Allgemeine Forderungen / Konzepte

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1 Allgemeine Forderungen / Konzepte 1. Inklusive Lösungen von Geburt an Alle Maßnahmen sollten darauf überprüft werden, ob sie zum frühest möglichen Zeitpunkt ansetzen, damit der Erfolg nachhaltig ist. 2. Angemessene Vorkehrungen Die UN-Konvention verlangt, dass alle Inklusionsmaßnahmen angemessen sind, d.h. einen Kompromiss zu finden zwischen dem Bedarf der Betroffenen und den zur Verfügung stehenden Ressourcen. In diesem Zusammenhang wurde angeregt, Ansprechstellen für Fragen der Behinderung in allen Gemeinden der DG einzurichten. 3. Individuelle Assistenz Hier stellt sich eine prinzipielle Konzeptfrage: wie viele Strukturen braucht Inklusion einerseits und wie viele Anforderungen ließen sich durch Umstellung/Ausbau von individueller Assistenz erfüllen? Wie soll diese Frage in der DG als kleinräumigem Gebiet beantwortet werden? Individuelle Ansätze sollen im Geiste des empowerment konzipiert werden und Behinderte als Individuen sehen. 4. Bewusstseinsbildung auf allen Ebenen Hier steht die Idee dahinter, dass Inklusion nicht nur für Behinderte, sondern für alle Menschen Verbesserungen mit sich bringt. Das bedeutet auch, dass Inklusion überall mitgedacht werden soll. Breite Vernetzung ist hierfür die richtige Strategie: bestehende Strukturen nutzen statt zusätzliche Strukturen schaffen. 5. Lobbyarbeit Menschen mit Behinderung sollen ihre Interessen möglichst selbst vertreten und durch aktive Lobbyarbeit das Thema Inklusion in der DG präsent halten. Eine Idee in diesem Zusammenhang ist die Gründung von Vertretungen / Räten der Nutzer/innen von Behinderteneinrichtungen 6. Sensibilisierung von Fachpersonal Angeregt wurde in verschiedenen Zusammenhängen, Fachpersonal im Umgang mit behinderten Gästen/Besuchern zu schulen. Dies betrifft z.b. Empfangspersonal aller Art, Personal in Tourismus/Horeca oder Notdienste. Solche Schulungen sollen im normalen Schulungsprogramm z.b. von Berufsverbänden oder in Ausbildungsgängen integriert werden. 7. Schritt für Schritt zur Barrierefreiheit Barrierefreiheit wurde in zahlreichen Feldern vermisst. Es wurde empfohlen, zunächst Maßnahmen umzusetzen, die einfach umzusetzen sind keine großen Investitionen erfordern öffentlich für alle sichtbar sind

2 Workshop Wohnen, Familie, Gesundheit, Freizeit und aktive Partizipation an der Gesellschaft Wohnen/Familie Gesundheit Freizeit gesellschaftliche Teilhabe Individuelle Beratungsangebote für Eltern, um den Übergang behinderter junger Erwachsener in ein eigenes Leben zu fördern Förderung der Selbsthilfe von Eltern behinderter Kinder,Jugendlicher und junger Erwachsener Selbständiges Wohnen fördern durch Bereitstellung angepasster Hilfsmittel (für Kommunikation, Mobilität, Hausarbeitshilfe etc.) Sensibilisierung für barrierefreies Bauen Bildung von Vertretungen / Räten der Nutzer/innen von Behinderteneinrichtungen Vermieter für behinderte Mieter sensibilisieren Beratungsstelle zur Frühförderung von Gehörlosen mehr deutschsprachige Angebote und Informationen im Gesundheitswesen mehr Freizeitangebote für alle inklusive behinderte Personen mehr Angebote zur Unterhaltung, die behinderte Personen auch ansprechen offenere Vereine: Türen öffnen für Teilhabe an Sport/Kultur Ehrenamt fördern Thema Inklusion in Fortbildungen von Vereinen Einrichtung einer Dolmetscherzentrale für die Gebärdensprache in der DG Aufbau des TESS-Systems in der DG für barrierefreies Telefonieren bei der Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit Personen mit Einschränkungen schärfen Teilhabe am Vereinswesen fördern, Bewusstseinsbildung bei Vereinsmitgliedern Teilhabe durch mehr Mobilität: barrierefreie Busse Rufbusse Verbesserung des ÖPNV für alle hilft auch den Personen mit Behinderung Teilhabe durch finanzielle Anreize unterstützen

3 Workshop Bildung, Ausbildung und Beschäftigung Ausbildung wenn nötig ausdehnen ohne Mobilität keine Bildung! (Provinztaxi für Behinderte institutionalisieren) bei allen Bildungsmaßnahmen die Fähigkeiten und Interessen in den Mittelpunkt stellen, Stärken fördern Schwächen ausgleichen mehr Flexibilität statt starre Regeln mehr emotionale Bildung in allen Bereichen versuchen, den Zufall (Wohnort, ÖPNV, Arbeitsplatz) zu steuern Schulbildung Berufsausbildung Außerschulische Bildung Beschäftigung ab KiTa inklusiv arbeiten Jedem Kind die richtige Mischung von Sonderunterricht und Regelunterricht zukommen lassen Schüleraustausch im Ausland für Behinderte ermöglichen Eltern brauchen viel mehr Unterstützung bei der Berufsplanung ihrer Kinder Berufsausbildung im Ausland: Anlaufstelle DPB muss bekannter gemacht und ausgebaut werden Vermittlung von Au-Pair- Stellen für Behinderte Spezifizierte Ausbildungen für Behinderte etablieren (Kooperation mit Deutschland?) Bestehende Möglichkeiten sind begrenzt, aber auch individuell = Chance für die DG Die Beschäftigungsfalle schließen (wer arbeitet, verliert die Rente) Finanzielle Anreize für Unternehmen, die Behinderte beschäftigen Verbindung schaffen zwischen Arbeit von Behinderten im 1. Arbeitsmarkt und den wirtschaftlichen Zwängen der Unternehmen

4 Workshop Politische Partizipation, Sensibilisierung, Behinderung als Querschnittsaufgabe Mitbestimmen und Interessen vertreten Aufklärung der Bevölkerung über Behinderung Humor hilft! Behinderung bei allen Maßnahmen mitdenken Menschen mit Behinderung in alle Gremien wählen/einladen Das Bild von Behinderung muss realitätsnäher werden: positive Beispiele Behinderte sind keine Attraktion - weg vom Stigma Behinderung - Sprache verändern Bedürfnisse von Behinderten in jede Bauplanung einbeziehen (Behinderte als Experten) Fachleute und Experten für Behinderung in Gremien hinzuziehen, wenn Entscheidungen gefällt werden Positive Beispiele in Presse und Medien bringen offen mit Behinderung umgehen Der Entstehung von Behinderung vorbeugen (Lärm, Musik...) Mitbestimmung je nach Beeinträchtigung durch passende Maßnahmen ermöglichen Behinderung als Schulthema von Beginn an, z.b. wie biete ich Hilfe an, ohne zu verletzen? Finanzielle Unterstützung sicherstellen = Ausgrenzung durch Armut vermeiden: durch Armut wird Teilhabe und Mitreden verhindert. mit den Menschen mit Behinderung sprechen und planen Dorfschulen als Vorbilder für Inklusion nutzen Kooperationen zwischen Regel- und Förderschulen auch grenzüberschreitend Unterstützende Maßnahmen daraufhin prüfen, ob sie banalisierend oder bevormundend wirken Behinderte als Experten für ihre Situation ermutigen, ihre Bedürfnisse und Interessen zu formulieren Sensibilisierung von Verantwortlichen z.b. Schulleiter Kommunikationsmöglichkeiten zugänglich machen, z.b. für Vereine kleine individuelle Umsetzungen Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Behinderung fördern mehr Ehrenamtler, die arbeiten wie DG inklusiv

5 Workshop räumliche Zugänglichkeit und barrierefreie Kommunikation und Information überall hinkommen sich über alles informieren an Kommunikation teilnehmen ÖPNV ist insgesamt nicht behindertengerecht. an Busbahnhöfen Fahrpläne durch Landkarten ergänzen, um Fahrtstrecken besser zu verfolgen Niederflurbusse einführen akustische Informationen sowie optische Laufbänder in Bussen und Zügen barrierefreie Gebäude: öffentliche Gebäude, Hotels, Restaurants etc. Hotelpersonal schulen, behinderte Gäste zu empfangen Schulung von Empfangspersonal öffentlicher Einrichtungen im Umgang mit behinderten Besuchern Verkehrsmittel, Fahrpläne etc. für alle zugänglich machen Informationstexte (z.b. zu Diensten) vereinfachen Untertitel in zentralen Sendungen (z.b. Nachrichten) im BRF, bei Filmen im Kino große Schrift verwenden, mehr Kontraste, z.b. bei Plakaten akustische und optische Ansagen in öffentlichen Gebäuden, z.b. in Wartezonen Infotafeln mit Piktogrammen öffentliche Mitteilungen behindertengerecht kommunizieren Gebärdendolmetscher bereit halten Austausch zwischen Diensten (Wohnheime, Schulen, Werkstätten etc.) verbessern, gemeinsame Kommunikation Software anpassen mehr Veranstaltungen, wo man sich austauschen kann

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