TPM-Philosophie. o.univ.prof.dr. Hubert Biedermann. Leoben, März Wirtschafts- und Betriebswissenschaften. WBW, Biedermann Seite 1

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1 TPM-Philosophie o.univ.prof.dr. Hubert Biedermann Leoben, März 2015 WBW, Biedermann Seite 1

2 Entwicklungsstufen der IH-Managementansätze Wissensbasierte IH (Knowledge based Maintenance) IH als lernende Organisation Leistungsorientierte IH (Performance based Maintenance) Orientierung an kundengerechter Leistung ( Z,K,O) Anlagenwirtschaftlich orientierte IH (TPM / Predictive Maintenance) Orientierung am Verbesserungsvorrat Zustandsabhängige IH (Condition based Maintenance) Orientierung am Abnutzungsvorrat Vorbeugende IH (Preventive Maintenance) Ausfallorientierte IH (Breakdown Maintenance) Zeit- oder Leistungsorientierung ausfallorientierte Charakteristik agierend verbessernd vermeidend erhaltend reagierend WBW, Biedermann Seite 2

3 Klassische Problemstellung Zahlreiche Verlustquellen reduzieren die Effektivität der Produktionsprozesse in erheblichem Maße mögliche Produktion Technische Störungen Verringerte Arbeitsgeschwindigkeit Rüsten und Einstellen Leerlauf und kleine Stopps Fehlerhafte Teile Einschaltverluste tatsächliche Produktion WBW, Biedermann Seite 3

4 Reduzierung der Zahl und Dauer von Störungen technische Störungen Rüsten und Einstellen Leerlauf und kleine Stops verringerte Geschwindigkeit fehlerhafte Teile Einschaltverluste Insgesamt können Störungen durchschnittlich um 60-70% reduziert werden. Zahl der Störungen reduzieren dauerhafte Abstellung von Störungen Erkennen von Störungen, bevor sie auftreten und vorbeugende Beseitigung (Wärmeentwicklung, Geräuschentwicklung, Leckagen, Vibrationen,...) Dauer der Störungen reduzieren beheben der Störungen durch die Mitarbeiter selbst gezielte Hinweise zur Ursache der Störung WBW, Biedermann Seite 4

5 Die Ziele von TPM Schaffen eines motivierenden Arbeitsumfeldes durch Mitsprache, Mitentscheidung und Mitverantwortung Effektiver Personaleinsatz, optimale Ersatzteillogistik Minimierung der 6 großen Verlustquellen Ständige Anlagen- und Prozessverbesserung bei gleichzeitig effizientem Einsatz der Ressourcen Erhöhte Arbeitssicherheit Schulung der Mitarbeiter in anlagenbezogenen Fertigkeiten und Fähigkeiten Minimierung der Lebenszykluskosten von Anlagen Verbesserung der Zuverlässigkeit und Wartbarkeit von Anlagen durch Schwachstellenbeseitigung WBW, Biedermann Seite 5

6 5 Merkmale von TPM TPM - stellt die ständige Verbesserung der Betriebsanlagen und der dazugehörigen Prozesse in den Mittelpunkt TPM - errichtet ein vollständiges System der vorbeugenden und zustandsorientierten Instandhaltung über die gesamte Lebensdauer der Anlagen TPM - betrifft alle Funktionen des Unternehmens mit anlagenwirtschaftlichen Teilfunktionen: Entwicklung - Planung - Produktion - Instandhaltung TPM - bindet jeden Mitarbeiter des Unternehmens ein, vom Topmanager bis zum Werker TPM - bedient sich des Einsatzes von Kleingruppen mit Anlagenverantwortung WBW, Biedermann Seite 6

7 Grundkonzeption - TPM Teilautonome Organisation Vorbeugende IH-Strategie (Prävention) TPM Informationssystem (Kennzahlen) WBW, Biedermann Seite 7

8 Neue Rolle der Produktion Teilweise Übernahme von IH-Tätigkeiten Verbesserung von Anlagen und Prozessen Mitverantwortung für Zielerreichung (OEE,...) Verbesserte, präzisere Störungsbeschreibung Eigenverantwortliche Schwachstellenbeseitigung WBW, Biedermann Seite 8

9 Neue Rolle der IH Stärkerer Schwerpunkt auf die Verbesserung von Anlagen und Prozessen Produktion in IH-Tätigkeiten schulen Durchführen von Schwachstellenanalysen Mehr geplante IH; überdenken der IH-Strategie Dokumentation (Störungsursache, Schwachstellenanalyse,...) Mitwirkung bei Neubeschaffung von Anlagen Wahrnehmen von zentralen Funktionen (Beschaffung von Neuanlagen; IPSA;...) Dokumentation und Aufbereitung von Erfahrungen WBW, Biedermann Seite 9

10 Nutzen für die Produktion Erhöhtes Anlagen- und Prozesswissen Höherqualifizierung durch Schulung Abwechslungsreichere Aufgaben Abteilungsübergreifendes Arbeiten, besseres Arbeitsumfeld Verstärkte Kooperation mit IH (bessere Information) Weniger Stress bzw. Aufholjagden aufgrund einer Abnahme der Störungen Direkte Auswirkung auf Verbesserungsvorschlagswesen (Prämien) Arbeitserleichterung durch Methoden von TPM (Visuelles Management,...) WBW, Biedermann Seite 10

11 Nutzen für die IH Höherqualifizierung durch Schulung Weniger Feuerwehraktionen (mehr geplante IH) Bessere Zusammenarbeit mit Produktion (Information,...) Erweiterter Verantwortungs- und Aufgabenbereich (Motivation) Mehr Zeit für Schwachstellenanalyse, Planung,... Direkte Auswirkung auf Verbesserungsvorschlagswesen (Prämien) WBW, Biedermann Seite 11

12 Kick off Wirtschafts- und Betriebswissenschaften Grobkonzept der TPM - Einführung Vorprojektphase (Vorstudie) Beseitigung von Schwerpunktproblemen Autonome Instandhaltung Geplantes IH-Programm Schulung und Training Instandhaltungsprävention WBW, Biedermann Seite 12

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