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1 Dipl.-Wirt.-Inf. Markus Neumann Institut t für Wirtschaftsinformatik i f tik Leibniz Universität Hannover

2 Zur Person Dipl.-Wirt.-Inf. Markus Neumann Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut für Wirtschaftsinformatik der Leibniz Universität Hannover und Promotionsstipendiat der bhn Dienstleistungs GmbH & Co. KG Studium in Paderborn Arbeitsschwerpunkte:, Value of IT, IS-Erfolgsmessung, IT-Governance, IT-Service Management Kontakt und Sprechzeiten Telefon: (0511) Raum: I/427 Sprechstunde: nach Vereinbarung Seite 2

3 Agenda Ziel der Veranstaltung Bedeutung der IT Ansatz des s Aufgaben des s Aktuelle Entwicklung des s

4 Ziel der Veranstaltung als allgemeine Führungsaufgabe im Unternehmen im Kontext der WI Management zentraler Informationssysteme wie SAP ERP Seite 4

5 Bedeutung der IT Angaben in Milliarden Dollar Quelle: Gartner: Seite 5

6 Bedeutung der IT Quelle: Seite 6

7 Bedeutung der IT die Bedeutung der IT für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen nimmt weltweit stetig zu branchenunabhängig sind nahezu alle Geschäftsprozesse von IT-Leistungen abhängig in Deutschland erweist sich die IT-Branche als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige: lag die Bruttowertschöpfung der IT-Branche 1995 noch bei 49,44 Milliarden Euro (=2,9% der gesamten Inlandswertschöpfung), stieg sie bis zum Jahr 2007 auf 92 Milliarden Euro (=4,2%) und hat damit bedeutende Industriezweige, wie den Maschinenbau, hinter sich gelassen Seite 7

8 Quelle: Gartner IT Spending and Staffing Report 2009 Seite 8

9 Aber Business IT X Value defines Business Process Business Strategy Quelle: Wigand et al Seite 9

10 Allgemein aufgrund der Bedeutung der IT im Unternehmen werden zunehmend geeignete Managementansätze wichtiger einhergehend mit der gestiegenen Abhängigkeit steigt die Informationsflut in den Unternehmen in der deutschsprachigen Wirtschaftsinformatik hat sich zu diesem Zweck das Forschungsfeld etabliert generell ist das ein interdisziplinäres Forschungsfeld Seite 10

11 Problemstellung Informations(- und Wissens)gesellschaft Von der postmodernen Industriegesellschaft hin zur Informationsgesellschaft nimmt die Quantität und Qualität von Informationen völlig neue Dimensionen an. Nie zuvor waren Informationen so umfangreich und gleichzeitig konzentriert verfügbar. Insbesondere lässt das Internet zusätzlich auch andere drahtgebundene, drahtlose und optische Netzwerke als Kristallisationspunkt dieser Entwicklung den orts- und zeitunabhängigen sowie punktgenauen Zugriff, vgl. Suchmaschinen wie auf ein bisher ungeahntes Ausmaß an Wissen zu, welches zuvor in der postmodernen Industriegesellschaft nur weltweit verteilt vorhanden war. Seite 11

12 Eigenschaften Information Quelle: Krcmar 2010, S. 15 Seite 12

13 Eigenschaften Information Information wird in der DIN-Norm (1977) beschrieben als Kenntnisse um Sachverhalte und Vorgänge. Charakteristische Eigenschaften von Information sind: 1) Immaterialität, d. h., dass Information sich mehrfach nutzen lässt, ohne dabei verbraucht zu werden; 2) Verbundenheit, d. h., dass Information lediglich über Medien (Üb ( Übertragungsobjekte ) bj )kommunizierbar i ist; 3) Unsicherheit, d. h., dass Information zur Steuerung von Handlungsentscheidungen g genutzt wird und Unsicherheit reduziert, aber wegen der damit verbundenen Diffusionsgefahr zugleich Unsicherheit erzeugt; Seite 13

14 Eigenschaften Information 4) Standardisierung, d. h., dass es zur Dekodierung der Information so genannter Standards bedarf; 5) Werthaltigkeit, d. h., dass der Informationswert von der Art der Verwendung abhängig ist und durch Hinzufügen, Selektieren, Verdichten, Konkretisieren i oder Weglassungen usw. verändert werden kann. Information wird folglich zu einem Produktionsfaktor im internationalen Standortwettbewerb, dem eine immer größere Bedeutung zukommt. Es wird deutlich, dass sich die Internetökonomie heute zu einem der wichtigsten i Wirtschaftszweige für Wachstum und Beschäftigung entwickelt. Seite 14

15 Allgemein Ziel: das befasst sich generell mit dem Management der Ressource Information Information im Unternehmen (Sicherstellung eines optimalen Einsatzes) generelles Ziel ist damit die optimale Informationsversorgung der Unternehmensprozesse aufgrund der stark gestiegenen Datenquellen bedarf es moderne Informationssysteme steme zur Erfüllung dieser Zielsetzung die Wirtschaftsinformatik fokussiert die unternehmensweite bzw. zwischenbetriebliche Informationsversorgung mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen Seite 15

16 Ebenen des s Ebene des Informationseinsatzes Anforderungen Unterstützungsleistungen Ebene der Informations-und Kommunikationssysteme ato e Anforderungen Unterstützungsleistungen g Ebene der Infrastrukturen der Informationsverarbeitung und Kommunikation Quelle: Wollnik 1988, S. 38; nach Krcmar 2010, S. 43 Seite 16

17 Ebenen nach Wollnik Ebene des Informationseinsatzes: Sicherstellung eines Einklangs zwischen Informationsnachfrage und Informationsangebot Ebene der Informations- und Kommunikationssysteme: Festlegung der Strategie zur Befriedigung der Informationsnachfrage; Planung, Organisation und Kontrolle entsprechender Informationssysteme Ebene der IT-Infrastruktur: Realisierung der geplanten Informationssysteme durch eine entsprechende Infrastruktur (Hardware, Software, Mitarbeiter sowie Integration) Seite 17

18 Aufgaben des IM nach Krcmar Management der Informationswirtschaft Angebot Nachfrage Verwendung IT-Governance Strategie IT-Prozesse IT-Personal IT-Controlling IT-Sicherheit Management der Informationssysteme Management der Informations- und Kommunikationstechnik Führungsaufgaben des Informations- managements Daten Prozesse Anwendungslb lebenszyklus Speicherung Verarbeitung Kommunikation Technikbündel Quelle: Krcmar 2010 Seite 18

19 Aufgaben des IM nach Heinrich und Lehner Strategische Aufgaben Strategische t Situationsanalyse ti Strategische Zielplanung Strategieentwicklung Strategische Maßnahmenplanung Strukturmanagement Qualitätsmanagement Technologiemanagement Controlling Revision Administrative Aufgaben Projektmanagement t Personalmanagement Datenmanagement Lebenszyklusmanagement Vertragsmanagement Sicherheitsmanagement Katastrophenmanagement Operative Aufgaben Servicemanagement Produktionsmanagement Problemmanagement Quelle: Heinrich & Lehner 2005 Seite 19

20 Aufgaben des IM nach ITIL V3 Quelle: Buchsein et al. 2007, S. 15 Seite 20

21 Aufgaben des IM nach ITIL V3 Quelle: Seite 21

22 Kunden Geschäftsprozesse IT/IS-Service A IT/IS-Service C IT/IS-Service D Schnittstelle IT/IS-Service Service B IT/IS-Service E IT/IS-Service Service F IT/IS-Servicekatalog IT/IS-interne Sicht IT-Infrastruktur und Prozesse Seite 22

23 Wirtschaftsinformatik In der WI geht es um betriebliche, behördliche und öffentlich rechtliche sowie private Informations- und Kommunikationssysteme (IS), insbesondere um deren Analyse, Entwurf, Konzeption und Gestaltung, Entwicklung, Implementierung und Test sowie Betrieb, Wartung, Pflege und Weiterentwicklung (Upgrade). Seite 23

24 Aufgaben die Wirtschaftsinformatik fokussiert damit primär die Aufgabenbereiche auf den unteren beiden Ebenen nach Wollnik Management der IT-Infrastruktur sowie der Informationssysteme steht bei den klassischen IM-Ansätzen im Fokus Rollen und Aufgabenträger des IM befinden sich nach diesem Verständnis primär innerhalb technischer IT-Abteilungen Aufgaben im Bereich Systementwicklung und Softwareengineering befinden sich ebenfalls auf den unteren beiden Ebenen Seite 24

25 Aufgaben im Bereich Softwareengineering g in der Praxis finden in diesem Zusammenhang primär Empfehlungen aus dem ITIL-Framework zum Prozessdesign sowie diverse Methoden des Projektmanagements (bspw. SCRUM) Anwendung neben der eigentlichen Systementwicklung fallen weitere Aufgaben an dazu gehören das u.a. Qualitätsmanagement, das Anforderungsmanagement, das Projektmanagement und zunehmend auch das Architekturmanagement entsprechende Rolle sind bspw. Softwareentwickler, Softwarearchitekt, Projektmanager etc. Seite 25

26 Aktuelle Entwicklungen das im Unternehmen hat in den letzten Jahren eine starke Professionalisierung erfahren Schaffung interner/externer IT-Dienstleister mit effizienten und transparenten Strukturen damit einher entsteht eine Vergleichbarkeit mit externen Dienstleistern zunehmend werden technische Aufgaben außerhalb der Unternehmen verlagert Trends wie Cloud-Computing Computing verstärken diese Entwicklung Seite 26

27 Aktuelle Entwicklungen im Unternehmen entstehen neue Aufgabenbereiche, die primär das Management des IT-Einsatzes in den Geschäftsprozessen fokussieren damit werden für die interne IT zunehmend auch Aufgaben der ersten Ebene nach Wollnik relevant die Rollen CIO und Business-Analyst gewinnen an Bedeutung technische Entwicklungen verlagern sich zu IT-Dienstleistern oder Softwareunternehmen interne IT-Funktion hat die Aufgabe, die Informationsnachfrage zu bestimmen sowie geeignete IT-Services zusammenzustellen Seite 27

28 Aktuelle Entwicklungen organisatorische Trennung von Leistungserbringung und Leistungsabnahme (Supply und Demand) IT-Leistungserbringung IT-Leistungsabnahme Deliver Govern Unternehmerische Einordnung Source Make Deliver Source Make Markt Management der Lieferantenbeziehungen Management der Leistungserstellung Management der Kunden- beziehungen Markt Management der Lieferantenbeziehungen Quelle: Seite 28

29 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Kontakt: Dipl.-Wirt.-Inf. Markus Neumann Institut t für Wirtschaftsinformatik i f tik Leibniz Universität Hannover Königsworther Platz Hannover Tel: 0511/

30 Literatur Krcmar, H.; ; Springer-Verlag, 2010; 5. Auflage. Heinrich, L.J. und Lehner, F.; ; Oldenbourg-Verlag, 2005; 8. Auflage. Heinrich, L.J. und Stelzer, D.; ; Oldenbourg-Verlag, 2009; 9. Auflage. Seite 30

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