Serviceorientierte Architekturen in der Logistik Ausweg aus der Heterogenität in der IT-Anwendungslandschaft?

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1 Serviceorientierte Architekturen in der Logistik Ausweg aus der Heterogenität in der IT-Anwendungslandschaft? Bremen, 26. September 2007 Dr. Olaf-Rüdiger Hasse 1 sd&m,

2 Agenda Motivation Motivation Lösungsalternativen und der Weg dahin Rahmenbedingungen

3 IT doesn t matter.? Logistikbranchen geht es so gut wie nie zuvor. Die Logistikbranche ist ein äußerst starker Wachstumsmarkt. Die Logistikbranche gilt in Deutschland als der Job-Motor schlechthin. Zitat: DVZ logistik-news-net.de Die Globalisierung macht die Logistikunternehmen zu Gewinnern. perspektive-mittelstand.de: Ein Beitrag vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.v Rasant wachsende Güterströme, neueste Technologien, Auslagerungen und die zunehmende Globalisierung sind positive Einflussfaktoren für die Transport- und Logistikbranche, die von nicht gerade Wenigen als Boombranche angesehen wird. Börse Frankfurt-News Deutsche Post World Net steigert Umsatz und Gewinn. Zitat: DPWN AG Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee: Logistik ist ein Boom-Sektor mit einem klaren Wachstumstrend. 'Handelsblatt': Bundeswehr will Logistik privatisieren Der Logistikbranche winkt laut einem Pressebericht einer der größten Aufträge seit Gründung der Bundesrepublik. Bmvbs.de Finanzen.net sd&m,

4 Motivation Erfolg und Wachstum haben die Logistikunternehmen und deren Rahmenbedingungen drastisch verändert Globalisierung Erfolg durch: Lokalität Intimität Kundenindividuelle Produkte Erfolg durch: Netzwerkorientierung Verfügbarkeit, Transparenz Geschwindigkeit Wachstum 4 sd&m,

5 Motivation Die IT kann dem Veränderungsdruck nur schwer folgen Durchlaufzeit Jahre IT-Reaktionszeit Teufelskreis 80% IT Budget Repair / Maintain Monate Wochen Tage Stunden Änderung der Geschäftsprozesse Produkt Lebenszyklen Minuten Prozessdurchlaufzeit Anstieg der Komplexität durch Alterung / M & A / Prozessveränderung 1900s 1920s Quelle: Gartner 1940s 1960s 1980s 1990s 2000s Die Dynamik Diskrepanz zwischen Business und IT wird zunehmend größer! Aber was ist Symptom und was ist Ursache? 5 sd&m,

6 Motivation Die Komplexität der IT ist ein Abbild der heute etablierten Prozesse Top Management processes 3 % Corporate Development Organisational design Product Dev./ Strat.Network planning Finance/ IR/ Risk Communi- Cation/ PR Legal /Tax Share of employees Core processes land sea air 90% stock Market to contract Order to invoice Market to contract Order to invoice D UK B NL Support processes 7 % Invoice to Cash Booking to Reporting Procurement T&T Request Handling/ Q-Mgmt. Asset Management HR IT Support Development Die größten Nutzenpotenziale für die Einführung einer SOA liegen in den Core-Prozessen. 6 sd&m,

7 Motivation Trotz des Erfolges stehen Logistiker anspruchsvollen Herausforderungen gegenüber - SOA kann ein Lösungsansatz sein Herausforderungen Industrialisierung o Servicestandardisierung o Qualitätsnormierung o Portfoliomanagment Nachhaltigkeit o Homogenisierung Org. / Prozesse o Kundenbindung global Effizienz o Kostenoptimierung o Time to Market Wachstum & Globalisierung o Netzwerkorientierung o Transparenz o M & A`s Logistik 2010 SOA Benefits Flexibilität o Standardisierung bei Beibehalten der Individualität Unterstützung einer Plattform-Strategie Agilität o Time to Market Qualität o Verbesserung Test o Reduzierung Komplexität Kosten Zukunftssicherheit o Stabilität durch Entkopplung SOA hat ihren Ursprung in der Geschäftprozessarchitektur Unternehmensorganisation Fachliche Struktur Methodik Technische Plattform 7 sd&m,

8 Motivation Lösungsalternativen und der und Weg der dahin Weg dahin Rahmenbedingungen

9 Lösungsalternativen und der Weg dahin Die Wirtschaftlichkeit von SOA ist ein wesentliches Strukturierungsmerkmal für die Planung erfolgreicher Vorhaben Transparenz und Durchgängigkeit SOA Wirtschaftlichkeit Direkter Business Nutzen Nutzen innerhalb der IT Standardisierung Core Prozesse Risikominimierung und Erhöhung Betriebssicherheit Time to Market, schnellere Umsetzung neuer Geschäftsideen Wiederverwendung von Funktionalität und Schnittstellen Entkopplung von Architektur- Bestandteilen Reduktion der Komplexität der AWL Erinnerung, Serviceeigenschaften Services sind lose gekoppelt sind die fachliche Abbildung eines Geschäftsvorfalls arbeiten auf eindeutig definierten Business Objekten sind unabhängig zum Vorgänger und Nachfolger SOA ist kein reines IT-Projekt, die enge Verzahnung von Business und IT ist notwendig! Basis für die Nutzung einer SOA ist eine durchgängige Prozessorientierung des Unternehmens! 9 sd&m,

10 Lösungsalternativen und der Weg dahin Traditionelle Lösungsansätze führen nur in Teilbereichen zum Erfolg, hier verspricht SOA einen substantiellen Mehrwert Market to contract Order to invoice CRM TMS WMS Hohe Standardisierung Durchgängigkeit/ Visibilität Hohe Komplexität in der Definitionsphase Akzeptanz Flexibilität D UK F E NL CRM TMS WMS D UK F E NL Lokale Flexibilität Akzeptanz lokal Beschränkte Komplexität lokal Komplexität der Integration Eingeschränkte Visibilität Skalierbarkeit 10 sd&m,

11 Lösungsalternativen und der Weg dahin SOA ermöglicht die Balance zwischen Flexibilität und notwendiger Standardisierung Core processes land sea air stock 90% Market to contract Order to invoice Market to contract Order to invoice Market to contract Order to invoice Hirachisierung Enterprice services Country services Product line services Core services CRM MDM Supply Chain Visibility D US UK SGP S Flexibilität absichern, dort wo es für das Geschäft sinnvoll ist. Industrialisierung/ Standardisierung durch einen vergebenen Rahmen (Service Definition) Durchgängigkeit und Visibilität durch Service Normierung abgesichert Prozess Governance: lokal, wo notwendig - und zentral, wo sinnvoll, sichert die Akzeptanz. 11 sd&m,

12 Lösungsalternativen und der Weg dahin Die Einordnung der Business Services nach unternehmensspezifischer Kriterien führt zur Klassifizierung der Services Transportplanung Transportausführung Auftragsbearbeitung Rechnungsstellung Qualitätsmgmt. hoch Pick-up Business Service Map Linehaul loading Tour planning Special delivery Businees-USP niedrig Track and Trace HR Abrechnung Finanzreporting Transportplanung Exception Handling Value added services Prozesslandschaft statisch Flexibilität dynamisch hoch Landesspezifisch niedrig Abrechnung Track and Trace Finanzreporting HR Zollabwicklung niedrig Exception Handling Produktspezifisch Transportplanung Value added services hoch 12 sd&m, HR Track & Trace Zoll Value added services Flexib. USP. Land. Prod o + Enterprise service Core service Detaillierte Analyse erforderlich Country service Product line service

13 Lösungsalternativen und der Weg dahin SOA für TMS ermöglicht es, die produkt- und landesspezifischen Anforderungen zu integrieren und auf eine normierte Basis zu stellen.. Transportplanung Transportabwicklung. Enterprise services HR Adressmanagement Country services Transportplanung Manuelle Automatische Disposition Planung Zollabwicklung Zoll- Schnittstelle Abrechnung Zollgebühren. Product line services Transportplanung FTL- FCL- Land See LTL Transportabwicklung FTL- Luftfracht Direkttransport Seefracht Containerdispo. Core services Quotationmanagement Ordermanagement Transportauftragverwaltung Track & Trace Exception Handling Invoicing Reduzierung der Individualität auf das Notwendige Implementierung der (Service-) Plattformstrategie durch Harmonisierung der Geschäftsvorfälle Möglichkeit, das Netzwerk in seiner Gesamtheit abzubilden 13 sd&m,

14 Lösungsalternativen und der Weg dahin SOA für WMS sichert eine schnellere Reaktion auf Kundenanforderungen bei gleichzeitiger Reduktion der Implementierungsrisiken Lieferantenmgmt. Bestandsmanagement Disposition Abrechnung Enterprise Service Bus. ext. Services ext. Services ext. Services Endmontage ext. Services Qualitätskontrolle Endmontage Qualitätskontrolle Endmontage Qualitätskontrolle Endmontage Qualitätskontrolle Konfektionierung Konfektionierung Display-Bau Konfektionierung Display-Bau Konfektionierung Display-Bau Assemblierung Palettierung Aufbereitung Palettierung Aufbereitung Palettierung Aufbereitung Palettierung Aufbereitung ext. Services ext. Services ext. Services ext. Services Wareneingang Bestandsmanagement Warenausgang Waren- Wareneingang Bestandsmanagement Warenausgang Waren- Wareneingang Bestandsmanagemenausgang Wareneingang Bestandsmanagemenausgang Kommissionierung Kommissionierung Kommissionierung Kommissionierung Value Added Service Warehouse Management Flexible Gestaltung des Service-Angebotes und der Abgrenzung Schnelle Implementierung durch Standardisierung der Serviceschnittstellen Kalkulationssicherheit 14 sd&m,

15 Motivation Lösungsalternativen und der Weg dahin Rahmenbedingungen

16 Rahmenbedingungen Die Umgestaltung der Anwendungslandschaft ist ein mehrjähriges Programm mit drei erfolgskritische Phasen Programmplan Drei erfolgskritsche Phasen Servicedefintion Konzeption Implementierung Roll-Out Land Fachliche Betriebsführung Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Q1 Q2 Q3 Q4 Bemerkung Die Roll-Out-Phase ist meist länger als die Implementierung. Hohe Anforderung an die Migrationsarchitektur Datenvolumen! Servicedefinition Ableitung aus der Geschäftsstrategie Basis ist ein akzeptiertes Prozessmodell SOA Governance ist implementiert Konzeption Angemessenes Vorgehensmodell Einbindung Standard/ Individual Normalisierung auf Basis der NFR s Roll-Out Change Management ist implementiert SOA Governance akzeptiert Migrationsarchitektur 16 sd&m,

17 Rahmenbedingungen Die richtige Prozessarchitektur entsteht durch den Abgleich mit dem Machbaren Ist-Prozeßlandschaft Soll-Architektur hängt ab LTL-Land FTL-See produktspezifisch Reife der Organisation Auswirkung auf die Gesamt- Architektur Wirtschaftlichem Nutzen Lebensmittel Polen Niederlande Deutschland landesspezifisch Ideale Prozessarchitektur Auftragsannahme Transport- Planung LTL Transport- Planung FCL Abholung Abholung Leercontainer Bereitstellung Hauptlauf Organisatorische Bedingungen Wirtschaftlichkeit Soll-Prozessarchitektur Auftragsannahme Transport- Planung LTL Transport- Planung FTL Abholung Abholung Leercontainer Bereitstellung... Hauptlauf 17 sd&m,

18 Rahmenbedingungen Die Entscheidung für SOA erfordert ein über das Projekt hinausgehendes Governance Modell für SOA Geschäftsmodell Architekturmanagement Projekte Betrieb Strategie Prozesse /Org. Business- Services AWL Portfolio Komponenten-/ Service-Design Implementierung Servicebetrieb/ - Monitoring Management Air Land Sea Logistics SOA- Board Business (V) IT (B) Architekur- Board IT (V) Business (B) QS Support Projekt 1 Projekt n z.b. ARIS Business EAM Tool UML Modellierung Verantwortung IDE Monitoring Werkzeug IT Abgleich Abgleich Das bereichsübergreifend aufgestellte SOA-Board sichert die kontinuierliche und Service Service konsistente Weiterentwicklung der SOA Repository Registry 18 sd&m,

19 Rahmenbedingungen Die IT SOA-Referenzarchitektur ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Roll-Out Prozess-Steuerung Technisch Transformation Protokollierung Fehlerbehandlung Anwendungslandschaftskomponenten Fachlich Lastverteilung Ausfall- Sicherheit Laufzeitmanagement Workflow Kommunikation Monitoring Repository Sicherheit Frühzeitige Einbindung des Betreibers in das Projekt ist zwingend notwendig. Laufzeit-, Betriebs- und Anwendungskomponenten müssen in der Konzeption abgestimmt sein. Berücksichtigung lokaler Besonderheiten sind auch heute noch erforderlich. Erhöhte Anforderungen Integration Bindeglied zwischen Alt/ Neu muss große Anzahl von Systemen einbinden Stabilität Reichweite von Störungen unternehmensweit Absicherung der Performance auch in Starkverkehrsphasen Datenvolumen Während Migration teilweise deutlich erhöht 19 sd&m,

20 Fazit SOA sind geeignet die Heterogenität in den Core-Prozessen der Logistiker aufzubrechen und dabei die erforderliche Individualität abzusichern SOA unterstützt die LSP s bei der Industrialisierung durch die Plattformstrategie bei der Strukturierung der fachlichen als Services in die vier Hirachien bei der Umsetzung durch die mögliche Kombination von Standard- und Individualanwendungen Der Mehrwert einer SOA liegt nicht in der IT, sondern auf der Geschäftsseite. Die Geschäftsstrategie bestimmt die Service Definition, ohne implementierte Governance Modell ist der Erfolg fraglich. Die Implementierung einer SOA wird gerade für Logistiker ein wesentliches Element ihrer Wettbewerbsfähigkeit sein. 20 sd&m,

21 Menschen machen Projekte. sd&m AG software design & management Carl-Wery-Str München Tel sd&m,

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