Neugestaltung des Stachus-Einkaufszentrums Dokumentation der Planungsgutachten. September 2007

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1 Neugestaltung des Stachus-Einkaufszentrums Dokumentation der Planungsgutachten September 2007

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3 Inhalt 1 LBBW Immobilien GmbH: Vorwort Seite 04 2 Neugestaltung des Stachus-Einkaufszentrums: Aufgabenstellung Seite 06 3 Planungsgutachten zur Neugestaltung des Stachus-Einkaufszentrums in München: Ablauf des Verfahrens und Ablauf der Sitzung der Bewertungskommission Seite 10 4 Der empfohlene Masterplan von Allmann Sattler Wappner, München Seite 14 5 Weitere Entwürfe beteiligter Büros Seite 22 6 Porträts der beteiligten Büros Seite 28 Impressum und Bildnachweise Seite 34 03

4 1 LBBW Immobilien GmbH Vorwort Liebe Leserinnen, liebe Leser, der Karlsplatz/Stachus ist neben dem Marienplatz der bekannteste Platz Münchens, eine der touristischen Sehenswürdigkeiten der bayerischen Landeshauptstadt und ein äußerst stark frequentierter Verkehrsknotenpunkt. Unter dem traditionsreichen Platz befindet sich das sogenannte Stachus-Bauwerk. Es wurde 1970 eröffnet und ist mit einer Länge von 350 Metern, einer Breite von 150 Metern und einer Tiefe von ca. 40 Metern auch heute noch eines der größten Untergrund-Bauwerke Europas. Sein zentrales Element ist das Stachus-Einkaufszentrum. Dessen Ladenflächen befinden sich insbesondere im ersten Untergeschoss des Bauwerkes. Es wird an Werktagen von bis zu Menschen frequentiert, ist inzwischen aber veraltet und muss dringend saniert werden. Dieser Aufgabe stellt sich die LBBW Immobilien GmbH gerne. Unser Unternehmen ist der Immobiliendienstleister im Konzernverbund der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Wir sind unter anderem in den Bereichen Projektentwicklung, Immobilienmanagement und Kommunalentwicklung aktiv. Mit einem Immobilienbestand von ca Einheiten, einem Eigenkapital von über 730 Millionen Euro und einem Bilanzvolumen von rund zwei Milliarden Euro zählt die LBBW Immobilien GmbH zu den führenden Immobilien-Unternehmen Deutschlands. Seit einigen Jahren engagieren wir uns insbesondere auch in München. So verwirklichen und entwickeln wir hier zurzeit unter anderem den Neubau der Zentrale des Süddeutschen Verlages in München-Steinhausen, das aktuelle Areal des Verlages in der Münchner Innenstadt und die sogenannte Residenzpost vis-à-vis der Münchner Residenz. Diese Projekte führen wir zusammen mit Partnerunternehmen durch. 04

5 Stachus-Einkaufszentrum: Aufgang zur Bayerstraße Zu Beginn dieses Jahres haben wir zudem von den Stadtwerken München die Konzession zum Betrieb des Stachus-Einkaufszentrums für 33 Jahre erhalten. Dabei haben wir uns dazu verpflichtet, das Einkaufszentrum grundlegend zu modernisieren und zu sanieren. Ziel war und ist es, dem Einkaufszentrum mitten in der Münchner Innenstadt zu neuem Glanz zu verhelfen ihm eine moderne, übersichtliche, helle und freundliche Atmosphäre zu geben. Dafür haben wir im Einklang mit der Stadt München und den Stadtwerken München zunächst einen Architekturwettbewerb ausgeschrieben, zu dem wir fünf renommierte Büros eingeladen hatten. Wir freuen uns, Ihnen hiermit eine Dokumentation der eingereichten Arbeiten vorlegen zu können. Diese weisen eine sehr hohe Qualität auf, was insbesondere für den von der Bewertungskommission zur Realisierung vorgeschlagenen Entwurf des Münchner Büros Allmann Sattler Wappner gilt. Wir beabsichtigen, diesen Entwurf als Basis für die Umbauarbeiten zu nehmen. Diese werden voraussichtlich im Frühjahr 2008 beginnen und spätestens Ende 2009 beendet sein. Wir sind davon überzeugt, dass das Stachus-Untergeschoss danach in neuem Glanz erstrahlen und wieder einer der gern besuchten urbanen Mittelpunkte Münchens sein wird, zu denen es ehedem zählte. Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ralf P. Nisar Geschäftsführer LBBW Immobilien GmbH 05

6 2 Neugestaltung des Stachus-Einkaufszentrums Aufgabenstellung Planungsgegenstand Die LBBW Immobilien Development GmbH hat zum die Baukonzession für das Einkaufszentrum im Stachus in München erworben. Das Stachus-Bauwerk wurde 1970 in Betrieb genommen. Es war damals das größte Untergrund-Bauwerk Europas. Zudem war die Verbindung aus Verkehrsknotenpunkt, Parkierungs-Bauwerk und Einkaufszentrum beispielgebend. Der der Öffentlichkeit zugängliche Teil des Einkaufszentrums befindet sich vorwiegend im ersten Untergeschoss des Bauwerkes, zu Teilen auch im zweiten Untergeschoss. In den Haupteinkaufszeiten strömen mehr als Passanten stündlich durch die Passagen des Einkaufszentrums. Insgesamt wird das Einkaufszentrum werktags von bis zu Fußgängern frequentiert. Die Belieferung der Läden im Einkaufszentrum sowie der benachbarten Kaufhäuser Kaufhof und Hertie erfolgt über das zweite Untergeschoss. Die Zufahrt zum Ladehof und zur Tiefgarage befindet sich in der Herzog-Wilhelm-Straße. S- und U-Bahn-Aufgang Die Gesamtfläche des Einkaufszentrums umfasst qm. Sie teilen sich auf in Verkaufs- und Ladenflächen sowie Nebenräume und Verkehrsflächen. Insgesamt sind auf den zwei Ebenen des Stachus-Einkaufszentrums 45 Ladeneinheiten angesiedelt. Bei diesen handelt es sich größtenteils um kleinflächige Einheiten mit Verkaufsflächen von 9 qm bis qm. Sie bieten eine Vielfalt an Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen. Nach rund 37-jähriger, sehr intensiver Nutzung weist das Stachus- Einkaufszentrum heute ein veraltetes Konzept sowie ein unattraktives Erscheinungsbild auf. Die Flächengeometrie der Läden und die Anordnung der Flächen im Einkaufszentrum selbst sind unübersichtlich. Sie entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Darüber hinaus verstärken die veralteten gestalterischen Elemente (z. B. dunkle Böden und Wände) den unvorteilhaften und nicht mehr zeitgemäßen Eindruck des Einkaufszentrums. Für das Einkaufszentrum soll deshalb neben den notwendigen technischen Erneuerungen ein grundlegend neues, attraktives Erscheinungsbild geschaffen werden, das unter anderem die Zugänge, die Orientierung, Beleuchtung und Oberflächengestaltung umfasst. Die LBBW Immobilien GmbH hat deshalb im Einvernehmen mit der Stadt München ein Planungsgutachten in Form einer Mehrfachbeauftragung durchgeführt. 06

7 Allgemeine Ziele Die besondere Attraktivität der Münchner Innenstadt liegt in der Vielfalt der Nutzungen, einem attraktiven Einzelhandelsangebot und einer hohen Erlebnisdichte. Der Stachus stellt einen äußerst privilegierten Standort innerhalb der Stadt dar. Dieser Lagevorteil wird zur Zeit nicht in ausreichendem Maße genutzt. In der Auseinandersetzung mit dem Standort soll deshalb eine Adresse entstehen, die den Münchner Charme und seinen großstädtischen Esprit überall im Planungsgebiet erlebbar macht. Angestrebt wird eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des Standortes. Alle künftigen Nutzungen sollen sich dabei zu einem schlüssigen und klar ablesbaren Gesamtkonzept vereinen, das dem Vorhaben eine unverwechselbare Identität verleiht. Dieses Konzept muss Ausgangspunkt und Kern aller Überlegungen sein. Gleichzeitig ist jede Nutzung für sich betrachtet im Spannungsfeld mit den anderen Nutzungen optimal zu entwickeln. Es gilt zudem, die tradierte Nutzungsvielfalt aus Einzelhandel, Gastronomie, Kultur sowie privater und öffentlicher Nutzung zu erhalten. Eine Entwicklung der Einzelhandelsflächen, die sich in Größe und Umfang am Bestand orientiert, ist Voraussetzung für den Erhalt der angestrebten Nutzungsvielfalt. Bau des Stachus-Bauwerks (links) Stachus heute (Mitte und rechts) 07

8 2 Neugestaltung des Stachus-Einkaufszentrums Aufgabenstellung Neues Betriebs- und Nutzungskonzept Das Stachus-Untergeschoss leidet heute unter einem unattraktiven Gesamteindruck. Die wesentlichen Faktoren hierfür sind eine nicht mehr zeitgemäße Gestaltung und Architektursprache sowie eine Vielzahl von überalterten Einzelhandels- und Gastronomiekonzepten. Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs, Passanten, Einzelhandelskunden und Touristen kritisieren insbesondere die schwierige Orientierung im ersten Untergeschoss. Der Ist-Zustand führt zudem zu einer Verwahrlosung der öffentlichen Flächen mit allen negativen Randerscheinungen. Ziel des neuen Betriebskonzeptes ist die Umsetzung von drei wichtigen Bausteinen zur Steigerung der Attraktivität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Stachus-Bauwerkes, und hier insbesondere des Einkaufszentrums: 1. Optimierte Wegeführung/Architektur/Wohlfühlqualität Die optimierte Wegeführung, unterstützt durch ein modernes Wegeleitsystem, muss sehr kundenfreundlich sein und eine leichtere Orientierung für alle Besucher ermöglichen. Die zeitgemäße Architektur mit dem Fokus auf hochwertige helle Materialien für Boden, Wand und Decke, einer guten Beleuchtung sowie moderne Fassaden für die Geschäfte soll eine positive Atmosphäre für diesen besonderen, sehr urbanen Standort generieren. Die Neugestaltung der Ein- und Zugänge setzt zusätzliche positive architektonische Akzente. Stachus-Einkaufszentrum heute 2. Attraktiver Branchen- und Mietermix Geplant ist ein zeitgemäßes Angebot an Waren und Dienstleistungen für die gezielte Deckung der Bedürfnisse der Besucher des Stachus, hier insbesondere der Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs. Gezielt werden Fachgeschäfte mit einer hohen Betreiberqualität und Professionalität als Mieter gesucht. Der lokal geprägte Mietermix wird die Attraktivität zusätzlich erhöhen. Um eine Branchen- und Angebotsvielfalt sicherzustellen, werden kleinflächige Läden dominieren, Qualität und Vielfalt sind das Ziel. In verschiedenen Bereichen des Objektes sollen Magnetfunktionen geschaffen werden, um die Frequenz gleichmäßiger als heute über das Vertragsobjekt zu verteilen. 3. Schaffung eines professionellen Centermanagements. 08

9 Baukonzept Abgang zum Stachus-Einkaufszentrum 1. Zugangsbauwerke Treppen und Aufzüge stellen die zentralen Erschließungselemente des Einkaufszentrums mit dem umgebenden öffentlichen Straßenraum dar. Eine der zentralen Aufgabenstellungen des Umbaus besteht in der Neugestaltung dieser Verbindungen. Unter Beibehaltung der bestehenden Schächte, Öffnungen und Rolltreppen sind diese Bereiche imagebildend für den Stachus aufzuwerten. 2. Einkaufszentrum Passage Ziel der neuen Gestaltung ist eine im wahrsten Sinne des Wortes wegweisende Architektur, die für Passanten wie Stammkunden gleichermaßen attraktiv ist. Wand, Decken und Bodenbeläge werden das Gestaltungskonzept für die neue Stachus-Passage maßgeblich bestimmen. Zur Verbesserung der Orientierung erscheint eine Zonierung des gesamten Passagensystems sinnvoll. Ladeneinheiten Zugänge und Schaufensterfronten stellen die Fassaden des unterirdischen Straßenraumes dar und sind mit den geschlossenen Fronten und den Fronten der ergänzenden Eigentümer Kaufhof, Hertie und Mathäser zu einem Gesamtkonzept zu entwickeln. Die innere Ladengestaltung war nicht Gegenstand der Untersuchung. Serviceeinheiten WC-Anlage, Erste-Hilfe-Station sowie Tiefgarage sollen gut auffindbar sowie schnell und sicher erreichbar sein. Die Aufgabe wird darin bestehen, diese Nutzungsergänzungen in das Gesamtkonzept gestalterisch mit einzubinden. 3. Beleuchtung Zentrales Thema in Bereichen ohne Tageslicht ist eine attraktive Be- und Ausleuchtung. Die LBBW Immobilien GmbH schafft ein zeitlos-modernes Konzept, welches die Belange Sicherheit/Wirtschaftlichkeit mit einem dem Standort angemessenen und architektonischen Anspruch verbindet. 4. Orientierung Ein modernes Wegeleitsystem wird die Passanten durch den Stachus führen. Hier sollen neben den Verkehrsmitteln und Abfahrtzeiten über deutlich erkennbare Piktogramme auch die öffentlichen Toilettenanlagen und z. B. Telefon und Ticketverkaufstellen ausgeschildert werden. Es wird ein symbolorientiertes Wegeleitsystem eingeführt, welches auch ausländischen Gästen hilft, sich schnell zurechtzufinden. 5. Erschließung ÖPNV Der Neugestaltung der Treppenanlagen in Verbindung mit einem modernen Wegeleitsystem kommt eine besondere Bedeutung bei der Vernetzung der Passantenströme aus der Umgebung zu. Es gilt, diese Funktion auf jede erdenkliche Art zu unterstützen. Großer Wert wird auf die Gestaltung der Abgänge im Straßenbereich gelegt. 6. Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit Kriterium für die Beurteilung der Projekte war deren Wirtschaftlichkeit. Die Entwürfe müssen daher gute Gestaltung, Funktionalität und Kostengünstigkeit (Investition und Betriebsphase) vereinbaren. Nur dann können sie für künftige Nutzer attraktiv sein und die Forderung der LBBW Immobilien GmbH nach nachhaltiger Marktfähigkeit erfüllen. Einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaftlichkeit des Vorhabens stellt dabei die Minimierung der Betriebskosten, insbesondere des Energieverbrauchs, dar. 09

10 3 Planungsgutachten zur Neugestaltung des Stachus-Einkaufszentrums in München Ablauf des Verfahrens Die LBBW Immobilien GmbH hatte über ihre Tochtergesellschaft, die Einkaufszentrum Stachus München (ESM) GmbH, Stuttgart, vertreten durch die Geschäftsführer Ralf P. Nisar, Dirk Wehinger und Achim Kleinert, fünf renommierte Architekturbüros mit der Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen für die Planungsaufgaben beauftragt. Die Bearbeitung erfolgte in einem konkurrierenden Verfahren, das von einer Bewertungskommission begleitet wurde. Vier der fünf beauftragten Architekturbüros haben Lösungsvorschläge für die Neugestaltung des Stachus-Einkaufszentrums und damit für das erste Stachus-Untergeschoss und für Teile des zweiten Stachus-Untergeschosses eingereicht. Dabei handelt es sich um: Allmann Sattler Wappner, München AG Gilberto Botti mit Andreas Meck, München GRAFT, Berlin ippolito fleitz group, Stuttgart. Die angeschriebenen Büros erhielten am 24. April 2007 die schriftliche Ausschreibung. Am 11. Mai und am 15. Juni 2007 diskutierte die Bewertungskommission mit den Büros im Rahmen von zwei Zwischenvorstellungen den Stand der Arbeiten. Die fertigen Entwürfe reichten die Büros bis zum 17. August 2007 ein. Am 13. September 2007 präsentierten die Büros ihre Entwürfe persönlich einer Jury, die aus internationalen Architekturexperten sowie aus Vertretern der Stadt München, der Stadtwerke München und der LBBW Immobilien GmbH bestand. Unattraktive Abgänge führen heute in eine dunkle Passage Ebenfalls am 13. September 2007 entschied die Jury unter Vorsitz von Professor Carl Fingerhuth nach eingehenden Beratungen mit großer Mehrheit, der LBBW Immobilien GmbH vorzuschlagen, den vom Büro Allmann Sattler Wappner eingereichten Entwurf zur Grundlage für die weiteren Planungen zu machen. 10

11 Zugang zu S- und U-Bahn (links) 2. Untergeschoss (Mitte) Stachus-Brunnen (rechts) Aus dem Protokoll zur Sitzung der Bewertungskommission am 13. September 2007 Die Sitzung fand im Forum des Süddeutschen Verlages statt. Anwesende Stimmberechtigte Mitglieder der Bewertungskommission: Prof. Carl Fingerhuth, Zürich (Vorsitz) Dr. Florian Bieberbach, kaufm. Geschäftsführer Stadtwerke München Prof. Hannelore Deubzer, München Dipl.-Ing. (FH) Achim Kleinert, LBBW Immobilien Development, Stuttgart Dipl.-Ing. Marcel Meili, Zürich Dr. Elisabeth Merk, Stadtbaurätin, München Jens Mühlhaus, Mitglied des Stadtrats (B90/Grüne) Ralf P. Nisar, Geschäftsführer LBBW Immobilien, Stuttgart Wolfgang Püschel, Bezirksausschuss Altstadt-Lehel (SPD) Richard Quaas, Mitglied des Stadtrats (CSU) Claudia Tausend, Mitglied des Stadtrats (SPD) Prof. Tobias Wallisser, Amsterdam Stellvertretende Mitglieder der Bewertungskommission: Angela Horbach-Wilson, Bezirksausschuss Altstadt- Lehel (B90/Grüne) Dipl.-Ing. Johannes Kauer, LBBW Immobilien Development, Stuttgart Helmut Pfundstein, Mitglied des Stadtrats (CSU) Dipl.-Ing. Jórunn Ragnarsdóttir, Stuttgart Alexander Reissl, Mitglied des Stadtrats (SPD) Dipl.-Ing. Alexander Steger, Stadtwerke München Dirk Wehinger, Geschäftsführer LBBW Immobilien Development, Stuttgart Sachverständige Berater ohne Stimmrecht: Dipl.-Ing. Georg Barwitz, Stadtwerke München Dipl.-Ing. (FH) Oliver Glück, Fachberater Gebäude, München Dipl.-Ing. Stefan Gödecke, Drees und Sommer Infra, München Dr. Kathrin Grumme, 1A Retail, Fachberaterin Einzelhandel, München Dipl.-Ing. Christian Leis, Kersken und Kirchner, Fachberater Brandschutz, München Dipl.-Ing. Josef Mittertrainer, Fachberater Verfahren, München Sedef Özakin, Mitglied des Stadtrats (B90/Grüne) Dipl.-Ing. Dietrich Petzold, Obermeyer Planen und Beraten, München Dipl.-Ing. Otto Resch, Referat für Bauordnung und Stadtplanung, HA I/3 Verkehrsplanung Susanne Ritter, Referat für Bauordnung und Stadtplanung, HA II/2 Stadtplanung Ludwig Semmler, Planungsreferat, Untere Denkmalschutzbehörde Sabine Stöhr, 1A Retail, Fachberaterin Einzelhandel, München Dipl.-Ing. Alfred Tomaschko, LBBW Immobilien Projektmanagement, Stuttgart Dipl-Ing. Sepp Wanie, Fachberater Gebäude, München (krankheitsbedingt entschuldigt) Gäste: Dr. Christoph Brandenburg, Taylor Wessing, München Daniela Schlosser, Taylor Wessing, München Georg Selbach, LBBW Immobilien, Centermanager Stachus, München Protokoll: Anastasia Kantzeloglou Vorprüfung: Dipl.-Ing. Harald Klose, LBBW Immobilien Kommunalentwicklung, Stuttgart Marcel Mühlbauer 11

12 3 Planungsgutachten zur Neugestaltung des Stachus-Einkaufszentrums in München Ablauf der Sitzung der Bewertungskommission am 13. September 2007 Die Vorprüfung informiert die Bewertungskommission zunächst über die Ergebnisse der ersten Inaugenscheinnahme und übergibt diese in Form einer Broschüre. Alle wesentlichen Entwurfsleistungen wurden rechtzeitig abgegeben. Die Bewertungskommission beschließt, alle Arbeiten zur Beurteilung zuzulassen. Anschließend stellen die vier Büros der Jury getrennt voneinander ihre Entwürfe vor. Zusätzlich beantworten sie Rückfragen des Gremiums. Nach den Präsentationen durch die Büros diskutiert das Gremium ausführlich die vorliegenden Entwürfe. In einem ersten Ausscheidungsrundgang werden zwei der eingereichten Arbeiten ausgeschieden. Danach stimmt die Bewertungskommission über die beiden verbliebenen Arbeiten ab. Dabei entscheidet sich eine klare Mehrheit von 11:1 Stimmen für den von Allmann Sattler Wappner eingereichten Entwurf. Die Bewertungskommission empfiehlt, diesen Entwurf als Grundlage für die Realisierung zu verwenden. Professor Fingerhuth fordert die Bewertungskommission auf, auf Grundlage der Empfehlung für das Büro Allmann Sattler Wappner weitere Empfehlungen für die Realisierung zu geben. Die Bewertungskommision empfiehlt daraufhin: die hohe Qualität des Entwurfes als Gesamtprojekt bei der Umsetzung zu erhalten, die Ablesbarkeit der Kreisform als prägendes Element zu erhalten, die hohe Qualität, sowohl in der Detaillierung als auch in der Auswahl der Materialien, bei der Realisierung ebenfalls zu erhalten. Die Bewertungskommission empfiehlt darüber hinaus der Landeshauptstadt München, die Anregungen für die Aufwertung des öffentlichen Raums im unmittelbaren Umfeld der Zugänge ebenfalls zu realisieren. Stachusrondell (oben) Stachus-Einkaufszentrum heute (Mitte und unten) 12

13 Stachus 1961 (oben) Schaubild für die Verwirklichung des gesamten Stachus-Bauwerks, 60er Jahre (Mitte) Grundriss für den Bau des ersten Untergeschosses nach den Plänen von Prof. Paolo Nestler, München, 60er Jahre (unten) 13

14 4 Der empfohlene Masterplan Allmann Sattler Wappner, München Perspektive Innenraum (oben) 14

15 Mitarbeiter: Lisa Noss, Matthias Both, Gökhan Uysal, Tina Rome, Alexander Vogel, Eisuke Kawai, Rossnagel Sophia, Chaufer Marie Beteiligte Büros: Lichtplaner: MS-Licht, München; Michael Schmidt Signaletik: Integral Ruedi Baur Zürich GmbH, Zürich; Daniela Valentini, Jana Strozinsky, Axel Steinberger Blick auf den Stachus (unten) 15

16 Blick vom Königshof zum Stachus mit neu gestaltetem Abgang Ladenebene 1. UG Schnitt West-Ost 16

17 Allmann Sattler Wappner München Das Projekt besticht durch seine klare Grundhaltung, die sich durch die drei Maßstabsebenen Städtebau, Gebäudegestaltung und Details ablesen lässt. Mit einem einfachen Kunstgriff, der Zusammenfassung aller Ladeninseln zu einer großen zentralen Kreisfigur, gelingt es den Verfassern, sowohl eine klare Orientierung als auch eine neue Identität für den Ort zu schaffen. Durch das System eines Kreisverkehrs für die Fußgängerverbindungen kommt der hybride Charakter des Orts als Kombination aus Verkehrsbauwerk und Einkaufspassage zum Ausdruck. Diese Grundidee wird konsequent im Leitsystem zum Signet für den Ort weiterentwickelt. Auch in der Materialwahl und der Ausarbeitung der Details wird die Großzügigkeit mit wohlüberlegten Übergängen und Gestaltungsprinzipien weitergeführt. Eine geringe Anzahl Materialien mit hohem Glasanteil und die klare Gliederung in helle, horizontale Flächen für Decke und Boden sowie umbrafarbene Flächen für die Zugangsbereiche zu den Verkehrsmitteln schaffen einen Hintergrund für Ladenfassaden und Publikum. Der neue Stachus das Auge von München Die Fassadenfläche der Kreisfigur ist konsequent als raumhohe, geschlossene Glaswand gedacht, die die Passanten begleitet und nur von den zwei Abgängen zur S-Bahn unterbrochen wird. Alle anderen Fassaden können mittels Faltelementen geöffnet werden. In einer Weiterbearbeitung müsste dem Deckensystem besondere Beachtung zukommen, das als Anordnung verschiedener kreisrunder Glasscheiben angedacht ist und eher Anklänge an eine Lounge aufweist. Die Ausarbeitung der technischen Integration und der Beleuchtung bietet Ansatzpunkte hierfür. Stärkung der Achse Bahnhof Marienplatz Der Wunsch, den Ort stärker im oberirdischen Stadtraum zu verankern, kommt in der Ausformulierung der Auf- und Abgänge zum Ausdruck. Die Ideen zur Platzgestaltung, insbesondere die Einbeziehung der Trambahnhaltestelle und des Straßenbelags, sind wichtige Ansätze. Die vorgeschlagene Überformung der Zugangsbereiche passt sich gut in die Umgebung ein. Die Fläche wird gut ausgenutzt, jedoch wird auf Grund des Gestaltungselementes Kreis auf Fläche verzichtet. Die Wegeleitung mit dem Kreissymbol ist hervorragend, findet sich aber innerhalb der Passage nicht wieder. Es besteht eine klare Sichtbeziehung zwischen Hertie- Eingang und Abgang Stachusrondell. Glasdecke und Wandbekleidung sind teuer, aber günstig im Unterhalt. Insgesamt ist den Verfassern eine überzeugende Arbeit gelungen, die vom Städtebau bis ins Detail eine maßgeschneiderte Lösung für den Ort erzeugt und einen beispielhaften Beitrag zum grundsätzlichen Umgang mit dem Typus Verkehrsbauwerk und Ladenpassage darstellt. 17

18 1. Bestand 3. Priorisierung der Wegeführung 5. Konzentration 2. Räumliche Bindung 4. Begleitung durch Achsbildung 6. Orientierung 18

19 Allmann Sattler Wappner München 7. Zonierung und Aufteilung 8. Raumkontinuum und Informationsverdichtung Blick Richtung Stachusbrunnen bei Nacht 19

20 Flächenzonierung 1. UG Sperrengeschoss, 2. UG Fassadenabwicklung 20

21 Allmann Sattler Wappner München Sperrengeschoss, 2. UG 21

22 5 Weitere Entwürfe beteiligter Büros Arbeitsgemeinschaft Gilberto Botti mit Andreas Meck, München Perspektive Eingang Stachus Bereits in der Zwischenbesprechung wurden der Gedanke einer zentralen Platzbildung und die Ansätze zur vertikalen räumlichen Integration von der Bewertungskommission grundsätzlich interessiert zur Kenntnis genommen. Schon damals wurden allerdings von den Fachleuten für Einzelhandel sehr kritische Einwände (Gefälle in der Adressbildung, Distanz der Ladenfronten zueinander, Bewegungsfluss u. a.) vorgebracht. Außerdem wurden Fragen der Orientierung, der Achsenhierarchie und der räumlichen Wirksamkeit in Bezug auf die gegebene Raumhöhe eingebracht. Eingang Mathäser Passage 22 In der Präsentation erscheinen dem Gremium wesentliche Einwände nicht substanziell entkräftet. Insbesondere die Hauptachsbreite, die Orientierungsfähigkeit bei den Straßeneingängen am Platz und das doch bescheidene Ausmaß der Öffnungen zum zweiten Untergeschoss wurden als nicht ausgereifte Qualitäten beurteilt. Sehr gewichtig blieb die Kritik des Einzelhandels, die sich in Gesprächen mit möglichen Interessenten deutlich erhärtet hat: Zur Herstellung einer Einkaufsatmosphäre wird der Entwurf als ungeeignet bewertet.

23 Mitarbeiter: Francesca Fornasier Eine positive Beurteilung erfährt im Gegenzug der sehr eigenständige und mit Potenzial versehene Entwurf zur Deckenausbildung, zum Licht, zur Signaletik und zum Einsatz von Farben zur Orientierung. Das Licht- und Beschriftungskonzept ist noch relativ konzeptionell gefasst und im Übrigen äußerst unvorteilhaft dargestellt und widersprüchlich erläutert. Dennoch enthält es die spannende Idee, all diese Elemente zusammen mit dem Bestand zu einem System zu vereinigen. Dadurch gelingt es, die drückende Deckenlast in der Wahrnehmung nach oben zu überwinden. Gleichzeitig wird durch dieses System eine attraktive mögliche Raumstimmung vorgedacht. Diese erreicht jedoch umgekehrt im Grundriss in dieser Form nach Ansicht der Jury keine vergleichbare Eigenständigkeit und Genauigkeit. Beteiligte Büros: Lichtplaner: luna.lichtarchitektur; Matthias Friedrich Signaletik: Büro Uebele Visuelle Kommunikation; Prof. A. Uebele Statik: Sailer Stephan und Partner GmbH; Dr. K. Stephan Brandschutz: IBT Brandschutzplanung; M. Tawakol-Khan Zunächst wird ein übersichtlicher Platz geschaffen, die verbleibende Fläche wird gut ausgenutzt, dabei entstehen aber ungünstig geschnittene Verkaufsflächen. Dabei sind die großen Flächen hinsichtlich Brandschutz und Vermarktung hochproblematisch. Das Wegeleitsystem ist innovativ, hat aber Probleme mit Sichtbarkeit und Orientierung für Auswärtige oder Erstbesucher. In der Wirtschaftlichkeit liegt dieser Entwurf im mittleren Bereich. Ebene 0, Lageplan Gue minibh ese er sum do esto od dolenisi.iquipit alis dolessisis dit dip et, vulput luptatue con ut non eummy nostio dolorer sectem vendiam consedmodo odipit, quat. Ebene 1 23

24 5 Weitere Entwürfe beteiligter Büros GRAFT, Berlin Perspektive Sichtachsen Grundriss Ausschnitt 2. UG 24

25 Mitarbeiter: Lennart Wiechell, Sascha Krückeberg, Krista Reinhild Flascha, Sebastian Lupea, Sven Fuchs Beteiligte Büros: Lichtplaner: Happold Ingenieurbüro Sonderfachleute: Art+Com, Dienstleister Neue Medien Breton & Schwarz, Gruppe für Gestaltung Mänz und Krauss, Ausbau GmbH Berlin 1. UG Analyse Wege Die Besonderheiten des Ortes mit allen übergeordneten großstädtischen Zusammenhängen werden von den Architekten nicht aufgenommen. Die angestrebte Optimierung der Anbindung des Einkaufszentrums an das oberirdische Wegenetz der Stadt ist durch die stark introvertierte Neugestaltung nicht optimal erfüllt. Der Grundriss ist auf Grund der sternförmigen Ausrichtung der Wege stark gegliedert, teilweise unüberschaubar, die Ladeneinheiten sind kleinteilig. Dadurch entstehen zwar mehr Schaufensterflächen, aber auch weniger Verkaufsflächen und lange Wege. Leider hat die räumliche Vorstellung der Architekten, eine stark bewegte Wellendecke zu gestalten, nichts mit dem eher konventionellen Grundriss zu tun. Die mit Informationen überladenen Decken verleihen dem Ort nicht die gewünschte Atmosphäre von Ruhe und Freundlichkeit. Das sich ständig bewegende Licht mindert zusätzlich die Aufenthaltsqualität. Das Konzept besitzt nicht das Potenzial, weiter verfolgt zu werden. Es zeigt einen sehr ausgeprägten Gestaltungswillen, der die Anforderungen des Auslobers leider nicht erfüllt. Das Wegenetz führt nicht zu einer Verbesserung der Übersichtlichkeit. Das Wegeleitsystem variiert entsprechend den Wellenformen der Deckenkonstruktion, was zu Irritationen bei der Orientierung führen kann. Die Deckenkonstruktion ist sehr aufwendig und teuer, vor allem im Hinblick auf die darin untergebrachten Versorgungsinstallationen. Die Materialien sind für ein hoch frequentiertes Gebäude teilweise ungeeignet. Animation zur Neugestaltung 25

26 5 Weitere Entwürfe beteiligter Büros ippolito fleitz group, Stuttgart Perspektive Stele mit langsam wanderndem Lichtverlauf Die Arbeit zeigt sehr fundierte Überlegungen zur Neugestaltung dieses wichtigen Knotenpunktes. Eine Priorität in dem Konzept liegt in der großzügigen Bereithaltung von Bewegungs- und Verkehrsflächen, in der Freistellung der zentralen Abgänge zu den U- und S-Bahnen und der Vorhaltung eines zentralen Orientierungsraumes. Die Positionen der Verkaufsflächen unterstehen dieser ersten wichtigen Zielsetzung, öffentlichen Raum auf der unteren Stadtebene sicherzustellen. Konsequent werden die Fronten zum Schaufenster gestaltet, die Materialien sind robust, hell und ohne überflüssiges Detail. Ein Nachteil ist die Hierarchie in den angebotenen Wegeverbindungen, die erneut zu wenig attraktiven Parallelwegen und Geschäftslagen in der zweiten Reihe führt. 26

27 Mitarbeiter: Fabian Greiner, Alexander Fehre, Max Steinbächer, Mathias Mödinger, Kirill Gagarin Beteiligtes Büro: Lichtplaner: pfarré lighting design, München; Gerd Pfarré Die Decke zeigt stoffliche Qualität und formale Eleganz. Die gepolsterte Decke, die die Bewegung durch einen Stadtkörper visuell greifbar macht, eröffnet hiermit ganz neue Perspektiven. Ob das so auch funktioniert, sei dahingestellt, denn der Spielraum im Deckenbereich ist annähernd Null. Die Schaufenster, zwischen Bodenkörper und Deckenraum gespannt, sind konsequent und unterstützen die Haltung. Alles in allem eine äußerst konsequente und anregende Lösung mit einer ganz großen Hypothek: Die Verortung in die Mitte des Einkaufszentrums deutet sich ebensowenig an wie eine Strategie, die eine dauerhafte Stabilität sichern könnte. Sichtachsen Zonierung Eine klare Wegeführung ist gegeben. Das Wegeleitsystem ist unbefriedigend, da nur gerichtete Beschilderungen an den Säulen dargestellt sind. Für die Umsetzung der Deckenkonstruktion sind sowohl hohe bauliche als auch kostenintensive Aufwendungen zu erwarten. Die Wartungs- und Instandhaltungskosten für die Deckenkonstruktion bewegen sich eher im unteren Bereich. Die Fassadenkonstruktion oberhalb des Schaufensterbereichs ist anfällig für Verschmutzungen. Die Flächenausnutzung ist geringer als die Vorgabe. Höhenbewegung Deckentopografie Deckenspiegel 27

28 6 Porträts der beteiligten Büros Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH, München Von links: Amandus Sattler, Markus Allmann und Ludwig Wappner Das Architekturbüro wurde 1987 durch Professor Markus Allmann und Amandus Sattler gegründet und 1993 durch Ludwig Wappner zu Allmann Sattler Wappner Architekten erweitert. Zurzeit beschäftigt das Büro 60 Architekten/Dipl.-Ing. Architektur und drei Mitarbeiter für Administration, Buchhaltung und Controlling. Allmann Sattler Wappner hat in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche Wettbewerbe gewonnen, aus denen einige herausragende, prämierte Projekte entstanden sind. So finden z. B. die Herz-Jesu- Kirche in München, das Verwaltungsgebäude der Südwestmetall in Reutlingen, das Service-Center der LUWOGE, die Sporthalle in Tübingen oder das Gymnasium Markt Indersdorf national und international Beachtung. Die Schwerpunkte der Arbeit des Büros liegen im Bereich Verwaltungs- und Kulturbau, aber auch auf städtebaulichen Aufgaben und Verkehrsbauten. Dabei ist die Arbeit bestimmt von der Suche nach dem Typus, der das Wesen und die Eigenart der gestellten Aufgabe am konkretesten erfasst. Architektur muss nach Auffassung von Allmann Sattler Wappner als ein Prozess in stetigem Wandel verstanden werden. Gefordert ist das seismografische Wahrnehmen: das aufmerksame Lesen des Alltäglichen und eine permanente Infragestellung der gesellschaftlichen Einordnung von Architektur. Das Büro hat in der Vergangenheit zahlreiche Auszeichnungen erhalten, dazu zählen: 2007 IOC/IAKS Award 2007, Bronzemedaille für Sporthalle Tübingen 2006 Hugo Häring Preis 2006 Südwestmetall Reutlingen 2006 Deutscher Fassadenpreis 2007 für Dienstleistungsund Service Center der GEWOGE, LUWOGE BASF GmbH 2006 Architekturpreis für vorbildliche Gewerbebauten, Hypo Real Estate Stiftung, für Nymphenburger Straße 2006 Auszeichnung Stahlbaupreis 2006 für Sporthalle Tübingen 2005 EON Kulturpreis 2004 Detail Preis 2005 für Südwestmetall Reutlingen 2004 Auszeichnung Preis des Deutschen Stahlbaus 2004 für Südwestmetall Reutlingen 2004 Innovationspreis Architektur und Bauwesen für Dienstleistungs- und Service Center der GEWOGE, LUWOGE BASF GmbH 2003 Deutscher Fassadenpreis 2004 für Südwestmetall Reutlingen 2002 nominiert für European Union Prize for Contemporary Architecture, Mies van der Rohe Award für Gymnasium Markt Indersdorf 2002 Anerkennung Stahlbaupreis 2002 für Herz-Jesu- Kirche, München 2001 Licht-Architekturpreis, Herz-Jesu-Kirche, München 28

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