Soziale Kompetenzen in der medizinischen Rehabilitation fördern. Workshop C Tagung am 1. Juni 2012

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1 Soziale Kompetenzen in der medizinischen Rehabilitation fördern Workshop C Tagung am 1. Juni 2012

2 Ziele des Workshops Begriffsklärungen Austausch zum aktuellen Stand Vorstellung verschiedener Möglichkeiten kreatives Denken Diskussion

3 Workshop Gliederung (Bloß keine) Vorstellungsrunde Postervorstellung Soziale Therapie in der med. Reha Markt der Möglichkeiten Pause World-Café Abschlussrunde Workshop gemeinsame Abschlussrunde Ende

4 Sozialtherapie Eine Methode zur Förderung der sozialen Kompetenzen Postervorstellung

5 Sozialtherapie in der med. Reha keine therapeutischen Gruppenangebote vereinzelt Soziales Kompetenztraining keine standardisierten Manuale Ist Sozialtherapie in der medizinischen Rehabilitation erforderlich?

6 Sozialtherapie in der med. Reha Was löst eine schwere Erkrankung aus? Störung sozialer Beziehungen gestörte Interaktion und Kommunikation mangelnde soziale Unterstützung soziale Belastungssituation soziale Isolierung

7 Sozialtherapie in der med. Reha Reha-Ziel Teilhabe an Gemeinschaft und Gesellschaft soziale Kompetenzen dazu nutzen soziale Netzwerke stärken bio-psycho-soziale Gesundheit stärken Empowerment Sozialtherapie kann vielfach Nutzen bringen

8 Soziale Diagnostik Grundlage sozialtherapeutischer Behandlung Situationsorientierung Erfassung von Defiziten und Ressourcen keine standardisierte Vorgehensweise Frage: Wann ist soziale Diagnostik erforderlich?

9 Forschungsprojekt Sozialtherapeutisches Programm zur Sozialen Unterstützung für Rehabilitanden in besonderen beruflichen Problemlagen

10 Ziel: Forschungsprojekt Entwicklung, Durchführung, Wirksamkeitskontrolle und Manualerstellung eines sozialtherapeutischen Konzepts Hypothesen: Verbesserung Sozialer Unterstützung Verbesserung gesundheitsbezogener Lebensqualität Verbesserung gesundheitsbezogener Arbeitsfähigkeit verbesserte Umsetzung gesundheitsfördernden Verhaltens im Alltag

11 Forschungsprojekt Behandlungsprogramm klinischer Sozialarbeit Elemente psychosozialer Diagnostik und Beratung Angehörigenberatung sozialtherapeutische Gruppe als Kernstück telefonische Nachsorge Zur Anzeige wird der QuickTime Dekompressor benötigt.

12 Forschungsprojekt langfristige Wirksamkeit sozialtherapeutischer Intervention Erkrankungen mit komplexen Problemlagen Integration gesundheitsrelevanten Verhaltens in Lebensalltag Verbesserung durch Soziale Unterstützung Effekte auf soziale und berufliche Wiedereingliederung Ressourcen im Bereich personbezogener und Umweltfaktoren nutzbar machen (ICF-Modell) Aktivität und Teilhabe verbessern methodenintegrierendes Programm Patientensicht, Einbeziehung des sozialen Umfelds

13 Konzept der Sozialen Unterstützung Positive zwischenmenschliche Kontakte bzw. die soziale Integration des Einzelnen in ein soziales Netzwerk tragen wesentlich zu unserem physischen und psychischen Wohlbefinden bei. Soziale Unterstützung hilft alltägliche und berufliche Probleme zu bewältigen kritische Lebensereignisse zu bestehen die Gesundheit zu schützen den Genesungsprozess nach Krankheit zu beschleunigen. (Allenspach und Brechbühler 2005, Kaluza 2007, Klauer 2002)

14 Konzept der Sozialen Unterstützung Definition Soziale Unterstützung ist eine Sammelbezeichnung für Unterstützungsleistungen (=Ressourcen), die zur Bewältigung von bedrohlichen bzw. herausfordernden Situationen verwendet werden. (Kienle et al.2006)

15 Soziale Unterstützung Diewald 1991 Konkrete Interaktionen Arbeitshilfen Pflege materielle Unterstützung Intervention Information und Beratung Geselligkeit Alltags-Interaktion Vermittlung von Kognitionen Vermittlung von Anerkennung Orientierung Vermittlung eines Zugehörigkeitsbewußtseins Erwartbarkeit von Hilfe Ort für den Erwerb sozialer Kompetenzen Vermittlung von Emotionen Vermittlung von Geborgenheit Vermittlung von Liebe und Zuneigung Motivationale Unterstützung

16 Soziale Unterstützung besteht aus 1. strukturellen Merkmalen des sozialen Netzwerks einer Person, wie Dauerhaftigkeit der Kontakte, Anzahl der Mitglieder etc. 2. funktionalen Aspekten, wie Teilen der Lebenseinstellungen, Rückmeldungen geben, Vertrauen, finanzielle Hilfen etc. (Kaluza 2005)

17 Soziales Netzwerk Definition Ein soziales Netzwerk stellt ein Hilfssystem dar, welches aus sozialen Einheiten (Personen, Gruppen etc.) besteht, die untereinander in Beziehung stehen. Kriterien zur Beschreibung eines Netzwerkes Größe: Anzahl der Personen im Netzwerk Dichte: Ausmaß der Mitgliederbeziehungen untereinander Verpflichtetheit: Fortleben traditioneller Gruppenstrukturen Homogenität: Grad der Ähnlichkeiten von Mitgliedern (Knoll et al. 2005, Laireiter 2002)

18 Soziales Netzwerk entwickelt und baut sich nicht von selbst auf Beziehungsfähigkeit ist erforderlich Gespräche beginnen und aufrecht erhalten Interesse an Anderen zeigen auf Kontaktangebote reagieren und -signale aussenden Empathie ausdrücken Zuhören können

19 Literatur Allenspach M, Brechbühler A (2005). Stress am Arbeitsplatz. Theoretische Grundlagen, Ursachen, Folgen und Prävention. Bern: Verlag Hans Huber. Kaluza G (2005). Stressbewältigung. Trainingsmanual zur psychologischen Gesundheitsförderung. Heidelberg: Springer. Kaluza G (2007). Gelassen und sicher im Stress. 3.vollständig überarb. Aufl., Heidelberg: Springer Medizin Verlag. Kienle R, Knoll N, Renneberg B (2006). Soziale Ressourcen und Gesundheit: soziale Unterstützung und dyadisches Bewältigen, In: Renneberg B, Hammelstein P (Hrsg.). Gesundheitspsychologie. Heidelberg: Springer Medizin Verlag, S Klauer T (2002). Soziale Unterstützung. In: Schwarzer R, Jerusalem M, Weber H (Hrsg.). Gesundheitspsychologie von A bis Z. Göttingen et al.: Hogrefe Verlag, S Knoll N, Scholz U, Rieckmann N (2005). Einführung in die Gesundheitspsychologie. München: Ernst Reinhardt Verlag. Laireiter A-R (2002). Soziales Netzwerk. In: Schwarzer R, Jerusalem M, Weber H (Hrsg.). Gesundheitspsychologie von A bis Z. Göttingen: et al.: Hogrefe Verlag, S

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