STEUERBERATERPRÜFUNG 2016 / 2017

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "STEUERBERATERPRÜFUNG 2016 / 2017"

Transkript

1 STEUERBERATERPRÜFUNG 2016 / 2017 BILANZSTEUERRECHT Teil A Betriebsvermögen Verfasser: Dipl.-Fw. Unterrichtstermin Stand: Juni 2015 Nachdruck - auch auszugsweise - nicht gestattet Akademie für Steuer- und Wirtschaftsrecht des Steuerberater-Verbandes Köln GmbH Von-der-Wettern-Str Köln Telefon Telefax Die Akademie ist DQS-zertiiziert unter Registrier-Nr QM08.

2 Inhaltsverzeichnis A. Buchführungspflicht Allgemeines Handelsrechtliche Buchführungspflicht Steuerliche Buchführungspflicht Keine Buchführungspflicht...6 B. Betriebsvermögen Allgemeines Handelsrechtlicher Gewinnbegriff 242, 240 HGB Steuerlicher Betriebsvermögensvergleich 4 EStG Das steuerliche Betriebsvermögen Definition steuerlichen Betriebsvermögens Definition des Wirtschaftsguts Abgrenzung zum Vermögensgegenstand des Handelsrechts Vermögensarten des Steuerrechts Allgemeines Abgrenzung zum Handelsrecht Notwendiges Betriebsvermögen Grundsätzliches Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben Behandlung von Schulden Grundsatz (Vgl. R 4.2 Abs. 15 EStR) Änderung des Veranlassungs-zusammenhangs...21 a) Entnahme des Wirtschaftsguts...21 b) Finanzierung von Privatvermögen...21 c) Einlage eines Wirtschaftsguts...21 d) Veräußerung eines Wirtschaftsguts Gewillkürtes Betriebsvermögen Allgemeines Wahlrecht auf Bildung gewillkürten Betriebsvermögens Rechtsfolgen Keine Willkürung von Schulden Notwendiges Privatvermögen...30 C. Das Betriebsvermögen der Gesellschaften Allgemeines Besonderheiten beim Betriebsvermögen der Personengesellschaften Gesamthandsbilanz der Personengesellschaft Notwendiges Betriebsvermögen Notwendiges Privatvermögen Behandlung von Schulden Forderungen der Personengesellschaft gegen den Gesellschafter Die Sonderbilanz des Gesellschafters bei der Personengesellschaft Allgemeines

3 Voraussetzungen für das Vorliegen von Sonderbetriebsvermögen Rechtsfolgen beim Vorliegen von Sonderbetriebsvermögen Notwendiges Sonderbetriebsvermögen Gewillkürtes Sonderbetriebsvermögen Besonderheiten beim Betriebsvermögen der Kapitalgesellschaft Allgemeines Steuerliches Betriebsvermögen bei der Kapitalgesellschaft

4 A. Buchführungspflicht 1. Allgemeines Zu Beginn der Behandlung einer bilanziellen Problemstellung ist zunächst zu prüfen, ob der Stpfl. einer Buchführungspflicht unterliegt. Nur in diesem Fall, oder aber bei freiwilliger Führung von Büchern, sind die handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Regeln zur Bilanzierung zu beachten. Weiterhin ist zu prüfen, ob der Stpfl. Erleichterungen hinsichtlich der Buchführung in Anspruch nehmen kann. Diese Erleichterungen werden i. d. R. für kleinere Unternehmen gewährt und bedürfen der Einhaltung gewisser Betriebsgrößenmerkmale. Einleitend ist zu Beginn der Lösung von Prüfungsaufgaben daher zunächst auf die Buchführungspflicht des Unternehmers einzugehen. 2. Handelsrechtliche Buchführungspflicht Eine steuerliche Buchführungspflicht kann sich nach 140 AO aus anderen Gesetzen, insbesondere dem Handelsgesetz, oder aber aus 141 AO ergeben. 140 AO - Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten nach anderen Gesetzen Wer nach anderen Gesetzen als den Steuergesetzen Bücher und Aufzeichnungen zu führen hat, die für die Besteuerung von Bedeutung sind, hat die Verpflichtungen, die ihm nach den anderen Gesetzen obliegen, auch für die Besteuerung zu erfüllen. Das Handelsrecht enthält für Kaufleute i. S. d. 1, 2 HGB eine Buchführungspflicht nach den 238 bis 342e HGB, welche über 140 AO auch für steuerliche Zwecke zu beachten ist. 238 HGB - Buchführungspflicht (1) Jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu machen. Die Buchführung muß so beschaffen sein, daß sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen. 1

5 Nach 238 HGB buchführungspflichtig ist nur der Kaufmann. Die Kaufmannseigenschaft ist in den 1 und 2 HGB geregelt. Danach ist Kaufmann, wer ein Handelsgewerbe betreibt, welches einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert ( 1 Abs. 2 HGB), oder wer sein gewerbliches Unternehmen unter der Firma in das Handelsregister eintragen lässt ( 2 S. 1 HGB). Das Erfordernis eines in kaufmännischer Wese eingerichteten Geschäftsbetriebs ist anhand mehrerer Kriterien im Rahmen einer Gesamtwürdigung zu prüfen. Zu den Kriterien gehören: Art und Umfang der Tätigkeit (je umfangreicher und vielfältiger, desto eher ist ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb erforderlich), Jahresumsatz (Produktion > , Großhandel > , Einzelhandel > , Dienstleistung > , Speisegaststätten > ) Anzahl der Mitarbeiter (> 5 spricht für einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb) Betriebsvermögen (> ) und Kredithöhe (> ) Anzahl der Standorte 1 HGB (1) Kaufmann im Sinne dieses Gesetzbuchs ist, wer ein Handelsgewerbe betreibt. (2) Handelsgewerbe ist jeder Gewerbebetrieb, es sei denn, daß das Unternehmen nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb nicht erfordert. 2 HGB Ein gewerbliches Unternehmen, dessen Gewerbebetrieb nicht schon nach 1 Abs. 2 Handelsgewerbe ist, gilt als Handelsgewerbe im Sinne dieses Gesetzbuchs, wenn die Firma des Unternehmens in das Handelsregister eingetragen ist. Der Unternehmer ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Eintragung nach den für die Eintragung kaufmännischer Firmen geltenden Vorschriften herbeizuführen. Ist die Eintragung erfolgt, so findet eine Löschung der Firma auch auf Antrag des Unternehmers statt, sofern nicht die Voraussetzung des 1 Abs. 2 eingetreten ist. 2

6 Eine gänzliche Befreiung von der Buchführungspflicht enthält das Handelsgesetz in 241a HGB für Einzelkaufleute, welche in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren einen Umsatzerlös von und einen Jahresüberschuss von nicht überschreiten. 241a HBG - Befreiung von der Pflicht zur Buchführung und Erstellung eines Inventars Einzelkaufleute, die an den Abschlussstichtagen von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht mehr als Euro Umsatzerlöse und Euro Jahresüberschuss aufweisen, brauchen die 238 bis 241 nicht anzuwenden. Im Fall der Neugründung treten die Rechtsfolgen schon ein, wenn die Werte des Satzes 1 am ersten Abschlussstichtag nach der Neugründung nicht überschritten werden. Dem ersten Abschnitt des dritten Buches des HGB ( 238 bis 263 HGB) unterliegen alle Kaufleute unabhängig von der Rechtsform und der Betriebsgröße. Hierin sind die grundlegenden Rechnungslegungs- und Buchführungsvorschriften enthalten. Kapitalgesellschaften und denen gleichgestellte bestimmte Personengesellschaften unterliegen zusätzlich den ergänzenden Vorschriften des zweiten Abschnitts des dritten Buches des HGB ( 264 bis 335b HGB). Allerdings bestehen größenabhängige Erleichterungen für die Buchführung von kleinen Kapitalgesellschaften i. S. d. 267 Abs. 1 HGB und Kleinstkapitalgesellschaften i. S. d. 267a HGB hinsichtlich der zeitnahen Aufstellung des Jahresabschlusses, der Aufstellung eines Lageberichtes und der Anhangangaben, 264 Abs. 1 S. 4, 5 HGB. Weitere Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften und Kleinstkapitalgesellschaften ergeben sich aus 274a HGB bzgl. der Aufstellung eines Anlagengitters, bestimmten Anhangangaben, Rechnungsabgrenzungsposten und latenten Steuern. Sofern bei der Bearbeitung von Prüfungsaufgaben Aussagen zur handelsrechtlichen Behandlung von Sachverhalten gefordert werden, ist zu prüfen, ob bei der vorliegenden Rechtsform des Betriebes größenabhängige Erleichterungen in Anspruch genommen werden können. Dies betrifft insbesondere den Rechnungsabgrenzungs-posten nach 250 Abs. 3 HGB und den Ausweis latenter Steuern nach 274 HGB bei kleinen und Kleinstkapital-gesellschaften. 3

7 3. Steuerliche Buchführungspflicht Liegen die Voraussetzungen für eine Buchführungspflicht nach Handelsrecht nicht vor, und führt der Steuerpflichtige auch nicht freiwillig Bücher, so kann dennoch eine Buchführungspflicht rein nach Steuerrecht gem. 141 AO vorliegen. 141 EStG - Buchführungspflicht bestimmter Steuerpflichtiger (1) Gewerbliche Unternehmer sowie Land- und Forstwirte, die nach den Feststellungen der Finanzbehörde für den einzelnen Betrieb 1. Umsätze einschließlich der steuerfreien Umsätze, ausgenommen die Umsätze nach 4 Nr. 8 bis 10 des Umsatzsteuergesetzes, von mehr als Euro im Kalenderjahr oder 2. (weggefallen) 3. selbstbewirtschaftete land- und forstwirtschaftliche Flächen mit einem Wirtschaftswert ( 46 des Bewertungsgesetzes) von mehr als Euro oder 4. einen Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr als Euro im Wirtschaftsjahr oder 5. einen Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft von mehr als Euro im Kalenderjahr gehabt haben, sind auch dann verpflichtet, für diesen Betrieb Bücher zu führen und auf Grund jährlicher Bestandsaufnahmen Abschlüsse zu machen, wenn sich eine Buchführungspflicht nicht aus 140 ergibt. Die 238, 240, 241, 242 Abs. 1 und die 243 bis 256 des Handelsgesetzbuchs gelten sinngemäß, sofern sich nicht aus den Steuergesetzen etwas anderes ergibt. (2) Die Verpflichtung nach Absatz 1 ist vom Beginn des Wirtschaftsjahrs an zu erfüllen, das auf die Bekanntgabe der Mitteilung folgt, durch die die Finanzbehörde auf den Beginn dieser Verpflichtung hingewiesen hat. Die Verpflichtung endet mit dem Ablauf des Wirtschaftsjahrs, das auf das Wirtschaftsjahr folgt, in dem die Finanzbehörde feststellt, dass die Voraussetzungen nach Absatz 1 nicht mehr vorliegen. Sind die Voraussetzungen des 141 Abs. 1 S. 1 AO erfüllt, hat die Buchführung den handelsrechtlichen Vorgaben der 238, 240, 241, 242 Abs. 1 und den 243 bis 256 HGB zu entsprechen, 141 Abs. 1 S. 2 AO. Die grundlegenden Rechnungslegungsvorschriften sind danach ebenfalls zu berücksichtigen. Dabei ist zu beachten, dass in zeitlicher Hinsicht die Buchführungspflicht nach Handelsrecht (und damit über 140 AO auch für das Steuerrecht) und nach Steuerrecht über 141 AO auseinander fallen kann, da die Verpflichtung zur Buchführung nach 141 Abs. 2 AO erst mit dem, auf die 4

8 Bekanntgabe der Mitteilung über die Verpflichtung, folgenden Wirtschafsjahr beginnt. Beachte: Obwohl die Umsatz- und Gewinngrößen der 241a HGB und 141 AO einander entsprechend, kann es zu einem Auseinanderfallen der handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Buchführungspflichten kommen, da 241a HGB auf den handelsrechtlichen Gewinn und die Umsätze i. S. d. 277 Abs. 1 HGB abstellt, während 141 Abs. 1 Nr. 1 AO auf den steuerlichen Gewinn (also z. B. inkl. nicht abziehbare Betriebsausgaben n. 4 Abs. 5 EStG) abstellt. Beispiel A1: A gründet zum ein Einzelhandelsunternehmen. Das Wirtschaftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Das Unternehmen erfordert nach seiner Art und dem Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb. Die Steuererklärung für 01 wird von A im Mai 02 eingereicht. Bei Aufnahme seiner Geschäftstätigkeit ist A von einem voraussichtlichen Umsatzerlös i. H. v und einen voraussichtlichen Gewinn i. H. v ausgegangen. Die tatsächlichen Umsatzerlöse für das Jahr 01 betragen und ein durch Einnahmenüberschussrechnung ermittelter Gewinn Der steuerlich zutreffende Gewinn des Jahres 01 beträgt aufgrund der Hinzurechnung nicht abziehbarer Betriebsausgaben insgesamt Lösungshinweis A1: Grundsätzlich ist A als Kaufmann mit einem Gewerbe, dass einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert buchführungspflichtig nach 238, 1 HGB. Da jedoch die Schwellenwerte des 241a HGB nicht überschritten werden, besteht handelsrechtlich keine Verpflichtung Bücher zu führen. Da A seinen Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung ermittelt hat, wurden auch nicht freiwillig Bücher geführt. Es besteht somit auch keine Buchführungspflicht für steuerliche Zwecke nach 140 AO. Eine steuerliche Buchführungspflicht liegt jedoch nach 141 Abs. 1 S. 1 Nr. 5 AO vor, da der dort genannte Schwellenwert überschritten wird (Gewinn des Jahres 01 > ). Die Buchführungspflicht nach 141 AO greift jedoch erst für das Jahr, dass auf die Bekanntgabe der Mitteilung der Finanzbehörde über die Buchführungspflicht folgt. Bei einer Aufforderung zur Führung von Büchern im Jahr 02 muss A somit ab dem Jahr 03 Bücher führen. 5

9 4. Keine Buchführungspflicht Liegt weder eine Buchführungspflicht nach Handelsrecht ( 140 AO), noch eine Buchführungspflicht nach Steuerrecht ( 141 AO) vor, so kann der Steuerpflichtige seinen Gewinn durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung nach 4 Abs. 3 EStG ermitteln. 6

10 B. Betriebsvermögen 1. Allgemeines Liegt eine Pflicht zur Führung von Büchern vor, stellt sich die Frage des Umfangs der Bilanzierung. Grds. ist alles zu bilanzieren, was sich im Eigentum des Kaufmanns befindet oder ihm wirtschaftlich zuzurechnen ist und betrieblichen Zwecken dient. Dabei ist jedoch zu beachten, dass das Handelsrecht und das Steuerrecht unterschiedliche Ziele verfolgen und sich daraus Abweichungen bei der Bilanzierung des Betriebsvermögens dem Grunde nach (Abweichungen beim Ansatz des Betriebsvermögens) und der Höhe nach (Abweichungen bei der Bewertung angesetzten Betriebsvermögens) ergeben können. Während im Handelsrecht ein maßgebliches Ziel der Gläubigerschutz ist und die Bilanz dem Gläubiger einen Überblick über das Vermögen des Schuldners verschaffen soll (für die Einschätzung der Werthaltigkeit seiner Forderung im Rahmen seiner Bilanzierung), verfolgt das Steuerrecht als Ziel die Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im Rahmen einer periodengerechten Gewinnermittlung. 2. Handelsrechtlicher Gewinnbegriff 242, 240 HGB 242 HGB - Pflicht zur Aufstellung (1) 1 Der Kaufmann hat zu Beginn seines Handelsgewerbes und für den Schluss eines jeden Geschäftsjahrs einen das Verhältnis seines Vermögens und seiner Schulden darstellenden Abschluss (Eröffnungsbilanz, Bilanz) aufzustellen. 2 Auf die Eröffnungsbilanz sind die für den Jahresabschluss geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit sie sich auf die Bilanz beziehen. (2) Er hat für den Schluss eines jeden Geschäftsjahrs eine Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs (Gewinn- und Verlustrechnung) aufzustellen. (3) Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung bilden den Jahresabschluss. (4) 1Die Absätze 1 bis 3 sind auf Einzelkaufleute im Sinn des 241a nicht anzuwenden. 2 Im Fall der Neugründung treten die Rechtsfolgen nach Satz 1 schon ein, wenn die Werte des 241a Satz 1 am ersten Abschlussstichtag nach der Neugründung nicht überschritten werden. 7

11 Der zur Buchführung verpflichtete Kaufmann ist gem. 242 Abs. 1 S. 1 HGB dazu verpflichtet für den Schluss eines jeden Geschäftsjahrs eine Bilanz aufzustellen und die Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs gegenüberzustellen (GuV-Rechnung), 242 Abs. 2 HGB. Die Verpflichtung gilt für alle Kaufleute i. S. d. HGB, soweit diese nicht von der Buchführungspflicht gem. 241a HGB befreit sind, 242 Abs. 4 HGB. Die handelsrechtliche Bilanz stellt als Teil des Jahresabschlusses eine auf den Abschlussstichtag bezogene Gegenüberstellung der Vermögensgegenstände und Schulden des Kaufmanns dar. Die Bilanz hat dabei alle Geschäftsvorfälle zu berücksichtigen, die bis zum Bilanzstichtag stattgefunden haben (sog. Stichtagsprinzip des 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Die Bewertung hat nach den Verhältnissen am Abschlussstichtag zu erfolgen. Sofern Ereignisse erst nach dem Bilanzstichtag bekannt werden, sind sie zu berücksichtigen, falls ihre Verursachung vor dem Bilanzstichtag erfolgt ist (wertaufhellende Tatsachen). Wenn die wirtschaftliche Verursachung der wertbegründenden Tatsachen nach dem Abschlussstichtag erfolgt ist, hat die Berücksichtigung auf den folgenden Abschlussstichtag zu erfolgen. Zusammen mit der Bilanz bildet die Gewinn-und-Verlustrechnung den Jahresabschluss i. S. d. 242 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss hat sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungs-posten sowie Aufwendungen und Erträge zu enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist, 246 Abs. 1 S. 1 HGB. Das Ergebnis der GuV-Rechnung ist buchtechnisch der Saldo der Aufwendungen und Erträge. Die GuV- Rechnung bildet somit die Erträge und Aufwendungen zwischen zwei Abschlussstichtagen ab, während die Bilanz den Vermögensstand am Abschlussstichtag abbildet. Das Handelsrecht enthält keine Definition für die Begriffe "Erträge und Aufwendungen". Es ist jedoch unstreitig, dass die Begriffe "Erträge" und "Aufwendungen" für die Erfassung von bilanziellen Eigenkapitalveränderungen verwendet werden, die nicht auf Einlagen, Entnahmen oder Gewinnausschüttungen beruhen und somit gleichzeitig die mengenund wertmäßigen, stichtagsbezogenen Änderungen des Saldos zwischen Aktiva oder Passiva widerspiegeln. Eine Definition von Einlagen und Entnahmen ist dem HGB ebenfalls nicht zu entnehmen. 8

12 Zudem ist auf den Abschlussstichtag eine Inventur durchzuführen, 240 Abs. 1 und 2 HGB. 240 HGB - Inventar (1) Jeder Kaufmann hat zu Beginn seines Handelsgewerbes seine Grundstücke, seine Forderungen und Schulden, den Betrag seines baren Geldes sowie seine sonstigen Vermögensgegenstände genau zu verzeichnen und dabei den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden anzugeben. (2) 1Er hat demnächst für den Schluß eines jeden Geschäftsjahrs ein solches Inventar aufzustellen. 2Die Dauer des Geschäftsjahrs darf zwölf Monate nicht überschreiten. 3Die Aufstellung des Inventars ist innerhalb der einem ordnungsmäßigen Geschäftsgang entsprechenden Zeit zu bewirken. Kapitalgesellschaften haben zudem noch einen Anhang und einen Lagebericht zu fertigen, 264 Abs. 1 S. 1 HGB, sofern keine Erleichterungen bestehen, 264 Abs. 1 S. 4 HGB. 3. Steuerlicher Betriebsvermögensvergleich 4 EStG Der 4 Abs. 1 S. 1 EStG beinhaltet den steuerlichen Gewinnbegriff: Gewinn ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Betriebsvermögen am Schluss des Wirtschaftsjahres und dem Betriebsvermögen am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres, vermehrt um den Wert der Entnahmen und vermindert um den Wert der Einlagen. Danach ermittelt sich der steuerliche Bilanzgewinn wie folgt: Betriebsvermögen am Ende des Wirtschaftsjahres./. Betriebsvermögen am Anfang des Wirtschaftsjahres = Unterschiedsbetrag + Privatentnahmen./. Einlagen = Gewinn Das EStG enthält in den 4 bis 7k EStG detaillierte Regelungen zur Ermittlung des steuerlichen Gewinns als Grundlage für die Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Grundlage der steuerlichen Gewinnermittlung durch Bilanzierung ist der 4 EStG mit der Definition der Gewinnermittlung durch den Betriebsvermögensvergleich. 9

13 5 Abs. 1 EStG definiert darüber hinaus den Gewinnbegriff bei Kaufleuten und anderen Gewerbetreibenden und ergänzt damit den Gewinnbegriff des 4 Abs. 1 EStG, insbesondere durch den Grundsatz der Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die Steuerbilanz bei Vollkaufleuten, 5 Abs. 1 S. 1 EStG. Beachte: Die sog. umgekehrte Maßgeblichkeit 5 Abs. 1 S. 2 EStG a. F. i. V. m. 254 HGB a. F. wurde durch das am verabschiedete Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) BGBl I 2009, S abgeschafft und gilt nur noch bis Zur Ermittlung des steuerlichen Gewinns enthält 4 EStG mehrere deutlich voneinander getrennte Regelungsbereiche: Abs. 1 S. 1: Definition des Gewinns und des Betriebsvermögensvergleichs als wichtigste Gewinnermittlungsart Abs. 1 S. 2 bis 8: Regelungen für Entnahmen und Einlagen Abs. 1 S. 9: Verweis auf 5 bis 7k EStG Abs. 2: Regelungen über Bilanzberichtigung und Bilanzänderung Abs. 3: Gewinnermittlung durch Einnahme-Überschussrechnung als weitere Gewinnermittlungsart für bestimmte Unternehmen Abs. 4 bis 8: Regelungen über Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben. Von besonderer Bedeutung sind insbesondere die Bestimmungen über nicht abziehbare Betriebsausgaben in Abs. 4a, 5, 5b und 6. Zur zutreffenden steuerlichen Gewinnermittlung sind deshalb die Begriffe Betriebsvermögen, Entnahmen und Einlagen zu bestimmen. 10

14 4. Das steuerliche Betriebsvermögen 4.1. Definition steuerlichen Betriebsvermögens Im Einkommensteuerrecht ist der Begriff des Betriebsvermögens nicht eindeutig gesetzlich definiert. Dennoch kann ihm eine zweifache Bedeutung zugemessen werden: wertmäßige Bedeutung = der Unterschiedsbetrag zwischen Vermögensgegenständen und Schulden des Betriebs = Kapital i. S. d. 4 Abs. 1 EStG mengenmäßige Bedeutung = die Gesamtheit aller Wirtschaftsgüter, die unter Beachtung der handelsrechtlichen Grundsätze in der Bilanz angesetzt werden, 4 Abs. 1 i. V. m. 5 EStG Nur diejenigen Wirtschaftsgüter, die dem Betrieb dienen, sind in die Gewinnermittlung einzubeziehen. Entscheidend für die Gewinnermittlung ist daher zum einen die Definition, was ein Wirtschaftsgut ist, und zum anderen die Abgrenzung, ob das Wirtschaftsgut zum Betriebsvermögen oder zum Privatvermögen des Stpfl. gehört. Weiterhin sind in den Betriebsvermögensvergleich nur solche Wirtschaftsgüter einzubeziehen, die dem Stpfl. steuerlich zugerechnet werden können Definition des Wirtschaftsguts Der steuerliche Begriff des Wirtschaftsguts ist im EStG nicht definiert. Der BFH legt den Begriff des Wirtschaftsgutes weit aus (BFH v , IV R 112/81, BStBl II 1984, 554) und umfasst damit nicht nur zivilrechtliche, sondern auch wirtschaftliche Aspekte. Nach der Verkehrsanschauung gilt als Wirtschaftsgut jedes im Geschäftsverkehr selbstständig bewertbare Gut, das in seiner Einzelheit von Bedeutung und bei einer Veräußerung greifbar ist (BFH v , VI R 31/74, BStBl II 1975, 446; BFH v , GrS 1/69, BStBl II 1970, 382). Wirtschaftsgüter sind danach nicht nur körperliche Gegenstände sondern auch Rechte (immaterielle Wirtschaftsgüter wie Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen, aber auch Forderungsrechte aus gegenseitigen und 11

15 anderen Verträgen). Darüber hinaus können auch "tatsächliche Zustände", konkrete Möglichkeiten und Vorteile eines Unternehmens Wirtschaftsgüter sein, deren Erlangung der Kaufmann sich etwas kosten lässt. Die selbstständige Verkehrsfähigkeit ist nicht Voraussetzung für das Vorliegen eines Wirtschaftsguts. Es genügt, wenn das Wirtschaftsgut im Zusammenhang mit der Veräußerung des Betriebs übertragen werden kann (BFH v , I R 72/73, BStBl II 1976, 13; BFH v , X R /87, BStBl II 1990, 14). H 4.2 Abs. 1 Wirtschaftsgut EStH Begriff Wirtschaftsgüter sind Sachen, Rechte oder tatsächliche Zustände, konkrete Möglichkeiten oder Vorteile für den Betrieb, deren Erlangung der Kaufmann sich etwas kosten lässt, die einer besonderen Bewertung zugänglich sind, in der Regel eine Nutzung für mehrere Wirtschaftsjahre erbringen und zumindest mit dem Betrieb übertragen werden können (BFH vom BStBl 1997 II S. 808) Abgrenzung zum Vermögensgegenstand des Handelsrechts Das Handelsrecht spricht nicht von einem Wirtschaftsgut, sondern verwendet den Begriff des Vermögensgegenstands, 240 Abs. 1 HGB. Der Begriff des Vermögensgegenstands wird handelsrechtlich jedoch ebenfalls nicht definiert. Der Begriff des handelsrechtlichen Vermögensgegenstands umfasst körperliche Gegenstände, also Sachen i. S. d. 90 BGB, und immaterielle Werte, soweit denen eine rechtliche oder tatsächliche Position von wirtschaftlichem Wert im Geschäftsverkehr beizumessen ist. Ausschlaggebend für das Vorliegen eines Vermögensgegenstands sind eine selbstständige Bewertbarkeit, sowie die selbstständige Verkehrsfähigkeit. Steuerrechtlich ist das Vorliegen eines handelsrechtlichen Vermögensgegenstandes entscheidende Voraussetzung für die Frage, ob überhaupt ein Wirtschaftsgut vorliegt und ob die Voraussetzungen für die Einbeziehung des Wirtschaftsguts in den Betriebsvermögensvergleich nach 4 Abs. 1 und 5 12

16 EStG gegeben sind (BFH v , I R 72/73, BStBl II 1976, 13). Der steuerliche Begriff des Wirtschaftsguts ist somit enger als der handelsrechtliche Begriff des Vermögensgegenstands; was handelsrechtlich nicht bilanziert werden kann, ist auch steuerrechtlich nicht in den Vermögensvergleich aufzunehmen. Zu beachten ist, dass der Begriff des Vermögensgegenstands nur aktive Wirtschaftsgüter erfasst. Die Begriffe des Vermögensgegenstands und des Wirtschaftsguts können daher allenfalls für aktive Wirtschaftsgüter übereinstimmen. Die inhaltliche Übereinstimmung bei aktiven Wirtschaftsgütern hat der BFH bereits bejaht (BFH v , GrS 2/86, BStBl II 1988, 348). Bei immateriellen Wirtschaftsgütern ist die Identität der Begriffe Vermögensgegenstand und Wirtschaftsgut allerdings insoweit fraglich, als das Handelsrecht für das Vorliegen eines Vermögensgegenstands verlangt, dass er einzeln veräußerbar ist, während für das steuerliche Wirtschaftsgut bereits die Übertragbarkeit im Zusammenhang mit dem ganzen Betrieb genügt. Dies kann insbesondere für den Firmenwert als immaterielles Wirtschaftsgut von Bedeutung sein. Für Passivpositionen ist eine Identität nicht ersichtlich. Steuerlich werden Passivposten als negative Wirtschaftsgüter bezeichnet, während sie handelsrechtlich keine Vermögensgegenstände sind. Danach lassen sich Wirtschaftsgüter werden in die folgenden Gruppen einteilen: aktive und passive Wirtschaftsgüter materielle und immaterielle Wirtschaftsgüter bewegliche und unbewegliche Wirtschaftsgüter abnutzbare und nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens erworbene Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten) oder selbstgeschaffene Wirtschaftsgüter (Herstellungskosten) entgeltlich und unentgeltlich erworbene Wirtschaftsgüter 13

17 4.4. Vermögensarten des Steuerrechts Allgemeines Nur das Betriebsvermögen ist in den Betriebsvermögensvergleich nach 4 Abs. 1 S. 1 EStG einzubeziehen. Es ist somit zu unterscheiden, ob ein Wirtschaftsgut zum Betriebsvermögen oder zum Privatvermögen des Steuerpflichtigen gehört. Die Zugehörigkeit zum Betriebs- oder Privatvermögen entscheidet sich durch die tatsächliche Nutzung bzw. der Nutzungsbestimmung des Wirtschaftsguts. R 4.2 Betriebsvermögen - Allgemeines EStR (1) 1Wirtschaftsgüter, die ausschließlich und unmittelbar für eigenbetriebliche Zwecke des Stpfl. genutzt werden oder dazu bestimmt sind, sind notwendiges Betriebsvermögen. 2Eigenbetrieblich genutzte Wirtschaftsgüter sind auch dann notwendiges Betriebsvermögen, wenn sie nicht in der Buchführung und in den Bilanzen ausgewiesen sind. 3Wirtschaftsgüter, die in einem gewissen objektiven Zusammenhang mit dem Betrieb stehen und ihn zu fördern bestimmt und geeignet sind, können bei Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich (>R 4.1) oder durch Einnahmenüberschussrechnung (>R 4.5) als gewillkürtes Betriebsvermögen behandelt werden. 4Wirtschaftsgüter, die nicht Grundstücke oder Grundstücksteile sind und die zu mehr als 50 % eigenbetrieblich genutzt werden, sind in vollem Umfang notwendiges Betriebsvermögen. 5Werden sie zu mehr als 90 % privat genutzt, gehören sie in vollem Umfang zum notwendigen Privatvermögen. 6Bei einer betrieblichen Nutzung von mindestens 10 % bis zu 50 % ist eine Zuordnung dieser Wirtschaftsgüter zum gewillkürten Betriebsvermögen in vollem Umfang möglich. 7Wird ein Wirtschaftsgut in mehreren Betrieben des Stpfl. genutzt, ist die gesamte eigenbetriebliche Nutzung maßgebend. Weiterhin muss das Wirtschaftsgut im bürgerlich-rechtlichen oder zumindest im wirtschaftlichen Eigentum des Betriebsinhabers stehen; mithin muss es ihm steuerlich zuzurechnen sein. 14

18 Das Steuerrecht unterscheidet demnach zwischen notwendigen Betriebsvermögen, gewillkürten Betriebsvermögen, und notwendigen Privatvermögen. Alle Wirtschaftsgüter, die kein Betriebsvermögen darstellen, rechnen zum (notwendigen) Privatvermögen. Aus der Zuordnung zum Betriebsvermögen ergeben sich vielfältige steuerrechtliche Folgen, z.b.: Einnahmen aus dem Wirtschaftsgut stellen Betriebseinnahmen dar, Ausgaben im Zusammenhang mit dem Wirtschaftgut stellen Betriebsausgaben dar, die Veräußerung oder Entnahme des Wirtschaftsguts führt zu Betriebseinnahmen und zur Aufdeckung stiller Reserven Auswirkungen auf die Bewertung und Abschreibung des Wirtschaftsguts z.b. 7 Abs. 4 Nr. 1, 7 Abs. 2, 7g, Teilwertabschreibungen nur bei Betriebsvermögen Abgrenzung zum Handelsrecht Auch das Handelsrecht setzt voraus, dass Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungs-posten, Aufwendungen und Erträgen in personeller Hinsicht dem Kaufmann und in sachlicher Hinsicht dem Betrieb und nicht dem Privatvermögen zuzurechnen sind (vgl. 246 Abs. 1 S. 2 und 3 HGB. Danach ist der Vermögensgegenstand beim Auseinanderfallen von rechtlichem und wirtschaftlichem Eigentum dem wirtschaftlichen Eigentümer zuzurechnen. Bei Schulden ist das rechtliche Eigentum maßgebend. Die sachliche Zurechnung zum Betriebsvermögen bestimmt sich beim Einzelkaufmann ebenfalls nach der tatsächlichen Verwendung. Verbindlichkeiten rechnen zum Betriebsvermögen, wenn sie durch den Gewerbebetrieb verursacht sind. Vermögensgegenstände sind einer Personengesellschaft sachlich zuzurechnen, wenn sie Gesellschaftsvermögen (Gesamthandsvermögen) sind; unabhängig davon, ob die Vermögensgegenstände betrieblich genutzt werden oder nicht. 15

19 Einer Kapitalgesellschaft sind alle von ihr eingegangenen Rechtsgeschäfte und die daraus resultierenden Vermögensgegenstände sachlich zuzurechnen; ebenfalls unabhängig davon, ob sie betrieblich genutzt werden. 5. Notwendiges Betriebsvermögen 5.1. Grundsätzliches Die Qualifizierung als notwendiges Betriebsvermögen oder notwendiges Privatvermögen ist somit im Handels- und im Steuerrecht grds. gleich. Es ist stets ein objektiver Förderungszusammenhang zum Betrieb erforderlich. Wirtschaftsgüter, die ausschließlich und unmittelbar für eigenbetriebliche Zwecke des Steuerpflichtigen genutzt werden oder dazu bestimmt sind, dem Betrieb zu dienen, rechnen zum notwendigen Betriebsvermögen (vgl. R 4.2 Abs. 1 S. 1 EStR). Sie rechnen zum notwendigen Betriebsvermögen kraft faktischer Umstände; dies gilt auch dann, wenn die Wirtschaftsgüter nicht in den Bilanzen oder in der Buchführung des Steuerpflichtigen ausgewiesen sind (R 4.2 Abs. 1 S. 2 EStR). Fehlt ein Wirtschaftsgut des notwendigen Betriebsvermögens in der Bilanz ist zwingend eine Bilanzberichtigung durchzuführen ( 4 Abs. 2 S. 1 EStG). Grundsätzlich entscheidet der Steuerpflichtige durch die tatsächliche Nutzung, ob ein Vermögensgegenstand zum Betriebsvermögen gehört oder nicht. H 4.2 Abs. 1 - Erwerb mit betrieblichen Mitteln EStH Ein Wirtschaftsgut gehört nicht schon allein deshalb zum notwendigen Betriebsvermögen, weil es mit betrieblichen Geldmitteln erworben wurde (>BFH vom BStBl 1997 II S. 351). Dabei ist die Betriebsvermögenseigenschaft für jedes einzelne betrieblich verwendete Wirtschaftsgut gesondert zu prüfen (Grundsatz der Einzelbewertung, 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB; 6 Abs. 1 S. 1 EStG). Beispiel A2: Der Steuerpflichtige erwirbt eine Maschine, die für seinen Betrieb notwendig ist und die er in voller Höhe fremd finanziert. Wie viele Wirtschaftsgüter liegen vor? 16

Buchführung und Bilanzwesen

Buchführung und Bilanzwesen Buchführung und Bilanzwesen Stand 15.02.2014 Themenübersicht 2 Kapitel A: Der Gewinnermittlungszeitraum, Kapitel B: Die Gewinnermittlungsmethoden, Kapitel C: Die handelsrechtliche Bilanzierung, Kapitel

Mehr

A. GRUNDLAGEN...1. Tatsächliche Grundlagen...12 1. Saldenbilanz als Ausgangspunkt...12 2. Bestandsaufnahme des Vorratsvermögens...

A. GRUNDLAGEN...1. Tatsächliche Grundlagen...12 1. Saldenbilanz als Ausgangspunkt...12 2. Bestandsaufnahme des Vorratsvermögens... Inhaltsübersicht A. GRUNDLAGEN...1 I. Rechtliche Grundlagen...1 1. Rechtsnormen...1 2. Personenkreis...1 3. Übungsfälle zur Buchführungs- und Bilanzierungspflicht...5 4. Jahresabschlusspflicht nach Handelsrecht...7

Mehr

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2007/2008

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2007/2008 15.02.2008 Dr. Ernst Ulrich Dobler Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht Klausur Bilanzkunde WS 2007/2008 Beantworten Sie alle der folgenden Fragen durch Ankreuzen der

Mehr

Buchführungspflicht. für Management und Training -Betriebswirt- Ambossweg 1a 58339 Breckerfeld. Rechnungswesen. Rechtsstand: 2011 / 2012

Buchführungspflicht. für Management und Training -Betriebswirt- Ambossweg 1a 58339 Breckerfeld. Rechnungswesen. Rechtsstand: 2011 / 2012 Seite 1 Copyright Autor MTF Unternehmensberatung Georg Freund für Management und Training -Betriebswirt- Ambossweg 1a 58339 Breckerfeld Fach: Rechnungswesen Rechtsstand: 2011 / 2012 Gesetzliche Mehrwertsteuer

Mehr

Referent Harald Scheerer Dipl. Kfm. Steuerberater

Referent Harald Scheerer Dipl. Kfm. Steuerberater Referent Harald Scheerer Dipl. Kfm. Steuerberater Kleinunternehmer 17 UStG: - Umsatz im vorangegangenen Jahr max. 17.500,00, und im laufenden Jahr 50.000,00 voraussichtlich nicht übersteigen wird.

Mehr

Certified Junior Accountant

Certified Junior Accountant Erstellen von Abschlüssen nach nationalem Recht Martin Weber Fachgebiet: Bilanz Lehrbrief 1 Bestandteile des Jahresabschlusses Ansatz- und Bewertungsgrundsätze Vermögensgegenstände und Wirtschaftsgüter

Mehr

Ulrike Geismann Diplom - Kauffrau ( FH ) Steuerberaterin Bilanzbuchhalter IHK. Unterrichtung REWE. Skript 1. Fach: REWE

Ulrike Geismann Diplom - Kauffrau ( FH ) Steuerberaterin Bilanzbuchhalter IHK. Unterrichtung REWE. Skript 1. Fach: REWE Ulrike Geismann Diplom - Kauffrau ( FH ) Steuerberaterin Bilanzbuchhalter IHK Unterrichtung REWE Skript 1 Fach: REWE Bereiche der Buchführung: 1) Finanzbuchhaltung 2) Debitorenbuchhaltung ( Kundenkonten)

Mehr

Oberste Finanzbehörden der Länder

Oberste Finanzbehörden der Länder Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Oberste Finanzbehörden der Länder DATUM 12. März 2010 Maßgeblichkeit der handelsrechtlichen

Mehr

Die Handels- und Steuerbilanz

Die Handels- und Steuerbilanz Die Handels- und Steuerbilanz Bilanzierung, Bewertung und Gewinnermittlung von Prof. Dr. Michael Wehrheim Justus-Liebig-Universität Gießen Lehrstuhl Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebswirtschaftliche

Mehr

Wirtschaftlichkeitsrechnung (SS 2009)

Wirtschaftlichkeitsrechnung (SS 2009) Wirtschaftlichkeitsrechnung (SS 2009) Buchführung und Inhalte des Geschäftsberichts (2009-05-27) Veranstaltungskonzept Kostenarten-, Kostenstellenund Kostenträgerrechnung Buchführung + Inhalte des GB Statische

Mehr

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2010/2011

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2010/2011 04.02.2011 Dr. Ernst Ulrich Dobler Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht Klausur Bilanzkunde WS 2010/2011 Beantworten Sie alle der folgenden Fragen durch Ankreuzen der

Mehr

Vorlesung Buchführung / Bilanzierung

Vorlesung Buchführung / Bilanzierung Vorlesung Buchführung / Bilanzierung Unit 2.4.: Bewertung der Rückstellungen und Verbindlichkeiten Ansatz Ausweis -Bewertung 1 Begriff und Arten der Rückstellungen Verpflichtungen des Unternehmens Grund

Mehr

Online Vorlesung. Externes Rechnungswesen

Online Vorlesung. Externes Rechnungswesen Manuela Ruck Online Vorlesung Externes Rechnungswesen Jahresabschluss Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jegliche unzulässige Form der Entnahme, des Nachdrucks, der Vervielfältigung, Veröffentlichung

Mehr

EÜR contra Bilanzierung

EÜR contra Bilanzierung Mandanten-Info Eine Dienstleistung Ihres steuerlichen Beraters EÜR contra Bilanzierung Erleichterungen für Kleinunternehmer durch das BilMoG? In enger Zusammenarbeit mit Inhalt 1. Einführung...1 2. Wer

Mehr

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2014/2015

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2014/2015 06.02.2015 Dr. Ernst Ulrich Dobler Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht Klausur Bilanzkunde WS 2014/2015 Beantworten Sie alle der folgenden Fragen durch Ankreuzen der

Mehr

Herausforderungen für KMU bei der Jahresabschlusserstellung

Herausforderungen für KMU bei der Jahresabschlusserstellung 20110181-0 Erste Erfahrungen mit der neuen Rechnungslegung und Bilanzierung Herausforderungen für KMU bei der Jahresabschlusserstellung durch BilMoG Teil I von WP StB Gerald Schwamberger, Göttingen Das

Mehr

Vorlesung 4. Semester

Vorlesung 4. Semester Vorlesung 4. Semester Modul Wirtschaftsprüfung WP/CIA/CCSA Jan Schmeisky März/April/Mai 2012 1 Gliederung 4. Semester Rahmenbedingungen der Abschlussprüfung 1. Warm up 2. Verbindlichkeiten 3. Rückstellungen

Mehr

Herzlich Willkommen zum Tutorium

Herzlich Willkommen zum Tutorium Herzlich Willkommen zum Tutorium Bilanzierung & Jahresabschlussanalyse Organisatorisches - Bruene.luedemann@fh-stralsund.de - www.brüne.de/tutorium Die Folien findet ihr vor der Vorlesung auf der Internetseite.

Mehr

IWW Studienprogramm. Vertiefungsstudium. Modul XXIV Steuerliche Gewinnermittlung. Lösungshinweise zur 2. Musterklausur

IWW Studienprogramm. Vertiefungsstudium. Modul XXIV Steuerliche Gewinnermittlung. Lösungshinweise zur 2. Musterklausur Institut für Wirtschaftswissenschaftliche orschung und Weiterbildung GmbH Institut an der ernuniversität in Hagen IWW Studienprogramm Vertiefungsstudium Modul XXIV Steuerliche Gewinnermittlung Lösungshinweise

Mehr

FACHHOCHSCHULE FÜR FINANZEN

FACHHOCHSCHULE FÜR FINANZEN FACHHOCHSCHULE FÜR FINANZEN in Königs Wusterhausen P 3412-2-Bil Fachplan für das Studienfach Bilanzsteuerrecht Grundstudium E 2013 1. Semester 2. Semester 3. Semester Stand 01.10.2013 Lehrbereich IV Seite:

Mehr

Das Betriebsvermögen einer Mitunternehmerschaft

Das Betriebsvermögen einer Mitunternehmerschaft Das Betriebsvermögen einer Mitunternehmerschaft bfd-online-seminar Dienstag, 11. März 2014 15:00 16:00 Uhr + Fragen Referent: Daniel Sahm ECOVIS München Moderator: Stefan Wache bfd Agenda 15:00 16:00 Uhr

Mehr

Fälle mit Lösungen zum handels- und steuerrechtlichen Jahresabschluss

Fälle mit Lösungen zum handels- und steuerrechtlichen Jahresabschluss www.kiehl.de Prüfungsbücher für Fachwirte und Fachkaufleute Fälle mit Lösungen zum handels- und steuerrechtlichen Jahresabschluss Von Steuerberater, Dipl.-Kfm. Klaus Wagener und Steuerberaterin, Dipl.-Kffr.

Mehr

I. Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die steuerliche Gewinnermittlung. 1. Anwendung des 5 Absatz 1 Satz 1 Halbsatz 1 EStG

I. Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die steuerliche Gewinnermittlung. 1. Anwendung des 5 Absatz 1 Satz 1 Halbsatz 1 EStG Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Oberste Finanzbehörden der Länder HAUSANSCHRIFT BEARBEITET VON Wilhelmstraße

Mehr

Buchführung 1 DATEV-Kontenrahmen 2014

Buchführung 1 DATEV-Kontenrahmen 2014 Bornhofen Buchführung 1 LB Buchführung 1 DATEV-Kontenrahmen 2014 Grundlagen der Buchführung für Industrie- und Handelsbetriebe Bearbeitet von Manfred Bornhofen, Martin C. Bornhofen, Lothar Meyer 26., überarbeitete

Mehr

Rechnungswesen Multiple-Choice Aufgaben (15 Punkte) [Geordnet nach der Priorität]

Rechnungswesen Multiple-Choice Aufgaben (15 Punkte) [Geordnet nach der Priorität] Rechnungswesen Multiple-Choice Aufgaben (15 Punkte) [Geordnet nach der Priorität] 2. In welche Kategorie von Geschäftsvorfällen fällt es, wenn das Unternehmen an seine Gesellschafter Dividenden ausschüttet?

Mehr

ser Rechtslage åndert sich nichts; die Bezeichnung in der Bilanz ist allerdings pråzisiert worden ( 266 HGB).

ser Rechtslage åndert sich nichts; die Bezeichnung in der Bilanz ist allerdings pråzisiert worden ( 266 HGB). 273 Sonderposten mit RÅcklageanteil ser Rechtslage åndert sich nichts; die Bezeichnung in der Bilanz ist allerdings pråzisiert worden ( 266 HGB). 273 Sonderposten mit RÅcklageanteil 1 Der Sonderposten

Mehr

Rechtliche Grundlagen III

Rechtliche Grundlagen III Buchhaltung und Bilanzierung Rechtliche Grundlagen III Unternehmer Kapitalges. Freie Berufe Landwirte > BAO Grenzen < BAO Grenzen < UGB Grenze > UGB Grenze UGB, Handelsbilanz Überleitung Steuerbilanz Eingaben-Ausgaben

Mehr

Buchhaltung und Rechnungswesen Erfordernis, Vorschriften und Aussagekraft 2. Teil: Buchführung

Buchhaltung und Rechnungswesen Erfordernis, Vorschriften und Aussagekraft 2. Teil: Buchführung Buchhaltung und Rechnungswesen Erfordernis, Vorschriften und Aussagekraft 2. Teil: Buchführung Ralf Stahl 1 Teil 2 Buchführung GOB Aufbewahrungspflichten EÜ-Rechnung / Bilanz Steuerliche Umsatzgrenzen.

Mehr

Übung zur Vorlesung Grundlagen des Rechnungswesens (GRREWE)

Übung zur Vorlesung Grundlagen des Rechnungswesens (GRREWE) 1 Institut für Wirtschaftsprüfung und Steuerwesen Lehrstuhl für Revisionsund Treuhandwesen http://www.uni-hamburg.de/fachbereicheeinrichtungen/fb03/iwp/rut/index.html Dr. Andreas Mammen Dr. Ralf Wißmann

Mehr

Bewertung in der Bilanz

Bewertung in der Bilanz Wieso informiert der Cashflow umfassender? 67 Bewertung in der Bilanz Die Bewertung ist ein Schlüsselbegriff der Bilanzierung und bedeutet, Vermögensgegenständen Geldwerte zuzuordnen. In diesem Kapitel

Mehr

Maßgeblichkeitsprinzip und grundsåtzliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz*

Maßgeblichkeitsprinzip und grundsåtzliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz* Maßgeblichkeitsprinzip und grundsåtzliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz* O Sachverhalt H und W sind Gesellschafter einer OHG, die einen Großhandel mit Motorrad-Ersatzteilen betreibt.

Mehr

Filmfest Hamburg gemeinnützige GmbH, Hamburg Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014.

Filmfest Hamburg gemeinnützige GmbH, Hamburg Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014. Filmfest Hamburg gemeinnützige GmbH, Hamburg Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 Bilanz A K T I V A P A S S I V A 31.12.2014 Vorjahr 31.12.2014 Vorjahr EUR

Mehr

Rechnungswesen (ReWe) Rechnungswesen (ReWe) Definition

Rechnungswesen (ReWe) Rechnungswesen (ReWe) Definition Rechnungswesen (ReWe) Definition Aufgaben des Rechnungswesen Bereiche des Rechnungswesen Bedeutung der Buchführung Handelsbücher im Handelsgesetzbuch (HGB) Gesetzliche Grundlagen der Buchführung Weitere

Mehr

Das unternehmerische 1x1 Steuern und Buchführung für Gründer

Das unternehmerische 1x1 Steuern und Buchführung für Gründer Handelsrecht Buchführungspflicht für alle Kaufleute nach 238 (1) HGB Führung der Handelsbücher ( 239 HGB) Inventar (Vermögensaufstellung) ( 240, 241 HGB) Entlastung von der Buchführungspflicht 241 a HGB

Mehr

BilMoG Modernisierung des Bilanzrechts

BilMoG Modernisierung des Bilanzrechts BilMoG Modernisierung des Bilanzrechts 1. Überblick Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) erfahren die deutschen Bilanzierungsregeln die tiefgreifendste Änderung seit dem Bilanzrichtliniengesetz

Mehr

Anleitung zum Vordruck "Einnahmenüberschussrechnung - EÜR"

Anleitung zum Vordruck Einnahmenüberschussrechnung - EÜR Anleitung zum Vordruck "Einnahmenüberschussrechnung - EÜR" (Gewinnermittlung nach 4 Abs. 3 EStG) Diese Anleitung soll Ihnen das Ausfüllen dieses Vordrucks erleichtern. Weitere Hinweise entnehmen Sie der

Mehr

Exkurs: Gewinnermittlung

Exkurs: Gewinnermittlung NUK Neues Unternehmertum Rheinland e.v. 2014 Exkurs: Gewinnermittlung Einnahme-Überschuss-Rechnung vs. Bilanz 6. März 2014 Jörg Püschel MBW MITTELSTANDSBERATUNG GMBH Gewinnermittlung Bilanz (= Betriebsvermögensvergleich)

Mehr

Geschäfts- und Firmenwert G 20. Entgeltlich erworbener Geschäfts- und Firmenwert

Geschäfts- und Firmenwert G 20. Entgeltlich erworbener Geschäfts- und Firmenwert Entgeltlich erworbener Geschäfts- und HB StB Ein entgeltlich erworbener (derivativer) Geschäfts- oder ist nach Handels- und Steuerrecht in der Bilanz auszuweisen. Unterschiede ergeben sich bei der Abschreibung.

Mehr

Aufbewahrungspflichten

Aufbewahrungspflichten Aufbewahrungspflichten Stichwort Aufbewahrung nach Handelsrecht nach Steuerrecht Arbeitsanweisungen zu Handelsbüchern, Inventaren, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüssen, Lageberichten, Konzernabschlüssen

Mehr

Grundlagen der Buchführung 1. Grundlagen und Aufgaben

Grundlagen der Buchführung 1. Grundlagen und Aufgaben Grundlagen der Buchführung 1 I Grundlagen und Aufgaben 1 Grundlagen der Buchführung Grundlagen der Buchführung 3 Das betriebliche Rechnungswesen ist das Kernstück des Informationssystems in einer Unternehmung.

Mehr

Modul XXIV Steuerliche Gewinnermittlung

Modul XXIV Steuerliche Gewinnermittlung 1. IWW-Studienprogramm Vertiefungsstudium Modul XXIV Steuerliche Gewinnermittlung V2.0 von Univ.-Prof. Dr. Stephan Meyering unter Mitwirkung von Dr. Nicole Marenbach Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis

Mehr

Übersicht Rechnungswesen

Übersicht Rechnungswesen Übersicht Rechnungswesen Rechnungswesen extern Dokumentation steuerliche handelsrechtliche Vorschriften Finanz- Buchhaltung Dokumentation Betriebsintern betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte Steuerbilanz

Mehr

Latente Steuern. Steuern, Finanzen und Controlling. Bedeutung für kleine Kapitalgesellschaften, Ansatz und Ausweis anhand von Beispielen

Latente Steuern. Steuern, Finanzen und Controlling. Bedeutung für kleine Kapitalgesellschaften, Ansatz und Ausweis anhand von Beispielen Steuern, Finanzen und Controlling Bilanzen Cliff Einenkel, Dirk J. Lamprecht Latente Steuern Bedeutung für kleine Kapitalgesellschaften, Ansatz und Ausweis anhand von Beispielen Verlag Dashöfer Cliff Einenkel

Mehr

Arten der Stiftung. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Grundlagen

Arten der Stiftung. Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Grundlagen Arten der Stiftung 1 Grundlagen Rechtsgrundlage 80 88 BGB Eigene Rechtspersönlichkeit Als Grundlage dient ein Stiftungsgeschäft Verfolgung eines bestimmten Zweckes Es gibt keine Eigentümer, Gesellschafter

Mehr

B E R I C H T. über die Prüfung. des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2003. der. Gildeverlag GmbH

B E R I C H T. über die Prüfung. des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2003. der. Gildeverlag GmbH B E R I C H T über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2003 der Gildeverlag GmbH (vormals: Siebenundzwanzigste "Media" Vermögensverwaltungsgesellschaft mbh) Hamburg INHALTSVERZEICHNIS Textziffer

Mehr

Steuerforum 2012. Aktuelles Bilanzrecht und Bilanzsteuerrecht. Bearbeitet von Prof. Dr. Guido Förster, Prof. Dr. Hans Ott

Steuerforum 2012. Aktuelles Bilanzrecht und Bilanzsteuerrecht. Bearbeitet von Prof. Dr. Guido Förster, Prof. Dr. Hans Ott Steuerforum 2012 Aktuelles Bilanzrecht und Bilanzsteuerrecht Bearbeitet von Prof. Dr. Guido Förster, Prof. Dr. Hans Ott 1. Auflage 2012. Broschüre. 28 S. Kartoniert ISBN 978 3 415 04818 8 Recht > Handelsrecht,

Mehr

Oberste Finanzbehörden 26. August 2003 der Länder

Oberste Finanzbehörden 26. August 2003 der Länder Oberste Finanzbehörden 26. August 2003 der Länder GZ IV A 2 - S 2770-18/03 Körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft unter Berücksichtigung der Änderungen durch das Steuersenkungs- (StSenkG)

Mehr

Rechnungsabgrenzungsposten. Prof. Dr. W. Hufnagel Dipl. Finanzwirt Tobias Teutemacher

Rechnungsabgrenzungsposten. Prof. Dr. W. Hufnagel Dipl. Finanzwirt Tobias Teutemacher Prof. Dr. W. Hufnagel Dipl. Finanzwirt Tobias Teutemacher Grundsatz der periodengerechten Gewinnermittlung 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB Aufwendungen und Erträge sind in den Wirtschaftsjahren zu erfassen, in denen

Mehr

Handels- und Gesellschaftsrecht I

Handels- und Gesellschaftsrecht I 1 Dr. Ulf Müller WS 07 / 08 Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht - zivilrechtliche Abteilung - Handels- und Gesellschaftsrecht I für Nebenfachstudierende 1. Teil: Handelsrecht

Mehr

IWW - Studienprogramm Vertiefungsstudium. Klausur: Steuern und Bilanzen

IWW - Studienprogramm Vertiefungsstudium. Klausur: Steuern und Bilanzen Institut für Wirtschaftswissenschaftliche Forschung und Weiterbildung GmbH Institut an der FernUniversität Hagen IWW - Studienprogramm Vertiefungsstudium Klausur: Steuern und Bilanzen Lösungshinweise zur

Mehr

Latente Steuern Bilanzierung externes Rechnungswesen 1

Latente Steuern Bilanzierung externes Rechnungswesen 1 Latente Steuern Bilanzierung externes Rechnungswesen 1 274 HGB ( BilMoG - am 29. Mai 2009 in Kraft getreten) Latente Steuern (1) Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen,

Mehr

I. Einführung 1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

I. Einführung 1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit LESEPROBE I. Einführung 32 1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit Latente Steuern waren im handelsrechtlichen Einzelabschluss bislang lediglich von eher untergeordneter Bedeutung. Mit dem Grundsatz

Mehr

Filmfest Hamburg gemeinnützige GmbH, Hamburg Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013.

Filmfest Hamburg gemeinnützige GmbH, Hamburg Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013. Filmfest Hamburg gemeinnützige GmbH, Hamburg Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 Bilanz A K T I V A P A S S I V A 31.12.2013 Vorjahr 31.12.2013 Vorjahr EUR

Mehr

Bilanzbuchhalter/in (IHK) Teil B

Bilanzbuchhalter/in (IHK) Teil B Martin Weber Fachgebiet: Erstellen von Zwischen- und Jahresabschlüssen und des Lageberichts nach nationalem Recht Lehrbrief 5 / HGB Bilanzierung von Verbindlichkeiten Bewertungseinheiten Verfasser: Dipl.-Kfm.

Mehr

B E R I C H T. über die Prüfung. des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2004. der. Gildeverlag GmbH. Hamburg

B E R I C H T. über die Prüfung. des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2004. der. Gildeverlag GmbH. Hamburg B E R I C H T über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2004 der Gildeverlag GmbH Hamburg INHALTSVERZEICHNIS Textziffer Seite A. Prüfungsauftrag 1-2 1 B. Grundsätzliche Feststellungen 3-5

Mehr

2 Wichtige Rechtsvorschriften zur Bilanzierung im Überblick

2 Wichtige Rechtsvorschriften zur Bilanzierung im Überblick 3 Inhaltsverzeichnis Vorbemerkungen zur ersten Auflage des Studienbuchs... 12 1 Grundlagen der externen Rechnungslegung 1.1 Begriff und Merkmale einer Bilanz... 14 1.2 Unterscheidung von Regel- und Sonderbilanzen...

Mehr

SQ IT-Services GmbH, Schöneck. Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012

SQ IT-Services GmbH, Schöneck. Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 SQ IT-Services GmbH, Schöneck Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 Bilanz zum 31. Dezember 2012 AKTIVA PASSIVA 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011

Mehr

2. Kapitel: Jahresabschluss (Einzelabschluss, Handels- und Steuerbilanz) von Dipl.-Finanzwirt StB Dieter GrÅtzner, MÅnster

2. Kapitel: Jahresabschluss (Einzelabschluss, Handels- und Steuerbilanz) von Dipl.-Finanzwirt StB Dieter GrÅtzner, MÅnster 2. Kapitel: Jahresabschluss (Einzelabschluss, Handels- und Steuerbilanz) von Dipl.-Finanzwirt StB Dieter GrÅtzner, MÅnster 2. Kapitel: Jahresabschluss Inhaltsverzeichnis A. Allgemeine Grundsåtze... 260

Mehr

SKRIPT GRUNDSÄTZE ORDNUNGSGEMÄSSER BUCHFÜHRUNG

SKRIPT GRUNDSÄTZE ORDNUNGSGEMÄSSER BUCHFÜHRUNG 16/10/03 www.tmmy-tdeskante.cm Page 1 f 5 SKRIPT GRUNDSÄTZE ORDNUNGSGEMÄSSER BUCHFÜHRUNG INHALTSVERZEICHNIS 1. Grundsätze rdnungsgemäßer Buchführung... S.2 5 1.1 Allgemeines... S.1 1.2 Grundsatz der Bilanzklarheit

Mehr

Das neue Rechnungslegungsrecht

Das neue Rechnungslegungsrecht Das neue Rechnungslegungsrecht Am 23. Dezember 2011 haben die Eidgenössischen Räte das neue Rechnungslegungsrecht verabschiedet. Der Bundesrat hat dieses auf den 1. Januar 2013 in Kraft gesetzt. Folgende

Mehr

Bilanzgliederung gem. 266 HGB

Bilanzgliederung gem. 266 HGB Bilanzgliederung gem. 266 HGB Änderungen nach dem BilMoG 2009 in blau bzw. durchgestrichen Aktivseite A. Anlagevermögen l. lmmaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und

Mehr

Unicontrol Systemtechnik GmbH

Unicontrol Systemtechnik GmbH Unicontrol Systemtechnik GmbH Frankenberg Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum Bilanz Aktiva A. Anlagevermögen 119.550,59 44.257,59 I. Immaterielle Vermögensgegenstände 39.227,00 7.011,00

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Der Autor... Vorwort... Abkürzungsverzeichnis... Teil A: Grundlagen... 1

Inhaltsverzeichnis. Der Autor... Vorwort... Abkürzungsverzeichnis... Teil A: Grundlagen... 1 Inhaltsverzeichnis IX Inhaltsübersicht Der Autor............................................................... Vorwort................................................................. Abkürzungsverzeichnis.....................................................

Mehr

Überblick Jahresabschluss

Überblick Jahresabschluss Bewertung Erstbewertung Folgebewertung Anschaffungskosten Herstellungskosten planmäßig Abschreibungen außerplanmäßig Zuschreibungen Ausweis Aktivseite Aktivierungsgrundsatz Aktivierungsverbote Aktivseite

Mehr

Buchhalterische Behandlung von laufenden Erträgen aus Wertpapieren

Buchhalterische Behandlung von laufenden Erträgen aus Wertpapieren Übung Wertpapiere Aktien Beteiligung gem. 271 Abs. 1 HGB (dauernde Verbindung) Ausweis unter 266 Abs. 2 A III 3 HGB Bewertung gem. 253 Abs. 1 und 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG zu AK inkl. Anschaffungsnebenkosten

Mehr

II. Tabelle 1 Allgemeiner Vergleich der Rechnungslegungsvorschriften nach Rechtsformen

II. Tabelle 1 Allgemeiner Vergleich der Rechnungslegungsvorschriften nach Rechtsformen II. Tabelle 1 Allgemeiner Vergleich der Rechnungslegungsvorschriften nach Rechtsformen Vorbemerkungen In der Tabelle 1 sind, gegliedert nach 20 Kriterien, die wichtigsten allgemeinen Vorschriften zur Rechnungslegung,

Mehr

1 Einleitung. Kleine Kapitalgesellschaften sind solche, die zwei der folgenden drei Merkmale nicht über

1 Einleitung. Kleine Kapitalgesellschaften sind solche, die zwei der folgenden drei Merkmale nicht über Funktionen der Bilanz 1 1 Einleitung DerJahresabschlussbestehtbeiKapitalgesellschaften(einschließlichjenerPersonengesell schaften, bei denen keine natürliche Person Vollhafter ist, wie typischerweise bei

Mehr

1/2 Gesamtinhaltsverzeichnis

1/2 Gesamtinhaltsverzeichnis Seite 1 1/2 1/2 1 Verzeichnisse 1/1 Herausgeber und Autoren 1/2 1/3 Stichwortverzeichnis 2 Aktuelles über das BilMoG 2/1 Das Bilanzrecht wird grundlegend modernisiert 2/2 Rückblick 2/3 Ziel der Bundesregierung:

Mehr

Lehrstuhl für Steuerrecht Dr. Marcel Krumm

Lehrstuhl für Steuerrecht Dr. Marcel Krumm Bilanzierungsgrundsätze Prüfungsreihenfolge (für die Aktivseite) Bilanzierung dem Grunde nach (Ansatzfrage) Abstrakt bilanzierungsfähiges Sachliche, persönliche und zeitliche Zurechnung des es Kein Ansatzverbot

Mehr

Rechnungswesen. Teilbereiche des Rechnungswesens

Rechnungswesen. Teilbereiche des Rechnungswesens Rechnungswesen Es ist im Handel nicht möglich, Regeln und Lehren Punkt für Punkt vollständig anzugeben, weil mehr Punkte erforderlich sind, um einen Kaufmann zu bilden, als einen Doktor des Rechts. Luca

Mehr

Buchführung und Rechnungswesen

Buchführung und Rechnungswesen 3 Grundlagen der Finanzbuchführung 3.1 Inventur und Inventar Jeder Kaufmann ist nach Handelsrecht und nach Steuerrecht verpflichtet, 1. zu Beginn eines Handelsgewerbes ( 240 Abs. 1 HGB) und 2. für den

Mehr

Vorlesung Rechnungslegung im Sommersemester 2003. Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Vorlesung Rechnungslegung im Sommersemester 2003. Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Vorlesung Rechnungslegung im Sommersemester 2003 Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Vorlesung im Sommersemester 2003 Rückblick 3. Der Jahresabschluss im einzelnen

Mehr

Eröffnungsbilanz zum 01.01.2008

Eröffnungsbilanz zum 01.01.2008 Anlage 5.2a Eröffnungsbilanz zum 01.01.2008 Entwurf aufgestellt am 11.03.2008 Entwurf bestätigt am 11.03.2008 gem. 92 Abs.1 i.v.m. 95 Abs.3 GO NRW Czuka Geschäftsführer Müller Verbandsvorsteher Die Prüfung

Mehr

XVIII. Sonderposten mit Rücklageanteil

XVIII. Sonderposten mit Rücklageanteil XVIII. Sonderposten mit Rücklageanteil 103 XVIII. Sonderposten mit Rücklageanteil Bilanzposition ß) Sonderposten mit Rücklagenanteil Aus dem Verkauf eines Grundstücks in 2008 resultiert noch eine Rücklage

Mehr

Die Online-Lösung des Bundesanzeiger Verlages und der fwsb GmbH zur Erfüllung der steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Vorgaben

Die Online-Lösung des Bundesanzeiger Verlages und der fwsb GmbH zur Erfüllung der steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Vorgaben Die Online-Lösung des Bundesanzeiger Verlages und der fwsb GmbH zur Erfüllung der steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Vorgaben Agenda 1. Entstehung der E-Bilanz 2. Anwendungsbereich 3. Sachlicher

Mehr

MERKBLATT. Ordnungsgemäße Kassenführung. Inhalt: Recht und Steuern

MERKBLATT. Ordnungsgemäße Kassenführung. Inhalt: Recht und Steuern MERKBLATT Recht und Steuern Ordnungsgemäße Kassenführung An die Verbuchung von Kasseneinnahmen und -ausgaben werden aufgrund der leichten Manipulationsmöglichkeiten besonders hohe Anforderungen gestellt.

Mehr

Steuerberater Das Original Klausur aus dem Gebiet Körperschaftsteuer

Steuerberater Das Original Klausur aus dem Gebiet Körperschaftsteuer GFS Seite 1 Steuerberater Das Original Klausur aus dem Gebiet Körperschaftsteuer (aktualisiert für Steuerberaterprüfung / Steuerberaterexamen 2016) A. Allgemeines Die 2014 gegründete A-UG (haftungsbeschränkt)

Mehr

Erläuterungen zum Lehrplan RECHNUNGSWESEN, Jgst. 11 (Rechtsstand 30. Juni 2010) Seite 1

Erläuterungen zum Lehrplan RECHNUNGSWESEN, Jgst. 11 (Rechtsstand 30. Juni 2010) Seite 1 Erläuterungen zum Lehrplan RECHNUNGSWESEN, Jgst. 11 (Rechtsstand 30. Juni 2010) Seite 1 Lerngebiet 10 Personalwirtschaft 35 Stunden Die Schüler erwerben die Fähigkeit, Lohn- und Gehaltsabrechnungen unter

Mehr

Oberste Finanzbehörden der Länder

Oberste Finanzbehörden der Länder Postanschrift Berlin: Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin POSTANSCHRIFT Bundesministerium der Finanzen, 11016 Berlin Oberste Finanzbehörden der Länder DATUM 30. September 2010 BETREFF Steuerliche

Mehr

Wirtschaftlichkeitsrechnung (SS 2009)

Wirtschaftlichkeitsrechnung (SS 2009) Wirtschaftlichkeitsrechnung (SS 2009) Bilanz und Bilanzierung (2009-06-03) Veranstaltungskonzept Kostenarten-, Kostenstellenund Kostenträgerrechnung Buchführung + Inhalte des GB Statische Verfahren Bilanz

Mehr

Teil I: Jahresabschlussrecht

Teil I: Jahresabschlussrecht Teil I: Jahresabschlussrecht Aufgabe 1: Nehmen Sie zu folgenden Aussagen kurz Stichwortartig Stellung (,, kurze Begründung/ Ergänzung der Aussage, Hinweis auf gesetzliche Vorschrift): a) Der Jahresabschluss

Mehr

Latente Steuern. Urheberrechtlich geschützt Stollfuß Medien GmbH & Co. KG

Latente Steuern. Urheberrechtlich geschützt Stollfuß Medien GmbH & Co. KG Urheberrechtlich geschützt Stollfuß Medien GmbH & Co. KG Inhaltsverzeichnis Latente Steuern... 3 Diese Hilfe als PDF...... 7 Andere Hilfen aufrufen...... 7 2 / 7 Latente Steuern Mit der Neufassung des

Mehr

I. Einleitung. 1. Ausgangssituation

I. Einleitung. 1. Ausgangssituation I. Einleitung 1. Ausgangssituation Das österreichische Einkommensteuergesetz 1988 (im Folgenden: EStG) 1 normiert in seinem 4 Abs 1 vorletzter Satz: Für unkörperliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens

Mehr

Die deutsche Aufbewahrungspflicht aus steuer- und handelsrechtlicher Pflicht

Die deutsche Aufbewahrungspflicht aus steuer- und handelsrechtlicher Pflicht Die deutsche Aufbewahrungspflicht aus steuer- und handelsrechtlicher Pflicht Die Aufbewahrungspflicht ist Bestandteil der steuer- und handelsrechtlichen Buchführungs- und Aufzeichnungspflicht. Folglich

Mehr

3.1.3 Aktivierungspflicht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

3.1.3 Aktivierungspflicht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände Änderungen für den Einzelabschluss 3/1.3 Seite 1 3.1.3 Aktivierungspflicht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Zielsetzung Die wesentliche Änderung in der Neufassung

Mehr

Geringwertige Wirtschaftsgüter

Geringwertige Wirtschaftsgüter Geringwertige Wirtschaftsgüter Rechtsnormen: 254 HGB, R 6.13 EStR, 6 Abs. 2 EStG H 6.13 EStH Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) können im Jahr der Anschaffung bzw. Herstellung in voller Höhe als Betriebsausgaben

Mehr

Teil E: Laufende Besteuerung I. Betriebsvermögen

Teil E: Laufende Besteuerung I. Betriebsvermögen Arbeitsunterlagen zur Vorlesung Unternehmenssteuerrecht 2014 Teil E: Laufende Besteuerung I. Betriebsvermögen Dr. Paul Richard Gottschalk Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Fachberater

Mehr

Rechnungslegung und Jahresabschluss nach HGB. Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld, MdL Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Rechnungslegung und Jahresabschluss nach HGB. Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld, MdL Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Rechnungslegung und Jahresabschluss nach HGB Dipl.-Ing. agr. Philipp Graf v.u.z. Lerchenfeld, MdL Wirtschaftsprüfer, Steuerberater Vorlesungsgliederung Rückblick Der Jahresabschluss im einzelnen 3.1 Anlagevermögen

Mehr

IAS. Übung 7. ) Seite 1

IAS. Übung 7. ) Seite 1 IAS Übung 7 ) Seite 1 Erklären Sie die Ursachen für die Entstehung von latenten im IAS-Abschluss. Wann sind latente anzusetzen? Wie sind diese zu bewerten und auszuweisen? ) Seite 2 Grundlagen: IAS 12

Mehr

Bilanz-Handbuch. Handels- und Steuerbilanz, Rechtsformspezifisches Bilanzrecht, Bilanzielle Sonderfragen, Sonderbilanzen, IAS/IFRS/US-GAAP

Bilanz-Handbuch. Handels- und Steuerbilanz, Rechtsformspezifisches Bilanzrecht, Bilanzielle Sonderfragen, Sonderbilanzen, IAS/IFRS/US-GAAP Bilanz-Handbuch Handels- und Steuerbilanz, Rechtsformspezifisches Bilanzrecht, Bilanzielle Sonderfragen, Sonderbilanzen, IAS/IFRS/US-GAAP von Dr. Robert Winnefeld 5. Auflage Verlag C.H. Beck München 2015

Mehr

Entscheidend ist aber nicht das Überschreiten einer der genannten Grenzen, sondern das Gesamtbild der tatsächlichen Verhältnisse.

Entscheidend ist aber nicht das Überschreiten einer der genannten Grenzen, sondern das Gesamtbild der tatsächlichen Verhältnisse. Grundlagen 3. Gesetzliche Buchführungsfrist Ein nach Art und Umfang in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb ist in der Regel dann erforderlich, wenn bestimmte Größenmerkmale erfüllt sind

Mehr

Herbert Brunner. nach Handels- und Steuerrecht unter Einbeziehung der Auswirkungen des BilMoG. Kompaktwissen für Berater. GmbH-Jahresabschluss 2009

Herbert Brunner. nach Handels- und Steuerrecht unter Einbeziehung der Auswirkungen des BilMoG. Kompaktwissen für Berater. GmbH-Jahresabschluss 2009 Herbert Brunner GmbH-Jahresabschluss 2009 nach Handels- und Steuerrecht unter Einbeziehung der Auswirkungen des BilMoG Kompaktwissen für Berater DATEV eg, 90329 Nürnberg Alle Rechte, insbesondere das Verlagsrecht,

Mehr

Wesen der Liquidation

Wesen der Liquidation Wesen der Liquidation Auflösungsgründe Gesellschafterbeschlüsse Zeitablauf Gerichtsentscheid Zeitraum Erstreckt sich in der Regel über einen längeren Zeitraum (Abwicklungszeitraum) Merkmale Einstellung

Mehr

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2009/2010

Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht. Klausur Bilanzkunde WS 2009/2010 05.02.2010 Dr. Ernst Ulrich Dobler Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwalt Fachanwalt für Steuerrecht Klausur Bilanzkunde WS 2009/2010 Beantworten Sie alle der folgenden Fragen durch Ankreuzen der

Mehr

- ANSICHTSEXEMPLAR - - Dieser Jahresabschluss ist ausschließlich in Papierform maßgeblich - PIER Tempo Zeitarbeit GmbH Hamburg

- ANSICHTSEXEMPLAR - - Dieser Jahresabschluss ist ausschließlich in Papierform maßgeblich - PIER Tempo Zeitarbeit GmbH Hamburg PIER Tempo Zeitarbeit GmbH Hamburg Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 - ANSICHTSEXEMPLAR - Ausfertigung von I Anlagen 1 JAHRESABSCHLUSS 1.1 Bilanz zum 31. Dezember 2012 1.2 Gewinn- und Verlustrechnung

Mehr

Vorname: Bitte prüfen Sie die Klausur auf Vollständigkeit und benutzen Sie für die Beantwortung der Fragen auch die Rückseiten der Klausur!

Vorname: Bitte prüfen Sie die Klausur auf Vollständigkeit und benutzen Sie für die Beantwortung der Fragen auch die Rückseiten der Klausur! Name: Vorname: Bitte prüfen Sie die Klausur auf Vollständigkeit und benutzen Sie für die Beantwortung der Fragen auch die Rückseiten der Klausur! Viel Erfolg! Fach: Dozent: StB Dr. A. Schaffer Datum /

Mehr

2.1.1 Wer ist zur Bilanzierung verpflichtet?

2.1.1 Wer ist zur Bilanzierung verpflichtet? Seite 1 2.1.1 2.1.1 Ob eine gesetzliche Verpflichtung zur Bilanzierung besteht, ergibt sich aus den Vorschriften des Unternehmensrechts und der Bundesabgabenordnung. Man unterscheidet deshalb auch die

Mehr

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) - Sammelposten (Wahlrechte in Steuerbilanz und Handelsbilanz)

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) - Sammelposten (Wahlrechte in Steuerbilanz und Handelsbilanz) Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) - (Wahlrechte in Steuerbilanz und Handelsbilanz) Leonberg, im Februar 2011 Die Spielregeln für die Behandlung der Geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz

Mehr

Muster AG. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006

Muster AG. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 edirekt Bekanntmachungstext im Elektronischen Bekanntmachungstext in www.ebundesanzeiger.de Muster AG Berlin Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006 Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2006

Mehr

IWW Studienprogramm. Vertiefungsstudium. Modul XXIV Steuerliche Gewinnermittlung. Lösungshinweise zur 3. Musterklausur

IWW Studienprogramm. Vertiefungsstudium. Modul XXIV Steuerliche Gewinnermittlung. Lösungshinweise zur 3. Musterklausur Institut für Wirtschaftswissenschaftliche orschung und Weiterbildung GmbH Institut an der ernuniversität in Hagen IWW Studienprogramm Vertiefungsstudium Modul XXIV Steuerliche Gewinnermittlung Lösungshinweise

Mehr