Ersatz / Erweiterung Bildungszentrum Aarberg

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1 Beilage zur Entscheidungsfindung: Fachverbandsversammlung Metallbau Fachverbandsversammlung Landtechnik 6. November 2015 Ersatz / Erweiterung Bildungszentrum Aarberg

2 Einleitung Die Schweizerische Metall-Union betreibt für die Branchen Hufschmiede und Landtechnik seit 47 Jahren in Aarberg erfolgreich ein Ausbildungszentrum. Mit diesem Ausbildungszentrum konnte über all die Jahre eine professionelle Grund- und Weiterbildung sichergestellt werden. Ein wichtiger Vorteil der eigenen Schulungsinfrastruktur ist, dass es dem Fachverband Landtechnik (FLT) möglich ist die Qualität der Ausbildung direkt zu beeinflussen. Im Lauf der Jahre wurde aus dem einstigen Einmannbetrieb ein Bildungszentrum mit 15 fest angestellten Mitarbeitern. Mit dem vorliegenden Projekt wollen die Verantwortlichen des Fachverbandes Landtechnik die bestehende Infrastruktur erneuern, damit eine zukunftsorientierte Grund- und Weiterbildung für die Landtechnik- und Hufschmiede-Branche sichergestellt ist. Im Bereich Metallbau ist es nach wie vor eine wichtige Zielsetzung, dem aktuellen Fachkräftemangel entgegentreten. Der Vorstand des Fachverbandes Metallbau ist deshalb klar der Meinung, dass der an der ausserordentlichen Fachverbandsversammlung 2012 eingeschlagene Weg, die Weiterbildung selber anzubieten und das zentral in Aarberg, die richtige Massnahme ist, um dieses Ziel zu erreichen. Das vorliegende Projekt sichert allen Branchen der SMU eine moderne Infrastruktur. Die Metallbaubranche hat die Möglichkeit, von der 47-jährigen Erfahrung des heutigen Bildungszentrums Aarberg zu profitieren. Mit der Umsetzung der Vision 2008 können die Branchen gemeinsam Synergieeffekte ausschöpfen und so von erheblichen Kosteneinsparungen profitieren. 2

3 Ausgangslage Fachverband Landtechnik Bildungszentrum Aarberg Zur Realisierung des SMU Bildungszentrums in Aarberg, wurde 1967 die Stiftung SMU Bildungszentrum vom damaligen Schmiede- und Wagnermeisterverband gegründet. Die Stiftung SMU Bildungszentrum hat folgenden Stiftungsauftrag: «Die Stiftung ist nicht gewinnorientiert. Sie arbeitet jedoch nach anerkannten kaufmännischen Grundlagen mit dem Ziel, die Grund- und Weiterbildung auf nationaler Ebene für die Branchen Kommunal- und Landtechnik, Hufschmiede und Metallbau sowie anverwandte Berufe zu fördern.» Im Laufe der Jahre hat sich die Stiftung konsequent im Sinne dieses Auftrags weiterentwickelt. 1968: die Liegenschaft Fach- und Meisterschule am Aareweg 19 wird errichtet 1983: Erweiterung der Liegenschaft Aareweg : die Nachbarliegenschaft Aareweg 17 wird zwecks Landsicherung erworben 2002: der Neubau Chräjeninsel 2 wird in Betrieb genommen 2008: die erste Erweiterung Chräjeninsel wird in Betrieb genommen 2012: die zweite Erweiterung Chräjeninsel wird in Betrieb genommen Bereits bei der ersten Erweiterung auf der Chräjeninsel hat sich der damalige Vorstand des Fachverbandes Landtechnik zur Vision «Alles auf der Chräjeninsel vereint» bekannt. Alle Investitionen in die alte Liegenschaft am Aareweg 19 wurden auf ein Minimum beschränkt und damit konsequent diesem Ziel untergeordnet. Deshalb steht nun zum heutigen Zeitpunkt ein Erneuerungsbedarf in der Höhe von 2.5 Mio. Franken an. Der Fachverband Landtechnik ist einstimmig der Meinung, dass dieses Geld zur Realisierung der Vision «Alles auf der Chräjeninsel vereint» investiert werden soll. 3

4 Ausgangslage Fachverband Metallbau Im Fachverband Metallbau zeichnet sich seit mehreren Jahren zunehmend ein Fachkräftemangel ab. Aufgrund dieser Tatsache hat der Vorstand des Fachverbandes Metallbau die Studie WBZ+ in Auftrag gegeben. In dieser Studie kam klar zum Ausdruck, dass die Schaffung eines eigenen Bildungsangebots ein konkretes Mittel ist, um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. Insbesondere wird es möglich sein, gewisse Angebote der höheren Berufsbildung durchgehend anzubieten. Im weiteren brachte diese Studie ebenfalls an den Tag, dass die Synergieeffekte bei einem Zusammengehen mit dem SMU-eigenen Bildungszentrum in Aarberg erheblich sind. Aufgrund dieser Tatsachen wurde an der ausserordentlichen Fachverbandsversammlung vom 4. Juni 2012 folgende Entscheidungen getroffen: 1. Der Fachverband Metallbau deklariert die Weiterbildung zu einer Kernkompetenz des Fachverbandes. Dies schafft die Basis für eine zukunftsorientierte und bedarfsgerechte Berufsbildung im Metallbau. 2. Der Fachverband Metallbau stimmt einem Aufbau der Kernkompetenz am Standort Aarberg zu. Die Synergien zum bestehenden Bildungszentrum Aarberg sollen genutzt werden. Diese Entscheide wurden seit dem Jahr 2012 konsequent weiterverfolgt. Im Jahr 2014 konnte mit den ersten Vorbereitungsklassen auf die Berufsprüfung und auf die Höhere Fachprüfung gestartet werden. Im Bereich der Berufsprüfung hat eine Klasse den Lehrgang bereits erfolgreich abgeschlossen. Wir können heute feststellen, dass für beide Bildungsangebote eine erhebliche Nachfrage besteht. Im Bereich der Normen haben sich die Kurse zur Umsetzung der Norm EN 1090 sehr erfolgreich entwickelt und die Nachfrage aus der Branche kann heute fast nicht abgedeckt werden. Damit diese Angebote auch längerfristig aufrechterhalten und die Nachfragen im Bereich Schweisszertifizierungen abgedeckt werden können, ist eine Erweiterung der Schulungsinfrastruktur in Aarberg unerlässlich. Der Vorstand des Fachverband Metallbau ist daher einstimmig der Meinung, dass das vorliegende Projekt realisiert werden muss. Die bestehenden Liegenschaften Die Stiftung SMU Bildungszentrum verfügt heute über drei Liegenschaften in Aarberg: Aareweg 17 Aareweg 19 Chräjeninsel 2 Zusätzlich zu diesen Liegenschaften hat sich die Stiftung SMU Bildungszentrum das Kaufrecht einer Landreserve von m 2 gesichert. Damit die zur Verfügung stehenden Landreserven optimal genutzt werden können, wurde die Vision 20xx entwickelt. 4

5 Vision 20xx Die Realisation der Gebäude wird durch die Stiftung SMU Bildungszentrum vorgenommen. Alle Gebäudeteile werden wie bisher durch die Schweizerische Metall-Union gemietet und betrieben. Die beiden Fachverbände müssen über den Schulbetrieb, respektive über den Fachverband die entsprechenden Miet- und Betriebskosten erwirtschaften. In beiden Fachverbänden wurde die Tragbarkeit geprüft. Als Basis hierfür wurden die Teilnehmerzahlen 2013 (Landtechnik), respektive alle laufenden und die sich im Aufbau befindenden Kurse im Metallbau genommen. Vision 20xx: Unterkunft und Verpflegung Vision 20xx: Reserve Der graue Bereich (rot umrandet) stellt die heute zur Verfügung stehende Infrastruktur im Gebiet Chräjeninsel dar. Die hellgrauen Gebäude (blau umrandet) entstehen mit der Realisierung der Vision 2008 und werden in den Gesamtkontext integriert. Die Kostenübernahme, über die an den Fachverbandsversammlungen vom 6. November 2015 abgestimmt wird, umfasst die Miet- und Betriebskosten für die blau markierten Gebäude. 5

6 Was umfasst die Infrastruktur der Neubauten Hauptgebäude (Schweisserei & Theorie & Büro) Dieses Gebäude wird dreigeschossig ausgeführt und umfasst folgende Räumlichkeiten: Untergeschoss Lagerraum SMU (damit muss weniger Lagerraum fremd zugemietet werden) Schulungsraum Drehen und Bankarbeiten, Ersatz Aareweg 19 Garderobe und Sanitärräume für Schüler, Ersatz Aareweg 19 / Erweiterung Lagerraum BZA, Ersatz Aareweg 19 / Erweiterung Erdgeschoss 1 Raum Schweisserei Landtechnik, Ersatz Aareweg 19 1 Raum Schweisserei Metallbau, Erweiterung Metallbau 1 Maschinenraum, gemeinsam genutzt, Ersatz / Erweiterung 1 Schleifraum, Erweiterung für Metallbau 1 Materialraum, Ersatz Aareweg 19 / Erweiterung Obergeschoss 9 Büroarbeitsplätze, Fachverband Landtechnik 5 Büroarbeitsplätze, Fachverband Metallbau (Abteilung Berufsbildung) 3 Theorieräume, 2 Ersatz Aareweg 19 / 1 Erweiterung 1 Archiv, Ersatz / Erweiterung Sanitärräume, Ersatz / Erweiterung Nebengebäude (Motorenprüfstand und Schmiede) Das Konzept sieht vor, dass in diesem Gebäude die zwei Schulungseinheiten mit den grössten Lärmemissionen untergebracht werden. Die Schulplanung wird es ermöglichen, dass in diesem Gebäudeteil in der Regel jeweils nur in einem Fachgebiet unterrichtet wird. So sind die Schüler gut vor Lärmemissionen durch andere Klassen geschützt. Motorenprüfstand Im Nebengebäude ist der Ersatz für den Motorenprüfstand im heutigen Hauptgebäude vorgesehen. In der heutigen Situation verursacht der Prüfstand im Hauptgebäude eine erhebliche Lärmbelastung. Die thermische Energie muss heute sehr kostenintensiv durch eine Klimaanlage abgeführt werden. Mit dem neuen Konzept wird es möglich sein, diese Wärme mit einer künstlichen Lüftung, aber ohne Klimaanlage abzuführen. Schmiede Die Schmiede wird als Ersatz für die heutige Schmiede am Aareweg 19 erstellt. Mit einem neuen Einrichtungskonzept wird ermöglicht, in diesem Bereich eine zeitgemässe, praxisgerechte Infrastruktur zu realisieren, die polyvalent genutzt werden kann. 6

7 Finanzierung Die neuen Gebäude werden über die Stiftung SMU Bildungszentrum finanziert. Damit in der Stiftung der Fachverband Metallbau mit dem Fachverband Landtechnik zu gleichen Teilen partizipieren kann, muss vom Fachverband Metallbau der Betrag von 4.0 Mio. Schweizer Franken in die Stiftung eingebracht werden. Diese Zahlung entspricht in etwa den Einlagen, die vom Fachverband Landtechnik in der Vergangenheit getätigt wurden. Der Fachverband Metallbau hat zu diesem Zweck in den letzten Jahren die nötigen Rücklagen angelegt. Mit dieser Einlage wird dem Fachverband Metallbau langfristig ermöglicht, an der Infrastruktur der Stiftung SMU Bildungszentrum zu partizipieren. Es handelt sich um eine zweckgebundene Investition für die Zukunft, um die Aus- und Weiterbildung in der Metallbaubranche zu sichern. Diese Einlage wird bei der Mietzinsfestlegung berücksichtigt. Baukosten Die Kosten für den Bau der neuen Gebäude werden von der Stiftung SMU Bildungszentrum getragen. Im Sinne einer transparenten Kommunikation sind diese nachfolgend ausgewiesen: Gebäudekosten Schulungshalle, Theorie, Büro Fachverbände Fr Gebäudekosten Schmiede Fr Gebäudekosten Motorenprüfstand Fr Total Gebäudekosten Fr Die Kosten für die Einrichtung werden durch die Schweizerische Metall-Union getragen. Entsprechende Rücklagen wurden in der Vergangenheit bereits gebildet. Schulungshalle, Theorie Fr Schmiede Fr Motorenprüfstand Fr Total Mobiliar Fr Die Kostenschätzung entspricht einer Genauigkeit von +/- 15%. Miet- und Betriebskosten für die Schweizerische Metall-Union Durch die neu geschaffene Infrastruktur werden innerhalb der SMU Fr Miet- und Betriebskosten verursacht. Ein wesentlicher Teil dieser Kosten fällt bereits bei der heutigen Schule im Aareweg 19 an (Fr ). Innerhalb der SMU werden die zusätzlichen Betriebskosten wie folgt auf die einzelnen Sparten verteilt: SMU Bildungszentrum Fr Fachverband Landtechnik Fr Fachverband Metallbau Fr

8 Entscheide an den Fachverbandsversammlungen vom 6. November 2015 Fachverband Metallbau Entscheid zur Kapitalüberführung von 4.0 Mio. Schweizer Franken in die Stiftung SMU Bildungszentrum Übernahme der Kostenverantwortung für die geplanten Miet- und Betriebskosten, Anteil Fachverband Metallbau, gemäss definiertem Mengengerüst Fachverband Landtechnik Entscheid zum Ersatz der Gebäude Aareweg 19 im Gesamtkomplex Chräjeninsel Übernahme der Kostenverantwortung für die geplanten Miet- und Betriebskosten, Anteil Fachverband Landtechnik Der Zentralvorstand der Schweizerischen Metall-Union sowie die Vorstände der beiden Fachverbände unterstützen dieses Projekt vollumfänglich. Die Realisierung dieses Projekts bedeutet für die SMU die Schaffung eines verbindenden Elements zwischen den Branchen, aber auch zwischen den Sprachgrenzen. Ganz nach dem Motto: «Gemeinsam zur Stärke mit Stärke zum Erfolg!» Bildungszentrum Chräjeninsel Aarberg Telefon Fax

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