Klimawandel im Kanton Solothurn

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1 Fotos von pixelio.de: Verena N., Hermann Eberhardt, Oliver Haja, Kerstin 1970, piu700, Rainer Sturm, brit berlin, Gabi Eder, Schemmi, Christin Klein Klimawandel im Kanton Solothurn Dr. Niels Holthausen, Ernst Basler + Partner Dr. Martin Heeb, Amt für Umwelt, Kanton Solothurn , Zürich, Sonderschau Risikomanagement für Naturgefahren

2 Agenda 1. Anpassung: Entwicklung auf Ebenen Bund und Kanton Solothurn 2. Vorgehen im Kanton Solothurn 3. Erste Ergebnisse 4. Erfahrungen 2

3 1. Anpassung: Entwicklung auf Ebenen Bund und Kanton Solothurn 3

4 Klimaanpassung bei Bund und Kantonen Aktuelle Entwicklung CO2-Verordnung, Art. 15: Die Kantone informieren das BAFU regelmässig über ihre Massnahmen (zur Anpassung) BAFU: Arbeitshilfe für die Anpassung an den Klimawandel in den Kantonen Fragebogen zur Berichterstattung der Kantone pro Sektor (für 2015) Status quo in Kantonen 10 Kantone mit Strategie/Plan 6 weitere Kantone mit Grundlagen wie Risikoanalysen 4

5 Kanton Solothurn , Interpellation Urech «Klimawandel was sind die Konsequenzen für den Kanton Solothurn?» , RRB mit Stellungnahme des Regierungsrats: Klimaschutz (z. B. Energiekonzept) Anpassung: Vorausschauende Planung, um Chancen zu nutzen und Risiken zu reduzieren (in Abstimmung mit Aktivitäten auf Bundesebene): Erarbeitung und Umsetzung von Massnahmen unter Koordination des Amts für Umwelt. KW bei Aktivitäten mit langfristiger Perspektive berücksichtigen: V. a. Hochwasserschutz an Emme und Aare März-April 2015: Entwicklung Vorgehen , RRB mit Auftrag zur Durchführung des Projektes 5

6 2. Vorgehen im Kanton Solothurn 6

7 Konzeption des Projekts Voraussetzungen Ausreichender Einbezug der kantonalen Fachstellen (Commitment, Lokalkenntnis) Geringer Aufwand: bestehende Grundlagen nutzen Verankerung im Kanton: Bezug zu Aktivitäten der Sektoren herstellen Stakeholder einbeziehen (Commitment) Vorgehen Ausarbeitung von Vorgehen mit Varianten (Einbezug Fachstellen; basierend auf BAFU-Arbeitshilfe) Diskussion mit Amtschefs und RR RR-Auftrag für Projekt («Moderate Mitarbeit des Kantons») 7

8 Projektorganisation Projektleitung Amt für Umwelt Ernst Basler + Partner Kernteam Projektleitung Kantonale Ämter/Fachstellen: Landwirtschaft Wald, Jagd, Fischerei Energiefachstelle Raumplanung Gesundheit Militär u. Bevölkerungsschutz Vereinig. Einwohnergemeind. Stakeholder-Gruppe: (Teilnahme fakultativ) Umweltorganis. Bauernverband BG/Waldeigentümer Fischerei-Verband Ärzte-Gesellschaft, Spitex, GSA Koordinationsstelle Wasserversorgung Kant. Klimakoordinatoren der Nachbarkantone 8

9 Einbezug kantonaler Fachstellen Im Projekt Beteiligung an Kernteam (3 Sitzungen und 2 Workshops) Interviews (inkl. Fragebogen Bund) Gegenlesen und ergänzen von Texten Mitentwicklung von Massnahmen Nach dem Projekt: Anpassung an den Klimawandel Massnahmen aus Aktionsplan umsetzen Bei langfristigen Entscheidungen Klimaänderung mitdenken 9

10 Vorgehen im Projekt 1. Identifizieren der Chancen und Risiken (Entwurf EBP, Rückmeldungen von Fachstellen) 2. Zusammenstellen bereits realisierter, laufender oder geplanter Massnahmen und Aktivitäten (Interviews) 3. Identifizieren der Handlungsfelder und des Handlungsbedarfs, definieren und priorisieren von Massnahmenbereichen, Festlegen der Zuständigkeiten (Entwurf EBP, Workshop des Kernteams) 4. Entwickeln und Bewerten geeigneter Massnahmen (Entwürfe EBP, Rückmeldungen von Fachstellen, Workshop des Kernteams) 5. Zusammenstellen Aktionsplan, Controlling und Erstellen des Ergebnisberichts (Entwurf EBP, Rückmeldungen von Fachstellen) 10

11 Produkte Bericht Zielgruppe Verwaltung und Politik Öffentlich zugänglich Ca. 30 Seiten Aktionsplan Zeitlich gestaffelte Massnahmen Verantwortlichkeiten und Termine Controlling/Monitoring-Konzept Begleitung der Umsetzung des Aktionsplans 11

12 Vorgehen - Zeitplan 12

13 3. Erste Ergebnisse 13

14 Beispiel: Sektor Gesundheit 14

15 Beispiel: Sektor Gesundheit Handlungsfelder Über Vektoren übertragene GH1 Infektionskrankheiten Mensch (Mücken, Zecken etc.) Handlungsbedarf für Kt. SO 1:gering, 2:mittel, 3:gross 2 Massnahmen-Bereiche Überwachung und Früherkennung Notwendige Vorbereitungen für zielgruppengerechte Sensibilisierung von Stakeholdern bei Auftreten Berücksichtigung in Strategien und Strukturen zum Schutz vor übetragbaren Krankheiten Notwendige Vorbereitungen für Bekämpfung von Vektoren Wie effektiv? 1:kleiner Beitrag, 2:mittl. B., 3: grosser B. Wann umsetzen? Zuständigkeit Bund/Kanton/ Gemeinde/ Private Bund/Kanton Kanton Kanton Kanton Überwachung und Früherkennung Bund/Kanton GH2 Über Vektoren übertragene Infektionskrankheiten Tier (Mücken, Zecken etc.) 2 Notwendige Vorbereitungen für zielgruppengerechte Sensibilisierung von Stakeholdern bei Auftreten Berücksichtigung in Strategien und Strukturen zum Schutz vor übetragbaren Krankheiten Notwendige Vorbereitungen für Bekämpfung von Vektoren Kanton Kanton Kanton GH2 Auswirkungen von Hitze (Mensch) 3 Notwendige Vorbereitungen für zielgruppengerechte Sensibilisierung von Stakeholdern bei Auftreten Massnahmen gegen Abnahme Leistungsfähigkeit Verhinderung von Unfällen im Strassenverkehr Kanton/Gemeinde K/G/P Kanton Verhinderung von Unfällen beim Baden und bei anderen Freizeitaktivitäten Kanton/Gemeinde GH3 Auswirkungen von Hitze (Tier) 3 Über Lebensmittel GH4 übertragene Infektionskrankheiten 2 (Mensch) GH5 GH6 Personenschäden durch Naturgefahren Allergien (bestehende und ggf. invasive Arten, längere Vegetationsperiode und damit Pollensaison) vgl. Sektor Umgang mit Naturgefahren 2 Schutz der Nutztierbestände vor Hitze Notwendige Vorbereitungen für präventive, zielgruppengerechte Sensibilisierung von Stakeholdern Überprüfung der Kontrolltätigkeiten in Restaurationsbetrieben. Konsequenter Umgang mit allergenen Neobiota Private Kanton Kanton Kanton/Gemeinde 15

16 Beispiel: Sektor Waldwirtschaft Handlungsfelder Handlungsbedarf für Kt. SO 1:gering, 2:mittel, 3:gross Massnahmen-Bereiche Wie effektiv? 1:kleiner Beitrag, 2:mittl. B., 3: grosser B. Wann umsetzen? Zuständigkeit Bund/Kanton/ Gemeinde/ Private Monitoring, um Handlungsbedarf frühzeitig zu identifizieren 1 laufend Kanton WH1 WH2 Robuste, anpassungsfähige Wälder schaffen Umgang mit Insekten- Kalamitäten 3 2 Beratung der Waldeigentümer (Grundlagen bereitstellen, sensibilisieren, beraten): Mischwälder fördern, resiliente Baumarten einbringen Kanton Umsetzung an klimasensitivsten Standorten und in wichtigen Schutz- und Erholungswäldern prioritär fördern (frühzeitige Verjüngung ermöglichen, etc.) Überwachung des Bestandes von Schadorganismen und Früherkennung von Massenvermehrungen Konsequente, situationsbezogene Reaktion auf beginnende Massenvermehrung 3 laufend Kanton 2 laufend Kanton 2 laufend Kanton/Gemeinde WH3 Umgang mit Trockenstress s. WH1/WH/WH4 WH4 Umgang mit Waldbrand 2 Brandgut in gefährdeten Lagen beseitigen (z. B. in Siedlungsnähe) Prognose und Warnung Vorbereitung auf Einsatz (Notfallplanung, Übungen, Material, etc.) 2 laufend Kanton/Gemeinde Kanton Kanton/Gemeinde WH5 Sicherstellen der Schutzfunktion s. WH1/WH2/WH4 16

17 4. Erfahrungen 17

18 Erfahrungen Commitment seitens Kanton sehr gut Identifikation Chancen und Risiken: Grundlagen BAFU + Ergänzung durch kant. Fachstellen Sektorspezifisches Vorgehen weitgehend geeignet (sonst deutlich höherer Koordinationsaufwand) Synergieeffekte mit laufender BAFU-Umfrage in Kantonen Einbezug laufender Aktivitäten: Was ist Anpassung? Weitere Stakeholder genug abgeholt? Sektoren teils nicht gut durch kant. Fachstelle abgedeckt (Gesundheit) 18

19 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Fragen? Anmerkungen? Dr. N. Holthausen Dr. M. Heeb 19

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