Zusammenfassung zum Workshop Interkulturelle Kompetenzen spielend fördern. Im Rahmen des Spielmobilkongresses in Hamburg am Freitag,

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1 Zusammenfassung zum Workshop Interkulturelle Kompetenzen spielend fördern. Im Rahmen des Spielmobilkongresses in Hamburg am Freitag, Seminarleitung: Oliver Fricke

2 Mit einer Begrüßung und der Vorstellung des Tagesablaufes begann der Workshop.

3 Das Netz der Gemeinsamkeiten war unsere erste Übung. Dies ist eine sehr gute Methode, um Gemeinsamkeiten in der Gruppe zu finden. Gemeinsame Hobbys oder Interessen zeigen schnell, dass es auch in unterschiedlichen Kulturen gemeinsame Schnittmengen gibt. Die Gruppen können zb ein Bild malen, um Gemeinsamkeiten zu verdeutlichen. Alternativ ist es auch möglich, Gegenstände zu suchen oder mit Naturmaterialien zu modellieren, die zb im Wald oder auf der Wiese gefunden werden. Hier die Bilder aus unserem Workshop:

4

5 Eine kurze Information zur Erlebnispädagogik. Das Zonenmodell beschreibt den Menschen während der erlebnispädagogischen Übungen. In der Komfortzone findet kein Lernzuwachs statt, die Entwicklungszone ist der ideale Ort, um Lernzuwächse zu erreichen. Die Panikzone sollte nicht betreten werden, da der Mensch sich dort unwöhl fühlt, möglichst zurückzieht und dann evtl komplett blockiert. Daraus ergibt sich das wichtigste Prinzip der Erlebnispädagogik : Freiwilligkeit. Jeder Teilnehmer muss für sich selbst entscheiden, ob er eine Übung mitmacht, oder nicht. Niemand darf gezwungen oder überredet werden etwas zu machen, was evtl in seiner persönlichen Panikzone ist. Auch wenn es für Trainer oder andere Teilnehmer noch die Entwicklungszone oder gar Komfortzone ist. Seit 2006 gibt es in Deutschland das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG). Im Paragraf 1 heißt es: "Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen" Benachteiligungen abzubauen funktioniert langfristig nur durch Inklusion. Dies bedeutet, die Lebensumgebung so zu verändern, dass jeder Mensch sich wohlfühlen kann und seiner individuellen Entwicklung nichts im Wege steht. Inklusion bezieht sich dabei nicht nur auf Schule, sondern auf das ganze Leben. Inklusion kann nicht verordnet werden, sondern muss durch einen Paradigmenwechsel in den Köpfen der Menschen beginnen.

6 Durch die Übung Power Weel wurden in kurzen Gesprächen einige Frage zum Thema Kultur besprochen. Die Ergebnisse wurden zusammengefasst und diskutiert. Eine Definition des Begriffes Kultur ist sehr schwer und nicht fassbar. Zusammenfassend ist aber festzustellen, dass jeder Mensch Mitglied in vielen verschiedenen Kulturen ist und nicht nur zb deutsch ist.

7 Da jeder Mensch Mitglied verschiedenster Kulturen ist, sind Kompetenzen wie zb Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Offenheit und Interesse für Fremdes, Konfliktfähigkeit usw für eine interkulturelle Kommunikation extrem wichtig.

8 Gegenseitiges Vertrauen, und das sich aufeinander einlassen sind wichtige Kompetenzen, die sehr gut mit einfachen erlebnispädagogischen Elementen gefördert werden können. Dazu ist nicht viel Material oder Vorbereitung nötig. Nun einige Beispiele: Begonnen haben wir mit der Übung Zweierpendel Hierbei stehen zwei Teilnehmer seitlich eng nebeneinander und fassen sich an der Hand. Nun lassen sich beide Partner langsam zur Seite fallen und halten dabei ihre Körper start angespannt. Die Füße stehen dabei dicht nebeneinander und verlassen diese Stelle nicht. Beim Gruppenpendel steht ein Teilnehmer in der Mitte und 3-5 andere um Ihn herum. Mit starker Körperspannung lässt sich die mittlere Person in eine Richtung fallen und wird dabei aufgefangen und zu einer anderen Person geschubst. Dieses wird einige Male wiederholt, es dürfen dabei die Augen geschlossen werden. Wichtig um der mittleren Peson ein großes Sicherheitsgefühl zu geben, ist der frühzeitige Kontakt zu den fangenden Personen. Dazu werden sehr früh die Hände auf die Schultern gelegt und der Fall der Person gezielt gelenkt. Das Schubsen und Fangen des Teilnehmers sollte sehr sanft und vorsichtig sein. Besonders bei Kindern ist darauf deutlich hinzuweisen. Als dritte Übung zu Körperspannung und Vertrauen gilt die Sprungfeder. Dabei stehen sich zwei Teilnehmer gegenüber und lassen sich mit nach vorn gehaltenen Händen in die Hände des Gegenübers fallen und stoßen sich dann wieder voneinander ab. Bei Gelingen kann der Abstand jedes Mal um einen kleinen Schritt erweitert werden. Diese Übung kann auch gut als Wettkampf stattfinden (wer schafft den größten Abstand?) Zu beachten ist dabei unbedingt, dass die Hände des Partners nicht gegriffen werden dürfen und die Finger nicht gespreizt werden dürfen. Aus Unfallverhütungsgründen müssen die Finger gestreckt und der Daumen anliegend sein. Die nächste Übung Der Pharao beschäftigt sich weiterhin mit den Kompetenzen Vertrauen und die Körperspannung ist weiterhin wichtig. Ein Teilnehmer legt sich auf den Rücken und wird von den anderen hochgehoben und später durch den Raum getragen. Das Heben und auch das spätere Absetzen soll vorsichtig und gleichmäßig erfolgen. Eine Person sollte sich nur um das Halten des Kopfes kümmern, da es hier besonders wichtig ist, der zu tragenden Person Sicherheit zu geben. Bei gemischten Gruppen ist es wichtig, vorher festzulegen, welche Körperstellen angefasst werden dürfen. Intimzonen und Grenzen der zu tragenden Person müssen unbedingt respektiert werden. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass die Gelenke geschont werden und zb nicht direkt hinter dem

9 Knie getragen werden darf. Bei gut funktionierenden Gruppen kann auch noch das Förderband gepielt werden. Dazu wird die getragene Person wie bei einem Fließband durch die anderen Teilnehmer gereicht. Der Kopf bleibt dabei in der Hand der zuvor erwählten Vertrauensperson und wird nicht weitergegeben. Zur weiteren Steigerung (Vorsicht! Diese Übung ist bei vielen Leuten deutlich in der Panikzone) kann der Vertrauensfall gemacht werden. Eine Person lässt sich dabei rückwärts oder auch vorwärts von zb einem Tisch, in die Arme der anderen Teilnehmer fallen. Die anderen Teilnehmer sollten in Schrittstellung stehen und die Arme werden im Reißverschlußverfahren mit den Handflächen nach oben gehalten. Schmuck etc muss vorher entfernt werden und die fallende Person sollte die Hände gut fixiert vor der Brust verschränken. Wichtig bei dieser Übung sind außerdem klare

10 Komandos (zb seid ihr bereit? Ja wir sind bereit! ich falle jetzt! ), damit alle konzentriert sind und der Fall nicht überraschend kommt. Auch der Jurtenkreis ist eine einfache effektive Übung um das Teamgefühl zu stärken. Durch Körperspannung wird der Seilkreis gespannt. Dabei können alle Teilnehmer außen stehen (Bild 1) (dabei wird das Seil so stramm, dass eine Person darauf balancieren kann!) oder abwechselnd ein Teilnehmer innerhalb und der nächste außerhalb des Kreises stehen (Bild 2). Eine abschließende Feedbackrunde beendete den Workshop. Ich bedanke mich für die Teilnahme und hoffe, dass alle Teilnehmer Spaß hatten und einige Übungen auch weiterverwenden. Für weitere Fragen oder Anregungen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. On PoInT Oliver Fricke Brandshofer Deich Hamburg

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