Kulturen verstehen. Europäisches Zertifikat zur Berufsqualifikation. Modul: Interkulturelle Kompetenz. Kulturen verstehen

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1 Europäisches Zertifikat zur Berufsqualifikation Modul: Interkulturelle Kompetenz Xpert Basiszertifikat Interkulturelle Kompetenz Kulturen verstehen YU-EUZBQ-IKK_LB IN Autorin: Anita Saathoff 1. Ausgabe vom 30. Januar 2009 HERDT-Verlag für Bildungsmedien GmbH, Bodenheim Internet: Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Dieses Buch wurde mit großer Sorgfalt erstellt und geprüft. Trotzdem können Fehler nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Verlag, Herausgeber und Autoren können für fehlerhafte Angaben und deren Folgen weder eine juristische Verantwortung noch irgendeine Haftung übernehmen. Europäisches Zertifikat zur Berufsqualifikation Modul: Interkulturelle Kompetenz Xpert Basiszertifikat Interkulturelle Kompetenz Kulturen verstehen Lehrerband YU-EUZBQ-IKK_LB IN Die in diesem Buch und in den abgebildeten bzw. zum Download angebotenen Dateien genannten Personen und Organisationen, Adress- und Telekommunikationsangaben, Bankverbindungen etc. sind frei erfunden. Übereinstimmungen oder Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sowie tatsächlich existierenden Organisationen oder Informationen sind unbeabsichtigt und rein zufällig. Die Bildungsmedien des HERDT-Verlags enthalten Links bzw. Verweise auf Internetseiten anderer Anbieter. Auf Inhalt und Gestaltung dieser Angebote hat der HERDT- Verlag keinerlei Einfluss. Hierfür sind alleine die jeweiligen Anbieter verantwortlich.

2 Inhalt I 1 Interkulturelle Kompetenz und Kultur...5 Übung: Fülle den Eisberg!... 6 Übung: Was steckt in deinem Rucksack? Wie Kulturen kommunizieren...9 Übung: Nonverbale Signale deuten Übung: Wie kommen diese Meinungen zustande? Übung: Gemeinheitsthermometer Übung: Tabuwörter Übung: Beobachten, deuten und bewerten Übung: Alfred und Lena Übung: Vertrauensbausteine Übung: Selbstcheck Übung: Vor- und Nachteile des direkten und des indirekten Stils Selbstcheck: Welcher Kritiktyp bist du? Fallbeispiele: Du bist willkommen, deine Sprache nicht! - Hier wird nur Deutsch gesprochen! Projekt: Schulsprachen mitgestalten Du und die anderen: Rollen in der interkulturellen Kommunikation...27 Übung: Ordne die Beschreibungen den Rollen zu Übung: Welche Rollen spielen wir? Übung: Wer gehört zu deiner Familie? Übung: Familienrollen Spiel: Auf der Parkbank Fallbeispiel: Eine Klassenfahrt Übung: Was macht die Rolle als Mädchen bzw. als Junge aus? Übung: Was bedeuten Flirtsignale? Spiel: Wächter und Gefangene Rollenspiel: Wen hast du denn eingeladen? Wer du bist und wo du hingehörst: Identität und Kultur...39 Übung: Wer bin ich? Übung: Was sind die wichtigsten Dinge, die deine Identität bestimmen? Übung: Was dein Name über dich verrät Übung: Rate mal, wer das ist! Übung: Wie Stereotype auf dich wirken Spiel: Das Spinnennetz der Vorurteile Übung: Wissen über Religionen Übung: Warum ist das passiert? Übung: Diskussion Übung: Komm in den Kreis Projekt: Wir gehören zusammen Streit und Konflikte: dein Verhalten und dein "Kulturblick" in Konflikten...53 Übung: Mein Konfliktbeispiel Übung: Dein Konfliktmuster I Übung: Dein Konfliktmuster II Übung: Abschlussfeier I Übung: Abschlussfeier II Übung: Konflikt Übung: Fragenkatalog zu kulturellen Hintergründen im Konflikt Übung: Ich habe recht Projekt: Reden und Handeln im Streit HERDT-Verlag 3

3 1 Interkulturelle Kompetenz und Kultur

4 1 Interkulturelle Kompetenz - Kulturen verstehen Übung: Fülle den Eisberg! Zeitbedarf: ca. 25 Minuten im : Seite 8 Angestrebte Kompetenzen Fachlich: Die Schüler setzen sich über das Eisbergmodell aktiv mit dem Begriff "Kultur" auseinander. Mit dieser Übung lernen sie, die unbewussten Werte und Einstellungen bei sich selbst und bei anderen zu erkennen. Sozial: Soziale Kompetenzen sind zugleich Bedingung und ein Ziel Kooperativen Lernens. Eine wichtige soziale Kompetenz ist der Respekt vor der Meinung anderer. Bei dieser Übung sollen sich die Schüler zunächst alleine und dann in Partnerarbeit mit ihren Werten und Einstellungen auseinandersetzen. Damit diese Übung funktioniert, müssen alle Beteiligten sehr sensibel und respektvoll miteinander umgehen. Vorbereitung Da dies für die Schüler die erste Übung in diesem Kontext ist, kann es hilfreich sein, wenn Sie im Vorfeld gemeinsam mit den Schülern weitere Beispiele für Werte (z. B. Pünktlichkeit, Gesundheit, Familie, Freunde usw.) erarbeiten. Wichtig: Bei dieser und allen weiteren Übungen im müssen die Schüler lernen, in der Austauschphase konstruktiv miteinander zu kommunizieren. Damit dies gelingt, ist es sinnvoll, gemeinsam mit den Schülern Regeln für die Austauschphase festzulegen. (Diese Regeln können dann für alle weiteren Übungen verwendet werden.) Die Regeln sollten auf einem Flipchart visualisiert werden. Beispiele: jemandem zuhören und ihn dabei anschauen jemanden ausreden lassen auf freundliche Weise Sachkritik üben unterschiedliche Empfindungen akzeptieren sich nicht über die Meinung eines anderen lustig machen usw. Material, evtl. Flipchart Ablauf SZ Aktivität Materialeinsatz 1. EA Jeder Schüler trägt in EA seine persönlichen Ergebnisse in den Eisberg ein. Dieser Teil der Übung ist auch als Hausaufgabe geeignet. 2. PA Die Schüler teilen sich gegenseitig ihre Ergebnisse mit und stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest. 3. PL Ein oder zwei Schülerpaare stellen (möglichst freiwillig) Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihres Eisbergmodells vor. Das Ergebnis kann z. B. auf einem Flipchart visualisiert werden. Flipchart Fragen zur Reflexion Ist dir die Aufgabe leicht- oder schwergefallen? Findest du es angenehm oder unangenehm, über deine Werte (also das, was unter der "Wasseroberfläche" liegt) zu sprechen? Hattest du das Gefühl, dass dein Mitschüler deine Werte versteht und nachvollziehen kann? Kannst du die Werte deines Mitschülers verstehen und nachvollziehen? usw. 6 HERDT-Verlag

5 Interkulturelle Kompetenz und Kultur 1 Übung: Was steckt in deinem Rucksack? Zeitbedarf: ca. 25 Minuten im : Seite 11 Angestrebte Kompetenzen Fachlich: Ein neueres Kulturmodell stellt Kultur als "Rucksack" dar. Viele Menschen in der multikulturellen Gesellschaft haben zwar das kulturelle Wissen ihrer Gruppe als "Kulturgepäck" dabei, können damit aber flexibel umgehen. Bei dieser Übung setzen sich die Schüler mit ihrem persönlichen "Kulturgepäck" und ihrem Umgang damit auseinander: Was gehört fest zu mir, und was kann ich nach Bedarf ändern und austauschen? Sozial: wie beim Eisbergmodell Vorbereitung Material, evtl. Flipchart Ablauf SZ Aktivität Materialeinsatz 1. EA Jeder Schüler trägt in EA seine persönlichen Ergebnisse in den Rucksack ein. Dieser Teil der Übung ist auch als Hausaufgabe geeignet. 2. PA Die Schüler teilen sich gegenseitig ihre Ergebnisse mit und stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede fest. 3. PL Ein oder zwei Schüler stellen ihren persönlichen Rucksack vor. Fragen zur Reflexion Welches Modell passt besser zu dir Eisberg oder Rucksack? Es gibt verschiedene Situationen, die besser durch die Eisberg-Metapher - andere, die besser durch die Rucksack-Metapher erklärt/erfasst werden können. Kannst du dir vorstellen, in welcher Situation die eine bzw. die andere Metapher besser passt? usw. HERDT-Verlag 7

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