Stadt Teltow. Bebauungsplan Nr. 69 "Erweiterung des Forschungszentrums in der Schillerstraße" Begründung

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1 Stadt Teltow "Erweiterung des Forschungszentrums in der Schillerstraße" Begründung Entwurf zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß 3 Abs. 1 BauGB und zur frühzeitigen Beteiligung der Behörden gemäß 4 Abs. 1 BauGB Datum: Art des Verfahrens: Regelverfahren gem. 2 Abs. 1 BauGB

2 "Erweiterung des Forschungszentrums in der Schillerstraße" Verfahrensträger Stadt Teltow Sachgebiet Stadtentwicklung Marktplatz 1/ Teltow Auftragnehmer Planergemeinschaft für Stadt und Raum eg Lietzenburger Straße 44, Berlin Tel. 030 / , Fax 030 / von 35

3 Inhaltsverzeichnis INHALTSVERZEICHNIS A. PLANUNGSGEGENSTAND 5 1 Anlass und Erforderlichkeit 5 2 Beschreibung des Plangebiets Räumliche Lage Eigentumsverhältnisse Gebiets-/Bestandssituation Planungsrechtliche Ausgangssituation Erschließung Wald im Sinne des Landeswaldgesetzes 6 3 Planerische Ausgangssituation Regionalplanung / Ziele und Grundsätze der Raumordnung Regionalplanung Flächennutzungsplan Integriertes Stadtentwicklungskonzept, INSEK Verkehrsentwicklungsplanung Benachbarte Bebauungspläne Sonstige Satzungen 9 4 Bestimmungen, Kennzeichnungen und nachrichtliche Übernahmen Baudenkmale Bodendenkmale 10 B. PLANINHALT UND ABWÄGUNG 11 1 Ziele der Planung und wesentlicher Planinhalt Städtebaulich-landschaftsplanerisches Konzept Verkehrskonzept und Erschließung 11 2 Begründung der Festsetzungen Art der baulichen Nutzung Maß der baulichen Nutzung Höhe baulicher Anlagen / Höhenlage / Dachaufbauten Bauweise Überbaubare Grundstücksflächen Grünflächen-/festsetzungen Verkehrsflächen, Erschließung Sonstige Festsetzungen Gestaltungsfestsetzungen 15 C. UMWELTBERICHT 16 1 Einleitung Kurzdarstellung der Inhalte und Ziele des Bebauungsplans 16 3 von 35

4 Inhaltsverzeichnis Erweiterung des Forschungszentrums in der Schillerstraße 1.2 Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung Ziele des Umweltschutzes in Fachgesetzen und Fachplänen 16 2 Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umweltauswirkungen Basisszenario Voraussichtliche Entwicklung des Umweltzustands bei Nichtdurchführung der Planung Prognose über die Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung der Planung Geplante Maßnahmen zur Vermeidung, Verhinderung, Verringerung und zum Ausgleich von erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen Anderweitige Planungsmöglichkeiten 27 3 Zusätzliche Angaben Wichtigste Merkmale der verwendeten technischen Verfahren bei der Umweltprüfung und Hinweise auf Schwierigkeiten bei Zusammenstellung der Angaben Geplante Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen Umweltauswirkungen Allgemein verständliche Zusammenfassung Referenzliste der Quellen 28 D. AUSWIRKUNGEN DES BEBAUUNGSPLANS 29 1 Auswirkungen auf die Stadtstruktur 29 2 Auswirkungen auf die Umwelt 29 3 Auswirkungen auf die Soziale Infrastruktur 29 4 Auswirkungen auf den Verkehr 29 5 Auswirkungen auf die technische Infrastruktur 29 6 Finanzielle Auswirkungen Verfahrenskosten Herstellungs- und Unterhaltungskosten Grunderwerb 29 7 Bodenordnung 29 E. VERFAHREN 30 1 Übersicht über den Verfahrensablauf 30 F. RECHTSGRUNDLAGEN 31 G. ANLAGEN 32 1 Textliche Festsetzungen 32 2 Städtebauliches Konzept 35 4 von 35

5 Kapitel A - Planungsgegenstand A. Planungsgegenstand 1 Anlass und Erforderlichkeit Anlass für die Aufstellung des Bebauungsplans ist die Planung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht, eine Erweiterung des bestehenden Instituts für Biomaterialforschung an der Kantstraße, auf der ehemaligen Heizhausfläche an der Schillerstraße zu realisieren. Die derzeit brachliegende Heizhausfläche befindet sich in einem Bereich, für den z. Z. noch keine verbindliche Bauleitplanung im Sinne des 30 BauGB vorliegt. Laut Klarstellungssatzung der Stadt Teltow vom 23. September 2004 ist das Gebiet dem Außenbereich gemäß 35 BauGB zuzuordnen ("Außenbereich im Innenbereich"). Da das geltende Planungsrecht der geplanten Entwicklung entgegensteht, wurde die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 69 "Erweiterung des Forschungszentrums in der Schillerstraße" am beschlossen. Mit der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 69 sollen durch die Festsetzung eines Sondergebiets "Forschung" die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die geplante Erweiterung des Helmholtz-Zentrums in der Schillerstraße geschaffen werden und eine städtebauliche Entwicklung und Ordnung gemäß 1 BauGB ermöglicht werden. Die Aufstellung erfolgt im Regelverfahren mit Umweltbericht gemäß 2 Abs. 4 BauGB. 2 Beschreibung des Plangebiets Das ca. 1,4 ha große Plangebiet grenzt westlich an mit Einfamilienhäusern bebaute Grundstücke zwischen Kantstraße, Schillerstraße und Fritz-Reuter-Straße (Bebauungsplan Nr. 62 "Kantstraße Teltow-Seehof"). Im Norden grenzt der Geltungsbereich an die Kantstraße, im Osten an die Hauffstraße und im Süden an die Schillerstraße. Die angrenzenden Wohnquartiere, mit Ausnahme des westlich angrenzenden Bebauungsplangebietes, gelten als im Zusammenhang bebaute Ortsteile gemäß 34 BauGB und sind im Wesentlichen durch Wohngebiete in offener Bauweise geprägt. Der Geltungsbereich bezieht sich auf das Flurstück 211/1 in Flur 5 der Gemarkung Teltow. 2.1 Räumliche Lage Das Plangebiet befindet sich in Seehof, im nordöstlichen Stadtgebiet Teltows. Es ist von überwiegend zweigeschossiger Wohnbebauung umgeben. Östlich der Hauffstraße befindet sich im nördlichen Bereich die denkmalgeschützte "Arco- Villa" (Baujahr: 1914/ /20, Architekt: Otto Laternser, Bauherr: Georg Wilhelm Graf von Arco). Zum Baudenkmal gehört neben der zweigeschossigen Villa mit Mansardwalmdach, auch das zur Kantstraße gelagerte Pförtnerhaus sowie die Einfriedung. Im südlichen Bereich befindet sich eine zweigeschossige Wohnbebauung. Östlich angrenzend befindet sich der Gebäudekomplex des bestehenden Instituts für Biomaterialforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. 2.2 Eigentumsverhältnisse Das Grundstück befindet sich im Eigentum des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. 5 von 35

6 Kapitel A - Planungsgegenstand 2.3 Gebiets-/Bestandssituation Das Grundstück ist im Norden mit einer Waldfläche bedeckt, auch der südliche Bereich ist, neben einem leerstehenden ehemaligem Heizhaus mit Schornstein, von waldartigem Baumbestand geprägt. Die Fläche wird zudem teilweise als Lagerplatz genutzt. 2.4 Planungsrechtliche Ausgangssituation Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes ist laut Klarstellungssatzung der Stadt Teltow vom 23. September 2004 dem Außenbereich gemäß 35 BauGB zuzuordnen. Die städtebaulich gewünschte Entwicklung eines sonstigen Sondergebiets "Forschung" gemäß 11 Baunutzungsverordnung (BauNVO) erfordert demnach die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Für die Entwicklung der Planungsüberlegungen aus dem Flächennutzungsplan, in dem das Plangebiet als Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung "Sozialen Zwecken dienende Gebäude und Einrichtungen" dargestellt ist, ist eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Das FNP-Änderungsverfahren soll parallel zur Aufstellung des Bebauungsplans erfolgen (s. Kap. A. 3.4) 2.5 Erschließung Verkehrserschließung Das Plangebiet ist durch die Kantstraße im Norden, die Hauffstraße im Osten und die Schillerstraße im Süden für den Kfz-, Rad- und Fußverkehr erschlossen. Östlich angrenzend, innerhalb des festgesetzten Bebauungsplans Nr. 62 "Kantstraße Teltow- Seehof", befindet sich eine öffentliche Fußwegeverbindung zwischen der Kant- und Schillerstraße. Die Erschließung des Plangebiets durch den ÖPNV erfolgt über eine Buslinie (Bus 184) in der Lichterfelder Allee. Die nächstgelegenen Haltestellen (5 min. Fußweg) befinden sich an den Einmündungen Fritz-Reuter-Straße und Hannemannstraße. Die Linie verkehrt derzeit tagsüber im 20-Minuten-Takt, am Wochenende im 20- bzw. 60-Minuten-Takt. Über diese Linie sind der S-Bahnhof Südkreuz in Berlin sowie die Altstadt Teltow zu erreichen. Weiterhin kann mit dieser Linie der S-Bahnhof Teltow Stadt erreicht werden (Fahrt bis Ruhlsdorfer Platz und umsteigen in eine weitere Buslinie bzw. 10 min. Fußweg) Technische Infrastruktur Die Ver- und Entsorgung ist über vorhandene Leitungen und Anlagen der Unternehmensträger in den angrenzenden Straßen gesichert. 2.6 Wald im Sinne des Landeswaldgesetzes Teilflächen des Gebiets sind nach vorläufiger Einschätzung Wald im Sinne des Landeswaldgesetzes. Die geplante Umwandlung des Waldes in Bauland bedarf der Genehmigung des Landesbetriebs Forst Brandenburg als unteren Forstbehörde. Im weiteren Verfahren wird geklärt, ob und unter welchen Nebenstimmungen eine Umwandlung in Aussicht gestellt werden kann. 6 von 35

7 Kapitel A - Planungsgegenstand 3 Planerische Ausgangssituation 3.1 Regionalplanung / Ziele und Grundsätze der Raumordnung Nach 1 Abs. 4 BauGB sind die Bauleitpläne der Gemeinden den übergeordneten Grundsätzen und Zielen der Raumordnung und Landesplanung anzupassen. Neben allgemeinen Vorgaben aus dem Raumordnungsgesetz (ROG) des Bundes sind im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung insbesondere Landesentwicklungs- und Regionalpläne zu beachten. Als rechtliche Grundlagen zur Beurteilung der Planungsabsicht gelten: - das Landesentwicklungsprogramm 2007 (LEPro 2007) vom (GVBI. I S. 235), - der Verordnung über den Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg (LEP B-B) vom (GVBI. II Nr. 24), in Kraft getreten mit Wirkung vom und - der Regionalplan Havelland-Fläming 2020 (ReP HF) vom (Amtsblatt für Brandenburg 2015, S. 970 ff.). Bewertung der Planungsabsicht 1 : Die Planungsabsicht lässt derzeit keinen Widerspruch zu Zielen der Raumordnung erkennen. Für die Beurteilung sind hier insbesondere folgende Ziele und Grundsätze der Raumordnung relevant: - Grundsätze aus 5 Abs. 1-3 LEPro 2007: Ausrichtung der Siedlungsentwicklung auf Zentrale Orte und raumordnerisch festgelegte Siedlungsbereiche; Vorrang der Innenentwicklung, dabei Priorität der Erhaltung und Umgestaltung des baulichen Bestandes in vorhandenen Siedlungsbereichen bzw. der Reaktivierung von Siedlungsbrachflächen; Anstreben verkehrssparender Siedlungsstrukturen; - Grundsätze aus 6 Abs. 1 und 2 LEPro 2007: Sicherung und Entwicklung der Naturgüter Boden, Wasser, Luft, Pflanzen- und Tierwelt in ihrer Funktions- und Regenerationsfähigkeit sowie ihrem Zusammenwirken; Vermeidung von Freirauminanspruchnahme; - Ziel 2.9 LEP B-B: Teltow ist Mittelzentrum; - Grundsatz 2.10 LEP B-B: Konzentration gehobener Funktionen der Daseinsvorsorge mit regionaler Bedeutung (insbesondere auch Bildungs- und Gesundheitsfunktionen) in den Mittelzentren; - Grundsatz 4.1 LEP B-B: vorrangige Nutzung bisher nicht ausgeschöpfter Entwicklungspotenziale innerhalb vorhandener Siedlungsgebiete sowie unter Inanspruchnahme vorhandener Infrastruktur, ausgewogene Entwicklung der Funktionen Wohnen, Arbeiten, Versorgung und Erholung; - Grundsatz 5.1 Abs. 1 und 2 LEP B-B: Freiraumerhalt; Minimierung der Freirauminanspruchnahme bei der Entwicklung neuer Siedlungsflächen; - Grundsatz ReP HF: Nutzung der Vorzugsräume Siedlung (hier: Ortslage Teltow) für die Siedlungsentwicklung; - Grundsatz ReP HF: Sicherung bestehender Einrichtungen der gehobenen Daseinsvorsorge und besonderes Gewicht bei der Ansiedlung neuer Einrichtungen in den Funktionsschwerpunkten der Ober- und Mittelzentren (hier: Ortslage Teltow). 1 Gemeinsame Landesplanungsabteilung, Mittelung der Ziele, Grundsätze und sonstigen Erfordernisse der Raumordnung zum B-Plan Nr. 69 vom von 35

8 Kapitel A - Planungsgegenstand Nach den Festlegungen des LEP B-B ist die Stadt Teltow Mittelzentrum. Nach der Festlegungskarte 1 des LEP B-B liegt das Plangebiet im Gestaltungsraum Siedlung. Nach der Festlegungskarte des ReP HF liegt der Standort innerhalb des Vorzugsraums Siedlung; die Ortslage Teltow ist zudem als Funktionsschwerpunkt des Mittelzentrums definiert. Die beabsichtigte Entwicklung eines Forschungsstandortes am vorgesehenen Standort im Gestaltungsraum Siedlung und im Vorzugsraum Siedlung entspricht den o.g. Grundsätzen der Raumordnung zur Steuerung der Siedlungsentwicklung und kann ein Beitrag zur Stärkung der mittelzentralen Funktionen der Stadt Teltow sein. Dem fachrechtlich gebotenen Freiraumerhalt ist dennoch Rechnung zu tragen. Die o.g. Grundsätze zur Freiraumentwicklung sind im weiteren Verfahren angemessen zu berücksichtigen. 3.2 Regionalplanung Der Regionalplan der regionalen Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming ist zurzeit unwirksam. 3.3 Flächennutzungsplan Im wirksamen Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Teltow vom ist das Gebiet als Fläche für den Gemeinbedarf mit der Zweckbestimmung "Kindertagesstätte" dargestellt. Im westlich angrenzenden Wohnquartier wurde ein Kinderspielplatz realisiert, der im FNP mit einem Symbol für Spielplatz dargestellt ist. Südlich angrenzend, im Randbereich der Schillerstraße befindet sich eine Gastrasse, die mit entsprechendem Schriftzug "Gas" dargestellt ist. Dreiseitig umgebend sind Wohnbauflächen dargestellt. Östlich angrenzend ist eine Sonderbaufläche mit der Zweckbestimmung "Forschung" dargestellt. Abb. Flächennutzungsplan vom Juli 2004 Der Bebauungsplanentwurf, der ein Sondergebiet "Forschung" vorsieht, ist nicht aus dem wirksamen Flächennutzungsplan entwickelbar. Eine Änderung des FNP ist erforderlich. Diese erfolgt im Parallelverfahren gem. 8 Abs. 3 BauGB. Ziel der Änderung ist die Streichung der Gemeinbedarfsfläche und die Erweiterung der Sonderbaufläche nach Westen. 8 von 35

9 Kapitel A - Planungsgegenstand 3.4 Integriertes Stadtentwicklungskonzept, INSEK Laut Leitbild und Entwicklungszielen des INSEK liegt das Plangebiet in einem Bereich, der als Wohnbaustandort profiliert werden soll. Der Ausbau von Siedlungsstraßen ist in diesem Bereich ein Maßnahmenschwerpunkt Verkehrsentwicklungsplanung Der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Teltow 3 zeigt im Straßenverkehrskonzept die nördlich vom Plangebiet verlaufende Lichterfelder Allee als Hauptverkehrsstraße. Der nächstliegende Knotenpunkt zur Lichterfelder Allee (Nord-Süd-Verbindung/Anbindung Berlin) liegt im Norden in ca. 400 m Entfernung. 3.6 Benachbarte Bebauungspläne In unmittelbarer westlicher Nachbarschaft zum befindet sich der festgesetzte Bebauungsplan Nr. 62 "Kantstraße Teltow-Seehof". Mit dem Bebauungsplan wurden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines allgemeinen Wohngebietes gemäß 4 BauNVO sowie einer öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung "Öffentliche Parkanlage mit Spielplatz" im östlichen Randbereich geschaffen. Die Festsetzungen zu Art und Maß der baulichen Nutzung gewährleisten die Entwicklung einer kleinteiligen, weitgehend einheitlichen Gebäudestruktur, die sich in die umgebende Bebauung (Einfamilienhausgebiete) einfügt. Die Entwicklung des Wohngebietes ist zwischenzeitlich abgeschlossen. Die öffentliche Parkanlage mit Kinderspielplatz wurde ebenfalls realisiert. 3.7 Sonstige Satzungen Spielplatzsatzung In der Teltower Kinderspielplatzsatzung 4 ist die Erforderlichkeit der Herstellung von Kinderspielplätzen im Zusammenhang mit der Errichtung von Wohngebäuden in Teltow geregelt. Da im Plangebiet keine Wohngebäude errichtet werden sollen, findet die Spielplatzsatzung hier keine Anwendung Stellplatzsatzung Die Stellplatzsatzung 5 der Stadt Teltow legt die Zahl der erforderlichen notwendigen Stellplätze bei der Errichtung oder Nutzungsänderung baulicher Anlagen, sowie anderen Anlagen, bei denen ein Zu- oder Abgangsverkehr mittels Fahrzeugen (Kraftfahrzeuge, Fahrräder) zu erwarten ist, fest. Die Zahl der notwendigen herzustellenden Stellplätze ergibt sich aus der Anlage 1 zu der Satzung, in der die Richtzahlen einer Nutzungsart zugeordnet werden. Gem. 3 Abs. 5 ist bei Nutzungsarten, die in Anlage 1 der Satzung nicht benannt sind, der Stellplatzbedarf nach den besonderen Verhältnissen im Einzelfall unter sinngemäßer Berücksichtigung der Richtzahlen für Nutzungsarten mit vergleichbarem Stellplatzbedarf zu ermitteln. 2 Stadt Teltow, INSEK, Integriertes Stadtentwicklungskonzept, Stadt Teltow, Verkehrsentwicklungsplan, Straßenverkehrskonzept, Plan 8, Stand 12/ Kinderspielplatzsatzung der Stadt Teltow, beschlossen am Stellplatzsatzung der Stadt Teltow, in Kraft getreten am von 35

10 Kapitel A - Planungsgegenstand 4 Bestimmungen, Kennzeichnungen und nachrichtliche Übernahmen 4.1 Baudenkmale Innerhalb des Geltungsbereiches gibt es keine Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen. 4.2 Bodendenkmale Für den Geltungsbereich des Bebauungsplans sind keine Bodendenkmale in der Denkmalliste des Landes Brandenburg aufgeführt. 10 von 35

11 Kapitel B - Planinhalt und Abwägung B. Planinhalt und Abwägung 1 Ziele der Planung und wesentlicher Planinhalt Die Helmholtzgesellschaft Geesthacht möchte ihr Institut für Biomaterialforschung in der Kantstraße durch die vorliegende Planung in der Schillerstraße weiter entwickeln. Die Stadt Teltow hat ein großes Interesse daran, Erweiterungspotenziale für den Forschungsstandort zu ermöglichen und somit Arbeitsplätze in der Stadt zu schaffen und zu sichern. Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 69 sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines Sondergebiets "Forschung" sowie einer privaten Grünfläche mit der Zweckbestimmung "naturnahe Grünfläche" im nordöstlichen Bereich der Stadt Teltow geschaffen werden. Damit kann die derzeit brachliegende, ehemalige Heizhausfläche einer geordneten städtebaulichen Entwicklung zugeführt werden. Gleichzeitig werden die Belange des Umweltschutzes, des Naturschutzes und der Landschaftspflege beachtet. 1.1 Städtebaulich-landschaftsplanerisches Konzept Das städtebauliche Konzept des Büros B+P Reiner Becker GmbH (Stand 03/2019, s. Anlage 2) sieht eine Bebauung in offener Bauweise mit fünf Einzelgebäuden vor. Dabei gruppieren sich vier rechteckige Gebäude (23,0 m x 40,0 m) um ein zentral gelegenes Gebäude (38,0 m x 42,0 m). Die vier rechteckigen Gebäude bilden die Raumkanten zur Kant- und Schillerstraße und betonen die Ecksituationen zur Hauffstraße. An der Hauffstraße entsteht eine Platzsituation, die die Schaffung eines attraktiven Eingangsbereichs ermöglicht. Zur westlich angrenzenden Einfamilienhausbebauung reagiert die Bebauung mit Vor- und Rücksprüngen um den Eindruck einer nach außen geschlossenen Bebauung zu vermeiden. Zum Erhalt des vorhandenen Baumbestands und zur Wahrung eines angemessenen Abstands zur westlich angrenzenden Einfamilienhausbebauung und zur öffentlichen Parkanlage mit Kinderspielplatz soll entlang der westlichen Grundstücksgrenze ein 10 m breiter Grünstreifen ausgebildet werden, auf dem der Baumbestand erhalten werden soll. Die geplante Bebauung, die erforderliche Erschließung sowie die Unterbringung des ruhenden Verkehrs im Plangebiet lassen den Erhalt weiterer zusammenhängender Baumgruppen nicht zu. Ob Einzelbäume erhalten werden können, ist im weiteren Verfahren zu prüfen. 1.2 Verkehrskonzept und Erschließung Dem Planungskonzept entsprechend soll die Haupterschließung über die Hauffstraße erfolgen. Ergänzend sollen Zufahrten von der Kant- und Schillerstraße für Anlieferfahrzeuge ermöglicht werden. Es werden entsprechend Einfahrtsbereiche im Bebauungsplan festgesetzt. Die erforderlichen Stellplätze sollen vollständig innerhalb des Plangebietes untergebracht werden, wobei die straßenbegleitenden nicht überbaubaren Grundstücksflächen (Vorgartenbereich) nicht für Stellplätze zur Verfügung stehen sollen. 2 Begründung der Festsetzungen 2.1 Art der baulichen Nutzung Das Plangebiet soll vorwiegend der Forschung und Entwicklung dienen und wird gemäß 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB als sonstiges Sondergebiet mit der Zweckbestimmung "Forschung" im Sinne des 11 BauNVO festgesetzt. 11 von 35

12 Kapitel B Planinhalt und Abwägung Gemäß textlicher Festsetzung Nr. 1.1 (TF Nr. 1.1) sollen im Sondergebiet 1. nicht wesentlich störende Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, 2. Schulungseinrichtungen, 3. nicht wesentlich störende Gewerbetriebe, die den Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zugeordnet und ihnen gegenüber in Grundfläche und Geschossfläche untergeordnet sind, zugelassen werden. Ausnahmsweise können zugelassen werden: 1. Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen, die den Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zugeordnet und ihnen gegenüber in Grundfläche und Geschossfläche untergeordnet sind. Die Beschränkung des Störgrads der Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie der Gewerbebetriebe dient der immissionsrechtlichen Verträglichkeit mit der umgebenden Wohnbebauung. Die inhaltliche Verknüpfung der Gewerbebetriebe mit den Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen soll gewährleisten, dass der Gesamtzusammenhang "Forschung" bestehen bleibt und sich an diesem Standort kein selbstständiges Gewerbegebiet entwickelt. Die größenmäßige Begrenzung der Gewerbe- und Wohnnutzung dient der Sicherung des allgemeinen Gebietscharakters des Sondergebiets, das primär der Forschung und Entwicklung dienen soll. 2.2 Maß der baulichen Nutzung Die Festsetzung der überbaubaren Grundstücksflächen durch Baugrenzen ist an sich keine Maßfestsetzung (s. Kap. B 2.4), sondern sie verteilt das Maß der Nutzung auf dem Grundstück. Da bei Baukörperfestsetzungen die überbaubare Grundstücksfläche der maximal zulässigen Grundfläche baulicher Anlagen entspricht, wird damit die zulässige Grundfläche zeichnerisch bestimmt. Die so durch die Planzeichnung konkret bestimmte Fläche der Baukörper ist daher eine Festsetzung mit Doppelcharakter. Sie definiert die Grundfläche im Sinne des 16 BauNVO zur Bestimmung des Maßes der baulichen Nutzung und ist Berechnungsgrundlage für die Grundflächenzahl (GRZ) gemäß 19 BauNVO; zudem legt sie die überbaubare Grundstücksfläche im Sinne von 23 BauNVO fest. Auf eine zusätzliche nummerische Festsetzung der zulässigen Grundfläche kann somit verzichtet werden. Zur Klarstellung dieses Sachverhalts wurde die TF Nr. 2.1 aufgenommen. Der 17 BauNVO legt für die einzelnen Baugebiete Obergrenzen für das Maß der baulichen Nutzung in Form einer Grundflächenzahl (GRZ) bzw. einer Geschossflächenzahl (GFZ) fest. Die Grundflächenzahl gibt nach 19 Abs. 1 BauNVO an, wie viel Quadratmeter Grundfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Zulässige Grundfläche ist der errechnete Anteil des Baugrundstücks, der von baulichen Anlagen überdeckt werden darf. Die Geschossflächenzahl stellt - analog der Berechnung der GRZ - das Verhältnis zwischen Geschossfläche und Baugrundstück dar. Gemäß 17 BauNVO gelten für sonstige Sondergebiete folgende Obergrenzen: GRZ 0,8 und GFZ 2,4. Die geplante zeichnerische Festsetzung der Grundfläche entspricht, bezogen auf die Gesamtfläche des Sondergebiets, einer GRZ von 0,4 (Flächenbilanz s. u.). Da das städtebauliche Konzept eine III-Geschossigkeit für die Gebäude vorsieht, soll die maximale Nutzungsdichte mit einer GFZ von 1,2 festgesetzt werden. 12 von 35

13 Kapitel B - Planinhalt und Abwägung Mit den festgesetzten Nutzungsmaßen werden die Obergrenzen gemäß 17 BauNVO eingehalten. Flächenbilanz: GRZ nach 19 Abs. 2 BauNVO Gebiet Fläche Grundfläche Geschossfläche GFZ nach 20 Abs. 2 BauNVO Sondergebiet m² m² 0, m² 1,2 Private Grünfläche m² Gesamtfläche m² 2.3 Höhe baulicher Anlagen / Höhenlage / Dachaufbauten Um die Umsetzung des städtebaulichen Konzeptes mit seiner angestrebten Höhenentwicklung zu gewährleisten und gleichzeitig einen weitgehend behutsamen Umgang mit der umgebenden Wohnbebauung sicherzustellen, soll die Höhe der baulichen Anlagen begrenzt werden. Hierfür soll die Festsetzung einer maximalen Oberkante (OK) baulicher Anlagen auf der Grundlage des 16 Abs. 2 Nr. 4 BauNVO in Verbindung mit 18 Abs. 1 BauNVO festgesetzt werden. Für die geplante Bebauung wird eine max. Oberkante von 14,0 m festgesetzt. Gemäß TF Nr. 3.1 bezieht sich die zulässige OK der Gebäude auf die in der TF Nr. 3.2 festgesetzte Geländehöhe (Bezugshöhe) von 40,0 m über NHN. Die Bezugshöhe bezieht sich auf die Bestandshöhen innerhalb des Plangebietes, die sich zwischen ca. 39,0 und 40,0 m über NHN bewegen. Bei den geplanten Gebäuden des Forschungszentrums (z. B. Laborgebäude) sind technischen Aufbauten erforderlich. Die Errichtung von Dachaufbauten mit übermäßigen Höhen soll jedoch verhindert werden. Diesem Ziel dient eine Höhenbeschränkung für Dachaufbauten in Verbindung mit einer Regelung für das Zurücktreten von untergeordneten baulichen Anlagen. Gemäß TF Nr. 3.3 können Dachaufbauten (z. B. Aufzugsanlagen, Lüftungsanlagen) bis zu einer Höhe von 2,0 m oberhalb der festgesetzten Oberkante zugelassen werden, wenn sie ausschließlich der Aufnahme technischer Einrichtungen dienen und mindestens 2,0 m von der Baugrenze zurückgesetzt sind. Eine weitere Begrenzung erfahren Dachaufbauten durch die Vorgabe, dass 30 % der Dachflächen zu begrünen sind (s. Kap. B 2.6). 2.4 Bauweise Auf eine Festsetzung der Bauweise soll im vorliegenden Fall verzichtet werden. Der planungsrechtliche Begriff der Bauweise im Sinne des 22 BauNVO charakterisiert die Art und Weise, in der Gebäude in Bezug auf die seitliche Grundstücksgrenze auf dem Grundstück angeordnet werden. Aufgrund des konkreten städtebaulichen Konzepts, welches in Form von Baukörperausweisungen planungsrechtlich gesichert werden soll (s. Kap. B 2.5), ist eine zusätzliche Festsetzung der Bauweise im vorliegenden Fall entbehrlich. 2.5 Überbaubare Grundstücksflächen Verbindliche Regelungen bezüglich der überbaubaren Grundstücksflächen sollen gemäß 9 Abs. 1 Nr. 2 BauGB durch die Festsetzung von Baugrenzen gemäß 23 Abs. 3 BauNVO, an die herangebaut werden kann aber nicht muss, erfolgen. 13 von 35

14 Kapitel B Planinhalt und Abwägung Durch die geplanten Festsetzungen soll die bauliche Entwicklung des Forschungsstandortes gesichert und planungsrechtlich gesteuert werden. Die Festsetzung der überbaubaren Grundstücksflächen erfolgt zur Sicherung des städtebaulichen Konzepts und unter Berücksichtigung der umgebenden Einfamilienhausbebauung. Hierbei wurden insbesondere ausreichende Abstände zur Nachbarbebauung berücksichtigt (s. Kap. B 1.1). Die erforderlichen Abstandsflächen gem. Brandenburgischer Bauordnung (BbgBO) werden eingehalten. 2.6 Grünflächen-/festsetzungen Am westlichen Rand des Plangebiets soll eine Fläche in einer Tiefe von 10,0 m als private Grünfläche mit der Zweckbestimmung "naturnahe Grünfläche" festgesetzt werden. Mittels dieser Festsetzung wird zum einen eine adäquate Begrünung des geplanten Sondergebietes und zum anderen die Schaffung eines angemessenen Abstands zur westlich angrenzenden Einfamilienhausbebauung und der Parkanlage im Kinderspielplatz gewährleistet. Die textliche Festsetzung Nr. 4.1 regelt, dass innerhalb der privaten Grünfläche die vorhandenen Bäume und Sträucher zu erhalten sind. Die Festsetzungen dienen auch der Erhaltung und Entwicklung des Ortsbildes. Aus stadtgestalterischen Gründen soll gemäß der TF Nr. 4.2 innerhalb des Plangebiets je angefangene m² Baugebietsfläche ein großkroniger Baum mit einem Mindeststammumfang von 12 cm, unter Anrechnung vorhandener Bäume, gepflanzt werden. Aus gleichem Grund sollen ebenerdige Stellplatzflächen durch Flächen, die zu bepflanzen sind, gegliedert werden. Nach TF Nr. 4.3 ist, zusätzlich zu den sich aus TF Nr. 4.2 ergebenden Pflanzbindungen, je angefangene 5 Stellplätze ein, auch kleinkroniger, Baum mit einem Mindeststammumfang von 14 cm zu pflanzen. Dabei sind mindestens 4,5 m² große Baumscheiben herzustellen, deren Breite 2,0 m nicht unterschreiten darf. Im weiteren Verfahren wird eine Pflanzliste als Anlage der textlichen Festsetzungen entwickelt. Zur Erhöhung der naturhaushaltwirksamen Flächen und wegen der besonderen Bedeutung des Klimaschutzes für den Städtebau sollen Dachbegrünungen festgesetzt werden. Die TF Nr. 4.4 regelt, dass mindestens 30 % der Dachflächen extensiv zu begrünen sind und der durchwurzelbare Teil des Dachaufbaus mindestens 20 cm betragen muss. Aus Gründen des Boden- und Grundwasserschutzes ist gemäß TF Nr. 4.5 im Sondergebiet eine Befestigung von Stellplätzen nur in wasser- und luftdurchlässigem Aufbau (z. B. Pflaster mit mindestens 30 % Fugenanteil, Rasengittersteine, wassergebundene Decke, Schotterrasen, Rasenfugenpflaster) zulässig. Auch Wasser- und Luftdurchlässigkeit wesentlich mindernde Befestigungen wie Betonunterbau, Fugenverguss, Asphaltierungen und Betonierungen sind nicht zulässig. 2.7 Verkehrsflächen, Erschließung Das Plangebiet ist verkehrlich über die vorhandenen, außerhalb des Plangebiets liegenden Straßen Kantstraße, Schillerstraße und Hauffstraße erschlossen. Sie sind als öffentliches Straßenland gewidmet. Die Geltungsbereichsgrenze zwischen den Punkten A, B, C, D ist zugleich Straßenbegrenzungslinie. Die TF Nr. 5.4 wird klarstellend aufgenommen. Die Haupterschließung soll über die Hauffstraße erfolgen. Ergänzend sollen Zufahrten von der Kant- und Schillerstraße für Anlieferfahrzeuge ermöglicht werden. Entsprechend wird ein Einfahrtsbereich in einer Breite von 7,0 m an der Hauffstraße und von 6,0 m im Bereich der Kant- und Schillerstraße festgesetzt. Weitere Zufahrten werden somit ausgeschlossen, um die Versiegelung gering zu halten und den Haupterschließungsverkehr in der Hauffstraße zu bündeln. 14 von 35

15 Kapitel B - Planinhalt und Abwägung 2.8 Sonstige Festsetzungen Die Festsetzung TF Nr. 5.1 regelt, dass auf den straßenbegleitenden nicht überbaubaren Grundstücksflächen (Vorgartenbereich) Stellplätze sowie sonstige Nebenanlagen im Sinne des 14 BauNVO unzulässig sind. Diese Festsetzung setzt die Freihaltung der Vorgartenzonen in der umgebenden Wohnbebauung fort und dient der Gestaltungs- und Aufenthaltsqualität des öffentlichen Straßenraums. Entsprechend der TF Nr. 5.2 sollen innerhalb der Grünfläche mit der Zweckbestimmung "naturnahe Grünfläche" bauliche Anlagen unzulässig sein. Diese Festsetzung unterstützt die Umsetzung der TF Nr. 4.1, in der der Erhalt der vorhandenen Bäume und Sträucher geregelt ist. 2.9 Gestaltungsfestsetzungen Für die geplante Forschungseinrichtung ist eine allseitige Einfriedung erforderlich. Um dennoch die Einfügung des Forschungsstandorts in die Umgebung zu gewährleisten und eine Abschottung nach außen zu vermeiden, sollen gem. TF Nr. 6.1 als Einfriedungen nur offene, blickdurchlässige Zäune bis zu einer Höhe von 2,0 m über der Geländeoberfläche zulässig sein. 15 von 35

16 Kapitel C Umweltbericht C. Umweltbericht 1 Einleitung 1.1 Kurzdarstellung der Inhalte und Ziele des Bebauungsplans Wird im weiteren Verfahren ergänzt, bis dahin siehe Kapitel B Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung Der folgende Umweltbericht beschreibt und bewertet den gegenwärtigen, noch vorläufigen Stand der Umweltprüfung zum. Er gibt einen ersten Überblick über die voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen des Plans. Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung richten sich nach den Anforderungen, die im an die umweltbezogenen Abwägungsunterlagen des Bebauungsplans zu stellen sind. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass - die Inhalte und Ziele des Bebauungsplans noch nicht vollständig bekannt sind; dies betrifft insbesondere die möglicherweise erforderlichen planexternen Maßnahmen zum Ausgleich, - der erforderliche Umfang und Detaillierungsgrad der Umweltprüfung noch nicht endgültig festgelegt wurde; hier sind insbesondere noch die Äußerungen der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange im Beteiligungsverfahren nach 4 Abs. 1 BauGB zu berücksichtigen, - die Flächen mit Waldeigenschaft im Sinne von 2 Waldgesetz des Landes Brandenburg (LWaldG) durch die untere Forstbehörde noch nicht festgestellt wurden, und der bei einer Umwandlung des Waldes in Baufläche erforderliche Ausgleich noch nicht bekannt ist. - die Biotoptypenkartierung als umweltbezogener Fachbeitrag zum Bebauungsplan noch nicht erstellt wurde. Noch fehlende Angaben werden im weiteren Verfahren ergänzt. Der Untersuchungsraum der Umweltprüfung beschränkt sich grundsätzlich auf das Plangebiet. In Bezug auf das Landschaftsbild, den Immissionsschutz und das Lokalklima sind jedoch auch angrenzende Bereiche Gegenstand der Umweltprüfung, da diese durch die vorliegende Planung ggf. erheblich beeinflusst werden können. 1.3 Ziele des Umweltschutzes in Fachgesetzen und Fachplänen Bundesnaturschutzgesetz, Brandenburgisches Naturschutzausführungsgesetz Die übergeordneten Ziele des Naturschutzrechts sind darauf ausgerichtet, Natur und Landschaft zu schützen, zu entwickeln und, soweit erforderlich, wiederherzustellen, so dass die biologische Vielfalt, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur und Landschaft auf Dauer gesichert sind ( 1 BNatSchG). Eingriffe in Natur und Landschaft, sind Veränderungen der Gestaltung oder Nutzungen von Grundflächen oder Veränderungen des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels, die die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen können. Sie vorrangig zu vermeiden, bzw. - soweit dies nicht möglich ist - auszugleichen oder zu ersetzen ( BNatSchG). In der Umweltprüfung werden die aufgrund des Bebauungsplans zu erwartenden Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft in ihren in 1 Abs. 1 Nr. 7a BauGB genannten Teilen ermittelt und ggf. das Vorliegen eines Eingriffs festgestellt (vgl. Kap. 16 von 35

17 Kapitel C - Umweltbericht C 2.4.1). Nach 18 Abs. 1 BNatSchG wird über die Vermeidung, den Ausgleich und den Ersatz nach den Vorschriften des Baugesetzbuchs entschieden. Schutzgebiete nach dem Bundesnaturschutzgesetz, insbesondere Natura-2000-Gebiete, bestehen im Untersuchungsraum nicht. 30 BNatSchG und 18 BbgNatSchAG stellen bestimmte Teile von Natur und Landschaft, die eine besondere Bedeutung als Biotope haben, unter gesetzlichen Schutz (gesetzlich geschützte Biotope). Im Geltungsbereich sind zzt. keine gesetzlich geschützten Biotope bekannt. Im Rahmen einer Biotoptypenkartierung wird das Gebiet im weiteren Verfahren gezielt auf solche Biotope untersucht. Nach den Vorschriften zum allgemeinen Artenschutz nach 39 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 BNatSchG ist es verboten, Bäume außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grünflächen sowie Hecken, Gebüsche und andere Gehölze im Zeitraum vom 1. März bis 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Das Verbot dient vor allem dem Schutz von Fortpflanzungsstätten von Tieren, die Gehölze als (Teil-)Lebensraum nutzen. 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG regelt die Zugriffsverbote für besonders geschützte Arten. In der Umweltprüfung werden auf Grundlage einer artenschutzfachlichen Untersuchung die von den Schutzbestimmungen betroffenen Arten ermittelt und die Auswirkungen auf sie geprüft. Falls Verstöße gegen die Zugriffsverbote drohen, wird dargelegt, wie diese grundsätzlich vermieden oder vorgezogen ausgeglichen werden können Baumschutzsatzung Teltow Die Bäume, Hecken und Sträuchern in den im Zusammenhang bebauten Ortsteilen und den Geltungsbereichen der Bebauungspläne in Teltow werden auf Grundlage von 29 BNatSchG durch die Baumschutzsatzung Teltow als geschützte Landschaftsbestandteile festgesetzt. Geschützt sind Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 60 cm sowie Sträucher und Hecken ab 10 m² zusammenhängend überdeckter Grundfläche. Die Satzung findet u. a. keine Anwendung auf Wald im Sinne des 2 LWaldG; Fichten, Kiefern, Pappeln, Baumweiden und Obstbäume (mit Ausnahme von Walnuss, Baumhasel, Edeleberesche, Esskastanie) sowie Bäume und Sträucher, die aufgrund eines Eingriffs gemäß 14 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) beseitigt werden, der nach 17 BNatSchG zugelassen worden ist Landschaftsplanung Der Landschaftsrahmenplan für den Landkreis Potsdam-Mittelmark 6 gibt folgendes Entwicklungsziel für das Plangebiet vor: - Die Aufwertung des Siedlungsbereiches Die weiteren Entwicklungsziele 7 sehen als Landnutzung Siedlung und Verkehr vor. Der Landschaftsplan Teltow 8 konkretisiert die Ziele, Erfordernisse und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf örtlicher Ebene. Er wurde auf Grundlage der Landschaftsrahmenplans Landkreis Potsdam-Mittelmark und des Landschaftsprogramms 6 Landkreis Potsdam-Mittelmark, Landschaftsrahmenplan, Entwicklungsziele, Karte 1, Teilblatt Nordost, Landkreis Potsdam-Mittelmark, Landschaftsrahmenplan, Entwicklungsziele, Teilkarte Biotopverbund, Karte Stadt Teltow, Landschaftsplan (2002), Karte Entwicklungsziele 17 von 35

18 Kapitel C Umweltbericht Brandenburg erstellt und berücksichtigt deren Vorgaben. Für das Plangebiet wird als Entwicklungsziel Siedlungsfläche Wohnbebauung mit landschaftlicher Prägung dargestellt Baugesetzbuch Bauleitpläne sollen nach 1 Abs. 5 BauGB eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung gewährleisten, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen auch in Verantwortung für künftige Generationen in Einklang bringt und eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung gewährleisten. Sie sollen dazu beitragen, eine menschenwürdige Umwelt zu sichern, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, den Klimaschutz und die Klimaanpassung, insbesondere auch die Stadtentwicklung zu fördern sowie das Orts- und Landschaftsbild baukulturell zu erhalten und zu entwickeln. Die bei der Aufstellung von Bebauungsplänen insbesondere zu berücksichtigenden Belange des Umweltschutzes werden in 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB konkretisiert. 1a BauGB enthält ergänzende Vorschriften zum Umweltschutz. Sie fordern den sparsamen und schonenden Umgang mit Grund und Boden, durch Maßnahmen der Innenentwicklung, die Begrenzung von Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß und die Berücksichtigung der Erfordernisse des Klimaschutzes. Weiterhin ist nach 1a BauGB die Eingriffsregelung nach dem Bundesnaturschutzgesetz in der Abwägung zu berücksichtigen. Dies erfolgt in Kapitel C des Umweltberichts. Ein Ausgleich ist nicht erforderlich, soweit die bei Realisierung des Bebauungsplans zu erwartenden Eingriffe bereits vorher bauplanungsrechtlich zulässig waren. Zur Ermittlung der voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen des Bebauungsplans auf die oben genannten Belange ist nach 2 Abs. 4 BauGB eine Umweltprüfung durchzuführen. Die ermittelten Auswirkungen werden in dem hier vorlegten Umweltbericht beschrieben und bewertet. Die für den Umweltbericht grundsätzlich erforderlichen Bestandteile werden in Anhang 1 zum Baugesetzbuch benannt Bundes-Bodenschutzgesetz Zweck des Bundes-Bodenschutzgesetzes ist es, den Boden in der Leistungsfähigkeit seiner natürlichen Funktionen und Nutzungen aller Art zu sichern oder wiederherzustellen. Der Boden erfüllt im Hinblick auf die Umwelt natürliche Funktionen, ist Abbau-, Ausgleichs- und Aufbaumedium und dient als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte. Unter Beachtung der bestehenden und künftigen Anforderungen an die Nutzung des Bodens sind Gefahren für den Boden und vom Boden ausgehende Gefahren für den einzelnen oder die Allgemeinheit abzuwehren. Weiterhin müssen vorsorgebezogene Anforderungen einen dauerhaften Schutz der Bodenfunktionen gewährleisten. Die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) enthält nutzungsbezogene Grenzwerte für die Belastung des Bodens mit Schadstoffen, bei deren Überschreitung ggf. Maßnahmen zum Schutz des Menschen bzw. des Grundwassers zu ergreifen sind Wasserhaushaltsgesetz und Brandenburgisches Wassergesetz Zweck des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und des Brandenburgischen Wassergesetzes (BbgWG) ist es, durch eine nachhaltige Bewirtschaftung die Gewässer als Bestandteil des Naturhaushalts, als Lebensgrundlage des Menschen, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie als nutzbares Gut zu schützen. Ziel ist es u. a., die chemische, biologische und ökologische Qualität der Gewässer zu erhalten und, soweit erforderlich, wiederherzustellen. Die Leistungsfähigkeit des Wasserhaushalts soll erhalten und eine Vergrößerung und Beschleunigung des Wasserabflusses vermieden werden. Das Grundwasser ist nach Kapitel 2, Abschnitt 4 WHG so zu bewirtschaften, dass eine Verschlechterung seines mengenmäßigen und chemischen Zustandes vermieden wird. 18 von 35

19 Kapitel C - Umweltbericht Hierzu zählt insbesondere ein Gleichgewicht zwischen Grundwasserentnahme und - neubildung. Vorhandene Schadstoffkonzentrationen sollen zurückgeführt werden. Nach 54 Abs. 4 BbgWG soll Niederschlagswasser versickert werden, es sei denn, es sind dadurch Verunreinigungen des Grundwassers zu befürchten oder sonstige Belange stehen dem entgegen. Die Verpflichtung zur Versickerung von Niederschlagswasser auf dem Grundstück, auf dem es anfällt, kann in Bebauungsplänen festgesetzt werden Bundes-Immissionsschutzgesetz Zweck des Bundes-Immissionsschutzgesetzes ist es, Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umweltauswirkungen zu schützen. Daneben soll schädlichen Umwelteinwirkungen vorgebeugt werden und ein Schutz gegenüber den möglichen Auswirkungen von genehmigungsbedürftigen und nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen und in gewissem Umfang auch gegenüber den Verkehrsemissionen erreicht werden. Als schädliche Umweltauswirkungen gelten erhebliche Nachteile oder Belästigungen durch Luftverunreinigungen (Luftschadstoffe, Gerüche), Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und vergleichbare Einwirkungen. Als Grundsatz für raumbedeutsame Planungen bestimmt 50 BImSchG, dass Gebiete mit unterschiedlicher Nutzung so zuzuordnen sind, dass schädliche Umwelteinwirkungen auf schutzbedürftige Bereiche soweit wie möglich vermieden werden. Die im Plangebiet entstehenden Emissionen müssen so begrenzt werden, dass im Einwirkbereich keine unzulässig hohen Immissionen auftreten Lärmaktionsplan Der Lärmaktionsplan für die Stadt Teltow 9 analysiert die Lärmwirkungen des Straßenverkehrs im Hauptstraßennetz. Daraus wurde ein Maßnahmenkonzept zur Minderung der Lärmbetroffenheiten entwickelt. Das Plangebiet liegt nicht im Einwirkbereich des im Rahmen der Lärmkartierung erfassten Verkehrslärms. Die Lichterfelder Allee als nächste Hauptverkehrsstraße liegt zu weit entfernt, als dass sie relevante Lärmimmissionen im Plangebiet bewirken würde. Für die vorliegende Planung sind daher nur die Maßnahmen der integrierten Lärmminderungsstrategie zu beachten. Relevant sind hier insbesondere die Bausteine "Siedlungsentwicklung im Sinne kurzer Wege" und "Verkehrsberuhigte Gestaltung im Nebennetz" Landeswaldgesetz Ziel des Gesetzes ist es, den Wald wegen seiner Bedeutung für die Umwelt nachhaltig zu sichern. Zudem soll die Forstwirtschaft gefördert und ein Ausgleich zwischen den Interessen der Allgemeinheit und den Belangen der Waldbesitzer herbeigeführt werden. Nach 2 Abs. 1 Landeswaldgesetz (LWaldG) gelten alle mit Forstbäumen bestockten Flächen als Wald. Ausgenommen davon sind (unter anderem) einzelne Baumgruppen und Baumreihen. Zu Abgrenzung zwischen Wald und Baumgruppen wurde die Mindestgröße von Waldflächen auf m² festgelegt. Soll Wald in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden, ist dazu nach 8 LWaldG die Genehmigung der unteren Forstbehörde erforderlich. Für die Festsetzung einer anderen Nutzungsart auf Waldflächen im Bebauungsplan muss eine solche Genehmigung in Aussicht 9 Lärmaktionsplan für die Stadt Teltow Fortschreibung 2017 / 2018 (Stufe 3), beschlossen am von 35

20 Kapitel C Umweltbericht gestellt werden. Die negativen Auswirkungen der Umwandlung auf die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes sind durch die Neupflanzung von Wald auszugleichen. Ist ein Ausgleich nicht möglich, so ist eine Walderhaltungsabgabe zu zahlen. Nach 8 Abs. 3 LWaldG werden Ausgleichsmaßnahmen nach Forstrecht auf den Ausgleich für die durch die Rodung von Wald verursachten Eingriffe nach Naturschutzrecht angerechnet. 2 Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umweltauswirkungen 2.1 Basisszenario Fläche Das Plangebiet liegt im Stadtgebiet von Teltow und ist allseitig von Siedlungsflächen umgeben. Es liegt zurzeit brach, wurde aber vormals baulich genutzt und ist daher der Siedlungsfläche zuzurechnen Boden Das Plangebiet liegt auf der Teltower Platte, einer Grundmoränenplatte aus der Weichselkaltzeit. Ausgangsmaterial der Bodenbildung sind glaziale Sedimente der Grundmoränen (Geschiebemergel, -lehm) 10. Als Böden liegen überwiegend Fahlerde- Braunerden und Fahlerden sowie verbreitet Braunerden vor 11. Von Grund- oder Stauwasser beeinflusste Böden liegen im Plangebiet nicht vor Das Relief mit natürlichen Geländehöhen von m über Normalhöhennull (NHN) ist relativ strukturarm und weitgehend eben. Es bestehen jedoch mehrere Aufschüttungen von bis zu 2,5 m Höhe. Auf Grund der vorherigen Nutzung sind Teile des Plangebiets durch Gebäude, Wege, Platzund Lagerflächen versiegelt. In den versiegelten Bereichen können die Böden ihre ökologische Funktion (Filter-, Puffer- und Transformatorfunktion, Lebensraum, Ertrags- und Archivfunktion) nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt erfüllen. Eine flächenmäßige Erfassung der versiegelten Flächen erfolgt im weiteren Verfahren im Rahmen der Biotoptypenkartierung. Eine vorläufige Abschätzung auf Grundlage der Planunterlage des Bebauungsplans ergab einen Versiegelungsanteil von ca. 15 %, d. h m². Bodenbelastungen oder Kampfmittelvorkommen sind nicht bekannt Wasser Oberflächengewässer sind im Plangebiet und seiner näheren Umgebung nicht vorhanden. Der Teltowkanal verläuft ca. 700 m nordwestlich des Plangebiets. Überschwemmungsgefahr besteht nicht. Das Grundwasser fließt in Richtung des Kanals. 12 Der Grundwasserflurabstand beträgt m. 13 Aufgrund der größeren Entfernung des obersten Grundwasserleiters zur Geländeoberflächen ist die Empfindlichkeit gegenüber Absenkungen oder Anhebungen des Grundwasserspiegels gering. Trotz der vorhandenen Versiegelung ist der Wasserhaushalt im Plangebiet als weitgehend naturnah einzuschätzen. Eine Ableitung von Niederschlagswasser in die Kanalisation erfolgt nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht. 10 Geologische Karte Brandenburg 1: Bodenübersichtskarte Brandenburg 1: Grundwassergleichenkarte Berlin Karte Grundwasserflurabstand Brandenburg von 35

21 Kapitel C - Umweltbericht Schadstoffbelastungen des Grundwassers sind nicht bekannt Lokalklima Unterlagen zur lokalklimatischen Situation im Plangebiet liegen nicht vor. Aufgrund der aufgelockerten Bebauung in der Umgebung und des umfangreichen Gehölzbestandes im Plangebiet ist jedoch von einer lokalklimatisch weitgehend unbelasteten Situation auszugehen Pflanzen, Tiere und die biologische Vielfalt Pflanzen Die Flora des Gebiets wird im weiteren Verfahren durch eine flächendeckende Biotoptypenkartierung nach der Biotopkartierung Brandenburg (2003) ermittelt. Dabei werden die nach der Baumschutzsatzung geschützten Gehölze separat erfasst. Vorläufig lässt sich auf Grundlage einer Ortsbesichtigung, der Planunterlage des Bebauungsplans und anhand von Luftbildern feststellen, dass größere Bereiche des Plangebiets von Laubwaldbiotopen geprägt werden Es dominieren Bäume jüngeren und mittleren Alters. Zwei marode Gebäude und ein Schornstein stehen im Süden des Grundstücks. Im Zentrum des Grundstücks ist eine offene Fläche vorhanden, die als Zwischenlager für Baustoffe genutzt wird. Weiterhin sind laut Planunterlage außerhalb der Waldflächen fünf größere Einzelbäume vorhanden. Inwieweit ein Schutz nach Baumschutzsatzung besteht, wird im weiteren Verfahren ermittelt. Weitere Einzelbäume und Baumreihen säumen die angrenzenden Straßen. Die Kronen- und Wurzelbereiche ragen dabei teilweise in das Plangebiet. Tiere Systematische Erfassungen zur Gebietsfauna liegen nicht vor. Grundsätzlich lässt die Lage und Biotopausstattung des Gebiets auf das Vorkommen von Arten der aufgelockerten Siedlungsräume schließen Es ist mit dem Vorkommen verschiedener Vogelarten, Fledermäuse, Kleinsäuger, Insekten und ggf. Reptilien zu rechnen. Das Vorkommen des Igels Erinaceus europaeus wurde durch die Befragung von Eigentümern angrenzender Grundstücke bestätigt. An Gewässer gebundene Arten sind nicht zu erwarten. Zur Prüfung der Belange des besonderen Artenschutzes wurden, in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde, die Artengruppen Fledermäuse und Vögel sowie die Zauneidechse Lacerta agilis im Rahmen eines Artenschutz-Fachbeitrags (Scharon 10/2016) erfasst. Es wurden acht Vogelarten als Brutvögel mit 14 Revieren im Bebauungsplangebiet nachgewiesen: - Ringeltaube (Columba palumbus) (2 Reviere) - Zilpzalp Phylloscopus collybita - Mönchsgrasmücke Syvia atricapilla (2 Reviere) - Zaunkönig Troglodytes troglodytes (2 Reviere) - Star Sturnus vulgari - Amsel Turdus merula (3 Reviere) - Rotkehlchen Erithacus rubecula 21 von 35

22 Kapitel C Umweltbericht - Buchfink Fringilla coelebs (2 Reviere) Keine der kartierten Arten ist streng geschützt oder im Anhang I der EU-Vogelschutzrichtlinie bzw. Roten Liste der Brutvögel des Landes Brandenburg aufgeführt. Der Star zeigt in Brandenburg einen abnehmenden Brutbestand. Alle anderen Arten zeigen einen gleichbleibenden oder zunehmenden Brutbestand. Einen deutlichen Hinweis auf die Wertigkeit eines Gebietes für die Avifauna, insbesondere im urbanen Bereich, gibt der Anteil der Bodenbrüter (Rotkehlchen, Zaunkönig und Zilpzalp). Diese zeigen eine deckungsreiche und ungestörte Bodenschicht an, ein Landschaftselement, dem vor allem durch eine zunehmende Bodenversiegelung und Pflege im Siedlungsraum eine erhöhte Bedeutung zukommt. Zudem wurde während aller Begehungen, vor allem entlang der offenen Hänge um die Lagerfläche für Baumaterial, auf das Vorkommen der Zauneidechse geachtet. Ein Nachweis konnte jedoch nicht erbracht werden. Grund ist vermutlich die verinselte Lage des Untersuchungsgebiets inmitten eines Siedlungsgebietes und das Fehlen geeigneter offener Biotope und Strukturen. Nachweise bzw. Hinweise auf das Vorhandensein eines Fledermausquartieres wurden ebenfalls nicht gefunden. Das betrifft die vorhandenen maroden Gebäude sowie die Bäume Ortsbild Das Grundstück des ehemaligen Heizhauses wirkt mit seinen verfallenen Gebäuden und den Lagerflächen als Fremdkörper innerhalb eines ansonsten durch Einfamilienhausbebauung geprägten Siedlungsgebiets. Wertgebende Elemente sind jedoch der umfangreiche Gehölzbestand und insbesondere die größeren Einzelbäume, die durch ihre abschirmende Wirkung die ansonsten negative Wirkung der vorhanden Baulichkeiten mildern Mensch und seine Gesundheit Immissionsschutz Gebietsbezogene Daten zur Belastung mit Lärm und Luftschadstoffen, insbesondere Feinstäuben (PM 10, PM 2,5) und Stickoxiden (NO X), liegen nicht vor. Da das Plangebiet jedoch nicht im Umfeld größerer Straßen oder emittierender Gewerbebetriebe liegt, sind planungsrelevante Belastungen nicht zu erwarten. Das Heizhaus ist stillgelegt, so dass vom Plangebiet ausgehende Immissionsbelastungen für die Nachbarschaft ebenfalls nicht bestehen. Freiraumbezogene Erholung Das Gelände ist eingezäunt und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Daher hat es für die Bewohner im Umfeld keine Bedeutung für die freiraumbezogene Erholung. Der Gehölzbestand entlang der westlichen Grenze des Geltungsbereichs bildet eine grüne Kulisse, die sich positiv auf den dort angrenzenden Kinderspielplatz auswirkt Kultur- und sonstige Sachgüter Östlich des Plangebiets in der Kantstraße 53/Ecke Hauffstraße befindet sich die denkmalgeschützte "Arco-Villa" (Baujahr: 1914/ /20, Architekt: Otto Laternser, Bauherr: Georg Wilhelm Graf von Arco). Zum Baudenkmal gehört neben der zweigeschossigen Villa mit Mansardwalmdach, auch das zur Kantstraße gelagerte Pförtnerhaus sowie die Einfriedung. 22 von 35

23 Kapitel C - Umweltbericht 2.2 Voraussichtliche Entwicklung des Umweltzustands bei Nichtdurchführung der Planung Wird im weiteren Verfahren ergänzt. 2.3 Prognose über die Entwicklung des Umweltzustandes bei Durchführung der Planung Fläche Der Bebauungsplan dient der Innenentwicklung, indem er die Wiedernutzung einer Brachfläche planungsrechtlich vorbereitet. Da eine schon bestehende Siedlungsfläche einer neuen Nutzung zugeführt wird, bestehen keine nachteiligen Auswirkungen auf das Schutzgut Boden Bei Umsetzung der durch den Bebauungsplan festgesetzten Planung sind erhebliche nachteilige Auswirkungen auf das Schutzgut Boden zu erwarten. Zwar werden im Zuge der Beräumung des Geländes die vorhandenen Gebäude und sonstigen Bodenversiegelungen entfernt; durch neue Gebäude, Wege, Stellplätze und sonstige Nebenanlagen wird jedoch nachfolgend in größerem Umfang Boden versiegelt. Auf versiegelten Flächen ist der anthropogene Einfluss auf den Boden als sehr hoch einzustufen. Der Boden verliert dort seine Funktionen als Lebensraum für Bodenlebewesen, Vegetationsstandort, Wasserspeicher und Schadstoffpuffer. Das Bodenleben kommt unter den versiegelten Flächen nahezu vollständig zum Erliegen. Bei der Errichtung von Kellern und Tiefgaragen wird auch ein Eingriff in untere Bodenhorizonte erfolgen. Bei einer vollständigen Ausnutzung der durch den Bebauungsplan festgesetzten zulässigen Grundfläche von m² zuzüglich der 50-prozentigen Überschreitungsmöglichkeit für Nebenanlagen, Stellplätze und baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche wie z. B. Tiefgaragen nach 19 Abs. 4 Satz 2 BauNVO ergibt sich prognostisch eine Versiegelung von m² Boden. Da für die Ermittlungen der Umweltauswirkungen die Zunahme der Versiegelung gegenüber dem Bestand relevant ist, ist von diesem Wert die bereits vorhandene Versiegelung von ca m² abzuziehen. Somit beträgt die prognostizierte Neuversiegelung m² Wasser Eine Beeinflussung des Grundwassers durch unterirdische Gebäudeteile oder tiefliegende Gründungen kann wegen des großen Grundwasserflurabstands ausgeschlossen werden. Durch die hohe Flächenversiegelung wird die Natürlichkeit des Wasserhaushaltes im Plangebiet deutlich beeinträchtigt sein. In Bezug auf die Abflussbildung ist davon auszugehen, dass mit Ausnahme der unversiegelten Flächen, auf denen eine vollständige Verdunstung oder Versickerung erfolgt, das Niederschlagswasser auf versiegelten Flächen weitgehend gefasst wird. Gemindert wird die Beeinträchtigung durch die Festsetzung des Bebauungsplans, dass die Befestigung von Stellplätzen nur in wasser- und luftdurchlässigem Aufbau hergestellt werden darf. Aktuell ist geplant, das anfallende Niederschlagswasser über Versickerungsanlagen auf dem Grundstück wieder unmittelbar in den Wasserkreislauf einzuspeisen. Erhebliche Auswirkungen auf das Schutzgut Wasser werden so vermieden Lokalklima Durch die offene Stellung der geplanten Baukörper und die insgesamt weitgehend unbelastete Ausgangslage sind bei Umsetzung der Planung keine erheblichen Beeinträchtigungen der Durchlüftungssituation zu erwarten. Die Umsetzung des Bebauungsplans bedingt zwar kleinräumig wirksame lokalklimatische Veränderungen, die 23 von 35

24 Kapitel C Umweltbericht übergreifende klimatische Situation im Umfeld wird jedoch nicht relevant verschlechtert. Durch den teilweisen Verlust des Gehölzbestandes werden die vorhandenen Verdunstungspotenziale abnehmen. Der damit und mit der Herstellung von versiegelten Flächen einhergehende Aufheizungseffekt während der Sommermonate wird durch die geplanten Dachbegrünungen und Gehölzpflanzungen gemindert. Dies ist insbesondere relevant, da im Zuge des Klimawandels allgemein mit einer Zunahme der Wärmebelastung zu rechnen ist Pflanzen, Tiere und die biologische Vielfalt Pflanzen Zur Errichtung der geplanten Bebauung innerhalb des Sondergebiets werden im Zuge der Baufeldfreimachung die vorhandenen Biotope und Einzelbäume voraussichtlich weitgehend entfernt. Inwieweit einzelne prägende Bäume erhalten werden können, wird im weiteren Verfahren geklärt. Bei Umsetzung der Planung werden im Zuge des Baus der Außenanlagen neue Vegetationsflächen hergestellt und Bäume gepflanzt. Die Flächen werden voraussichtlich als Ziergärten angelegt. Der Bebauungsplan sichert durch die Festsetzung von Baumpflanzungen eine gute Durchgrünung des Sondergebiets. Eine Pflanzliste mit geeigneten heimischen Laubbäumen wird im weiteren Verfahren ergänzt. Für die Dächer der geplanten Gebäude wird auf 30 % der Flächen eine extensive Begrünung festgesetzt. Für die Ansaat empfehlen sich folgende Pflanzenarten: Fetthennen, Mauerpfeffer (Sedum spec.), Hauswurz-Arten (Sempervirum tectorum u. a.), Steinbrech-Arten (Saxifraga spec.), Blaukissen (Aubrieta deltoidea), Steinkraut-Arten (Alyssum spec.), kleinwüchsige Glockenblumen (Campanula rotundifolia u. a.), Gemeiner Hornklee (Lotus corniculatus), Flockenblumen (Centaurea spec.), Gemeiner Dost (Origanum vulgare), Thymian (Thymus spec.), Nelken (Dianthus spec.), Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium), Berg- Jasione (Jasione montana), Fingerkraut (Potentilla spec.) und Sonnenröschen (Helianthemum nummularium). Erhalten bleibt hingegen ein ca m² großer Gehölzstreifen entlang der westlichen Geltungsbereichsgrenze. Die hier stockenden Bäume und Sträucher werden durch den Bebauungsplan zum Erhalt festgesetzt. Die endgültigen Auswirkungen des Bebauungsplans auf Pflanzen und die biologische Vielfalt können erst bei Vorliegen der Biotoptypenkartierung endgültig prognostiziert werden. Tiere Bezüglich der Lebensraumfunktion des Plangebietes für Tiere kann für die betroffenen Arten allgemein davon ausgegangen werden, dass sie bei Umsetzung der Planung weiterhin ihre Nischen im städtischen Lebensraum finden werden. Insbesondere für störungsempfindliche und an Gehölzbereiche gebundene Arten sind jedoch erheblich Beeinträchtigungen zu erwarten. Durch die Anpflanzung von Hecken (>2 m Breite), Gebüsch- und Baumgruppen könnten neue Ansiedlungsmöglichkeiten geschaffen werden. Einhaltung der Zugriffsverbote des 44 BNatSchG Neben der durch das Baugesetzbuch vorgegebenen Berücksichtigung der Tiere als öffentlicher Umweltbelang besteht durch den 44 BNatSchG eine eigenständige fachgesetzliche Regelung zum Artenschutz, die unabhängig von den Festsetzungen des Bebauungsplans bei Vorhabenverwirklichung vom Vorhabenträger zu beachten ist. Im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans ist zu prüfen, ob der Realisierung der durch den Bebauungsplan vorbereiteten Vorhaben möglicherweise artenschutzrechtliche Verbotstatbestände entgegenstehen. Den Zugriffsverboten des 44 Abs. 1 BNatSchG unterliegen im Geltungsbereich von Bebauungsplänen nur die nach europäischem Recht geschützten Arten. Wie bei der 24 von 35

25 Kapitel C - Umweltbericht Beschreibung der Ausgangssituation für das Schutzgut dargelegt, sind dies im Plangebiet acht europäische Vogelarten (Ringeltaube, Zilpzalp, Mönchsgrasmücke, Zaunkönig, Star, Amsel, Rotkehlchen, Buchfink). Ein Verstoß gegen das Tötungsverbot ( 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG) ist durch die Beschränkung von Fäll- und Abrissarbeiten auf Zeiten außerhalb der Brut- und Aufzuchtperiode vermeidbar. Da im Plangebiet verstädterte und häufige Vogelarten zu erwarten sind, kann, selbst wenn im Zuge von Baumaßnahmen ganze Reviere verloren gehen sollten, eine durch die Planung verursachte Störung, die den Erhaltungszustand der lokalen Population gefährden könnte ( 44 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG), ausgeschlossen werden. Ein Verstoß gegen das Verbot des 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG, das die Zerstörung von Niststätten verbietet, kann im Hinblick auf freibrütende Arten, also die Baumbrüter (Ringeltaube, Buchfink), Buschbrüter (Mönchsgrasmücke, Amsel) und Bodenbrüter (Rotkehlchen, Zaunkönig, Zilpzalp), durch die Ausführung von Fäll- und Rodungsarbeiten außerhalb der Brut- und Aufzuchtzeiten vermieden werden. Der Schutz dieser Niststätten erlischt mit Ende der Brut- und Aufzuchtzeit, da diese Arten jedes Jahr einen neuen Niststandort suchen. Dauerhaft geschützt ist demgegenüber die Niststätte des Stars, da die zur Brut verwendete Baumhöhle jährlich erneut genutzt wird. Die Fällung dieses Höhlenbaums im Zuge der Baummaßnahme ist voraussichtlich erforderlich. Als vorgezogene Ausgleichsmaßnahme (CEF-Maßnahme) soll im Plangebiet eine künstliche Ersatzniststätte (Starenhöhle) angebracht werden. Ein Verstoß gegen das Zugriffsverbot nach 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG kann so nach 44 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG vermieden werden Ortsbild Zur Unterbringung der geplanten Nutzungen des Forschungszentrums ist, im Verhältnis zur umgebenden Baustruktur, die Einfügung von größeren und vor allem höheren Baukörpern erforderlich. Beeinträchtigungen des durch Einfamilienhäuser geprägten Ortsbild können daher nicht gänzlich vermieden werden. Durch die offene Bauweise, die lockere Verteilung der Gebäude auf dem Grundstück und die Maßnahmen zum Erhalt und zur Pflanzung von Bäumen, werden die Auswirkungen jedoch soweit wie möglich minimiert. Nach Westen, wo der Geltungsbereich ohne trennende Straße nahe an die bestehende Wohnbebauung heranreicht, wird ein 10 m breiter Gehölzstreifen als Puffer zwischen den Nutzungen erhalten Mensch und seine Gesundheit Immissionsschutz Zur Berücksichtigung der Belange des Immissionsschutzes wird durch den Bebauungsplan festgesetzt, dass im Sondergebiet nur nicht wesentlich störende Nutzungen zulässig sind. Dies entspricht dem in Mischgebieten zulässigen Immissionsniveau. Erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Nachbarschaft durch Emissionen der geplanten Forschungseinrichtung sind somit nicht zu erwarten. Freiraumbezogene Erholung Das Gelände wird für die freiraumbezogene Erholung weiterhin nicht nutzbar sein. Beeinträchtigungen des westlich an das Plangebiet angrenzenden Kinderspielplatzes werden durch den Erhalt eines 10 m breiten Gehölzstreifens als Puffer zu der geplanten Forschungseinrichtung vermieden. 25 von 35

26 Kapitel C Umweltbericht 2.4 Geplante Maßnahmen zur Vermeidung, Verhinderung, Verringerung und zum Ausgleich von erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen - Befestigung von Stellplätzen nur in wasser- und luftdurchlässigem Aufbau. Positive Auswirkungen auf die Schutzgüter: Boden, Wasser - Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers auf dem Baugrundstück Positive Auswirkungen auf das Schutzgut: Boden - Sicherung des Gehölzbestands entlang der nördlichen Grundstücksgrenze durch Festsetzung einer ca m² großen privaten Grünfläche, mit Überlagerung einer Fläche mit Bindungen für die Erhaltung von Bäumen und Sträuchern. Positive Auswirkungen auf die Schutzgüter: Boden, Wasser, Lokalklima, Pflanzen, Tiere und die biologische Vielfalt, Landschaft - Pflanzung eines großkronigen Baums mit einem Mindeststammumfang von 14 cm je angefangene m² Baugebietsfläche, dies entspricht insgesamt sieben Bäumen. Bäume, die erhalten werden, können auf die Zahl der zu pflanzenden Bäume angerechnet werden. Es sind heimische und standortgerechte Laubbäume zu pflanzen. Mögliche Arten werden im weiteren Verfahren durch eine Pflanzliste vorgegeben. Positive Auswirkungen auf die Schutzgüter: Boden, Wasser, Lokalklima, Pflanzen, Tiere und die biologische Vielfalt, Landschaf - Zusätzlich Pflanzung eines, auch kleinkronigen, Baums mit einem Mindeststammumfang von 12 cm je angefangene fünf Stellplätze. Auch hier sind heimische und standortgerechte Laubbäume zu pflanzen. Mögliche Arten werden im weiteren Verfahren durch eine Pflanzliste vorgegeben. Positive Auswirkungen auf die Schutzgüter: Boden, Wasser, Lokalklima, Pflanzen, Tiere und die biologische Vielfalt, Landschaft - Bei Fällung von geschützten Einzelbäumen, Durchführung von Ersatzpflanzungen nach der Baumschutzsatzung Teltow Positive Auswirkungen auf die Schutzgüter: Boden, Wasser, Lokalklima, Pflanzen, Tiere und die biologische Vielfalt, Landschaft - Extensive Begrünung von mindestens 30% der Dachflächen Positive Auswirkungen auf die Schutzgüter: Wasser, Lokalklima, Pflanzen, Tiere und die biologische Vielfalt - Neupflanzung von Wald. Nach 8 Abs. 3 Landeswaldgesetz ist die Umwandlung des im Plangebiet vorhandenen Waldes in eine andere Nutzungsart (hier Baufläche) auszugleichen. Der Wald muss im gleichen Naturraum (Mittlere Mark) angelegt werden. Alternativ kann auch die Aufwertung von bestehendem Wald erfolgen oder eine Walderhaltungsabgabe gezahlt werden. Positive Auswirkungen auf die Schutzgüter: Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere und die biologische Vielfalt - Die Entfernung von Gehölzen und Bäumen außerhalb der Brutzeit (Ende Oktober bis Ende Februar). Positive Auswirkungen auf das Schutzgut: Tiere (besondere Artenschutz) - Anbringung einer Ersatzniststätte für den Star. Positive Auswirkungen auf das Schutzgut: Tiere (besondere Artenschutz) - Untersuchung von zu entfernenden Hecken, Gehölzablagerungen etc. auf Tages- und Winterverstecke des Igels. Gefundene Tiere können in geeignete umliegende Lebensräume (naturnahe Gärten u. ä.) umgesetzt werden. Positive Auswirkungen auf das Schutzgut: Tiere (besondere Artenschutz) Berücksichtigung der Eingriffsregelung Eine Eingriffs- Ausgleichbilanzierung wird im weiteren Verfahren ergänzt. Dabei werden die "Hinweise zum Vollzug der Eingriffsregelung" (HVE) beachtet. 26 von 35

27 Kapitel C - Umweltbericht Bereits zum jetzigen Zeitpunkt ist jedoch absehbar, dass die geplanten gebietsinternen Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen sowie der Waldausgleich nach dem Landeswaldgesetz nicht ausreichend sein werden, um den bei Umsetzung der Planung zu erwartenden Eingriff vollständig auszugleichen. Im weiteren Verfahren werden daher weitere Maßnahmen zum Ausgleich festgelegt. 2.5 Anderweitige Planungsmöglichkeiten Wird im weiteren Verfahren ergänzt. 3 Zusätzliche Angaben 3.1 Wichtigste Merkmale der verwendeten technischen Verfahren bei der Umweltprüfung und Hinweise auf Schwierigkeiten bei Zusammenstellung der Angaben Die Umweltprüfung zum umfasst folgende Bearbeitungsstufen: - Zusammenstellung fachgesetzlicher Vorgaben und fachlicher Standards, - Zusammenstellung umweltrelevanter Fachgesetze, Fachplanungen, und sonstiger fachlicher Standards - Zusammenstellung vorliegender Informationsquellen zur Umweltsituation, - Festlegung des Umfangs und Detaillierungsgrads der Umweltprüfung, Festlegung von Leistungskatalogen für Fachbeiträge zum Bebauungsplan, - Bestandsaufnahme der Umweltsituation durch Geländebegehung und Auswertung der vorliegenden Unterlagen zum Plangebiet, - Ermittlung der Auswirkungen der Planung auf die Umwelt auf Grundlage der geplanten Festsetzungen des Bebauungsplans, - Berücksichtigung der Eingriffsregelung nach dem Bundesnaturschutzgesetz; auf die Anwendung des Berliner Leitfadens "Verfahren zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen im Land Berlin" wurde verzichtet, da die Festlegung von Maßnahmen zum Ausgleich im Sinne der Eingriffsregelung nicht erforderlich ist. Auf eine Quantifizierung der Eingriffe über ein Punktesystem oder Kostenäquivalente konnte daher verzichtet werden, - Ermittlung von Maßnahmen zur Vermeidung, Minderung und zum Ausgleich von Beeinträchtigungen der Schutzgüter unter Berücksichtigung der vorliegenden Fachgutachten. Die eingesetzten technischen Verfahren sind in den jeweiligen Fachgutachten erläutert. Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der erforderlichen Unterlagen traten bislang nicht auf. 3.2 Geplante Maßnahmen zur Überwachung der erheblichen Umweltauswirkungen Das nach 4c BauGB vorgeschriebene Monitoring hat zum Ziel, die Prognose des Umweltberichts und die geplanten Maßnahmen zur Vermeidung und zum Ausgleich nach 1a Abs. 3 Satz 2 und 4 BauGB einer Kontrolle zu unterziehen. Wegen der auf Grund der geringen Größe des Plangebiets eher geringen erheblichen Umweltauswirkungen und der begrenzten Prognoseunsicherheiten ist bei Umsetzung des Plans nicht mit signifikanten Abweichungen der Realentwicklung von der diesem Umweltbericht zugrundeliegenden Prognose des zukünftigen Umweltzustandes zu rechnen. Auf ein speziell vorhabenbezogenes Monitoring kann daher verzichtet werden. Die 27 von 35

28 Kapitel C Umweltbericht regelmäßig auf gesamtstädtischer Ebene durchgeführten Maßnahmen zur Umweltüberwachung sind grundsätzlich ausreichend. Die Überwachung der geplanten Maßnahmen zur Vermeidung von Eingriffen erfolgt im Zuge der Bauzulassungsverfahren von Seiten der aufsichtführenden Behörde. Umweltrelevante Vorgaben und Maßnahmen, die nicht durch den Bebauungsplan gesichert werden, da sie auf einer eigenständigen fachgesetzlichen Grundlage beruhen, werden durch die zuständige Fachbehörde auf Einhaltung und Erfolg überwacht. Dies betrifft naturschutzrechtliche Maßnahmen (Bauzeitregelung, Anbringen einer Nisthilfe) und forstrechtliche Maßnahmen (Neupflanzung von Wald). 3.3 Allgemein verständliche Zusammenfassung Wird im weiteren Verfahren ergänzt. 3.4 Referenzliste der Quellen Landesamt für Umwelt Brandenburg: Biotopkartierung Brandenburg: Band 1 Kartierungsanleitung u. Anlagen (2004), Band 2 Beschreibung der Biotoptypen (2007), Liste der Biotoptypen (2011) Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg (2009): Hinweise zum Vollzug der Eingriffsregelung - HVE Stadt Teltow (2018): Lärmaktionsplan, Entwurf Stadt Teltow (2004): Landschaftsplan Jens Scharon (10/2016): Artenschutzfachliche Untersuchung der Fläche des Bebauungsplangebietes Nr. 69 "Erweiterung des Forschungszentrums in der Schillerstraße" in der Stadt Teltow 28 von 35

29 Kapitel D Auswirkungen des Bebauungsplans D. Auswirkungen des Bebauungsplans 1 Auswirkungen auf die Stadtstruktur Nachteilige städtebauliche Auswirkungen sind nicht zu erwarten, da es sich um eine Ergänzung des östlich angrenzenden Forschungszentrums handelt. 2 Auswirkungen auf die Umwelt Die Auswirkungen auf die Umwelt werden im Umweltbericht beschrieben (s. Kap. C 3.3). 3 Auswirkungen auf die Soziale Infrastruktur Da durch das Bebauungsplanverfahren keine Wohnnutzung ermöglicht werden soll, sind keine Bedarfe für die soziale Infrastruktur zu erwarten. 4 Auswirkungen auf den Verkehr Die Erschließung des Plangebietes erfolgt über die öffentlichen Verkehrsflächen der Kantstraße, der Schillerstraße und der Hauffstraße. Die erforderlichen Anlagen des ruhenden Verkehrs sollen innerhalb des Plangebietes untergebracht werden. Auswirkungen auf die verkehrliche Infrastruktur sind im weiteren Verfahren zu ermitteln. 5 Auswirkungen auf die technische Infrastruktur Auswirkungen auf die technische Infrastruktur sind im weiteren Verfahren zu ermitteln. 6 Finanzielle Auswirkungen 6.1 Verfahrenskosten Die Kosten des Verfahrens trägt der Vorhabenträger gemäß Vereinbarung mit der Stadt Teltow. 6.2 Herstellungs- und Unterhaltungskosten Die Herstellungs- und Unterhaltungskosten trägt der Vorhabenträger. 6.3 Grunderwerb Der Erwerb zusätzlicher Flächen ist nicht vorgesehen. 7 Bodenordnung Maßnahmen der Bodenordnung sind nicht vorgesehen. 29 von 35

30 Kapitel E Verfahren E. Verfahren 1 Übersicht über den Verfahrensablauf Der Aufstellungsbeschluss für den wurde in der Stadtverordnetenversammlung vom beschlossen. Mit dem Aufstellungsbeschluss wurde die Verwaltung beauftragt, die frühzeitige Bürgerbeteiligung sowie die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange durchzuführen und die Änderung des Flächennutzungsplanes für diesen Bereich zeitlich parallel zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 69 durchzuführen. Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß 3 Abs.1 BauGB findet in der Zeit vom 4. April bis einschließlich 3. Mai 2019 statt. Die frühzeitige Behördenbeteiligung gemäß 4 Abs.1 BauGB findet in der Zeit vom 4. April bis einschließlich 3. Mai 2019 statt. 30 von 35

31 Kapitel F Rechtsgrundlagen F. Rechtsgrundlagen Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634) Baunutzungsverordnung (BauNVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S. 3786) Planzeichenverordnung (PlanZV) vom 18. Dezember 1990 (BGBl I S. 58), die zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 4. Mai 2017 (BGBl. I S. 1057) geändert worden ist Brandenburgische Bauordnung (BbgBO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. November 2018 (GVBl. I, Nr. 39) Baumschutzsatzung, Satzung zum Schutz des Baumbestandes der Stadt Teltow vom März 2011, in der jeweils gültigen Fassung Stellplatzsatzung der Stadt Teltow in der Fassung vom 23. Februar 2016, in der jeweils gültigen Fassung 31 von 35

32 Kapitel G Anlagen G. Anlagen 1 Textliche Festsetzungen 1. Art der baulichen Nutzung 1.1 Das Sondergebiet mit der Zweckbestimmung "Forschung" dient vorwiegend der Forschung und Entwicklung. Zulässig sind 1. nicht wesentlich störende Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, 2. Schulungseinrichtungen, 3. nicht wesentlich störende Gewerbetriebe, die den Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zugeordnet und ihnen gegenüber in Grundfläche und Geschossfläche untergeordnet sind. Ausnahmsweise können zugelassen werden: 1. Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen, die den Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zugeordnet und ihnen gegenüber in Grundfläche und Geschossfläche untergeordnet sind. ( 9 Abs.1 Nr. 1 BauGB i. V. m. 11 BauNVO) 2. Maß der baulichen Nutzung 2.1 Als zulässige Grundfläche wird die im zeichnerischen Teil festgesetzte überbaubare Grundstücksfläche festgesetzt. ( 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB i.v. m. 16 Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3 Nr. 1 BauNVO) 3. Höhe der baulichen Anlagen 3.1 Die festgesetzte zulässige Oberkante (OK) der Gebäude bezieht sich auf die gem. textlicher Festsetzung 3.2 festgesetzte Geländehöhe (Bezugshöhe). ( 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB i.v. mit 16 Abs. 2 und 3 BauNVO) 3.2 Als Bezugshöhe für die zulässige Oberkante wird eine Geländehöhe von 40,00 m über NHN festgesetzt. ( 18 Abs. 1 BauNVO) 3.3 Im Sondergebiet können Dachaufbauten (z. B. Aufzugsanlagen, Lüftungsanlagen) bis zu einer Höhe von 2,0 m oberhalb der festgesetzten Oberkante zugelassen werden, wenn sie ausschließlich der Aufnahme technischer Einrichtungen dienen und mindestens 2,0 m von der Baugrenze zurückgesetzt sind. ( 9 Abs. 1 Nr. 1 und 2 BauGB i.v. mit 16 Abs. 2 und 6 und 23 Abs. 1 BauNVO) 32 von 35

33 Kapitel G Anlagen 4. Grünfestsetzungen 4.1 Innerhalb der privaten Grünfläche mit der Zweckbestimmung "naturnahe Grünfläche" sind die Bäume und Sträucher zu erhalten. ( 9 Abs. 1 Nr. 25b) BauGB) 4.2 Im Sondergebiet ist je angefangene 2000 m² Grundstücksfläche ein großkroniger Baum mit einem Mindeststammumfang von 14 cm zu unter Anrechnung vorhandener Bäume, zu pflanzen. ( 9 Abs. 1 Nr. 25a) und b) BauGB) 4.3 Ebenerdige Stellplatzflächen sind durch Flächen, die zu bepflanzen sind, zu gliedern. Je angefangene 5 Stellplätze ist ein Baum mit einem Mindeststammumfang von 12 cm zu pflanzen. Dabei sind mindestens 4,5 m² große Baumscheiben herzustellen, deren Breite 2,0 m nicht unterschreiten darf. ( 9 Abs. 1 Nr. 25a) BauGB) 4.4 Im Sondergebiet sind mindestens 30 % der Dachflächen extensiv zu begrünen. Der durchwurzelbare Teil des Dachaufbaus muss mindestens 20 cm betragen. Die Bepflanzungen sind zu erhalten und bei Abgang nachzupflanzen. ( 9 Abs. 1 Nr. 25a) BauGB) 4.5 Im Sondergebiet ist eine Befestigung von Stellplätzen nur in wasser- und luftdurchlässigem Aufbau (z. B. Pflaster mit mindestens 30 % Fugenanteil, Rasengittersteine, wassergebundene Decke, Schotterrasen, Rasenfugenpflaster) zulässig. Auch Wasser- und Luftdurchlässigkeit wesentlich mindernde Befestigungen wie Betonunterbau, Fugenverguss, Asphaltierungen und Betonierungen sind nicht zulässig. ( 9 Abs. 1 Nr. 20 BauGB) 5. Sonstige Festsetzungen 5.1 Im Sondergebiet sind auf den straßenbegleitenden nicht überbaubaren Grundstücksflächen (Vorgartenbereich) Stellplätze sowie sonstige Nebenanlagen im Sinne des 14 BauNVO unzulässig. Dies gilt nicht für Einfriedungen. ( 9 Abs.1 Nr. 2 BauGB i. V. m. 23 Abs. 5 und 14 Abs. 1 Satz 3 BauNVO) 5.2 Innerhalb der Grünfläche mit der Zweckbestimmung "naturnahe Grünfläche" sind bauliche Anlagen unzulässig. ( 9 Abs.1 Nr. 2 BauGB i. V. m. 23 Abs. 5 und 14 Abs. 1 Satz 3 BauNVO) 5.3 Im Sondergebiet sind Garagen unzulässig. ( 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB i.v. mit 12 Abs. 6 BauNVO) 5.4 Die Geltungsbereichsgrenze zwischen den Punkten A, B, C, D ist zugleich Straßenbegrenzungslinie. ( 9 Abs. 1 Nr. 11 BauGB) 33 von 35

34 Kapitel G Anlagen 6. Gestalterische Festsetzungen 6.1 Als Einfriedungen sind nur offene, blickdurchlässige Zäune (z. B. Stabgitterzäune) bis zu einer Höhe von 2,0 m über der angrenzenden Geländeoberfläche zulässig. ( 9 Abs. 4 BauGB i.v. mit 81 BbgBO) 34 von 35

35 Kapitel G Anlagen 2 Städtebauliches Konzept 35 von 35