Krankenhaus-Erfolg durch optimalen IT-Einsatz. 36. Deutscher Krankenhaustag Ergebnispräsentation MEDICA, 20. November 2013

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1 Projekt 4: Effektive intersektorale Unterstützung für Arzneimitteltherapiesicherheit mit FallAkte Plus und CGM JESAJANET Direkte inhaltliche Kommunikation zwischen AIS und KIS Krankenhaus-Erfolg durch optimalen IT-Einsatz 36. Deutscher Krankenhaustag Ergebnispräsentation MEDICA, 20. November /

2 Agenda Herausforderung Aufgabenstellung Motivation und Anforderungen Lösungsszenarien SWOT-Analyse Zusammenfassung und Fazit Ausblick 11/

3 Agenda Herausforderung Aufgabenstellung Motivation und Anforderungen Lösungsszenarien SWOT-Analyse Zusammenfassung und Fazit Ausblick 11/

4 Herausforderung (1) Unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen (UAW) USA: mehr Todesfälle durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) als im Straßenverkehr 5-10 % aller Krankenhauseinweisungen sind UAW bedingt Die Anzahl der schweren UAW steigt drastisch an Klinikstudie: 133 von 732 Todesfällen basieren auf UAW, nur 8 Fälle wurden von Ärzten korrekt erkannt Hauptursache ist die Polymedikation älterer Patienten Kosten durch UAW nach Einweisung in Kliniken: ca. 500 Mio Euro/Jahr in Deutschland ca. 50 % der UAW sind vermeidbar vgl. Lowitsch, UK Aachen 11/

5 Herausforderung (2) Aktionsplan AMTS Aktionsplan des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) in Deutschland 49 Einzelmaßnahmen Maßnahme 25 Formulierung fachlicher Anforderungen an Software zur elektronisch dokumentierten Verschreibung in Praxen, Krankenhäusern und Apotheken einschl. entsprechender Implementierungshinweise Maßnahme 26 Definition der Anforderungen an eine Schnittstelle für Praxis-, Krankenhaus- und Apothekensoftware zur Implementierung von Systemen zur elektronisch dokumentierten Verschreibung vgl. Lowitsch, UK Aachen 11/

6 Herausforderung (3) Rahmenbedingungen Unzureichende IT-Unterstützung des Verordnungsprozesses in Krankenhäusern und Praxen Knappe ärztliche Zeit für den Verordnungsprozess Unzureichende Kommunikationsstrukturen (v.a. intersektoral) Keine vollständige Übersicht über die Medikationen zu einem Patienten Vereinzelte Insellösungen ohne Integration in AIS und KIS Langatmigkeit der Entscheidungsprozesse im deutschen Gesundheitswesen vgl. Lowitsch, UK Aachen 11/

7 Agenda Herausforderung Aufgabenstellung Motivation und Anforderungen Lösungsszenarien SWOT-Analyse Zusammenfassung und Fazit Ausblick 11/

8 Aufgabenstellung Thema Effektive intersektorale Unterstützung für Arzneimitteltherapiesicherheit mit FallAkte Plus und CGM JESAJANET Direkte inhaltliche Kommunikation zwischen AIS und KIS Krankenhaus / Anwender Hr. Lowitsch, Geschäftsbereichsleiter Informationstechnologie, UK Aachen Fr. Dr. Haferkamp, Bereichsleiterin klinische und kaufmännische IT-Systeme, UK Aachen Hr. Zur, Geschäftsführer, Klinikum in den Pfeifferschen Stiftungen Hr. Krüger, Leiter Zentrale Dienste ICT, Klinikum in den Pfeifferschen Stiftungen Industrie-Partner Hr. Dörge, Produkt Management, Siemens Healthcare Fr. Burnes, Business Development, Siemens Healthcare Hr. Fehlen, Produkt Management, CompuGroup Medical Hr. Dr. Schwenzer, ID Berlin (assoziiert) Berater / Projektleiter Hr. Dr. Günther, Sanovis GmbH Hr. Dr. König, Sanovis GmbH 11/

9 Agenda Herausforderung Aufgabenstellung Motivation und Anforderungen Lösungsszenarien SWOT-Analyse Zusammenfassung und Fazit Ausblick 11/

10 Motivation und Anforderungen (1) Strategische Ziele Systemübergreifende Optimierung der Medikationsprozesse auf Basis von EFA basierten Mehrwertservices (Medikationsunterstützung, AMTS und AMTS-Sicherheitscheck) Verbesserung der intersektoralen Informationsverfügbarkeit im Verordnungsprozess und zur Abrechnung Entlastung beteiligter Berufsgruppen im Medikationsprozess Rationalisierungseffekte in Beschaffung, Logistik, Verordnung Aufzeigen der Praktikabilität Integration von Medikationslisten/Überleitungschecklisten im AIS von CGM und weiterer Hersteller KIS von Siemens und Agfa Medikationsprüfung über ID Pharma Check bzw. i:fox vgl. Lowitsch, UK Aachen 11/

11 Motivation und Anforderungen (2) Motivation besteht für das Projekt: Qualität und Effizienz intersektoraler Behandlungsprozesse AMTS / Patientensicherheit Übergreifende Informationsverfügbarkeit Erlössicherung / Kostensteuerung (auch strategisch) Anwenderzufriedenheit Kliniken im Fokus (zunächst Beschränkung auf einen Bereich): Klinik für Palliativmedizin (UK Aachen) Klinik für Geriatrie (Pfeiffersche Stiftungen) Selektionskriterien: Patienten benötigen komplexe Medikationen, Patienten bedürfen exakter Einstellung, UAWs sind hier unbedingt zu vermeiden breites Anwendungsspektrum, IT-Affinität und IT-Ausstattung, intersektorale Kommunikation mit niedergelassenen Ärzten, MVZ etc. 11/

12 Agenda Herausforderung Aufgabenstellung Motivation und Anforderungen Lösungsszenarien SWOT-Analyse Zusammenfassung und Fazit Ausblick 11/

13 Lösungsansatz (1) Elektronische FallAkte als Kommunikationsplattform für AMTS Niedergelassener Arzt MVZ Die elektronische FallAkte zweckgebunden und arztgesteuert Rechtssicherheit Krankenhaus I Krankenhaus II Reha- Einrichtung Pflege- Einrichtung ein verlässliches Werkzeug für die Kommunikation der am Behandlungsprozess beteiligten Leistungserbringer. vgl. Lowitsch, UK Aachen 11/

14 Lösungsansatz (2) Informationsmodell Medikationsplan (Spezifikation BMG) Umsetzungsoption: HL7 CDA vgl. Lowitsch, UK Aachen 11/

15 Lösungsansatz (3) Muster Medikationsplan (Spezifikation BMG) vgl. Lowitsch, UK Aachen 11/

16 Lösungsansatz (4) Darstellung unterschiedlicher EFA-Kommunikationsvarianten AIS (neutral) EFA-Box (Zukauf) AIS (z.b. Duria) EFA-Box KH (Jesajanet) EFA-Box Komm.server EFA-Box Übergreifende Prüfung i:fox ID KH (KIS neutral) EFA-Box (Zukauf) Agfa EFA-Box Jes.Adapter SIC-Adapter KH (KIS Siemens) AIS (CGM) nativer Zugriff auf Basis Proxy- Lösung // Gateway AIS mit SIC-Adapter 11/

17 Lösungsansatz (5) Workflow und Innovationen Workflow und Innovationen für AMTS auf Basis EFA Innovation 1: NGL liefert Medikationsplan (ggf. inkl. Erläuterung) über EFA an KKH-Arzt, inkl. Möglichkeit der Überführung in Hauptpräparate Innovation 2: KKH-Arzt dokumentiert Begründung für Medikationsanpassung Innovation 3: NGL erhält Medikationsplan über EFA und bekommt Möglichkeit der Rücküberführung in Kombipräparate (ggf. inkl. Erläuterung) 11/

18 Lösungsansatz (6) - Szenarien A und B Darstellung Use-Case A/B (prozessual): A EFA A Use-Cases A und B Prüfung AMTS: Generell muss Anwender die Prüfung induzieren. Praxis A Krankenhaus A Use-Case A (Projektstufe 1): Verordnung Überweisung Überleitungsbogen (KBV) B Entlassbrief Medikation Überleitungsbogen (KBV) - Lokale Prüfung (im Primärsystem AIS bzw. KIS) - Anwender lädt die entsprechenden Dokumente aus EFA (zentrales Repositorium) Use-Case B (Projektstufe 2): Pflege - Übergreifende (fallbezogene) Online-Prüfung Reha Praxis B - Nutzung Web-Services (Web-Suche) - Selektion entsprechender Online-Dokumente in EFA Krankenhaus B Summe aller Informationen in EFA ist abhängig von der Bereitstellung der Einzelinformationen lokaler Anwender. 11/

19 Agenda Herausforderung Aufgabenstellung Motivation und Anforderungen Lösungsszenarien SWOT-Analyse Zusammenfassung und Fazit Ausblick 11/

20 SWOT-Analyse der einzelnen Szenarien Modell Stärken Schwächen Chancen Risiken Use-Case A - Lokale AMTS- Prüfung mit Import/Export über EFA Technisch einfacher realisierbar Einbindung in bestehenden Workflow Arbeitsersparnis Nur bidirektionale/ sequentielle Kommunikation Keine übergreifende Fallsicht Mehrere Hersteller können nebeneinander bestehen Weiterentwicklung in Richtung egk Divergierende Daten aufgrund von unterschiedlichen Kommunikationssträngen (fachbezogener Tunnelblick) Use-Case B - Zentrale AMTS- Prüfung innerhalb der EFA Wesentlich geringere Kosten und kein Pflegeaufwand (emedikationslösung) für einzelne Akteure Mehraufwand im Behandlungsprozess Keine Arbeitsersparnis durch Umsetzung auf Hausliste Übergreifende Sicht auf alle Medikationsdaten des Patienten Einweiserbindung Fachliche und organisatorische Zuständigkeitsfrage ist nicht gelöst (Fallmanager) Use-Case A/B kombiniert Verbesserung der Behandlungsqualität und Patientensicherheit Nachvollziehbarkeit des Medikationsprozesses Zeitersparnis durch Arbeitsunterstützung Kostenübernahme ungeklärt Mögliche Kosteneinsparungen im Gesundheitssystem und einzelner Akteure Erhöhung der Patientencompliance Medizinproduktediskussion, da Behandlungsunterstützung Nicht gesichert, dass letztaktuelle Medikationsdaten verfügbar 11/

21 Agenda Herausforderung Aufgabenstellung Motivation und Anforderungen Lösungsszenarien SWOT-Analyse Zusammenfassung und Ausblick Ausblick 11/

22 Zusammenfassung und Ausblick Die Conclusio Wahrscheinliches Endprodukt wird eine Kombination aus Szenario A und B sein, da dadurch die Stärken und Schwächen beider Modelle positiv ergänzt werden Start über Szenario A aufgrund der einfacheren Umsetzung, sowohl technisch als auch organisatorisch 11/

23 Zusammenfassung und Ausblick Nächste Schritte Termin Auswahl der niedergelassenen Ärzte bzw. der Arztpraxen Dez 2013 Klärung Datenschutz (Zustimmung Patient zur Fallakte) Anlage der Fallakte über AIS (Hinterlegung Einwilligung) Überlagerte Diskussionen hinsichtlich EFA 2.0 und IHE-Standard erschweren zeitnahe Umsetzung Einrichten der Schnittstellen Feb 2014 S-IC <-> ID Pharma (über HL7 und CDA) (UKA) S-IC <-> medico <-> ID Pharma (UKA) Einrichten der EFA-Stecker bei den ausgewählten Teilnehmern Feb 2014 In Diskussion Arztpraxen in Hessen (MediStar) und Städtisches Klinikum Fulda (medico) 11/

24 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Teilnehmer (alphabetisch): Hr. G. Abel Fr. C. Burnes Hr. O. Dörge Hr. C. Fehlen Hr. Dr. U. Günther Fr. Dr. S. Haferkamp Fr. Dr. M. Kaufmann Hr. Dr. M. König Hr. J. Krüger Herr M. Neumann Hr. V. Lowitsch Hr. P. Zur 11/

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