Forschungsmethoden in der Sozialen Arbeit

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1 Forschungsmethoden in der Sozialen Arbeit Erhebungsinstrument Lehrveranstaltung an der Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik "Alice Salomon" Hochschule für Soziale Arbeit, Gesundheit, Erziehung und Bildung University of Applied Sciences - Berlin Heeg / Pudelko

2 Grundfragen der gestaltung Was ist das Erkenntnissinteresse? (Forschungsfrage) Von wem will ich etwas erfahren? 2

3 Wie soll der aufgebaut sein? Thematisch gegliedert Auf das Gesamtthema der Studie bezogen sein Thema der Befragung Zusammenhang von Thema, Verwertungsziel und Interessen der Befragten Zusicherung der Anonymität Anreize für konkrete Beantwortung 3

4 gestaltung Positionierung Ausstrahlungseffekte - Beeinflussung des Antwortverhaltens durch vorhergehende Fragen Positionseffekte - Unterschiedliches Antwortverhalten je nach Position Spannungskurve Die wichtigsten Fragen ins zweite Drittel. Überleitungen Den Befragten durch den führen. Wohin mit den Fragen zu den persönlichen Angaben An den Anfang oder ans Ende 4

5 Beispiel Aufbau eines s 5

6 Regeln der Frageformulierung Fragen mit einfachen Worten formulieren Fragen möglichst kurz Fragen konkret halten Keine Suggestivfragen Neutrale Formulierungen Keine hypothetische Konstruktion Fragen sollen sich jeweils auf nur einen Sachverhalt beziehen (Eindimensionalität) Keine doppelte Verneinung Fragen sollten den Befragten nicht überfordern 6

7 Arten von Fragen Offene Fragen und Geschlossene Fragen 7

8 Beispiel Welchen Beruf üben sie aus?... Welchen Beruf üben Sie aus? Sozialarbeiter Erzieher sonstige 8

9 Arten von Fragen Offene Fragen und Geschlossene Fragen Meinungsfragen und Faktenfragen 9

10 Beispiel Welchen Beruf üben Sie aus? Sozialarbeiter Erzieher sonstige Welche Berufe sind in der Kinder- und Jugendhilfe wichtig? Sozialarbeiter Erzieher Psychologen andere und zwar:... 10

11 Arten von Fragen Offene Fragen und Geschlossene Fragen Meinungsfragen und Faktenfragen Filterfragen 11

12 Arten von Fragen Offene Fragen und Geschlossene Fragen Meinungsfragen und Faktenfragen Filterfragen Kontrollfragen 12

13 Arten von Fragen Offene Fragen und Geschlossene Fragen Meinungsfragen und Faktenfragen Filterfragen Kontrollfragen Eröffnungs- und Erholungsfragen 13

14 Arten von Fragen Offene Fragen und Geschlossene Fragen Meinungsfragen und Faktenfragen Filterfragen Kontrollfragen Eröffnungs- und Erholungsfragen Fragen nach Eigenschaften der Befragten 14

15 Antworttypen bei geschlossenen Fragen Der Antworttypus kann sehr unterschiedlich sein In der einfachsten Form wird lediglich ein zweistufiges Urteil verlangt. Ja Stimmt oder nein oder stimmt nicht Die Zahl der Antwortkategorien kann erweitert werden Ja neutral nein 15

16 Antworttypen bei geschlossenen Fragen Die Ratingskala Numerische Skala stimmt stimmt nicht Ja nein Grafische Skala Nicht verankerte Skala Stimmt vollständig Stimmt eher Stimmt Eher nicht Stimmt gar nicht 16

17 Gestaltung von Antwortskalen Differenzierung der Antwortskala Differenzierungsvermögen der Befragten berücksichtigen Entsprechend der Ausgeprägtheit des Differenzierungsvermögens der Befragten Empfehlung: Sieben Skalenpunkte ± zwei Abwägen, ob eine mittlere (neutrale) Antwortmöglichkeit bereit gestellt wird. Meist wird wegen der Trennschärfe darauf verzichtet sehr selten sehr oft Aber, die neutrale Option kann Missings vermeiden helfen sehr selten sehr oft 17

18 Itemsammlung Die Entscheidung nach den Fragen ist eng mit der Frage oder Feststellung verbunden, die das Ziel der Untersuchung darstellt Was soll gemessen werden? Geht es um persönliche Gewohnheiten? Einstellungen? Selbstkonzepte? Eigenschaften? 18

19 Quellen zur Generierung der elemente Aus Theorien ableiten Vorhandene sichten Eigene Erfahrungen, Alltagsbeobachtungen durchführen Voruntersuchungen durchführen Experten befragen Literaturstudium (Lehrbücher, Fachzeitschriften etc.) 19

20 Art und Anzahl der zu sammelnden Item Je unsicherer und unklarer der Gegenstandsbereich, desto mehr Items sind notwendig Faustregeln für die Anzahl der Items gibt es nicht Die Aspekte der zu befragenden Zielgruppe und der Kommunikationsform sind zu berücksichtigen Die Mischung der Skalenniveaus (Nominal, Ordinal, Intervall, Ration) ist üblich 20

21 Vergleichsaspekt Skalenniveau Skalentyp Beispiele nominal Gleichheit (gleich/ungleich) Nominalskala Geburtsort, Konfession ordinal Rang (größer/kleiner) Ordinalskala Schulnoten metrisch Abstand (Äquidistanz) Intervallskala (beliebiger Nullpunkt) Ratio-/ Verhältnisskala (natürlicher Nullpunkt) Grad Celsius, Zeit Alter, Einkommen 21

22 Beispiel Fragen auf verschiedenen Messniveaus 22

23 Revision der Items bzw. Fragen Vor der Freigabe für die Befragung, sollte der bzw. Teile hiervon Testpersonen vorgelegt werden. Meist ist eine sprachliche Revision an vielen Items notwendig. Immer ist die Zielgruppe im Auge zu behalten Bei der Revision ist auch die Reihenfolge der Items in Frage zu stellen. Die Skalenart ist ebenfalls auf ihre Brauchbarkeit zu überprüfen 23

24 Verzerrungen/ Messfehler bei befragungen Verweigerungen (keine oder regelwidrige Antwort) Meinungslosigkeit (Weiß-Nicht-Antwort) Antwortabgabe ohne Meinung Sozial erwünschte Antworten Reaktion auf Merkmale des Interviewers Reaktion auf formale Aspekte der Frage Reaktion auf Position der Frage Zustimmungstendenzen 24

25 Eine Checkliste für die Überprüfung eines s bieten: Botz/ Döhring: Forschungsmethoden und Evaluation, S

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