70%). Mit Anteilen über einem Drittel sind die Aktien (38,76%) und Fonds (39,51%) ebenfalls noch Assetklassen, die bei den Befragten bereits häufiger aufgetreten sind. Auffällig ist allerdings, dass es ansonsten kaum alternative Anlagen gab. Dieser Aspekt verdeutlicht das Ergebnis der Anlagekriterien-Gewichtung. Die klassischen Assets stehen für Sicherheit und Liquidität. Diese Faktoren werden gerade unter jungen Kunden, die ein vergleichsweise geringes Vermögen besitzen, stärker gewichtet als der Ertrag der Anlage. Das kann vor allem auch daran liegen, dass sie keinen Sinn hinter dem Sparen sehen. Ursache dafür können z.b. die aktuellen Angebote oder aber auch die mangelnde Bekanntheit einer Alternativen sein. Ein Zusammenhang zu dem vorherigen Sachverhalt besteht mit der in Abb. 15 dargestellten Nachfrage nach (Mehr-)Information 66. Zusätzlich wird die Option Ich weiß nicht, ich kenne dieses Produkt nicht betrachtet, da hier noch die größte Wahrscheinlichkeit besteht die Umfrageteilnehmer für eine Lösung zu überzeugen. Wie der grafischen Darstellung zu entnehmen ist, besteht durchaus ein Bedarf an Informationen. Aus Tabelle 5 können die zugehörigen Werte entnommen werden. Prozentual liegen sie allesamt zwischen 30,15% und 38,58%. Wie bereits vorher erwähnt ist die Unbekanntheit einer Lösung oder eines Produkts eine potentielle Chance. Sie ist wie ein vorläufiges Nein zu betrachten, das (ähnlich dem Vorwand des zu geringen Gehaltseingangs) durch gezieltes und vollständiges Informieren umgestimmt werden kann. Weiterhin ist aus Tabelle 5 zu erkennen, dass gerade Produkte bzw. Lösungen, die eher unbekannt sind (vgl. Abb. 13) hier einen hohen Wert aufweisen. Beispielhaft sind hier die Smart-Beta Strategien (Höchstwert, 30,90%) und das Index-Select Produkt der Allianz zu nennen. Ebenfalls nennenswert ist der Punkt ETFs, hier haben immerhin 22,28% angegeben, dass sie das Produkt nicht kennen und deswegen nicht bejahten. Durch den Bezug dieser Ergebnisse auf die in diesem Kapitel erarbeiteten Erkenntnisse zeigt sich deutlich, dass das Bewerben einer alternativen Lösung, die die notwendigen Kriterien wie Sicherheit, Ertrag, Service, Liquidität oder Flexibilität in einem ausgewogenen Verhältnis vereint, zu einem sehr großen Zulauf führen kann. Denn: Die bisherigen Anlageerfahrungen sind teilweise sehr gering, die Konfrontation mit alternativen Assetklassen wie ETFs nicht alltäglich. Die Einführung eines solchen Produktes bietet der Bank eine große Chance Einlagen zu generieren. Außerdem können junge Kunden gewonnen werden, die bisher dem Sparen eher abgeneigt waren. 66 Aus den fünf Antwortmöglichkeiten von Frage elf wurden lediglich die zwei relevanten übernommen.

26 Ja Nein Teilweise keine Antwort Ja Nein Ich kenne die Inflation nicht keine Antwort Abbildung 16: Zufriedenheit mit aktuellem Produktspektrum von Banken Abbildung 17: Bekanntheitsgrad Inflation > Verzinsung klassischer Sparanlagen Ja Nein Teilweise keine Antwort Abbildung 19: Einschätzung der Entwicklung des Niedrigzinsumfeldes Abbildung 18: Anpassung des Sparverhaltens Ob die Umfrageteilnehmer die aktuellen Bankenlösungen als ansprechend empfinden, ist in Abb. 13 dargestellt. 27,07% der Befragten sind mit den aktuellen Lösungen nicht zufrieden, der größte Teil der Befragten ist unentschlossen (36,47%). Aus der großen Zahl an unzufriedenen jungen Kunden wird deutlich, dass es durchaus Potenzial für innovative Lösungen gibt. In Frage 14 wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie wissen, dass die Inflationsrate teilweise die Verzinsung klassischer Sparanlagen übersteigt. Die Antwort fällt hier klar aus. 80,64% der Befragten geben an, dass ihnen dieser Umstand bewusst ist. Es zeigt sich einmal mehr, dass die Sicherheit unter den Umfrageteilnehmern dermaßen stark priorisiert wird, dass selbst reale Vermögensverluste bewusst in Kauf genommen werden. Im weiteren Verlauf der Analyse wird noch auf die Nachfrage nach einer Lösung für realen Vermögenserhalt eingegangen. Darüber hinaus wurden die Teilnehmer nach ihrer persönlichen Einschätzung bzgl. der Entwicklung des Niedrigzinsumfeldes befragt. Wie aus Abb. 18 hervorgeht, divergieren die Meinungen an dieser Stelle. Jedoch zeichnet sich eine pessimistische Zukunftshaltung unter den jungen Menschen ab. Die Hälfte der Teilnehmer (50,75%) gibt an, dass ihrer Meinung nach das Zinsniveau mittelfristig niedrig bleibt. 19,55% gehen sogar davon aus, dass die Zinsen langfristig gering bleiben. Durch den hohen

27 21 Anteil an negativen Markteinschätzungen kann den Umfrageteilnehmern unterstellt werden, dass ihnen bewusst ist, dass die aktuelle Entwicklung nicht nur eine Zwischenphase 67 darstellt und sie mit klassischen Anlagen auch langfristig reale Vermögensverluste in Kauf nehmen. Obwohl die Befragten die Marktsituation kennen, die Zukunft eher pessimistisch einschätzen und es ihnen bewusst ist, dass sie ihr Sparverhalten anpassen müssen, haben erst 28,95% der Teilnehmer ihr Verhalten angeglichen. Das wird auch in der Übersicht zu den bisherigen Investitionen (vgl. Abb. 14) deutlich, in der bereits erste Ausprägungen in Assetklassen außerhalb der klassischen (Banken-)Lösungen zu bemerken sind. 42,67% der Umfrageteilnehmer allerdings haben indes angegeben, dass sie ihr Sparverhalten noch nicht angepasst haben. Diese Gruppe ist hinsichtlich der Einführung eines neuen Lösungsweges die wichtigere. Denn die Personen dahinter sparen ihr Geld entweder noch in den klassischen Lösungen zu einem niedrigen Zinssatz oder geben es aus Abbildung 21: Risikobereitschaft Abbildung 20: Anteil des Vermögens in risikoreicheren Anlagen Ja Nein habe ich bereits keine Antwort Abbildung 22: Interesse an Alternativen für realen Vermögenserhalt Abb. 20 zeigt die Risikobereitschaft der Umfrageteilnehmer. In dem Balkendiagramm ist eine deutliche Ausprägung (43,61%) zu einer eher niedrigen Risikoaffinität zu sehen. Diese Option kann mit den 67 Vgl. Kapitel 1.1.

28 22 Möglichkeiten niedrig (15,79%) und nur festverzinsliche Anlagen (9,40%) zu einer Antwortgruppe zusammengefasst werden. Denn: Insgesamt machen die Sicherheitsaffinen somit fast zwei Drittel des Gesamtwertes aus. Diese Gruppe gilt es auch in Bezug auf neue Produkte eher zu überzeugen, da sie vermehrt Wert auf Sicherheit legt und die anderen Faktoren eher in den Hintergrund legt. Dieser Wert bestätigt erneut, dass adäquate Produkte diesen Aspekt für eine breite Akzeptanz auf keinen Fall vernachlässigen dürfen. Um diese Erkenntnis zu vertiefen, wurden diejenigen Teilnehmer, die eine Risikoneigung angegeben haben (hoch bis gering), gefragt, welchen Anteil sie sich vorstellen können in risikoreiche Anlagen zu investieren. Abb. 21 bildet das Ergebnis dieser Frage ab. Dabei zeigt sich deutlich, dass die Befragten maximal einen eher geringen Anteil ihres Vermögens risikoreich anlegen wollen. 41,35% der Befragten und damit fast die Hälfte können sich vorstellen maximal 15% ihres Vermögens in risikoreiche Assets zu investieren. Wie die später aufgeführten vier Wege zu mehr Rendite zeigen sollen, müssen Lösungen nicht risikoreich sein. So bietet sich der Bank die Chance auch gerade die jungen Kunden zu erreichen, die einer risikobehaftete Anlage eher ausschließen und Geld sicher anlegen wollen. Den Abschluss der Umfrage bildet Frage 18. Dabei soll noch einmal explizit geklärt werden, ob tatsächlich Interesse an einer Alternative für realen Vermögenserhalt besteht. Wie Abb. 22 entnommen werden kann, verneinen 32,52% der Teilnehmer die Frage. Diese Personen sind allerdings nicht gänzlich zu vernachlässigen. Denn der fehlende Antrieb kann vor allem auch von mangelnder Informationsbereitstellung und daraus resultierender Unbekanntheit herrühren. So besteht hier immer noch die Möglichkeit die Kunden von neuen, adäquaten Lösungsansätzen zu überzeugen und für sich zu gewinnen. 42 Personen gaben Alternativen an, denen sie Vertrauen schenken und in die sie ihr Geld investieren. Die häufigsten Nennungen waren dabei Aktien (28,57%, absolut 12), Immobilien bzw. Bausparprodukte (19,05%, absolut 8), Aktienfonds (9,52%, absolut 4), ETFs (9,52%, absolut 4) und Immobilienfonds (7,14%, absolut 3). Es zeigt sich, dass alternative Anlagemöglichkeiten bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Anklang finden (können) und lediglich gewisse Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Darunter fallen wie bereits vorher beschrieben eine passende Gewichtung der Anlagefaktoren Sicherheit, Ertrag, usw., ausreichend Informationen und eine kundennahe Betreuung. Allerdings ist der Ertrag dieser Anlageformen i.d.r. von Fondsmanagern, die den Vermögenspool aktiv verwalten, oder der Entwicklung eines Index o.ä. abhängig. Die Rendite dieser Produkte ist damit nur selten besser als die Marktentwicklung. Hier bietet sich das Potential für adäquate Lösungsansätze, die die bisherigen Alternativen ablösen und mehr Profit erwirtschaften sollen. Diese Lösungswege werden bereits von 34,83% der Befragten und damit mehr als einem Drittel explizit gewünscht.

29 Zusammenfassung Abschließend soll die Umfrage zusammengefasst werden. Dies erfolgt vor allem durch die Behandlung und Auswertung der in Kapitel 3.1 aufgeführten Kernpunkte der Umfrage, den Annahmen A 1 bis A 3. A 1 muss kritisch betrachtet werden. Ein gewisses Interesse an alternativen Anlagemöglichkeiten ist, wie Abb. 22 zu entnehmen ist, definitiv vorhanden. Auch die Nachfrage nach Informationen über die Lösungen bestätigt ein Interesse. Die Umfrageteilnehmer, die bereits eine Alternative haben, nutzen größtenteils in der Umfrage aufgeführte Assetklassen. Das zeigt, dass bereits ein kleiner Teil der Befragten diese Anlagestrategien für sich entdeckt hat und dass ein gewisses Interesse annehmbar ist. Die Umfrageteilnehmer sparen bereits größtenteils, sind dabei aber eher sicherheitsorientiert und gehen nur geringe Risiken ein. Somit kann Annahme A 2 verifiziert werden, Sicherheit steht bei den Befragten vor der Rendite mehrheitlich auf Platz eins. Auch die in Abb. 20 dargestellte Risikobereitschaft zeigt, dass die Teilnehmer risikoreichen Anlagen gegenüber momentan eher abgeneigt sind. Allerdings gibt es einen Bedarf nach (Mehr-)Information, der auf alle in der Umfrage aufgeführten Lösungen (abgesehen von den klassischen Banklösungen) zutrifft. Der Investitionsgrad ist, wie Abb. 14 entnommen werden kann, bei unbekannteren Produkten dementsprechend gering. Auch die Tatsache, dass viele der Befragten diese Produkte nicht kennen und deswegen nicht wissen, ob sie mehr darüber erfahren wollen, zeigt, dass der Informationsbedarf tatsächlich größer ist. Auch Annahme A 3 kann indes bestätigt werden. Diese Kernthese unterstellt den Umfrageteilnehmern, dass maximal die Hälfte davon bereits in alternative Assetklassen investiert hat (Vgl. Abb. 14). Zu der Berechnung dieser Schlussfolgerung werden zunächst alle positiven Antworten der alternativen Assetklassen (d.h. die Werte der klassischen Bankenlösungen werden nicht mit eingeschlossen) addiert und anschließend eine Summe gebildet. Dafür ergibt sich ein Wert von 800. Die Summe der Teilnehmer wird nun im nächsten Schritt durch die Anzahl der alternativen Assetklassen geteilt: = =80 Nach dem arithmetischen Mittel haben 80 Personen in alternative Assetklassen investiert. Dieser Wert wird nun in Verhältnis zu der Umfrageteilnehmerzahl von 534 gesetzt ,1498 Es zeigt sich, dass die Teilnehmer der Umfrage bereits mehrheitlich Erfahrungen mit Aktien, Fonds, und Versicherungsprodukten gemacht haben. Wie Abb. 14 zu entnehmen ist, verzeichnen allerdings die weithin unbekannte Assetklasse ETFs und die aufgeführten Lösungen Index-Select und Smart- Beta ein sehr geringes Engagement, sodass das arithmetische Mittel deutlich unter der Hälfte der Teilnehmer liegt.

30 24 4. Lösungsansatz Aktiv 4.1 Ausgangslage und Definition Nachdem in den vorherigen Kapiteln die aktuelle Marktsituation dargestellt wurde und die empirische Erhebung aufgezeigt hat, dass vor allem die jungen Kunden adäquate Anlagemöglichkeiten wünschen, werden in diesem Kapitel zwei mögliche aktive Lösungsansätze vorgestellt. Dabei wird zunächst auf die aktive Vermögensverwaltung eingegangen, anschließend soll noch eine Sonderform dieser aktiven Vermögensverwaltung aufgezeigt werden, welche durch einen sog. Cap und einen Floor determiniert ist. Diese Variante wird durch das Index Select Produkt der Allianz im Verlauf der Arbeit verkörpert und wiedergespiegelt. Zunächst soll die aktive Vermögensverwaltung in Ihren Grundsätzen dargestellt werden. Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es notwendig eine einheitliche Begriffsdefinition hinsichtlich des Vermögens und des Vermögensverwaltungsprozesses vorzunehmen. Als Vermögen im Sinne des bürgerlichen Rechts, ist die Summe der einer Person zustehenden geldwerten Güter, Rechte und Forderungen ohne Abzug von Schulden und Verpflichtungen zu sehen. 68 Der Begriff der Vermögensverwaltung ist weder inhaltlich, noch in seiner Form klar definiert bzw. standardisiert. 69 Einerseits kann eine eher am Wortlaut orientierte Definition verstanden werden, wonach die Vermögensverwaltung sich lediglich auf die Betreuung von Wertpapierdepots und Liquiditätskonten begrenzt. 70 Dabei wird ausschließlich Wert auf die organisatorische und verwaltungstechnische Aufgabe des Vermögensverwalters gelegt. Die Vermögensmehrung bzw. der Erhalt des Vermögens wird hierbei nicht zum Aufgabenkreis des Vermögensverwalters gerechnet. 71 Andererseits lässt sich der Begriff der Vermögensverwaltung auch weiter fassen. Demnach wird die Vermögensverwaltung als eine professionelle, selbstständige, dauerhafte und zielorientierte Dienstleistung eines Dritten (meist durch Kreditinstitute und/ oder verschiedenen Vermögensverwaltern) gesehen, die sich auf Privatkunden und institutionelle Anleger erstreckt. 72 Sie umfasst: Die Verwaltung und Betreuung von Wertpapiervermögen. Regelmäßige Analyse und Strukturierung von Vermögen. Die Erarbeitung spezifischer Angebote zur Steueroptimierung. Gründung und Verwaltung von neuen Gesellschaftsformen wie Stiftungen, Nachlassverwaltungen und Testamentsvollstreckung. 68 Vgl. Jendralski, M./ Oehlenschläger, D. (1992), S. 9; Springer Gabler Verlag (2015), 69 Vgl. Balzer, P. (1999), S. 11; Brunner, G. (1987), S. 4; Richter, A./ Farkas-Richling, D./ Fischer,T. (2009), S. 57; Arndt, T. (2004), S. 34; Jendralski, M./ Oehlenschläger, D. (1992), S. 10 f. 70 Vgl. Jendralski, M./ Oehlenschläger, D. (1992), S. 10 f. 71 Vgl. Brunner, G. (1987), S Vgl. Arndt, T. (2004), S. 34; Balzer, P. (1999), S. 12; Richter, A./ Farkas-Richling, D./ Fischer,T. (2009), S. 32.

31 25 Anhand der weiter gefassten Definition soll eine umfassende Lösung für den Anleger gefunden werden. Durch die Ausweitung des Begriffs wird die komplette Vermögensstruktur des Anlegers analysiert und optimiert. 73 Da eine allumfassende Vermögensbetreuung sehr zeit- und kostenintensiv ist, kann ein solches Modell nicht für jeden Anleger die optimale Lösung darstellen. Einen wichtigen Aspekt stellt dabei der Kosten-Nutzen-Faktor dar, der für den Vermögensverwalter und den Kunden in einem ausgewogenen Verhältnis stehen muss. Für Anleger mit einem geringen Budget ist eine solche Vermögensaufstellung zu kostenintensiv, während für den Vermögensverwalter der aus dieser Anlage potentiell realisierbare Gewinn als zu gering anzusehen ist. Dies resultiert vor allem aus dem Analyseaufwand für die Ermittlung der richtigen Anlagestrategie und den damit verbundenen Kosten. Diese stehen in keinem ausgewogenen bzw. angemessenen Verhältnis zu dem damit verbundenen Gewinn oder der Verwaltungsgebühr. Die vorliegende Arbeit soll dem Leser adäquate Lösungsansätze bieten, die ein breites Kundenklientel ansprechen und kundengerecht beraten werden können. Aus diesem Grund wird im weiterführenden Verlauf der Arbeit der Begriff der Vermögensverwaltung auf den Bereich der Anlageberatung eingeschränkt. Diese Form der Vermögensverwaltung wird auch graue Vermögensverwaltung 74 genannt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei folglich nicht in der kompletten und einheitlichen Beratung hinsichtlich des Gesamtvermögens eines Kunden, vielmehr wird nur versucht die optimale Anlagestrategie für den Kunden zu ermitteln Aktive Vermögensverwaltung Um das System der aktiven Vermögensverwaltung detaillierter zu betrachten, werden in diesem Kapitel die Phasen einer optimalen Vermögensverwaltung beschrieben und die dazugehörigen Prozesse erläutert. 1. Vorbereitungsphase 3. Kontrollphase 2. Durchführungsphase Abbildung 23: Phasen der aktiven Vermögensverwaltung 73 Vgl. Grill, H/ Perczynski, H. (2014), S. 318; Becker, W./ Wicke, J. (1995), S 4 f. 74 Möller, T. (2008), S Vgl. Richter, A./ Farkas-Richling, D./ Fischer, T. (2009), S. 32.

32 26 In der sog. Vorbereitungsphase ist es für Kunden und Vermögensverwalter von entscheidender Bedeutung einen weitest gehenden Konsens zu finden, wie die Gestaltung des Anlagerahmens statt zu finden hat. 76 Da es aufgrund der Masse an Kunden nur schwer erscheint mit jedem Kunden ein ausführliches Gespräch über den genauen Inhalt der einzelnen Verwaltung zu führen, werden diverse Gruppen gebildet. Hierbei beantwortet der Kunde verschiedene Fragen zu den Themengebieten Sicherheit, Rentabilität und Rendite. 77 Da diese drei Bestandteile in Zielkongruenz stehen, ist von Kunden und (daran orientiert) später von dem Verwalter eine Gewichtung mit den Hauptschwerpunkten der zuvor festgelegten Präferenz zu treffen. 78 Die zu dem Produkt bzw. zur Verwaltung passende Gruppeneinteilung erfolgt anhand verschiedener Risikoklassen. Das Risiko wird hierbei durch den möglichen Maximalanteil an Aktien wiedergespiegelt. Bei einem hohen Aktienanteil wird von einer hohen Risikobereitschaft seitens des Kunden gesprochen, bei einem geringen Aktienanteil von einer niedrigen Risikobereitschaft. Damit die Vermögensverwaltung überhaupt erst beginnen kann, ist es notwendig, dass Kunde und Vermögensverwalter einen Vermögensverwaltungsvertrag 79 miteinander abschließen. Dieser räumt dem Verwalter die vollumfängliche und freie Entscheidungsbefugnis ein, über den Verkauf und Kauf verschiedener Finanzinstrumente zu entscheiden. Das ermöglicht dem Verwalter ein freies Agieren, sodass dieser auf Marktzeichen schnell und zielgerichtet einwirken und so effektiv die Vermögensverwaltung ausrichten kann. 80 Nach Bestimmung des Anlageziels und der Schwerpunktsetzung der Risikoklasse seitens des Kunden, erfolgt die Durchführungsphase. In dieser Phase werden dem Verwalter von dem Kunden die liquiden Mittel zur Verfügung gestellt. Dieser beginnt dann mit der Anlage der Liquidität am Finanzmarkt. 81 Durch die Vielzahl an Anlegern wird dabei eine hohe Diversifikation erreicht. Ein solches Produktportfolio, bei dem sowohl Kosten, als auch Rendite und Sicherheit in einem ausgewogen Verhältnis stehen, ist für einen Einzelanleger nur schwer nachzubauen. Ferner besteht bei einem Einzelanleger auch nur schwer die Möglichkeit eine solche Produktbandbreite aufzubringen, was i.d.r. dem geringen Vermögen geschuldet ist. 82 Der Kunde müsste sich letztendlich auf eine gewisse Anzahl von Einzeltiteln beschränken. 83 Die letzte sog. Kontrollphase handelt von dem Prozess, bei dem der Ist- und Soll-Bestand miteinander verglichen werden. Hierbei werden sowohl die in der Vergangenheit getroffenen Einzelentscheidungen, als auch das Gesamtergebnis bewertet und beurteilt. 84 Anhand dieser Analyse und den daraus 76 Vgl. Brunner, G. (1987), S Vgl. Rupf, W. (1995), S Vgl. Balzer, P. (1999), S Vgl. Jendralski, M./ Oehlenschläger, D. (1992), S Vgl. Brunner, G. (1987), S. 26; Balzer, P. (1999), S Vgl. Balzer, P. (1999), S Vgl. Wöhe, G./ Döring, U. (2013), S. 627 f.; Richter, A./ Farkas-Richling, D./ Fischer,T. (2009), S Vgl. Wöhe, G./ Döring, U. (2013), S. 627 f.. Richter, A./ Farkas-Richling, D./ Fischer,T. (2009), S Vgl. Jendralski, M./ Oehlenschläger, D. (1992), S. 103.

33 27 gewonnenen Erkenntnissen kann versucht werden ein Frühwarnsystem zu implementieren, das rechtzeitig vor Fehlentscheidungen warnt, Erfahrungswerte aufweist und Empfehlungen hinsichtlich der zuvor festgelegten Strategie aufweist IndexSelect Nachdem im vorherigen Kapitel das Grundkonzept der aktiven Vermögensverwaltung erläutert wurde, soll im folgenden Abschnitt eine Vermögensverwaltung dargestellt werden, die mit einem sog. Cap und Floor arbeitet. Der Begriff Cap bezeichnet eine Ober-/Kappungsgrenze. 86 Hierbei wird ein selbstgewählter Wert als Obergrenze für die maximal zu erreichende Rendite vom Vermögensverwalter festgesetzt. Der Begriff Floor wird als eine Untergrenze definiert. 87 Auch hierbei entscheidet der Vermögensverwalter selbst, welches die Untergrenze des Maximalverlustes ist. In dem für die Arbeit relevanten Produkt der Allianz, dem sog. IndexSelect, wird der Floor auf null Prozent gesetzt. Hierbei bleibt dem Anleger selbst bei Verlusten die eingesetzte Summe quantitativ erhalten. Ein möglicher Wertverlust durch die Einberechnung der Inflation oder anderer Einflussfaktoren wie z.b. von Steuern, bleibt außen vor. Das Hauptaugenmerk der Variante IndexSelect liegt auf der Benchmark, d.h. auf einer Referenzgröße (vorliegend der ETXX 50 Index), an der die Wertentwicklung gemessen wird. Die Benchmark soll nachgebildet oder als Grundkonstrukt übernommen werden, kann aber durch die aktive Entscheidungsbefugnis des Verwalters ergänzt bzw. verändert werden. Dementsprechend gilt für diesen Lösungsansatz ebenso die oben aufgeführte Definition der Vermögensverwaltung. 88 Im Folgenden soll nun der Ablauf der Gestaltung des IndexSelect exemplarisch dargestellt und erläutert werden. Im ersten Schritt erfolgt die freie Wahl der Untergrenze seitens des Vermögensverwalters. Damit das Produkt gegenüber den klassischen, konservativen Produkten wie einem Tagesgeldkonto, Festgeldkonto etc. überhaupt als sichere Geldvariante bestehen kann, wird eine Untergrenze bei einem Wert von null Prozent festgelegt. Dadurch soll das Sicherheitsbedürfnis des Kunden befriedigt werden, sodass dieser quantitativ keine Verluste erleidet. 85 Vgl. Tolle, S./ Hutter, B./ Rüthemann, P./ Wohlwend, H. (2010), S Vgl. Springer Gabler Verlag (2015), 87 Vgl. Springer Gabler Verlag (2015), 88 Bei dieser Art erscheint es jedoch auch möglich eine passive Vermögensverwaltung auszuwählen, die sich nur an den jeweiligen Index hält. Vorliegend wird jedoch nur auf die Kombination mit einem aktiven Vermögensverwalter eingegangen.

34 28 Im zweiten Schritt wird der Cap gewählt. Der Vermögensverwalter geht dabei von der Tatsache aus, diesen durchschnittlich durch die verfolgte Anlagestrategie erreichen zu können. Hierbei ist der Cap nicht als Obergrenze, die der Vermögensverwalter als realistisches Ziel bemisst, zu sehen, sondern als die Obergrenze, die er maximal an den Kunden auszuzahlen bereit ist. Dazu folgendes Beispiel: der Vermögensverwalter sieht es als realistisch an, jedes Jahr eine Performance von sieben Prozent zu erreichen. Ausbezahlen lässt der Verwalter an den Kunden allerdings nur drei Prozent. Der Abschlag erfolgt damit der Verwalter einerseits kostendeckend arbeiten (Kostendeckung für Research, Management und weitere Leistungen) und andererseits potentiell mögliche Verluste aus historischen oder zukünftigen Entwicklungen ausgleichen kann. Schließlich ist die Wahl bzw. der Einsatz eines Verwalters nicht zwingend ein Garant für eine rentable Geldanlage. Um das Prinzip zu verdeutlichen wird in Abb. 24 ein vereinfachtes Beispiel zur Vermögensentwicklung aufgezeigt Investitionsbeginn Indexstichtag 1 Indexstichtag 2 Indexstichtag 3 Investitionsende 2,5 3 15,5 15, Vermögen Vermögensveränderung anhand der Indexentwicklung Abbildung 244: 24: Phasen Vermögensentwicklung der aktiven Vermögensverwaltung Index Select Das Produkt hat einen Cap bei einer monatlichen Entwicklung von 3 Geldeinheiten (GE) sowie einen Floor bei 0 GE. Zu Investitionsbeginn werden 10 GE in das Produkt investiert. Am Indexstichtag 1 wird die Performance des Vergleichsindex betrachtet. Dies wirkt sich i.h.v. 4 GE positiv auf das Vermögen des Kunden aus. Da der Cap jedoch auf 3 GE gesetzt wurde, werden dem Kunden dementsprechend auch nur 3 GE zugerechnet. Am Indexstichtag 2 hat eine Indexentwicklung von 2,5 GE stattgefunden. Da diese zwischen Cap und Floor liegen werden sie komplett dem Vermögen zugerechnet. Am Indexstichtag 3 verzeichnet der Vergleichsindex einen Verlust i.h.v. 5 GE. Da der Floor bei 0 GE gesetzt ist, beeinflusst die negative Entwicklung das Vermögen des Kunden jedoch nicht. Folglich hat der Kunde am Investitionsende sein Vermögen von 10 GE auf 15,5 GE erhöht.

35 29 5. Lösungsansatz Passiv 5.1 Definition und Einführung Nachdem im vorherigen Abschnitt auf die aktive Vermögensanlage eingegangen wurde, werden nun in diesem Kapitel passive Lösungsansätze vorgestellt und erläutert. Unter passivem Vermögensmanagement werden in der Theorie diejenigen Anlagen verstanden, die der Asset Manager nicht aktiv verwaltet. D.h. es findet keine aktive Marktanalyse statt, die die Anlagestruktur beeinflusst. 89 Anlageentscheidungen erfolgen ausschließlich als Reaktion auf Veränderungen des Referenzwertes. 90 Diese Referenzwerte sind oft Aktien-Indizes, die bei passiven Investmentstrategien möglichst genau abgebildet werden sollen (Indexierungsmethode). 91 Der Markt wird also als Gesamtheit erworben, es werden keine bewussten Auswahlentscheidungen getroffen. 92 Diese Einordnung wird in diesem Fall um eine aktive Komponente erweitert und kann damit flexibler ausgelegt werden. Grund dafür ist der Wunsch der Anleger nach Alpha, also Überrendite. 93 Marktteilnehmer suchen vermehrt nach Investitionen, die möglichst wenig Kosten verursachen (passive Komponente), dabei aber die Benchmark schlagen (aktive Komponente 94 ). Dieser hybride Ansatz 95 wird in der Theorie als Smart Beta bezeichnet. In einer Diskussionsrunde erklärt Rolf Agather, Managing Director bei Russsel Investments, dass dieser Begriff weit gefasst werden kann. Dan Draper, Managing Director bei Capital Management LLC, ergänzt, dass es sich um ein transparentes, fest geregeltes, mathematisch logisches Verfahren handelt. 96 Beta ist in der Fachsprache die Bezeichnung für eine durchschnittliche Rendite bzw. die Entwicklung des abgebildeten Marktes. 97 Das Smart steht für eine Veränderung der bei passiven Investments oftmals starren Investitionsstruktur. Die Werte, in die das Produkt investiert, sollen nun nicht mehr den Markt möglichst genau abbilden. Sie werden selektiv anhand quantitativer Kriterien ausgewählt und sollen so eine höhere Rendite erzielen. 98 Morningstar Inc. Unterteilt die Gewichtungsfaktoren in 3 verschiedene Gruppen, wie in Abb. 23 zu sehen ist. Renditeorientierte Strategien versuchen, die Rendite relativ zum Standardindex zu verbessern. Andere Strategien in diesem Segment schöpfen z.b. Renditequellen wie Titel mit hohen Dividendenzahlungen ab. Im Gegensatz dazu versuchen risikoorientierte Strategien z.b. das Risiko relativ zum Standardindex zu verringern. Low-Volatility- 99 oder High-Beta-Strategien 100 sind bekanntere Varian- 89 Vgl. Schopf, M. (2009), S Vgl. Garz, H./Günther, S./Moriabadi, C. (2006), S Vgl. Steiner, Manfred/ Bruns, Christoph/ Stöckl, Stefan(Hrsg.) (2012), S Vgl. Jacob, M. (2012), S Vgl. Gerald Braunberger(Hrsg.) (2013). 94 Vgl. Kutscher, C. (1998), S Vgl. Ghayur, K./Draper, D./Agather, R. (2014), S Vgl. Ghayur, K./Draper, D./Agather, R. (2014), S Vgl. Gerald Braunberger (Hrsg.) (2013), 98 Vgl. Kalesnik, V. (2014), S Vgl. Foster, J. (2014), S Vgl. Rose, G. (2014),

36 30 ten in dieser Kategorie. Bei diesen Verfahren wird entweder auf eine möglichst geringe Volatilität oder ein möglichst hohes Beta Wert gelegt. Renditeorientiert Risikoorientiert Sonstige Wert (Value) Durchschnittliches Wachstum Größe des Titels Dividendenrendite Erwarteter Gewinn Shareholder Yield Volatilität/Varianz Beta des Titels Risiko-Gewichtung Gleichgewichtung aller Titel Rohstoffe Unveränderbare Multiasset-Fonds Abbildung 25: Einteilung der Smart-Beta Strategien (in Anlehnung an: A Global Guide to Strategic-Beta Exchange-Traded Products von Morningstar, S. 5 Morningstar s Strategic-Beta Taxonomy) Die Smart-Beta Strategien finden mittlerweile auf viele Assetklassen Anwendung. Denn immer mehr Anleger und Fondsmanager strukturieren ihre Anlagen nach festgelegten Kriterien um z.b. bestimmte Risiken auszuschließen. 101 Im Folgenden sollen 2 passive Anlagemöglichkeiten dargestellt werden, die neben den klassischen Charakteristika der passiven Investments eben auch die aktive Komponente Smart-Beta aufweisen. 5.2 Smart-Beta ETFs Exchange Traded Funds oder kurz ETFs sind börsengehandelte Indexfonds. 102 Dabei wird ein Index möglichst genau nachgebildet und es dem Anleger so ermöglicht den Markt in seiner Gesamtheit zu erwerben. 103 Aus diesem Grund fällt diese Assetklasse unter das Segment der passiven Investmentstrategien. Käufer der ETFs verzichten auf Fondsmanager, die durch Stock-Picking 104 oder Time- Management 105 Überrenditen erwirtschaften wollen. Diese generieren dadurch oftmals hohe Kosten, die die Rendite sehr schmälern. Neben der niedrigen Kostenstruktur ist auch ein langfristiger Anlagehorizont ein typisches Merkmal der passiven Indexfondsvariante. Dieser Ansatz wird auch Buy-and- Hold-Ansatz genannt. 106 Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, wird diesem Lösungsansatz nun zusätzlich eine aktive Komponente hinzugefügt. Der abgebildete Index wird nun nicht mehr über die Marktkapitalisierung dargestellt, sondern selektiv nach fundamentalen Kriterien (wie Dividendenrendite oder Cashflow) oder anderen Faktoren zusammengesetzt. Es können Einschränkungen hinsichtlich geographischer 101 Vgl. Chin, A. (2013), S Vgl. Wiandt, Jim/ McClatchy, Will(Hrsg.) (2001), S Vgl. Lamprecht, C. (2010), S Vgl. Strachman, D. (2002), S Ansatz, bei dem es um den gezielten Kauf bzw. Verkauf von Aktienwerten zu strategisch festgelegten Zeiten geht. 106 Vgl. Kommer, G. (2011.), S. 174f.

37 31 Grenzen getroffen werden, dann wird z.b. ausschließlich in bestimmte Länder investiert. Selbiges gilt auch für bestimmte Branchen, oder auch einzelne Aktienwerte. Ebenfalls oft gewählte Faktoren für eine Selektion ist die Volatilität einer Aktie. In einigen Fällen kann ein ETF auch in jeden Aktientitel zu gleichen Teilen investieren und damit eine veränderte Indexabbildung schaffen. 107 Ziel ist dabei aber immer das Erreichen eines höheren Betas. 108 Auch die Betrachtung der aktuellen Marktlage zeigt, dass ca. ein Viertel aller in die Assetklasse ETF investierten Gelder in das Segment der Smart-Beta Version fließen. 109 Weltweit waren 2014 über 650 börsengehandelte Smart-Beta Produkte (im Weiteren als ETP bezeichnet) emittiert, mit 396 Milliarden USD AuM. Alleine 359,7 Milliarden USD AuM sind dabei in Amerikanische ETP s angelegt, was einen Anteil von ca. 91% darstellt. 110 Dass der Markt rasant wächst, zeigt Abb. 24. Sie stellt das Wachstum der börsengehandelten Smart-Beta Produkte in den USA dar. Abbildung 266: Entwicklung der ETP in den USA (in Anlehnung an: A Global Guide to Strategic-Beta Exchange-Traded Products von Morningstar, S.8 Strategic-Beta ETP Asset Growth) Smart-Beta Indizes werden zunehmend nachgefragt und damit zu einer immer beliebteren Assetklasse unter Anlegern, vor allem weil sie die Vorteile passiver (Kostenstruktur) und aktiver Anlagestrategien (Performance) vereinen. 111 Beispielhaft in dieser Arbeit wird der von db X-trackers (Deutsche Asset & Wealth Management) aufgelegte S&P 500 Equal Weight betrachtet. 112 Als Basiswert dient hier der S&P 500 Equal Weight NTR Index, der die Wertentwicklung der Unternehmen im S&P 500 auf Basis gleicher Gewichtungen abbildet. 113 Der S&P 500 wird von der amerikanischen Ratinggesellschaft Standard & Poor s aufgelegt und beinhaltet 500 börsennotierte Unternehmen der USA. 114 Über die 107 Vgl. Amenc, N./Goltz, F./Martellini, L. (2013), S Vgl. Billina, J. (2014), 109 Vgl. Lan, Shan/ Mercado, Sebastian/ Rajendra, Ari(Hrsg.) (2014), Global/ Vgl. Johnson, B. (2014), S Vgl. ERI Scientific Beta Publication(Hrsg.) (2014), S Vgl. Deutsche Asset & Wealth Management(Hrsg.) (2014), S.1, 113 Vgl. Deutsche Asset & Wealth Management(Hrsg.) (2015), 114 Vgl. Börsennews.de (Hrsg.) (2015),

38 32 Aufnahme bzw. eine Anapassung entscheiden die Analysten von Standard & Poor s. Daher gilt er auch im Allgemeinen als Indikator für die Entwicklung des gesamten US-Amerikanischen Aktienmarktes. 115 In dem Smart-Beta ETF wird jedes Unternehmen mit einem festen Anteil von 0,20% gewichtet. 116 Im Hinblick auf die in Abb. 26 vorgenommene Unterteilung der Smart-Beta Strategien, fällt diese Variante unter die Sparte Sonstiges. 5.3 Quantitative Aktien-Selektion Ein weiterer passiver Lösungsansatz mit Smart-Beta Komponente, der im Rahmen dieses Kapitels vorgestellt werden soll, ist die quantitative Aktien-Selektion. Im Rahmen dieses Ansatzes werden Aktien von einem Asset Manager o.ä. anhand fundamentaler Kriterien ausgewählt und zu einem Aktienfonds zusammengestellt. 117 Der Fondsmanager investiert mit Hilfe von mathematisch logischen Modellen und hält Aktien in einem längerfristigen Zeithorizont, allerdings auch nur solange, bis die Werte eine bestimmte Wertsicherungsmarke unterschreiten. Die Selektionsansätze lassen sich analog zu den für Smart-Beta ETFs vorgestellten Strategien einteilen. (siehe Abb. 26). So hat der Anleger auch hier ein breites Spektrum an Anlagemöglichkeiten. Ziel der quantitativen Selektion ist es Anlageentscheidungen emotionslos, ohne Druck durch eigene Interessen und ohne Einflussnahme Dritter zu treffen. Außerdem sollen potentielle Verluste rechtzeitig eingedämmt werden können (z.b. durch Stop-Loss-Strategien). Die Stockpicker Funds von Berenberg sind ein Beispiel für Smart-Beta Aktienfonds. Das sog. Stockpicker-Modell selektiert die Aktien nach 3 großen Kriterien: 1. Es sucht Aktien, die fundamental unterbewertet scheinen. 2. Es selektiert Aktien, die eine Resistenz in fallenden Marktphasen bewiesen haben Außerdem wählt es Aktien aus, die sich aktuell in einer attraktiven Trendphase befinden 119. Der Fonds filtert nur ca. ein Fünftel an Aktien aus dem gesamten Index, gewichtet diese dabei aber immer gleich. Dieser Ansatz soll eine nachhaltige Outperformance gegenüber dem jeweiligen Vergleichsindex ermöglichen Vgl. finanzen.net GmbH (Hrsg.) (2015), 116 Vgl. McGraw Hill Financial (Hrsg.) (2015), 117 Vgl. Admati, Anat R./ Bhattacharya, Sudipto/ Pfleiderer, Paul/ Ross, Stephen A.(Hrsg.) (1986), S Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Hrsg.) (2015), 119 Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Hrsg.) (2015), 120 Vgl. Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Hrsg.) (2015),

39 33 6. Casestudy: historische Performance 6.1 Aktive Vermögensverwaltung In diesem Kapitel sollen die vorgestellten Produktlösungsansätze im Rahmen einer Fallstudie an vier konkreten Beispielen verdeutlich werden. Zielsetzung dabei ist es, die mögliche Effektivität der Produktlösungen aufzuzeigen sowie ein Implementierungsansatz zu liefern. Eine Auswertung der Performance aktiver Vermögensverwaltungen zu erstellen erweist sich als schwierig. Es befinden sich zahlreiche aktive Vermögensverwaltungsgesellschaften auf dem Markt, die sehr unterschiedliche, teils individuelle, Verwaltungsansätze verfolgen121. Zwar werden die Vermögensverwalter regelmäßig von Fachmagazinen, wie beispielsweise dem Elitereport 122 bewertet, dennoch bieten diese keine vollständige Transparenz über die Performance. Einige Vermögensverwaltungen bieten ihre Lösungen in der Vermögensverwaltung auch als öffentlich zugänglichen Fonds an. Daher wurde im Rahmen dieser Arbeit beispielhaft der Fonds BHF-TRUST Exklusiv: BHF Value Leaders FT (ISIN: LU ) ausgewählt, um die mögliche Performance einer aktiven VV zu demonstrieren. Dieser Fonds wird vom Emittenten als Mischfonds mit der Investitionskategorie primär Aktien/ Welt 123 bezeichnet. Der Fonds legt sein Vermögen zu 70% - 100% in weltweite Aktien an, der Restbetrag wird größtenteils in Renten investiert und zu einem kleinen Teil in offene Investmentfonds. Das Hauptziel des Fonds ist es, unter Einhaltung einer grundsätzlich wachstumsorientierten Gesamtstruktur einen attraktiven Kapitalzuwachs in Verbindung mit einem angemessenen Ertrag zu erwirtschaften. 124 Auf Grundlage der von der Fondsgesellschaft veröffentlichten historischen Kursentwicklung, wurde die durchschnittliche jährliche Rendite von 2007 bis 2015 berechnet. Tabelle 6: Performance BHF TRUST Exklusiv: BHF Value Leaders FT 121 Der Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.v. listet derzeit 294 unabhängige Vermögensverwaltungsgesellschaften (Stand: ). 122 Vgl. Rezmke, A. (2014), S FRANKFURT-TRUST Investment-Gesellschaft mbh(hrsg.) ( ), S FRANKFURT-TRUST Investment-Gesellschaft mbh(hrsg.) ( ), S. 2.

40 34 Wie sich in der Tabelle 5 erkennen lässt, lag diese bei 6,09% und selbst nach Einbezug des jährlichen TER in Höhe von 1,25% sowie eines Aufgabeaufschlags in Höhe von 3,00% lag die Performance noch bei 4,26%. Somit zeigt sich hierin sowohl für den Kunden die Möglichkeit eine attraktive Rendite zu erwirtschaften, wie auch für die Bank eine angemessene Vergütung zu berechnen. 6.2 Index Select In Kapitel 4.3 wird die Grundidee dieses Produkts bereits vorgestellt. Die folgende Auswertung soll dazu dienen, den möglichen Erfolg eines solchen Produkts aufzuzeigen. Die Rendite des Produkts orientiert sich an der Entwicklung des Euro Stoxx 50 Index auf Monatsbasis. In diesem Beispiel wird ein Floor bei 0% und ein Cap bei 3,9% gesetzt. Liegt die monatliche Entwicklung des Basiswerts folglich unter 0% so partizipiert der Kunde nicht an den Verlusten, auf der anderen Seite partizipiert er auch nicht an Gewinnen, die 3,9% übersteigen. Die Summation der jeweiligen monatlichen Entwicklungen führt zu den in Tab. 6 dargestellten jährlichen Entwicklungen. Im Durchschnitt liegt diese zwischen 2008 und 2015 bei 13,57%. Werden die Kosten für ein komplexes Trading mit Optionsscheinen und Zertifikaten mit einer Verwaltungsvergütung i.h.v. 3,00% p.a., eine Verwahrstellenvergütung i.h.v. 0,10% p.a. sowie eine einmalige Abschlussprovision von 3,00% berücksichtigt, so liegt die jährliche Performance noch bei 10,47%. Somit weist auch dieses Produkt für Kunde und Bank ein attraktives Potential auf. Tabelle 7: Performance Index Select

41 Smart-Beta Strategie Der folgende Abschnitt beschäftigt sich mit der vorgestellten Smart-Beta Strategie. Zielsetzung ist es beispielhaft zu überprüfen, ob es durch einen alternativ gewichteten Index gelingt eine höhere Rendite als der Vergleichsindex zu erzielen. Wie bereits in 5.2 erklärt, bestehen zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten, um einen Index alternativ zu gewichten. Hier soll beispielhaft auf den folgenden Wert eingegangen werden: db x-trackers S&P 500 Equal Weight UCITS ETF 1C (ISIN: LU ). Als Basiswert dient hier der S & P 500 Equal Weight NTR Index, der die Wertentwicklung der Unternehmen im S&P 500 auf Basis gleicher Gewichtungen abbildet. Dieser wird als Total Return Net Index berechnet, demnach werden alle Ausschüttungen der Unternehmen in die Aktien reinvestiert. Da der traditionelle S&P 500 dagegen als Kursindex berechnet wird, ist der Performancevergleich nicht exakt gegeben. Der Smart-Beta ETF zeigt, wie in Tabelle 7 aufgeführt, seit Auflegung eine durchschnittliche jährliche Performance von 18,40% und damit nach Kosten eine Performance von 18,25%. Damit schlägt er die durchschnittlich jährliche Performance des traditionellen S&P 500 um mehr als 6%. Ein Vergleich der kumulierten Performance seit 2012 zeigt damit eine Überrendite von rd. 25%. Somit kann diese Strategie für den Kunden durchaus attraktiv sein, durch den geringen Kostenaufwand bietet sich auch für Banken ein Ertragspotential mit diesem Produkt. Tabelle 8: Performance Smart Beta

42 Quantitative Aktien-Selektion Das Modell Q-Select In der Praxis findet eine Vielzahl unterschiedlicher Strategien und mathematischer Modelle zur quantitativen Selektion Anwendung. Dennoch lässt sich eine grundlegende Aussage über den Kern jedes quantitativen Managements 125 treffen. Jedem Modell liegen gewisse Faktoren zugrunde, die das Fondsmanagement als essentiell für die zukünftige Kursentwicklung hält. 126 Dabei kann es sich sowohl um makroökonomische Unternehmensdaten, historische Fundamentalkennzahlen wie auch Zukunftsschätzungen handeln. An dieser Stelle wird konkret auf eine Strategie eingegangen, die fundamentale Aktienkennzahlen auswertet. Im Rahmen dieses Kapitels wird das entwickelte Modell Q-Select 127 vorgestellt. Dieses basiert auf einem speziell entwickelten Algorithmus, welcher Aktien aus einem globalen Aktienpool 128 bewertet. Mit der stetigen Fortführung der entsprechenden Daten lässt sich das Portfolio regelmäßig an die aktuellen Marktentwicklungen anpassen. Aufgrund der automatischen Selektion ist nur ein sehr geringer Personalaufwand notwendig, wodurch die Kosten im Vergleich zu einem aktiven Aktienfonds deutlich gesenkt werden können. Daher bietet sich diese Lösung durchaus auch für kleinere Anlagesummen an und stellt eine attraktive Ertragsmöglichkeit für den Aufleger des Produkts dar. Die Entwicklung des Modells lässt sich in mehrere Schritte unterteilen. Im ersten Schritt werden die Rahmenbedingungen definiert, es werden der Aktienpool, die zu berücksichtigenden Aktienkennzahlen, der Betrachtungszeitraum sowie die Scoring-Kriterien festgelegt. Daran anknüpfend werden im zweiten Schritt die entsprechenden Daten aus den Dateninformationssystemen Bloomberg und Factset, erhoben. Die Datensätze werden anschließend geordnet sowie nach einer festgelegten Scoring- Methode mit einem Punktewert versehen. Durch das Summieren der jeweiligen Einzelscores ergibt sich ein Gesamtscore für jedes Unternehmen. Anhand dieser Gesamtscores ist ein Vergleich der Werte untereinander möglich. Somit lässt sich ein Ranking der betrachteten Aktien erstellen, aus dem die besten 25 in das Portfolio aufgenommen werden. Es existieren sehr unterschiedliche Möglichkeiten ein derartiges Scoring durchzuführen. Sowohl Hedgefonds 129, Value Investoren 130 wie auch Fondsgesellschaften 131 legen gewisse fundamentale Bewertungsfaktoren fest. Im Unterschied zu beispielsweise Susan Levermanns Aktiencheckliste 132, welche 125 Vgl. Jurczyk, B. (2011), S. B Vgl. Jurczyk, B. (2011), S. B Name des Modells (Hintergrund : Quantative-Select aufgrund der quantitativen Aktienselektion) 128 Ansammlung von sämtlichen Aktien aus DAX, SDAX, MDAX, STOXX50, S&P 500, die berücksichtigt werden sollen. 129 Vgl. Kaiser, D. (2009), S Vgl. Graham, B./Zweig, J. (2003), S Vgl. Levermann, S. (2011), S Vgl. Levermann, S. (2011), S

43 37 nur zwischen drei Wertungsscores (1, 0, -1) unterscheidet, werden in dem entwickelten Scoring- System Punkte von 0 bis 5 vergeben. Diese Präzisierung ermöglicht eine genauere Einstufung der Aktien. Die jeweilige Bewertung entsprechend der Kennzahl ist in Abb. 18 aufgeführt. Gesamtscore = n 9 n=1 46; mit n = Einzelscores Durch das Bewertungsmodell mit Punkten wird der komplexe Entscheidungsprozess klar und transparent gemacht. Die Auswahl der Portfoliowerte wird somit eindeutig nachvollziehbar dargestellt. Dennoch sollte an dieser Stelle angemerkt werden, dass ein Scoring-Modell den allgemeinen Nachteil der Subjektivität bei der Auswahl der Kriterien mit sich bringt. 133 Durch die Fokussierung auf bestimmte Kriterien, werden die Unternehmen verallgemeinert und weitere Informationen außen vor gelassen. Abbildung 27: Scoringverfahren 133 Vgl. Benkenstein, M. (2002), S. 202.

44 Kennzahlen In der Praxis gibt es ungefähr 20 bis 25 gängige Kennzahlen, die zur Aktienanalyse herangezogen werden. 134 Die Meinungen darüber, welche Kennzahlen entscheidend für die Kursentwicklung sind, divergieren. So wurde beispielsweise an der Universität von Iowa durch die Analyse 222 amerikanischer Aktien in einfem Zeitraum von 1970 bis 1983 versucht entscheidende Kriterien herauszustellen. 135 In diesem Modell wurde die Auswahl auf neun Kriterien beschränkt, die aus Sicht der Verfasser maßgeblich für die Bewertung eines Unternehmens sind. Wie in Abb. 19 ersichtlich ist, werden durch die ausgewählten Kennzahlen sowohl das Entwicklungspotential, der Ertragsaspekt wie auch der Rentabilitätsaspekt sowie der Sicherheitsaspekt der Unternehmen repräsentativ berücksichtigt. Entwicklungspotential: Umsatzwachstum = Umsatz Periode 2 Umsatz Periode 1 Kursentwicklung = Aktienkurs Periode 2 Aktienkurs Periode 1 Ertragsaspekt: KGV = Kurs der Aktie Gewinn je Aktie EBIT Marge = EBIT Umsatz Free Cash Flow Yield = Free Cash Flow Kurs der Aktie Rentabilitätsaspekt: Dividendenrendite in % = Dividende Aktienkurs Sicherheitsaspekt: Eigenkapitalquote = Eigenkapital Bilanzsumme Dyn. Verschuldungsgrad = Nettoverschuldung Free CashFlow Abbildung 28: Kennzahlen Um das zukünftige Entwicklungspotential der Aktien einschätzen zu können, wird unter anderem die historische jährliche Kursentwicklung (Englisch: growth in share value) als ein Einflussfaktor miteinbezogen. Dabei wird angenommen, dass historisch überdurchschnittlich stark steigende Aktien diesen Trend mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit in der Zukunft fortsetzen. Gleichermaßen wird das historische Umsatzwachstum (Englisch: growth in sales) als Einflussfaktor betrachtet, um auf das zukünftige Wachstum des Unternehmens zu schließen. 136 Das KGV (Englisch: P/E-Ratio) als Kennzahl miteinbezogen, um den Ertragsaspekt eines Unternehmens zu berücksichtigen. Je mehr Gewinn ein Unternehmen erwirtschaftet, desto attraktiver wird es bewertet. Da jedoch nicht jede Aktie die gleiche Menge an Kapital bindet, muss der Gewinn stets im Verhältnis zum Preis der Aktie betrachtet werden. So lässt sich aus dem KGV, auch wenn nicht immer zutreffend, 134 Vgl. Heese, V. (2011), S Vgl. Cesar, G. (1996), S Vgl. Boesch, M. (2013), S. 350.

45 39 folgende allgemeine Aussage ableiten: Je mehr Gewinn eine Aktie im Verhältnis zu ihrem Kurs erwirtschaftet (je niedriger das KGV), desto günstiger ist diese Aktie bewertet. Da neben dem derzeitigen Wert auch die Entwicklung des KGVs relevant ist, werden sowohl das historisch durchschnittliche, als auch das aktuelle KGV als Kriterium in die Selektion einbezogen. 137 Ergänzend zum KGV wird die Free Cash Flow Rendite (Englisch: Free Cash Flow Yield) herangezogen. Sie entspricht dem Kehrwert des Kurs-Cashflow-Verhältnisses und gibt das Verhältnis zwischen Free Cash Flow 138 und Aktienkurs an. Mithilfe dieser Kennzahl lässt sich ebenfalls eine Aussage über die Ertragsstärke eines Unternehmens treffen. Durch die Verwendung des Cash Flows an Stelle des Gewinns lassen sich damit aussagekräftigere Vergleiche von branchenunterschiedlichen Unternehmen anstellen. 139 Weiterhin wurde in einer Studie bewiesen, dass es Unternehmen mit einer FCFY von mehr als 10% gelang die Performance des S&P 500 deutlich zu übertreffen. 140 Um den Ertragsaspekt eines Unternehmens zu ergänzen wird die EBIT-Marge (Englisch: EBIT to net sale) als weitere Kennzahl berücksichtigt. Sie gibt an wie viel Prozent operativen Gewinn ein Unternehmen pro Umsatzeinheit generiert und macht damit eine Aussage über die Rentabilität eines Unternehmens. 141 Durch das Herausrechnen von Steuern und Zinsen ermöglicht diese Kennzahl auch branchenübergreifend und regional eine gute Vergleichbarkeit der operativen Leistung eines Unternehmens. 142 Die Dividendenrendite (Englisch: dividend yield) betrachtet den Ausschüttungsaspekt eines Unternehmens. Ein Unternehmen kann seine Gewinne entweder einbehalten oder in Form einer Dividende an die Aktionäre ausschütten. Diese Entscheidung hängt von der Konzernverwaltung und der Hauptversammlung ab. Folglich kann eine hohe Dividendenrendite auf deren Zuversicht bezüglich des Erfolgs und auf eine nachhaltige Ertragskraft des Unternehmens hinweisen. 143 Durch den Einbezug der Eigenkapitalquote (Englisch: equity ratio) wird die Stabilität, Sicherheit und Finanzierungsstruktur eines Unternehmens in die Betrachtung integriert. Ein Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalquote hat einen relativ geringen Anteil an Fremdkapital und muss in Folge dessen weniger Zahlungsmittel für Zins und Tilgung aufwenden. Die Kennzahl kann auf eine Stabilität und höhere Flexibilität des Unternehmens bezüglich dessen Finanzierung hinweisen. 144 Der dynamische Verschuldungsgrad (Englisch: net-debt to Free Cash Flow) trifft eine Aussage über die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Diese Kennzahl sagt aus wie viel Jahre ein Unternehmen benötigt, um seine Netto-Verbindlichkeiten durch den FCF zu tilgen. Folglich sollte der Wert möglichst niedrig liegen. 137 Vgl. Heese, V. (2011), S Operativer Cash Flow + Cash Flow aus Investitionstätigkeit. 139 Vgl. Schittler, R./Michalky, M. (2008), S Vgl. Thomas, R./Gup, B. ( 2010), S Vgl. Berkstein, G. (2010), S Vgl. Schmidlin, N. (2013), S Vgl. Heese, V. (2011), S Vgl. Priermeier, T. (2006), S.64.

46 40 Es sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Auswahl der Kennzahlen immer eine gewisse Subjektivität mit sich bringt. Die stärkere bzw. schwächere Gewichtung bestimmter Aspekte führt zu unterschiedlichen Ergebnissen und muss bei der Interpretation der Ergebnisse berücksichtigt werden. Auch auf den Aspekt des Timings, wann der geeignetste Einstiegszeitpunkt in ein Asset ist, der in einigen Ansätzen eine wichtige Rolle spielt 145, wird hier nicht eingegangen Außerdem sollen die Erkenntnisse, die aus der Auswertung gewonnen werden lediglich mögliche Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung der Unternehmen liefern. Dabei spielen auch qualitative Aspekte eine Rolle, die mit den Kennzahlen nicht bzw. nur teilweise erfasst werden Performance In diesem Abschnitt wird die in Abb. 27 dargestellte Performance des Portfolios bestehend aus den 25 besten ermittelten Werten 147 vorgestellt. Tabelle 9: Performance "Q-Select" Die kumulierte Gesamtperformance seit 2009 liegt bei 93,71% und damit bei durchschnittlich 28,27% p,a. Für die Berechnung wurden die jeweiligen Jahresendkurse ( ) der Werte aus Bloomberg und Factset verwendet. 148 Da die Dividendenzahlungen der ausgewählten Aktien in der Performance nicht berücksichtigt wurden, gelten die Kursindices, aus denen sich das Aktienpool zur Auswahl zusammensetzt, als Vergleichsindices. Der DAX brachte im gleichen Zeitraum durchschnittlich 10,94% p.a., der MDAX 19,21% p.a., der SDAX 15,62% p.a., der EuroStoxx 6,42% p.a. und der S&P ,22% p.a. 149 Somit gelang es dem auf Grundlage des entwickelten Modells zusammengestellten Portfolio sämtliche Benchmarks zu übertreffen. Dennoch sollte bei der Betrachtung der Renditemöglichkeit ebenfalls das Verlustrisiko 145 Vgl. Stotz, O. (2007), S Vgl. Schmidlin, N. (2013), S. XV. 147 Wenn die Performancewerte für das Jahr nicht verfügbar waren, wurden diese bei der Berechnung außen vor gelassen und das Portfolio entsprechend verkleinert. 148 Für das Jahr 2015 wurde die Entwicklung des Kurses vom bis zum von finanzen.net verwendet. 149 Die dazugehörigen Berechnungen sind in der angehängten Excel Datei zu finden.

47 41 berücksichtig werden. Spätestens das Krisenumfeld zwischen 2007 und 2009 hat die Problematik, aufgrund von historischen Daten auf die zukünftige Entwicklung zu schließen, gezeigt Risikoaspekt Bereits Markowitz 151 schlägt vor bei der Betrachtung eines Portfolios sowohl den Rendite- wie auch den Risikofaktor zu berücksichtigen. 152 Da aufgrund von fehlenden Zukunftsinformationen keine Sicherheit in der Entwicklung des vorgestellten Modells besteht, die tatsächliche Performance folglich deutlich von der erwarteten Performance abweichen kann, muss bei der Betrachtung des Portfolios ebenfalls der Risikoaspekt berücksichtigt werden. 153 Dies soll an dieser Stelle beispielhaft durch den Value at Risk (VaR) angedeutet werden. Dieser ermöglicht den direkten Vergleich der Risiken unterschiedlicher Finanzinstrumente 154 und wird heute als das zentrale Messkonzept zur Quantifizierung von Risikopotentialen dar(gestellt) 155. Der Value at Risk ist ein Risikomaß 156, welches sich eignet um unter der Berücksichtigung von Wahrscheinlichkeiten und der Volatilität bestimmter Assets das Marktrisiko zu messen. 157 In der Literatur wird er definiert als der geschätzte maximale Wertverlust einer Einzelposition oder eines Portfolios der innerhalb eines festgelegten Zeitraums mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit eintreten kann. 158 Moorad Choudrhy schlägt in seinem Buch An introduction to value at risk 159 vor, die Berechnung des VaR in mehrere Schritte zu unterteilen. Zunächst muss der Zeithorizont festgelegt werden, in dem der potentielle Verlust des Wertes geschätzt werden soll. Anschließend wird das Konfidenzniveau definiert, das heißt die Wahrscheinlichkeit, mit der der geschätzte VaR zutreffen soll. In einem weiteren Schritt wird die Wahrscheinlichkeitsverteilung berechnet. Dazu gibt es unterschiedliche Methoden, der einfachste Weg führt über die Standardabweichung der historischen Kurse. Im letzten Schritt kann hieraus der VaR berechnet werden. 160 Da sich das Portfolio aus 25 Werten zusammensetzt, ist die Berechnung des exakten VaR aufgrund der unterschiedlichen gegenseitigen Korrelationen sehr komplex und aufwendig. Um dennoch einen Anhaltspunkt zu geben erfolgt im Folgenden vereinfacht die Berechnung des VaR des Gesamtportfolios auf Grundlage der Summation der Kurse sämtlicher Einzelwerte aus dem Portfolio. 150 Vgl. Lange, M. (2010), 151 Vgl. Markowitz, H. (1991), Vgl. Steiner, Manfred/ Bruns, Christoph/ Stöckl, Stefan(Hrsg.) (2012), S Vgl. Schierenbeck, H./Lister, M./Kirmsse, S. (2014), S Vgl. Beike, R./Schlütz, J. (2010), S Vgl. Schierenbeck, H./Lister, M./Kirmsse, S. (2014), S Vgl. Gass, S./Fu, M. (2013), S Vgl. Choudhry, M. (2006), S Vgl. Schierenbeck, H./Lister, M./Kirmsse, S. (2014) S Choudhry, M. (2006), S Vgl. Choudhry, M. (2006), S. 31.

48 42 25 Schlusskurs (Porfolio) = n; mit n = Schlusskurs (Einzelwert) n= 1 Die Ergebnisse der Berechnungen sind in Tab. 9 aufgeführt und sollen im Folgenden vorgestellt werden. Aufgrund des Datenerhebungsaufwands wurde beispielhaft ein Zeitraum von 65 Tagen ab dem 2. Dezember 2014 festgelegt, von dem auf einen etwas größeren Zeitraum von 90 Tagen hochgerechnet wird. Tabelle 10: VaR Gesamtportfolio Als durchschnittlicher Kurs (Engl.: mean) ergab sich ein Wert von rd. 1880,45. Mit Hilfe der folgenden Formel wurde im nächsten Schritt die Standardabweichung (Engl.: standard deviation) von rd. 94,81 berechnet: 161 σ = 1 n xi x n i=1 Da die Standardabweichung der Quadratwurzel der Varianz entspricht, lässt sich hieraus durch das Quadrieren die Varianz (Engl.: variance) errechnen, welche ebenfalls zur Aussage über die Streuungsbreite herangezogen werden kann. Die Volatilität entspricht der Standardabweichung der täglichen Kursveränderung. 162 Zur Berechnung dieser wurde ebenfalls die bereits aufgezeigte Formel der Standardabweichung verwendet, mit dem Unterschied dass anstatt der Schlusskurse die tägliche Performance einbezogen wurde. Im nächsten Schritt wurde durch die Multiplikation der täglichen Volatilität mit dem investierten Kapital die Standardabweichung (Engl.: deviation of the change) berechnet. In dem aufgeführten Bei- 161 Formel in Anlehnung an Vgl. Eckstein, P. (2014), S Vgl. Choudhry, M. (2006), S. 19.

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