Vom Atom zur Sonne: Der Umbau der Energiewirtschaft

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1 Vom Atom zur Sonne: Der Umbau der Energiewirtschaft 1. Welche Formen der Stromerzeugung kennen Sie? Wie wird der Energiebedarf in Ihrem Land hauptsächlich gedeckt? 2. Lesen Sie und übersetzen Sie den folgenden Text. Gehen Sie schrittweise vor: a) Lesen Sie zunächst den ganzen Text durch und fassen Sie kurz auf der Grundlage einiger Notizen zusammen, worum es geht. b) Markieren Sie die Wörter/Textstellen, die Ihnen Schwierigkeiten bereiten. c) Versuchen Sie, die schwierigen Wörter/Textstellen aus Kontext zu erschließen; gibt es deutsche Ausdrücke, die die gleiche Bedeutung haben? d) Wenn es jetzt noch Probleme gibt, arbeiten Sie mit dem Wörterbuch: überprüfen Sie die verschiedenen Entsprechungen am Kontext und notieren Sie das Wort, das passt. e) Übersetzen Sie den Text: fertigen Sie zuerst eine Rohfassung an lassen Sie dabei einen breiten Rand und auch Platz zwischen Zeilen. f) Überarbeiten Sie die Rohfassung Vom Atom zur Sonne: Der Umbau der Energiewirtschaft Die neue Bundesregierung hat den allmählichen Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen. Gleichzeitig sollen die regenerativen Energieträger und das Energiesparen gefördert werden. Die begrenzten Vorräte an fossilen Brennstoffen und die mit ihrer Nutzung verbundenen Gefahren für das Weltklima sowie die Risiken der Atomkraft und die ungelösten Probleme der Entsorgung erfordern nach Ansicht der Bundesregierung eine Wende in der Energiepolitik. Noch decken die Deutschen ihren Energiebedarf vor allem mit den fossilen Energieträgern Öl, Gas und Kohle. Der Anteil der Kernkraft am Gesamt- Energiemix liegt bei etwa 13 Prozent. Bei der Stromversorgung hat die Atomenergie größeres Gewicht: Rund ein Drittel des Strombedarfs der Notizen

2 Deutschen wird mit Atomkraft gedeckt. Die erneuerbaren Energieträger Sonne, Biomasse, Wind und Wasser tragen bislang nur wenig zur Energieversorgung in Deutschland bei. Ihr Anteil steigt jedoch von Jahr zu Jahr. Die Zahl der von Stromversorgern und privaten Betreibern eingesetzten Kraftwerke, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, erhöhte sich von 5600 Kraftwerken im Jahr 1990 auf mehr als im Jahr Den größten Zuwachs gab es bei Photovoltaik-Anlagen, die die Sonne zur Stromerzeugung nutzen: Ihre Zahl stieg um das Dreißigfache auf knapp 7000 (1990: 228). Mit fast 4900 Windrotoren (1990: 497) wurden 1997 zehnmal mehr Anlagen eingesetzt als zu Beginn des Jahrzehnts. Um 47 Prozent stieg die Zahl der Kraftwerke, die Strom aus Biomasse erzeugen. Die Wasserkraft konnte um rund 20 Prozent auf 5463 Anlagen (1990: 4387) zulegen. Ihr Anteil an der Stromversorgung lag 1997 bei 3,4 Prozent. Insgesamt tragen regenerative Energien derzeit mit 5 Prozent zur Stromversorgung bei. Beim Umbau der Energiewirtschaft setzen Experten zum einen auf mehr Effizienz und auf die Energiequelle Energiesparen. Allein durch das konsequente Ausschalten der im Stand-by-Betrieb laufenden elektrischen Geräte ließen sich in Deutschland rund 10 Prozent des Strombedarfs einsparen. Der Verzicht auf den in 19 Kraftwerken produzierten Atomstrom muss nach Ansicht der Energieexperten andererseits durch neue kraftwärmegekoppelte Gas- und Dampf-Kraftwerke kompensiert werden. In ihnen wird nicht nur Strom erzeugt, sondern die entstehende Abwärme auch zur Heizung von Häusern und Betrieben genutzt. Ihr Vorteil ist der hohe Wirkungsgrad. Zudem müsse der Einsatz der Energieträger Sonne, Wind und Biomasse energisch verstärkt werden. Befürworter der Energiewende halten langfristig eine vollständige Energieversorgung in Deutschland mit erneuerbaren Energieträgern für möglich. Ein solarer Energiequellenmix aus Solarzellen, Windkraftanlagen

3 60 (auch über den Meeresflächen), Wasserkraftwerken, Block-heizkraftwerken auf Biomasse-Basis, Elektrifizierung organischer Abfälle, Verstromung von Wasserstoff und eventuell dem Import solarthermisch erzeugten Stroms aus südlichen Ländern soll zusammen mit solaren Treibstoffquellen die Grundlage nachhaltiger Energieversorgung in Deutschland bilden. 3. Vervollständigen Sie bitte das Schema. Energieträger fossile Energieträger Wind 4. Nennen Sie die Verben, von denen die Substantive abgeleitet sind, und übersetzen Sie diese Verben. Ausstieg (m) Nutzung (f) Entsorgung (f) Bedarf (m) Versorgung (f) Zuwachs (m) Erhöhung (f) Erzeugung (f) Umbau (m) Verzicht (m) Heizung (f) Einsetzung (f) Elektrifizierung (f) Import (m) Erfordernis (n) Wende (f) Ausschalten (n) Einsparung (f) aussteigen

4 5. Ergänzen Sie die Tabelle mit den passenden Ausdrücken aus dem Schüttelkasten. weniger als 100 ca. 100 mehr als 100 fast 100 fast 100 gut 100 ungefähr 100 etwa 100 knapp 100 an die 100 um die 100 bis zu 100 über 100 unter 100 nahezu 100 beinahe 100 kaum 100 rund Vergleichen Sie bitte die beiden folgenden Wortbildungen: das Kraftwerk die Atomkraft Bilden Sie zusammengesetzte Wörter mit Kraft und schreiben Sie jeweils den Artikel dazu. 7. Schreiben Sie bitte alle Passivkonstruktionen aus dem Text heraus.

5 8. Bilden Sie bitte mit den Elementen aus dem Schüttelkasten Sätze im Passiv. in der Wirtschaft (f) mit Atomkraft (f) an/treiben* in der Erde (f) durch Atommüll (m) frei/setzen bauen steuern in Europa (n) nutzen auf den Kessel (m) vergraben* bei der Kernspaltung (f) decken fokussieren durch Computer (m) ein/setzen durch die Turbine (f) verschmutzen im Kernreaktor (m) in Müllkraftwerken (n) ein/führen Beispiel: Der Strombedarf Der Strombedarf wird mit Atomkraft gedeckt. 1. Sonnenkraftwerke. 2. Der Generator. 3. Das Sonnenlicht. 4. Die Spiegel des Sonnenkraftwerks. 5. Eine große Menge Energie. 6. Die Uranstäbe. 7. Flüsse und Seen. 8. Radioaktiver Müll. 9. Verschiedene Abfallstoffe. 10. Der nicht verwertbare Restmüll. 9. Verwandeln Sie bitte die Passivsätze in Aktivsätze. Beispiel: Rund ein Drittel des Strombedarfs der Deutschen wird mit Atomkraft gedeckt. Rund ein Drittel des Strombedarfs der Deutschen deckt man mit Atomkraft. 1. Das Uran wird mit Neutronen bestrahlt. 2. Das Uran wird in zwei leichtere Elemente verwandelt. 3. Die Kerne der Uranatome werden durch die Neutronen gespalten. 4. Auf diese Weise wird eine große Menge Energie freigesetzt. 5. So wird Atomkraft gewonnen. 6. Durch die Freisetzung von Energie wird Elektrizität erzeugt.

6 Erweiterte Partizipialattribute (1) [Die bei der Kernspaltung entstehenden Stoffe] sind radioaktiv und daher gefährlich. Analyseschritte: 1. Identifizieren Sie die ganze Nominalgruppe (Die Stoffe) 2. Identifizieren Sie den Kern: Artikel (falls vorhanden) plus Bezugswort (die/stoffe) 3. Identifizieren Sie das Attribut links vom Bezugswort (Partizip: entstehend) 4. Identifizieren Sie die Erweiterungen (wann?, wo?, wie?, wozu?: bei der Kernspaltung) 10. Analysieren Sie bitte: 1. Die mit der Nutzung fossiler Brennstoffe verbundenen Gefahren erfordern eine Wende in der Energiepolitik. 2. Die Zahl der von Stromversorgern und privaten Betreibern eingesetzten Kraftwerke erhöhte sich. 3. Allein durch das konsequente Ausschalten der im Stand-by-Betrieb laufenden elektrischen Geräte ließen sich in Deutschland rund 10 Prozent des Strombedarfs einsparen. 4. Der Verzicht auf den in 19 Kraftwerken produzierten Atomstrom muss andererseits durch neue kraftwärmegekoppelte Gas- und Dampf- Kraftwerke kompensiert werden. 11. Formen Sie bitte die Sätze so um, dass die Partizipialkonstruktionen in Relativsätze aufgelöst werden. Beispiel: Die bei der Kernspaltung entstehenden Stoffe sind radioaktiv und daher gefährlich. Die Stoffe, die bei der Kernspaltung entstehen, sind radioaktiv und daher gefährlich.

7 12. Kreuzen Sie bitte an, was Ihrer Ansicht nach für die einzelnen Kraftwerktypen zutrifft. Kernkraftwerk Kohlekraftwerk Wasserkraftwerk Solarkraftwerk Windkraftwerk Biogasanlage Erdwärmeanlage Umweltfreundlich ja nein weiß nicht Zuverlässige Energieversorgung ja nein weiß nicht 13. Diskutieren Sie Ihre Ergebnisse in der Gruppe.

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