Evaluation der innova Entwicklungspartnerschaft für Selbsthilfegenossenschaften im Rahmen der GI EQUAL

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1 Evaluation der innova Entwicklungspartnerschaft für Selbsthilfegenossenschaften im Rahmen der GI EQUAL Schriftliche Befragung von Rezipienten / Intermediären zur Erfassung der Umsetzung des Mainstreaming der EP - Kurzdarstellung der Ergebnisse - Durchführung der Befragung Der Durchführungszeitraum der schriftlichen Befragung (incl. Konzeption, Pre-Testing und Auswertung) lag zwischen Oktober Januar Die Befragung wurde überwiegend online durchgeführt, da die Zusammenstellung der von der EP bereit gestellten Adress- Dateien von Rezipienten / Intermediären mit insgesamt 283 Personen / Institutionen ergab, dass weitaus die Mehrzahl (243) online zugänglich war; an 22 Personen / Institutionen wurde der Fragebogen per Fax, an 19 postalisch versandt. Von den 283 zur Verfügung gestellten Adressen erwiesen sich insgesamt 32 (gut 11 %) als nicht erreichbar. Der bereinigte Datensatz beläuft sich auf 272 Adressen. Davon standen 41 Fragebogen (Online und per Fax) vollständig ausgefüllt zur Auswertung zur Verfügung, das entspricht einer Rücklaufquote von 15,1 %. Auf Grund der geringen Rücklaufquote und kleiner Fallzahlen ist die Aussagekraft der Ergebnisse eingeschränkt. Darüber hinaus könnte die Tatsache, dass ca ¼ der Befragten angeben, keine Kenntnisse der EP bzw. ihrer Ergebnisse und Entwicklungen zu haben, insofern nicht zu Rezipienten gezählt werden können, zu Verzerrungen bei den Ergebnissen führen. Fragestellungen Die der Erhebung zugrunde liegenden Fragestellungen zur Umsetzung des Mainstreaming der innova EP sind schwerpunktmäßig auf Verbreitung, Wahrnehmung, Nutzung der innovativen Erkenntnisse und Entwicklungen der EP ausgerichtet, darüber hinaus werden Optimierungsvorschläge zu Produkten und Instrumenten erfasst: Auf welche Weise / in welchem Umfang gelangten innovativen Erkenntnisse und Entwicklungen der EP an welche Gruppen von Rezipienten / Intermediären? Welche innovativen Erkenntnisse und Entwicklungen der EP wurden von den Befragten wahrgenommen? Auf welche Weise / in welchem Umfang werden die Erkenntnisse und Entwicklungen aufgegriffen bzw. genutzt? Welche Produkte / Instrumente müssten vorliegen, um die Initiierung und Stabilisierung von Selbsthilfegenossenschaften intensiver vorantreiben zu können? Zentrale Ergebnisse der Befragung Verbreitungswege innovativer Erkenntnisse und Entwicklungen der EP Die Befragung ergibt, dass unterschiedliche Gruppen von Intermediären / Rezipienten über verschiedene Verbreitungswege erreicht wurden. Die meisten der 41 antwortenden Befragten 1 gehören der Adressatengruppe Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen (15 = 36,6%), sowie der Gruppe von Teilnehmenden des EQUAL-Programms (13 = 31,7 %) an, 1 Eine Zuordnung zu verschiedenen Adressatengruppen erfolgt über Mehrfachantworten (bis zu 2 Nennungen), außer den 11 vorgegebenen wird eine offene Antwortkategorie angeboten. Doppelnennungen der Gruppe von Akteuren des EQUAL-Programms und der Adressatengruppe Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen werden bei der Auswertung nur einmal berücksichtigt.

2 die sich zusammensetzt aus Entwicklungspartnerschaften in der GI EQUAL (9 = 22 %) und Mitgliedern drei Thematischer Netzwerke (mit 7 Nennungen weitaus die meisten aus dem Netzwerk Gründungsunterstützung). Der Gruppe Verbände mit Zielsetzungen sozialen Wirtschaftens ordnet sich niemand zu. Der Adressatengruppe Regional-/Wirtschaftsförderung gehören 5 Personen (12,2 %) an. Jeweils 7 Befragte (17,1 % ) ordnen sich den beiden Gruppen Träger der Beruflichen Weiterbildung / Beschäftigungsträger und an Genossenschaftsfragen generell interessiert zu. Zur Adressatengruppe Genossenschaftliche Prüfungsverbände gehören 3 Personen (7,3 %), Kammern sind einmal (2,4 %) vertreten. Weitere Befragte (offene Antwortkategorie) kommen aus den Bereichen Sozialarbeit, Forschung, Wohnungsbaugesellschaft, alternative Finanzierung und Einzelhandel. Von den insgesamt 41 Rückläufen kommen 30 von männlichen, 11 von weiblichen Befragten, d.h. mit ca. 73 % ist ein deutliches Übergewicht männlicher Personen zu verzeichnen. Zahlenmäßig gering (jeweils 1 Person) vertretene Adressatengruppen (Kammern, Thematische Netzwerke Empowerment und Sozialwirtschaft) sind rein männlich besetzt. Als erfolgreichste Verbreitungswege für innovative Entwicklungen und Ergebnisse der EP erweisen sich Website und Flyer, mit 11 (ibs. bei Genossenschaften / Genossenschafts- Initiativen), bzw. 10 (ibs. bei Beteiligten des EQUAL-Programms) Nennungen, sowie Veröffentlichungen (Pressebeiträge, Artikel, Buch) der EP mit insgesamt 5 Nennungen. Das von der EP herausgegebene Buch ist den Mitgliedern der Thematischen Foren und EQUAL- Entwicklungspartnerschaften nicht bekannt. Als weitere Informationsquellen 2 werden angegeben: Mitgliedschaften in Dachorganisationen (Genossenschaften, NETZ, Gewerkschaft), EQUAL-interne Netzwerktreffen, persönliche Kontakte / Gespräche. Zwar überwiegen zur Frage nach weiteren Informationsquellen über Entwicklungen und Ergebnissen der innova EP die Angaben alternativer Verbreitungswege, jedoch wird 9 mal angegeben, keine Informationen über die Arbeit der innova EP erhalten zu haben bzw. die EP nicht zu kennen. Wahrnehmung und Einschätzung innovativer Erkenntnisse und Entwicklungen der EP Ca. ¾ der befragten Intermediäre / Rezipienten unterstützen innovative Ergebnisse und Erfahrungen der innova EP. Hervorgehoben wird die genossenschaftliche Rechtsform zur Sicherung der Beschäftigungschancen Benachteiligter (gut 80% sehr starke / starke Unterstützung). Stark bis sehr stark unterstützt (knapp 80 %) wird darüber hinaus die Verknüpfung von Qualifizierung und Unternehmensgründung zur Steigerung der Effizienz von Selbsthilfegenossenschaften. Ca. 73 % der Befragten bewerten Verknüpfung von Betreuung und Qualifizierung zur Steigerung der Effizienz von Selbsthilfegenossenschaften sehr positiv bis positiv. Die Selbsthilfegenossenschaft als innovatives Instrument zur Beseitigung von Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt wird insgesamt etwas seltener unterstützt (ca. 68% sehr starke / starke Unterstützung). Außerdem geben hier 8 Befragte keine Beurteilung ab, mit ca. 19 % weitaus die größte Anzahl in der Rubrik. Beim Vergleich der Ergebnisse der beiden größten Adressatengruppen Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen und Thematische Foren / Entwicklungspartnerschaft in der GI EUAL zeigt sich folgendes Bild: die allgemein sehr positive Einschätzung der genossenschaftlichen Rechtsform zur Sicherung der Beschäftigungschancen Benachteiligter wird von Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen geteilt (gut 50 %), Teilnehmende des E- QUAL-Programms geben hier zwar starke Unterstützung (zu gut 60 %) an, jedoch weitaus weniger sehr starke Unterstützung. Umgekehrt verhält es sich bei der Verknüpfung von Qualifizierung und Unternehmensgründung zur Steigerung der Effizienz von Selbsthilfegenossenschaften, diese wird von EQUAL-Beteiligten vermehrt sehr stark (knapp 40 %) und von Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen ganz überwiegend stark unterstützt (ca. 65 %). Zur Verknüpfung von Betreuung und Qualifizierung zur Steigerung der Effizienz von Selbsthilfegenossenschaften geben Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen insgesamt zu 80 % eine positivere Einschätzung als die Vergleichsgruppe (knapp 70 %). Ähnlich 2 Angaben nach Häufigkeit der Nennung P:\EQUAL\040 ÖA\043 Berichte Eval\Berichte projintern\teilberichte\050210_ Befr_Rezip_Kurzbericht.doc 2

3 ist die Verteilung der Bewertungen bei Selbsthilfegenossenschaft als innovatives Instrument zur Beseitigung von Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt : von der Gruppe Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen erfolgt hier eine positive bis sehr positive Einschätzung (80 %), EQUAL-Akteure geben jedoch schwerpunktmäßig starke Unterstützung an (knapp 70 %). Wichtige neue Erkenntnisse zu Genossenschaften als Selbsthilfeorganisationen für auf dem Arbeitsmarkt Benachteiligte gewinnen Befragte zu Gründungshemmnissen, die einerseits in den Rahmenbedingungen liegen (öffentliche Förderrichtlinien, gesetzliche Grundlagen, Arbeitsmarktpolitik incl. Existenzgründungsberatung, alternative Finanzierungsmöglichkeiten), die andererseits auch bei den Gründungswilligen selbst gesehen werden (geringe genossenschaftsspezifische Kenntnisse, Angst vor dem Sprung in die eigenverantwortliche Arbeit, Gefahr der Selbstausbeutung in kleinen Genossenschaften). Die Befragten geben jedoch auch Erkenntnisgewinn zu Erfolgsfaktoren von Genossenschaften an, die an Netzwerkarbeit, demokratischem Vorgehen und der genossenschaftlichen Rechtsform festgemacht werden. Zur Frage nach neuen Erkenntnissen über Genossenschaften als Selbsthilfeorganisation für auf dem Arbeitsmarkt Benachteiligte wird allerdings auch insgesamt 12 mal angegeben, keine neuen Erkenntnisse durch die Ergebnisse der innova EP gewonnen zu haben, bzw. die innova EP oder ihre innovativen Entwicklungen / Erkenntnisse nicht zu kennen. Nutzung innovativer Erkenntnisse und Entwicklungen der EP Informationen zu Entwicklungen und Ergebnisse der EP werden von den befragten Intermediären / Rezipienten vor allem zur (Politik-)Beratung (10 = 24,4 %) und Öffentlichkeitsarbeit (5 = 12.2%) genutzt (ibs. von Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen). Entwicklungen und Erkenntnisse der EP werden lediglich in sehr geringem Umfang zur Qualifizierung verwendet (Gruppe Thematische Foren /EP in EQUAL ), innerhalb der Gruppe Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen überhaupt nicht. Darüber hinaus wird angegeben, dass die Modellprojekte der innova als beispielhafte Projekte dienen, bzw. Erfahrungen der innova bei der Umsetzung eigener Entwicklungen genutzt werden. Bei der Betrachtung der Ergebnisse unter genderspezifischen Gesichtspunkten wird deutlich, dass es Unterschiede bei der Nutzung der Ergebnisse innerhalb der Geschlechtergruppen gibt: innerhalb der Gruppe der weiblichen Rezipienten / Intermediäre werden die Erkenntnisse und Entwicklungen der EP vergleichsweise etwas häufiger zur Beratung (50 % gegenüber 40 % bei Männern) und Qualifizierung (gut 30% gegenüber 25 % bei den Männern) herangezogen. Innerhalb der Gruppe der männlichen Rezipienten zeigt sich ein Trend zu einer stärkeren Nutzung der innovativen Ergebnisse zur Öffentlichkeitsarbeit (gut 30 % gegenüber ca. 15 % bei den Frauen). Über die Hälfte (27 = knapp 66 %) der befragten Rezipienten / Intermediäre gibt an, Entwicklungen und Ergebnisse der innova EP nicht zu nutzen. Als Gründe hierfür werden genannt 3 : Entwicklungen und Ergebnisse der innova EP sind nicht bzw. zu wenig bekannt (gemacht), kein enger Kontakt bzw. kein Bezug zu innova, anderer Ansatz / andere Zielgruppe, Informationen sind nicht relevant / nicht hilfreich bzw. es besteht kein Bedarf. Erfolgversprechende Vorschläge zum Abbau von Hemmnissen / Optimierungsvorschläge zu Produkten und Instrumenten zur Initiierung und Stabilisierung von Genossenschaftsgründungen Als erfolgversprechendste Wege zum Abbau von Hemmnissen zur Initiierung / Stabilisierung von Genossenschaften nennen die Befragten 4 Änderung gesetzlicher Grundlagen und Förderrichtlinien, umgesetzt in verstärkte Förderung von Genossenschaften aus öffentlicher Hand, Chancengleichheit gegenüber anderen Wirtschaftsformen, Wahrnehmung von Genossenschaften als förderbare Unternehmensform bzw. als arbeitsmarktpolitisches Instrument; 3 Angaben nach Häufigkeit der Nennung 4 Angaben nach Häufigkeit der Nennung P:\EQUAL\040 ÖA\043 Berichte Eval\Berichte projintern\teilberichte\050210_ Befr_Rezip_Kurzbericht.doc 3

4 Verstärkte Mainstreamingaktivitäten, z.b. durch Optimierung der Öffentlichkeitsarbeit / Lobbyarbeit auf politischer Ebene (dabei Vorteile von Genossenschaften pointierter herausstellen); Verbesserung der Rahmenbedingungen für Selbsthilfegenossenschaften (Finanzierung, Beratungs-/Prüfungsrahmen); Erleichterung konkreter Gründungsvorhaben (Änderung der Mindestzahl der Gründer). Eine große Anzahl der befragten Rezipienten / Intermediäre (31=75 % ) gibt zur Frage nach Möglichkeiten zum Abbau von Hemmnissen zur Initiierung / Stabilisierung von Genossenschaften an, dass Vorschläge der innova nicht bekannt sind. Um Initiierung und Stabilisierung von Selbsthilfegenossenschaften intensiver voran zu treiben, halten weitaus die meisten befragten Rezipienten 5 und Intermediäre neben der Verbesserung rechtlicher, finanzieller, fiskaler Rahmenbedingungen für Selbsthilfegenossenschaften (Anpassung von Gesetzen, Förderrichtlinien, Verbesserung von Finanzierung, Besteuerung ) allgemein die (noch) stärkere Verbreitung von Informationen insbesondere über die Vorteile von Selbsthilfegenossenschaften für sinnvoll. Neben der Öffentlichkeit allgemein sollten insbesondere Juristen, Banker, Arbeitsämter angesprochen werden. Vorschläge zur Entwicklung weiterer Produkte bzw. der Aufbereitung von Informationen werden von den Befragten nicht gemacht. Zum Abbau von Hemmnissen auf Seiten potentieller Gründer werden verbesserter Zugang zu Beratung, kompetente lokale Ansprechpartner, zielgerichtete personalisierte Qualifizierung, Vereinfachung des Gründungsverfahrens sowie Möglichkeit zur leistungsgerechte Entlohnung vorgeschlagen. Darüber hinaus wird angegeben (8 Nennungen), keine Optimierungsvorschläge zu haben. Zusammenfassende Bewertung Unterschiedliche Gruppen von Intermediären / Rezipienten wurden über verschiedene Verbreitungswege erreicht. Das Verhältnis von männlichen zu weiblichen Befragten beträgt ca. 3 : 1. Die beiden größten Adressatengruppen stellen Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen und Akteure des EQUAL-Programms dar. Bei der Befragung von Intermediären / Rezipienten erweisen sich die innova-website (ibs. bei Genossenschaften / Genossenschafts-Initiativen), der Flyer (vor allem bei Beteiligten des EQUAL-Programms) und Veröffentlichungen der EP als erfolgreiche Verbreitungswege. Weitere erfolgreiche Verbreitungswege sind EQUAL-interne Netzwerktreffen und Mitgliedschaften in Dachorganisationen. Ca. drei Viertel der Befragten unterstützten innovative Ergebnisse und Erfahrungen der innova EP. Hervorgehoben werden die genossenschaftliche Rechtsform zur Sicherung der Beschäftigungschancen Benachteiligter und die Verknüpfung von Qualifizierung und Unternehmensgründung zur Steigerung der Effizienz von Selbsthilfegenossenschaften. Die Selbsthilfegenossenschaft als innovatives Instrument zur Beseitigung von Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt wird insgesamt etwas seltener unterstützt. Die Adressatengruppe Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen unterstützt alle Ergebnisse der innova EP etwas häufiger stark bzw. sehr stark, als die Gruppe der Teilnehmenden am EQUAL- Progamm. Während EQUAL-Mitwirkende relativ häufiger die Verknüpfung von Qualifizierung und Unternehmensgründung zur Steigerung der Effizienz von Selbsthilfegenossenschaften sehr stark unterstützen, liegt der Anteil sehr starker Unterstützung innerhalb der Adressatengruppe Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen am höchsten bei der genossenschaftlichen Rechtsform zur Sicherung der Beschäftigungschancen Benachteiligter. Wichtige neue Erkenntnisse zu Genossenschaften als Selbsthilfeorganisationen für auf dem Arbeitsmarkt Benachteiligte gewannen die Befragten sowohl zu Gründungshemmnissen als auch zu Erfolgsfaktoren von Genossenschaften. Änderungen gesetzlicher Grundlagen / Förderrichtlinien und Rahmenbedingungen für Genossenschaftsgründungen sowie verstärkte Mainstreamingaktivitäten wurden als erfolgversprechendste Wege zum Abbau von Hemmnissen zur Initiierung / Stabilisierung von Genossenschaften benannt. 5 Angaben nach Häufigkeit der Nennung P:\EQUAL\040 ÖA\043 Berichte Eval\Berichte projintern\teilberichte\050210_ Befr_Rezip_Kurzbericht.doc 4

5 Informationen zu Entwicklungen und Ergebnisse der EP werden von den befragten Intermediären / Rezipienten teilweise aufgegriffen und vor allem zur Beratung und Öffentlichkeitsarbeit genutzt (ibs. von Genossenschaften / Genossenschaftsinitiativen). Während weibliche Rezipienten etwas häufiger als männliche die Erkenntnisse und Entwicklungen der EP zur Beratung und Qualifizierung nutzen, ziehen männliche Rezipienten diese häufiger als weibliche zur Öffentlichkeitsarbeit heran. Vorschläge zur Entwicklung weiterer Produkte bzw. zur Aufbereitung von Informationen wurden von den Befragten nicht gemacht. Nach Meinung der befragten Intermediäre sollten - neben der Verbesserung rechtlicher, finanzieller, fiskaler Rahmenbedingungen für Selbsthilfegenossenschaften allgemein - Informationen insbesondere über die Vorteile von Selbsthilfegenossenschaften (noch) stärker verbreitet werden, namentlich bei Juristen, Bankern und Arbeitsämtern. Für potentielle Gründer werden vor allem verbesserter Zugang zu Beratung, kompetente lokale Ansprechpartner, zielgerichtete personalisierte Qualifizierung sowie Vereinfachung des Gründungsverfahrens vorgeschlagen. Eine Ausrichtung der Mainstreamingaktivitäten auf etwaige (gewünschte) Adressatengruppen könnte zu einer verstärkten Nutzung der innerhalb der EP entwickelten Innovationen durch unterschiedliche Adressatengruppen führen. Die Ergebnisse der Befragung weisen darauf hin, dass nicht alle befragten Intermediäre / Rezipienten über die innovativen Entwicklungen und Ergebnisse der EP informiert sind, bzw. die innova EP nicht kennen (ca. 1/4 der Befragten). Über die Hälfte der Befragten gibt an, Entwicklungen und Ergebnisse der innova EP nicht zu nutzen, da diese nicht bzw. nicht ausreichend bekannt sind. Drei Viertel der befragten Rezipienten / Intermediäre sind Vorschläge der innova zum Abbau von Hemmnissen zur Initiierung / Stabilisierung von Genossenschaften nicht bekannt. Zur verstärkten Verbreitung innovativer Entwicklungen und Erkenntnisse der innova EP bei potentiellen Rezipienten und Intermediären und zur Kontaktpflege wird periodische Aktualisierung der innova-internen Adressdateien empfohlen. Erfolgreiche Verbreitungswege sollten genutzt und weiter ausgebaut werden, z.b. durch regelmäßige Pflege der Website der innova und verstärkten Einsatz von Flyern. Es könnte überlegt werden, die Werbung für das Buch der innova EP zu intensivieren, ibs. bei Mitgliedern der Thematischen Foren und weiteren Akteuren der GI EQUAL. Eine gezielte Aufbereitung von Informationen für unterschiedliche Adressatengruppen könnte zusätzlich in Betracht gezogen werden. P:\EQUAL\040 ÖA\043 Berichte Eval\Berichte projintern\teilberichte\050210_ Befr_Rezip_Kurzbericht.doc 5

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