Kommunaler Spitzenverband in Deutschland und Europa

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1 Kommunaler Spitzenverband in Deutschland und Europa 1/24

2 Fachsymposium Finanzwirtschaft trifft Forstwirtschaft am 21. März 2014 Sparkassenakademie Schloss Waldthausen Ute Kreienmeier Referatsleiterin Kommunalwald Deutscher Städte- und Gemeindebund, Bonn Ute Kreienmeier 2/8

3 Themenblock II Windkraft im Wald ein Zielkonflikt der Nachhaltigkeit Windkraftanlagen im Kommunalwald sind eine Einnahmequelle für die desolaten Haushalte der Städte und Gemeinden und damit ein wichtiger Faktor für die soziale Nachhaltigkeit. Ute Kreienmeier 3/8

4 Wer vertritt den Kommunalwald in Deutschland? Sprachrohr und Interessensvertretung des Kommunalwaldes auf Bundesebene: Gemeinsamer Forstausschuss der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände Deutscher Kommunalwald Vorsitzender: Verbandsdirektor Winfried Manns (Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz) Geschäftsführung: Geschäftsführendes Präsidialmitglied Dr. Gerd Landsberg, DStGB Referatsleiterin: Ute Kreienmeier, DStGB Ute Kreienmeier 4/8

5 Das Ende der Welt wie wir sie kannten Ute Kreienmeier 5/8

6 Nach Fukushima Die Zukunft der Energieerzeugung und -versorgung ist dezentral Ute Kreienmeier 6/8

7 Fukushima Atomausstieg Energiewende Positionen Deutscher Kommunalwald : Paradigmenwechsel in der Waldpolitik notwendig Ohne Wald keine Energiewende Vorwärtsstrategie : Klimagerechte Nationalparke Holznutzung ist das überlegene Modell im Klimaschutz Die Bewirtschaftung unserer Wälder dient dem Klimaschutz mehr als sie der Natur zu überlassen Das Ziel: Die Wälder sollen auf ganzer Fläche ihren Beitrag zur Energiewende, zum Klimaschutz und zum Naturschutz leisten können. Ute Kreienmeier 7/8

8 Die Energiewende wird unser Umfeld verändern! Ute Kreienmeier 8/8

9 Windkraft contra Natur- und Landschaftsschutz! Ute Kreienmeier 9/8

10 Windkraft im Wald Positionen Deutscher Kommunalwald : Potenziale für umweltfreundliche Energieversorgung Wald nicht von vornherein Tabuzone Wald muss wie andere Außenbereichsflächen als potentielle Eignungsfläche zur Verfügung stehen Harte Tabuzonen setzen Wildwuchs im Wald klare planerische Grenzen Ute Kreienmeier 10/8

11 Windkraft im Wald Positionen Deutscher Kommunalwald : Windkraft als Chance nutzen aber nur im lokalen Konsens mit den Kommunen und nicht gegen die Interessen der Bürgerschaft! Ute Kreienmeier 11/8

12 Windkraftprojekte bringen Geld in die kommunalen Kassen Neue Einkommensmöglichkeiten für kommunale Waldbesitzer - Gewerbesteuer - Pachteinnahmen je nach Anlage von bis Euro in 20 Jahren Und warum sollte eine Kommune mit ihrem Wald kein Geld verdienen dürfen? Ute Kreienmeier 12/8

13 Volkswirtschaftlicher Nutzen durch gesteuerten Ausbau groß: Stärkung ländlicher Räume durch regionale Wertschöpfung Verringerung Rohstoffimporte Schaffung direkter und indirekter Arbeitsplätze Ute Kreienmeier 13/8

14 Beispiel: Machbarkeitsstudie Potenziale Erneuerbarer Energien im Regierungsbezirk Arnsberg 2011 Prognostizierte Wertschöpfung für Zeitraum 20 Jahre Mio. Euro, davon 33 % aus Gewinnen der Unternehmen 54 % aus Beschäftigungseinkommen 13 % aus Steuern für Kommunen je Ute Kreienmeier 14/8

15 Bundesländer: Ambitionierte Ausbauziele Widerstände vor Ort nehmen zu Machen einige wenige auf Kosten der Kommunen das große Geld? Belange des Arten- und Naturschutzes wichtiger als Interessen der direkt Betroffenen? Gesundheitliche Gefahren? Immobilienentwertung? Verspargelung der Landschaft? etc. Ute Kreienmeier 15/8

16 Novelle BauGB Regierungsentwurf Länderöffnungsklausel für Mindestabstände von Windenergieanlagen Folge: Größere Abstandsregelungen Reduzierung der Eignungsflächen Wald wird für Ansiedlung von Windenergie noch bedeutsamer? Ute Kreienmeier 16/8

17 Stillstand durch Wutbürger? Atomkraft, Kohle-/Gaskraftwerke Windenergie in der Nähe Stromtrassen Nein Danke Nein Danke Nein Danke Billiger Strom für jeden immer Wohlstand und Wachstum Ja bitte Ja bitte Ute Kreienmeier 17/8

18 Wir wissen anscheinend immer, warum etwas nicht geht? Ute Kreienmeier 18/8

19 Vom Wutbürger zum Mitgestalter Aktive, moderne Informationspolitik Frühzeitige Einbindung Naturschutz, Bürgerschaft, Kommune Beteiligung nicht als Belästigung, sondern als Chance begreifen Spart Zeit, Kosten und Ärger Akzeptanzsteigerung durch Partizipation an der Wertschöpfung Bürgerwindparks, Genossenschaftsmodelle oder andere Formen überparteilicher, regionaler Kooperationen zwischen Bürgerschaft, Wirtschaft und gesellschaftlich wichtigen Gruppen Ute Kreienmeier 19/8

20 Fazit: Ohne Wald ist die Energiewende nach derzeitigem Stand der Technik nicht zu schaffen Wer Atomkraftwerke abschaltet, darf Wald als Energiequelle und lieferant nicht generell ausschalten Dabei können Windkraftanlagen zu einer wichtigen Einnahmequelle entwickelt werden Ute Kreienmeier 20/8

21 Fazit: Wir müssen möglichst viele der Betroffenen auch zu den ökonomischen Gewinnern der Energiewende machen Die energiepolitische Bedeutung unserer Wälder muss sich im Kontext von 300 Jahre forstlicher Nachhaltigkeit einordnen Ute Kreienmeier 21/8

22 Quellen Bildmaterial Folie 2: links: Lupo/picelio.de rechts: Kreienmeier Folie 3: Gästeinformation Schmallenberger Sauerland Folie 5: Gerd Altmann/Carlsberg 1988/pixelio.de Folie 10: Guenter Hanich/pixelio.de Folie 11: Hanns G. Noppeney Folie 12: oben: Stadtforstamt Brilon unten: Rike/pixelio.de Folie 13: Günter Hommes/pixelio.de Folie 14: luise/pixelio.de Ute Kreienmeier 22/8

23 Quellen Bildmaterial Folie 15: oben: Burkhard Vogt/pixelio.de unten: Hanns G. Noppeney Folie 16: Hanns G. Noppeney Folie 17: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de Folie 18: Obere Reihe: marctwo/pixelio.de; Katharina Wieland Müller/pixelio.de Untere Reihe: Mike Frajese/pixelio.de; Wolfgang Dirscherl/pixelio.de Folie 19: Rike/pixelio.de Folie 20: Hanns G. Noppeney Folie 21: Hanns G. Noppeney Ute Kreienmeier 23/8

24 Autor Ute Kreienmeier Fon Fax August-Bebel-Allee 6 D Bonn

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