Beratungsnetzwerk Zukunft Haus in Hohen Neuendorf

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1 Beratungsnetzwerk Zukunft Haus in Hohen Neuendorf Workshop zur Gründung des Beratungsnetzwerks 18. und Hintergrund: Die Stadt Hohen Neuendorf verfolgt ehrgeizige Klimaschutzziele, die sie in einer eigenen Klimaschutzstrategie festgehalten hat. Einen Kernbereich im Aktionsplan der Stadt stellen die privaten Haushalte dar, zu denen die Bürgerinnen und Bürger direkt angesprochen werden sollen, um sich mit eigenen Maßnahmen am Klimaschutz der Stadt zu beteiligen. Ein offensichtliches Feld, in dem Treibhausgase eingespart werden können, sind energetische Sanierungsmaßnahmen an Ein- und Mehrfamilienhäusern. Mithilfe von Förderprogrammen können Bürgerinnen und Bürger zum Beispiel ihre Heizzentrale auf erneuerbare Rohstoffe umrüsten, eine verbesserte Wärmedämmung erreichen oder Technologien zu erneuerbaren Energien wie Photovoltaik auf ihren Dächern installieren. Für alle diese Aktivitäten bedarf es Know-how, direkter Ansprechpersonen und ggf. auch Kooperationsmodellen, um Kosten zu teilen. Die Stadt Hohen Neuendorf ist seit Anfang des Jahres Partner im Projekt EnerLOG, ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt, in dem Handlungs- und Lösungsoptionen für energiepolitische Konflikte auf lokaler Ebene untersucht werden. Gemeinsam mit dem Leibniz Institut für Regionalentwicklung und Strukturforschung (IRS) und der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) sollen für die Stadt Hohen Neuendorf u.a. neue effektive Wege gefunden werden, die Energieeffizienz von Haushalten zu erhöhen. Als ersten Schritt fand dazu am eine Informationsveranstaltung zur energetischen Sanierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern für die Bürgerinnen und Bürger von Hohen Neuendorf statt. Die Informationsveranstaltung am hat unter anderem gezeigt, dass es in der aktuellen Beratung zum Thema energetische Sanierung und Optimierung in Ein- und Mehrfamilienhäusern strukturelle Schwierigkeiten gibt. Zum Beispiel fühlen sich Bürgerinnen und Bürger häufig mit zu vielen Einzelberatern konfrontiert, die ihnen unter Umständen widersprüchliche oder unvollständige Informationen geben. Oft fehlt es auch an Vertrauen in die Neutralität der Beratenden, was Hausbesitzer davon abhält, energetische Sanierungen konkret in Angriff zu nehmen. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, dass ein lokales Beratungsnetzwerk zu energetischer Sanierung und Optimierung in Hohen Neuendorf diese Schwierigkeiten zumindest verringern könnte; d.h. der Workshop soll grundsätzlich für einen Abgleich zwischen dem Beratungsbedarf von (interessierten) Bürgerinnen und Bürgern Hohen Neuendorfs am Thema energetische Sanierung/Optimierung und den Beratungsleistungen sorgen, die derzeit zur Verfügung stehen bzw. mit dem Netzwerk zukünftig angeboten werden können. Im Rahmen des Workshops am 18. und 25. September sollte ein solches Beratungsnetzwerk auf den Weg zu gebracht werden. Im Folgenden werden jeweils der Ablauf der beiden Workshops kurz skizziert und die wesentlichen Ergebnisse dargestellt.

2 Workshop I: :30-20:30 Uhr Agenda, Vorstellung, Erwartungen Erwartungen an den Workshop sind u.a.: Konkrete Ergebnisse erzielen (Vereinbarungen, Projekte anstoßen) Persönliche Kontakte knüpfen, Kontakte verbessern Gute Diskussionen führen Nach der Vorstellung der Agenda stellen sich die Teilnehmenden vor und äußern ihre Erwartungen bezüglich des Workshops bzw. des Netzwerkes. Agenda des Workshops Begrüßung, Vorstellung, Erwartungen Input & Diskussion: Beratungsnetzwerke bundesweit & Beratungsbedarf BürgerInnen Schritte zum energieoptimierten Haus und die lokalen Ansprechpartner Diskussion von Kernthemen und Fragensammlung für Kleingruppen Arbeit in Kleingruppen zu folgenden Kernfragen: Finanzierung und Lebensalter & Übersicht Ansprechpartner Handwerker ins Boot holen Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse Konkrete nächste Schritte vereinbaren & Themenauswahl Workshop II ( ) Feedback, Erwartungen nächster Freitag, Verabschiedung Erwartungen an das Netzwerk sind u.a.: Kundenfreundlichkeit erhöhen Vertrauen aus Kundensicht erhöhen Als Ansprechpartner zur Verfügung stehen Fachlich richtige und vertrauenswürdige Ansprechpartner empfehlen können Kunden gewinnen, Werbung machen Netzwerk erweitern

3 Input Beratungsnetzwerke & Beratungsbedarf Lysann Steinbacher und Sören Becker vom dem Leibniz Institut für Regionalentwicklung und Strukturforschung (IRS) stellen die Ergebnisse ihrer Online-Recherche zu Formen und Angeboten von bereits bestehenden Experten-Netzwerken zur energetischen Sanierung vor. Timo Kaphengst (e-fect) stellt die Ergebnisse von Interviews mit ReferentInnen der Informationsveranstaltung am zu Gründen und möglichen Formen eines Beratungsnetzwerkes vor. Diese Inputs dienen als Grundlage für Überlegungen von Inhalten, Struktur und Arbeitsweisen des Netzwerkes. Dabei zu beachten ist, dass bisher wenig Erfahrung mit eher kleinen, lokal sehr begrenzten Netzwerken, wie für Hohen Neuendorf geplant, vorliegt. Diskussion von Kernthemen Die Diskussion über mögliche Arbeitsweisen, Strukturen, Vorteile und Aufgaben des Netzwerkes bezog sich vor allem auf folgende Kernthemen: Schritte zum energieoptimierten Haus In den Interviews mit den Referenten und bei der Online-Recherche zu bestehenden Beratungsnetzwerken wurde deutlich, dass eine klare Übersicht zu den einzelnen Schritten von der ersten Idee zur energetischen Sanierung bis zur Umsetzung der Maßnahme durch Handwerker bisher fehlt. Als erstes Ergebnis des Workshops wird daher eine Übersicht zu den einzelnen Schritten diskutiert und angepasst; den einzelnen Schritten werden lokale Ansprechpartner aus dem Kreis der Teilnehmenden zugeordnet. Sichtbarkeit und Kundengewinnung Die Erhöhung der Sichtbarkeit ist sowohl für potentielle KundInnen als auch für die Mitglieder entscheidend. Eine wichtige Frage für die Teilnehmenden war, wie die Stadt die Bekanntmachung des Netzwerkes unterstützen kann. Ansatzpunkte sind hier das Drucken von Flyer drucken, Information auf städtischer Homepage zur Verfügung stellen, Posteraushänge zu Netzwerk und Ansprechpartnern, Durchführung Sensibilisierungskampagne zum Thema energetische Sanierung / Klimaschutz / finanzielle Vorteile von Sanierung). Zudem soll im Nachgang des Workshops eine Übersicht mit Ansprechpartnern erstellt werden. Dazu wird das Poster mit den einzelnen Schritten

4 zum energieoptimierten Haus genutzt; es soll zunächst als Work in Progress online zur Verfügung gestellt und später an zentralen Orten (Stadtverwaltung, Bauamt, Gemeindehaus, Sparkassen, Banken etc. ) ausgehängt werden. Qualitätssicherung & Vertrauen Wie kann die Qualität der Dienstleistung durch die Netzwerk-Mitglieder sichergestellt werden? Diskutierte Ideen waren u.a. die Schaffung von Transparenz bzgl. Kundenbewertungen, Erfahrungen von Nachbarn, Referenzobjekten in Hohen Neuendorf (z.b. über eine Landkarte von HN mit entsprechender Info), die Übernahme einer Schirmherrschaft für das Netzwerk durch eine prominente vertrauenswürdige Person. Finanzierung & Lebensalter Bei der Ansprache von Kunden muss darauf geachtet werden, in welcher Lebensphase sie sich befinden und mit welcher Motivation dementsprechend in energetische Sanierung investiert wird. Menschen höheren Lebensalters werden nicht unbedingt mehr den wirtschaftlichen Nutzen einer auf Langfristigkeit ausgelegten Investition erfahren und ggf. eher an die Nachfahren denken. Bei jüngeren ist der Mangel an Kapital oft ein Hindernis. Arbeit in Kleingruppen Finanzierung & Lebensalter Die Diskussion in der Kleingruppe richtet sich schnell auf die allgemeine Fragen, wie Bürgerinnen und Bürger (verschiedener Altersgruppen) für das Thema energetische Sanierung sensibilisiert werden können. Neben dem Netzwerk spielt insbesondere die Stadt hierbei eine wichtige Rolle. Sie sollte Führungskompetenz entwickeln, Übersichten für Ansprechpartner erstellen, Multiplikatoren identifizieren und ansprechen und gewerbliche Bauten ebenfalls mit in die Betrachtung ziehen. Ein wesentliches Element stellt hierbei eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zu dem Thema und zur Arbeit des Netzwerks da. Das Netzwerk selbst kann über regelmäßig stattfindende Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger über verschieden Aspekte der energetischen Sanierung informieren und Möglichkeiten für konkrete Absprachen mit potenziellen Kunden schaffen. Erweiterung Netzwerk lokales Handwerk Bei der Erweiterung des Netzwerkes ist es wichtig, auch lokale Handwerker ins Boot zu holen. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass eine attraktive und funktionierende Gewerbeschau dafür ein guter Startpunkt sein könnte. Das lokale Handwerk, die Stadtverwaltung und die anderen Netzwerkmitglieder rücken idealerweise enger zusammen.

5 Erweiterung Netzwerk lokales Handwerk In der Kleingruppe werden anknüpfend an die Diskussion im Plenum insbesondere die Fragen diskutiert, wie das lokale Handwerk in die Netzwerkarbeit eingebunden werden welche Rolle eine Neuauflage der Gewerbeschau dabei spielen kann. Die Gruppe hat aufbauend auf der Diskussion konkrete To Dos gesammelt, im Anschluss an die Vorstellung vom Plenum ergänzt wurden. Wichtige Ergebnisse der Diskussion waren: Vertrauen zwischen Stadt und Handwerk aufbauen, Solidarität untereinander ansprechen Information bei öffentlichen Aufträgen sollten immer an lokales Handwerk gehen Attraktive Gewerbeschau Es braucht einen Kümmerer, der sich aktiv um das Netzwerk und die Einbindung des lokalen Handwerks kümmert. Bei weiteren Fragen zu Klimaschutz in Hohen Neuendorf: Malte Stöck Klimaschutzbeauftragter Stadtverwaltung Hohen Neuendorf Oranienburger Str Hohen Neuendorf Tel.: +49 (3303)

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