Zuordnung des Angebotes

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1 Zuordnung des Angebotes Rahmen Bezeichnung Allgemeine Beschreibung der Hilfeform Allgemeine Beschreibung der Grundleistungen Grenzen der Grundleistungen Hilfen zur Erziehung Der Soziale Trainingskurs (STK) ist ein Gruppenangebot für Jugendliche und junge Volljährige, die mehrfach straffällig geworden sind. Innerhalb des STK sollen die TeilnehmerInnen in die Lage versetzt werden, ihre Entwicklungsund Sozialisationsdefizite zu erkennen und auszugleichen. Dabei sollen die Jugendlichen und jungen Volljährigen gewaltfreie Konfliktlösungsmöglichkeiten kennenlernen und ihre sozialen Kompetenzen erweitern. Der STK bietet als Grundleistungen: Erarbeiten eines Kontraktes Bereitstellung der vereinbarten Arbeitszeit in Form von Gruppenarbeit in Form von Einzelgesprächen mit Gruppenteilnehmern in Form von Tages- und Wochenendaktivitäten in Form von Einzelgesprächen mit Jugendamt, Eltern, Bewährungshelfern, Lehrern, Arbeitgeber, etc. Auseinandersetzung mit den Straftaten psychosoziale Prozeßdiagnostik, Erziehungsplanung, Hilfeplanung und Zusammenarbeit mit allen Fallbeteiligten Vernetzung mit Formen anderer Hilfeangebote unter Beibehaltung der Beziehungskontinuität Gruppen- und klientenbezogene Verwaltungsleistungen Sicherstellung von Erreichbarkeit Vorhalten und Unterhalten von Räumlichkeiten Therapeutische und heilpädagogische sowie über das Gruppenangebot hinaus notwendige Einzeltermine müssen im Einzelfall in Form von Zusatzleistungen realisiert werden. Gleiches gilt für besonders betreuungsintensive und krisenintervenierende Leistungen Stand: 4/2003 Sozialer Trainingskurs / Seite 1 von 5

2 Voraussetzungen Grund für das Vorhalten des Angebotes und für die Umsetzung der unten beschriebenen Leistungen / Leistungsempfänger und Ziele Gesetzliche Grundlage 9, 10 und 23 JGG Zielgruppe / Indikation Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Volljährige im Alter von 14 bis 21 Jahren, wenn delinquentes Verhalten als Ausdruck eines Sozialisations- oder Erziehungsdefizites zu erkennen ist. Straffälligkeit vermehrt aufgetreten ist straffälliges Verhalten einer Aufarbeitung bedarf Die Maßnahme ist nicht geeignet bei prinzipieller Verweigerung der Mitarbeit bei Fernbleiben der Maßnahme wenn die Straftat länger als 2 Jahre zurückliegt Ziele Auseinandersetzung mit der Straftat und Verhinderung weiterer Straftaten Lernen neuer Handlungsmuster und gewaltfreier Problemlösungsmodelle Stärkung von Kooperations- und Gruppenfähigkeit Entfaltung von Spontaneität, Aktivität, Initiative, Kommunikation, Selbstregulierung, Selbstorganisation, Selbstverantwortung Vermittlung gültiger Rechtsnormen Hinterfragung geschlechtsspezifischen Rollenverhaltens Aufbau von Beziehungen, Beziehungsfähigkeit, Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstbehauptung Entwicklung einer eigenen Lebensperspektive Stand: 4/2003 Sozialer Trainingskurs / Seite 2 von 5

3 Sachleistungen und Tätigkeiten, die in dem beschriebenen Umfang und in der Grundleistungen beschriebenen Qualität oder im Bedarfsfall zur Verfügung stehen. Für diese Leistungen sind Ressourcen vorhanden, die durch den Fachleistungs-Stundensatz abgedeckt sind. Leistungsbereich Häufigkeit / Beschreibung Umfang Erarbeiten eines Kontraktes Bereitstellung der vereinbarten Arbeitszeit in Form von Gruppenarbeit in Form von Einzelgesprächen mit Gruppenteilnehmern in Form von Tages- und Wochenendaktivitäten in Form von Einzelgesprächen mit Jugendamt, Eltern, Bewährungshelfern, Lehrern, Arbeitgeber. etc. Auseinandersetzung mit Straftaten bei Anmeldung Bearbeitung von Anfragen fallführender Stellen (JA, Jugendgerichtshilfe, Gericht) Auftragsklärung Vorstellung des Gruppenangebotes mindestens einmal beim ersten Anerkennung des Kontraktes durch die TeilnehmerInnen Gruppenabend 2 Std. pro Gruppenabend (nicht in den Schulferien) ein- bis zweimal pro Kurs 1 Wochenende, 2 Tagesveranstaltungen pro Kurs Einüben von Kommunikationsregeln und Übungen zur Stärkung der Selbstverantwortung und des Selbstbewusstseins Kooperationsformen erarbeiten und erproben Erarbeiten von gewaltfreien Problemlösungsstrategien Lernen, mit Konflikten und Störungen konstruktiv umzugehen Bewegung-, Aktions-, und Rollenspiele Planen und Vorbereiten der Tages- und Wochenendaktivitäten Arbeit mit Medien und Werkstoffen zur Reflexion und Aufarbeitung aktueller, individueller Konflikte und Störungen, die in der Gruppe nicht zu lösen sind Auseinandersetzung mit eigenem Verhalten innerhalb der Gruppe Durchführung von erlebnispädagogischen Maßnahmen (Kanufahren, Zelten, Klettern, Radtouren etc.) Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und der sozialen Verantwortlichkeit der Jugendlichen und jungen Volljährigen durch Aufgaben- und Ämterverteilung Stärkung der sozialen Kompetenz durch Grenzerfahrungen zur Reflexion und Aufarbeitung akuter Konflikte und Störungen Intervention bei aktuellen Krisen und Problemen Abstimmung des gemeinsamen Handelns Aufarbeitung der zur Verurteilung geführten Straftat und des delinquenten Verhaltens Auseinandersetzung mit Werten und (Rechts-) Normen Aufarbeitung des Gerichtsverfahren Begleitung zu polizeilicher Vernehmung und Gerichtsterminen Stand: 4/2003 Sozialer Trainingskurs / Seite 3 von 5

4 psychosoziale Prozeßdiagnostik, Erziehungsplanung, Hilfeplanung und Zusammenarbeit mit allen Fallbeteiligten Vernetzung mit Formen anderer Hilfeangebote unter Beibehaltung der Beziehungskontinuität Gruppen- und klientenbezogene Verwaltungsleistungen Sicherstellung von Erreichbarkeit Vor- und Unterhalten von Räumlichkeiten kontinuierlich Verlaufsdokumentation Organisation zusätzlicher externer Hilfen pädagogische Stellungnahmen zum Jugendgerichtsverfahren Vor- und Nachbereitung der Gruppenangebote Fallbesprechungen Austausch mit der fallführenden Fachkraft (ASD) Pädagogische Stellungnahmen, Entwicklungsberichte, Empfehlungen Zusammenarbeit mit anderen Institutionen (z.b. Bewährungshilfe, Rechtsanwälte, Sucht- oder Schuldnerberatung, Arbeitsamt, Schulen, Arbeitgeber) Einleitung anderer erzieherischer oder gesundheitsförderlicher Maßnahmen zu festen Zeiten standardmäßig Dokumentation des Gruppenverlaufs Vorbereitung der Freizeitaktivitäten (Versicherungsschutz, Mieten etc.) Führen einer Barkasse Führen einer Akte (pädagogische Entwicklung) Ausfertigen von Bescheinigungen und Berichten Abwicklung der Gerichtskorrespondenz Realisierung der Erreichbarkeit eines Ansprechpartners für JA-Mitarbeiter, Klienten, Bezugspersonen sowie für Fachkräfte (Richter, Bewährungshelfer,Lehrer, etc.) Unterhalten von Beratungs- und Büroräumen, Küche und Gruppenraum Stand: 4/2003 Sozialer Trainingskurs / Seite 4 von 5

5 Mögliche Zusatzleistungen Zusätzliche, zeitlich begrenzte und auf den Einzelfall bezogene Leistungen (nach individueller Hilfeplanung gesondert berechnet) Leistungsbereiche Beschreibung Preis Besondere zusätzliche sozialpädagogische in Form von INSPE Fachleistungsung Betreu- in Form von FLEX stunden in Form von Erziehungsbeistandschaft ( 30 KJHG) Therapeutische Einzelleistungen Einzel- oder Gruppentherapie unterschiedlicher Methodik durch externe Therapeuten/Erziehungsberatungsstellen Honorare (in der Regel über Krankenkasse) Besondere Elternarbeit Externe Familientherapie Honorare (in der Regel über Krankenkasse) Ausstattung und Ressourcen Anzahl der Plätze Personalschlüssel Mitarbeiterqualifikation Räume Qualitätssicherung Konzeptionsentwicklung Konzeptionssicherung Personalentwicklung Dokumentation von Prozessen und Leistungen maximal 10 pro Gruppe pädagogisch: pro Gruppe 1 Betreuer, 1 Betreuerin anteilig: Leitung/Beratung, Verwaltung pädagogische Fachkräfte: FHS-Abschluß Sozialpädagogik/Sozialarbeit mit therapeutischer Zusatzqualifikation Büro- und Beratungsräume Gruppenraum, Küche indirekte Leistungen zur Sicherung und Dokumentation der Leistungserbringung und zur Einhaltung der Qualitätstandards Verschriftlichung der aktuellen Konzeption (Leitlinien, Leistungsangebot, Qualitätsstandards, Abläufe und pädagogisches Controlling) Klare Organisationsstrukturen und Ablaufsicherung Jährliche Überprüfung der Konzeption (Team/Leitung, mit oder ohne externen Berater) Fachliche Kontakte zu vergleichbaren Einrichtungen, Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Fachverbänden Regelmäßiger Austausch mit den Fachkollegen des Jugendamtes Umkonzeptionieren, wenn Bedarfe sich grundlegend ändern oder grundsätzliche Qualitätsmängel festgestellt werden (Team/Leitung, mit oder ohne externem Berater) Abstimmung pädagogischer Vorstellungen, Kommunikationsstile und Haltungen im Team Entwicklung von Arbeits- und Controllingabläufen in schriftlicher Form Einzelsupervision der Mitarbeiter durch externen Supervisor (durchschn. 4x/Jahr) Regelmäßige Reflexion des Gruppenprozesses, der Teilnehmer und der Familiensysteme Außerplanmäßige Fallbesprechung im Krisenfall Personalführung durch Vorgesetzte Einarbeitung neuer MitarbeiterInnen Fort- und Weiterbildung (extern) Fachliche und persönlichkeitsbezogene Beratung in Einzelfällen Verschriftlichung von Zielen, Planungen und des Gruppensverlaufs Vollständige und übersichtliche Aktenführung Stand: 4/2003 Sozialer Trainingskurs / Seite 5 von 5

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