Die Entwicklung des Kindes von 0 3 Monate Sehvermögen

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1 Die Entwicklung des Kindes von 0 3 Monate Sehvermögen Neugeborene können vorerst nur unscharf sehen. Das sogenannte Babyschielen ist bis zum 6.Lebensmonat normal. Mit 3-4 Monaten kann das Baby etwas weiter entfernte Dinge sehen und beginnt danach zu greifen. Es beginnt das räumliche Sehen, Dinge werden verfolgt. Die bestmögliche Sehschärfe liegt bei cm. Farben, Formen, insbesondere Hell-Dunkel-Kontraste werden unterschieden. Das Kind schaut mit Vorliebe in Gesichter.

2 Hörvermögen Das Gehör ist bei der Geburt vollständig ausgebildet und funktionstüchtig. Die Hörfähigkeit muss noch ausreifen. Die verschiedenen Hörreize müssen wahrgenommen und verarbeitet werden. Nach der Geburt kann häufig beobachtet werden, dass sich das Kind bei plötzlich lauten Geräuschen erschrickt. In der Woche reagiert das Kind auf Zuspruch. Es lauscht auf Geräusche, die im Abstand von ca. 20 cm gemacht werden und sucht mit den Augen nach der Quelle. Gelegentlich gibt es selbst Geräusche von sich. Im Monat kann eine Stimme beruhigend auf das Kind wirken, auch wenn kein Blickkontakt besteht. Es beginnt zu lautieren und lacht hörbar.

3 Greifen Das Greifen eines Neugeborenen ist noch ein Reflex. Es entdeckt seine Hände, indem es sie in den Mund steckt, die Hände sich gegenseitig betastet und die Bewegungen mit den Augen verfolgt. Am Ende des 3. Monats kann es Gegenstände kurz festhalten. Ab dem 4. Monat beginnt das gezielte Greifen. Dinge können mit beiden Händen festgehalten und von Hand zu Hand gegeben werden.

4 Motorik Die motorische Entwicklung läuft bei Kindern auf unterschiedliche Weise und im unterschiedlichen Tempo ab. Manche Kinder sitzen schon mit sieben Monaten frei, andere erst mit 10 Monaten. Einige versuchen mit 9 Monaten frei zu gehen, andere erst mit 18 Monaten. Ein Kind bringt sich Kriechen, Sitzen, Aufstehen und Gehen selbst bei, wenn es dazu bereit ist. Bringt man ein Kind in eine Position, die es noch nicht selbstständig erreichen kann, fehlt ihm die wichtige Übergangsbewegung. Es lernt nicht, sich zu stützen und richtig zu fallen. Bewegung braucht Raum zum Finden eigener Möglichkeiten und Grenzen. Wichtig: Gefahrenpunkte in der Wohnung beseitigen!!!

5 Die unterschiedlichen Bewegungsformen muss das Gehirn programmieren: Vor und nach der Geburt werden zunächst Teile des Körpers bewegt, sowie Arme und Beine gleichzeitig und kaum zielgerichtet. Etwa ab dem 3. Monat werden die Bewegungen zielgerichtet. Das Baby konzentriert sich auf die Bewegungen der Arme, Hände und Finger. Störende Mitbewegungen werden vermieden und immer geringer (Reflexe). Hierdurch werden die Nervenverbindungen neu strukturiert und umgebaut. Kinder durchlaufen in wenigen Monaten mehrere Entwicklungsschritte der Körpermotorik fast nebeneinander oder überspringen sogar einen Schritt, andere tun diese Schritt für Schritt. Mit ca. 3 Monaten kann der Kopf in Bauchlage und im Sitzen aufrecht gehalten werden. Ab dem 3. Monat beginnt die eigenständige Körperdrehung: erst zur Seite, dann vom Bauch in die Rückenlage und schließlich umgekehrt.

6 Bewegungsentwicklung fördern: - Tragen des Babys auf dem Arm bzw. im Tragetuch - Streicheln und massieren - Spielerisches Turnen beim Wickeln - Wenn das Baby wach ist, abwechselnd auf den Bauch und auf den Rücken legen - Kurzeitig in die Wippe legen, dann kann es auf verschiedene Weise mit den Beinen strampeln und mit den Händen spielen - Möglichst großen Bewegungsfreiraum in der Wohnung schaffen.

7 Sprache Wie schnell ein Kind sprechen lernt, kann sehr unterschiedlich sein. Die Vorraussetzung zum Sprechen lernen: - ein Kind braucht Zuwendung und den intensiven Kontakt zu seinen Eltern, Geschwistern, bzw. anderen Bezugspersonen - es muss sich angenommen fühlen und Liebe und Wärme erfahren - es muss reichlich sprachliche Anregung bekommen und muss Sprache erleben und anwenden können.

8 Alter Sprechstadium Verstehen 0-1 Monat - schreien - das Kind versteht die Gefühle hinter dem Klang der Stimme von Mutter und Vater 2-3 Monate - gurren: Grrrr-Rrr 3 Monate 4 Monate - Lachen -- Vokalartige Laute -- Spielerisches Erproben der Stimme: a, i -- quietschen, brummen, kreischen, flüstern - das Kind antwortet, wenn es angesprochen wird - es sucht mit den Augen nach einer Schallquelle - Kind dreht den Kopf Richtung Schallquelle - es erkennt vielleicht schon seinen Namen

9 Was Eltern wissen sollten: - Sprache ist von Beginn an ein wichtiges Bindeglied in der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Der Klang der Stimme der Eltern ist ausschlaggebend, ob sich ein Kind angenommen und willkommen fühlt, ob es beruhigt oder ermuntert werden kann. - Die Dinge, Ereignisse und Gefühle, die das Baby bei einer Unterhaltung wahrnimmt, lehrt es, mit seiner Umgebung in Verbindung zu bringen. - An Klang, Rhythmus, Laute und Betonung einzelner Wörter erkennt es vertraute Menschen. - Es beginnt, Mund- und Lippenbewegungen nachzuahmen und erst eigene Laute zu bilden.

10 Geistige Entwicklung Die geistige Entwicklung eines Kindes hängt eng mit der Entwicklung der Motorik, der sinnlichen Wahrnehmung (Hören, Sehen, Fühlen) und dem Erlernen der Sprache zusammen. Von Geburt an nimmt ein Kind seine Umwelt mit all seinen Sinnen wahr. Je nach eigenen Ressourcen unterscheidet es die Wahrnehmung nach bekannt und unbekannt, Wichtigkeit (wie z.b. die Mahlzeit), unangenehm, angenehm, kann es etwas mit seinem Verhalten beeinflussen, bzw. erneut hervorrufen. Schon nach wenigen Monaten sind Kinder emphatischer Eltern in der Lage, ihre verschiedenen Sinnerwahrnehmungen zu verknüpfen, womit sie in der Lage sind, eine einfache Vorstellung von ihre Umgebung, Gegenstände, Vater und Mutter, Verhalten und Gestalt des eigenen Körpers zu entwickeln. Diese Vorstellungen werden kurzfristig gespeichert und können nur dann abgerufen werden, wenn das Erlebte erneut gesehen, bzw. erlebt wird.

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