Managementinstrument I01 smag+ - Präsentation

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1 Gestaltung von Arbeit in Führungsaufgaben zur betrieblichen Gesundheitsförderung in NRW Managementinstrument I01 smag+ - Präsentation Strukturierte Mitarbeitergespräche (smag) Personalentwicklung (PE) plus Arbeitsfähigkeit (Stand , V4) Staatliche Ämter für Arbeitsschutz Köln und Aachen

2 smag: Personalentwicklung (PE) plus Arbeitsfähigkeit Definition strukturierte Mitarbeitergespräche (smag) Gespräche zwischen Führungskraft und Mitarbeiter/in (Dialogsteuerung, keine Disziplinargespräche) einheitliche Durchführung im Gesamtbetrieb (def. Rahmen, Zielsetzung und Ablauf) in die Organisations- u. Personalentwicklung des Unternehmens eingebunden Allgemeine Ziele der smag PE Hinweise über Potenziale, Leistungsverhalten / Arbeitsleistung der MA / Zusammenarbeit Hinweise über mögliche Veränderungs- und Gestaltungsbedarfe im Unternehmen (z.b. Qualifizierungsbedarfe) Beitrag zur Stärkung der zielorientierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit 2

3 smag+ Ziele smag+ Hinweise über Belastungen der MitarbeiterInnen (psychische und physische) Hinweise über Zufriedenheit der MA im Hinblick auf Arbeit / Arbeitsbedingungen (zurückblickend, aktuell und perspektivisch) kein Ziel: ausfragen nach Krankheiten und Beschwerden, die mit der Arbeit nichts zutun haben Einsatzbereiche für smag+ in allen Betrieben und auf allen Ebenen mit allen Mitarbeiter/innen Anlass: regelmäßiger, festgelegter Rhythmus oder bestimmtes Ereignis (z.b. Rückkehr an den Arbeitsplatz, neue Funktion, neuer Arbeitsplatz, Probezeit, Erkrankung) 3

4 smag+ Inhalte PE / Fördergespräch: Rückblick und gegenwärtige Arbeitssituation Entwicklungsmöglichkeiten (eigene Wünsche, Einschätzung des Vorgesetzen) Vereinbarungen (Was, wer, wann) Verbesserungen / Merkposten für Führungskraft ( Welche Konsequenzen haben die Ergebnisse des Gespräches für mich; welche Aufgaben resultieren daraus? ) plus Arbeitsfähigkeit (Gesundheit, Motivation und Qualifikation) Zufriedenheit mit Arbeitsbedingungen (z.b. Arbeitsplatz, Arbeitsinhalte, Arbeitsorganisation, Arbeitszeit) Arbeitsklima (Zusammenarbeit mit KollegInnen und Vorgesetzten) Qualifikation zur Erledigung der Arbeitsanforderungen Zusammenhang zwischen möglichen Beschwerden / Krankheiten und den Arbeitsbedingungen Vereinbarungen (Hilfestellungen, Veränderungen, Angebote) und Verbesserungsvorschläge (Was, wer, wann) 4

5 smag+ Kernfragen Verhältnisprävention und Verhaltensprävention: a. Kommen Sie klar mit / Sind Sie zufrieden mit (...Arbeitszeit, Arbeitsmittel, Arbeitsorganisation, Arbeitsumgebung, Arbeitsklima (Vorgesetzte und KollegInnen) b. Was kann ich als AG/Führungskraft tun, um Ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten und/oder zu fördern? c. Wie schätzen Sie ihr eigenes arbeitsbezogenes Gesundheitsverhalten ein? Rückmeldung an die direkten Vorgesetzten erfragen: Kann ich etwas hinsichtlich meines Führungsverhaltens verbessern (z.b. Kommunikation, Beteiligung, Rückmeldung, Fürsorge, Förderung). Benötigen Sie Unterstützungsbedarf zur Verbesserung von bestimmten betrieblichen Gegebenheiten und / oder zur Abklärung von Beschwerden, Belastungen am Arbeitsplatz? Haben Sie Verbesserungsvorschläge, die die Arbeit oder das Klima aus Ihrer Sicht verbessern / erleichtern würden? Wer könnte dabei unterstützen (extern / intern)? Verständigung über das Protokoll zwischen den Beteiligten 5

6 Beispielformular smag+ Mitarbeiter/innengespräch PE plus Arbeitsfähigkeit Name Führungskraft:.. Name Mitarbeiter/in:.. Datum / Zeit:. I. Allgemeiner Rückblick und gegenwärtige Situation Fragen Rückblick letztes Mitarbeiter-gespräch (Protokoll) Was lief gut, was nicht so gut in den letzten Monaten Zufriedenheit mit derzeitiger Arbeitssituation/-umfeld Notizen II. Rückblick Arbeitsfähigkeit Fragen Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen (Arbeitsplatz, Arbeitsmittel, Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, Arbeitsumgebung) ( Waren oder sind Sie zufrieden mit. ) Möglicher Zusammenhang zwischen Belastungssituation und Beanspruchung (körperlicher oder geistiger Art) ( Sehen Sie oder ihr Arzt einen Zusammenhang zw. einer Beanspruchung - akut oder zurückliegend - und den Arbeitsbedingungen ) Zufriedenheit mit dem Arbeitsklima (Vorgesetztenverhalten und KollegInnen) ( Wie sehen sie die Zusammenarbeit mit der Führungskraft und den Kollegen in der Vergangenheit?) Notizen Zufriedenheit mit eigenen Fähigkeiten / Kompetenzen Selbsteinschätzung des Mitarbeiters im Hinblick auf das eigene arbeitsbezogene Gesundheitsheitsverhalten 6

7 Beispielformular smag+ Fortsetzung: Entwicklungsmöglichkeiten und -interessen III. Vereinbarungen Was Wer Wann Fragen Notizen PE-/Qualifizierungsmaßnahme durchführen Vorstellungen des/der Mitarbeiter/in zur zukünftigen beruflichen Entwicklung Einschätzung des Vorgesetzten / Möglichkeiten der PE / Qualifizierung Hinweise zur Verbesserung der allgemeinen Arbeitsbedingungen: -Arbeitsplatz, -mittel, -umgebung -Arbeitsorganisation und -aufgaben und Arbeitsumfang -Qualifizierung (erforderliche und gewünschte) Mithilfe zur Abklärung von Belastungsursachen bzw. zusammenhängen (Expertenhilfe) ( Benötigen Sie Unterstützungsbedarf zur Abklärung. ) Haben Sie Verbesserungsvorschläge zu den Arbeitsbedingungen? Wer könnte dabei unterstützen? Beispiele: Bildschirm erneuern Teamentwicklung Hinweise zur Verbesserung des Führungsverhaltens oder der Zusammenarbeit mit den KollegInnen ( Kann ich etwas hinsichtlich meines eigenen Führungsverhaltens verbessern? ) IV. Ggf. Informationen über Geschehnisse während Fehlzeiten: V: Verbesserungen / Aufträge für die Führungskraft 7

8 smag+ Hinweise zur Einführung Einführung unter Beteiligung der Interessenvertretung und anderer Beauftragte / Fachkräfte vorzugsweise im Rahmen eines Einführungsprozesses Erstellung von Formblättern und Gesprächsleitfaden / Handbuch zur Durchführung von smag (z.b. Vorbreitung für FK und MA; Möglichkeiten und Grenzen von Fragen / Antworten) Abschluss einer Einzelbetriebsvereinbarung zu smag+ Arbeitsfähigkeit Qualifizierungskonzept für Führungskräfte; Grundqualifikation Gesundheitsförderung für FK und MitarbeiterInnen 8

9 smag: Personalentwicklung plus Arbeitsfähigkeit Bsp. Meilensteinplan Einführungsprojekt X Projektteam ½tägig Pr ojektteam ½tägig Handbuch smag ggf. BV smag Projektteam ½tägig 6 Monate X X X X X X Initiierung Konzept Einführung Etablierung t Kick-off Workshop 1-tägi g Mitarbeiter- Information (ggf. Betr.Vers.) Führungskräfte Schulung 2-tägig Projekt-Workshop 1-tägig Auf dem Kick-off Workshop vereinbaren Geschäf tsführung, Führungskräfte und Betriebsrat Ziele, Akt eure, Struktur und Rahmenbedingungen für das Projekt. Das dort gebildete Projektteam erarbeitet das detaillierte smag-umsetzungskonzept und das betriebliche smag-handbuch. Die Beschäftigten werden frühzeitig über Zielrichtung und Planungsstand der smag informiert. Bevor die ersten Mitarbeitergespräche im Pilotbereich durchgeführt werden, muss eine Qualifizierung der Führungskräf te erf olgen. Falls gewünscht, wird auc h die Erstellung einer Betr iebsvereinbarung unterstützt. Der abschließende Workshop mit Geschäftsführung, Projektteam und Betriebsrat dient der Bewertung der Erfahrungen aus dem Pilotbereich und der notwendigen Planungen und Vereinbarungen zu einer umfassenden und dauerhaften Etablierung der smag. 9

10 smag: Personalentwicklung plus Arbeitsfähigkeit Gesprächsleitfaden smag (Kapitel 3 des smag-handbuches) Vorbereitung: Gesprächszielsetzung, -- inhalte inhalte Rahmenbedingungen Einladung Durchführung: Durchführung: Gesprächsauftakt Hauptteil des des Gespräches Vereinbarun Vereinbarungen gen Protokollierung Protokollierung Nachbereitung, -verfolgung Ziel: o einheitliche Durchführung der Gespräche sicher stellen Vorgehen zur Erstellung: o Das Projektteam verabschiedet eine Vorlage des Leitfadens o In den Seminaren wird anhand dieses Leitfadens die Gesprächdurchführung geübt und ggfs. noch Verbesserungen daran vorgenommen o Der Leitfaden wird als verbindliche Richtlinie im smag-handbuch deklariert o Jede Führungskraft führt ihre Gespräche dementsprechend durch 10

11 smag+ Betrieblicher Klärungsbedarf Allgemeine Sensibilisierung zum Thema (Führungskräfte und Mitarbeiter: z.b. Grundqualifikation Gesundheit) Abgrenzung, Einordnung zu weiteren Gesundheitsgesprächen (strukturierte oder unsystematische wie anlassbezogene Fehlzeitengespräche) Welche Ziele werden bei anderen Gesprächen verfolgt? Rhythmus und zeitlicher Anlass von Gesundheits- Arbeitsfähigkeitsgespräche Qualifizierung der Akteure für das Gespräch (Führungskräfte, Mitarbeiter) Grenzen des Gesundheitsgespräches (private Hintergründe; Bereitschaft des MA, Beteiligung der Interessenvertretung im gesamten Prozess Einführungsprojekt smag+ mit Erstellung eines Handbuches / ausformulierte Fragen / Gesprächsleitfäden Dokumentation (z.b. nicht in Personalakte, Protokoll nur bei betrieblichen Zusammenhängen)? Umgang mit Ergebnissen und Maßnahmen 11

12 smag+: Chancen und Risiken für den Betriebsrates Chancen: Möglichkeit zur Verbesserung der Zusammenarbeit Aufweichung starrer hierarchischer Führung Feedback auch für die Führungskraft Möglichkeit zur Mitgestaltung der eigenen Arbeitssituation und Förderung der Gesundheit der Beschäftigten Risiken MAG werden zur Personalbeurteilung missbraucht MAG dienen versteckt der Lohn- / Gehaltsfindung MAG erzeugen Angst und Druck bei der Belegschaft Beschäftigte werden ausgehorcht und gegeneinander ausgespielt ggf. Aushöhlung der BR-Arbeit 12

13 Eckpunkte BV (smag+) Einzel-Betriebsvereinbarung Präambel und Geltungsbereich (Sachlich, Räumlich, Persönlich, Zeitlich) Grundsätze und Ziele Einsatzbereiche Anlass, Rhythmus, Zeitlicher Rahmen Thema: PE plus Arbeitsfähigkeit, keine Beurteilung Verfahren Beteiligte Personen Zeitlicher Ablauf und Rahmenbedingungen Voraussetzungen (Funktions- und Aufgabenbeschreibung des MA) und Rahmenbedingungen (Kultur, Kommunikation und Information im Betrieb) Inhalte (z.b. Leitfragen, Feedback, persönliche berufliche Entwicklung) Rolle und Aufgaben der Führungskräfte, Qualifizierung der Führungskräfte und MA Art und Umfang der Dokumentation Verfügbare Ressourcen (Budget, Personal, Infrastruktur) Gesprächsleitfaden (u. a. Grenzen des Gespräches) Evaluation Erstellung eines Handbuches Vereinbarung zur Durchführung eines Einführungsprojektes Umgang mit den Ergebnissen / Maßnahmen Informations- und Beteiligungsrechte der Interessenvertretung Sanktionen 13

14 Integrationsprinzip: Vorhandene Werkzeuge umbauen 14

15 Änderung des Leitfadens Mitarbeitergespräche zu smag+ 15

16 Änderung des Leitfadens Mitarbeitergespräche zu smag+ 16

17 Änderung des Leitfadens Mitarbeitergespräche zu smag+ 17

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