Belastungs-Dokumentations-System (BDS)

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1 Bewertungsstufen Physische Belastungen Körperhaltung Körperbewegung Lastenhandhabung Dynamische Muskelarbeit Manuelle Arbeitsprozesse Haltungs-/Bewegungsverteilung Umgebungsbedingungen Schallbelastung (Lärm) Vibrationen Ganzkörper Vibrationen Hand-Arm Klima - hohe Temperaturen Klima - niedrige Temperaturen Klima - Wärmestrahlung Zugluft Witterungseinfluss Nassarbeit Arbeitsstoffe Schmutz Beleuchtung Blendung Arbeitsorganisation / Psychische Belastungen Verantwortung für andere Personen Verantwortung für den Prozess Konzentrationsanforderungen Unterforderung Sehraum Sehschärfe Feinmotorik Wiederholung der Tätigkeitsabläufe Bindung an den technischen Prozess Kontakte zu Mitarbeitern Arbeitssicherheit Unfallgefahr durch fremden Einfluss Unfallgefahr durch eigenes Verhalten Unfallgefahr d. techn. Einrichtungen Belastung durch Schutzausrüstung

2 Demografischer Wandel, Fachkräftesicherung und Betriebliches Gesundheitsmanagement im Betrieb Hintergrund: Der Demografische Wandel und die Fachkräftesicherung sind zentrale Herausforderungen für Unternehmen und Verwaltungen aller Branchen und Betriebsgrößen. Berufsbedingte körperliche Erkrankungen sind weiterhin der wesentlichste Grund für AU-Tage. Dies wird sich mit dem Demografischen Wandel, dem längeren Berufsleben und dem Anstieg des Renteneintrittsalters verstärken. Das Belastungs-Dokumentations- System (BDS) bietet mehr als nur die Bewertung von Gesundheitsrisiken. Es ist ein managementorientiertes Instrument zur Simulation und Gestaltung von Arbeit. Lösung: Durch systematische Analyse und Bewertung physischer und psychischer Belastungen und Gefährdungen lassen sich Verbesserungspotenziale erkennen und Gestaltungsmaßnahmen ableiten, um bestehende oder geplante Arbeitssysteme ergonomisch und alter(n)sstabil zu gestalten. Verschiedene Auswertungsmöglichkeiten unterstützen sowohl eine Priorisierung von Gestaltungsmaßnahmen als auch die effektive Suche von Tätigkeiten mit definierten Belastungsmerkmalen und -stufen. Der Einsatzbereich des BDS reicht branchenübergreifend vom KMU bis zum Großkonzern.

3 Ergonomische, alters- und alternsgerechte Gestaltung von Tätigkeiten und Arbeitssystemen Bewertungsstufen Physische Belastungen Körperhaltung Körperbewegung Lastenhandhabung Dynamische Muskelarbeit Manuelle Arbeitsprozesse Haltungs-/Bewegungsverteilung Umgebungsbedingungen Schallbelastung (Lärm) Vibrationen Ganzkörper Vibrationen Hand-Arm Klima - hohe Temperaturen Klima - niedrige Temperaturen Klima - Wärmestrahlung Zugluft Witterungseinfluss Nassarbeit Arbeitsstoffe Schmutz Beleuchtung Blendung Arbeitsorganisation / Psychische Belastungen Verantwortung für andere Personen Verantwortung für den Prozess Konzentrationsanforderungen Unterforderung Sehraum Sehschärfe Feinmotorik Wiederholung der Tätigkeitsabläufe Bindung an den technischen Prozess Kontakte zu Mitarbeitern Arbeitssicherheit Unfallgefahr durch fremden Einfluss Unfallgefahr durch eigenes Verhalten Unfallgefahr d. techn. Einrichtungen Belastung durch Schutzausrüstung Anteil Beschäftigter in alter(n)sstabilen Arbeitssystemen (links) und Arbeitssystemen mit physischer Überbelastung (rechts). Ergebnismöglichkeiten: Das Ergebnis der Belastungs- und Gefährdungsbeurteilung ist betrieblichen Entscheidungsträgern mit dem BDS-Profil für einzelne Tätigkeiten und für das gesamte Arbeitssystem anschaulich vermittelbar (Abbildung links oben). Mit Hilfe der arbeitsvorgangsbezogenen Belastungs- und Gefährdungsbeurteilung können vergleichbare Tätigkeiten ohne Mehraufwand bewertet werden. Demografische Betrachtung: Über einzelne Abteilungen, Werke, Geschäftsbereiche lassen sich Kennzahlen z.b. zur Alter(n)sstabilität der Arbeitssysteme erstellen (Abbildung links unten). Belastungskataster: Schnell und übersichtlich lässt sich darstellen, in welchem Ausmaß die Beschäftigten an den vorhandenen Arbeitssystemen z.b. gegenüber Lärm belastet sind (Abbildung rechts oben). Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM): Mit Filtern lässt sich nach Arbeitssystemen mit definierten Belastungsstufen suchen Arbeitsmedizinische Vorsorge: Angebots- und Pflichtvorsorge nach ArbMedVV lassen sich für relevante Belastungsmerkmale ermitteln und ausweisen (Abbildung rechts unten).

4 Nutzen der BDS-Anwendung im Betrieb Anwendervorteile: Kompetente Unterstützung bei der Beurteilung der Arbeitsbedingungen im Betrieb (Belastungs- und Gefährdungsbeurteilung). Ausgangspunkt für die Ermittlung, Umsetzung und Überprüfung der erforderlichen Arbeitsgestaltungsmaßnahmen im Betrieb. Ermittlung von Schwerpunkten der Arbeitsgestaltung im Betrieb. Management-orientierte Gestaltung des Demografischen Wandels und Fachkräftesicherung im Betrieb. Integrierbar in betriebliche Abläufe (Planung, Konstruktion, Fertigung, Qualitätssicherung etc.). Unterstützung von Reorganisationsund Umstrukturierungsmaßnahmen. Handlungssicherheit bei der Arbeitssystemgestaltung sowie bei Einrichtung neuer Arbeitsplätze und bei Unternehmensgründungen oder Unternehmensübernahmen. Dokumentiertes und überprüfbares Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung als Belastungs- und Gefährdungsprofil zum Arbeitssystem und zu den einzelnen Arbeitsvorgängen. Dokumentiertes und überprüfbares Ergebnis der festgelegten und getroffenen Arbeitsgestaltungsmaßnahmen. Dokumentiertes und überprüfbares Ergebnis der Wirksamkeitsüberprüfung umgesetzter Arbeitsgestaltungsmaßnahmen.

5 BDS-Profil von Tätigkeiten und Arbeitssystemen Ergebnisdarstellung: Das farbige BDS-Profil mittels Ampelfarben verdeutlicht einfach die Stärken und Schwächen sowie den Grad der Demografiestabilität des Arbeitssystems und einzelner Tätigkeiten (Arbeitsvorgänge). Ursachen für Belastungen und Gefährdungen werden transparent. Möglichkeit der Simulation und Prognose von Belastungen und Gefährdungen z.b. bei geplanten Maßnahmen der Arbeitsgestaltung oder Unternehmensgründungen. Vergleichbarkeit durch standardisierte Bewertung der Eingangsdatensätze. Praxisanwendung: Als Basis stehen mehrere Datenbanken mit Vergleichs-, Beispiels-, Muster- und Schulungsdatensätzen zur Verfügung. Differenzierte, normierte und ganzheitliche Belastungs- und Gefährdungsbewertung auf Basis typischer Tätigkeiten bzw. Arbeitsvorgänge. Rechnergestützte Datenerhebung oder Paper-Pencil-Aufnahme sowie BDS-Profil "auf Knopfdruck. Effiziente Aktualisierungsmöglichkeiten bei Änderungen der einzelnen Tätigkeiten bzw. Arbeitsvorgänge und des Arbeitssystems.

6 Meilensteine der BAB- und BDS-Entwicklung BAB-Verfahren u. BDS-Instrument: Das BDS basiert auf dem wissenschaftlich evaluierten Verfahren zur Beurteilung arbeitsbedingter Belastungen (BAB) für betriebliche Arbeitssysteme. Seit dem Jahr 1977 wird es ständig weiterentwickelt und den gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst. Die bisherigen Einsatzbereiche erstrecken sich u.a. über die Eisen- und Stahlindustrie, Glas- und Keramikindustrie, Metallindustrie, Werkzeugindustrie, Handel und Warenlogistik, Speditionen und Hafenumschlag, Chemie- und Automotiv-Bereich, Nutzfahrzeughersteller, KMU verschiedener Branchen. Fachveröffentlichungen: MÜLLER, B.H.; Th. HETTINGER: Interpretations- und Bewertungsverfahren arbeitswissenschaftlichergonomischer Felddaten. ZArbWiss. 35 (1981), S HETTINGER, Th. et al.: Hitzearbeit. HdA-Bd. 67, BMFT, Bonn, PETERS, H.: Verfahren zur Beurteilung arbeitsbedingter Belastungen BAB. IfaA-Schrift-Nr. 62, Köln,1986, S KLUßMANN, A. et al.: Praxisbewährte Methoden zur Bewertung und Gestaltung physischer Arbeitsbelastungen. Leistung und Lohn Zeitschrift für Arbeitswirtschaft, Nr , BDA (Hrsg.), Berlin, Heider-Verlag, Bergisch Gladbach, 2013

7 My BDS BDS-Betriebsimplementierung: Die Qualifizierung der Anwender und das Training on-the-job zur BDS-Anwendung in der Praxis sind obligatorisch. BDS-XL: Client-Server-Version für Großunternehmen mit Rollenkonzept, Anwender-Einführung in das BAB- Verfahren und BDS-Instrument, Unterstützung bei der Einrichtung im Unternehmensnetzwerk, gemeinsame Brückenbeispiel-Entwicklung, umfassendes Customizing u.v.a.m. BDS-M: Mandantenversion für überbetriebliche Dienste, Ingenieurbüros von KMU u.ä. mit Mandantenverwaltung, Anwender-Einführung in das BAB-Verfahren und BDS- Instrument, gemeinsame Brückenbeispiel-Entwicklung, einfaches Customizing u.v.a.m. BDS-S: Einzelplatzversion für KMU mit Anwender-Einführung in das BAB- Verfahren und BDS-Instrument u.v.a.m. Angebot: Bei Interesse stellen wir Ihnen eine Demoversion zur Verfügung und entwickeln Ihnen ein betriebsspezifisches Einführungskonzept für Ihr Unternehmen, Verwaltung oder Organisationseinheit. BDS-Ansprechpartner: Dr.-Ing. Hansjürgen Gebhardt Dr.-Ing. André Klußmann Dipl.-Ing. Karl-Heinz Lang Dipl.-Ing. Andreas Schäfer Netzwerktechn. Bernd Neumann Beratung mbh (GEWITEB) Corneliusstraße Wuppertal Telefon: +49 (0) Telefax: +49 (0) Internet:

8 Institut ASER e.v., Wuppertal Sicherheitstechnik und Ergonomie e.v. (ASER) Corneliusstraße 31, Wuppertal Telefon: +49 (0) Telefax: +49 (0) Internet:

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