Regionale und Kommunale Energiekonzepte im Kontext der Energiestrategie 2030

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1 Regionale und Kommunale Energiekonzepte im Kontext der Energiestrategie 2030 Landtag Brandenburg Kommunalpolitisches Forum ZAB-Energie, Dr. Peter Eulenhöfer,

2 Gliederung ZAB Energie Energiepolitische Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene Brandenburgs Energiestrategie 2030 Fördermöglichkeiten Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Kommunale Energiekonzepte Umsetzung Dr. Peter Eulenhöfer 2

3 Standort- und Strukturentwicklung Innovation und Services Industrie Verkehr, Mobilität und Logistik IKT, Medien und Kreativwirtschaft Gesundheitswirtschaft Außenwirtschaft/ Europaservice Innovation, Existenzgründung RegionalCenter Energieberatung Energiestrategie Cluster Energietechnik Dr. Peter Eulenhöfer 3

4 Gliederung ZAB Energie Energiepolitische Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene Brandenburgs Energiestrategie 2030 Fördermöglichkeiten Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Kommunale Energiekonzepte Umsetzung Dr. Peter Eulenhöfer 4

5 EU Bund Strategie 2020 Roadmap 2050 Erneuerbare Energien: 20 % Anteil Endenergie bis 2020 Reduzierung Primärenergieverbrauch um 20 % bis 2020 Energiebinnenmarkt Horizont 2020: sichere, saubere und effiziente Energie EFRE 2014 ff.: 20 % der Mittel für CO2-Reduzierung European Energy Award Energiekonzept 2050 (09/10) und Energiepaket (06/11) Stromerzeugung 2050 zu 80 % aus Erneuerbarer Energie Netzausbau: NEP 2012, Bundesbedarfsplan und NABEG Energieforschungsprogramm KfW-Programme für Unternehmen KfW-Investitionskredit für Kommunen KfW-Investitionskredit für kommunale Unternehmen KfW-Programm Energetische Stadtsanierung Dr. Peter Eulenhöfer 5

6 Gliederung ZAB Energie Energiepolitische Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene Brandenburgs Energiestrategie 2030 Fördermöglichkeiten Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Kommunale Energiekonzepte Umsetzung Dr. Peter Eulenhöfer 6

7 Energiestrategie 2030: Zielviereck Umwelt- und Klimaverträglichkeit Wirtschaftlichkeit Energiepolitisches Zielviereck Versorgungssicherheit gesellschaftliche Akzeptanz Dr. Peter Eulenhöfer 7

8 Energiestrategie 2030: Quantitative Ziele Senkung des Endenergieverbrauchs um ca. 23 % (auf 220 PJ) gegenüber 2007 Senkung des Primärenergieverbrauchs um 20 % (auf 523 PJ) gegenüber 2007 Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch auf 32 % (170 PJ) Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch auf rechnerisch 40 % (88 PJ)* Rechtzeitige Ausweisung der erforderlichen Windeignungsgebiete zur Sicherung von 2 % der nutzbaren Landesfläche Reduktion der absoluten CO2-Emissionen um 72 % (auf 25 Mio. t) gegenüber 1990 Dr. Peter Eulenhöfer 8

9 Energiestrategie 2030: Handlungsfelder und Maßnahmebereiche Effiziente Energienutzun g Öffentliche Hand & öffentlicher Raum Private Haushalte Industrie, Gewerbe Verkehr/ Mobilität Rahmenbedingungen der Landesenergiepolitik Nachhaltige Erzeugung aus Erneuerbaren Energien Solarenergie Bioenergie Windenergie Sonstige Effiziente CO 2 - arme konventionelle Erzeugung Konventionelle Strom- und Wärmeerzeugung (KMK) CO 2 -Abscheidung, Transport, Speicherung & Verwertung Beteiligung und Transparenz Forschung und Entwicklung Intelligente Übertragung, Verteilung und Speicherung Übertragungsund Verteilnetze Systemmanagement & Energiespeicherung Dr. Peter Eulenhöfer 9

10 Gliederung ZAB Energie Energiepolitische Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene Brandenburgs Energiestrategie 2030 Fördermöglichkeiten Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Kommunale Energiekonzepte Umsetzung 10

11 RENplus - ILB 11

12 Förderung EE durch das Land Brandenburg Um die EE und die effiziente Energieverwendung voranzutreiben, hat der Bund und das Land Brandenburg Fördermöglichkeiten generiert: BMU KSI Klimaschutzinitiative, Quartierskonzepte Land Brandenburg RENplus Förderprogramm (Richtlinie zur Förderung des Einsatzes EE und E-effizienz) Regionale und kommunale Energiekonzepte Investitionsförderung Übersicht über die Fördertatbestände aus RENplus o Erhöhung der Energieeffizienz o Investitionen in Wärmepumpensysteme o Anlagen der Kraft - Wärme - Kopplung o Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz in Prozessabläufen der gewerblichen Wirtschaft o Verstärkter Einsatz Erneuerbarer Energien o Innovative und effiziente Lösungen zur Energieerzeugung, -anwendung und - versorgung o Erarbeitung von Konzepten und Studien o Im Einzelfall Veranstaltungen zur Umsetzung der Energiestrategie o Einführung eines betrieblichen Energiemanagementsystems nach DIN EN soweit nicht gesetzlich vorgeschrieben 12

13 Beschluss des Landtages Brandenburg im März 2010 Grundsatz Regionalisierung: Die Landesregierung unterstützt regionale Energiekonzepte auf der Ebene der regionalen Planungsgemeinschaften und in Städten und Gemeinden. Ziel ist ein System lokaler und regionaler Initiativen, das die Ziele der Klima- und Energiepolitik des Landes befördert Fördertatbestand: Energiekonzepte im Förderprogramm RENplus des MWE Pkt. 2.4 der Richtlinie des MWE Zuschüsse bis zu 75 % der Gesamtkosten ( ) für Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Zuschüsse bis zu 75 % (bzw ) für Kommunale Energiekonzepte (Nachweis von Eigenmitteln in Höhe von je 25 %) Förderung der Umsetzung der REK in den RPG mit jeweils

14 Status installierte Windenergie in Deutschland per Zuwachs Brandenburg 110 MW innerhalb eines Jahres 14

15 2. Energiestrategie 2030 des Landes Brandenburg Stand der EE in Brandenburg Aktuell inst. Lstg. Windenergie MW mit Anlagen (50Hertz ) das sind 63 % Ziel 2020, von MW und 45% Ziel 2030 von MW sowie 15,8% der deutschlandweit inst. Leistung Aktuell inst. Lstg. PV MW (50Hertz Stand ) von MW Ziel 2020 (80% erreicht) von MW Ziel 2030 (62% erreicht) Biomasse soll 49 PJ am Gesamtanteil der EE erreichen, das entspricht einem Anteil 41 % Brandenburg ist Energieexport und - transitland Stromexport aus BB über 50 %, Export von Raffinerieprodukten über 60 % Eckpfeiler der Versorgungssicherheit in Deutschland 15

16 Gliederung ZAB Energie Energiepolitische Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene Brandenburgs Energiestrategie 2030 Fördermöglichkeiten Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Kommunale Energiekonzepte Umsetzung 16

17 Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Regionale Planungsgemeinschaften sind Instrumente der Landesplanung entwickeln Verkehrskonzepte erstellen räumliche und sachliche Teilpläne zur Rohstoffsicherung und Windenergienutzung sind Ansprechpartner, wenn es um energetische Nutzung von Flächenpotential (Frei- oder Konversionsflächen) für Photovoltaik geht erhalten Unterstützung durch das Land bei der Erarbeitung Regionaler Energiekonzepte als Beitrag zur Umsetzung der ES 2030 in der Region Fazit: die Erarbeitung der REK erhält unter ihrer Leitung genau den Input, der für eine ganzheitliche Betrachtung und Einbeziehung sowie den nachhaltigen Einsatz der EE ausschlaggebend ist. 17

18 Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Voraussetzung: Politischer Beschluss der Regionalversammlung Pflichtaufgaben: Erhebung energie- und CO 2 -relevanter Daten bei EVU, Kommunen und nachgeordneten Institutionen der Ministerien, Vergleichbarkeit der Daten mit den anderen Regionalen Energiekonzepten Brandenburgs herstellen Mitwirkung bei der Entwicklung kommunaler Energiekonzepte Ermittlung der Potentiale zur CO 2 - und Energieeinsparung und zur Kraft-Wärme-Kopplung Darstellung von Szenarien für den Ausbau Erneuerbarer Energien in der Fläche wie Windenergie, PV und Biomasse sowie im Gebäudebereich Erarbeitung von Voraussetzungen zur Übernahme der erfassten Daten auf einem zentralen Server und zur Fortschreibung und Auswertung der Ergebnisse Erarbeitung unterschiedlicher Szenarien und Handlungsfelder pro Region um Wirtschaftlichkeit, Sozialverträglichkeit beim Ausbau EE zu verdeutlichen/darzustellen 18

19 Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Aktueller Stand: Die Regionalen Planungsstellen haben den Prozess seit Januar 2011 organisiert und eigene Leistungen/ Arbeitspakete z.b. Ermittlung des Windenergiepotential und Öffentlichkeitsarbeit übernommen Die RPS haben weitere Leistungen an Gutachter vergeben wie z.b. die - gesamte Datenerhebung und deren kartographische Darstellung - Untersuchung der zukünftigen Energieversorgung anhand verschiedener Options-Modelle in ausgewählten Kommunen, - die Darstellung unterschiedlicher Szenarien beim Ausbau der EE Die ZAB hat Arbeitsgruppen eigerichtet, die die Erarbeitung der REK begleiten und unterstützen Die Prozesse verlaufen in den einzelnen Planungsregionen zeitlich und inhaltlich differenziert Die Phase der Datenerhebung und -aufarbeitung war mit einem immensen Zeitaufwand verbunden, die Auswertung der Daten ist noch nicht abgeschlossen und die Fortschreibung der Daten sowie die Form Darstellung auf einem gemeinsamen Server wird noch diskutiert 19

20 Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen 20

21 Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen 21

22 Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen 22

23 Kernaussagen der REK Durchführung von Maßnahmen zur Energieeinsparung, vor allem im Gebäudebereich, Handlungsbedarf im Bereich Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch auch unter dem Gesichtspunkt der Ersatzes fossiler durch erneuerbare Energieträger Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten und Bürgerbeteiligungen verstärkte Anstrengungen bei Netzausbau und Speicherung Erhöhung der Akzeptanz gegenüber erneuerbaren Energien die Integration der Braunkohlenverstromung in das regionale Energiekonzept Lausitz- Spreewald eine wichtige Rolle. Vor dem Hintergrund der CO2-Problematik ergibt sich eine besondere Herausforderung an Forschung und Entwicklung (z. B. innovative Kraftwerkstechnologien, stoffliche Nutzung). Insgesamt lassen Zwischenergebnisse erwarten, dass Ziele der Energiestrategie 2030 (Senkung Endenergieverbrauch um 23 % bis 2030, Erhöhung Anteil Erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch auf 40 %, Senkung der CO2-Emissionen um 72 % gegenüber 1990) auf der Basis der Regionalen Energiekonzepte erreicht werden können auch im Hinblick auf die in den Konzepten formulierten Handlungsschwerpunkte 23

24 Wie geht es weiter Die REK in den Planungsregionen werden im ersten Halbjahr 2013 fertiggestellt sein. Bei der Umsetzung sind wir alle gefordert auch Sie können sich einbringen und Kontakt zu den Akteuren aufnehmen, die für die Umsetzung der REK bei den RPG angesiedelt sind. Abschlusskonferenz REK am in der ZAB: Alle beteiligten Akteure stellen die Ergebnisse der REK vor Energietour des Wirtschaftsministers: Havelland-Fläming Oderland-Spree Uckermark-Barnim Prignitz-Oberhavel Lausitz-Spreewald 24

25 Gliederung ZAB Energie Energiepolitische Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene Brandenburgs Energiestrategie 2030 Fördermöglichkeiten Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Kommunale Energiekonzepte Umsetzung 25

26 Kommunale Energiekonzepte Voraussetzung: Politischer und Beschluss der Kommune/Gemeinde sowie der Beschluss über die Erbringung des Eigenanteils über 25 % Pflichtaufgaben: Einbeziehung bestehender Energie-Konzepte Beschreibung des Untersuchungsraumes Bestandsaufnahme Energie- und CO 2 -Bilanz, Potentialanalyse zu Konversionsflächen, Freiflächen für PV Erarbeitung von Szenarien, Leitbildern und Zielen Erneuerbare Energien Bestandserhebung, Potentialermittlung, Energie- und Kosteneinsparung und CO 2 -Minderung in öffentlichen Gebäuden Energie- und Kosteneinsparung bei der Straßenbeleuchtung Energieeinsparung in Wohngebäuden im Bestand Öffentlichkeitsarbeit (Veranstaltungen, Workshops, Kommunaler Energiebericht) Aktueller Stand : Bei der ILB liegen bis heute 22 Anträge auf Förderung Kommunaler Energiekonzepte vor (Liste) Die antragstellenden Kommunen können bei der Datenerhebung auf den bereits vorhandenen Datenbestand der RPG zurückgreifen 26

27 Gliederung ZAB Energie Energiepolitische Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene Brandenburgs Energiestrategie 2030 Fördermöglichkeiten Regionale Energiekonzepte der Planungsregionen Kommunale Energiekonzepte Umsetzung 27

28 Akzeptanz und Beteiligung durch Bürgerbeteiligungsmodelle: Windpark Schlalach, Anwendung von einem auf das Projekt zugeschnittenen Flächenpachtmodells Energieautarkes Dorf Feldheim, die aus EE wie WEA, PV und Biogasanlage ihre EW versorgen und die Errichtung von Wärmeversorgungsnetz, Errichtung Stromversorgungsnetz, Errichtung Holzhackschnitzelanlage geplant haben (insg. 50% aus RENplus Mitteln) Modelle mit Stadtwerken, in denen sich Bürger als Kunden der Stadtwerke an der Finanzierung von Biogasanlagen, PV-Anlagen, BHKW oder der Modernisierung des Fernwärmenetzes beteiligen ( Bsp. Stadtwerke Brandenburg) Kommunalen und Regionalen Energiekonzepte führen durch das Aufdecken von energetischen Reserven zu solchen Projekten, deren Investition durch Förderprogramme des Landes wie RENplus oder KfW unterstützt werden Umsetzung der REK wird durch den in der RPG ansässigen und ebenfalls vom RENplus Programm geförderten Mitarbeiter befördert 28

29 Leitfäden ILB 29

30 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Dr. Peter Eulenhöfer Bereichsleiter zab-brandenburg.de Tel Projektmanagerin zab-brandenburg.de Tel ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH 30

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