Security WLAN. VoIP. USV. Mit VoIP sicher telefonieren? MONITOR kommunal: IT für den öffentlichen Bereich Marktüberblick: USV-Anlagen

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1 11 Nov. 05 USV Security WLAN VoIP Mit Zunahme der Digitalisierung des Geschäftslebens werden auch die möglichen Sicherheitsrisiken immer vielfältiger. Daher widmet sich MONITOR im Thema dieser Ausgabe auf über 30 Seiten der IT-Sicherheit in den verschiedensten Ausprägungen. ISSN X P.B.B ZUL.NR. 02Z031040M VERLAGSORT WIEN, VERLAGSPOSTAMT 1110 WIEN Mit VoIP sicher telefonieren? MONITOR kommunal: IT für den öffentlichen Bereich Marktüberblick: USV-Anlagen LOOK AT IT Seite 60 Hier sollte Ihr Name stehen. Fragen Sie uns nach einem Abo. Tel

2 Wie bewältigt man 7 Millionen Transaktionen am Tag? Mit Microsoft SQL Server 2005! Xerox Global Services hält Millionen von Geräten für seine Kunden am Laufen. Mit dem neuen SQL Server bit System, das auf Windows Server 2003 läuft und % uptime liefert. Wie, erfahren Sie unter microsoft.com/bigdata 2005 Microsoft Corporation. All rights reserved. Microsoft, the Windows logo, Windows Server, Windows Server System, and Your potential. Our passion. are either trademarks or registered trademarks of Microsoft Corporation in the United States and/or other countries. XEROX is a trademark of XEROX CORPORATION.

3 Editorial Sicher ist sicher Mit Zunahme der Digitalisierung des Geschäftslebens werden auch die möglichen Sicherheitsrisiken immer vielfältiger. Daher widmet sich MONITOR im Thema dieser Ausgabe auf über 30 Seiten der IT-Sicherheit in den verschiedensten Ausprägungen. Voice over IP (VoIP) ist derzeit in aller Munde, Firmen erwarten sich von der Technologie neben Einsparungen auch neue Kommunikationsservices. MONITOR-Autorin Christine Wahlmüller beleuchtet in ihrem Beitrag ab S. 14 mögliche Vor- und Nachteile für Unternehmen. Für diese bedeutet VoIP, über ein gesichertes VPN, abgetrennt vom öffentlich zugänglichen Internet zu telefonieren und die Unternehmensprozesse zu integrieren. Ein besonders kritischer Punkt ist dabei die Sicherheit. Die Angst, mit einem IT-Ausfall würde auch die gesamt Telefonie lahm gelegt werden, ist sicher einer der Gründe, warum viele Unternehmen derzeit weiterhin der klassischen Festnetztelefonie vertrauen.trotzdem sehen alle Anbieter einen starken VoIP-Zulauf, nicht zuletzt hat auch die Rundfunk- und Telekomregulierungsbehörde RTR im Oktober auf den Trend reagiert und Richtlinien für Anbieter von VoIP-Diensten sowie FAQs zu VoIP veröffentlicht (abrufbar unter Dabei wurde von der RTR vor allem eine Klassifizierung vorgenommen: Klasse A umfasst alle VoIP-Dienste, die Zugang ins bzw. vom klassischen Telefonnetz ermöglichen, zur Klasse B gehören die (unregulierten) Internet-Only - VoIP-Dienste. Zum Thema Sicherheit hat unsere Autorin im Rahmen ihrer Serie über Frauen in der IT darüber hinaus DI Claudia Springer- Knam zum Interview geladen. Die Grazerin ist beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung in der Fachabteilung für Informationstechnik für Security verantwortlich. Das Gespräch finden Sie auf S. 40. Sicherheit im Netzwerk Netzwerke sind nicht nur Mittel zur Verbreitung, sondern zunehmend auch das Ziel von Schadprogrammen. Auch Attacken, die auf ein Endsystem gerichtet sind, beeinträchtigen das Netz oft enorm. Künftige Generationen hoch leistungsfähiger Malware können selbständig ihren Code ändern und so traditionelle Antivirus-Software austricksen. MONITOR-Autor Alexander Hackl fasst die Antwort der Security-Entwickler auf dieses Szenario so zusammen: Netzwerk-Bedrohungen müssen auch im Netzwerk bekämpft werden. Selbsttätige, heuristische Methoden zur Virenbekämpfung sollen auch vor Day- Zero-Attacken schützen. Der Zotob-Wurm wurde zum Synonym für die neuen Netzwerk-Gefahren. Er besitzt bot -Fähigkeit, kann also ein Zombie-Netzwerk zur Spam-Verbreitung oder für Denial-of-Service-Attacken aufbauen. Er blockiert Antivirus-Downloads, und durch die Einrichtung von Hintertüren auf infizierten Endgeräten ermöglicht er Remote-Zugriff und das Ausführen fremden Codes. Lesen Sie den Text über die Vernetzte Bedrohung ab S. 24. WLANs sicher machen Wie alle drahtlosen Netze sind auch WLANs für Sicherheitsverletzungen anfällig. Dies gilt umso mehr, als es sich um ein Shared Medium handelt, d.h. mehrere Nutzer teilen sich eine Funkzelle. Das MONITOR- Autoren-Ehepaar Ilse und Rudolf Wolf haben in ihrem Beitrag ab S.38 recherchiert,wie sich WLANs sicherer machen lassen. Während nämlich beim Mobilfunk der Netzbetreiber dafür sorgt, dass die eingewählte Verbindung geschützt ist, muss sich jeder WLAN-Nutzer selbst um die Sicherheit kümmern. Im Lieferzustand einiger Access Points sind alle Sicherheitsmaßnahmen deaktiviert, um dem Nutzer die Installation zu erleichtern.auf Grund technischer Unkenntnis aktivieren viele Anwender die Verschlüsselung nicht, sodass es immer noch eine große Zahl ungewollt offener WLANs gibt. In ein solches ungeschütztes Netzwerk kann sich jeder, auch versehentlich, ohne spezielle Hilfsmittel einloggen. Managed Security Services Unternehmen setzen zunehmend auf externe Dienstleister, um Herr über die ausufernde Spam-Plage zu werden. MONITOR- Autor Lothar Lochmaier stellte bei seiner Recherche in diesem für Anbieter interessanten DI Rüdiger Maier, Chefredakteur Markt fest, dass auch hier die Tücke im Detail liegt: Es gilt das Preis-Leistungs-Verhältnis genau zu prüfen, damit Managed Security nicht ineffizient arbeitet. Laut den Analysten von Datamonitor verdoppelt sich das Marktwachstum im Bereich -Filtering bis zum Jahr inklusive Appliances, Software und Services. Einerseits ist der Trend technisch motiviert. Anderseits geht die Yankee Group davon aus, dass sich der Security-Markt vom reinen Appliance-Geschäft weg entwickelt in Richtung Managed Security Services. Für Edmund Haberbusch, Leiter Telekom Austria Business Solution, ist das Auslagern der Spamplage in jedem Fall die richtige Option: KMUs sind für professionelle Hacker nach wie vor ein leichtes Ziel,da eine systematische Wartung der Security als Sicherheitsmaßnahme stark unterschätzt wird und durch Outsourcing potenzielle Sicherheitslücken geschlossen werden. Lesen Sie den ganzen Text ab S. 30. Neben diesen Highlights aus unserem Thema serviert Ihnen der vorliegende MONITOR 11 noch viele andere, speziell für Sie recherchierte Texte rund um die IT. Blättern Sie also gleich weiter und tauchen Sie ein in die immer wieder überraschende Welt der IT, empfiehlt Ihnen Ihr monitor November

4 Inhalt November 2005 Wirtschaft vienna-tec 2006 in Wien Kolumne: Reboot Best Practice Award Jahre Oracle in Österreich Lösungen Integriertes Qualiätsmanagement in der Autozulieferindustrie Thema Security VoIP und Security: Wie sicher telefonieren Unternehmen? Hallo, wer spricht denn da? - VoIP und Sicherheit IT-Fälschung oder die Terrorismus-Keule Vernetzte Bedrohung: Die neuen Gespenster und die Antworten der Geisterjäger Gezielt abgehört Security-Check für Unternehmen Managed Security Services Sicherheit und elektronische Rechnung Security-Gap Wer nicht handelt, der haftet WLANs sicher machen Mehr Sicherheit bei der Stromversorgung USV schützt Büroarbeitsplätze Kommunal Drahtlose Anwendungen im Gesundheitswesen Elektronische Urkundensammlung im Firmenbuch Linux-Distribution der Stadt Wien Mit der e-card kommt das Ende des Krankenscheins Strategien NetWeaver - zwischen Marketing und Realität (Teil 2) Lösung: Bei Anruf Kundenservice! Bundesministerium für Finanzen rechnet mit BRZ und ITdesign Netz & Telekom Neue KVM-Switches Interview: Exzellente Physikerin mit hohen IT-Ambitionen WLAN: 2,4 GHz oder 5 GHz? Job Training Blended Learning im Blickpunkt IT-Management Lehrgang Leadership macht Sinn! Hard & Software Ich kann alles, aber nicht ganz - PDA-Phone mit integriertem GPS All-in-One-Navigationssysteme: Klassiker auf Abwegen USB-Datenlogger Aus der Redaktion Editorial Inserentenverzeichnis Impressum VoIP liegt im Trend - aber wie steht es um die Sicherheit? NetWeaver: Middleware von SAP?

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6 Wirtschaft News Karriere vienna-tec 2006 in Wien EU Fördermittel-Ratgeber Beratungsinitiative zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit heimischer KMUs Die Europäische Union, aber auch verschiedene regionale und nationale Fördermittelträger stellen im Rahmen von Förderprogrammen jährlich mehrere Milliarden Euro zur Verfügung.Aber nur wenige Firmen sind mit diesen Fördermaßnahmen vertraut: Nur 1Prozent der Adressaten erhalten tatsächlich Fördermittel zuerkannt. Deshalb haben Microsoft, Intel und Hewlett-Packard die Initiative EUGA (European Union Grants Advisor) ins Leben gerufen. Die Initiative will europaweit vor allem kleine und mittelständische Unternehmen auf die Förderprogramme der EU sowie nationaler und regionaler Fördermittelträger aufmerksam machen und bei der erfolgreichen Beantragung unterstützen. EUGA unterstützt damit die so genannte Lissabon-Agenda, womit sich die Europäische Union das Ziel gesetzt hat, Europa bis 2010 als führende Wirtschaftsregion im Bereich Informationstechnologie zu positionieren. Das EUGA-Programm konnte bereits in Großbritannien, Polen, Spanien, Ungarn, Tschechien und Frankreich erfolgreich gestartet werden. Unter dem Namen EU-Fördermittel-Ratgeber Aus unseren Marktrecherchen geht klar hervor, dass die Industriebereiche zunehmend themenaber auch länderübergreifend agieren. Vor diesem Hintergrund haben wir das Konzept der vienna-tec gemeinsam mit der Branche entwickelt. - Direktor Johann Jungreithmair, CEO, Reed Exhibitions Messe Wien Reed Exhibitions packt Industrie- Fachmessen unter ein gemeinsames Label. Mit der vienna-tec, Internationale Fachmesse für die Industrie, möchte Fachmesseveranstalter Reed Exhibitions Messe Wien vom 10. bis 13. Oktober 2006 einen neuen Event für die Industriebranchen umsetzen. Sie wird die bisherigen Fachmessen automation austria, energy-tec, ie - Fachmesse für Industrielektronik, intertool, Messtechnik, Schweissen/Join-Ex unter einem Dach vereinen. Die vienna-tec zielt auf den gesamten Industriemarkt für innovative Produkte, Dienstleistungen und Lösungen. Als Fachbesucher hat man vor allem Firmeneigentümer, Geschäftsführer, Betriebsleiter, Einkaufsleiter, Marketing- und Vertriebsleiter, Produktionsleiter, technische Leiter, Großund Fachhändler sowie Anwender im Auge - nicht nur aus Österreich, sondern insbesondere auch aus den Nachbarländern. Abg.z.NR Dr. Reinhold Mitterlehner (Generalsekretär Stellvertreter Wirtschaftskammer Österreich), Mag. Herbert Schweiger (Geschäftsführer Microsoft Österreich), DI Günther Jünger (Mitglied der Geschäftsleitung Intel Deutschland GmbH) und DI Wolfgang Gruber (Generaldirektor von HP Österreich) wird die Initiative nun auch in Österreich aktiv. Die Projektpartner - derzeit Microsoft Österreich, Intel und Hewlett-Packard mit Unterstützung der Wirtschaftskammer Österreich - stellen ab sofort unter eine umfassende Fördermittel-Datenbank kostenlos zur Verfügung. Diese ist auch unter sowie erreichbar. Karriere Dr. Christian Weiland, 42, wird Region General Manager der S&T Central Region. Er übernimmt diese Funktion von COO Christian Rosner, dem bisherigen Verantwortlichen für diese Region.Wie bereits im Juni angekündigt, wird Christian Rosner mit Anfang 2006 Vorstandsvorsitzender der S&T AG. Mag. Johannes Buchberger, 33, und Mag. Martin Hammerschmid, 38, verstärken das Team der Geschäftsleitung von Unisys. Beiden wurde die Prokura erteilt. Buchberger zeichnet für den Geschäftsbereich Public Sector verantwortlich, Hammerschmid für das Marktsegment Finanzdienstleistungen. Michael Herrmann- Preschnofsky, 42, ist neuer Geschäftsführer der EFP Consulting GmbH, Österreich-Tochter der kürzlich von S&T übernommenen EFP-Gruppe. Er war zuletzt als Partner und Geschäftsführer der AC Solutions EDV Beratungsges.m.b.H. & Co KG und KWP Human Capital Consulting GmbH tätig. Mag. Monika Emeresz, 40, wurde zur Marketing Managerin bei Oki Systems Österreich bestellt. Die Betriebswirtin ist in ihrer Funktion für das gesamte Marketing, vertriebsunterstützende Maßnahmen und den Eventbereich bei Oki Systems Österreich verantwortlich. Ing. Wolfgang Hein, 35, ist neuer stellvertretender Geschäftsstellenleiter des BEKO Engineering Ingenieurbüro Wien. Hein ist seit sechs Jahren bei BEKO Engineering und als Projektberater für den Bereich Technische Informatik verantwortlich. 6 monitor November 2005

7 WIR VERBINDEN, WAS SIE VERBINDET. MIT JEMANDEM, DER SIE AM LAUFENDEN HÄLT. BLACKBERRY PUSH-FUNKTION JETZT AUCH AM SONY ERICSSON P910i. Reibungslose Kommunikation mit Ihren Kollegen und Geschäftspartnern, unterwegs automatisch s und Termine erhalten, bearbeiten und beantworten können und das am besten synchron mit dem -Account im Büro das geht jetzt auch am Smartphone. Im Gegensatz zu einer klassischen -Lösung bekommt Ihr Handy mit BlackBerry von Vodafone die Mails automatisch zugestellt. So können Sie immer und überall bequem Ihre s bearbeiten und sind stets auf dem neuesten Stand beruflich und privat. ANMELDEN BIS : SONY ERICSSON P910i. Unterstützt BlackBerry von Vodafone. Schrifteingabe am Display. Vollständige Tastatur 99, bei A1 Erstanmeldung mit BlackBerry Option ** MIT DER BLACKBERRY PUSH-FUNKTION KANN JETZT AUCH IHR SONY ERICSSON P910i ERSTMALS:. s gleichzeitig im Büro-Account und am Handy empfangen und das automatisch. Unterwegs einfach Standard -Anhänge wie Word, Excel, PowerPoint und PDF lesen. Synchron mit dem Firmenserver arbeiten ***. Den Kalender mobil synchronisieren automatisch ***. Auf sichere End-to-End-Verschlüsselung zurückgreifen *** s in Echtzeit am Handy und synchron mit dem Büro. Weitere Infos zu BlackBerry von Vodafone erhalten Sie unter , bei Ihrem persönlichen Betreuer oder auf * Aktion gilt die ersten 12 Monate nach Erstanmeldung zur A1 BlackBerry Option. Aktionszeitraum bis ** Gilt bei A1 Erstanmeldung bis Mindestvertragsdauer 24 Monate. Bei Beendigung des Vertrages vor 24 Monaten erhöht sich der Gerätepreis um 79,. *** Gilt für BlackBerry Enterprise.

8 Wirtschaft News Kommentar Gemeinsame m-payment-lösung Kapsch Telematic Services GmbH ONE übernimmt ein Sechstel der paybox austria-anteile von mobilkom austria. ONE wird sich zu einem Sechstel an der paybox austria AG beteiligen, die bisher eine 100-Prozent-Tochter von mobilkom austria war. Der Handy-Bezahldienst paybox soll in Zukunft von beiden Netzbetreibern gemeinsam betrieben und weiter ausgebaut werden. Durch diese enge Zusammenarbeit von A1 und ONE beim Bezahlen mit dem Handy entsteht weltweit einer der ersten betreiberübergreifenden m-payment-standards. Die rund zwei Millionen Vertragskunden von A1 und ONE können in Zukunft die m-commerce-dienste des jeweils anderen Netzbetreibers automatisch nutzen und via Handyrechnung bezahlen. Abhängig vom Zeitpunkt der Genehmigung im Fusionskontrollverfahren sollen bereits im zweiten Quartal 2006 die ersten mobilkom austria und ONE mit paybox als gemeinsame m-payment Lösung Im Bild v.l.n.r.: Hannes Ametsreiter, Vorstand Marketing, Vertrieb und Customer Services, mobilkom austria; Jochen Punzet, Vorstand paybox austria; Jørgen Bang-Jensen, CEO ONE gemeinsamen, neuen Angebote der Öffentlichkeit präsentiert werden. Bis dahin gibt es für die bestehenden Kunden und Vertragspartner aller beteiligten Unternehmen keine Veränderung bei der Abwicklung der Zahlungen oder der technischen Anbindung der Verrechnungssysteme. Durch die Gründung der Kapsch Telematic Services GmbH erweitert Kapsch TrafficCom seine Geschäftstätigkeit. Das ist der logisch nächste Schritt in die Betreiberrolle für Telematik-Dienste. - Mag. Georg Kapsch, Vorstandsvorsitzender der Kapsch Traffic- Com AG Wir sehen in der Optimierung von Verkehrswegen sehr interessante Geschäftsoptionen für die Zukunft, zum Beispiel in Süd- und Osteuropa, erklärt Mag. Georg Kapsch. Deshalb haben wir uns entschlossen, nun auch die Betreiberrolle zu übernehmen. Kapsch Telematic Services GmbH Österreich hat seinen Firmensitz in Wien, als Geschäftsführer fungiert Dr. Walter Hecke. In der Kapsch Telematic Services GmbH verbindet sich Erfahrung aus der Errichtung internationaler Mautprojekte mit dem umfassenden Betreiber-Know-how der beiden Partner APRR und Brisa. APRR (Autoroutes Paris-Rhin- Rhône) ist der zweitgrößte französische und Europas drittgrößter Straßenbetreiber. Brisa (Brisa Access Electrónica Rodoviária) ist der größte portugiesische Straßenbetreiber und eines der größten Unternehmen Portugals. Beide Konzerne sind an der Kapsch Telematic Services GmbH zu jeweils 15Prozent beteiligt. REBOOT Der venezolanische Präsident Hugo Chavez ließ kürzlich mit einem provokanten Plan aufhorchen: Die Marken-PC der internationalen, (zumeist US-) Hersteller seien für sein Volk viel zu teuer und daher wenig verbreitet. Doch die Computerdichte in einem Land bestimme heute zu einem wesentlichen Teil die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Conrad Gruber Die Lösung: Chavez plant die Gründung eines staatlichen Computerkonzerns namens Technological Industries of Venezuela. In einem Joint-Venture mit dem bisher im Westen kaum bekannten chinesischen PCund Software-Hersteller Langchao will Chavez um mehr als fünf Milliarden eine große Computerfabrik auf die grüne Wiese bei Caracas stellen, die fortan Scharen von Menschen Arbeit geben und im Vollbetrieb PC pro Jahr ausstoßen soll.der Preis für ein Gerät soll nicht mehr als umgerechnet 300 Euro betragen. Die Idee macht zweifellos Sinn: Denn Computer müssen - zumindest nach einer staatlichen Verteilungslogik oder unter dem Blickpunkt der digitalen Entwicklungshilfe - in der Tat nicht so teuer sein wie sie derzeit immer noch sind.nicholas Negroponte,Chef des MIT Media Lab in Boston, der ein ähnliches Projekt eines 100-Dollar-Billig- Laptops mit chinesischer Linux-Software verfolgt, rechnet vor, dass die Marktpreise heute angebotener Geräte nur zur Hälfte aus Hardwarekosten und zum Rest aus Marketing- und Vertriebsaufwendungen sowie Gewinnanteilen und Steuern bestehen.verzichtet man darauf, seien Computer auch für arme Länder mehr oder weniger leistbar. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen den Ideen von Chavez und Negroponte: Der venezolanische Präsident attackiert mit seinem Staats-PC die internationalen Hersteller direkt und will sie zu mehr Wettbewerb, sprich: zu Preissenkungen, zwingen und verfolgt damit eine klare antikapitalistische Linie. Negroponte dagegen will dafür sorgen, dass sein Billig-Laptop dezidiert als Entwicklungshilfeprojekt - wie von der UNO am letzten Weltgipfel der Informationsgesellschaft gefordert - läuft und nicht am freien Markt erhältlich sein soll. Man kann gespannt sein, welche Vision sich letzten Endes durchsetzt. 8 monitor November 2005

9 Wirtschaft News CSB-Systems: 20 Jahre in Österreich CSB-Systems, deutscher ERP-Anbieter und Branchenspezialist, ist seit 20 Jahren in Österreich vertreten. CSB-Systems ist seit 1977 im Bereich der Entwicklung und des Vertriebes von spezieller ERP-Branchensoftware sowie der Unternehmensberatung tätig, vor 20 Jahren machte man den Schritt nach Österreich. Spezialisierung, Branchen-Know-how und die spiegelbildliche Abbildung aller Unternehmensprozesse in einem integrierten ERP-System sind auch hierzulande die Eckpfeiler für den Unternehmenserfolg. Viele österreichische Unternehmen aus der Prozessindustrie mit den Branchen Nahrung & Genuss, Chemie & Farben, Pharma & Kosmetik sowie aus Handel & Logistik setzen auf das CSB-System. Insgesamt werden in Österreich über 100 Kunden betreut, die vom Leitsatz des Unternehmens Von Spezialisten für Spezialisten profitieren. BestPractice-IT Award 2006 Erhöhtes Preisgeld (je Euro) und zwei neue Sonderpreise (je Euro) machen den BestPractice-IT 2006 noch attraktiver. Ab sofort startet die Bewerbungsfrist. Der BestPractice-IT Award prämiert kreative und erfolgreiche Umsetzungen von IT in Unternehmen. Die Verleihung findet im Rahmen der CeBIT 2006 in Hannover statt. Auch mittelständische Unternehmen in Österreich können am Wettbewerb teilnehmen. Aus den Bewerbungen, die eine Nominierung erreichen, werden der Best- Practice-IT Award National und International von einer unabhängigen Jury nach folgenden Kriterien vergeben: der hohe Nachahmungsfaktor für andere, die erkennbare Kreativität der Lösung, die Innovationsbereitschaft und die kontinuierliche Eigeninitiative des Unternehmens. Alle nominierten Unternehmen wird zum Besuch der Verleihung des BestPractice-IT Awards 2006 erstmals auf Anfrage eine Tageskarte für die CeBIT 2006 in Hannover zur Verfügung gestellt. Außerdem stehen den nominierten Unternehmen auf Anfrage bis zu 100 BestPractice-IT 2006-CD- ROMs und bis zu zehn BestPractice-IT 2006-Jahrbücher kostenlos zur Verfügung. Heuer werden außerdem zwei Sonderpreise verliehen: Der BestPractice-IT-Sonderpreis für den höchsten erreichten Kundennutzen. Der Preis wird an das Unternehmen verliehen, das mit der vorgestellten Lösung einen maximalen direkten oder indirekten Nutzen für Seine Kunden erreicht. Der BestPractice-IT-Sonderpreis für den größten zu verzeichnenden IT-Entwicklungssprung. Dieser Sonderpreis wird an das Unternehmen vergeben, das durch die vorgestellte Lösung den größten Vorher-Nachher-Effekt beim IT-Einsatz erzielt. MONITOR exklusiver Medienpartner MONITOR ist auch heuer wieder exklusiver Medienparter in Österreich. Als zusätzlichen Ansporn für eine Teilnahme am IT-Wettbewerb bietet MONITOR deshalb österreichischen Teilnehmern folgende Anreize:. ein kostenloses Exemplar von IT-Business in Österreich 2006 ;. ein MONITOR-Jahresabonnement;. Auflistung der österreichischen Projekte in der MONITOR-Ausgabe 3/2006, die auch auf der CeBIT 2006 verteilt werden wird;. ausführliche Berichterstattung im MONITOR, falls ein österreichischer Teilnehmer gewinnt. Details unter monitor November

10 Die Stadt gehört Dir.

11 Wirtschaft Firmenjubiläum 20 Jahre Oracle in Österreich Oracle Austria feiert sein 20 jähriges Bestehen in Österreich. Aus diesem Anlass steht der 15. November 2005 im Tech Gate Vienna ganz im Zeichen von Oracle. Die heutige Oracle Austria GmbH geht auf die Oracle Datenbanksystems zurück, die vor genau 20 Jahren gegründet wurde und deren Niederlassung sich im Dachgeschoß eines Wiener Privatwohnhauses befunden hat. Der österreichische Zweig des Unternehmens expandierte kontinuierlich, bis er 1987 in ein eigenes Büro im Wiener Donauzentrum übersiedelte. Nach einem weiteren Zwischenstopp in Floridsdorf wurde 1994 ein Büro in der Brigittenauer Lände bezogen. Mit der geographischen Standortänderung drückte sich auch ein Wandel in den Kernbereichen des Unternehmens aus, denn immer mehr wurde Oracle vom Datenbanklieferanten zum Softwarelösungsanbieter. Produktportfolio, Unternehmenskultur, Geschäftspraktiken sowie die Mitarbeiterzahl von nahezu 200 passten sich den Anforderungen des neuen Jahrtausends an. Mit der Präsentation der e-business Suite im Jahr 2000 wurde Oracle zum Anbieter einer Gesamtlösung für alle Bereiche der Industrie wurde wieder Büro gewechselt, neue Organisationsformen innerhalb der Oracle Corporation und der Wunsch nach einer effizienteren Büronutzung waren ausschlaggebend für den Umzug in den IZD-Tower. Im gleichen Jahr wurde auch die Oracle Austria GmbH gegründet. Mit der Übernahme von Peoplesoft 2004 wurde Oracle zum zweitgrößten ERP-Anbieter weltweit. Jubiläums-Event Ein informationsreiches Tagesprogramm mit zahlreichen Vorträgen und ein festlicher Abend mit aufregenden Highlights erwarten den Besucher am15. November 2005 ab Uhr im Tech Gate Vienna. Die Veranstaltung wird am frühen Nachmittag mit einem Vortrag von Dr. Thomas Müller, Profiler und Psychologe, zum Thema Kriminalpsychologische Betrachtungsweisen im IT-Zeitalter eingeleitet. Juan Rada, Senior Vice President Oracle Industries eröffnet im Anschluss mit einer Keynote das Tagesprogramm. Oracle-Kunden wie ORF GIS,Hypo Alpe Adria Leasing, Boehringer Ingelheim Austria, Hutchison 3G,HP,IT services GmbH,DB Concepts oder CSC Austria Holding kommen ausführlich zu Wort und berichten über Anwendungen mit Oracle-Produkten und -Lösungen. Am In dieser schnelllebigen Welt und noch schnelllebigeren Branche sind wir auf 20 Jahre Oracle in Österreich sehr stolz. Oracle ist nicht nur einer der ältesten, sondern auch der erfolgreichste und vor allem weltweit größte Enterprise-Software-Anbieter. Wir haben immer klar die Leadership in der Produkt-Entwicklung gehabt und den Markt dementsprechend aufbereitet. Das haben vor allem unsere Kunden sehr geschätzt. Und das haben wir auch die nächsten 20 Jahre vor. Das alles wollen wir mit dem Oracle Day 2005 feiern. - Helmut Eichert Managing Director ORACLE Austria GmbH Abend lädt Oracle Austria zum Cocktailempfang und einem After Work Clubbing in festlicher Atmosphäre. Detaillierte Informationen über die gesamte Veranstaltung finden sie auf i ORACLE IS THE INFORMATION COMPANY 20 Jahre Oracle in Österreich. Feiern Sie mit uns! Wann: 15. November 2005, ab Uhr Wo: Tech Gate Vienna, Donau-City-Straße 1, A-1220 Wien Nähere Infos: 20 years of inspiration empowering your business in Austria

12 Lösungen Krenhof Data Systems Austria Integriertes Qualitätsmanagement in der Autozulieferindustrie Der Steirischer Vorzeigebetrieb Krenhof arbeitet mit einer PPS-Lösung von DSA. In der Autozulieferindustrie sind die Regeln härter als in den meisten anderen Branchen. Es gibt nur schwarz oder weiß, perfekt oder pleite, keine Grautöne, kein durchlavieren. Dementsprechend hoch ist die Latte, die sich der steirische Metallverarbeiter Krenhof hinsichtlich Produktqualität, Liefertreue und Kundenservice selbst gesetzt hat, um die gute Position als Lieferant marktführender Hersteller wie Magna, ZF-Gruppe, MAN oder MITEC zu halten. Geschäftsführer Mag. Matthias Hartmann unterzieht alle Bereiche des Unternehmens einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Abläufe werden laufend durchleuchtet und finanz- und produktionstechnisch verbessert. Die jährliche Umsatzsteigerung von durchschnittlich zehn Prozent in den letzten 15 Jahren bestätigt diese Strategie. Die Umstellung auf eine komplett neue ERP/PPS-Lösung hatte dabei in der jüngsten Vergangenheit höchste Priorität. Gefordert wurde eine Software mit hohem Leistungsumfang im Standard, die offen für die speziellen Notwendigkeiten eines Unternehmens wie Krenhof ist. Ganz bewusst wurde daher die Entscheidung für Data Systems Austria als lokaler Anbieter getroffen, mit dessen Entwicklungsteam unmittelbar zusammengearbeitet werden konnte. Die Entscheidung für JET Orbit fiel laut Mag. Hartmann neben der Erfüllung eines umfangreichen Anforderungskataloges und weil es auch das modernste am Markt ist. Minimaler Overhead Wir hatten hochfliegende Ziele und Erwartungen und gleichzeitig große Befürchtungen. Die Zusammenarbeit ist dank einer ausgezeichneten internen Vorbereitung, der aktiven Mitarbeit von allen Abteilungen und des erfahrenen Teams bei DSA problemlos über die Bühne gegangen.wir haben in die Vorbereitung viel investiert. Der DSA Consulter war bei der Organisationsentwicklung dabei und hat unsere Anforderungen, die von allen Abteilungen kamen in die IT übersetzt, so Hartmann. Das Gesamtpaket umfasst die ERP/PPS- Software JET Orbit mit den Bereichen Vertrieb, Materialwirtschaft/ Einkauf, Kalkulation, Fertigung, Leitstand und Qualitätsmanagement mit 30 Usern sowie JET Fibu Finanzbuchhaltung und JET Pabis Personalabrechnung auf einer Windows 2003 Plattform mit SQL Server 2000 als Datenbank. Dadurch, dass ERP und Qualitätssicherung eine einzige Lösung sind, besteht eine volle Einheit von der Arbeitsanweisung über die Prüfanweisung, die Prüfaufzeichnung und BDE. - Krenhof-Geschäftsführer Mag. Matthias Hartmann Wir waren an einer Schwelle angelangt, wo ein Wachstum ohne zusätzlichen Overhead nicht möglich gewesen wäre. Durch die Einführung der JET-Software haben sich viele manuelle Routinearbeiten erübrigt und wir können den Overhead mit nur 23 Angestellten bei insgesamt 250 Mitarbeitern nach wie vor extrem niedrig halten, berichtet Geschäftsführer Hartmann. QM von zentraler Bedeutung Von zentraler Bedeutung war das Modul Qualitätssicherung bzw. Qualitätsmanagement : Durch die Erfassung aller rele- 12 monitor November 2005

13 vanten Messwerte über Qualitäts-Regelkarten und die daraus resultierende graphische Darstellungsmöglichkeit konnte die Transparenz der Fertigungsprozesse erheblich gesteigert werden. Zusätzlich zur Verfügung stehende Funktionen zur Bearbeitung von Reklamationen, tragen ebenfalls zu einer entsprechenden Qualitätsverbesserung und -sicherung bei. Für Krenhof ist dies von zentraler Bedeutung: Dadurch, dass ERP und Qualitätssicherung eine einzige Lösung sind, besteht eine volle Einheit von der Arbeitsanweisung über die Prüfanweisung, die Prüfaufzeichnung und BDE. Diese integrierte Lösung bietet enorme Vorteile! Alle Sachverhalte werden zentral aufgezeichnet und abgerufen.wir haben nur eine Oberfläche und daher auch nur eine Schulungsnotwendigkeit. In der Zulieferindustrie - am Anfang der Produktionskette - genügt es nicht, die Kundenforderungen von 100 ppm (parts per million) zu erfüllen. Es gilt in allen Fertigungsbereichen die Streuungen ständig zu verringern. Neben Investitionen in die neuesten Anlagen ist hier vor allem eine starke IT erforderlich, damit man diese Streuungen auch belegen kann.angesichts der enormen Kosten, die eine Rückholaktion einer Automobilserie verursachen würde, könnte bei über 10 Millionen Schmiedeteilen der jährlichen Krenhof-Produktion die maximal mögliche Versicherungsdeckung bei weitem übersteigen. Das Eis ist also äußerst dünn. Die in der IT abgebildete Chargenlogik, die es im Ernstfall ermöglicht, die schadhaft ausgelieferten Teile einzugrenzen, ist für ein Unternehmen wie Krenhof überlebensnotwendig. Der Warenfluss von Einkaufsteilen sowie die Bestandteile von Fertigprodukten sind in JET Orbit auf Knopfdruck lückenlos abrufbar. Flächendeckender Einsatz Mag. Hartmann zusammenfassend: Früher war die IT einem exklusiven Kreis vorbehalten. Durch die Userfreundlichkeit und die Konzeption von JET Orbit durchdringt die IT heute das gesamte Unternehmen und erhöht damit auch in der Produktion das Verständnis für Prozesse und ermöglicht schnellere und fundiertere Entscheidungen. Meine Mitarbeiter stehen heute auf einem ganz anderen Informationsniveau. Wir planen auch in Zukunft in von uns so genannte IT-Audits zu investieren, unsere Systeme in Schlüsselpunkten in gewissen Zeitabständen gemeinsam mit DSA zu überdenken und Prozesse noch weiter zu optimieren. monitor November

14 Thema VoIP-Security VoIP und Security: Wie sicher telefonieren Unternehmen? VoIP - Voice over IP - ist in aller Munde. Wichtig ist: Klarheit über den Begriff VoIP zu haben. Für Unternehmen bedeutet VoIP über ein gesichertes VPN, abgetrennt vom öffentlich zugänglichen Internet zu telefonieren und die Unternehmensprozesse zu integrieren. Oft gerühmte Vorteile sind Kostenund Zeiteinsparungen, mehr Flexibilität und Mobilität sowie Produktivitätssteigerung. Zu beachten sind die Investitionskosten sowie der Aufwand für die Migration, kritisch wird von vielen der Security-Aspekt gesehen. Christine Wahlmüller Montag, 10 Uhr, die Telefone klingeln normalerweise um diese Zeit. Plötzlich wird es unnatürlich still.telefon-ausfall im gesamten Unternehmen - Horrorszenario für jeden IT- bzw. Telefonie-Verantwortlichen. Ausfallsangst ist sicher einer der Gründe, warum der eine oder andere Betrieb doch lieber weiterhin der klassischen Festnetztelefonie vertraut. Allgemein halten Security-Befürchtungen, der Migrationsaufwand organisatorisch und finanziell, aber auch zu wenig Wissen viele Unternehmen zur Zeit noch davon ab, VoIP einzusetzen. Die Tendenz spricht allerdings dagegen. So sehen alle Anbieter einen starken VoIP-Zulauf. Wir haben heuer doppelte Verkaufszahlen, freut sich Peter Pickem, Produktmanager bei Kapsch BusinessCom. Auch die Telekom Austria stellt ganz klar ein gesteigertes Interesse und höhere Verkaufszahlen von VoIP fest. Und nicht zuletzt hat auch die Rundfunk- und Telekomregulierungsbehörde RTR im Oktober auf den Trend reagiert und Richtlinien für Anbieter von VoIP-Diensten sowie FAQs zu VoIP veröffentlicht (abrufbar unter Dabei wurde von der RTR vor allem ein Klassifizierung vorgenommen: Klasse A umfasst alle VoIP-Dienste, die Zugang ins bzw. vom klassischen Telefonnetz ermöglichen, zur Klasse B gehören die (unregulierten) Internet-Only -VoIP- Dienste. Eine Bewertung der VoIP-Dienste im Hinblick auf den gesamten Telefoniemarkt fehlt allerdings. Diese Frage werde erste im Zuge der anstehenden Novellierung der Telekommunikationsmärkteverordnung (TKMVO 2003) voraussichtlich noch heuer behandelt, betonte RTR-Chef Georg Serentschy, der gleichzeitig zusammenfassend feststellte: VoIP, die Sprachkommunikation über IP-basierte Netze, stellt zunehmend eine Alternative zur herkömmlichen Sprachtelefonie dar. Anbieter: IP-Telefonie ist sicher Ein Punkt, der sowohl VoIP Anbieter wie Telekom Austria, Kapsch BusinessCom, Siemens oder Inode sowie Hardware-Lieferanten wie Cisco, Nortel Networks oder Alcatel freut - um nur einige zu nennen. VoIP ist heute eine weit ausgereifte Technologie, welche die Integration in professionelle Business-Applikationen zulässt. Man muss jedoch klar zwischen VoIP über das öffentliche Internet (klassisch: Skype, Anm.d.Red.) und VoIP innerhalb einer modernen Unternehmensvernetzung (VPN) unterscheiden, betont Rainer Kalkbrener, Leiter Business Solutions bei der Telekom Austria. Letztere wird bei der TA IP-Telefonie genannt. Moderne IP-Telefonie- Lösungen sind heute zumindest genauso sicher wie traditionelle TK-Anlagen, wenn sie von dafür ausgebildeten Technikern aufgebaut bzw. konfiguriert wurden sowie laufend betrieben werden, räumt Kalkbrener Security-Ängste zur Seite. Abhörversuche im VPN können durch zweierlei Maßnahmen verhindert werden, meint der TA-Experte. Einerseits durch die logische Trennung der Sprachkommunikation und der Datenkommunikation durch eine VLAN-Konfiguration, andererseits durch den Einsatz von Secure Tongle, einem integrierten Bestandteil des Call Controllers, wodurch die End-to-End-Verschlüsselung der Sprache über das gesamte Datennetzwerk sichergestellt wird. Insgesamt sorgt der MPLS-Backbone der TA für ein 14 monitor November 2005

15 Die passende Software und alle Infos, um Ihr Netzwerk optimal zu schützen, finden Sie unter MICROSOFT.COM/AUSTRIA/SECURITY/IT Microsoft Windows XP Service Pack 2: Holen Sie sich den GRATIS DOWNLOAD und damit mehr Kontrolle über Ihr System. So verbessern Sie proaktiv den Schutz gegen potenzielle Gefahren. GRATIS Tools & Updates: Mit kostenloser Software wie Microsoft Baseline Security Analyzer gehen Sie sicher, dass Ihre Systeme immer auf maximale Sicherheit konfiguriert sind. Und mit den Windows Server TM Update Services managen Sie ganz einfach sämtliche Software Aktualisierungen. Microsoft Sicherheitscheck: Führen Sie diese kostenlose Selbstüberprüfung durch. Sie hilft Ihnen die Sicherheitslücken in Ihrem Unternehmen zu evaluieren und schafft Raum für Verbesserungen. Kostenlose Sicherheitsmeldungen: Abonnieren Sie unsere Sicherheitsmeldungen. Sie erhalten regelmäßig aktuelle Einschätzungen über die Bedrohung durch Viren, Tipps zur Risikominderung sowie Informationen über die Verfügbarkeit von Aktualisierungen Microsoft Corporation. All rights reserved. Microsoft, Windows, and Windows Server are either registered trademarks or trademarks of Microsoft Corporation in the United States and/or other countries.

16 Thema VoIP-Security Höchstmaß an Sicherheit. Alle IP-Telefonie-Lösungen der TA sind mit integrierten Ausfallskonzepten für das VPN und die Applikationen ausgestattet.auch bei einem Leitungsausfall ist die uneingeschränkte Erreichbarkeit von innen und außen daher sichergestellt, fügt Kalkbrener hinzu. Security-Policy notwendig Die Telefonanlage ist in einem IP- Umfeld auch ein Server und sollte entsprechend vor Zugriffen und Angriffen geschützt sein. - Ing. Peter Pickem, Produktmanager Data & Voice Solutions, Kapsch Business Com Ebenso keine Security-Hindernisse für die Realisierung von VoIP sieht Peter Pickem von Kapsch BusinessCom: Generell kann gesagt werden, dass durch die Kombination verschiedenster Sicherheitsmechanismen - z.b. private IP-Adressierung, VLAN, Firewall usw. - eine VoIP-Installation sehr sicher ausgeführt werden kann. Pickem räumt aber ein: Viele Unternehmen betrachten die Sicherheit zu wenig und erleben oft böse Überraschungen. Eine vernünftige Security-Policy für Unternehmen ist auch bei VoIP bzw. bei jeglicher Kommunikation zu berücksichtigen. Vor allem, wenn man die Vorteile der IP- Kommunikation wie z.b. die Mobilität nutzen möchte, rät Pickem, sollte man sich über die Sicherheitsanforderungen im Klaren sein. Die Telefonanlage ist in einem IP-Umfeld auch ein Server und sollte entsprechend vor Zugriffen und Angriffen geschützt sein, hält Pickem unmissverständlich fest. Hier gelte es sowohl externe als auch interne Angriffe abzuhalten. Schutzmaßnahmen gebe es genügend.wenn die genannten Faktoren bei der Security-Policy beachtet würden, dann ist bereits ein gewisses Maß an Sicherheit erreicht, so Pickem. Ein Restrisiko bleibt immer, zumeist handelt es sich ja um interne Personen, also Mitarbeiter, die geschäftsschädigend agieren, räumt Josef Jarosch, Leiter des Bereiches Communications Enterprise (COM E) der Siemens AG Österreich, ein. Er sieht einen ganz einfachen Grund, warum viele Unternehmen vor VoIP zurückschrecken: Viele erleben das in der Praxis, das Telefon funktioniert immer, das Outlook nicht, da ist der logische Schluss natürlich, bei der IP-Telefonie habe ich sicher nicht die gleiche Verfügbarkeit wie heute. Trotzdem seien die Ängste unbegründet, betont Jarosch. Die Security-Anforderungen sind bei der IP-Telefonie erfüllt, aber doch eine größere Herausforderung als zum Beispiel bei der klassischen Festnetztelefonie, wichtig sei neben den allgemein üblichen Schutzmaßnahmen die Verschlüsselung bei der Daten- und Sprachübertragung. Kritiker bemängeln Security Die Security-Anforderungen sind bei der IP-Telefonie erfüllt, aber doch eine größere Herausforderung als zum Beispiel bei der klassischen Festnetztelefonie. - Josef Jarosch, Leiter des Bereiches Communications Enterprise (COM E), Siemens Österreich Moderne IP- Telefonie-Lösungen sind heute zumindest genauso sicher wie traditionelle TK-Anlagen, wenn sie von dafür ausgebildeten Technikern aufgebaut bzw. konfiguriert wurden sowie laufend betrieben werden. - Mag. Rainer Kalkbrener, Leitung Business Solutions, Telekom Austria Ganz im Gegensatz zu den Anbietern sehen Kritiker sehr wohl Security-Probleme. So warnt ein Sicherheitsexperte im Interview für den deutschen Branchendienst voipprofi.de, dass keines der beiden Protokolle H.323 und SIP die hohen Anforderungen für eine hundertprozentige Abhörsicherheit von Unternehmen erfüllen kann.von dem Einsatz von VoIP-Techniken in sensiblen Bereichen rät er daher ab. Angriffspunkte gibt es laut Meinung der Kritiker genug. So könnte z.b. der Provider bestimmte Gespräche aufzeichnen und wohin auch immer weiterleiten. Damit wird das große, weite Feld des Datenschutzes eröffnet. Wie sicher ist dann noch, dass sensible Gespräche nicht an Unbefugte gelangen? Gegenargument der VoIP-Befürworter: Auch bei der klassischen Festnetztelefonie ist man beileibe nicht sicher, nicht abgehört zu werden. Trotzdem, das Thema Abhören hält sich hartnäckig. Erst jüngst warnte das Bonner Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor Datenspionen, die gezielt BlackBerry-Geräte abhören. Das ist natürlich Wasser auf den Mühlen vieler Unternehmen, die ohnehin vor dem Einstieg in die VoIP-Technologie zurückschrecken. Dabei lässt die neue Technologie bei aller kritischer Vorsicht viele hervorragende, in der Praxis brauchbare Nutzungsmöglichkeiten zu Nutzen, Vorteile und Möglichkeiten Beinahe nur um die Vorzüge und Möglichkeiten von IP-Telefonie ging es bei einem Seminar, veranstaltet von LSZ-Consulting Anfang Oktober in Wien. Conferencing, Instant Messaging, Präsenz Information, Document Sharing und User Mobilität, zählte Peter Pickem bei besagter Veranstaltung als Vorteile von VoIP auf. Siemens wiederum bewarb unter dem Schlagwort lifeworks -Strategie die Vorzüge wie Mobilität, Flexibilität, Kosteneinsparung und Produktivitätssteigerung bei gleichzeitig mehr Freizeit für den User. Jedes Unternehmen kann selbst Tempo und Ausprägung der IP-Telefonie-Lösung bestimmen, betonte Josef Jarosch von Siemens Communications. IP-Voice ist ein Produktivitäs-Enabler und die zentrale Technologie, so Rainer Kalkbrenner von der Telekom Austria. Generell ist eine Migration zur VoIP-Technologie dann sinnvoll, wenn etwa zu einem neuen Firmenstandort übersiedelt wird oder ein klarer ROI erkennbar ist. Bei Großunternehmen kann die VoIP-Technologie durch die Einbindung in Datenbank-Applikationen, durch die Vermeidung von Medienbrüchen, durch Möglichkeiten der Prozessoptimierung und durch das zentrale Management des CallControllers über alle Standorte sowie das Ausnützen von Netzkonvergenzen einen wesentlichen Mehrwert schaffen, listete Kalkbrener einige Pluspunkte auf. 16 monitor November 2005

17 Thema VoIP-Security Realisierte VoIP-Lösungen Auch der Mittelstand kann eine aktive, innovative Rolle bei der Umsetzung von VoIP spielen. So nannte Kalkbrener als Beispiel die VoIP-Lösung für das 70-Mitarbeiter zählende Brennstoff-Unternehmen Colpack mit fünf Firmenstandorten. Hier ging es vor allem um eine Optimierung der Erreichbarkeit. Mit der neuen IP-Telefonie-Lösung (Cisco Call Manager, Sonorys IP Contact Center) gelange ein Anruf immer zu dem gerade freien, kompetenten Mitarbeiter. Weiters haben der Elektrohändler Cosmos, Suzuki Austria, das Reisebüro Springer oder Greco ihre Vorstellung von IP-Telefonie mit den Experten der Telekom Austria in die Praxis umgesetzt. Auch Kapsch BusinessCom hat bereits einiges an VoIP-Projekten unter Dach und Fach gebracht. Als Beispiel nennt Peter Pickem AT&S mit zentralem IP-Telefonieserver (Cisco Call Manager) für Österreich und internationalen Standorte in Deutschland und Indien. Derzeit sind bei AT&S 500 IP-Teilnehmer eingebunden (inkl. Netzwerk und Applikationen). So konnte eine deutliche Kosteneinsparung durch zentrales Management, einheitliches Netzwerk und zentralisierte Ressourcen erzielt werden. Andere Kapsch BusinessCom-VoIP- Kunden sind IKEA Österreich (IP-Vernetzung aller Standorte und neue Standorte komplett auf IP-Basis mit Nortel Networks) oder das Rote Kreuz Wien (IP Vernetzung und Einbindung von mobilen Nebenstellen auf Basis Ericsson). Siemens Communications hat für Fiducia, dem größten IT-Dienstleister der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken, eine SIP-basierte HiPath8000-Kommunikationslösung (www.siemens.com/hipath) realisiert, die VoIP- und Callcenter-Dienste, Unified Messaging und CTI-Integration umfasst und von Usern bei den Banken verwendet wird. Mit der neuen Kommunikationslösung werden laut Angabe von Siemens rund 15 bis 20 Prozent Kosten bei den Volks- und Raiffeisenbanken eingespart. Andere HiPath-Kunden sind u.a. BMW, Daimler- Chrysler, die Deutsche Bank, SAP, IBM oder Kodak, österreichische Kunden sind beispielsweise Georg Fischer Automative sowie die Stadtgemeinde Hohenems. Viele VoIP-Veranstaltungen Eines steht fest: Viele Unternehmen überlegen jetzt, inwieweit VoIP für sie sinnvoll sein könnte. Da kommen Veranstaltungen wie besagtes VoIP-Seminar von LSZ-Consulting gerade recht. Nicht von ungefähr boomen VoIP-Veranstaltungen und die Säle sind meist bis zum letzten Sitzplatz gut gefüllt. Auch bei unseren Nachbarn in Deutschland übrigens ist VoIP zur Zeit der große Renner. Am 30. November findet die VoIP Germany 2005 in Frankfurt statt (www.voipgermany2005.de).wer sich jetzt informieren will, sollte die vielen Chancen nützen, um sich ein möglichst umfassendes, objektives Bild zu verschaffen. Eine aktuelle Forrester-Studie vom Mai 2005 zum Thema VoIP sieht jedenfalls Europas Groß-Unternehmen eher noch vorsichtig abwartend.von 305 befragten europäischen Unternehmen mit mehr als Mitarbeitern nutzen die Hälfte IP-Telefonie überhaupt nicht, und nur ein Drittel plant, in Zukunft in VoIP zu investieren.

18 Thema VoIP-Security Hallo, wer spricht denn da? VoIP und SIP-Sicherheit Inzwischen sind es bereits zirka 70 Prozent aller Informationen in einem Unternehmen, die elektronisch kommuniziert, verbreitet und gespeichert werden. Die Verantwortung für den Umgang und die Verwendung dieser Informationen liegt zu 100 Prozent beim Unternehmen selbst. Andrew Graydon Das Internet zu nutzen, ist längst integraler Bestandteil des Geschäftsalltags. Dazu gehören neben jetzt zusätzlich Applikationen wie Instant-Messaging, Sprach-Daten-Integration, Video-Streaming, Video-Konferenzen, alle Arten von Follow-me Anwendungen und vor allem VoIP-Services im kommerziellen wie privaten Umfeld. Kosten und Ressourcen in konvergenten Netzwerken einzusparen ist nur eine Seite; gleichzeitig bedeutet eine Schwachstelle ein Risiko für alle Bereiche im Netzwerke. Gefährdet sind geistiges Eigentum, Markenidentität und Image eines Unternehmens im Bruchteil einer Sekunde. Bisher sind Sicherheitsmanagement-Tools noch nicht konzipiert, um solchen Überkreuz-Infektionen wirksam vorzubeugen. VoIP und SIP = Sicherheitsrisiko? Parallel dazu mehren sich allerdings Bedenken aus unterschiedlichen Richtungen, was die Sicherheitsaspekte im Hinblick auf das VoIP-Services zugrunde liegende Session Initiation Protocol, kurz SIP, betrifft. Dieses Nimmt man alle Faktoren zusammen, sind SIP-Telefonate deutlich anfälliger für vielfältige Angriffe. - Andrew Graydon, CTO Borderware Protokoll ist strukturell den Web- und Protokollen verwandt, was den Schluss nahelegt, dass wir in Kürze ähnliche Bedrohungsszenarien zu erwarten haben, wie wir sie aus der IP-Welt kennen. Sie richten sich gegen die Verbindung selbst, nutzen aber ebenso Schwachstellen auf der Applikations-Ebene. Beispiele sind SIP-SPAM, Fälschen oder Vortäuschen von Identitäten, Abhören oder Umleiten von Verbindungen, Voic -Bomben, also eine Überflutung der Mailbox mit unerwünschten Nachrichten, Verändern der Nachrichteninhalte, Buffer Overflows, Denial-of-Service-Attacken und Überfluten des SIP-Registrars. SIP-SPAM zielt dabei auf die Instant-Messaging-Funktionen innerhalb des Protokolls. So werden entweder massenhaft Nachrichten zugestellt, die Aufnahme in die Kontaktliste erfragt oder in Telemarketing-Manier massenhaft Invite-Anfragen gestellt, eine ausgesprochen kostengünstige Variante für SIP-Spammer. Endgerät sendet Invite -Aufforderung Die Folgen sind vielfältig: Teilnehmer sind nicht mehr erreichbar oder Anrufbeantworter-Funktionen werden komplett lahm gelegt. Eine große Zahl von Voic s kann zusätzlich das komplette Mailsystem beeinträchtigen, oder man ist schlicht nicht mehr in der Lage, wichtige Nachrichten aus der eingegangenen Flut zuverlässig auszufiltern. Welche Konsequenzen es hat, wenn falsche Identitäten vorgetäuscht und Nachrichten entsprechend manipuliert werden, ist im öffentlichen Bewusstsein spätestens seit der Vielzahl aktueller Phishing- Attacken präsent: Scheinbar vertrauenswürdige Gesprächspartner bekämen Zugang zu 18 monitor November 2005

19 sensiblen Daten und Informationen. Ein wenig wünschenswertes Szenario. Auch Eingriffe in das SIP-Registrar können fatale Folgen haben: Verzichtet man hier auf eine starke Authentifizierung, können Angreifer die jeweiligen SIP-Anwender aus der Registrierung nehmen. Damit sind sie de facto nicht mehr erreichbar. Umgekehrt können unzählige zusätzliche, nicht legitime Registrierungen vorgenommen werden. Gleichzeitig können solche Nachrichten dazu benutzt werden, Gespräche beim Aufbau umzuleiten, bestehende Verbindungen zu manipulieren oder abzubrechen. Innovative Technologien - innovative Sicherheitsmaßnahmen Traditionelle Sicherheitstechnologien wie Authentisierung,Authentifizierung oder Virtual Private Networks (VPN) haben für die VoIP-Kommunikation deutliche Nachteile und wurden nicht für eine dynamische Echtzeit-Kommunikation auf der Basis von SIP entwickelt.wenn wir eine einfache VoIP-Anwendung mit unserer gebräuchlichen Telefonpraxis vergleichen, gehen wir davon aus, dass wir jeden uns bekannten Anschluss in der Welt erreichen können. Die technische Abwicklung überlassen wir den verschiedenen Providern und unterstellen dabei, dass die technischen und gesetzlichen Voraussetzungen uns weitgehend vor einem Abhören der Gespräche schützen. Auch wenn das technologisch machbar wäre. Beim selben Szenario eines SIP-Telefonats kann man aber nicht annähernd von einem vergleichbaren Sicherheitslevel ausgehen. Packet Sniffer, mit denen sich Gespräche abhören und in der Folge wie geschildert manipulieren lassen, sind leicht zugänglich. Zudem existiert bisher keine eindeutige gesetzliche Regelung. Und selbst in die Endgeräte direkt implementierte IP- Sec-Maßnahmen bieten keinen Schutz vor Angriffen innerhalb des jeweiligen Provider-Netzes. Nimmt man alle Faktoren zusammen, sind SIP-Telefonate deutlich anfälliger für vielfältige Angriffe. Fazit Es ist offensichtlich, dass SIP unsere Kommunikationsstrukturen substantiell verändern wird. Wir werden in Kürze eine Nachrichteninfrastruktur zur Verfügung haben, die in Echtzeit Sprach-, Daten-,Video- und Multimediaapplikationen verbindet. Um die Vorzüge der neuen Technologie nutzen zu können, müssen Unternehmen einen realistischen Blick auf die mit SIP einhergehenden Sicherheitsanforderungen werfen. Neue Technologien wie SIP- Firewalls - z.b. die SIPassure von Borderware Technologies - sind ein sinnvoller Ansatz, den speziellen Bedrohungen im SIPund VoIP-Umfeld zu begegnen. Die Produkte von BorderWare werden in Österreich über den Security-Spezialisten Client- Server vertrieben.

20 Thema VoIP-Security Vorteile der IP-Telefonie überwiegen Sicherheitsrisiken Nicht nur Privatpersonen, sondern auch immer mehr Unternehmen steigen auf Voice over IP (VoIP) um. Mit VoIP lässt sich nicht nur das Gebührenaufkommen drosseln, es lassen sich auch die Arbeitsabläufe schneller und effektiver gestalten. Christoph Künkel Außerdem verspricht die neue Technologie den Firmen mehr Flexibilität. Kaum jemand glaubt deshalb noch ernsthaft an die Zukunft des klassischen Festnetzes. Die Geschichte hat aber gezeigt, dass mit dem Durchbruch einer technologischen Neuerung Überlegungen zur Sicherheit eine größere Rolle spielen. Das gilt für das Internet ebenso wie für die mobile Datenkommunikation und jetzt eben auch für VoIP - und zwar zu Recht. In technischer Hinsicht ähnelt VoIP dem Versenden von s. Nur werden hier keine Textnachrichten über die Datenleitungen verschickt, sondern Sprachpakete. Das hat mit Datenaustausch zwischen Computern mehr zu tun als mit der herkömmlichen Telefonie.Viele der denkbaren Bedrohungen - Spam über Internet-Telefonie oder kurz Spit, Spoofing, also das Vortäuschen falscher Identitäten für mögliche Phishing- Zwecke oder Denial-of-Service-Attacken (DoS) - sind deshalb im Grunde alte Bekannte aus der -Kommunikation. Diskutiert werden zwar auch eine Reihe neuer Bedrohungsszenarien - Registration Hijacking ermöglicht dort, wo starke Authentifizierung fehlt, die massenweise Umleitung von Rufnummern, Cancel bezeichnet die böswillige Beendigung einer Suchanfrage oder eines Rufaufbaus, was zu Unerreichbarkeit führen kann. Insgesamt schafft VoIP aber kaum wirklich neue Risiken, sondern führt viel eher eine neue Komplexitätsebene ein und erhöht die Zahl der möglichen Fehlerquellen. Letzten Endes ist VoIP eine Anwendung wie jede andere, die im Firmennetz läuft, und kann deshalb auch durch entsprechende Abwehrmaßnahmen geschützt werden. Logische Trennung des Sprach- und Datenverkehrs Wer die richtigen Maßnahmen ergreift, kann mit VoIP heute mindestens so sicher telefonieren wie mit der herkömmlichen Technologie. - Christoph Künkel, Director Product Management der innovaphone AG Anwender, die VoIP im Unternehmen einsetzen wollen,sollten allerdings ein paar Empfehlungen beherzigen. So sollten Sicherheitsaspekte bereits bei der Entwicklung des Konzepts berücksichtigt werden. Dazu gehört die logische Trennung des Sprach- und Datenverkehrs, etwa mithilfe von virtuellen LANs. Damit das Firmennetz nicht mit störenden Inhalten überschwemmt wird, sollte das LAN mit DoS-Abwehrmechanismen ausgestattet sein.zum Schutz vor ungebetenen Lauschern sollten die Anwender - zumindest bei heiklen Sprachübertragungen - Verschlüsselungsmaßnahmen ins Netz implementieren. Alternativ können IPsec-VPNs für mehr Abhörsicherheit sorgen. Um Hackerangriffe zu vermeiden, empfiehlt es sich, eine starke Zugangskontroll- und Authentifizierungslösung für das VoIP-System zu installieren. Intrusion-Detection- und Zertifizierungssysteme können Spit-Viren vor dem Eingang zum Firmennetz abwehren. Übrigens sind auch autarke IP-Telefonie-Systeme auf dem Markt, die weitaus weniger verwundbar sind als Systeme, die auf einem Server unter Windows oder Linux laufen. Ansonsten gilt für die VoIP-Sicherheit, was auch für andere Anwendungen im Netz richtig ist: Standardpasswörter für die VoIP-Anlagen und die IP-Telefone sollten geändert werden. Zudem müssen regelmäßig neue Patches aufgespielt werden. Die Fernwartung und das Management der Systeme von außen sollte nur über eine geschützte Verbindung erfolgen. Fazit Kein Zweifel, auch VoIP ist nicht frei von Sicherheitsrisiken, genauso wenig übrigens wie die herkömmlichen Telefonanlagen.Denn auch schon in der Vergangenheit ließen sich Gespräche abhören,tk-anlagen hacken oder Telefondienste missbrauchen. Das gerät bei der aktuellen Diskussion um die VoIP-Sicherheit zuweilen in Vergessenheit. Doch auch wenn Attacken auf IP-Telefonie-Systeme derzeit noch rar sind - wer mit dem Gedanken spielt, auf VoIP umzusteigen, ist gut beraten, sein Netz vorher auf Herz und Nieren zu überprüfen.wer die richtigen Maßnahmen ergreift, kann mit VoIP heute mindestens so sicher telefonieren wie mit der herkömmlichen Technologie. Mehr Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter 20 monitor November 2005

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