Qualitätskonzept. Primarschule Altnau

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1 Qualitätskonzept Primarschule Altnau Gültig ab 1. August 2015 Vernehmlassung bei Schulbehörde, Schulberatung und Schulaufsicht April/Mai 2015 Genehmigt durch die Schulbehörde am 8. Juni 2015 Primarschule Altnau SCHULLEITUNG UND QUALITÄTSBEAUFTRAGTE PRIMARSCHULE ALTNAU 1

2 Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen 3 2 Sinn und Zweck von Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung 3 3 Begriffe im Qualitätsmanagement 3 4 Zuständigkeiten Rollen Schulbehörde Ressort Qualität Arbeitsgruppe Qualität Schulleitung Lehrpersonen Schülerinnen und Schüler Handbuch Qualitätsablauf 4 5 Strukturen Organisation 4 6 Planungsdokumente 5 7 Qualitätskreislauf für die nächsten 4 Jahre 5 8 Entwicklungsplanung Qualitätsplanung und -entwicklung für die nächsten 3-4 Jahre Qualitätssicherung für die nächsten 3-4 Jahre 6 9 Qualitätskreislauf pro Entwicklungsschwerpunkt Abbildung eines Q-Kreislaufes 7 10 Ressourcen finanziell 7 Seite 11 Entwicklung durch Evaluation 7 12 Evaluation / Datengewinnung 8 13 Prozess-Management 8 SCHULLEITUNG UND QUALITÄTSBEAUFTRAGTE PRIMARSCHULE ALTNAU 2

3 1. Grundlagen Das Qualitätskonzept (im weiteren Text Q-Konzept genannt) setzt die kantonalen Vorgaben bezüglich Qualitätsarbeit (Verordnung über die Volksschule und den Kindergarten, Paragraph 9) um. Es reflektiert die grundlegenden Werte des Leitbilds der Primarschule Altnau und basiert auf den Qualitätsmerkmalen des Leitfadens für die Qualitätsarbeit in Schulen vom Amt für Volksschule Thurgau. 2. Sinn und Zweck von Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung Schulinternes Qualitätsmanagement steht für einen bewussten Umgang aller, die an der Schule beteiligt sind, mit den Zielen und Werten ihrer pädagogischen Arbeit, mit dem ihnen übertragenen Auftrag, mit den an sie gestellten Erwartungen. Es bestehen gemeinsame Vorstellungen darüber, welche Merkmale guten Lehrerinnen und Lehrern eigen sind, wodurch sich ein lernfördernder Unterricht und eine gute Schule auszeichnen. Die Schule als kulturelles und betriebliches Ganzes sowie auch die einzelnen Lehrpersonen und Mitarbeiter orientieren sich an vereinbarten Qualitätsansprüchen und Entwicklungszielen. Zum Zweck der Qualitätssicherung und des gemeinsamen Lernens überprüfen die Schulen regelmässig, wie gut sie die gesetzten Ziele erreichen und wie tauglich getroffene Massnahmen sind. Dabei werden auch die Sichtweisen von Schülerinnen und Schülern, Eltern oder anderen Schulpartnern in die Schulevaluation einbezogen. Auf dieser Basis wird die bestehende gute Qualität der Schule gesichert und in jenen Bereichen verbessert, in denen dies aufgrund der Evaluationsergebnisse oder infolge neuer Anforderungen an die Schule notwendig ist. 3. Begriffe im Qualitätsmanagement Das Qualitätsmanagement kann grundsätzlich als Oberbegriff für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung verstanden werden. Seit 2010 arbeitet die Primarschule Altnau mit dem ganzheitlichen Qualitätsmanagement-Modell für Schulen, dem Q2E (Qualität durch Evaluation und Entwicklung). Qualitätsentwicklung: Stärken und Verbesserungspotenziale werden festgestellt und daraus Massnahmen abgeleitet. Qualitätssicherung: Ansätze und Massnahmen, damit ein erreichter Standard beibehalten wird. Grundlage: Glosssar Qualitätsbegriffe Begriffe zum Thema Qualität an Schulen im Kanton TG, Zuständigkeiten Rollen 4.1 Schulbehörde Die Schulbehörde setzt das Q-Konzept in Kraft. Sie bestimmt die Legislatur-Ziele (Entwicklungsschwerpunkte der PSA) und die Strategie der Schule. Sie delegiert die Umsetzung und das Controlling an das Ressort Qualität. 4.2 Ressort Qualität Der / die Qualitätsverantwortliche ist Mitglied der Schulbehörde, leitet die Arbeitsgruppe Qualität und ist für die Überprüfung der strategischen Umsetzung aller Qualitätsmassnahmen verantwortlich. SCHULLEITUNG UND QUALITÄTSBEAUFTRAGTE PRIMARSCHULE ALTNAU 3

4 4.3 Arbeitsgruppe Qualität Die Arbeitsgruppe Qualität koordiniert sämtliche Aktivitäten zur Umsetzung der Qualitätsziele. Sie beobachtet die Tendenzen und Entwicklungen im Kanton und nimmt Impulse aus der Forschung auf. Sie regt neue Entwicklungsmöglichkeiten an und stellt der Behörde entsprechende Anträge. Sie erarbeitet Qualitätsstandards welche durch die Lehrpersonen umgesetzt werden. Durch die Arbeitsgruppe ist die angemessene Beteiligung aller Betroffenen sichergestellt. Die Arbeitsgruppe besteht aus folgenden Mitgliedern: Schulleitung, 1-2 Vertretung der Lehrpersonen sowie der Q- verantwortlichen Person der Schulbehörde (Leitung der Arbeitsgruppe). 4.4 Schulleitung Die Schulleitung ist für die Koordination der Aktivitäten wie auch für die operative Umsetzung der Qualitätsmassnahmen verantwortlich. 4.5 Lehrpersonen Die Lehrpersonen und Mitarbeitende setzen die von der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen und von der Schulbehörde und der Schulleitung entschiedenen Qualitätsstandards um. 4.6 Schülerinnen und Schüler Zur Entwicklung und Sicherung von Qualitätsstandards können Schülerinnen und Schüler in geeigneter Form mit einbezogen werden. 4.7 Handbuch Das Handbuch für die Lehrpersonen der Primarschule Altnau beschreibt im Detail die Prozesse und Regelungen der operativen täglichen Arbeit der Lehrpersonen. Es wird durch die Schulleitung aktualisiert und periodisch durch das Ressort Qualität überprüft. 4.8 Qualitätsablauf Der Qualitätsablauf beschreibt im Detail die Prozesse und Regelungen der strategischen Qualitätsarbeit. 5. Strukturen 5.1 Organisation SCHULLEITUNG UND QUALITÄTSBEAUFTRAGTE PRIMARSCHULE ALTNAU 4

5 6. Planungsdokumente Strategisch Leitbild Q-Konzept Legislaturziele Behörde (Entwicklungsschwerpunkt der PSA) Entwicklungsplanung (3 Jahre) Operativ Schulentwicklung / Qualitätsentwicklung und sicherung mit Jahresplanung der Projekte Schulprogramm Q-Kreislauf pro Schwerpunkt 7. Qualitätskreislauf für die nächsten 4 Jahre Das Schulprogramm: ist das zentrale Planungsinstrument. Es wird jährlich überprüft und dem aktuellen Stand, den Erkenntnissen aus Evaluation und den strategischen Vorgaben angepasst. Jahresplanung: Anhand der Jahresplanungen, stellt die Arbeitsgruppe Qualität, Anträge zu Entwicklungsthemen an die Schulbehörde. Sie gewährleistet die laufenden Informationen der Behörde über wesentliche Ereignisse in der Qualitätsentwicklung. SCHULLEITUNG UND QUALITÄTSBEAUFTRAGTE PRIMARSCHULE ALTNAU 5

6 8. Entwicklungsplanung 8.1 Qualitätsplanung und -entwicklung für die nächsten 3-4 Jahre Beispiel 8.2 Qualitätssicherung für die nächsten 3-4 Jahre Beispie SCHULLEITUNG UND QUALITÄTSBEAUFTRAGTE PRIMARSCHULE ALTNAU 6

7 9. Qualitätskreislauf pro Entwicklungsschwerpunkt 9.1 Abbildung eines Q-Kreislaufes (1 Jahr) Beispiel 10. Ressourcen finanziell Schulinterne und schulexterne Fortbildungen gemäss Schulprogramm werden finanziell unterstützt. Grundlagen dazu sind das reguläre Jahresbudget sowie das Weiterbildungsreglement vom der Primarschule Altnau. Die Schulleitung bemüht sich um entsprechende Beiträge des AV. 11. Entwicklung durch Evaluation Systematische und regelmässige Evaluation nimmt auf allen Ebenen eine zentrale Rolle ein. Der Vergleich von Selbstbild und Fremdbild ermöglicht es, jeweils konkrete Entwicklungsschritte aufzuzeigen. Das Leitbild dient hierbei als Orientierungshilfe. Qualitätsarbeit verlangt von allen Beteiligten somit ein hohes Mass an Eigenverantwortung, eine äusserst professionelle Haltung und die Bereitschaft, im Sinne eines 360 Feedbacks mit den verschiedenen Partnern (Schulkinder, Eltern, Kollegen / Kolleginnen, Vorgesetzte) den Austausch zu suchen. Regelmässige Standortbestimmungen zeigen das Erreichte auf, ermöglichen neue bedeutende Ziele zu setzen und machen Entwicklungsschritte deutlich. SCHULLEITUNG UND QUALITÄTSBEAUFTRAGTE PRIMARSCHULE ALTNAU 7

8 12. Evaluation / Datengewinnung Evaluation: Mit der Evaluation gewinnen wir Daten. Je nach Evaluationsinstrument werden quantitative oder qualitative Daten gewonnen. Bei der Erstellung des Qualitäts-Kreislaufes ist über die Art und Weise bzw. die Wahl des Evaluationsinstrumentes zu entscheiden. Es muss aufgezeigt werden, welche Art von Daten für die jeweilige Fragestellung notwendig ist. Je nach Fragestellung kann es sinnvoll sein, sowohl quantitative als auch qualitative Daten zu erheben (z.b. Welche Begründungen werden von wie vielen Schülerinnen und Schülern der jeweiligen Klassen genannt? ) Quantitative Daten: Dies sind Zahlen und vereinfachen deshalb eine statistische Auswertung sowie die Ergebnisdarstellung. Diese Daten werden aus Antworten und Fragen gewonnen, die eine vorgegebene Antwortstruktur aufweisen (Einschätzung, Bejahung/Verneinung, Masseinheit wie z.b. Minuten). Solche Befragungen lassen jedoch keine von den Antwortvorgaben abweichenden Aussagen zu. Qualitative Daten: Wort, Satz, Bild, Ton etc. verlangen nach einer eigenen, meist aufwändigen Auswertungsstruktur: Zusammenfassung gleichartiger Aussagen, Zuteilung zu inhaltlichen Aspekten, Gewichtung, Verbalisierung, ggf. Auszählung. Qualitative Daten ermöglichen jedoch eine differenzierte Analyse von Aspekten, die aus Zahlen nicht herausgelesen werden können (z.b. verschiedene Begründungen für einen Sachverhalt, unterschiedliche Motive für ein Vorhaben). Reporting: Die Schulleitung informiert nach Auftrag mittels Reportingberichten die Schulbehörde (z.b. ICT, Personalentwicklung, Zusammenarbeit Lehrpersonen, Mitarbeitergespräche, Integrative Förderung) 13. Prozess-Management Dieses Q-Konzept wird alle zwei Jahre durch die Arbeitsgruppe Qualität revidiert und wenn nötig an die aktuellen Bedürfnisse angepasst. Das Qualitätskonzept wurde von der Behörde am 8. Juni 2015 genehmigt und tritt am 1. August 2015 in Kraft. Primarschule Altnau Arbeitsgruppe Q-Konzept: C. Kurtz, A. Berner, O. Bosshart, E. Fimmel-Meyer; Juni 2015 SCHULLEITUNG UND QUALITÄTSBEAUFTRAGTE PRIMARSCHULE ALTNAU 8

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